Herzlich willkommen zu Rhyme-Timed, wie der besten Show, die nicht im Fernsehen zu sehen ist. Und wir sitzen heute hier mit Al Pohn. Du hast gerade ein Album produziert. Wie geht's dir? Es ist gut. Es ist halt noch nicht so ganz ankommen, dass das wirklich fertig ist. Ja, ich bin irgendwie so im Fegefeuer momentan. Soweit es geht mir gut, auf jeden Fall. Es geht mir nicht schlecht, sagen wir so. Aber es braucht noch ein bisschen, bis ich echt realisiert habe, dass das Album fertig ist. Du hast gesagt, du willst den richtigen Moment abwarten. Du hast sehr viel Respekt vor dem Album und du wolltest warten, bis du sagen konntest, jetzt. Was war so der Moment, wo du gesagt hast, jetzt produziere ich ein Album? Ich bin dazu gedrängt worden in Wirklichkeit. Ich habe ja die ersten Tracks vom Album schon 2022, Ende 2022 begonnen zu rekorden und habe dann so Anfang 2023 so eine Handvoll Songs gehabt und wollte daraus eigentlich eine EP machen und es ist sich halt so vom Timing her nicht ausgegangen, es wäre nicht, es wäre erst irgendwann so Anfang Sommer rausgekommen. Mhm. Und es wäre halt definitiv nicht die Zeit, in der man so die Tracks releasen soll. Und dann haben mir ein paar Leute gesagt, unter anderem auch die Nastia so, mach daraus ein Album. Und ich war halt so stur wie ich bin, so, na, ich will das raushauen hin und her. Und irgendwann war ich so, okay, cool. Das sind halt schon sehr persönliche Sachen, die ich da sage und die kannst du halt so teilweise ein zweites Mal sagen. Und hab die Sachen dann wirklich beiseite gelegt, hab dann eben die Jäbelgeipi gemacht und dann eben die Arbeitsversorgung wieder aufgenommen und ich bin echt fucking froh drüber. Aber ja, um ehrlich zu sein, ich glaube, ich habe das gebraucht, dass Leute gesagt haben, mach das zum Album, weil sonst wäre es wieder eine EP mehr geworden. Also ich wurde dazu gezwungen. Und da hast du gedacht, du nimmst noch die Winterdepression mit? Natürlich, natürlich, natürlich. Ich habe da auch natürlich im Sommer ein paar Songs geschrieben. Also jetzt, letztes Jahr. Aber es war eigentlich mehr so der Drive der Winterdepression, der sich durchs ganze Album zieht. Das hört man fast nicht, eh nur in jedem Song. Na, aber ja, ich hab geschaut, dass ich das alles in einem Vibe halt so natürlich... Man schränkt sich schon gewissermaßen ein, wenn man sagt, man will halt ein komplett liebes Album machen, weil so sind dann halt gewisse Sachen einfach, haben es nicht aufs Album geschafft, auch eigentlich coole Songs, aber die sind deswegen ja nicht weg. Aber im Großen und Ganzen, ich habe mich dort hingearbeitet, wo ich hin wollte. Wie viele Tracks sind es denn? 13. Und am 7. kommt es raus? Genau, ja. Cool. Du hast gesagt, es ist ja deep. Hast du im Zuge vom Schreiben irgendwas über dich gelernt, A, wo du sagst, okay, das kannst du auch in den Alltag übertragen? Ich sage einmal, über mich gelernt, ja. Ich sitze immer wieder mal da, so, und auch wenn ich den Track schon zum 25. Mal höre, so beim 26. Mal höre ich dann auf einmal eine zeile raus wo ich mir denke, fuck, bist du kaputt, Bernice. aber es ist halt was komplett anderes. ich meine, deswegen geht man halt auch zum beispiel zur therapie, du sprichst halt dinge aus und so dumm es auch klingt, das ändert was, das setzt was in Gang. Ist beim Schreiben halt das Gleiche. Und ob ich jetzt wirklich Effektives gelernt habe wie Jeilen, ich könnte jetzt nichts auf Anhieb sagen, aber ich habe definitiv sehr viele Sachen verarbeitet damit. Und bin dahingehend auch halt jetzt mittlerweile,ke ich auch auf und über, das alles zu reden. Weil bei mir braucht es halt irgendwie immer erst die Zeile und dann kann ich darüber reden. Kommt einfach. Das ist Therapie. Jawohl. Wie machst du vielleicht für die Leute, die es noch nicht gehört haben, damit sie es sich anhören und vielleicht auch damit identifizieren können, kurz umreißen, welche Themen du da so besprichst? Es geht prinzipiell um meine letzten paar Jahre. Ich habe halt, ich sage mal, sehr verschachtelt mehr oder weniger die ganzen Sachen irgendwie da ins Tageslicht gebracht, weil ich habe ja doch einiges an Struggle. Natürlich ist das Suchtproblem omnipräsent das thema auf den ganzen weil es geht halt hand in hand so die geht's scheiße du konsumierst und dann geht's dir halt scheiße weil du konsumierst und konsumiert dort noch immer mehr ist halt alte leier so aber aber ich finde, man sollte halt schon auch so zu Tage tragen, dass das halt nicht nur cool ist. Wenn du jetzt hier und da auf irgendeiner Party-Track sagst, ja passt, du weißt was ich meine, so einfach die Scheiße glorifizieren, weil es halt jetzt in dem Vibe irgendwie angemessen ist, ist das okay. Man darf halt nicht vergessen, es ist überhaupt nicht lustig. Man macht sich damit systematisch kaputt. Natürlich haben viele Erfahrungen mitgespielt bei dem Album. Was auf jeden Fall auch ein sehr präsentes Ding war, mir ist es halt in den letzten Jahren nicht so gut gegangen, weil ich mich immer mehr in Musik reingehängt habe und die Zeit halt immer nicht da war. Weil mit 40 Stunden Job nebenbei, du hast keine Freizeit mehr, du hast kein Leben mehr, du tust alles für diesen Scheiß. Und meine Arbeitsweise, da zum Beispiel, das hat sich definitiv verändert in den letzten Jahren, so meine Arbeitsweise, also wie ich an Dinge rangehe. Ich habe früher immer gesagt, ich habe so ein beschissenes Zeitmanagement. Wir haben uns dieses Mal für das Album wirklich sehr viel Zeit genommen, ich habe mal viel Zeit genommen und das hat sich dann natürlich auch dementsprechend auf Workflow ausgewirkt, weil je mehr Zeit du hast, desto mehr Fehler kannst du dir erlauben und desto mehr Pausen kannst du da nehmen, dass du jetzt wirklich mal einfach so zwei Tage sagst, aus, ich will nicht, ich mag nicht so, ich kann es auch noch nächste Woche machen. Davor war halt alles immer so, Hals über Kopf und war im Moment immer so, in einem Monat muss das Ding jetzt fertig sein. Und dann gibt es keine Pause. Und dann gibt es auch kein, mir geht es jetzt schlecht, ich will mich zurückziehen. Na, Fakt, dann muss ich das machen, weil sonst geht es jetzt nicht aus. Das habe ich auf jeden Fall mitgenommen. Aber ja, das hat sich halt die letzten Jahre immer mehr aufgestaut eigentlich. Ich habe ja auch Anfang letzten Jahres mich komplett zusammengehauen. Das habe ich eh schon erwähnt gehabt in einigen Interviews. Ich habe halt echt so erste Anzeichen von Burnout gehabt. Da hat mir mein Arzt gesagt, weil ich bin so im Gesang, hat er gesagt, Bruder, so mit mir stimmt was nicht. Und das ist wirklich das erste Mal gewesen, dass ich da ärztliche Hilfe in dem Sinne in Anspruch genommen habe und gesagt habe, wie es mir geht und was gerade passiert. Weil das war nicht mehr lustig. Das war echt nicht mehr lustig. Und das war halt zwei Wochen so ein Dauerzustand. Und das ist eigentlich auch so ein Thema, das ich irgendwie durchs ganze Allem entzieht. Ich finde es extrem cool, dass du das machst. Ich kann mir vorstellen, dass viele Leute, wie du sagst, das glorifizieren und sich eigentlich aber total mit dem identifizieren können. Vielleicht diese Gedanken auch haben und es irgendwie wegschieben. Und dieses auf sich hören und sich ein bisschen Zeit nehmen für sich, das ist ja schon ein riesen Step. Ja, auf jeden Fall. So easy das auch klingt, mehr oder weniger. Man ignoriert halt sehr, sehr lange die ganzen Warnsignale, bis es halt mal knallt. Und bei mir hat es ein paar Mal öfter knallen müssen, bis man dann halt begreift, okay, das ist das Resultat von dem. Wenn ich A mache, dann passiert früher oder später B will ich das wenn man an dem punkt war wo ich war dann will man es definitiv nicht mehr also ich habe auch gesagt ich will da nicht nochmal hin so fuck nein das ist echt halt einfach nur reudigster und das sagt jemand der depressiv ist, an den man denken kann. Das war immer alles Arsch. Natürlich, ich versuche auch mittlerweile viel mehr am Mindset zu arbeiten und Dinge halt auch positiver zu sehen. Und da ist ja auch Daniel Okic, das ist einer meiner besten Freunde, folgt ihm auf Instagram. Der Typ macht halt täglich Stories und ist so ein fucking positiver Mensch. Und ich kann halt echt viel mitnehmen davon. Man braucht das auch. Es gibt natürlich auch diese toxische Positivität, die ist auch nicht cool. Aber man muss halt nicht immer alles so scheiße sehen. Cool. Ich finde, das ist ja auch so ein Muster, das sich dann irgendwie einbremst, dass dann jeder Gedanke zwangsläufig irgendwie das Negative abdriftet. Wenn man sich da mal dran gewöhnt, die Synapsen sind so vernetzt, das geht jedes Mal so. Du hast vorher gesagt, du hörst dir manchmal einen Song vom Album an und dann merkst du auf einmal, okay, okay, das ist der richtige Dippelein. Gibt es irgendeinen Song, zu dem du eine eine besondere Verbindung hast, wo du sagst, okay, der ist repräsentativ für das Album, das mir geht? 5 Minuten war der erste, den ich damals gemacht habe. Und aus dem Viper raus ist eigentlich dann das komplette Album entstanden. Ich habe damals die Balkans EP released und eben weil ich mich so reingearbeitet habe, ich war danach im Arsch. Das war damals quasi so das erste Mal, dass es mich so richtig zusammengehauen hat. Aber das war nur die Vorstufe zu dem, was dann halt irgendwann später gefolgt ist. Und ich habe es damals halt nicht gecheckt, warum. Ich habe halt echt den ganzen Sommer durchgekackelt, so wie ein Vollidiot die ganze Zeit. Und natürlich halt auch, wenn ich mal irgendwie Freizeit gehabt habe, dann war ich halt unterwegs. Und habe nicht so normale Dinge gemacht, wie einfach ins Kino gehen oder sowas, was man halt macht, sondern halt abstürzen. Und dann ist halt 5 Minuten entstanden. Ist meiner Meinung nach eben, so wie du sagst, so einer, der, ja die halt wirklich das ganze Album geprägt haben und repräsentativ sind. Danach ist Lockdown gekommen, Das sind nämlich die zwei letzten Tracks am Album. Übrigens auch die Tracks, die ich zuerst nicht mal am Album haben wollte. Ich hab sie erst zum Schluss, dann hab ich es ein paar Leuten gezeigt und die waren halt alle so, bist du dumm, mach die wieder auf. Und Gott sei Dank sind sie drauf. Das sind tatsächlich die ersten Tracks, die entstanden sind. Lockdown, da hab ich noch meine ersten Panikattacke geschrieben. Panikattacken sind auch, es gibt Menschen, die haben das irgendwie so rechentlich, so ich will sterben. Ich hatte bis jetzt eine gehabt und mir sitzen die Angst noch immer in den Knochen. Und daraufhin ist dann Lockdown entstanden. Also das sind halt schon so zwei Tracks, die dann den Weg für alles andere geebnet haben. Und du hast jetzt erst gedacht, die tust du nie drauf, weil es zu... Ja, gar nicht von der Thematik her, sondern wirklich mehr vom Soundbild her. Weil ich hab dann ja irgendwann gesagt so, hey, ich hab so ein paar Rap-Rap-Tracks gehabt und war dann irgendwann am Punkt, das hat dann so anderthalb, zwei Monate gedauert, wo ich mir gedacht habe, das Album wird nie fertig, weil ich muss jetzt irgendwas anderes machen. Ich kann nicht die ganze Zeit diese Rap-Tracks machen. Und war dann echt so ein bis zwei Monate komplett abgefuckt und im Arsch. Und so alles, was ich mache, ist schmutzend, das hat alles keinen Sinn mehr. Und als ich da dann raus war, habe ich halt begonnen, mich auszuprobieren. Ebenso wie UK Garage, German Bass, Deep House, einfach so quer durch die Bank geschossen. Und deswegen hat das Album jetzt halt auch so eine Bandbreite. Jedenfalls bin ich dann halt da gesessen, nachdem ich dann die ganzen neuen Tracks gehabt habe und war so wie, okay, passt, die zwei Tracks passen halt einfach nicht mehr drauf. Ich bin dann als Besserer belehrt worden, wieder mal dazu gedrängt worden, dann muss man sich anscheinend zu meinem Glück zwingen. Ja, das Ding ist, der Batois oben ist im Sound, wo du das wieder mit Vortakt produziert hast. Ja, bester Mann, wirklich. Wie ist der dazu gestanden, so neue Sounds auszuprobieren? Der war da voll am Start. Der der ist immer egal was ich sage, mach mal, also ja safe, mach mal, mach mal, mach mal. Also mit ihm zusammenarbeiten ist halt wirklich der Wahnsinn. Ich glaube es ist bei ihm auch noch nicht so ganz angekommen, was wir da auf die Beine gestellt haben. Wir haben ja letztens die Screening Party gehabt, weil ich habe zu jedem von den 13 Songs ein Video gemacht. Und das war eben in Wien und in Graz. In Graz war er dabei und danach ist er auch zu mir gekommen und war halt so wie, was haben wir da gemacht? Ja. Ja, vor allem. Aber im Großen und Ganzen, er hat halt auch so einen erheblichen Beitrag zu diesem Album gelesen, das muss ich halt immer wieder dazu sagen, ohne ihn wäre es nicht das, was es ist. Und ich bin halt echt froh, dass eben wenn ich mit irgendwas ruhig in die Ecke komme, dass er nicht sagt, na machen wir nicht oder würde nicht, so probieren wir. So wenn es in den Arsch geht, geht es in den Arsch, so aber wir haben es probiert. Und ich glaube so einen Producer braucht jeder. Das ist eine coole Einstellung, voll. Ihr nehmt jetzt ja an einem Battle teil, oder? Ja, voll. Producer Battle. Das wird auch lustig, ja, da bin ich noch sehr gespannt, was dabei rauskommt. Cool. Das ist ja auch das erste Mal, dass U in die richtung sowas ausprobiert so und ich bin auch geehrt dass ich dabei sein darf danke danke danke wie das ganze dann also wie was wir da raus holen so ich lasse mich überraschen ja mit betten hast du schon erfahrung? Oh ja, oh ja, oh ja, fuck, naja, ist genug. Wann hast du anfangen? Für über 10 Jahre? Ich hab meine ersten Songs, hab ich geschrieben 2006 oder so, aber dann war halt, ja, das war Anfangsphase und ich hab mich damals halt extrem viel ausprobiert, das waren so MySpace-Zeiten. Aber lustigerweise, mein erstes handfestes Release war erst 2019 und das war To The Stop Me In The Spello. Hat eine Zeit lang gedauert. Gebattled habe ich aber davor schon die ganze Zeit. Ich habe ja VBT mitgemacht und bei 3 Stil, damals noch in Wien das Ding mit Don't Let The Label Label You, Rapper Mittwoch war ich auch mal dabei und halt bei jedem Freestyle Battle das auch nur irgendwo war. Das hat schon richtig Bock gemacht, man wird halt älter und ja, mittlerweile, ich mag das nicht mehr. Ich schaue immer Battles auch ehrlich gesagt noch mal wirklich an. Weil irgendwie ist es halt dann doch immer das Gleiche. So wie Don't let the label label you. So wer's feiert. Ich will es überhaupt nicht schlechtreden, aber ich kann es manchmal, wird mal geben. Nja. Was hast du, wenn du heute der frühere Ich battlen müsstest? Das wäre auch interessant. Das wäre tatsächlich sehr, sehr interessant. Ich glaube, mein früheres Ich würde mich zerlegen. Du hast ja gesagt, ihr habt für jeden Song ein Video gemacht. Ja. Ja, wie war das? Ihr habt ein richtiges Konzept da durchgezogen, oder? Also du hast ja Sport gehabt. Genau, Sport war die Nastia. Ohne die wäre das halt eh nicht möglich gewesen. Sie ist ja auch eigentlich mit der Idee um die Ecke gekommen, weil sie hat mir so einen polnischen Rapper gezeigt, der hat halt sein Album hochgeladen und hat halt quasi in Albumlänge gehabt, hat dann zu jedem Song ein Video gehabt. Es war halt mehr oder weniger alles auf der selben Location, aber die haben sich halt immer irgendeinen Scheiß einfallen lassen und das war halt Universal-Produktion und so. Und es war schon klar, dass wir da nicht hinkommen. Und... oh, meine Kette ist aufgegangen. Dann haben wir gesagt so, gut, wir probieren das auch, aber ich war halt am Anfang so wie, wir brauchen halt einen roten Faden, wir brauchen irgendwas, das sich da durchzieht. Das hat sich dann auch irgendwie immer mehr im Sand verlaufen, beziehungsweise es hat sich dann, glaube ich, mehr in der Art geäußert, wie wir die Videosale gemacht haben. Das meiste ist halt One-Take. Es gibt ganz wenig Sachen, die geschnitten sind. sind und wir haben eigentlich recht intuitiv gehandelt. Es war halt fucking viel Arbeit. Es war wirklich fucking viel Arbeit. Es sind so viele Wochenenden draufgegangen. Es war glaube ich sogar phasenweise so wirklich einen Monat lang jedes Wochenende, so von Freitag bis Sonntag, irgendeinen Scheiß gemacht. Mhm. Und drum umso besser, dass wir da früh begonnen haben, weil sonst wären wir glaube ich beide crazy gegangen. Mhm. Ja, aber hat sich ausgezahlt so. Ich habe tatsächlich erst am Samstag das erste Mal das Ganze gesehen, weil es jetzt ein paar Tage d davor ist die mix ist ein laptop und hat das halt raus gewendet so nicht ich war halt echt so wie ich will es nicht sehen ich will es erst wirklich bei der screening party sehen in wien hatte ich keinen platz dann kann danke nochmal wie und danke auch an die an die jungs von wenn ich mit rap dieses erst ermöglicht haben ja es war einfach voll so und ich habe keinen Platz in diesem Raum gehabt. Ab und zu bin ich rausgegangen an einer Rauch und habe dann von draußen zugeschaut, wie der Nachbarsjunge da mitspielen darf. Dann habe ich mir so ein paar Videos angeschaut. Aber in Graz habe ich es dann wirklich gesehen und war dann halt auch so wie, okay, fuck, we did it. Es war krass, das auch so zu sehen. Und das Ding kommt noch online, auch auf YouTube. Aber damit lassen wir uns noch ein bisschen Zeit. Alles klar, ja. Was waren so die Reaktionen, die du dann gekriegt hast? Du hast es schon erzählt vom Vortakt, aber... Die Leute haben es überhaupt nicht gepackt. Also das war wirklich... Ich brauche eine neue Kette. Du kannst mich supporten. Die Leute waren, glaube ich, genauso überfordert wie ich selbst. Es waren durch und durch nur positive Reaktionen. Und es hat mich auch wirklich gefreut zu sehen, dass die Leute wirklich das große Ganze gesehen haben und dass dieses Movement an sich, nicht nur die einzelnen Tracks, die einzelnen Videos, sondern auch wirklich das ganze Projekt als ganze Szene haben, dass es wirklich ankam. Und danke nochmal an jeden einzelnen, jede einzelne, die da waren, alle die geholfen haben, genauso wie Rauch117, die Ramona, der Ella fürs Kamera, einfach fucking allen, den Ju für's Autofahren und auch der Ella für die Kamera, weil wir wollten das Ganze zuerst mit iPhone machen. Wir waren voll in zu, hey wir machen das mit iPhone, safe, so easy, kein Stress. Und die Ella hat das mit Kritik gesagt, wir können ja nicht eine Kamera haben, hatten halt aber nur ein Objektiv und damit waren wir dann halt schon wieder limitiert. Du kannst halt jetzt nicht irgendwie da großartig herumzaubern oder umschneiden. War auch gut, weil das hat gewisse Videos dann erst zu dem gemacht, was sie geworden sind. Mhm. War es hier dann auch nur in einer Location? Nein, nein, nein, wir haben wirklich sehr viele Orte besucht. Vor allem ein bisschen quer einmal durch ganz Graz. Wenn du jetzt sagen müsstest, ein Ort steht fürs Album, wo findest du die meisten Lieder? Ganz ehrlich, Schutt und Asche war das erste Video, was wir gemacht haben. Und ich war halt danach so wie, fuck, das ist so gut geworden. Wir haben jetzt halt Messlatte viel zu hoch gesteckt mit denen. Jetzt muss alles so geil werden wie Schutt und Asche und das ist es auch. Nur da war halt echt so, das war irgendwie, finde ich, steht am meisten für das Album. Wir haben es auch in schwarz-weiß gemacht und da hat einfach alles gepasst. Ich bin ja gestanden mit, ich weiß nicht, 300 Streichhölzern, die ich verheizt habe. Und es ist einfach alles wirklich so, war ich lieb. Es ist nach wie vor mein Favorit, auch wenn die zwölf anderen genauso geil sind. Ja. Ich meine, das sagt jetzt nur ein bisschen, dass das Album überhaupt kommt, aber was wäre für dich so ein Erfolg, den du mit dem Album haben könntest? Also wie die Leute reagieren oder wo du hin willst damit? Ich bin auch schon gefragt worden, wo ich hin will damit. Und ich kann nur nochmal dieselbe Antwort geben. Ich habe es ja prinzipiell, also ich habe früher, wenn es mir auf den Arsch gegangen ist, habe ich lieben Rap gehört. Es gibt Menschen, die hören so Happy-Pappy-Musik, wenn sie traurig sind. Ich war halt nie so einer, sondern ich früher selbst gebraucht habe, weil das gibt es meiner Meinung nach heutzutage viel zu wenig und das ist halt eigentlich so die Richtung, in die es geht und ich hoffe, dass das Album halt ganz genau die Leute erreichen wird, die es erreichen muss, weil eben, wie du sagst, du fühlst, dass es mehr gibt wie uns, so und ich hoffe halt echt, dass ich da auch dementsprechend dann Leuten halt helfen kann damit, weil es ist halt immer, man braucht oft diese Tracks, wo gewisse Sachen gesagt werden, damit man sieht so, okay fuck, es geht nicht nur mir so, ne. Man weiß, es geht nicht nur einem selbst so, das ist vollkommen logisch. Aber so rational denkst du halt nicht, wenn du abgefuckt bist. Du fühlst dich alleine. Genau so ist es. Und solche Songs geben einem dann bzw. haben mir halt auch immer wieder so die Stärke gegeben, wo ich gesagt habe, okay fuck, es ist jetzt einmal so, ich bin auch nicht alleine damit und es wird auch wieder besser. Das ist schon irgendwo so, ja, Musik ist Therapie, auch so abgedroschen diese Phrase halt auch ist. Und ja, ich hab da halt auch dementsprechend bei manchen Tracks halt wirklich sehr viel Ehrlichkeit reingepackt, wo ich dann selbst einfach so Tage überlegt habe, so kann ich das so sagen oder nicht. Aber ich glaube, dass ganz genau das die besten Zeilen dann halt werden. Es muss raus und für das ist es da. Ich mache Musik, ich habe anscheinend ja, ich sage mal die Gabe, die für Sachen so auszusprechen, schafft ja auch nicht jeder. Ich habe mich mit so vielen Rappern mittlerweile schon unterhalten und oft geht es den Leuten exakt gleich wie mir, nur sie machen einfach komplett andere Musik, einfach weil sie es nicht in das Herz bringen oder nicht wollen oder warum zum Fick auch immer. Ich kann es, warum soll ich es dann nicht machen? Umso mehr würde es mich dann echt freuen, wenn das Album die Leute erreicht ist, erreichen soll. Wenn du jetzt mal, sagen wir mal, es ist 2030 und du würdest einen Song von dir hören, worüber würdest du, wo wärst du gern, was für ein Thema wäre das? Das ist eine gute Frage. Ich habe mich gefragt, ob ich irgendwann einmal so happy Musik machen kann. Ich habe keine Ahnung. Ich kann mir das nicht ausmalen. Ich lebe von Jahr zu Jahr, von Projekt zu Projekt. Ich lasse mich wirklich überraschen. Ich kann nur so viel sagen. Ich bin noch lange nicht da, wo ich hin will. Wo ich hin will, weiß ich nicht. Ich weiß, dass immer Luft nach oben ist. Ich habe ja auch mit dem Album wieder alles umgeschmissen. Ich habe mir mit Balkanskirn-Jerbeger schon so Baves aufgebaut. Das ist wirklich das erste Mal gewesen, dass wirklich was gezunden hat und auch funktioniert hat. Und weiß, dass ich sehr viel mit dem album jetzt halt quasi so in die karre fahren weil das hat ansatzweise das ist was sie hören wollen von mir was ist mir scheißegal sage ich dir ganz ehrlich so ist es geht darum dass ich hab das ist mir spaß macht weil ich bin bei gott noch nicht dort dass ich sagen kann oder darf oder muss so hey ich habe jetzt das kunden das funktioniert damit verdiene ich mein täglich brot so weit ist es wenn sie mal so weit ist schauer ich gehe ziemlich stark davon aus dass ich trotzdem drauf scheiße wird und das machen wir auch nicht machen aber ja 20 30 reden wir 20 29 machen wir auf jeden fall ja magst du sonst noch irgendwas sagen? Oder was steht jetzt so an bei dir? Hast du jetzt irgendwann mal Zeit zum Abschalten? Jetzt ist es fertig? Am 15.3. ist Release Party in PPC. Unbedingt vorbeischauen. Das ist jetzt auf jeden Fall noch das nächstgrößte, was ansteht. Und danach werde ich mir mal so einen Monat, ich schaff's eh nicht, Pause gönnen. Ich weiß nicht, was genau ich danach weitermachen werde. Ich habe extrem fucking Bock, wieder mehr Musik zu machen, weil echt die letzten Monate, also ich war nie im Studio, ich habe einfach nichts, selbst wenn ich gewollt hätte, ich hätte keine Zeit gehabt. Und ja, darum, sobald das abgeschlossen ist, mache ich einfach das Erstbeste, was mir in Sinn kommt. Und auf das freue ich mich schon. Für Culture sind wir schon am Philosophieren. Ich will noch nichts sagen, weil es ein Sandfestes gibt, aber es steht auf jeden Fall auch auf der Agenda, definitiv dieses Jahr. Sehr cooles neues Festival in Graz. Checkt es aus. Ich lasse mich überraschen. Ich kann nur so viel sagen. Ich habe Bock. Ich habe wirklich, wirklich sehr, sehr viel Bock. Ich schleppe das Album schon lange mit mir mit und bin sehr froh, wenn ich das einfach so stempel drauf und tschüss und jetzt machen wir weiter. Jetzt ist es soweit. Dann lassen wir uns auch wohl gerne überraschen. Dankeschön. Ich sage Dankeschön. Dankeschön fürs Zuschauen. Danke an Michi für's Filmen. Danke an Dani für's Schneiden. Wir sehen uns bald. Ciao.