Wir sind heute an der Universität der JKU, wo die Messe für junges Engagement stattfindet. Und neben einem vielfältigen Angebot an unterschiedlichsten Organisationen, bei denen man sich engagieren kann, gibt es auch den ein oder anderen Workshop und Vortrag, wo man ein bisschen Hintergrundinfos bekommt. Und ich darf heute etwas erzählen über die zehn Fakten, wie freiwilliges Engagement einen selber, aber auch die Welt verändert. Und das möchte ich euch kurz erzählen. Das erste ist einmal, dass freiwilliges Engagement einfach glücklich macht. Das heißt, wenn wir was Gutes tun, wenn wir uns für andere einsetzen, dann fühlt sich das gut an. Da gibt es sogar eine Studie, ich glaube sie ist in Großbritannien gemacht worden, die das ausgeschaut hat und sich überlegt hat, ist es jetzt eigentlich so, dass Menschen, die sich freiwillig engagieren, glücklicher sind, oder Menschen, die glücklicher sind, sich eher freiwillig engagieren. Und es hat sich herausgestellt, man muss nicht unbedingt glücklich sein, um sich freiwillig zu engagieren, aber man wird es hundertprozentig durch das freiwillige Engagement. Und sie haben das sogar dann überlegt, wie könnte man das gleichsetzen. Dann haben wir ein Modell entwickelt, das hat ungefähr den selben Effekt, wie wenn man ein zusätzliches Monatsgehalt im Jahr kriegen würde. Ist doch fein, oder? Wenn man sich so engagiert. Ja, das war mal der erste Punkt. Der zweite Punkt ist, dass Engagement auf jeden Fall Freundschaftsspender knüpft. Das heißt, beim Engagement ist man einfach ganz selten allein. Man ist immer in einer Gruppe eingebunden, hat eine Gemeinschaft. Das kann in manchen Lebenslagen ganz schön hilfreich sein, wenn man, also so oder so ist es nicht mit anderen was zu tun, aber wenn man jetzt einmal wo in eine andere Stadt zieht zum Beispiel oder mal eine Beziehung zu Ende geht oder aus anderen Gründen der Freundeskreis sich verändert, kann das hilfreich sein und nett sein, wenn man da schon Freundschaftsbänder geknüpft hat durch das Engagement. Das ist unser Punkt Nummer zwei. So, jetzt muss ich auf meine Schummelzettel schauen. Ja, das Engagement macht auch fünf Jahre jünger, glaubt man kaum, aber auch da ist eine Studie durchgeführt worden, der European Social Survey, wo 40.000 Leute in ganz Europa befragt worden sind, wie es ihnen geht und so weiter. Und da ist herausgekommen, die Personen, die sie engagieren, haben denselben Gesundheitswert wie die Personen, die sie nicht engagieren, aber fünf Jahre jünger noch sind als sie. Das heißt, auch das ist vielleicht ein Grund, da mal aktiv zu werden. Und vor allem, das passt auch heute zu unserem Ort, zur Uni ganz gut, beim Engagement kann man fürs Leben lernen. Man lernt durch die Tätigkeit, wenn ich jetzt zum Beispiel ein Sommerfest organisiere, kann ich mir da ganz viele Organisationsskills aneignen. Ich kann aber auch mit den Menschen, mit denen ich mich gemeinsam engagiere, lernen oder sogar von den Menschen, für die ich mich engagiere, weil es da einfach ganz viel Potenzial gibt. sogar von den Menschen, für die ich mich engagiere, weil es da einfach ganz viel Potenzial gibt. Und wer sich jetzt denkt, ich bin ja zu klein oder zu unbedeutend, um etwas zu verändern, der ruft sich vielleicht einmal die Greta Thunberg in Erinnerung, weil die hat sich mit einem Schild, das selbst gebastelt hat, auf irgendeinem Karton vor das Rathaus gesetzt und daraus ist einfach eine riesengroße Bewegung geworden. Ich glaube, das können wir alle machen. Noch mal so kurz zwischendurch. Ja, was auch sehr schön ist, ich muss für das Engagement jetzt nicht immer noch überlegen, was kann ich denn jetzt für andere tun oder wie kann ich jetzt die Welt verändern, sondern ich kann einfach auch überlegen, was macht mir selbst Spaß und Freude, wo habe ich ein tolles Hobby und kann das dann anwenden. Sei es jetzt zum Beispiel Häkeln. Ich häkel gerne. Was kann ich mit meinem Hobby häkeln machen, um da anderen eine Freude zu machen oder was beizutragen? Und ich glaube, da gibt es ganz, ganz viele Möglichkeiten, einfach eine gute Gelegenheit, um das dann anzuwenden und die eigene Freude mit anderen zu teilen. Ein weiterer Punkt, der definitiv nicht unwesentlich ist, ist, dass Engagement eine sogenannte Demokratieschule ist. Weil wenn ich Verantwortung übernehme, wenn ich mich einmische, wenn ich die Gesellschaft durch mein Engagement mitgestalte, dann lerne ich, wie es ist, die Gesellschaft mitzugestalten und so was bleibt auch. Und das nimmt man sehr viel andere Lebensbereiche mit, dass man einfach diese Motivation behält, sie einzubringen und mitzugestalten. Der siebte Punkt ist, dass Engagement auch Teilhabe ermöglicht. Wie ich schon vorher gesagt habe, man ist nie alleine und macht das immer in Gesellschaft. Und wenn man sich vielleicht immer einsam fühlt, dann kann man ja schauen, wo gibt es vielleicht Möglichkeiten, wo man da andocken kann und gemeinsam mit anderen aktiv zu werden. Und vor allem auch in Zeiten, wo man das Gefühl hat, und das bringt mich zu Punkt 8, dass die Welt irgendwie, ja, manche Dinge einfach nicht passen und man nicht zufrieden ist, sei es jetzt mit Entwicklungen in Amerika, wo ein Präsident gerade komische Dinge von sich gibt oder auch Kriege, die es auf der Welt gibt oder große Erdbeben, die jetzt in Asien stattgefunden haben. Durch mein Engagement kann ich da was verändern und kann quasi das Gefühl ablegen, es ist egal, was ich tue, sondern ich kann aktiv werden, kann handeln, kann jetzt zum Beispiel eine Spendensammlung starten für Asien, kann in meinem Umfeld Leute aufnehmen oder wie auch immer und kann da eine Auswirkung haben. aufnehmen oder wie auch immer und kann da eine Auswirkung haben. Ja, dann habe ich nur zwei Punkte. Das eine ist, Engagement lässt dich die Welt mit anderen Augen sehen. Wenn du da in Kontakt kommst mit Leuten, die du sonst nie getroffen hättest, aus deiner Bubble einmal ausbrichst, hast du einfach ganz neue Kontakte, kriegst eine neue Perspektive und da haben wir uns jetzt zum Beispiel für Menschen mit einer psychischen Erkrankung engagiert, dann lernt man einfach auch andere Lebensrealitäten kennen und denkt sich beim nächsten Mal, wenn man jemanden auf der Straße trifft, der sich ein bisschen anders verhält, vielleicht nicht, was ist denn das für eine komische Person, sondern überlegt vielleicht den Hintergrund, ach ja, da könnte vielleicht etwas dahinter sein und das verändert einem selbst und natürlich auch die Gesellschaft, wenn wir da anders miteinander umgehen und mehr Verständnis zeigen. Und der zehnte und letzte Punkt, das Engagement schafft einfach Sinn und das ist auch was, was in uns Menschen ganz tief verankert ist. Da haben Hirnforscher und Forscherinnen herausgefunden, dass wenn wir anderen helfen und wenn wir uns für andere einsetzen, dieselben Areale im Gehirn aktiviert werden, wie wenn wir eine Belohnung kriegen. Und das zeigt einfach auch, dass wir so gestrickt sind, dass wir uns gegenseitig unterstützen und zusammenhelfen und eine sinnvolle Tätigkeit ist einfach was sehr Bereicherndes und darum macht es Sinn, Sie zu informieren, so wie heute auf der Messe oder auch zu anderen Gelegenheiten im Freiwilligen Zentrum oder auch beim lokalen Verein und der Sozialorganisation in der Nähe zu schauen, was kann ich beitragen, wo kann ich mitmachen. Das ist was ganz Bereicherndes, sehr Schönes.