Ich habe in der vorwöchigen Zeit ein interessantes Wort gefunden. Das heißt, ich kann es nicht gut aussprechen, Snackable. Da ist eine junge Schauspielerin und Sängerin, hat ein Buch geschrieben, das gerade gehypt wird. Und die sagt, Literatur, Texte, Buch sollen Snack-Ebel sein, also wie ein Snack in kleinen Portionen und leicht zu genießen, nicht ohne Anstrengung. Und da habe ich mir gedacht, das trifft genau auf das zu, was ich gerade mache. Weil ich schreibe keine großen Romane mehr, sondern bin jetzt bei der Lyrik. Entschuldigung. Und da wiederum in einem beliebten Genre, die Grimm ist. Ich schreibe Kriminalgedichte oder Gestanzeln, weil wir singen sie auch mit meiner Frau zusammen, singen wir sie auch vor. Ja, und da trage ich jetzt ein paar vor. Ich singe aber nicht, also gleichzu keine Angst. Nein, das tue ich nur mit meiner Frau. Da schreibt ja die sieben Minuten Zeit, wenn ich erkläre, warum ich einen Traum habe und nicht singen kann. Aber das habe ich Stammgäste kennen, die Geschichte schon. Gut, ich beginne. Der stete Druck auf seine Kehle beendete zwar nicht auf der Stelle, aber doch ein für allemal das Leben ihres Herrn Gemahl. Das nächste heißt Hey du Politiker. Das haben wir schon gesungen in einer Bücherei im Mühviertel. Da war die Altbürgermeisterin anwesend und bei dem Gstanzl hat es am meisten gelacht. Hey du Politiker, komm her zu mir, ich wünsche mir ein Gefallen von dir. Für eine Betriebserweiterung brauche ich eine neue Flächenwidmung. Setzt du die Unterschrift da her, dann bei meiner Söhne verspreche ich dir, wenn sie dich einmal angewählt haben, brauchst du noch in mein Büro reinschauen. Dann kriegst du einen Beratervertrag und der Gas ist ein sechsstelliger Jahresbetrag. Das nächste, also jetzt verlassen wir das Gstanzelfeld, jetzt wird es global. Der Text basiert auf einem aserbaidschanischen Liebes- und Klagelied. Küsselrin, all die Männer, ich käme in dein Saal, die Männer können sich alle nehmen. Und das heißt, deine Augen nahmen mich gefangen. Und so klingt es dann auf mich viertlerisch. Deine Augen haben mich gefangen, deine Augen haben mich bedörrt, deine Augen haben mich gefesselt, ich habe dir und deine Augen gehört. Habe ich zu sagen vergessen, dass wenn wir singen, da Männer- und Frauenstimme wechseln, nicht abwechselnd, aber es sind verschiedene Strophen, verschiedene Stimmen. Meine Hände waren deine Diener, meine Hände haben dir gehört. Meine Hände haben dich vergöttert und sie haben dir Glück beschert. Mein Bankkonto war auch dein Konto. Uns hat alles gemeinsam gehört. Manchmal hast du das überzogen, aber das hat mich nicht gestört. Deine Taschenpfeiler-Sammlung, über die habe ich immer gelacht. Das Pfeidl aus der Schenvitrine hat der Sache jetzt ein Ende gemacht. Meine Hände sind alt und rissig, einer Kraft ist längst entweicht, damit sie sich reimt, entweicht er gesagt. Aber Taschenpfeidl halten, dazu hat's dann da noch gereicht. Deine Augen, ihr helles Leichten, war früher mein Lebensinhalt. Das Gefühl ist jetzt verloschen und deine Augen sind stumpf und kalt. Das nächste, ist auch kein Gestanzl, das heißt, ein Glashausgurken möchte ich sein und für die Musiker unter uns, wollen wir das vortragen, das folgt zu einer, das heißt, die Taylor Swift Chord Progression, also ein langsamer Popschlager, mehr oder weniger. Das ist schwierig. Ein Glas aus Gurken möchte ich sein, sagt den Gruberbauern sein Hans Ei. Weil da ist es so warm und ich bin sicher. Nichts von draußen rührt mich an. Kein Schneck, kein Wühlmaß und kein Mann stört den Frieden unter dem Glashausglastoch. Ein Freilandgurken hat's nicht gut, weil rundherum alles was antut, sagt der Hansi und schaut ganz starr ins Leere. Er setzt sich in sein altes Böscho, dreht das Radio bis zum Anschlag an und schreit so laut, dass es ihm selber weh tut. Los, Zafleit, ich erzähl euch heute eine Geschichte aus der Vergangenheit, wie der Gruber Hansi noch ein kleiner Bub war. Der Pfarrer in der Sakristei sagt, Hansi, du halt bloß den Mann, und er zählt kein Wort davon zu deiner Mutter. blosst einmal und erzähl kein Wort davon zu deiner Mutter. Ein Glashausgurken möchte sein, sagt er, und schaut ins Norenkastlnähe und macht sich nur eine zweite Flasche Wein auf und trinkt halt, bis er nimmer denkt, vergessen könne ich sein Geschenk, wenn der Hirn sich anfühlt wie ein Glashausgurken. wie ein Glas aus Gurken. Und das Letzte, das ist ein Blues-Gstanzl, wenn wir es singen. Und das heißt Die Tschakkeline von Ebensee. Die Tschakkeline von Ebensee kauft sich eine Tiefkühltruhe und schließt sie an das Stromnetz an und hört sich das leise Brummen an. Die Tschakkeline von Ebensee kauft sich eine Kettensäge und zwar für ihren lieben Mann, der manchmal recht ungut sein kann. Sie richten sich auf der Werkbank ein und seufzt, lieber Mann, das muss jetzt sein. Dann hat sie ihn mit der Säge zerlegt, weil er unterlegt nicht in die Tiefkühltruhe geht. Dankeschön. you