Willkommen bei Gesprächsklima. Mein Name ist Julia Neubauer, ich begleite wieder durch die Sendung und wir haben diesmal den Schwerpunkt Lebensmittel und Klimawandel und was beides miteinander zu tun hat. zu tun hat. Das Thema ist allgegenwärtig, wenn wir darüber reden, wie wir uns ernähren und was wir essen. Und auch wie schon beim letzten Mal oder grundsätzlich, wenn es um das Thema Klimawandel geht, müssen wir sagen, es wird auch da nicht die eine richtige Antwort geben. Die werden wir da am Tisch heute nicht finden. Aber wir werden Verbindendes finden, ganz bestimmt, obwohl wir mit sehr unterschiedlichen Sichtweisen und verschiedenen Erfahrungen da sitzen werden. Die Suche nach Gemeinsamkeiten, was wir jetzt schon sagen können, ist, wir wollen alle eine nachhaltige Zukunft für kommende Generationen haben, in der alle gut leben können und zu einem guten Leben gehören gute Lebensmittel. Das Thema geht uns alle an. Es geht um das Essen, das wir essen. Es geht um das Wasser, das wir trinken und es geht um die Luft, die wir atmen. Mit mir am Tisch habe ich heute die Sandra Grünberger. Du bist Geschäftsführerin von MyIndigo in den Promenadengalerien. Wir haben im Vorgespräch darüber gesprochen, was die beschäftigt im Zusammenhang mit dem Thema Klimawandel. Und es beschäftigt dich sehr viel, aber eines der großen Themen ist gewesen, wie können wir Verpackung im Bereich der Gastronomie minimieren, weniger machen? Wie können wir Kundinnen und Kunden dazu anregen, dass sie auf Mehrweggebinde umsteigen, was kann man für Anreize schaffen und gleichzeitig die Grenze, die es gibt, dass man ja niemanden zwingen kann und wie gehen wir damit um. Ich bin schon sehr gespannt auf deine Sichtweisen diesbezüglich. Neben mir habe ich den Lukas Großbichler sitzen. Du bist Geschäftsführer von Bio Austria Oberösterreich. Du hast mir geschrieben, dass das Thema die Seite einer landwirtschaftlichen Ausbildung eigentlich beschäftigt oder du darüber nachdenkst. Und dass das, was am wichtigsten in dem Zusammenhang beruflicher Sicht ist, wie Landwirtschaft sie an jetzt schon gegebene Wetterereignisse anpassen kann und wie man Lösungen finden kann dafür, wie man in Zukunft damit umgehen kann. Also Starkregen, Hitzeperioden, da wird es einfach Möglichkeiten brauchen, wie man damit umgehen kann. Und die Herausforderungen sind jetzt schon da und ich bin gespannt, was du dazu zu sagen hast. Neben mir habe ich Stefan Huemer, Geschäftsführer von Fischerbrot. Du hast mir gesagt, das Thema beschäftigt dich in Wirklichkeit seit deiner Schulzeit. Du hast mir gesagt, das Thema beschäftigt dich in Wirklichkeit seit deiner Schulzeit. Du hast geschrieben gehabt, ein Lehrer, der sehr gesellschaftskritisch über das alles nachgedacht hat, hat schon einmal dazu beigetragen, dass du darüber nachdenkst. Und gleichzeitig ist es so, dass du als Geschäftsführer von einem Unternehmen, wie ja da mehrere am Tisch sitzen, ja auch dafür verantwortlich bist, dass du eine nachhaltige wirtschaftliche Entwicklung für das Unternehmen auch hast. Du hast Mitarbeitende, für die du ja gewisse Verantwortung auch hast, die bei dir ihren Lebensunterhalt verdienen. Also wie kann man Unternehmen nachhaltig wirtschaftlich entwickeln und gleichzeitig dem Thema Klimawandel begegnen und wie geht sich diese Gratwanderung aus oder wo denkt man darüber nach? Da bin ich auch schon sehr gespannt. Neben Stefan habe ich Heidrun Hochreiter. Danke Heidi, dass du da bist. Du bist die Clustermanagerin vom Lebensmittelcluster bei der Wirtschaftsagentur Business Up for Austria. Habe ich das jetzt richtig so hingekriegt? Wir haben, du hast mir gesagt, Food Sustainability ist ein großes Thema, das du wichtig findest, das grundsätzlich wichtig ist. Wie kann man Versorgungssicherheit in der Lebensmittelbranche sicherstellen? Welche Lösungen braucht man, dass wir Lebensmittel auch im Bundesland erzeugen können und wie, da man diesbezüglich weiß und wie werden wir in Zukunft essen schlussendlich, so aufs Große gesehen. Und dann freue ich mich noch sehr, dass ich den Manfred Huber begeistern habe können, oder eigentlich meine Partnerin, die Birgit, den Manfred begeistern hat können. Du bist seit 20 Jahren geschäftsführender Gesellschafter bei Sonnberg Biofleisch. wie wir jetzt gerade noch Soundcheck gemacht haben, ja schon gesehen, spielt immer eine große Rolle in der Ernährung und Klima und wie essen wir Fleisch und überhaupt. Und da bin ich sehr gespannt auf deine Sichtweisen zum Tierwohl und auch Menschenwohl miteinander zum Tor hat, welche Betrachtung man darauf sehen kann und wie man Fleisch in der Ernährung dann trotzdem auch immer noch zu welchen Bedingungen mit einbinden kann. in der Ernährung halt dann trotzdem auch immer noch zu welchen Bedingungen mit einbinden kann. Ja, ich freue mich sehr, dass ihr alle da seid und ich hätte jetzt einfach gern bei dir angefangen, Teidrun, nämlich was ist was, was du gern möchtest, dass Menschen wissen, was deine Arbeit und Nachhaltigkeit miteinander zum Darhaben, was vielleicht nicht so Nachhaltigkeit miteinander zum Dar haben, was vielleicht nicht so offensichtlich ist von außen. Magst du mir einfach mal? Sehr gerne. Ja, ich meine, durch das, dass wir über 200 Betriebe bei uns in unserem Netzwerk haben, mit Schwerpunkt Oberösterreich, sind die Anforderungen an die Betriebe voll vielfältig. Aber das Thema Nachhaltigkeit ist, glaube ich, auch eines, was standardentscheidend ist, wo wir sicher in Oberösterreich eine Vorreiterrolle haben, wo wir wirklich eine Vielzahl an Betrieben haben, die ganz, ganz tolle Produkte produzieren, die regionale Wertschöpfung erzeugen, die regional Rohstoffe beziehen und auch regional ihre Lebensmittel in Handel bringen oder in Verkehr bringen. Und das ist was mir selber ein Herzensthema ist, auch dass wir das zum Beispiel schon mit jungen Leuten aufgegriffen haben, Zero Food Waste Challenge zum Beispiel mit jungen Schülerinnen gemacht haben, weil ich glaube, dass es das Um und Auf ist, was uns erfolgreich macht als Wirtschaftsstandort. Da möchte ich gerne die auch fragen. Das ist ja ein Thema, das die als Bio-Austria-Oberösterreich auch beschäftigen wird, oder? Ist das ähnlich oder gleich oder anders? Oder gibt es eine andere Facette, einen anderen Blickwinkel drauf, den ihr da habt oder den du darauf hast aus der bürofliegenden Sicht? Nein, das kann man grundsätzlich da auch anschließen. Für uns in der Biolandwirtschaft sind regionale Wertschöpfungsketten und Kreisläufe natürlich sehr wichtig. Wir sehen da einen entscheidenden Vorteil in der Biolandwirtschaft, so wie wir in Österreich da aufgestellt sind, dass durch diese regionale Wertschöpfungsketten wir auch im Bereich Klima- und Umweltwirkungen durchaus Vorteile haben. Das heißt, wir versuchen wirklich vom heimischen Bio-Futter, das heimische Bio-Futter für die heimischen Bio-Tiere einzusetzen. Und das ist einfach ein sehr zentrales Element, warum zum Beispiel auch Bio-Fleisch, wenn man es so angesprochen hat, weil es eh schon angesprochen worden ist, einfach einen viel geringeren CO2-Fußabdruck hat. Und das ist mir in der Runde jetzt auch sehr wichtig zu sagen, was leistet die biologische Landwirtschaft? Und da sind sehr viele Themen, die sozusagen da mitspringen vom Thema Bodenverbrauch, vom Humusaufbau, vom reduzierten Treibhausgasemissionen, wo wir in der Biolandwirtschaft viele Antworten darauf haben und schon über viele Jahrzehnte auch schon Methoden immer weiterentwickelt haben, wie man gut Ackerbau betreiben kann, wie man gut Tiere halten kann, wie man im Bereich der Fütterung viele Dinge optimieren kann, wie man regionale Kreisläufe schließen können. Und da haben wir schon sehr viele Antworten. Und grundsätzlich kann man schon sagen, es ist so, wenn man ein Bioprodukt kauft, kauft man nicht nur ein hochwertiges Produkt, sondern man kauft die ganzen Mehrleistungen auch mit. Und das muss auch bei der Kaufentscheidung aus meiner Sicht immer mitdenken. Warum kostet manches Mal auch etwas mehr? Man kauft aber auch vieles mit, was gesellschaftliche Leistungen sind. Du bist ja dann eigentlich die Einkäuferin schlussendlich danach und dann verkaufst du es auch weiter. Aber auch bei dir ist das ja ein großes Thema, die Qualität der Lebensmittel, die ihr dann an die Kundinnen und Kunden weiterverkauft. Auf was achtest du besonders? Wo sind die Grenzen für dich diesbezüglich vielleicht erreicht? Oder wo sagst du, das ist das, nachdem auch unsere Kundschaft nachfragt? Oder wie siehst du dieses Thema von den Produkten, die du für deine Mahlzeiten schlussendlich für die Gäste praktisch an? Also was uns auch, also dem ganzen Konzern auch wichtig war, wir verkaufen Bio-Fleisch. Also wir bieten dem Gast Bio-Fleisch an. Es ist tatsächlich hochpreisiger. Aber mir ist halt auch wichtig, wenn ich was verkaufe, dann verkaufe ich ein gescheites Produkt und stehe auch dahinter. Und wir haben auch die Philosophie, lieber weniger Fleisch essen, dafür was Gescheites. Also lieber weniger Fleisch, dafür verkaufe ich was Gescheites. Also lieber weniger Fleisch, dafür verkaufe ich ein Gescheites Fleisch und wir haben auch Bioprodukte und wir verkaufen Bioprodukte. Und das ist mir halt auch wichtig. Also diese lieber weniger, dafür was Gescheites. Dafür stehen wir. Manfred, da hätte ich gerne von dir gehört, weil ich meine, jetzt haben wir drüber geredet von was tut die Biolandwirtschaft für CO2-Fußabdruck und so weiter gehört, weil ich meine, jetzt haben wir drüber geredet, von was tut die Biolandwirtschaft für CO2-Fußabdruck und so weiter und so fort, aber was tut Biolandwirtschaft auch für die Lebewesen, die ja dort schlussendlich um dies auch geht? Was tut es für die Tiere dort? Wie ist deine Sicht auf diese Dinge diesbezüglich? Ja, wir als Bio-Fleischbetrieb in der schönen Unterweißenbrache im Mühlviertel ist das Tierwohl ganz ein wichtiges Thema. Ich bin ja selber auch Bio-Landwirt und habe Tiere am Hof gehabt. Ich bin genau deiner Meinung, lieber weniger Fleisch und dafür etwas Gescheites. Und wir wollen zeigen, wie läuft das eigentlich ab beim Fleisch? Wie geht es dem Tier? Man muss sich da wirklich in das Tier einfühlen. Wir haben den tierfreundlichsten Schlachthof glaube ich inzwischen von Europa gemacht, wo viele schon gekommen sind und geschaut haben, wie funktioniert denn das? Wir haben einen gläsernen Schlachthof, wo man den Leuten einfach sagen kann, wenn man Fleisch isst, muss man auch gespürt haben, was passiert denn da überhaupt? Weil nur das anonyme Fleisch essen und nicht nachdenken, das ist für uns, was wir überhaupt nicht wollen. Deshalb, weil wir gesprochen haben mit Vegetariern, ich habe immer gesagt, Vegetarier sind meine Freunde, weil die fangen an, nachzudenken, wie passiert denn das Ganze? Was isse ich denn? Was nehme ich denn zu mir? Und deshalb dieser gläsende Schlachthof. Und wir haben einfach in der Literatur und mit BSI Schwarzbeck, das ist ein Institut in Deutschland, einen Stall entwickelt, wo Tiere intuitiv dorthin gehen, wo wir es brauchen müssen, ohne Stress, ohne irgendwas. Weil wenn man Nachrichten gehört hat vom Schlachthof, hat man ja nur negative Nachrichten gehört. Und wir haben gesagt, wir wollen das umdrehen. Fleisch ist was Besonderes, ist wirklich was Gutes und wir wollen herzeigen, wie man das produziert. Das fängt an bei den Bauern, fängt an vom Transport und geht dann bis am Schlachthof. Und wir freuen uns, wenn die Leute das sehen und dann sagen, ah, so stelle ich mir vor, Fleisch zu essen. Wie gesagt, lieber weniger und dafür was Gescheites. Stefan, was hast du da für Gedanken dazu? Ich meine, Brot ist dann ganz anders. Brot kann man jedem, egal ob vegetarisch, vegan, lebend oder nicht. Da ist man von dem frei. Was ist das Thema Brot? Ist dann trotzdem so Grundnahrungsmittel schlussendlich in Österreich, oder? Wenn man im Ausland ist, hat man immer so das Gefühl, alle sagen, was hast du das meiste? Verzichten wir es, das Brot war das Ärgste. Das ist ja in den ÖsterreicherInnen sehr verankert. Wie ist das Thema Nachhaltigkeit und Brot? Wie sagst du das für dein Unternehmen? Insgesamt ist Brot im Unterschied zu Fleisch jetzt nicht ganz so im Fokus, was den Klimawandel betrifft. Andererseits muss man aber auch sagen, wir haben einen extrem energieintensiven Prozess. Wir brauchen sehr viel Energie, um einfach dann das Wasser aus dem Teig abzutampfen und eine Kruste zu erzeugen, wenn man es so betrifft. Und natürlich ist auch der gesamte Getreideanbau zu betrachten. Die Regionalität gilt bei uns genauso, ist aber derzeit nur eine Win-Win-Geschichte. Das heißt, es macht Sinn, dass man aus der Region das Getreide oder das Mehl bezieht. Können wir natürlich nie ohne unsere Kunden machen, die letztlich unser Brot kaufen. Brot hat in Österreich einen extrem hohen Stellenwert. Es gibt glaube ich kaum in der Welt, in Europa vielleicht nur mit Ansätzen, aber in der Welt gibt es nicht sehr viele Länder, wo so eine Vielfalt an Brot und Gepäck verfügbar ist. Wir haben vom Weißbrot über Klargebäck, über Feinbackwaren bis zu Schwarzbrot, Vollkornbrot, eigentlich alles. Wenn man bei uns bei den Bäckern oder auch in den Outlets schaut vom Handel, du kriegst einfach alles und darum geht es wahrscheinlich die Leute ab, weil das kriegst du nirgends anders. Überall anders ist das ein Wahnsinn und toll und was die nicht alles zeigen und dah daheim haben wir das eigentlich vorder aus. Wie ist denn das, wenn man sagt, okay, das ist ein energieintensiver Prozess und damit hat man dann tagtäglich auch zum Tor. Und wie ist denn für dich so, inwieweit ist es so, dass du sagst, okay, das ist das, was ich beruflich beitragen kann. Das ist das, wo ich versuche, dass ich privat was beitrage. Wie überschneidet sich das? Wo gibt es das? Wie bedingt sie sich vielleicht für die? Oder wo ist es auch so, dass man sagt, okay, da habe ich mich jetzt hervermüht, dafür muss ich woanders auch wieder ein bisschen was nachgeben, quasi, wenn man so viel man kann es nicht überall richtig machen. Wie ist da dein Empfinden dazu? Ja, ich glaube, der Zugang ist ein holistischer. Ich meine, man kann das ja nicht trennen. Also entweder ich habe die Haltung oder ich habe es nicht. Und das ist privat das Gleiche wie im Unternehmen. Als Führungskraft musst du authentisch sein. Und wenn ich das privat nicht lebe oder als Geschäftsführer nicht lebe, wie es bei mir ist, dann brauche ich auch nicht irgendwas anderes predigen. Da fangen sie mal an, aus meiner Sicht. Natürlich tut man sich bei manchen Dingen hart, die man einfach über die Jahre als Gewohnheit empfindet. Da gehört ein bisschen ein Verzicht auch dazu. Das geht nicht ohne. Aber wenn ich jetzt über Mobilität ins Unternehmen zum Beispiel nur als Beispiel rede, dann muss ich natürlich auch selber mit den öffentlichen Verkehrsmitteln fahren oder einmal was anderes probieren, was man halt bis jetzt gemacht hat. Das tue ich auch und das tun auch unsere Führungskräfte. Wir probieren da viel, wir sind da flexibel und genau das Gleiche muss man dann auch bei so Themen wie bei Energie, Primärenergie, da entwickelt sich jetzt was. Und da muss man am Ball bleiben. Man muss da offen sein, prozessoffen sein, sag ich einmal, technologieoffen sein, weil dann gibt es, in zehn Jahren schaut das sicher anders aus, wenn man jetzt die richtigen Schritte setzt. Aber wie gesagt, das gehört zusammen. Also privat und beruflich ist für mich nirgends trennbar und natürlich auch nicht bei der Nachhaltigkeit oder bei diesen Dingen. Die Hydron liegt schon die ganze Zeit. Bitte, ich kann dir voll recht geben, was der Stefan gerade gesagt hat. Also ich glaube, man kann es nicht trennen. Entweder man hat die Einstellung, dann zieht man das im Beruflichen, lebt man das vor und man setzt es auch privat um. Also ich habe vorher zum Beispiel erzählt, ich glaube, ich bin nicht die einfachste Konsumentin im Handel, weil ich vieles hinterfrage, von wem was kommt. Und ich verzichte lieber darauf. Da bin ich ganz bei dir, Sandra, lieber weniger und dafür was Gescheites. Aber das zieht sich bei allen Produkten durch. Das möchte ich nicht nur aufs Fleisch beschränken. Weil ich glaube, wir brauchen nicht die Himbeeren aus Marokko im Jänner oder sonstige Dinge. Ich glaube, da kann jeder sich selber an der Nase nehmen oder das auch vorleben und schauen. Ich glaube, wir Konsumenten haben es auch in der Hand, was im Handel oder so auch in den Regalen liegt. Würde das keiner kaufen, dann würde es auch nicht so eingekauft werden und dann würde es mehr auf Regionalität und Saisonalität gehen. Das finde ich eine spannende Frage. Wir haben eine Frage, die ich vorab gestellt habe, wo empfindet ihr Ambivalenz zum Thema Klimawandel? Und weil wir vorher Mobilität gehört haben und die eigenen, war das so ein Thema, wo du auch gesagt hast, ja, Autofahren ist etwas, was du gern tust. Und das frage ich jetzt nicht, um dich bloßzustellen, sondern das ist einfach völlig legitim zu sagen, gewisse Sachen sind für mich wichtig und trotzdem habe ich ein Bewusstsein dafür, weil das hast du ganz offensichtlich gehabt. Und was heißt das? Das tust du gern, ist dir das dann möglich, ohne dass du darüber nachdenkst und denkst, ich soehr das eigentlich nicht? Oder wie gehen da deine Gedankengänge, wie gehst du mit dieser Ambivalenz um, dass du das bezüglich empfindest? Grundsätzlich, ja, ich fahre ganz gerne an meinem Auto und das, glaube ich, betrifft ja sehr viele. Ja, ja. Aber für mich ist sozusagen immer das Thema der Ausgewogenheit. Es ist einfach so, wir haben natürlich in der Mobilität braucht man natürlich das Auto. Mein täglicher Berufsweg ist aber mit dem Zug, jeden Tag mit den öffentlichen Verkehrsmitteln. Das heißt, das ist kein Ausgleich, das ist einfach so. Für mich ist das auch eine gewisse Art von Selbstverständlichkeit dort, wo es möglich ist. Nutze es natürlich auch. Wir müssen einfach auch darauf schauen, wie wir alle unseren Beitrag auch können. Und das ist einer davon. Und im Bereich der Ernährung, um auf das zurückzukommen, ist das natürlich für mich auch ein ganz, ganz, ganz wichtiger Punkt. Einfach auch, wo ich sage, ich ernähre mich mit regionalen, biologischen und saisonalen Lebensmitteln. Das ist einfach auch ein Thema, da kann ich sehr viel beitragen. Und das ist auch möglich. Es ist auch nicht so schwierig. Ich kriege im Geschäft eigentlich schon oder im Handel mehr oder weniger immer alles, aber ich kann mich sozusagen auch entscheiden, was ich kaufe. Und jeder Kauf ist ein Produktionsauftrag in die Richtung, was wollen wir denn? Also wollen wir heimische, regionale, biologische Lebensmittel oder wollen wir was anderes? Das entscheidet durchaus auch ein Konsument, der einen Kaufauftrag gibt, bis zum gewissen Grad. Bis zum gewissen Grad, ja, weil wir natürlich auch immer über Möglichkeiten und Ressourcen reden, an Zeitressourcen und finanzielle Ressourcen, die man hat dafür. Du nickst da sehr. Ich möchte jetzt mal dazu etwas sagen. Wie ist es für dich vom Gefühl her, das ist spannende Dinge dort, wo es möglich ist und muss es immer leicht gehen oder muss ich bewusst verzichten? Oder wo gibt es diese Rahmenbedingungen vielleicht auch? Dass ich sage, der Schritt, der am leichteren geht, ist der, der der nachhaltigere Schritt ist. Naja, was ist leicht? Das muss jeder für sich selber entscheiden. Was ist für mich leicht? Was ist für mich leicht zu verzichten, auf was verzichte ich nicht, und halt auch das Wann nehme ich das Auto und wann nehme ich es nicht. Also ich bin jetzt auch mit einem öffentlichen Verkehrsmittel hergefahren, weil es leicht ist, und wenn es geht, dann mache ich das auch. Das ist kein Verzicht nicht. Und zurück auf die Lebensmittel, wie gesagt, ich brauche auch, ich brauche keine Erdbeeren nicht. Und das muss ich für mich selber sagen, was brauche ich und was brauche ich nicht. Und das trage ich weiter. Das trage ich meinem Betrieb, meinen Mitarbeitern weiter. Und trage es auch manchmal an die Gäste weiter. Wenn ich sage, das verkaufe ich jetzt gerade nicht, weil ich es jetzt gerade nicht brauche. Und wenn ein Konsument sagt, das brauche ich unbedingt, dann ist es halt seine Entscheidung. Und den muss man ja akzeptieren. Was mich in dem Zusammenhang Lebensmittel total beschäftigt und was für euch alle wahrscheinlich ein Thema ist, ist dieses Thema, wie gehen wir denn mit Food Waste um, also mit Lebensmitteln, die nicht verkonsumiert werden. Was, das ist ja so, das heißt, wenn ich mich gegen etwas entscheide, was im Regal schon steht, was passiert dann damit? Du ziehst die Augenbrauen hoch, das ist ja eine spannende Frage. Was ist dann damit, wenn das nicht mehr gekauft wird? Ab wann ist denn dieser Zeitpunkt. Wie wird denn zum Beispiel bei euch darüber nachgedacht? Es ist ja zum gewissen Grad so, nicht ganz vermeidbar, aber es wird ein Thema sein, wo ihr in gewisser Weise nachdenkt. Ja, sicher. Es ist einerseits der Waste, der sozusagen im Unternehmen selber entsteht und das ist auch wieder Win-Win-Geschichte, weil je weniger wir Abfall produzieren, je geschickter wir das sozusagen angehen, desto günstiger ist die Produktion auch für uns und desto leistungsstärker. Also natürlich schauen wir, dass wir so wenig wie möglich Abfall produzieren oder Reststoffe produzieren, die dann wie auch immer verwertet werden. Aber selbst wenn das zum Beispiel als Tierfutter verwertet wird, ist es trotzdem minderwertiger verwertet, als wenn es als Lebensmittel ist. Das muss uns einfach auch bewusst sein. Das wird nicht upgegradet, sondern downgegradet. Das ist einmal der eine Punkt. Der andere Punkt, was den Handel betrifft, haben wir schon seit sehr vielen Jahren, Gott sei Dank, keine Retouren mehr. Also wir kriegen die Ware nicht retour. Das heißt, das muss sich schon der Handel darüber Gedanken machen. Da passiert relativ viel, da wird auch KI genutzt für Bestellmengen und so weiter, also da entwickelt sich schon was, für das ist das wirklich sehr gut zum Einsetzen, weil wir haben ganz spezielle Gegebenheiten, wenn das mit Feiertagen oder Zwickeltagen und so weiter zu tun hat, da sind halt dann einfach komplett andere andere verkaufsgewohnheiten muss das eine also aber es wird schon was ich glaube man hat selber sehr stark in der hand wie mein kauf ja also da kann man glaube ich am meisten ansätzen dass man heute einfach nicht zu kauft und dass man sich wirklich überlegt wie viel was brauche wirklich und und dass sie daheim nichts wegkomme. Da fängt es einmal an, da wird er mit Abstand am meisten weggekommen, muss man ganz ehrlich sagen. Fleisch, das nicht verkauft wird oder nicht verwendet wird, das ist ja ein ganz anderes Thema zu sagen, nicht verwendetes Fleisch hat ja moralisch einen ganz anderen Wert, oder wie schaust du da drauf? In der Fleischbranche ist ein großer Prozess passiert. Wir haben da teilweise das Problem, dass die Bevölkerung teilweise noch sagt, oder die Kunden, wieso muss das in Plastik eingepackt sein? Wir beschäftigen uns sehr viel mit Materialien, wie machen wir Fleisch oder Wurstprodukte haltbar. Und ich bin seit 20 Jahren der Geschäftsführer, uns ist es gelungen, ohne irgendwelche Zusätze, also nur mit Hygiene, Top-Arbeit, wir sind IFS-zertifiziert, die Qualität vom Fleisch wesentlich länger haltbar zu machen. Und inzwischen hält der Tränenfleisch bis zu 40 Tage, das ist sogar eine Qualitätssteigerung. Wurst war halt 20, 30 Tage ohne, dass man irgendwelche Tricks rein oder irgendwas macht, sondern da geht es nur um Top-Hygiene, gut verpackt, umhüllt und dann habe ich ein gutes Haltbarkeitsdatum und ein gutes MHT im Endeffekt, also Mindesthaltbarkeitsdatum. Wir versuchen natürlich, dass wir die Wertschöpfung komplett im Haus haben. Wir haben die ganze Schlachtung und so weiter, Schlachtnebeprodukte, geht auch in die Tiernahrung. Und dann wird alles verwertet und dadurch, dass wir auch die Produktion dabei haben, haben wir auch die Abschnitte wieder veredelt in Wurstwaren oder in salami, egal wo und so können wir eigentlich das ganze produkt darstellen. dann im regal ist genügend mhd drauf und dann entscheidet der kunde was er tut. wenn er natürlich eine aktion kauft, weil er glaubt das ist billiger, kauft mehr und dann mag er es nicht mehr essen, da müssen wir den kunden hinbringen. aber grundsätzlich hat die Fleischwirtschaft das verstanden, die Reste so gut wie möglich zu vermeiden. Wo siehst du die Grenzen des individuellen nachhaltigen Lebens? Wo ist das, wo man sagt, da kann ich als Einzelner wirklich nicht mehr alles für ausrichten? Wo geht sich eine einzelne, individuelle Entscheidung immer? wirklich nicht mehr allzu viel ausrichten. Wo geht sich eine einzelne, individuelle Entscheidung immer, wo braucht man Rahmenbedingungen, dass man sagt, okay, wie kann sich da auch von der anderen Seite, also wo man doch in einen Punkt kommt, wo man sagt, man kann es beim Aufzwingen finde ich ganz, ganz schwierig, aber irgendwann haben wir uns auch mal im Auto nicht anschneiden müssen. Also wo waren denn Rahmenbedingungen, wo man sagt, es könnte nur helfen dabei, damit die individuellen Kaufentscheidungen vielleicht. Das ist eine schwierige Frage, das stimmt. Aber ich finde, Grenzen ist vielleicht nicht, vielleicht müssen wir das Thema komplett... Ich meine, es gab, wenn man von Bio reden muss, die Leute können sich Bio nicht leisten. Das ist einfach nicht richtig. Es hat vor kurzem eine Studie gegeben von Fibel, man muss einfach nur ein bisschen nachdenken, was man tut. Im Endeffekt kann man biologisch einkaufen, sogar günstiger einkaufen, wenn man vernünftig kauft. Heutzutage wird Mineralwasser gekauft aus Italien und zahlt. Es werden Softdrinks gekauft, die keiner braucht. Es wird einfach nicht bewusst einkauft. Sobald ich bewusst einkaufe, kann ich Bio kaufen. Und der nächste große Punkt, was wir brauchen würden unbedingt, ist die Kostenwahrheit. Es wird einfach nicht bewusst einkauft. Sobald ich bewusst einkaufe, kann ich Bio kaufen. Und der nächste große Punkt, den wir brauchen würden, ist die Kostenwahrheit. Es wird so viel Schaden verursacht und erst haben wir gehört, die Bio-Leute zahlen mehr. Das sind eigentlich die, die was draufzahlen. Die zahlen zweimal mehr. Sie müssen in den allgemeinen Schaden, was verursacht wird, zum Beispiel Trinkwasser, Verunreinigungen und so was, zahlen sie mit und dann zahlen sie nur mehr für das. Wir brauchen Kostenwahrheit. In Wahrheit ist Bio billiger als wie konventionelle Ware. Im Rind gibt es wissenschaftliche Studien inzwischen. Rindfleisch aus der Weide ist in Wahrheit 50% billiger als wie konventionelle Stiermeister. Und da müssen wir ansetzen, diese Kostenwahrheit am Punkt zu bringen. Das darf ich zu dir weitergeben, weil du hast sicher da jetzt schon genickt, auch wenn ich die hinter mir im Nacken gehabt habe und du hast da sicher zu sicher eine Meinung. Ja, absolut. Ich kann dem auch nur zustimmen. Das ist natürlich schon richtig, das Thema Kostenwahrheit und das Thema Umweltfolgekosten auch, je nach Produktionsweise. Und da sehen wir uns natürlich in der biologischen Landwirtschaft schon im Vorteil. Und was man halt einfach auch jetzt, also es ist natürlich in der Situation jetzt so, dass ein Bioprodukt einfach im Regal teurer ist. Es ist so. Es sollte, wenn man alles berücksichtigt, eigentlich vielleicht anders sein. Und aus meiner Sicht, wenn man auch zurückkommt auf das Thema der individuellen Entscheidung, muss man einfach sagen, grundsätzlich ist es einmal so, dass die Biolandwirtschaft ein Angebot macht. Sprich, wir bieten hochwertigste Produkte an und der Kunde soll danach greifen, wenn wir nochmal beim Prinzip der Freiwilligkeit bleiben. Was man aber da schon aus meiner Sicht Rahmenbedingungen setzen muss und auch politische Rahmenbedingungen setzen muss, ist das, was kostet ein Bioprodukt denn letztlich wirklich. Und da müssen wir in der vorgelagerten Ebene einfach schon ansetzen, weil für einen Biobauern ist der Aufwand um ein wesentliches Höher ein Produkt zu produzieren, weil es einfach mehr kostet für den Biobauern. Er hat natürlich auch weniger Ertrag, er hält Tiere länger, er füttert es nicht so intensiv. Da spielen viele Faktoren mit. Das kostet in der Realität jetzt einfach auch mehr. Und dann geht es darum, wie gleicht man diese Kosten aus. Und das sind gesellschaftliche Leistungen, die ein Betrieb, ein Biobetrieb bringt. Und das muss auch entsprechend ausgeglichen werden. Und wieder zurück zu dem, was ich am Anfang gesagt habe, man kauft ja einfach auch mit einem Bioprodukt wesentlich mehr mit. Und das muss einfach auch, wenn man eben diese bewusste Kaufentscheidung setzt, muss man auch immer mitdenken. Und deswegen sehe ich halt diesen schon im vorgelagerten Bereich, braucht es eben da eine gewisse, ja, das ist dann nicht mehr die individuelle Entscheidung, aber das sind diese Rahmenbedingungen, die es braucht, damit Bioprodukte mit allem, was sie leisten, einfach auch entsprechend attraktiv im Regal liegen, dass der Konsument diese Kaufentscheidung treffen kann, auch wenn er vielleicht sozusagen aus welchen Gründen auch immer nicht so viel Mittel hat dafür, wo man sagt, ja, er muss natürlich ein bisschen aufs Geld schauen, was er kauft, aber er soll trotzdem ja auch ein hochwertiges Produkt kaufen können. Ja, das stimmt natürlich. Ich habe die schon gehört und ich wollte sowieso an die weitergeben, weil du hast ja im Cluster nicht nur Bio-Betriebe. Und deswegen darf mich deine Sicht darauf interessieren. Ich möchte noch ganz kurz was dazu sagen. Ich glaube, es braucht weniger die Rahmenbedingungen, es braucht mehr Bewusstseinsbildung für die Konsumenten. Ich glaube, den Konsumenten ist es nicht klar, was hinter dem Begriff Bio steht und was das ist, was du als Mehrleistung, du kaufst ja Package-Meet, auch wirklich bedeutet. Ich glaube, das ist was, dass wir alle, glaube ich auch, gerade die Betriebe in der Werbung vielleicht nicht so ein klarifiziertes Bild von einem Lebensmittel bringen sollten, sondern wie es du, Manfred, vorher gesagt hast, die Leute müssen einmal sehen, was da eigentlich dahinter steckt. Und das kann ein Konsument gar nicht wissen, woher auch, weil der geht in den Supermarkt und nicht jeder hat vielleicht Lebensmitteltechnologie studiert und weiß, was da dahinter steht oder Agrartechnik studiert. Und deswegen glaube ich, braucht es einfach viel mehr Öffentlichkeitsarbeit, viel mehr Bewusstseinsbildung. Wir müssen schon bei den Kindern anfangen und Aufklärung betreiben, was das bedeutet, was das für die Zukunft bedeutet, was das für die Landwirtschaft, für die Kulturerhaltung bedeutet, was das für die Tiere bedeutet, was das Ethik da dahinter ist. Ich glaube, da braucht es einfach wirklich noch Maßnahmen, die entwickelt werden müssen, dass wirklich eine Bewusstseinsbildung auch kommt. Wo geht der Müll hin? Ich glaube, den Leuten ist es nicht bewusst, wenn sie um fünf vor sechs ins Geschäft hineingehen und sie möchten noch ein komplett volles Regal haben, dass das Auswirkungen hat. Das wird heute nicht mehr verkauft. Das muss jedem einfach klar sein. Na, was passiert? Am nächsten Tag kauft es auch keiner. Und ja, es wird dann gegradet in der Verwertung. Dann kann man sagen, okay, es wird vielleicht noch thermisch im Biogas verwertet. Super, besser wie nichts. Besser wie es landet im Restmüll, weil meistens wird dann auch nicht geteilt, sagen wir, Verpackung vom Produkt geteilt, dann es landet im Restmüll, weil meistens wird dann auch nicht geteilt, Verpackung vom Produkt geteilt, dann landet es im Restmüll. Das ist, glaube ich, den Konsumenten gar nicht alles so bewusst, was das bedeutet. Und ich glaube, da braucht es wirklich viel. Da braucht es Schulbildung, da braucht es schon im Kindergarten, dass man das den Kindern sagt, dass man aufklärt, wo geht der Müll hin, wie geht es in der Landwirtschaft zu. Also ich glaube, das wäre für mich persönlich der Ansatz. Ich glaube einfach überhaupt die Wertigkeit des Lebensmittels. Das ist eh vorher gekommen. Du hast das, glaube ich, gesagt. Wie viel gebe ich für Lebensmittel aus und wie viel gebe ich für etwas anderes aus? Und was für Wertigkeit hat Lebensmittel in meinem Leben insgesamt? Es gibt eine ganz breite Gruppe, glaube ich, in der Gesellschaft, die sehr hohen Wert auf Lebensmittel legt. Und dann gibt es aber eine viel, viel größere Anzahl von Leuten, die mittlerweile ganz wenig Wert darauf legt. Und das kann ja gar nicht billig genug sein. Und da hat Österreich aber nur einen relativ guten Status, wenn ich jetzt ins Nachbarland Deutschland schaue. Da ist dieses Denken, dass man nur günstig oder billige Lebensmittel hat, auf Nuffelwerke ausgeprägt. Und ich glaube, das geht nur über Bewusstseinsbildung eben. Da gibt es ja einige Vereinigungen, die da relativ viel machen, Aufklärungsarbeit machen. Immer in Kombination mit dem landwirtschaftlichen Land Österreich, wo ich gleichzeitig die Kulturpflege noch dabei habe. Wie es du richtig gesagt hast, man kauft einfach mehr, als nur das Produkt selber, weil allein über die Qualität oder die Eigenschaften des Produkts kannst du das nicht verkaufen, da steckt einfach mehr dahinter. Weil ein Bioprodukt kann besser sein, muss nicht besser sein, kann gleich gut sein. Aber um das geht es gar nicht allein, sondern es geht auch um andere Dinge. Und natürlich gibt es die Kostenwahrheit nicht. Das werden wir aber auch nicht allein lösen können. Da kann man daran arbeiten, keine Frage. Aber man sieht, jetzt ist gerade wieder ein Rückschritt leider da auf europäischer Ebene in diesen Dingen. Aber da muss man trotzdem draufbleiben. Und das geht nur über Bewusstseinsbildung. Im Betrieb, in der Familie, im Bildungssystem und alles, was da reingeht, gesellschaftlich, das macht glaube ich am meisten Sinn, weil dann wird auch ein teureres Bio-Lebensmittel gekauft, aber an die Rahmenbedingungen noch nicht passen. Da gebe ich dir vollkommen recht, ich würde das Wort noch gerne an das andere weitergeben, weil du hast es gesagt, mit kurz vor Ladenschluss und wie geht man denn damit um? Und ich glaube, dass das ja für dich ein großes Thema ist, wie kriege ich denn die richtige Menge an Essen und was stelle ich noch zur Verfügung? Und dann was tue ich dann, wenn Ladenschluss ist? Wie du das gesagt hast, das war für mich der Flacker, der mein Herz, weil wenn wir auf die Nacht zusperren und um 10 vor Ladenschluss stehen, dann gehst du da. wie du das gesagt hast, das war für mich der Flacker, der mein Herz, weil, wie wir sparen, wenn wir auf die Nacht zusperren und um 10 vor Landschluss stehen, noch Gäste, ich gebe jedem Gast noch was, ich habe noch was, aber nicht mehr alles. Und dann schauen sie mich oft ganz verdutzt an, gibt es das jetzt nicht mehr? Sag ich, nein, jetzt habe ich es nicht mehr. Weil sonst müsste ich das wegschmeißen. Und das will ich nicht. Und dann überlegen sie, ein Ja hast du eh recht. Aber das ist immer zuerst das, ah ja, hast eh recht. Und ich sage dann ja, man muss halt, ich kann nicht alles wegschmeißen und ich will es auch nicht wegschmeißen. Und das, genau das, ah ja, du hast recht, das fehlt halt schon noch. Und wie gesagt, Bewusstseinsbildung, das war jetzt wirklich, das war auch voll schön gesagt jetzt von dir. Und ich wollte da noch zum Thema Verpackung was sagen. Also wir in der Gastronomie, wir sind bemüht, dass wir einfach die Gäste animieren, dass sie ihr Essen in diese Mehrwegboxen mitnehmen. Wir haben es, wir haben My Coffee Cup, wir haben Reuseable Boxen, aber ich kann die Gäste nicht zwingen. Und es tut mir im Herzen selber weh, wenn ich weiß, der Gast kommt drei Mal in der Woche und nimmt es immer noch in einem Einweggeschirr mit. Aber ich kann es nicht zwingen. Ich kann es nicht zwingen. Ich kann es anbieten, ich kann Anreize setzen mit Gutscheinen und sagen, das ist super, aber da ist dann auch meine Grenze, wo ich sage, mehr kann ich nicht mehr tun. Und das ist halt auch, ich kann es versuchen, versuchen, aber da ist dann meine Grenze. Wenn er es entnimmt, dann nicht. Ja, vor allem dort ist auch die Grenze dessen, von für was kann ich verantwortlich sein. Genau. Wo ist mein, genau. Wo lebe ich? Ja, genau. Und wo kann ich halt einfach auch nichts tun, weil ich auch Unternehmen führen muss. Wo ich auch wirtschaften muss. Wo endet der Einflussbereich? Genau. Das gibt es natürlich. Ich finde es schon toll, dass du das angeboten machst. Ich finde es schon viel mehr, als viel andere machen. Natürlich, es ist mir auch wichtig. Und die Leute nehmen es auch und sind dankbar. Und ich freue mich auch, wenn die Leute mit der Schüssel kommen. Aber es braucht halt noch viel mehr. Und es ist halt manchmal so, wir haben uns im Vorgespräch auch darüber unterhalten, ich habe meinen Togo-Becher für den Kaffee, aber ich habe ihn manchmal halt einfach nicht mit dann, wann ich halt den Kaffee gern hätte und brauche. Das braucht. Aber wir tun es halt einmal vorleben. Genau. Und da ist wahrscheinlich ein bisschen, und das ist eine Frage, die eigentlich auch gerne in euch alle gestellt hat, wo muss man ein bisschen gnädig sein, sich gegenüber und wo ist wichtig, dass man vielleicht doch auch sich selbst gegenüber nicht nachgibt. Gibt es für dich so etwas, wo das so ist? Das ist jetzt eine spannende Frage. Ich glaube, das muss jeder für sich selber entscheiden, wie man sich wohlfühlt auch in dem. Also man sollte auch in dem, was man macht, oder Klima- und Umweltschutz und wie man immer das auch nennt, oder nachhaltiges Leben, soll ja auch Spaß machen. Man soll sich ja nicht dazu zwingen, man sollte einen Weg finden, wie das Spaß macht. Und wenn ich im Bereich der Ernährung und Lebensmittel, dann ist das für mich einfach das Thema des bewussten Einkaufens, das im Handel auch herumschauen, wo kommt das Produkt her, das macht ja eigentlich, zumindest mir macht das ja auch Spaß, bin ich vielleicht auch ein bisschen ein gebranntes Kind, okay. Das ist unser Schwerpunkt heute. Ja, natürlich. Aber wo ich mir halt schon auch denke, ist zum Beispiel auch, wenn ich sage, ich entscheide mich dafür, dass ich genauer schaue, wo kommt denn das eigentlich alles her, ist also, dann lerne ich vielleicht auch regionale Produzenten kennen. Ich lerne vielleicht direkt vom Markt in meinem Umkreis kennen, die was an Angebot haben. Ich lerne dort Leute kennen. Das macht auch Spaß. Und das ist sozusagen auch irgendwo etwas, wo ich eigentlich das verbinden kann. Das bewusste Ernähren, dadurch was tun für die Gesellschaft, für die Umwelt, für das Klima und gleichzeitig aber auch Neues lernen. Und das ist irgendwo ja was, was ja doch eigentlich letztlich jedem irgendwo auch Spaß machen soll. Manfred, die Aphroditis-Bezüglich-Fragen, kannst du da mitgehen bei dem, was der Lukas sagt? Natürlich. Das war jetzt eine blöde Frage. Natürlich kannst du mitgehen, aber was sind deine Gedanken? Nein, im Endeffekt, zwei Themen. Lebensmittel produzieren macht grundsätzlich Spaß. Ich habe das nicht geglaubt am Anfang, es ist wie eine Berufung. Und in der Bio-Landwirtschaft und in unserer Gegend die Bauern zu animieren, die Wiesen zu beweiden, die Tiere zu halten und so. Mitgestalter zu sein, das taugt mir wirklich. Aber dennoch stoßen wir doch auf Grenzen. Mein privater Lebensstil ist gerade Ernährung, 100 Prozent Bio, egal was. Aber trotzdem dieses Thema Nachhaltigkeit. Ich möchte doch die schöne Welt auch sehen. Mal einen Urlaub zu machen, mal in einen Flieger einzusteigen, mache ich dennoch. Ich mache aber keine zwei-Tages-Reisen mit dem Flugzeug irgendwo hin. Wann, da muss es drei Wochen sein, dass der Flug ein bisschen auszahlt. Und ich habe mein Lieblingsland, das ist Afrika, wo wir auch ein schönes Projekt haben. Und solche Sachen mache ich schon, obwohl ich weiß, dass sie nicht ganz gescheit sind, mit Fliegen zu fliegen. Aber mein Radl dauert es mir zu lange. Heidrun, wie sind deine Gedanken dazu? Ich finde, dass das sehr schön beschreibt, wie es von uns geht. Also ich kann jetzt nicht sagen, Lebensmittel produzieren macht mir Spaß, aber Essen macht mir Spaß. Durch das, dass ich leidenschaftliche Konsumentin bin und auch Köchin und muss ich sagen, ich schaue ganz bewusst drauf, was ich zu mir nehme, was ich auch meinen Kindern vor allem gebe, weil das ist schon was, wo ich mir denke, das habe ich selber in der Hand, das kann ich beeinflussen. Es gibt Dinge, die kann ich selbst nicht beeinflussen, aber wenn es um mein Essen geht und das für meine Familie, das kann ich unmittelbar beeinflussen. Ich bin, glaube ich, eine kritische Konsumentin, aber wir haben vorher diskutiert in der Runde, ja, Klimawandel hat sich viel ausgewirkt auf uns, hat aber auch ein paar super Sachen hervorgebracht, muss ich auch dazu sagen. Inzwischen sind wir in Oberösterreich ein Weinproduktionsbundesland. Also das hätte es vor 20 Jahren nicht gegeben. Inzwischen auch ganz tolle Produkte und tolle Bauern, viel Bio dabei, viel Bio-Weine, aber wirklich super. Die echten, da kann ich nur raten, probiere sie einmal aus, die sind wirklich gut schon. auf meinen Urlaub. Wir haben aber, wir fahren entweder mit dem Auto oder mit dem Zug auf Urlaub. Auch weil wir unseren Hund mitnehmen, da ist es mit dem Flieger schon ein bisschen blöder. Radeln kann ich nicht mit dem Hund so weit. Mein Hauptland ist als echter lebender Furi Italien. Zug ist leider Gottes und das ist was, wenn ich mir noch einen Wunsch ans Christkind geben könnte, dann sollten sie die Zugpreise gerade ins Ausland billiger machen, dass es eine echte Alternative ist, auch als Familie zum Beispiel mit dem Zug auf Urlaub zu fahren und dass ich gar nicht ans Auto denken muss oder an einen Flieger oder an sonst was. Stefan, darf ich dich auch fragen? Was ist für dich so, also da haben wir wieder das Thema Mobilität drinnen, das beschäftigt uns alle immer. Was ist was, wo du sagst, da macht mir Nachhaltigkeit Spaß, da habe ich das Gefühl, da kann ich etwas bewirken oder da habe ich Freude, wenn ich das tue. Ja, also ich sage jetzt einmal einfach, das Bewusstsein weiterzugeben an Jüngere. Ich habe das Privileg, dass ich schon zweifach Opa bin und mit meiner Enkeldochter koche zum Beispiel. Und der Bewusstsein für Lebensmittel, das ist schon einmal ein interessantes Thema. Da macht es Spaß. Was kaufe ich ein? Ich kaufe nicht zu viel ein. Selber machen und so weiter und bewusst einfach auch einkaufen. Natürlich, was ich kaufe, das ist klar, dass das eben nicht von nirgendwo herkommt. Also das ist eh schon gefallen mit Saisonalität und Regionalität. Das andere Thema ist natürlich, dass man sich Gedanken macht über Energie, egal ob das jetzt privat ist oder in der Firma. Energie und Wasser hängen für mich sehr eng zusammen. Eigentlich wird das Radl, das man mitlaufen lässt beim Nachdenken, immer größer. Und da denkt man einfach nach, okay, muss ich jetzt unbedingt eine Fernreise machen oder bleibe ich vielleicht in der Umgebung, fahre ich mit Zug und Radl oder von mir aus mit einem Wohnmobil in Europa herum. Gibt es, glaube ich, genug zu sehen. Auch in Österreich gibt es noch genug zu sehen in österreich gibt es noch genug zum segen wo ich schon ziemlich viel gesehen also da rennt einfach das rad mit aber natürlich gibt es auch gibt es grenzen ja mein sohn war jetzt in kanada und ein halbes jahr da haben wir natürlich besucht ja die grenzen gibt aber aber grundsätzlich vermeiden wir zum Beispiel Ferienreisen, wenn es geht, weil es nicht unbedingt sein muss. Also war schon in Afrika alles schön, ja keine Frage, aber bei uns ist es auch schön. Sandra, wo macht dir Nachhaltigkeit Spaß? Tatsächlich, letztes Jahr waren wir viel in Österreich unterwegs, viel mit Zug und wir haben das Rad mitgenommen, die Mountainbikes. Also einen Zug und geht dahin, das waren wirklich tolle Urlaube, tolle Ausflüge und es war echt ein Abenteuer und das hat richtig Spaß gemacht. Großartig. Wir sind schon fast am Ende angekommen von unserer Runde. Ich hätte jetzt gerne noch eine Schlussfrage an jeden, jede von euch gestellt, nämlich, was ist das, mit was ihr heute ausgeht aus dieser Gesprächsrunde, aus dem Gespräch, das ihr vorher schon gehabt habt? Oder was ist etwas, was ihr nachher vielleicht noch sprechen wollt? Was nehmt ihr euch heute mit von unserer Dinge? Ich fange bei dir einfach gleich nochmal an, Sandra, bitte. Und zwar das Thema Bewusstseinsbildung. Danke, Herr Dorn, für das Bewusstseinsbildung. Wie wichtig das ist, was ich den Mitarbeitern weitergebe, wie man mit den Lebensmitteln umgeht und was wir eigentlich verkaufen, wie wir das verkaufen. Diese Bewusstseinsbildung, was einfach noch fehlt. Das nehme ich mir mit und das nehme ich mir vor, dass ich das umsetze. Bei mir im Betrieb und daheim. Danke. Danke sehr. Lukas? Ja, ich würde sagen, was gebe ich auch mit oder was nehme ich mit? Das ist natürlich auch das Thema Beides. Das ist natürlich auch das Thema Bewusstseinsbildung. Das ist uns als Institution, als Bio-Austria, als bäuerliche Organisation sehr wichtig. Wir müssen darüber sprechen, was wir leisten, was wir machen als Biobäuerinnen und Biobauern und da geht es natürlich darum zu sagen, was steckt hinter dem Produkt. Das ist natürlich das eine. Und das andere ist eben genau diese Mehrleistungen, was sozusagen auch die Biolandwirtschaft bringt. Und immer die Frage, kann ich mir Bio leisten oder nicht? Das ist einfach auch eine Frage dessen, wie setze ich meinen Konsum an, wie viel Fleisch konsumiert man, wie schaut mein Speiseplan aus und so weiter. Ich glaube, das kann man jeder Einzelne, das sind die individuellen Entscheidungen, kann man auch viel verändern, wenn man das will und das kann Spaß machen. Das möchte ich einfach mitgeben. Ja, das ist schön. Stefan, was nimmst du mit oder was willst du noch mitgeben? Ja, ich glaube, das Bewusstsein, dass Österreich schon eine ganz Ausnahmerolle hat, was Lebensmittelerzeugung, Lebensmittelproduktion und auch Bewusstsein für Nahrungsmittel hat. Ich glaube, auf dem sollten wir aufbauen. Wir haben meiner Meinung nach wenige Steckenpferde in Österreich, aber wenn es zwei sind, dann ist es Tourismus und Lebensmittel. Für mich, das sind meiner Meinung nach die wichtigsten Dinge, die wir in Österreich haben. Wir sind jetzt nicht das große Agrarland, da haben wir die Flächen nicht, aber wir haben eine unheimlich schöne Landschaft und wir haben hervorragende Lebensmittel. Wir haben super Köche, die wir in die ganze Welt exportieren. Wir haben einzigartige Backwaren zum Beispiel, wir haben super Fleischqualitäten. Und das bewusst zu machen und auf dem aufzubauen, das bietet auch Chancen. Und ich glaube, da sollten Sie sich auf die Stärken besinnen und das Miteinanderreden in solchen Runden befruchtet einfach. Das würde ich mitnehmen und mitgeben. Heidrun? Ich nehme mit, wir sollten stärker kooperieren. Landwirtschaft, Wirtschaft, Handel, Konsumenten. Ich glaube, das Thema können wir nur ganzheitlich betrachten und können wir nur ganzheitlich lösen. Es bringt nichts, wenn einer für sich irgendwo eine Lösung findet, weil das hängt alles im System zusammen. Das nehme ich mir heute noch einmal mit und dann nehme ich mir persönlich noch etwas mit. Ich gehe wieder ins Indigo Essen. Wir sehen uns, glaube ich, bald. Danke. Ich nehme mir mit, dass es eigentlich toll ist, dass es so ein Format gibt, dass über so etwas gesprochen wird, dass da wirklich eine coole Runde beieinander ist. Und was mir auch wirklich taugt, dass du gesagt hast, es gibt Fleisch, weniger, aber dafür wirklich gutes Fleisch. Und das ist auch unser Motto. Und dass es so viele Gleichgesinnte einfach gibt, die sich schon in diese Richtung einfach gemeinsam bewegen. Herzlichen Dank. Damit sind wir am Ende angekommen vom zweiten Gesprächsklima. Danke meinen Gästen hier am Tisch. Ich habe es sehr genossen mit euch. Herzlichen Dank, dass ihr euch bereit erklärt habt, mit mir hier herzusetzen. Danke an DorfTV, die Technik dahinter, die kreativen Köpfe, die immer das Look and Feel möglich machen, mit dem wir daherkommen. Herzlichen Dank euch. Danke an die Location im Last bei Schachermeier. Und natürlich ein ganz herzliches Danke hinter den Kameras der Birgit. Die Birgit Galleitner, meine Partnerin im Crimebomb-Projekt, ohne die es einfach das Gesprächsklima so gar nicht geben würde. Und natürlich danke an Sie, die Zuschauenden, an Ihre Zeit, die Sie uns geschenkt haben, die Sie sich genommen haben. Besuchen Sie uns gern auf unserer Website, treten Sie gern mit uns in Kontakt, wir sind total bereit und freuen uns immer über das Thema zu jeder Zeit zu sprechen. Es ist tief in uns verankert. Kommen Sie gern auf uns zu. Mein Name ist Julia Neubauer. Schön, dass Sie mit dabei waren. Und das war Gesprächsklima, die zweite mit Schwerpunkt Lebensmittel.