Herzlich Willkommen zu unserer Veranstaltung im Rahmen des Museums Total. Ich bin genauso gespannt wie ihr auf den Josef Mitzchan, der uns heute Geschichten aus dem Wut erzählt. hat in drei Städten das Gymnasium besucht, ist dann nach Wien gegangen, hat unter anderem Körperwissenschaften studiert, später ein Buch in der Lehre gemacht und seit über 20 Jahren arbeitet der Josef Mitschein bei den Büchereien der Stadt Wien, wo er über das Vorlesen zu kleinen Erzählungen gekommen ist und eben mittlerweile mit seinen Geschichten aus dem Boot unter anderem auf Festivals in Deutschland, Österreich, Italien, Spanien gewesen. Ich bin schon sehr gespannt. Lassen Sie uns alles überraschen und uns von den Geschichten aus dem Hut verzichten. Einen schönen Nachmittag. Danke sehr. Ich sage auch noch einmal herzlich willkommen zu meinen Geschichten aus dem Hut. Ihr seht, ich habe den Hut auf. Irgendwas ist immer drin in meinem Hut und dann kann ich was erzählen. Ich habe einen Sessel bekommen, vielleicht brauche ich den auch. Sind Müllviertler unter den Gästen? Sehr gut. Sind Müllviertler unter den Gästen? Sehr gut. Weil es kann passieren, dass ich ein bisschen in den Dialekt verfalle. Gibt es jemanden, der sich mit dem sehr schwer tut? Ja? Gut, dann weiß ich das auch. Dann werde ich mich zusammenreißen. Oder vielleicht hat mein Hut sowieso nur Geschichten, die man nicht im Dialekt erzählt. Also ich schaue als allererstes immer hinein in meinen Hut. Was denn da drinnen ist in meinem Hut? Weil es ist meistens irgendetwas drinnen. Aber manchmal fällt was raus. Aber jetzt sehe ich jetzt im Hut selber, sehe ich nichts drinnen. Ich habe keinen Hut. Was? Auf meinem Kopf. Auf meinem Kopf? Das ist meine Ente. Das muss ich ja verstecken, da kommt er erst viel später vor. Aber was habe ich am Kopf? Eine Glatze habe ich am Kopf. Im Hut habe ich jetzt nichts, aber... Das ist wirklich... Eine Ente, du hast recht. Die war sicher auch unterm Hut, oder? Ja, dann kann ich jetzt aus dem Hut, unterm Hut, mit dem Hut, kann ich da die Geschichten erzählen von der Ente. Es war einmal, so fangen die Märchen an, ich erzähle ja Märchen, und es war einmal eine kleine Ente. Und die wohnte an einem kleinen Teich. Da ist sie drin herumgeschwommen und hat manchmal ein bisschen getaucht. Dann haben wir ein Schwänzchen gesehen. Ihr kennt doch alle das Lied, oder? Von den Entchen, die im See schwimmen. Taucht das Entchen unter, sieht man das Schwänzchen in der Höhe. Ja, kennst du es? Köpfchen und das Wasserschwänzchen in der Höhe, aber wenn sie es nicht in der Höhe, wenn sie nicht das Schwänzchen, sondern den Schnabel in der Höhe gehabt hat, dann hat es Entengrütze aufgesammelt und unter Wasser hat es Schnecken und Würmer gefangen. Das war herrlich in diesem kleinen Teich. Und am Abend, da ist es an den Rand geschwommen, da sind die Schilfhalme gestanden und dann hat es den Kopf unter den Flügel gesteckt und ganz wohlig geschlafen dort. Es war herrlich. Was Besseres konnte sich das Entchen überhaupt nicht vorstellen, als diesen wunderbaren kleinen Teich. Ganz in der Nähe aber von dem kleinen Teich, da stand ein großes Haus. in dem großen Haus der große Gungatz. Der große Gungatz wohnte dort mit einer ganzen Reihe von Dienern, die alles für ihn machen mussten. Der Gungatz war groß und der Gungatz war reich. Er hatte eine besondere Vorliebe, er badete sehr gern. Und deswegen hatte er nicht nur ein Badezimmer, sondern gleich sieben davon. Sieben Badezimmer für jeden Tag der Woche, ein eigenes Badezimmer. Und in der Früh ist er immer in eines seiner Badezimmer gegangen, hat sich zuerst überlegt, in welches gehe ich heute? Mag ich vielleicht ein Schaumbad haben? Oder will ich in die goldene Badewanne? Oder will ich ein bisschen schwimmen? Dann muss ich ins große Badezimmer, damit ich hin und her schwimmen kann. So ein Gungatz war das. Einmal kam er aus seinem Badezimmer und da war davor im balkon und er hat hinaus geblickt und in der ferne da hat die morgensonne auf den kleinen teich einen glitzer gemacht. Und der Gungatz hat den Teich gesehen und gesagt, da habe ich ja noch nie gebadet. Da will ich einmal baden gehen. Und hat seine Diener ausgeschickt, diesen Teich für den Gungatz zu bekommen. Und seine Diener sind mit Stöcken hinausgegangen und haben den Teich gesucht und haben ihn gefunden. Es war der Teich vom kleinen Entchen und haben das Entchen gesehen und gesagt, Entchen, verschwinde hier, Watscheltier, der Teich gehört jetzt dem großen Gungatz. Und das Entchen hat sich gefürchtet vor den großen Leuten und ist davon. Und dann konnte der Gungatz ganz allein im Teich baden. Und das Entchen hat sich nicht zurückgetraut in seinen Teich und musste im Wald daneben schlafen. Da ist es finster geworden und rundherum waren die Bäume. Und es hat geknackt. Und es hat Geräusche gemacht. Vielleicht. Und das Entchen hat gar nicht gut geschlafen. Und am nächsten Tag, wie der nächste Tag gekommen ist, da hat das Entchen beschlossen, so kann das nicht weitergehen. Ich muss was tun und ich weiß schon, was ich tue. Ich gehe zum Gungatz, ich gehe zum großen Gungatz und rede mit ihm. Und wisst ihr, wer im Wald zu Hause war und schon bemerkt hat, da ist ein neues Tier im Wald, da ist ein neues Tier im Wald, was ist denn das, ein Entchen? Und hat das Entchen gehört, wie es gesagt hat, es geht zum großen Gungatz und hat so große Ohren bekommen. Und das Entchen hat gesagt, ja, ich gehe zum großen Gungatz und rede mit ihm. Ich werde sagen, großer Gungatz, werde ich sagen, du bist reich. Ich habe nur den kleinen Teich. Ich bin so gern darin geschwommen, du hast ihn mir weggenommen. Großer Gungatz, gib mir meinen Teich zurück. Der Fuchs, der das gehört hat und das Entchen gesehen hat, das ist jetzt loswatschelt und zum großen Gungatz will, hat sich vor das Entchen hingestellt und gesagt, Entchen, Entchen, lass das sein. Der Gungatz ist groß und du bist klein. Nein, hat das Entchen gesagt. Der Gungatz hat mir den Teich gestohlen. Ich gehe ihn mir wiederholen. Kommst du mit? Der Fuchs war ganz überrascht und hat gesagt, ja, dann komme ich mit. Und so ist vorne das Entchen gewatschelt und hinterdrein der Fuchs getrippelt. Und so haben sie sich aufgemacht zum Haus des großen Gungats. Der Weg ist entlang von einem Bach gegangen. ist entlang von einem Bach gegangen. Und während sie so gegangen sind, da hat das Entchen wieder gesagt, ich weiß, was ich ihm sage, dem großen Gungatz. Großer Gungatz, werde ich sagen, du bist reich. Ich habe nur den kleinen Teich. Ich bin so gern darin geschwommen. Du hast ihn mir weggenommen. Großer Gungatz, gib mir meinen Teich zurück. Der Bach, der neben dem Weg war, der hat gehört, was das Entchen sagt und ist mit etwas Wasser herausgeschwappt und seine Welle hat gesagt, Entchen, Entchen, lass das sein. Der Gungatz ist groß und du bist klein. Nein, der Gungatz hat mir den Teich gestohlen. Ich gehe ihn mir wiederholen. Kommst du mit, Bach? Und der Bach ist zurück mit seiner Welle und hat gesagt, na gut, dann komme ich mit. Und so ist vorne das Entchen getrippelt. Das Entchen ist gewatschelt, der Fuchs ist hintereingetrippelt und dann ist der Bach hintereingeflossen. Und sie hatten noch ein Stück Weg, da sind sie an einem Apfelbaum vorbeigekommen, an dem ist eine Leiter gelehnt zum hinaufklettern in den Baum. Und gerade wie sie da vorbeigehen, da sagt das Entchen wieder seinen Spruch. Kennt ihr ihn schon? Wenn ich zum Gungatz komme, hat das Entchen gesagt, dann werde ich sagen, großer Gungatz, du bist reich. Ich habe nur den kleinen Teich. Ich bin so gern darin geschwommen. Du hast ihn mir weggenommen, großer Gungatz. Gib mir meinen Teich zurück. Die Leiter hat sich auf ihre zwei Füße gestellt und sich vor das Entchen platziert und gesagt, aber Entchen, Entchen, lass das doch sein. Der Gungatz ist groß und du bist klein. Nein, der Gungatz hat mir den Teich gestohlen, ich gehe ihn mir wiederholen. Kommst du mit, Leiter? Dann komme ich mit. Und so ist vorne das Entchen gewatschelt, der Fuchs hinterdrein getrippelt, der Bach mit seinem Wasser daher geflossen und ganz hinten ist die Leiter stolziert. Und so sind sie an das Haus vom großen Gungatz gekommen und am Tor waren Diener, die den Eingang bewacht haben. Was sollen wir nur machen, hat der Fuchs gesagt Wir trauen uns doch da nicht hinein Der Gungatz ist stark und wir sind doch schwach Wir sind doch nur ein Entchen, Fuchs, Leiter und Bach Aber während der Fuchs noch gezaudert hat ist das Entchen zwischen den Beinen der Diener schon hinein ins Haus und hat sich dort umgesehen, den Eingang gefunden. Es war eine große Treppe dort, da ist es Stufe für Stufe für Stufe für Stufe für Stufe hinaufgewatschelt und einen langen, langen Gang entlang gewatschelt. Und dann ist das Entchen in einen großen Saal gekommen, wo der Gungott auf seinen prächtigen Pölstern gelegen ist, umgeben von den Dienern, die ihm Tee und Kekse gereicht haben. Und das Entchen ist vorhin hingegangen, hat sich groß gemacht, so groß es ging, und hat gesagt, wisst ihr, was es gesagt hat? Großer Gungatz, du bist reich. Ich habe nur den kleinen Teich. Ich bin so gern darin geschwommen. Du hast ihn mir weggenommen. Großer Gungatz, gib mir meinen Teich zurück. Der Gungatz konnte gar nicht fassen, dass so ein kleines Watscheltier so frech sein kann. Und er hat gesagt, Dina, packt es, packt es und werft es hinaus. Werft es in den Hühnerhof. Da wird es schon sehen, wo es bleibt. Und sie haben es gepackt und hinunter in den Hühnerhof, wo Hühner und der große Hahn waren. Und das Entchen rief ganz entsetzt, wer hilft mir jetzt? Draußen vor der Tür hat der Fuchs gehört, wie das Entchen jammert und hat zu sich selber gesagt, Fuchs, nimm dich bei den Ohren, ohne dich ist das Entchen verloren. Und ist hineingesprungen ins Haus, ist zum Hühnerhof gekommen, ist über den Zaun gesprungen und hat gejappt und geschnappt und gejappt und geschnappt, saß sich auch der Hahn, der schon das Entchen mit seinem scharfen Schnabel auf den Kopf picken wollte. Dass der Hahn sich gefürchtet hat, ist es gegangen im Hühnerhof, als der Fuchs gejappt und geschnappt hat. Vielen Dank, hat das Entchen gesagt. Und ist herausgeflogen aus dem Hühnerhof und ist gleich wieder zur großen Treppe gegangen. Und ist Stufe für Stufe für Stufe, für Stufe für Stufe, für Stufe hinaufgewatschelt. Den ganzen langen Gang entlang gewatschelt. Und ist schon wieder in den Saal und vor dem Gungatz gestanden. Hat sich wieder groß gemacht und hat gesagt, großer Gungatz, du bist reich. Ich habe nur den kleinen Teich. Ich bin so gern darin geschwommen. Du hast ihn mir weggenommen, großer Gungatz. Gib mir meinen Teich zurück. Der Gungatz konnte es nicht glauben. Da ist das Watscheltier schon wieder. Dina, jetzt pack das aber und fort mit ihm. Also packt es und werft es in den tiefen Brunnen. Da kommt es bestimmt nicht mehr heraus. Und so wurde das Entchen gepackt und in den tiefen, tiefen Brunnenschacht hinunter. Wer hilft mir jetzt? Rief es ganz entsetzt. Draußen vor der Tür des Gungaz-Hauses, da ist die Leiter gestanden und hat es gehört und hat zu sich selber gesagt, wie gut, dass ich eine Leiter bin, da gehe ich gleich zum Brunnen hin. Und ist zum Brunnen und hat seine zwei Beine hineingestellt und sich so lang, so lang, so lang, so lang gemacht, wie der Brunnen groß war. Und so konnte das Entchen Sprosse für Sprosse für Sprosse für Sprosse für Sprosse für Sprosse für Sprosse, die Leiter hinaufsteigen aus dem tiefen Brunnenschacht heraus. Vielen Dank, liebe Leiter, hat sie gesagt. Und ist gleich darauf wieder zu der Stiege hin und ist Stufe für Stufe für Stufe Stufe, für Stufe hinaufgewatschelt, den ganzen langen Gang entlang gewatschelt und ist schon wieder vor dem großen Gungatz gestanden. Und was hat es gesagt? Großer Gungatz, du bist reich, ich habe nur den kleinen Teich. Ich bin so gern darin geschwommen. Du hast ihn mir weggenommen, großer Gungatz. Gib mir meinen Teich zurück. Ja, kann denn das wahr sein? Im Höhlerhof, in Brunnenschacht, jetzt ist es schon wieder hier, das Watscheltier. Der Gungatz hat es selbst gepackt und gesagt, so, jetzt habe ich genug, du kommst jetzt in die Küche und wirst einbraten. Wer hilft mir jetzt, rief das Entchen ganz entsetzt. Und vor der Tür hat der Bach das gehört und zu sich gesagt, das Entchen quakt, das Entchen schreit, es ist allerhöchste Zeit. Und hat sein ganzes Wasser zusammengenommen und fuhr es hinein in das Haus des Gungats. Und es ist Stufe für Stufe hinaufgestiegen und den ganzen langen Gang entlang geflossen. Und im Saal hat es alles, alles mitgenommen. Eine riesige Welle. Der Gungatz, den hat es rausgehoben. Das Entchen ist oben auf dem Wasser geschwommen, aber der Gungatz und all seine Diener sind den ganzen langen Gang hinausgespült worden und die ganze Treppe hinuntergespült worden und beim Schloss hinaus bis weit, weit, weit auf irgendeine entfernte Wiese gespült worden. Vielen Dank, lieber Bach, hat das Entchen gesagt. Und dann ist es wieder zu seinem Teich gegangen. Der Gungatz war draußen mit seinen Dienern völlig durchnässt und hat gesagt, fürchterlich, so viel Wasser auf einmal. Ich hasse Wasser. Nie mehr will ich baden. Und seine Diener mussten ihn nach Hause tragen, weil er nicht selber gehen wollte. Und ein paar Mal ist er in den Haus gekommen, weil er so glitschig war. Es war ein schrecklicher Tag für den Gungatz. Und er hat wirklich zwei Wochen lang nicht gebadet, weil er kein Wasser mehr sehen wollte. Aber irgendwann hat er doch wieder Lust bekommen, in eines seiner sieben Badezimmer zu gehen. Und irgendwann ist der Gungatz auch wieder auf seinem Balkon gestanden und hat hinausgesehen und es war wieder so ein Sonnenglitzer auf dem kleinen Teich. Und er hat gedacht, ach, das war ein schöner Badetag damals, aber das ist doch der Teich vom kleinen Entchen. Aber ich könnte ja zum Entchen gehen und mit ihm reden. Und so hat der Gungatz seine Badehose angezogen, hat seinen Dienern freigegeben und gesagt, ich komme erst am Nachmittag wieder. Hat sich ein Handtuch genommen und ist ganz allein hinausgegangen zum kleinen Teich, wo das Entchen herumgeschwommen ist. Und der Gungatz hat geschaut, wie das Entchen dort schwimmt und es ist geschwommen. Und dann hat es wieder getaucht und jedes Mal, wenn der Gungatz sagen wollte, Entschuldige Entchen, da war nur das Schwänzchen zu sehen und mit dem Schwänzchen hat das Entchen ja nichts gehört. Und dann ist es wieder geschwommen und der Gungatz wollte schon sagen, Entchen, da war wieder nur das Schwänzchen zu sehen. Aber irgendwann hat es doch geklappt und der Gungatz hat gesagt, Entchen, Entchen, entschuldige, darf ich dich was fragen? Aber ja, hat das Entchen gesagt. Also Entchen, ich weiß ja, das ist dein kleiner Teich, aber glaubst du, ich könnte auch darin baden? Das Entchen hat ein bisschen nachgedacht und dann hat es gesagt, ja warum nicht? Der Teich ist groß genug für uns beide. Der Gungatz hatte so eine Freude darüber, dass er einen Anlauf genommen hat und eine riesige Arschbombe hineingemacht hat in das Wasser, dass das Entchen richtig ausgehoben wurde. Aber dann hatten die beiden einen richtig schönen Badetag in dem kleinen Teich, denn der Teich war wirklich groß genug für beide. Das war meine Geschichte vom Entchen und vom großen Gungans. Und wo werden wir jetzt das Entchen hin tun, wenn ich meinen Hut wieder aufsetze? Wollen Sie es vielleicht noch streichen, das tapfere Entchen? Nein, nein. Ich laufe. Ich auch. Ich auch. Ich auch. Ich auch. Ich auch. Ich auch. Ich auch. da gibt es auch noch wasser Das ist jetzt für mich, Entchen. Und vielleicht kriegst du einfach diesen Sessel hier. Da kann man noch zuschauen. Ich schaue noch einmal in den hut ob noch was drin ist ihr habt ja schon was gesehen oder dass irgendwas rausgekullert was ein hut meinst du denn wenn er hut aber es raschelt auch so komisch da drin. Ja, das ist ein Stern. Aber es ist nicht nur ein Stern, weil Sterne gibt es ja viele. Oder? Habt ihr schon am Himmel die Sterne mal beobachtet? Ja. Hast hat sie auch gezählt wie viele sind das sind ja viele was immer mehr so wie am himmel? Die Sterne? Das sind ja wirklich viele. Aber jetzt ist es aus. Dann muss ich eine Geschichte erzählen, wie die Sterne überhaupt an den Himmel gekommen sind. Wisst ihr das überhaupt? Es gibt eine sehr schöne Geschichte, wie die Sterne an den Himmel gekommen sind. Die muss ich euch erzählen. Also die Geschichte spielt in einer Zeit, die können wir uns gar nicht vorstellen. Da war die Welt noch ganz anders, aber es gab schon Menschen und es gab viele Dinge, die wir auch schon kennen, aber manche Dinge waren ganz, ganz anders als heute. Und das, was am meisten anders war, war der Himmel. Denn der Himmel war noch nicht so wie heute, groß und weit und so, dass man sich gar nicht vorstellen kann, wo er aufhört. Sondern der Himmel früher, ganz am Anfang, der war wie ganz eng und tief, wie ein silbriger Helm war er über der Welt. Und er war so niedrig und fest, dass die Wolken, die an dem Himmel waren, nicht weiter hinauf konnten. Und sie mussten sich gegenseitig weiter schubsen, damit sie überhaupt Platz haben. Und beim Schubsen mussten sie immer ein bisschen Regentropfen verlieren. Darum hat es so viel geregnet immer früher. Aber der Himmel war sogar so tief, dass die Bäume, die ja alle hinaufwachsen wollen, oben nicht weiter konnten und irgendwo seitlich die Äste wachsen haben lassen müssen. Und die Vögel, die gerne durch die Luft geflogen sind, die konnten auch nicht höher fliegen. Die mussten dann von Ast zu Ast hüpfen und konnten gerade mal ein bisschen flattern und gar nicht lange ihre Flügel ausbreiten. Die sind wie die Affen herumgehüpft, die Vögel, und haben sich gefragt, wieso kann ich nicht weiterfliegen? Der Himmel war sogar so tief, dass die Menschen, wenn sie erwachsen geworden sind und immer größer und größer, erwachsen geworden sind und immer größer und größer, dass sie oben mit dem Kopf angestoßen sind. Und wenn sie weiter gewachsen sind, dann konnten sie gar nicht mehr gerade ausschauen, sondern nur mehr auf ihre Füße hinunter. Und oft sind sie gegen irgendwas gestoßen, weil sie nicht nach vorne schauen konnten, sondern nur nach unten. Wenn sie hinaufschauen wollten, dann mussten sie sich hinsetzen. Und die Einzigen, habt ihr genug Platz? habt ihr genug Platz? Die einzigen, die in der Welt damals, als der Himmel so tief war, einfach herumlaufen konnten und gerade aussehen, das waren die Kinder, so wie ihr. Die waren noch nicht so groß, dass sie am Himmel oben angestanden wären. Aber manche von den Kindern, die schon ein bisschen älter waren und schon gemerkt haben, dass sie gewachsen sind, die haben ein ungutes Gefühl bekommen und sich gesagt, wenn wir jetzt noch weiter wachsen, dann geht es uns genauso wie unseren Eltern, wie allen Erwachsenen, dass wir oben am Himmel anstehen. Und dann schauen wir immer nur auf unsere Füße und nicht mehr nach vorn. Und das hat den Kindern gar nicht gefallen. Und so hat einer von den Kindern, ich glaube, es war ein Bub, der hat gesagt, wir müssen etwas tun, wir machen eine Versammlung. Und hat alle Kinder eingeladen, sie sollen zur Versammlung kommen. Und die Kinder haben zu Hause erzählt, wir machen eine Versammlung, dürfen wir auch kommen, wir wollen auch zur Versammlung, haben die Erwachsenen gesagt. Nein, haben die Kinder beschlossen. Die Erwachsenen kommen nicht in die Versammlung, sie dürfen zuhören, aber nicht mitreden. Und dann haben sie sich alle zusammengesetzt. nicht in die Versammlung, sie dürfen zuhören, aber nicht mitreden. Und dann haben sie sich alle zusammengesetzt und haben darüber geredet, was ihnen schon aufgefallen ist mit dem Größerwerden. Und dass es doch nicht gut ist, wenn man als Erwachsener dann immer so herumrennen muss. Ich höre einfach auf zu wachsen, hat eines von den Kindern gesagt. Aber das geht nicht, wir wachsen einfach. Da kannst du gar nichts machen dagegen. Du wirst wachsen und dann wird es dir genauso ergehen. Aber was können wir doch tun? Ich weiß etwas, hat eines der Kinder gesagt. Wir graben einfach in die Erde hinein und da unten können wir uns Höhlen graben, so hoch wir wollen. Und dann können wir so groß sein, wie wir wollen. Was, willst du wirklich unter der Erde wohnen, wie ein Maulwurf? Nein, da hat es bestimmt ganz schlechte Luft da unten. Und ich will die Sonne sehen. Und auch wenn es dauernd regnet, ist es mir lieber, ich bin draußen. Was können wir tun? Wir können in ein anderes Land gehen, wo der Himmel höher ist, aber es gibt kein anderes Land, wo der Himmel höher ist. Niemand hat je davon gehört, dass es einen hohen Himmel gibt. Wir müssen selber etwas tun. Und gerade dann ist ein Mädchen dahergekommen und hat gesagt, ich habe mir auch etwas einfallen lassen. Und das Mädchen hatte ein ganzes Bündel mit Stöcken mit, von den Ästen der Bäume und selbst abgeschnitten von den Stauden. Und hat gesagt, nehmt jeder so einen Stock und wenn wir uns überall aufstellen und gemeinsam den Himmel in die Höhe heben, dann muss es doch gehen, dass der Himmel höher und höher hinaufkommt. Das machen wir. das machen wir. Wir heben den Himmel, haben die Kinder gesagt. Die Erwachsenen, die ja nur zuhören durften. Die haben gelacht und gesagt, was fällt ihnen ein? Ach ja, die haben immer Ideen, diese Kinder den Himmel anheben. Das kann doch gar nicht gut gehen. Aber die Kinder haben sich nicht rausbringen lassen und haben sich vereinbart, am nächsten Tag kommt jedes Kind mit seinem Stock und dann stellen sie sich auf und beginnen, den Himmel in die Höhe zu heben. Und so haben sie es gemacht. Sie haben sich verteilt und jeder hat begonnen, ihn aufzustrecken in den Himmel. Das war ermüdend. Aber sie haben nicht locker gelassen. Die Erwachsenen, die sie gesehen haben, haben gesagt, ja, sie heben den Himmel, sie werden nichts zusammenbringen, haben manche gespottet. Aber die Kinder haben sich nicht rausbringen lassen und haben gesagt, wenn wir das den ganzen Tag durchhalten wollen, dann sollten wir auch ein bisschen Spaß dran haben. Und so hat eines der Kinder begonnen, ein Lied zu singen. Wenn wir alle gemeinsam singen, dann geht das viel leichter. Und so haben sie begonnen, ein Lied zu singen. Wenn wir alle gemeinsam singen, dann geht das viel leichter. Und so haben sie begonnen. Auf, auf, hoch hinauf, heb den Himmel hoch hinauf. Auf, auf, hoch hinauf, heb den Himmel hoch hinauf. Sie haben gesungen, sie haben gestoßen den Himmel, hoch hinauf. Sie haben gesungen, sie haben gestoßen, den ganzen Tag, bis sie müde waren. Der Himmel hat sich kein bisschen bewegt, nicht ein bisschen hat er sich bewegt. Aber die Kinder haben gesagt, morgen machen wir weiter. Und so haben sie sich am nächsten Tag wieder getroffen. Ein paar haben verschlafen und sind erst später gekommen. Aber es waren alle wieder da. Und einige haben gesagt, wir müssen stärkere Stöcke nehmen. Und einige haben gesagt, wir müssen längere Stöcke nehmen. Und so haben sie Stöcke neu ausgeteilt und haben sich wieder verteilt überall. Und haben wieder begonnen, den Himmel hochzuheben. Auf, auf, hoch hinauf, heb den Himmel hoch hinauf. Auf, auf, hoch hinauf, heb den Himmel hoch hinauf. Den ganzen Tag lang haben sie es gemacht. Eine Jause gab es zwischendurch, aber sie haben sich bemüht und geschwitzt dabei. Aber der Himmel hat sich kein bisschen bewegt. Aber es gab schon keine Erwachsenen mehr, die gespottet haben. Manche haben den Kopf geschüttelt. Aber es gab auch welche, die gesagt haben, schau dir die Kinder an, was die für eine Ausdauer haben. Und am nächsten Tag sind sie wieder zusammengekommen. Manche haben ihre Stöcke noch ein bisschen länger gemacht. Manche haben sich einen neuen, starken Stock gesucht und ein Kind hat gesagt, wir müssen Orte suchen, wo wir näher am Himmel sind. Und haben sich Hügel gesucht oder einen starken Ast von einem Baum und sind dort drauf gestanden und haben wieder begonnen, hinaufzustechen in den Himmel und haben dabei gesungen. Auf, auf, hoch hinauf, heb den Himmel. Hoch hinauf, auf, auf, hoch hinauf, heb den Himmel. Den ganzen Tag ist es so gegangen und die Erwachsenen sind da gestanden und haben gesagt, schau dir die Kinder an. Sie geben nicht auf, das ist gut. Sie geben nicht auf. Das ist gut. Und als sie am Abend heimgekommen sind, da hat sich der Himmel noch nicht bewegt gehabt. Kein bisschen hat er sich bewegt. Aber manche von den Erwachsenen haben gesagt, ihr macht das gut, macht nur weiter. Ich weiß einen guten Platz, wo ihr hingehen sollt. Und ich helfe dir, deinen Stock größer zu machen. Und so sind die Kinder am nächsten Tag wieder zusammengekommen. Und jeder hatte einen guten Stock. Und alle wussten schon, wo sie sich aufstellen sollten. Und das haben sie gemacht. Sie sind überall gestanden. Und dann haben sie mit ihren Stöcken hinauf und hinauf und hinauf. Und haben gesungen dabei. Auf, auf, hoch hinauf. heb den Himmel hoch hinauf. Auf, auf, hoch hinauf, heb den Himmel hoch hinauf. Aber der Himmel hat sich nicht gerührt. Kein bisschen hat er sich gerührt. Aber die Kinder haben gesagt, wir geben nicht auf, wir treffen uns morgen wieder und wer mitmachen will, der soll mitmachen. Und so sind am nächsten Tag alle Kinder gekommen, haben sich verteilt mit ihren Stöcken. Und manche Erwachsene haben auch einen Stock genommen. Und sogar die Vögel haben einen Stock im Schnabel gehabt. Und die Wolken haben mitgeholfen und sich zusammengetan und versucht gemeinsam auf den Himmel hinaufzudrücken. Und die Bäume haben mit ihren obersten Ästen mitgemacht, wie die Kinder gesungen haben. Auf, auf, hoch hinauf, heb den Himmel hoch hinauf. Auf, auf, hoch hinauf, heb den Himmel hoch hinauf. Und irgendwann hat es auf einmal einen Knall gemacht, der so laut war, dass alle die Augen zumachen mussten und wie sie sie wieder aufgemacht haben, da ist der Himmel hinaufgefahren und immer weiter und immer weiter und immer weiter und immer weiter weg. Und es war plötzlich so viel Platz da. Der Himmel war riesig. Und wie sie endlich fertig waren mit Staunen, wie riesig der Himmel sein kann, da sind sie sich in die Arme gefallen und haben gesagt, wir haben es geschafft. Wir haben es geschafft. Wir haben es geschafft. Der Himmel, wir haben den Himmel hinaufgehoben. Die Eltern haben ihre Kinder in den Arm genommen und manche sind in die Luft geworfen worden. Und manche haben sich noch gefürchtet, dass sie sich den Kopf anhauen. Aber es war kein Himmel mehr da, an dem man sich den Kopf anhauen kann. Es war ein großes Fest, das sie gleich gemacht haben und alle haben gesagt, das verdanken wir den Kindern, die nicht aufgegeben haben. Sie haben für uns alle den Himmel in die Höhe gehoben. Aber das Fest war noch mitten im Gange und es war schon Nacht. Da haben alle erst bemerkt, was das Schönste daran war. Denn überall, wo die Kinder mit ihren Stöcken in den Himmel geschlagen haben, da waren Löcher im Himmel und da hat ein Licht durchgeleuchtet, das man erst in der Nacht sehen kann. All diese Sterne, die man in der Nacht sehen kann, das waren die Löcher, die die Kinder mit ihren Stöcken in den Himmel geschlagen haben. Und wenn wir heute den Sternenhimmel bewundern, es soll ein besonders schöner sein, wie sie in den Nachrichten gesagt haben. Dann könnt ihr auch daran denken, dass es die Kinder waren, die den Himmel groß gemacht haben und denen wir es verdanken, dass wir die Sterne sehen. So eine schöne Geschichte, was? Vielen Dank. So eine schöne Geschichte, was? Jetzt könnte ich ja noch mal in den Hut schauen. Habt ihr noch Ohren fürs Zuhören? Wie viele? Zwei Ohren, das reicht doch, oder? Kann man noch zuhören? Ja, ich muss noch überlegen. Ich trinke mal einen Schluck. schluck du musst mir ein bisschen platz machen ich lege dich da jetzt so drüber da kannst du da runter schauen und dann schaue ich noch mal in den hut und und und muss halt noch eine geschichte erzählen wenn da noch mein du? Es ist noch ein Hut? Du hast recht. Der ist vorher schon rausgefallen, oder? Weißt du was? Ich glaube, das ist das Kind von meinem Hut. Oder? Schon, oder? Das ist das Kind von meinem Hut. Bist du auch so ein tapferes Kind, wie aus der Geschichte jetzt gerade? Wisst ihr was? Ich kenne eine Geschichte mit einem Hut. Das ist der Hut. Das ist der Hut. Vom Daumestick. Kennt ihr die Geschichte vom Daumestick? Dann erzähle ich sie euch. Es war einmal eine Bauersfamilie. Die haben einen schönen Hof gehabt und all die Arbeit gemacht, die man auf einem Hof machen muss. Vor langer, langer Zeit, da gab es noch keinen Traktor, sondern nur die Pferde und die Ochsen. Und auf dem Hof, da gab es immer viel Arbeit, aber die beiden haben das gern gemacht, aber waren trotzdem nicht glücklich. Am Abend, wenn sie zu Hause in der Stube saßen, da hat der Bauer oft zu seiner Frau gesagt, ach, wie ist es in anderen Häusern lustig, die haben Kinder, die springen in der Stube herum und singen Lieder und kugeln herum und das ist doch so lustig. Und bei uns ist es ganz still, weil wir keine Kinder haben. Ja, hat die Frau gesagt, das wäre schon gut, wenn wir Kinder haben könnten, aber wir kriegen keine. Dann haben sie sich ins Bett gelegt, die sich besonders gern gehabt und schon nach drei Monaten ist ein Kind geboren. Das war aber nicht größer als ein Daumen. So klein war das Kind. Es müsste nicht größer sein als ein Daumen, hat sich die Bauersfrau gewünscht. Und wirklich so ein Kind hat sie bekommen. Und der Kleine, der hat gleich zu reden begonnen und hat gesagt, ja, wo darf ich denn schlafen bei euch? Gibt es sowas? Wenn die Babys auf die Welt kommen, können die gleich reden? Der war so klein und der konnte das alles schön. Da machen wir dir ein Bett, am besten in einer Kaffeetasse oder so. Und so hat er in der Kaffeetasse gewohnt. Und am nächsten Tag, da hat er schon gefragt, was gibt es denn heute zu essen? Ich hätte Lust auf Knödel. Die kleinen Babys, die kriegen die gleich Knödel. Das ist sehr gut, hat der Bauer gesagt. Wenn er viel Knödel isst, dann wächst er gut. Und so hat der kleine, daumestick, gleich Knödel zu essen bekommen. Die haben ihm geschmeckt. Aber so einen ganzen Knödel hat er natürlich nicht essen können, sondern man musste ihm mit Zahnstochern die kleinen Dinge hingeben. Und er ist nicht gewachsen. So lustig er war und so gut er sprechen konnte und so viel Hunger er hatte, er blieb so klein wie der Daumen. Und einmal hat der Bauer beim Frühstück gesagt, ich gehe heute hinaus in den Wald und werde dort im Wald arbeiten und das Holz klein machen, aber das wäre so praktisch, wenn jemand mit dem Wagen nachfahren könnte, dann könnten wir das gleich am heutigen Tag noch nach Hause bringen. Und der Daumestick hat gesagt, ich kann das doch machen. Wozu bin ich der Sohn von einem Bauern? Ich kann so eine Arbeit machen. Das kannst du nicht, hat der Bauer gesagt. Du bist viel zu klein. Wie willst du den Wagen lenken? Das ist doch ganz einfach, hat der Daumestick gesagt. Ich setze mich in das Ohr vom Pferd und sage ihm, wo es hingehen soll. Ich habe dich schon oft gehört, Ohr vom Pferd und sage ihm, wo es hingehen soll. Ich habe dich schon oft gehört, wie du das Pferd kommandiert hast. Wenn du sagst Hü, dann geht es links. Und wenn du sagst Hot, dann geht es rechts. Und wenn du sagst Brr, dann bleibt es stehen. Das kann ich dem Pferd ins Ohr sagen und dann geht es los. Und den Weg in den Wald, den kenne ich auch. Du bist aber ein sehr kluger Kerl, Daumestick, hat der Bauer gesagt. Das probieren wir aus. Und so ist er in den Wald gegangen und die Bauersfrau hat das Pferd vor den Wagen gespannt und den Daumestick in das Ohr vom Pferd gegeben. Und der hat gesagt, los, hü, das Pferd ist losgegangen, noch links, hü. Und dann war er auf dem Weg, mussten sie in den Wald hinein. Und der Darmes Dick hat zum Pferd ins Ohr gesagt, hot, hot, hot, hot, das Pferd ist auf die andere Seite, in den Wald hinein. Und dort war der Bauer bei seiner Arbeit. Und wie Damestick aus dem Ohr rausgeguckt hat und gesehen hat, ah, wir kommen schon hin, wo wir hin müssen, hat er gesagt, brrrr, und das Pferd ist stehen geblieben. Der Bauer hat gesagt, wirklich wahr, das hast du gut gemacht. Er ist zum Pferd gegangen, hat den Daumestick aus dem Pferdeohr geholt und hat gesagt, das hast du wirklich gut gemacht. Du bist ein guter Kerl, also mit dir kann man gut arbeiten. Ganz in der Nähe waren zwei Männer. Die haben schon gesehen, wie da ein Wagen ohne einen Fahrer durch die Gegend fährt und sich gewundert und gesagt, was ist da los? Ist das wo ausgekommen oder was ist da passiert? Und auf einmal haben sie gehört, hot, hot, hot, hot. Und dann ist der Wagen abgebogen. Und dann haben sie gesagt, wie gibt es das? Eine Geisterstimme? Das müssen wir uns näher anschauen. Wir gehen dem nach. Und so sind sie dem Wagen nachgegangen und haben genau gesehen, wie der Bauer den kleinen Daumestick aus dem Ohr vom Pferd herausgeholt hat. Du, hat er zu dem Mann gesagt, was, denkst du, was ich denke? Naja, ich denke, wir könnten den gut gebrauchen, wenn wir so einen kleinen Mann haben, den zeigen wir in der Stadt her für tolles Geld, der macht ein paar Kunststücke und wir werden reiche Leute, den will doch jeder, so einen kleinen Mann. Und so sind die zwei zum Bauern gegangen und haben gesagt, ja, wir haben gesehen, du hast da so einen kleinen Kerl, weißt du was, der ist für deine schwere Arbeit sowieso nicht geeignet, wir kaufen ihn dir ab und er sieht die ganze Welt. Der Bauer hat gesagt, was, meinen Daumenstick soll ich verkaufen, mein Herzblatt, mein allerliebstes Kind? Um kein Geld in der Welt verkaufe ich meinen Buben. Aber der Daumestick, der jetzt schon im Gras unten war und das alles gehört hat, ist dem Vater hinaufgeklettert und hat ihm hinterm Ohr gesagt, Vater, kannst du mich ruhig verkaufen? Ich komme sowieso wieder nach Hause. Da hat der Bauer gesagt, naja, also wie ist das jetzt? Was wollt ihr überhaupt zahlen, wenn ihr so groß redet? Und so hat der Bauer mit den Zweien verhandelt. Er hat gehandelt und gehandelt, so wie die Bauern gut handeln können und hat den beiden das ganze Geld, das sie mit hatten, in ihren Geldbeuteln abgeknöpft und dafür musste der Daumestick mit den beiden mitgehen. Der eine hatte einen Hut auf und der Daumestick ist auf den Hut gesetzt worden und hat gesagt, oh, das ist eine herrliche Aussicht da oben, da gefällt es mir. Naja, das ist ja gut. Und so hat sich der Daumestick von seinem Vater verabschiedet und ist auf dem Hut fortgetragen worden und hat sich von oben die Welt angesehen. Das hat ihm auch gut gefallen. Und die zwei haben schon Pläne gemacht, was sie alles dem Daumestick für Kunststücke beibringen und was für Eintritt sie verlangen und wie oft sie das machen müssen und wie reich sie dann werden. Da hat der Daumestick gesagt, lasst mich einmal hinunter. Ich muss einmal. Aber was musst du denn einmal? Ich muss einmal. Ja, du wirst doch nur so ein kleines Patzl machen. Das kannst du am Hut oben auch machen. Das hat ein Vogel auch schon mal drauf geschießen. Was, hat der Daumestick gesagt. Ich weiß, was ich gehört. Ihr lasst mich runter, weil ich muss einmal. Na gut, und so haben sie den Daumestick am Wegrand abgestellt und der Daumestick ist zwischen den Grashalmen einfach in der Wiese verschwunden. Die zwei Männer haben gewartet, bist schon fertig? Und der Daumestick hat ein Mauseloch gefunden und hat sich darin versteckt und herausgerufen, ihr könnt allein weitergehen, ich gehe nicht mehr mit. Was? Das gibt sie wohl nicht. Wir haben unser ganzes Geld für dich ausgegeben, du kommst schon mit. Aber wie sollten sie den Kleinen da finden? Mitten in den Grashalmen. Der eine hatte einen Stock und hat die Grashalme auseinander und hat dann versucht zu stochern und vielleicht hat er auch in das Mausloch hineingestochert, aber der Daumestick war ganz leise und hat keinen Mucks mehr gemacht. Und dann ist es schon langsam finster geworden und man konnte überhaupt nichts mehr sehen. Und die zwei Männer haben gesagt, wir können nichts machen, wir müssen weitergehen und haben unser ganzes Geld verloren und den Kerl auch. Der Daumestick hat gehört, wie sie davon gehen und sich gedacht, Gott sei Dank, aber jetzt ist es finstere Nacht, jetzt gehe ich auch nicht allein raus. aber in dem Mausloch etwas Rascheln gehört und sich gedacht, jetzt kommt eine Maus, die hat scharfe Zähne, da muss ich mich fürchten. Hat sie immer gemacht und der Daumestick ist aus dem Mausloch heraus und hat ein bisschen herumgesucht zwischen den Grashalmen und hat ein Schneckenhaus gefunden. Und hat sich in das Schneckenhaus hineingekuschelt. Und hat in dem Schneckenhaus sehr gut geschlafen. Ja, er ist aufgewacht. Er ist aufgewacht, weil er hat wieder Stimmen gehört und sich gedacht, ui, da kommen die zwei wieder zurück. Wach auf! Und haben gesagt, ja, jetzt gehen wir zum Pfarrerhaus und dort holen wir uns die Münzen, die dort immer herumliegen. Das Geld holen wir uns, das stehlen wir dem Pfarrer. Aber wie kommen wir hinein? Wie kommen wir nur hinein? Der Daumestick hat sich gedacht, das ist meine Chance. Und hat gerufen, ich weiß, wie ich hineinkomme. Was? Hast du das gehört? Da hat uns wer belaus weiß, wie ich hineinkomme. Was, hast du das gehört? Da hat uns wer belauscht, hat der eine gesagt. Ja, da hat uns wer belauscht, aber ich sehe niemanden. Wer ist denn da? Wer redet denn da mit uns? Na ich, der müsste schon auf den Boden hinunterschauen. Und so hat er seine Laterne hingehalten und der Daumestick hat ihn aus dem Schneckenhaus herausgewunken und gesagt, ich bin so klein, ich komme überall durch. Das stimmt, hat er zu einem Mann gesagt. Das stimmt, ja wirklich, der kommt überall durch. Du kommst zu uns mit, wir gehen jetzt stehlen und du gehst einfach bei dem Gitter durch und holst uns die Münzen heraus, besser geht es ja gar nicht. Und so haben sie sich eingeschlichen beim Pfarrer. Und der hat dort sein Geld liegen gehabt. Und kaum ist der Daumestick hinter das Gitter gegangen, da hat er plötzlich angefangen zu schreien. Aber ihr müsst mir schon sagen, welche Münzen ihr zuerst haben wollt, die silbernen oder die kupfernen. Jetzt schrei doch nicht so, du weckst ja die Leute auf, wir wollen doch stehlen hier, du musst ja leise sein. Ja, aber wenn ihr mir nicht sagt, welche Münzen ihr haben wollt, die kupfernen, die silbernen, die großen, die kleinen, jetzt gib eine Ruhe und bring uns die Silbermünzen her. Na, das hättet ihr ja gleich sagen können, dass ihr die Silbermünzen haben wollt, hat der Daumestick so laut geschrien, wie er nur konnte. Das war seine Absicht, weil er wollte die Leute im Haus aufwecken, damit die Räuber wieder weggehen und im Haus ist wirklich die Magd, die Dienerin, wach geworden und hat sich gedacht, wer redet denn da im Haus? Da muss wer sein, womöglich wäre eingebrochen und hat sich Licht gemacht und ist bei der Tür hereingekommen und hat geleuchtet. Die zwei Räuber sind so schnell, sie konnten hinaus. Der Domestic ist bei der Markt vorbei und auch hinaus, aber in den Hof vom Haus und hat sich gedacht, da suche ich mir jetzt einen guten Platz und dann werden wir schon schauen, ob ich nicht wieder nach Hause zu meinen Eltern komme. Und er hat in dem Haus vom Pfarrer, da gab es auch einen Stall und eine Scheune und da gab es Heu. Und der Daumestick hat sich im Heu einen Platz gemacht. Da war es warm und kuschelig. Und da hat er wieder geschlafen, so gut er konnte. Aber er konnte gut schlafen. Er hat so gut geschlafen, dass er überhaupt nicht gemerkt hat, dass ihn die Magd am nächsten Tag mitgenommen hat mit einem Bündel Heu zu der Kuh, die der Pfarrer gehabt hat und die musste die Magd melken. Wisst ihr, wie man eine Kuh melkt? Heute melkt man sie mit der Melkmaschine, aber früher und in den Geschichten, da muss sich die Magd zur Kuh hinsetzen und hält ihr Ohr an den Bauch von der Kuh und dann hat die Kuh da zwischen den Hinterbeinen das Euter und da muss man anziehen und unten ist der Melkeimer und da fließt die Milch hinein. So geht das Kuhmelken. Und die Magd ist da gesessen und hat das Ohr schon am Kuhbauch gehabt. Und die Kuh hat das Heu gefressen, wo der Daumestick drin war. Und deswegen war der Daumestick im Bauch von der Kuh. Und hat sich gedacht, was mache ich denn hier? Da gibt es ja gar kein Fenster in dem Quartier. Es ist so finster hier. Ich will das gar nicht. Und die Kuh hat immer weiter gefressen. Und hat immer weiter gefressen. Und es ist alles auf den Gaumestick hinaufgefallen. Und wie er gedacht hat, so geht das nicht weiter, da hat er angefangen zu schreien. Gebt mir kein frisches Futter mehr! Gebt mir kein frisches Futter mehr! Da hat er geschrien, weil er sich gedacht hat, ich muss in der Stimme der Kuh schreien. Und die Magd, die das Ohr am Bauch von der Kuh hatte, die hat das gehört. Gebt mir kein frisches Futter mehr! Gebt mir kein frisches Futter mehr! Da hat sie gedacht, das gibt es doch nicht. Die Kuh spricht, die hat das gehört. Gebt mir kein frisches Futter mehr! Gebt mir kein frisches Futter mehr! Dann hat sie gedacht, das gibt es doch nicht. Die Kuh spricht! Die Kuh spricht! Wie kann denn das sein? Die Kuh spricht! Und ist aufgesprungen und ist dem Pfarrer aufwecken gegangen und hat gesagt, hochwürden, hochwürden, es geistert in unserem Stall, die Kuh spricht auf einmal, das kann doch nicht mit rechten Dingen zugehen. Aber Mädchen, wie kann denn so etwas sein? Das bildest du dir nur ein, hat der Pfarrer gesagt. Und dann ist er in den Stall gekommen und genau in dem Moment hat der Daumestick im Kuhbauch wieder gerufen, gebt mir kein frisches Futter mehr, gebt mir kein frisches Futter mehr, gebt mir kein frisches Futter mehr, gebt mir kein frisches Futter mehr. Gebt mir kein frisches Futter mehr. Gebt mir kein frisches Futter mehr. Der Bara hat gesagt, das gibt es doch wirklich nicht. Da ist ein böser Geist in unserem Stall. Was kann ich da nur machen? Die Kuh ist besessen. Die muss geschlachtet werden. Die arme Kuh wurde geschlachtet. Und wie der Fleischhauer die ganze Kuh aufgeteilt hat, da ist der Magen, wo der Daumestick drinnen war, auf einen Misthaufen gekommen. Und der Daumestick hat sich gedacht, Gott sei Dank bin ich nicht mehr im Kuhbauch. Ich bin ja immer noch im Kuhbauch, aber ich komme jetzt irgendwie raus. Und hat sich herausgearbeitet. In einem Kuhbauch ist das gar nicht leicht. Weil es gibt vier Mägen und in jede Richtung ist irgendwo einer. Und so hat der Daumestick den ganzen Tag gebraucht, bis er endlich aus dem ganzen Schlamassel herausgekommen ist und hat durchgeschnauft. Aber lang ist es ihm nicht gut gegangen, denn es war Nacht und es ist ein hungriger Wolf herumgeschlichen und hat gerochen, dass im Pfarrerhaus Fleisch herumhängt irgendwo. Und das Einzige, was er finden konnte, war auf dem Misthaufen der Magen, der dorthin geworfen wurde. Und weil er so hungrig war, der Wolf, hat er alles auf einmal hinuntergeschluckt, damit er endlich was im Magen hat. Der Daumestick ist im Magen gelandet. Im Magen vom Wolf? Und er hat sich gedacht, ich habe schon viel gesehen von der Welt. Ich war auf einem Hut, ich war in einem Mauseloch, ich war in einem Schneckenhaus. Ich war im Heu und ich war in einem Kuhbauch. Jetzt bin ich im Wolfsbauch. Da werde ich auch herauskommen. Und hat begonnen, mit dem Wolf zu sprechen. Und hat gesagt, Wolf, Wolf, du bist doch noch immer hungrig, stimmt's? Oh, ich bin immer noch hungrig, ja. Ich weiß dir eine gute Speise. Ich kenne die Speisekammer von einem Bauern. Da kannst du hinein, du musst nur ein kleines Brettchen zur Seite schieben mit der Schnauze und dann kommst du in die Speisekammer. Oh, das wäre gut, in die Speisekammer von einem Bauern, da will ich immer schon mal hin. Da gibt es gute Sachen zu fressen, Fleisch und Milch und Krapfen. Ja, das gibt es alles in der Speisekammer. Und so hat der Daumestick dem Wolf den Weg zu seinem eigenen Haus erklärt. Der Wolf konnte wirklich mit der Schnauze das Brett ein bisschen zur Seite und ist in die Speisekammer vom Bauernhaus, wo der Daumestick her war gekommen. Und kaum war er da drin, da hat der Wolf begonnen zu fressen. Er hat gefressen, was es dort gab, Würste und Krapfen und Fleisch und Schmalz. Er hat gefressen und gefressen und der Daumestick wollte am liebsten sagen, bitte nicht noch mehr. Aber er hat einfach ganz laut geschrien, so laut er nur konnte. Zu Hilfe, zu Hilfe, zu Hilfe, zu Hilfe. In der Speisekammer ist ein Wolf, ist ein Wolf, ist ein Wolf. Jetzt gib doch Ruhe, mein Magen, jetzt gib doch Ruhe. Der Wolf hat immer noch gedacht, dass sein Magen mit ihm spricht. Aber im Haus ist der Bauer wach geworden und hat gesagt, was ist da los? In der Speisekammer ist was los? Und hat hineingeschaut und gesagt, ein Wolf, ein Wolf ist in der Speisekammer. Wie der Daumestick die Stimme von seinem Vater gehört hat. Da hat er gerufen, Vater, Vater, ich bin's. Ich bin's, ich habe dich um Hilfe gerufen. Ich bin im Bauch vom Wolf drinnen. Du darfst ihn nicht zu viel verletzen, sonst schneidest du mich auch mit auf. Und so hat der Bauer einen großen Hammer geholt und den Wolf damit betäubt. Und dann konnten sie ganz vorsichtig den Wolf aufschneiden und drinnen heraus ist der Daumestick hervorgekommen. Da bist du ja wieder, mein Kind, habe ich doch gesagt, hat der Daumestick gesagt, ich komme doch wieder nach Hause. Er hat fürchterlich ausgesehen. Sie mussten ihn in seiner Kaffeetasse zuerst baden und dann hat er ein neues Gewand bekommen. Und dann hat er auch einen neuen Hut bekommen und musste noch einmal alles erzählen, was er erlebt hat in der Welt. Dass er auf dem Hut herumspaziert ist und in einem Mauseloch war und in einem Schneckenhaus geschlafen hat und im Haus vom Pfarrer im Heu war, die Kuh ihn verschluckt hat und der Wolf zuletzt. Und jetzt, wo er neues Gewand und einen neuen Hut bekommen hat, da will er gar nicht mehr von zu Hause fort. Und das hat die zwei Leute so gefreut, dass der Daumenstick bei ihnen bleiben will. Und so hatten sie auch eine wirklich gute Zeit zusammen. Und wenn sie nicht gestorben sind, dann haben sie die immer noch, der Daumestick und seine Eltern. Vielen Dank fürs Zuhören.