... Ein herzliches Willkommen zum Kepler-Salon am 23. Dezember. Morgen ist der 24. Dezember. Morgen ist der 24. Dezember. Und was könnte da besser passen als eine Lesung aus dem gleichnamigen Debütroman von Helmut Jasper. Begrüßen Sie ganz herzlich an meiner Seite heute im Kepler Salon den Autor, Komponisten, Musiker, Gitarristen Helmut Jasper. Danke. Helmut, du bist so umwerfend. Da fällt ja gar alles runter. Ich möchte ein paar Worte am Anfang über dich sagen. Lieber Helmut, du bist für Radio Ö1 als freier Mitarbeiter tätig und zählst wohl zu den bekanntesten Stimmen Österreichs. Allerdings bist du vor allem auch erfolgreicher Musiker und Autor. Konzertfach Klassische Gitarre hast du studiert und Komposition an der Hochschule für Musik und Tanz in Köln und Weiterführendes in den USA. Und seitdem konzertierst du weltweit, USA, Europa, Asien, einerseits als Solist, aber auch mit Ensembles und großen Orchestern. Ich warte einen kleinen Moment, dann kann ich unsere Gäste noch in Ruhe ankommen lassen, weil was wir heute nicht haben, ist Eile. Wir wollen einen gemütlichen Abend verbringen. Naja, ich habe schon was. Achso, jaja. Wir haben gerade gesagt, der Sportwagen steht unten, der diesen Stühlen nachgeformt ist, weil man hängt ja dann doch ein bisschen so. Genau. Ja, zudem bist du Opernkomponist und Librettist und hier ein wichtiger Veranstaltungshinweis. Am 19. Jänner wird am Musiktheater in Linz deine Oper zur Uraufführung kommen, Unsere Kinder der Nacht, lautet der Titel. Das ist eine packende musikalische Erzählung für Orchester, Vokalsolisten und Kinderchöre über den Zusammenhalt und Mitgefühl in Zeiten des Unheils. über den Zusammenhalt und Mitgefühl in Zeiten des Unheils. Deine Essays wurden unter anderem in der Wiener Zeitung und im Standard veröffentlicht. Ja, und der 24. Dezember ist vor allem in christlich geprägtem Kulturkreis von großer Bedeutung, insbesondere in Europa, Nord- und Südamerika, auch Teilen Afrikas. Und mit diesem Datum sind wohl sehr viele Erwartungen verbunden. Einerseits persönliche, individuelle, als auch geschäftliche, gesellschaftliche, religiöse, spirituelle, auch materielle vielleicht. Und je nach dem jeweiligen kulturellen Kontext. Und am 24. Dezember kommt viel an die oberfläche und ich darf dich jetzt um eine kleine lesung bitten gerne vielleicht noch dazu wenn könntest du mich eine spur leiser drehen ich würde gerne ein bisschen lauter sprechen ist das so gut für alle können mich alle gut hören ja ok also dieses kleine büchern ist keine weihnachts das ist ist keine Weihnachtsgeschichte. Das Wort Weihnachten kommt gar nicht vor drin. Doch, es kommt Weihnachtsstimmung. Weihnachtsstimmung kommt vor, das hast du jetzt gelesen. Das war nur mein Test. Der war echt gut, der hat bestanden. Bitte einen kleinen Applaus für die Kurine. echt gut, das ist bestanden. Bitte einen kleinen Applaus für die Kurine. Na, ist so, ich selber habe keine nähere Familie, also blutsverwandte Familie, außer meiner Schwester, die mit ihrem Mann feiert meistens und das ist eigentlich gar nicht lustig, aber da lache ich auch drüber. Warum wohl? Jedenfalls habe ich mir viele Jahre lang die Gewohnheit gehabt, durch Wien zu schlendern. Und da ist mir aufgefallen, wie viele Menschen eigentlich an diesem Tag nicht nur familienmäßig gestresst sind oder so irgendwas, sondern wirklich in Not sind. Also Menschen, die jetzt zum Beispiel gerade jemand verloren haben oder die krank sind oder alles Mögliche. Und das kommt an diesem Tag besonders stark zum Vorschein. Und diese Leute haben mich immer interessiert, weil ich finde, Menschen, die etwas Verletzliches haben, sind auch immer die Ansprechbareren. Und Menschen, die nie in schwierigen Phasen sind, sind ja keine richtigen Menschen. Die haben das noch vor sich, hoffe ich. Und das ist so eine Art Panoptikum. Also ich folge mehreren fiktiven Menschen durch diesen Tag und ich fange jetzt einfach mal ein bisschen an und lese so 10 Minuten. Okay, das heißt 24. Dezember. Winter kept us warm, covering earth in forgetful snow. Aus T.S. Eliot, The Wasteland, 1. Vieler, so kann das nicht weitergehen, sagte Otto Moretti. Du musst wieder unter die Leute. Er sah seinem Gegenüber unüblich lang in die Augen. Fiedler hielt stand. Es geht mir nicht so schlecht, Otto. Ein dazugehörendes Lächeln misslang ihm allerdings. Wir alle müssen lernen, mit dem Unvermeidbaren zu leben. Ich weiß, fügte Otto rasch hinzu, als er spürte, dass Fiedler etwas erwidern wollte. Ich weiß, sagte er nochmals und legte eine Hand auf Fiedlers Arm. Ich kann sie noch immer nicht aus meinem Leben wegdenken, sagte er dann und betrachtete seine Fingernägel. Du lebst jetzt seit drei, dreieinhalb, korrigierte Fiedler, seit dreieinhalb Jahren wie ein Einsiedler. Du wirst lernen müssen, deine Trauer in eine Kiste zu sperren und sie nur dann zu öffnen, wenn dir wirklich danach ist. Sie kann, sie darf nicht dein Leben überschatten. Wenn mir danach ist. Wenn du es nicht mehr erträgst, meine ich. Er nahm seine Hand wieder weg und lehnte sich zurück. Du musstet Schmerz beinart wegsperren, damit er nicht herumgeistern kann, wie und wann es ihm gefällt. Marie kann nicht mehr zurückkommen. Und du weißt sicher, was sie sagen würde, wenn sie dich so sehe. Fiedler dachte einen Augenblick an jene Zeit, als klar geworden war, dass es mit Marie zu Ende gehen würde. Sie war bis zuletzt um alle besorgt gewesen und schien sich für ihren Zustand entschuldigen zu wollen, selbst als sie nur mehr Haut und Knochen war. Er schob das schmerzhaft unangenehme Bild beiseite und bemühte sich, den Rat Ottos ernsthaft zu erwägen. Da geht noch was, Fiedler, sagte Fiedler vor sich hin. So ist es. Ein Digestivo für die Herren Doktoren, dröhnte der Wirt des Giovanni im Vorübergehen. Wie immer war das keine Frage. Zwei. Als er begriff, dass er am 24. allein sein würde, wenn er nichts dagegen unternahm, drohte Andreas Scherf, Doktor der Rechte, in Erbitterung zu versinken. Deshalb erwog er nach einigen Scrollen eines seiner On-Off-Freundinnen anzurufen, entgegen der Vereinbarung. Es war später Abend und er zögerte. Dann fiel ihm ein, dass es ohnehin ihre Vereinbarung gewesen war. Als sich Petra endlich meldete, klagte er, noch bevor sie etwas sagen konnte, wie sehr Moretti und die anderen in der Kanzlei ihn schikanierten. Er fürchte, die Demütigungen nicht länger ertragen zu können. Die alten Männer, nicht wahr, sollten sie doch in ihre Landhäuser verziehen und die Jungen endlich in Ruhe arbeiten lassen. Dann ließ er sich zu einem wirren Exkurs über den Fluch der langen Lebenserwartung hinreißen. Als er damit fertig war, bekam Scherf von seiner Zuhörerin eine kompetente, ruhige Antwort, wie sie von einer Unternehmensanalystin nicht anders zu erwarten war. Scherf hätte sich indes mehr Parteinahme für ihn gewünscht. Er unterdrückte seinen Zorn, der sich wie eine giftige Blüte in ihm öffnen wollte und versuchte, seinerseits zuzuhören. Es sollte nicht so sein, wie es verdammt nochmal ist, fand er. Es seien viele Faktoren an seinen Problemen in der Kanzlei beteiligt, fuhr Petra fort. Es sei ein multifaktorelles Geschehen. Erschärft dann doch die Beherrschung, verloren sie Nachräfte. Ein multifaktorelles Geschehen entgegnete sie nichts mehr. Eine metallische Stimme war kurz im Hintergrund zu hören, CSI oder sonst ein Mist. Dann sagte Petra, dass sie sich nicht für seine Hahnenkämpfe interessierte und legte gruselos auf. Am nächsten Morgen, dem 24., in der allmählichen Ankunft des neuen Tages, kam ihm der Verdacht, dass Petra während des Telefonats neben ihrem Mann gesessen und das Gespräch so nebenbei abgewickelt haben könnte. Eigentlich sollte ihm das nichts ausmachen, aber es ließ ihm keine Ruhe. Sie hatte keinen Respekt vor ihm. Als sein Zorn verraucht war, beschlich ihn das Gefühl, dass er wohl nichts mehr von ihr hören würde und das just vor den Feiertagen. 3. Als Otto Moretti und Fiedler das Giovanni verlassen hatten, beobachtete Fiedler seinen Kollegen, wie er sich mit zuversichtlichen Schritten entfernte. Da erinnerte er sich, wie lang er ihn falsch eingeschätzt hatte. Er führte Ottos Erfolge und seine guten Kontakte zur Politik darauf zurück, dass er, der mächtige Seniorpartner der Kanzlei Moretti, Kühler und Partner, pragmatisch, wie er nun mal war, nie von Skrupeln geplagt wurde und zählte ihn zu jenen Menschen, die noch die letzten Reste von schwer verwertbaren und diffusen im eigenen Charakter in Effizienz zu verwandeln wussten. Für ihn gehörte er der Gattung jener Hochspezialisierten an, deren innere Zufriedenheit daher rührte, sich das bestmögliche Leben leisten zu können, dann aber doch einer 60-Stunden-Woche den Vorzug gaben. Unter den Juristen waren nicht wenige Menschen dieses Schlags. Säkulare Mönche mit viel Diesseitskapital. Moretti trug dieses ihm zugedachte Image, wie Fiedler erst später bemerkte, nur nach außen zum Nutzen der Kanzlei. Dass er, den jedermann nur im Dreiteil erkannte, sich auch in legerer Kleidung wohlfühlte, bestätigte sich, als Fiedler eines Tages in dessen Döbliner Villa zum Grill festgeladen war. Der Gastgeber stand persönlich am Grill und auf seinem T-Shirt konnte man lesen Yes, I am being sarcastic. Der Gastgeber stand persönlich am Grill und auf seinem T-Shirt konnte man lesen, Yes, I am being sarcastic. Anmerkung des Autors, in meiner Fassung, das hat die Lektorin verändert, ist gestanden, Beer formed this beautiful body. Es war ihr zu blöd. Ist blöd, ich weiß. Danke, meine Lektorin. Als sich Fiedler zum Gehen warnte, sah er ein Gesicht, das sich von innen an die Fensterscheibe des Giovanni presste und mit einem dümmlichen Ausdruck nach oben schaute. Die blutleere Wange war deformiert. Dennoch erkannte Fiedler in der Grimasse den jungen Kanzleikollegen schärf. Im Giovanni musste er ihn übersehen haben. Fiedler runzelte die Stirn. Mein Gott, dachte er, dieser Junge, immer so beschäftigt. Fiedler hätte damals Scherfs Bewerbung gerne abgelehnt, war aber für ein Veto zu unentschieden gewesen. Er folgte nun Schärfst Blickrichtung. Und siehe, da oben glänzte ein roter Luftballon wie ein ironisches Zeichen am Himmel. So, Hans Lesiner. Wir haben also jetzt verschiedene Präponenten der Kanzlei kennengelernt, den bösen, jungen, aufgeblasenen Schnösel und die beiden netten, aber sehr kapital interessierten Älteren anwählt. Aber es gibt auch eine junge, immer müde Mutter. Viele werden sich hier identifizieren können, auch mit dieser Rolle. Teil 4. Gelegentlich überfielen Margarete Erinnerungen wie Fotos, die beim Blättern in alten Büchern unerwartet herauspurzeln. Meist betrafen sie das Schottenviertel in der inneren Stadt, denn es war der Spielplatz ihrer Kindheit gewesen. Hier hatte sie an einem Sommertag das erste Mal einem Jungen eine Ohrfeige verpasst, weil er versucht hatte, sie zu küssen. Hier war sie auch durch eine schmerzhafte Erfahrung erwachsen geworden und hatte gelernt, dass Ungemach ohne Vorwarnung hereinbricht. Nur einen Augenblick lang war sie unaufmerksam gewesen und schon war ihre Großmutter folgenreich gestürzt. Heute, am 24. ging sie rasch über den Graben und bog dann in die Tuchlauben ein. Als sie die Touristen-Hotspots hinter sich gebracht hatte und über die Kurentgasse zum Judenplatz gelangt war, hatte sie ihren resoluten Schritt bereits wieder dem gemächlichen Tempo Wiens angepasst. Und als er im Lessing-Denkmal vorüberging, brach die Sonne je durch die Wolkendecke. Das Licht erwärmte die Luft scheinbar augenblicklich und ließ die dünne Schneedecke auf dem Platz funkeln. Augenblicklich und ließ die dünne Schneedecke auf dem Platz funkeln. Lessing trug dazu wenig bei. Die mattgraue, fast schwarze Bronze schien alles Licht zu schlucken. Margarete blieb einen Moment stehen und blinzelte. Die nassen Granitplatten glitzerten. Sie meinte, auf ihnen das Spiegelbild des Himmels zu erkennen. Blitzlichter aus ihrer Kindheit und Erinnerungen an ihre Großmutter mischten sich mit flüchtigen Gedanken darüber, wie schnell die Zeit vergeht. Nach der Schule war Margarete oft bei ihrer Großmutter gewesen, die damals schon etwas gebrechlich war. Sie wohnte in einem alten Bürgerhaus, dessen schmales, gewundenes Stiegenhaus es der alten Dame beinahe unmöglich machte, die Wohnung zu verlassen. Einmal hielten die beiden es im Haus nicht mehr aus. Margarete schleppte den Rollstuhl vor die Tür und rollte ihre Oma durch die Stadt. kamen, erhob sich die Großmutter unsicher aus dem Rollstuhl, besah sich stirnerunzelnd das Monument, lachte plötzlich auf, drehte sich zu Margarete und verkündete mit schelmischem Gesichtsausdruck und erhobenen Zeigefinger, Bruder, lass das Buch voll Staub, willst du länger mit ihm wachen, morgen bist du selber Staub. Morgen bist du selber Staub. Lass uns faul in allen Sachen. Nur nicht faul zu lieb und wein. Nur nicht faul zur Faulheit sein. Da war sie noch einmal wie früher gewesen. Die beliebte und zu einem gewissen Ruhm gekommene Historikerin und Trägerin des Berthner von Suttnerringes. Anmerkung des Autors, den gibt es nicht. Sollte es aber geben, verdammt nochmal, Trägerin des Bertha von Suttner-Ringes für ihr Engagement um Frauenrechte. Während Margarete noch lachte, verlor ihre Großmutter das Gleichgewicht und stürzte schwer zu Boden. Und so war dies das Letzte gewesen, was ihre Großmutter zu ihr gesagt hatte. Nur wenige Tage später war sie tot. Mittlerweile wusste Margarete, dass ihre Großmutter Lessing zitiert hatte. Morgen bist du selber Staub. Schminktipps für die 13-Jährige, der kalte, gezuckerte Schwarztee, die vertraulichen Gespräche, der Geruch nach gestärkter Wäsche, das Kästchen mit dem Broschen, die sie Margarete manchmal leihen durfte, all das war mit einem Schlag zu Ende gewesen. Die Jahre seither hatten ihre Schuldgefühle gedämpft, geblieben war ja das Bild der lachenden Großmutter auf ihrem letzten Ausflug. Manchmal hörte sie sie noch zärtlich Gretel flüstern. Margarete ging am Holocaust-Denkmall vorbei und direkt auf die Feinkosterei in der kleinen Dreifaltigkeit zu. Bis sie selbst Mutter geworden war, hatte sie dort viele schöne Stunden mit Freundinnen und gut eingeschenkten Hugos verbracht. Nach diesen Nachmittagen, die ihr nun wie Szenen aus einem anderen Leben erschienen, war sie in der Dämmerung nach Hause gestreunt, erfüllt von einer Sehnsucht, die sich selbst genügte. Dass Margarete die Feinkosterei am 24. aufsuchte, hatte mit ihren Erinnerungen an jene Zeit zu tun. Außerdem hatte sie Fiedler, ihrem Chef, versprochen, noch für ein paar Stunden in die Kanzlei zu kommen. Da ihre Tochter Rita versorgt war, war auch noch Zeit für die Feinkosterei. Vielleicht suchte sie die einstige Unbeschwertheit, die ihr in einer katastrophalen Kurzehe verloren gegangen war. Margarete war weniger darüber traurig, als sie sich über ihre schlechte Menschenkenntnis ärgerte und über ihren Trotz, der sie dazu verführt hatte, einen aufgeblasenen Anwalt zu heiraten, dessen einziger Vorzug es war, dass er nicht in die gediegenen Kreise ihrer Familien passte. Und jetzt hatte sie Rita, die davon nichts wusste und zumeist friedlich an ihm schnullerkraute, bis sie ihn, ebenso unvorhersehbar wie ungestüm, auf den Boden warf. Vor der Feinkosterei setzte sich Margarete unter einen Heizbild, seinen Tisch, um darüber nachzudenken, wie es weitergehen sollte. Es waren ihre ersten freien Stunden seit Wochen. Ihre chronische Müdigkeit hüllte alle Sinneseindrücke in Watte. Sie bestellte einen Espresso und sehnte sich nach einer Zigarette, obwohl sie seit Jahren nicht mehr rauchte. Erschöpfung war ihre zweite Natur geworden, ja mittlerweile ein eigenständiges Wesen. Eine Frau mit türkisen Ohrenschützern schob ein Fahrrad an ihr vorbei. Weiter hinten fuhren zwei elegante ältere Männer auf einem gelben Roller. Beide trugen Schutzbrillen und Lederhauben wie Piloten aus den 30er Jahren. Ein Mädchen rief etwas Unverständliches. Eine Frau schob den Kinderwagen vor sich her und telefonierte. Vor dem Eingang zur Feinkosterei kramte eine Dame in ihrer Handtasche, zog schließlich einen kleinen Spiegel hervor und trug etwas Make-up auf. Dann verstrubelte sie kunstvoll ihre Stirnfransen, die unter der Wollmütze hervorschauten und verschwand im Lokal. Nichts davon, nichts davon hatte etwas mit ihr, Margarete, zu tun und niemand wollte etwas von ihr. Wie herrlich. Der freundliche Slogwake, der für die Feinkosterei kellnerte und sich noch an Margarete erinnerte, bot ihr eine Decke an, obwohl die sündhaften Heizpilze genug Wärme verströmten. Als er die Decke fürsorglich über ihre Schultern legte, musste sie ihre Tränen zurückhalten. Danke. Lieber Helmut, die Orte, die du hier verwebst, sind das allesamt reale Orte in Wien, durch die du uns leitest? Oder ist das eigentlich ein fiktives Wien? Wer Wien ganz genau kennt, merkt, dass einige Fehler drin sind. Aber im Prinzip ist es genau so. Ich war gestern in der Feinkosterei. Aber es sind ja keine Fehler, es ist einfach ein Spiel mit der Aktion. Ja, ja, es ist absichtlich, manchmal stimmt was nicht. Aber zum Beispiel, wie sie da durch die Margarete, durch die Stadt läuft und dann über die Kurentgasse, das ist genau die Strecke, die man machen würde, wenn man dorthin geht. Du hast ein Element, das dann als verbindendes Element immer wieder vorkommt, den roten Luftballon. Genau. Und das AKH. Das sind die beiden Fixpunkte. Das AKH ist in Wien auch so ein Monument. Ein Memento mori, könnte man sagen. Man sieht nicht nur rote Luftballone, sondern auch dieses Gebäude, wo man sagt, warte nur, bald spürst du es auch. Und vor allem, wenn man das Buch gelesen hat, dann möchte man nicht an jenem Abend in die Notaufnahme kommen, zu einem bestimmten Primat, der nur darauf wartet. Dass Leute zu ihm kommen, dass er ein bisschen was tun kann. Er liebt seinen Beruf. Ja, absolut. Die Figuren, die du hier zeichnest, die haben alle samt mit Tod, Schuld, mit Abschied und Alleinsein zu kämpfen. Viele sind auf sich selbst zurückgeworfen und dennoch ist da immer Zuversicht. wie könnte ich das am besten formulieren, dass es einen Sinn ergibt? Also ich würde sowas nicht schreiben, wenn ich nicht vermitteln möchte, wenn ich sagen würde, es ist alles hoffnungslos, geht's nach Hause bitte und geht still sterben. Warum soll ich das arme Papier von einem Baum dafür verwenden? Die Zeiten sind endgültig vorbei. Es ist, glaube ich, zu spät, um pessimistisch zu sein. Also dir gelingt es wirklich in diesem Kurzroman, da möchte ich vielleicht, sagst du noch ein paar Worte zur literarischen Technik auch? Ja, auch von meiner Verlegerin. Nein, Novelle können wir nicht sagen, das kauft niemand. Und Kurzgeschichten oder Geschichten geht gar nicht. Es muss Roman sein. Und dann hat sie die brillante Formulierung gefunden, Kurzroman. Weil eigentlich ist es eine Novelle, würde ich sagen. Aber es ist auch, die Menschen, die es bis jetzt mir rückgemeldet haben, sagen, es ist sehr dicht geschrieben. Also man könnte es vielleicht so einen Komprimat. Ja, und es hat so etwas Netzartiges und auch so etwas Zerrissenes, was vielleicht auch zu diesen Protagonistinnen passt. Doch auch, dass sich das dann auch so widerspiegelt in der Form. Ja, es geht sich auch nicht alles aus. Also das ist in meiner Musik ganz ähnlich. Das gab eine Zeit, wo die Künstler das gemacht haben, dass alles ausgeht. Das Bild ist schön, die Symphonie ist schön, es hat dann einfach ein Ende und drei Sätze und dann verkaufen wir es dem Fürsten und schauen, dass wir woanders her wieder Kohle kriegen. Aber die Zeiten sind längst vorbei. Und so gewisse unrunde, torsoartige Elemente sind unheimlich wichtig, dass man nicht sofort die Lust verliert daran. Du hast ja lange in den USA gelebt. Du hast dort auch studiert. Ja, ein paar Jahre, aber nicht so lange. Inwiefern spiegelt sich da in deinem Kurzroman die amerikanische Zugangsweise wider? Das ist eine tolle Frage. Auf die warte ich immer. Wie ich so, in deinem Alter war es Anfang 20, da habe ich, glaube ich, nicht... Was ist denn alles so lustig hier? Versuche ja was Ernstes zu erzählen. So in deinem Alter war es Anfang 20, da habe ich, glaube ich, nicht... So mag ich mich nicht. Ist alles so lustig hier? Versuche ja was Ernstes zu erzählen. Das war nicht lustig, das war unglaublich charmant. Wirklich, ja. Also, wo war ich stehen geblieben? Ja, da ist mir ein Auto untergekommen, da war ich noch nicht in den USA gewesen vorher. Der hieß Walker Percy, den wird niemand kennen. Der kommt aus South Carolina und der war in einer Auslage, war ein Buch von ihm, das hieß Liebe in Ruinen. Surkamp-Verlag erschienen, ich glaube Peter Handgertz übersetzt. Und mir wäre der sonst nicht untergekommen und ich habe das Buch gekauft und war auf der Stelle wie vom Schlag gerührt, so ein bisschen wie der Protagonist Fiedler in dem Buch, der T.S. Eliot entdeckt, weil ich gedacht habe, ich bin also nicht der Einzige mit einem Dachschaden. Das war in der Zeit, wo ich jung war, war alles noch so normiert, alles war so, das ist ein Mann, das ist eine Frau, das ist das Militär, das sind die Sozialisten, das sind die und so weiter. Alles war so betonmäßig noch. Und das war für, ich glaube, für Leute, die sich ein bisschen was anderes wünschen für ihr Leben, eigentlich eine unerträgliche Situation. Eine unlüftbare Situation. Und der Walker Percy hat gezeigt, dass es noch andere Sachen gibt. Und viele werden das Gefühl vielleicht kennen, dass Bücher gute Freunde sein können. Gerade in Zeiten, wo es einem vielleicht nicht so gut geht, merkt man, ah, da gibt es noch andere. Und wie ich dann mit den USA mehr Kontakt bekommen habe, habe ich gemerkt, dass hier eine völlig andere... Also ich sage es anders. Wer glaubt, die Amerikaner zu kennen, hat keine Ahnung von den Amerikanern. Die sind so fremd wie Marsmenschen. Das merkt man aber erst, wenn man dort lebt und diese Mentalität versucht zu verstehen. Es ist unmöglich, das zu verstehen. Das sind die Asiaten fast noch leichter zu verstehen, weil die so eine alte Kultur haben, näher zu uns. Und was sie haben, ist ein unbezähmbarer Optimismus und eine Freundlichkeit, die man sich hier gar nicht vorstellen kann. Noch mehr die Kanadier. Und das weiß man natürlich alles nicht, wenn man hier die Zeitungen vorstellen kann. Noch mehr die Kanadier. Und das weiß man natürlich alles nicht, wenn man hier die Zeitungen aufschlägt. Das ist klar. Da muss man schon irgendwo in North Carolina zum Beispiel gewesen sein. Und die Attitüde, die ist, mein Nachbar muss mir, mit dem muss ich mir gut steuern, weil wenn der nächste Hurricane das Dach abdeckt, dann brauche ich jemanden, ich brauche die anderen Menschen. Hier braucht niemand, in Wien braucht niemand irgendjemand mehr. Du brauchst dein Netflix und dein Lieferando. Und der Rest ist, wurscht, das Haus, das zahlt die Lieferant. Auf jeden Fall ist dort ein völlig anderer Zugang. Ich versuche ganz bewusst diesen realistisch-ironischen Stil zu bedienen, auch in diesem Buch. Dass zum Beispiel auch Geräte Markennamen haben. Dass man sagt, ich habe irgendwie noch einen Sony-Walkman anstatt einen Walkman. Und das Zweite, was ich versuche, ist, ich versuche, wirklich Wichtiges mit völlig Unmaßgeblichen zu mischen, damit sowas wie eine Weite entstehen kann. Vielleicht ist Ihnen aufgefallen, ich habe da erzählt, da geht eine Frau mit einem Kinderwagen und es gibt eigentlich keinen Grund, warum man das erzählen sollte. Es hat nichts mit der Handlung zu tun, aber wenn man nicht nur Netflix anschaut, dann kann es sein, dass es Bedeutungsloses gibt, das nicht sofort in der Handlung aufgeht. Und so ist es da auch. Ich bin ein bisschen vom Weg abgekommen. Ich hole dich wieder zurück auf unsere gemeinsame Reise durch deinen Roman. Der Romanstoff sind die Menschen, habe ich mir dann gedacht nach der Lektüre. Und als wir uns zuletzt in Wien getroffen haben, hast du erzählt, dass du an jenem Nachmittag zwei Leute aus deinem Roman getroffen hast. Ja, erschreckend. Genau. Helmut, wie kann ich mir das vorstellen? Also wer sind die Menschen, die du hier zu dieser Geschichte verwoben hast? Es ist so, also die unglaubwürdigsten Episoden sind alle tatsächlich passiert in dem Roman, nur nicht so und anderen Personen zugeordnet. Und es gibt in Währing, wo ich wohne, im 18. Bezirk, gibt es zwei Männer, einen sehr großen älteren Herrn, der blind ist und der seine linke Hand, ich glaube ich kenne diese seit 20 Jahren, auf der Schulter des kleinen Mannes neben ihm ruhen lässt und ohne Blindenstock von ihm durch die Straßen mit einer Regelmäßigkeit wie ein Uhrwerk. Manchmal sieht man es in Lokalen. Und in meinem Buch ist der Kleine ein Schwarz aus Afrika, der nicht Herbert heißt, sondern einen afrikanischen Namen hat, der nennt sich selber Herbert. Und der Größere heißt Arthur. Und wir leben den Herbert gerade in einer Trauerphase, weil Arthur einige Tage davor gestorben ist. Und die beiden waren im Viertel bekannt als Artbert. Artbert. Und jetzt ist nur mehr eine Hälfte über Bert. Und ich erzähle eine kleine melancholische Geschichte, der Abend hat für ihn ein sehr hübsches Ende, glaube ich. Er könnte vielleicht sogar angebandelt haben, das wissen wir alle nicht. Aber diese beiden Figuren habe ich sehr lange nicht mehr gesehen und tatsächlich an dem Tag, wo wir uns getroffen haben, sind die wieder da vorbeigegangen und um Gottes Willen, das sind ja genau die, die ich beschrieben habe. Gott sei Dank noch lebend. Gott sei Dank beide lebend, ja. Da gibt es eine andere Episode des Portierhäuschen, was dir neulich widerfahren ist. Du bist, glaube ich, an deinem Ort gespielt. Soll ich die Anekdote erzählen? Ja, gerne. Es gibt in meinem Buch eine französische Botschaft im Coté-Viertel, wie es richtig heißt, nicht Cottage-Viertel, wie es eigentlich heißt, es heißt Coté-Viertel in Währing. Da sind die ganzen Villen und die Botschaften. Da gibt es eine abgesperrte Straße. Die sind flankiert von zwei Schranken, zwei alten und zwei ehemaligen Telefonhäuschen, wo der Wachdienst drin sitzt. Das ist die israelische Botschaft, in meinem Buch ist es die französische Botschaft. herkunft elegant um den schranken rum fährt und im fahren noch hin unter seinen anorak greift um der bezaubernden sekretärin von der botschaft zu quasi im abbremsen das paket wieder kurier der kaiserin zu erreichen das ist ein schwer 17 und gibt an der alte wachmann ist aber nicht dasselbe wie er sonst ist sondern ein anderer älterer Mann, der normalerweise am Nachmittag ist, türkischer Abstammung. Und der schießt mit einem Gummigeschoss auf den Jungen, weil er glaubt, es handelt sich um einen Terroranschlag. Und ich bin neulich herumgegangen, habe die Orte fotografiert, wo man einen Roman spielt und bin dorthin gegangen. Und dann ist vorhin das passiert eigentlich vorauszusehen. Ich stelle bin dorthin gegangen und dann ist vorhin, das passiert eigentlich vorauszusehen, ich stelle mich dorthin und fotografiere das Kabäuschen und die Botschaft kommt sofort ein 2,20 Meter großer Spezial kein Polizist, sondern ein Vega-Polizist und sagt, entschuldigen Sie, was machen Sie da? Das glauben Sie mir nicht. Und dann habe ich ihm am Handy das Foto von dem Buch gezeigt und gesagt, das kommt da drin vor und ich wollte es jetzt nur fotografieren. Es tut mir furchtbar leid, ich weiß, wie blöd das ausschaut. Und dann habe ich gefragt, was geht es denn da drin? Und dann habe ich ein bisschen mit ihm geredet und man merkt die Vorsicht. Er darf zum Beispiel nicht wirklich verraten, wie lange er da steht. Man kann mit diesen Leuten leider nicht normal reden, was wahnsinnig interessant gewesen wäre. Aber ich bin dann weggegangen und ein paar Meter sagt er nochmal, hey, wie hast du das Buch nochmal? Und er hat gesagt, googeln Sie das und das. Und er hat gesagt, das besorge ich mir. Und das war sehr nett. Das war vor unserem Treffen. Ich fand diese Erzählung einfach so sympathisch, weil sie deinen Roman einfach so verbindet mit der Realität. Herzzerreißend finde ich auch, dass der angeschossene Mopedkurier, der dann wirklich schon am selben Tag wieder aus dem Krankenhaus entlassen wird, dann den Wachmann, der in diesem Moment einen Infarkt erlitten hat, wie geschossen hat, der alte Mann, wenn er so aufgeregt war, dass er ihn dann im Krankenhaus besucht, am Weg der Besserung. Finde ich voll nett von ihm, oder? Ja, es gibt noch ein paar andere Protagonistinnen. Sam beispielsweise, wie du vorher auch das Diverse angesprochen hast. Und auch in ihrer Identitätsfindung und die Mutter, die Taxilenkerin ohne Führerschein. Viele Frauen eigentlich. Nein, es ist halbe Halle ungefähr. Ja gut, mit der Anwaltskanzlei als Gegenpart. Die Putzfrau ist vielleicht auch. Ja. Baustellen. Warum sucht Fiedler immer wieder Baustellen auf? Fiedler konnte sich noch nicht erholen vom Tod seiner Frau Marie, wie wir gehört haben. Das ist übrigens auch die Schwester von seinem Vorgesetzten Moretti. Also die beiden haben das am Anfang diskutiert, dass er auch noch nicht über das Sinn weggekommen ist. Die waren sehr nahe, alle drei eigentlich nahe. Und er hatte schon immer eine Neigung zu Depressionen und das ist dann schlimmer geworden. Und Moretti ist derjenige, der irgendwann einmal draufkommt, mit dem Fiedler stimmt irgendwas nicht. Er hat seit Tagen dasselbe Hemd an, da ist was ganz... Und dann merkt er, dass er in der Kanzlei übernachtet hat. Und dann steckt er ihn ins AKH, in die Ambulanz, Medikamente und so. Er erholt sich wieder, aber er hat so Absenzen. Es gibt eine bestimmte Form von Depression, wo man die schrecklich, wo man die Orientierung verliert. Also dass man tatsächlich plötzlich darstellt, was mache ich hier? Das ist wirklich eine Ausformung von einer fast schon psychotischen Depression. Und ich habe das Element verwendet, dass der Fiedler, dass ihm es immer wieder passiert, dass er plötzlich irgendwo in der Stadt steht, wo es einfach unerträglich ist. Baustellen, Dreck. Also er kommt immer in Situationen, wo sich das Leben von seiner hässlichsten Seite zeigt. Und das ist für mich so ein Bild für den Depressiven, dem Verlorengegangenen, dass der auch so einen Filter eingebaut hat, auch immer nur das zu sehen, was in Norweiter Arbeit sagt, wie die Wiener sagen. Ja, und soweit ich es verstanden habe, sind es ja immer menschenleere Baustellen. Also wenn nicht dort gearbeitet wird, das war für mich auch so der Ausdruck der Einsamkeit. Es ist niemand da, ja. Die Einsamkeit, die ihn begleitet, auch wenn er ständig von Menschen und Kollegen umgeben ist, es ist trotzdem immer dieses... Und es ist auch für jeden Wien-Besucher sehr wichtig festzustellen, dass man nicht glaubt, man hat Depressionen, nur weil alle so grau ausschauen in der U-Bahn. Das sind nicht sie, das sind die Leute. Es gibt noch den Scherf. Ja, den haben wir schon gehört, das ist der Junge. Und da hätte ich jetzt einen Wunsch an dich. Könntest du uns das Kapitel 20 vorlesen? Oh, ah, ans Eingemachte. Wenn das in der Jugendsprache heißt, wir möchten nicht zu viel spoilern, wir möchten natürlich nicht zu viel verraten. Also wenn das in dein Konzept passt, dann fände ich das, weil Scherf unglaublich unsympathisch ist. Und man weiß eigentlich viele, viele Kapitel nicht, was er sich zu Schulden kommen hat lassen. Ich werde so viel spoilern. Auch das ist leider eine wahre Geschichte, die vor ein paar Jahren passiert ist. Allerdings war das eine Sache zwischen zwei Junganwälten. Der eine hat dem anderen LSD verabreicht, das war ausgemacht. Und dann hat der eine aber, ein Strafrechtler, den anderen, der noch nie LSD genommen hat, das ist ein geführter Trip, da muss jemand dabei sein, der aufpasst, weil alles mögliche passieren kann und tatsächlich ist der andere Anwalt, vielleicht hat er gedacht, er istynachrichten gelöscht, ist verschwunden. Als Strafrechtler hat er genau gewusst, wie man das macht und ist nie verurteilt worden für das. Und das ist eine Geschichte, die war auch einmal in der Zeitung, aber es ist nie weiter, es kam zu keinem Prozess. Und in meinem Buch ist das scharf, hat eine Frau von einer Party abgeschleppt, eine ganz junge Studentin. Das erzähle ich dann mit meinem Kapitel. Und sie gehen zu ihr und er ist ein Spezialist für Psychedelische Pilze. Und er bietet ihr welche an. Es kommt zu einer kleinen Schmuserei, aber er ist an dem Tag durch, auch durch die Pilze, und weil er auch ein Versager ist, impotent, und dann wieder aggressiv lässt sie dort stehen, das ist mir alles jetzt zu blöd, und ist gegangen. Und er geht runter zu seinem BMW mit den Felgen, er hat ein wunderschönes Auto, und da merkt er, dass die da runterfällt vom Balkon. Und er sieht, wie sie stirbt. Und am nächsten Tag liest er in der Zeitung, wer das ist, eine junge Ärztin und so weiter. Und er ist davon gekommen. Sein Problem aber ist, dass er doch nicht so ein Arschloch ist, dass er das in das Kalt lässt, sondern er kommt nicht drüber hinweg. Und am Ende des Buches erleben wir alle Protagonisten am Abend des 24. Dezembers und so ist sein Abend. Wären am späteren Abend des 24. Spaziergänge durch die Kartheusestraße im 19. Bezirk gekommen, hätte sich ihnen ein sonderbares Bild geboten. Wenn man in den ganzen Bezirk gekommen, hätte sich ihnen ein sonderbares Bild geboten. Wie schon in den letzten Jahren sah man um etwa 19 Uhr einen Mann, zwei Klappstühle und einen kleinen Tisch aus seinem BMW Cabrio nehmen und vor Haus Nummer 7 aufstellen. mit einem weißen Tischtuch, Besteck und zwei gefaltenen Stoffservietten, zündete ein Windlicht an, goss Weißwein in Kristallgläser, öffnete einen Behälter und legte etwas auf den Teller, in welchem Licht der Straßenbeleuchtung schimmerten. Schließlich betrachtete er sein Werk, korrigierte ein wenig die Position von Besteck und Servietten und als er mit dem Arrangement zufrieden war, holte er eine kleine Boombox hervor, die während er allein dinierte, einen sentimentalen Song in die Winternacht schickte. Zwei Mädchen, die es sich nicht nehmen ließen, ihn von der gegenüberliegenden Seite verstohlen zu mustern, sagten später, es sei jedes Jahr derselbe Song. Agape von Bear Stan. Der Mann blieb lang in der Kälte sitzen. Manche Anwohner schauten verstohlen aus ihren Fenstern, spürten wohl Befremden, Mitleid oder machten sich Sorgen, dass er frieren könnte. Aber niemand wagte ihn anzusprechen. Er strahlte eine steinerne Entschlossenheit aus, als vollzüge er mit seinem Ritual eine ganz und gar notwendige Arbeit. Es gibt eine Schuld, die in uns wächst. Unmerklich zuerst, bis irgendwann der Moment kommt, da sie uns ausfüllt und neben ihr nichts sonst mehr Platz hat. Doch wenn wir begreifen, dass sie über unser Leben gebietet, ist es zu spät. In den Sternspeichen der Alufelgen spiegelt sich die Flamme des Windlichtes. Da ist vielleicht auch zu bemerken, nochmal Anmerkung des Artes, doch wenn wir begreifen, dass sie über unser Leben gebietet, ist es zu spät, wäre laut Lektorin der richtige Schlusssatz gewesen. Meiner ist, in den Sternspeichen der Alufelgen spiegelt sich die Flamme des Windlichtes. Also ein spätkapitalistisches, materialistisches Weltbild, das dieses biblische vorher wieder einholt. Bei sowas habe ich eine richtige Freude. Am 24. kommt vieles an die Oberfläche. Menschen sind anders. Er wird ja dann quasi mit Erfrierungen ins Spital gebracht, zu unserem schon erwähnten Oberarzt. Man weiß nicht, ob er noch alle Finger behalten kann. Ja, er hat ihn erwischt, aber nicht so schlimm. Es gibt, außer dieser schrecklichen Geschichte mit der Studentin, es gibt keine Todesfälle, es gibt keine Sexszenen und es gibt keine Gesellschaftskritik in dem Buch. Kaufen Sie das Buch trotzdem. Gesellschaftskritik in dem Buch. Kaufen Sie das Buch trotzdem. Es liest sich einfach so fein, weil du wirklich springst von einem Kapitel zum nächsten, ist ein Sprung immer zu einer anderen persönlichen Geschichte, zu einer anderen Figur. Es gab in den 90er mal ein paar tolle Kinofilme, die so gearbeitet haben, so episodische Verschränkungen, so Netzwerke. Robert Altman, glaube ich, war so ein Meister. Ich kann mich jetzt nicht so richtig daran erinnern, aber es gab mal eine Zeit, da waren diese Episoden, die dann zu irgendwas geführt haben, sehr, sehr... Bei mir ist es eben der Treffpunkt dann im AKH. Es gibt dann eine junge Tänzerin, die nonbinär lebt mit ihrer Freundin und deren Mutter landet im AKH und sie müssen ein Stück Brot suchen um Mitternacht, weil die Mutter eine Gräte verschluckt hat und der Oberarzt hat so eine Zange. Und die Mutter, ah, naja, schade, und legt sie wieder weg. Aber Brot könnte ja auch helfen. Und dann muss die Arme durch das leere AKH laufen. Und es ist niemand da. Und sie sucht ein Brot in einem der modernsten Krankenhäuser Europas. Und das war ich in dem Fall. Genau das ist mir passiert. Ich bin am Mitternacht im AKH am 24. gewesen und habe ein Brot gesucht für die Mutter von meiner Freundin. Auch wegen einer Kräfte. Seither gibt es an 24. keine Fisch mehr. Die Freundin gibt es auch nicht mehr. Wie wollen wir es halten? Wollen wir die Möglichkeit zu Fragen geben? Möchtest du noch weiterlesen? Soll ich nur ein kleines Stück lesen, damit man vielleicht, ich könnte etwas ganz kurzes, atmosphärisches zum Schluss lesen, ohne etwas zu verraten. Weil es hat ein paar lustige Pointen, das Ganze. Aber den Epilog, der verrät so gut wie gar nichts. Ich weiß nicht, ob das etwas Gutes über das Buch ist, ganz ehrlich. Dazu nochmal, Margarete ist diese junge Mutter, die übrigens von ihrem Mann, diese katastrophale Kurzehe, die ich erwähnt habe, war mit dem Scherf. Sie hat eine Tochter, die ist nicht mal zwei und noch jünger und die heißt Rita. Epilog. Rita ringt der Rotz. Das ist schon mal ein guter Einstieg. Sollte der erste Satz sein, oder? Das kitzelt. Sie würde den Rotz gern in den Mund stecken, aber ihre Arme bewegen sich zu heftig, sodass sie die Rotze nicht zu fassen kriegt. Rita ist aufgeregt. Rita ist zu viel. Sie findet nicht genug Platz in ihrem kleinen Körper. Sie weiß alles, spürt alle Gefühle auf einmal. Das ist ihr Problem. Andererseits ist es nicht ihr Problem. Sie weiß nicht, was ein Problem ist. Jetzt lacht sie, aber in ihr oder um sie herum sind Farben, Geräusche, Gerüche und Wirbel. Dann kommen und gehen. Und immer, wenn etwas auftaucht und sie weinen muss, ist es weg. Und es geschieht gleich wieder etwas ganz anderes. Dann weiß sie nicht, ob sie weinen soll oder schauen. Rita hat noch keine Worte dafür, aber sie spürt, dass ihre Mutter viel zu jung ist, um zu verstehen, was sie Rita beschäftigt. Sie freut sich. Jetzt eine Erleichterung. Ihr Popo wird warm, ihre Windel ist gut gefüllt. Ja, wir kacken auf Weihnachten, stimmt's, mein Liebling, sagte Margarete, während sie Rita die Windeln wechselte. Rita begann zu weinern. Margarete küsste ihre Tochter sanft, auch die rote Beule auf Ritas Stirn, die erkläre ich nicht. Ach nein, Mäuschen, so war's doch nicht gemeint. Der 24. Dezember ist wunderschön. Gegen vier Uhr früh traf eine Warmfront auf die kalte Luftmasse. Der Schnee verwandelte sich in Regen. Sichtbar wurde er nur, wenn er in das Halo der Straßen- und Weihnachtsbeleuchtung geriet. Ströme von silbrigen Perlen werden Ketten gereiht, die leise im Wind zu Pendel schienen. Im Radio wurden Blitzeiswarnungen durchgegeben und tatsächlich. Schon nach wenigen Minuten waren die Straßen in solides Glatteis verwandelt. Bald überfroren auch die Bäume, schließlich die Dächer und alles, was nicht unter einem sicheren Dach geborgen war, als wollte es diesen Weihnachtsabend schockfrieren in alle Ewigkeit. Aus ein paar Blechschäden geschah nichts Außergewöhnliches. Die Stadt war im Feiertagsschlaf. Danke. Danke. Gibt es Fragen an Helmut Jasper? Werden wir unseren Würfel, nicht auf die Leiter bitten, einen Mikrofonwürfel, damit auch unsere Zuhörerinnen im Stream uns gut hören können. Ah, ich verstehe. uns gut hören können. Ah, ich verstehe. Genau, da haben wir diesen... Nein, alles zufriedenstellend beantwortet. Gut. Gutes Zeichen. Genau. Ja, wir haben heute, wenn es wirklich keine Fragen oder Anregungen gibt, auch doch eine. Die Dame, entschuldige. Ist geplant, dass es ein weiteres Buch gibt? Ja, ja. Es gibt mehrere Stoffe. Ich schreibe schon sehr lange, aber ich hatte bis jetzt keine Möglichkeit, einen Verleger zu finden, weil warum auch immer. Und die Stoffe, ich habe aber weitergeschrieben und es sind ein paar Sachen, größere Sachen in Arbeit, aber die Idee war nicht, gleich mit etwas ganz Verrückten und Langem anzufangen, sondern etwas zu machen, was mal ein bisschen so ein, mal schauen, wie das läuft, ob das Menschen interessiert überhaupt. Mich würde jetzt noch weggehend von dem Kurzroman Die Oper interessieren, Unsere Kinder der Nacht. Magst du da vielleicht ein paar Worte dazu sagen? Es sind ja nur mehr wenige Wochen bis zur Uraufführung. Ja, also das ist meine dritte große Musiktheaterarbeit. Heißt Unsere Kinder Nacht mit dem Linzer Landestheater mit dem Bruckner Orchester und dem Kinderchor vom Landestheater URF geführt. Es sind auch Sexualisten dabei, ein Slapstick-Artist und Video. Und das Stück dauert eineinhalb Stunden und ist sehr unterhaltsam und so gebaut, dass man keine Angst vor neuer Musik hat. Und es ist so gebaut, dass es auf der Oberfläche ganz witzig eigentlich ist und die Kinder sind der Mittelpunkt der ganzen Geschichte. Aber wenn es gut funktioniert, dann hat man, wenn man nach Hause geht, kommt man plötzlich drauf, was man da gesehen hat. So ist es geplant. Das ist sozusagen ein gemeiner Hinterhalt. Aber in erster Linie ist es, also auch wenn jemand jünger ist, ab zwölf, es ist keine Kinderoper, sondern es ist für Erwachsene, aber so, wenn jemand jünger ist und sich das einfach nur so anschauen möchte, ist es sehr unterhaltsam. Und ich würde mich freuen, wenn ihr alle da seid, am 19.30 Uhr. Dankeschön. Bitte, es gibt zwei Fragen. Ben? Wenn ich es richtig verstanden habe, Sie haben ja zu Beginn gesagt, dass Ihre Werke, ob das jetzt die Musik ist oder die Bücher, nicht mehr fertig sind, also eher unfertig sind. Habe ich das richtig verstanden? Nein, Sie haben das schon richtig verstanden, aber Sie sind schon fertig. Es ist nur bewusst so, es gibt eine Skulptur von Rodin, das ist ein Torso und das ist so gewollt. Es gibt ein berühmtes Gedicht von Rilke drüber, jede Stelle sieht dich an, heißt es in einer bestimmten Passage und am Ende sagt er, du musst dein Leben ändern und das hat einen großen Eindruck für mich hinterlassen, weil ich auch gemerkt habe, ein klassisches Kunstwerk, also Michelangelo, das schaut man sich an, da machen Leute irgendwelche komischen Fotos damit, wo sie dann selber irgendwie posieren, Selfies mit David oder so irgendwie. Und ich glaube, dass man sich mit Fragmenten heutzutage, wo wir alle viel kleiner sind als die Menschen in frühen Jahrhunderten, vielleicht gerade noch zurechtkommt. Also mit der großen Klassik kann niemand mehr umgehen. Das wirkt langweilig und veraltet. Aber wenn etwas ein bisschen gebrochen ist, dann habe ich das Gefühl, da gibt es bessere Resonanz. In diesem Sinne unfertig. Als Anregung sozusagen. Ja, genau, dass man es weiterdenken kann. Der Denkprozess hört nicht auf. Wir haben ja selber so viel. Wer bin ich, dass ich da jetzt, weiß Gott was. Also das sind dann keine Predigten, sondern das sind so Beobachtungen. Und so wie in dem Buch eben Sachen, wo ich das Gefühl habe, das könnte jemand interessieren. Und das Buch endet ja auch mit, es endet in einer Bewegung, es endet mit einer Fahrt hinein in die Nacht. Und im Lesen, man schlägt das Buch zu und es schwingt noch nach und man fährt gemeinsam mit vier Personen hinein in eine Wiener Nacht, wo langsam die Schneeflocken so runterfallen. mit vier Personen hinein in eine Wiener Nacht, wo langsam die Schneeflocken so runterfallen. Und so gesehen geht es einfach auch weiter und ist eine gefühlte Fortführung. Also es endet nicht und ist dann zu Ende erzählt, sondern man denkt irgendwie so weiter durch die Straßen und durch die Ereignisse und Figuren und ihre Erlebnisse. Mich würde interessieren, du hast zum Anfang was gelesen und du hast auch was gesagt dazu, so dass morgen im Grunde vieles aufbricht und dass Menschen ja irgendwie nicht wissen, wo sie hingehören an dem Abend. Und jetzt muss ich dich fragen, ob das in Wien genauso ist. Hier finde ich das ein Ding, dass zum Beispiel um 20 Uhr die Linz AG den Betrieb einstellt, den Bus- und Tramsverkehr. Tatsächlich? Und ich finde das eine absolute, ich will jetzt wieder ein Wort nicht sagen, aber ich finde es absolut daneben. Also ich hatte zum Beispiel vor, vielleicht nach Salzburg zu fahren, in den Dom, und dann halt wieder zurück. Ich komme nicht. Und die ÖBB also stellt auch um 18 Uhr den Fahrkartenverkauf ein. noch sagen, okay, ich fahre jetzt noch ein bisschen Bahn oder ich will jetzt auch Ältere, die dann abends vielleicht vom Heiligabend kommen und dann nach Hause müssen. Ab 18 Uhr AST-Taxi, sagt dir das was? Das ist dieses Sammeltaxi, was man bestellen muss. Es ist sicherlich überfüllt und das ist so meins, wo ich sage, es gibt viele Obdachlose, es gibt viele, also ich habe selbst in Berlin mit Obdachlosen Heilig gibt viele, also ich habe selbst in Berlin mit Obdachlosen heiligabend meistens gearbeitet. Und da ist so für mich, und ich habe vor allem im Schichtdienst mit Menschen mit Beeinträchtigungen gearbeitet, also ich hätte nie, wenn ich hier gearbeitet hätte, wäre ich nie nach Hause gekommen. Als Beispiel, es sind auch viele Leute, die arbeiten. Und halt auch die andere Komponente, dass Leute sagen, ich gehe jetzt noch raus, weil ich alleine bin, Todesfall etc., ich muss jetzt an die Luft und wollen dann vielleicht zurückfahren. Das finde ich schon, wie gehst du damit um, wenn du sowas schreibst und das jetzt hörst und ich weiß nicht, ob es in Wien ähnlich ist. Gott sei Dank nicht. Wien hat da eine Haft, also das ist noch, das geht alles zurück auf eigentlich die 70er Jahre. Da ist wahnsinnig viel passiert in Wien. Und dann auch eine ziemlich kluge ÖVP, lustigerweise. Das kann man heutzutage gar nicht mehr glauben. viel passiert, es ist Wien richtig aufgetaut und die soziale Absicherung ist unfassbar gut im Vergleich zu anderen Ländern und der Verkehr ist rund um die Uhr, Gott sei Dank. Und es gibt sehr viele Initiativen und ja, Initiativen, um die Leute aufzufangen und Telefonnummern, die überall plakatiert sind, wenn jemand droht zu erfrieren, das ist relativ sicher gemacht. Ich muss vielleicht nur ganz kurz dazu sagen, in meinem Buch, das ist natürlich ein bisschen märchenhaft, ich habe da einen Anwalt, das sind lauter privilegierte Leute, es gibt auch ein Reinigungspersonal, also wirklich nicht privilegierte Leute, aber die richtigen armen Schweine kommen in dem Buch nicht vor, muss ich auch dazu sagen. Da wüsste ich auch nicht, was ich darüber schreiben sollte. Es müssen nicht unbedingt arme Schweine sein, auch Rechtsanwälte und Leute... Können arme Schweine sein. Ja, genau. Danke, du hast es mir gesagt. Ja, danke, das ist nett. Das ist nämlich, ja, weil ich das selbst erlebt habe. Also bei uns kamen Leute, die wirklich Doktoren sind, abends um 18 Uhr, um 19 Uhr war Gottesdienst in der Berliner Stadtmission. Dann ging es bis 1 Uhr nachts, dass Leute aufgefangen wurden. Und da kamen alle möglichen, die also sonst wahrscheinlich nicht dorthin kommen, aber sie brauchten halt die Nähe und den Halt. Danke. Ben haben wir aus dem Online- Publikum. Dann möchte ich nochmal zurückkommen auf den 24. Dezember und auch dann die Möglichkeit schon in Aussicht stellen, dass Helmut Jasper auch ein Buch signieren wird. Wer eines käuflich erwerben möchte, gibt es die Möglichkeit. Ich möchte nochmal herzlich gratulieren und auch danken für deinen Besuch. Danke, Cornelia. Verlust, Einsamkeit und ganz viel Zwischenmenschliches. Wien und die Zuversicht. Das ist das, was ich für mich als Zusammenfassung zum 24. Dezember sagen möchte. Schön. Ich danke dir herzlich. Vielen Dank fürs Zuhören. Dankeschön. Wir haben den heutigen Kepler-Salon als den letzten des Jahres 2024 ganz bewusst etwas kürzer gehalten, damit Sie, damit ihr noch die Möglichkeit habt, auch gemeinsam noch an der Bar ein Getränk zu nehmen, sich ein bisschen auszutauschen, das Jahr ausklingen zu lassen. ein bisschen auszutauschen, das Ja ausklingen zu lassen. Ich darf mich bedanken bei allen Gästen, die sowohl Stammgäste sind, immer wieder treue Gäste sind, aber auch die neugierig waren und unter meiner neuen künstlerischen Leitung dazugekommen sind und den Salon auch lieb gewonnen haben in seinem Jubiläumsjahr. Heute möchte ich auch meinem Team einen großen Dank aussprechen. Martina Helmel für die Organisation ist leider heute verhindert, aber ein Dank geht an Benjamin Gumpenberger, unseren Abendspielleiter. Er ist nicht nur Abendspielleiter im Kepler-Salon, sondern er ist auch herausragender Musiker und Klinik-Clown und die feine Salonmusik, die uns heute hier begleitet am Klavier. Vielen Dank, lieber Ben, auch ein Applaus für dich. In diesem Sinne wünsche ich Ihnen friedvolle und erholsame Feiertage. Kommen Sie gut rüber ins Jahr 2025. Vielen Dank für heute.