Meine sehr geehrten Damen und Herren, ich möchte Sie sehr herzlich zur heutigen Veranstaltung begrüßen. In diesem Jahr ist zum ersten Mal von der Stadt Koblenz in Kooperation mit der Universität Koblenz-Landau die Josef Breitbach-Poetik-Dozentur vergeben wurden, und zwar an Marlene Strearowitz als eine der bedeutendsten Autorinnen des gesamten deutschen Sprachraums. Ihre Vorlesungen der Josef Breitbach Poetikdozentur, die Marlene Strearowitz im Frühjahr 2021 pandemiebedingt in Streamingveranstaltungen gehalten hat, liegen nun in Buchform vor. Der Band, der auch drei Texte enthält, trägt den Titel Geschlecht, Zahl, Fall und ist im Verlag S. Fischer erschienen. Wir freuen uns wirklich sehr, dass Marlene Strerowicz heute zu uns gekommen ist und aus ihrem Buch lesen wird. Ich begrüße Sie sehr herzlich. Herzlich willkommen. Besonders begrüßen möchte ich auch den Moderator des heutigen Abends, Herrn Dr. Manfred Mittermeier, Leiter des Literaturarchivs Salzburg und gemeinsam mit Ines Schütz auch der Rauriser Literaturtage ebenfalls herzlich willkommen. 2017 war Marlene Streierowitz mit ihrem Band Das Wundersame in der Unwirklichkeit neue Vorlesungen bei uns zu Gast. Die Vorlesungen, die in diesem Band enthalten sind, wurden von Marlene Streyrowitz im Rahmenübinger Poetikdozentin. 1997, 1998 hielt sie in Frankfurt Poetikvorlesungen. Im Band Geschlecht, Zahl, Fall geht Marlene Strerowicz den so wichtigen Fragen nach, welche Rolle Sprache und Macht in der heutigen Zeit spielen, welcher Zusammenhang zwischen Sprache und Macht, Grammatik und Weltverhältnissen besteht oder wie sie es ausdrückt, auf welchen Sätzen und Wortbrocken ein Schicksal beruht. Wir dürfen uns also auf eine sehr anregende Veranstaltung freuen. Sie wird, wie es jetzt aussieht, die letzte oder unsere letzte im heurigen Jahr sein. Ich bedanke mich bei Marlene Strerewitz und Manfred Mittermeier, der auch lesen wird. Es wird einer der Texte vorgetragen werden. Noch einmal sehr herzlich für Ihr Kommen und übergebe den beiden das Wort und bitte sie auf die Uhr zwischen uns. Sie wird das zwischen uns schlichten, genau. Schönen guten Abend, meine Damen und Herren. Ich freue mich natürlich auch sehr, hier zu sein und freue mich darüber, dass Marlene Streowitz an meiner Seite sitzt und dass wir diesen letzten Abend hier vor dem neuerlichen Lockdown gestalten können. und normalerweise würde man bei einer Autorin wie Marlene Strerowitz nicht vorstellen, wer das ist, denn das ist ein beachtenswertes und über lange Jahre sich inzwischen entwickelt habendes Werk, das sie vielleicht auch kennen, aber es ist natürlich auch immer wieder ganz gut zu rekapitulieren, was hat sich da im Laufe der Zeit entwickelt und dann spricht man über das neue Buch und schließt an. Und das geht einfach leider in diesem Fall nicht. Denn nicht nur der Anlass des heutigen Abends, den wir angesprochen haben, dass es eben leider jetzt vielleicht die letzte Veranstaltung im Stifterhaus in diesem Jahr sein wird, ist es, dass eine ungewöhnliche Situation erzeugt, sondern im Werk von Marlene Stereowitz, in den Büchern, die in der letzten Zeit erschienen sind, hat genau diese Covid-19-Pandemie eine unglaublich tiefe Spur hinterlassen, vielleicht mehr als bei anderen Autorinnen und Autoren. Und sie hat viel heftiger, intensiver und vielschichtiger darauf reagiert. Ich kann mich noch erinnern, ich habe zurückgeschaut jetzt wieder und nochmal das Buch zur Hand genommen, einer der letzten Romane, die mich auch ganz besonders begeistert haben. Das ist das Buch Flammenwand, das auch mehrfach präsentiert worden ist, nicht zuletzt auch in Salzburg bei uns. nimmt, da ist noch nichts drinnen von Pandemie, von Covid-19. Das ist 2018 in etwa anzusiedeln. Von allem, was da beschrieben ist, eine schöne, intensive Fortsetzung eines Oeuvres und dann bricht das alles plötzlich ab. Sie werden es vielleicht mitbekommen haben, Geschlecht, Zahl, Fall ist nicht das erste und einzige Buch von Marlene Streowitz, das in der Zeit der Pandemie erschienen ist, sondern auch ein expliziter Covid-19-Roman, wie es im Untertitel heißt, So ist die Welt geworden. Auch ein ganz großartiger literarischer Umgang mit dieser im Grunde genommen nicht zu bewältigenden Situation. Wie hat sich das für Sie dargestellt? Da ist plötzlich etwas abgebrochen, das wird ja auch in Ihren Texten jetzt sehr intensiv besprochen. Die Situation ist eine völlig andere und die Literatur hat dann plötzlich auch eine andere Funktion, auf eine bestimmte Umgebung, auf eine bestimmte historische Situation zu reagieren, nicht? reagieren nicht. Naja, dadurch, dass alles an... Nochmal einen schönen Abend. Ich freue mich sehr, hier zu sein und das noch einmal wieder für lange Zeit auszukosten, Personen zu sehen. Ich habe übrigens festgestellt, in der letzten Zeit, ich habe Tagebuch geführt, dass wenn ich in einem Konzert gewesen bin und auch mit niemandem gesprochen habe, dass ich besser schlafe, wenn ich unter Personen war. Und das beschreibt ja schon das ganze Elend. Und es war, erstens sollte das Jahr mein Jahr werden. Also ich sollte Universitätssymposien, 24 Lesungen, einen Riesenpreis. Es war großartig vorauszusehen. Und der Schnitt, der das dann amputiert hat, war dadurch natürlich schon nochmal um eine Spur härter, weil es ganz klar war von vornherein, dass es nicht mehr zurückzuholen geht. mehr zurückzuholen geht. Und das ist, glaube ich, genau der Punkt, der uns beschäftigen sollte, dass die Welt nie mehr das sein wird, was sie vorher gewesen ist. In der Dauer, die Frage regiert zu werden bis in das innigste Privatleben, ist immer noch ungelöst, wie wir das verarbeiten werden, was das bedeutet. Wird uns das zerstören? Werden wir daraus etwas lernen können? Wird das Plus Minus sein? Das ist alles nicht geklärt, wird ja auch für jede Altersgruppe anders zu sehen sein. ist es eher gegen Ende zu. Und Sie wissen, es wird gerade sehr viel in der Soziologie über die Unzufriedenheit am Ende des Lebens gearbeitet oder wurde gearbeitet, bevor die Pandemie hereingebrochen ist. Und da sind wir dann auch angelangt. Ich glaube schon, dass es vor allem das kostet, den Blick aufeinander, der uns ja konstituiert. Und dieses Verschwinden im ersten Lockdown war einfach ein Schock. Damals hieß es ja, dass Personen meines Alters schrecklich geschont werden müssen. Personen meines Alters schrecklich geschont werden müssen. Und alle haben sich daran gehalten und ich saß plötzlich, also eine ganz normal gesellschaftliche Person, saß ich sechs Wochen ohne Kontakt herum und war verzweifelt schlicht. Also Verzweiflung wurde auf eine andere Art wieder gelernt und ich dachte, das wäre jetzt alles schon im Schachtel und aufgehoben und das ist es nicht. Und die schlimmste Folge für mich ist, ich habe ja ein sehr genaues Regime der Satzzeichen, weil ich die Lenkung durch Satzzeichen für meine Texte ablehne und sage, ich mache den Punkt, da ist jetzt diese Phrase zu Ende, da wird auch Luft geholt, aber jeder und jede macht sich daraus, was er oder sie will. Und plötzlich fand ich mich Fragezeichen machen. Und das war wie so eine, das ist jetzt 40 Jahre, eine entwickelte Ästhetik, die da zusammengebrochen ist und das verstört, das verstört einfach tief. Und was das Schwierige ist, finde ich, das Schwierigste ist, dass vorsprachliche Erinnerungen aufgeworfen werden in dieser Isolation und diese nicht bearbeitet werden können, weil auch wieder nur alleine diesen Verwerfungen gegenübersteht. Und natürlich, ich kann das schreiben, das ist sicher eine Möglichkeit, aber ich sehe mich vor Aufgaben, für die ich nicht gemacht bin und die ich auch immer dachte, dass die anders geregelt werden. Also dass eine Art Festungshaft über mich ausgesprochen werden kann, hätte ich mir nicht vorstellen können oder wollen. Und mit dem fertig zu werden, das ist jetzt sowieso unsere Aufgabe und das so unbeschadet wie möglich und so würdig wie möglich. Und das ist einfach Schwerarbeit. Ja, da sind viele Punkte drin gewesen, an die man gut anschließen kann, auch in Bezug auf dieses Buch. Ich will es vielleicht in zwei Teile sortieren. Das eine sind natürlich Erfahrungen, die sehr viele von uns auch gemacht haben und die Sie ganz subtil und sehr präzise in diesem Roman auch beschreiben. In Ihren Büchern geht es ja, wenn man es doch so etwas wie vielleicht zusammenwässt in Worte versuchen soll, schon sehr stark um Selbstmächtigkeit, um die Zurückweisung von Prägungen, um das Entkommen dieser Prägungen, die man während des Lebens ansammelt und die durch irgendw bestimmte Vorgaben gemacht werden, denen wir uns zu fügen haben und die noch dazu sich im Nachhinein in vielfältiger Weise als illegitim oder nicht wirklich legitimiert durch das, was dann herausgekommen ist, herausstellen, das ist natürlich genau das Gegenteil. Das ist natürlich etwas, was ganz spezifisch mit Ihrem Metier zu tun hat. Das ist ja im Titel auch schon drin, wenn das Geschlechtssaal Fall heißt, dann hat das mit Grammatik zu tun, das sieht jeder. Und Sie haben ja auch früher sehr anregende Poetikvorlesungen gehalten. Regina Pinter hat auf ein paar verwiesen. Da gibt es eines mit lauter Modalverben, können, mögen, dürfen und so weiter. Und dann Sein und Schein und so fort. Also ganz, ganz wichtige Texte aus der früheren Zeit ihres Schreibens, worüber ich da gestolpert bin, oder gestolpert, was mir sehr aufgefallen ist, das sind zwei Aussagen, die Sie getroffen haben. Zum einen haben Sie gesagt, Sie hatten das Gefühl, als die Pandemie eingetreten ist und damit dieser Riss, das Wort ist jetzt noch nicht gefallen, aber vielleicht passt diese Metapher ganz gut, hatten Sie das Gefühl, das, was Sie bisher geschrieben haben, ist damit nichtig? Das ist sehr zugespitzt gesagt, aber das ist irgendwo sozusagen in seiner Entwicklung vielleicht oder in seiner Triftigkeit oder in dem, was Sie damit auch machen konnten im positiven Sinn, plötzlich abgeschnitten. Es ist historisiert. Es ist Vergangenheit. Es ist schon in diesem wie wenn die Tür zu dieser Höhle zugefallen ist. Es ist weg und Die Situation, wenn ich das sagen darf, hat sich so verändert, dass es nicht mehr sozusagen hineinführt in diese aktuelle Situation. Nein, und die Frage der Zeit spielt ja diese Rolle. Ich konnte vor diesem Fall ins Regiert werden und ich bin da auch noch vorsichtig. Ich denke, dass es noch sehr lang zu überlegen ist, was war richtig, was war falsch. Ich hoffe, dass wir das alles sehr genau machen und was lernen daraus. Aber es ist ganz einfach so, dass es jetzt diese Beengung gibt, diese Knebelung, dass wir keine Zukunft wissen. Und ich konnte früher darauf rechnen, dass der Augenblick immer umgeben ist von der Vergangenheit und der Zukunft. Und ich habe jetzt keine Vergangenheit. Ich weiß nicht, wie es Ihnen geht, aber die Zeit vergeht ohne das. Also die Erinnerung ist eine Parallelerscheinung und hat mit der Zeit nichts zu tun. Ich weiß nicht, wann ich mit wem, wann, wo gesprochen habe. Ich weiß, dass ich das gemacht habe, aber ich kann es nicht so gut in den Kalender einhängen. Das verliert sich. Und die Zukunft, wie wir jetzt sehen, ja wieder heute ganz deutlich, wie Ihr Landeshauptmann da gestanden ist im Fernsehen und sehr selbstverständlich und ruhig diese Maßnahmen setzt. Heißt aber, dass niemand weiß, was es wird. die ja von der Öffentlichkeit leben, heißt das ja auch noch wirtschaftlich eine Einbuße. Und die Tatsache, dass es jetzt zum Beispiel so keine Lesungen gibt oder dass überhaupt alles, dieses kulturelle Leben, so fast auf Null gestellt passiert, heißt zum Beispiel, dass dieses kleine Büchlein einfach verschwinden wird. Also dadurch, dass es diesen Echo-Raum oder diesen Raum von Kulturen nicht gibt, ist es auch ganz sinnlos. Und das macht es nicht lustig. Und das, glaube ich, teilen wir aber sowieso, weil die Frage, was das Leben jetzt gerade soll, ist ja nun schon eine ziemlich dringlich schwierige. Weil die Teilung in Gruppen, das nicht inklusive, also nicht einschließende Sprechen, dem wir da ausgesetzt sind, das ist ja sehr anders als in anderen Kulturen, die Angst, die angefragt wird und die dann aber auch natürlich dann da ist. kommt aus und ohne dass es aber zusammengeführt wird und eine Art Community-Gefühle sich da etablieren können, das ist eine sehr schwierige Situation und ich habe für mich die folgende Sprachlösung gefunden. Ich habe eine Enkelin, die hat nicht lesen gelernt, weil sie erste Klasse in Covid war. Dann war da Lockdown und die Praxis fehlt und auch die Klasse, vor der dieses Lesen stattfindet und gelernt wird. Und die wurde jetzt getestet und dann war das Ergebnis, die Beschulung hat nicht gestimmt. Und da dachte ich mir, das ist doch wunderbar. Also das Kind ist wenigstens nicht schuld, das ist ja schon mal was Schönes, kriegt jetzt Förderung. Ich bin draufgekommen, dass man, wenn man ihr den Text verkehrt hinlegt, kann sie es sehr gut lesen, das heißt, sie ist einfach unterfordert. Aber das sind andere Fragen. Ich sage aber jetzt, wir werden bestartet mit Doppel-A. Also wie mit uns gesprochen wird vom Staat her, das ist die Bestatung. Und das hat schon viel mit der Bestatung zu tun, wie wir da eingegraben werden. Und da hätte ich es gerne, wenn es schon eine demokratische Sprache gäbe, in der das alles anders ausgesprochen werden kann und nicht in diesem Erziehungston und in diesen einfachen Es-muss-sein-Sätzen, die von oben herab gemacht werden. Die Bestatung ist eine sehr schwierige Angelegenheit zurzeit. Wir kommen auf diese Redeformen, für die Sie ja sehr sensibel sind, auch in früheren Texten schon. Das hat jetzt wirklich nichts nur mit Covid zu tun. Ich erinnere mich an Ihre Ausführungen zur Bedeutung der Predigt als Form des Umgangs im Politischen, über die wir auch bei anderer Gelegenheit schon geredet haben, das war vor Covid. Trotzdem möchte ich ganz gern bei dieser zweiten stelle noch bleiben denn da geht es auch wieder um sprache und zwar um ihre sprache das ist eine stelle aus geschlechtssaal fall wo sie sagen fast als wäre das eine art selbstüberprüfung oder ein versteckter selbstvorwurf oder die frage habe ich da jetzt versagt das sind ja auch immer punkte die bei ihnen vorkommen dass sie sich fragen woher kommen diese Selbstüberprüfungen oder diese Tests? Was habe ich geschafft oder was habe ich nicht geschafft? Hätte ich eine Sprache finden sollen, die das vorweg nimmt, was ich da jetzt erlebe? Ich zitiere es jetzt sozusagen aus dem Gedächtnis, aber Sie wissen, was ich meine. Ist das ein Anspruch auch tatsächlich an die Autorin, da etwas vorweg schon in der Sprache einzufangen, was sich dann in der Krisensituation, Sie haben es jetzt beschrieben, mit der Metapher von der Bestatung, was sich dann in der Wirklichkeit durchsetzt. Denn Ihre Texte sind ja unglaublich sprachsensibel und auch sehr kritisch gegenüber solchen Wörtern, wie Sie es ja jetzt gesagt haben, mit der Beschulung, das ist ja auch schon etwas, worüber man nachdenken könnte. Aber da überprüft sich jetzt die Autorin, habe ich eine Sprache gefunden, die dem gemäß gewesen wäre oder die das antizipieren hätte können vielleicht? Ja, aber das ist ja das Problem, dass mit dieser Zäsur, mit diesem Hiatus, in den wir da hineingeworfen sind, dass wir in einem Zustand waren, in dem ja gar nichts gestimmt hat. Und dann muss ich mir schon vorwerfen, dass es eben nicht gereicht hat. vorwerfen, dass es ihm nicht gereicht hat. Dann ist Flammenwand eine Anklageschrift gegen bestimmte Formen von bestimmte Machtformen, die sich aus dem Privaten ins Politische ziehen. Also die narzisstische Persönlichkeitsstörung von dem Mann in dem Roman bis zu Trump ist ja eine einfache Linie. Aber dann werfe ich in dem Roman, bis zu Trump ist ja eine einfache Linie. Aber dann werfe ich mir vor, ich hätte viel radikaler sein müssen. Dann aber wieder müsste ich mir sagen, wenn ich ganz gemacht hätte, wie ich es zu Beginn meines Schreibens gemacht habe, dass ich selbst nicht mehr entschlüsseln kann, dann wäre es nicht verständlich. Und das ist der scheußliche Kompromiss, der da notwendig ist, immer. Und ich finde ja Kompromisse großartig, aber schwer zu ertragen. Und das ist genau der Punkt. Und es gibt natürlich Autoren, Autorinnen, die sich solche Situationen schon vorgestellt haben und daran gearbeitet haben. Natürlich Autoren, Autorinnen, die sich solche Situationen schon vorgestellt haben und daran gearbeitet haben. Und das hätte ich jetzt für mich nicht so entscheiden können, weil es etwas in die Welt bringt, was dann auch passieren kann. Deswegen lasse ich mich vom Schicksal lieber überraschen, damit ich nicht auch schon das praktisch liefere. Also alles, was geschrieben werden kann, kann dann auch passieren. Danke vielmals. Also da möchte ich nicht vusen, es reicht, wie es ist. Jetzt haben wir in Österreich ja die besondere Situation, dass wir durch unsere bestimmte und vollkommen von den übrigen Kulturen unterschiedliche eigene Kultur haben, in der wir immer erklären müssen, warum jetzt etwas so gemacht oder gesagt werden muss, weil es diese und diese Geschichte hat, die verloren ist, die wir nicht lernen. Wir lernen nichts über, also unsere Bildung ist eine deutsche Bildung, also wir lernen deutsche Literatur und ich weiß nicht was, aber wir lernen nicht zum Beispiel, wie das jetzt im 18. Jahrhundert in Österreich, welche geistigen Strömungen da ausgesetzt waren, wie stark unser Denken von Theologien bestimmt ist. Da kommt das sicher her, dass ich so ein hohes Super-Ego, diesen Anspruch entwickle, das hat sicher ein katholischer Struktur Inhalt, Teil, der erhalten ist und den ich auch ganz gut finde. Wir müssen uns ja umbasteln im Laufe des Lebens und aus dem, was da ist, alles machen, weil wir mit dem, was wir bis 10 oder was da an Instrumenten, an Objekten und Objektfindung gemacht worden ist, das ist dann da. Mehr wird es dann nicht mehr. Und mit dem vorsichtig und für sich selbst erträglich umzugehen, ist ja eines der wichtigsten Dinge, ein halbwegs philosophisches Leben zusammenzubringen. Und da muss man nochmal ganz viel erklären. Das heißt, jeder Text muss auch nochmal die eigene Erklärung mitbringen. Das glaube ich, beschreibt sich. Deswegen ist die österreichische Literatur auch so interessant, muss man auch sagen, dass sie diesen Apparat immer mitliefert, also dass das Analytische immer auch dabei sein muss. Und da habe ich die Instrumente, aber die Realität ist mir weggebrochen. Und die Frage der Zeit, und ich hatte schon diesen Augenblick im ersten Lockdown, dieser kleine Roman, da hat mich ja schon an der, wie nennen wir denn das, Stange war es nicht, an die ich gehalten war, aber so etwas, was eine gewisse Struktur gegeben hat. Montag, Dienstag, Mittwoch schreiben, Donnerstag veröffentlichen. Ich habe das dann auf der Homepage zuerst veröffentlicht und es ist erst dann im Herbst das Buch draus gemacht worden. Und das heißt, es ist ohne jede Aussicht auf Veröffentlichung, nur wer das auffindet. Also es war so ein vor sich hin tun, weil im Grunde genommen ist es jetzt vom Literarkritischen her, hat jede Person in diesem Lockdown nun die Zeit ihres eigenen Romans gelebt. Es ist eine Romanzeit, in die sie da versetzt worden sind und in der wir jetzt wieder zurückkehren müssen. die da versetzt worden sind und in der wir jetzt wieder zurückkehren müssen, dazwischen kurze Versuche. Und das heißt, ich dachte auch, jetzt brauche ich keinen Roman mehr schreiben, weil es hat jede Person ihren eigenen Roman. Und das wäre ja das, was ich mir auch wünschen würde, nur nicht unter diesen Bedingungen. Und das ist natürlich eine sehr schöne Perversion. Und Perversionen sind immer lustvoll, aber sehr gefährlich. Was Sie vorhin gesagt haben, also dieser Blick auf die österreichische, wenn man das Wort Tradition verwenden will, jedenfalls diese Ableitbarkeit bestimmter Denk- und auch Gefühlsstrukturen, die viel mit der Kirche zu tun haben, viel mit Katholizismus. Sie haben es ja auch gesagt, dass es nun tatsächlich in diesem Buch sehr stark dringend ist. Da gibt es immer wieder Hinweise auf bestimmte Strukturen, denen wir nicht loskommen. Mir gefällt auch der Satz, wo Sie dann sagen, Sie selber sind eben von diesen Prägungen natürlich bestimmt und zerren dran und kommen nicht ganz los. Also genau das, was Sie jetzt gesagt haben. und zerren dran und kommen nicht ganz los, also genau das, was Sie jetzt gesagt haben. Das heißt also, nach diesem Roman, der quasi in Echtzeit, wenn man so will, entstanden ist und dann halt zusammengefasst wurde und aber trotzdem wunderbar als Literatur funktioniert, das schließt sich ja deswegen nicht aus, gibt es dann den Kompromiss, dass Sie Ihre Literatur auch erklären, wenn ich das Wort aufgreifen darf, weil das ist natürlich nicht nur ein Kompromiss, schon gar nicht faul, sondern sehr erhellend zu den Intentionen und zu dem, was sie antreibt. Das ist aber nun wirklich auch mitten in der Covid-Zeit entstanden, denn das war ja ein Auftrag, der nicht vorher schon bestand und wo Sie sozusagen dann zufällig in die Pandemie hineingekommen sind, sondern diese Vorlesungen sind vor dem Hintergrund der Covid-19-Pandemie geschrieben, oder? Ja, die sind ein Jahr verschoben worden. Und diese Verschiebungen, das macht sehr nervös. Das ist keine schöne Angelegenheit. Und dann war es ganz klar, dass es sollten fünf Vorlesungen sein. Das ist eine gemütliche Textform. Das ist ein schöner Rahmen. In einer solchen Vorlesung lassen sich immer drei Gedanken entwickeln. Dann gehen alle wieder nach Hause und das nächste Mal kommen wieder drei. Und das kann sich ergänzen. Das ist sehr vergnüglich. Und ich schreibe das dann währenddessen, weil es nicht darum geht, da jetzt irgendwas für die Ewigkeit zu schreiben, sondern aus den jeweiligen Situationen heraus. permanent. Also das ist ja eine andere. Sonst schaue ich Nachrichten und es gibt irgendeinen Vorfall, der fürchterlich aufregend ist oder einen rausreißt oder besonders unerfreulich. Ich habe vorhin Fernsehen aufgegeben, vor glaube ich sieben oder acht Jahren. Seither schlafe ich besser. Sie sehen, es geht viel um Schlafen. Ich habe gesehen, dass die Big-Bang-Theorie wieder an den Anfang zurückgekehrt ist. Die Bone Hunter sind auch noch nicht verheiratet, was sie schon mal waren. Diese ganzen Serien, es ist wie, ich war wie in einer Schleife, auch die Simpsons sind plötzlich waren die Kinder wieder ganz klein und das war nicht, das war eine scheußliche Realmetapher, wie wir in einer einzigen Schleife drin sitzen und ich bin sehr froh, dass ich diesen Rundfunkbeitrag nicht mehr zahle, weil das ist ein bisschen peinlich. Also wie gesagt, was war noch? Oh ja, der Mentalist hat noch immer nach Red John gesucht. Also, na bitte. Das war vor acht Jahren auch schon. Aber Sie sind trotzdem viel besser informiert über diese Serien als ich. Nein, das ich. Weil ich ja wahrscheinlich einmal fernsehsüchtig war und deswegen ja auch den harten Schnitt machen musste. Und das tut mir sehr gut. Und ich bin dann, das waren immer so Nachrichten, waren so Anlässe, dass du irgendeinen kleinen so wie so einen Scheinwerfer auf eine gewisse Geschichte richten kannst und dann aus der Zeit, also die Zeit kommentieren kannst. Es gibt nichts zu kommentieren im Augenblick. Aber es war dann, der Intendant von dem Koblenzer Theater hat dann darauf bestanden, dass es zwei Termine gibt. Und dann wurden zwei Termine diskutiert und der Text war vorher geschrieben und ist jetzt als Büchlein da. Und die Verzweiflung ist auch drinnen. hat auch, also die Verzweiflung ist auch drinnen. Aber er schließt in vielem doch auch an, an frühere Konzepte, die Sie in anderen theoretischen Vorträgen vorgelegt haben. Ich bin ja jetzt nicht zur Querdenkerin geworden und habe alles hingeworfen, sondern gewisse Dinge halten schon, sondern gewisse Dinge halten schon. Aber es ist, die Berechtigung von Texten ist neu zu überlegen. Also was kann ich jetzt, was ist jetzt das Richtige? Und wahrscheinlich, und der Covid-Roman, den würde ich ja als Unterhaltungsroman bezeichnen, der ist ganz ruhig geschrieben, der ist in ganzen Sätzen mit Fragezeichen. Das war zu der Zeit, war das die Flucht in die Normsprache, offenkundig eine Hilfe, diese Situation zu beleuchten auch. Und da bin ich aber wieder weg. Und da bin ich aber wieder weg. Geschlechtssaalfall, da steckt ein Wort drinnen, das gleich am Beginn dieser Vorlesung eine große Rolle spielt, nämlich die Frage, ist es Singular oder Plural. Und das Singular ist ja in diesem Zusammenhang dann auch etwas, was bei Ihnen ganz stark mit Macht verbunden ist, mit Herrschaft, mit Hegemonie. Es gibt eine Stelle, wo es dann darum geht, dass man sich in den Plural retten solle und dass so etwas wie eine kulturelle Aufgabe sei. Vielleicht hören wir mal in den Anfang dieser Vorlesungen hinein, um auch nicht nur diesen thematischen Ansatzpunkt, sondern auch die Art und Weise, wie das argumentiert ist, vorzustellen. Entschuldigung, ich höre, wie das argumentiert ist, vorzustellen. Ja, vielleicht rede ich zu sehr zu Marlene Streerowitz und zu wenig zum Mikrofon. Geht's so? Ja, okay, danke. Singular und Herrschaft. Das Publikum lachte. Ich lachte nicht. Alceste, gesungen von Hernán Alatar, hatte gerade auf Weisung von König Minos das Los gezogen, wer in das Labyrinth geschickt und dem Minotaurus vorgeworfen werden soll. Das Los fällt auf Karylda, aber Theseo will an ihrer Stadt zum Minotaurus hinabsteigen und das Monster besiegen. aber Theseo will an ihrer Stadt zu Minotaurus hinabsteigen und das Monster besiegen. Der Regisseur dieser Aufführung von Händels, Arianna in Greta, Christopher Orden, ließ Alceste das Los aus einer altmodischen Losmaschine ziehen. Alceste musste zuerst an einer Kurbel drehen, die Lose in dem Drahtkorb durcheinander zu wirbeln. Dann war eine Klappe zu öffnen, die Hand war in den Drahtkorb zu zwängen, um an das Los zu kommen. Es handelte sich um ein Artikelgerät, aus dem der Bingo-Caller beim Spiel die Bälle holt und die jeweils gezogene Zahl ansagt. Diese Zahlen tragen die Mitspielenden in ihre Tabellen ein und wenn eine mitspielende Person alle erforderlichen Zahlen angekreuzt hat, ruft sie Bingo und bekommt einen Preis. In New York 2005 im Abrams Art Center in Südmanhattan, direkt unter der Williamsburg Bridge. Der Regisseur konnte damit rechnen, dass jede und jeder im Publikum den Vorgang verstehen würde. In dieser Aufführung wird das Ziehen eines Loses über Leben oder Tod einer Person mit dem Ziehen eines Nummernloses im überaus populären Spielen von Bingo als Zeitvertreib für ältere Personen gleichgesetzt. Mit der Bingo-Trommel aus den 40er Jahren des 20. Jahrhunderts leitete die Regie zu der Gegenwart der Aufführung hin. zu der Gegenwart der Aufführung hin. Die Bingo-Maschine reißt die Aufführung aus der Zeit der Uraufführung in die Jetztzeit des Publikums. Mit dem erkennbar heutigeren Requisit wird die Hermetik der Zeitgebundenheit des kulturellen Projekts gebrochen. Die Oper Arianna in Kreta von Georg Friedrich Händel wurde 1734 in London uraufgeführt. Wie jedes Projekt kultureller Äußerung ist diese Oper in mehrfacher Hinsicht auf diesen Zeitpunkt zu beziehen. Händel war da nicht nur Komponist dieser Oper, er war auch Impresario. Ariana in Kreta wurde im Jänner 1734 uraufgeführt, nachdem im Dezember 1733 Nicola Porporas Oper Ariana in Nas Nasso im Lincolns Inn Theater gegeben worden war. Das war eine Produktion der Opera of the Nobility, einer Gesellschaft, die in Konkurrenz zu Handels Kings Theater in the Haymarket gerade gegründet worden war. Die Opera of the Nobility konnte mit der Unterstützung Fredericks, Friedrich Ludwigs von Hannover, Prinz of Wales, als Ausdruck seiner Opposition gegen den Vater rechnen. Handel wurde dagegen von King George II. und vor allem von dessen Tochter Princess Anne gefördert. King George II. war ja schon als Kurfürst von Hannover sein Auftraggeber gewesen. Ariana in Kreta fällt in eine Zeit des Niedergangs der Operaserie in London, vor allem in der Konkurrenz zur populären Bergers Opera, die auch als Parodie auf die italienische Oper gedacht war. Der Komponist und Impresario Händel schrieb seine Opern für bestimmte Sänger und Sängerinnen. Arianna in Kreta musste ohne den stark kastraten Senesino auskommen, dessen beachtliche Gage nun von der Opera of the Nobility bezahlt wurde. Bei Händel, der wahrscheinlich billigere Giovanni Carestini, sang die Rolle des Teseo. Anna Maria Strada war jedoch Händels Opernkompanie treu geblieben. Die Sopranpartie konnte für ihre Stimme geschrieben werden, wie es überhaupt darum ging, welche Sänger und Sängerinnen zur Verfügung standen, um für sie dann die Gesangspartien zu komponieren. All diese vielen Umstände bedingen ein solches Werk und setzen es in der Zeit fest. Diese Fixierung des Textes als Repräsentation aller diesen textbedingenden Umstände in der Zeit formt, eine der Autonomien eines solchen Texts. So ein Text, jeder Text hat viele Autonomien. Wie es ja überhaupt darum geht, die Abstrakte in einer Wendung gegen die Dominanzgewalt des Singulars dieser Worte in den Plural zu wenden. Wahrheit und Frieden, Glück und Unglück, der Mensch, Moral, Ethik, die Zusammenfassung dieser so riesigen und in sich widersprüchlichen Bedeutungsfelder in den einen grammatikalisch vorgeschriebenen Singular bildet jeweils eine zu benutzende Hohlform kultureller Bedeutungsdominanz. Der Singular, der Abstrakter, stellt die Deutungsmacht von Herrschaft her. Dieser Singular ist Herrschaft. Über die Zeitläufte hinweg widerspruchslos gemacht in der Selbstverständlichkeit solchen Singulars sind wir der jeweiligen Deutung ausgeliefert, ohne überhaupt wissen zu können, dass wir beherrscht werden. aus den kulturellen Zusammenhängen im Verhältnis zu der eigenen gelebten Erfahrung. Aber die jeweilige Bedeutungsfüllung eines solchen Wortes, sie ist einerseits notwendig, das Zeichen überhaupt erkennen zu können, dass es Liebe gibt und dass wir wissen, was dieses Bezeichnete ist, das ermöglicht Kommunikation. Aber der Ausschluss aller anderen möglichen Bedeutungen und die Einengung der enthaltenen Bedeutung auf den Singular der jeweiligen Kultur macht andererseits ein Gebot aus dem Wort. So und nicht anders ist Liebe zu verstehen, jedenfalls bei uns. Dies ist in aller Informalität alles Bestimmende so. Das wird uns durch unendlich viele und komplex vermittelte Hinweise beigebracht. wird uns durch unendlich viele und komplex vermittelte Hinweise beigebracht. Für mich als katholisch sozialisierte Person war das die romantische Liebe, die die vollkommene Selbstaufgabe verlangt. In der von der katholischen Kirche zur einzigen Möglichkeit erklärten Heteronomie war der Singular Liebe, also erst die Liebe zu Jesus in vollkommener Selbstaufgabe, die dann von einer heteronormativen Liebe zu einem Mann abgelöst werden sollte. In vollkommener Selbstaufgabe so. Die Vorschrift romantischen Liebens, er atmet, sie atmet in ihm, war im Singular Liebe eingeschlossen. Diese so früh vermittelten Geburtsstrukturen hat lebensweglängliche Wirkung. Es ist schwierig und schmerzvoll, diese vielen Einschlüsse überhaupt sichtbar zu machen. Die Verwendung des Singulars verhindert ja schon die Sicht auf den Widerspruch zwischen Zeichen und Bezeichnetem. Es geht um diese eine gültige Deutung von Liebe oder jedem anderen Abstraktum. Es ist dieser Singular, der der Bezugnahme der gerade lebenden Person auf sich selbst querliegt. Die Liebe wird uns im Singular beschrieben, die Erfahrung lässt uns dieses ideale Ding zwar nicht finden, aber diese Wahrheit gegen die Einmaligkeit der Bedeutungsanhäufung des Singulars gehalten, wird als Verlust erlebt. Das Aufgeben des Singulars wird als kaum verschmerzbare Amputation gelebt. Die Wertediskussionen unserer Kulturen handeln von dieser Aufgabe des Singulars, kulturell. Der Singular wird uns einerseits als einzige Möglichkeit und Ziel vorgelegt, andererseits im Antifaschismus, im Antirassismus. Zunächst ging es um die Infragestellung der Singulare, aber die Macht dieser Grammatik der Macht, wir haben zwar weniger bekommen oder zustande gebracht, als diese Singulare uns versprochen oder abgefordert hätten, denn es sind lebenswirklichkeitleugnende Totalitäten, die diese Singulare herstellen und die kein einzelnes Leben erfüllen kann, die ein einzelnes Leben aber auch gar nicht erfüllen darf und nicht soll. Kirchen, Unterhaltungsindustrie und Politik bauen ihre Existenz auf jeweils unerreichbaren Singularen auf. Und seit jeher geht es für die Macht um die Besetzung dieser Singulare als Grundlage für die Organisation der Herrschaft. Immer aber, wir werden in Singularen wie Demut, Leistung, Begabung, Anpassung, Gesellschaft, Sozialverhalten oder Benehmen angeleitet, es unserer eigenen Unfähigkeit und unserem Unvermögen anzurechnen, das jeweilige absichtsvoll unerreichbar formulierte Ziel nicht erreicht zu haben. Denn diese Singulare anzugreifen, infrage zu stellen, abzulehnen, das ist das Feld der jeweiligen Hegemonien. Die Auswahl des Inhalts der Singulare, die Auswahl der Bedeutungen, das ist die Macht der Herrschaften. Auf diesem Feld war und ist die Deutung all dieser Singulare die Waffe. Es sind diese Singulare, die gelebt werden müssen. Glück, Not, Angst, Tod. Aber wie zu sehen ist, die Kritik am Singular der Abstrakter scheint durch eine neuerliche Festigung, neuerliche Erfüllung des Singulars zu neuen Normen der Politik des Postrelativismus zu führen. Die laufenden Verhandlungen von Fragen wie, wer darf wem sexuelle Vorschläge machen, wer darf für welche Gruppe sprechen, wer darf welche Sprache wie verwenden, wer ist legitim, wer ist verdächtig, wer darf welche Identität behaupten, welche Identitäten sind zulässig, welche nicht. Diese neuen Normen regeln heute postchristliche, postpatriarchale, postheteronorme Politik. Das ist aber eine Politik, die in ihrer Weiterführung der althergebrachten Politiken eben nur weitermacht. Die Vermutung liegt nahe, dass es nicht um die Heilung der grundlegenden Widersprüche geht. Diese grundlegenden Widersprüche, wie etwa die Erhaltung struktureller Ungleichheit in der Geschlechterpolitik, werden hinter der neuen Rhetorik genauso sorgfältig konstruiert wie bisher schon. So bleibt es gleichgültig, ob Political Correctness vertreten oder angegriffen wird. Der basale Widerspruch wird nicht bearbeitet. Die kulturell vermittelten Ungerechtigkeiten können ungehindert weitergesponnen werden. weitergesponnen werden. Ja, Sie werden es gemerkt haben, da sind eine ganze Reihe von Fäden wieder aufgenommen worden, die wir schon ein bisschen besprochen haben. Wir haben ja über Macht, über Herrschaft gesprochen, über Prägungen gesprochen, dann über das Festlegen dessen, was zu denken, was zu deuten wäre. Wir haben noch nicht so sehr über Liebe gesprochen. Die Konzeptionen, die damit in Verbindung stehen, die auch dann im Singular dastehen, täuscht der Eindruck, dass das eines der ganz großen Themen gerade der letzten Romane gewesen ist. Ich kann mich erinnern an eine frühe Aussage von Ihnen, ich glaube, das war ein Interview, die für mich immer sehr wichtig war, dass wir mit Sehnsüchten, mit Wünschen eines vergangenen Jahrhunderts ausgestattet sein, aber in einer Zeit leben, wo die eigentlich nicht mehr funktionieren und wo sie noch nicht hineinpassen, aber trotzdem noch an ihnen festhaften. Und das ist im Grunde genommen das Problem. In diesem Fall geht es darum, dass eine Vorstellung, wie es in anderen Texten von Ihnen heißt, von Erfüllung, von Erlösung, von orientierung auf ein nicht zuletzt auch sexuelles oder erotisches ziel überhaupt nicht dem entspricht was dann in der wirklichkeit eintritt und ein weibliches eine weibliche identität ist nämlich jetzt mal so die so geprägt worden ist davon aber gleichzeitig nicht loskommt davon handeln handeln ja ganz stark ihre Bücher. Und das sei aus der katholischen Tradition, aus den katholischen Prägungen heraus festgelegt und wirke noch in unserer Zeit, auch wenn das säkularisiert auftritt. Umso mehr, denke ich. Ja, ich habe ja schon vom Ende des Lebens und der Unzufriedenheit begonnen. Ich brauche ja nur darauf zu sprechen kommen, dass Frauen nur diese 48 Prozent der männlichen Pension bekommen. Dann kann man schon, also die Unzufriedenheit lässt sich auch beschreiben oder das, was nicht gelingt. Also die Unzufriedenheit lässt sich auch beschreiben oder etwas, was nicht gelingt. Und das Problem ist doch, dass, also ich bin nun eine bestimmte Generation, diese Generation wurde im Grunde dazu benutzt, also die Frauen dieser Generation wurden dazu benutzt, die Dauerehe abzuschaffen. Dauerehe abzuschaffen. Also wir mussten über Schlagertexte, über die selbst gelebte Erfahrung dann und die Ansprüche, die da an uns gestellt wurden, in dem, was da sogenannte freie Liebe genannt wurde, mussten wir lernen für die Gesellschaft, dass es die Scheidung gibt, dass die ganz selbstverständlich ist. Die war es ja nicht vorher. Also die österreichische Geschichte ist ja eine einzige Auseinandersetzung um die Ehe. Das wird auch nicht genügend beschrieben. Der Kaiser Franz Josef hat nochmal in den Konkordaten sein Volk an Rom ausgeliefert, also jedenfalls Cisleitanien. In Ungarn gab es die Scheidung immer. Und dieses Nicht-Los-Kommen von diesem einmal geschlossenen Vertrag, der auch von der Kirche beherrscht, das Privatleben des österreichischen Mannes übernommen hatte und ihn vollkommen unfrei gemacht hat. Das ist die dunkle Wolke, die immer beschworen wird, die wir in der Literatur finden, aber nicht bewusst. Das ist das, was mir für jetzt zu denken gibt, dass wir die dunklen Wolken zwar spüren, aber oft nicht genau sagen können, was sie sind. Und das können Sie in der Literatur des 19. Jahrhunderts und um 1900 ganz deutlich lesen, ist die daraus entstandene Depression der Unfreiheit jetzt mal des Mannes. Wir reden jetzt mal noch nicht über die Frauen, die das betrifft. Selbstbefreiheit jetzt mal des Mannes. Wir reden jetzt mal noch nicht über die Frauen, die das betrifft. Und es ist ja auch so, dass der österreichische Mann 1866 in die allgemeine Werbpflicht gebunden wird und 1908 erst das Wahlrecht bekommt. Das ist auch etwas, was ich mir überlegen würde als Geschlecht. Und das ist nun jahrhunderte Wirkung. Die Erste Republik ist letzten Endes an den Ehegesetzen gescheitert, weil die christlich-sozialen die Scheidung unter keinen Umständen zulassen wollten, während die Sozialdemokraten sehr wohl eine Vorstellung hatten. Vorstellung hatten und das damalige Parlament über diese Diskussionen sich auseinandergesprochen hat, also wo die Linien, die Gräben wurden, über diese Familienrechtsfragen. Das heißt, es ist etwas, was unglaublich wichtig ist, was es anderswo nicht so ist. Also in Ungarn konnte man sich immer scheiden lassen, die Kronländer hatten verschiedene Lösungen, es war Cisleitanien, also deutsch sprechende Österreich, das unter diesen Konkordaten gefangen genommen wurde und es sind schon dann immer so Gefangenschaften, wenn die Bestatung so erfolgt. wenn die Bestatung so erfolgt. Und nun, wie gesagt, kommen die Nazis, lösen das Eherecht auf. Ein arischer Mann sollte, das ist die Vorstellung dahinter von Sexualpolitik, ein arischer Mann sollte jede arische Frau haben können und es sollte keine Grenzen geben, es sollten nur die Kinder irgendwie halbwegs ordentlich erzogen werden, also von der Frau aufgezogen werden und die war dann auch die Ehefrau, aber es gab eigentlich eine Vorstellung von Vielweiberei, die da ausgebrochen war und nicht anders ist es dann gekommen mit den Scheidungsrechten in Österreich in den 70er Jahren, wiederum Kompromisse zwischen der christlichen ÖVP und den Sozialdemokraten, die sehr verschiedene Vorstellungen hatten, was Frauen sein sollten. Dazwischen wurden die jungen Frauen schon mal dazu verwendet, dazu verwendet, beispielhaft diese Ehe endgültig aufzulösen und in freie und offene und nicht geschützte Beziehungen mit jedem Mann, der um die Ecke kommt. Himmler hatte eine Gruppe, die das besprochen hat, ein Komitee und heute erinnert mich das sehr danach, dass die da auch irgendwie entsprungen waren von da. Eine wüste Zeit. Und das weißt du nicht, während du lebst. Und du weißt es aber doch. Und ein Roman kann das heben. Ein Roman kann dieses Wissen-Nicht-Wissen beschreiben, was die Soziologie nicht kann. Und deswegen halte ich ja den Roman für die absolut, die Lebensbeschreibung geht nur über diese Form des Einzelfalls. Und ich würde mir wünschen, dass das, die Literatur war ja, ist ja der Ursprungstext auch der Naturwissenschaften und der Sozialwissenschaften, dass das dorthin wieder zurückkehrt, weil es eben alles, weil alle, auch die kleinsten Andeutungen, die aber dann wiederum eben gelebt werden müssen, da sind und noch nicht, dass im Nachhinein einer, zum Beispiel einer soziologischen Diagnose, also die kann ich jetzt vorlegen, aber es musste ja gelebt werden, es war unglaublich schmerzvoll und in diesem unbewussten Auftrag nun jetzt diese Frage zu erledigen, was in den Romanen enthalten ist und ich jetzt irgendwie eben durch die Zäsur auch sehen kann. Ohne Pandemie würde mir das auch nicht so klar sein, glaube ich. Ja, wobei der Roman, das kann ich sagen, da wir das Buch ja natürlich jetzt leider nicht vollständig besprechen können, aber das ist ein ganz wichtiger, eher abschließender Komplex, wo es um die Leistungsfähigkeit, wenn man so will, des Romanes geht, auch um die Möglichkeit über Bewusstseinsstromtechniken, wie Sie sagen, innere Welten zu entwerfen und auch in ihrer widersprüchlichkeit vorzuführen ich würde gerne zu einem anderen punkt zurückkommen der bei ihnen jetzt glaube ich angeklungen ist wenn ich das richtig verstehe zeigen sie ja auch das vermeintliche fortschrittliche vermeintliche emanzipationen wenn man so will unter umständen gar keine sind weil sie anderen macht strukturen oderintentionen gehorchen und denjenigen oder diejenige, die vermeintlich emanzipiert wird, in bestimmter Weise eigentlich verliert und nicht gewinnt. Das ist etwas, was ich mir als Junge, was ich mir wünschen würde, dass junge Personen das sich sehr genau überlegen, was da in dieser selbstquälenden Leistungsabforderung, die in diesen Generationen gerade herrscht, was das bedeutet und was da alles nicht möglich ist. Aber es ist natürlich kühn gesagt, es muss ja immer zuerst gelebt werden und dann kann es gesehen werden. Es wäre schön, wenn wir wirklich mehr also das Bild ist, es wäre am besten, wir würden uns trennen und dann heiraten. Dann wäre das wahrscheinlich eine gute Basis für eine lange Zeit. Das ist der Kontext des Zusammenlebens, aber was ich gesagt habe, das ist ein bisschen abstrakter. Das zeigen Sie auch an künstlerischen, ästhetischen Avantgarden, bisschen abstrakter, das zeigen sie auch an künstlerischen, ästhetischen Avantgarden, wo zum Beispiel auch Thomas Bernhardt genannt wird mit dem Ignoranten und dem Wahnsinnigen und dem vermeintlichen großartigen Skandal damals. Es war ein Skandal, aber ob der jetzt so befreit oder so eine neue Ära des Theaters dann bedeutet hat, das ziehen sie ein bisschen in Zweifel. Die Salzburger Festspiele haben sich erfrischt. Die haben das Das ziehen Sie ja ein bisschen in Zweifel. silbernen Haaren und so. Und da ist nichts niedergerissen worden, da war keine Revolution, da ist nichts kaputt gegangen. Im Gegenteil, die Karrieren sind ganz wunderbar aufgeblüht. Und das ist schon das, was in der österreichischen Kultur ein Problem ist. Und ich würde mir eine andere kulturwissenschaftliche Aufarbeitung, zum Beispiel auch der Literatur der 70er Jahre, weil die Personen, die untergegangen sind und sich umgebracht haben, ja auch dann wirklich verschwinden. Da gäbe es eine Pflicht, die Vielstimmigkeit anders hervorzuholen, weil diese Avantgarden der 50er, 60er, die dann in den 80er Jahren richtig reich geworden sind und ihre Schlösser gekauft haben, das sind ja Ellbogengeschichten und Komplizenschaften mit dem Markt und Sammlern. Und das ist eine sehr mitleidlose Geschichte und auch die Thomas Bernhardt-Geschichte ist eine harte, mitleidlose Ausbeutung eher von ihm, würde ich jetzt mal sagen und Peimann tritt ja in Wien wieder auf und ist ein Kolonialist allergrößter Sorte gewesen, der Wien davon befreit hat, sich mit sich selbst zu beschäftigen. Und diese Riesenlücke durch die Arisierung mit Deutschland wieder überdeckt hat, was schon ein bisschen grauslich ist. Einen Punkt wollte ich auch noch ansprechen, auch von diesem einleitenden Abschnitt aus Ihrem Buch. Das ist ja etwas, was mich auch an Ihrer Literatur sehr fasziniert, weil man auch viele Hinweise auf kulturelle Zeugnisse, Beispiele, Autoren, Autorinnen natürlich auch aus anderen künstlerischen Artikulationsformen erhält, die dann aber bei Ihnen ganz anders gelesen werden. Sie haben da eine Oper, die übrigens eine ganz selten ges gelesen werden. Sie haben da eine Oper, die übrigens eine ganz selten gespielte, es gibt auch nur eine einzige CD-Einspielung, die zugänglich ist, Ariane in Kreta, also die Ariadne-Geschichte eigentlich von Minutauos und so weiter, die auch, wenn man ein bisschen über Handel liest, auch eine Geschichte der Zelebration der Liebe ist, nicht? Also am Ende gibt es ja dann auch zwei Hochzeiten und die Liebe überwindet alles gewissermaßen. Da geht es aber nicht nur um eine Relektüre dieser Oper, wenn man so will, sondern auch um Rezeption, um eine Spaßkultur, wenn man so will, also um eine Integration dessen, was daran vielleicht widerständig sein könnte, durch die Inszenierung in eine Unterhaltungskultur. Sie haben das offensichtlich damals erlebt, diese Inszenierung, wo das Ganze, wenn ich das so sagen will, auch ein bisschen verzwergt wird, wo alle Widersprüche niedergebügelt werden und eigentlich das, was an vielleicht auch subversivem Potenzial in Literatur oder Kultur, Kunst aus vergangenen Jahrhunderten enthalten sein könnte und was man freilegen sollte durch diese Rezeption im Sinn der Konsumindustrie einfach geleugnet wird und nicht mehr zutage tritt. Ja, und das ist Comedy. Und ich habe, weil so viel Zeit ist, eine Privatstudie der US-Comedy seit den 70er Jahren begonnen. Und das ist aber da schon in diesem Beispiel drinnen. Also den tragischen Augenblick dem Lachenpreis zu geben, und das ist ja hier der Fall, ist, glaube ich, ein schwerer Missgriff. Also ich würde, ich denke drüber nach, ich schaue etwas an und es wird gelacht, wenn eigentlich geweint werden müsste oder eine Identifikation mit der leidenden Person Basta Kieten, ist es immer nur tragisch und trotzdem wird gelacht. Und da komme ich wieder, und das ist die Pandemie für mich auch, diese vielen vorsprachlichen und frühsprachlichen Erinnerungen, die plötzlich im Raum stehen, als wären sie wirklich da. Das ist schon unheimlich, dass du, ich sitze in diesem Zimmer und auf einmal sehe ich vor mir wie in Plastik diese Szenen. Mein Vater hat diese ganzen frühen, also diese Stummfilme mit Laurel Hardy und ich weiß nicht was, hat er Freunden und den Kindern vorgeführt und ich war da sicher nur drei Jahre alt oder noch kleiner. Und ich kann mich genau an die erinnern, wo ich gesessen bin, aber ich weiß, dass ich mich fürchterlich gefürchtet habe immer. Wenn da die Leiter gedreht wurde und Hardy wieder umgeworfen wurde. Und was ja auch richtig ist, weil es ist schon Verletzungsgefahr unterwegs. Und diese Inszenierung des tragischen Augenblicks ist ein Problem, glaube ich, für eine Kultur. hat wahrscheinlich mit diesem Lachen was zu tun, weil es keine Ernsthaftigkeit gibt und die Moral damit eigentlich hinausgelacht wurde. Es ist eine antiethische Maßnahme, sich mit Lachen über das Alles hinweg zu bewegen. Und Saturday Night Live ist zwar immer, was man heute Vogue nennt, aber im Grunde genommen gibt es auch sehr grausame Einschlüsse immer noch. Und es wird mit der Selbsterniedrigung immer noch Comedy gemacht oder weiterhin, vor allem die Frauen machen das sehr stark. Und da passiert etwas, was wieder die totale Einpassung in die postneoliberalen Umstände sein wird. Und die Frage nun der Klimapolitik, die dann ja wahrscheinlich auf der Pandemie-Politik aufsetzt und uns nochmal andere Beschränkungen bringen wird, wird da auf eine andere Art vorbereitet, als das bei uns der Fall ist. Und das finde ich interessant und schwierig. Und habe das auch bei meinen eigenen Stücken oft erlebt, dass an Stellen gelacht wird, wo ich eigentlich gemeint habe, dass es besonders traurig ist. Und das kann ja Verlegenheit sein, aber dann denke ich mir oft auch nicht. Und das ist etwas, worüber nachgedacht werden muss, wann sollen wir lachen und wann sollen wir weinen. Über Ihre Stücke schreiben Sie auch immer wieder, die werden genannt. Ich nehme an, Sie meinen die Stelle mit New York, New York, wo dann eben die Inszenierung, die ich auch gesehen habe damals, dann genau das, was Sie eigentlich zeigen wollten, das Schreckliche. Da gibt es auch das Wort vom Kosmos der Pflege, den Sie verwenden, um weibliche Sozialisation letzten Endes zu beschreiben oder eine bestimmte Sorte von Aufträgen, wie Sie gerne sagen, die im weiblichen Leben implementiert werden. Na ja, Kosmos der Pflege, das ist für mich eine Möglichkeit, vom Feminismus wegzukommen, als dieses schmale Etikett, das dann schon gar nichts mehr bringt. als dieses schmale Etikett, das dann schon gar nichts mehr bringt. Und es ist der gesamte Bereich, in dem gelebt wird, in dem ja auch jeder Präsident der Vereinigten Staaten zurückgeht und sein Frühstück isst. Und das kommt von irgendwo. Und das ist ein Kosmos, aus dem heraus der Kosmos der Öffentlichkeit sich entwickelt, der aber nicht eingebaut ist in die Öffentlichkeit. Und hätten wir den Kosmos der Pflege akzeptiert und gleichberechtigt eingebaut, hätten wir die Pandemie nicht. Wir hätten andere Spitäler, die Pflege wäre anders organisiert, wenn das Leben sich um die Kinder organisieren würde und von daher alles gedacht wird, wir hätten eine völlig andere Welt, es wäre die Nachhaltigkeit kein Problem. Und das ist genau der Punkt, und das ist jetzt nicht Mann-Frau, nicht nur, es ist stark, weil der Kosmos der Pflege ja die unbezahlte Arbeit der Frauen größtenteils weltweit ist. Aber es ist auch das, wo die Männer herkommen, wo die Macht geboren wird und die Kinder ja in irgendeiner Form halbwegs so erzogen werden müssen, damit sie zumindest als Soldaten funktionieren, was ja zum Beispiel eines der Erziehungsziele der maritimischen Reformen war. Und da müsste es ganz anders gedacht werden und das wäre eine Gleichberechtigung von noch mal ganz anderer Art und das Leben wäre ernst genommen. Sie haben das Wort Leben ja dann auch immer in diesem Zusammenhang verwendet. Das ist, wenn man so will, wenn ich das richtig verstehe, die utopische Seite. Aber es gibt ja natürlich auch die Art und Weise, diesem Bereich der Pflege dann nur dem weiblichen Leben zuzuordnen, es nicht zu entlohnen, wie Sie gesagt haben. Und ich bin darauf gekommen, eben wegen dieser Frau Horvath, die ja dann den Prometheus pflegt und die größten Grausamkeiten mit scheinempathischen Ausdrücken versieht, aber in Wirklichkeit absolut nichts tut und zuschaut. Und das ist globalisierte Unterhaltungsindustrie und ist kein Glück. Also Medienkritik auch, wenn man so will, auch Wahrnehmungskritik im Bereich der Kultur. Wir waren bei Ihrer Wiederaufnahme, Relektüre, Umschreibung, wenn man so will, bekannter Stoffe. Vielleicht können wir da eine zweite kleine Lesephase einschieben, denn Sie haben ja nicht nur den Roman thematisiert in Ihren Vorlesungen, wo es dann übrigens einen kleinen Poser-Text über Fabian gibt. Fabian, der Kanzler. Immer wenn ich über Kurz was schreibe, also wenn Kurz seine Rolle spielt, schon bei Flammenwand war der Skandal, dieser war der skandal da der skandal weg war flammen waren wenn ich das so sagen dafür die dies nicht kennen das ist ja auch insofern ein ganz eigentümlichern positiven sinn roman als es da auf der einen seite diesen fiktionalen langen teil gibt und hinten eine ganz präzise chronologische zeit tafelhafte nachzeichnung dessen wie sie hier, was nicht gesagt wird, aber den Hintergrund des Textes bildet, nämlich der österreichischen Politik dieser Zeit. Ja, und grauslich genug ist es. Nein, zusammengeschrieben, das ist der schwierigere Text gewesen, dem gerecht zu werden, dass es diese Klarheit hat und nicht, dass ich aus dem Text vollkommen verschwinden muss. Und das muss ich ja im Roman dann nicht. Und jetzt lesen wir diese Szene. Sie haben, kann man vielleicht vorweg sagen, wenn ich das richtig rekapituliere, Sie haben ein Angebot, wir waren dort schon mal, dass Salzburger Festspiele bekommen, bei einem Reigenprojekt mitzumachen, bei einer Neuschrift von Schnitzlers Reigen, wobei Schnitzler und übrigens auch Stefan Zweig ja bei Ihnen auch auftreten als diejenigen, wo diese Widersprüche der Jahrhundertwende auch zwischen den Geschlechtern, die Sie angesprochen haben, ganz besonders Literatur gewesen seien und womit man sich auch zu beschäftigen habe. Und im Fall des Reigen kommt noch ein Dritter dazu, nämlich Hugo von Hoffmannsthal, von dem ja die Hauptfigur des Schwierigen stammt, der Hans-Cari Bühl, der ja in einem anderen Text auch schon eine Rolle gespielt hat bei Ihnen und dort als Art Yeti auftritt und Touristen... Ja, der muss sein Geld verdienen, das Schloss ist weg und er arbeitet als Yeti mit so großen Gummifüßen, geht da und macht die Spur für die Touristen, Touristinnen. Übrigens ist es ein Stück über Trump eigentlich, lange bevor es Trump da gab. Bevor es Dengen so gab. Weil es über Immobilienmacht geht. Und ja, diese Hoffmann-Saal-Figuren, die treffen wir ja auch manchmal in Wien oder sogar mittlerweile öfter. Ich glaube, dass unser neuer Kanzler, werden wir noch herausfinden, wer in der spielt. Da bin ich noch nicht ganz sicher. Und er hat auch das singen deutsch das wird dazu brauchen reigen versuche ist der text gelesen sie den nebentext also den autorinnen text sie sehen das ist ungeprobt ja also wir reigen versuch ja es ist die geschichte ich gebe es den salzburger festspielen nicht ich habe es geschrieben um es ihnen nicht zu geben als ich habe große problem Probleme mit diesem Blablabla, muss man gar nicht aushaben, aber ich dachte mir dann, es ist sportlich, den Text zu schreiben und dann nicht zu geben. Und im Stifterhaus aufzuführen. Und im Stifterhaus, und die Dramaturgin ist wirklich mehrfach gekommen, es war ganz rührend und es war sehr bestätigend und das reicht ja. Reigen versucht, die Schauspielerin Gertrud, also das ist die Szene vom Grafen und der Schauspielerin im Reigen. Die Schauspielerin Gertrud Harmer, nicht jung, der Graf Karl Bühl, nicht jung. Hotelzimmer, eine Glaswand zum Badezimmer nach links, das Panoramafenster in der Mitte hinten, Berglandschaft, Tür zum Gang nach rechts, das Doppelbett in der Mitte zum Fenster, ein hohes Kopfteil verbirgt, was im Bett geschieht, Fotos rechts und links des Panoramafensters, Morgenstimmung. Beide tragen Hotelbademäntel, nervöse Stimmung, Unsicherheit, was der oder die andere Person eigentlich will. Karl Bühl spricht in den Hörer des Haustelefons. Gertrud Silhouette ist im Badezimmer zu sehen. Darjeeling. Okay, dann Earl Grey. Aber dann Milch, bitte. Und sonst? Für dich Kaffee? Gertrud kommt aus dem Badezimmer. Jetzt? Frühstück? Karl nickt, schaut sie fragend an. Ja, Kaffee und ein Croissant, wenn Sie das haben. Croissants? Geht das? Ja. Nein. Ja. Weiche Eier? Danke. Nein. Karl legt auf, lacht. Er geht zum Fenster, schaut hinaus, setzt sich auf den rechten Foto. Gertrud geht wieder ins Badezimmer zurück. Sie frisiert sich. Du musst dich nicht schön machen. Und frisiert frühstücken. Das wäre ja noch schöner. Du musst dich dann aber wieder neu frisieren. Das werde ich schaffen. Gertrud setzt sich auf das Bett, steht auf, setzt sich auf den linken Foteuil, steht auf. Sie geht ins Badezimmer, kommt heraus. Sie geht entschlossen zu ihrem Koffer, sucht, nimmt ein Manuskript heraus, sie sucht eine Seite und überreicht Karl das Manuskript, setzt sich in den Linkenfodö. Frag mich ab. Was spielst du denn da? Eine Prostituierte. Ja, eine alte Prostituierte, die es satt hat mit den Männern. Eine ältere, eine nicht mehr ganz junge Prostituierte. Na, jedenfalls hat sie es satt. Schau, da steht Gertrud geht zu Karl und sucht eine Stelle im Manuskript, liest vor. Sie herrscht den Mann an. Ist das nicht großartig? Herrscht. Ich habe das schon ewig nicht mehr gehört. Anherrschen. Und? Kannst du es? Was? Einen Mann anherrschen? Na, aber sicher. Und ich verstehe es auch. Stell dir vor, ein Leben lang das machen. Aber wo kämen wir dahin, wenn die Prostituierten die Männer anherrschen? Oder die Putzfrauen, die Hausfrauen? Oder die 24-Stunden-Hilfen, ihre Schutzbefohlenen? Und die bekommen gleich einen Herzinfarkt, verschreckt die armen Schutzbefohlenen. Peinliche Pause. Es wirdarkt, verschreckt die armen Schutzbefohlenen. Peinliche Pause. Es wird an der Tür geklopft. Karl geht und sucht Geld aus seinem Sakko im Kasten. Dann geht er an die Tür. Ein Servierwagen wird hereingeschoben. Karl übergibt das Trinkgeld und schiebt den Servierwagen vor das Fenster. Jetzt habe ich mich umsonst frisiert. Entschuldige, ich wollte dir den jungen Kellner nicht vorenthalten. Eine prachtvolle Aussicht. Die Berge, ja. Wir könnten länger hierbleiben, wandern ein bisschen, im Freien. Was hast du eigentlich gemacht im Lockdown? Ich war am Land, da merkt man es nicht so sehr. Ich bin auch immer gelähmt davon, ich habe alles verloren. Na alles, meine Liebe. Immerhin. Wir sitzen hier wieder und... Ja, was denn? Wir sitzen hier wieder und... Ich habe mich sehr gefreut, dass wir einander so über den Weg... Wirklich. Ich habe mir gedacht, dass wir eigentlich... Eigentlich haben wir doch nie... Wir haben nie Schluss gemacht. Eigentlich. Eigentlich haben wir doch nie, wir haben nie Schluss gemacht, eigentlich. Das stimmt. Wir sind auseinandergesickert. Aber es war auch so schlimm von uns, die arme Helene. Ja, aber du hast ja gar nicht alles verloren. Du hast doch diese Rolle, sagst du. Aber keiner weiß, wann so ein Dreh wieder stattfinden kann. Verstehst du? Mit dem Theater, das ist vorbei für mich. Ich meine, und weißt du, auf der Bühne, ich habe immer schon daran denken müssen, dass ich den Atem von all den Leuten im Publikum selber einatmen muss. Und jetzt? Komm, wir wollen positiv sein. Sag, spielst du gerne eine Prostituierte? Diese? Ja, doch. Ist doch immer lustig, die Erwartungen. Man kann sich besser eine Person vorstellen dann. Da wirst du recht haben, auf eine gewisse Art. Es ist schwieriger, sich normal aufzuführen, als aus der Rolle zu fallen. Wahrscheinlich. Wollen wir normal sein oder sind wir das schon? Meine Liebe, das geht alles nicht so schnell. Entschuldige, aber worauf warten wir denn? Wir warten doch, oder? Ich habe, seit wir hier angekommen sind, habe ich das Gefühl, dass wir warten. Karlstadt lächelt vor sich hin, Gertrud setzt auf dem Bett. Liegt es an mir? Karl schüttelt den Kopf. Okay, wenn es nicht an mir liegt. Sie steht auf, nimmt das Manuskript, sucht, liest vor. Die Kommissarin kommt an die Straßenecke. Das Ganze spielt in Berlin, also diese Kommissarin kommt gerade, wenn Helga Hauke einen Mann anschreit. Helga Hauke steht am Fenster eines Autos und schreit ins Auto hinein einen Mann an. Kindersitz, Kindersitz, das kommt aufs Doppelte, das Dreifache. Hören mal, Alter, den kannst du herausnehmen. Hörst du, du Perversling, muss ich dankbar sein, dass du dein Kind nicht mithast? Die Kommissarin unterbricht, sie zeigt der Frau ein Foto. Kennen Sie diesen Mann? Chill out, schreit die Prostituierte die Kommissarin an. Ich bin mit dem noch nicht fertig, herrscht sie die Kommissarin an. Ah, siehst du, sie herrscht die Kommissarin an, aber den Mann auch. Der Mann steigt aus dem Auto. Was soll denn das? Die Kommissarin, Sie fahren hier weg. Warum soll ich? Weil ich mich sonst an den § 30 Absatz 1 der StVO erinnere und sie wegen Unnützen hin- und herfahren belange. Die Prostituierte schreit nun die Kommissarin an. Der fährt ja gar nicht hin und her. Haben Sie nichts Besseres zu tun? Ich kenne Ihren Kerl da nicht. Haben Sie genau geschaut? fragt die Kommissarin. Und so geht das weiter. Ich muss Dialekt machen. Berlin, das kann ich. Wiener, viele mir leichter. Aber was für ein Vergnügen, so einen Kerl einmal richtig auszuschimpfen. Das ist nämlich wirklich so in der Kurfürstenstraße. Da fahren die Freier wirklich mit den Kindersitzen im Auto herum. Mit Kindersitz auf den Kinderstrich. Scheußlich, was? Sehr scheußlich, wirklich. Du bist reich geworden, oder? Das Geld ist langweilig. Das will immer nur zum Geld. So richtig reich, oder? Wieder Ratlosigkeit. Gertrud sucht nach einem neuen Gesprächsthema. Karl schaut vor sich hin, dann plötzlich, er steht auf und zieht Gertrud aufs Bett. Gertrud lacht. Diese gewisse Pause, wie wir sie aus dem Reigen kennen. Gertrud putzt sich die Zähne, Karl sitzt im linken Foteu, er gießt sich Tee ein. Nach langem Putzen kommt Gertrud aus dem Badezimmer. Sie setzt sich in den rechten Foteu. Sie holt einen Medikamentenschachtel aus der Tasche ihres Bademantels, legt sie auf den Servierwagen. Kein Frühstück? Ich fände es besser, du hättest es mir gesagt. Es ist ja nicht so, als hätten wir eine Liebesgeschichte. Wer weiß das schon? Ich. Wirklich? Ich. Keine Kitsch, bitte. Gertrud beginnt sich anzuziehen, Karl schaut zu. Da war nur eine Tablette verbraucht. Ja. Verwendest du das oft? Mhm. Das heißt, du hast das ausprobiert, mit mir, ja? Das heißt, du hast das ausprobiert, mit mir, ja? Das ist logisch, ein Experiment mit der Schauspielerin, die für ihre experimentelle Arbeit bekannt ist. An so etwas habe ich im Traum nicht gedacht. In Träumen wird ja auch nicht gedacht. Findest du. Ich dachte, Träume sind reines Denken. Das hilft im Bett nicht viel. Ich verstehe deinen Unmut. Ich mache es gut. Wirklich. Da gibt es nichts gut zu machen. Da gibt es nur verlorene Zeit, vertane Zeit. Wie kannst du mir das zumuten, nicht als Experiment zu benutzen? Und jetzt fährst du in die Tschechei, dein altes Schloss hast du ja wieder. Und irgendeine Sonja oder Tanja, du musst es nur besser verstecken. Im Safe, so ein Schloss, da gibt es doch immer ein Safe, weil die Diebe sollen Schloss umstreifen, Diebe sind doch dazu da Schlösser zu umstreifen, weil da Reichte immer zu stehlen sind, Schlösser brauchen Diebe, das ist auch so ein Gesetz und für dich, für dich ist dann halt so eine Schachtel wie Agathe Reichtum du weißt schon, dass das ganz normal ist ja, das nimmt jeder dritte Mann über 65 halt die ganze Corona-Risikogruppe und es hätte mich nicht gestört ich hätte es irgendwie Ja, das nimmt jeder dritte Mann über 65. Halt die ganze Corona-Risikogruppe. Und es hätte mich nicht gestört. Ich hätte es irgendwie süß gefunden, dass du das für uns machst. Aber so heimlich? Aber wahrscheinlich musst du das heimlich tun, damit du dir normal vorkommst. Bist du dir nicht. Kannst du nicht einmal ehrlich, ganz eine Person heimlich Viagra nehmen. Das ist doch dann eine heimliche Erektion. Ist dir das nicht zu blöd? Aber nein, das ist es euch nicht. Euch, ihr, du. Du, Gertrud. Ich würde dich jetzt schon sehr wollen. Ah, das ist immer noch die blaue Pille. Das reicht dir jede. Das meint nicht mich. Aber das muss doch ich wissen. Chemisch verbesserte Personen können nichts wissen. Was bist du und was ist dieses Mittel? Ich frage dich. Du musst mich nicht gleich vernichten. Was hast du mit mir gemacht? Wenn du mich so anhörst, Gertrud, Frieden, bitte Frieden. Ja, okay, herrsch mich an, ich habe es verdient. Ach geh, fahrst dein Schloss und versteck dein Viagra besser. Ich habe für so etwas in meinem Leben keine Zeit, wirklich. Ja, herrsch mich nur an. Aber bleib da. Ich mag mich halt nicht so schnell ans Sterben gewöhnen. Und was hat das mit mir zu tun? Die Helene ist doch schon so lange. Und du warst doch ihre beste Freundin. Karl, das war ja das Problem damals. Aber ich habe dich immer schon gern gehabt. Du hast es nicht lernen müssen. Oder nicht können. Du musst dir eine suchen, die etwas von dir braucht. Ich wollte dich nicht treffen. Das nehme ich jetzt wörtlich. Jetzt sei nicht schwierig. Das ist doch alles auch nicht leicht für mich. Schatzl, mach's gut. Nein, schau nicht so, es ist nicht wichtig. Du kannst mich doch jetzt nicht allein lassen. So einfach. Wirklich. Ich möchte aufrecht, ist das das Wort? Ich glaube, ja, ich möchte aufrecht untergehen, verstehst du? Ist das nicht ein bisschen sehr dramatisch? Siehst du, nicht einmal das musst du begreifen. Verstehst du denn nicht diese Seuche? Weißt du, ich lese alle Berichte, wie die Pest die Welt verändert hat, was da geschehen ist damals und immer wieder. Aber ich kann nichts lernen daraus und die anderen auch nicht offenkundig. Es ist ein Untergang, es ist der Untergang, unser Untergang, die Welt. Wer kann das schon wissen? Willst du nicht wenigstens deinen Kaffee trinken? Der ist doch kalt geworden. Sie geht, er bleibt sitzen. Ja, soweit dieses Stück, das die Salzburger nicht sehen werden. Reden wir vielleicht noch ein bisschen über das, was kommen wird, was wir lesen werden. Sie arbeiten an einem neuen Projekt, das wieder in Richtung Prosa geht, oder ist das auch Theater? Nein, das ist Prosa und mehr Montage, glaube ich. Und das erste Mal seit 30 Jahren, glaube ich, muss ich das Material hinschreiben. Das ist natürlich heilsam, weil es immer gut ist, wenn 30 Jahren, glaube ich, muss ich das Material hinschreiben. Das ist natürlich heilsam, weil es immer gut ist, wenn eine merkt, dass es nicht so geht und sie neu anfangen muss. Und es wird die einfache Geschichte sein von einer Mutter und einer Tochter, die eigentlich eine Fernsehserie anschauen und wir lernen die verschiedenen Gedanken dieser Personen kennen. Es wird die Frage, was eine junge Person heute, wie sich das für sie ausgeht, wird untersucht. Das ist ja eine Forschungsarbeit. Die Verzweiflung der älteren Person, das ist eine Übersetzerin, die sehr ähnlich wie ich nicht mehr so viele Jobs hat und übersiedeln muss. Es werden die Veränderungen aufgearbeitet. Ich weiß nicht, wie es bei Ihnen ist, aber in meinem Bekanntenkreis hat Covid zu mehreren Scheidungen und anderen Umwälzungen geführt. Kinder sind ausgezogen, zurückgezogen, also es hat schon nochmal eine andere Schichtung sich ergeben. Das ist auch interessant und ich muss für das Ganze eine Wüste-Fernsehserie selber schreiben, Fernsehserie selber schreiben, die eine Mischung aus Josephine Baker und Edith Piaf sein wird. Und da mache ich mir jetzt mal eine schöne Zeit. Wir sind gespannt, wünschen Ihnen vor allem wirklich diese schöne Zeit, auch wenn es vielleicht nicht so ganz einfach wird wieder für Sie auch. Vielen Dank, dass Sie da waren. Vielen Dank natürlich für die Lesung und für das Gespräch, Marlene Stereowitz. Ich bed vielen Dank natürlich für die Lesung und für das Gespräch, Marlenes Dreowitz. Ich bedanke mich für die Lesung. Und ja, wir wünschen Ihnen alles Gute, wir freuen uns natürlich schon wieder, wenn wir Sie hier wieder sehen können, begrüßen dürfen, auch im Namen des Stifterhauses kann ich das sagen, aber du wirst vielleicht auch noch etwas sagen zum Abschluss. Ich wünsche Ihnen eine gute Zeit und vor allem bleiben Sie gesund und dann bis zum nächsten Mal hoffentlich nicht allzu spät. Vielen Dank, Marlene Streierowitz. vielen Dank, Manfred Mittermeier. Ich kann mich nur anschließen. Ich wünsche Ihnen auch noch eine gute Zeit. Ich freue mich sehr, dass Sie heute noch zu uns gekommen sind. Ich möchte noch auf den Büchertisch hinweisen. Sie können also Geschlechtszahlfall heute bei uns erwerben. Ja, alles Gute und danke und wir werden uns im neuen Jahr wiedersehen. Danke, Wiedersehen.