Was wäre das für ein Gastgeber, wenn er seinen Gast auf dem Trockenen Sitz liese? Das geht natürlich gar nicht. Sehr geehrte Damen und Herren, herzlich willkommen zum Kepler-Salon heute Abend. Chemie, ein Mann an der Schnittstelle zwischen Ökonomie und Biologie, Chemie, der Lösungen für die bestehende Problematik, in der wir uns als Gesellschaft befinden, aufzeigen kann und die auch chemisch mit verschiedenen Mitteln beherrschen kann. Ein Mann, der weiß, wovon er spricht, Herr Professor Schöfberger, herzlich willkommen im Kepler-Saal. Dankeschön. Danke sehr. Sie wissen, Damen und Herren, dass die Risiken im Klimawandel liegen, dass die Problematik in einer nicht vorhandenen Kreislaufwirtschaft liegt, da draußen in der Welt und dass es hier im Sinne der Bioökonomie Lösungen geben wird müssen. Und über die wollen wir uns heute unterhalten. Es geht um nachhaltige Technologien. Und wer könnte da besser darüber sprechen als Professor Schöfberger, der seit 2006 an der Kepler-Uni in Linz unterrichtet. Studiert hat er Technische Chemie an der Technischen Universität Graz. Dort promovierte er auch. Er war dann später Postdoc in New York und arbeitete dort am Metropolitan Museum of Art, wo sein Chemiker im Kunstmuseum macht. Das wird er uns dann noch erzählen. Und eben seit 2006 in Linz, wo er sich habilitiert hat im Fach Bioorganische Chemie. Sein Team erhielt, damit Sie auch sehen, dass hier ein Kapazunder am Werke ist, für verschiedenste Katalysatoren zur Umsetzung von CO2, den oberösterreichischen Landespreis für Innovation. Herzlich willkommen noch einmal bei uns und bitte um Ihren Input. Danke schön. Zuerst möchte ich natürlich dieses label daher zeigen ich bin mitglied der scientists for future und wir unterstützen natürlich stark die freude ist für future bewegung und möchte ihnen da hier aber fly Flyer austeilen. Wenn ich das schaffe. Bitte. Es gibt... Geben Sie es durch. Wie es in der Vorlesung ist. Genau. Es gibt spannende Vorträge, Veranstaltungen. Es gab letzte Woche den Klimastreik, wo auch die Scientists for Future teilgenommen haben. Vielleicht finden Sie auch einmal Zeit, da mitzugehen, mitzudemonstrieren. Es ist ziemlich an der Zeit und wie man gestern bei den Wahlen gesehen hat, vielleicht hoffentlich, ich bin nicht ganz sicher, ob die oberösterreichische Landesregierung da die Maßnahmen setzt in den nächsten sechs Jahren. Ich hoffe zumindest, aber über das können wir dann später diskutieren. Vielleicht kurz die Einstiegsfolie sehen Sie da jetzt von Ihnen aus links. Die Einstiegsfolie sehen Sie da jetzt von innen aus links. Das ist ein Kunstprojekt von Oliver Ressler, ein Österreicher, wohnhaft in Wien. Reclaiming Abundance, Wohlstand reklamieren, barricading the ice sheets, vielleicht haben sie Zeit nach Graz zu fahren, Kamera Austria, diese Ausstellung läuft bis, glaube ich, bis im Dezember. Dieser Künstler beschäftigt sich schon drei Jahrzehnte oder zwei Jahrzehnte mit Klima, Klimaveränderung und in dieser eine Serie von sechs Fotografien zeigt ja, wie unsere Landschaft aussieht mit Gaskraftwerken, damit wir unseren Wohlstand erhalten. Gaskraftwerk, Flughafen, Autobahnkreuz. Jetzt habe ich nur drei erwähnt, die anderen drei weiß ich nicht mehr. Aber so sieht unsere Landschaft aus. Und wenn Sie durch Oberösterreich fahren, es wird immer mehr zubetoniert und wir haben Energieversorgung und alles ist abgestimmt auf fossile Brennstoffe. Ich werde Ihnen einen Impuls für die Diskussion liefern und ich hoffe, dass es eine spannende Diskussion nachher wird. Kurze Einleitung, ich werde mir kurz noch einmal vorstellen, was wir im Labor machen an der JKU Linz. Ist irgendwas? Wir werden über Energie, grüne Energie, grüne speicherbare Energieträger sprechen, danach Ökonomie, die existierende Ökonomie und einen Lösungsansatz, die Bioökonomie. was helfen kann, uns die Bioökonomie voranzutreiben, Bio-Raffinerien dann. Und für das Ganze brauchen wir eine modernere Bildung an den Universitäten. Danach gebe ich Ihnen noch ein bisschen einen Überblick über Literatur und dann hoffentlich eine spannende Diskussion. Das sind meine Teammitglieder, also ein Teil von meinem Team. Der Sun He aus der inneren Mongolei, der hat dann studiert in Japan und ist dann nach sieben Jahren nach Österreich gekommen. Ist bei mir jetzt Postdoc, das ist nach dem Doktorat. Das ist der Dominik Grisch, Michael Haas und die Sabrina Gonglach. nach dem Doktorat, das ist der Dominik Grisch, Michael Haas und die Sabrina Gonglach. Und die Sabrina Gonglach, die ist jetzt schon fertig, die arbeitet jetzt in Thermo Fischer in Linz, ein großes Unternehmen. Das funktioniert wieder nicht. Ja, okay. Und die hat mit mir einen Lösungsansatz entwickelt. Sie hat Katalysatoren hergestellt, um Rauchgas aus den Industrien, CO2 hier, die Wolke hier, Reaktion umzuwandeln in kleine Moleküle, so wie Methanol, Ameisensäure, Essigsäure. Diese Moleküle, diese Substanzen kann man dann weiterverwenden in der chemischen Industrie. Man kann sie als langfristigen Energiespeicher verwenden, dann wieder als fürs Wohnen oder Transport verwenden, als Kraftstoff, oder aber auch für die Biotechnologie. Und das finde ich eigentlich den spannendsten Ansatz, dass man dieses, zum Beispiel die Ameisensäure oder das Methanol, dazu hernehmen kann, dass Hefe zum Beispiel die Ameisensäure oder das Methanol, dazu hernehmen kann, dass Hefe zum Beispiel wachsen kann. Dass aus dieser Hefe kann man dann Futtermittel für den Menschen oder für Tiere extrahieren, nämlich Proteine. Also man kann sagen, von CO2 kann man Proteine generieren. Das wird mein zukünftiges Projekt sein, dass wir eben direkt von dem CO2 hier, das natürlich ein Treibhausgas ist, zur Biotechnologie geht. Nächste Folie bitte. So schaut es bei uns im Labor aus. Wir haben eine Teststation da eingerichtet. Hier sehen Sie die Elektrolysezelle irgendwo sitzen. Das sehen Sie dann im nächsten Bild. Und wir leiten CO2 durch und können elektrochemisch dann Produkte generieren. Bitte das nächste Bild. Das ist diese Zelle. Das ist so eine Prototypzelle. Nächstes Bild. So kann eben großtechnisch ein, das schaut noch klein aus, Gesundheit. Das ist eine Prototypzelle, wo man gasförmiges CO2 durchpumpen kann. Und dann gasförmige Produkte generieren kann, wie zum Beispiel Ethylen oder Kohlenmonoxid oder Wasserstoff. Das ist unsere Forschungsrichtung, die nächste Folie. Und so könnte unser erstes Prototyp-Modell ausschauen, Model SL, das heißt Schöfberger Lab. Und CO2 über Solarzellen liefern wir den Strom. Hier sind diese Elektrolysezellen. Hier haben Sie, das schaut ein bisschen wie ein kleiner Dackel aus. Ist das Ethanol oder Essigsäure? Das können wir dann generieren im Flüssigen. Und im Gasförmigen bekommen wir Wasserstoff, das man auch zur Betankung heranziehen kann. Gut, das ist jetzt schnell im Überblick die Forschungsrichtung, an der wir arbeiten. Bitte nächste Folie. Man kann dieses CO2 jetzt umsetzen, wie ich erwähnt habe, zur Ameisensäure, Methanol. Man kann jetzt aber über mikrobielle Umsetzung in einem Bioreaktor dann Biopolymere herstellen, die dann abbaubar sind. Man kann eben Futtermittel erzeugen, wie ich schon erwähnt habe. Und da habe ich einen sehr ambitionierten Arbeitskollegen am WUT-Kompetenzzentrum an der JKU, den Herrn Michael Egermeier. Das ist eine geplante CO2-basierte Bio-Raffinerie, sagt man dazu. Gut, nächste Folie. Mein Vortrag oder unsere Diskussionsgrundlage ist heute die Welt neu denken. Und im Untertitel, ich glaube, ich muss noch einmal einen Klick machen, bitte. Innovation, Infrastruktur, weniger Ungleichheiten, nachhaltige Städte und Gemeinden, nachhaltiger Konsum, Klimaschutz, Leben unter Wasser, Leben an Land, Frieden und Partnerschaft zur Erreichung der Ziele. Ich finde tolle Ziele, jetzt müssen wir die natürlich auch erreichen, bitte nochmal draufdrücken. erreichen. Bitte nochmal draufdrücken. Und heute werde ich über Punkt 7, bezahlbare und saubere Energie sprechen. Bitte nochmal draufdrücken. Gute Arbeit, Wirtschaftswachstum, Industrie, Innovation und ein weiterer Klick, chancengerechte und hochwertige Bildung. Gut, bitte nächste Folie. Bezahlbare, bitte nächste Folie. Bezahlbare, saubere Energie. Bitte nächste, noch nicht, ganz kurz. Bitte gehen Sie zu dem Vortrag von Herrn Professor, bitte zurück, Professor Georg Brasseur von der TU Graz. Er wird am 29.11. sprechen über das Thema Kann Europa die Energiewende schaffen? Super Vortrag, ich habe ihn schon gesehen. Er bricht es in Zahlen runter, bringt einen Lösungsansatz, eine Hypothese, wie wir die Energiewende schaffen. Also ich bin auch hier, bin schon sehr gespannt. So, nächste Folie bitte. So sieht unsere Erde bei Nacht aus. Sie sehen hier, was ist das für ein Land, was überfliegen wir jetzt da gerade? Bitte? Italien, genau. Die Alpen, wo es dunkel ist und beeindruckend. Bitte noch einmal draufdrücken. 162.200 Terawattstunden verbrauchen wir Menschen im Jahr. Das sind 162.212 Nullen Wattstunden. Irrsinnig hohe Zahl, kann man sich nicht vorstellen. Bitte nächste Folie. Ich zeige Ihnen jetzt ganz kurz, als Wissenschaftler brechen wir das immer in Diagrammen auf und wir haben jetzt von 1800 bis 2019 hier die X-Achse und hier die energie die wir verbrauchen und sie sehen hier von 1920 der oder 1950 20.000 terawattstunden bitte und dies steigt jetzt an bis 2019 auf diese 160.000 Terawattstunden. Also ein irrsinnig hoher Anstieg. Man muss sagen, wir haben 1950 ungefähr drei Milliarden Menschen gehabt und jetzt sind wir bei 7,7 Milliarden Menschen. Danke. Danke. Und Sie sehen rechts, wie viel davonass, Renewables, Other Renewables. Nur 3,3% sind jetzt aus Renewables und wind und sonne und das ist eigentlich unser hauptproblem wir müssen weg von den fossilen brennstoffen und das relativ schnell 33,1 prozent sind öl 27 koh, Gas 24, hier sehen Sie 4 Nuklear, also relativ wenig. Deutschland wird nächstes Jahr aus der Kernkraft aussteigen, 6% Wasserkraft, 2,2% Wind, 1,1% Solar. Sie können das auch nachschauen, alles im Internet, World in Data, Sie finden dort alle Aufstellungen. So, jetzt haben wir diese 162.200 Terawatt und nur 27.000 Terawattstunden kommen vom Strom. Das sind nur 17%. Das ist viel zu wenig. Wir müssen unbedingt grünen Strom erzeugen. Dieser grüne Strom ist aber noch immer behaftet mit fossilen Brennstoffen. Zu 60 Prozent global und in der OECD, hier die OECD-Länder, ohne China, ohne Russland, ohne Indien, auch 50-50. Also hier auch stecken die fossilen Brennstoffe drinnen. So, eine kurze Analyse des globalen Energiebedarfs. Die größten fossilen Energieverbraucher sind globale Industriedienstleistungen, globale Gebäude und in wohlhabenden Industrienationen natürlich der erdölpassierende Verkehr. Das habe ich schon erwähnt, 2019, Weltenergiebedarf auch 84% fossil und nimmt weiter zu. Ein Klimakollaps scheint unvermeidbar. Defossilierung. Keine Dekarbonisierung, sondern eine Defossilierung. Weil den Kohlenstoff brauchen wir immer noch als Energiespeicher. Und der globalen Primärenergie und nicht nur der Primärenergie, sondern auch für die 17% elektrische Energie, wo auch die Fossilen drinnen stecken. Wir müssen umschichten die fossile Primärenergie, die 84%, auf die elektrische Energie. Wir müssen fünfmal mehr Belastung für die elektrische Energiesysteme schaffen. Einen Netzausbau machen, also die Netzkapazität und den grünen Strom erzeugen. Das primäre Ziel muss Strom aus nicht-fossilen Quellen sein, dadurch die Energiewende und das Verbraucherverhalten der Strombedarf rasant zunimmt, noch immer zunimmt. 2050 werden voraussichtlich 10 Milliarden Menschen auf der Erde leben, 2,5 Milliarden Menschen mehr als heute. Wie kann es gelingen, sie künftig mit Nahrung, Energie und Rohstoffen zu versorgen? Ressourcen, Erdöl, Gas und Kohle gelten als Sackgasse, da die Vorräte begrenzt sind und sie den Treibhauseffekt weiter anheizen. Bitte nächste Folie. Jetzt komme ich zu Punkt 8, gute Arbeit, Wirtschaftswachstum und Industrie. Wie können wir jetzt unsere Wirtschaft so verändern, dass das mehr nachhaltig wird? Da setzt die Forschung, Politik auch, es gibt ein Dokument des Landwirtschaftsministeriums oder Nachhaltigkeitsministeriums dazu zur zur Bioökonomie, die Politik und die Industrie bauen auf eine nachhaltige, biobasierte Kreislaufwirtschaft. Und einer der Begründer und der Begründer war Francesco Rögen in den 60er, 70er Jahren des letzten Jahrhunderts und Hermann Daly war der Schüler von Francesco Rögen. Der hat das Buch Bioeconomic Approach to Climate Change and Growth geschrieben. Die Bioökonomie setzt beispielsweise auf Pflanzen, Bioabfälle und andere biobasierte Materialien als Rohstoffquelle der Zukunft. Es geht um ein radikales Umdenken, einen frischen Blick auf den Werkzeugkasten der Natur und auf die Vielfalt der nachwachsenden Rohstoffe, deren nachhaltigen Anbau sowie wirtschaftlichen und kreativen Einsatz mithilfe moderner Forschung und Technik. Und da gibt es, also heute wird es eher so gesehen, dass die Bioökonomie eher als Weg gesehen wird, wie wir unsere Ökonomie, unsere existierende Wirtschaft ökologisieren. Das schließt grünen Wachstum und kaum veränderten Wirtschaftsstrukturen nicht aus. Vielleicht ganz kurz noch, Bio heißt eigentlich für diesen Begriff der Bioökonomie nicht die Biosphäre ist Teil der Wirtschaft, sondern die Wirtschaft ist Teil der Biosphäre und muss ihre Grenzen berücksichtigen, wenn sie dauerhaft funktionieren soll. Das ist glaube ich der Schlüsselsatz vom Schoschesko-Rögen. Bitte nächste Folie. Und da gibt es drei strenge Regeln dieser Bioökonomie, nämlich die erneuerbare Ressourcen nachhaltig nutzen, nicht erneuerbare Ressourcen zu einem Preis zu nutzen, der gezahlt würde, wenn die gleiche Leistung durch erneuerbare Ressourcen erbracht werden. Also Erdöl darf nie günstiger sein oder fossile Brennstoffe dürfen nie günstiger sein, als wenn man es aus nachhaltigen als wenn man es aus nachhaltigen Ressourcen schöpft. Also wenn ich jetzt sage, ich schaffe aus der Biomasse Ethanol, muss dieser Ethanol günstiger sein als der Ethanol aus fossilen Brennstoffen. Oder nicht nur Ethanol, sondern andere. Und weder erneuerbare noch nicht erneuerbare Ressourcen schneller nutzen, als das Ökosystem das verkraften kann und absorbieren kann und regenerieren kann. Und das sind drei ganz extrem strenge Regeln, um das einzuhalten. Und da sind wir meilenweit von dem weg zurzeit. Bitte nächste Folie. So ganz kurz zu den Säulen der Bioökonomie. Da ist die Biomasse. Die Biomasse kann jetzt sein, Pflanzen, Pilze, Bakterien, Algen. Ich habe heute einen Vortrag an der Uni gemacht über Biomassevalorisierung aus Algen. Es gibt in Algen Substanzen, die man dann extrahieren kann, sagt der Chemiker, rausbringen kann, umsetzen kann und genauso Kunststoffe herstellen kann. Also es muss nicht das Erdöl die Ressource sein, sondern die Biomasse selbst. sein, sondern die Biomasse selbst. Zweitens, Grundstoffe. Wie kann ich jetzt Grundstoffe aus dieser Biomasse erzeugen? Da haben Sie links die DNA, die drehende DNA. Die Biotechnologie schafft es, molekulare Bestandteile zu zerlegen, Die Grundstoffe, das sind zum Beispiel Stärke, Zucker, Cellulose. Dann Basisprodukte. Aus diesen Grundstoffen kann man dann Basisprodukte herstellen, so wie Biokraftstoff, Papier, chemikalien und kunststoff zum beispiel dieses polyethylen furanoat hier dass sie darauf gezeichnet hat bessere eigenschaften ist abbaubar und hat bessere eigenschaften als PET-Flaschen. Aber zur Zeit ist das einfach in der Industrie viel zu günstig herzustellen und überschwemmt unseren Markt. So, und wenn man das dann sammelt, verwertet, abbaut, kann man das wieder rückgewinnen, wiederum Energie entwickeln und das CO2, das da entsteht, kann man dann wieder umsetzen, in Pflanzen, Algen und wieder quasi rezyklieren. So, jetzt geht es ein bisschen in die Chemie und Biochemie rein. Sie kennen Computer. Und Computer kann man programmieren mit Nullen und Einsen. Kann man da programmieren. Man hat da einen Chip und in jedem Telefon, Computer und Kühlschränken sind Chips drinnen. Man kann aber auch biologisch programmieren. Das machen wir an der Uni. Man kann jetzt DNA so modifizieren, dass man diese Mikroorganismen auch verändern kann und Substanzen in diesen Zellen anreichern kann. Das nennt man Biotechnologie. Man kann auch Pflanzen natürlich wachsen lassen und das nennt man dann die synthetische Biologie. Designerzellen als Fabriken. Wie Sie hier an dem Förderband sehen, ganz einfach, dass man dann hier Moleküle erzeugt, die dann aus diesen Zellen extrahiert werden kann und dann für Biokraftstoffen verwendet kann oder Kosmetika oder Kunststoffe für Polymere sind. Also man kann aus diesen Pflanzen, aus der Biomasse, herstellen, wie zum Beispiel Biofuel, also Treibstoff. Das nennt man dann mikrobielle Wirtsfabriken. Es wird Plasmid-DNA eingeführt in diese Wirtszelle und daraus kann man Produkte dann synthetisieren. So könnte dann was ausschauen. Das ist eine Small-Scale-Biorefinery. Man kann zum Beispiel Holz zu Öl und Chemikalien umsetzen. Oder hier sehen Sie so Containeranlagen. Die gibt es schon. So, und dann gibt es eine amerikanische Studie, die ist 2017 veröffentlicht worden. Wie viel, also eine Milliarde Tonnen trockener, nachhaltiger Biomasse hat das Potenzial für relativ viel Grundstoffe. Nämlich 190 Milliarden Liter Biotreibstoff, 23 Millionen Tonnen biobasierte Chemikalien und Reduktion von ungefähr 450 Millionen Tonnen CO2. Man kann Jobs gründen in dieser Bioökonomie. Wo gibt es das überall schon? Relativ viel schon in Amerika, auch Europa, Asien und relativ wenig in Österreich. Hatten Sie einmal, welches Unternehmen in Österreich da tätig ist? Gibt es da eine Vermutung? Nein. Ganz im Gegenteil. Die Lansing. Das ist einer der großen Unternehmen. Natürlich braucht man dann eine Produktzertifizierung. Eine zertifizierte, biobasierte Produktlabel, damit auch Sie erkennen, dass dieses Produkt wirklich biobasiert erzeugt worden ist. Sie wollen ja wissen, was da drinnen ist. Letzter Punkt, hochwertige Bildung ist dafür notwendig. Wir müssen Naturwissenschaftlerinnen, Naturwissenschaftler ausbilden, die das können, die das Wissen auch in die Wirtschaft tragt, in die Politik tragt. Das ist auch mein Job. Ich habe jetzt nur 20 Jahre bis zur Pension und möchte das natürlich noch schaffen, dass die Politik das natürlich auch umsetzt. Wir sind jetzt da gerade dabei, einen Studienplan zu erstellen. Da gibt es ein paar Komplikationen, Befindlichkeiten älterer Professoren. Aber ich gebe da nicht auf. Ich möchte einen Studienplan vielleicht hoch der Rektorheit mit, oder schau dazu, Chemie, Biologie, Informatik, Bioinformatik, künstliche Intelligenz ist ja da eh in Oberösterreich vorhanden, mit der Biologie, also Biotechnologie der Wirtschaft zu verbinden. Professor Hansen ist ja Expertin der Kreislaufwirtschaft und die Frau Schmidt an der JKU. Und wir planen einen Studienplan Sustainable, also nachhaltige Technologien und Bioökonomie, um auch Druck, also zuerst einmal um junge Studierende auszubilden und ein bisschen auch Druck an die Politik zu machen. Gut, danke für Ihre Aufmerksamkeit. Vielen, vielen Dank, Wolfgang Schöfberger. Jetzt sind Sie gefragt, Damen und Herren, gibt es Fragen zu diesen Thematiken? Ich möchte noch gleich eine stellen, weil das sind Sie uns noch schuldig. Was macht der Postdoc im Museum? Wir haben uns damals, das war recht, ich habe zuerst an der New York University meinen Postdoc gemacht. Da ist es gegangen um Kerdenresonanz, Spektroskopie. Das ist so wie im Krankenhaus, wenn man sich da ein MR macht, kann man auch chemische Substanzen aufklären, sagt man da. Und dann habe ich eine Dame aus Argentinien kennengelernt, die Frau Eleonora del Federico. Die hat an einem Brett-Institut in einem Kunstcollege gearbeitet und ist mit einem Thema gekommen, Kunstgegenstände mit dieser Technik zu analysieren, den Bleichvorgang von Lapislazuli, das ist so ein blauer Pigmentfarbstoff, in der Sixtinischen Kapelle finden Sie den, sehr schöne blaue Farbe. Das Problem bei diesem Farbstoff ist, dass er über Jahrhunderte ausbleicht. Der wird einfach weiß, der Schwefel, der da in diesem Das Schwefel, der da in diesem Käfigstruktur drinnen ist, wird oxidiert zu Sulfaten. Und wie Sie wissen, Sulfate, Gips zum Beispiel, ist ein Sulfat. Und das wird weiß. Und das haben wir uns angeschaut, diesen Bleichvorgang. Okay, Bleich werden sollen aber jetzt andere, nämlich die, die auf der herkömmlichen Ökonomie drauf sitzen. Wir wollen weiter blicken in die Bioökonomie. Damen und Herren, gibt es Fragen dazu? Sonst muss ich die Fragen stellen. Bitte. Gibt es einen Würfel? Da tun Sie sich dann bitte zuwerfen. Dann tun wir uns ein bisschen sportlich betätigen. Und da ist ein Mikro drin. Bitte sprechen Sie da hinein. Wie viel Biomasse, also wie viel Potenzial haben wir jetzt eigentlich schon in der Biomasse, dadurch, dass wir jetzt, wie viel Biomasse fällt jetzt so im Jahr an? Also außerhalb der nachhaltigen Plastikalternativen oder Sonstiges. Plastikalternativen oder sonstiges. Können wir jetzt schon etwas mit der Biomasse anfangen, die in Österreich anfällt? Ja, also Biomasse wird ja verwendet. Nur, wenn man die Stoffstromanalyse anschaut, da gibt es eine Professorin, vielleicht ganz kurz zu der Literatur, die ich noch zeigen wollte, die Frau Daniela Drain. Es gibt ja schon einige Plattformen, Bioeconomy Forum, da gibt es jetzt einen weltweiten, eine Konferenz. Die EU hat natürlich auch ein Knowledge Center for Bioeconomy. Die Frau Daniela Dren hat sich die Stoffströme angeschaut. Kann die Bioökonomie alle fossilen Ressourcen kompensieren? Und das gelingt nicht. Weil man glaubt, man kann es rein aus der Biomasse. Das ist auch ein beschränkter Pool. Wir müssen einfach auch umdenken, dass wir unser Verhalten und das, wo es glaube ich das Grundlegende ist, dass wir die Kreislaufwirtschaft schaffen. Also das ist glaube ich ganz was Zentrales, dass man diese Dinge wiederverwendet. Ich glaube auch, dass die E-Autos ein Trugschluss sind. Wir schaffen das nicht mit dem Strom. Da gibt es eine Analyse, die wird der Herr Brasseur dann in zwei Monaten berichten. Pro zehn, also für alle zehn, für jedes, na wie war das? Für zehn E-Autos braucht man eine Ladestation. Das ist nicht schaffbar. Und vor allem den Strom, den man da braucht. Ich glaube, wir sind am vollkommen falschen Dampfer mit den Elektroautos. Es wäre gescheiter, wenn man vielleicht führt das jetzt ein bisschen zu weit mit Ihrer Frage, Es wäre gescheit, wenn man das, vielleicht führt das jetzt ein bisschen zu weit mit Ihrer Frage, aber es geht sich nicht aus mit der reinen Biomasse. Das heißt auch, Biofuels, wie sie als Alternative immer wieder erwähnt werden, sind da auch nicht. Wenn sie aus der Biomasse kommen, ist es okay, weil die ist wieder nach, die wächst wieder nach. Ja, aber die Biomasse, wir haben sie nur begrenzt. Wir wissen ja, Earth Overshoot Day, wir haben die Biomasse oder das, was uns zur Verfügung steht, eigentlich Mitte des Jahres längst verbraucht. Das heißt, wenn wir da jetzt noch daraus Biofuels machen, damit wir nicht elektrisch fahren, sondern mit, weiß ich nicht, Ethanol aus dem Eis, jetzt höre ich nicht aus, oder? Wahrscheinlich nicht, nein. Also ich sehe auch nicht ein, dass in der Stadt sehr viele Leute mit dem Auto fahren müssen. Aber das ist jetzt vielleicht der Augensteg. Vielleicht hört man wirklich zu, es geht ja um die praktische Umsetzung, mit der wir uns beschäftigen oder mit Visionen zur praktischen Umsetzung. Welche Rolle spielen hier Verzicht, Reduktion, Downsizing in diesen Überlegungen? Die Politik sagt uns ja, wir machen weiter wie bisher, weil wir finden da Lösungen. Aber diese Dinge werden nicht angesprochen. Irgendwer muss diese unangenehme Message der Bevölkerung geben. Die wird in den nächsten 10, 15 Jahren passieren. Aber wir werden uns nicht fürchten müssen, dass die Wohnungen kalt sind. Wir werden noch immer in einer warmen Wohnung sitzen oder Haus sitzen. Vielleicht baut man nicht unbedingt ein Haus, sondern nutzt die bestehenden Objekte. Es wird auch öfters ein Techniker nach Hause kommen. Es braucht ja jedes Tag eine Photovoltaikzelle. Wir müssen viel mehr Windräder bauen. Obwohl ich jetzt einmal einen Podcast gehört habe, in Deutschland gibt es 30.000 Windräder. Die reichen aus auf Dauer, wenn man sie, da hat ein Spezialist in einem Think Tank gesagt, jedes Windrad liefert ungefähr 6 Megawatt Leistung. Wenn man die ausbaut, da hat er gesagt, die Nasenhöhe dieses Windrads sind ungefähr 200 Meter, also das sind gescheite Brummer. Und er hat auch gesagt, man muss auch kommunal in den Ortschaften die Bereitschaft finden, dass diese Windräder gebaut werden. Also die müssen halt in der Nähe der Gemeinde stehen. Das ist hässlich vielleicht, aber so funktioniert eine Energiewende, um den Strom einmal zu liefern. Aber Strom ist keine Energie. Energie ist es erst dann, wenn man den Strom umsetzt, zum Beispiel speichert in Chemikalien, so wie es wir an der Uni machen. Wenn man ein Speichermedium hat, dann kann man es wieder nutzen. Und das gelingt wahrscheinlich, und das ist die Strategie in der Zukunft, dass man diese erneuerbaren Strom in der Wüste – Desert Tech ist ein Begriff – erzeugt den Strom, Elektrolyseure dort errichtet, Wasserstoff erzeugt, Wasserstoff umsetzt zu Methan oder Ammoniak und dieser Ammoniak oder Methan wird dann nach Europa geliefert. Das ist die Strategie, die wahrscheinlich gemacht wird. Und das geht sie aus. Und dann braucht man die Biomasse, um aus der Biomasse Chemikalien zu erzeugen. Das war jetzt relativ viel. Aber das ist die Strategie. Was ja momentan immer kritisiert wird, ist, was die Elektroantriebsleute erzählen, ist, dass die Umsetzungsprozesse von, sagen wir jetzt, Photovoltaikstrom auf ein Elektrofuel, auf Methanol, solche Transformationsverluste hat, dass man damit in keiner Weise konkurrenzfähig ist. Wobei man natürlich die Bezeichnung Konkurrenzfähigkeit auch mal auf den Prüfstand stellen muss. Aber stimmt das mit diesen Umwandlungs- beziehungsweise Transformationsverlusten? Also man hat immer Verluste, wenn ich jetzt Strom reinstecke, irgendwas umwandle. Ich kann das nie zu 100% Wirkungsgrad machen. Und je weniger ich solche Prozesse brauche, umso besser. Aber nichtsdestotrotz haben wir die Technologien, diese Energiewende zu schaffen. Wir brauchen keine Angst haben, man muss es nur gescheit machen. Und man muss auch die ärmeren Länder in Afrika diese Technologie bringen, damit sie auch diese Technologie nutzen können. Und wir sollten auch nutzen davon. Deswegen ist die Politik gefragt, miteinander zu arbeiten im Middle East und Nordafrika, dass wir auch die Sonnenenergie, weil wenn wir das Photovoltaik scheitern, wenn es bei uns Triab ist draußen, dann können wir keinen Strom machen. Wir können zwar über Wind... Trotzdem gehört der Photovoltaikanlager auf jedes Dach. Auf jedes Dach drauf, sicher. Das ist ein Muss. Zusätzlich große Kraftwerke in der Wüste. Windkraft bei uns und Solar bei uns und diese großen Energieanlagen, das sind Solarkraftwerke, Sie können das auch googeln, da gibt es ganz große Projekte schon, die das Sonnenlicht bündeln auf einen Turm, in Spanien genau genau oder in Kalifornien und es gibt ganz große Anlagen und das wird die Zukunft sein. Also dass man dort auch dann direkt den Wasserstoff erzeugt, den Wasserstoff zu Energieträgern umsetzt, weil der Wasserstoff hat den Nachteil, dass er eine geringe Energiedichte hat, eine geringere wie Methan oder Ammoniak, und den Ammoniak dann als Energieträger nimmt. Wasserstoff hat ein kleines Kopferl, genauso wie das Wasser an sich. Wasserstoff ist halt leicht. Das Problem ist, dass der sehr leicht abhaut. Genau. Das heißt, man braucht irgendwo ein flüssiges Medium. Der Kohlenstoff macht dann eine energiereichere Bindung mit dem Wasserstoff zu Methan oder Methanol. Und deswegen kann man dann mehr Energie dort speichern in dieser chemischen Bindung. Und deswegen sind ja die fossilen Brennstoffe so gut, weil da viel Energie speicherbar ist. Das wird der Georg Brasseur alles genau erklären. Aber das ist ja der Grund, warum die fossilen so gut sind. Fragen, Damen und Herren. Bitte sehr. Warten Sie nur auf den Würfel, weil das wird dann auch aufgezeichnet und ist nachhörbar. Bitte sehr. Apropos nachhörbar, jetzt muss ich mich noch kurz vordrängen. Damen und Herren, ich habe ganz vergessen mitzuteilen, Sie zu Hause an den Geräten können sich natürlich auch beteiligen. An unserer Diskussion schreiben Sie unsere E-Mail unter kepler-salon at jku.at kepler-salon at jku.at oder nützen Sie auf YouTube die Chatfunktion, bitte. Unser bezaubernder Mann an der Technik wird das dann in die Diskussion einbringen. Danke sehr. Bitte, jetzt sind Sie dran. Ja, Sie haben uns jetzt auch für Laien plausibel erklärt, dass die Energiewende schaffbar ist und eigentlich auch wie sie schaffbar ist. erklärt, dass die Energiewende schaffbar ist und eigentlich auch wie sie schaffbar ist. Und selbst auch, so wie ich auch dazu neige, die Politik müsste und sollte. Es wird ja nicht genug Zeit sein, dass man die Menschen alle überzeugt, sich so zu verhalten, die teureren Sachen zu kaufen. Also das erfordert ja eine unglaubliche Steuerung und zwar sehr schnell. Und denken Sie, dass es Politiker gibt, die sich sowas trauen? Die das machen? Dann gibt es wieder ein paar MFGs vielleicht, die was zu nicht machen. Also ich bin kein Politiker. Es ist 5 vor 12 und was tun wir? Also ich habe es zum Herrn Buttinger zuerst gesagt, wir müssen alle Druck auf die Politik ausüben. Und gestern haben wir Wahlen gehabt und es waren, Entschuldigung, ich bin kein ÖVP-Wähler, 37 Prozent ÖVP, 20 Prozent FPÖ. Es geht zurzeit in die falsche Richtung. Und ich habe den Preis bekommen, sicher von einer schwarzen, dominierten Business-Up Austria. Ich habe mich sehr gefreut. Aber Technologien einfach zu verwenden, um zu sagen, wir schaffen das schon rein mit Technologie, ist ein Look. Und wir müssen einfach wirklich einmal die unangenehme Wahrheit, man muss Geld umschichten, der Herr Georg Brasseur wird es am Ende auch noch erwähnen, wie viel das kosten wird im Jahr. Das sind ungefähr 300 Milliarden Euro in Europa. Wir geben aber das sowieso aus, die 300 Milliarden für die Energiepolitik. Also es ist jetzt wirklich gefragt, dass man das durchzieht. Wenn man, ganz kurz noch, in Deutschland werden sie nächstes Jahr aus der Atomkraft aussteigen und dann bis 2038 aus der Kohle. Es wird anvisiert 2030. Und das sind jetzt einmal die wirklich wichtigen Schritte. Die Kohlekraftwerke sind die wirklich zu 40% ist die Kohle schuld. Die muss man jetzt einmal abdrehen. Und in dieser Zeit, in diesen 8 Jahren bleibt uns jetzt, dass man den Windausbau macht, die Solarenergie und das gehört jetzt forciert. Ob ich es jetzt pessimistisch sehe, tut nichts zur Sache. Wir müssen es machen. Vielleicht darf ich, lassen Sie mich einen Satz sagen, zur Veränderung, weil das letzte Woche Thema war meiner Wissenschaftsseite in den Nachrichten. Ich habe mit Professor Bamberg von der Uni Bielefeld gesprochen, der in Veränderungen sozusagen forscht. Gruppen, Pressure Groups, betont, die Alternativen vorleben und vorzeigen, die die Politik vor sich her treiben. Also sich zu erwarten, die Politik, die Politik der Masse, verändert etwas von oben herab zu unseren Gunsten, die wir hier kritisch diesen Dingen gegenüberstehen, das ist, glaube ich, ein hoffnungsloses Unterfangen, sondern es muss umgekehrt gehen. Also Leute, die das vorhüpfen, Leute, die diesen Wandel vorleben. Und aus diesen Pressure Groups kann sich sehr viel und sehr schnell auch in die Politik weiterentwickeln. Er hat das Beispiel genannt, und damit her, schau mal auf, Frauenbewegung, Obschaffung der Sklaverei. Wer hätte das vor 200 Jahren gedacht, dass das geht? Es geht in relativ geringen Zeiträumen relativ viel. Und ich glaube, vor einer solchen Herausforderung stehen wir jetzt. Stimmt, genau. Bitte nicht pessimistisch sein. Wir werden es schaffen. Yes, we can. Yes, we can. And how? Vielleicht müssen wir schon einmal darüber reden, welche Anreize müsste man setzen. Die Forschung ist jetzt da. Mir kommt vor, oder ich schreibe seit Jahren über Alternativen, wie schaut es aus in der Technik. Die Verfahren kennt man ja alle. Da ist ja fast nichts Neues dabei. Und man kommt aber nicht weiter von diesen ersten Apparaten in den Laboren hin zu diesem ersten Prototypen. Das haben wir auch schon häufig gemacht. Aber dann, der nächste Transformationsschritt, auf den warten wir dann oft sehr lange. Oder er passiert gar nicht. Naja, aber die grundlegenden Technologien gibt es. Ja, ja, eh. Aber ich würde sagen, vom Prototyp zu einer breiten Wirkung, da hakt es. Genau. Also wie ich es jetzt erfahren habe vor Corona, haben wir das publiziert in Nature und dann habe ich recht viele Anrufe bekommen von der OMV, von der Zementindustrie, etc. Aber ich habe dann irrsinnig viele Online-Diskussionen geführt mit den Unternehmen und so. Was das Hauptproblem ist, ich bräuchte jetzt vom Stand aus 10 Millionen Euro, um eine Prototypanlage so weit zu bauen, damit das Ganze funktioniert. Kein Unternehmen gibt mir 10 Millionen Euro. Ich habe in ein ffg projekt bekommen also geschrieben und dann bewilligt bekommen das über drei jahre auf ungefähr 500.000 euro sich bei läuft da muss ich personalkosten zahlen und habe dann noch 50.000 Euro Materialkosten. Das geht sich nie aus, dass ich eine riesen Demo-Anlage baue. Das heißt, und dann habe ich Gespräche geführt mit so Start-ups, also Leute, die die Start-ups pushen. Aber es ist immer darum gegangen, dass man die 10 Millionen Euro nicht auftreiben kann als Grundlagenforscher. Es geht einfach wirklich ums Geld. Jetzt bin ich mit der Zementindustrie ein bisschen in Kooperation. Ich habe am Wochenende eine Samstagsfrage an den Kollegen in der Zementindustrie. Was glauben Sie, was die Hatschek in Gmunden Zementindustrie am Tag CO2 rausstößt? Plus das Ohrdorfer Zementindustrie. Das muss ein Wahnsinn sein. 4.000 Tonnen am Tag. Das heißt, wir brauchen Zement. Es wird gebaut. Jeder baut sein Haus. Es wird gebraucht. Straßen werden gebaut. Brücken werden gebaut. Jeder braucht es. Wenn jetzt der CO2-Preis kommt und der CO2-Preis ungefähr bei 60 Euro ist, was ich nicht glaube, was er sein wird, weil jetzt habe ich gehört, dass er ungefähr bei 20 Euro oder 25 oder 30 Euro ist. 25 oder 30 Euro ist. Aber wenn sie 60 Euro sind, habe ich mir heute ausgerechnet, sind es für die 4.000 Tonnen ungefähr 80 Millionen Euro im Jahr, was die zahlen. Und die sind brennend interessiert, dass das ändern. Also der CO2-Preis ist natürlich ein Hebel, aber wie es nicht in der oberösterreichischen Nachricht gestanden ist, sondern im Standard, glaube ich, aber egal. Und er muss 100 Euro kosten. Die Tonne. Dass sie was tut. Dass sie was tut. Dann tut sie was. Und dann sind die da und schreiben von sich aus Projekte. Ich habe jetzt nicht das Projekt geschrieben. Mir hat ein Mitarbeiter, ein ehemaliger Mitarbeiter, der zu einem Rohrdorfer gewechselt ist, jetzt geschrieben, bist dabei bei dem Projekt, weil wir haben das schon geschrieben, wir holen uns die Förderung und puttern da jetzt noch 80% Eigenleistung dazu oder 20%, ich weiß es jetzt nicht mehr. Und dann geht es auf einmal, dass man zu Geld kommt. Aber das kriegen die Unternehmen. Wir als Uni ist es extrem schwierig, dass wir Small Scale auf Big Scale machen. Was wäre denn das konkret, zum Beispiel bei der Zementindustrie? Es ist ja nicht so bekannt, dass die zu den größten CO2-Schleudern überhaupt zählen von den Industrien. Wo gibt es denn dort diesen Ansatz der Bioökonomie, dass man das wandelt? Wie würde das technisch ablaufen? Wie kommen die weg vom CO2? Oder wie geht das chemisch? Zum Beispiel CO2 aus dem Rauchgas wiederzuverwenden. CO2 aus dem Rauchgas wiederzuverwenden. Also die wollen eine Anlage bauen, die CO2 löst. Also da gibt es die Aminwäsche, das konzentriert das CO2 auf. Man kann dann auf ungefähr 99% CO2 das aufkonzentrieren und dann über unseren Prozess zum Beispiel aus CO2 Methanol machen. Oder mit Wasserstoff, da ist der Wasserstoff wieder da, was der Kurtz immer erzählt, Wasserstoff wird uns die Welt retten. Wasserstoff mit CO2 zu Methanol. Oder Kohlenmonoxid, Wasserstoff zu Methanol. Bei Methanomobile ist es nichts, sondern ich muss in den Prozess wieder Energie hineingeben. Aber natürlich wollen die. Eine grüne Energie, woher kommt die? Das heißt, wir brauchen dort Photovoltaik. Wir brauchen extrem viel Strom. Sehr viel Strom, ja. Das wäre wieder mit einem Windrad zu machen. Genau. Also vor der Zementindustrie müssen wahrscheinlich drei Windradl stehen, dass die Energie auch da ist. Naja, das ist dann doch eine Aufgabe, wenn man weiß, dass in den lösen müssen. Es muss in den Gemeinden, in Städten die Bereitwilligkeit da sein, dass man diese Windräder aufbaut, dass man die Photovoltaik ausbaut, diese Infrastruktur einfach schafft. Und den Herrn, den ich da jetzt vergessen habe von dem Think Tank, hat einfach gesagt, wie es in den 50er Jahren war, ich war da noch nicht am Leben, aber wie man da die Modernisierung gemacht hat, muss man auch jetzt die Modernisierung unserer Energieversorgung machen. Das ist einfach eine Erneuerung. Gut, Ihre Frage bitte. Entschuldigung, der Herr vorhin war dran, dann kriegen Sie den Hüpfel. Ja, ja. Die Länder, auch Österreich ist dabei, die dort unterschrieben haben, verpflichtet, den Energiebedarf, den CO2-Ausstoß zu reduzieren. Das ist viele Jahre her. Österreich, einer der reichsten Länder der Welt, hat nicht in einem einzigen Jahr von der ganzen Laufzeit den CO2-Ausstoß oder den Energiebedarf reduziert. Nicht ein einziges Mal. Jetzt haben wir gestern eine neue Regierung gewählt oder neue Politiker gewählt. Und glauben Sie, dass das jetzt eine Generation ist, die das besser macht wie die vorhergehende? Mir fällt dazu der Glaube. Sehr schön gesagt. Mir auch. Die Botschaft höre ich wohl, allein mir fehlt der Glaube, lautet das Zitat. Die Botschaft ist da, aber daran zu glauben, dass sie gehört wird, auch mit einer neuen Generation. Ich glaube, der Herr Püchtinger hat im Vorgespräch etwas ganz Richtiges gesagt, vielleicht können Sie das wiederholen. Ich habe etwas ganz Richtiges gesagt, vielleicht können Sie das wiederholen. Die ÖVP ist natürlich sehr wirtschaftslustig und wenn der CO2-Preis kommt und wenn die Föst- und die Zementindustrie, die Bauindustrie darunter stöhnt, dann wird man diese Technologien bereitwillig einziehen. Weil natürlich Arbeitskräfte entstehen, wenn ich jetzt in die Solartechnologie, natürlich muss eine Veränderung passieren in der ganzen Industrielandschaft. Der Elektrolyseer, der jetzt in der Föst steht, das ist, salopp gesagt, ein Pimpifax-Elektrolyseer, der Wasserstoff erzeugt. Aber es ist zumindest ein Anfang. Und ich gebe Ihnen recht, ich bin auch schon 48 Jahre alt, ich habe auch das Vertrauen teilweise verloren in unserer Politik. Aber man muss, das habe ich zuerst im Vorgespräch auch gesagt, Druck auf die Politik machen. Und Sie haben gesagt, ein Speakers Corner. Es muss in der Gesellschaft, was mich so anstinkt in Linz, ist, dass sich die Gesellschaft in Linz und die Bürger alles gefallen lässt. Ich möchte haben, dass ich als Forscher mit den Politikern direkt am Telefon reden kann und mich treffen kann und Dinge umsetzen kann mit denen. Und dass das nicht irgendwie so eine durchsichtige Wand ist, wo man nicht durchkommt. Und das muss sich, vielleicht ist das sehr idealistisch, aber es muss sich da was ändern. Ich kann es nicht anders sagen. Bitte sehr. Warten Sie noch auf den Würfel, bitte. Wo liegt er denn? Ah, da gibt es noch jemanden zuvor. Also bitte. Ja, hallo. Helwin Barsker vom Verein Energie Wiener Linz. Weil das Thema gerade angesprochen worden ist, die 6 Megawatt Elektrolyse von der Föst. Mich würde ganz konkret interessieren, weil im Endeffekt, wir haben vorher die 142.000 Terawattstunden, die wir weltweit brauchen. Österreich braucht 400 Terawattstunden, das ist eine neue große Menge an Energie. Linz braucht in der Größe 140 Terawattstunden und wie kommen wir, weil im Endeffekt die Elektrolyse müsste einen Faktor 1000 größer sein, damit sie den Wasserstoff produziert, den die FÖST dann tatsächlich brauchen würde. Aber wie kämen wir bei diesen anderen Technologien auf diese Größenordnung? Weil zum Beispiel diese Elektrolyse von der FÖST, wenn man sie wirklich ausbauen würde, braucht halt irgendwo in der Größenordnung 150 Quadratkilometer Photovoltaikanlagen. Also im Endeffekt, das sind die Dächer von Österreich. Also das sind nicht die Dächer von Linz, die Dächer von Oberösterreich, das sind die Dächer von Österreich. Also das sind nicht die Dächer von Linz, die Dächer von Oberösterreich, das sind die Dächer von Österreich, die wir da brauchen würden. Und wie kann man sich denn vorstellen, dass die Technologien, die jetzt genannt wurden, so skaliert werden, dass wir tatsächlich die Mengen an Treibstoffen oder sonst irgendwas produzieren, wenn wir quasi da schon an solche Grenzen stoßen? Vollkommen richtig. Treibstoff oder sonst irgendwas produzieren, wenn wir da schon an solche Grenzen stoßen. Vollkommen richtig. Ich sehe da keine Lösung jetzt. Ich fahre mit dem Rad in der Stadt, ich brauche kein Auto, ich verstehe nicht, warum in der Früh mich SUVs überholen. Es muss auch über Verzicht gehen. Es geht nicht anders. Aber wie Sie gesagt haben, ob es ein Umdenken in der Gesellschaft gibt, weiß ich auch nicht. Wenn ich da ganz kurz einhaken darf, im Endeffekt das Problem, was wir haben, ist, dass wir jetzt 5 Millionen Pkw in Österreich haben und es werden nur immer mehr. Das heißt, was wir haben, ist, dass wir 5 Millionen Pkw in Österreich haben und es werden nur immer mehr. Man muss mit dieser Realität, die herrscht, irgendwie umgehen. Wir können uns quasi nichts wünschen, sondern wir müssen damit arbeiten, was wir haben. Theoretisch, weil vorher das Thema Elektroauto angesprochen worden ist, wenn es ein Substitut ist für eine Droge, also wenn das Auto als Droge bezeichnet wird, wenn es ein Substitut ist, dann vielleicht momentan das Beste, das wir haben. Genau, das ist eine Brückentechnologie. Aber schlussendlich, ja, im Endeffekt. Also ich bin fest überzeugt, die Energie muss aus den südlichen Regionen erzeugt werden, dann gespeichert werden und hier genutzt werden. Anders wird es nicht gehen. Und dann werden die Industrien einfach, also ich weiß nicht, ob sich das die Föst auf Dauer leisten kann, den CO2-Preis, die müssen radikal um Erfolg zu haben, radikal um Denken. Weil mit so einem Elektrolyseur werden sie nicht auskommen. Die müssen irgendeine Lösungsstrategie haben. Aber das ist nicht meine Sache. Die Industrie muss sich selber etwas überlegen. Traurigerweise wird diskutiert, jetzt doch wieder einen dritten oder vierten Block in Temmelin zu bauen, um die Stromversorgung von der Först sicherzustellen. Da sollten wir eigentlich vorher mal schauen, dass wir eben dieses nicht in meinem Hintergarten quasi die Kohlenstoffanlagen und die Windkraftanlagen, aber im Endeffekt, das ist ja quasi eine Technologie und die braucht schon so viel Energie. Und wenn man jetzt dann quasi noch, woher soll der Rest kommen? Das ist für mich immer die Frage. Der Georg Brasseur wird das eher ausrechnen mit Ihnen. Du weißt wahrscheinlich, man braucht ungefähr in der Sonnenregion, also bei uns ungefähr 200.000 Quadratkilometer, das ist die Größe von Rumänien, damit man die Energie bereitstellt, diese 23.000 Terawattstunden in Europa. Wenn man es in sonnigen Regionen macht, halbiert man das, das ist dann die Fläche von Bulgarien. Das kann man schaffen, aber ist dann die Fläche von Bulgarien. Das kann man schaffen. Aber das muss man jetzt machen. Die Politik muss das jetzt europaweit machen, umsetzen. Die Infrastruktur, und dann funktioniert das. Wir haben eine Frage aus den Weiten des Internets, von dem man so viel hört in letzter Zeit, bitte. Genau, eine Frage via E-Mail von Buschbaum. Sie schreibt, eine weit verbreitete Meinung ist, dass Atomkraft schädlich ist. Dabei wären sie ohne Vorfälle und Unfälle sehr energieeffizient. Wie sieht Herr Schöffberger das? E-Autos findet er nicht die Lösung, Photovoltaikanlagen sind auch nicht die Lösung, könnte uns Atomkraft am Ende nicht doch helfen. Das habe ich nicht gesagt. Photovoltaik ist die Lösung und Wind ist die Lösung. Aber Atomkraft nicht. Wir haben ja nur 4% und ich war damals schon in Temelin demonstrieren vor, weiß ich nicht wie lange, das war jetzt schon 30 Jahre aus, glaube ich. Ja, ich bin da mit dem Reisebus, also sind wir aufweggefahren. Atomkraft ist nicht die Lösung. Wir verfrachten, also wir produzieren Atommüll für die nächsten 100.000 Jahre. Das kann nicht die Lösung sein. Und wir verputzeln das dann noch irgendwo, das ist doch Schwachsinn. Stellen Sie sich mal vor, die alten Ägypter hätten uns das hinterlassen. Ich glaube, das wäre keine Hochkultur in unserer Sicht. Aber bitte, Sie haben eine Frage. Mein Name ist Führer Peter und Sie haben einen Teil dieser Frage schon beantwortet. Die Industrie, wie weit ist die Industrie bereit, in diesem Spiel mitzuwirken? Meine Erfahrung ist, ich habe einen sehr guten Kollegen, sehr nette Person aus der Zementindustrie, der Herr Dr. Helmut Leibinger, liebe Grüße, wenn er zuschaut. Die sind bewusst und die arbeiten natürlich. Die wollen natürlich nicht den CO2-Preis zahlen. Sie wollen aber auch ein Produkt herstellen. Und sie müssen es auch, weil da sind ein Haufen Leute angestellt in dem Unternehmen. Und die sind natürlich im Zugzwang, neue Technologien zu finden. Und es wird was gemacht. Man darf nicht glauben, sie sind nur böse Leute. Die versuchen schon. Aber die Politik muss die Rahmenbedingungen schaffen. Die müssen schauen, wie können wir die Energie, die wir brauchen, und es geht um Strom, wie können wir dem bereitstellen. Und da führt es nur, ich weiß nicht, wer jetzt Bundeskanzler wird, Scholz, Laschet, keine Ahnung, aber die müssen schauen, mit Deutschland, Frankreich, dass diese Initiative passiert, die Windkraft ausgebaut wird in Deutschland, da ist zum Glück in Deutschland, Norddeutschland, Offshore, das heißt im Meer, Onshore, diese Windräder gebaut und im Süden müssen die Solarkraftwerke gebaut werden. Im Süden müssen die Solarkraftwerke gebaut werden. Jetzt gibt es, ich war kürzlich in Norddeutschland draußen, gerade am Land, im ehemaligen Osten, eigentlich große Proteste gegen diese Windräder. Die rechte Alternative hat dort die Wähler zum Teil abgeschöpft, die sich über das aufregen. Teil abgeschöpft, die sich über das aufregen. Aber was ich gehört habe, sind das verschwindend kleiner Prozentsatz, die sich dann aufregen. Kommunal. Und es ist noch einmal so, der Herr aus diesem Think Tank hat einfach gesagt, man muss einfach akzeptieren, dass im Sauerland, in Deutschland oder in Oberösterreich oder irgendwo einfach Windräder stehen. Das gehört zu unserem Landschaftsbild des 21. Jahrhunderts, dass man das einfach stehen hat. Halten Sie die Windenergie auch für eine Brückentechnologie? Fällt uns da in 100 Jahren was besser sein? Kernfusion. Sagen wir mal Vision Kernfusion, genau. Wäre natürlich super. Viel Geld. Sehr viel Geld. Kernfusion und bis jetzt noch nichts passiert. wir schaffen. Wäre natürlich super. Na gut, also da gibt es noch ein Hoffnungsschirm, aber mehr ist es nicht. Bitte. Ja, ich wollte nur sagen, es geht die ganze Zeit darum, dass wir Energie erzeugen und Treibstoffe für das Leben, das wir führen. Aber es geht meiner Ansicht nach darum, dass wir hinschauen müssen, für was das gebraucht wird. Und ich sage Ihnen, erstens bin ich Tischler und zweitens mache ich seit zwölf Jahren Wohnungsräumungen. Wir räumen 100 Wohnungen und 10 Häuser im Jahr. Und ich sage Ihnen, was ich gesehen habe und was ich sehe, habe ich wirklich null Hoffnung. Null. Weil wir, wenn wir ein durchschnittliches Leben haben, das bei uns, wenn die Leute sterben oder ins Altersheim gehen und wir räumen das aus, räumen wir aus jeder Wohnung im Durchschnitt vier Lastwungen aus. Müll. Der zum ganz Großen da teil wegschmissen wird und eben die schlöcher was wie im 16 17 100 haben die möbeln party jahrhunderte köln haben und hat schon seine scheiße kassen an sie schauen zwei mal drauf und dann vor der um genau genau also es muss ein deswegen so auch gesagt, man muss eigentlich verzichten und von der wahnsinnigen Zahl dieser 162.000 Terawattstunden die Primärenergie einfach senken. mehr Energie einfach senken. Dass man die Produkte gar nicht herstellt. Oder wie Sie sagen, einfach haltbare Produkte herstellt. Aber da muss aus meiner Sicht an der Geisteshaltung was ändern. Man braucht ein Bewusstsein. Aber wir leben leider in diesem westlich-kapitalistischen Das ist ein Wahn. Das ist eine Geisteskrankheit, meiner Ansicht nach. Es ist gerade ein neues Buch erschienen, kürzlich auf Ö1 ist darüber berichtet worden, da hat ein Forscher durchgerechnet aus Oxford, glaube ich, was ist, wenn wir jetzt aufhören zu konsumieren. Und was sich dann abspielt. Also das führt zu einer sehr, sehr schnellen Transformation der Gesellschaft, Das führt zu einer sehr, sehr schnellen Transformation der Gesellschaft, allerdings zu einer nicht sehr freundlichen Zukunft. Dieser Umbauprozess wäre unglaublich massiv und mit viel Leid verknüpft, aber natürlich muss man davon ausgehen, dass der Konfirmismus... Aber man muss doch auch sehen, dass das Leid auch kommen wird, wenn wir so weiterein, wenn wir gehen die Wand fahren, wird es auch ein unglaubliches Leid geben. Deswegen habe ich gesagt, wenn wir langsam fahren, halten wir es vielleicht aus. Mit 5 kmh, haben wir uns in Schell. Aber siehe Bioökonomie, es darf einfach, es müsste der Preis gestalten. Es darf einfach Produkte, die aus einer Bioökonomie kommen, die natürlich teurer sind, aufwendiger sind, mehr kosten als diese Ramschsachen, die Plastikteile. Aber wenn man sich das einmal anschaut. Die dürfen einfach nicht so billig sein. Im jetzigen System kaufen sie ein Bioprodukt, sie unterstützen damit das Tierwohl und ansonsten auch noch gute Dinge und das ist dreimal so teuer als irgendeine Ramschgeschichte. Also wenn ich Fleisch um 3 Euro das Kilo kaufe und das Bio-Steak kostet beim Winklermarkt 15 Euro das Steak, bitte? Ja, dann viel mehr. Ich meine, dann wundert es mich nicht. Es ist einfach eine Imbalance und eine Massenproduktion entstanden, die nicht mehr zusammenpasst. Aber jetzt reden wir von Veränderung. Reden wir von dieser neuen Form der Ökonomie. Die ersten Ansätze, hier etwas zu transformieren, damit sind wir beim Bio, haben schon nicht funktioniert. Und neulich hat erst einer wieder gesagt, diese Bio-Schiene dient dazu, die Konsumenten mit ein bisschen am Gürtel im Sackl abzugreifen. Aber im Grundsätzlichen ändert sich nicht für ein System. Woher nimmt man dann noch einen Optimismus, dass die gesellschaftliche Transformation eigentlich erfolgen kann? Zumal wir ja die Auswirkungen dort, wo es hingeht, erst in 20 Jahren wirklich so gespürt haben, dass es uns wehtut. Weil von dem bisschen Hagel haben wir auch nichts gelernt, was wir da gehabt haben bei uns in der Nähe. Und von den bisschen Überschwemmungen in Deutschland haben wir auch nichts gespürt. Es uns nichts bringt, dass wir pessimistisch sind. Es bringt uns nichts. Das ist ja so eine hübsche Depression, die hat auch was, oder? Ja, aber es ist... Das Einzige, was ich sehe, ist Druck an die Politik zu machen. Mit den richtigen Lösungsansätzen. So wie Sie gesagt haben. Warum brauche ich Produkte, die als Ramsch in Wohnungen herumliegen? Gestern haben wir auch wieder ein Kindergeburtstag gehabt. Da hat es ein Geschenk gegeben. Plastikraketten, die Kinder sind draufgesprungen, das ist hochgeflogen, die haben eine Stunde gespielt damit und da war es nicht mehr lustig, brauche ich nicht. Ich habe gesagt, was ist denn das für ein Scheiß? Da kaufe ich lieber ein Buch, das ist zwar manchmal für die Burschen fad, lesen, aber mein Bruder mag auch nicht das Lesen recht, aber ich brauche so etwas nicht konsumieren. Das Ding kostet gleich einmal 20 Euro. Also es muss ein Umdenken passieren. Und alle, die da sitzen, ihr habt es alle schon gedacht, bin mir sicher. Aber den Großteil der Gesellschaft oder zumindest die Hälfte der Gesellschaft würde ich sagen, noch nicht. Kleine Gruppen sind notwendig, um Dinge anzusprechen. Deswegen liebe ich den Kepler-Sammler. Ihre Frage. Ja, danke. Ich würde eigentlich sagen, vielleicht ein paar eher unangenehmere Sachen. Wir sprechen von der Beeinflussung der Politik und von den Bewusstseinsbilden. Ich sehe hier einen ziemlich großen Zeithorizont und ich glaube, es bedarf auch anderer Maßnahmen. Und zwar, wenn ich jetzt sage, Sie haben den Strom in den Wüsten erwähnt, wenn man weiß, wie lange die Starkstromleitungen benötigen, um gebaut werden zu können, auch in Umweltverträglichkeitsprüfungen all das, wo den Einspruchsmöglichkeiten wesentlich kürzere Fristen setzen, weil sonst kann ich es nicht bauen, egal. Und es wird eben auch ein paar gesetzliche Änderungen brauchen, die vielleicht die Rechte sogar der Einheimischen und der Menschen reduzieren, wenn man das höhere Ziel erreicht wird. Ich kann mir nicht vorstellen, dass man das im wirklichen konsens durchsetzen kann und vielleicht noch eine zweite sache weil das haben vor kurzem gehört habe ich auch toll gefunden es ist ja ein faktor vielleicht gar nicht so ein großer faktor wird der pendlerverkehr gleichzeitig das problem der Landflucht. Zum Beispiel eine politisch, glaube ich, gescheite Möglichkeit wäre ja, wir haben gelernt, wie viel mit Homeoffice und so weiter zu arbeiten ist, dass man in Dörfern bewusst, sozusagen gemeinsam wie Büroschaft oder wie man das nennen sollte, in denen eine gute Internetverbindung ist und wo man sich einfach nicht neben dem von derselben Firma, sondern wo sich Leute hinsetzen können mit kleinen Keräuschen und mit ihrer Firma kommunizieren. Das würde es möglicherweise doch für sehr viele ermöglichen, ein paar Tage nicht ins Büro zu fahren, sondern dort zu bleiben, wo sie sind und zweimal im Wochen muss er halt fahren. Aber das wären zum Beispiel diese Voraussetzungen, damit ich kann nicht einem in einem kleinen Ort sagen, er soll nicht mit dem Auto fahren. Das ist so kompliziert, das geht fast nicht. Also ich glaube, da wären schon viele Dinge zu tun, auch von der Politik natürlich, die halt notwendig sind, weil es anders kaum gehen wird. Genau. Weil Sie sagen, Land und aufs Auto angewiesen, also auch da sind wir bei unserer Fahrt nach Norddeutschland zu dieser Erkenntnis gelangt, dass dort die Rechtsparteien diesen Protest abschöpfen von jenen, meist jungen Menschen und jungen männlichen Menschen, die sagen, das ist weltfremd. Ich brauche mein Auto dort und wenn ich mir das teurer mache und wenn ich mir das schwieriger mache, damit zu fahren, dann wähle ich diese Protestpartei. Also dort haben wir genau dasselbe mit den Windrädern. Also hier gibt es ein Potenzial. Widerstand schon von 15% über den Daumen in solchen Gegenden, die von der Infrastruktur vernachlässigt sind. ÖPNV funktioniert nicht und, und, und. Ich glaube, dann darf man das nicht über einen Kamm scheren, zu sagen, Auto ist generell für alle teuer, sondern da muss man sagen, teuer müsste es vor allen Dingen mal in der Stadt sein, wo es keiner braucht, oder? Richtig. Das ist ja doch ein kreativer Ansatz. Ja, ja, natürlich. Und ich sehe halt nicht ein, dass in Linz zigtausende Autos am Tag durchfahren. Ich bin Bürger in Linz und möchte eigentlich ein unfallfreies Linz haben und ich habe einen Sohn mit acht und muss mir eigentlich überlegen, dass der Bub einer Gefahr ausgesetzt ist. Und oft fahren wir mit dem Fahrrad zur Schule und denken, kann ich ihn jetzt schon alleine heimgehen lassen? In der Leon-Feldner-Straße zum Beispiel, wo die Autos mit 70, 80 durchpressen. Und ich habe dreimal schon die Polizei angerufen. Und am Bachelberg zum Beispiel fahren die Autos, die großen SUV, mit 70 runter. Da ist ein 30er. Da passiert nichts. Frustrierend. Aber ich gebe nicht auf. Ich rufe die Polizei an. Aber da fahren die Mountainbiker mit 60 Grad runter. Was soll ich mir sagen? Da gibt es noch viel zu tun. Der Mensch ist blöd. Bitte? Ich sehe es nicht ein, man muss in der Stadt einfach einmal eine Stadtmaut machen. Oder Park and Ride. Es gibt die Konzepte nicht. Ja, aber das muss man durchziehen, die gibt es ja auch nicht. Ja, aber das muss man durchziehen. Gibt es Fragen? Bitte. Weil es gerade gut zum Thema passt, bezüglich Carsharing, sehen Sie recht viel Potenzial in den selbstfahrenden Autos, weil an und für sich gerade, wenn das Angebot nicht so nah im Dorf ist, an und für sich, gerade wenn das Angebot nicht so nah im Dorf ist, wäre das ja eine Möglichkeit der Lösung, wenn man es sich romantisch vielleicht vorstellt. Ja, also Amazon überlegt, dass zum Beispiel selbstfahrende Autos kursieren lässt in Zukunft, dass man das mieten kann, einfach per App kommt das Auto vorbei und ich hupfe rein ins Auto und fahre in die Arbeit. Die Frau Maja Göppel, kennen Sie die? Bitte lesen Sie das Buch, ich habe es da. Das ist eine Zukunftswissenschaftlerin, Nachhaltigkeitswissenschaftlerin. Die Frau Maja Göppel. Super Buch. Tolle Frau. Sehr gescheite Frau. Die sagt, das ist die Pille-Palisierung unserer Existenz. Wenn ich dauernd angewiesen bin auf irgendein technisches Teil, wie ein autonomes Fahrzeug oder die Artificial Intelligence, die mir alles abnimmt, ich als Mensch gar nicht mehr ich bin, sondern mich von irgendwas leiten los, dann ist das die Pilepalisierung der Existenz, finde ich. Und da hat sie recht. Wir brauchen den ganzen Mist nicht. So wie Sie auch sagen, wir brauchen den ganzen Mist nicht in Wohnungen. Und das muss man, glaube ich, der Menschheit verklickern. Ich brauche kein selbstveränderndes Auto unbedingt. Elfig? Ich bin ja ungern ein Pessimist, aber als jetzt Corona wieder ein wenig Öffnung zuließ, was haben die Leute gemacht? Möbel haben sie sich gekauft. Hat man es ja deutlich gesehen. Aber vielleicht ändert sich das ja noch in der Einstellung. Bitte. Ja, zu dem, was der Herr gesagt hat, mit den Massen von Einrichtungsgegenständen und so weiter, haben wir ja in Westdeutschland die Bilder gesehen von der Überflutung, was dort Berge gelegen sind an Sachen, die einfach weggeläutet worden sind. Das hat er das gezeigt. Dann, wenn wir so sagen, man sollte sparsamer sein und so weiter. Es hat natürlich andere Seiten. Die anderen kommen dann, Arbeitsplätze gehen verloren usw. Das sind also so viele Vernetzungen, die da miteinander spielen. Aber die Produkte müssen auch mehr kosten. Und dann können sie auch länger halten. Ja, da bin ich ganz dabei. Man kann auch weniger arbeiten. Genau. Und weniger verdienen. Das muss man auch weniger arbeiten. Genau. Ja. Und weniger verdienen. Das muss man auch dazu sagen. Ja. Auf der einen Seite wird alles ohnehin schon gepredigt, sparsamer sein. Und dann gehe ich durch die Gassen und Straßen und die Auslagen springen mich an, sozusagen kaufen mich, kaufen mich,auf mich, kauf mich, kauf mich. Ich bin auch manchmal verleitet, dass ich mir etwas kaufe. Das sind also so viele Widersprüche. Aber dann muss man sich dann wieder denken, brauche ich das überhaupt? Ist ja nicht leicht. Ich war gestern in Wien und habe meine Tochter besucht, die dort studiert. Und wir sind durch die Stadt gegangen und mir ist zum ersten Mal aufgefallen, ich war jetzt schon länger nicht in dieser Gegend, was es dort an Second-Hand-Läden gibt. Sensationell. Im siebten Bezirk, super. Das ist explodiert. Da kostet ein Second-Hand-Teil 50 Euro. Ja. Da gibt es solche und solche. Wurde mir mitgebracht. Aber vielleicht eine Entwicklung in eine richtige Richtung, indem man die Dinge wiederverwertet und wiederverwendet. Gibt es noch Fragen, Damen und Herren? Bitte, eine gibt es noch, die wollen wir noch zulassen. Und dann machen wir schon langsam Schluss. Danke. Es ist ein komplett falsches Signal der Politik an die Bevölkerung, den Kauf von Elektrofahrzeugen finanziell zu unterstützen. Mit dem Argument, wir fahren dann CO2-frei, dafür wird aber für die Lithiumgewinnung zum Beispiel in anderen Ländern, Chile und ich weiß nicht wo, überall Asien, Gewinnung von Lithium und seltenen Erden, dort die Umwelt verpestet. Genau, ich glaube, der Herr Buttinger hat das mal in einem Zeitungsartikel geschrieben, die Mangan- und Kobaltgewinnung in der Tiefsee, Kobaltrosen in der Tiefsee, was extrem Wahnsinn ist. Daher ist das Signal, finanziell zu unterstützen, ein Elektroauto zu erwerben, eigentlich ein komplett falsches. Das ist eine falsche Richtung. Und ich bin mir auch sicher, das ist eine Brückentechnologie, weil wenn man, wie alle, wenn man jeder ein Elektroauto hat, habe ich mal gehört, kommt man ungefähr 10 Jahre aus mit dem ganzen Lithium. Da gibt es jetzt Strategien, dass man das wieder rezyklieren kann dass man es wieder einsetzen kann man kann das schon aus sich verzögern aber das ist nicht die Technologie das ist eine Sackgasse eine zweite Sache wollte ich noch einschneiden Sie haben da vorhin ein Bild projiziert über die Lichtverschmutzung, wo Italien dran war wahrscheinlich aus der ISS aufgenommen. Denkt man da nicht drüber nach, diese Gigawatt an Energievergeudung, die da nach oben mehr oder weniger sinnlos nach oben abgestrahlt wird und man unternimmt nichts dagegen. Im Gegenteil, es ist sogar mehr geworden seit es LED-Beleuchtung gibt. Jetzt kostet es sogar ein bisschen weniger, trotzdem sind es Gigawatt, die da in die Luft geblasen werden. Sinnlos, mehr oder weniger sinnlos, weil es ja so hell braucht es wirklich keiner. Da spricht man vom Rebound-Effekt, heißt das. Und erwiesenermaßen schädlich für die Biologie, für die gesamte Biomasse ist. Und man tut nichts dagegen. Komisch. Ja, vollkommen. Es gibt Initiativen gegen die Lichtverschmutzung. Das ist ja thematisiert, aber natürlich nicht in dem Ausmaß, wie es sein soll. Ich kenne zum Beispiel Kommunen, die bewusst Lampen einsetzen, die nicht nach oben abstrahlen, die nur nach unten abstrahlen. Sehr genau gezirkelt. Aber natürlich sind das Vorreiter in dieser Frage. Grundsätzlich wird da nicht so viel nachgedacht. Und was die LEDs betrifft, habe ich gehört, dass mittlerweile in Japan es zum Trend gehört, sein ganzes Haus mit LEDs zu beleuchten, um dort sozusagen ein Fernseher einzurichten. Da kann ich irgendwas übertragen. Also was man sich eingespart hat gegenüber den Glühbirnen ist da um das zigfache wieder verschwendet worden. So ist die Menschheit, kommt man manchmal vor, unmäßig, oder? Ja, das hat er mal gesagt. Entweder wir sind geschaffen dazu, dass wir eine kleine kurze Zeit flackernd grell sind und uns alle miteinander umbringen, zerstören und dann gibt es uns halt nicht mehr. Oder es sieht die Vernunft. Oder es sieht die Vernunft. Treffen Sie zwei Planeten, sagt einer, wie geht es einem, der andere schlecht, wieso, naja, ich habe Homo Sapiens, sagt der zweite, geht auch vorbei. Das ist andere schlecht, wieso, naja, wo muss ab, Jens? Der zweite geht auch vorbei. Das ist ja doch ein tröstlicher Moment und mit dem wollen wir uns vielleicht heute verabschieden vom Thema. Damen und Herren, vielen herzlichen Dank fürs hier sein. Danke, dass Sie so eifrig mitdiskutiert haben. Vielen herzlichen Dank Professor Schöfberger fürs Dasein. Bitte um einen feinen Abschiedsapplaus. Danke. Danke.