Hallo und schönen Abend, dass ich Sie da alle begrüßen darf zur heutigen Lectures for Future am 31. Mai. Mein Name ist Katharina Gruber und ich bin Masterstudentin an der JKU Linz für Soziologie und zusätzlich bin ich Referentin für Klimaschutz und Nachhaltigkeit an der IHJKU. bin ich Referentin für Klimaschutz und Nachhaltigkeit an der IHJKU. Ich bin heute in Vertretung von Martin Hoffmann da. Er ist der Regionalgruppenleiter der Scientists for Future Oberösterreich. Kurz was Allgemeines. Wie schon bekannt ist für viele von Ihnen, schließen wir eben für den Zeitraum vom Vortrag eben den Warteraum vom Zoom-Meeting. Sie können alle auf YouTube oder Facebook oder DorfTV den Vortrag verfolgen und dann später zur Diskussion wieder über diesen Link einsteigen. Dann darf ich eben nur daran erinnern, dass alle Teilnehmerinnen bitte Mikrofon und Kamera während dem Vortrag ausschalten, damit wir keine Störungen haben. Vielen Dank. Und bevor wir uns dem heutigen Thema widmen, an unserem heutigen Gast, nämlich Mag. Lisa Bohunowski von der BOKU Wien, zur Fragestellung Lernen, Lehren und Forschen berichtig, die uns heute einiges dazu erzählen wird. Ich möchte dir auch noch kurz Frau Maria Buchmeier vorstellen. Sie ist an der Stabstelle Nachhaltigkeit der JKU tätig und sie wird noch ein bisschen was zur Stabstelle erzählen und eben auch zur Allianz der nachhaltigen Universitäten. Und im Anschluss darf ich dann Herrn gestern Bukowinowski bitten, nur ein paar kurze Worte zu sich selber eben zu sagen und dann starten wir den heutigen Abend. Dankeschön. Ja, danke liebe Katharina für die freundliche und nette Einleitung von dir. Ja, die Katharina hat schon gesagt, mein Name ist Maria Buchmeier, ich bin die Leiterin der Stabstelle für Nachhaltigkeit im Büro des Rektors an der JKU, also direkt im Rektorat angesiedelt. Von daher mit doch einigen Möglichkeiten auch ausgestattet, hier Nachhaltigkeit an der JKU umzusetzen. Immer wenn mich wer sozusagen fragt, wie ist das Aufgabenprofil kurz und bündig beschrieben, dann ist meine Antwort immer Nachhaltigkeit an der JKU zu fördern und zu fordern, dort wo es notwendig ist und auch darüber hinausgehend. Insofern haben wir da schon einige Projekte jetzt auch am Laufen und das möchte ich auch ganz besonders betonen, die Zusammenarbeit mit den Scientists for Future, wo eben der Martin Hoffmann ein wichtiger Ansprechpartner ist, aber auch viele andere, die da hier in der Runde sind, wie der Dominik Greil zum Beispiel, weil das sind für mich da sehr wichtige Partner, weil man da einfach wirklich auch gemeinsam unheimlich viel weiterbringen kann an einer Universität. Ja, und die Katharina Gruber selbst, die Referentin des ÖH-Klimareferats, also die für mich zu einer immer wichtigeren Partnerin auch wird, auch im Kontakt zu den Studierenden, weil ich denke immer Nachhaltigkeit an einer Universität umzusetzen, zu leben und eben zu fördern und vor allem auch zu fordern, das ist etwas, was die Studierenden wirklich in ganz starker Weise auch machen müssen und ich bin froh, dass wir da so gute Kooperation gefunden haben und wirklich eine Partnerschaft, weil das für mich einfach schon wirklich der Zugang auch zu den Studierenden ist. Und ohne die geht es da einfach wirklich nicht. Und ich bin auch schon sehr gespannt, was die Lisa Pohonowski uns da in ihrem Vortrag näherbringt. Die Lisa Pohonowski kennen, also wir kennen uns ja auch von der Allianz der nachhaltigen Universitäten in Österreich recht gut. Die Allianz, oder wird vielleicht die Lisa eh selbst auch noch was dazu sagen, die Allianz der nachhaltigen Universitäten hat sich gegründet vor, ich würde mal sagen, gut drei Jahren in etwa, oder? Oh, so viele schon. Das ist das Uni-Netz-Projekt, genau. Oh, so viele schon. Das ist das Uni-Netz-Projekt. Genau. Also es gibt schon eigentlich einige Jahre. Das sind 16, beziehungsweise sind jetzt auch noch die Kunstuniversität Linz ist auch dazu gestoßen und die Hauptuni in Wien. Universitäten, um sie hier in Gemeinsamkeit in einer sehr guten Zusammenarbeit und weil man ja das Rad nicht immer neu erfinden muss, hier wirklich gegenseitig inspiriert und dort wo es notwendig ist zusammenzuarbeiten, um eben Nachhaltigkeit entsprechend voranzutreiben, sowohl in der Forschung, in der Wissenschaft, aber auch durchaus im Verwaltungsbereich und im betrieblichen Bereich, sage ich jetzt einmal, weil es gibt natürlich, jede Universität besteht tatsächlich auch aus physischen Gebäuden und zum Beispiel das Thema von klimaneutralen Universitäten ist ja momentan zumindest bei mir ganz groß angeschrieben, weil ich glaube, dass man als Universität da einfach wirklich eine Vorreiterrolle einnehmen muss. Das ist unser gesellschaftlicher Auftrag, unser wissenschaftlicher Auftrag, aber auch unser demokratiepolitischer Auftrag, denke ich. Und von daher hat man da wirklich immer sehr gute Ideen. Man kann sich austauschen. Es gibt aber auch schon gemeinsame Foren und gemeinsame Austauschplattformen, was einfach sehr, sehr wichtig ist. Ich denke, mein Thema, nicht nur zum Thema Nachhaltigkeit zu sehr vielen Themen, ist einfach eine Kooperation, eine Zusammenarbeit wirklich wichtig, weil man einfach viel voneinander auch lernen kann. An der JKU selbst momentan beschäftigt mich ganz stark die Umsetzung eines modernen Abfallmanagementsystems gemeinsam mit ARA Plus. System gemeinsam mit ARA Plus. Das ist eben ein Kooperationsprojekt, die uns da wirklich beraten, weil ganz banal ausgedrückt, die Mülltrennung an der Uni war wirklich eines der ersten großen Themen, die ich am Schreibtisch gehabt habe, wie ich begonnen habe. Das hat sich dann bewahrheitet, dass das wirklich ein großes Thema ist und dass man hier sehr, sehr viel tun kann und tun muss. Mittlerweile ist das wirklich schon schön auf Schienen. Wir haben es als Circular University bezeichnet, dieses Projekt. Es wird auch noch ausbaufähig sein, dass wir dann auch in Kooperation mit Forschungsinstituten arbeiten, aber auch gleichzeitig mit dem Institut für Organisation, weil das natürlich sehr viel mit Partizipation zu tun hat und wie man als Organisation an dieses Thema auch herangeht, um hier wirklich langfristig was bewirken zu können. Auch wird die Uni Klimabündnis betrieben. Das heißt, der erste Schritt zu einer klimaneutralen Universität ist damit getan. Wir haben einen sehr, sehr großen Campus mit vor allem sehr vielen Gebäuden. Ich bin mit den Kollegen vom Klimabündnis Oberösterreich auch schon mittendrin, hier wirklich Gebäude zu begehen und zu schauen, wie ist der Stand der Dinge, wo kann man was verbessern, was ist aber auch schon gut, auch das kann man betonen. Also das sind alles wichtige Prozesse, die da jetzt stattfinden. Ja, und die Uni Linz hat ja den großen Vorteil, wirklich eine Campus-Uni zu sein. Sie liegt am Stadtrand. Wir haben einige Grünflächen und auch diesen Campus entsprechend zu berücksichtigen, ist meines Erachtens noch eine sehr, sehr wichtige Aufgabe der Nachhaltigkeit. Also auch da sind viele Projekte sozusagen in der Pipeline, wie man so schön sagt. Das Thema Mobilität ist natürlich eines an einer Stadtranduni wie Linz, das ganz, ganz groß ist. Also da ist auch mit dem Klimabündnis, mit der Kooperation mit dem Klimabündnis schon einiges im Denken, was man hier verbessern kann. Es hat sich an der JKU auch eine Radfahrinitiative gegründet, wo auch die Science-for-Future maßgeblich beteiligt sind. Ich denke, das ist, wie gesagt, Mobilität, Radfahren, das ist überhaupt ein Thema, das uns in Zukunft sehr stark beschäftigen, noch viel mehr beschäftigen wird, als es ohnehin bereits tut. Ja, aber jetzt möchte ich gar nicht mehr so sehr den Raum beanspruchen, sondern gleich an die Lisa weitergeben für den Vortrag Lehren, Lernen, Forschen. Wie richtig? Die Frage stelle ich mir jeden Tag. Tun wir das Richtige? Ja, wir tun das Richtige, aber wie kann man es optimieren? Das ist so immer weiter lernen und sich immer verbessern. Das ist ja so irgendwie auch die Motivation, die uns vorantreibt. In diesem Sinne nochmal danke, Katharina. Danke allen Scientists for Future für die Organisation dieser Lecture for Future. Ich glaube, es wird sicher sehr, sehr interessant werden. Herzlichen Dank. Danke Maria für die Einleitung und auch danke Katharina Gruber für die Einleitung. Ich habe diese Frage gestellt, das Titel Lernen, Lernen und Forschen wie richtig? Ich habe diese Frage gestellt, das Titel Lernen, Lernen und Forschen, wie richtig? Und das ist natürlich ein bisschen eine provokante Frage. Und ich werde sie sicher auch nicht beantworten im Sinne von Ja oder Nein, sondern es geht mir eher darum, so ein paar Ideen auch zu bringen, warum es ist eigentlich wichtig, dass wir uns als Universitäten diese Frage stellen. Und was gibt es da so Ansätze, auf was man achten muss, wenn wir als Universitäten zu einer nachhaltigen Entwicklung beitragen wollen und können. Und das ist eben auch der Untertitel meines Vortrags, die Rolle von Universitäten für eine nachhaltige Entwicklung. So, jetzt muss ich aber noch den Bildschirm teilen, sonst haben Sie nichts von meinen Folien. noch den Bildschirm teilen, sonst haben Sie nichts von meinen Folien. So, ich hoffe, das klappt jetzt, dass jetzt alle die Folien auch sehen. Genau. Ganz kurz zu mir. Ich bin, also ich habe unterschiedliche Hintergründe, also disziplinäre Hintergründe und bin jetzt seit 2013 an der BOKU, also meiner Heimatuniversität, am Zentrum für globalen Wandel und Nachhaltigkeit. Und dieses Zentrum für globalen Wandel und Nachhaltigkeit, das ist eben kein Institut, das heißt, wir arbeiten nicht disziplinär. nicht disziplinär. Wir haben auch nicht unsere Hauptaufgabe in Lehre und Forschung, sondern unsere Aufgabe ist es eben, ähnlich wie das, was die Maria Buchmann der JKU macht, Nachhaltigkeit an der Universität und an Universitäten zu fördern und zu fordern und Nachhaltigkeit voranzubringen, aber auch über Universitäten hinaus. Also prinzipiell das Thema Nachhaltigkeit zu pushen an der Universität oder in der Gesellschaft auch. Mein konkreter Aufgabenbereich ist die Nachhaltigkeitsstrategie der BOKU. Also ich kümmere mich um die strategische Ausrichtung der BOKU im Zusammenhang mit Nachhaltigkeit. Ich werde dann später im Vortrag so sagen, was so ungefähr die Themenfelder sind. Und ich koordiniere eben auch diese schon angesprochene Allianz nachhaltiger Universitäten in Österreich, die jetzt inzwischen eben seit fast zehn Jahren, also es ist 2012, Anfang 2012 schon gegründet worden, kurz bevor ich an die BOKU gekommen bin, schon besteht und in den letzten Jahren sehr stark an Zulauf auch gewonnen hat. Ganz kurz auch vielleicht noch, ich meine, das steht jetzt nicht viel mehr oben als das, was die Maria schon gesagt hat, aber Sie finden hier den Link auch auf die Homepage der Allianz Nachhaltiger Universitäten, wo, glaube ich, ein recht großer Fundus an Informationen ist zu dem, was wir tun. Wir sind jetzt 18 Universitäten, die Uni Wien wird hoffentlich bald als das 19. Universität dazugestoßen und das sind bei 22 öffentlichen Universitäten dann schon fast alle, also es fehlen nicht mehr sehr viele. Was sehr schön ist, was zeigt, wie in diesen zehn Jahren das Thema Nachhaltigkeit an den Universitäten einfach auch an Bedeutung gewonnen hat. Die Themen, die ich hier auf dieser Folie anführe, Lehre, Forschung, Universitätsmanagement, das sind auch die Themen oder der Strang praktisch, in dem ich dann den Vortrag halten möchte, wobei ich auf Lehre und Forschung fokussieren möchte, weil es eben die Frage ist, lernen und lernen, lernen und forschen wir überhaupt richtig. Das ist so mein Hintergrund, einerseits die spezifische BOKU-Sichtweise und andererseits eben diese Sichtweise von österreichischen Universitäten durch die Allianz Nachhaltige Universitäten in Österreich. Ich würde vielleicht, und es sollte funktionieren im Chat, auch wenn die Kameras ausgeschaltet sind, zuerst eine Frage stellen an alle. Und zwar nur, indem sie kurz für sich, für die, die bei Live-Stream dabei sind, einfach kurz für sich selbst überlegen. Und zwar, welche Rolle hat Nachhaltigkeit für sie gespielt, als sie in die Universität gekommen sind, als Sie sich für das Studium entschieden haben, dass Sie jetzt studieren und vielleicht einfach in den Chat schreiben als kurze Anmerkung, eine Zahl zwischen 1 und 10, wobei 1 bedeuten wird, hat eigentlich überhaupt keine Rolle gespielt, war komplett unwichtig und 10 hat eine sehr große Rolle gespielt. Und ich würde, genau, und es war praktisch der ausschlaggebende Punkt dafür, dass ich dieses Studium gewählt habe. Also ich würde mich freuen, ich hoffe, das klappt jetzt, dass ich dann den Chat auch sehe. Ja, hier sollte es sein. Einfach, wenn jeder kurz eine Zahl zwischen 1 und 10 in den Chat schreibt, damit ich so ein bisschen einen Einblick habe, wie wesentlich das Thema ist. Ich sehe schon einen Dreier, danke schön. Einen Sechser, Achter, okay, also doch durchaus wichtig. Dreier, weiß nicht, wie viele wir jetzt überhaupt sind. Sieben. Zwei. Also durchaus ist ein recht breites Spektrum bis jetzt vorhanden. Genau, ich frage das auch deshalb, weil an der BOKU gibt es eben auch unterschiedliche Studien, die man studieren kann. Und die Wichtigkeit für das Thema Nachhaltigkeit ist natürlich sehr unterschiedlich, auch nach Studienrichtung. Also wenn jemand an der Bochumwelt und Bioresource Management zum Beispiel studiert, dann wird er sich wahrscheinlich tendenziell höher in dieser Skala einordnen als bei anderen Studienfächern. Und trotzdem ist es eben ein Thema, das aus meiner Sicht inzwischen praktisch alle Leute, mit dem sich alle Leute beschäftigen sollten, ganz egal, was sie ursprünglich studiert haben. Und wenn wir wollen, dass Studienabsolventen beitragen zu einer nachhaltigen Entwicklung, dann muss es praktisch auch diese Relevanz des Themas für die verschiedensten Studienrichtungen auch von Universitäten dargestellt werden und auch gebracht werden. auch von Universitäten dargestellt werden und auch gebracht werden. Kurz zum Aufbau meines Vortrags. Ich möchte am Anfang kurz noch einmal eingehen, warum stellen wir uns überhaupt diese Frage? Was sind so die Herausforderungen, aber auch welche Ziele haben wir? Soll ein eher kurzer Teil sein. Und dann möchte ich spezifisch eingehen auf das Thema Forschen für nachhaltige Entwicklung, aber auch Lernen und Lehren für eine nachhaltige Entwicklung. Und zum Schluss ein bisschen das ansprechen, was die Marie Buchmeier auch schon für die JKO gemacht hat, nämlich Third Mission, was auch durchaus eng für mich mit Forschen und Lehren zusammenhängt. Also die dritte Mission der Universitäten, aber auch kurz in den Betrieb und soziale Nachhaltigkeit, um einfach zu zeigen, wie breit das Gebiet ist, mit dem sich Universitäten beschäftigen müssen, wenn sie sich mit dem Thema Nachhaltigkeit beschäftigen. Vielleicht ganz kurz zu den Herausforderungen. Das ist eine Liste mit großen globalen Herausforderungen, die jetzt natürlich nicht abschließend ist, aber das sind doch einige der wichtigen Themen, mit denen wir uns global beschäftigen müssen. Und zwar mit global meine ich eben auch wirklich auf einer globalen Ebene. Da reicht es nicht, wenn sich nur ein Land, also das sind Probleme, die nicht ein Land, schon gar nicht eine Person alleine lösen kann, sondern das braucht hier wirklich die Zusammenarbeit wirklich auf globaler Ebene. Und das ist, wie man hier sieht, schon eine ziemlich lange Liste und ich werde sicher jetzt nicht durch alle durchgehen, aber es zeigt, vor welchen großen Herausforderungen wir stehen und dass das sicher keine Herausforderungen sind, die eine Disziplin oder auch die Wissenschaft an sich lösen kann, sondern es braucht hier wirklich die Zusammenarbeit von verschiedensten Disziplinen, von verschiedenen Stakeholdern und vor allem auch von verschiedenen Nationen. Das ist, glaube ich, ganz wichtig. Ich hoffe, dass das jetzt funktioniert. Das ist eine Folie zum Werbung. Man sieht hier die Temperaturveränderung seit den 1850ern. Man sieht, es steigt kontinuierlich an. Und jetzt in den letzten Jahren sieht man auch, wie es weiter ansteigt und auch mit dieser unglaublichen Geschwindigkeit, mit der sie jetzt plötzlich ansteigt, die Temperatur. Das läuft jetzt, glaube ich, noch einmal durch. Auch der kühle Herbst oder der kühle Frühling, den wir jetzt gerade erlebt haben oder erleben, wenn man es gern vergessen lässt, das ist wirklich eine der großen Herausforderungen. Und die Lectures for Future sind praktisch auch basierend auf dieser Idee, dass wir etwas beitragen müssen, um diese Klimakatastrophe hinanzuhalten, die eben keine ökologische Katastrophe ist, sondern eben auch eine Herausforderung, die vor allem auch sehr groß auf der sozialen Ebene abspielt. Eine zweite große Herausforderung, die, glaube ich, noch weniger in der Öffentlichkeit angekommen ist, aber mindestens so groß ist, ist die Biodiversitätskrise. Ich möchte jetzt da nicht groß darauf eingehen. Man sieht, wie groß die Gefahr inzwischen ist, oder wie viele Arten bedroht sind inzwischen. Das ist jetzt ein Bild aus dem Global Biodiversity Outlook, also vergleichbar zum IPCC-Report, der ja immer wieder die Situation im Klimabereich auch wiedergibt. Das, was dahinter steht, und ich finde diese Grafik immer wieder beeindruckend, deswegen möchte ich es jetzt auch mal kurz zeigen, falls Sie es noch nicht gesehen haben, was ich aber fast nicht annehme, das sind diese exponentiellen Wachstumstrends, hinter denen wir stehen, oder das ist praktisch die Pfade des Anthropozäns. Und wir sehen eben, dass praktisch die verschiedensten Aspekte auf der Erde, Wir nehmen das praktisch die verschiedensten Aspekte auf der Erde, sowohl auf dem Erdsystem, aber auch in den sozioökonomischen Trends, also sowohl was die ökologischen Faktoren betrifft, aber auch das, was wir Menschen machen. Es ist immer dieser exponentielle Pfad, den wir hier beobachten können. Und exponentielles Wachstum ist etwas, was auf einem begrenzten Planeten definitiv nicht weitergehen kann. Das heißt, es gilt hier sehr rasch, eine Trendumkehr herbeizuführen, um wegzukommen von diesen Pfaden. Und man sieht eben auch dadurch, dass das sehr parallel läuft, wie stark die menschgemachten Veränderungen hier auf das Erdsystem einwirken, was ja auch der Grund ist, warum man inzwischen von einem Anthropozän spricht, also von einem Erdzeitalter, das vor allem durch die Menschen definiert wird, wo sogar die Erdoberfläche ganz stark durch den Menschen beeinflusst ist und nicht durch andere ökologische Prozesse. Das war jetzt ein ganz kurzer, ein paar ganz kleine Highlights eigentlich nur aus den großen globalen Herausforderungen. Und auf der anderen Seite stehen aber eben diese großen Ziele, die sich die Menschheit gesetzt haben. Und das sind eben diese Sustainable Development Goals oder SDGs, die ja auch sehr breit sind, die auch ökologische Aspekte, aber auch ökonomische und technische Aspekte ansprechen. Und die, wenn man sie so anschaut, könnte man sagen, okay, die sind viel zu groß gegriffen, die erreichen wir nie, weil der Horizont ist 2030, also sehr, sehr kurzfristig eigentlich. Und trotzdem sind sie wichtige Ziele und die Vorgängerziele, die Millennium Development Goals haben ja auch gezeigt, dass man, wenn man sich solche Ziele setzt, sehr große Fortschritte machen kann. Also da ist wirklich sehr viel passiert. Jetzt sind sie viel breiter, jetzt gelten sie vor allem auch für alle Nationen dieser Welt, also auch die sogenannten industrialisierten Länder, sind ja Entwicklungsländer im Zusammenhang mit Nachhaltigkeit. Das heißt, für uns sind die Herausforderungen mindestens genauso groß wie jetzt für Entwicklungsländer, nur halt anders gelagert. In Ländern des globalen Südens geht es natürlich ganz stark auch darum, die sozialen Mindeststandards zu erfüllen. Kein Hunger, keine Armut, Sanitäranlagen, Wasser. Und in unseren Ländern sind es vor allem diese planetaren Grenzen, die durch unsere Wirtschaftsweise überschritten werden, dass wir hier auf ein Niveau kommen, das einfach nachhaltig ist und nicht auf lange Frist unser Überleben und unsere Zukunft beeinträchtigt. Das heißt, es gibt auf der einen Seite diese großen Herausforderungen und die großen Ziele, die natürlich ganz eng miteinander zusammenhängen. Und das ist die Frage, was ist eigentlich die Rolle der Universitäten? Inwieweit können Universitäten da wirklich einen großen Beitrag leisten und inwieweit tun sie es schon? bis 10, Nachhaltigkeit sollte die absolute Priorität sein. Vielleicht zwei Zahlen hineinschreiben. Einerseits die erste Zahl, so inwieweit sollten Sie es versuchen, also wie stark sollte die Rolle der Universität sein? Und als zweite Zahl, wie weit ist es bereits aus Ihrer Sicht verwirklicht? Also wenn Sie sagen, für Universitäten sollte Nachhaltigkeit die oberste Priorität sein, dann wäre die erste Zahl 10. Wenn Sie sagen, bis jetzt versuchen Sie so, dann wäre es irgendwie 3 oder so. Vielleicht, wenn Sie noch einmal in den Chat versuchen, diese Einschätzung für sich zu geben, inwieweit sollten Universitäten wirklich eine wichtige Rolle spielen und inwieweit tun sie es schon. Vielleicht ist es auch in beider Sicht 10, also das würde mich einfach Ihrer Einschätzung interessieren. Ich schaue gerade, ob ich den Chat wieder finden kann. Er versteckt sich natürlich wieder. 8 und 4, also durchaus eine Spanne. Wer traut sich noch? 9 und 3, 10, 6. Traut sich noch jemand? Niemand mehr. Schade. Also zur Frage, wie weit sollte eine Universität etwas beitragen, möchte ich kurz das Universitätsgesetz von 2002, den § 1 kurz herzeigen, weil der ist interessanterweise relativ schlecht bekannt und man stößt immer wieder auf erstaunte Blicke, wenn man den bringt. Und zwar sagt das österreichische Universitätsgesetz in § 1, dass die Universitäten in Berufen sind, durch ihre Forschung, Lehre oder die Künste, dass die Universitäten berufen sind, durch ihre Forschung, Lehre oder die Künste, verantwortlich zur Lösung der Probleme auch beizutragen und zu einer gedeihlichen Entwicklung der Gesellschaft und der natürlichen Umwelt beizutragen. Das heißt, es gibt einen klaren gesetzlichen Auftrag unseres Landes, dass Universitäten wirklich hier eine Rolle spielen sollen. Und die Frage ist jetzt eben, wie weit klappt das? Und ich finde dieses Universitätsgesetz oder diesen Paragrafen eigentlich sehr schön, weil er ja wirklich hier ganz an den Anfang stellt, die Aufgabe der Universitäten. Und man sich sehr schön auch immer wieder darauf berufen kann, dass nicht etwas Selbstverständliches ist. Es gibt, wenn man sich andere Universitätsgesetze anschaut, ist das durchaus nicht in dieser Klarheit auch formuliert, wie man es hier jetzt im österreichischen Universitätsgesetz auch findet. Wenn wir jetzt davon sprechen, wie das Universitäten eben dazu beitragen sollen, zu einer nachhaltigen Entwicklung, dann ist so im internationalen Kontext wird dann immer vom sogenannten Whole Institution oder Whole Institution Approach gesprochen. Und zwar heißt das, dass Universitäten eben als Ganzes, als ganze Institution überlegen müssen, wie sie einen Beitrag leisten können. Es geht einerseits um die Kernaufgaben Lehre und Forschung, das steht im Vordergrund, aber auch eben genauso in der Betriebsökologie, auch in der Organisationskultur, das ist so der Punkt, der wird immer ein bisschen anders genannt, man kann auch Governance sagen und ganz wichtig eben diese dritte Mission. Aber wichtig ist, diese Aspekte, auch wenn die unterschiedlich benannt werden, wichtig ist eben, dass es wirklich sehr breit angesetzt werden muss. Rolle gespielt hat, ist das ja unterschiedlich auch wahrgenommen worden von den Universitäten und das ist, manche Universitäten haben zum Beispiel jetzt nur gesagt, okay, wir schauen, dass die Mobilität grüner wird, unter Anführungszeichen, oder wir schauen, dass wir halt ein Studium haben, wo man sich mit Nachhaltigkeit beschäftigen kann oder beschäftigen soll. Das ist schön und das ist wichtig auch, aber wichtig ist eben, dass man es wirklich in allen Bereichen macht, um auch einfach die Konsistenz herzustellen zwischen dem, was wir tun und dem, was wir sagen. Und entlang dieser Felder möchte ich mich jetzt eben auch ein bisschen durchhandeln praktisch durch das Thema, möchte ich mich jetzt eben auch ein bisschen durchhandeln, praktisch durch das Thema, inwieweit wir oder was wichtige Aspekte sind, wenn es um Nachhaltigkeit geht an Universitäten. Schauen wir uns vielleicht kurz den Bereich Forschung an. Wenn man sich Forschung oder Wissenschaft anschaut, und das hängt natürlich an Universitäten stark mit der Lehre zusammen, dann ist das immer noch sehr stark disziplinär gegliedert. Das heißt, es gibt unterschiedliche Disziplinen, die sich unterschiedliche Aspekte anschauen, die sich auf ihre sehr engen Fragestellungen oder durchaus breitere Fragestellungen fokussieren, aber selten noch diesen sehr, sehr breiten Blick haben, was natürlich auch nicht geht, weil natürlich das Wissen inzwischen sehr groß ist. Man kann natürlich nicht, wie es früher vielleicht noch möglich war mit universal Gelehrten, es ist es ganz schwierig dass man sagt dass das man sich dass man dass man das eine person das alles im blickfeld hatte das heißt die frage ist wie kann man universitäten zu gestalten dass sie eben zu einer seite dieses dieses disziplinäre wissen haben aber auf der anderen seite eben auch diese komplexen Zusammenhänge, die es einfach gibt auf dieser Erde. Also man sieht das Recht mit diesen ineinander verwobenen Farben und Bällen und Schnüren, die Probleme hängen sehr eng zusammen. Und auch wenn ich früher angesprochen habe, der Klimawandel, der Klimawandel ist natürlich kein begrenztes Forschungsgebiet, sondern da arbeiten mehr als eine Disziplin zusammen. Und das ist eben genau bei solchen Problemen auch die große Herausforderung. Das heißt, das, worum es geht, das sind Themen wie Multidisziplinarität, aber eigentlich noch viel wichtiger darüber hinausgehend Interdisziplinarität, Transdisziplinarität und transformative Forschung. Was ist jetzt damit gemeint? Multidisziplinarität ist einfach, dass man von verschiedenen Blickwinkeln auf ein Problem schaut. geht natürlich schon darüber hinaus und man versucht, dass man wirklich sich gemeinsam auch auf die Begrifflichkeiten einigt, dass man gemeinsam schaut, welche Daten braucht man, mit welchen Methoden geht man, vielleicht braucht es auch neue Methoden, um zum Schluss zu einer gemeinsamen Einschätzung des Problems zu kommen. Also bei der Multidisziplinarität hat dann praktisch jede Multidisziplin ihre Einschätzung des Problems zu kommen. Also bei der Multidisziplinarität hat dann praktisch jede Multidisziplin ihre Einschätzung des Problems. Bei der Interdisziplinärität soll es zu einer gemeinsamen Einschätzung des Problems kommen. Und das ist etwas, was es durchaus natürlich gibt. Viele Probleme werden inzwischen interdisziplinär betrachtet. Es ist aber immer noch nicht das, was sozusagen Mainstream ist. Vor allem dann nicht, wenn man Interdisziplinarität, also wenn man es als großgefasste Interdisziplinarität sieht. Das heißt, wenn wirklich Sozialwissenschaftler mit Naturwissenschaftlern zum Beispiel zusammenarbeiten, also wenn Disziplinen zusammenarbeiten, die im disziplinären Verständnis sehr weit auseinander liegen. Und dann wird es natürlich auch schwieriger und auch aufwendiger. Und dieses Schwieriger und das Aufwendiger, das ist wahrscheinlich auch ein Grund dafür, warum es nicht im Mainstream ist, weil es braucht mehr Ressourcen. Und Ressourcen sind natürlich auch immer knapp, beziehungsweise sind Universitäten einfach durch ihre Strukturen, wie es die forschen, nämlich dass es einzelne Institute gibt und dann oft noch unter den Instituten einzelne Studienfächer, natürlich wenig präd nachhaltigen Entwicklung beitragen zu können. Dann geht es eben darum, dass man Strukturen so verändert, dass diese Interdisziplinarität ermöglicht wird, aber auch gefördert wird. Das Zentrum für Globalen Wandel und Nachhaltigkeit, dort wo ich arbeite, das ist eben so eine Institution, die erstens an sich interdisziplinär ist, aber die auch durch ihre Funktion der Vernetzung und der Koordination von übergreifenden Prozessen eben dazu beitragen soll, dass diese Interdisziplinarität auch gestärkt wird an Universitäten. Wenn man jetzt aber auch sich Nachhaltigkeitsprobleme anschaut, dann geht es eben nicht nur darum, dass man interdisziplinär zusammengearbeitet wird, sondern es geht eben ganz stark darum, dass es auch Wissen an die Universitäten kommt, also nicht wissenschaftliches Wissen an die Universitäten kommt. Und das ist eben das, was man mit Transdisziplinarität versteht. Transdisziplinarität, das sind Vorhaben, die einerseits immer eine konkrete Fragestellung im Auge hat und mit konkret meine ich jetzt auf einen konkreten Platz hin, auf Englisch sagt man place-based. Es beschäftigt sich immer mit Fragestellungen in einem spezifischen Kontext und es läuft praktisch parallel, dieser gesellschaftliche Prozess der Veränderung und auf der anderen Seite der wissenschaftliche Prozesse, die natürlich eng miteinander verwoben sind, indem es permanent diesen Austausch gibt. Aber Wissenschaft versucht hier wirklich, die Probleme aus der Gesellschaft aufzugreifen. Das heißt, es braucht so etwas wie Co-Design. Das heißt, man greift wirklich Fragestellungen aus der Gesellschaft aus und nicht nur unbedingt Fragestellungen, die sich die Wissenschaft erstellt, weil sie eben nicht curiosity-driven, wir wollen das gerne mehr wissen, oder da gibt es Wissenslücken aus Sicht der Wissenschaft, sondern man schaut eben, welche Fragestellungen sind das in der Gesellschaft. Und das kann zum Beispiel sein, eine Gemeinde, die sagt, okay, wir würden gerne zum Beispiel das Energiesystem so verändern, dass wir einfach, dass wir verstärkt erneuerbare Energien nutzen oder auch weniger Energie, was kann man dazu machen? Also das sind wirklich Fragestellungen aus der Gesellschaft. Und das verkompliziert die Sache natürlich noch einmal, weil es braucht natürlich, um diese Prozesse parallel zu haben und diesen Austauschprozess auch so voranzutreiben, braucht es natürlich zeitliche Ressourcen und damit auch finanzielle Ressourcen, die nicht unbedingt immer vorhanden sind. Und trotzdem ist das natürlich noch einmal schwieriger. Und gerade das, was ich vorher angesprochen habe, ist mit diesem Co-Design, also dass man wirklich gemeinsam diese Fragestellungen entwirft. Da steht ganz oft die Logik des Forschungssystems entgegen, weil man ja, um Forschung machen zu können, ganz oft einen Antrag zuerst einmal stellen muss an eine Förderinstitution und dort in diesem Antrag eigentlich schon sehr genau schreiben muss, was man eigentlich tun will. Und das spießt sich natürlich mit der Logik eines transdisziplinären Prozesses, wo die Entwicklung der Forschungsfrage auch zum transdisziplinären Projekt dazugehört. Also das sind so ein paar Beispiele dafür, wie das einfach die Art und Weise der Forschung gebraucht wird, um Nachhaltigkeit zu fördern. Oft nicht der Logik, das jetzt im Wissenschaftssystem entspricht und dass es hier einfach auch neue Ansätze braucht und neue Anreizstrukturen auch. Der letzte Punkt, den ich hier habe, das ist die sogenannte transformative Forschung. Man spricht auch von Transformationsforschung, wobei ich hier bei transformativer Forschung vor allem darauf eingehen möchte, dass es eine Forschung, die wirklich einen impliziten Interventionsanspruch hat. Also Forschung versteht sich ja oft als objektiv und praktisch man analysiert, man beschreibt, man entwickelt neues Wissen. Aber in den seltensten Fällen hat Forschung wirklich einen Interventionsanspruch in gesellschaftliche Prozesse. Und das ist aber etwas, was immer wieder gefordert wird, dass wenn wir für nachhaltige Entwicklung einstehen wollen, dann braucht es stärker dieses Bewusstsein auch der Wissenschaftler, wirklich auch transformativ wirken zu wollen, also wirklich zu dieser Veränderung auch beitragen zu wollen, indem man eben diese Interventionen auch setzt vor Ort. Transdisziplinarität hängt natürlich da eng zusammen, aber das ist praktisch noch einmal ein Schritt ein bisschen weiter. Ich möchte jetzt zwei Beispiele nennen, wo das ein bisschen versucht wird. Ich weiß nicht, wie weit über Uninetz schon gesprochen worden ist in dieser Vortragsreihe. Optionen zu entwickeln, um Österreich, um der Regierung praktisch zu zeigen, was kann Österreich tun, um die SDGs, also die nachhaltigen Entwicklungsziele, auch zu erreichen. Das heißt, es wird versucht, in dem Projekt Policy Relevant, also relevantes Wissen zu generieren, ohne aber wirklich vorschreiben zu können, weil das ist natürlich dann ein gesellschaftlicher Punkt oder ein gesellschaftlicher Prozess zu sagen, okay, das wollen wir dann wirklich machen, aber einfach diese Optionen aufzuzeigen. Und das ist ein Schritt, wo es wirklich darum geht, das Wissen der österreichischen Forschung zusammenzufassen, um eben diese SDGs in Österreich umzusetzen. Ein zweites Beispiel ist der Referenzplan zum Nationalenergie- und Klimaplan. Ich weiß nicht, wie weit Sie das verfolgt haben, aber es ist ursprünglich ein Nationalenergie- und Klimaplan vorgelegt worden an die EU. Das muss auch gemacht werden von Österreich, wo die Wissenschaft sehr schnell gesagt hat, okay, da ist zwar schön und gut dieser Plan, von Österreich, wo die Wissenschaft sehr schnell gesagt hat, okay, da ist zwar schön und gut dieser Plan, aber es wird nicht ausreichen, damit Österreich seine Klimaziele erreicht. Und deswegen hat sich damals eine Gruppe von Wissenschaftlern zusammengefunden, die eben diesen Referenzplan zum nationalen Energie- und Klimaplan geschrieben haben, wo wieder aufgezeigt worden ist, okay, das und das müsste noch passieren, um eben wirklich die Klimaziele zu erreichen. Also wirklich noch stärker als was sonst vielleicht üblich ist, wirklich auch diesen Link zur Politik zu machen. Genau, und beide Projekte waren jetzt kein wirklicher Auftrag des Ministeriums, sondern es ist hier wirklich die Wissenschaft aktiv geworden und hat gesagt, okay, wir wollen diesen Beitrag leisten und wir wollen zeigen, was wir können. Und insofern sind das aus meiner Sicht zwei sehr schöne Projekte, die jetzt auch im Zusammenhang mit der Allianz stehen. Es gibt natürlich noch viele andere, aber die kommen jetzt einfach aus meinem Hintergrund auch von Allianz und POKUM. Das war jetzt einmal so ein bisschen die Rolle der Wissenschaft und um was es da geht. Wenn man sich jetzt das Thema Lehre anschaut oder Studium umgekehrt, also das Lernen und das Lehren, dann muss man sich die Frage stellen, was ist die Art und Weise, wie wir lernen und wie wir lernen, wo wir wirklich die Kompetenzen auch entwickeln können, die notwendig sind, um zu einer nachhaltigen Entwicklung beitragen zu können. Das, was es braucht, ist im Grunde, das sind Leute, die sich gut an Veränderungen anpassen können, weil ich glaube, das ist etwas, wovon wir mit Sicherheit ausgehen können, dass es in Zukunft sehr große Veränderungen geben wird, gesellschaftlich, die das auch adzipieren können und eben in der Lage sind, zu so einem gesellschaftlichen Such- und Entwicklungsprozess auch wirklich beitragen zu können. Weil ich glaube, diese Veränderungen, die vor uns stehen, die sind, da hat noch niemand jetzt wirklich das Wissen, wie es genau ausschaut, sondern es geht eben genau um dieses gemeinsame Suchen und Weiterentwickeln. Und die Wissenschaft ist der ein Akteur in diesem gesamten Prozess. Die Wissenschaft be. alle Menschen, die aus dieser Wissenschaft hervorgehen, also alle Alumni von Universitäten, aber natürlich auch viele andere. Wenn wir jetzt von Nachhaltigkeitskompetenzen sprechen, ich hoffe, das ist jetzt nicht zu klein, bei meinem Bildschirm ist es schon sehr klein. Dann gibt es verschiedene Konzepte, was denn die Kompetenzen sind, die es braucht, um zu einer nachhaltigen Entwicklung beizutragen. Das ist jetzt ein Konzept, das ist ursprünglich von Wicked All. Die haben das 2019 publiziert. Und es wird seitdem, glaube ich, das am meisten zitierteste Kompetenzmodell, deswegen bringe ich es auch hier, das ist jetzt ein Update aus 2020, wo noch zusätzliche Kompetenzen ergänzt worden sind. Und deswegen habe ich jetzt diese aktualisierte Grafik genommen. Also was braucht es? Einerseits braucht es, ich beginne jetzt ganz links, diese System Thinking Competence, das heißt die Fähigkeit, diese komplexen Herausforderungen, vor denen wir stehen, zu analysieren und zu verstehen. Das ist natürlich auch nicht etwas, was jeder für sich alleine kann, sondern bei all diesen Kompetenzen geht es immer auch darum, dass man das in Kooperation mit anderen macht. Und das ist eben die interpersonelle Kompetenz, die hier unten steht. braucht die Zusammenarbeit von vielen und da ist diese Kompetenz eben auch gefragt, dass man überhaupt in der Lage ist, gut zusammenzuarbeiten und auch zuzuhören, aufzugreifen überlegt, wie kann man überhaupt diese Veränderungen herbeiführen, die notwendig sind. Und ganz wichtig auch in Grün, das sind die sogenannten Future Thinking Competence, das ist die Fähigkeit, sich überhaupt zu überlegen, wie könnte denn die Zukunft ausschauen. Also dieses in die Zukunft denken können, Szenarien sich zu überlegen, also was wäre wenn und gemeinsam ein Bild oder Bilder zu entwickeln von einer Zukunft, die auch erstrebenswert ist, die wird auch leichter zu erreichen sein. Wenn wir immer nur von irgendwelchen Horrorszenarien sprechen, dann wird es wenig, wenig Antrieb geben für Personen, um wirklich auch in diese Richtung hinzuarbeiten oder das aufzugeben, was wir jetzt vielleicht haben. Genau, und ganz wichtig, das ist etwas, was vor allem, was im Nachhaltigkeitskontext besonders wichtig ist, ist diese Werte, Value Thinking, also die Kompetenz, wirklich auch über Werte, über Präferenzen zu besprechen. Und das ist natürlich etwas, was im Wissenschaftskontext eher ungewohnt ist, weil Wissenschaft ja immer noch gerne von sich selbst als etwas Objektives denkt, nicht alle, aber viele Disziplinen. Und wenn es um Nachhaltigkeit geht, ist es aber ganz wichtig, zu überlegen, welche Werte stecken dahinter. Was wollen wir überhaupt als Gesellschaft? Was wollen unterschiedliche Gruppen? Und wie kann man das eben zusammenführen und so zu einer guten Zukunft beizutragen. Und die Grafik hier, die zeigt eben auch ganz schön, wie diese Punkte zusammenhängen, also ausgehend von dieser Systemkompetenz. Die Zukunft ist das, was wir wollen, das ist diese Future-Thinking-Kompetenz und auf dem Weg dorthin braucht man eben die strategische Kompetenz und die Werte und die interpersonelle Kompetenz, die sind so basale Kompetenzen. ist jetzt etwas, was jeder für sich selbst entwickeln muss, das heißt, für sich selbst auch die Fähigkeit und diesen Mindset überhaupt zu entwickeln, was Nachhaltigkeit ist, wie man selber dazu beitragen kann und wie ich mit meinen eigenen Ressourcen das auch machen kann. Und das Zweite eben, diese Implementation-Competence, das heißt, da geht es ein bisschen schon über die strategische Kompetenz hinaus, wo man sich eher die Konzepte entwickelt und überlegt, mit welchen Strategien komme ich dahin, hin zur wirklichen Implementierung. Also das geht ein bisschen dann auch schon in Richtung, was ich vorher als transformative Wissenschaft angesprochen habe, wo es eben wirklich darum geht, wirklich etwas zu tun, nicht nur sich zu überlegen, es zu tun, sondern das wirklich auch zu implementieren. Also diese Implementation-Kompetenz. Und das sind so wichtige Kompetenzen. Und die Frage, die sich für mich jetzt stellt, im Zusammenhang mit Universitäten, und da können wir dann gerne auch noch einmal danach noch diskutieren, ist eben die Frage, inwieweit die Universitätsausbildung, so wie sie zurzeit läuft, wirklich diese Kompetenzen auch ausbildet. Und ob die Art und Weise, wie wir heutzutage lernen, wirklich diese Kompetenzen, diese breiten Kompetenzen auch unterstützt oder ob wir hier einfach in einem sehr engen Bereich eigentlich hängenbleiben und vieles davon einfach dem Einzelnen überlassen bleibt, sich für sich selbst zu entwickeln oder ob es hier wirklich die Unterstützung auch der Universitäten gibt. Neben den Kompetenzen ist für mich auch wichtig, wenn man darüber spricht, ob wir richtig lernen und lernen, ist auch die verschiedenen Arten des Lernens zu reflektieren. Und ich bringe da jetzt ein Konzept, das ursprünglich von der GeoWesund Schöner man entwickelt worden ist, aber immer wieder diskutiert wird und auf unterschiedlichen Ebenen. Also das ist etwas, was organisationales Lernen genauso betrifft wie das individuelle Lernen aus meiner Sicht. Und aus meiner Wahrnehmung ist es so, dass das, was wir gut können und was an Universitäten, aber auch an Schulen und in solchen Kontexten ganz stark gefördert wird, das ist dieses sogenannte konformative Lernen, also das sogenannte Single-Loop-Learning, wo es eben darum geht, dass wir lernen, Dinge besser zu tun. Also wir wissen, wir wollen ein gewisses Ergebnis haben und dazu müssen wir diese Handlungen setzen. Und das, was wir in der Schule und Universitäten lernen, ist eben, okay, welche Handlungen muss ich setzen, damit ich dieses Ergebnis bekomme? Also doing things better, Dinge einfach besser zu tun, effizienter zu tun. Und das ist eben konformatives Lernen in dem Sinne, dass es Lernen ist, dass das Wissen bestätigt, dass es einfach schon gibt und dass das vorherrschend ist. Wenn es jetzt um nachhaltige Entwicklung geht, dann geht es eben darum, dass wir darüber hinaus schauen. Das heißt, es geht nicht nur darum, dass wir Dinge besser tun, sondern dass wir auch bessere Dinge tun, also doing better things. Und dazu ist es eben notwendig, dass wir unsere Grundannahmen, die wir haben, in Bezug auf Handlungen und Handlungsergebnisse, dass wir die hinterfragen, dass wir die Werte hinterfragen, dass wir die Routinen, die es gibt, in denen wir drinnen stecken und die natürlich auch wichtig sind, aber dass wir die doch auch immer wieder hinterfragen. Also das geht dann nicht nur mehr um Effizienz, auch immer wieder hinterfragen. Also das geht dann nicht nur mehr um Effizienz, sondern da geht es eben darum, dass wir wirklich reflektieren, was wollen wir eigentlich. Also wenn man zum Beispiel sagt, konformativ, wir brauchen eine gewisse Menge an Energie, um das Energiesystem am Laufen zu halten, dann kann man sagen, okay, wir lernen jetzt, effizientere Energiesystem am Laufen zu halten. Dann kann man sagen, okay, wir lernen jetzt, effizientere Energiesysteme zu stellen, vielleicht auch auf erneuerbare Energien umzustellen. Und dann reformativ wäre aber dann schon die Frage, okay, warum brauchen wir jetzt eigentlich das Energiesystem so, wie es jetzt ist? Oder könnte das Ganze auch anders ausschauen? Geht es um die Energie oder geht es um die Energiedienstleistungen, die dahinter stehen? Also Grundlegern hinterzufragen und zu hinterfragen, ist das, was wir da eigentlich tun, das, was wir tun wollen oder gibt es eigentlich etwas Besseres? Und dann sozusagen die dritte Stufe ist das sogenannte transformative Lernen, wo es darum geht, wirklich unser Weltbild zu hinterfragen und die Dinge ganz anders zu betrachten, als wir es gewohnt sind. Und das ist natürlich eine Art von Lernen, die man jetzt nicht auf Knopfdruck erzeugen kann. Und das ist auch nicht etwas, wo wir sagen, okay, jetzt haben wir eine Lehrveranstaltung, da wird jetzt transformativ gelernt, sondern es geht darum, dass Universitäten, aber auch Schulen und natürlich andere Lernkontexte, dass man dort versucht, Situationen herzustellen, wo das überhaupt möglich ist. Weil solches so transformatives Lernen ist ganz oft mit Schockerlebnissen verbunden, weil plötzlich das Weltbild, mit dem man auf die Dinge schaut, auch ins Wanken gebracht wird. Und das ist natürlich nicht etwas, was lustig ist, weil ganz vieles von dem, von dem man immer ausgegangen ist, das ist doch so und das war so, man jetzt plötzlich hinterfragen muss. Und um solche Arten von Lernen zu ermöglichen, braucht es natürlich andere Kontexte. zu ermöglichen, braucht es natürlich andere Kontexte. Und das Schlagwort, von dem man hier meistens spricht, das ist in Bildung für nachhaltige Entwicklung, hier abgekürzt mit BNE. Und da geht es eben darum, auch ein Lernumfeld zu schaffen. Das kann jetzt ein räumliches Lernumfeld sein, in dem man wirklich den Klassenraum verlässt. jetzt ein räumliches Lernumfeld sein, in dem man wirklich den Klassenraum verlässt. Das kann aber auch ein Lernumfeld, ein verlassenes, gewohntes Lernumfeld sein, in dem man andere Lernmethoden anbietet, um einfach dieses Reflektierende und dieses Transformative überhaupt erst zu ermöglichen. Das sind jetzt ein paar Bilder aus einer meiner Lehrveranstaltungen, wo wir versuchen, sehr interaktiv zu arbeiten und mit vielen Simulationsansätzen auch versuchen, wirklich neue Denkansätze zu fördern. die Lehrende gibt, weil auch wir als Lehrende haben natürlich da nicht die Weiße mit dem Löffel gefressen, sondern es geht darum, dass auch in diesem Kontext einfach dieses gemeinsame Suchen und das gemeinsame Diskutieren im Vordergrund steht. Wir haben vor zwei oder drei Jahren eine größere Konferenz organisiert als Allianz Nachhaltige Universitäten, die sogenannte Wissenschaft im Wandel-Konferenz, wo wir am Ende des Tages mit Key Messages herausgekommen sind. Und dort wurde eben genau das gefordert, was ich jetzt im Grunde auch versucht habe, ein bisschen auszuführen, nämlich, dass man, wenn man als Universität, als Hochschule zu einer nachhaltigen Entwicklung beitragen will, dann braucht es eben auf der Forschungsseite ganz stark diese, oder auch auf der Lehre-Seite ganz stark viel integriertere Herangehenssätze, systemische, also wo man wirklich das System stärker in Betracht setzt und holistisch auf die Dinge schaut, aber auch eben diese transformativen Herangehensweisen in der Forschung und in der Lehre. Und in der Lehre braucht es eigentlich auch ein Forschungsgeld für Und in der Lehre braucht es eigentlich auch ein Forschungsbild für beides. Wir haben es genannt, institutionalisierte Freiräume. Also Räume, wo es die Möglichkeit gibt, auch wieder freier zu denken. Und das Wissenschaftssystem, so wie es jetzt läuft, ist eigentlich sehr eng, in dem Geld aufgestellt werden muss, in dem möglichst viele SETS-Punkte in kurzer Zeit abgearbeitet werden müssen, dass diese Freiräume einfach nicht mehr bietet und aus Sicht der Nachhaltigkeit wäre es eben wichtig, diese Freiräume wieder auszuweiten und zu vergrößern. Ja, das war jetzt einmal viel zu Forschung und Lehre, das war aber auch der Schwerpunkt und ich wollte jetzt zum Abschluss noch so ein paar Snapshots bringen zu den Themen Third Mission, Betrieb und soziale Nachhaltigkeit. darum, dass Universitäten wieder stärker ihre gesellschaftliche Verantwortung wahrnehmen. Und auch hier, wie ich jetzt wieder als Beispiel diesen RefNec-B-Plan zum Beispiel, aber es geht hier ganz stark auch darum, dass diese, dass Universität wieder stärker öffentlich wird, dass man als Wissenschaftler hinausgeht und Vorträge hält, dass man an Diskussionsveranstaltungen teilnimmt, dass man Gremienarbeit macht. Und das ist natürlich auch etwas, was durch diese sehr eingeschränkten Freiräume oft etwas zu kurz kommt. Und ich habe hier auch eine Publikation von 2020, ist ja auch relativ neu. Das war eine Untersuchung, wo Wissenschaftler der Universität Wien, vor allem Naturwissenschaftler befragt haben, Österreicher, also es ist auf Österreich bezogen, um herauszufinden, was ist eigentlich Ihre Sichtweise auf diese Frage der gesellschaftlichen Verantwortung? Und ich finde, der Titel, den Sie dann gewählt haben, das ist ein Etzitat aus einem Interview, der bringt es eigentlich ganz stark auf den Punkt. Und das ist auch das, was man immer wieder hört, wenn man mit Wissenschaftlern in Kontakt tritt und ihnen eben auch die Diskussion startet, was es eigentlich braucht für eine nachhaltige Entwicklung. Dann hört man ja, meine Aufgabe ist es zu publizieren. Und publizieren wird hier noch zusätzlich sehr eng gedacht, nämlich im Sinne von, ich muss publizieren in Journals, die möglichst hoch gerankt sind, weil das ist das, was dann zählt, wenn ich Karriere machen will. Das ist das, was für mein Institut zählt. Das ist das, was zählt, wenn ich eine Dissertation schreiben will. Also das ist dieses System von Publikationen, und zwar wissenschaftliche Publikationen in High-Rank Journals, das ist das, was zählt, das ist das, was gleichzeitig den Blick auf Wissenschaft sehr eng macht und was es für Wissenschaftler einfach auch sehr schwierig macht, sich gesellschaftlich zu engagieren, auch wenn es viele gerne machen würden. Es hat einfach keinen Platz in dem System oder wenig Platz in dem System, in dem wir zurzeit agieren. Und viele Wissenschaftler machen es dann halt praktisch als ehrenamtliches Engagement oder in ihrer Freizeit. Und das ist natürlich auch etwas, was nicht nachhaltig ist. Ja, aber da kann man gerne auch dann jetzt gleich im Anschluss noch diskutieren. Zur Betriebsökologie wirklich nur ein paar Schlagworte, weil ich glaube, da kann ich nicht darauf eingehen und die Maria hat es am Anfang auch schon ein bisschen angesprochen. Es geht eben darum, dass die Universitäten auch als Betrieb nachhaltig sind. Da geht es um Abfall, da geht es um Energie. Damit eng im Zusammenhang ist der Versuch vieler Universitäten von Österreich, jetzt schon CO2-neutral zu werden. Und das sind jetzt einige Universitäten, die sich Klimaneutralität bis 2030 schon als Ziel gesetzt haben. Dazu die BOKU, aber auch die Technische Uni in Graz und andere. Also das sind immer mehr Universitäten, die da aufspringen und ihre Treibhausgasbilanzen zuerst einmal erstellen und dann schauen, wie können sie auf Neutralität, zur Richtung Neutralität gehen. Dabei ist meistens ein ganz großer Punkt die Mobilität und wie groß dieser Punkt viel Pendelverkehr auch durch Studierende hat. Je nachdem, so unterschiedlich erscheinen dann diese Treibhausgasbilanzen aus. Bei allen Universitäten sind aber die Flugreisen des wissenschaftlichen Personals zu wissenschaftlichen Konferenzen oder zu Meetings ein sehr großer Punkt. Und das ist sicher ein Punkt, der zu großen Diskussionen führen wird noch in den nächsten Jahren. Wobei jetzt Covid uns ja eh schon vieles gelehrt hat, wie es auch mit weniger Reisen ginge. Und das ist nicht etwas, wo ich jetzt sage, das muss aufhören, weil ich glaube, der Austausch unter Wissenschaftlern ist sehr wichtig und das geht nicht nur über Zoom-Konferenzen, sondern es braucht eben auch wirklich diesen persönlichen Kontakt. Aber trotzdem muss man eben diskutieren, wie man da nach unten kommt. Mensen sind auch immer wieder ein Thema. Es kann Richtung Veggie Days gehen, dass man mit den Mensen ausverhandelt, dass sie einmal in der Woche nur vegetarische Gerichte servieren oder dass man, wie auch einige Universitäten, ich glaube, dass die JKU da auch schon dabei ist, dass die Mensen den Biofleisch und Bio-Lebensmittel in den Vordergrund stellen. Genau, aber es kann eben auch so etwas sein wie nachhaltiges Finanzmanagement, das heißt, dass die Universitäten sich wirklich auch überlegen, wo sind unsere Gelder angelegt und tragen die dazu bei, dass nachhaltige Unternehmen gefördert wird oder haben wir unser Geld praktisch in Fonds oder auf Konten, die genauso gut die fossile Wirtschaft unterstützen. Ein wichtiger Punkt sind natürlich auch die Gebäude. Das sind jetzt zwei Gebäude der BOKU, zwei der neuesten Gebäude. Das eine ist das rechts oben, das ist der neue Türkenwirt, das ist auch, wo ich arbeite. Das ist ein Passivhaus, also wiederum der Kontext zur Energie. Oder links unten, das ist das Ilse-Valentin-Haus, das ist das neueste Haus an der BOKU, das Niedrigenergie-Standard ist, aber dafür mehr oder weniger komplett in Holzbauweise. Und das ist natürlich ein ganz wichtiger Aspekt, weil die Bauwirtschaft einen sehr großen Anteil zu den Treibhausgasemissionen beiträgt. Und Holz in dem Sinn eigentlich auch, also wenn es lange stehen bleibt, auch dazu führt, dass wirklich CO2 aus der Atmosphäre herausgenommen wird. Also Holzbauweise ist ein sehr wichtiger Aspekt, wenn es um Nachhaltigkeit geht. Und ganz kurz nach all der Zeit, ist schon um, sehe ich gerade, geht es natürlich darum, dass sich Universitäten auch überlegen, okay, wie organisieren sie das Ganze, wie setzen sie die Prozesse auf, gibt es sowas wie einen Nachhaltigkeitsmanager, gibt es einen Nachhaltigkeitsbeirat, gibt es ein Zentrum wie an der BOKU. Also das kann jede Universität ganz unterschiedlich machen. Wichtig ist, dass es institutionalisiert ist. Das heißt, dass es wirklich gut eingebettet ist in die Prozesse und nicht so als Beiwagerl irgendwo oder als Add-on da ist, sondern dass man wirklich schafft, das in die verschiedensten Prozesse der Universität auch einzubauen. Rechts sehen Sie die Ablaufgrafik von BOKU Nachhaltigkeitsstrategie, wo wir versucht haben, sehr breit mit Universitätsangehörigen, also sowohl Mitarbeitern der Verwaltung, der Forschung, aber auch mit Studierenden zu diskutieren, okay, was wollen wir eigentlich, was sind die großen Themen der BOKU, wo geht es hin? Und eben wirklich gemeinsam diese strategischen Ziele auszuarbeiten und jetzt eben auch im Nachhaltigkeitsbericht dann ehrlich zu berichten. Aber da geht es natürlich auch ganz stark um Themen, wie es es an den Universitäten gibt, wie der Personal Management, Gesundheit und ein wichtiger Punkt ist eben auch die Frage der sozialen Nachhaltigkeit, welche Anstellungsverhältnisse gibt es, wie kann man hier zu sozial ausgebogenen und nachhaltigen Prozessen auch kommen. Ich glaube, ganz wichtig ist, mit der Bioökonomie fange ich jetzt nicht an. Das ist ein Zettel, den ich irgendwann einmal auf der BoCHO gefunden habe. Das war eine Intervention, glaube ich, von einer ÖH-Gruppe, die die Diskussion zum Thema Bioökonomie damals stärken wollte. Ich glaube, es ist wichtig, dass sich jeder Einzelne an den Universitäten, und damit meine ich jetzt ganz insbesondere auch Studierende, sich wirklich überlegt, was können sie selber tun, aber auch immer wieder darauf hinweist und nachfragt, also wirklich immer wieder auch wieder darauf hinweist und nachfragt. Also wirklich immer wieder auch in Lehrveranstaltungen nachfragt, was hat das jetzt eigentlich mit Nachhaltigkeit zu tun? Was ist ihr Bezug zur Nachhaltigkeit bei den Professoren? Um einfach auch diesen Nachdenkprozess auch auf der lehrenden Ebene zu befördern, weil ich glaube, das ist nicht etwas, was schon überall angekommen ist. zu befördern, weil ich glaube, das ist nicht etwas, was schon überall angekommen ist, aber wo gerade hier die Fridays, die For Future und so weiter und aktive Studierende wirklich auch zu einer Veränderung beitragen können. Auch die BOKU würde ganz anders ausschauen, wenn nicht vor etlichen Jahren die Studierenden damals eingefordert hätten, dass ökologischer Landbau an der Buche unterrichtet wird und nicht nur konventioneller. Ja, also das ist dieses Bewusstmachen auch der eigenen Kraft, das ist etwas, was glaube ich ganz wichtig ist. Ja, und im Grunde war das jetzt einmal so mein kurzer Input oder mein Input und ich freue mich jetzt sehr auf die Diskussion. Ich glaube, wenn ich es richtig verstanden habe, muss ich mich jetzt von denen verabschieden, die bei der Livestream, ich bin jetzt schon wieder bei der ZIP2, merke ich gerade, die über Livestream dabei waren, aber ich hoffe, dass vielleicht noch einige auch dazukommen und sich noch beim Zoom-Link einloggen, um dann wirklich in die Diskussion auch zu kommen, damit wir möglichst einiges beitragen können um diese großen globalen Herausforderungen und damit eben auch ein besseres Leben für möglichst viele, um am besten alle, dass wir da einiges gut bei einem Beitrag leisten können. Danke für die Aufmerksamkeit und ich freue mich jetzt auf die Diskussion. Dankeschön für den tollen Vortrag. Wir lassen den Livestream noch ganz kurz laufen. Wir haben nämlich ein paar Fragen aus dem Moment, die nur dazu bekommen, damit die aus YouTube, also die bei YouTube dabei sind, die Antwort dann auch gleich sehen. Die sind jetzt im Chat. Und die erste Frage wäre, wie können Unis dazu beitragen, dass sich auch die Studierenden ihrer politischen Verantwortung und Partizipationsmöglichkeit bewusster werden und sie nutzen? Und dann eben den 15 Prozent ÖH-Wahlbeteiligung spricht ja Bände. Soll ich jetzt gleich darauf antworten oder wie gehen wir jetzt vor? Ja, ich habe gesagt, dann gehen wir die anderen zwei Fragen nämlich nur durch und dann gehen wir in die private Diskussion. Die nächste Frage ist, hatte der Bolognese-Prozess Ihrer Meinung nach einen Einfluss darauf, wie gesellschaftspolitisch aktiv Studierende und Lehrende agieren? Und dann noch die Frage, Fridays for Future fordert ja Klimaschutz in die Verfassung zu integrieren. Wäre es auch möglich, Klimaschutz in das Universitätsgesetz zu integrieren, sodass Klimaschutz in allen Beschlüssen der Uni beachtet wird? Genau, das wären einmal die ersten Fragen und dann starten wir in die intimere Diskussion über Zoom. Das heißt, alle, die möchten, bitte ich dann, sich einzuloggen über den Link. Dankeschön. Ja, vielleicht zu der Frage, mit wem schafft man es Studierende, die politische Beantwortung bewusster zu werden, ist natürlich eine große Frage, die glaube ich jetzt auch nicht nur Universitäten betrifft, weil ich glaube, die Wahlbeteiligung ist ja etwas, oder die politische Partizipation ist ja etwas, was gesellschaftlich ein Thema ist. was gesellschaftlich ein Thema ist. Ich glaube schon, dass es einerseits, kann man sich natürlich immer wieder darauf hinweisen. Und ich glaube, so Lehrformate, wo wirklich auch die Freiräume gegeben werden zu diskutieren, die tragen da schon einiges bei. Ich merke es nur in meiner Lehrveranstaltung, wo wir wirklich versuchen, die Studierenden viel diskutieren zu lassen. Und da bekommen sie natürlich die Übung, das Selbstbewusstsein. Sie haben den geschützten Rahmen, um auch aktiv zu werden und sich einmal auszuprobieren. Und ich glaube, das ist etwas, was wichtig ist. Das heißt, dass man solche Formate auch zur Verfügung stellt. Das kann jetzt in Lehrveranstaltungen sein, fände ich sehr gut, weil dann erreicht es wirklich auch möglichst alle. Aber es können natürlich auch zusätzliche Formate sein, die einfach, sei es Diskussionsveranstaltungen, sei es Debattierclubs, also die ÖH BOKO, das ist eine Gruppe, die Debattierclubs gestartet hat. Das hat im englischsprachigen Raum eine große Tradition, wo man sich einfach auch ausprobieren kann. Verantwortung übernehmen, dann muss man natürlich auch Prozesse gestalten, wo sie auch die Möglichkeit haben, dann wirklich Entscheidungen auch mitzuentscheiden. Das heißt, wenn man diese Stufen der Partizipation anschaut, möglichst hoch auch anzusetzen, weil das ist sicher etwas, was motiviert. Wenn das mit der 15% ÖH-Wahlbeteiligung, ich glaube, das hat ja viele Gründe, da würde ich jetzt auch nicht drauf eingehen, Corona war jetzt sicher auch ein wesentlicher Punkt, aber ich glaube, dass es ein generelles Thema ist, dass auch das prinzipiell von Lehrenden einfach immer wieder auch angesprochen werden muss, aber auch eben der Raum geschaffen werden muss, um das auszuprobieren. Ob das Ganze jetzt mit Bologna-Prozess, wie das zusammenhängt, da traue ich mich ehrlich gesagt, keine qualifizierte Antwort zu geben. Ich habe noch vor Bologna selber studiert, unterrichte jetzt in diesem Bologna-Prozess. Was man hört, ist immer wieder, dass es noch enger geworden ist. Das kann ich mir gut vorstellen. Und ich glaube, alles, was die Wahlmöglichkeit, die Gestaltungsmöglichkeiten einschränkt, ist natürlich kontraproduktiv, ganz klar gesagt. Weil wenn man will, dass Leute Verantwortung nehmen, dann muss man ihnen auch diesen Raum geben. Und deswegen braucht es eben diese Freiräume, die ich auch angesprochen habe. Und was ich jetzt nur mitbekomme, ist, dass es bei uns durchaus auch Studien gibt, die ganz, ganz wenig Wahlfächer einfach zur Verfügung, also Wahlfächer anbieten oder nicht anbieten, aber halt im Rahmen der ECTS, der Vorgegebenen, sind nur ganz wenige frei wählbar. Und das ist natürlich nicht das, was dazu führt, dass wir Absolventinnen haben, die kritisch ist natürlich nicht das, was dazu führt, dass wir Absolventinnen haben, die kritisch denken, die selber sich was überlegen und die selbst auch Verantwortung für sich und auch die Gesellschaft übernehmen. Fridays for Future und wie kann man Klimaschutz noch stärker in das Unigesetz bringen. Das, was schon passiert, ist ja, dass man es versucht, in den Leistungsvereinbarungen, also das ist das Unmittelbarere eigentlich als das Universitätsgesetz, und dass man da versucht, die Universitäten stärker in die Verantwortung zu holen auch. Das ist sicher eine Möglichkeit. Und ich glaube, dass gerade Bewegungen wie Fridays for Future sicher wichtig sind, um auch immer wieder mehr zu fordern, damit die Universitäten entweder über das Ministerium verpflichtet werden oder umgekehrt, und das ist, glaube ich, der effizientere Weg, sich selbst auch in die Pflicht nehmen. Also wenn sie merken, dass es da einen Druck gibt, passiert ja auch sehr viel. Und das, was die Universitäten jetzt machen und die Universitäten, die sich jetzt zum Beispiel schon das Klimaneutralitätsziel gesteckt haben, das sind ja Selbstverpflichtungen. Und Selbstverpflichtungen sind sicher die Verpflichtungen, die man am ehesten versuchen wird einzuhalten, als wenn es jetzt von außen auch truiert wird. Aber dazu, damit die Universitäten sich selbst verpflichtungen, die man am ehesten versuchen wird, einzuhalten, als wenn es jetzt von außen auch truiert wird. Aber dazu, damit die Universitäten sich selbst verpflichten, braucht es natürlich wiederum Druck von außen und das kann gerade durch Fridays for Future ganz stark eingebracht werden und ich glaube, das ist ja das, was auch schon ganz gut passiert. Ich weiß jetzt nicht, ob ich die Fragen jetzt alle richtig verstanden habe, also gern bitte dann auch gemeinsam diskutieren. Genau, Dankeschön auf jeden Fall mal fürs Erste. Genau, die Diskussion dann im Meeting wird dann gleich beginnen, dann möchte ich mich da gleich mal bedanken und verabschieden für alle, die eben im Livestream jetzt dabei waren. Und eben danke Ihnen, Frau Mag. Bohunowski, für den tollen Vortrag und bis gleich eben zur Diskussion. Alle, die möchten, dürfen gerne einsteigen. Ansonsten sage ich jetzt schon mal Danke. Dankeschön.