Segnung ohne Barrieren. Ich heiße Susanna Matelitz. Ich bin 33 Jahre alt. Ich wohne hier in Wien. Ich bin aufgewachsen in Bosnien. Meine Sprache ist auch Bosnisch. Wir geben den Menschen die Chance, sich zu entwickeln, bei uns anzukommen. Hier wird herausgefiltert, wo die Stärken sind. Die werden forciert und denen wird gearbeitet. Das ist nicht unbedingt an das Arbeiten gebbeiten, sondern auch im privaten Bereich, so wie bei der Susi, die einfach Ziele gehabt hat und die versuchen dann mit der Susi und mit Unterstützern einfach dann auch zu gehen, diesen Weg miteinander zu gehen. Als ich hergekommen bin, war ich sehr süß. Ich war so 17 Jahre und ich war so süß, dass ich durch den Tisch gesessen bin und ich war echt süß. Irgendwann war es einmal wirklich so Zeit, dass sie in diese laute Werkstätte kommt. Weil wenn die Maschine kommt, das hat aber so was. Das macht taktil was mit einem Menschen, das macht was mit ihr. Und da war sie wirklich immer so weit, dass sie einer der ersten Frauen war, die in diese Holzwerkstatt reingekommen ist. Ich habe es einmal gemacht mit Kali und das war ein gutes Gefühl, so eine Maschine zu machen. Und die sagen, Holz riecht wie Nuss und so weiter. Das ist so gut. Und ich liebe Holz. Und wenn das Produkt einmal fertig sein sollte, dann haben wir einen eigenen Verkaufsladen, wir hier am Standort. Und wir versuchen das auch an die Frau an den Mann zu bringen. Und das übernimmt zum Beispiel dann die Susi auch, dass sie Verkaufstätigkeiten macht ganz einfach. Nicht so einfach, aber sie hat das super gelernt, dafür braucht sie eben, wie sie schon erwähnt hat, eben Rechnen und dazu, das möchte sie rechnen, weil sie es braucht einfach, dann b sie bei uns was schauen. Es gibt Holzsachen, es gibt verschiedene Sachen. Die können sich aussuchen und die rechnen schreiben und verpacken. Also mit Gesenktpapier und Sack und so weiter. Also es wird eben in dieser persönlichen Lagebesprechung geschaut, was braucht sie momentan, wie geht es ihr in der Werkstatt, passt es noch, dass sie in der Holzgruppe ist, möchte sie in eine andere Gruppe wechseln, hat sie vielleicht Privatwünsche. Bei der Susi zum Beispiel war das so, dass sie gesagt hat, sie möchte den Umgang mit Geld erlernen und auch den Umgang mit der Uhr. Es ist ja wichtig, dass sie als Frau weiß, wie spät es ist und wie viel zum Beispiel beim Einkaufen ein Cola kostet oder Mineralwasser. Das sind so momentan ihre Ziele. Dann habe ich mein eigenes Geld. Dann kann ich auch mit meinem eigenen Geld zu uns gehen. Und gehe abends noch einkaufen. Und ich gehe zu Billa kaufen, also Wurstkörbe kaufen oder Bungskaffer kaufen, weil ich liebe Bumska. Bei uns am Standort ist ganz wichtig, dass die Leute Mitspracherecht haben. Uns ist ganz wichtig, dass sie mitteilen, was ist ihnen wichtig. Ja, sie werden so gut als möglich überall mit einbezogen. Und ich denke, da hat die Susi einfach erklärt, eben dieses, ich weiß ganz genau, was ich möchte und was ich will. Ich habe ein Tablet bekommen, also da haben wir ein Tablet. Und da tun wir Geld üben. Also es gibt, sie drauf, ein G Goswager, ich drücke drauf und dann übe ich mein Geld. Das ist das, das ist das, das ist das, das ist das, das ist das. Das macht echt Spaß. Ich kenne die Susi jetzt elf Jahre, ich habe 2010 hier begonnen. Ich habe die Susi, wie mein Kollege auch schon mitgeteilt hat, so kennengelernt, dass sie ganz ein junges Mädchen war, die sehr zurückhaltend war, sehr schüchtern, sich nichts zugetraut hat und über die Jahre einfach selber von sich aus wollte, dass sie sich weiterentwickelt. Sie wollte nicht mehr dieses kleine Mädchen sein, das sich nicht mitreden traut, sondern sie wollte sagen, wer sie ist, was sie für Wünsche hat. Und dann irgendwann meinte sie, es ist genug, es ist viel genug und dann bin ich erwachsen und dann bin ich sehr gewöhnt daran.