Ja, jetzt tun wir noch ein bisschen Schmäh führen. Könnt ihr da noch einmal auf das Buch hinfahren? Nein, das aber nur am Schluss. Am Schluss, dann machen wir das. Pfarrer St. Franziskus, Mamuthi Wildan, Jonny Rheindl-Schweighofer, Wir haben Gartlena. Wir danken Ihnen für das Kommen. Noch eine Minute. Was war das? Wir danken für das Kommen. Und noch eine Minute? Noch eine Minute. Achso, naja, das ist ja das Wichtige. Und normal ist das mit Publikum? Petra, machst du ein paar Fotos? Ich mache es umgekehrt danach. Danke. Handys habt ihr ausgeschaltet? Flugmodus ein. Gut. Gibts mir ihr Zeichen. Wels ist eine bunte Stadt, eine Stadt der Vielfalt und des kulturellen Pluralismus. Wie bunt Wels ist, wird sich in den nächsten sechs Wochen in vielen, vielen Veranstaltungen zeigen. Und zwar in der Veranstaltungsreihe Miteinander für Respekt und Toleranz, die die Stadt bis 6. Juni, sagen wir einmal, in Atem halten wird. Die Palette der Veranstaltungen reicht von interkulturellen Kochabenden und Film-Events bis hin zu Flashmobs, Tagen der offenen Tür, der langen Nacht der Kirchen, einem Volksfest im alten Schlachthof und auch einem Muttertagsbranch. Startschuss zur Veranstaltungsreihe Miteinander für Respekt und Toleranz ist diese Talkshow, die wir Ihnen heute Abend aus dem Studio 17 im Medienkulturhaus in der Welser Innenstadt präsentieren. Mein Name ist Günther Keindlsdorfer und ich habe das Vergnügen, Sie als Moderator durch die nächsten etwa 60 Minuten begleiten zu dürfen. Jetzt stelle ich Ihnen die erste von zwei hochkarätigen Talkrunden vor,isten, die an dieser Veranstaltungsreihe federführend mitarbeiten und mitgearbeitet haben. Das ist zum einen Irmgard Lehner, sie ist lefer, Bildungs- und Kulturstadtrat der Stadt Wels und Vorsitzender der Volkshilfe Wels-Kirchdorf. Und das ist Mahmoudi Vildan, er engagiert sich im albanisch-muslimischen Verein Horizont. Johnny Reindl-Schweighofer, wir leben in herausfordernden Zeiten. Corona hält uns alle, hält die Welt, hält das gesellschaftliche Leben im Atem und eigentlich alles fest im Griff. Wie ist das für euch? Seid ihr zuversichtlich, dass die Veranstaltungsreihe Miteinander für Respekt und Toleranz wie geplant stattfinden kann in den nächsten sechs Wochen? Wie wird das werden? wie geplant stattfinden kann in den nächsten sechs Wochen. Wie wird das werden? Wenn wir es wissen, wie es wird. Wir können nur aus unseren Erfahrungen sprechen. Und voriges Jahr war es so, dass wir eigentlich alle Drucksorten geliefert bekommen haben und die haben wir dann direkt im Altpapiercontainer entsorgt, weil dann der Lockdown gekommen ist. Diesmal bin ich eigentlich zuversichtlicher. Wir haben auch schon reagiert auf das. Dank des Medienkulturhauses und des Studio 17 haben wir sozusagen die Auftaktveranstaltung als Livestream. Das ist schon mal eine Reaktion drauf. Das hat die Buchzeit schon ihr Angebot gemacht über einen Stream. Also da ist schon darauf reagiert worden. Haben aber auf der anderen Seite eine Veranstaltung schon absagen müssen. Ich bin aber recht zuversichtlich, dass viele Dinge stattfinden werden. Aber wird es stattfinden als Stream oder schon auch als Real-Life-Veranstaltungen draußen in der Stadt? Also einiges wird wirklich stattfinden und ich denke mir, dass uns da jetzt auch zugute kommt, dass wir das Ganze über sechs Wochen führen und wir dann sozusagen eigentlich Ende Mai und im Juni eine die Veranstaltungen eigentlich sehr realistisch ist, dass sie auch stattfinden werden. Irmgard Lehner, wie beteiligt sich denn die Pfarre St. Franziskus an dieser Veranstaltungsreihe. Ihr seid ja auch mit an Bord. Genau, wir sind mit zwei Veranstaltungen mit an Bord, wobei die erste eine ist, die leider schon abgesagt wurde. Wir hätten am 25. April das Maibaumfest gestaltet, war auch in der Vergangenheit immer Teil des Programms, weil es ein schönes Fest ist, eine Gelegenheit einfach, um ins Gespräch zu kommen miteinander. Das kann leider nicht stattfinden, das ist klar. Die zweite Veranstaltung wird ein Abend sein am 27. Mai. Da gehe ich davor aus, dass der stattfinden wird. Unter dem Thema Einmischen, Mitmischen, Aufmischen ist eine Veranstaltung für Frauen. Die katholische Frauenbewegungsvorsitzende von Oberösterreich wird da referieren. Paula Wintereder, genau, und Frauen sind eingeladen, sich da mit zu beteiligen, mitzudenken, mitzudiskutieren und sich auch inspirieren zu lassen, fürs Mitmischen und Aufmischen. Da gibt es ja in der katholischen Kirche einiges aufzumischen, aus Frauenperspektive. Auf jeden Fall ist da einiges noch dran, wobei wir Frauen sind in der katholischen Kirche, glaube ich, sehr gestandene Frauen oft und bringen schon unseren Teil und schauen, dass es vorangeht. Aber es ist noch immer etwas offen, keine Frage. Und das ist eine Veranstaltung, die nur für Frauen zugänglich ist? Genau, die ist ausschließlich für Frauen gedacht. Wir haben das in der Vergangenheit auch schon öfter so gehabt. Wir finden das auch ein schönes Format. In der Vergangenheit haben wir zum Beispiel auch interkulturelle Frauenabende gehabt, Musliminnen und Christinnen im Dialog. Das waren sehr spannende Veranstaltungen. Heuer sind alle Frauen eingeladen, eben zu diesem Thema sich zu beschäftigen. Und der Herr Bischof hat auch nichts dagegen, dass das nur für Frauen exklusiv ist. Auf gar keinen Fall. Also die katholische Frauenbewegung ist sozusagen in der katholischen Kirche schon eine ganz lange Tradition, sozusagen auch eine Vereinigung, so wie es auch die katholische Männerbewegung gibt oder die Jungschau oder die Jugend. Das ist die katholische Aktion, die auch so praktisch in der Kirche aktiv ist. Und da gibt es einen Teil, der spezifisch ist für Gruppen und einen Teil, der halt offen ist, wo man immer wieder einlädt. Herr Wildan, wie wird der albanisch-muslimische Verein Horizont, den Sie vertreten, wie wird der teilnehmen an der Veranstaltungsreihe? Also grundsätzlich sage ich jetzt im Namen unseres Vereins einmal einen herzlichen Dank für die Einladung und die Teilnahme dieser Veranstaltungsreihe. Wir sind natürlich genauso bemüht, dass wir wie jedes Jahr daran teilnehmen und folgen jetzt der ein oder anderen Einladungen. Wir sind im regen Austausch mit der katholischen Kirche, mit der Stadt Wels und mit allen teilnehmenden Organisationen, dass man sich da immer teilnimmt und engagiert. Und was wird es geben? Einen Tag der offenen Tür? Richtig, einmal im Jahr findet eben im Zuge dieses Programmes bei uns ein Tag der offenen Tür statt. Wie das Wort eben sagt, sind dazu alle Wälzerinnen und Wälzer, alle Interessierten dazu herzlich eingeladen, uns teilzunehmen und einfach nochmal hinter der Kulissen unseres Vereins zu sehen, wie läuft es denn hier ab. Johnny Reindl, Schweighofer, wie lange gibt es denn die Veranstaltungsreihe Miteinander für Respekt und Toleranz? Schon werden vielleicht nicht alle wissen. Geben wird es eigentlich schon seit rund 15 Jahren, 12 bis 15 Jahre, ganz genau kann ich es jetzt nicht sagen, das hat immer die Stadt veranstaltet und es ist leider vor drei Jahren jetzt passiert, dass die Stadt diese Veranstaltung gecancelt hat. Es ist zwar unverständlich, weil es für mich sehr erfolgreich eigentlich gewesen ist oder für alle Teilnehmer und wir als Volkshilfe haben dann eigentlich gesagt, wir wollen die Plattform bilden, auf der sich das dann wieder sozusagen konstituieren kann. Und wir sind eigentlich sehr, sehr erfreut, wie viele Veranstalter da dabei sind, wie bunt das Programm ist. Und wir haben sicher auch die letzten Jahre neue Akzente setzen können. Wenn ich den Miteinander-Flashmob nenne, wo über 100 Akteurinnen unterwegs sind von Tanzgruppen von kroatischen und albanischen Vereinen, die sind Bürgersachsen, die Eisenbahner Blaskapelle, der Akapella Chor, also da spielt sich im ganzen Zentrum der Stadt Wels wirklich was an innerhalb von einem Vormittag und da sieht man auch wie bunt und wie vielfältig das Stadt ist. Kann man sagen, wie viele Veranstaltungen es insgesamt sein werden heuer? Ein paar Dutzend sind es schon. Es sind 28 Veranstaltungen mit 21 Veranstaltern. Man muss aber sagen, dass das Corona-bedingt ein bisschen weniger ist, als es im Vorjahr war. Und, Jonny Reindl-Schweighofer, was ist die Idee hinter diesem ganzen Projekt? Die Idee ist, und ich glaube, das ist ganz kurz gesagt, wir wollen eine Plattform der Begegnung bilden. Und der Vertreter des albanischen Vereins hat es eh schon gesagt, es geht darum, dass man sich trifft, dass man miteinander austauscht, damit man hinter die Kulissen schauen kann, damit das, was um eine geheimst werden kann, zum Beispiel was ein muslimischer Verein ist und, und, und, dass sich das auflöst durch die Begegnung und das gelingt auch sehr schön bei den Veranstaltungen. Jetzt fragt man sich natürlich als halbwegs aufgeschlossener Mensch, was kann eine Stadt wie die Stadt Wels dagegen haben, dass ein solches eigentlich großartiges zivilgesellschaftliches Projekt stattfindet. Wieso dreht man sowas ab? In Wirklichkeit war es so, die Aussage, die von den Verantwortlichen gekommen ist, war, es ist die Luft daraus, es gibt keine gescheiten Veranstaltungen mehr und und und. Wir hätten das nicht so festgestellt. Ich glaube, dass auch nicht mehr in die Konzeption der Verantwortlichen in der Stadt gepasst hat, um das einmal so zu sagen. Aber die Volkshilfe als Spielmacherin, als Plattform organisiert, zivilgesellschaftlich, dass das weitergehen kann. Vielleicht darf ich noch dazu sagen, man muss aber da weit und das wirklich auch dazu sagen, es ist aber so, dass trotzdem die Stadt jetzt wieder auch eingestiegen ist und auch wieder der Subvention unterstützt. Das muss man ganz ehrlich sagen. Ich finde schon, dass die Stadt nicht mehr macht, aber sie hat sich jetzt zumindest auch eingeklinkt und mit einem Betrag unterstützt. Eine namhafte Subvention oder eine symbolische? 1.000 Euro sind nicht so schlecht für so eine Veranstaltung, wo ja zivilgesellschaftlich irrsinnig viel von den Vereinen und von den Akteuren gestaltet wird. Irmgard Lehner, ich bin in Wels aufgewachsen, wohne schon seit 30 Jahren, länger als 30 Jahre nicht mehr in Wels, in Wien, habe aber sozusagen mein Herz in Wels gelassen und doch eine starke emotionale Beziehung zu dieser Stadt. Und jetzt möchte ich Sie fragen, ich bin aufgewachsen in der Lahener Straße in der Vogelweide, das ist nicht weit. Hausnummer? Drei. Ah, okay. Damals in den 70er Jahren, frühen 80er Jahren hat es die Pfarre St. Franziskus in Lahen noch nicht gegeben. Da hat es gegeben die Vogweiderkirche gegeben und damals topmodern die Zeltkirche in Lichtenegg. Und das war sozusagen das katholische Angebot da bei uns, Vogelweide Lichtenegg. Wie lange gibt es Ihre Pfarre St. Franziskus schon und was sind Ihre und Eure Schwerpunkte? Kann man das so ein bisschen erzählen? Gerne. Also wenn Sie schon 30 Jahre aus der Welt weg sind, hat es St. Franziskus wirklich noch nicht gegeben. Vor 25 Jahren waren so die ersten Überlegungen und dann ist einmal ein erstes Gebäude gebaut worden. Die Kirche, die wir jetzt haben, ist 2004 mit dem Weihnachtsgottesdienst, mit der Christmette sozusagen, das erste Mal irgendwie belebt worden. Genau, aber sie hätten jetzt, wo sie gewohnt haben, auch nicht zum Pfarrgebiet von St. Franziskus gehört, sondern weiterhin zur Vogelweidepfarrer, ganz klar. Das ist ja noch komplizierter, weil ich war ja evangelisch. Ah ja, okay, na dann zur evangelischen Christuskirche, die gehört sowieso größer, rundherum. Genau, in ökumenischer Verbundenheit. Ich bin aber öfters zur Messe, zur Abendmesse nach Lichtenegg gefahren, in Rad, in die Zeltkirche, weil da war ich in eine junge Katholikin verliebt. Das ist auch ein guter Grund. Und es war ein engagierter Pfarrer damals, der Strasser hat er geheißen. Ja, Max Strasser, mittlerweile Dompfarrer in Linz. Ja, ganz genau. Die Pfarrer St. Franziskus, die ist die jüngste Pfarrer in Wels. Also es gibt sechs katholische Pfarrer in Wels, eine evangelische Pfarrer in Wels. Die orthodoxen Christen haben auch sozusagen Gottesdienste in Wels. Das ist so die christliche Landschaft in Wels. St. Franziskus ist die jüngste Kirche. Ganz ein moderner Kirchenbau, sehr ungewöhnlich für viele Menschen. Zahlt sich aus, auch architektonisch anzuschauen. Für manche Menschen sagen sie, das ist keine Kirche, dafür immer die Engel oder so, gibt es keine. Für viele Menschen ist das ein sehr gelungener Bau, besonders für junge Menschen. Wir haben sehr viele Taufe in St. Franziskus und es sind die jungen Familien sehr wichtig. Uns ist aber auch wichtig, dass es eine Vielfalt gibt von Menschen. Unser Anspruch ist eigentlich, dass sich jeder Mensch wohlfühlen kann in dieser Pfarrgemeinde und willkommen ist. Wir haben keine Schwellen, wir sind barrierefrei, das ist einmal rein von der körperlichen Seite sozusagen, aber auch von der inneren Haltung ist uns das sehr wichtig. Ich finde, der Pfarrer lebt immer davon, dass er ein sehr bunter Mix ist von Menschen. dass sie ein sehr bunter Mix ist von Menschen. Also sowohl vom Alter her, also vom kleinen Baby bis zu alten Menschen, so in alle gut Platz haben, Frauen und Männer, in aller Vielfalt und es ist wirklich wichtig, da Platz zu haben. Und da spielt auch dieses Thema, dieser Reihe sehr einer, in der Pfarrer geht es auch darum, mit Respekt und Toleranz einmal miteinander umzugehen, auch die Verschiedenheit der Menschen zu sehen. Und als Bürgerin dieser Stadt und als Seelsorgerin da in der Stadt, denke ich mir, es ist wichtig, das noch viel weiter zu sehen. Also Respekt und Toleranz brauchen wir unbedingt. Und das, was ich oft schwierig finde, ist, die meisten Menschen, ich schließe mich da selber nicht aus, leben halt in so einem eigenen Bereich. Wir kennen das auch von den sozialen Medien, da hat man es ja blase, in der man irgendwie unterwegs ist, aber wir brauchen eigentlich sozusagen Orte, Gelegenheiten, um miteinander in Kontakt zu sein, damit da keine Parallelgesellschaften sind, sondern dass man wirklich sie austauscht, auch mit Menschen, die anders denken wie ich. Es ist natürlich herausfordernd, aber wir brauchen solche Plätze. Früher war das vielleicht das Wirtshaus, wo sich manche getroffen haben, auch am Stammtisch heiße Diskussionen gegeben haben. Es kann in der Stadt, in der Innenstadt sein. Ich finde, die City braucht so etwas eigentlich auch, dass es dort Orte gibt, wo Kommunikation ist. Feste eignen sich sehr gut dazu, aber auch inhaltliche Veranstaltungen. Ich denke mir, diese Reihe dient auch dazu, dem einen Raum zu geben. Das halte ich für etwas sehr Wichtiges. Sonst bleiben nur noch einmal die Schulen über, wo sich wirklich die Gesellschaft mischt. Und das ist eh eine Herausforderung, aber ich glaube, dass das etwas ist, was wichtig ist. Sich auch manchmal herausfordern zu lassen, ist ja nicht so einfach immer, auch umzugehen mit Dingen, die fremd sind für einen oder die man anders sieht, aber so wirklich auch in ehrliche Dialoge zu treten, das halte ich für etwas Entscheidendes. Nun ist ja Wels eine Stadt, in der viele, viele Menschen aus vielen verschiedenen Kulturen und Nationalitäten leben. Spiegelt sich das auch bei Ihnen in der Pfarrgemeinde wider? Ja, es spiegelt sich schon wider, natürlich nicht ganz im gleichen Schnitt sozusagen, wie es in der Bevölkerung ist. Wir haben viel zu tun mit Menschen, die aus Syrien geflohen sind. Also das ist einfach, weil wir in der Pfarrer ein Projekt gehabt haben, ein Wohnungsprojekt für Asylberechtigte. Und das waren vor allem Menschen aus Syrien, zum Teil aus Afghanistan, Menschen aus dem Irak, aus dem Iran. Das sind sozusagen Menschen, die auch bei uns in der Pfarrer gut angedockt sind. Wir haben sie viel unterstützt, viel begleitet, sehr schöne Erfahrungen auch gemacht. Irgendwie, dass es wirklich über die Jahre schön ist, wenn man Familie so begleiten kann, dass man sagt, ja, da gibt es jetzt eine eigene Wohnung, da gibt es einen Job, zumindest für eine Person aus der Familie, da wird Sprache gelernt, da kann man ganz andere Themen besprechen, Leute, die sich integrieren, das ist eine sehr schöne Erfahrung auch. Mahmoud Di Vildan, zurzeit ist Ramadan, auch nicht muslimische Menschen haben das mitbekommen durch viele, eigentlich sehr viele Medienberichte, auch in der ZIP Zeit im Bild, im ORF war ein großer Bericht darüber. Wie begehen Sie, wie begehen Ihre Freundinnen und Freunde den Ramadan? Es ist schon eine besondere Zeit auch für Sie jetzt, oder? Richtig, genau. Der Monat Ramadan findet bei uns Muslime einmal im Jahr statt, richtet sich nach dem Mondkalender, das heißt, es ist immer unterschiedlich. Es ist natürlich ein besonderer Monat, ein Monat, wo eben das Wort Toleranz sehr groß geschrieben wird. Ein Monat der Begegnung, ein Monat, wo man, da bin ich jetzt vielleicht aus theologischer Sicht nicht so gut unterwegs, wie ein Theologier, aber einfach ein Monat, wo man sich Gott näher kommt. Und zwar eben, wie auch viele wissen, wird eben von Sonnenuntergang gegessen bis zum Sonnenaufgang und ab Sonnenaufgang dann bis zum Sonnenuntergang quasi nicht gegessen und getrunken. Streng gefasst. Richtig, genau. Ich persönlich gehöre natürlich dazu und versuche, dass ich mich da natürlich dann dran halte. Es ist, wenn man sich das jetzt einen anderen Monat aus dem Ramadan ist das auch für mich persönlich gar nicht vorstellbar, wenn ich mir jetzt sage, okay, wie soll ich denn das aushalten, den ganzen Tag nichts essen zu trinken. Aber es ist wie ein Wunder, kann man es jetzt nennen, dass man, wenn ich jetzt mit der Einstellung sage, okay, ich versuche das und ich mache das jetzt, dann ist jetzt irgendwie, da finde ich jetztuche das und ich mache das jetzt, dann ist jetzt irgendwie, da finde ich jetzt keine Worte, unbeschreiblich, wie einem dann der Tag verläuft. Es ist ganz anders als ein anderer Tag im Jahr. Und ich stelle mir vor, es ist auch sozusagen ein gutes Gefühl, die Herausforderung, den ganzen Tag nichts essen und auch nichts trinken zu dürfen, wenn man das meistert, dann darf man ja ein bisschen stolz sein auf sich am Abend. Richtig, genau. Angefangen von der Belohnung des Fastenträchens, da hat man einfach untertags andere Dinge irgendwie im Kopf, hat man das Gefühl. Wenn man ansonsten immer sagt, okay, jetzt überlege ich mir, was kriege ich denn heute Mittag, was kriege ich denn zum Abend, das ist einfach einmal was anderes. Und ich glaube, ganz wichtig ist ja auch dann am Abend das Fastenbrechen, das ist ja auch ein wichtiges familiäres und soziales Ereignis, oder? Richtig. Ist auch den anderen vielleicht näher in dieser Zeit, den anderen Menschen? Menschen. Richtig, genau. Also im Normalfall in Fasten und Ramadan kommen Leute zusammen, wo man eben viele nach Hause einlädt oder eingeladen wird, was jetzt natürlich Corona-bedingt sehr schwierig ist. Das ist jetzt trotzdem keine neue Sache für uns, weil wir das letztes Jahr genauso gehabt haben und ein bisschen anders als wir gewohnt, aber man versucht hier auch natürlich das Beste daraus zu machen. Sie betreiben ein albanisches Kultur- und Bildungszentrum in Wales. Wie läuft es, wie gut funktioniert es und wie gut wird dieses Zentrum auch angenommen? Also uns vielleicht nur kurz vorher, als Verein Albanisches Kultur- und Bildungszentrum gibt es ja schon seit 1994, wo eben die albanische Community aus den 70er Jahren, wie man es eben kennt, unter anderem nach Österreich gekommen sind und damals eben einen Verein 1994 gegründet haben mit der Grundidee, diese Religion zu bewahren. Das war damals das primäre Ziel, wobei sich die strukturelle gesellschaftliche Änderung natürlich geändert hat. Man legt jetzt den Fokus nicht mehr nur auf die religiöse Ausrichtung, sondern vielmehr auch in der Erziehung, Bildung innerhalb dieser europäischen Gesellschaft. Was die Bauansicht ist, wir haben jetzt seit 2012 ein großes Projekt vorhaben, und zwar die Errichtung dieses Mehrzwecksgebäudes, weil in diesen Freien Städten, wo wir jetzt sind, einfach diese räumlichen Gegebenheiten nicht da sind. wo wir jetzt sind, einfach diese räumlichen Gegebenheiten nicht da sind. Wir sind da sehr eingeschränkt und haben jetzt gesagt, 2011 haben wir uns jetzt entschieden, dass wir jetzt einen Neubau planen, errichten und wir sind jetzt mittlerweile in einer Innenausbaufase, das heißt der Rohbau steht. Wo ist das? Das ist Welswessen-Marie-Wallrich-Straße am Draußenecker Damm. Und ihr habt eine Baustelle und es geht voran? Richtig, wir haben jetzt nur eine Baustelle und es geht alles dem Plan entlang sozusagen. Sehr gut. Herr Wildan, wie erleben Sie denn das Klima in Wels? Vielleicht auch das Klima in Wels, wenn es gerade keine Veranstaltungsreihe miteinander für Respekt und Toleranz gibt. Wie lebt man als Muslim in dieser Stadt? Gibt es Anfeindungen? Gibt es das, was jetzt ein ganz modernes Wort, Mikroaggressionen, spürt man solche Dinge wie? Wie haben Sie das aufwachsende Leben in dieser Stadt, Sie ganz persönlich, wie haben Sie das erlebt und empfunden? Leider erlebt man es trotzdem im Alltag, dieses Pendant zur Toleranz, nämlich diese Intoleranz, das habe ich persönlich auch zum Spüren bekommen, dass man einfach gewisse Vorurteile äußert oder gegenüber den Muslimen sagt, was ja vielleicht ohne, dass man sich vorher selbst irgendwie dann mit dieser Sache interessiert oder debattiert mit den jeweiligen, sondern einfach die Leute etikettiert. Ich muss jetzt ganz ehrlich aus freier Sicht jetzt sagen, jetzt Stadt Wels funktioniert, das muss ich ganz offen und ehrlich sagen, reib ehrlich sagen, weil wir jetzt im regen Austausch sind, mit der Fahre, mit der Stadt Wels, mit den Organisationen, wie die Volkshilfe, weil es ja auch immer diese Vortragsreihen gibt, wie Tag der offenen Türen, Dialog der Religionen, das trifft sich wirklich ganz gut und so versucht man eben, das Ganze abzubauen. Und dieses Thema, ja, als Muslim, nicht nur in Österreich, sondern auch eventuell auch in vielen europäischen Ländern, ist jetzt kein Klischee, das wird jetzt wahrscheinlich überall so sein. Es ist überall nicht ganz einfach, nicht immer ganz einfach, aber es gibt ja Initiativen wie die, die wir heute Abend vorstellen. Johnny Rheindl Schweighofer, Sie sind Kulturstadtrat in Wels, auch im Lichte dessen, was wir jetzt gerade besprochen haben, eine Stadt der Vielfalt, eine Stadt vieler Nationalitäten und vieler Kulturen. Was sind denn kulturpolitisch die Themen, die in Wels unter den Nägeln brennen? Gibt es irgendwas, was fehlt? Gibt es irgendwas, wo man Defizite hat, die man ausgleichen sollte? Wie sehen Sie da die Situation? Na, wenn man jetzt natürlich diskutiert, kommt man an Corona nicht vorbei. Wir haben natürlich sehr tapfer viele Veranstaltungen vorbereitet, aber immer wieder viele abgesagt. Ich bin immer nur nach dem Motto vorgegangen, alles, was ich nicht plane, kann ich dann, wenn ich darf, nicht umsetzen. Damit waren wir aber sehr oft betroffen, dass wir Aussagen haben müssen. Zum Beispiel jetzt heuer das zweite Mal unser Figuren-Theater-Festival, das sozusagen auch ein Beitrag zur vielfältigen Stadt ist. Wir haben zwar ein Ersatzprogramm im Juni und im September eingebaut, aber wenn man diskutiert, was sozusagen den Kulturstandort Wöls ausmacht, dann finde ich, dass es ein wirklich sehr vielfältiges Programm ist, dass wir vielfältige Akteure haben. Was ich ganz besonders stolz bin, ist, dass die zum Beispiel der Albanische Verein oder auch der Kroatische Verein, die Sie im Bürgersachsen, wir haben fünf oder sechs migrantische Vereine, die ihre Volkskultur mitgebracht haben und die hier in der Stadt pflegen. Und wenn ich mir anschaue, im Albanbanischen oder akuratischen Verein oder auch im bosnischen Kulturverein, da gibt es hunderte Kinder, die Volks tanzen. Das finde ich leider bei den autochtonen Volkstanzgruppen, die haben sich in Wales schon vor längerer Zeit aufgelöst. Das heißt sozusagen, aber ich glaube, dass es ein ganz wichtiger Beitrag ist, auch zum Motto Respekt und Toleranz, weil es sozusagen ein bisschen offen macht, zu sehen, was denn da passiert. Und also da denke ich, das ist etwas, auf das ich sehr stolz bin, dass die Vereine da sehr aktiv sind, überall dabei sind. Und für uns ist eigentlich, wenn ich die nächsten paar Wochen nehme, ganz wichtig, wir wissen, dass wir jetzt dann irgendwie Mitte, Ende Mai wieder anfangen können. Ich hoffe, dass die verschiedenen Vereine, Ensembles, Chance zum Proben haben, weil das ist ja meistens das Problem im Vorlauf. Wenn sie nicht proben können, können sie auch nicht auftreten, was ich ja verstehe von Selbstverständnis. Vorlauf. Wenn sie nicht proben können, können sie auch nicht auftreten, was ich ja verstehe von Selbstverständnis. Und ja, wir haben unsere Burggartenkonzerte geplant oder unser Street Art Festival im Sommer, wo über 200 Sprayer aus ganz Europa in die Stadt kommen. Das ist heuer das zweite Mal. Das ist uns letztes Jahr das erste Mal gelungen, das umzusetzen. Und da ein ganzes Wochenende wirklich top Sprayer in der Stadt sind, Graffiti-Künstler, die da das bespielen. Also das, denke ich mir, macht eigentlich Wels aus. Und wir haben eine Kulturszene, die, wenn man von der Entfernung schaut, wenn man wo hinkommt und sagt, man ist aus Wels, dann wird man natürlich oft angesprochen auf das, dass wir einen blauen Bürgermeister haben. Und das würde man in Kultur leben. Den alten Schlachthof kennt man schon. Ja, genau, den kennt man auch. Aber ich sage, das würde man nicht glauben, wie vielfältig und bunt das Kulturleben ist. Und wir haben ja eine Besonderheit, wir sind im Medienkulturhaus in Studio 17, dass wir eigentlich so Kulturinstitutionen so weit wie möglich verselbstständigen lassen haben. Wir wollen sozusagen die Infrastruktur absichern, aber das Programm machen die Künstlerinnen und Künstler, die Akteure dort selber, zum Beispiel auch im Schlachthof oder in der Forumsgalerie. Wir haben, Gerd Lehner, meine letzte Frage in dieser Talkrunde. Eine der Schicksalsfragen, ist jetzt ein bisschen pathetisch formuliert, aber ich glaube, es stimmt. Eine der Schicksalsfragen, ist jetzt ein bisschen pathetisch formuliert, aber ich glaube, es stimmt, eine der Schicksalsfragen der Menschheit in den nächsten Jahren und Jahrzehnten wird sein, wie gelingt es, dass die verschiedenen Religionen und Weltreligionen auf unserem Planeten miteinander, sagen wir mal, auskommen, wenigstens miteinander friedlich auskommen. Im Idealfall geht es natürlich darüber hinaus. Der interreligiöse Dialog ist, glaube ich, eine ganz, ganz wichtige Sache auch für die nächsten Jahre und Jahrzehnte. Ich glaube, auch da habt ihr in der Pfarre St. Franziskus einen Schwerpunkt drauf. Welche Rolle spielt der interreligiöse Dialog, gerade auch in Wales für euch? Also nicht nur als Pfarrer St. Franziskus. Es gibt in Wales seit mehr als 15 Jahren jetzt eine Gruppe Dialog der Religionen, wo sich christliche Vertreterinnen und Vertreter und islamische Vertreter, auch Vertreterinnen jetzt, aber am Anfang waren es Vertreter, sich treffen, regelmäßig treffen, um zu schauen,, sich kennenzulernen, das fängt ja oft wirklich ganz am Anfang an, aber sich kennenlernen, Fragen stellen, die man schon immer fragen wollte, damit diese Vorurteile, die vielleicht da sind, diese Vermutungen, die vielleicht da sind, auch einmal ausgeräumt werden können. Dann gemeinsame Veranstaltungen zu machen, also das halte ich für etwas Wichtiges auch im interreligiösen Dialog, gemeinsam etwas zu initiieren, zu planen, zu erleben. Wir haben auch Friedensgebete, interreligiöse Friedensgebete gemeinsam. Das ist das, was religiöse Menschen einfach auch gut tun können, miteinander zu beten, weil sie so ansprechen, die Religionen miteinander. Also ich glaube eigentlich, die Religionen, die großen Weltreligionen haben alle in ihrem Innersten sozusagen einen sehr friedlichen Ansatz und immer den respektvollen Ansatz. Das Christentum genauso wie der Islam. Das was die großen Probleme oft macht, die wir halt weltweit auch sehen, sind glaube ich oft eher politische Hintergründe, die sich an religiöses Männlichen umhängen. Und Religionen werden da oft auch wirklich missbraucht. Also sowohl der Islam als auch das Christentum wird da missbraucht, glaube ich. Es geht darum, immer wieder zu schauen, was kann da ein guter Beitrag sein, den die Religionen bringen. Ich glaube, dass wir da durchaus etwas beitragen können. In Wales ganz konkret, kennen Herrn Mahmoudi auch aus diesem Dialog der Religionen. Da gibt es einfach gute Zusammenarbeit. Und das wird es auch brauchen. Und das braucht es eben im Kleinen, genauso wie es es im Großen braucht. Ganz, ganz sicher. Dann bedanke ich mich bei den Diskutierenden. Bevor wir zur zweiten Talkrunde des heutigen Abends kommen, präsentieren wir Ihnen nun einen etwa achtminütigen Film, in dem sich einige der Menschen, die an wichtiger Stelle bei der Veranstaltungsreihe miteinander für Respekt und Toleranz mitarbeiten, vorstellen. Regie, Film ab, bitte. Wunderbar, danke. Buchzeit ist das Kompetenzzentrum für Lesen, Schreiben und Rechnen in Oberösterreich. Wir sind von der Bildungsdirektion verantwortlich, die Leseförderung, die Schreibförderung und die Mathematik in Oberösterreich voranzutreiben. Und wir kümmern uns im Besonderen um die Grundkompetenzen der Kinder. Ich bin der Christian Schuster, bin der Obmann vom Verein Sintbürger Nachbarschaft Wels. Welz. Unser Verein ist 1949 gegründet worden von Flüchtlingen, die 1944 aus Siebenbürgen nach Wels gekommen sind. Ich bin Gerhard Winkler, bin Obmann der Siebenbürger Jugend- und Volkslandsgruppe in Wels und der Verein wurde 1983 gegründet. Ich bin Magdalena Reitsch, ich komme aus dem kroatischen Verein Hrvatsky Domwels. Das meiste was wir machen ist, dass wir die Kultur aus den kroatischen Wurzeln herbringen, in unserer zweiten Heimat Österreich. Ich bin der Ivan Mürvel, komme aus dem kroatischen Kulturverein Hrvatsky Domwels. Ich bin die Angelika Gutenberger-Eckersdorfer, bin Seelsorgerin in der Pfarre St. Franziskus. Das ist in Lahn, eine junge Pfarre mitten im Grünen. Mein Name ist Erik Hohensinner und ich bin in der Pfarre St. Franziskus einerseits Pfarrgemeinderatsobmann und andererseits bin ich tätig eben als Musiker im Gottesdienst oder bei Festen. Ich bin Jolakovic Servleta, bin bei österreichischen, bosnischen Kulturverein Djemad Vels tätig. Ich bin der Edin Suvic, bin vom bosnisch-österreichischen Kulturzentrum Djemad Vels und ich bin für die Kassa zuständig im Verein. Respekt und Toleranz in unserem Verein heißt, dass wir auch die Verschiedenartigkeiten unserer Mitglieder akzeptieren und alle gemeinsam eine große Familie sind. Respekt und Toleranz heißt für uns aber auch, dass wir nach außen hin offen sind, bei vielen Veranstaltungen mitzumachen, die gerade das verschiedene und bunte Bild in unserer Heimatstadt zeigen. Ja, eigentlich nichts Spezielles für mich, sondern Respekt und Toleranz, dass wir Menschen respektieren, wie sie sind. Weil wenn man überhaupt, wenn man einen größeren Umkreis oder ein Verein ist oder eine große Familie oder ein Betrieb, dann muss man sich heute je mehr, dass man sie gegenseitig respektieren. Je leichter kommen wir miteinander um und diese Situation, allgemeine Situation ist entspannter und ist für alle eigentlich besser. Das ist meine Meinung. Also für mich hat Respekt und Toleranz ganz, ganz viel zu tun mit einem gemeinsamen, guten Miteinander, was sich dann irgendwo aus schulischer Sicht einfach auf die Kinder überträgt. Wir bieten zum Beispiel in der Buchzeit mehrmals jährlich sogenannte DATS Talks an, wo wir versuchen mit Kolleginnen im Austausch zu kommen, die speziell im Einsatz mit Kindern mit Migrationshintergrund tätig sind. Wo wir versuchen, da in dem Bereich einfach auch Unterstützungsleistungen zu geben. Wir leben das Respekt und Toleranz so, dass wir mit Jugendlichen viel arbeiten und schauen, dass wir es auf den richtigen Weg erführen. vom Mainstream, vom ganz Gängigen, da schaut man vielleicht schon einmal. Zuerst einmal so, ups, wie tust du, warum oder so. Das ist noch nicht, das flutscht noch nicht. Das ist noch nicht selbstverständlich. Ich finde, da könnte man noch arbeiten, dass da am Anfang keinen schiefen Blick gibt vor der ersten Frage oder vor einem ersten Willkommen. Ich finde schon. Das ist eh überhaupt ein Kirchenthema, wie es überhaupt auch ist. Wir sind da schon ein Stück gegangen, aber noch nicht dort, wo wir hinkommen könnten, glaube ich. Die Selbstreflexion ist immer wichtig. Und zwar, wir haben auf dem Felde der Integration eh einiges seit Anfang an, ich sage jetzt einmal seit ungefähr 2007, 2008, jedes Mal mitgemacht. Wir haben auch Verbesserungsbedarf, würde es diesen nicht geben, würden wir ja stillstehen in dem Fall. würden wir ja stillstehen in dem Fall. Wo wir noch besser nachhaken könnten, das wäre zum Beispiel, dass wir noch mehr Veranstaltungen aktiv mitgestalten. Natürlich schaut man, dass man mit der Stadt Wels oder mit den verschiedenen Kulturvereinen mehr zusammenarbeitet und wir versuchen das auch in den letzten Jahren, aber es dauert halt, dass da endlich einmal richtige Projekte stattfinden, wo man merkt, dass verschiedene Vereine miteinander arbeiten. Für uns ist eben wichtig, dass man auch mit Migrantenvereinen gut auskommt, dass man nicht schimpft, nur weil sie Migranten oder Ausländer sind, sondern dass man auch mit denen gut zusammenarbeiten kann. Und das funktioniert bei uns auch relativ gut. Und ja, das ist eigentlich für uns das Allerwichtigste, dass man nicht nur uns selber als 7-Bürger sieht oder die Österreicher als Österreicher, sondern dass es eben auch andere Erfolgsgruppen gibt, die genauso ihre Berechtigung haben, wie auch wir sind Bürger, die Berechtigung gekriegt haben, wie eben unsere Familien nach Österreich gekommen sind. Und für mich ist auch wichtig, dass ich mit anderen Menschen genauso gut auskomme. wichtig, dass ich mit anderen Menschen genauso gut auskomme. Und für mich ist eben das Wichtigste, ich stelle mich zuerst richtig hin, nett und lebend, damit man mit den anderen auch auskommt. Und das ist für mich ganz normal, dass man halt, wenn man irgendwo hinkommt, zuerst, dass man sich anpasst zum Teil und auch natürlich gegen Teil verlangt. Natürlich, das passiert im Alltag oft im Kleinen, in der Familie, in der Schule, im Beruf. Und das hängt einfach davon ab, wie ich drauf bin. Wenn ich sehr gut drauf bin, dann bin ich sehr tolerant und denke mir, gut, ich habe einen schlechten Tag gehabt, dann ist es okay. Und natürlich, wenn ich selber müde bin oder selber gerade grantig bin, fällt es mir schwerer, mich zurückzunehmen, weil ich denke mir immer, oft ist es ja nicht, dass es jetzt an mir liegt, sondern ich bin der Auslöser für das, dass der einen grant hat, weil er gerade irgendwas an Punkt erwischt hat, der ihn gerade irgendwie getriggert hat, aber es hat oft nichts mit mir zu tun. Und darum denkt man oft so,, okay, Entschuldigung, haben wir ein großes Herz und beim nächsten Mal wird es besser sein. Ja, also, wo einem Gewalt angetan wird, da bin ich nicht mehr tolerant. Also das ist für mich absolutes No-Go und wo es um Verhetzung, also Gewalt körperlich, psychisch, politisch, wo sowas im Spiel ist, das ist für mich die Grenze der Toleranz. Also wo ich die Freiheit des Anderen einschränke. Die Toleranz aufgrund meiner Arbeitstätigkeit kann ich sagen, dass mein Toleranzbereich ziemlich hoch angesetzt ist. Dieser hört sich aber auf, wenn ich sehe, dass irgendjemand anderem Unrecht angetan wird, egal welcher Religion oder Ethnie oder Nationalität und so weiter diese Person angehört. Und wie gesagt, normalerweise ist er ziemlich hoch angesetzt, wenn es um mich geht, aber wenn es um andere geht, wo ich Unrecht verspürte, das mag ich gar nicht. Wenn es dann um Intoleranz geht, also die Grenzen der Toleranz sind dann eben gegeben, wenn man sagt, okay, man ist so tolerant, dass man auch die Intoleranz nicht mehr wahrnimmt. Also das waren dann für mich die Grenzen der Toleranz. Aus dem Studio 17 des Medienkulturhauses Wels sehen Sie einen Live-Talk zur Eröffnung der Veranstaltungsreihe Miteinander für Respekt und Toleranz, die in den nächsten sechs Wochen die Stadt Wels aufmischen wird. Ich freue mich, drei Diskutierende hier im Studio 17 begrüßen zu dürfen. Das ist zum einen Christian Pucher, er ist Geschäftsführer des Programmkinos in Wels hier im Haus. Schönen guten Abend. Guten Abend. Das ist zum anderen Claudia Glößl, sie ist Vorsitzende des Vereins Selbstbestimmt. Was es mit diesem Verein auf sich hat, wird sie uns in den nächsten Minuten erzählen. Und das ist zum dritten Petra Wimmer, sie ist Abgeordnete zum österreichischen Nationalrat, als Vertreterin der Sozialdemokratischen Partei Österreichs und stellvertretende Vorsitzende der Volkshilfe Wels-Kirchdorf. Frau Abgeordnete, was erhoffen Sie sich als Aktivistin, wenn ich so sagen darf, der Volkshilfe von dieser Veranstaltungsreihe, die wir heute Abend eröffnen. Einen wunderschönen guten Abend wünsche ich und ich freue mich, dass zum 15. Mal, ich weiß nicht, viele, viele Jahre lang diese Veranstaltung stattfindet. Die letzten beiden Jahre, voriges Jahr und heuer, in etwas abgewandelter Form, aufgrund der Corona-Maßnahmen, die einfach einzuhalten sind, ist es immer wieder eine Freude zu sehen, wie viele Vereine in Wels, wie viele Gruppen, wie viele verschiedene Menschen sich engagieren. Es ist nicht schwer, Menschen zu finden, die bei dieser Veranstaltungsreihe mitmachen. Also wenn der Aufruf kommt, dann sind ganz viele bereit, sich hier einzubringen und das ist das Schöne, dass wir eine so bunte Gesellschaft haben, dass wir so viele Vereine haben, die aktiv sind und die auch miteinander was machen wollen, die miteinander was gestalten wollen und dass da genau diese Haltung, Respekt und Toleranz und dieses Miteinander, das muss man einfach auch erleben, wenn dann alle Tanzgruppen gemeinsam zusammenkommen und alle Kulturen miteinander Freude haben. Das ist einfach schön und genauso dieses Gefühl wollen wir auch erzeugen mit der Veranstaltungsreihe. Man könnte ja fast das Gefühl haben, dass einem da das Herz aufgeht, wenn man sich das Programm anschaut, die vielen, vielen tollen, wirklich bunten Veranstaltungen, die da in den nächsten Wochen geplant sind. Nun ist Österreich ein Land, in dem viel und gern gejammert, geraunzt und gesudert wird. Ist auch wichtig, muss es auch geben. Es gibt auch viel zu kritisieren in diesem Land, aber geht es Ihnen nicht auch so, dass Ihnen da durchaus das Herz aufgeht, wenn Sie schauen, was da in den nächsten Wochen alles passieren wird und wie bunt und vielfältig die Zivilgesellschaft in dieser Stadt ist? Ja, das ist eine große Freude. Das ist auch schön, das einmal zu sehen wieder. Man weiß das ja, ich bin in sehr vielen Vereinen aktiv und bin viel unterwegs bei den Menschen und man sieht das immer in einzelnen Gruppen und bei verschiedenen Veranstaltungen. Aber diese ganze Vielfalt in der Stadt Wels zu erleben, auch bei dem Miteinander-Flashmob, den wir immer haben, wo das wirklich an jeder Ecke in Wels zu sehen ist und zu spüren ist, das ist wirklich eine große Freude. Respekt und Toleranz stehen im Zentrum der kommenden Wochen. Welche Rolle spielen denn diese Dinge im Alltag einer österreichischen Berufspolitikerin? Sie sitzen im Nationalrat, engagieren sich dort. Man hat gerade im österreichischen Parlament manchmal den Eindruck, dass der hohe Wert, dem man Respekt entgegenbringen sollte, dort nicht immer zur Geltung kommt. Wie ist das? Ja, das ist das, was man sieht, wenn man sich die Nationalratssitzungen, die Plenartage anschaut. Das ist das Bild, das rüberkommt und das ist aber nicht die Arbeit einer Abgeordneten oder des österreichischen Parlaments. Wir arbeiten im Hintergrund sehr viel. Es ist sehr viel Netzwerkarbeit, sehr viel Recherche, Wir arbeiten im Hintergrund sehr viel, es ist sehr viel Netzwerkarbeit, sehr viel Recherche, wird, was da für eine Sprache herrscht, aber es ist eigentlich nur eine Show sozusagen, die da abgezogen wird, aber in Wirklichkeit passiert sehr, sehr viel wichtige Arbeit, die respektvoll und auch, ja, politische Arbeit ist auch ein Konflikt natürlich, man muss sich manches ausstreiten, ausdiskutieren. Das ist immer emotional besetzt. Aber am Ende soll dann ein gutes Ergebnis für die österreichische Bevölkerung herauskommen. Und da braucht es den Prozess vorher, damit man nachher gute Gesetze machen kann. Das heißt, hinter den Kulissen, in den Ausschüssen, in den Gremien, wo die Knochenarbeit gemacht wird an der Gesetzeswertung verschiedener Gesetze, dort geht es doch um einiges konstruktiver und auch höflicher, freundlicher und wie soll ich sagen, amikaler vielleicht sogar zu, als man glaubt? Ja, also durchaus auch konfrontativ natürlich und unterschiedliche Gesinnungen. Die Parteien sind halt einmal unterschiedlich von ihrer Haltung, aber letztendlich, also beflegeln tut sich dort niemand und man schaut schon, dass man gut miteinander auskommt. Und wenn ich etwas umsetzen möchte, wenn ich eine Idee habe und sage, das ist mir so wichtig, das möchte ich gerne umsetzen, dann suche ich natürlich auch das Gespräch und versuche auf konstruktive Weise das umzusetzen und durchzusetzen. Da kommt man nicht weit, wenn man gleich einmal verbrannte Erde macht. Genau, das ist halt so, so sind wir gestrickt, wir wollen ja miteinander gut auskommen und es gibt verschiedene Meinungen in der Gesellschaft, in der Politik, überall. Und letztendlich findet man nur zusammen über das Gespräch. Christian Pucher, Sie sind Geschäftsführer des Programmkinos hier im Medienkulturhaus in Wels. Ich muss Ihnen sagen, ich habe schwere Monate hinter mir, wie viele andere wahrscheinlich auch. Ich vermisse das Kino und das Kino gehen und die abendlichen Kinobesuche, die schon ein, zweimal in der Woche habituell absolviere. Ich vermisse das wirklich. Es tut mir wirklich weh, dass ich seit Monaten nicht mehr im Kino sein durfte. Wie geht es dem Programm Kino Wels? Wie haben Sie die letzten Monate verkraftet und wie ist die Lage? Naja, uns geht es nicht anders. Wir beschäftigen uns ganz viel mit uns selber momentan. Wir haben versucht viele neue Formate auf die Schienen zu stellen, wenn sie fahren dürfen. Das wissen wir noch immer nicht ganz genau. Wir haben jetzt bald mehr als ein halbes Jahr geschlossen. Vorher haben wir auch nur zwei Monate Kinobetrieb gehabt. Ich habe mir ein Zitat von einem Filmemacher ausgesucht, das ich auch in unserer letzten Zeitung, wir haben wieder einmal eine Zeitung an unsere Mitglieder versandt, weil wir gesagt haben, wir müssen uns wieder einmal in Erinnerung rufen, dass die Leute wissen, es gibt uns noch. Und da ist mir eine Filmemacher untergekommen, nämlich der Karl Valentin, der irgendwann einen Satz geschrieben hat, ich weiß nicht, 20er oder 30er Jahre, das möchte ich gerne da zitieren, weil das passt ganz gut zu der Zeit jetzt. Über kurz oder lang kann das nicht mehr länger so weitergehen. Außer es dauert noch länger. Dann kann man nur sagen, es braucht halt alles seine Zeit. Aber Zeit wäre es, dass bald alles anders wird. So geht es uns. Wir wollen uns eigentlich nicht beschäftigen mit Subventionen zu generieren oder neue Projekte. Ich habe neue Projekte zu installieren schon, aber am liebsten würde man gerne wieder in Kontakt treten mit unseren Besuchern. Und wir sind nicht so der... Streamingdienste gibt es ganz viel, aber das steht uns schon irgendwie da oder noch weiter drüber. Ja, man will, ich weiß nicht, wie es euch geht, man will aus dem Haus gehen, man will andere Leute treffen, man will Gemeinschaftserlebnisse haben. Genau, und es ist ein Unterschied, ob da drei, vier Generationen im Kino sitzen und sich den gleichen Film zu einem Thema anschauen, als wie sie sitzen zu Hause, vielleicht auch zwei Generationen und schauen sich im Streamingdienst einen Film an. Jetzt hört man immer wieder, dass es unter Umständen gar nicht so leicht sein wird, kurzfristig jetzt, wenn wir da die Kinos aufsperren, überhaupt genügend Filme zu finden, die man spielen kann. Wie ist da die Situation? Die Filmproduktion ist ja ein eigenes Kapitel und hat es auch schwer gehabt in den letzten Monaten. Gäbe es überhaupt genug Filme, die man im Programm Kino Wales einsetzen könnte? Ich glaube schon. Erstens haben wir ganz viele Filme, die wir im Oktober gestartet haben und in der Pipeline gehabt haben und eigentlich spielen wollten und nicht spielen können haben und die zwar in der Zwischenzeit über irgendwelche Streamingdienste gezeigt worden sind, aber wir werden halt die spielen und es gibt da ganz viele Filme, die halt bei den Filmverleihen schon in der Warteposition stehen, aber das ist ein bisschen schwierig, weil die haben genau dieselben Informationen wie wir. Wir wissen nicht ganz genau, wann wir anfangen können und wie lange das dann dauert, unter welchen Voraussetzungen, dass wir spielen können. Können wir den halben Soja anfüllen oder nur ein Drittel? Da bewegen wir uns. Wir haben gesagt, sobald wir ein fixes Datum haben, dass wir spielen können, werden wir das erste Wochenende von Samstag bis Sonntag von 9 Uhr vormittags bis 22 Uhr Filme spielen. Damit auch wenn nur 10 Leute pro Vorstellung reindrücken, damit ihr die Leute reinbringt. Genau, dass man die Leute wieder darauf aufmerksam, dass es Kino gibt. Wir machen ganz viel, wir haben Formate wie das Kinder- und Jugendkino, schauen wir, dass wir ein bisschen protegieren und spielen jeden Tag einen Kinderfilm. Wir machen was im Bereich Filmvermittlung. Female Tracks hätten wir eigentlich am 2. Mai begonnen. Das ist eine Veranstaltung mit Frauenfilmen. Das haben wir eh schon vom 8. März auf 2. Mai verschoben, weil wir geglaubt haben, das geht sich sicher aus, es geht sich nicht aus, das werden wir in irgendeiner anderen Form, aber nicht in Streamingform, sondern wir haben gesagt, wir sind ein Kino, wir wollen das vermitteln, dass man sich gemeinsam einen Film anschaut und vielleicht dann bei einem Bier hinten noch darüber diskutiert, wie der Ihnen gefallen hat oder mir gefallen hat oder was Sie dazu sagen oder die Claudia sagt dazu. Gut, es wird wieder kommen, das prognostiziere ich jetzt. Inwieweit wird sich denn des Programm Kinovels an der Veranstaltungsreihe Miteinander für Respekt und Toleranz beteiligen? Wir haben halt in dem Fall leider nur eine Streamingversion von dem Film, womit haben wir das verdient. Das macht man gemeinsam mit dem Frauen... Büro für Frauen und Gleichbehandlung. Genau, das ist schwierig, dass ich mir das alles bemerke. Und da soll es auch... Da gibt es ein Filmgespräch. Da gibt es eine Diskussion nachher. Da gibt es auch ein Filmgespräch? Da gibt es auch eine Diskussion nachher. Da gibt es eine Diskussion nachher. Da haben wir zum Beispiel dann Dinge mitgenommen, auch für die Zukunft, die wir vielleicht ein bisschen leichter machen, oder das ein bisschen leichter machen, weil wir jetzt digital uns sechs Monate weiterbilden haben können. Es werden da die Hauptdarstellerinnen und Hauptdarsteller zum Teil da sein, zum Beispiel die Caroline Petters, die eine der Hauptdarstellerinnen ist, die zwar jetzt gerade in Berlin probt, aber für so eine Veranstaltung über Zoom, oder ich weiß jetzt noch nicht genau, wie das technisch abläuft, wahrscheinlich über Zoom, mit uns an der Diskussion teilnehmen wird. obläuft, wahrscheinlich über Zoom, mit uns an der Diskussion teilnehmen wird. Das sind Dinge, die wir vielleicht in Zukunft ein bisschen mehr machen, weil sonst wäre es wahrscheinlich nicht möglich gewesen, dass man von einem Film, der aus dem Jahr 2018 ist, der nicht mehr ganz aktuell ist, dass man da einen Hauptdarsteller zu einem Filmgespräch noch etwas bringt. Vielleicht noch zwei Sätze zu dem Film, womit haben wir das verdient? Womit haben wir das verdient? Da geht es um Respekt und Toleranz innerhalb der Familie, wo dann auf einmal die Tochter zum Islam konvertiert oder zum Islam wechselt und in einer Patchwork-Familie auftaucht mit Kopftuch und so weiter. Wie die Familie damit umgeht. Nicht ganz so einfach. Ich will mir das auch anschauen. Wann ist der Stream? Der Termin ist der 29. April um 20 Uhr ist das Gespräch. Am 29. April um 20 Uhr ist das Gespräch und es gibt den VOD-Club, das ist ein Streamingdienst, der hauptsächlich österreichische Filme, oder eigentlich nur österreichische Produktionen hat, dort kann man sich den Film anschauen und das Gespräch dann wird da herinnen im Studio 17 geführt, am 29. April um 20 Uhr. Ja, das schaue ich mir an. Claudia Glössl, Sie engagieren sich im Verein Selbstbestimmt. Jetzt wird es vielleicht den einen oder die andere geben, die sich denken, aha, der Verein Selbstbestimmt noch nie gehört. Können Sie uns Aufklärung gewähren? Was ist der Verein Selbstbestimmt und wer bestimmt über wen selbst? Ja, der Verein Selbstbestimmt und wer bestimmt über wen selbst? Der Verein Selbstbestimmt ist ein ganz junger Verein, der ist erst Mitte 2019 entstanden. Der Plan wäre eigentlich gewesen, 2020 durchzustarten. Das ist dann durch Corona verhindert worden. Und damit ist es natürlich klar, dass die meisten den Verein selbstbestimmt noch nicht kennen. Wir ändern es jetzt. Genau, wir ändern das jetzt. Der Verein steht für die Stärkung der Selbstbestimmung von Menschen und auch der selbstbestimmten Partizipation in der Gesellschaft. Das sind natürlich jetzt sehr hohe Ziele, aber grundsätzlich geht es darum, Menschen in ihrer Selbstbestimmung zu stärken, zu fördern, sodass sie selbst ihren eigenen Weg gehen können, wie auch immer dieser Weg sein mag. Und da bin ich natürlich bei Respekt und Toleranz, weil sozusagen mein Lebenskonzept, das passt für mich. Aber bestimmt nicht für alle anderen. Und genau das ist das Thema und genau um das geht es letztendlich, weil so wie wir jetzt da in dieser Gruppe oder auch in der ersten Talkrunde gesessen sind, wenn ich jetzt nur die Damen hernehme, Frau Lehner, Frau Wimmer und mich, wir sind alle drei ganz unterschiedliche Persönlichkeiten, wir sind unterschiedlich aufgewachsen, wir haben unterschiedliche Bildungsverläufe genommen, wir haben unterschiedliche Erfahrungen. Das heißt, auch wenn wir drei Frauen sind, aber wir sind keine homogene Gruppe. Und könnte ich auch den Verein selbstbestimmt in Anspruch nehmen? Ja, natürlich. Wer ist eure Zielgruppe? An wen wendet sie euch? Die Zielgruppe sind einmal grundsätzlich alle Menschen. Wir werden uns jetzt aber voraussichtlich in der Anfangsphase eher auf die Jugend konzentrieren, weil da geht es auch ganz stark aus meiner Perspektive um Bildung. Der zweite Teil sind natürlich die Frauen, keine Frage für mich. Aber es ist auch geplant, dass wir auch dann eigene Projekte ausschließlich für Männer machen werden. Wir sind jetzt in der Konzeptionsphase, wir proben viel, wir testen viel, wir möchten gerne auch in die Richtung der Online-Beratung gehen. Beispielsweise, wir haben jetzt die Homepage bereits erstellt, die ist schon online gegangen, aber noch nicht ganz fertig. Und wir möchten eben gerne als Beitrag in diesem Monat für Respekt und Toleranz eine Veranstaltung machen, wo wir uns als Verein vorstellen und wo wir mit Menschen ins Gespräch kommen, was heißt Selbstbestimmung für einen selbst. Weil das ist das letztendlich, um was es geht. Das, was ich mir sozusagen überlege oder was sich der Vorstand überlegt, mag vielleicht nett sein, oder was sich der Vorstand überlegt, mag vielleicht nett sein, aber ob das tatsächlich das ist, was die Menschen draußen brauchen, das ist ein anderes Thema. Und da wollen wir in den Dialog treten und mit Menschen in Austausch kommen, was ist Selbstbestimmung? Ganz vorstellen kann ich es mir noch nicht, Sie können mir sicher helfen. Was heißt das konkret? Also ich bin im Moment erst in der dritten Gruppe als Mann auf eurer Prioritätenliste. Gut, aber wie kommt ihr zu den Menschen und wie kommen die Menschen zu euch? Macht ihr Workshops oder Coachings oder Telefoncoachings oder Seminare? Wie spielt sich das konkret ab? Das sollte in diese Richtung gehen. Wir sind also jetzt mitten gerade in der Projektkonzeption, wobei wir ein konkretes Projekt haben und das heißt Onlineberatung, aber mehrsprachige Onlineberatung mit dem Fokus auf Frauen und Frauenanliegen. Das heißt, Frauen sollen sich mit allen möglichen Anliegen an den Verein wenden können, um in einer direkten Onlineberatung sozusagen um Unterstützung zu suchen und das bieten wir oder wollen wir mehrsprachig beispielsweise anbieten. Und genau das, wenn wir das gut erprobt auch haben, weil da geht es natürlich auch um die Software der Onlineberatung, weil das sich vorwiegend auch schriftlich abspielen wird. Da geht es natürlich auch um Datenschutz etc. etc. Da haben wir jetzt auch Software-Tools getestet. Da wollen wir dann beispielsweise auch die Männer letztendlich ansprechen. Aber wir wollen auch sozusagen ganz konkrete, praktische Dinge machen und da bin ich eben dann auch bei Workshops, da bin ich aber auch dann beispielsweise bei den Kindern und Jugendlichen, um dort sozusagen dann mit ihnen einerseits im Bildungsbereich etwas zu tun und gleichzeitig ihnen aber auch sozusagen etwas mitzugeben fürs Leben, sodass sie selbstbestimmt auch ihren Weg finden können. Das beginnt jetzt bei ganz banalen Dingen, wie ein Kind lernt besser, indem es sich die Dinge vorliest. Das andere Kind lernt besser, indem es sich die Dinge verschriftlicht etc. Also da geht es auch darum, dass Kinder sich dann im Prozess selbstbestimmt ihren Weg gehen können. Und eines müsste man, glaube ich, auch noch aufklären, den Verein Selbstbestimmt gibt es nicht nur in Wales, oder sehe ich das falsch? Das ist ein österreichweites Projekt. Es ist grundsätzlich ein österreichweiter Verein, also das heißt, wir können überall tätig werden. Das ist natürlich sehr visionär aufgestellt, keine Frage. Dessen waren wir uns auch bewusst im Vorstand, aber es geht ja auch darum, wenn man so etwas auf sich nimmt, einen Verein zu gründen, dass man sozusagen eine Vision hat und wo man dann sagen kann, wir beginnen jetzt einmal im Kleinen und sozusagen arbeiten uns dann in die Höhe. Also im Moment gibt es ihn wirklich nur in Wels? Im Moment werden wir in Wels starten, ja. Und was ich auch noch gerne wissen würde, wer steht hinter dem Verein selbstbestimmt? Also wie ist das entstanden, eine Gruppe von engagierten Leuten, die sich das überlegt hat, einen Wirtshaus-Tisch oder? von engagierten Leuten, die sich das überlegt hat, einen Wirtshaus-Tisch? Nein. Wir sind eine ganz, ganz kleine Gruppe, die sozusagen gesagt hat, wir wollen etwas tun und wir wollen aber sozusagen zwar eine große Vision haben, aber wir wissen, wir wollen mit kleinen Schritten, müssen wir beginnen, weil alles andere wird ja nicht funktionieren. Und sozusagen mit diesen kleinen Schritten wollen wir in Richtung unserer Vision gehen. Unsere Idee war sozusagen, von einer großen Vision zu einem Ziel, zu kleinen Zielschritten. Das war unsere Idee. Und der zweite Teil hat natürlich sehr, sehr viel mit Respekt und Toleranz zu tun, weil wir beide einfach, weil wir, auch der Vorstand eben gesagt hat, wir mögen Menschen, wir wollen miteinander was tun, nicht gegeneinander, nicht nebeneinander und nicht übereinander. Und das war sozusagen die Basis eigentlich. Dann sind wir gespannt auf Ihre Vorstellung auch hier im Rahmen der Veranstaltungsreihe. Ich bedanke mich ganz herzlich bei Petra Wimmer, bei Claudia Klössl und bei Christian Pucher. Und zum Ende unseres Talks darf ich jetzt noch einmal Jonny Reindl-Schweighufer vor die Kamera bitten. Johnny, bei Ihnen laufen ein bisschen so die Fäden des Festivals, darf man nicht sagen, habt ihr gesagt, der Veranstaltungsreihe, miteinander für Respekt und Toleranz zusammen. Was werden denn die Highlights der nächsten Tage sein? Danke, dass ich nur mal das Wort bekomme. Es ist so, dass Highlights, ich muss nicht sagen, es sind lauter Highlights, weil es ja sozusagen wichtige Veranstaltungen sind, aber ich möchte nur gern die Veranstaltung der nächsten paar Tage oder der nächsten eineinhalb Wochen noch bekannt geben und noch einmal verdeutlichen. Einiges wurde ja schon angesprochen. Und zwar ist es so, dass wir in der Buchzeit, haben wir ja im Einspiel auch gesehen, gibt es die Präsentation von Kinder- und Jugendliteratur zum Thema Respekt und Toleranz. Das ist am 27.04. und wird auch als Livestream übertragen. Es gibt am 28.04. vom Freiwilligenzentrum Wels eine Freiwilligenberatung. Wir haben dann am 28.4. ebenfalls gibt es dann am Friedhof Wels beim Mahnmal für die Opfer der Todesmärsche der ungarischen Juden eine Gedenkveranstaltung. Der Filmabend wurde schon angesprochen und am 3.5. Spaß im Tiergarten der Kinderfreunde, am Vormittag von 9 bis 11.30 Uhr. Das sind so die nächsten Veranstaltungen, zu denen ich noch gerne einladen möchte. Alles Weitere, glaube ich, kann man im Internet finden und es gibt auch Flyer, wo... Es gibt Flyer, wobei wir dieses Mal auch ganz stark auf den Internetauftritt geachtet haben, um den Änderungsdienst, der sich eventuell durch Corona-Maßnahmen ergibt, gut abbilden zu können. Es gibt die Homepage www.volkshilfe-ooe.at slash respekttoleranz2021 und dort finden wir das ganze Programm. Ich glaube, wenn man nur Respekt und Toleranz eingibt und Wales, kommen wir auch hin. Das war es aus dem Studio 17 im Medienkulturhaus Wales. Ich danke Ihnen für Ihr Interesse und wünsche Ihnen spannende Tage und Wochen mit der Veranstaltungsreihe Miteinander für Respekt und Toleranz. Guten Abend. Thank you.