Ein herzliches Grüß Gott, liebe Zuschauerinnen und Zuschauer. Wir dürfen Sie heute ganz herzlich begrüßen zum Studiotalk Fernsicht Afghanistan. Wir, das sind Martin Stöbig, Projektleiter von Fernsicht, diesen entwicklungspolitischen Film- und Dialogabenden und Mitarbeiter im Welthaus Linz, sowie Philipp Brugmeier vom Institut für Orientalistik an der Universität Wien. Ich möchte eingangs noch eine kurze Replik geben über die entwicklungspolitischen Film- und Dialogabende, die seit 2004 in Oberösterreich stattfinden. Die Filmtage oder Filmabende befassen sich hauptsächlich mit Schwerpunktländern der österreichischen Entwicklungszusammenarbeit oder mit Ländern bzw. Regionen, die sehr stark mit Österreich verknüpft werden oder auch sind. 2021 werden die Film- und Dialogabende zu Afghanistan stattfinden und werden erstmals unter einem neuen Namen eben über die Bühne gehen oder über die Leinwand gehen. Vormals waren sie ja bekannt als die entwicklungspolitischen Film- und Dialogabende und seit heuer werden wir eben mit dem neuen Namen Fernsicht die Veranstaltungsreihe gestalten. Neu ist neben dem Namen auch der Veranstalter. 2021 wird erstmals das Welthaus Linz die Film- und Dialogabende organisieren. Das Welthaus Linz ist die Unterstützungsplattform der katholischen Kirche in Oberösterreich für Entwicklungszusammenarbeit und Mission. Ich möchte kurz auf die Ziele dieser Veranstaltungsreihe oder dieser Film- und Dialogabende eingehen. Ziel von Fernsicht ist es, den Blick über den Tellerrand schweifen zu lassen und völlig unerwartete, unbekannte, verstörende, betörende, berührende, unterhaltsame, aber vor allem, und das ist am wichtigsten, authentische Einblicke in eine Welt zu liefern, die uns trotz der Globalisierung meist fremd ist. Bei den Fernsicht stehen immer die Menschen und ihr Lebensalltag im Fokus, im Fokus der Filmbeträge, aber auch in den dazu geführten Gesprächen mit den Gästen. Ja, da sind wir schon ungefähr bei einem Thema. Wer kann eben diese Antworten besser geben als Menschen aus dem Schwerpunktland, als Expertinnen, die vor Ort tätig sind, als Filmemacherinnen, die sich intensiv mit dem Thema auseinandergesetzt haben. die sich intensiv mit dem Thema auseinandergesetzt haben. Und last but not least natürlich in diesen Zeiten nicht vergessen zu erwähnen, darf man die Künstlerinnen, die immer wieder eine kreative Form der Vermittlung finden, zum Schwerpunkt landen. Jetzt habe ich ein breites Szenario schon einmal umrissen. Um ein bisschen mehr Details herauszufiltern, möchte ich gleich an dieser Stelle auf die Webseite hinweisen. Die Webseite zu den Filmtagen lautet auf den Namen http://fern-sicht.at und auf dieser Webseite findet man dann zum einen alle Programmpunkte, Programmorte und natürlich auch, was an den einzelnen Orten über die Leinwand bzw. auf der Bühne stattfinden wird. Damit sind wir mittendrin im Thema des heutigen Gesprächs. Welche Filme, welche Gäste dürfen wir von 8. April bis 7. Mai dazu erwarten? Und die wichtigste Frage vor allem einmal, warum Afghanistan? Welche Gäste dürfen wir von 8. April bis 7. Mai dazu erwarten? Und die wichtigste Frage vor allem einmal, warum Afghanistan? Diese Frage möchte ich kurz noch mal selbst beantworten, bevor ich dann dich an dich weiterleite, Philipp. Warum Afghanistan? Ja, es hat wie bei jeder Ausgabe der Film- und Dialogabende immer Folgespräche gegeben, welches Schwerpunktland für die aktuelle Ausgabe interessant sein könnte. Heuer hat sich Afghanistan deswegen aufgetan, weil Afghanistan bei uns immer noch hauptsächlich mit den Themen Flucht, Krieg, Terror, 9-11, bestenfalls bei den älteren Generationen mit dem Zielland der Hippie-Bewegung in Verbindung gebracht wird, aber kaum jemand weiß irgendwas über das Land. Die Entwicklung von Afghanistan, die es seit den späten 60ern, 70er Jahren des letzten Jahrhunderts vorgenommen hat, die Menschen, die Ethnien, die in diesem Land leben. Und dazu haben wir uns eben Themenblöcke überlegt, die wir an den einzelnen Veranstaltungsabenden und den unterschiedlichen Veranstaltungsorten ansprechen wollen. Und jetzt, Philipp, darf ich mit Freude zu dir überleiten. Du hast ja während deiner Zeit in der Fach- und Forschungsstelle der Caritas in Oberösterreich viel mit Menschen aus Afghanistan zu tun gehabt und warst auch sehr stark in die Entwicklung der einzelnen Themenabende eingebunden. Wie haben sich diese Themen ergeben oder wie seid ihr zu diesen Themenblöcken gekommen? Ja, gut. Da kann man auf jeden Fall dazu sagen, vielleicht der eine Punkt, der jetzt noch gefehlt hat, ist, dass Afghanistan halt jetzt mittlerweile in Österreich sozusagen von öffentlichem Interesse ist durch die Fluchtbewegungen, insbesondere ab 2014, also die sogenannte Flüchtlingskrise. sogenannte Flüchtlingskrise. Das heißt, dadurch, dass ich auch als Flüchtlingsbetreuer und dann im Integrationsbereich tätig war, hatte ich so natürlich viel mit afghanischstämmigen Klienten und mit der Community sozusagen als Ganzes zu tun. Und auf der anderen Seite eben die Fach- und Forschungsstelle, die du erwähnt hast, die gibt es zwar nicht mehr, aber die war eher auch sozusagen als Schlüsselfunktion zwischen Gesellschaft und den Communities gedacht und eben auch die Bevölkerung mit Fachinformationen irgendwie zu füttern. Und da gab es eben sehr viele Vorträge und Ähnliches eben auf Anfrage, auf Anfrage von Ehrenamtlichen, aber auch auf Anfrage von der Sicherheitsakademie zum Beispiel und solche Dinge. Und da ist in den letzten Jahren eben aufgrund der Tatsache, dass eben sozusagen die Austro-Afghanen sehr stark in der Presse vertreten sind und das in erster Linie negativ, waren eben sehr viele Anfragen eigentlich zu Afghanistan. Das heißt, es ist jetzt doch durch diese Entwicklung ein größeres Interesse an diesem Land, das vorher irgendwie kaum jemand interessiert hat, jetzt gegeben. Um das Ganze jetzt in Verbindung zu bringen,me und der Themenblöcke eben festmachen. Und jeder solche Themenblock umfasst einen oder zum Teil eben auch zwei Filme. Und der erste, der eben für Linz geplant wäre, im Movimento, steht eben unter der Überschrift Verschiebung von Geschlechterrollen und Genderdynamiken, aber auch eben Tabus und Homosexualität. Das heißt, da geht es einerseits um den Film Klang der Glöckchen, um das Phänomen, das man in Afghanistan als Batsche-Bansi bezeichnet, was so viel heißt wie mit einem Buben spielen. wie es sich anhört, sondern es darum geht, dass Kinder oder Knaben zumeist im vorpubertären oder frühpubertären Alter älteren Männern zu Diensten sind. Das würde man bei uns natürlich das, was damit einhergeht, als Homosexualität bezeichnen. Und da sieht man eben aber auch die kulturellen Unterschiede, dass da eigentlich die Wahrnehmung in der muslimischen Welt und auch in Afghanistan einfach eine andere ist, wofür diese Form eigentlich der Begriff Homosexualität oder diese Vorstellung eigentlich nicht verwendet wird. Das ist auf jeden Fall ein Thema, das sich in diesem ersten Film widerspiegelt und in dem zweiten Film, eben The Breadwinner, da haben wir wieder einen anderen Fall von Genderdynamiken. Da geht es eben darum, dass, und es ist sicher kein Einzelfall, das hier beschrieben wird, dass aufgrund der patriarchalischen Gesellschaftsstruktur, wenn ein Mädchen wie inig ist und in Graz eine NGO betreibt namens Five Stones. besseren Integration von Afghanen in Österreich, auch über Peer-Verfahren und Ähnliches. Andererseits ist die Organisation aber auch eben in Afghanistan aktiv, um Umweltbewusstsein zu stärken und andere Initiativen im Bereich der Wohltätigkeit. Und eben mit Masuma Regel haben wir sicher auch für diesen Abend einen äußerst interessanten Ansprechpartner, auch dadurch, dass sie erst gerade, glaube ich, vor eineinhalb Jahren wieder in Afghanistan gewesen ist. Der zweite Themenabend, der bringt uns, oder die nächsten zwei Filme, die wir irgendwie auch unter dem Blog Stärkung, Empowerment, aber auch unter dem Label Ungewöhnliches gruppiert haben, die befasst sich mit einer, sagen wir mal, westlichen Initiative, nämlich mit der Organisation Skatistan. Skatistan. Das ist ein Thema, das mir als alten Skater natürlich sehr am Herzen liegt. Und da gibt es eben zwei Filme, in denen man sieht, wie ein australischer Skateboardfahrer mehr oder weniger aus dem Nichts heraus ein Skateboard-Bildungsprogramm sozusagen in Afghanistan aufgebaut hat. Und eben das zum Teil und deswegen der erste Film ist allgemein eben über Skatistan, der zweite Film eben spezifisch über skateboardende Mädchen in Afghanistan. Das ist natürlich erstens eine Seite von Afghanistan, die man nicht kennt, weil man sich bei uns landläufig nur Burka-tragende, isolierte Frauen vorstellt und natürlich war das tatsächlich ein großer Schritt, dass dort Mädchen sozusagen Skateboard fahren können, besonders im öffentlichen Raum. Viel davon findet allerdings eh in abgeschlossenen Räumen statt. Und da sieht man eben auch die Strategien, die man zum Teil in so einem Kontext anwenden muss, weil einfach Sport für Frauen sozusagen oder Mädchen als unschicklich gilt, ist es eigentlich den Eltern der Mädchen oft eben nicht als Sport, sondern als Spiel verkauft worden, weil Spielen im Gegensatz zu Sport eben auch für Mädchen, zumindest vor der Pubertät, sehr wohl noch gesellschaftlich erlaubt gilt. zumindest vor der Pubertät sehr wohl noch gesellschaftlich erlaubt gilt. Der dritte, also da haben wir natürlich auch Gäste dazu, die soll man nicht unterschlagen. Also einerseits haben wir für den einen Film ein Gespräch mit Janina Miketa von Skatistan in Berlin und besonders freut mich, dass für den allgemeinen Skatistan-Film, der dann in Haslach präsentiert wird, wir dort dann auch meinen Freund Schützi, also den berühmten Rampenbauer von IOU Ramps zu Gast haben, der eben auch in Afghanistan, in Kabul und in Masar-e-Scharif für Skatistan eben die Skateparks gebaut hat. Das heißt, der uns auch aus erster Hand berichten kann und natürlich im Film selbst auch vorkommt, zumindest in dem ersten der beiden. Der Schütze ist der Andreas Schützenberger. Ja, genau. Vielleicht ist ein vollständiger Name durchaus hilfreich. Danke für die Intervention. Ja, Skatistan, dieser Block, hat eh schon auch mit Bildung zu tun, weil es eben nicht nur um Skaten, sondern vor allem auch darum geht, den Kindern gleichzeitig auch Bildung angedeihen zu lassen. Und das ist die direkte Überleitung zum dritten Block, der eben unter dem Label jetzt Bildung in erster Linie steht und Bildungsprojekte. Da haben wir auch wieder zwei Filme, einerseits einen Dokumentarfilm über eben von Westen aus aufgebaute Schulen in Afghanistan. Dazu haben wir jetzt auch wieder einen Gast, der sozusagen da direkt involviert ist, nämlich Katrin Morales von der Jesuitenmission, involviert ist, nämlich Katrin Morales von der Jesuitenmission, die eben eine der wenigen Organisation meisten Filme, die entweder zur Zeit der Taliban oder in der Post-Taliban-Ära handeln, haben wir eben bei The Orphanage eigentlich eine Geschichte, die handelt zur Zeit, als man noch eine sozialistische Regierung in Afghanistan hatte, beziehungsweise in der Zeit, als sozusagen dieses Regime langsam auseinanderbricht. Bei dem Film macht man einen Sprung zurück in das kommunistische Afghanistan und verbunden auch mit dem Aufstieg der Mujahedins und sozusagen die weitere Entwicklung, die dann Afghanistan genommen hat, gibt da, glaube ich, ganz gut einen Einblick darüber. Das glaube ich auch und man sieht vor allem eben, und das passt ja zu einer Film- und Dialogreihe, dass eben Kino sozusagen schon eigentlich auch eine reiche Geschichte in Afghanistan hat und beispielsweise eben auch der Einfluss der Bollywood-Filme eine Zeit lang sehr, sehr stark war und jetzt wahrscheinlich auch wieder stärker ist, was sicher nicht alle gern sehen. Auch aus der österreichischen Perspektive, würde ich sagen, ist der vierte Themenblock auch sehr relevant. Der steht auch wieder unter der Überschrift Empowerment, aber eben auch genau das Gegenteil davon, nämlich das Thema Zwangsehe. Empowerment, aber eben auch genau das Gegenteil davon, nämlich das Thema Zwangsehe. Und vor allem ist er sehr eng mit dem Iran verbunden. Und das ist insofern wichtig, weil in der Diskussion in Europa, wenn es um afghanische Flüchtlinge geht, dann wird kaum mitbedacht, dass ja der Großteil der afghanischen Flüchtlinge und Fluchtbewegungen aus dem Land gibt es jetzt seit 1979 mehr oder weniger durchgehend, kann man sagen. Der Großteil der afghanischen Flüchtlinge ist ja nicht nach Europa oder Australien emigriert, sondern einfach nur in die Nachbarländer geflüchtet, nach Pakistan, in den Iran und deswegen ist es sehr gut, dass wir auch einen Film haben, in dem es in erster Linie um die Erfahrung von afghanischen Flüchtlingen im Iran geht, was auch wichtig ist, weil sehr viele der afghanischen Flüchtlinge, die nach Österreich gekommen sind in den letzten Jahren, ja auch über den Iran oder aus dem Iran gekommen sind. Und die Geschichte ist auch insofern sehr spannend, weil man eben auch sozusagen die Rolle der Subkultur kennenlernt, weil es bei dem Film Sunita eben um eine afghanische Rapperin im Iran geht. Genau, da hätten wir auch eine schöne Postkarte dazu. Ein Filmstil, genau. Genau. ist. Dort nicht so wie die Heldin in Sonita den Rap kennengelernt hat, aber dafür einen Sport, nämlich Kung Fu Toa, eine im Iran entwickelte Form des Kung Fu. Und mittlerweile ist er eben in Österreich auch Kung Fu Trainer und ist von Österreich aus sogar Kung Fu Weltmeister geworden. Also insofern wird es sicher spannend sein zu hören, wie er seine Zeit auch im Iran und die Situation von afghanischen Flüchtlingen im Iran beschreiben kann. Genau, der nächste auch, würde ich sagen, sehr österreichrelevante Blog wäre der, der eben unter Flucht und Taliban, unter dieser Überschrift steht. Da zeigen wir eben den Film Midnight Traveller. Und dieser Film... Bitte schön. Genau, da ist es schon. Dieser Film dokumentiert die Flucht eines afghanischen Regisseurs aus Afghanistan bis nach Mitteleuropa, die eben auch sich über sehr lange Zeit unter großen Gefahren erstreckt und eben noch dazu über die so viel diskutierte Balkanroute läuft. Das heißt, hier bekommt man natürlich auch prägnante Einblicke in ein Thema, das man jetzt sonst nur aus den Zeitungen im Wesentlichen kennt. Und es verweist natürlich der Film auch darauf, wie prekär weiterhin sozusagen das Leben für Kulturschaffende in Afghanistan ist. Denn die Familie des Regisseurs hat sich natürlich nicht sozusagen aus Jux und Tollerei auf den Weg nach Europa gemacht, sondern ist eben massiv von den Taliban, auch wenn sie nicht mehr an der Macht sind, die aber trotzdem immer noch sehr präsent sind, einfach massiv bedroht worden. Also kann man sagen, das mit dem sicheren Rückreiseland ist vielleicht doch noch ein bisschen mehr? Das ist natürlich generell fragwürdig, wie wir wissen. Das ist völlig richtig, nachdem die Taliban nach wie vor große Teile des Landes kontrollieren und überhaupt in den letzten Jahren ein großes Revival erlebt haben. erlebt haben. Und eben auch der Frieden, der für den jetzt schon wieder intensivere Verhandlungen laufen, ja auch noch nicht sich realisiert hat, sagen wir mal so. Ja, dann nähern wir uns eh schon langsam dem Ende. Ich würde meinen, auch ein sehr interessanter Themenblock ist der, den wir mit Land, ländliche Entwicklung sozusagen und Alltagsleben in ruralen oder in ländlichen Gegenden betitelt haben. Da haben wir auch einen sehr bildgewaltigen Film, würde ich mal sagen, eben Land der Erleuchteten. Da haben wir sogar zwei Bilder, glaube ich. Da haben wir sogar zwei Bilder, glaube ich. Da haben wir schon eines. Wie man schon auf dem Bild sieht, dreht sich der Film über weite Strecken um eine Gruppe von Kindern, die eben im Gebiet des Wachan-Korridors, also es ist sozusagen beim Pamir-Gebirge, eine Hochgebirgsgegend, die im Grenzgebiet von Afghanistan, Tatschikistan, China und Pakistan liegt. Und diese Kinder dort mehr oder weniger auf sich allein gestellt sind. Die graben Kriegsrelikte aus, also Minen, die dann wieder im Bergbau verwendet werden können oder sammeln alte Patronenhülsen und überfallen Händler, Karawanen in erster Linie, um ihnen das Opium und andere wichtige Handelsgüter abzunehmen. Und das führt uns sozusagen nicht einfach nur nach Afghanistan, sondern noch dazu in eine sehr abgelegene Gegend, in der eigentlich die Staatsmacht praktisch nicht präsent ist und in der auch über die ganze Zeit hinweg auch die Taliban praktisch nie präsent waren. Das heißt, es ist sozusagen ein ganz dunkles Eck von Afghanistan, wo eben auch andere ethnische Gruppen leben, so wie die Pamiris und andere religiöse Vorstellungen zum Teil vorherrschen. Genau, also da merkt man schon, ich kann mich für diese Region begeistern. Genau, also da merkt man schon, ich kann mich für diese Region begeistern und da werde übrigens ich auch einen Vortrag halten ist, dass der Film ja über sieben Jahre entstanden ist. Das heißt, der Regisseur, der Belgier Peter-Jan Depuy, der hat ja die Jugendlichen oder diese Kinder vielmehr eigentlich über einen extrem langen Zeitraum in der Region begleitet und gibt damit eine ganz eindrucksvolle Übersicht über das, wie dort der Alltag gestaltet wird und auch mit welchen Ritualen und mit welchen Abläufen das verbunden ist. Ja, das stimmt. Das ist wirklich ein sehr interessanter Fall, würde ich jetzt einmal sagen, der Film. Das bringt uns eigentlich, wenn ich nichts übersehen habe, zu unserem letzten Themenabend und dem letzten Film. Da geht es wiederum in erster Linie auch um Frauenrechte oder den Mangel an Frauenrechten, weil er eben in der Zeit der Taliban-Herrschaft handelt. Und an dem Abend werden wir uns eben auch mit aktuellen Entwicklungen wie den Friedensverhandlungen in Afghanistan beschäftigen. Ganz kurz zum Film. der ist eben die Schwalben von Kabul, ein Animationsfilm nach einem Roman vom algerischen Schriftsteller Yasmina Khadra. jemand aus einem anderen Teil der muslimischen Welt eigentlich einen Roman über die Zeit der Taliban schreibt. Und damit hat sozusagen natürlich andere Erfahrungen mit religiösem Extremismus jemand, der auch den Algerischen Bürgerkrieg erwähnt hat und eben sozusagen der nicht aus Mitteleuropa oder aus den USA stammt. Also es ist sicher eine wertvolle Perspektive auch auf dieses Thema. Ja, der Film ist auf jeden Fall kein Feelgood-Movie, kann man da schon dazu sagen, aber eben auch sehr eindrucksvoll und eine berührende Geschichte kann man auf jeden Fall schon vorausschicken. Und als Gast haben wir eben an diesem Abend Soma Ibrahimi. Soma Maja. Ah ja, stimmt, die ja mittlerweile einen anderen Nachnamen trägt. Und ja, Soma stammt eben auch aus Afghanistan, ist in Österreich auch in der Flüchtlingsbetreuung dann später aktiv gewesen. Das heißt, sie hat sich auch somit wieder aktiv um ihre Landsmänner und Landsfrauen auch in Österreich gekümmert. Für uns ist aber auch besonders interessant, dass sie auch für die UN tätig war und somit eine der wenigen Frauen gewesen ist, die in die Friedensverhandlungen mit den Taliban eingebunden waren. Also insofern freue ich mich auch schon sehr auf das Gespräch mit ihr, welche Perspektiven wir da kennenlernen werden, sozusagen, in den Perspektiven aus erster Hand, sozusagen. Also das wäre jetzt mein Überblick. Ein paar Sachen haben wir vergessen. Ja, bitte. Ich möchte nur gerne dazu anmerken. Das eine ist, das kannst du nicht wissen, das sage ich jetzt einfach dazu noch, die Schwalben von Kabul, die ist vor zwei Jahren beim Heimatfilm Festival in Freistaat gelaufen und hat dort den Publikumspreis erhalten. Also er ist auch beim Publikum sehr gut angekommen, trotz dieser vielleicht sehr intensiven und fesselnden Bilder, die der Film auch vermittelt. Und das Zweite ist, es gibt noch einen Abend in Kramerstetten, wo wir auch einen ganz speziellen Blickwinkel wieder unter dem Bereich Empowerment Ungewöhnliches angesetzt haben. Und da werden wir den Film Traumfabrik Kabul zeigen. Der ist wirklich entgangen. Ja, der ist entgangen. Bei dem Film geht es darum, dass die Saba Sahar, ich hoffe ich spreche sie richtig aus, eine Polizistin in Afghanistan, in Kabul, die auch als Schauspielerin und Regisseurin und Produzentin tätig ist, sie sehr stark einsetzt in ihren Filmen für die Rechte der Frauen in einer stark männerdämonierten afghanischen Gesellschaft. Und dieser Film liefert sehr persönliche Eindrücke oder Begegnungen mit der Regisseurin oder Polizistin und sorgt für sehr ungewohnte Blicke auf Schauplätze, die sonst eher mit schlechten Nachrichten wie Terroranschlägen oder sonstige Sachen in Verbindung gesetzt werden. Und diesen dieser Sabah Sahar wollte man sozusagen auch ein bisschen als Gegenstück als Gast präsentieren. Und ich glaube, das ist uns ganz gut gelungen. Auf jeden Fall, ja. Und da die Latifa Navisade. Danke. Ich würde mal mit dem Namen aussprechen, recht schwer. Die Latifa Navisade einladen. Ich würde mal mit dem Namen aussprechen, recht schwer, die Latifa Nabesada einladen. Die Latifa Nabesada war die erste Kampffrubschrauberpilotin Afghanistans und hat dazu mit einer deutschen Freundin, die als Autorin auch tätig war, ein Buch verfasst und dieses Buch, das eigentlich eine Autobiografie ist, Greif nach den Sternenschwestern. Aus diesem Buch wird in Grammastetten dann eine Lesung stattfinden, wo dann die Latte von Abisada auch für Fragen bzw. auch für die Lesung verantwortlich ist und da wird die Lesung von der Anja Kromer von Akko Baleno abgehalten werden. Genau, also auch wieder eine sehr ungewöhnliche Perspektive, die wir da auf Afghanistan werfen können. Und ich freue mich auch schon sehr darauf. Das stimmt, das ist auch ein sehr guter Programmpunkt. Genau. Ja, jetzt haben wir mal so dieses grobe Programm umrissen, das natürlich auch mit einer großen Fülle sozusagen auch beseelt worden ist und beseelt wird. Das Einzige, wo wir wahrscheinlich erst nicht wissen, ist, in welcher Form die Veranstaltung letztlich dann umsetzen werden können. Dank dem dass wir die Veranstaltung letztlich dann umsetzen werden können. Dank den Covid-19-Restriktionen werden wir natürlich auch bei den, bei Fernsehen, bei den entwicklungspolitischen Film- und Dialogabenden sehr davon abhängig werden, inwieweit die Kinos geöffnet werden, inwieweit Begegnungen tatsächlich auch stattfinden können. Um sozusagen da immer wieder am aktuellen Stand zu bleiben, möchte man noch einmal gerne darauf hinweisen, dass man diese aktuellen Informationen, ob die Veranstaltung stattfinden werden sie, das können wir garantieren, aber in welcher Form sie stattfinden werden und in welcher Form sie präsentiert werden, diese Informationen werden wir dann auf der Webseite, die wir jetzt erst angekündigt haben, diese fern-sicht.at Seite, da werden wir diese aktuellen Informationen immer wieder streuen. Falls es online ist, werden wir dort Links bereitstellen, die die Möglichkeit geben, dass die Filmbeiträge in irgendeiner Art und Weise auch dann sichtbar werden. Beziehungsweise werden dort auch, falls nicht vor Ort möglich, diese Interviews in Vorgesprächen mit den Gästen durchgeführt werden und dann dort sozusagen bereitgestellt und sichtbar gemacht. bereitgestellt und sichtbar gemacht. Wir werden auf der Webseite auch im Anschluss an diese also falls nicht vor Ort stattfinden, stattfinden, stattfindenden Veranstaltungstage, schwieriges Wort, werden wir dann diese Beiträge dort freischalten und wir werden dann auch darauf verlinken, dass bei allfälligen Fragen zu den Themen auch die Möglichkeit ist, dass wir einen Kontakt anbieten, wo dann auch diese Fragen beantwortet werden können. Soweit einmal ein Überblick über die geplante Veranstaltungsreihe Fernsicht Afghanistan. Ich danke dir, Philipp, dass du mit mir das ganze durchgegangen bist und freue mich schon, wenn wir dann gemeinsam auch vor Ort diese Veranstaltung umsetzen können, die Abende gestalten können und darf an dieser Stelle mich ganz herzlich für das Interesse bedanken, fürs Zuschauen bedanken und freuen uns natürlich, wenn uns auch dann vor ort zugeschaut wird wenn der eine oder andere oder die eine und die andere dann unsere veranstaltungsreihe auch in physischer form besucht in diesem sinne noch ein herzliches dankeschön danke schon auch an dorf tv für die möglichkeit dass wir diese sendung gestalten dürften. Und einen schönen Abend.