Frau Kulturstadträtin, wie geht's Kunst und Kultur nach einem Jahr Corona-Pandemie in Linz? Ja, Kunst und Kultur ist, würde ich sagen, sicherlich einer der betroffensten Bereiche in unserer Pandemie. Das ist keine Frage. Aber natürlich auch viele andere Bereiche auch. Und natürlich, würde ich sagen, unsere gesamte Gesellschaft. auch und natürlich würde ich sagen unsere gesamte Gesellschaft. Es ist eine sehr schwierige Zeit, wo wir aber mit vielen Unterstützungsmaßnahmen und Fördermöglichkeiten auch über die Krise helfen wollten von Beginn an und das noch immer machen. Da gab es beispielsweise Unterstützungen im Bereich der Förderungen, wenn Veranstaltungen auch nicht stattfinden konnten, wir trotzdem Förderungen ausbezahlt haben, hier einfach auch unterstützt haben von vornherein. Das war ein maßgeblicher Schritt, das hat uns auch die Szene rückbestätigt, dass das eine wichtige Maßnahme war, genauso wie Atelier-Mietbeihilfen, Förderstipendien, alles zusätzlich zu unseren anderen Förderinstrumenten, die wir in der Stadt haben. Und jetzt haben wir natürlich versucht, wieder Schwung in den Standort zu bringen, einen Pakt für Linz zu schaffen, auch quer durch alle Bereiche und da ist Kunst und Kultur auch mit einem 5-Millionen-Paket enthalten in der Stadt Linz, wo wir jetzt versuchen, mit Investitionsanreizen konjunkturell wieder anzukurbeln. Das heißt, wenn Investitionen in Gebäude, in Räume sind oder in Equipment, um nur ein Beispiel zu nennen, dann bieten wir hier spezielle Unterstützungsmaßnahmen. Und darum möchten wir auch wieder mit diesen Maßnahmen für Ankkurbelung sorgen an unserem Standort. Also ich glaube, Kunst und Kultur ist sehr wichtig für unseren Standort, das bringt Wertschöpfung in unsere Stadt. Man merkt jetzt auch, wie wichtig Kunst und Kultur auch für unsere Innenstadt beispielsweise ist, für unsere Stadtteile, denn es fehlt jetzt und ich glaube, das wird jetzt auch vielen von uns mehr bewusst denn je. Frau Peters, was bedeutet es, wenn Menschen in die Krise geraten? Das ist natürlich für jeden Einzelnen, für jedes Einzelschicksal eine große Herausforderung, in die Krise zu kommen. Wir sind jetzt wahrscheinlich kollektiv in einer Krise, aber natürlich Menschen, die schon psychische Belastungen erlebt haben, erleben diese Krise total verstärkt. Und es macht es deshalb jetzt auch so schwierig durch diese Lockdown-Situation. Man kann all die Dinge, die einem vielleicht sonst leicht aus einer Krise heraushelfen können, da kann man viele Dinge jetzt nicht umsetzen, weil es einfach diese Beschränkungen gibt. Das sich Treffen mit Freunden, der Austausch untereinander, das macht es einfach sehr, sehr schwierig. Und genau deshalb ist es wichtig, dass es Begegnungsräume gibt, wenn auch jetzt nur im Einzelkontakt und nicht in der großen Gruppe. Aber immerhin, es gibt solche Begegnungsräume wie den Kunstraum, wo die Menschen sich trotzdem eine Unterstützung holen können im Sinne von aktiv werden, im Sinne von etwas Neuem ausprobieren, die eigene Kreativität und somit auch wieder eine sinnstiftende Tätigkeit für sich selber zu entdecken. Und darum sind solche Räume wie der Kunstraum etwas ganz Essentielles, dass man genau jetzt in der Krise da versucht, die Krise leichter bewältigbar zu machen. Wegräumen kann man es mit einmal hierher kommen sicher nicht, das ist schon ein Prozess, das stimmt schon so. Aber natürlich, wenn wir diese Angebote nicht hätten, wäre es viel, viel schlimmer. Und darum sind auch die Leute dankbar, dass es solche Angebote gibt, die auch genutzt werden und ständig genutzt werden, nicht nur in der Krise. Der Kunstraum Goethe-Straße ist ein Ausstellungsraum, ein Produktionsraum für zeitgenössische Kunst. von Promethe Oberösterreich und bietet Workshops, Produktionen, künstlerische Prozesse, um am Ende Ergebnisse in die Öffentlichkeit zu bringen. Also wir sind ein Raum mitten im Neustadtviertel. Wir haben eine Bushaltestelle direkt vor der Tür, Humboldtstraße. Uns gibt es schon sehr viele Jahre und es wird immer wieder die Frage gestellt, was denn da alles passiert und das kommt deshalb, weil ganz viel parallel und unterschiedlich ist. Wir haben verschiedene Standbeine. Ein Standbein ist eben zu sagen, wir sind ein Kunstproduktionsort. Das andere ist, wir sind ein Workshop-Raum, ein Angebot für Deporamente. Wir verbinden das beides aber, aber trotzdem ist es einmal als Standbein unterschiedlich. Wir haben Kampagnen gestartet. Wir haben so etwas wie eine Kampagne gestartet für See-tooth-Respect. 2007, 2008 ist die Initiative entstanden. Groß rausgekommen waren wir dann 2017 und wir werden in der nächsten Zeit wieder in den öffentlichen Raum uns einmischen. Also wir sind ein Punkt, ein Ort, der nach außen strahlt in unterschiedlichen Medien, Techniken und mit dem, dass der Kunstraum immer eine Methode entwickelt hat, um mit Menschen zu arbeiten, um Kunst zu produzieren. Ja, der Kunstraum Goethestraße hier ist für mich etwas ganz Besonderes. Es ist ein einzigartiges Projekt. Es vereint nämlich eben Kunst und Soziales. Und das gibt es kaum wo sonst. Also ich glaube, da sind wir als Stadt Linz auch etwas einzigartig mit diesem Kunstraum Goethestraße und da bedanke ich mich auch bei Frau Susanne Bleimschein, die hier immer wieder extrem engagiert an den verschiedensten Projekten arbeitet und das unterstützen wir auch sehr gerne. Auch Promethe Oberösterreich, die hier wirklich Pionierarbeit geleistet haben, so ein Projekt auch zu ermöglichen. Und ich glaube, genau in einer so schwierigen Zeit der Pandemie, in so einer für viele belastenden Situation, auch wenn es um Isolation geht, dass man sich hier in so einem Raum auch austauschen kann, dass man hier mit Kunst und Kreativität neue Inspiration vielleicht auch für sich selbst findet. Solche Räume und solche Orte brauchen wir und deswegen hat das für mich eine besondere Bedeutung. Viele Menschen haben ja vor der Pandemie, vor dem ersten Lockdown ja schon Krisensymptome mitgebracht. Was hat denn diese Pandemie, diese drastischen Maßnahmen mit Ausgangsbeschränkungen und doch starken Einschränkungen unserer persönlichen Freiheiten für diese Menschen bedeutet? Das ist sehr unterschiedlich. Das möchte ich wirklich zweigeteilt sehen. Für manche Leute war dieser Lockdown tatsächlich auch eine Erleichterung, weil sie mussten plötzlich nicht mehr rausgehen. Sie mussten keine sozialen Kontakte mehr, weil alle anderen auch nicht. Also es gibt eine geringe Menge von Menschen, die aus diesen Lockdown-Situationen sich auch etwas Positives herausholen können. Für den Großteil ist es natürlich so, dass die sozialen Kontakte, wenn die einschlafen, man zunehmend mehr sozusagen in den eigenen Gedanken verhaftet, keine neuen Eindrücke mehr bekommt und damit werden Krisen viel, viel schlimmer. Das ist einfach, wir sind soziale Wesen, wir brauchen den Austausch, wir brauchen neue Inputs und darum ist es auch so wichtig, dass man gerade über Kunst- oder Kulturmaßnahmen oder welche Maßnahme auch immer, dass man in den Austausch geht und nicht in den eigenen Gedanken verhaftet, die dann sehr oft eine Negativspirale entwickeln können. Und das erleben wir jetzt schon auf der psychischen Seite. Natürlich gibt es jetzt auch viele Menschen, die zusätzlich in eine Krise kommen, die existenziell bedroht sind, die jetzt psychische Krisen erst entwickeln, die sie vorher noch nicht hatten. Auch hier tut sich sehr viel und ich denke, da wird auf Momente Oberösterreich noch sehr viel Arbeit zukommen in der nächsten Zeit, weil da werden noch einige Krisen jetzt virulent werden, die noch nicht wirklich sichtbar sind. Da wird sich noch sehr viel tun. Und ich denke, dass es ganz wichtig ist, auf dieser sozialen Ebene jetzt nicht auf die Menschen zu vergessen. Die wirtschaftliche Absicherung, das ist gut verständlich, das ist ein Teil. Aber wir brauchen auch, der Mensch ist jetzt nicht nur, wenn ich es so sagen darf, Materie, da gibt es noch auch den Geist, die Psyche, die Seele, nennen Sie es, wie Sie es wollen, das genauso genährt gehört und genauso unterstützt gehört. Wenn man in der Goethestraße vor dem Kunstraum steht, dann besticht dieser zunächst mal durch diese große Glasfassade. Es ist alles sehr transparent. Wenn man davor steht, was kann man denn da so Tag ein, Tag aus sehen? Wir sind momentan so wie die meisten in einem eher eingegrenzten, eingeschränkten Bereich mit Besucherinnen, mit Teilnehmerinnen. Das heißt, aktuell sieht man beim Schauraum eine Installation. Die Installation, die von Gerald Privasa Höller realisiert wurde, von der Idee und der Umsetzung. Und der Anlass war, diese Publikation, die ich in der Hand halte, diese Publikation, wir können da was machen, zu präsentieren. Und in dieser Publikation, um das auch noch gleich zu erwähnen, weil sehen tut man gerade eigentlich den Raum, sieht einzelne Menschen und die Installation, aber es passiert gerade wenig Kundinnenverkehr. Aber in dieser Installation kann man nachlesen, was wir schon alles gemacht haben, wenn wir wieder offen hätten. Aber da hake ich doch gleich nochmal nach. Ja, wir können da was machen. Da steht ja auch hinter dir jetzt an dieser Wand. Was könnt ihr denn tatsächlich machen? Also das gibt zwei Ebenen. Das eine ist, wenn man den Titel Wir können da was machen hernimmt, dann ist die Erklärung der Besonderheit des Kunstraums. Das Wir formuliert, wir arbeiten mit ganz vielen verschiedenen Communities. Communities, seien es Stadtbewohnerinnen, seien es Klientinnen, seien es kunstinteressierte, seien es Künstlerinnen, seien es Kooperationspartnerinnen, sind es Auftraggeber. Also das Wir hat eine ganz starke Differenzierung, aber klar ist, der Mensch steht im Zentrum und im Mittelpunkt von allem, was wir tun. Das Können ist sozusagen, welche Methoden, welche Formate entwickeln wir. Und da kann man sagen, der Kunstraum hat Methoden entwickelt, um diesen künstlerischen Prozess für Laien, für Interessierte anzuleiten, um dann Ergebnisse zu haben, die wir wieder in den Kunstkontext stellen können. Wir haben aber nie sozusagen die gleichen Methoden, sondern sind da eher sehr aufwendig im Arbeiten. Wir entwickeln Formate und Methoden immer wieder weiter. Das da ist sozusagen der Hinweis darauf, dass der Kunstraum nicht nur am Ort in der Götterstraße 30 tätig ist, sondern auch im öffentlichen Raum, wie eingangs erwähnt, zum Beispiel mit Kampagnen oder aber auch mit sogenannten künstlerischen Gestaltungen slash Kunst- und Bauprojekten. Oder auch bei Tagungen übernehmen wir Aufträge und machen Inszenierungen vor Ort. Das war's, stellt die Frage nach dem, wohin wirkt denn die Arbeit? Und das ist eine Beschäftigung, die uns dahingehend auch stark interessiert, weil natürlich man von der Zweckfreiheit der Kunst ausgeht, aber wir wissen, dass es eine Wirkungsmöglichkeit gibt. Wir wissen, dass es wirkt für den Einzelnen über das Tun, über die Auseinandersetzung. Die Claudia Schnuck, die da mitgeschrieben hat, hat ein wunderschönes Zitat gehabt. Die Auseinandersetzung oder auch die Rezeption von Kunst bedeutet immer Auseinandersetzung mit sich selber. Und das führt dann einerseits zu jedem Einzelnen, aber auch zur Gesellschaft. Also das ist das Was. Und das Machen sind dann die Prozesse, auf die wir sehr stolz sind. Es gibt keine standardisierten Prozesse, sondern Prozesse richten sich nach dem, wie Entwicklungen in den Gruppen entstehen, wo man denn hin will. Man weiß am Schluss, muss ein gutes Ergebnis da sein. hat darauf hingewiesen, dass wir in Covid-Zeiten spezielle Projekte entwickelt haben, initiiert haben und noch immer entwickeln und initiieren, um Menschen aus ihrer Einsamkeit, aus dem Alleinsein herauszuholen, ihnen Materialtechniken, Ideen, Inspiration ich jetzt einmal, aus ihrem eigenen heraus in der Begleitung vom Kunstraum und wiederum am Ende wird sichtbar in der Öffentlichkeit. Also es gibt speziell für die jetzige Situation spezielle Projekte und es gibt diese gesamte, ich sage einmal, der System Kunstraum, wie er zusammenhängt, weil das eine braucht das andere immer. Wir haben jetzt innerhalb des Kunstraums den Raum gewechselt, stehen hier vor einer künstlerischen Installation, die du, Gerald, geschaffen hast. Was genau sehen wir da? Analogie zur Welle. Mir hat der Titel, wir können da was machen, sehr beeindruckt. Das ist auch so, wie den Kunstraum kennen, das Motto und die beeindruckende Übersicht über die letzten zehn Jahre hat mich dazu fahren lassen, dass ich einen Zusammenhalt darstellen wollte, der sich über diese angedeutete Welle manifestiert. Die Installation trägt den Titel Querlesen mit V. Was steckt da für eine Überlegung dahinter? Durch das, dass da knapp 300 Kataloge liegen und in der Menge, dass es gar nicht so schnell aufnehmbar ist. Und wenn man den Katalog durchblättert, sind die Titel zum Teil alleine schon aussagekräftig. Es bauen sich Geschichten zusammen. In der Eile kann man aber Querlesen, verlesen und die ehrlesenden Arbeiten entdecken. Jetzt steht da der heutige Tag, auch der Katalog unter dem Titel Wir können da was machen, ja schon auch unter dem Eindruck der Krise, die wir sehr massiv, sehr mannigfaltig seit einem Jahr angesichts der Corona-Pandemie erleben. Wie hast denn du dieses Jahr wahrgenommen, vor allem auch ein bisschen aus deiner künstlerischen Perspektive? Zurückgezogenkeit, also wenig soziale Kontakte, Vernetzungen sind im Umbau, also Kommunikation im Direkten, was in der Kunst vorrangig ist, funktioniert so nicht. Rein organisatorisch, man muss alles umbauen, es ist eine schwierige Situation, also es ist ein Dilemma. organisatorisch, man muss alles umbauen. Es ist eine schwierige Situation, also es ist ein Dilemma. Aber es gibt auch Licht am Ende des Tunnels, es erfinden sich neue Möglichkeiten, es wird mehr wertgeschätzt. Man kann sich auch daran erfreuen, dass man die Homeoffice entdecken kann. Es ist nicht mehr alles mit unzähligen Wegen verbunden. Und die Abhängigkeit von einer gewissen Introvertiertheit in Relation zur Extrovertiertheit ist in der Auseinandersetzung, glaube ich, sehr produktiv gewesen im letzten Jahr auch. Und ist es aktuell so, dass Kunst in der Krise auf Menschen in der Krise trifft? Worin sehen Sie denn da die Potenziale, da auch neue Hoffnung zu schöpfen, auch für die Zukunft neue Solidarität oder generell auch, Sie haben es auch angesprochen, neue Formen von Kreativität und Austausch. Ja, genau diese neuen Formen von Kreativität und Austausch, die braucht es auch für die Zukunft. Ich glaube, das ist etwas, was uns jetzt viel mehr bewusst wird auch, was Kunst hier kann, welche Bedeutung hier Kunst auch hat und was Kunst und Kreativität auch auslösen kann in Menschen. Und dass uns das auch Sinn gibt, dass es sinnstiftend ist für uns, dass es auch Arbeit gibt, dass es auch Jobs gibt, die das vereinen. Denken wir an Handwerk, Design, an Wissenschaftlerinnen. denken wir an Handwerk, Design, an Wissenschaftlerinnen. Genau dieser Austausch, den gibt es hier. Und da kann man sich auch inspirieren lassen für sich selbst als Mensch. Und ich glaube, das braucht es auch in so einer Stadt. Wie lange kann ein Mensch eine Ausnahmesituation ertragen? Ja, das ist eine sehr gute Frage. Ich denke, wir trainieren gerade alle. Ich denke, wenn wir voriges Jahr gesagt hätten, und nächstes Jahr sind wir immer noch in irgendeiner Form Lockdown, hätte jeder gesagt, geht überhaupt nicht. Wir müssen ertragen. Da gibt es auch ein paar Dinge, da werden wir nicht gefragt werden, weil die Krankheit gibt es weltweit. Also da werden wir auch nicht gefragt werden. Aber mit zunehmender Dauer wird es umso schwieriger. Das ist keine Frage für jeden Einzelnen. Es wird für jeden Einzelnen schwieriger. Und ich möchte da ganz bewusst auch reinschauen. Es ist jetzt nicht, dass eine spezielle Gruppe es schwer hat, sondern wir haben es alle schwer. Von jung bis alt. Wir brauchen alle wieder unsere sozialen Kontakte, unseren Austausch. Und ich meine, es ist eh schön, dass es die ganze Technik gibt, aber da merkt man schon, das ist halt nicht so, als wenn man sich selber live sieht und wenn man direkt in Kontakt geht. Es ist halt Technik dazwischen. Das ist jetzt nicht so, da fehlt etwas. Gut, dass es die Technik gibt, ich möchte sie nicht missen, gerade in Zeiten wie diesen. Aber der soziale Austausch und es wieder wirklich miteinander in Kontakt zu gehen, das fehlt auf alle Fälle und ich hoffe, dass wir es nicht mehr lange aushalten müssen. Welchen Stellenwert hat denn Vernetzung, das Netz, so auch wie ein Auffangbecken, vielleicht auch eine neue Form der Solidarität für dich oder für andere auch im Bereich der Kunst eingenommen? vielleicht auch eine neue Form der Solidarität für dich oder für andere auch im Bereich der Kunst eingenommen? Ich denke mal, dass Kunst generell in diesem Netz seit jeher arbeitet. Menschen, die empathisch und miteinander das höchste Gut ansehen, werden ihre Wege immer finden. Und die Bedeutung von dem, dass man das wieder mehr in die Gesellschaft streut, wird verstärkt wahrgenommen. Und ich hoffe, dass es jetzt dann auch bald wieder mal eine Eröffnung gibt für die Kulturinstitutionen. Ich hoffe, dass der Hunger, den man selber spürt, oder die Neugierde auf Kunstauseinandersetzung bleibt bzw. wächst, dass die Neugierde, die ja grundsätzliche Notwendigkeit ist, um wohin zu schauen, wohin zu gehen, wo mitzumachen, dass die sozusagen in dieser Zeit jetzt nicht einschläft, sondern eben aufgrund von so Kontakten und Beziehungen und Projekten aufrechterhalten wird.