Ich möchte beginnen mit einem Willkommen an alle, die heute hier sind. Ich freue mich sehr, dass ihr dabei seid und euch Zeit genommen habt, zwei Tage vor Weihnachten in dieser ohnehin recht schwierigen Zeit. Das freut mich sehr. Mein Name ist Helga Schwarzwald. Ich bin Geschäftsführerin, Juristin, Künstlerin. Ich bin Geschäftsführerin, Juristin, Künstlerin. In einem künstlerischen Kontext habe ich auch über die Arbeiten von, jetzt muss ich geradeuela Picay-Jochil erfahren und war eigentlich auf Anhieb sehr angetan, einfach auch aufgrund meiner eigenen medienpolitischen, interessensvertreterischen Arbeit, die sich auch oft mit den Medien konfrontiert sieht und versucht hier etwas auch zu verändern, zu bewirken, zu kritisieren, wenn es um Österreich und heute um den österreichischen Boulevard auch geht, mit dem sich Manuela hier in ihren Arbeiten auch primär beschäftigt. Also in diesem Sinn ganz herzlich willkommen Manuela Picalho-Hill. Freut mich sehr, dass uns diese Kooperation so kurzfristig gelungen ist. Großartig. Bevor ich es am Ende gar noch vergessen würde, sage ich es gleich, weil jetzt denke ich gerade dran. Wir haben auch eine kleine Ausstellung gemeinsam recht kurzfristig realisiert und zwar an der Schwelle zum öffentlichen Raum. Hier im Büro des Verbands Freier Rundfunk Österreich, auf den ich dann noch näher zu sprechen komme, gibt es zwei schöne Schaukästen, Schaufenster. beiden, die wir hier haben, hat Manuela zwei Arbeiten, zwei bis drei Arbeiten zu diesem Mithilfe von Österreich und heute realisiert und die sind 24 Stunden, sieben Tage die Woche zu besichtigen, im Detail zu bewundern von der Straße aus Kandelgasse 2, siebter Bezirk. Wer hier in der Nähe einmal vorbeigeht bis zum 7. Jänner, der kann die Arbeiten sehen und ist hiermit auch eine Empfehlung von mir. Ich freue mich auch sehr, dass die Arbeiten auf große Resonanz bei den Passantinnen stoßen und so viel sind unsere Schaufenster noch nie fotografiert worden, wie in diesen letzten Tagen, seit wir die Kunstwerke hier zeigen. Ja, also vielleicht darf ich ein paar Worte zur Manuela Picario-Hill noch sagen. Sie ist 1985 im Burgenland geboren, studiert momentan in der Klasse für kontextuelle Malerei an der Akademie der Bildenden Künste bei Ashley Hans Scheierl, wie im Übrigen ich auch. Und sie hat auch Kunstvermittlung an der Akademie studiert und arbeitet seit 2016 eben an diesen oder mit und unter Verwendung und Reflexion der österreichischen Gratiszeitungen vor allem. Und das ist auch heute unser Hauptthema. Und das ist auch heute unser Hauptthema. Ein paar Worte noch zum Veranstalter, den ich hier repräsentiere, der Verband Freier Rundfunk Österreich, bis vor kurzem Verband Freier Radios Österreich. Mittlerweile haben wir auch Fernsehsender, Community-TVs als unsere Mitglieder gewonnen. Ich darf hier nur die Karte zeigen, die ich heute, also eigentlich auch an die Grenzen und zum Teil über die Grenzen, von ganz kleinen regionalen Radios bis zu Großstadtradios wie Orange 94.0 hier in Wien. Warum ich das gerade auch im Kunstkontext sage, ist, weil sie einfach die Möglichkeit bieten, Programm zu machen, weil sie einfach die Möglichkeit bieten, Programm zu machen, auch die eigenen Arbeiten dort und da in den Medien unterzubringen, das ist immer schon sehr nahe an der Kunst-Kulturszene, auch an der Zivilgesellschaft in verschiedenen Ausprägungen. ist, dass gerade am 9. und 10. Dezember aktuell die World Press Freedom Conference 2020 unter dem Motto Journalism without Fear or Favor steht oder stand. Und hier geht es besonders darum, dass die ein Plädoyer dafür in dem sozusagen auch mehr gemeinsam machen. Sie plädieren für eine größere Kooperation und größere Kollaboration zwischen Presse und Kunst, weil eben auch die, hier heißt es Shared Struggles, also die geteilten Kämpfe, wo es immer, ich lese kurz auf Englisch vor, Arts and the Press, they are both ways of understanding our world and ourselves. They challenge norms and values and contribute to public debates. They are the cornerstones of vibrant cultures and function in democratic societies. Today the arts, the rights of artists and journalists are under threat. The world has witnessed the closing of exhibitions, imprisonment of singers and harassment of novelists. The current health crisis is feared to have further escalated this. Und Sie treten eben auch für diese Kollaboration, wie wir auch danach trachten, uns über die eigensten Kontexte hinaus zu verbinden. Und auch wenn man denkt, zeitgenössische Kunst und alternative Medien, das ist nicht so weit auseinander, aber auch das ist schon nicht unbedingt immer der nächste Weg. Ja, also jetzt noch auch eben diese Gelegenheit nutzend hier kunstaffines Publikum zu haben und gleichzeitig auch die Medienrealität in Österreich, die für die Demokratie und für eine offene Gesellschaft auch für die Kunst wichtig ist, möchte ich noch zwei, drei Punkte oder auch vier anführen, die ich in dem Zusammenhang wichtig finde. Also zum einen möchte ich darauf hinweisen, dass eben die Arbeit von JournalistInnen mit dem Medienwandel unter einem enormen Druck steht in den letzten Jahren, der einfach immer zunimmt. Seit 2006 gibt es in Österreich 25 Prozent, also ein Viertel weniger JournalistInnen, mit Unterstrich. Was jetzt auch gerade im Kontext des Boulevards eine wichtige Information ist, die ich euch nicht vorenthalten möchte, ist, dass eben zwei Drittel der Werbeausgaben der Ministerien und des BKA unter Türkisblau in den Jahren 2018, 2019 an drei Boulevardmedien gingen in Österreich. Das sind 21 Millionen Euro von 31 Millionen Euro, die hier im Wesentlichen oder die eben an Produkte von Österreich, Kronenzeitung, heute gingen. Es ist hierzu auch, das ist eine Studie des Medienhauses Wien, es gibt hier auch im Standard auch nachzulesen im Detail, beziehungsweise auch die Grafik, denke ich, bringt es relativ klar hervor. Hier sind die drei mit den Riesensäulen am Beginn und dann geht es steil bergab. Was auch nur ein Punkt ist, den ich euch nicht vorbehalten möchte, ist, dass in Österreich eine enorme Medienkonzentration herrscht. Das heißt, viele Medien sind in der Hand von wenigen Leuten. Das begünstigt einfach Gefahren für wechselseitige Abhängigkeiten in sich und ich denke, das ist auch etwas, was man immer im Hinterkopf auch haben kann. Medienkonzentration heißt zum Beispiel, dass jetzt ein Beispiel von Österreich, die besitzen nicht nur die Zeitung Österreich und Ö24at, sondern auch Radio Austriaßen ausschauen, als ob man mehrere Quellen hätte, aber im Endeffekt kommen Meinungen dann aus der Hand weniger Verleger bzw. Inhaber. Und das ist etwas, das hier Österreich auch auf eine nicht so positive Art international auszeichnet. Ja, das wäre sozusagen mein medienpolitischer Kontext für die heutige Veranstaltung. Und nun möchte ich gern mit Manuela einige ihrer Arbeiten besprechen. zu dem Zweck ist es schon an der Zeit, das PDF zu teilen. Ja gerne, kannst du schon teilen. Schau mal, das war jetzt eigentlich, dachte ich, das wäre der richtige Bildschirm, war es aber nicht. Genau. Erstmal Dankeschön für die Einladung. Ich frage mich sehr für die Zusammenarbeit. Ich finde das sehr positiv auf vielen Ebenen. Und super, dass die Arbeit im halböffentlichen Raum, in den Schaufenstern vom Verband auch gut ankommen. Das freut mich sehr. Wir haben ein paar Arbeiten besprochen und Helga hat jetzt gesagt, sie würde gerne ein paar spezielle Arbeiten besprechen und das wäre dann das erste Bild. Vielleicht darf ich noch ergänzen, das habe ich noch nicht gesagt. Wenn es Fragen gibt, sowohl zur Medienpolitik als auch zu den künstlerischen Arbeiten, bitte vorerst in den Chat schreiben. Solange der Bildschirm geteilt ist, ist mir der Chat jetzt so nicht einsehbar. Aber ich werde mich dann bemühen, die sozusagen einzubringen, beziehungsweise auch die Mikros zu öffnen. Das war noch ein Input. So, dann gehen wir ins Wie geht das? Lässt er mich das machen? So, ja. Also ich habe, wie schon Helga Schwarzwald gesagt, 2016 begonnen, die Tageszeitungen zu sammeln. Genau, ich habe mich fokussiert auf diese zwei Zeitungen, Österreich und Heute. Jetzt heißt es Ö24 und Heute, weil sie gratis sind und in verschiedenen Städten, Bundesländern zur Verfügung stehen. Zunächst habe ich das gesammelt aus einem Gefühl heraus. Als ich nach Wien kam, war das total spannend. Hier gibt es gratis Zeitungen. Und dann habe ich aufgehört, die zu lesen nach einer Zeit. Und irgendwann wollte ich auch wissen, warum es bestimmte Emotionen auslöst und wollte mich damit auseinandersetzen intensiver und habe einfach begonnen, mal zu sammeln und anzuschauen. Ich habe dann bald gemerkt, dass selten positive Nachrichten auf den Titelblättern erscheinen. Und dann ist das Bedürfnis entstanden, Arbeit zu machen. Und das war die erste Arbeit 2016, wo nicht die ganze Zeitung umgestaltet ist, sondern das Titelbild, nämlich die Zeitung jetzt. Und genau, sie ist vom Layout, lehnen sie sich an die Graz-Zeitung heute an und hätte genauso auch gut die Österreich sein können vom Layout. Genau, und den Titel mehr als 65% der Kinder und Jugendlichen in Österreich sprechen zwei bis drei Sprachen. Also die Prozentzahl ist eher eine fiktive. Ich habe recherchiert und wollte eine bestimmte Zahl und die habe ich so nicht gefunden. Aber ich finde, das ist ein sehr positiver Gedanke und ich glaube, dass es auch irgendwie realistisch ist, dass viele Menschen in Österreich mehrere Sprachen sprechen und es wird oft als negativ bewertet, wenn man Deutsch nicht flüssig spricht oder genau. Und diese Sprachenvielfalt ist eine wichtige Ressource für unsere Gesellschaft und deshalb habe ich es als positiv gewertet, auch wenn da keine Wertung jetzt drinnen ist. Dann fand ich damals sehr emotional dieses Okay zur gleichgeschlechtlichen Ehe in Irland und es war mir klar, dass das da auch drauf muss auf das Titelbild. Und man sieht halt, dass es ja kleingedruckte Berichte sind über Zette 2 bis 3 oder EU findet Lösungen Zette 22 bis 24. Genau, dass hier mehrere Seiten ein Bericht oder ein Artikel lang ist und nicht nur so kurz gefasst ist, genau. Und positive Nachrichten finde ich sehr wichtig, dass die abwechselnd sind und das fehlt mir oft in diesen Gratiszeitungen. Genau. Vielleicht kommen wir kurz hier ein mit einem Satz. in diesen Gratiszeitungen. Genau. Vielleicht würde ich hier nur mit einem Satz. Es wurde ja irgendwann vor Jahren eher dieser Begriff konstruktiver Journalismus geprägt und mir war eigentlich längere Zeit nicht so ganz klar, was das heißt. Aber dann war mir eben klar, das, was du hier sagst oder sozusagen machst, ist eigentlich dieser konstruktive Journalismus, das nicht wie in der herrschenden Lehre vom Journalismus, das Investigative, das Aufdeckende, das Skandal zu stellen oder aufzudecken, sondern eben dieses einfach das positive Herangehen an die Realität und das Aufspüren von den positiven Aspekten von Geschichten oder Realitäten. Du sagst, wenn ich weitergehen soll im Bild. Ja, vielleicht noch genau zu den Skandal-Titel oder diese Schlagzeilen werden dann später noch bei einer anderen Arbeit noch genau ausführlicher behandelt und es heißt ja auch, da gibt ja auch einen Spruch, dass positive Nachrichten keine Nachrichten sind, weil die nicht so viel Aufmerksamkeit generieren. Aber trotzdem sehr wesentlich sind meiner Meinung nach für alleine schon die Stimmung, wenn Leute in der Früh die Zeitung nehmen und mit diesen Bildern und diesen Texten in den Alltag einsteigen. Genau, und ja, vielleicht kannst du schon zur nächsten Arbeit klicken. Ich denke eben auch, dass es im Kontext von einem Grundprinzip des Journalismus, der Ausgewogenheit, die positiven Seiten von den negativen, oder die beide Seiten der Geschichte eigentlich dazugehören. Ja, das ist eine der Arbeiten, die mich ganz besonders gefreut hat und angezogen hat. Jetzt kommt wieder ein neuer dazu. Hallo. Ja, bitte Manuela. Genau, danke. Die Arbeit heißt, also die Vorträgarbeit und diese gehören zu einer Serie, die heißt täglich Droge und das ist täglich Droge 2. Und genau, ich habe damals daran gedacht, so Toilettenpapier draus zu machen, weil ein Gedanke war, dass diese Zeitungen ja sehr kurzlebig sind und nach 24 Stunden schon auf dem Altmühlen landen. Altmüll landen. Und das fand ich sehr schade, weil das auch immer eine große Ressource, eine wichtige Ressource ist, oder wie viel ich schon genau, Verschwendung will ich nicht sagen, weil es ja Informationen auch beinhaltet, aber das Papier fand ich so schade, oder der ganze Aufwand, der betrieben wird und so schnell wieder Müll landet. Und deshalb habe ich das meiner Oma erzählt und sie hat gemeint, naja, das ist nichts Neues, weil das glaube ich, als sie jung war, war das ganz normal, dass man, wenn man Zeitung hatte, dass man sie auch verwendet, um sich abzuwischen auf der Toilette. Und genau, das fand ich auch witzig und gleichzeitig ja, eigentlich eh eine Genialität. Und natürlich gesundheitlich ist es nicht zu empfehlen, Das fand ich auch witzig und gleichzeitig eine genial Idee. Natürlich gesundheitlich ist es nicht zu empfehlen, aber der Gedanke blieb mir trotzdem. Ich habe dann diese Installation gemacht und nachdem es sich auch so angeboten hat, auf der Vorderseite sind verschiedene Themenfelder, die ich problematisch fand, Es sind so verschiedene Themenfelder, die ich problematisch fand, was die Wortwahl betrifft oder die Bilder oder die Zusammenhänge zwischen verschiedenen Artikeln und Headlines. gut lesen und ist auch eben im Schaufenster vom Verband Freier Rundfunk jetzt zu sehen, in einer anderen Form ausgestellt. Manuela, warum sind manche Rollen leer? Damit es nicht zu viel, ich wollte es nicht so eine ganze Wand voll und das ist eher ein ästhetischer Zweck oder auch vielleicht eine Motivation, dass man es verbraucht. Aber durfte man es hier verbrauchen? Durfte man hier sozusagen das Papier auch abrollen? Bei der Ausstellung nicht, aber in der nächsten Ausstellung war es eine Bedingung, dass auf der Toilette auch so eine Rolle zum Abrissen und Benutzen da war. Und das hat auch geklappt in beiden Ausstellungen. Zumindest wurde abgerissen. Soll ich weitergehen? Ja, bitte. Weil auch die Leute in den Ausstellungen einen sehr lockeren Zugang hatten und die Zeitung, die erste Zeitung, die erste Arbeit in die Hand genommen haben, obwohl das war eine Gruppenausstellung, andere Arbeiten nicht berührt wurden wegen diesem Tabu, man soll nichts berühren im Ausstellungssetting, in Ausstellungssettings, habe ich gemerkt, dass die Leute so einen lockeren Zugang dazu haben, auch wenn es jetzt verändert ist, trotzdem noch die Gratiszeitung, die können sie auch angreifen. Es herrscht auch immer so ein Bedürfnis, diese Papierrollen anzugreifen und bei dieser dritten Arbeit waren die Rollen so konzipiert, dass man länger dran ziehen konnte und mehr lesen konnte. Und es war erwünscht, dass die Leute auch das abrollen. Und es wurde alles sehr respektvoll damit umgegangen. Und wie gesagt, in dieser Ausstellung war schon eine Zeitungspapierrolle auf der Toilette auch zu verwenden. Okay, weil du jetzt gesagt hast, das war offensichtlich auch so quasi diese Zeitung oder auch das Design, das ja durchaus einen großen Wiedererkennungswert hat. Also würdest du sagen, oder für mich war jetzt so die Frage, könnte man jetzt auch sagen, Österreich hat jetzt im Kunstkontext wieder eine Art enttabuisierende oder demokratisierende oder Zugangsschwelle herabsetzende Wirkung, indem es die Interaktion mit der Kunst begünstigt. Im positiven Sinn jetzt für die Zeitungen? Im positiven Sinn auch für den Kunstkontext. Natürlich, wenn es die eigene Arbeit ist, kann es ja sein, dass man sich davor fürchtet, dass die Leute zu sehr mit der Kunst hantieren, aber gleichzeitig war das jetzt etwas, was ich dann auch sozusagen als Spur, eine sympathische Seite dann von Österreich finde, dass sie die Leute animiert in Interaktion zu treten? Ja, ich fand es, also bei vielen hatte ich das Gefühl, kommt es gut an und ich hatte auch Feedback immer wieder dazu und sie haben gesagt, dass es hinterfragen ist sehr wichtig und vor allem an so einem Medium, das so aktuell ist und jetzt auch sehr lokal, weil ich habe das eben öfters in Wien in unterschiedlichen Settings ausgestellt und hier kennen sehr viele Leute diese Kreiszeitungen und genau haben sich angesprochen gefühlt. Und ich glaube, das Partizipative war lustig für manche und auch interessant, wenn man mehr lesen kann. Und genau, es ist kein ein Thema, das sehr greifbar ist, denke ich, weil es so aktuell ist und weil die Zeitungen so einen großen Einfluss haben auf auf den Alltag, auf die Stimmung, genau. Soll ich weitergehen? Genau. Bitte. Zwecks Nachhaltigkeit bin ich dann extra in diesem Projekt auf Instagram eingestiegen und habe eine 30-Days-Challenge geschaltet, wo ich jeden Tag ein Bild gepostet habe. Heißt die Arbeit auch, oder? Genau, unter dem Titel 30-Days-Challenge, how to use heute Österreich, slash Österreich, in a smart way. So quasi, dass die Zeitungen auch anders als lesen genutzt werden können. Und genau, da gibt es viele verschiedene Beispiele, die auch witzig sind, also Videos oder Bilder und weniger Text liefern. Und was sind jetzt ein paar von den smart waysHois? Zum Beispiel oben das zweite von links. Das war sogar das Bonus-Video. Es gab eigentlich einen extra Bonus-Tag nach meinem Video. Eine Piñata, gebastelt, ein kleiner Esel. Und genau, der wurde dann geschlagen und dann kam lauter Schokolade raus. Und war ganz witzig. Genau, verschiedene Möglichkeiten. Der Fuß ist von einer Freundin, danke. Übrigens, die hat eine Fliege da zerklatscht. Und ja, verschiedene Beispiele, die man eher auf den Alltag kennt. Meine Oma hat gemeint, Fenster putzen ist ganz typisch und das funktioniert auch. Das habe ich getestet. Natürlich, wenn es regnet, als Regenschutz, konnte man es gut nehmen. Und diese 30 Days Challenge, nachdem ich jetzt schon mehr Ideen wieder gesammelt habe, möchte ich gerne fortsetzen auf diesem Account. Genau. Der Account, wenn man sich das anschauen will auf Instagram, der heißt auch möchte ich gerne fortsetzen auf diesem Account. Genau. Der Account, wenn man sich das anschauen will auf Instagram, der heißt auch 30 Days Challenge. Genau, 30 Days Challenge. Oder man findet es auch, wenn man meinen ganzen Namen, Manuela Becker-Hill, es ist auch oben in der Biografie gleich verlinkt, kommt man auch zu diesem Projekt. Und es gibt andere, weitere Challenges auch. Und hier? Ja, wobei die nächsten partizipativer sind. Aber das sieht man dann eh. Da geht es um die Schlagzeilen. Die Arbeit heißt Goldene Linie und bezieht sich immer auf diese Headline. Also diese zwei Reihen, das sind jetzt Zeitungen von der Heute-Zeitung, wobei ich unter, was man jetzt nicht mehr im Bild sieht, auch noch die Österreich-Zeitung installiert habe. Und in dieser Reihe, man sieht eh, das ist eine Linie, spielt sich immer so quasi diese Schlagzeile, wo es um Skandal geht oder um dramatische Headlines. dramatische Headlines und man sieht hier in der zweiten Reihe zum Beispiel ist bei jedem Header das Wort Killer in verschiedenen Formen und im oberen Bereich geht es um Tod, Tod, Tod, Tod, Tod, Killer, Killer, Killer und im unteren Bereich von Österreich war jetzt Mord. Und genau diese Arbeit wird in meiner nächsten Ausstellungsmöglichkeit, möchte ich die in einer Linie wirklich auch fortsetzen. Und mittlerweile habe ich auch die Sammlung ausgeweitet auf es gibt ganz viele Titelblätter mit Verbot, Skandal, Terror, Attacke. Einfach so ganz starke Wörter, die genutzt werden, um diese Aufmerksamkeit zu erzeugen. Und die natürlich auch viel, und das hat mich auch sehr belastet eine Zeit lang, viel Angst auslösen. Oder mir hat es auch Wut teilweise ausgelöst. Und genau das sieht man auch hier aufgelistet bei dieser Arbeit. Ich finde eben auch, dass die Arbeit deswegen auch so stark, weil sie durch diese Hervorhebung der Titel auch das mitunter, also das auch irgendwie in der Fülle dann eine Art Absurdum führt oder das so vor Augen führt, wie eigentlich absurd die Titel schon zum Teil sind. Eines meiner Lieblingsheadlines ist ja Priesterkiller, ihr Christen tötet uns. Also das ist auch so, dass ich aus dem Kontext heraus eigentlich es dann schon interessant finde, wer der Priesterkiller ist oder um was es überhaupt geht. Aber eben auch eine verkaufverträumte Hütte ist auch sehr super. Es gab da eine Headline, wo es hieß, TV-Sternchen wurde von Ex verprügelt oder das war so unsicher, war es der Ex oder nicht. Da wurde ein Foto gezeigt, ein Ausschnitt, wo die Frau mit blauen Flecken am Hals und Gesicht abgebildet war. Dann schauen sie weiter auf Seite 13 und hat nach innen geblättert und war da ein Mini-Artikel wieder mit, ich weiß nicht, ich sage jetzt wirklich ein ganz kurzer Artikel zu lesen, das nicht wirklich Informationen lieferte, fand ich, das war alles sehr dubios und ich hätte mir zum Beispiel hier gewünscht, wenn schon so eine Gewalt thematisiert wird, dann einerseits, dass das gut recherchiert ist und im besten Fall auch dabei steht, dass Gewalt an Frauen ganz oft vorkommt. Und ich war vor Jahren bei einem Vortrag dabei und da ging es darum, dass jede fünfte Frau von Gewalt betroffen ist in Österreich. Und da ging es darum, dass sie die fünfte Frau von Gewalt betroffen ist in Österreich. Und ich hätte es gut gefunden, wenn da dieses Thema mehr behandelt gewesen wäre. Und zum Beispiel auch eine Hilfestellung, wo kann man sich wenden, wenn so etwas passiert. Ja, aber es blieb eben bei diesem Mini-Artikel. Und das hat mich wütend gemacht, dass das so ein Ren Header und so schrecklich auch wie es ist, es auch klingt, aber dem trotzdem im Innenteil keine, nicht mehr, dass nicht mehr Recherche aufgewendet wurde oder Aufmerksamkeit zu mir geschenkt wurde. Ich finde eben auch die Headline an und für sich sehr problematisch oder wie du sie eben jetzt gesagt hast mit Fliehensternchen oder so, dass eigentlich auch die Betroffene von Gewalt dann eigentlich mit einem sozusagen jetzt auch mehr oder weniger mit etwas, was mit dem jetzt erstens einmal überhaupt nichts zu tun hat, bezeichnet wird, dass sie auch in einer Niedlichkeitsform und als jemand, die mehr oder weniger, also das Sternchen, das kennt man ja aus anderen Yellow Press oder aus den verschiedenen Zeitungen, also Boulevardzeitungen, die sie hauptsächlich an Frauen als Zielgruppungen und Spuren der Gewalt abgebildet wird, ist einfach so eine Verknüpfung von vielen unsäglichen und auch gewaltletzlich verharmlosen Aktionen. Ich kann mich nur zustimmen, genau. Es ist definitiv problematisch, die Wortwahl auch noch in dem Kontext. problematisch die Wortwahl auch noch in dem Kontext. Ja, und genau, das passt eigentlich auch gut zur nächsten Arbeit. Dann gehe ich weiter. Ja, bitte. Genau, ich habe dann, das war dieses Jahr, Anfang des Jahres, ein gebundenes Buch für eine KünstlerInnen-Buchmesse einer Angewandten eingereicht. Ich sammle eben seit 2016 diese Zeitungen und damals habe ich sehr gleich begonnen mit dieser Idee, Und damals habe ich sehr gleich begonnen mit dieser Idee, dass ich dieses Bild problematisch fand oder nach wie vor finde. Auf der Seite 3, diese Rubrik Top auf Instagram. Also es hat sich viel verändert hier seit 2016 und die Heute-Zeitung hat auch mal einen Artikel gebracht darüber, dass die Nackte von der Kronenzeitung in Pension ging und weil die, also die sich ableitet von der Page 3, von diesem Page 3 Girls aus der Yellow Press, hat vor 50 Jahren die Kronenzeitung dann das auch zum Trend gemacht und die nackte Frau, wo sich der Titel dann auch geändert hat, also auf Seite 9 oder 11 immer veröffentlicht hat und später hieß dann die Dame von nebenan und eben 2017, laut der Artikel, ging die dann in Pension. Und jetzt gibt es das so in diesem Rahmen nicht mehr, anscheinend, laut diesem Artikel in der Kronenzeitung. Und die Heute-Zeitung hat eben auch hier hineingeschrieben, dass sie damals auch nackte Frauen abgebildet haben und dann später, weil viele Jugendliche die Zeitungen auch lesen, süchtiger wurden und die Frauen halt dann Bikinis oder Ähnliches getragen haben. Und mittlerweile, ich will es jetzt mal positiv formulieren, hat sich die Qualität dieser Rubrik gebessert. Und das ist mir eher 2019 aufgefallen, als dieses Thema Queerness, Geschlechtervielfalt immer mehr in den Fokus gerückt hat, besonders jetzt in Österreich. Und dann haben sie vielfältigere Bilder ausgewählt. Das ist meine Wahrnehmung. Jetzt kommen auch immer wieder lustige Tierbilder oder künstlerische Arbeiten. und sie haben auch beschlossen, einmal im Zuge des Internationalen Frauentages wurden verschiedene Redakteurinnen eingeladen, um die Zeitung zu gestalten, an diesem Tag des internationalen Frauentages. Und genau, da hat man dann beschlossen, dass mittwochs immer dann ein, wie haben sie es genannt, Mookie-Bodies gezeigt werden. Was für Bodies? Mookie-Bodies, also muskulöse Männer, so quasi als Gleichgewicht, dass halt an den anderen vier Tagen Frauen abgebildet sind. Und genau, da sind sie auch nicht wirklich da geblieben. Ab und zu haben sie eben auch Männer. Und genau, an sich finde ich ja Nacktheit jetzt nicht problematisch, aber in diesem Kontext und in dieser auch andere, also Frauen in Bikinis oder manches wirkt auch so, als wäre es ein Empowerment-Bild oder so. Aber das haben sie dann auf einer anderen Seite außerhalb dieser Top auf Instagram gezeigt. Und zudem ist auch zu sagen, wenn man auf Instagram schaut, bei dieser Suchoption, wo diese Top-Bilder geschalten werden, waren das eigentlich immer sehr vielfältige Bilder und sie suchen sich halt immer Bilder raus, die sie dann für diese Kategorie verwenden. Und genau, ich habe dieses Buch, wenn du nochmal auf die nächste Folie klickst, sieht man ein Innenleben. Ist das eine Seite mit den drei Händen? Wenn du nochmal weit, genau. Hier sieht man bei diesem Buch, das habe ich zunächst gedruckt, für diese Künstlern-Messe drucken lassen und bitten lassen. Und man sieht halt immer rechts und links jeweils diese Instagram-Bilder. Und links hier sieht man auch dieses Tier und darunter ist dann, also eigentlich besteht diese Rubrik ja aus zwei Bildern und darunter ist nochmal eine Frau abgebildet. Und genau, rechts ist dann ein anderer Tag. Und hast du je das überprüft, ob das, also aus meiner Zeit, oder was meine Lebensspanne und die Einblicke in diese ähnlichen oder früheren Rubriken, die der vorausgegangen sind, angeht. Ich wäre dieses Bild hier, die Frau mit dem weißen Bikini, das hätte im Wesentlichen ja auch, sagen wir mal, schon in den 70er, 80er Jahren so sein. Also auch das Sujet, die Bildwahl, der Fels dahinter, das Meer und auch die Pose. Also das ist ja eigentlich sehr traditionalistisch. sage ich jetzt mal, dass sie eigentlich schon auch ihrer Linie relativ stark treu geblieben sind bei dem. Und was mich aber interessieren würde, hast du das je recherchiert, ob die Bilder wirklich von Instagram sind, beziehungsweise ob in irgendeiner Form das Urheber, also ob das mit, wie soll ich sagen, ob die Personen, die da abgebildet sind, falls das Insta-Postings sind, ob das irgendwie mit Zustimmung derer ist. Ich habe ein paar Mal geschaut, das ist schon länger her, und habe die Bilder jetzt nicht wirklich gefunden. Aber Instagram ist es so, wenn man zustimmt und einen Account hat, gibt man ja gewisse Rechte ab. Also das Urheberrecht bleibt bei der Person, aber Instagram hat die Rechte, dass mehr oder weniger ist Instagram eine Bilderbörse und hat das Recht, die weiter zu verkaufen. Und ich schätze mal oder ich denke, dass heute ein Bild kauft von dieser für ihre Rubrik. Aus meiner Sicht ist es nicht ganz so einfach. Aber man gibt natürlich gewisse Rechte ab oder man gibt sozusagen Instagram gewisse Rechte mit der Veröffentlichung auf der Plattform. Aber inwiefern, jetzt kommt noch jemand. Hallo für die Neu-Dazugekommenen. eben tatsächlich Instagram-Bilder sind, wie die rechtlichen Rahmenbedingungen sind oder ob hier quasi über eine alte Rubrik nach altbewährtem mehr oder weniger sexistischen Muster einfach das drüber geknallt wird und man auf die Art die Zielgruppe sozusagen die jüngere Zielgruppe auch irgendwie mit erreichen will oder hier dann wieder Erkennungseffekt erzielen und sagen, schau, wir haben auch Instagram. Also ich finde es ja auch lustig, oder wie du auch im Vorgespräch gemeint hast, die Zeitung bezieht sich auf Instagram und du gehst mit der Zeitung sozusagen wieder zurück in das soziale Medium. Finde ich auch sehr gut oder sehr gelungen oder sehr smart. Aber auch lustig, dass Sie sich eben in dieser Form genötigt fühlen, auch Instagram in Ihr Printprodukt zu integrieren. Ja, es ist halt ein neuer Rahmen jetzt. Also vielleicht zahlen sie auch nicht. Ich habe da nichts Konkretes herausgefunden, aber es ist auf jeden Fall immer der Instagram- Quellen-Link angegeben. Aha, das schon. Gut, vielleicht holen wir bei Beide einmal an. Okay. Soll ich weiter platteln? Ja, das heißt, die Seite haben wir dann schon gesehen. Vielleicht wagen wir bei beiden einmal an. Okay. Soll ich weiter platteln? Ja. Das heißt, die Seite haben wir dann schon gesehen, dass es das nächste ist. Genau. Ich wollte noch rückfragen, weil du gemeint hast, auch diversere, oder wie soll man sagen, nicht so normierte Körper, oder nur, wie soll ich sagen, immer so Frauen im Bikini, schlanke junge Frauen im Bikini mit langen Haaren. Gibt es was, was wertend ist? Welche Repräsentationen sind dann dort noch zu finden? Oder weil du auch Geschlechtervielfalt oder Gendervielfalt angesprochen hast? Ich kann es jetzt nicht so konkret sagen, aber ich glaube schon, dass ab und zu Transgender abgebildet waren oder auch, dann steht halt so, durch den Text wird dann auch formuliert, dass das jetzt ein Empowerment-Bild ist. Aber genau, ich kann mich jetzt nicht zählen. Also ab 2019, finde ich, hat sich das meiner Meinung nach gewandelt und 2020 ist der Elch, der eh super ist. Ja, und das waren jetzt die drei Revier. Ja, wir brauchen einmal die Webseite von Manuela Picario-Hill, auch zum Draufschauen. Da gibt es noch eine Vielzahl anderer Arbeiten, die sich auch noch mit ganz anderen Themen beschäftigen, auch wenn es dort und da Querverbindungen gibt, also gerade auch, was Sexualität oder eben Stereotypisierung und so Dinge angeht, aber schaut es einfach mal drauf. Dann würde ich jetzt das Bildschirm teilen, einmal beenden und schauen, ob wir im Chat schon jetzt das Bildschirm teilen, einmal beenden und schauen, ob wir im Chat schon irgendwas auch stehen haben und euch sonst auch gerne einladen, nachdem wir jetzt auch recht gut in der Zeit liegen. Gibt es auch von eurer Seite Rückmeldungen, Fragen auch zu den einzelnen Arbeiten? Wir könnten dann auch gern nochmal zu dem PDF zurückgehen oder auch einen Sprung auf die Webseite schauen, um nochmal zurückzuschauen. Ja. Ja. Ja. Ja. Ja. Ja. Ja. Ja. Ja. Ja. Ja. Ja. Ja. Ja. Ja. Ja. Ja. Vielleicht kann ich, genau, ich fand es jetzt in letzter Zeit sehr spannend, als diese Petition von zwei Frauen, nämlich der Therese und Stephanie Schneckenreiter herauskam, Schneckenreiter herauskam, die nach der Terrorattacke in Wien gefordert haben, wegen der Presseförderung, dass es hier Kriterien gibt, wenn Förderungen erhalten werden. Die haben die Zivilgesellschaft aufgerufen, dass sie sich äußern und die Petition unterschreiben, damit sich etwas ändert in Österreich. Und das fand ich sehr motivierend und großartig, dass das geschehen ist und dass sich so viele Menschen auch Beschwerden eingereicht haben beim Presserat über diese problematische Berichterstattung. Und das fand ich sehr gut und unterstützungswert. Ja, also da kann ich vielleicht auch noch explizit darauf hinweisen. auch noch explizit darauf hinweisen also diese diese petition ist im rahmen von aufstehen at ins leben gerufen worden in der terror also in dieser in dieser nacht noch wo also eben da ich glaube die eine ist ist publizistik studentin und mit einer freundin es gibt eben auf okO gab es auch eine Diskussion mit den beiden unter Moderation von der Robina Möhring. Programm- Intendantin von OKTO, beziehungsweise ist dort im Programm tätig und weiß natürlich die Sendung, kennt die Sendung und ist eben auch zum Nachhören auf der OKTO-Teg bereit. Zum Schauen sogar, weil es Fernsehen ist. Ja, zum Schauen, genau. Die Radio-Leute. Ja, ich will auch, weil es da war. Es gilt dazu, noch nicht ganz, aber doch. Ja, also es ist auch auf meiner Helga Schwarzwald Facebook-Account vor einiger Zeit geteilt, auch auf der Facebook-Seite des Verbands Freier Rundfunk ist, die Petition bei einem der letzten Postings, falls es jemand noch nicht gesehen, unterschrieben hat. Aber magst du vielleicht auch noch etwas dazu sagen? Ja, gern. Also mir gefallen die total gut, die Arbeiten. Vor allem finde ich wirklich sozusagen immer, also dort, wo so die Essenz herausgearbeitet wird, also da, wo du nur die Überschriften nimmst und sozusagen so ein Thema, das dann in dieser ständigen Wiederholung und Variation, das ist einfach, das ist wirklich so irrsinnig erkenntnisreich. Das finde ich super. Und auch das, was du gesagt hast, Helga, zu dem allerersten, das wir gesehen haben, eben der konstruktive Journalismus, weil das ist unglaublich augenöffnend. Okay, hey, so geht es doch eigentlich auch. Ja, und das ist eigentlich auch mal spannend, ich finde es auch so eine Art wie ein super Vorschlag auch an dem Boulevard. Also es wäre ja durchgegangen, wir haben einfach zusammen gekn gekneuzt doch einmal eine Zeitung aus, wo ihr die Welt sozusagen in einer wahrheitsgetreuen, eher positiven, vielfältigen diese Heterogenität positiv darstellt und schaut, ob das nicht sehr gut ankommt. Also ich weiß ja, ich meine, bei heute gibt es ja den Nusser, der ja wirklich jetzt kein Trottel ist als Chefredakteur. Und ich weiß schon, dass sich der auch beschäftigt hat mit konstruktivem Journalismus. Und dass die schon immer wieder mal, die sind ja jetzt auch nicht ganz so grauslich wie Österreich und diese ganzen Fellner Produkte, dass die da schon auch mal irgendwie eben sich das überlegt haben und sich damit schon auch auseinandergesetzt haben. Also wird sich vielleicht auch lohnen, dem das mal zu schicken oder mit dem Kontakt aufzunehmen und denen einfach mit deinen Arbeiten vertraut zu machen? Ja, also ich habe jetzt noch meine Diplomarbeit vor mir und danach werde ich das angehen. Genau, was ich noch sagen wollte, ich finde, dass oder einfach, dass man mal sagt, also in einem kleinen Setting einfach einmal den Austausch zu suchen, da muss man glaube ich gar nicht noch viel, also es ist auch so viel. Leute sind ja durchaus interessiert, oft einmal. Und was mir auch noch eingefallen ist, weil das hat mich natürlich auch erinnert an und ich weiß nicht, ob du die kennst, an Arbeiten, die der Peter Putz gemacht hat, schon in den 70er und 80er Jahren, wo er zum Beispiel so dann Fische gemalt hat, riesige Fische, und sich dann mit dem gemalten Fisch fotografiert und das dann als Presseaussendung zum Beispiel an die kleine Zeitung und so geschickt hat und die haben das dann abgedruckt. Riesiger Welsgefangen in der, was weiß ich, Enz oder was. Super. Den kenne ich gerne. Ich auch. Ich finde, ich habe zwischendurch noch kurz auf ein, zwei Fragen. Marion Kahn hat hier gefragt, gibt es Projekte, Workshops zum Thema Medienkritik mit Manuela? Soweit ich weiß, bis dato noch nicht. Manuela, machst du Workshops zum Thema Medienkritik? Es ist immer gut. Habe ich noch nicht gemacht, aber wäre ich durchaus bereit. Also ich habe meine Diplomarbeit vor mir. Im Sommersemester wurde ja alles verschoben wegen Covid. Und jetzt, danach reiße ich die Welt nieder. Und dann wäre das ganz toll, auch der Austausch mit JournalistInnen von den Zeitungen. Vielleicht können wir eine Nachricht gemeinsam machen, also bei den freien Sendern, TV oder eben auch Okto oder sei es Orange hier in Wien, gibt es natürlich immer wieder Workshops, auch COMIT, das Weiterbildungsinstitut der Community Medien, beschäftigt sich auch mit diesen Themen, zum Teil auch in Kooperation mit Dossier zu verschiedenen journalistischen Themen. Oft sind die Workshops sehr günstig bis kostenlos, wenn man sich auch als Radiomachende Person oder Fernsehmacherin auch interessiert. Ja, das ist mal so eine kleine Info dann. Das von Maggie möchte ich nur betonen, also unterstreichen. Sie schreibt, es war so wohltuend, die Frohen Botschaften zu lesen. es war so wohltuend, die Frohen Botschaften zu lesen. Also ich kann das wirklich bestätigen, dass es einfach schon wirklich auf dem Ort eine viszerale Entspannung mit sich bringt, wenn man einfach einmal von diesen Zeitungen, wo man immer erwartet, dassgruppen oder die Forcierung der Ausländerfeindlichkeit, der Islamophobie, was weiß ich, also diese ganzen Zuspitzungen, wenn das einfach auf einmal so gar nicht passiert, sondern irgendwas einfach, Wahnsinn, wow, und man weiß gar nicht, wie am Geschicht und es wirkt aber. Dann habe ich hier noch was. Achso, naja, das es einfach oft so ist also dass man also jetzt im sinne einer demokratisierung einer anna anna der zugänglichkeit auch zu kunst ja schon die frage stellt ja wer wer wer geht denn da, wer traut sich denn dahin. Ich habe gerade einen Text von einer sehr renommierten Kuratorin in einer Zeitschrift über Kuratieren, Fachzeitschrift gelesen, wo die einen historischen Abriss über Ausstellungen und Besuch von Museen und so gemacht hat. Da war zum Beispiel auch so eine Sequenz, ich weiß jetzt nicht mehr, in Deutschland, ich glaube jetzt so, ich weiß nicht genau, in welcher, also irgendeine bedeutende, historisch bedeutende Ausstellung, wo es eben auch darum gegangen ist, dass man ein bisschen so eine Demokratisierung, also dass das so quasi aus den Fürstensammlungen schon langsam in Museen überführt wird, auch dass Monarchien niedergehen und Staatssammlungen werden, also man einfach nur den Namen ändert, aber das ist die Sammlung vom preußischen Prinzen, sonst noch was. Und dass es hier dann auch Einschulungen im Kontext von größeren Arbeiterbewegungen gegeben hat, Einschulungen im Kontext von größeren Arbeiterbewegungen gegeben hat. Einschulungen von Arbeiterinnen und Arbeitern, wie man sie in einem Museum benimmt. Dass man nicht laut redet, dass man nichts angreift, dass ein ganz gewisses Set an Verhaltensnormen eigentlich mit bestimmten Kunstorten einhergeht, es geht mir komplett auf die Nerven persönlich, dass ich mich in Ausstellungen zum Teil regelrecht verfolgt fühle. Dass man das auf die Nerven geht, wenn man die ganze Zeit, je größer das Museum oder in der Tate in London oder im Museumsquartier, also mach einmal was im Hof vom Museumsquartier, da kommen sofort die Aufpasser, die sozusagen sicherstellen, dass hier nicht einfach unkontrolliert Kunst passiert. Geschweige denn im Museum, also auch dieses Herumgeschleichen um mich, dass ich ja nichts angreife, also das finde ich sozusagen auch durchaus reflektierens- und kritisierenswert. Auch wenn ich natürlich als Künstlerin verstehe, dass man sehr, wie soll ich sagen, sehr beschützend, ja wie soll ich sagen, dass man seine Arbeiten beschützt haben will, dass man natürlich weiß, wenn ich jetzt eine textile Arbeit irgendwo hängen habe und die greifen hunderte Menschen an derselben Stühle an, dann merkt man das. Dann ist sie vielleicht einfach nicht nur schmutzig, sondern wirklich beschädigt. Das verstehe ich schon auch, aber das war eigentlich mein Kommentar zu dem, was ich mir gedacht habe. Vielleicht kann man dem auch mal eine Spur was Positives abgewinnen, dass dieses Medium dann doch viele so quasi auch als ihrs betrachten. Danke für den Link von Peter Butz, den mache ich gleich auf, den kenne ich nämlich auch nicht. Super. In dem Kurs ist natürlich auch die Schaufenster-Ausstellung super, weil eben auf die Straße zugänglich. Ja, das ist tatsächlich sehr super und ich bin wirklich sehr froh und wir genießen es von herinnen vor unseren Computern, wenn wir dann draußen die Leute kichern und Fotos machen und Fingerzeig. Gleichzeitig können sie es aber nicht berühren, die Kunst. Sicher. Ja, ich darf hier auch noch zu dem, also ich möchte nochmal zurückkommen zur Medienpolitik oder zu dieser Dimension der Petition. sagen, dass es wirklich unglaublich schwierig ist, diese enorme Machtorientierung in der Medienpolitik irgendwie wirklich von unten her zu torpedieren. Also das ist einfach also darum müssen wir da halt wirklich so viel Kräfte bündeln, so viel Impetus wie jetzt hier gegenüber der Veränderung auch einmal zustande gekommen ist oder so viel Momentum gab es eh noch lange nicht. Ich will in dem Kontext vielleicht auch noch ein Posting, wo die Corinna Milborn auch auf ihrer Facebook-Seite noch einmal Bezug nimmt auf diese Berichterstattung. Also ich muss ganz ehrlich sagen, ich habe es mir nicht angeschaut. Zum einen gebe ich keinen einzigen Klick dorthin und zum anderen muss ich mich nicht sozusagen traumatisieren lassen, wenn ich es vermeiden kann. Aber sie hat es in Vorbereitung für eine Diskussion im Presseclub Concordia wohl gemacht und sie sagt, ich habe es nachgesehen und bin absolut entsetzt in Speer, also Ball Caps. Ich war ja selbst im Studio und habe nicht gesehen. Nun bin ich fassungslos. Da werden stundenlang im Loop Videos der Morde gezeigt, atemlos kommentiert wie ein Fußballspiel, Reporter auf die Straße gescheucht, Schüsse wieder und wieder und wieder wiederholt, Fotos von halb ausgezogenen Verletzten und Blutlachen gezeigt, Polizeikontrollen mit vollen Gesichtern und das ist kein Versehen. Es wird bis 5 Uhr früh wiederholt mit allen Bildern sterbenden Menschen und haufenweise Falschinformationen. Es ist unfassbar. Das ist nicht nur unethisch, das ist auch rechtswidrig. Privatsender müssen gewisse journalistische Mindestregeln befolgen, um eine Lizenz zu erhalten. Und so weiter und so fort. Also sie spricht die Persönlichkeitsrechte an, sie spricht die Förderungen an. Es ist nicht nur so, dass Boulevardmedien in Österreich enorme Anteile der Inserate, sozusagen der Inseratgelder beziehen und so auch natürlich sich in Besuch auf ihre Unabhängigkeit befragen lassen müssen, sondern sie bekommen auch im europäischen Vergleich doch erstaunlich hohe öffentliche Förderungen. Also sagen wir mal, im Vergleich, die freien Sender, die gemeinnützig und werbefrei arbeiten, bekommen drei Millionen. Die kommerziellen Privatsender bekommen 20 Millionen. Und also hier ist einfach nochmal zu den Qualitätskriterien. Man muss auch sagen, die österreichische Medienpolitik ist eine sehr besondere, nämlich insofern, als sie quasi nicht vorhanden ist. Es wird immer von Qualitätsmedien geredet, aber die Frage ist, wo? dass sie doch bitte dem Presserat beitreten mögen. Aber der Presserat, das wäre schon eine Errungenschaft, aber gleichzeitig muss man sagen, der Presserat ist ein relativ, sagen wir mal, momentan auch sehr engagiertes, aber doch auch mäßig durchsetzungsstarkes Instrument. auch ein Organ der Selbstkontrolle. Die Frage nach dem Redaktionsstatut, die Frage nach ordentlichen Beschäftigungsverhältnissen für die Journalisten, Journalistinnen, bleibt bis heute offen. Und es schaut, also unsere Latte ist wahnsinnig niedrig. Das will ich an der Stelle wirklich auch betonen. Also der Druck muss auch aus der Bevölkerung wirklich sehr viel stärker werden. Das sehe ich auch so und deshalb war die Petition so motivierend. Und es gibt ja so einen Spruch, wo es darum geht, dass wir die PolitikerInnen haben, die wir wählen. Und bei den Medien ist es das Gleiche. Wir haben die Medien, die wir fördern. Und wenn man schweigt und vielleicht auch dagegen ist, aber das hinnimmt, dann wird es sich nicht ändern. Ich finde Kunst, da auch als Medium ein ganz gutes zu zeigen. Aber es gibt auch ganz viele andere Möglichkeiten, eben der Journalismus, im Radio etc. Und dass die Menschen die Mittel nutzen, die sie haben und sich für ihre Rechte auch einsetzen. Absolut. Ja. Mag sich noch wer von aus der, was haben wir, Terror, da habe ich da was dazu. wieso diese Zeitungen, die sich so unmöglich benehmen, dann eben genau die von dir erwähnten 20 Millionen, diese Medien dann die 20 Millionen kriegen. Da erklärst du auch ein Stück weit, wie dieses System quasi funktioniert. Ist das, was du sagst? Ja, ich meine, das sind 2200 Zeichen, da kann man nicht wirklich erklären, wie das System funktioniert. Das ist einfach ein Kommentar, aber der eher so ein bisschen darauf eingeht, dass die ja auf allen Ebenen mit Angst machen agieren. die versuchen ja auch dauernd die Politik zu erpressen, weil ganz viele von diesen Schlagzeilen, die hattest du jetzt nicht so stark drinnen, aber es gibt ja dann sozusagen auch immer diese berühmten Campaigns, wo halt dann irgendwie auf irgendjemanden losgegangen wird, der versucht, also auf Politiker und Politikerinnen, die versuchen, dieses System zu verändern. Vielleicht magst du ein bisschen mehr dafür erzählen, Barbara, weil ich glaube, das sind so wichtige auch ein bisschen Insider oder Leute, die halt mehr mit dem auch zu tun haben. Aber die Ulrike möchte was sagen. Ich habe ja schon so viel geredet. Ulrike, ja bitte. Es tut mir leid, ich sehe euch nicht weil ich habe nicht Dann glaube ich, sieht man alle. Ja, wenn sie drauf passen. Ich habe zwei Bemerkungen. Die eine, erstmal, dass mir das halt total gut gefällt, auch mit den Klorollen, also dass halt letzten Endes die Zeitung dort alles nochmal aufgerollt wird, das kann man ja auch wortspiele auch sehr gut mitmachen. Und da fiel mir einfach so auch nochmal ein, wo man sowas auch bestimmt nochmal zeigen könnte, dass sich in Österreich, wie aber sicherlich auch in Deutschland, es gibt verschiedene, auf der gewerkschaftlichen Ebene, verschiedene Gemeinschaften von Journalistinnen, beziehungsweise auch von Druckern, die aber heute nicht mehr Drucker heißen, sondern Medientechnologen. Medientechnologen oder ja, genau. Da es sowieso fast nur Männer gibt, bleibe ich mal bei dem männlichen Begriff. Ich könnte mir vorstellen, die Druckergilde ist ja einfach auch so eine ganz alte Zunft. etwas geehrt fühlen, dass man mit ihr, mit dem, dass sie mit Zeitungen halt auch Kunst gemacht wird und einfach nicht nur weggeworfen wird. Also so in diesem Kontext ist mir so spontan eingefallen. Und dann kommt noch dazu, dass es eine der Branchen ist, die ja von, die ziemlich, ja, schon ziemlich lange durch ihr politisches Engagement halt auch einen der höchsten Löhne halt haben, weil sie sich halt gewerkschaftlich organisiert haben. und das ist ganz unabhängig davon, ob Radio oder Schreiben oder TV, doch das gewerkschaftliche Engagement sehr häufig sehr zu wünschen übrig lässt. Dass sehr viel gefordert wird, aber letzten Endes man nicht versteht oder wenn man sich nicht engagiert und solidarisiert, wird es auch keine entsprechenden höheren Gehälter geben. Ich glaube, das ist eine alte Binsenweisheit, aber die hat sich, und da finde ich auch, sicherlich auch mit in den freien Radios in Deutschland, wie auch in Österreich, glaube ich, dass da noch einiges im Magen ist, wo auf jeden Fall noch Luft nach oben ist. Das ist so das eine Thema. Das andere, weil es jetzt öfter angesprochen wird, das Thema sich zu solidarisieren, indem man eine Petition unterschreibt. Da habe ich ja auch einen Kommentar mal zu abgegeben, weil ich würde gerne dazu auch nochmal weiter recherchieren, Da habe ich ja auch einen Kommentar mal zu abgegeben, weil ich würde gerne dazu auch noch mal weiter recherchieren, weil es gibt ja drei, vier große Plattformen, Deutschland wie auch europäisch oder auch noch jetzt österreichisch, die gerne Petitionen aufgreifen. Ja, das ist alles in Ordnung, aber solch eine Petition kann auch auf den direkten politischen Weg gebracht werden. Nämlich indem ich, wenn ich meine, mir sagt das Thema nicht zu, dann gehe ich auf einen Nationalratsabgeordneten zu und sage hier, kannst du für mich das in den Nationalrat oder in die entsprechenden Gremien reinbringen und dann finde ich, dann kommt erst richtig Bewegung rein, weil ich finde, dass die Unterschriftensammlungen mittlerweile, muss ich ganz ehrlich sagen, ich bin jetzt 58 und mittlerweile habe ich eigentlich gar keinen Bock mehr auf Unterschriftenaktionen, sondern ich möchte eigentlich, so Leute, hier ist es im Argen, jetzt gerade auch mit dem Anschlag in Wien, da bin ich sicher, es gibt die ein oder andere Nationalratsabgeordnete der SPÖ auch, mit der ich auch schon mal Kontakt hatte, kann ich auch nur sagen, denjenigen, die das dann, die Unterschriftenaktion gestartet haben, das wäre für mich sinnvoller. Das kann man vielleicht sagen, das eine tun, das andere nicht lassen, aber das suggeriert für mich, wir haben die Möglichkeit, irgendwie auch mitzubestimmen und eventuell Einfluss zu nehmen. Nein, diese Petition kann angenommen werden, diese Petition kann angenommen werden, die muss aber nicht angenommen werden, wenn man jetzt nur den rechtlichen Kontext sieht. Und da finde ich, da sollten wir auch als Freie Radius auch viel mehr nochmal schauen, was wir damit unterzeichnen oder ob wir vielleicht sogar auch als Freie Radius sagen, Mensch, das wäre doch mal eine Sache, wo wir sagen können, ja, da suchen wir uns mal eine Nationalratsabgeordnete oder Abgeordneten, auch meinetwegen. Wobei man die sicherlich, mir ist schon klar, dass man die Mehrheitsverhältnisse sich ansehen muss, dass das alles eine Rolle spielt. Aber es hat einfach eine andere Gewichtigkeit. Und das wollte ich auch nochmal so zum Ausdruck bringen. Weil das ist nicht das Ende der Fahnenstange, eine Petition einfach zu unterschreiben. Vielen Dank, Ulrike. Ich finde, du hast ein paar ganz wichtige Punkte angesprochen. Ich würde nur gerne nachfragen, die Buchtechnologen, das hast du dich jetzt hier auf Deutschland bezogen? Ich meine, dass die sogar im europäischen Kontext auch schon Medientechnologen heißen. Ich frage nochmal meinen Mann, weil der war mit in dem Ausschuss, in dem man den Namen auch geändert hat. Weil im Endeffekt der ganze Druckereibereich, wo man ja heute, ohne das jetzt noch weiter ausholen zu wollen, aber im ganzen Druckereibereich wird ja häufig gesagt, es ist doch alles per Computer, ist natürlich Quatsch. Also wir sehen ja, die Zeitung haben wir ja in der Hand, also es wird nicht mehr gesetzt, aber natürlich sind noch entsprechende Menschen, die das auf den Weg bringen. Und dadurch, dass die halt Maschinen mehr, auch Computer, ich komme gerade nicht auf den Namen, wie diese Maschinen da sind. Wir wollen jetzt nicht ins Detail gehen. Du sprichst, und ich würde nur gerne einfach zum einen den Punkt mit dem auch unterstreichen, dass es wirklich, also einerseits natürlich die Petition, was ist, was Sinn macht, aber dass ich schon auch das unterstreichen möchte, dass angesichts der machtpolitischen medienpolitischen Vertretern politischer Parteien, die du jetzt zum Teil angesprochen hast, auch Nationalratsabgeordneten, diesen Vorschlag und diese auch im kleinen Rahmen mit der Petition oder mit der parlamentarischen Petition vorgebracht habe, aber dass es auch hier noch einen deutlichen Druck braucht, weil es einfach nicht so leicht ist. Auch Leute, die heute in der Opposition sind und lange in der Regierung waren und auch wieder in die Regierung wollen, auch die wissen, dass sie sehr wohl dosiert sich mit dem Boulevard anlegen können und auch wollen. Und auch sie natürlich auch andere Dinge auf der Agenda haben, die ihnen vielleicht wichtiger oder auch realistischer in der Umsetzung erscheinen oder mit denen sie sich jetzt einmal im Parlament auch präsentieren wollen. Also es ist auch eben das nicht so leicht, auch wenn ich dir wirklich zustimme. Ich finde auch noch eine Brücke, die ich gern zur Kunst schlagen möchte, weil ich auch dort immer wieder, wie soll ich sagen, feststelle, dass es einerseits viele Künstlerinnen gibt, viele Kampagnen, Pay the Artist Now, Fair Pay, Honorarrichtlinien, viel Klagen auch über die Ausbeutung von Künstlerinnen, frei beruflich und dass wir welche noch zollen müssen, um irgendwo einreichen zu können. Aber auch hier fehlt es meiner Ansicht nach tatsächlich an einer Ort Solidarisierung, an einer Ort Unionbildung und einer konzertierten Vorgangsweise, weil vielleicht gerade dort auch das Einzelkämpfer-Tum, das Genie, der Genie-Gedanke, die enorme Konkurrenz untereinander ein Thema ist. Und auch bei den freien Radios. Also ich bin sozusagen eine Vertreterin, also ich kann nur aus eigener Erfahrung sagen, ich würde immer noch die Hälfte verdienen von meinem ersten Job weg, wenn ich es dabei belassen hätte, was man mir gesagt hat, das möglich ist. Und als Geschäftsführerin war es auch immer meine Verantwortung, irgendwie was weiterzubringen im Bereich des Geldes und da würde ich sagen, es ist letztlich auch hier eine Frage der Priorisierung. Also wenn man natürlich sagt, es ist einfach nicht nur ein Götter und wir können es nicht in die Gehälter tun, dann wird es auch nie mehr geben. Also ich glaube, es muss schon hier auch das klare Commitment geben von Seiten der Verantwortlichen, dass es auch eben eine Priorität ist, sozusagen hier die Beschäftigungsbedingungen zu verbessern und das gilt für die kommerziellen genauso wie für die nicht kommerziellen. zum hohen moralischen Standard erklärt. Also dem stimme ich jedenfalls ganz explizit nicht zu. Genau, die Hilde schreibt, wir bemühen also für RP auch in unserem Sektor. Ja, wir beginnen die Diskussion, wir beginnen die Auseinandersetzung von der Realisierung. An der Setzung von der Realisierung sind wir, soweit ich einen ersten Überblick habe, weitgehend noch auch weit weg. Und wie gesagt, das Geld ist immer zu wenig, aber ich glaube, man muss hier auch bereit sein, sehr radikale Dinge zumindest zu denken. Tun muss man sie im ersten Schritt eh nicht. Es sind ja erfreulicherweise einige Kolleginnen auch aus den Mitgliedsradios und Stationen und eben auch TVs hier und so gesehen und auch bei den Künstlern. Manchmal kommt man vor, man projiziert das so nach außen, aber im Grunde muss ja jeder Einzelne auch für sich den Kampf aufnehmen und bei jeder Ausstellungsgelegenheit und so immer wieder einfach die leidige Frage nach dem Geld auch selber für sich thematisieren mit anderen, die auch keins haben. Oder wir führen ein bedingungsloses Grundeinkommen ein. Also das heißt, jetzt die Volksabstimmung auf jeden Fall sich daran beteiligen. In Österreich, die geht bis nächstes Jahr, Ende nächsten Jahres, ein auskömmliches bedingungsloses Grundeinkommen. Dann stellen sich ganz andere Fragen aus meiner Sicht. Aber Visionen darf man haben, nicht nach Helmut Schmidt. Wer Visionen hat, soll zum Arzt gehen. Meine Devise ist, wer keine Visionen hat, sollte auf jeden Fall zum Arzt gehen. Gut. Ja, da gibt es ein Thumbs-up von Huawei MediaPad T5 für deine Wortmeldung, Ulrike. Wollt ihr noch etwas zu den Arbeiten anmerken? Es sind noch einige, die sozusagen jetzt so noch nicht zu Wort gekommen sind, was aber auch überhaupt kein Muss ist. Es freut mich jedenfalls, dass so viele heute gekommen sind und dass sich jetzt doch noch eben auch diese Verbindung der Bereiche, der Struggles, der Themenfelder eigentlich für mich recht schön auch ergeben hat. Und ja, in diesem Sinne bin ich bereits ganz, ganz zufrieden. Letzter Aufruf, Last Call vor Wortmeldung. Ich schreibe es jetzt da rein, aber ich fände es spannend, wenn du uns vielleicht informiert halten könntest, Helga, wenn die Manuela wo was zeigt, oder? Ja, gerne. Weil es ist ja immer so, ist nicht viel überall gleichzeitig los, im Moment gerade nicht, aber das wird dann wahrscheinlich, wenn es wieder geht, wird es wieder super explodieren. Sodass man schneller mal was übersieht, wenn man nicht auf den richtigen Newsletter und sonstigen Seiten unterwegs ist. Also es ist immer erstaunlicher, auch ich, man kommt irgendwo in den Kontext und lernt wieder ganz andere Dinge kennen, die aber oft wirklich so echt was mit der eigenen Arbeit zu tun haben oder nochmal eine andere Ebene oder ein anderer Zugang sind. Aber vielleicht gleich zu diesem, die Ausstellung ist, bis zum 7.1. zu sehen. Ich habe heute, das habe ich jetzt nicht geschafft, die Michaela, die Manuela hat ja eine super Installation gemacht, aber ich kann euch hier noch die Ansicht des einen Fensters zeigen, mit mir im Hintergrund. Das ist auch sehr schön, hier kommt die Polizei vor, auch mit diesen ganzen Bedrohungsszenarien. Das ergänzt sich dann mit dem Polizei-Logo in der Kandelgasse ganz super. Welche von den ersten Betrachtern waren die Polizisten oder vorbeigehenden heimlich Betrachtern. Und hier ist eben der Blick dann rüber zum Polizeiding. Und hier ist es auch, das mag ich eben auch, es ist auch eine schöne Ausstellung, insofern als man also ein bisschen hat es mich an Rabattmarken erinnert, wie sicher oder wie unsicher ist Österreich und Plus so viel in dem Segment von Kriminalität und Minus so viel und hinterbei eine Kaskade von nackten Frauen, manchmal durchsetzt von Anzug tragenden, dabei eine Kaskade von nackten Frauen, manchmal durchsetzt von Anzugtragenden, den Bauch herausstreckenden Männern, die links und rechts eine junge halbnackte Frau am Arm haben. Also das ist auf jeden Fall, was unsere Sicherheit am meisten gefährdet. Wie wir wissen, sind ja die meisten sozusagen oder fast alle Tötungsdelikte heuer. Dieser Anschlag wird die Statistik, habe ich gleich einmal daran gedacht, sehr beeinflussen, was die Tötungsdelikte angeht, weil an und für sich sind ja in Österreich fast alle Tötungsdelikte immer im Kontext des sozialen Nahraums. Fast ausschließlich werden Frauen von Partnern und Ex-Partnern ermordet. Das sind die Morde in Österreich oder die Tötungsdelikte präziser gesagt. Heuer werden einfach auch in dieser Statistik sozusagen einfach durch diesen Anschlag mehrere Menschen sozusagen oder mehrere Tötungsdelikte einfach außerhalb dieses üblichen Kontexts vorkommen und ich denke, das ist auch was, das schreit nicht von den Schlagzeilen. Also das wird normalisiert, das wird die Beziehungstat genannt, die Liebestat oder was weiß ich was, das Eifersuchtsdrama, aber sozusagen hier wird dem nicht nur angemessen der Raum eingeräumt in der Berichterstattung, wie er eigentlich schockierenderweise dem gebühren würde. die Frage stellen, wo geht es weiter? Jetzt gibt es noch eine Frage von der Maggie, glaube ich, an die Manuela, Hand hoch hast du. Genau, ich habe das Zeichen nicht gefunden für Hand hoch, egal. Manuela, ich wollte dich nur fragen, du hast dich seit 2016 so intensiv mit diesen beiden Zeitungen beschäftigt. Was denkst du, was hat das mit dir gemacht, beziehungsweise wenn du dich nur am Rande mit, wenn du es nur so am Rande perifer beobachtet hättest wie viele andere Menschen? Was denkst du, ob du dich anders entwickelt hast dadurch? Am Anfang habe ich nur an manchen Tagen spontan gesammelt. Und erst seit 2019, dann ab Jänner, habe ich begonnen, jeden Tag zu sammeln. Aber ich habe verschiedene Strategien, zum Beispiel, dass ich die Zeitungen möglichst nicht, die aktuellen Zeitungen möglichst nicht lese oder nicht irgendwas raussuche. Sonst habe ich schon gemerkt, dass es mich beeinflusst. Manchmal kippe ich auch hinein in den Artikel und dann versuche ich wieder Abstand zu bekommen, damit ich wieder einen Überblick habe und nicht so hineingezogen werde von den presserischen Sachen oder von den Bildern oder wie auch immer. Und wo ich wäre ohne dem, wüsste ich jetzt nicht. Generell will ich nur sagen, dass ich die Pressefreiheit eines der wichtigsten Freiheiten finde oder Ruhenschaften. Ich habe auch mit meiner Großmutter mal öfters darüber gesprochen oder an der Uni war es auch immer wieder ein Thema. Und ich finde, zunächst wollte ich, dass die Gratiszeitungen verschwinden. Das war so ein Gedanke immer wieder. Aber mittlerweile finde ich es so wichtig, dass die bleiben. Nur wenn sie gratis sind, müssen sie eine wirklich gute Qualität aufweisen, weil es so viele Menschen erreicht. Und es kann sich auch nicht jeder eine Tageszeitung leisten. Deshalb finde ich es schon wichtig und bin der Meinung und auch der Hoffnung, dass ich da so viel tun kann noch, dass sie ihre Qualität Biete steigern. Da ist die heute vielleicht schon ein bisschen näher als die Österreich dran. Ö24, aber es kann sich ja noch vieles tun. Und ich glaube, dass es verschiedene Positionen braucht und Menschen und auch viele Stimmen, die sagen, dass sich etwas ändern muss, weil wir das brauchen und möchten. Und wenn es positiv Nachrichten sind, man soll es nicht konzentrieren, zum Beispiel am internationalen Frauentag, oder es gibt so starke Frauen, also an einem Tag, das ist gleich null, sondern dass generell vielfältige Projekte und Initiativen das ganze Jahr gezeigt werden, die positiv auch sind, wo sich gesellschaftlich auch viel tut. Genau, und diese starke Verbreitung, für das genutzt wird. Ja, ich würde sagen, du sprichst jetzt ein bisschen das an, was eben auch freie Radios, freie Community-TVs eben auch tatsächlich praktisch umsetzen. Ich glaube, es ist halt auch diese einseitige, negative, sensationalisierende, auch immer mehr ins Internet abwandernde Art der Publikationstätigkeit ist halt ganz nüchtern gesehen auch ein Geschäftsmodell, mit dem Leute eben auch hier ihr Einkommen verdienen. Ich habe heute in der Vorbereitung auch gesagt, es ist mir auch wichtig zu sagen, die Welt ist irgendwie komplex, es gibt da nicht nur Bös oder Gut, oder alle, die bei Österreich arbeiten, sind jetzt die Schlimmen, und die anderen sind die Guten, die dort oder da arbeiten. Ich kenne Junge, also kannte dort oder da arbeiten. Ich kenne junge oder kannte auch oder wusste einfach auch von Leuten, die sowohl für die Anschläge frei beruht, also ehrenamtlich quasi feministisch, journalistisch arbeiten, die ihren Lebensunterhalt zum Teil in prekären Arbeitsverhältnissen bei Österreich verdienen, auch darunter leiden und die dann letztendlich irgendwann auch im öffentlich-rechtlichen Rundfunk landen. Also ich glaube, wir müssen auch mit dieser Komplexität oder wie Adorno sagt, es gibt kein richtiges Leben im Falschen. Also es ist einfach auch ein Umgang zu finden mit dem, dass es nicht die einfachen Lösungen gibt, aber dass wir diese Zuspitzungen oder Spitzen auf jeden Fall so nicht brauchen und schon gar nicht mit Steuergeld. Also das denke ich ist eben auch wichtig. Jetzt wirklich gerne dir zum Abschluss noch das Wort geben, Misha. Jetzt bedanken bei euch alle fürs Dasein, fürs Dabeibleiben. Manuela, vielleicht magst du zum Abschluss noch sagen, was sind deine nächsten Schritte in diesem Werkstrang? Ich möchte euch hier noch den Bericht der UNESCO, Freedom and Creativity, da geht es eben genau um Defending Art, Defending Diversity. Da geht es eben genau um Defending Art, Defending Diversity. Der ist jetzt eben im Kontext dieser anderen World Press Freedom Conference auch mitgeschickt worden, ist vielleicht auch noch eine Quelle für manche. Manuela, bitte, du hast das Schlusswort. die Einladung und ich freue mich auch, dass viele gekommen sind und weil das erwähnt wurde wegen zukünftigen Projekten, ich habe auch ein Newsletter und verschicke den auch gerne an weitere Interessierte. Ja, ein Schritt wäre in den öffentlichen Raum mit der Kunst zu gehen, da möchte ich noch hinkommen und genau dort, wo die Zeitungen auch verteilt werden. Und mein nächstes großes Projekt ist ein Meilenstein, nämlich meine schon erwähnte Diplomarbeit, mit einem Archivsein von 2016 beginnend, und sogar mit der ersten Tag war der erst 6.6.2016, bis zum Datum der Diplomarbeit zu diesem Monat wird eine Chronik gebunden im Ausstellungsraum von heute und von Österreich gezeigt, OE24. Und die Leute können auch die Bücher zu bestimmten Zeiten auch herausnehmen, anschauen, durchblättern. Und es sind Texte drinnen an den Tagen, wo ich nichts gesammelt habe. Können Sie Texte finden zu den Zeitungen, die ich geschrieben habe, also mehr, wie es mir beim Sammeln gegangen ist, welche Gedanken ich von anderen eingesammelt habe, auch witzige Sachen und dann ist wichtig, dass die Personen, die diese Texte entdecken, auch lesen und dieses Erzählte oder vielleicht auch Kommentierte von den BesucherInnen, dass das Teil aufgenommen wird und dass das Teil des Archivs wird, auch mit der Kooperation fand ich das jetzt sehr spannend, auch dieses gesprochene Wort auch mehr einzubauen. Das finde ich sehr wertvoll bei dieser Zusammenarbeit, die sich für mich jetzt auch so ergeben hat. Und ja, in dem Sinne freue ich mich auch, wenn jemand zur Ausstellung kommt. Und ich danke herzlich für diese großartige Einladung und die guten Fragen auch. Dankeschön, vielen Dank. Ich habe jetzt noch den Kontakt zu, also die E-Mail-Adresse von Manuela und damit hinten auch ihre Webseite in den Chat gestellt. Dort kann man sich auch für die sehr kompakten und schön gestalteten Newsletter anmelden. Jahres-Endzeit-Grüße von der Ulrike. Vielen Dank auch von meiner Seite. Schöne Feiertage. Macht es gut, habt es ruhig. Esst viel und genießt die Tage. mich gefreut hier so das Jahr oder mein sehr intensives Arbeitsjahr quasi einmal zu beenden. Danke Manuela, danke euch allen fürs Dabeisein, schönen Abend, liebe Grüße, Bussi ist aus Wien.