von mir und ich gebe das Wort an dich, Andi, und bin schon sehr gespannt, was die Studie uns Neues sagt. Dankeschön. Ja, vielen lieben Dank für die Einleitung, vielen lieben Dank für den Room in der Concordia Cloud. Wenn wir uns nicht physisch treffen können, doch eine gute Form und für viele hoffentlich auch eine bequeme, die sich hereinquetschen konnten. die sich hereinquetschen konnten. Was ich Ihnen heute zuerst einmal einleitend berichten kann, ist wirklich eine Kurzzusammenfassung einer 60-seitigen Studie mit vielen, vielen Daten und vielen Ergebnissen, die Sie gerne dann auch im Anschluss im Volltext herunterladen können auf der Website von Medienhaus Wien. Was ich versuchen werde, ist ein Forschungsdesiderat, aus Wien. Was ich versuchen werde, ist ein Forschungsdesiderat, das etwas, das wir uns lange gewünscht haben, nun darzustellen. Nämlich, dass zumindest einmal der Einstieg gelingt, um Fragestellungen zu erörtern, wie denn öffentliches Geld für Inserate, für Medienkooperationen ausgegeben wird. Ein Forschungsdesiderat deswegen, bevor wir in die Details gehen, weil das gar nicht so einfach herzustellen war aus vielen Gründen. Es ist sehr aufwendig, deswegen gibt es auch faktisch keine Studien bisher dazu, obwohl hier das ja ein Thema ist, das sowohl ökonomisch wie auch medienpolitisch insgesamt sehr relevant ist. Es gibt sie deswegen auch nicht und das führt uns gleich dann wahrscheinlich zum Titel der Studie, wenn ich meinen Bildschirm für sie freigebe, auch nicht, weil es durchaus schwierig ist herzustellen und das ist jetzt nicht das Gejammere und das Leid des Forschers und seines Teams, sondern jeder, der das versuchen will über die sogenannte Transparenz-Standbank und viele Medienkollegen tun das ja auch immer wieder für aktuelle Berichterstattung, stellt fest, dass das ein sehr aufwendiges Unterfangen ist und vieles da in gewisser Weise nur scheinbar transparent ist und ich versuche jetzt mal, das für Sie freizugeben. So, Moment. Allerdings bin ich jetzt unglücklicherweise nicht dort, wo ich hin wollte. So. Ups. So, ich darf, während ich zurückklicke, ich weiß nicht, warum es weitergeklickt hat, mein Fehler. So, darf ich zum Titel zurückkommen? Scheinbar transparent, Analyse der Medienkooperationen der österreichischen Bundesministerien mit österreichischen Tageszeitungen. Scheinbar transparent deswegen, weil vieles ja nicht enthüllt wird in dieser Datenbank, manches überhaupt gekürzt. Deswegen sind mit authentischen Daten jeweils nur die letzten zwei Jahre zum Beispiel erholbar. Wir haben hier auf Basis von 99.000 Daten, ich erzähle das Setting dann oder zeige das Setting dann ganz kurz, diese zwei Jahre und einen bestimmten Ausschnitt uns angesehen. Der Ausschnitt ist einer, der natürlich immer besonders aufmerksam beobachtet wird. Von allen öffentlichen Einrichtungen, Körperschaften, Behörden, Unternehmen, die hier melden, haben wir jene herausgesucht, die die österreichischen Bundesministerien und das Bundeskanzleramt sind. Also jene, wo man besonders genau natürlich hinschaut politisch, und von allen Medien, die Tageszeitungen, weil das in wesentlichen Teilen ab Start dafür gedacht war, dass die Inserzion in Wochenzeitungen, Monatszeitschriften, in denen geworben wird. Insgesamt, wie gesagt, macht das eine riesige Datenmenge aus, die sehr schwer interpretierbar ist. Was haben wir nun getan? Was wurde untersucht? Erstens eben diese und nicht nur die Tageszeitungen in Print, sondern auch deren jeweils zugehörige Kanäle, Online-Kanäle etwa. Und vielfach, was die Recherche für jeden Bürger, jede Bürgerin erschwert, unter verschiedensten Titeln auftreten. Auch Tageszeitungen und deren Gesellschaften sind ja in verschiedensten Gesellschaften eben organisiert. Und das kann es sehr schwierig machen, einen Gesamtüberblick zu gewinnen. Manche Blätter schaffen es auf zehn verschiedene Titel in diesen beiden Jahren, unter denen Inserate gebucht, fakturiert und abgerechnet werden. Wir wollten wissen, einzelne Ressorts, nicht Medienressorts, sondern Regierungsressorts in den Verlagshäusern. Wir haben uns angesehen, was haben die einzelnen Ministerien getan. Wir haben uns angeschaut, wie schaut der Budgeteinsatz dieser Regierungsinformation für die jeweiligen Tageszeitungen aus, also sozusagen nach Titeln untersucht. Wir wollten das aber in Beziehung setzen, nämlich zu den Aufwendungen, was wird denn dann pro Leser, pro User nach Soziodemografie, Regionen ausgegeben. Denn ein wesentliches Kriterium, das immer genannt wird, ist die Reichweite und die Verteilung nach Reichweiten. Das kann man sich ja ansehen, wenn man mal die Basistaten hat. Und wir wollten das auch in Relation setzen zu sonstigen Fördermaßnahmen in dem Fall, denn eines muss gesagt werden, es ist ja nicht ganz klar, was diese Inseratenleistung der Bundesregierung ist. Ist es nur eine Informationsleistung, die natürlich zuvorderst? Oder ist es auch eine Medienförderung und das wird auch so genannt und eine Journalismusförderung, also Ausgaben, die deswegen getätigt werden, damit gewissermaßen Printmedienhäuser in Österreich, zumal in einer schwierigen Phase, das Leben leichter haben und von diesen Einnahmen aus öffentlicher Hand ganz grundsätzlich profitieren können, unabhängig noch von den Informationsfragen. Die Grundlage ganz schnell, also sozusagen aus Forscherkorrektheit sei es genannt, wir hatten in dieser Datenbank 99.000 Datensätze. Da haben uns die Jahre 2018 und 2019 in jedem Detail interessiert, dieser sogenannten Medienkomparation, endgeltlichen Einschaltungen. Laut dem Transparenzdatengesetz ist das der Paragraf 2, wer das ganz genau nachschauen will. Wir haben Sammeldaten aus früherer eigener Dokumentation, Zeitungsberichte, Zusammenfassungen. Vor allem für Longitudinalstudien gibt es ja eigentlich keine authentischen Daten, wenn die alle zwei Jahre weggeschmissen werden, gewissermaßen digital weggeschmissen. Das ist zumindest sehr erstaunlich. Wir danken dem FH Joanneum, die als einzige Daten gesammelt hat und für sich aufbereitet hat über einen längeren Zeitraum, was zumindest für die Parallelbeobachtung sehr hilfreich sein kann und eine empfehlenswerte Quelle ist, weil in der RTR-Datenbank gibt es ja ältere Daten nicht mehr. Wir haben das zugeordnet, den jeweiligen Fassungen des Bundesministeriumgesetzes. Das klingt ein bisschen bürokratisch, dass ich das jetzt sage, aber wundern Sie sich nicht, wenn Sie jetzt nachschauen, zum Beispiel, welche Ministerien was gebucht haben, finden Sie 2018, 2019 darin Ministerien, die es damals gar nicht gegeben hat. Denn es werden die jetzigen Bezeichnungen angewendet für Ministerien, die damals zum Teil ganz andere Aufgaben hatten und nur so ähnliche Namen hatten. Und wir haben dafür einige Zeit aufgewendet, nicht dramatisch viel, aber doch vier Monate, mit dem Team da immer wieder hineinzuschauen und statistisch zu verarbeiten. Der Gegenstand sind, nur zur Erinnerung, Tageszeitungen in Österreich. Hier haben wir zwölf in unserer L signalisiert uns bei den Reichweiten, dass wohl ganz relevant ist, woher Erlöse kommen, wenn man gleichzeitig ja tatsächlich in einer Umbruchphase ist, wo Leserreichweiten zurückgehen. Was wir hier nicht haben in dieser Liste, ist die Wiener Zeitung und das Oberösterreichische Volksblatt, die zwei weitere sind und die 14 auskomplett machen, weil von diesen gibt es keine Daten der Medianalyse. Und jetzt schauen wir mal. Sozusagen in einem ersten Aufschlag das ganz große Bild. Wie viel Geld wurde denn da ausgegeben, wenn man die tausenden Daten durchsucht, gruppiert und wir verwenden hier jetzt die, ich sage mal, handelsüblichenate, auch für Medienkooperationen, das heißt zum Teil Förderungen in kleinen Teilen, die dazu führen, dass Medien etwas Bestimmtes tun können, die nicht unmittelbare Inserate von Ministerien sind, aber in erster Linie für endgeltliche Einschaltungen Print und Online. Und die verteilen sich höchst ungleich. Nur einmal ohne nähere Analyse von Spitzenreiter Kronen Zeitung mit 8,2 Millionen Euro bis nach Zügler Wiener Zeitung, die normalerweise, muss man dazu sagen, gar nichts kriegen als Blatt der Republik. Aber da gab es einmal eine Buchung in diesen zwei Jahren aus ganz besonderen Gründen, die so abgerechnet wurden. Aber auch bei den sozusagen Nicht-Republik-Blättern, allen anderen, gibt es da ja eine große Schwankungsbreite, die am stärksten sozusagen bedachten waren Kronenzeitung Österreich Heute, die am wenigsten bedachten waren die oberösterreichischen Nachrichten, das oberösterreichische Volksblatt, die Tiroler Tageszeitung, die neue Vorarlberger Tageszeitung, die würde ich allerdings sagen, sagen wir, noch ein Sonderfall ist, weil wir haben ja die starke Vorarlberger Nachrichten, starken Vorarlberger Nachrichten und die neue Vorarlberger erscheint im selben Verlag, also in gewisser Weise wären die unter einem zu betrachten. Wir haben sie der guten Ordnung hier gesondert aufgeführt. Ist das relevant, was die Bundesregierung getan hat in Relation zu anderen Werbeausgaben und Inseratenausgaben der Öffentlichen Hand? Hier eine Darstellung, was insgesamt in dieser Zeit und von öffentlicher Hand erfasst in der Datenbank der RTR an verschiedene Zeitungstitel, Zeitungsgruppen geflossen ist. An die Kronenzeitung etwa insgesamt 37,4 Millionen, davon eben 8,2 Millionen als unmittelbare Buchungen der Regierung, wenn wir das so zusammenfassen. Oder um ein anderes Beispiel zu nehmen, die Presse insgesamt 9,7 Millionen, etwa in der Mitte, und davon 1,752 Millionen aus Regierungsmitteln. Was Sie hier auch schon sehen, ohne dass ich es noch zu weit detailliert und mit Kurven ausführe, ist, dass es offensichtlich eine unterschiedliche Wertigkeit für verschiedene Medien von der Bundesregierung im Vergleich zur sonstigen öffentlichen Hand gab. Also bei der Kronenzeitung und heute und Österreich, also den drei meistgebuchten, ist der Anteil der Regierungsinserate an ihrem Gesamterlös deutlich mehr als 20 Prozent an ihrem Gesamterlös aus der öffentlichen Hand. Bei den meisten anderen ist das viel weniger. Es gibt also offensichtlich Gründe, dass die Regierung stärker diese drei Titel berücksichtigen will als andere Werber der öffentlichen Hand, ob jetzt Gemeinden, Bundesbahnen oder was immer, halt Rechnungshof, pflichtig kontrollierbar ist und öffentliches Geld mitverwendet. Jetzt wissen wir, wir haben zwei Jahre untersucht, dass es da Unterschiede geben kann. Im Regelfall wird das im Quartalen erfasst und ausgewertet und gemeldet von den Tausenden, die da meldepflichtig sind, also auch der Regierung. Und wenn wir uns zurückerinnern, 2018 war das erste Jahr oder war das Jahr, das einzig volle eigentlich der Regierung Kurz I aus ÖVP und FPÖ-Koalition und wir sehen, was nicht unüblich ist, den Peak im vierten Quartal, das ist traditionell, wie wir wissen, auch wenn es in den RTR-Daten nicht mehr vorgehalten wird, die üblicherweise das stärkste, das dritte und vierte Quartal stärker als das erste und zweite Quartal gebucht werden. Das ist im Übrigen wie in der Privatwirtschaft meistens. Auch da ist das dritte Quartal, die Experten werden das bestätigen, oder das zweite Halbjahr noch wichtiger als das erste. Insgesamt war das aber die höchsten Werte, die, wenn man es historisch betrachtet, seit der Fassung in der RTR-Zeit für Medieninserate in Tageszeitungen ausgegeben wurden. Und dann sehen wir den Knick und wir alle wissen warum. Im zweiten Halbjahr 2019 nach Ibiza, nach dem Bruch der Koalition, den Absturz, weil die Regierung Bierlein sozusagen Sparsamkeit versprochen hat. Hier wurden gewissermaßen noch alte Inseratenvereinbarungen abgedient, kaum neue eingegangen. Das heißt einen wirklichen Absturz in den Erlösen bei den Inseraten für die Zeitungen. Und wenn man so will, eine Ersparnis für die Ministerien, weil hier viel geringere Ausgaben als langjährig üblich getätigt wurden. Wir haben uns dann gefragt, gut, aus medienpolitischer Sicht, was ist denn das, was ist denn, wir haben vieles, was Sie in der Studie dann finden werden. Ich wollte Ihnen eines zeigen. Was ist denn das ideale Planungsjahr für eine Regierung oder der ideale Planungszeitraum? für eine Regierung oder der ideale Planungszeitraum. Das wäre das erste Halbjahr 2019 gewesen. Da gab es ein Jahr lang eine Regierung, die konnte überlegen, was ist meine Informationstätigkeit, was will ich tun? Sie hatte dafür ein ganzes Jahr, natürlich auch von davor, Daten zur Verfügung und hat Buchungen getätigt im darauffolgenden Halbjahr. Auch hier sehen wir sozusagen ein ranking sehen unverändert jetzt diese drei großen auf das komme ich zurück und dann eine streuung die doch sehr viel weiter dahinter liegt mit anderen medien auch in diesem halbjahr bleiben sozusagen bis auf drei alle deutlich unter einer million euro an erlösen großen drei, wenn ich sie mal so nenne, sind über 1,7 Millionen Euro, 1,9 oder die Grundzeitung über 2 Millionen Euro, auch in diesem sozusagen Idealplan beim Halbjahr der Regierungsinformation. Jetzt schrecken Sie sich nicht von dem vielen Zeug, das da links steht. Das ist Absicht, aber man muss es nicht lesen. Das zeigt, wie schwierig die Ministerien unterschiedlich bezeichnet werden. In unserer Tortengrafik wollten wir nur jetzt eine Darstellung machen. In unserer Studie finden Sie viele, viele Tabellen, die das ganz detailliert auflösen. Aber eine, wer hat denn, welche Ministerien haben denn grundsätzlich geworben, wer sind die Großen? Und da sehen wir Kontinuität über die Jahre. Das Finanzministerium ist meistens der größte Werber. Im Zeitraum 2018, 2019 wurde von dort um 10 Millionen Euro gebucht. Das Bundeskanzleramt in der Regel der zweitgrößte Werber. Das waren knapp 4,5 Millionen in diesem Zeitraum. Und dann gibt es weitere in diesem Zeitraum, etwa das Innenministerium oder das Sozialministerium, die zwischen zwei und drei Millionen oszillieren und auch recht starke Werber sind. Und andere, die weniger Inserate buchen. Wem das übrigens fehlt, aus historischer Verlässlichkeit geradezu, fehlt das Justizministerium. Das findet, dass es keine Inserate buchen braucht, um sich mitzuteilen, sich die Bürger zu informieren. Also es gibt keine Buchungen des Justizministeriums. Was heißt das bei einzelnen Ministerien? Und das ist wirklich wieder ein grober Überblick. Wir haben es bunt eingefärbt hier, damit es ein bisschen übersichtlicher ist in einer kurzen Präsentation. Der große Bucher Finanzministerium mit den Mitteln, die da vom Finanzministerium gebucht wurden, sehen wir wieder die drei großen Titel. Kronenzeitung heute, Österreich, der etwas mehr als 60 Prozent der Buchungen ausmachen. Dahinter die kleine Zeitung, das ist der grüne Balken und alle weiteren. Ich will da jetzt gar nicht ins Detail gehen. Wir werden das nochmal summarisch betrachten. Ähnlich beim Bundeskanzleramt, wenn wir die beiden Balken gegenüberstellen, sehen wir einen Unterschied vielleicht, wie auch immer begründet. Das können wir ja diskutieren und immer wieder mal nachfragen. Aber während im Finanzministerium das sozusagen ein Abstufungsplan ist bei den Großen, ist es im Bundeskanzleramt so, dass bei den großen Medien doch die Grundzeitung ganz deutlich die Buchungen dominiert und alleine doppelt so viel oder genauso viel bekommt, wie bekommen hat für Inserate wie heute und Österreich gemeinsam. Also hier werden natürlich auch selbst innerhalb der großen Medientitel unterschiedliche Wertigkeiten sichtbar, die natürlich kampagnenbedingt sein könnten. Dazu sollten wir allerdings wissen, welche Kampagnenbegründungen es gibt. Und das wissen wir ja selbst als Forscher nicht, weil die nicht transparent gemacht werden. Wir schauen in drei Ministerien beispielhaft hinein und nicht zufällig ausgewählt. Natürlich erstens sind es relativ große auch von den Budgetmitteln, also wie genannt Innenministerium und Sozialministerium etwa. die geführt wurden von FPÖ-Ministern, mit dem interessanten Punkt, dass wir hier plötzlich auch ein anderes Ranking bei den Großen finden. Also dort ist am meisten die Mediengruppe Österreich mit Österreich, OE24 und OE24-AT und sonstigen Titeln der Gruppe, tagesaktuellen Titeln der Gruppe, bedacht worden mit Inseraten, also war der zentrale Inseratenträger und dahinter dann jeweils die anderen. Wenn Sie nur die Balken anschauen, doch in einem sehr relevanten, noch zusätzlich anderen Ausmaß, als das vorher etwa bei Bundeskanzleramt und Finanzministerium der Fall war. Also so 80, 90 Prozent der Ausgaben erfolgten als Inserate in diesen drei Medien, in den drei relativ großen Medien. Und das restliche Öffentlichkeitsarbeitswerbungsinseratenbudget dieser Ministerien verteilte sich jeweils auf die elf anderen. Wobei wir dann immer wieder sehen werden, dass manche, wenn wir genauer hinschauen, überhaupt nicht, wo wir nicht wissen, überhaupt nicht vorkommen in der Streuung, im Mediaplan gewissermaßen. Nehmen wir nur im Verkehrsministerium, fehlt mir zum Beispiel der Standard, wenn ich schnell hinschaue, da gab es Nullbuchungen. Oder im Sozialministerium, das hatte 2018, 2019 kein Budget für eine Buchung in den Vorarlberger Nachrichten vorgesehen. Was doch überraschend mag, denn Vorarlberg, wie wir wissen, wenn man Zeitungsinfo will, sehr stark von den Vorarlberger Nachrichten sozusagen in der Leserschaft abhängig ist. Also wir finden viele solche Details, mit denen ich Sie jetzt nicht aufhalten will, aber wo doch auf den Umstand hinweisen, dass so eine andere Logik als parteipolitische Unterstellung, die ich jetzt mache, parteipolitische Logik jetzt a priori nicht auffällt. Zumal es so große Unterschiede dann eben zwischen ÖVP-geführten und FPÖ-geführten Ministerien gibt. Wenn wir uns das summarisch darstellen, um zu sagen, was heißt denn das? Und ich bitte um Nachsicht alle Kolleginnen und Kollegen, die mit unseren Begrifflichkeiten vielleicht nicht gleich einverstanden sind. Ich habe so etwas Upgangssprachliches sozusagen verwendet, nicht nur wissenschaftlich begründbar, aber ich habe die drei großen, mehrfach genannten Blätter, dem Boulevard zugerechnet. Wir wollen unterschiedlich in sich selbst. Das eine ist Gratis-Boulevard, das andere ist bezahlt, Abo-Modell. Also trotzdem, ich habe es in eine Gruppe, und mit dem Team haben wir es in eine Gruppe gestellt. Wir haben Qualität, die Presse und das Standard als nationale Qualität, was bitte nicht heißen soll, dass die daneben angeführten Regionalzeitungen nicht Qualität anbieten würden. Und natürlich kann man bei Zuordnungen immer streiten, also ob etwa die Salzburger Nachrichten nicht auch in den ersten Balken oder den zweiten Balken gehören würden, weil sie ja auch sehr stark überregional sind und nicht nur in Salzburg mit großer Redaktion. Alles diskutabel. Und mit Marketer haben wir die Sonderstellung des Kurier, die dieser auch immer wieder betont, herausgehoben. Aber es gibt uns, glaube ich, ein wenig Übersicht, wenn wir schauen, welche Kategorien, nach welchem Verständnis wurde gebucht. Und das kann man dann auch in Zahlen übersetzen, in dieser Darstellung. Das heißt, zwei Drittel der Inseratenmittel, der Medienkooperationsmittel der Bundesregierung gingen an die sogenannten drei Boulevard-Gratisitungen, ein Fünftel an die sieben Bundesländer-Zeitungen und ein Zehntel an zwei nationale Qualitätszeitungen, Presse und Standard. Ein Dreißigster fehlt hier, das ist der Kurier mit Market. Und die Wiener Zeitung hat, wie zu sehen war, praktisch nichts bekommen, die wird normalerweise bei Inseraten nicht bedacht. Das ist doch, und das wäre zu diskutieren, schon prima vista, irgendwie wirkt das unverhältnismäßig. Aber es kann ja begründbar sein, es gibt nur keine Begründungen. Wir haben uns deswegen gefragt, als eine der wenigen Begründungen, die angeführt wird, wenn auch nicht offiziell, dass es um Reichweiten geht. Also darum geht, möglichst die Leser, die Leserin zu erreichen. Und dass der Reichweitenfaktor noch gar kein sonstiger Qualitätsfaktor der entscheidende ist. Historisch nannte man das die Trimmelformel, benannt nach einem damaligen Sektionschef im Bundeskanzleramt, der gesagt hat, wenn uns sinngemäß sonst nichts einfallt und wenn sich die Regierungen auf nichts einigen können, dann müssen wir zumindest nach Reichweiten, Medianalyse, Daten und so weiter funktionieren. Ob das jetzt gescheit ist im Einzelfall oder nicht, wäre zu diskutieren. Das ist sozusagen immer der Plan, den ja viele von Ihnen kennen mit Sicherheit in der Argumentation. Schauen wir uns das mal an, was kostet denn nun ein Leser? Argumentation. Schauen wir uns das mal an, was kostet denn nun ein Leser, wenn wir den Daten, den Ausgaben 2018, also wir können das jetzt jeweils dann nur nach Jahren machen, ich habe hier sozusagen das komplette Regierungsjahr der Normregierung 2018 für Sie. Was wurde da ausgegeben? Obacht, hier nur für die Printprodukte, weil Leserzahlen,intleserzahlen, die Onlineausgaben sind hier nicht inkludiert natürlich. Und was kostete dann der Kontakt mit dem jeweils einzelnen Leser? Herangezogen wurde die durchschnittliche Reichweite der Leserzahlen, der Wochentagsleserzahlen. Auch das gebe ich zu, hat eine gewisse Unschärfe, ist aber nicht anders machbar, denn gelegentlich sind auch Sonntagsinserate und so weiter drinnen verborgen, mit Sicherheit, aber das wird nicht gesondert ausgewiesen. Damals der Österreich-Leser gewissermaßen 5,15 Euro wert, der heute Leser 3,89 Euro. Und wenn wir am anderen Ende dieser Statistik, dieser Tabelle schauen, weiter der Leser der TT 1,67 Euro, jener der oberösterreichischen Nachrichten 1,27 Euro, das Kurier 1,24 Euro und das Standard 0,89 Euro wert. Da wurde dafür ausgegeben. Wert ist jetzt schon ein bisschen eine polemische Formulierung, ich gebe es zu. Aber trotzdem stellt man sich natürlich Fragen, wenn wir von der Arbeitshypothese ausgehen, dass jeder Bürger die gleiche Chance haben sollte, von der Bundesregierung informiert zu werden. Wenn auch möglicherweise bei unterschiedlichen Kampagnen in unterschiedlichem Ausmaß, dass da eine Schwankungsbreite von 1 zu 5 bis 1 zu 6 jedenfalls überraschend sein kann. Aber da sehen wir, dass tendenziell eher Menschen mit geringerer schulischer Bildung sozusagen für die mehr ausgegeben wird, als für Menschen mit höherer schulischer Bildung. Das kann ja durchaus Strategie sein. Es ergibt sich logisch daraus, dass dort, wo am meisten Geld ausgegeben wird, nämlich bei den Boulevard, sogenannten Boulevardmedien, auch diese Leser-Soziodemografie stärker so ist. Es gibt große Unterschiede und das ist jetzt nach Bundesländern und Regionen. Also wir haben dann natürlich nicht die Zeitungen der Länder nur genommen, sondern genau geschaut, wer liest wo, wer wird wo gelesen. Das heißt auch die Krone-Leser in Tirol etwa berücksichtigt, als natürlich Tiroler Kontakte und die kleine Zeitungsleser in Wien genauso berücksichtigt. Aber wenn wir uns das ansehen, ist doch die Wahrscheinlichkeit sehr viel größer, dass man von Regierungsinformation erreicht wird, wenn man in Ostösterreich beheimatet ist. Wobei auch noch stärker vor allem in Wien, ich habe dort kurz nicht alle Bundesländer angeführt, es scheint uns da aber eine Regionalbetrachtung insgesamt sinnvoll, weil es natürlich da große Grenzüberschreitungen noch gerät, gerade bei den Niederösterreichern. Also da sehen wir auch größere Differenzen in einer mal nüchternen Betrachtung. auch noch etwas, wir haben auch in diesen Online-Markt hineingeschaut, zumal ja, dass wir alle davon ausgehen, dass das die großen Zukunftsfragen sind und auch die Buchung, sei es nun der Benner oder sonst was, im digitalen Raum eine wesentliche Frage ist und eine immer größere wird. Gerade jetzt während Corona haben wir bei unseren Studien ja gesehen, dass es Tageszeitungstitel gibt in Österreich, die bereits überwiegend die Corona-Information online an ihr Publikum ausliefern. Das ist unterschiedlich nach Titel. Also umso bedeutsamer wird das ja gerade und jetzt ist es wahnsinnig bedeutsam, wie wir wissen. Deswegen haben wir gesehen, das war ja nie traditionell vorgesehen. Insofern wurde ein relativ kleiner Betrag ausgegeben von den Ministerien für Werbung auf den Webportalen. Das waren zusammen rund 2,3 Millionen Euro nur. Aber wie sie ausgegeben wurde, stimmt dann doch ein bisschen nachdenklich, muss man sagen, weil hier ist dann überhaupt keine Logik mehr erkennbar, keine Reichweitenlogik. Auch keine nach eben Web-Analysedaten. Hier wurde das meiste bei Österreich ausgegeben, also OE24.at, bei der Kronenzeitung, bei Heute.at, ein wenig beim Standard und bei der Kleinen Zeitung und bei der Kurier und Presse und bei manchen gar nichts. Also offensichtlich ist der digitale Raum sozusagen überhaupt gehorchter keinerlei Richtlinien interner Natur oder Absprachen. Lassen Sie mich noch einen Hinweis machen zum digitalen Raum. Wir haben viele andere Dinge auch angesehen, die nicht unmittelbar mit den Zeitungen zu tun haben, wenn man schon so tief in den Daten drinnen steckt. Und dann festgestellt, dass für Social Media immerhin auch über 600.000 Euro, fast 700.000 Euro ausgegeben wurden von Ministerien. Also auch für Buchungen auf Facebook und anderes aus dem selben Topf gewissermaßen, was ja zumindest diskutabel ist. Inhaltlich klar, das hat Reichweite. Medienpolitisch stellt sich immer die Frage, wie tun mit den großen internationalen Plattformen. Aber es ist nicht wahnsinnig viel gewesen. Die Frage ist, wie ist das in Zukunft? Aber es war jedenfalls mehr, als die meisten österreichischen Zeitungen für ihre Online-Portale bekommen haben, gingen Buchungen in Social Media Sites. Also nochmal Facebook, YouTube, Twitter war nicht dabei, Twitter wurde nicht gebucht. Instagram, Instagram besonders stark vom Verteidigungsministerium, warum auch immer. Also auch das sind Punkte, die man wahrscheinlich pro futuro wird sehr intensiv diskutieren müssen, vor allem auch im Hinblick auf so Dinge wie künftige Digitalisierungsförderungen, die ja da auch sozusagen im Raume stehen. Was denn da das Konzept sein wird, was denn da die Idee sein wird. Lassen Sie mich ganz kurz zusammenfassen, dann bin ich wirklich fertig. Die Datenbefunde haben Sie gesehen. Die Zahlungsflüsse sind wahnsinnig aufgesplittert. Unser Lamento, das System, ist nur scheinbar transparent und wahnsinnig schwierig darin sozusagen auf dieser Basis seriös zu diskutieren, nur mit großem Aufwand immer möglich. Was kein Zufall ist, dass es eben so wenige Studien dazu gibt, wo eigentlich keine wirklich Tiefe, das ist die erste in einem Ausschnitt aus unserer Sicht. Die 31 Millionen, die da gebucht wurden, 2018, 2019, machen, um auch daran zu erinnern, tatsächlich sehr viel mehr aus als etwa die jährliche Presseförderung auch auf zwei Jahre gerechnet ergibt. Das heißt, das hat unzweifelhaft einen wesentlichen ökonomischen, wichtigen ökonomischen Effekt für die österreichischen Printmedien. Mehr als anders geregelte, klarer geregelte Fördermaßnahmen. Wir haben festgestellt, dass zwei geregelte Fördermaßnahmen. Wir haben festgestellt, dass zwei Drittel der Werbemaßnahmen bei drei Boulevardtiteln eingesetzt wurde, das restliche Drittel bei elf anderen Titeln, auch in höchst unterschiedlicher Steuerung. Bitte nachzulesen in der Studie. Manches mag überraschen, manches mag dann zuordnbar sein für politische Beobachter. Warum das so sein könnte, ist eine Fülle von interessanten Daten. Wenn wir es parteipolitisch, und wir müssen es fast, weil das war ein Grundmuster, das eindeutig sichtbar war, sehen, dann war das in dieser Zeit der ÖVP-FPÖ-Regierung so, dass die FPÖ-Ressorts bis zu 80, 90 Prozent in den Privatzeitungen gebucht haben. Die FPÖ-Ressorts bis zu 80, 90 Prozent in den Boulevardzeitungen gebucht haben. Die ÖVP-Ministerien weniger, aber doch deutlich. Vor allem in der Kronenzeitung, die FPÖ-geführten Ministerien, vor allem in Österreich, OE24. Wir haben gesehen, dass es eine ganz unterschiedliche Streuung der Werbemittel je Leser gibt. Am meisten im Osten, am wenigsten im Süden. Und dass je Leserin von Gratiszeitungen vier bis fünfmal so viel ausgegeben wurde wie in anderen Titeln. So, last but not least, bei den Online-Buchungen, wie erwähnt, ist überhaupt kein Reichweiten- oder Informationskonzept mehr logisch irgendwie rückschlüssend auffindbar. Das ist bedenkenswert. Also, es fehlen eigentlich aus unserer Sicht transparente Ziele. Das wäre sozusagen das Forschungssubstrat in zwei Sätzen jetzt. Es fehlen transparente Ziele, Erklärungen der Kommunikationsziele oder der Förderziele, wenn es solche gibt. Erst damit könnten wir jetzt dann in Folge sagen, ist erreicht worden oder nicht. Und es sind de facto die Regierungsbuchungen, aber die größten staatlichen Fördermaßnahmen für Tageszeitungen, größer als andere Titel, die transparenter geregelt sind, ob gut oder schlecht, sei jetzt mal dahingestellt. Das heißt, diese Inserate beeinflussen und immer mehr ganz wesentlich den Medienmarkt, den Printmedienmarkt und den Wettbewerber in diesen. 2018, 2019 war das zugunsten einzelner Titel, vor allem der Gratisblätter. Ob das die Absicht war und ob das sinnvoll ist, darauf freue ich mich jetzt über eine Diskussion mit Herr Walter Podium und Stellungnahme dazu, aber auch vielen, die ja hier im Zoom-Raum sind und sicher Meinungen dazu haben. Das war es, lange gesprochen und trotzdem nur in a nutshell. Bitte laden Sie es später herunter, schauen Sie genauer nach. Wir haben uns da wirklich durch tausende Daten gewühlt und das hier war der Versuch, in wenigen Kurven und Grafiken und Tabellen die Kernergebnisse dieser Untersuchung vorzustellen. Danke für die Aufmerksamkeit. Schalte mal meinen Bildschirm aus und schalte mich in die größere Runde zurück. Dankeschön. Vielen Dank für die Präsentation. Ich ergänze noch für die Zuseher auf Facebook im Stream, die Studie zum Download gibt es auf mhw.at. Ich danke. Ich glaube, wir werden nicht die Zeit damit verbringen, die Logik in den Daten zu finden. Bevor ich gleich die Frage in die Runde gebe, was denn besonders aufgefallen ist und was ihr und sie finden, dass man besonders hervorstreichen muss, nur eine Rückfrage gleich aus dem Chat von Sigrid Kreuzmeier. Von wem wurde denn die Studie finanziert und ist ein Update geplant? Ja, zwei Antworten. Die Studie wurde finanziert von Medienhaus Wien und wurde unterstützt von, damit das auch transparent steht, auch ganz vorne, ganz direkt, unterstützt von vier Zeitungsverlagen, die wir gebeten haben. Ich hoffe, es werden immer mehr, die sich daran beteiligen. Aber eines solcher Zeitungsverlags ist auch heute hier mit uns, wir haben einen Petz, es wurde auch unterstützt von den Vorarlberger Nachrichten, von den Salzburger Nachrichten, von den oberösterreichischen Nachrichten, wir hoffen noch auf viele, viele mehr. Und wir wollen A fortsetzen in zwei Dimensionen und hoffentlich mit noch mehr unterstützen, weil dieser Aufwand ja auf eine privat geführte Forschungseinrichtung auch finanzierbar sein muss und die Mitarbeiter in zwei Richtungen. Das eine ist das Jahr 2020. Natürlich, gerade das Corona-Jahr wird da besonders spannend, gerade was Information betrifft. Und das Zweite ist, weil ich die Eva Linsinger auch sehe und die das auch schon poliert hat im Vorgespräch, dass wir natürlich auch schauen wollen in andere Medienbereiche. Wir haben uns jetzt mal auf die Tageszeitungen konzentriert, um einen abgrenzbaren und überhaupt machbaren Ausschnitt zu finden. Aber wir wollen natürlich auch Wochenzeitungen, Monatszeitschriften und generell also sehr viel mehr mit noch sehr viel mehr Fragestellungen anschauen. Und 2020 ganz speziell. Dankeschön, Andi Kaltenbrunner. Und dann gebe ich jetzt gleich die Frage an dich, Eva Limsinger. Was findest du an den Ergebnissen besonders bemerkenswert oder was springt dir ins Auge? Gleich mehrere Dinge. Das eine ist, der Andi Kaltenbrunner hat es gesagt, das ist nur scheinbar transparent und ich glaube, da steckt Absicht dahinter, dass man nicht eben auf den ersten Blick nachvollziehen soll, wie viel an Millionensummen da an welche Blätter gehen. Das wird er mit Steuergeld finanziert und das Ganze, was er da jetzt ausgebreitet hat, stellt schon eine sehr veritable Wettbewerbsverzerrung dar. Wenn man sieht, welche Medien da wie viel Geld bekommen, ist das eine Wettbewerbsverzerrung und das steht auch in der Studie drinnen, zumindest im Langteil. Das ist eine in Europa doch sehr außergewöhnliche Situation. In anderen vergleichbaren Staaten gibt es zwar Medienförderung, aber die findet transparent statt, die findet auch nach Qualitätskriterien statt. Was weiß ich, wie viele Auslandskorrespondenten innen gibt es, wie groß ist der Kulturföton-Teil etc. All diese Regierungsinserate, diese österreichische Sonderform der Medienförderung findet ohne jegliches Qualitätskriterium statt. Zweitens, der Politologe Fritz Blasser hat einmal gesagt, Österreich ist eine Boulevarddemokratie. Damit hat er, fürchte ich, recht gehabt, denn es gibt nämlich eine Symbiose zwischen den so üppig geförderten Boulevardmedien und der Politik. Man merkt das an recht bizarren Schlagzeilen. und der Politik. Man merkt das an recht bizarren Schlagzeilen. Werner Faymann, ehemals Kanzler, der dieses System erfunden hat, bekam einmal meine All-Time-High-Lieblingsschlagzeile in der Kronenzeitung. Tiere würden Faymann wählen. Woher auch immer die das gewusst haben. Jetzt sein Nachnachfolger Sebastian Kurz, der diese Symbiose aus Boulevard und Politik genauso gekonnt bedient wie Werner Feimann, bekommt Schlagzeilen wie Das Ausland liebt unseren Wonderboy. Das hat mit Journalismus dann gar nichts mehr zu tun, sondern nur mehr mit PR und das ist eine Wechselwertung. Gerade was das bedeutet, haben wir jetzt seit dem Attentat von Wien am Montag gesehen, wo sich nicht alle, aber manche Boulevardmedien durch besonders ekelhafte Berichterstattung hervorgetan haben. Berichterstattung unter Anführungszeichen. Es gab aus wahnsinnig guten Gründen eine Rekordzahl von Beschwerden gegen derartige Entgleisungen. Es haben auch private Firmen ihre Inserate storniert. Da müsste man schon auch die Bundesregierung, aber nicht nur diese, auch die Stadt Wien, andere öffentliche Träger fragen, ob sie wirklich dermaßen viel Geld noch weiter da ausgeben wollen. Drittens, auch das hat Andi Kaltenbrunner angesprochen, es gibt ein eklatantes Missverhältnis. Auch das hat Andi Kaltenbrunner angesprochen. Es gibt ein eklatantes Missverhältnis. Die Presseförderung an sich macht knapp 9 Millionen aus. Die wurde in den 70er Jahren eingeführt, gleichzeitig mit der Parteienförderung. Die Parteienförderung ist seither explodiert. Die Presseförderung bleibt auf in Österreich auf Weltrekordniveau. Mit so viel Steuergeld lässt sich sehr leicht klotzen und dieses Missverhältnis, diesen Kreislauf des Missverhältnisses sollte durchbrochen werden. Dazu bietet diese Studie einen guten Anlass und dazu bietet auch die Berichterstattung unter Anführungszeichen über die Terrornacht einen guten Anlass. Dankeschön. Darf ich gleich Herrn Montbetzern das Wort weitergeben? Ja, Dankeschön. Herzlich willkommen an alle. Ich darf doch als erstes noch einmal kurz beleuchten, warum Regierungsinserate in Tageszeitungen. Ich glaube, die aktuellen Ereignisse und auch die Krisensituation alles zeigt, dass es unstrittig ist, wie wichtig es ist, dass es unabhängig und objektiv berichtende Tageszeitungen gibt, die einen demokratiepolitischen Diskurs durchführen können und damit gleichzeitig ein Fundament sind. Vergleichszahlen gesehen hat, sieht man, dass das Wettbewerbsumfeld wesentlich schwieriger geworden ist und die internationalen Plattformen, die auch unterstützt werden, aber eben nicht nur von Regierungsseite, sondern von allen Seiten, uns natürlich einerseits viele Werbegelder abziehen. Das haben wir durch die Digitalsteuer gelernt, dass das fast ein Milliarde ist und das ist natürlich idealer Nährboden und das hat sich jetzt wieder in den aktuellen Anlässen sowohl Terror als auch Corona gesehen für das Verbreiten von Verschwörungstheorien und zur Spaltung der Gesellschaft, kann man auch Amerika herannehmen. Also sie eignen sich hervorragend, um das zu tun. Und deshalb ist es richtig und wichtig, dass man im Prinzip demokratiefördernde Kommunikation in klassischen Tageszeitungen unterstützt und das hat natürlich dann eine inhaltliche und eine finanzielle Komponente. Wie wohl ist es so, ohne jetzt alles zu wiederholen, ist es schon bemerkenswert, was da rauskommt, dass natürlich qualitativ und quantitativ ein Nachschärferungsbedarf gegeben ist. Qualitativ hat man jetzt gesehen, wie damals Ministerien in der Vergangenheit ausschließlich dann quasi drei Zeitungen herausgenommen haben, ohne irgendeine Begründung dafür zu brauchen oder wenn man eben Online-Seiten gar nicht belegt. Oder dass allgemeine Eingangskriterien fehlen. Es hat ja solche Diskussionen auch gegeben. Wir könnten nahezu alle Tageszeitungen hätten kein Problem mit einer gewissen Performance beim Presserat oder irgendwelchen anderen Dingen. Also das Qualitative. Aber nicht weniger erstaunlich ist doch das Quantitative. Wenn man das alles weglässt und sich dann rein quantitativ misst, dann gibt es schon viele Argumente, dass man in der Verteilung doch in etwa vergleichbare Werte pro Leser oder pro Leser Kontakte aufwendet. Und da glaube ich, dass einfach mit wenig Aufwand, damit ließen sich Eckwerte definieren, die beides gewährleisten, dass man auf der anderen Seite diese Kommunikation und auch die offen angesprochen finanzielle Unterstützung, die damit inkludiert ist, weiterführt und trotzdem qualitativ und quantitativ nachbessert. Dankeschön. Ich muss mich auch unmuten, damit ich weitergeben kann das Wort. Dankeschön. Matthias. Ja, ich kann mich allem Gesagten anschließen und kann eigentlich kurz bleiben und versuchen aus kommunikationswissenschaftlicher Sicht drei Punkte herauszugreifen. Das erste ist der Punkt, dass scheinbar transparent ein sehr treffend gewählter Titel ist, denn so verdienstvoll es ist, dass es solche Studien gibt, so erstaunt ist man als Staatsbürger, dass in Zeiten von gutem Datenbankmanagement, da könnte mit intimer Kenntnis des österreichischen Medienmarktes da rangehen muss und die Daten aggregieren und zusammenführen muss. Da geht es ja auch um Eigentumsverhältnis und um wirtschaftliche Zusammengehörigkeit. Also ein Transparenzdesiderat, das sich hier für mich ganz deutlich auch als Nachbesserungsbedarf an den Bundesgesetzgeber abzeichnet, sieht man ganz deutlich. Zweitens, Bundesgesetzgeberden, glaube ich, dass eine Angemessene regionale Verteilung in Österreich Eine Minimalerfordernis Ist und dass jeder Österreicher, jede Österreicherin dieselbe Chance haben muss Informiert zu werden Es bestreitet, glaube ich, keiner Dass Kommunikation von Gebietskörperschaften Und der Exekutive wichtig ist Vor allem in Krisen. Es wird aber auch keiner bestreiten, dass wenn Steuermittel eingesetzt werden, die Zweckmäßigkeit und die Sparsamkeit, aber auch bestimmte regionale Kriterien relevant sind. Und drittens, selbstverständlich kann man diese Form auch hinterfragen, welche Struktureffekte das hat. Also wirkt es zum Beispiel konzentrationsfördernd oder nicht? Macht das Neueintretenden Markt mit Bewerberinnen leichter oder schwerer in den Markt einzutreten? Wird Innovation zum Beispiel im digitalen Bereich eher gefördert? Wird Innovation zum Beispiel im digitalen Bereich eher gefördert? Und wie schaut es mit der Wertschöpfung in Österreich aus und mit den Möglichkeiten, hier auch Wertschöpfung zu erzielen? Und besonders interessant finde ich als Kommunikationswissenschaftler natürlich auch die Frage, wie sinnvoll, also wie zweckmäßig werden diese Mittel eingesetzt, dass man das eigentlich nur messen kann, wenn es operationale Ziele gibt. Und dadurch, dass es diese Ziele nicht gibt, ist eine Einschätzung, wie erfolgreich, wie gut, wie zweckmäßig, um jetzt im Verwaltungsjargon zu bleiben, ist diese Kommunikation, dass diese Beurteilung ein bisschen schwer ist, weil die verschriftlichten Ziele, das wollen wir erreichen und dafür sind diese und diese Strategien adäquat, fehlt. Und die letzte Fußnote, das ist von allen schon erwähnt worden im Zuge der letzten Ereignisse des Terroranschlages in Wien, zeigt sich schon ganz deutlich, dass bestimmte Kriterien wohl besonders bei der Vergabe von Steuergeld in Anschlag zu bringen sind. Neben ausgewogener regionaler Verteilung, neben der Zweckmäßigkeit, die sich wie gesagt an den Kommunikationszielen bemisst, neben den Transparenzzielen, die finde ich eine staatsbürgerliche Grundvoraussetzung ist, kann man selbstverständlich auch die Debatte führen, ob es Kriterien darüber hinaus geben kann und soll, wie Ehrenkodex der österreichischen Presse und so weiter und so fort. Das hat sich jetzt seit den Ereignissen nach dem Terroranschlag ganz deutlich gezeigt. Aber ich finde, diese Studie ist eine exzellente empirische Evidenz für den großen Reformbedarf, den wir haben. Österreich auch, finde ich in sehr deutlichen Worten aus, dass es einen Reformbedarf gibt. Also das sieht auch die europäische Ebene so, dass es jetzt nicht nur ein aufgeförderung und die Medienförderung diskutiert wird und über die in der Dimension doch viel bedeutenderen Inseratenschaltungen, von denen wir ja jetzt nur einen kleinen Teil gesehen haben, glaube ich, außerhalb der Bubble gar nicht so wahnsinnig viel bekannt ist. Insofern total spannend. Andi, du hast es im Chat vielleicht gesehen, hier noch einmal eine Frage von Stefan Lasnik. Die Frage, warum denn tatsächlich die Wochenzeitungen viel weniger als Tageszeitungen berücksichtigt werden. Kannst du dazu was sagen? Ich kann nur educated guesses anstellen, weil die Frage richtet sich natürlich an den Werbern, an den Inserenten. Aber historisch war es so, dass tatsächlich ein großer Teil dieser Werbemittel historisch, also in der Herleitung für Tageszeitungen gedacht war. Und dass eine Form eben dieser indirekten Medienförderung eine Tageszeitungsförderung war. Ob das jetzt gescheit ist oder nicht, ist eine andere Debatte. Und wie Matthias ja richtig gesagt hat, ob die Werbeziele erreicht werden, und da hat der Stefan Lassnig, den ich gelesen habe, sicher vollkommen recht. Also natürlich mag da oder dort mit ganz anderen, auf ganz anderen Kanälen viel besseres Ergebnis erzielt werden bei der Informationswirkung als bei der klassischen Tageszeitung in Hinkunft, zum Beispiel auch bei Online-Kanälen und so weiter. Das war aber nicht die Frage im Grunde. Also historisch ist das von diesem Zeitungs-, Tageszeitungsmarkt, wir sind die Inserate für die Tageszeitungen ausgegangen und es sind ja noch immer zwei Drittel der Mittel eben im Tageszeitungsbereich und das restliche Drittel verteilt sich auf alle anderen Kanäle. Also man kann es nur historisch herleiten und dass es da wenig Beweglichkeit gegeben hat. Inhaltlich lässt es sich natürlich nicht einfach begründen. Eva Bliemlinger weist im Chat darauf hin, dass die Werbeeinschaltungen von denen, die jetzt bei Ö24 TV zurückgezogen waren, sind sich lediglich auf TV beziehen, nicht jedoch auf Print. Die Frage ist natürlich auch, wie lange und wie nachhaltig diese Werbe zurückgehen wird. Darf ich da ein PS dazu machen? Ich vermisse bei all denen, die die Werbeeinschaltung hinterfragt haben, öffentliche Stellen bisher. Das waren eine Menge Privatfirmen bisher. Es war meines Wissens nach keine einzige öffentliche Stelle, kein Ministerium, keine Landes-, keine sonstige Regierung dabei. die um ihre Brand Reputation fürchten und die sozusagen Abstrahleffekte des redaktionellen Umfeldes auf die Marke befürchten und die sagen, das mache ich nicht. Es ist schon sehr interessant zu beobachten, dass diese Debatte, aber die hat jetzt mit der Studie nicht allzu viel zu tun, aber ist ja trotzdem eine relevante Debatte, dass dort öffentliche Stellen sich in der Debatte bis dato noch nicht zu Wort gemeldet haben. Es gibt also von meiner Seite auch, da ist klar, es scheint sich um Rückzüge bei OE24 TV zu handeln und wir werden sehen, was das in einiger Zeit bedeutet, aber um es formelhaft und nicht als forscher journalistisch zu sagen, also wenn Billa darüber nachdenkt, wo es wirkt aus medienethischen Gründen, sei es nun Brands, Awareness oder was immer, aber medienethisch, dann kann das auch für das Bundeskanzleramt gelten, um es salopp zu formulieren. Zumindest mal kurz darüber nachzudenken. Auf längere Sicht ist das jetzt, also wir haben jetzt eine Momentaufnahme, wo das aus gutem Grund an diesem Beispiel diskutiert wird, weil es halt wirklich ein entsetzliches Beispiel ist, also für komplettes medienethisches Versagen, individuell und systematisch. Aber wir müssen es dann systematisch diskutieren und da sind einige hier im Raum und ich weiß es von Firma Matthias Kammersehn und mich genau, solche, die das ja seit vielen Jahren sagen, dass sozusagen einige dieser Qualitätsregeln, etwa Presseratsfragen, ihren Kodex der österreichischen Presse und so weiter, die als selbstverständlich gelten müssten, doch endlich integriert werden sollen in das System. Und da gab es viele Debatten und keine Ergebnisse. Und das trifft im Übrigen, damit das auch gesagt wird, nicht nur die jetzige Regierung und nicht nur die Regierungen 2018, 2019. Das trifft viele, viele davor, wie wir dokumentieren können, dass die Diskussion seit vielen Jahren geführt wurde, sozusagen von Expertenseite, wenn man so will, und das ergebnislos war. Und das ist ein bisschen peinlich für jegliche Regierung, finde ich auch, wenn sozusagen gewissermaßen Biller schneller ist beim medienethischen Reflex. sozusagen gewissermaßen billig schneller ist, ein medienethischer Reflex. Aber unabhängig vom Einzelfall, der natürlich jetzt bestimmte Dinge aufgepoppt hat, finde ich die Studie deswegen so interessant, weil deutlich wird, selbst wenn ich nicht diese neu in die Debatte eingeführten Kriterien wie Ehrenkodex und bestimmte andere Kriterien in Anschlag bringe, trotzdem eine problematische Schieflage zu erkennen ist. finde, ist zum Beispiel die Frage, warum hat jemand in Kärnten eine viel geringere Chance, informiert zu werden? Warum ist eine Leserin aus Kärnten viel weniger wert? Und das ist jetzt keine regionalpolitische Gekränktheit. Ich bin bekanntermaßen gebürtiger Wiener, sondern einfach die Feststellung, offensichtlich werden mit Bundesmitteln regional höchst unterschiedliche Förderungen betrieben. Und die zweite Frage, die ich strukturell interessant finde, ist, welche Struktureffekte löse ich aus? Ist das für Medienkonzentration oder ist das gegen Medienkonzentration? Und das ist eine Debatte, die ist eigentlich unter den bereits obwaltenden Kriterien zu führen. Und ob diese Kriterien noch zu verbessern und nachzuschärfen sind, ja, selbstverständlich. Aber auch unter den bereits obwaltenden Kriterien ist hier eine Schieflage zu sehen. Und da ist es schon auch interessant zu fragen, warum? Wo kommt die her? Und ich betone noch einmal, das ist Steuergeld, das hier eingesetzt wird und diese Kommunikationsmaßnahmen werden aus öffentlichen Geldern refinanziert. Und da glaube ich, kann man deutlicher und stärker und soll auch kritischer hinschauen als bei privatwirtschaftlich verfassten Unternehmen, die das ihren Aktionären oder Eigentümern erklären müssen. Ich glaube, es kommt noch etwas dazu. Die Studie umfasst den Zeitraum 2018-2019. Jetzt im Corona-Sonderjahr 2020 ist das Ganze noch einmal verstärkt und in eine andere Dimension gehoben worden. Es gab, weil mit Corona alle Inserate von allen Medien weggebrochen sind, gab es Corona-Sonderförderungen und die setzen genau auf dieser Logik auf. Auch da geht ein Löwenanteil an Boulevardmedien, auch da geht ein Löwenanteil genau nach dieser Struktur und das verdeutlicht noch einmal mehr, wie stark die Wettbewerbsverzerrung ist, wie stark diese Struktureffekte sind, wie sehr, um es anders auszudrücken, manche Medien in Geld gebadet und andere ausgehungert werden und all das schreit nach einer Reform und nach einer Überarbeitung. Darf ich noch kurz den Tageszeitung-Aspekt nochmal mit reinbringen? Es war ja das, was uns an der Studie schon gefallen hat, dass man sich jetzt mal konzentriert auf Tageszeitungen und jetzt auch schon zu Diskussionen zu Wochenzeitungen. Wir haben, wie man weiß, im Konzern natürlich Interessen in allen Geschäftsbereichen. Aber natürlich ist die Vollrelation in den Tageszeitungen, wenn ich von einem demokratiepolitischen Fundament spreche, ist schon nochmal ein eigenes Kriterium und eine eigene Kategorie. Und darf mich nur den Professor Kammer sehen, der mit anschließender Sorge erstaunlich ist, dass wenn man jetzt einfach in diesem Topf bleibt, dass man könnte mit relativ einfachen Mitteln, könnte man dort ja auch die gleichen Ziele, auch diese finanziellen Vorteile weiter verbunden mit der entsprechenden qualitativen Kommunikation aufrechterhalten und trotzdem zu einer gerechteren oder zu einer besseren Verteilung kommen. Und die Frage sozusagen, ob das jetzt, weil einige im Chat fragen sozusagen, ob es wirklich so viel Information von den Ministerien braucht, da wäre meine Antwort eben, das kann man ja, ja, das sind die Ausgaben, die sinnvoll sind oder nicht. Und die zweite Frage, die man stellen muss bei den Kriterien, die man in Anschlag bringt, und das hat der Hermann Betz jetzt deutlich gemacht, muss man einfach sagen, und das ist schon ein Argument, glaube ich, dass man deutlich machen muss, wenn es um Steuergeld geht, dann müssen einfach bestimmte Regeln gelten, weil das ist Steuergeld und ich kann jetzt nicht sagen, ich gebe mehr Geld in einem bestimmten Bereich, wenn es Bundesmittel sind, wenn es Regionalmittel sind, also Mittel des Landes und Förderungen, die regional spezifisch eingesetzt werden, um spezifische regionale Informationen zu verbreiten, zum Beispiel eine Buslinie da, dort, dort, fährt neu oder es gibt irgendwie einen neuen Bahnhof irgendwo. Na okay, dann kann ich mir von mir aus noch einreden lassen, dass das regional gemacht wird, aber dass Bundesmittel regional unterschiedlich verteilt sind, schließt sich mir von außen betrachtet nicht wirklich, außer es gibt ganz spezielle kommunikative Ziele, die das rechtfertigen. Aber da komme ich wieder auf das, was Andi Kaltenbrunner gesagt hat, diese Ziele gibt es nicht. Also ich bleibe dabei, ein evidenzbasiertes Plädoyer für eine Reform dieser ganzen Geschichte. Andi? Ja, nur kurz, um das zu unterstreichen. Der erste Schritt wäre das, weil das auch in den Diskussionsbeiträgen im Chat kommt, das auseinanderzunehmen, siehe Deutschland oder so. Das eine ist die Informationstätigkeit, Kommunikationsziele. Jetzt ist das ein Composito Mixtum, ein unklares. Planen und messen. Warum habe ich welche Förderziele auf Deutschland, dass Österreich da so viel mehr ausgibt für Information, für Inserate als die Deutschen pro Kopf. Das stimmt. Gleichzeitig müssen wir dann aber die Vogelperspektive und die Gesamtschau machen auch wieder. Nehmen wir nur gerade Deutschland her, hat es gerade jetzt allerdings eben mit dem Versuch transparenterer Form über 200 Millionen an Printmedienförderung beschlossen hat, 220 Millionen Euro, allerdings noch kein Konzept dazu hat, aber das wird gerade diskutiert, nach welchen Kriterien jetzt dieses Geld als Förderung und sozusagen in der Krisensituation Corona und wie Österreich. Auch da waren die Kriterien, wie Eva Linsinger sehr deutlich gesagt, höchst fragwürdig, die ja zur Anwendung gebracht worden sind, höchst freihändig. Interpretation, selbst alte Traditionen von schlechten Anwendungen der Regeln wurden noch zusätzlich verschlechtert und um weitere schlechte ergänzt, damit offensichtlich an Ansicht schon davor erwünschtes Ergebnis herauskommt. Das ist schlecht. In Deutschland hat man da halt eine andere Tradition, transparent mit solchen Förderungen oder auch anderen Fördermaßnahmen eher zum Beispiel im steuerlichen Bereich umzugehen. Da müssen wir sehr, sehr viel in Österreich lernen. Das ist allerdings keine neue Erkenntnis. Wir haben jetzt nur einen kleinen Ausschnitt davon dargestellt, wo das noch einmal bestätigt ist. Hier gibt es zwei kurze Fragen noch an dich als Studienautor. Also erstens einmal, wird aus dem Studienprojekt jetzt ein jährlicher Monitoringbericht oder Report, eine Anregung von von der Freise? Ja, das wäre die zweite. Zweitens noch eine Rückfrage, was ist der Standpunkt des Justizministeriums, Ja, das wäre die zweite Frage. Medienförderung, insbesondere in Bezug auf Transparenz und Qualitätskriterien. Also können wir da in anderen Ländern was sehen. Wobei ich glaube, das System hat ja schon den Wurm in sich, wie wir gesehen haben, dass gar nicht klar ist, was hier überhaupt passieren soll. Aber darüber hinaus, welche Kriterien, Public Value, Medienqualität etc. wären aus ihrer Sicht die wesentlichsten? Und wie kann und soll man Förderwürdigkeit bemessen? Da muss ich mir natürlich aus Concordia-Sicht dann auch herausnehmen, den Link zu unseren Forderungen reinzuposten. Aber jetzt zuerst einmal die zwei Fragen zur Studie. Ja, also erst einmal zur Studie. Das wäre wünschenswert, ich kann es nicht versprechen. Es hängt davon ab, wie viel Kapazität wir zur Verfügung haben, sprich ob Kollegen dazustoßen, wie wir es ganz banal finanzieren können und ein anderer wünschenswerter Aspekt wäre natürlich, und das ist eine Frage der Größe, die man dann zusammenbringt bei solchen Studien, dass wir das, was wir sonst einfordern, selber machen, einen ganzheitlichen Blick auf Fördermaßnahmen, auf Inserate, weil die Dinge ja manchmal kommunizierende Gefäße sind, manchmal nicht, und wir also sagen, die Gesamtheit der Maßnahmen, auch eine Privatrundfunkförderung, eine Presseförderung, die Inserate ansehen müssen, um letztlich, und da wird es zur Großstudie, letztlich sozusagen die marktregulierenden Mechanismen und die demokratiepolitischen Mechanismen uns anschauen müssten. und die demokratiepolitischen Mechanismen uns anschauen müssten. Also das ist Wachstum, ja. Wir wollen auf jeden Fall fortsetzen. Wir wollen auf jeden Fall 2020 aus diesem System heraus. Wir wollen auf jeden Fall erweitern auf andere Medientypen. Das sollte uns jetzt mal gelingen. Aber es sollte noch viel, viel mehr passieren. Das ist sozusagen eine Frage für mich mit einer Antwort pro domo. More research needed. Und das ist tatsächlich im Bereich der Medienpolitik ja wirklich in Österreich seit vielen Jahren so. Also auch in dem Fall. Die zweite Frage sachlicher Natur war doch, Daniela? Justizministerium. Ja, Justizministerium. Wir haben nicht rückgefragt. Wir wissen, dass das seit vielen Jahren so ist. Das Justizministerium hat das immer so gehalten, offensichtlich. Haben wir in den Daten auch so gefunden. Aber es wäre eine interessante Frage. Wir können und wir werden das mal in der Gelegenheit auch rückfragen, hat es euch nie geräumt, dass nicht hier und da mal die Justizministerin jetzt etwas zu Aidspeech selbst an Information gebucht hätte, wenn sie ein Gesetz verschickt. Aber werden wir tun. Wir haben nicht gefragt. Dritte Frage jetzt an alle bitte. Wo geht es besser und was wären Kriterien? Da gibt es ganz viele Studien dazu. Zur Reform der Presseförderung haben sich wirklich schon viele kluge Köpfe, kluge Gedanken gemacht. Ich würde gern auch noch eine Anregung von Alex Watzelig aus dem Chat aufgreifen, nämlich er fragt, wie hoch ist denn der Informationsgehalt dieser Inserate wirklich? Das kann man in der Tat hinterfragen, nämlich auch vor dem Hintergrund, wenn man sich erinnert, wer dieses System in Österreich eigentlich groß eingeführt hat. Das war der frühere Infrastrukturminister und spätere Bundeskanzler Werner Faymann, der unter anderem für die Asfenag geworben hat, wo man sich fragt, warum braucht es Inserate für die Asfenag? Wer sonst soll den Straßen bauen? Also da kann man schon hinterfragen, was der Informationsgehalt ist und ob dieses ganze Geld nicht besser aufgehoben wäre, gebündelt in einer Presseförderung, Korrespondentinnen, Mitgliedschaft im Presserat, Zahl der, welche Seiten werden welchen Themen gewidmet, gibt es auch eine Art Kulturberichterstattung etc. etc. Das ist wirklich in Seitenweise Studien nachzulesen. Gibt es eine Art Selbstkontrollorgan, einen Leserbeirat, gibt es ein Redaktionsstatut. Da gibt es viele, viele Wege. Dieses nach den Best-Practice-Beispielen gefragt, das ist, glaube ich, relativ leicht zu beantworten. Diese Sonderform der Inserate gibt es meines Wissens nach in dieser Höhe ausschließlich in Österreich und schon allein das sollte zu denken geben, ob nicht dieses ganze System ersetzt werden sollte durch eine andere, durch eine wirkliche Medienförderung, die angelehnt ist an die Qualitätskriterien, die es auch bei der Presseförderung gibt, wo eben nicht nach Auflage, sondern nach unterstützenswerten Medien, aus welchen Gründen auch einfach wichtig, es ist Steuergeld. Es ist eben nicht das Geld von privaten Unternehmen, es ist Steuergeld und das kann nicht einfach so nach Gutdünken, nach Gutsherrenart verteilt werden an Medien, die gerade wohlwollende Berichterstattung betreiben. Ja, soll ich gleich fortsetzen? Wunderbar. Ich glaube, natürlich ist es so, dass man auch die Diskussion über die Presseförderung und über andere Förderungsmaßnahmen ja zeitgleich führen soll und muss. Und wenn man das in anderen Ländern vergleicht, ist es so, dass die Summe aus beidem, auch wenn dann vielleicht Regierungskommunikation viel weniger ist, meistens, also speziell in nordischen Ländern verglichen, wesentlich höher ist. Und da gibt es schon viele Vorschläge und da wird da viel sein. Ich meine, das Primär ist, was heute schon Frau Linsinger gesagt hat, das ist einmal die Größenordnung der Presseförderung, dass wenn man diese alten Rechnungen fortschreiben würde oder auch sich erinnert, dass die Presseförderung ja eingeführt worden ist, damals als Ersatz für die Einführung der Mehrwertsteuer, dann würde man immer auf Beträge circa bei 50 Millionen Euro kommen. Ich würde nur gern das nicht so entweder und oder im Raum stehen lassen. Ich glaube, auch wenn das jetzt nicht so verbreitet ist, eine mit Zielen versehene Regierungskommunikation macht das meiner Sicht Sinn, selbst wenn es woanders nicht so gemacht wird. Aber natürlich ist gleichzeitig ganz wesentlich, dass man die Gesamtsumme dann sieht und dass man auch an der Presseförderungsschraube schaut. Und das, was ich davor mit dem demokratiepolitischen Fundament gesehen habe, sind wirklich ganz andere Voraussetzungen. Und da wird man sowohl, Stichwort digitale Transformation und so weiter, das sind einige Dinge, die einfach allen Häusern bevorstehen und da sind beide Kanäle wichtig. Danke. Ich erlaube mir, eine vorläufig letzte Frage in die Runde zu werfen, eine ganz einfach zu beantwortende. Und zwar ist jetzt vielleicht ein Window of Opportunity. Haben wir Hoffnung, dass durch die doch in die breitere oder eine größere breite gehende Diskussion sich irgendwas ändern wird oder haben wir die nicht? Auch uns sollte man, die Hoffnung stirbt zuletzt, die geben wir seit langem nicht auf, aber tatsächlich spricht einiges dafür, dass es eine günstige Gelegenheit wäre, angesichts der Fülle der Maßnahmen, die anstehen. Was mir da wichtig wäre, ist, dass man das wirklich sozusagen konvergent, ganzheitlich sieht. Also jetzt, selbst wenn wir nur einen Ausschnitt, ja mit einer Studie einen kleinen Ausschnitt beleuchtet haben, von fragwürdiger Medienpolitik, aber es gibt die Summe an Dingen wie die Fragen nach dem ORF-Gesetz, die seit langem unbeantwortet sind und wo vieles offen ist, die Digitalförderung, die vorgesehen ist für die gesamte Branche, wo noch vollkommen unklar ist und der öffentliche Diskurs dazu nicht stattfindet. Die Reform der Presseförderung, das ist ein eingefrorener Posthanton, da haben sich jetzt drei oder vier Regierungskoalitionen daran abgearbeitet und in verschiedenen Medienenquellen, wie Matthias Gammers ihn gerne bestätigen wird, der hat auch immer wieder als Redner Dinge wiederholen durfte, die jetzt sozusagen essentiell sich nicht verändert haben, nur die Regierungen und dann manchmal Entwürfe ohne Ergebnisse. Und woraus ich also ein bisschen Hoffnung schöpfe, ist diese Fülle und dass bei manchen Themen so viel Sensibilisierung dann doch da ist, dass man das breiter zivilgesellschaftlich und innerhalb der Branche diskutieren kann. Also ich habe so viel Interesse für diese kleine Studie gewissermaßen, für uns viel Arbeit, aber kleine Studie gefunden, bei vielen, vielen Kollegen, wenn wir darüber geredet haben, weil da so immer so ein Aufatmen gespürt hat. noch über viel mehr reden, weil im Moment geht es ans Eingemachte und es gibt sozusagen ein bisschen einen Schulterschluss zumindest jener, die sozusagen den Wert von Journalismus in Demokratie nicht nur in Sonntagsreden glauben, sondern im Alltag. Und weil es so viele Themen anstellt, mit vielen, vielen, vielen Debatten, mit vielen öffentlichen Diskursen und nicht zuletzt veröffentlichen Diskursen zum Thema, wenn es da Interesse gibt, gibt es ein bisschen mehr Hoffnung als die letzten zwei, drei, vier Jahre, würde ich sagen. Eva raubt mir gerade durch ihr Kopfzeichen, glaube ich, diesen Optimismus, aber ich gebe es ja seit 20 Jahren nicht auf oder 30 inzwischen. sollte man schon zu bedenken geben, es kommt nicht allen Regierenden auch kritischer Journalismus zu Pass. Um einen nicht mehr amtierenden Kanzler zu nennen, ob nicht die Schlagzeile Hunde würden Feinmann wählen, doch manchen Kanzlern lieber ist, als ein wirklich gut recherchiertes Stück, das auch mit kritischer Herangehensweise ist, weil eines, glaube ich, sollten wir uns da nicht vormachen, es wird natürlich mit einer derartigen Inseratenfülle, wird natürlich auch versucht, zu einer Art wo wollenden Berichterstattung zu kommen. Und das ist das, was ich für das wirklich demokratiegefährdende halte, weil ohne jetzt allzu pathetisch werden zu wollen, aber es heißt nicht umsonst die vierte Gewalt im Staat und da ist schon seit längerem einiges ins Rutschen geraten. Es sind Presseabteilungen von Ministerien, von Regierungen auch wieder in den Medien verzerrt wird. Es gibt eine Presseförderung, die in der Struktur aus den 1970er Jahren stammt, wo seither viele Versuche unternommen wurden, aber nie eine Reform gelungen ist. Es gibt immer noch kein Informationsfreiheitsgesetz. Informationsfreiheitsgesetz. Ich habe gesehen, Eva Blimlinger von einer der Regierungsparteien, Mediensprecherin, ist im Raum. Es gäbe also eine ganze Menge zu tun. Ich würde mich freuen, wenn die jetzige Regierung das anpackt. Es wäre wirklich allerhöchste Zeit, weil viele frühere Regierungen haben gerade im Medienbereich, ORF-Gesetz hast du auch schon gesprochen, viel versprochen und ganz wenig umgesetzt. Es wäre jetzt schön, wenn was passieren würde. Dankeschön. Eva Blimlinger hat sich zu Wort gemeldet und ich würde jetzt den Kollegen bitten, sie vorseit zu geben. Sollte schon funktionieren? Ja. Wunderbar. Wir hören Sie. Ja. Also vielleicht sage, wir hören Sie. Ja. Also vielleicht sage ich ein paar Worte. All das, was Eva Lindinger gesagt hat, steht auf unserer Tagesordnung, kann man nicht sagen, sondern Jahresordnung. Vielleicht so viel, wir verhandeln derzeit das Digital-Transformationsgesetz schon seit Wochen. Und unser Ziel ist hier als erstes ein Qualitätskriterium, also um zwei lieber zwei, dazuzunehmen als nur die Auflage und Reichweite. Das ist eine heftige Diskussion, deswegen dauert es auch schon so lang, aber wir sind guter Dinge, dass wir zumindest eines einmal hineinkriegen. Ich weiß, das ist nicht zufriedenstellend, immer noch unbefriedigend, aber zumindest einmal ein erster Schritt. Was uns wichtig ist, das ist zwar dann kritisiert worden auch, dass wir das erste Mal überhaupt Online-Medien, also reine Online-Medien in der Sonderpresseförderung drinnen hatten. Da muss ich aber leider sagen, dass die Online-Medien, obwohl wir sie sogar einzeln verständigt haben, dann die Antragsfristen zum Teil versäumt haben, nicht wahrnehmen haben können. Also das war dann schon auch ein bisschen, muss ich sagen, ärgerlich, aber okay, das muss ich vielleicht erst einspielen. Wir haben jetzt das AV-Mediengesetz, war ja in Begutachtung und da gibt es natürlich von Seiten der Privaten, also von VÖZ und VÖP massive Einwände, dass es ein Goldplating wäre und eine Übererfüllung der Richtlinie. Das sehen wir natürlich nicht so. Das heißt, es gibt einerseits in der Regierung natürlich, was Mediengesetze betrifft, große Unterschiede und aber natürlich auch genau mit diesem Druck der Privaten auf die ÖVP, hier eben die Werbe, zum Beispiel den Werbebereich zu liberalisieren beim VÖP. Und uns ist halt auch immer sehr wichtig, dass die nicht kommerziellen Privaten gefördert werden. Vielleicht noch ein Wort zu der Inseratengeschichte. Ja, also ich bin froh, dass es endlich mal Zahlen dazu gibt, die wir auch verwenden können, um sozusagen hier ein Umdenken vielleicht, ich sage mal vielleicht in Bewegung setzen zu können. Und das ist auch immer mein Argument zu sagen, also wenn gejammert wird, dass die Zeitungen zu wenig Presseförderung kriegen, dann sage ich, naja, das Problem ist weniger die Presseförderung als die hohen Inseratenzahlen in den drei genannten Zeitungen. und abschließend, ich habe das auch in den Chat geschrieben, ich könnte jetzt noch mehr ausführen, meine große, große Bitte, es wird zwar in den SN-Folgewoche eh schon ein Artikel, es wird ja derzeit die Mehrwertsteuer verlängern, also die Senkung der Mehrwertsteuer auf 5%, eine Verlängerung diskutiert bis Ende 2021 und bei dieser Verlängerung sollen aber publizistische Werke ausgenommen werden. Das betrifft den Buchhandel und die Printmedien. Und der Hintergrund ist Ihnen wahrscheinlich völlig klar, dass nämlich die Gratiszeitungen davon nicht profitiert haben. Und weil sie nicht profitiert haben, hat es auch eine große Aufregung gegeben und deswegen will man, will die ÖVP, dass das nicht verlängert wird. Wir tun alles, damit es verlängert wird und vielleicht ist es Ihnen möglich, in Ihren Medien das auch irgendwie zu unterstützen. Wir brauchen diese Unterstützung, weil wir der Meinung sind, es geht gar nicht, dass das ausgenommen wird. Danke. Sie erteilen das Wort, Frau Graß. Ja, wer möchte denn das Wort? Sie, Herr Petzl. Ja, dann möchte denn das Wort? Sie, Herr Petzl. Ja, dann darf ich. Also die Frage, wie wird sich was ändern, sage ich. Ich bin bekannt als Optimist und lasse mir meinen Optimismus auch nie nehmen. Aber wir haben schon gesehen, es ist natürlich ein vielfältiges Thema. Danke auch an die Frau Blimlinger wegen der Thematisierung der Mehrwertsteuer. Danke auch an die Frau Blinlinger wegen der Thematisierung der Mehrwertsteuer. Das ist natürlich eine Differenzierung von Kaufzeitungen zu Gratiszeitungen, also Kauftageszeitungen zu Gratistageszeitungen, um exakt zu bleiben, die ja auch irgendwo noch einmal die Gesamtdimension zeigt. Weil jetzt, wenn man die 10 Prozent genommen hat, dann zahlt man da circa 50 Millionen in den Staatshaushalt ein und kriegt halt selbst über alles nicht einmal den Betrag derzeit wieder ausgeschüttet. Und es ist halt einmal so, dass wenn ein Produkt gekauft wird, ist das sicher auch eine sehr vielfältige, qualitative Entscheidung unserer Leser, wenn ich ein Produkt abonniere, kaufe, ob jetzt online oder als Print, ist das ja auch eine Kaufentscheidung, die schon für sich auch wieder Qualitätsvermutung entsprechend bestätigt. Und indem einfach jetzt alle Themen, auch bei der digitalen Förderung und jetzt auch bei der Presseförderung gehe ich mal davon aus, wieder auf den Tisch kommen. Es war ja da schon mal weiter, dass auch die Größe der Redaktion, dass man pro Mitarbeiter und so weiter. Es gibt also viele Aspekte, die man einführen kann. Ich darf nur immer auf das wiederholen, wir Tageszeitungen, die eine qualitative Vollredaktion qualitativ betreiben wollen, benötigen auch diese Ströme. Und wie gesagt, es hat für alle einen demokratiepolitischen Vorteil. Ja, auf das muss man vielleicht auch hinweisen. Medienförderung, es wird immer unter dem Titel Medienförderung diskutiert. Es geht natürlich ganz stark um Journalismusförderung, weil das ist ja das, was dem politisch relevant ist. Etwas, was ganz wesentlich ist, ist die Frage, und das wollte ich nur noch einmal akzentuieren, wie kann ich die demokratische und die ökonomische Leistungsfähigkeit fördern? Und ich glaube, bei der Frage, wie beides zusammenhängt und wie man das auch unter Umständen in Österreich verändern kann, ist externe Begutachtung und Fremdreferenz hilfreich. Ich möchte nur auf das White Paper des Europarates Environment for Quality Journalism in the Digital Age verweisen, wo ja im Europarat eigentlich gesagt wurde, wie wichtig Qualitätsjournalismus ist und auch, was die Mitgliedstaaten tun könnten, um das zu fördern. Ich möchte das nicht runterbetten. Und ich glaube auch der Rule of Law Report. Ich zitiere nur einen Satz aus dem Country Report. Österreich weist Medienunternehmen ein hohes Maß an staatlichen Werbeaufträgen zu. Ich lasse jetzt was aus. Es gibt jedoch keine Vorschriften, die eine gerechte Verteilung der staatlichen Werbeaufträge unter den Medien gewährleisten. Das im nächsten Rule of Law Report nicht mit diesem Satz vorkommen möchte, sondern mit dem Satz zumindest eine sinnvolle Reform ist auf dem Weg. Und einen dritten Satz möchte ich noch sagen, selbstverständlich, das ist nichts Neues, Im dritten Satz möchte ich noch sagen, selbstverständlich, das ist nichts Neues, muss man Kommunikationsbemühungen, die legitim sind von Gebietskörperschaften, von Ministerien, Ländern, Bund, Gemeinden und das ist legitim, dass die kommunizieren, das möchte ich schon auch sagen und Medienförderung auseinandernehmen. Und nicht alles, was unter dem Titel der Kommunikation betrieben wird, erfüllt wirklich Kommunikationsziele. Das wissen wir. Und ich meine, dass es sinnvoll wäre, nur um das auseinanderzuteilen, ich komme wieder auf die Ziele zurück, muss man klare Ziele der Kommunikation benennen. Und ich glaube, es ist sehr, sehr wichtig, dass man das auch auseinander tut. Und selbstverständlich, das ist ja jedem klar, der da reinschaut, geht es auch um Interessen. Und es geht auch in der Mediendemokratie um Darstellungsoptimierung des eigenen politischen Personals. Und dass Medienpolitik in Österreich seit mehr als 30 Jahren missverstanden wird als Machtpolitik und nicht als eine Politik, die die Qualität des öffentlichen Raums im Blick hat, wissen wir auch alles. Aber wenn wir das alles schon wissen, dann können wir aufhören so zu tun und können sagen, wir glauben die Teile auseinander und ich denke schon, ja, Eva Blümleger schreibt 30 Jahre, von mir aus war es seit 45 so, aber da haben wir noch die Parteizeitungen gehabt, da wurde das zumindest noch aus den Parteiapparaten direkt heraus betrieben, aber das müsste man, da gebe ich ihr recht, jetzt medienhistorisch ein bisschen differenzierter argumentieren, aber ich erhöhe das gerne auf 50 Jahre, das ist ja gar nicht der Punkt, sondern mein Punkt ist, wenn wir das alles wissen, dann glaube ich, ist jetzt ein Zeitpunkt, das zu machen, weil einerseits Außenbeobachtung und andererseits, Hermann Betz hat es gesagt, die Disruption des Marktes, die Erlösabflüsse zu dem Big Five, die Frage, ob sich der Medienmarkt, der prototypisch für Marktversagen ist, nicht in Österreich so nachhaltig und so nessen einkalkulieren, aber die auch jenseits der Interessen sich ein wenig um das Bonum Kommune kümmern. Und ich schließe mit meinem beliebten Schlusssatz von vielen Podien, mehr Respublika, weniger Public Relations. Danke Matthias, das war ja wirklich ein Schlusswort, aber ich möchte trotzdem das Schlusswort noch dem Andi Kaltenbrunner erteilen. Ich danke für die Bemühungen, ich freue mich, dass auch das Eva Blimlinger hier dezidiert noch einmal im Chat geschrieben hat, dass die Journalistinnen, die nach KV bezahlten, ein Qualitätskriterium sein sollen. Aber Andi, Schlusswort, außer ich schneide damit jetzt jemanden ganz total ab. Ich tue mir leicht nach der wunderbaren Zusammenfassung und den Optionen, die Matthias Gabersit jetzt so gemacht hat, die ja ergebnislanger Debatten und vieler Debatten in unsere Zirkel ja immer wieder sind. die das sind. Ja, ich unterstreiche halt das. In der Sache selbst, der kleinen Sache, die doch für uns aufwendig war, kann ich versprechen, dass wir da dranbleiben, versuchen, das, was wir jetzt begonnen haben, weiter zu führen, hoffen auch möglichst viele Unterstützer. Wir hatten das in der ersten Phase schon, um das, was Matthias auch gesagt hat, evidenzbasiert ist jedenfalls hilfreich, um dann sachlich diskutieren zu können, was wir uns denn für eine Mediengesellschaft wünschen, welchen Journalismus wir brauchen und jetzt auch ohne Sonntagsrede, aber alle, die mich kennen, wissen, dass ja ohnehin auch da blutet mein Herz besonders mit, wenn ich sehe, dass viele journalistische Arbeitsplätze in diesem Land verloren gehen und auch das, ein Satz, den Matthias Kammer und ich oft teilen, den Journalismus als Rückgrat der Demokratie, für den aufrechten Gang, diesen zu stärken durch Forschung, die hilft, Dinge klarer zu sehen und besser zu machen. Das wäre sozusagen unser Jobbeitrag. Ich freue mich auf viele Mitstreiter weiterhin. Dankeschön. Ganz herzlichen Dank an die Podiumsteilnehmer. Danke für die Studienpräsentation. Danke für die Studie. Danke an alle fürs Zuhören. Was wir beitragen können, ist, dass wir weiter diskutieren. Ich erlaube mir den Hinweis zu zwei weiteren Veranstaltungen in den Chat zu posten. Ich freue mich, wenn wir weiterreden können. Vielen Dank. Schönen Abend. Sch. Vielen Dank. Schönen Abend. Schönen Abend. Schönen Abend. Ich schließe kurz den Raum. Dankeschön.