Sherin, du beschäftigst dich schon seit vielen vielen Jahren mit digitalen Medien, du machst Workshops von Kindergartenkindern bis zu Senioren oder zumindest Volksschulkindern, zum Thema digitale Kompetenz und du wirst uns heute ein bisschen was erzählen, wie man sich sicher im Netz bewegt und was da alles zu beachten ist. Du warst ja auch schon in den letzten Jahren immer wieder bei der Kinder-Uni dabei. Ja, danke dafür. Ich freue mich auch, dass ich bei, ab welchem Alter dürfen eigentlich Kinder soziale Medien benutzen? Da gibt es Informationen, ab 16 darf man zum Beispiel auf WhatsApp sein. Wie ist das wirklich? Das kommt sehr stark auch auf das Medium drauf an. Es gibt schon welche, die nicht geeignet sind für Kinder, aber wir können jetzt in der EU uns auf die Datenschutzgesetze verlassen, aber schauen wir uns jetzt einfach mal an, wie der Trend in Wahrheit ausschaut. Ich weiß nicht, ob man das jetzt sieht. Ich weiß nicht, ob man das jetzt sieht. Es gibt eine neue Umfrage, der Jugend-Internet-Monitor, der macht ja jedes Jahr eine neue Umfrage bei den Jugendlichen. Und da werden die Trends ein bisschen abgefragt. Und da sieht man jetzt, dass zum Beispiel an erster Stelle WhatsApp mit 91% Nutzung bei den Jugendlichen, an zweiter Stelle YouTube, gefolgt von Instagram und Snapchat. Eigentlich ganz, ganz wichtig, dass soziale Medien sein. Facebook ist auch noch dabei, wobei meine Erfahrung da sagt, dass das eher die älteren Jugendlichen sind, die teilweise noch Facebook verwenden. Oder eben, weil dort andere Funktionen vorhanden sind, wie Veranstaltungen zum Beispiel, die man in den anderen Medien nicht so findet, ansonsten wird Facebook bei den ganz Jungen gar nicht so benutzt. Da outet man sich eher. Grundsätzlich ist es so, es gibt eine Datenschutz-Richtlinie in der EU, die besagt, dass Daten von Jugendlichen unter 16 Jahren nicht ohne Zustimmung eines Erziehungsberechtigten geteilt werden dürfen. Viele soziale Medien, unter anderem auch WhatsApp, der Messenger WhatsApp, fragt aber schon die sogenannten Metadaten ab. Das heißt, es wird auch festgestellt, wann jemand mit wem kommuniziert hat, Zugriff auf das Adressbuch, die Kontakte und so weiter, das ist schon gegeben und damit fällt das eigentlich unter dieses neue Datenschutzgesetz. Darum auch immer wieder, WhatsApp ist ja eigentlich ab 16. In Österreich haben wir aber wieder eine Sonderform, nämlich in Österreich haben wir dieses Alter von 16 auf 14 heruntergesetzt. Also wer hat das heruntergesetzt? Der Gesetzgeber. Es hat jedes Land die Option gehabt, dieses Gesetz etwas anzupassen und wir sind halt mit 14 quasi geschäftsfähig, auch ist beschränkt geschäftsfähig, also mit 14 fest geschäftsfähig ist, auch beschränkt geschäftsfähig, also mit 14 festgesetzt. Und damit dürfen Kinder und Jugendliche ab 14 eigentlich selbst entscheiden, ob sie WhatsApp verwenden oder nicht. So, wenn wir uns aber wieder diesen jungen Internetmonitor anschauen und 91% der Kinder und Jugendliche eigentlich WhatsApp verwenden, auch Jüngere, warum verwenden die das? Wie kommen die dazu? Natürlich oft wird es sowieso in der Familie verwendet als Kommunikationsmittel. SMS kostet ja dann oft Geld. Man kann nicht so leicht Bilder verschicken eventuell. Hat einfach Einschränkungen. Die Freunde sind auch auf WhatsApp. Da kommt dann das soziale Gefüge dazu und in Wahrheit, in dem Moment, wo ein Elternteil sagt, du darfst, dürfen die das auch. Es wird nicht abgefragt, es wird nicht kontrolliert. Okay, verstehe. Und welche Daten werden da so quasi im Hintergrund abgesaugt, kann man sich das so vorstellen? Ja, also das sind zum Beispiel eben, wie schon erwähnt, die Adressdaten von anderen Personen, die ich im Handy gespeichert habe. Ganz wichtig auch, wenn ich mit wem kommuniziert habe, diese Daten werden ja schon ausgewertet auch. Und da kann man schon Schlüsse ziehen. Wir sehen das jetzt nicht so im Vordergrund. Ich muss mir aber jetzt keine Sorgen machen, dass meine Nachrichten abgefangen werden. Das nicht. Okay, also niemand liest die Nachrichten, die Inhalte, aber so was rundherum eigentlich im Handy gespeichert wird. Also die Textnachrichten zumindest, die sind definitiv end-zu-end verschlüsselt. Verschlüsselt. Und was passiert eigentlich dann mit diesen Daten, zum Beispiel mit den Kontaktdaten aus meinem Adressbuch? Ja, also die Daten, desto mehr Daten gesammelt werden von den großen Konzernen, die sind Geld wert. Also wenn ich dann weiß, aha, der ist nachtaktiv, auch für die Werbung, für andere Firmen, sind diese Daten dann schon oft relevant und können weiterverwendet werden. Also das ist so eher die Geschichte. Man gibt halt schon ein bisschen was von der Privatsphäre her. Das ist aber, auch wenn ich ein Handy eingesteckt habe, werden auch meine Bewegungsdaten mit abgefangen. Das kann man alles einstellen. Aber ja, da kommen wir noch. Aber vom Alter her ist es eigentlich so, dass das 14 in Österreich das Alter ist. Ja, du hast ja in dem Video gesagt, in deiner Vorstellung, dass du selbst schon sehr bald in der Früh online bist. Das ist richtig, genau. Du bist wahrscheinlich nicht alleine, oder? Nein, ich bin da nicht alleine. Es stimmt, mein Handy ist gleichzeitig auch mein Wecker und vielleicht frage ich da sofort einmal die Wetterdaten ab, damit ich weiß, ob ich mein Fahrrad fahre oder was ich anziehen werde an dem Tag. Aber tatsächlich ist es auch bei den Jugendlichen so, dass mittlerweile 66 Prozent, also da gibt es auch eine Umfrage dazu, 66 Prozent der Jugendlichen haben angegeben, dass sie in den ersten fünf Minuten nach dem Aufstehen aufs Handy schauen. Da geht es wahrscheinlich auch wieder darum, welche Nachrichten habe ich bekommen, was gibt es Neues, alles mögliche. Und muss ich auch dazu sagen, weil ich das auch von meinen eigenen Kindern kenne, der Stundenplan von der Schule ist online. Das heißt, wenn es eine Supplierung gibt, dann erfahre ich das wieder so. Und es war tatsächlich auch schon der Fall, dass wenn man da nicht drauf schaut und eine Supplierung war, dann heißt es ja, warum hast du bitte das falsche Buch mit, weil das stand ja eh online. Also es ist schon so ein bisschen der Zwang auch da, je nach Alter natürlich, dass ich schon relativ bald drauf schaue. Und auch bei den Jugendlichen ist es so. Ja, und wie kann man das grundsätzlich trotzdem regeln? Also dass man zum Beispiel jetzt nicht, dass die Kinder nicht zu viel Zeit online verbringen, was sind da deine Ideen, jetzt sowohl für die Eltern als auch für die Kinder, die ja auch zusehen. Verbote, sage ich jetzt gleich einmal, bringen nicht so viel. Viel besser ist es, Regeln aufzustellen. Da gibt es auch wieder Umfragen, wo man sieht, dass Regeln sehr gut akzeptiert werden. Also gut ein Drittel, fast die Hälfte eigentlich sogar, fast die Hälfte der Jugendlichen hält sie definitiv an Regeln und dann weitere 40% halten sie eher schon an die Regeln, also das war so die Umfrage. Das heißt, sie bringen was. Okay, also Regeln bringen was? Verbote? Verbote eher nicht, da hat man eher die Erfahrung, dass das dann umgangen wird, dass man dann Wege findet und die Kinder finden, ihr wisst es eh, ihr seid ja nicht blöd. Da kann man ja schon zutrauen, dass sie sehr bald Wege finden, wo man vielleicht nicht so genau weiß, was sie machen. Und da ist es besser, das Vertrauen aufrechtzuerhalten und Regeln aufzustellen. Die Regeln werden am besten auch gemeinsam mit den Kindern erstellt. Hast du da irgendwie eine Idee dazu? Ja, da gibt es etwas ganz Tolles. Vielleicht kann ich es kurz herzeigen. Genau. Den Mediennutzungsvertrag. den Mediennutzungsvertrag. Den Mediennutzungsvertrag gibt es online, das ist einfach die Adresse www.mediennutzungsvertrag.de und hier kann ich dann online einen wunderbaren Vertrag erstellen, mit dem Namen vom Kind, mit dem Namen von den Eltern, mit unterschiedlichen Regeln und Bereichen, die ich dann zufügen oder wegnehmen kann. Je nach Alter vom Kind kann ich diesen Vertrag auch immer wieder abändern. Das heißt, wenn das Kind jetzt zum Beispiel acht Jahre alt ist, wird es sicher andere Regeln geben als mit zwölf. Und ich kann ja den gleichen Vertrag abändern. Einfach sagen, jetzt bist du älter geworden, ich gehe dann wieder mit dem Code rein, den ich dann bekomme, also der auch oben steht am Vertrag, und kann dann wieder etwas abändern. Und den unterschreiben dann auch beide? Den unterschreiben alle, dass er irgendwo hin, vielleicht an den Kühlschrank, an den Esstisch, was weiß ich, wo es gut hinpasst. Wichtig ist auch, dass sich die Eltern daran halten. Wenn eine Regel zum Beispiel wäre, keine Handys beim Essen, ganzer Klassiker, dann muss ich mir das Elternteil auch daran halten. Wenn das Handy läutet oder irgendeine Nachricht reinkommt, dann kann das auch nicht so wichtig sein. Dann muss das genauso für mich gelten, dass ich während dem Essen jetzt zum Beispiel nicht rangehe. Das, ja, dann funktioniert es. Und denkst du, braucht es auch Belohnungen dafür? Nein, glaube ich nicht. Wenn es ein Vertrag ist, dann ist das ja eigentlich eine Vereinbarung. Grundsätzlich ist es ja so, dass mittlerweile schon die Hälfte der Volksschüler ein Handy besitzt, ein Smartphone. Damit können sie ins Internet. Zumindest hat fast jeder Haushalt mittlerweile irgendeinen Zugang zum Internet über Laptop oder Computer oder sonst was. Das heißt, die Kinder kommen ins Netz und damit auch in die große weite Welt, ins www, und haben auch Zugang zu Inhalten, die vielleicht nicht altersgerecht sind. Wie kann man es schützen? Die eine Möglichkeit ist, dass ich die Geräte und die Accounts so herrichte, da gibt es zum Beispiel, wenn es ein iPhone ist, eine Familienfreigabe, so heißt das auf Deutsch, Familienfreigabe, genau, und bei Google, Familienfreigabe. Bei Google gibt es einen Family Link. Da kann ich einstellen, wie lange die Bildschirmzeit sein darf, welche Apps nicht möglich sind. Dass ich anfragen muss bei den Elternteilen, wenn ich eine App herunterladen möchte, dann kriegen die Elternteile auch eine Nachricht und dann sagen sie, ja, dieses Spiel wird heruntergeladen, dann schauen wir das ein paar Jahre an, passt, passt nicht und kannst dann genehmigen und erst dann funktioniert es. Ich kann YouTube einschränken von den Inhalten, die man sehen kann. Es wird dann zwar nicht alles herausgefiltert, muss ich auch ganz ehrlich sagen, weil es gibt immer noch Dinge, die dann vielleicht sich hineinschmuggeln, aber auch der 90% der gefährdenden Inhalte sind dann heraus. Was ich auch immer wichtig finde, das Stichwort Vertrauen ist besser als Verbote, bitte mit Kindern darüber reden. Auch was die Spiele betrifft zum Beispiel. Ein offenes Ohr haben, falls einmal unangenehme Situationen im Internet vorkommen, dass die Kinder auch sehr wohl zu den Eltern gehen können, ohne Angst zu haben, dass vielleicht das Handy weg ist. Weil das ist eine ganz große Angst. Ja, ist eh klar. Wenn das droht, dann vertraut man sich eher nicht an. Genau. Und das ist natürlich wichtig, dass diese Ebene da ist und diese Verbindung. Da ist einfach auch das Thema fremde Personen im Netz, mit denen man auch vielleicht in Kontakt tritt, auch über Onlinespiele oder Chats. Was hast du da für die Kinder und Jugendlichen für einen Tipp? Wie kann man da aufmerksam sein, oder so getarnte sozusagen, also Menschen, die quasi unter einer Tarnung oder synonym dort unterwegs sind? Genau, also bei den Online-Spielen kann es natürlich vorkommen, dass ich mit jemandem spiele, der vielleicht die Susi 12 ist und auch ein Profilbild hat von einer Susi 12 oder auf Instagram eben mit der Susi 12 befreundet bin, obwohl ich sie jetzt nicht im echten Leben kenne. Und dass sich dahinter vielleicht ein Walter 44 verbirgt, da muss ich mit den Kindern genauso drüber reden, wie ich steige bei einem Fremden nicht ins Auto ein, egal was der dir erzählt. Also das ist im Prinzip das Gleiche. Leider gibt es auch im Internet eben Menschen, die es nicht immer so gut meinen. Das zweite von vornherein, nicht so viele Daten von sich teilen. Also ich darf nicht teilen, also Vorname in Kombination mit Nachname und dann eben zum Beispiel, wo ich in die Schule gehe, mit dem habe ich schon als fremde Person auch schon sehr, sehr viele Infos. Da vielleicht noch ein Foto dazu. Genau, also da einfach aufpassen, was teile ich bei sehr jungen Kindern. bei sehr jungen Kindern nicht unbedingt die Fotos teilen und auch wenn man älter ist, aufpassen, wie viel von meiner Identität ich preisgebe. Also würdest du ganz konkret einem zwölfjährigen Kind zum Beispiel raten, auf den verschiedenen Plattformen, sage ich einmal, was preiszugeben, also nur den Vornamen. Ja, Vornamen oder Synonym, das ist auch ganz gut. Die Freunde finden mich ja dann, meine Freunde. Genau. Aber es kommen dann auch Fragen von Fremden. Ja, wo wohnst du? Was weiß ich was? Schick mir ein Foto von dir. Das ist leider nichts teilen, solange ich die Person nicht kenne. Auch nicht irgendwelchen Anforderungen folgen, auch wenn man die Person schon lange im Internet kennt, dass man sich mit denen dann im echten Leben auch trifft. Also wenn man sich wirklich, wirklich treffen will, und das gilt bitte nur für ältere Jugendliche, trotzdem mit einem Erwachsenen hingehen. Es sind ja schon sehr gute Freundschaften so entstanden, aber dort treffen, wo viele Menschen sind, an einem öffentlichen Ort, mit einer zweiten Person, am besten einem Erwachsenen. Also das sind so Tipps, die ich auf jeden Fall mal weitergeben kann. Und Dinge mit einem Erwachsenen besprechen, mit den eigenen Eltern, mit den Lehrern. Wenn ich Inhalte bekomme, wie Kettenbriefe zum Beispiel, die einem Angst machen könnten, den Kettenbrief einmal nicht weiterleiten und dann zum Erwachsenen geben. Ja, das ist ein eigenes Thema, diese Kettenbriefe. Das ist ja ganz interessant. Ich frage mich immer, wer macht das oder warum macht man das? Was hast du da für eine Theorie dazu? Ja, also Kettenbriefe gibt es eigentlich schon auch schon vor Internet. Das ist schon eher so der Spaß daran, einen Kettenbrief zu verschicken und der Spaß daran, dass man jemandem anderen vielleicht Angst macht. Für diejenigen, die oft einen Kettenbrief bekommen, wollen sie oft die Angst einfach weitteilen mit anderen und jemanden anderen reinlegen, wenn sie drüberstehen. Am besten ist einen Kettenbrief nicht mehr weiterzulegen. Einfach löschen. Ja, genau. Ich meine, es gibt ja auch diese, die nicht so negativ behafteten, es gibt ja auch diese am besten ist ein Kettenbrief nicht mehr weiterleiten. Einfach löschen. Ja, genau. Ich meine, es gibt ja auch diese, die nicht so negativ behafteten, es gibt ja auch die lustigen, oder wenn du das machst, dann passiert irgendwas Positives, gibt es ja auch, aber ja, grundsätzlich. Darf ich nur kurz an einem anderen Thema vorher was sagen? Zum Erwachsenen gehen, falls irgendwelche unangenehmen Sachen im Internet passieren. Also, je nach Schweregrad, sage ich mal, Beweise sichern, das heißt Screenshots machen vom Handy, wenn man mit jemandem Fremden zum Beispiel im Dialog ist, wo man feststellt, ich glaube, da hat es ein bisschen was anderes. Oder wenn man bedroht wird, das kommt leider auch immer wieder vor, Beweise sichern und damit zur Polizei gehen. Also ich habe gerade bei einer Schulung jetzt vor kurzem erfahren, dass die Polizei auch in den Gemeinden mittlerweile so weit geschult wird, dass sie auch was Cybercrime betrifft, und da geht es um viele Facetten, dass super geschult sind. Also das wird aufgenommen, das wird zur Anzeige gebracht. Beweise braucht man aber trotzdem. Also wenn ich einfach sage, es belästigt mich irgendwie im Internet, aber ich habe leider nichts, weil ich immer gleich weggeschaltet werde. Screenshot. Genau. Ich habe mal gehört, dass es sehr schwierig ist, dass man aber dann den Täter sozusagen wirklich herausfindet und das nachvollzieht, von wo es ausgeht. Wie ist da jetzt der Stand der Dinge? Genau kann ich es jetzt nicht sagen, aber die IP-Adresse, selbst wenn ich anonym unterwegs bin im Netz und Leute belästige, mein Gerät hat eine Adresse. Und das ist die IP-Adresse. Und die kann man oft zurückverfolgen und dann mit dem Standort vom Gerät herausfinden. Das ist eine Möglichkeit. Ich glaube, die Polizei hat da noch mehr Möglichkeiten. So ganz im Detail weiß ich es ehrlich gesagt nicht. Aber sie sind ziemlich gut geschworen. Okay, sehr gut. Natürlich wird das jetzt nicht so veröffentlicht, weil sonst würden sie ja bei ihrer Arbeit wieder behindert werden, denke ich mal. Ja, es ist schon auf jeden Fall ein Thema, das immer größer wird. Egal ob es jetzt Dinge sind, die im Netz geteilt werden, wo es um Bliederrechte geht zum Beispiel, Betrug im Netz, beim Einkaufen, das kann jedem passieren, also da gibt es ganz viele Facetten. Das ist mir auch schon passiert. Man macht leider auch negative Erfahrungen. Du hast vorhin schon... Ich habe noch ein bisschen eingeschaltet. Sollen wir das Alter der Kinder noch? Was? Welches? Das hast du, glaube ich, schon erwähnt, dass die Kinder immer jünger werden, die schon Smartphones haben und eigentlich die Hälfte der Volksschüler schon mit Smartphone im Netz. Genau, und besitzen ein Smartphone. Ich muss sagen, aus meiner eigenen Erfahrung mit den Workshops, in der Stadt mehr als am Land grundsätzlich. Und oft ist es aber auch sehr klassenspezifisch, dass ich vielleicht in der gleichen Schule in zwei unterschiedlichen Klassen unterwegs bin und die eine Klasse, da haben schon sehr viele ein Handy und da sieht man dann schon, wie der Kuppendruck da ist. Wenn schon sehr viele ein Handy haben, dann kriegt das Kind dann auch ein Handy. Und wenn man es gemeinsam vermeidet nur, dann versucht man es eh so lange hinauszuziehen wie möglich. Das heißt, da könnten sich die Eltern eigentlich zusammentun, also gerade bei einer Klasse, vielleicht beim Elternabend oder bei einem anderen Treffen und vielleicht da so eine gemeinsame Vorgehensweise entwickeln. Ist sicher gut, wenn man da einen Elternabend zu solchen Dingen veranstaltet. Eben, weil ansonsten ist vielleicht ein einzelnes oder zwei, drei Kinder dann ausgeschlossen von der Gemeinschaft. Genau, das soll es ja auch nicht sein. Aber ganz oft ist es auch so, dass Eltern auch im Arbeitsleben stehen, beide Eltern, manchmal kann es später werden, Festnetz gibt es zu Hause oft nicht mehr, meistens nicht mehr, und dann hat das Kind halt ein Handy. Und meistens ist es dann auch gleich ein Smartphone. Und da möchte ich als Elternteil auch meine Kinder erreichen können, wenn ich später heimkomme, als geplant. Also die Zeiten, wo die Mama drauf wartet mit dem Kochtopf, sind vorbei, dass die Kinder nach Hause kommen. Ich meine, es hat ja auch Vorteile, dass die Kinder erreichbar sind. Ja, natürlich. Es gibt ja auch Apps, wo die Eltern die Kinder quasi beobachten können. Das geht ja im Prinzip auch mit der Familienfreigabe und mit dem Family Link, dass ich die Ortungsdaten auch mitbekomme. Ist natürlich... Ist umstritten, hat seine Vor- und Nachteile, hat aber auch insofern Nachteile, dass man sich vielleicht sogar mehr Sorgen macht, wenn man nachschauen kann. Ja, weil man sagt, wieso ist die jetzt da, warum hat die den Bus nicht erwischt und keine Ahnung. Muss man einfach miteinander ausmachen. Ich würde es auf keinen Fall hinter Rucks machen. Also schon, dass auch die Kinder wissen, dass der Standort verschickt wird, wenn man es macht. Also ich würde es jetzt nicht irgendwie geheim machen oder heimlich schauen, was das Kind macht. Desto älter das Kind wird, desto mehr wird das Kind das als Vertrauensbruch empfinden. Ja, Vertrauen ist da wieder das große Schlag. Da ist es aber wieder beim Vertrauen. Genau, genau. Generell in der Erziehung denke ich. Immer, ganz wichtig. Ich sehe ja trotzdem, dass Internet und Technik mehr Vor- als Nachteile bringen. Und bei der Verkehrserziehung ist ja auch nichts anderes. Also die Autos werden wir jetzt nicht wegzaubern können, aber wenn ich jetzt über die Straße gehe und nicht weiß, wie ich nach rechts und nach links schauen muss, dann werde ich zusammengeführt. Und es ist super, super gefährlich im Verkehr. Aber nicht, wenn ich weiß, wie ich damit umgehe. Und genauso sehe ich das eigentlich auch in der Medienerziehung. Dass man sehr viel Nutzen hat, auch glaube ich, die Zeit jetzt mit Corona, wo viele Kinder im Heimunterricht oder im Distance Learning waren, hat man auch den Stellenwert jetzt gesehen, den das Internet jetzt mitnimmt. Auch vom Sozialen, von der Kommunikation, ganz, ganz vieles hat da mitgespielt. Und darum, es gibt sehr, sehr viele Vorteile, aber man muss eben wissen, wie. Für mich gehört das wie Alphabetisierung dazu. Ja. Genau. Ich meine, wir haben es jetzt auch gesehen, eben bei den Kinder-Uni-Webinaren. Ja, genau, so wie heute. Wirklich, also wenn die Eltern dann auch noch ein bisschen unterstützen, wir haben es jetzt auch gesehen, eben bei den Kinder-Uni-Webinaren. Ja, genau, so wie heute. Also wirklich, also wenn die Eltern dann auch noch ein bisschen unterstützen, es ist wirklich zumindest möglich, dass man ein bisschen was rüberbringt. Genau. Übrigens, also wir hoffen natürlich alle, dass wir heuer, also im kommenden Sommer in den Ferien wieder unser normales Programm durchführen können und dass ihr dann auch mit euren Freunden wieder gemeinsam experimentieren könnt und dass ihr am Campus sein könnt und dort in die Mensa gehen könnt und alle diese Dinge, die natürlich jetzt schon fehlen. Ja, klar. Das Persönliche ist immer noch wichtig. Ganz, ganz wichtig sogar. WhatsApp ist wichtig, aber wenn es etwas Wichtiges zu klären gibt, bitte persönlich. Genau. Aber um zurückzukommen auf diese Medienerziehung, was ist da der Stand der Dinge? Du bist ja da auch ein bisschen involviert, gleich beim Land Oberösterreich, also was gibt es da für Maßnahmen, oder sollen sich da die Eltern eher darum kümmern, dass die Kinder in die Richtung geschult werden, oder was übernimmt da die Schule? Oder was ist da vorgesehen? Das ist ganz unterschiedlich. Aber wie ich es erlebt habe, es sollten alle an einem Strang ziehen. Es ist sehr oft so, dass ich zwar an Schulen bin mit Workshops und dann mir die Lehrer sagen, ja, wäre aber auch nett, wenn das dann zu Hause auch so weitergetragen wird, weil es dann vielleicht zu Hause ganz anders gehandhabt wird. Oder die Eltern zu wenig Ahnung haben, dass es Privatsphäre-Einstellungen gibt zum Beispiel. Übrigens Privatsphäre-Einstellungen über sefa-internet.at Privatsphäre-Einstellungen. Tolle Anleitungen kann man durchaus weitergeben. Wir werden die Links dann zumindest auf unserer Facebook-Seite unten dann auch noch einmal posten. Wichtig ist, dass alle an einem Strang ziehen. Lehrer wie Eltern. Eigentlich müsste man alle schulen dann. Also man müsste die Eltern schulen. Ja, die Lehrer. Da gibt es auch einfach unterschiedliche Wissensstände, bei den Eltern genauso. Mittlerweile haben wir Eltern, schon ältere Eltern, die auch ganz gerne Computerspiele spielen oder mit ihren Spasslängen spielen, selber schon die Version 1 gespielt haben und jetzt die Version 7, keine Ahnung. selber schon die Version 1 gespielt haben und jetzt die Version 7, keine Ahnung. Ja, es wird auch in jeder Familie anders gehandhabt. Das ist trotzdem sehr individuell, wie man da damit umgeht. Und wie könnten sich Eltern schulen selber? Also gibt es da auch zum Beispiel auf seferinternet.at? Genau, das ist eine Möglichkeit, seferinternet.at ist eine ganz tolle Plattform, wo auch für Eltern ein eigener Bereich ist, wo der Lehrer genauso ein eigener Bereich ist. Es gibt unterschiedliche Broschüren von den Telekommunikationsunternehmen zum Beispiel, die schicken Gratisbroschüren aus zu verschiedensten Themen. YouTube-Videos sind ganz gut. Also da gibt es auch ganz viel Lehrreiches. Auch zu Themen wie Privatsphäre, Einstellung und worauf muss ich schauen. Ja, also das sind so die Plattformen, die so empfehlen wird. Sehr gut. Und auch wieder, das ist wie reden mit dem Kind. Zum Beispiel Thema Spiele. Wenn ich jetzt ein Spiel einfach so verteufle, ohne es selbst gesehen zu haben, ist es nicht so gut und das Kind fühlt sich nicht verstanden und wenn ich aber einfach sage, liebes Kind, darf ich auch einmal mitspielen, meistens wird man ausgeklagt, weil man so schlecht ist, aber die Erfahrung habe ich auch gemacht, aber immerhin, ich sehe dann, worum es geht im Spiel, ich kann mir ein Bild dazu machen und nicht nur die Schlagzeilen lesen, die ich in den Medien mitbekomme. Oft ist gar nicht so viel dahinter und manchmal ist es aber genau umgekehrt. Ich denke, oh, ich spiele dieses Spiel, geht aber gar nicht. Der Titel klingt zwar total harmlos, aber ja, genau. Wo haben die Kinder und Jugendliche die Spiele her, beziehungsweise braucht man da Geld oder wird das alles gratis zur Verfügung gestellt? Ich bin da jetzt nicht mehr so drin. Ja, ein wichtiges Thema. Weil es ist ja eigentlich so, dass Spiele, also es gibt kostenpflichtige und Gratisspiele. Meistens ist es so, dass genau die Gratisspiele sehr viel Werbung enthalten und sehr viel versteckte Werbung enthalten und dann die sogenannten In-App-Käufe, das heißt, dass ich in der App, die eigentlich gratis ist und was kaufen kann, entweder neue Geräte, damit ich schnell im Stellung-Level weiterkomme, Skins, also Outfits, das wäre bei Fortnite zum Beispiel ein Thema und da kann man sehr viel echtes Geld ausgeben. In welcher Größenordnung verwendet ihr das? Ich mache oft so kleine Umfragen in der Volksschule, wo ich einfach merke, da habe ich eine Klasse, die spüren recht gern und frage oft so, wie haben die das meiste Geld ausgegeben? Dreistellige Beträge. Wirklich? Ja. Also manche wissen da gar nicht, wie bist du? Von bist du? Wie kommen sie zu dem Geld? Dann fragt man sich auch, wie kommen diese Kids zu so viel Geld? Es kann entweder über einen Handy-Account laufen, also Handyvertrag von den Eltern, sonst ist man dann nachher im Handyvertrag. Oder die ganzen Karten, die man bei diversen Geschäften an der Kasse bekommt. Da gibt es zum Beispiel für Steam, wo man Spiele runterladen kann, oder die Google Play Karten, was weiß ich. Also da gibt es verschiedenste Karten. PaySafe ist ja auch nichts anderes als eine vorgeladene Kreditkarte. Und die verwenden es. Und die wünschen es sich auch zum Geburtstag. Und da muss ich einfach drauf schauen, auch wieder darüber reden, wie viel Geld ausgeben im Internet. Weil das spürt man nicht so als Geld. Das sind ja Spielmünzen. Ja genau, das ist einfach so eine andere Welt. Also das heißt, bei Spielen erstens einmal schauen, was passiert da tatsächlich bei dem Spiel, am besten einmal selbst reingehen, genau. Wichtig, haben wir gesagt, wieder vertrauen, dass man eben darüber reden kann, weil sonst würden sie es heimlich spielen. Ich habe jetzt gerade eingeblendet, die Spiele- und Altersfreigaben, und da gibt es zwei wichtige Organisationen, die in Österreich relevant sind, das ist PEGI und USK, und da muss man auch dazu sagen, das heißt nicht, dass das Verbote sind. Das sind Spiele, das sind Altersbeschränkungen, oder Altersempfehlungen, sollte ich besser sagen, die am Spiel sichtbar sind. Und die kann ich schon als Elternteil als Information, falls ich ein Spiel kaufe oder im App Store, kann es genauso drin sein, sind Informationen, falls ich ein Spiel kaufe oder es im Appstore genauso drin ist, eine Richtlinie hernehmen. Das sagt aber nichts über den Schwierigkeitsgrad aus. Ein Spiel, das ab 3 freigegeben ist, kann aber trotzdem ein ziemlich kompliziertes Strategiespiel sein, aber es ist halt von den Inhalten unbedenklich. Okay, ich verstehe schon. Also das wird nur bewertet, ob das gefährliche Informationen sind. Ja, ist aber in Österreich von Bundesland zu Bundesland ganz unterschiedlich, sollten wir auch wissen. Und es ist eine Richtlinie, kein Verbot. Also vielleicht maximal für den Händler bindend, weil der sollte jetzt einen zwölfjährigen Kaschpil 16 verkaufen zum Beispiel. Aber umgekehrt doch. Also einfaches Richtlinie hernehmen. Ansonsten BUP kann ich sehr empfehlen. www.bup.at Das ist vom Bundesministerium eine Seite, die Spiele empfiehlt. Und auch Spiele, die jetzt sehr positiv gewertet werden, die zum Beispiel zum Lernen gut da sind, oder Strategie, ums Eck denken, fördern, also die einfach für gut befunden worden sind. Ja, ich meine, das ist die eine Sache, das sind die wertvollen Spiele, und das andere sind die prominenten Spiele, oder die gerade jetzt gerade so angesagt sind. Genau. Spiele haben trotzdem immer auch einen Spaßfaktor, es muss ja nicht immer ein Lernspiel sein, aber man kann sich sehr schnell verzetteln bei Spielen, man kann eben Geld ausgeben, das sind Themen, wo man drüber reden muss, sind es altersgerechte Inhalte. Spiele ich mit Fremden online? Mhm. Ab einem gewissen Alter ist das okay, aber vielleicht darunter ist das nicht so gut einordnenbar. Warum? Naja, weil ich möglicherweise wieder gleichzeitig im Chat mit meinen Mitspielern spiele und dort sich leider auch wieder oft Leute tummeln, die es nicht so gut machen. Und man dann im Chat zum Beispiel Informationen preisgibt. Genau. Leider bei Spielen, die für ganz kleine Kinder gedacht sind, irgendwelche Pferdespiele, sind da auch schon Dinge vorgekommen, dass sie angeblich mit anderen Kindern spielen und dann verbirgt sich auch wieder, wie wir vorher gesprochen haben, oft ein Erwachsener, der es nicht so gut meint, der andere Informationen, Bilder zum Beispiel, haben möchte von den Kindern. Weil du sagst Bilder, wie ist es generell mit Bildern? Darf ich als Elternteil Bilder meiner Kinder teilen? Irgendwo auf Facebook zum Beispiel? Grundsätzlich ist es so, dass Kinder auch ein Recht auf Privatsphäre haben. damit müsste das Kind das auch wollen, natürlich, wenn das Kind sehr jung ist, weiß ich das, ich weiß noch nicht, ob das Kind das will, vor allem, wenn es vielleicht ein Baby ist, aber an sich gilt das, wenn jetzt ein Kind sagt, bitte, liebe Mama, poste das nicht, muss ich mich dran halten. Es gibt sogar einen Fall, wo ein Kind einen Teil angezeigt hat. Was dabei herausgekommen ist, weiß ich leider nicht. Aber grundsätzlich nein und man muss auch bedenken, die Fotos bleiben oft im Netz. Das heißt, selbst wenn das süße Kind, das da gerade den Brei geistet hat, sich vollgleckert, ist vielleicht als Kind nicht so schlimm, aber irgendwann wird das Kind älter und wenn es dann in der Klasse deshalb verarscht wird, dann ist das auch nicht wirklich gescheit. Und das heißt also, selbst wenn man die Fotos löscht, wie ist das eigentlich? Wenn ich zum Beispiel Facebook-Fotos habe und jetzt will ich die eigentlich nicht mehr präsentieren, lösche ich die Fotos, sind die nach wie vor irgendwo im Netz verfügbar? Sie können geteilt worden sein von jemand anderem. Sie können kopiert worden sein. Und das passiert leider meistens genau dann, wenn das Foto recht peinlich ist. Dass vielleicht dann doch irgendwer teilt, nochmal hochlädt. Und dann kann ich es aber blöderweise oft nicht mehr löschen, weil ich nicht mehr dazu komme. Solange es auf meiner Plattform ist. Und ich kann auch den Betreiber von einer Plattform bitten, eine Information oder ein Foto zu entfernen. Aber ansonsten kann es sein, dass ich da Probleme kriege. Okay, also irgendwann ist es sozusagen nicht mehr kontrollierbar. Läuft außer Kontrolle. Und gerade wenn es irgendwas ist, was peinlich ist, man löscht es und lässt irgendwie andere Letzten wieder hoch. Aha, ja. Es gibt aber Möglichkeiten, das Netz zu durchsuchen nach Bildern. Also da gibt es zum Beispiel das TinEye, nennt sich das, das ist die Rückwärtsbildersuche. Auch von Google gibt es die Möglichkeit, eine Rückwärtsbildersuche zu machen. Aha, Rückwärtsbildersuche. Rückwärtsbildersuchen, genau. Das habe ich überhaupt noch nicht gehört. TIN-A, das werden wir dann auch teilen. TIN-A zum Beispiel, genau. Und bei Google, ich glaube, die Zeit reicht jetzt nicht, dass man es im Detail herzeigt, aber wenn ich auf Bilder umschalte und dann ein Bild hochlade, dann gibt es die Möglichkeit, dass ich ein Bild hochlade und dann wird im Netz nach dem Bild gesucht oder nach ähnlichen Bildern. Wenn ich jetzt meinen Wohnort nicht preisgebe, wenn sehr markante Gebäude im Hintergrund sind, kann Google dann herausfinden, dass das jetzt irgendwo in einer Straße in Wien ist oder sonst wo. Also anhand von einem Bild alleine kann ich eigentlich auch schon sehr viel herausfinden. Wow, okay. Und die Technik wird immer besser. Dessen muss man sich dann bewusst sein. Genau, genau. Ich meine, was mich jetzt noch interessieren würde in dem Zusammenhang, mir ist es immer wieder passiert, dass ich mich für irgendwas interessiere und nicht einmal bewusst im Internet danach suche. Und dennoch bekomme ich ständig Werbung genau zu diesem Thema. Wo kommen diese Daten her? Ja, das ist eine gute Frage. Ich frage mich ehrlich gesagt auch öfter, weil ich vor kurzem eine ganz skurrile Situation gehabt habe, wo ich nur darüber gesprochen habe. Erzähl einmal genau, was war das? Ich war unterwegs, als Beifahrer im Urlaub und es ist ein Mazda vorbeigefahren und ich sage so zu meinem Mann, eigentlich, wie ich so einen Führerschein gemacht habe, da hätte mir genau der Mazda, MX5 war es, hätte mich interessiert, der hätte mir gefallen und in der Farbe und keine Ahnung. Und jedenfalls ist das Wort Mazda öfter gefallen in einem Gespräch. Und ein bisschen später habe ich dann mein Handy in die Hand genommen und siehe da, es poppt eine Mazda Werbung auf. Also Mazda, nicht irgendeine andere Automarke. Das gibt es jetzt auch nicht. Ich habe jetzt nicht danach gegoogelt. Wenn ich danach googeln würde, dann kann ich es nachvollziehen. Aber rein aus dem Gespräch heraus. Natürlich kann es sein, dass manche Apps Zugriff haben auf das Mikrofon. An sich habe ich das so weit ausgeschaltet, wo es nicht notwendig ist. Weil das kann ich auch in den einzelnen Apps einstellen. Ja. Übrigens auch wieder, safe Internet Privatsphäre einstellen. Genau. Die Einstellungen für verschiedene Apps. Aber es weist schon sehr stark darauf hin, dass das Mikrofon verwendet wird. Okay. Ja, und wahrscheinlich auch, also ich habe manchmal den Eindruck, dass bei mir die Kamera irgendwie aufleuchtet. Ah, ja. Und genau, wie ist es da? Ich meine, wir verwenden ja auch jetzt zum Beispiel auf den Laptops oder Computern immer mehr diese Kameraüberklebungen oder so sage ich mal. Ja. Gibt es da auch Programme, die... Ja, an sich normalerweise sollte das nicht der Fall sein. Es gibt aber immer wieder Viren, die man sich einschleust und die möglicherweise dann sehr wohl auf die Kamera zugeschaut werden. Das heißt, da kann ich mir helfen, indem ich Antivirusprogramme installiere, auch up to date halte, also die Aktualisierungen regelmäßig mitmache, dann trotzdem bei den einzelnen Apps schauen, worauf sie Zugriff haben. Wenn ich eine Taschenlampe zum Beispiel am Handy habe und die Taschenlampe hat Zugriff auf mein Mikrofon und auf meine Kamera, dann muss ich mich fragen, ob ich die App brauche. Genau. Verdächtig. Also Gratis-Apps sind oft eben, da sind wir wieder bei dem Thema, oft gar nicht so gratis, weil man irgendwie anders bezahlt. Ja. Ja. Also da muss man einfach aufpassen. Es sollte natürlich nicht der Fall sein, dass Programme, also ohne meines Wissens auf mein Mikrofon oder auf meine Kamera zugreifen. Sehr oft hört man diese Geschichte, was ein bisschen auch passiert, wo ich mir denke, ja, das hätte jetzt nicht sein sollen. Sehr komisch, dass ich jetzt genau eine Werbung kriege zum Thema Mazda. Genau. Das heißt, am besten die Apps sehr gut durchleuchten und sich genau anschauen, was ist bei dieser App erlaubt. Es gibt gewisse Programme, da braucht man ein Mikrofon. Regelmäßig einen Privatsphäre-Check machen. Beim Google Dashboard, also myactivities.google.com zum Beispiel wäre das, kann ich nachverfolgen, was Google alles aufgezeichnet hat. Und das kann von meiner Stimme bis zu meinen Ortungsdaten, bis zu Fotos, die ich aufgenommen habe mit dem Handy, YouTube-Verlauf, Suchverlauf, das ist alles drinnen. Was kann man dagegen tun? Man kann es eh ausschalten. Man kann es schon ausschalten. Man kann es ausschalten, aber wenn man nicht bewusst ist, dass es das gibt, dann ist es vielleicht sowieso eingeschalten. Ja, genau. Also das erlebe ich in den Workshops immer wieder, auch bei Älteren, wo man sagt, super, da steht ja genau mein Wohnort und wo ich jeden Tag hinfahre und dass ich da einen Abstecher gemacht habe zum H&M und genau mit Uhrzeit und Stempel und da habe ich ein Foto gemacht, wie ich gerade auf der Landstraße unterwegs war. Das ist auch da. Also das sind einfach Daten, die man ganz unbewusst teilt und das muss man sich bewusst machen, was geteilt wird und man kann es dann einstellen und hoffentlich ist es dann auch wirklich so, dass es dann nicht mehr geteilt wird. Du hast ja so viele schöne Folien vorbereitet. Gibt es noch irgendwas, was du noch unbedingt... Ich schau noch einmal kurz, ob da... Ja, vielleicht trotzdem ganz wichtig... Das sind eh die YouTube-Kanaleinstellungen. Okay, jetzt bin ich rausgegangen. Nein, eigentlich würde ich dir noch ein paar Links geben, wo man sich weiter informieren kann. Das Thema ist sehr, sehr breit. Ich könnte stundenlang etwas machen. Ich merke gerade, ja. Aber vielleicht, wenn wir es noch ein bisschen zusammenfassen. Vielleicht, wir haben begonnen mit, okay wir sind schon in der Früh sehr bald am Handy, was können wir da für Maßnahmen setzen? Zum Beispiel, dass man nicht gerade die Apps quasi am Startscreen hat. Genau, Apps nicht am Startscreen, dann auf Flugmodus schalten oder das Handy überhaupt ausschalten in der Nacht. Dass man den digitalen Stress, den man hat, weil vielleicht der Freund oder die Freundin auf WhatsApp eine Nachricht geschickt hat und man sieht ja, wenn eine Nachricht angekommen ist und ob es gelesen worden ist, dann hat man oft den Stress, das muss ich aber antworten. Sie sieht ja, dass ich das schon gelesen habe. Man kann das aber abdrehen auf WhatsApp, dass eben die Benachrichtigung für den anderen da ist, ob ich die Nachricht bekommen habe. Das hilft nämlich auch, dass man nicht so einen Stress bekommt. Handy-Ladestationen außerhalb vom Kinderzimmer für die ganze Familie. Wegen der Strahlungen? Nein, nicht unbedingt wegen der Strahlungen, sondern dass man eben nicht gleich in der Früh hingreift. Kann man natürlich auch wegen der Strahlungen, aber ich persönlich glaube, dass die Strahlungen da sind, auch wenn das Handy weiter weg ist. Dann einfach, dass man nicht diese Versuchung hat hinzugreifen oder dass die Kids vielleicht nicht unter der Decke noch das Handy sehen. Genau, also am besten in der Nachtruhe, komplett aus dem Zimmer verbannen. Aus dem Zimmer verbannen, also wir haben zu Hause eine Zeit lang eine Ladestation gehabt, wo alle Handys, alle Geräte dort hingekommen sind und das war eben das Esszimmer bei uns. Und damit war es nicht neben dem Bett und die Versuchung dann auch nicht so groß. Genau. Und vielleicht reicht es ja, wenn man nach dem Frühstück einmal erst beginnt, weil dann kommt man noch ein bisschen mehr zu sich. Man ist ja in dem Unterbewusstsein eigentlich noch direkt nach dem Aufwachen und es ist gut, wenn man sich dann noch ein bisschen Ruhe gönnt. Und ein Wecker, weil das ist ja natürlich dann oft die Ausrede, ja, aber das ist mein Wecker, der kostet nicht so viel. Genau. Absolut. Genau. Ja, genau, dann haben wir darüber gesprochen, Vertrauen ist gut, das heißt also immer mit den Kindern auch in Kontakt bleiben und eben vielleicht so einen Vertrag gemeinsam aufsetzen. Genau. Und sich selbst daran halten. Genau, ganz wichtig, ganz wichtig. Ja, und einfach viel darauf achten, was man preisgibt im Netz. Genau, weil man ist einfach mit allen möglichen anderen Personen verbunden im Netz. Und da muss man einfach aufpassen. Möglicherweise Einstellungen vornehmen als Elternteil, damit man wirklich auch zu nur kindergerechten Inhalten kommt. vornehmen als Elternteil, damit man wirklich auch zu nur kindergerechten Inhalten kommt. Private Sachen nicht so preisgeben, Adresse, Telefonnummer, bei den Bildern aufpassen. Ja. Und bei Problemen Hilfe suchen, ganz wichtig. Also nicht in sich hineinfressen, zu einer erwachsenen Person gehen und darum auch immer wieder ein offenes Ohr haben. Genau, und ich glaube es ist auch ganz wichtig, dass man auch viele Aktivitäten außerhalb dieses digitalen Raumes hat. Ganz wichtig, natürlich, und sich auch in echt treffen, genau. Und rausgehen in die Natur, frische Luft schnappen, ganz wichtig. Genau, dass wir sozusagen unsere analoge Welt auch noch gut wahrnehmen. Und jetzt werden wir sehen, was sich in den nächsten Tagen und Wochen tut bei uns. Es bleibt spannend, genau. Es bleibt spannend wieder. Ob wir wieder mehr auf Distanz gehen müssen und auch Homeschooling wieder ein Thema wird. Ja, stimmt. Also das bleibt leider spannend, aber wir sind situationselastisch. Ah ja, genau. Wir bleiben auch entspannt. Und wenn von eurer Seite noch Fragen auftauchen oder jetzt im Nachhinein aufgetaucht sind, ihr könnt uns auch auf Facebook schreiben, denke ich mal. Genau, das Telefon ist jetzt, vielleicht hat es sich nicht eingeschaltet, aber ich habe das als ein sehr angenehmes Gespräch empfunden. Ja, danke. Ich hoffe, für euch war auch viel dabei. Wie schon versprochen, werden wir die Informationen zu diesem Vertrag, zu Sefa Internet, zu diesen Möglichkeiten der Regulierung dieser einzelnen Apps und so weiter, das werden wir noch auf unsere Webseite stellen. Und nein, auf unsere Facebook-Seite. Ja, also ich habe wieder einiges gelernt. Ja, freut mich. Und es war ein recht nettes Gespräch, war für mich auch eine neue Erfahrung im Studium. Ja, genau. Und man lernt nie aus, was ja schön ist. Genau. Und dann verweise ich noch einmal kurz auf unser Magazin und auf unsere neue Website. Schaut euch das an, www.kinderuni-ooe.at. Und ich hoffe, wir sehen uns dort oder da noch einmal. Und ich hoffe auch, es war was für euch dabei. Neue Informationen. Und ihr schaut gleich einmal nach, was sich auf eurem Handy so tut. Genau, Privatfähigkeits-Einstellungen checken. Genau, also checken, beziehungsweise auch die Eltern, damit sie das Bewusstsein stärken konnten. Dann sage ich vielen Dank fürs Zusehen und bis bald fertig