Sehr geehrte Damen und Herren, herzlich willkommen hier in der Literaturgalerie im Stifterhaus bei Karl Wiesinger zur Finissage der Ausstellung Vorwärtsgenossen – Es geht überall zurück. Zur Präsentation des umfangreichen Begleitbandes, der digitalen Auswahl-Edition von Tagebüchern Karl Wiesingers und des Hörbuches mit einer Collage aus unterschiedlichen Texten, die zusammengestellt durch und unter der Regie von Thomas Hinterberger am 4. Februar 2020 als Hörtheater hier aufgeführt worden ist. Die beiden Kuratoren der Ausstellung und Herausgeber des Kataloges, Mag. Georg Hofer, Mitarbeiter am Adalbert-Stifte-Institut und Dr. Helmut Neuendlinger, Zentrum für Museale Sammlungswissenschaften an der Donau-Universität Krems, werden die Projekte vorstellen. Beide darf ich sehr herzlich begrüßen. Die Haltung und politische Positionierung Karl Wiesingers zeigt sich nicht nur in seinen autobiografischen Texten, sie ist untrennbar mit seinem grundsätzlichen Verständnis von literarischer Arbeit verbunden. Schreiben hat für ihn eine politische Dimension, immer und unbedingt. Um das Besondere daran in Zusammenschau mit anderen Formen des Widerstands zu verdeutlichen, wird Helmut Neundling ein Gespräch mit Verena Lorbeer und Andreas Schmoller führen. Beide sind tätig im Franz- und Franziska-Jägerstätter-Institut. Dr. Andreas Schmoller leitet es. Wir freuen uns sehr über Ihr beider Kommen und begrüßen Sie ganz herzlich ins Stiftershaus. kommen und begrüßen Sie ganz herzlich ins Stiftershaus. Auch Karl Wiesinger selbst kommt heute Abend noch einmal zu Wort. Florin Mittermeier liest ausgewählte Passagen aus seinen Tagebüchern. Wir begrüßen Florin Mittermeier, der anlässlich der Vernissage Passagen aus Max Metz Wiesingers Alter Ego gelesen hat., herzlich ein weiteres Mal hier bei uns. An dieser Stelle sei herzlich gedankt für die Kooperation im Rahmen des Projektes KONDE, Kompetenz, Netzwerk, digitale Edition, dass die wissenschaftliche Erschließung, Bearbeitung und Veröffentlichung dieser hochinteressanten Texte, nämlich der Tagebücher Karl Wiesingers, die an der Grenze stehen zwischen Ego-Dokumenten und politischem Kommentar der Zeitgeschichte vom Standort Linz aus, ermöglicht hat. Der Dank gilt insbesondere Universitätsprofessor Dr. Klaus Kasperger, Franz-Nabel-Institut der Universität Graz, dafür, dass er uns an Bord geholt und die nicht unbeträchtlichen Mühen von Verhandlungen und Administration übernommen hat. Für die Arbeit und die so gute Zusammenarbeit an all dem, was Sie heute sehen und hören werden und wovon Sie manches auch mitnehmen können, danke ich in aller Geboten in Kürze. Der Abend ist noch lang und vielfältig. Ausführlich gedankt wird bestimmt noch. Ich danke ganz herzlich Georg Hofer und Helmut Neuntlinger, Thomas Pauli und Thomas Hinterberger. Ihnen allen einen aufschlussreichen Abend in Zeitgeschichte und Gegenwart. Herr Petra Tallinger hat es schon gesagt, es ist ein dichtes Programm. Auch ich fasse mich daher kurz oder versuche es zumindest. Präsentieren möchte ich Ihnen heute zwei Erzeugnisse des Hauses, die im Rahmen einer doch längeren Auseinandersetzung mit Leben und Werk Karl Wiesingers entstanden sind. Konkret die Ausstellungspublikation und ein Hörbuch. Zunächst zum umfangreichen Katalog, den wir in vier Abschnitte unterteilt haben in die Dokumentation dieser Schau. Sie finden darin Texte, die Sie hier lesen konnten oder wenn Sie schnell sind auch noch heute lesen können und eine Vielzahl von Abbildungen. Erweitert haben wir diesen Teil um die Transkription von acht Dokumenten von und zu Karl Wiesinger, die allesamt wichtige, ja, wir glauben zentrale Zeugnisse für das Verständnis seiner Person bzw. seines Schaffens darstellen und im Katalog mitunter zum ersten Mal abgedruckt wurden. Darunter die Rede seines Parteigenossen und Freundes Franz Kain bei der Beisetzung Wiesingers, sowie jener Brief des Autors an Franz Muri, den langjährigen Vorsitzenden der KPÖ, in dem er den zwischen Resignation und Hoffnung oszillierenden Appell formuliert, Vorwärtsgenossen, es geht überall zurück. Der zweite Teil des Bandes versammelt Erinnerungen und Betrachtungen von Freundinnen, Leserinnen und Bekannten Karl Wiesingers. Heute sind einige hier anwesend, das freut uns sehr. In der Reihenfolge, wie sie im Buch aufscheinen, sind es Leo Furtlener, Fritz Lichtenauer, Waltraud Seidelhofer, Robert Sommer, Margit Kain, Alenka Mali, Kurt Palm, Franz Steinmarsel und Helmut Rietzi. Die kurzen Texte dieses Abschnittes spannen einen weiten Bogen. Sie befassen sich mit Wiesingers politischen Ansichten, mit dem Schreiben in Jungbauern Max Metz, mit Urlaubsaufenthalten im Feriendomizil des Literaten in Südalmatienien mit einem gescheiterten Filmprojekt und anderem. Anschließend, im dritten Abschnitt, widmen sich literaturwissenschaftliche Untersuchungen dem Werk Wiesingers. Stefan Maurer befasst sich mit den drei politischen Romanen 38, der rosa-rote Straßentheron Standrecht, die auch in dieser Ausstellung eine Rolle gespielt haben. Helmut Lethen geht der Frage nach, wie der Umgang des Dichters mit politischer und literarischer Sprache einzuordnen ist. Und Christian Neuhuber spürt dem größten Erfolg Wiesingers nach, der sogenannten Großraumaktion Max Metz. Gerahmt werden diese drei Untersuchungen vom Wiederabdruck zweier Wiesinger Texte von einem Interview erschienen anlässlich der Veröffentlichung von der Rosarote Straßenthera 1974, das eine wichtige Auskunftsquelle für die politische Sozialisierung dieses Autors und seines Schreibens ist und einem äußerst kurzweiligen und durchaus berührend zu lesenden Nachruf Wiesingers auf sein alter Ego Max Metz. Im abschließenden vierten Teil dieser Publikation führt dann Helmut Neundlinger zunächst in die umfangreichen Tagebücher Karl Wiesingers ein. Wir werden heute im Anschluss gleich noch mehr davon hören. Und thematisch gegliedert und mit Erläuterungen versehen finden Sie am Ende der Publikation eine rund 90-seitige Auswahledition dieses umfangreichen autobiografischen Schreibprojektes. Die hier veröffentlichten, also im Buch veröffentlichten Passagen und Auszüge bieten Einblick in das Wesen einer schwierigen, streitbaren Person. Sie zeugen von gekränkten Eitelkeiten, berichten von dogmatischen politischen Ansichten, von Freunden, Feinden, innen- und außenpolitischen Konflikten und von vielem anderen mehr. Lesen Sie selbst rein, ich kann das wirklich empfehlen, das zahlt sich aus. Textsorten, die Helmut Neundling und ich bei der Konzeption dieser Ausstellung ausgespart habe, konkret Hörspiel und Lyrik, spielen im Hörtheater zu Karl Wiesinger eine wichtige Rolle. Thomas Hinterberger hat eine beeindruckende Collage aus veröffentlichten und unveröffentlichten Werken Wiesingers zusammengestellt und mit Nora Dierisamer, Jorgos Pervolarakis, Andreas Bühringer und Joachim Radke in Szene gesetzt. Nachzuhören nun immer und so gut wie überall dank eines als Hörbuch auf USP-Scheckkarte. Sie finden das hier drinnen. Zusätzlich zu dem eigens arrangierten Wiesinger Hörtheater finden Sie auf diesem USP-Stick auch vier Audiodokumente aus dem ORF-Archiv, aus dem Archiv des ORF Oberösterreich. Die Wiesinger Hörspiele Jingle, gesendet 1960 und das Interview, gesendet 1985, die Max-Metz-Geschichte, ein ländliches Zartischler-Fest 1973, sowie ein Interview mit dem Autor Höchstselbst aus dem Jahr 1971. Sie sehen also, Petra Dalling hat schon gesagt, auch wenn die Wiesinger-Ausstellung heute endet, für zu Hause gibt es einiges mitzunehmen zum Nachhören und zum Nachlesen. Bei allen, die im Gelingen der unterschiedlichen Projekte zu Wiesinger beteiligt waren, bedanke ich mich heute nochmals ganz herzlich. Ich mache das in dieser Form. Helmut Neundlinger und ich haben versucht, am Ende des Vorworts alle aufzuführen. Es sind wirklich sehr viele. Danke noch einmal für die Mithilfe. Namentlich danken wir noch einmal Petra Dallinger, der Hausherrin. Die hat uns das alles erlaubt und hat uns auch nachtrüglich unterstützt und gefördert. Ihnen wünsche ich einen schönen Abend und bis später. In dem Sinne erlaube ich mir, anzuschließen. In dem Sinne erlaube ich mir, anzuschließen. Ich wäre heute ganz gerne an der Seite meiner Grazer Kollegin Selina Galker hier gesessen. Die hat nämlich die technische Umsetzung der Edition geleistet und das ist wirklich keine gering zu schätzende Leistung. In Zeiten wie diesen sind Dienstreisen nicht gerne gesehen, deswegen kann Selina Kalker heute nicht teilnehmen. Es tut ihr sehr leid, aber sie sendet Grüße. Ich hoffe, es ergibt sich ein andermal die Gelegenheit, dass sie hierher kommt. Wer weiß, vielleicht gibt es ja auch andere Editionsprojekte. Zu diesem hier. Es ist jetzt im Nachhinein betrachtet, es ist eine, also jetzt sage ich ganz kurz was persönlich, Nähe, die man entwickelt, wenn man über zweieinhalb Jahre das wohl intimste Dokument bearbeitet, das ein Autor hinterlassen kann, nämlich ein Tagebuch, das eigentlich nicht für die Veröffentlichung vorgesehen war, dass er immer wieder damit kokettiert, das ist sozusagen eigentlich auch klar, wenn man die Tagebücher liest, dass er eigentlich wahrscheinlich auch ganz froh ist, dass da irgendwann jemand über seine Schulter schaut und liest. Wirklich unglaublich umfangreich. Es liegt ein ganz kleiner Teil hier unter der Überschrift Chronister Gegenwart. Man kann das sozusagen haptisch oder zumindest materialisiert sehen. 750 Typos Skriptblätter, der Zeitraum 1961 bis 1973. bis 73. Wir haben folgendes versucht in dieser digitalen Edition. Natürlich geht es im Kern darum, die Texte bereitzustellen in einer Form, die dem Original entspricht und aber um die offensichtlichen Tippfehler natürlich korrigiert ist. Das alleine ist es nicht. Es ist eine unglaubliche Menge nicht nur an Text, sondern an Fakten, an Personen, an Kontexten, an Sachbegriffen, an Ereignissen. Wiesinger ist ein Kommentator der Zeitgeschichte. Das heißt, wir haben auch versucht, zusätzlich zu dieser Edition des Textes noch sicherzustellen, dass man das auch benutzen kann. Im Sinne einer Kommentierung haben wir das geleistet. Ich mache es jetzt ganz kurz. Es hat sozusagen drei Ebenen, die wichtig sind. Wir sind jetzt sozusagen im Portal. Bei Home sieht man sofort einen kleinen Abriss über die Biografie mit rechter Hand einer Kolumne mit fotografischen oder anderen Dokumenten. Sie hier sehen, da sieht man auch die jüngere Schwester und Ilse und ich danke Silvia Kresak, der Nichte, die heute auch da ist, die uns das zur Verfügung gestellt hat. Also wir sind sozusagen über die Ausstellung, über den Prozess auch noch an Dokumente herangekommen, die wir nicht kannten und das ist auch sehr, sehr erfreulich und ist gerade beim Autor wie Wiesinger spannend und notwendig. So setzt sich das Puzzle Wiesinger zusammen jetzt schon langsam. So, hier sind wir also im Biografie-Modus. Hier kann man einmal so einen kleinen Eindruck erhalten, beziehungsweise hat die wichtigsten Eckdaten zu seiner Biografie. Die Dokumente selbst. Es gibt eben einen kleinen Einführungstext, der erklärt, was es mit diesen Tagebüchern auf sich hat, wie sie sich gestalten. Sie sehen hier schon den Hinweis, dass das noch in Aufbau begriffen ist. Es wird nicht mehr lange dauern. Wir werden bis Jahresende, wird die Edition vollständig sein. Wir haben jetzt für die Präsentation immerhin schon fünf Jahre. Wenn man hier hinein klickt, dann sieht man das System. Also es geht natürlich, wie das bei einem Tagebuch nicht anders denkbar ist, chronologisch. Man kann sich jetzt das Vergnügen oder vielleicht auch gar nicht so große Vergnügen machen, das sozusagen von A bis Z durchzulesen. Man wird das natürlich anders benutzen. Man wird vielleicht einmal ein Beispiel ganz neugierig sein, was sagt er zu Franz Kain, was sagt er zu anderen Autoren, die in dieser Zeit gelebt und geschrieben haben, Franz Josef Heinrich, Oskar Zemme und so weiter. Um es vorweg zu nehmen, er sagt nicht allzu viel Gutes über seine Kollegen. Es ist aber schon so, dass man durch diese sehr persönlich gefärbten Einträge ein ganz gutes Bild kriegt, wie sich die Literaturszene, die Kunstszene, aber auch die politische Szene in Linz in den 60er Jahren konstituiert hat. Wo hat man sich getroffen, worüber hat man diskutiert. Es gibt viele sehr subjektiv gefärbte Wirtshausreportagen aus dem Gasthaus zur Stadt Budweis, aus der legendären Bergermami und so weiter. Also es gibt viel Lokalkoloret und das Besondere, würde ich aber sagen, ist, dass es eine enorme Zusammenprall gibt mit dem, um sozusagen eigentlich die ganze Dramaturgie des Kalten Krieges der 60er und frühen 70er Jahre, der Ost-West-Konflikt und so weiter. Sie so ein bisschen vielleicht ein Sieb haben oder Anhaltspunkte, haben wir uns gedacht, es gibt so thematische Stränge, die sehr ausgeprägt sind. Sie sehen links, das ist ganz einfach unter Themen indiziert, insgesamt neun Kapitel oder acht Kapitel, das neunte die Reisen kommen, glaube ich, noch. Oder machen wir, okay, gut. Es gibt dann, eigentlich gibt es noch einen Kommentar zu den Reisen. Aber wir bleiben jetzt mal bei diesen 8 Kategorien. Das heißt, das Tagebuch ist mit den Kommentaren vernetzt über die Farbindikationen. Wir könnten hier mal vielleicht versuchen, genau, da unten, naja, da haben wir ja schon einen Treffer. Hugo Scharnowski, bürgerlich und zugeknöpft bis zum Hals. Er geht nicht mehr aus sich heraus. Also vielleicht muss man den Jüngeren erklären, wer Hugo Scharnowski war, also der ehemalige Bürgermeister und natürlich auch schriftstellerisch tätige Hugo Scharnowski, der auch immer wieder vorkommt. So, das heißt, Sie haben Sie ja mal in den Tagebüchern selber, sehen Sie, was kommt da alles vor. Und dann gibt es sozusagen die Meta-Ebene, die ist unter Kommentar verzeichnet, und da können wir jetzt schauen zum Thema Linz. Ich habe das, warum nicht weg von Linz, habe ich es deswegen genannt, weil Wiesinger sich diese Frage selber stellt. Er gibt sich dann allerdings sozusagen eine positive Antwort und erklärt, warum er bleibt. Sie haben dann in diesen Kapiteln einen Überblick über das Thema und über Wiesingers Bezugnahme auf diese Themen. Das ist teilweise recht ausführlich, stellt aber sicher, dass man, wenn man sich dafür interessiert, so ein bisschen eine breitere Information zum Hintergrund gibt. Das wäre die eine Ebene. Die andere ist, wenn Sie reinschauen, eben die über die einzelnen Namen und Daten. Also die Namen sind meistens verlinkt mit den Wikipedia-Eintragen zu den Personen, beziehungsweise auch zu den Stichworten. Und das Ganze führt uns dann eben zum Register. Also wir haben Personen, wir haben Orte, Institutionen und Schlagworte gruppiert, nur um vielleicht einen kleinen Eindruck, dass Sie bekommen fast allen, also nicht ganz allen, aber wirklich zu fast allen Namen, die da sehr oft vorkommt, der aber so ein bisschen verschwunden istindruck haben in dieses System, das wir da entwickelt haben. Und ja, ich würde sagen, Sie schauen sich das vielleicht einmal an und surfen in Wiesingers Welt, wie man das jetzt so schön nennt. surfen in Wiesingers Welt, wie man das jetzt so schön nennt. Es hat seine Längen, das ist klar, es gibt viele Wiederholungen, es gibt aber auch, wie wir jetzt dann hören werden, unglaublich dichte, unglaublich literarische Passagen und das heißt, wir werden jetzt kurz die Bühne umbauen oder halt den Computer wegräumen und dann bitte ich den Florin Mittermeier auf die Bühne umbauen oder halt den Computer wegräumen. Und dann bitte ich den Florin Mittermeier auf die Bühne. Der wird jetzt nämlich eine kleine Auswahl aus den Tagebüchern vortragen. Die ist orientiert an den Kapiteln, die wir da gewählt haben. Die Kapitelüberschriften sind nicht von Wiesinger natürlich. Die haben wir sozusagen zur Ordnung eingeführt. Ja, und jetzt würde ich sagen, wir... Ah ja, genau, wo? Also es gibt, Entschuldigung, Sie finden das natürlich an dem geisteswissenschaftlichen System GAMS, also GAMS ist leichter zu mer- System, GAMS, also GAMS ist leichter zu merken, die GAMS, das ist deswegen, weil, wie Sie gehört haben, wir haben kooperiert mit dem Zentrum für Informationsmodellierung an der Uni Graz, der Server betreut digitale Projekte im geisteswissenschaftlichen Bereich, nicht nur Literatur, Geschichte, also sehr breit. Da sind wir untergekommen, das ist unser digitaler Hafen. Und ich denke mal, dass es ja auch dann eine Verlinkung gibt zur Homepage des Stifter-Instituts. Da können Sie es auf jeden Fall auch finden. des Stifterinstituts. Da können Sie es auf jeden Fall auch finden. Und ja, also so viel zu den Rahmenbedingungen. Und jetzt wollen wir mal reinhören in Wiesinger im Originalton. Einen schönen guten Abend auch von mir. Ich freue mich sehr, dass ich hier sein darf und beginne unverzüglich. Krieg und Widerstand 1938, am Freitag, dem 11.03., fuhr ich bis zur letzten Minute mit meinem rot-weiß-rot geschmückten Fahrrad über die von Nazis verstopfte Landstraße, bis Mitschüler und bekannte Mittelschüler mich vom Rad holten und die Fähnchen zerrissen. Dann als erste Aktion in Nebenstraßen Hakenkreuzfahnen von den Autos gerissen, dann in unbewusster und in falscher Richtung verlaufender Auflehnung gegen das Regime. Diebstahl, Einbruch bei Verdunkelung, Unterschlagung etc. Und immer agitiert, hilflos und kindisch für den Kommunismus. Es gab keine Stelle, die mich gelehrt hätte, was Kommunismus ist. Auch der Vater wusste nur ungefähr Ideales zu erzählen. Heimlich, ängstlich, vorsichtig. Die unsichtbare Front der Menschen hat sich meiner angenommen, als mir in der Museumsstraße ein Kassiber abgenommen wurde, auf den ich Hammer und Sichel gezeichnet hatte, 1939. Der Direktor kam, schimpfte sanft und ließ das Kassiber verschwinden, anstatt die Gestapo zu benachrichtigen. Oder in Wels, wo ich dem Untersuchungsrichter offen erklärte, meine Verhaftung wegen angeblichen Mordversuchs, wo ich dem Untersuchungsrichter offen erklärte, meine Verhaftung wegen angeblichen Mordversuchs, weil ich ein Mädchen Maria bedrohte, Eifersuchtsszene, wie sie täglich unter jungen Leuten vorkommt, wäre lediglich ein Racheakt der Ischler Nazis, die in mir einen Kommunisten sehen. Ich hatte auch ziemlich offen immer gegen den Narzissmus gesprochen und drei Groschen Songs gesungen. Und doch hatte ich auf das richtige Pferd bzw. den richtigen Richter gesetzt. Nach dem lebensgefährlichen vier Tage dauernden Lungenbluten, da ich in der Oktoberzelle lag, ohne ärztliche Betreuung nichts aß, unbeweglich liegen blieb und lediglich mit kalter Menaschale meine Brust kühlte, wurde ich entlassen. Dazu kam Marias Abschwächung bei ihrer Vernehmung. Die zwei Nazi-Helden K. und N. hatten versäumt, ihre Anzeige sofort zu machen. Vor 20 Jahren kam ich nach der Ischler-Affäre in München an. Ein herrlicher Tag, Sonnenstrahlen, blauer Samthimmel. Erlebte dann als Dauerluftschutzwart die Bomben in der Schule in der Elisabethstraße. Hatte den Besuch der Dame E., die sich wie ich nicht stören ließ vom Bomben- und Flaggekrache. Wir machten eine Stunde lang viel miteinander, dann ging sie durch die entwarnte, staubende, zerstörte Stadt wieder heim nach Pasing. Dann weg aus München, vor dem Bombenterror der Amerikaner zurück nach Linz, nach langem Fußmarsch, Zug suchen, im Zentralbad gewaschen, Wasser wie Schlammbad. Im August nach Krems, 20 Gladiolen und gleich dort einquartiert, dann Verhaftung wegen M. KZ-Zug nach Wels, Zellen, Gitter, weinende Frauen. Von einem Tod in den anderen, infernalisches Erlebnis, demgegenüber mein Aussteigen in Wels ein Vergnügen ward. Zelle, Kälte, Blutsturz. Vier Tage lang ohne Arzt, Selbstbehandlung, dann entlassen, zum Bahnhof wankend, dann nach Linz. Frühling, Bomben, Kriegsende in Sicht, Tiefflieger. Die Züge der Konzentrationslagerhäftlinge, das Schlürfen von 100.000 Fußlappen gegen Ebensee, die Leichen und Lumpen am Wegrand. Von Melk und Krems und Mauthausen bis Ebensee, die Landschaft erstarrte. Kommunismus. Kommunismus. Warum ich Kommunist bin? Eine von vielen Antworten, weil ich so unter Menschen bin, die ihr Leben auf Wissen, Lernen und Lenken aufbauen. Nicht der geringste unter uns, der nicht schon von Partei wegen verpflichtet wäre, sein Wissen zu erweitern im Interesse des Kampfes, sein Lernen zu intensivieren, sein Denken zu verfeinern. Wer dumm bleiben will, kommt erst nicht zu uns. Die finden ein billigeres Vergnügen im Kleinhandel bei Würstchen und Bier. Oft haben nicht einmal Parteimitglieder eine Ahnung, was Kommunismus eigentlich wirklich ist und von Menschen verlangt. Ein Aufgehen für die Interessen jedes anderen, die an uns herangetragen werden, ohne zu fragen, was trägt es, was habe ich davon oder die Partei. Es geht ja nicht um mehr Lohn oder mehr Freizeit, sondern um die Höherentwicklung der Menschheit. Und die fängt bei uns an. Überentwicklung der Menschheit und die fängt bei uns an. Unter privatkapitalistischen Verhältnissen verkrüppelt die Menschheit zusehends. Kommunist sein heißt, streng zu sich selber, nachsichtig zu allen anderen. Die Krönung des Menschenlebens ist unter anderem der erste bedeutendere Geschlechtsvergehen. Bedeutend, wenn man ihn endlich mit der richtigen treibt. Die richtige, die unerreichbar scheinende, in deren Arme und Schenkel einen die Liebe treibt. Der erste große berufliche Erfolg, aber ohne Zweifel die Krönung aller Krönungen, ist die Kollision mit dem Marxismus. Dieser aktiviert den Denkprozess und hilft einem, sich als Mensch weiterzuentwickeln. Höhepunkt des Lebens ist das Studium des Marxismus. Politische Ästhetik. Sozialistischer Realismus. Solchen Unfug braucht jede Gesellschaft einmal. Jede Gesellschaft muss einmal das Ihre, das Ihr Ureigene verherrlichen. Die USA hatten auch ihren Pioniersrealismus, diese unsagbar kitschigen Bilder der Pionierlebensart, der Pionierhäuschen, der Pionierkirchen, Pioniervisagen, Pionierhausfrauen und so weiter. Das Bürgertum hatte auch seinen Realismus, die Verherrlichung fetter Spießer-Visagen und ihres Eigentums, der Fabriken. Die Kirche hatte ihren Realismus, die Verherrlichung der Märtyrer und der Heiligen. Und der Sozialismus verherrlicht eben, was ihm heilig ist, die Arbeit, den Arbeiter, die Produktionsmittel. Eben was ihm heilig ist, die Arbeit, den Arbeiter, die Produktionsmittel. Die Schwierigkeiten für den Schriftsteller heute sind ungeheuer. Zwischen der zerfallenden Welt, die keine Perspektiven mehr bietet, außer Kleinbürgerlichen, und der neuen Welt, die zu viele Perspektiven hat, als dass man sie als fernlebender durchschauen könnte, wird man zerrieben. Perspektiven hat, als dass man sie als fernlebender durchschauen könnte, wird man zerrieben. Das Studium der Theaterliteratur des Westens müsste aus dem geradlinigsten Theaterhandwerk einen versnobten, übergeschnappten, absurden Spinner machen, der Schweinigeleien und Totteleien auf die Bühne stellt. Pseudo-geistreichende Stücke sind die große Mode. Nehme er jedoch das Beispiel des Ostens, so wäre er bald ein sozialistisch-realistischer Gerhard Hauptmann, schriebe absolute Dramen, naturalistisch und veraltet. Was tun, um zwischen diesen beiden Müllsteinen zu bestehen? Möglich ist nur stur weiterzuarbeiten und einen Weg zu finden, der zwischen der verrückten Pseudomodernität und veralteter Theatergerechtigkeit liegt. Stur bleiben, allen Käßigkeiten und Angriffen der Umwelt und der eigenen Frau zum Trotz. Literatur programmiert das Gehirn. Die Reaktionäre meinen immer, Literatur hätte keinen Einfluss. Alles, was wir lesen, beeinflusst uns indirekt und oft unbewusst. Das und jenes gefällt uns, spornt uns an, begeistert uns und irgendwann versuchen wir es nachzuahmen. Eine Haltung, eine Tat, eine denkweise Art, Das oder jenes spannt an, missfällt, veregelt einem was. Das bleibt quasi als Lochkarte im Gehirn, als Denkmuster für künftiges Verhalten. Man nimmt sein Maß an Helden und Vorbildern und ahmt sie nach. Ein Volk, das liest, das also die Strecke der guten Literatur entlang wandert, entwickelt sich auch weiter. Nur hierzulande wird wenig gelesen. Unser Volk liebt die Schundliteratur und ist dementsprechend geprägt. Feige, kleinlich, weinerlich, rührselig, kitschig. Sexy. Sexualität. Die wahre Gottheit des Menschen ist das Weib mit seinem Leib. Warum keine Kirchen, in denen man nackte Frauen anbieten kann? Wie schön wäre ein Kreuzweg, wenn er statt der sattsam bekannten Stationen Liebesszenen enthielte. Wie innig kämpfte man sich dann hoch zum Tempel der Venus. Wie gerne kniete man vor dem Altar, wenn Ministrantinnen mit entblößtem Gesäß dienten, das nur in gewissen Tagen bedeckt sein dürfte, an Hochämtern sogar bemalt sein könnte. Die Ehe mit dem Eigentumsbegriff entstanden wird mit diesem wieder verschwinden. Dadurch wird das Leben natürlicher, vielgestaltiger und abwechslungsreicher, kurzum menschlicher. Unnatürlich ist es zweifellos, ein Menschenpaar über Jahrzehnte hinweg aneinander zu fesseln, wie mit Ketten, weil zur Trostlosigkeit die Gewohnheit kommt, nur weil man einmal Gefallen aneinander fand, vielleicht ein Jahr lang oder zwei, gegenseitig das Geschlecht liebt, zur Liebe und zum Genuss. Wenn das Eigentum abgeschafft ist, ist man nicht mehr aufeinander angewiesen. Man trennt sich, ohne dass Welten einstürzen. Man wechselt nur die Wohnung und kein Streit aufgeblähter Anwälte. Bei G. gewesen. Sie war reif. Sie zog sich und mich vor dem Spiegel langsam aus, zog rote Handschuhe an und bearbeitete dann meine Sachen. Ich musste ihren Arsch küssen und ihr bestätigen, dass sie einen schönen Arsch und schöne Brüste hätte. Und so standen wir lange vor einem dreiteiligen Spiegel und bewunderten und betasteten und berochen und belegten uns gegenseitig bis zur Explosion. Ihre Scheide ist ein Erlebnis, ihre Scham ein zauberhaftes Muschelchen, ihre Brüste voll und doch wohlgeformt mit großen Warzenhöfen und Fingerhutgroßenwarzen, die fest und dunkelrot sind. Ihr Arschloch im braunen Feld wie ein winziges Kraterchen, besser Trichterchen, ihre Arschbacken fest und prall. Ihre Arschbacken fest und prall. Langsam und gekonnt zog sie mich aus und ließ sie sich ausziehen. Das dauerte über eine Stunde und wir waren beide schon vom Vorspiel ziemlich erschöpft. Ihre Scheide ist das richtige Futeral. Ihr Bauch das kleine Höschen, aus dem die Schamhaare stechen. Knapp vor der Einfahrt verließ mich der Mut. Sie hatte meine Schulter zerkratzt und zerbissen. Ich habe gekniffen vor Angst. In sie hinein und ich wäre nie mehr von ihr losgekommen. Kalter Krieg. Spazierfahrt durch die südwestliche Peripherie von Linz. Da gibt es Elendsviertel, Bretterhütten, Arbeitssklaven, arme Teufel, daneben Kirchen, deren Wert in die 10 und 20 und 30 Millionen geht. Ein Haus mit 50 Wohnungen könnte man jetzt um 7 Millionen bauen. Aber das hilft ja nicht zur Macht. Und Macht allein ist wichtig, denen, die vom Nächstenliebe reden. Fährt man in die SU, dann kommen die kleinen Kläffer und sagen, man zeigt euch ja nicht alles. Wer zeigt den Touristen bei uns diese Lager? Oder in Wels, Lichtenegg? Wie sagt ein Privatmann, wenn er einem anderen auf die Zehen steigt? Aha, pardon, entschuldigens und ähnlich. Selbstkritik. Und die Selbstkritik in der kommunistischen Partei ist nicht viel anders. Man entschuldigt sich für einen groben Fehler, den man gemacht hat. Aber da hebt das Wegeschrei der Specheldecker an. Soll mir einmal einer erklären, warum es richtig ist, wenn Menschen gegen den Stalinismus wettern, aber den Mund halten, wenn gegenwärtig und laufend in aller Welt Kommunisten gekillt werden. Seit der Oktoberrevolution und schon vorher beginnend waren immer die Kommunisten die Prügelknaben der sogenannten freien westlichen Gesellschaften. Das macht natürlich hart, vielleicht auch böse, jedenfalls kämpferisch oder duldsam, sanft, still, feige. Bei uns in Österreich sicher Letzteres. Hier ist jeder froh, wenn er sein Schäfchen am Trockenen und seinen Frieden hat. Ununterbrochen prasselt selbst im harmlosesten Gewand, im nichtigsten Thema die politische Agitation, die Bearbeitung des österreichischen Hörers, Fernsehers und Zeitunglesers auf ihn nieder, damit er nur ja niemals denken lernt, gar links denken. Diese Bearbeitung ist so penetrant, dass man sich nicht erklären kann, wie das Volk dies aushält. Sicher nur deshalb, weil es daran seit Dezennien gewöhnt ist. Nirgends in der Welt wird so kontinuierlich seit so langer Zeit antikommunistische Hetze betrieben wie bei uns. Und nirgends ist das Volk so gleichgeschaltet in antikommunistischer Einfalt und Eintönigkeit wie hier in Österreich. Der Österreicher wird sich gar nicht mehr bewusst, dass man dabei ist, ihm das Gehirn aus dem Schädel zu saugen. dabei ist, ihm das Gehirn aus dem Schädel zu saugen. Er ist nur noch glücklich, grinst, seufzt und wettert gegen den Osten und frisst, nicht zu vergessen. Leise ging man ans Werk, steigerte die Methoden, feilte sie aus. Vollendete Agitatoren für unsere freie, seid gut zueinander Haltung. Österreich. Erinnerungen. Vor 25 Jahren zum Jahrestag des Anschlusses. Reden, Aufmärsche, Musik im Radio. Selbst Friedrich Heer aber unterdrückt das Wort Kommunisten, die damals die größten Opfer gebracht haben, am weitesten sahen. Die klügste Politik vorschlugen, nämlich die heute praktizierte, die den Nazis keinen Boden lässt. Koalition der Roten mit Schuschnigg und seinen Leuten, also der Vaterländischen Front. Sie reden also salbungsvoll im Fernsehen, aber kein hartes oder eindeutiges Wort verlieren Sie. Das Bundesheer steht stramm, Kinder hopsente, demütigte, bespuckte, mit Fußtritten maltretierte. Das wäre zu viel. Lass doch die Vergangenheit ruhen. Unsere Marionetten, die Österreicher, haben nur Stroh im Hirn. Unsere Marionetten, die Österreicher, haben nur Stroh im Hirn. Hier geht es aufwärts, hier ist gut sein, in diesem Schlaraffenland, dieser Schlachtschüssel. Geistigen Auseinandersetzungen, schon dem Konsum von Büchern oder anders gerichteten Zeitungen gehen sie aus dem Weg. Bier her oder Efeu um. So weit kann eine Massenbeeinflussung die Menschen bringen, zum genormten Einheitsbürger. Diktate der Wirtschaft nehmen sich hin wie Blödiane. Teuerung, Zinserhöhung, alles geht in Ordnung. Opferausweis. Bei näherem Besehen ist nirgends ein Hinweis zu finden, dass dieser Ausweis denen gewährt wird, die für ein freies, unabhängiges Österreich stritten. Wäre vielleicht peinlich vor den allzu vielen Nazis. Die Mentalität des Österreichers, es käme ein Monster heraus, wollte man sie schildern. Aber eines mit kindlichen Zügen, mit dem Gehirn eines Spatzen und dem Gemüt eines Bluthundes. Und der Moral einer Hure. Bei der Ermordung Luther Kings zeigt es sich wieder. Staberl schießt den Vogel ab, indem er für alle Österreicher spricht und die bärtigen Kreaturen und die Gangstermarodeure, womit er fortschrittliche Studenten meint, diffamiert. Hass steht unter einem Bild und ein anderes ist unterschrieben. Negerkinder beim Plündern. Mehr fällt ihnen so zu einem schrecklichen Mord nicht ein. Ähnlich ist es in den sozialistischen Blättern, Express, Tagblatt etc. So wird der latent immer vorhandene Hass des Österreichers gegen alles, was anders ist als er und nicht sein christlich-abendländliches Gemüt hat, geweckt. Und sie speien Gift und Galle gegen das Gesindel. Thank you. Vielen Dank. Ja, es ist jetzt schon so einiges vorgekommen in den Ausschnitten, die Florin uns vorgelesen hat in Bezug auf die... Ist das eingeschalten oder eher nicht? Hört man mich? Hört man mich? Okay. Das ist ein Thema, das sich durchzieht bei Wiesinger, dass er immer wieder versucht, sich zu vergegenwärtigen, wie er der geworden ist, der er ist, politisch. Und das hat meiner Ansicht nach ganz stark mit diesen frühen Erfahrungen zu tun, die er auch beschreibt. Er sagt selber, er war elf Jahre alt, hat die Toten des Bürgerkrieges gesehen in Linz. Er hat dann als Jugendlicher den spanischen Bürgerkrie hat schon einigermaßen bewusst wahrgenommen und das hat ihnen sozusagen in ihnen einen ganz starken antifaschistischen Impuls ausgelöst und das war sozusagen auch die Basis für diese kleinen persönlichen Widerstandshandlungen, die er setzt, die er auch beschreibt mit diesen Fähnchen und so weiter. Und dann gibt es sozusagen eine Entwicklung hinein in eine eher organisierte Form des Widerstandes, vor allem in Finnland, wo er dann gemeinsam mit einem Kameraden Sabotageakte begeht und sich sozusagen deklariert. Wir haben heute das Jägerstätter-Institut eingeladen. Erstens lieferte uns Wiesinger selber das Stichwort, weil er über Jägerstätter auch zweimal schreibt in den Tagebüchern und ihn schon als eine Art von Verwandten bezeichnet und ihn auch dann quasi gegen die Kirche verteidigt. Und was uns jetzt interessiert an dieser Fragestellung ist eben die Frage der Entwicklung. Wie hat das bei Wiesinger ausgeschaut und wie schaut das bei Jägerstetter aus? Also das ist eben ein Mensch, wie wir wissen, der eine äußerst konsequente Haltung entwickelt hat, die ihm dann auch das Leben gekostet hat. Aber wir würden jetzt gerne mal wissen, wie ist es dazu gekommen, was waren so die wichtigsten Erfahrungen bei Jägerstetter und wie ist es vielleicht auch sozusagen im Vergleich einzuschätzen zu Wiesingers Geschichte? Ich glaube, man muss da biografisch bei Jägerstetter dann durchaus, geht das, oder? Also ich glaube, man muss bei Jägerstetter biografisch vielleicht einfach ein bisschen ausholen, dass man einfach einmal diese Entwicklung zu seiner Haltung auch verstehen und einordnen kann. Er ist in einem sehr bäuerlich-katholisch-konservativen Milieu aufgewachsen, hat sehr früh eigentlich wahrgenommen, was Armut bedeutet. hat sehr früh eigentlich wahrgenommen, was Armut bedeutet. Sein leiblicher Vater und Mutter konnten nicht heiraten, weil sie eben einfach kein Geld dafür hatten. Er wuchs die ersten zehn Jahre bei seiner Großmutter auf. Und das war eine sehr prägende Zeit für ihn, weil die Großmutter sehr religiös gewesen ist und sie auch die religiöse Erziehung von Franz, damals noch Huber, übernommen hat. 1917 hat dann die Mutter den Heinrich Jägerstetter geehelicht und der hat dann Franz auch adoptiert und seit 1917 trägt dann Franz auch den Namen Franz Jägerstetter. trägt dann Franz auch den Namen Franz Jägerstetter. Dadurch erfährt er auch eine materielle Besserstellung, weil das ist der Besitzer eines Bauernhofes und ganz untypisch eigentlich für dieses Milieu, über die neuen quasi Großeltern, bekommt er auch Zugang zu Bildungsmedien. Sprich, der Großvater hat eine Zeitung abonniert, es gibt religiöse Bücher und geschichtliche Bücher, die Franz Jägerstetter, ähnlich wie Wiesinger, eigentlich durchaus eine neue Welt auch eröffnen. Jägerstetter generell gilt eher ein bisschen so als Rebell, als jemand, der auch gegen den Strom schwimmt. Er hat Raufereien und auch seine Biografie ist durchaus untypisch für dieses bäuerliche Milieu, weil er entschließt sich dann, auf der einen Seite vermutet man, dass da eine gescheiterte Liebesbeziehung dahinter steht, aber eben auch einfach der Gelderwerb, dass er nach Eisenerz geht im Alter von 20 Jahren. Das heißt, er geht dort in den Erzbau, um Geld zu verdienen, und kommt dort einfach auch mit einem komplett anderen Milieu auf einmal in Berührung. Sprich, mit Arbeiterschaft. Und das bringt ihn auch ein Stück weit weg von der Kirche und von seinem Glauben, weil er ist ja doch in einem sehr, sehr religiösen Umfeld aufgewachsen. Er kommt dort auch in gewisser Art und Weise, fällt er ist ja doch in einem sehr, sehr religiösen Umfeld aufgewachsen. Er kommt dort auch in gewisser Art und Weise, fällt er in eine Sinnkrise, wo er einfach auch die Glaubenspraxis, die sonst sehr ausgeprägt bei ihm gewesen ist, einfach abnimmt in dieser Zeit, in diesen drei Jahren, wo er eben in Eisenerz auch gewesen ist. Er hat aber während dieser Zeit immer Kontakt zu den Geistlichen in St. Radegund. Wie er wieder zurückkommt, ist es so bei ihm, dass er eigentlich gestärkt wieder in den Glauben eintritt und quasi die Religion für ihn der Bezugspunkt auch für sein komplettes Leben, Handeln und Tun wird. Vielleicht auch, was oft bei Jägerstädetter gedacht wird, dass er sich gegen die Kirche gestellt hat, dem ist nicht so gewesen. Also er hat immer, die Kirche war stets immer Bezugspunkt von seinem Denken und Handeln. Vielleicht auch so ein bisschen das Unkonventionelle an Jägerstetter mit dem Lohn, den er in Eisenerz verdient hat, kauft sich ein Motorrad, ist der einzige in St. Radegund, der so etwas besitzt. Und er nutzt dieses Motorrad aber auch zur Erkundungsfahrtenmacht. Sprich, er fährt nach Deutschland, vor allem wie dann 1933 Hitler an die Macht gekommen ist und fragt dort auch in Gasthöfen, lokale Bevölkerung, wie geht es der Kirche, welche Auswirkungen gibt es. Also er ist sehr interessiert und fragt einfach nach. Und zu dieser Zeit gibt es eben auch einen Hirtenbrief von Bischof Gföllner in Linz, wo eben festgeschrieben wird oder der ihm dann ausdrückt, dass man quasi nicht Nationalsozialist und Katholik gleichzeitig sein kann. Und das ist eigentlich so dieses Grundschema, was ihn begleitet. Also er sagt einfach von sich selbst, man kann nicht beides gleichzeitig sein. Und das ist alles, was dann sein ganzes Schreiben und sein Denken eigentlich prägt. schreiben und sein denken eigentlich prägt wenn man wenn man wenn man so seine biografie vielleicht noch weiter verfolgt man sieht auch wie religiös er gewesen ist also hat er noch kurz überlegt so 34 35 in ein kloster einzutreten als laie davon wurde ihm aber dann abgeraten und er hat dann auch seine frau die franziska jgerstetter, kennengelernt, die eine sehr religiöse Frau gewesen ist und auch aus einem sehr religiösen Umfeld gekommen ist. Aber man sieht eben auch, dass wenn man jetzt die Hochzeitsreise der beiden hernimmt, dass sie eben in gewisser Art und Weise ein Leben gegen den Strom geführt haben, die eben in gewisser Art und Weise ein Leben gegen den Strom geführt haben, weil die Hochzeit hat um 6.30 Uhr in der Früh stattgefunden, damit man eine Pilgerreise nach Rom unternehmen konnte. Und das war natürlich für damalige Verhältnisse wahnsinnig kostspielig und noch dazu sehr ungewöhnlich, weil man hat ja eigentlich im Dorf eine Hochzeitsfeier ausgerichtet und auf die hat das Paar komplett verzichtet, aber bei dieser Pilgerreise war ihm dann auch ein Papstbesuch dabei quasi. Wenn man jetzt auch die Beziehung der beiden hernimmt, es ist eine sehr einfühlsame Beziehung gewesen, sie haben eigentlich ihre Gefühle auch öffentlich mit Händchen halten und dergleichen ausgedrückt, was durchaus auch unüblich war. Und sie haben auch einen sehr liebevollen Umgang mit ihren Kindern gehabt. Und auch Franz Jägerstetter hat seine Vaterrolle durchaus ernst genommen. Er hat ihm auch ein Jahr zuvor, als er ein unehrliches Kind war, 1933 auf die Welt gekommen. Um das hat er sich aber auch Zeit seines Lebens gekümmert, beziehungsweise auch nach seinem Tod dafür gesorgt, dass das Kind versorgt geblieben bleibt. Er hat jetzt in seiner Frau Franziska sicher eine religiös Gleichgesinnte gefunden und sie haben sich in ihrer Glaubenspraxis beide gegenseitig bestärkt. Und was eben auch gekommen ist, dass der Glaube eigentlich so dieses bindende Glied zwischen beiden gewesen ist. Und das ist eben das, wo man vielleicht auch Parallele zu Wiesinger ziehen kann, wo man einfach auch sieht, bei ihm war Kommunismus stets der Bezugsrahmen und bei Jägerstetter war es einfach die Religion. stets der Bezugsrahmen und bei Jägerstetter war es einfach die Religion. Darf ich ganz kurz? Was ich jetzt irgendwie sehr spannend finde, ist bei dem, was du beschreibst, wenn man nochmal vergleicht eigentlich diese, also es gibt natürlich bei beiden eine Art von frühem Rebellentum. Beim Jägerstetter klingt es jetzt eher so nicht unbedingt jetzt gegen andere gerichtet, aber er geht seinen Weg, er macht Dinge anders. Bei Wiesinger ist es ja so, dass das ganz stark, wie er das selber auch beschreibt, so eine Renitenz gegen das kleinbürgerliche Milieu ist, so ein Justament, eine relativ lang sich ziehende Pubertät. eine relativ lang sich ziehende Pubertät. Und was ich jetzt aber spannend finde, ist eben, dass beim Jägerstädter doch auch wahrscheinlich über diese Beziehung zu Franziska ein ganz anderes Bild von Männlichkeit sich herauskristallisiert. Das, also gut, ich meine jetzt, bei Wiesinger haben wir jetzt nochmal sozusagen diese Hard-Sex-Pasade, und auch dieser bösartige Kommentar in Bezug auf die eigene Frau, und das ist bei weitem nicht der einzige. Aber mir scheint das schon eigentlich interessant, dass Jägerstetter da was entwickelt, sozusagen in Auseinandersetzung oder in Beziehung zur Frau, was der Wiesinger vielleicht, wenn er eine Frau kennengelernt hätte, die ihm Paroli geboten hätte oder die er vielleicht interessant genug gefunden hätte, auch entwickelt hätte, aber hat er aber nicht. Der Jägerstetter schreibt ja auch in einem Brief, er hätte sich nie vorstellen können, wie schön die Ehe auch sein kann. Also man merkt einfach, dass er irrsinnig viel Kraft auch aus dieser Beziehung geschöpft hat. Und das sieht man eben dann auch später bei seinem weiteren Lebensverlauf. Es ist vielleicht noch ein prägendes Erlebnis, ist die Volksabstimmung 38, wo im Jägerstädter der Einzige im Dorf gewesen ist, der mit Nein gestimmt hat. Franziska, die Frau, hat ihm damals mit Liebesentzug gedroht. Er hat trotzdem mit Nein gestimmt. Weil sie schon geahnt hat, wohin die Reise geht. Natürlich, natürlich. Also man wusste und man musste auch vorsichtig sein, weil es ist zu dieser Zeit auch der Pfarrer in St. Radegund dann, wenn Predigtverbot schon hat, hat müssen abziehen. Also von dem her, man hat schon gewusst, was auf jemanden zukommt. Also wenn man jetzt vielleicht so das zusammenfasst, ist so dieser erste Teil bis zur Hochzeit, bis zur Volksabstimmung, kann man schon sagen, Jägerstädter war immer jemand, der immer genau hingeschert hat. Er hat sich informiert, er hat sich eigene Informationen eingeholt, er hat Dinge für sich bewertet und das kommt ihm auch ganz stark in den Briefbestand und auch in den Heften, in den Art-Tagebüchern, Selbstreflexionen, die er geschrieben hat, ganz stark zu tragen. Ja, das ist vielleicht, wenn muss da irgendwie, wenn man die Parallele jetzt weiterdenkt, man muss dem Wiesinger halt auch zugute halten, dass er da noch viel jünger war. Er nahm ja an der Abstimmung selber nicht teil, weil er erst 15, 16 war. Und deswegen auch sozusagen diese, wie er eben selber schreibt in dieser einen Passage, diese unbewusste, hilflose Widerstandshaltung. Aber wie entwickelt sich das dann bei Jägerstädter in Bezug auf das Handeln? Jetzt haben wir gehört, es gibt sozusagen eine Haltung, die sich entwickelt, die sehr, eben bis zu dem Zeitpunkt, wo er dann eben eine Handlung setzt, nämlich zu sagen, nein. Genau, das ist auch mit dem Anschluss 1938 noch nicht klar, nicht absehbar, dass aus Jägerstötter ein Wehrdienstverweigerer wird, für ihn selber auch nicht. Für ihn selber auch nicht. Er folgt ja auch der Einberufung zur militärischen Ausbildung. Beim ersten Einzug im Mai, Juni 1940 kann er schnell wieder abrüsten, weil eben Bedarf ist nach drei ganz kleinen Kindern zu Hause und die Frau krank und dergleichen. Aber dann ein paar Monate später durchläuft er die halbes Jahr militärischer Ausbildung, beginnend in der Kaserne in Enz und das ist eine entscheidende Phase. Wir wissen davon, wir haben natürlich die Briefe nach Hause, aber die Briefe sagen nicht immer alles, was da in ihnen auch alles passiert, es ist sehr viel versteckt, was er mit der Franziska kommuniziert. Das merkt man schon. Es gibt den Untergrundton, so quasi wie antikatholisch das System auch sein kann. Aber vieles wissen wir dann aus anderen Quellen. Also es ist die Erfahrung, dass der Krieg und vor allem auch die Wehrmacht, also die, die da kämpfen, er kann das nicht trennen von der NS, von der Partei. Also das schreibt er auch einmal in einem Zusammenhang, und das ist, was Jahrzehnte später auch Historiker sagen, man kann diesen Unterschied zwischen Partei und Staat oder Regime und Wehrmacht nicht machen. Und das erfährt er dort. Und das hat, glaube ich, in einigen Punkten einfach mit dem zu tun. Natürlich, er erfährt es als Antikatholisch. Er erlebt dort die Hardliner, die sagen, wenn jetzt einmal der Krieg zu Ende ist, dann geht es mit der Kirche so richtig rund. Also das sind so die Erfahrungen, die er macht, die ihn entfremden. Es kommt dann auch so sehr einprägsame Episode wahrscheinlich dazu, die man lange eher übersehen hat, aber er ist einmal in Ips stationiert zu einem Zeitpunkt, wo ihm ein dort ansässiger Bauer erzählt vom Wettbringen von Behinderten in der dortigen Pflegeanstalt, die alle in Hartheim ermordet wurden. Und er schreibt auch verklausuliert an die Franziska, es soll schon auf Wahrheit beruhen, was man hört. Und für ihn ist also die Euthanasie auch sicher ein sehr wesentlicher Grund gewesen für die stärker werdende Ablehnung und auch bis hin zu dem Zeitpunkt, also im April 1941, wo er nach Hause gekommen ist, offensichtlich gesagt hat, ein weiteres Mal wird er nicht gehen, wobei das auch nicht heißen muss, dass es da schon ein fester Entschluss gewesen ist. Wir haben dann eine längere Phase bis zur Wehrdienstverweigerung Anfang März 1943, wo Jägerstetter unabkömmlich gestellt ist und er aber auch schreibt viel, Konsultationen hält. Er schreibt Hefte, wir haben also da lose Blätter, Aufzeichnungen, wir haben Briefe auch an Nachbarn, Verwandte, Frontsoldaten und er trifft sich mit Pfarrern bis hin zum Prinitzbischof, das ist so der Höhepunkt, der ja auch in vielen Jägerstädter Rezeptionen, sei es beim Felix Mitterer Theaterstück oder beim Terence Malick, im letzten Jägerstädter Film auch in Szene gesetzt ist, dass er vom Bischof wissen möchte, ob er in diesem Krieg eigentlich von Gewissen her kämpfen kann. Und das sieht man schon, das ist eine sehr reifliche oder ein sehr langwieriger Prozess auch und das Schreiben ist ein wesentlicher Teil davon, neben den Gesprächen. Und das ist für einen Menschen, der Landwirt ist, der eine siebenjährige Volksschule nur an Ausbildung hat, wenn Sie die Rechtschreibung sehen, nach heutigen Maßstäben, Ausbildung hat, wenn Sie die Rechtschreibung sehen, nach heutigen Maßstäben, ja, also jetzt sicher nicht vergleichbar mit literarischem Niveau, aber dann ist das eigentlich sehr bezeichnend auch. Und das muss man stark auch mit einbeziehen, auch in diesem Prozess. Es ist ein Teil dieser Widerstandsform. Und da renne ich offene Türen an, wenn man sagt, das Schreiben an sich ist auch, und wenn es auch der innere Widerstand ist oder die innere Auseinandersetzung, weil Jägerstädter war nicht organisiert in einer Widerstandsgruppe. Es gab zwar einmal ein Treffen mit einem anderen Wehrdienst, einen Soldaten, den er aus Enz kannte, wo kurz offensichtlich überlegt wurde, ob man sich gemeinsam verstecken sollte. Aber es gibt nicht eine organisierte Form auch der Agitation oder Ähnliches. Ja, da ist ganz kurz quasi ein Sprung zu Wiesinger, was diese Frage des organisierten Widerstandes betrifft. Also es gibt sozusagen diese eine Episode, die ja auch belegt ist über den Prozess, nämlich die gemeinsam mit einem Wiener Soldaten namens Otto Fürst durchgeführten Sabotageakte. Da kommt es dann zu einer Verhaftung, es kommt zu einem Prozess in Berlin. Das ist eben diese ganz merkwürdige Geschichte, dass die beiden mit so einer eigentlich fast unglaublichen, bedingten, auf das Ende des Krieges verschobenen Haftstrafe davonkommen. Und Wiesinger beschreibt es eben so aus seiner Sicht, er sagt eben, das ist, weil er aus einem bürgerlichen Milieu stammt und unterstützt wurde, auch von der Familie und so weiter. Aber das Interessante im Tagebuch ist, dass diese immer wieder neu ansetzenden Reflexionen über das, was er eigentlich getrieben hat, jetzt im Widerstand, die verlieren ihre Eindeutigkeit. Also bei Wiesinger gibt es beides. diese eben, man kann sagen, diese kleine Zelle zumindest mit dem Otto Fürst und dann immer wieder diese individuellen Widerstandshandlungen, wo er eben sagt, er hat offen gegen den Nationalsozialismus geredet, wobei man nicht genau weiß, was das heißt. Er hat dann irgendwie so Brechtsongs gesungen, alles Mögliche, dann kommt aber diese merkwürdige Affäre mit der Frau hinein und so weiter. Aber das ist eben, also bei Jägerstetter scheint es mir auch so zu sein, also wenn man jetzt das vergleicht sozusagen, das Gerüst Kommunismus, das Gerüst Katholizismus, dass es ihm dann schon auch wichtig war, dass das in irgendeiner Weise in dieser Haltung aufgehoben ist, weil er zum Bischof geht und zu Geistlichen und noch einmal fragt, ist das sozusagen der richtige Weg? Also es ist jetzt vielleicht keine organisierte Form des Widerstandes, aber immerhin eine Einbettung. Ich weiß nicht, wie ihr das seht. Ja, es ist vor allem wirklich Non-Konformismus pur, wenn man so will. Weil ich sage jetzt, bei anderen religiösen Gruppen, Gruppierungen, war der In-Group, der Pressure, also der Druck der In-Group stärker, weil es eigentlich erwartet worden ist, dass man verweigert. Also da ist man eigentlich darauf eingestellt worden, wenn man jetzt andere Gruppierungen hernimmt. Aus der katholischen Sicht gab es das nicht. Es gab immer die Lehre des gerechten Krieges, die so aus dem Mittelalter entwickelt. Und man muss sagen, für den Zweiten Weltkrieg haben sich die Bischöfe da auch nie wirklich, der Erste Weltkrieg war ganz eindeutig, das ist ein gerechter Krieg vom ersten Tag an. Beim Zweiten Weltkrieg hat man sich nie wirklich, der erste Weltkrieg war ganz eindeutig, das ist ein gerechter Krieg da vom ersten Tag an. Beim zweiten Weltkrieg hat man sich nie wirklich festgelegt, das heißt, man wollte sich auch nicht festlegen. Und das heißt, in gewisser Weise war der Spielraum auch aufgetan, dass man, wenn einer wie die Jägerstätte sagt, naja, wenn wir den freien Willen haben, dann sind wir auch für das verantwortlich, was wir tun und wir können uns nicht immer auf die weltliche Autorität ausreden. Wir sollen zwar als obrigkeitsgehorsame Christen auch der weltlichen Obrigkeit gehorchen, das ist in seinem Weltbild klar vorhanden, aber nur bis zu dem Punkt, wo er nicht quasi mit der Moral, wirklich mit dem Kern der Moral in Konflikt kommt. Und das ist bei der Frage, wenn das kein gerechter Krieg ist, und da kommt er zu einem sehr klaren Urteil, da sind auch sehr interessante Passagen auch dabei, vielleicht hast du da sogar auch kurz Zitate, dann ist es eigentlich vom moralischen Standpunkt der katholischen Kirche, also ganz traditionell, da braucht er gar nicht ausbrechen, und wenn mich die Priester anders beraten, dann muss ich ihnen zugestehen, dass die auch schwach werden können. Und er versteht sogar an einem Punkt, wenn die jetzt allen sagen würden, wir tun da nicht mit, wäre auch eine gewisse Verantwortungslosigkeit. Und es oszilliert ein bisschen auch zwischen Verständnis für die Obrigen in der Kirchenhierarchie, aber auch die Mutlosigkeit und Angst. So schaut Christentum für ihn nicht aus, wenn es authentisch sein soll. Also was bei Jägerstätte vielleicht der Parallele zu Wiesinger ist, ist auch so die Kritik nach innen ins Milieu. Also das ist sehr, er haut es nicht mit dieser Bernhard-Manier, aber eigentlich der Aushandlungsprozess vom Ich und Wir ist bei Jägerstädter eigentlich dominant, das Katholische auch, wo ist es wirklich katholisch und wo ist es nicht katholisch, also jetzt einmal in der Begrifflichkeit, das wechselt nicht, aber da ist es eigentlich viel kompromissloser als mit allen anderen Gegnern. Er, eigentlich zu Kommunisten sagt da nie etwas Negatives. Es kommt einfach nicht, also es kommt dann vor, dass natürlich die Nazis sagen, bekämpft er jetzt den Bolschewismus. Aber ja, aber trotzdem verteidigen sie vielleicht ihr Vaterland nicht. Und was wir da betreiben, ist kein Gerichtskrieg, sondern ein Vernichtungskrieg. Das ist natürlich, ich frage mich oft, wie einer dazu kommt, Und was wir da betreiben, ist kein gerechter Krieg, sondern ein Vernichtungskrieg. Ich frage mich oft, wie einer dazu kommt mit so wenig Bildung, auch dann, man akkumuliert ja nicht viel Wissen, aber es reicht für eine klare, strukturierte Urteilsfindung. Das finde ich sehr beeindruckend. Wie klar dir ist, das ist vielleicht ein einmal, wenn man das mal vorliest, dass man mal einen Eindruck bekommt, wie Jägerstetter schreibt. Okay, das ist jetzt direkt eine Passage aus einem Lied. Das ist aus einem Heft, das sind die Hefte, die sind zwischen 1941 und 1942 entstanden. Also das heißt, da hat er sich wirklich auseinandergesetzt mit der Geschichte und da hat sich einfach seine Haltung auch. Will man denn nicht Christen sehen, die es noch fertig bringen, dazustehen inmitten allen Dunkels, in überlegener Klarheit, Gefasstheit und Sicherheit, die inmitten aller Fried- und Freudlosigkeit, Selbstsucht und Gehässigkeit dastehen, im reinsten Frieden und Frohmut, die nicht sind wie ein schwankendes Schilfrohr, das von jedem leichten Winde hin und her getrieben, die nicht sind wie ein schwankendes Schilfrohr, das von jedem leichten Winde hin und her getrieben, die nicht bloß schauen, was machen meine Kameraden oder Freunde, sondern sich nur fragen, was lehrt zu all dem unserer Glaube und kann man das auch mit seinem Gewissen ruhig ertragen, dass man niemals etwas davon zu bereuen hat. Also das sind ganz essentielle Fragen, die er sich da einfach stellt. Und er formuliert es auch sehr klar in diesen Heften. Ja, da gibt es auch wieder deutliche Parallele zu Wiesinger. Das ist schon, wie auch immer man das jetzt beurteilt, aber ringen um eine ganz, ganz klare und eindeutige Haltung. Also die natürlich bei Wiesinger ja dann in ganz, ganz schlimme Aporien führt, weil wenn man jetzt sozusagen das Tagebuch dann im Verlauf verfolgt, sein Kommentar zu Widerstandshandlungen im Ostblock, das ist furchtbar. Also nur ein Beispiel, Jan Palach, der 21-Jährige, auch eben sehr religiös geprägte Student, der sich am Wenzelsplatz anzündet. Wiesingers Kommentar, neueste Mode unter irregeleiteten Jugendlichen Doppelpunkt verbrennen. Also da hat er überhaupt kein Verständnis gehabt für eine klare Haltung. Also das ist teilweise, natürlich, dieses Tagebuch ist ein eigens abgesteckter Raum und das ist natürlich auch ein bisschen, wie soll ich sagen, man fragt sich schon, ob man das dann der Welt präsentieren soll, weil es ungeschützt ist. Gleichzeitig haben wir aber den Eindruck gehabt, dass man, da kann man nicht den Balken drüber tun. Also wenn schon, denn schon. Weil es ja auch was erzählt über eine Radikalisierung, die in eine komplette Unmenschlichkeit und in eine komplette Inflexibilität führt. Und das würde ich sagen, ist vielleicht beim Jägerstädter, wäre das vermutlich nie so gekippt. Oder sind euch Stellen bekannt, wo er in irgendeiner Form unknedig, ungerecht wird? Eher im Gegenteil, muss man sagen. Also er verteidigt zum Beispiel auch die Haltung der Bischöfe, indem er sagt, sie sind auch nur Menschen. Also es ist menschlich, dass man jetzt bei der Volksabstimmung 38 dafür stimmt. Was er aber klipp und klar dann schon sehr stark kritisiert, ist dann, dass man diese Haltung auch so lange aufrecht erhält. Also man kann einmal diesen Fehler quasi machen, aber über die Jahre auch mit den Kriegserfahrungen, wie kann man dann quasi so lange dabei bleiben. Also das ist ein starker Kritikpunkt, der dann kommt. Das heißt, da hätte er sich eigentlich schon eine Art von Reflexion oder stärkeren Widerstand erwartet. Ja, schon. Also die Mutlosigkeit, Angst, das ist aus seinem Verständnis auch etwas, was überwunden werden müsste. Aber er sitzt halt auf dieser menschlichen Ebene auch immer als relativierend. Also er hat nie diesen total anklagenden Ton, aber er stellt es fest als Versagen auch der österreichischen Bischofskonferenz, Anschluss Österreichs mit der feierlichen Erklärung. Das ist so etwas wie der Gründronnerstag der Kirche, das heißt, wo die Zwölfer Apostel heute im Garten gezähmen, Jesus im Stich lassen. Das ist für ihn so die Metapher dazu. Und natürlich, dann hat er es so relativierend, naja, vielleicht haben sie damit gerechnetchnet das ist ein kurzer spuk aber jetzt sind wir schon stecken wir schon in den wievielten kriegsjahr und eigentlich ändert sich hier nichts also es ist wie gesagt es hat nicht diese brachialität wie man jetzt also die kann man nicht vergleichen. Das könnte auch anders ausfallen. Er hat immer auch im Sinne von, und das hat mit diesem christlichen Motiv auch zu tun, man werfe nicht den ersten Stein oder man urteile nicht. Er stellt die Kritik fest, verwendet es aber nicht um jemanden zu demaskieren. Das tut er nicht. Also das ist immer so seine Balance und ja, das ist Teil auch dieser, auch dieses, also auch eine Literatur, das ist keine Literatur, aber es ist Teil auch dieses Diskurses, wenn man so will. Wolltest du noch etwas ergänzen? Ich wollte eigentlich nur ergänzen, dass das natürlich bei ihm auch sehr stark in diesen Heften dann kommt, dass er seine Mitmenschen auch dafür in gewisser Art und Weise kritisiert, aber eben genau in diesem Duktus, dass es nicht als Vorwurf ist, sondern es ist immer so eine latente Kritik, die er äußert, ist einfach, dass viele zwar katholisch bleiben insgeheim, aber nach außen es nicht mehr sind. Und das findet er fast noch verwerflicher in seinem Weltbild als wie Leute, die einfach zum Nationalsozialismus sich bekennen. Also das findet er dann fast geradliniger wie die Personen, die dann quasi ausharren auf nach dem Krieg und dann wieder ganz normal Christ sein oder Christen sind. Also das ist ein Kritikpunkt, der sich über relativ viele Seiten auch zieht. Das sieht er sehr verhängnisvoll, auch wenn er an die Zukunft denkt, ist das so ein Punkt, also dieser Taufscheinkristentum, quasi das Regime hat sich mit der Kirche so weit arrangiert, aber das tut der Kirche nichts Gutes und die Kirche tut sich selbst nichts Gutes. Und das sieht er sehr kritisch. Aber wie gesagt, in der Sache ist er sehr hart, aber er ist, wenn es um Personen geht, dann auch immer sehr einfühlsam in der Art. Vielleicht, weil doch schon die Stunde fortgeschritten ist, zum Abschluss noch so eine Perspektive auf die Rezeption. Also bei Wiesinger merkt man den Widerstand des Landes oder der Institutionen gegen eine Aufarbeitung. Es dauert wahnsinnig lange, bis er anerkannt wird oder der Institutionen gegen eine Aufarbeitung. Es dauert wahnsinnig lange, bis er anerkannt wird als Gegner des Nationalsozialismus oder Opfer des nationalsozialistischen politischen Systems. Und er thematisiert das auch immer wieder. Und ich glaube, es ist kein Zufall, dass er Jägerstädter ins Spiel bringt, weil das für ihn auch so eine Referenz ist. Da ist noch einer, der Haltung gezeigt hat, auch wenn es eine andere war als er, aber er ist seinen Weg gegangen und wird auch nicht anerkannt. Also zumindest so sieht es Wiesinger. Gibt es da irgendwie Wendepunkte in Bezug auf Jägerstetter, die für euch signifikant sind, im Umgang mit seiner Geschichte? Ja, also man muss vielleicht dann zunächst sagen, es gibt nie die Phase, wo Jägerstetter gar kein Echo hat oder gar keine Fürsprecher oder es gibt von Tag 1 an, also vom Tag seiner Hinrichtung eigentlich, Personen, die ihn so beeindruckend fanden, dass sie dafür gesorgt haben, dass das Urnengrab lokalisiert ist, dass das nach St. Radegund zurückgekommen ist, die sich um die Franziska gekümmert haben, auch in dem Prozess. zurückgekommen ist, die sich um die Franziska gekümmert haben, auch in dem Prozess. Das sind in erster Linie auch Leute aus dem niederen Klerus, sagen wir jetzt nochmal, Gefängnisgeistliche, andere. Aber von dem abgesehen, merkt man, erster Artikel für die Dies, das sind diese Akteure, die hätten gerne einen Artikel in der Kirchenzeitung 1946 und die blitzen ab. Und die Amtskirche hat also über Jahrzehnte schon gewisse Schwierigkeiten mit Jägerstädten, wobei man das auch durchaus differenziert sehen kann, aber die Frage war ja noch den Wendepunkten. Und ein wesentlicher Wendepunkt ist sicher, der kommt von außen. Es ist ein amerikanischer Soziologe Anfang der 60er Jahre, der zu Arbeiten über den Katholizismus während des Nationalsozialismus zufällig auf Jägerstätte stößt und auf Englisch ein Buch herausbringt, das ist das Solitary Witness von Gordon Zahn und das wird dann in Folge auch auf Deutsch übersetzt, damit dann Leute, wie später Axel Korte, auch eigentlich, das kettet sich ja dann aneinander, aber mit dem Resonanzraum, Gordon Zahn, der Autor dieses erstes Buches, war selber Wehrdienstverweigerer in Amerika während des Zweiten Weltkrieges und hatte ein starkes pazifistisches Motiv und war innerhalb des amerikanischen Katholizismus eine sehr große Randfigur. Aber die innerhalb des stärker werdenden Kalten Krieges, nukleare Abschreckung im Vietnamkrieg, hatte diese Bewegung einen Zulauf und eine gewisse Dynamik, dass sie solche Vorbilder wie Jägerstädter auch zu einer gewissen Bekanntheit verholfen haben. Allerdings, was da passiert in dieser Aneignung ist, dass das pazifistische Motiv bei Jägerstädter plötzlich sehr in das Zentrum gerückt ist. Und das ist historisch eigentlich nicht korrekt. Also der Zahn hat sich den Jägerstädter auch ein Stück weit, ich verkürze es jetzt auch, zurechtgebogen für seine Befindlichkeit. rechtgebogen für seine Befindlichkeit. Historisch wissen wir, dass Jägerstetter den Wehrdienst auf Seiten der NS-Wehrmacht verweigert hat und nicht prinzipiell Kriegsdienst verweigert hat, sondern sehr konkret in diesem Krieg, in dieser Armee kämpft er nicht. Und das ist in dieser Phase, in dieser großen Resonanz, die ist wirklich sehr international in England, Amerika und so weiter und bringt dann viele Besucher bis hin zu Bischöfen aus den USA über Jahrzehnte nach St. Radikund. Also manche kommen jetzt noch und es ist eine große Echokammer, die aber Jägerstätte in einem ganz anderen historischen Kontext auch wahrnimmt und rezipiert. anderen historischen Kontext auch wahrnimmt und rezipiert. Und dann kommt später eine österreichische Rezeption, denke ich, auch innerhalb von der österreichischen Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus, mit dem Rahmen der Wehrmachtsausstellungen und so weiter. Also das ist noch einmal ein eigener Diskurs und eine eigene Auseinandersetzung. Ich finde, ein ganz wichtiger Impuls kommt eigentlich von außen. Vielleicht noch ergänzend, eine der ersten Biografien zu Jägerstädter, die entstanden sind, hat zum Beispiel der Gefängnispfarrer Heinrich Kreuzberg geschrieben, der ihn in Berlin-Tegel im Gefängnis betreut hat. Also er hat erkannt oder er hat ihn einfach unterstützt. Also er war nicht jemand, der ihn überreden wollte, dass er jetzt quasi doch den Eid leistet und für die Wehrmacht kämpft, sondern er hat ihm auch die Heilige Kommunion gegeben, was damals einfach eine große Bedeutung für ihn auch gehabt hat. Und der war eben auch einer der Ersten, der dann glaube ich 1946 oder 1947 schon den ersten Beitrag über Franz Jägerstetter geschrieben hat. Also wie gesagt, es ist einfach die Einflüsse, die von außen gekommen sind nach Österreich. wirklich irrsinnig informative Überleitung und die Ebene des Vergleichs, die sich da auch auftut zwischen Wiesinger und Jägerstetter. Ganz kurz noch, man kann euch euren Forschungen auch im Netz folgen, glaube ich. Vielleicht sagt es ja noch ganz kurz für die Leute, wir können jetzt leider nicht, wie wir das sonst machen, Diskussion veranstalten, aber ihr habt auch eine digitale Präsenz, soweit ich das weiß. Genau, also über die Homepage der Katholischen Privatuniversität Linz findet man das Franz und Franziska Jägerstetter Institut und dort sind eigentlich alle Informationen über uns gebündelt. Wir haben auch einen Forschungsblog und Sie finden dort auch unsere E-Mail-Adresse. Das heißt, wenn Sie auch Interesse an einem Newsletter haben, den wir in nicht zu häufigen Abständen ausschicken, dass die Postfächer nicht überfüllt werden, können Sie dann auch über unsere Tätigkeiten informiert werden und wir arbeiten eben derzeit eben an einer digitalen Edition, einem Editionsprojekt, wo wir eben die ganzen Jägerstädter Briefe und auch seine Lebensdokumente neu herausgeben. Also Informationen finden Sie einfach. Also auf den Tag, wo man wie heute die online Karl-Wiesinger-Edition präsentieren kann. Freuen wir uns schon sehr, das wird noch ein kleines Stück des Weges sein. Dann darf ich Petra Maria noch bitten, uns alle zu verabschieden und den geordneten Abzug anzupacken. Vielen herzlichen Dank für diesen wirklich ungewöhnlich dichten und ungewöhnlich interessanten Abend. Mit Karl Wiesinger kommt man offensichtlich überall hin, nach Moskau und nach St. Radegund. Vielleicht möchten Sie Wiesinger mitnehmen. Es gibt einen Büchertisch. Ich hoffe, dass dort auch etwas zu Franz Segerstetter zu finden ist. Vielleicht möchten Sie auch noch ein bisschen hierbleiben. Im Moment ist alles schwierig. Sie wissen es, das Literaturcafé ist zwar offen, wir würden es aber ersuchen, an den Tischen Platz zu nehmen und zu warten. Es kommt jemand und Sie bekommen, was wir Ihnen anbieten können. Ansammlungen größerer Natur sind im allgemeinen Interesse zu vermeiden. Was ich noch berichten möchte, jetzt haben wir kurze Zeit, weder Karl Wiesinger noch die nächste Ausstellung, aber die nächste Ausstellung kommt. Sie wird eröffnet am 10. November. Es ist die Ausstellung im Schreiben, werde ich mir fremd, Eugenie Kein, 1960, 2010. Wir mussten eine Ausstellung Corona-bedingt sozusagen dazwischen ausfallen lassen. Die wird kommendes Jahr im Frühling nachgeholt. Jetzt kommt die nächste Autorin und ihr Schreiben, auch das auf Bas. Wir würden uns sehr freuen. Wir danken für Ihre Treue. Bitte melden Sie sich derweil noch immer an, bevor wir wieder ins ganz Schöne und Unbeschwerte kommen können. Allen einen guten Abend und vielen herzlichen Dank den Mitwirkenden an diesem schönen Abschied von Karl Wiesinger.