Liebe Zuschauerinnen, liebe Zuschauer, ich begrüße Sie herzlich zu unserer Sondersendung anlässlich des 13. Langentags der Flucht, eine Initiative des UNO-Flüchtlingshilfswerk UNHCR, an der sich das Freie Fernsehen Salzburg beteiligt. Der 4. Oktober, der lange Tag der Flucht, ist nicht nur ein Datum im Kalender, sondern eine wichtige Gelegenheit, um auf die Schicksale von Millionen Menschen aufmerksam zu machen, die weltweit gezwungen sind, ihre Heimat zu verlassen. Sie fliehen vor Krieg, Verfolgung und Menschenrechtsverletzungen. Auf der Suche nach einem sicheren Ort und einer besseren Zukunft. In den kommenden Stunden wollen wir gemeinsam auf die Geschichten und die Herausforderungen dieser Menschen blicken. Wir beleuchten nicht nur lebensgefährliche Fluchtwege, sondern auch Hoffnungen, Träume und Perspektiven, die mit diesen Schicksalen verbunden sind. Wir wollen mit dieser Sondasendung informieren und sensibilisieren für das Leid, aber auch für die Stärke und den Mut der Flüchtlinge. Die Zahl der Menschen, die weltweit auf der Flucht sind, hat in den letzten Jahren Rekordhöhen erreicht. Laut UNHCR sind 2024 über 115 Millionen Menschen auf der Flucht. Davon haben mindestens 40 Millionen ihre Heimatländer verlassen und suchen als Geflüchtete in anderen Staaten zur Flucht. Die meisten aber sind sogenannte Binnenvertriebene im eigenen Land. Besonders betroffen sind Regionen wie Syrien, Afghanistan, der Südsudan und die Ukraine. Hier zwingen Konflikte, Gewalt und Menschenrechtsverletzungen weiterhin Millionen zur Flucht. Wir wollen mit dieser Sondersendung auf FS1 vor allem den Geschichten der Geflüchteten viel Platz einräumen, sie wirklich zu Wort kommen und ausreden lassen. Auch ich habe eine Fluchtgeschichte hinter mir, denn ich bin 2014 von Kobani, einer kurdischen Stadt in Syrien, in die Türkei zu Fuß geflüchtet und habe seit 2016 ein neues Leben in Österreich gefunden. Ich bin Journalistin und Buchautorin, habe vor kurzem in Wien mein Master abgeschlossen und freue mich, Sie heute durch dieses für mich sehr besondere Programm zu begleiten. Wir beginnen mit einem prägenden Kapitel der europäischen Fluchtgeschichte, den Krieg in Ex-Jugoslawien in den 90er Jahren. Der Zerfall Jugoslawiens führte zu ethnischen Konflikten, Vertreibungen und unvorstellbarem Leid. Hunderttausende wurden aus ihrer Heimat vertrieben. Der Bosnienkrieg, der Kosovo-Krieg und andere Konflikte haben deutlich gemacht, wie schnell aus Nachbarn Feinde werden können und wie zubrächlich Frieden ist. Unsere erste Fluchtgeschichte erzählt der aus Bosnien stammende Sozialarbeiter Sinisar Tica. Seit 2009 ist er österreichischer Staatsbürger. 2009 ist er österreichischer Staatsbürger. Als Anfang der 90er Jahre in seiner Heimat im ehemaligen Jugoslawien die Kriegswirren ausbrachen, war er als Straßenmusiker und Puppenspieler in Europa unterwegs. Durch den Krieg am Balkan war ihm der Weg zurück nach Hause plötzlich versperrt. Im Folgenden erzählt er uns seine Geschichte. Also der Krieg wurde 1991 ausgebrochen, zuerst in Slowenien, Kroatien, dann Bosnien. Und dann irgendwann konnte ich nicht mehr nach Hause gehen. Das heißt, ich bin nicht geflüchtet. Ich war im Ausland, als der Krieg ausbrach. Ich könnte nicht zurück. Und wenn mich jemand fragt, wie bist du geflüchtet? Ich habe ein Auto gehabt. Mit dem Auto bin ich nach Deutschland gekommen. Aber ich könnte nicht normal durch die Kroatien und Slowenien fahren. Ich musste dann nach Serbien, Ungarn, Österreich und dann nach Deutschland. Also ein großer Umweg. Das war der einzige Unterschied damals. Ich konnte nicht durch, sondern dieser Krieg war nicht unser Krieg, also nicht mein Krieg, das war ein Bürgerkrieg und ich habe nie einen Sinn gefunden, wieso gibt es diesen Krie die überhaupt? Was ist das Ziel? Wir haben gut gelebt in Jugoslawien und wir haben keine Probleme gehabt. Das war wenigstens für mich und meinen Bekanntenkreis. Und jetzt will plötzlich jemand irgendwie mit den Nachbarn kämpfen. Na, bitte nicht. Zum Beispiel, ich kann mich gut daran erinnern, das war 16. September. Mein Bruder, er hat einen Brief bekommen. Also um 10 Uhr muss er ins Krieg gehen. Also ich bin jetzt emotional. Ich habe gesagt, ich mache das nicht mit. Ich flüchte nicht, ich gehe jetzt und komme nicht mehr zurück. Und mein Bruder ist gegangen. Und mein Bruder ist gegangen. Und ich habe ihn dort gebracht, aber um elf war ich schon im Auto und ich war Richtung Deutschland. Und dann ist er fünf Jahre dort geblieben und ich war fünf Jahre im Ausland. Es war nicht schlimm, ich habe ein gutes Leben gehabt im Ausland, aber wir alle waren im Ausland geflüchtet. Manchmal hatte ich schlechtes Gewissen, weil ich war Skifahren hier, also mehr Urlaub. Ich habe gut verdient mit Puppen, das war so ganz anderes Thema, aber bei uns war der Krieg. Und dann viele Freunde, also Moslems, Kroatens, Serben. Du wusstest nicht, wer auf welcher Seite ist. Ich wusste nie, ob es Serbe oder Kroate oder Moslems ist. Moslems haben wir durch den Namen gewusst. Aber wir haben nie uns irgendwie gesehen, du bist Moslems, ich bin Kroate, ich bin Serbe. Wir waren alle Jugos. Und dann plötzlich, wo bist du jetzt? Bist du jetzt mein Feind oder bist du immer noch mein Freund? Und wir trafen uns im Ausland und dann weißt du nicht mehr, willst du mit ihm reden oder nicht? Will er mit dir reden oder nicht? Er glaubt, du bist schuld weil unten schlimm sind du weißt nicht jetzt ob er nationalist geworden ist oder nicht also das war das war also ein bisschen schlimm nicht diese finanzielle sache das war kein problem das war also alles in ordnung ich war k Künstler, ich habe viel Erfolg gehabt, aber irgendwie, wie sagt man jetzt, man hat ein bisschen schlechte Gewissen gehabt. Also manchmal immer noch, weil wenn du mit Leuten unter sprichst und sie anfangen zu reden, wie es im Krieg war und du warst nicht im Krieg. Dann kannst du nichts sagen. Ja, gut für dich, du warst nicht da. Aber besser, dass ich nicht dort war. Ich habe natürlich nie das bereut, aber es ist schlimm. Man glaubt ja, was willst du, das sei leicht für dich, du gehst Skifahren, du gehst. Stimmt, aber wenn man Familie hat, Freunde hat und ich bin so Jo, immer noch. Also ich liebe Jugoslawien. Also egal. Also ich akzeptiere das nicht, immer noch. Slowenien, Kroatien oder Montenegro, das ist immer noch meine Heimat. Niemand hat mich gezwungen wegzugehen, aber ich wollte nicht kämpfen. Ich weiß nicht, jetzt ist das jetzt. Bin ich geflüchtet oder? Also ich war sowieso im Ausland oft, aber ich wollte nie im Ausland leben. Ich wollte immer zuhause leben. Aber dann irgendwann war es nicht möglich durch diesen Krieg. Ich habe in Südtirol gelebt und ich habe auf den Straßen gespielt, im Auto geschlafen. Und mit der Hoffnung, dann irgendwann dieser Krieg vorbei wird, wie jetzt in der Ukraine. Wir glauben, jeden Tag wird irgendetwas unterschrieben und dann kein Krieg mehr. Und so habe ich auch gehofft, aber das war immer schlimmer. Sinischatitsa lebte mehrere Jahre als Vertriebener in Mitteleuropa. Immer hatte er Schwierigkeiten mit der Aufenthaltsgenehmigung, aber immer wieder traf er auf Menschen, die ihm halfen und ihn unterstützten. 1995 wanderte sich für Sine Schatica die Geschichte, als er in Salzburg ein Engagement am Marionettentheater erhielt. Der Geschäftsleiter hat gesagt, super, wir brauchen genau jetzt einen Puppenspieler, weil einer geht in die Rente. Und dann hat mich eingeladen, zwei Wochen, also nicht Probezeit, sondern zum Kennenlernen. Dann haben mich eingeladen, haben ein Zimmer gemietet und für das Essen gegeben. Und dann war ich zwei Wochen als Angestellter, dann bin ich in die Arbeit gegangen, ich habe gesehen und geschaut, was sie dort machen. Sie haben mich auch ein bisschen getestet oder wollten sehen, ob ich rein passe weil die brauchen jemanden der bis zur rente da bleibt also weil das lernt man so himmel und dann nach zwei wochen hat er gesagt okay für uns passt und für dich ja passt auch für mich super dann ja wann kannst du kommen das war kurz vor silvester ja ich kann am dritten jänner ist der erste Arbeitstag, dann kann ich kommen. Ich muss zurück nach Südtirol, die Wohnung abmelden und ein bisschen was organisieren. Und was machen wir mit der Arbeitsgenehmigung? Das war immer das Problem. Dann sagte er, gib mir ein Passwort noch, wir kopieren das. Das probieren wir. Als ich dann nach Salzburg kam, habe ich schon einen Arbeitsvertrag, eine Arbeitsvergütung, eine Aufenthaltsgenehmigung bekommen. Ich wusste nicht, wo das Arbeitsamt ist. Wenn jemand für dich, weil die sind so mächtig hier, haben sie das so schnell gemacht. Und normalerweise, bis du das bekommst, dann musst du sehr viel hier unterlagen, sehr viel Zeit und das ist so anstrengend. Aber das Marinettentheater hat das so gemacht. Dann bin ich nach Salzburg gekommen. Das war 1995 und ich habe schon gewusst, der Krieg ist vorbei und ich will zurück. Aber dieser Krieg war auch früher oft als vorbei. Zwei Wochen Ruhestand und dann wieder ist er ausgebrochen. Dann habe ich gesagt, jetzt warte ich, bis ich wirklich sehe, dass das nicht mehr ausbricht. Weil ich will nicht jetzt zurückkommen und dann kommt der Krieg, also bricht es wieder aus. Und ich muss ein bisschen was vorbereiten, also nicht jetzt so schnell. Und dann habe ich gesagt, okay, ich warte noch ein bisschen, weil ich wollte nie im Ausland leben. Ich habe das Leben zu Hause in Bosnien, also in Jugoslawien so genossen, und ich war oft im Ausland, auch früher als Jugendlicher. Ich habe immer in einer Volkstanzgruppe gespielt. Jedes Jahr hatten wir Auslandstourneen. Ich habe noch als Jugendlicher gesehen, wie das Leben hier ist. Und auf der einen Seite, das war gut für mich, aber es war doch besser in Jugoslawien. Also in den Städten, vielleicht irgendwo auf dem Land, keine Ahnung, es war anders. Aber ich habe gesagt, so wie diese Gastarbeiter hier leben, ich habe viele kennengelernt, also so ein Leben, das ist nicht für mich. Und das, was sie verdienen als Gastarbeiter, das war für mich auch zu wenig. Weil ich habe gesehen, mit Puppen, das ist nicht jetzt, dass ich mich lobe, aber ich habe gesehen, also in meinem Fall, ich kann mehr Geld verdienen, sparen und dann irgendwas selbstständig anfangen. Wohnung kaufen oder was immer. Aber ich wollte nie eine Arbeit haben hier als irgendein Arbeiter. Und dann 1998, nach zwei Jahren im Arnetentheater, ich habe dann gekündigt, also ich habe dann ausgemacht. Ich habe gesagt, ich will nach Hause gehen, ich kann hier nicht mehr arbeiten. Ich habe gespürt, jetzt geht es nicht mehr. Also ich will nach Hause gehen, ich kann hier nicht mehr bleiben. Ich habe gespürt, jetzt geht es nicht mehr. Ich muss nach Hause gehen. Und dann, 98, 1. August, habe ich die Wohnung gekündigt. Ich habe super Arbeit gehabt, ich habe geheiratet. Ein Jahr war ich mit dieser Frau zusammen, meine Frau. Und sie kommt nicht aus Bosnien, sondern aus Kroatien. Und für sie ist Bosnien nicht zu Hause. Ich habe gesagt, ich muss nach Hause gehen. Ich kann nicht mehr hierbleiben. Sie hat dann gesagt, nein, ich will nicht dort in Krankenhäusern. Wenn man die Kinder kriegt, dann sind es schlechte Bedienungen. Ich habe gesagt, ich gehe und du kannst bleiben, wenn du willst, aber ich kann nicht mehr bleiben hier. Egal, jetzt Geld, Wohnung, interessiert mich nicht, ich will nach Hause. Dann hat sie gesehen, ja, er meint das ernst. Und dann 1. August, Freunde hier, ich habe Arbeitsgenehmigung gehabt, ich habe alles gehabt hier. Freunde hier, ich habe Arbeitsgenehmigung gehabt, ich habe alles gehabt hier. Ein gutes Leben. Dann die Juggos, ja, Sincha, bist du wirklich ernst? Willst du wirklich nach Hause gehen? Hast du Geld eingespart? Ich habe Auto, ich habe Wohnung, ich habe Möbel, aber kein Geld. Wieso gehst du? Ja, ich kann nicht mehr. Keiner hat das verstanden. Haben auch nicht geglaubt. Und dann als ich, also ich habe den großen Bus gehabt, dann habe ich, das war ein Lokal hier, wo die Juggos sich treffen, in Knigel. Dann bin ich dorthin gegangen, also zum Kaffee trinken und Tschüss sagen. Und dann sind alle rausgegangen, um zu sehen, ob ich wirklich nach Hause jetzt gehe, also wie immer. Und die haben gesehen, voll, Auto ist voll, Möbel drinnen und was immer. Das ist also, das war so ein Wunder. Sie haben nicht geglaubt, dass ich das ernst meine. Aber und dann bin ich nach Hause gekommen, Wohnung hergerichtet, alles war super und dann habe ich noch 100 DM gehabt. Also jetzt muss man wieder irgendwie, also Frau, keine Kinder, Frau, alles da, aber kein Geld. Dann dachte ich, jetzt gehe ich wieder auf die Straße. Dann hat mich jemand angeboten, die OSD, diese Europäische Kommission, und dann sie haben diese Wählen, politische Wählen, kontrolliert und sie brauchen dann Menschen, die Englisch können und auch das Auto haben und die zahlen sehr gut. Das war ein drei Monate Job. Dann habe ich die Arbeit genommen und drei Monate, da habe ich einen Mann aus Rumänien, war er ein Diplomat, ich war sein Chauffeur und Dolmetscher. Dannäter habe ich angefangen mit verschiedenen Sachen, aber das war der Anfang zu Hause. Ich war so happy, es war wirklich kein Ausland mehr, ich bin zu Hause. Das war super. Zwölf Jahre waren wir in Bosnien. In diesen zwölf Jahren habe ich verschiedene Jobs gemacht. Also vom Jazz-Blues-Café-Bar, Kinder-Friseur-Salon, Event-Agentur. Und dann irgendwann hat mich jemand angesprochen hier in Salzburg. Aber ich war immer wieder, also zwei, drei Wochen habe ich in Salzburg gespielt, ein paar Tausend Euro verdient, nach Hause. Hat mich jemand angesprochen, der mich kannte, also ob ich eine Firma in Bosnien gründen, also für Sie als Geschäftsführer, Geschäftsführer, ob ich das machen möchte. Also Firma, was macht die Firma? Also diese Geldspielautomaten. Dann habe ich das gelernt und acht Jahre lang war ich in dieser Branche. Und da hat man ein bisschen, also nach dem Krieg. Ich war überall, in kroatischen Gebieten, muslimischen, serbischen. Ich habe nirgendwo Probleme gehabt, nach dem Krieg. Das war fünf Jahre nach dem Krieg. Es war noch frisch. Aber trotzdem, die Menschen in Bosnien hatten kein Problem miteinander. Ich als Serbe aus Bosnien war überall willkommen. Und als sie mich in Banja Luka besucht haben, also Kroaten oder Moslems, dann habe ich als Gastgeber, dann, also ich habe auf sie aufgepasst. Das war super, also ich habe, also was ist jetzt, also keiner hasst sich. Das ist meine Erfahrung. Und dann irgendwann habe ich entschieden, also das reicht, jetzt will ich, also ich habe ein Ziel gehabt und das Ziel war, irgendeine Staatsbürgerschaft zu bekommen, eine EU-Staatsbürgerschaft. Nur damit meine Kinder, ich und meine Kinder, also später meine Kinder, damals habe ich keine Kinder gehabt, dass sie reisen können, dass sie nicht auf die Grenze zurück gewiesen werden. Und dann, also das war mein Ziel. Und dann, es war dann die Zeit reif, jetzt soll ich das Ziel ein bisschen mehr angreifen oder was dafür tun. Dann haben wir gesagt, ich habe dann zwei Söhne bekommen, also Frau, zwei Söhne, ich, also lassen wir jetzt diese Weltgeldspielautomaten, also ich will nicht mehr. Wir fahren jetzt wieder nach Österreich, damit die Kinder, sie waren fünf Jahre und zehn Jahre alt, damit die Kinder Deutsch gescheit lernen, nicht so wie ich. Ich habe selber alles gelernt, dass sie in die Schule gehen, also Deutsch lernen und dass sie dann auch Staatsbürgerschaft, weil das war auch möglich. Und auch meine Frau und ich, wir sollen schauen, können wir was Gutes hier machen? Nicht jetzt irgendeinen Job, irgendein Leben, sondern kann man was Besseres machen? Weil zu Hause haben wir alles gehabt. Gutes Leben, aber BH-Passport, Pass. Das war mein Problem. Und dann, nach drei Jahren, haben wir ja jetzt geht es uns gut. Ich habe mich entschieden, Soziale Arbeit zu studieren, meine Frau dann nachher auch. Das haben wir dann abgeschlossen. Ich habe gesehen, ja man kann hier, also wir haben jetzt auch hier ein gutes Leben. Und die Kinder sind auch gut, haben auch dann irgendein Staatsbürgerschaft bekommen, Deutsch gelernt und haben, also, ist gut gegangen. Und deswegen sind wir geblieben, obwohl die, also Bosnien ist immer da und wenn mich jemand böse anschaut oder irgendwie erpressen möchte mit der Impfpflicht oder was immer, dann bin ich in sechs Stunden zu Hause. Zimmer, dann bin ich in sechs Stunden zu Hause. In Salzburg arbeitete Sinisa Titsa auch eine Zeit lang als Puppenspieler auf der Straße. Das war anfangs gar nicht so einfach und er kam im Konflikt mit der Polizei, aber auch an dieser Stelle im Leben traf er auf Menschen, die ihm gewogen waren und ihm weiterhielten. Hören wir uns diese Geschichte des Ankommens zu Ende an. Aber es gab immer wieder Polizisten, die haben das nicht erlaubt, weil gesetzlich war das nicht in Ordnung. Und es gab damals einen Polizisten, wir wussten auch damals den Namen, wenn er im Dienst ist, dann darf kein Mensch auf der Straße etwas machen. Weil dann bist du, er kommt zu dir und dann gleich Strafe, musst du zahlen oder sehr streng. Und dann hat man man hat gewusst also erst morgen im dienst also morgen kommt keiner der sich war auf dem alten marktplatz aber es gab auch anderen die haben überall gespielt aber wenn er da ist darf keiner spielen und dann und oft habe ich ihm also gesehen ich habe nicht so ist immer gewusst wann wann er Dienst hat. Und dann spiele ich und ich sehe ihn im Publikum. Mein Gott, das weiß ich. Wenn ich aufhöre oder meistens brechen sie das ab, also mitten im Spiel. Hopp, jetzt musst du weg. Aber er hat immer gewartet. Und hat zugeschaut. Und dann, ich durfte ihm nicht schauen, dann habe ich ein bisschen länger gespielt. Ich habe gehofft, er geht weiter. Na, er hat gewartet, gewartet. Dann irgendwann musste ich Pause machen. Dann habe ich ihm geschaut, also Augenkontakt. Dann sagte er, okay. Dann bin ich weggegangen. Und einmal habe ich ihm, ich habe nie Strafe zahlen müssen. Und irgendwann habe ich auch oft früher im Europark gespielt. Ich habe eine extra Genehmigung gehabt von der Leitung. Also ich habe gesagt, ja hier kannst du immer spielen. Dann habe ich dort gespielt und dann habe ich einmal einen gesehen, ein Gesicht gesehen, ja ich kenne ihn irgendwie, er war im Zivil, das war dieser Polizist, er hat mich dort als Zivilist geschaut und applaudiert und für alle andere war er so ein Augenkontakt. Und dann irgendwann, das war nicht mehr lustig, habe ich eine Pause gemacht. Ich war immer wieder auf der Straße. Ich wusste, man darf nicht, aber ich hatte das Gefühl, ich mache nichts Falsches. Ich gehe also trotzdem dort. Und dann irgendwann habe ich mich beklagt bei einer Frau, die fast jeden Tag dort war. Sie hat nicht gewusst, dass ich das Problem habe. Dann habe ich gesagt, ja, ich weiß nicht. Dann, was ist das Problem? Ja, ich habe keine Genehmigung und man kriegt keine Genehmigung. Hier gibt es keine Genehmigung. Also theoretisch nicht möglich. Praktisch und theoretisch nicht möglich. Na, wieso nicht? Ich muss mit meinem Mann reden. Das geht nicht so, weil das ist so gut. Ja, aber ich kann es nicht. Ich habe versucht. Ja, ich muss mit meinem Mann reden. Der Mann hat mir den Namen gesagt, den ich nicht kannte. Das habe ich dann nachher gefragt, wer sitzt im Rathaus im Altstadtrat. Das war damals ein FPÖ, 1998. Er war Chef der FPÖ in Salzburgland. Siegfried Mütterdörfer, ich weiß den Namen noch. Ja, ich musste mit ihm reden. Am nächsten Tag kam ein Journalist aus dem Salzburger Nachrichten zu mir gekommen, hat gesagt, ja, bist du Sienischer? Ja. Dann sagt er, ja, der Herr Mitterdorfer schickt mich. Was soll jetzt ein... Nein, nicht Journalist, sein Sekretär. Dann hat mich gefragt, ja, was ist das? Welches Problem hast du? Er hat nicht gewusst. Er hat ihm gesagt, geh dorthin und schau, was du machen kannst. Dann habe ich erzählt, ja, Polizei, bla bla bla, keine Genehmigung. Dann sagt er, okay, jetzt geh in die Essen. Ich hatte eine Visitenkarte und einen Journalisten. Du musst mit ihm reden. Was soll jetzt ich mit ihm? Dann bin ich hingegangen. Er wusste auch nicht, was ich jetzt will. Aber das geht irgendwie so. Dann erzählte er wieder alles, wo das Problem ist. Dann sagte er, wo hast du diese Puppe? Ja, im Auto. Kannst du die Puppe? Ja, im Auto. Ja, kannst du die Puppe holen? Ich brauche ein Foto. Dann hat er das Foto gemacht. Das Foto war dann zweimal in der Salzburger Nachrichten. Dann hat er geschrieben, das war eine Samstagsausgabe, Puppenspieler in Not. Und mein Foto und Puppe. Ich habe ich gedacht, jetzt kriege ich noch mehr Probleme. Weil ich stehe in der Zeitung und es steht dort, ich kann keine Gremierung bekommen und keine Ahnung. Und dann hat mich jeder Bekannte gefragt, ja, also ich habe gesehen. Also keiner hat das gewusst. Man sieht dich auf der Straße und man glaubt ja, also alles in Ordnung. Und keiner weiß, dass du schwarz dort arbeitest. Und dann am nächsten, in einer Woche dann ist Reaktion von den Lesern gekommen, mit dem gleichen Foto, was ist los mit Saldrugge Altstadt. Dann hat eine Frau geschrieben, das ist Frechheit, wieso erlauben sie das nicht, da betteln Menschen, das ist okay und so war es nicht okay. Und dann vielleicht in zwei Wochen habe ich im Briefkasten, was ist das, Genehmigung, Altenmarktplatz von März bis Oktober. So durch. Und keiner hat mich angerufen. Dann habe ich gesehen, wie diese Politik auch mächtig ist. Oder diese Journalisten. Und das ist dann eine andere Epoche. Das ist dann eine andere Epoche, das hat mein Leben dann wirklich verändert, weil ich wusste, ich kann jetzt hier spielen ohne Angst zu haben. Oder ich kann hier spielen, ich muss nicht jetzt nach Rosenheim fahren, nach Linz, nach Munden oder nach Innsbruck. Ich kann hier spielen, wo ich lebe. Diese Genehmigung hat mein Leben wirklich nicht verändert, aber hat mich ermöglicht, dass ich frei bin. Und irgendwann habe ich Staatsbürgerschaft bekommen. Ich habe mein Ziel erreicht und meine kommen und also ich habe alle meine ziele pläne sagt man ich habe es geschafft das was ich wollte habe es geschafft willkommen zurück bei der sondersendung des freien fernsehens salzburg anlässlich des 13 langen tags der fl der Flucht. Das ist eine Initiative der UNO-Flüchtlingsorganisation UNHCR. Ich freue mich, dass Sie drangeblieben sind oder gerade zugeschaltet haben. In dieser Sendung kommen Menschen zu Wort, die aufgrund von Krieg und Vertreibung ihre Heimat verloren und Zukunft in Österreich gesucht haben. Sie erzählen uns ihre Fluchtgeschichten und ihre Geschichten des Ankommens. Ein weiteres tragisches Kapitel unserer Zeit ist der anhaltende Krieg in Syrien, der das Land in eine humanitäre Katastrophe gestürzt hat. Millionen von Menschen wurden vertrieben, viele von ihnen nach Europa und in Nachbarländer wie der Türkei, den Libanon und Jordanien. Mehrere Millionen Syrer und Syrerinnen sind im eigenen Land auf der Flucht. Generationen wachsen in Flüchtlingslagern auf ohne Zugang zu Bildung, Sicherheit oder eine Perspektive für die Zukunft. Im nächsten Beitrag nehmen wir uns Zeit für Rawan und Tulin Tablas. Die beiden Schwestern sind 2015 aus Syrien geflüchtet. Tulin arbeitet als Krankenschwester in Salzburg, Rawan als Dolmetscherin. Schwester in Salzburg, Rawan als Dolmetscherin. Sie mussten nicht nur ihre Heimat, sondern ein Lebensgefühl in Syrien zurücklassen. Die Geschichte der Schwestern ist aber auch eine Erfolgsgeschichte. Und als kranken Schwester mit Kopftuch will Thulin Tablas vor allem eins, mit Vorurteilen aufräumen. Zuerst erzählen sie uns aber von ihrem Leben vor der Flucht. Mein Leben war wirklich sehr schön. Ich habe meine Stabilität dort. Ich habe meine Freunde, meine Nachbarn, meine Wohnung, eigene Wohnung. Mein Mann hat seine Arbeit, er hat ein Geschäft dort. Und alles war super. Und dann auf einmal haben wir diesen Krieg bekommen. Und alles hat sich geändert. Keine mehr Sicherheit, keine Stabilität. Ich muss jeder zwei, drei Monate in einer anderen Wohnung wohnen. An der Stadt sogar. Wir könnten nicht wirklich in einer Stadt lange Zeit bleiben. Wir sollten ab und zu immer wechseln. Ich habe immer Angst an meine Kinder. Meine Tochter war in der Schule und wenn sie geht in der Schule, ich habe immer Angst. Was passiert? Sie kommt wieder nach Hause oder sie kommt nicht. Dann am Ende kann ich nicht mehr dort bleiben. kann ich nicht mehr dort bleiben. Ich habe mit meinem Mann entschieden, wir haben entschieden, dass wir, dass das geht nicht mehr und wir sollen eine Lösung für uns und für unsere Kinder finden. Ja? Genau, es war bei mir ein bisschen anders, weil ich war noch sehr jung, ziemlich, wo der Krieg angefangen hat. Ich war 15 ungefähr und bin ich eh mit 17 raus. Ich habe die Reise mit meinem Bruder erlebt. Das war für uns wirklich eine große Herausforderung. Der war auch ziemlich sehr jung, 23, und ich war eh in der Schulezeit noch. Und deswegen, ich habe auch das gleiche Gefühl gehabt, dass ich meinen Freund, meine Kindheit und diese Zeit wirklich verlieren muss eigentlich. Das Schwierigste ist bei unserer Geschichte, das war nicht unsere Entscheidung. Wir sollten oder wir mussten sogar das machen. Wir haben keine Alternative gehabt zum Leben. Und das ist der einzige Grund, warum wir da gekommen sind. Und das ist wirklich sehr wichtig auch für uns. Wir sind da, weil in unserem Land ein Krieg gibt. Wir haben uns nicht mehr sicher gefühlt. Und dann war auch die Entscheidung auch auf einmal eigentlich, dass ich und mein Bruder rausgehen mussten, weil meine Eltern auch haben das Gefühl gehabt, das ist nicht mehr sicher für uns. Das war überhaupt nicht einfach auch für mich, dass ich mit 17 meine Familie verlasse. Ich habe eh meinen Bruder mitgehabt, Gott sei Dank, der hat wirklich das sehr gut gemacht, aber trotzdem ein 17-jähriges Kind, sagen wir, oder Erwachsener. Es war nicht einfach. Ich kann mich noch immer genau erinnern an meinen Mutters Blick. Ich werde das nie im Leben vergessen, wo ich raus von zu Hause bin. Sie ist nicht mitgekommen zum Flughafen, sie könnte das nicht. Aber ich kann mich ganz genau an diesen Blick erinnern. Das war nicht einfach. Aber wie gesagt, das war die einzige Möglichkeit. Wir haben keine Alternative gehabt. Und da hat angefangen. Wir sind eigentlich legal aus Syrien geflogen nach der Türkei. Und dort war illegal und war sicher sehr schwierig. Es hat 30 Tage genau gedauert, bis wir da gekommen sind. Wir sind von der Türkei in Griechenland mit einem Boot, wie alle Leute. Das war für mich das Schwierigste, vor allem ich habe Angst vor Wasser und das war wirklich sehr komische Gefühle habe ich gehabt. Mein Bruder auch selber, glaube ich, war selber ein bisschen überfordert auch, weil er auch so eine junge Schwester mit hat und er musste an mich und selber auch denken. Wo wir genau verboten waren, ich war so auf einmal so gelb, sagen wir, ohne Farbe, durch die Angst, die ich gehabt habe, weil es war um zwei Uhr in der Nacht, ich konnte nichts sehen, ich habe nur gehört, dass viele Leute sind, wir waren 36 Personen in einem so kleinen Boot und in der Nacht vor allem, dass viele Leute sind, wir waren 36 Personen in einem so kleinen Boot. Und in der Nacht vor allem, dass man wirklich so in der Mitte vom Wasser sieht nichts, einfach gar kein Licht. Keiner kennt sich aus. Wir mussten einfach bis zu Griechenland weitergehen. Und da hat mich so angeschaut mein Bruder und hat mir gesagt, ich frage dich eine Frage und deine Antwort wird gemacht, egal was du sagst. Magst du, dass wir zurückgehen? Wenn du Angst hast, ich nehme dich und wir gehen wieder und egal was wird passieren. Und das hat mich so wirklich berührt. Ich habe das Gefühl gehabt, nein, wir machen das ganz genau. Ich kann mich noch ganz genau erinnern, wir sind eingestiegen und mein Bruder saß oben und ich war ganz genau am Boden, habe ich ihm die Hände genommen, habe gesagt, entweder wir leben beide oder wir sterben beide. Ich kann das nicht, ich konnte das mir nicht vorstellen, dass eine von uns das nicht schafft. Und wo ich wirklich an diesen Moment noch immer denke, dann sage ich mir, wie habe ich das überhaupt geschafft? Das war sehr schwierig. Es ist jetzt nach vielen Jahren, es ist sehr einfach zum Erklären, aber ich kriege noch immer diese Aufregung. Ja, ich habe ihm einfach, ich kam wirklich erste vier oder fünf Stunden, weil es hat sieben Stunden gedauert. Ich habe ihn wirklich so festgehalten und mir gedacht, entweder beide sterben oder beide leben. Auf keinen Fall was anderes. Und dann nachher ist es ein bisschen anders gewesen, unsere Reise, weil im Griechenland sollten wir noch dort ein paar Tage bleiben, bis wir so Bescheinigung kriegen, dass wir weitergehen dürfen. Und dann sind wir nach Mazedonien, dann Zirpien, dann Ungarn. Es ist eh die gleiche Geschichte, illegal. Es ist sicher, jeder Grenzübertritt ist nicht einfach. Wir haben was verboten gemacht. Ich meine, ich kann das auch verstehen. Das war eine große Herausforderung, Bis wir in Ungarn waren, war es ein bisschen leichter für uns, obwohl in Ungarn zu bleiben war sehr schwierig eigentlich. Und wir hatten Angst gehabt, dass wir dort nicht festgenommen werden, weil in dieser Zeit 2015 war wirklich sehr gefährlich. Irgendwann war es wirklich ein bisschen anders. Aber Gott sei Dank, wir haben das geschafft und dann sind wir bei der Österreich-Grenze von der Polizei festgenommen und wir haben gleich entschieden, dass wir da bleiben. Wir wollten einfach, okay, das ist das erste Land, das wir da sicher bleiben können, dann bleiben wir hier. Wir hatten keine Kraft mehr. Einfach, okay, Sicherheit, wir dürfen vielleicht auch für später da bleiben und alles okay, es ist ein schönes Land, wir bleiben da. Die Entscheidung ist auf einmal gekommen und wir sind da geblieben. Und mein Mann ist nach Österreich gekommen, weil meine Schwester und mein Bruder hier sind und wir wollen wieder alle zusammen im gleichen Land bleiben. Weil nachdem wir gekommen sind, ein paar Monate, dann ihr Mann ist gekommen, dann nachher meine Mama ist gekommen und dann mein Vater. Sicherheit, das war das Wichtigste für meine Kinder. Sicherheit, das war Nummer eins. Aber von der anderen Seite habe ich ja neue Kultur, neue Regeln, neue Sprache und das war das große Problem, neue Sprache. Und das waren die großen Probleme, die Sprache. Wie kann ich mich integrieren? Wie kann ich mich mit den anderen Leuten kontaktieren? Das war nicht einfach. Das war so schwierig. Aber wie habe ich gesagt von der anderen Seite? Die Sicherheit. Ich weiß, wenn meine Tochter geht in die Schule, ich habe keine Angst. Das war so wichtig für mich. Ich bin nach Österreich gekommen, wirklich wegen meiner Tochter. Ja, das war die größte Sache, die wir verloren haben. Und wir haben das wirklich hier gefunden. Ja. Ansonsten gibt es eh viele Schwierigkeiten, was wir erlebt haben. Eine von denen war sicher die Sprache, wie meine Schwester gesagt hat. Weil ohne Sprache könnten wir wirklich nichts machen. Und das ist eh klar auch. Ich kann das auch verstehen, dass ohne Sprache man nichts machen kann. Für Arbeit braucht man Sprache. Kontakt mit anderen Menschen braucht man Sprache. man kann nichts machen. Für Arbeit braucht man Sprache, Kontakt mit anderen Menschen braucht man Sprache, studieren, alles. Aber das war auch für uns nicht einfach, die Sprache selber zu lernen. Die deutsche Sprache ist eine nicht einfache Sprache. Das war auch eine große Herausforderung. Wir wollten immer, wir haben immer diese Motivation gehabt, dass wir schnell wie möglich die Sprache lernen wollen, damit wir wirklich zum Leben weitergehen können. Wie habt ihr dann euren Weg gefunden? Und wer hat euch geholfen vielleicht? Für mich, wo ich nach Kaprun umgesiedelt habe mit meinen Eltern, es war genau zu Corona-Zeit, Anfang Corona-Zeit. Meine Mutter eigentlich hat einen Termin beim AMS gehabt und da war eine Beraterin von Fair Matching, die zuständig für meine Mama war. Fair Matching, die zuständig für meine Mama war und sie tun einfach, die Leute helfen ihren Weg zu finden zur Arbeit oder zur Sprache oder Weiterbildung und alles mögliche. Und dann sie hat mich gefragt und was machen sie und ich habe gesagt ich arbeite und hat gemeint, na, sie sind noch sehr jung und sie müssen weiter studieren, was wollen sie gerne machen, an was haben sie Interesse und so und weil ich dieses Gedanken von Wien habe, dass es irgendwie unmöglich oder sag mal anders, nicht leicht eine Ausbildung zu bekommen oder Unterstützung, finanzielle Unterstützung zu kriegen von AMS und so was, dann haben wir gedacht, okay, schauen wir mal. Und dann hat sie mich nach ein paar Tagen angerufen und hat gefragt, und Frau Tablas, haben Sie sich überlegt, was Sie machen wollen? Und dann war ich, okay, das ist wirklich jetzt ernst. Ich muss mir wirklich jetzt etwas überlegen, was ich machen will. Und dann habe ich mich entschieden, dass ich die Pflegefachassistenz Ausbildung mache und dann habe ich es gemacht. Und ich arbeite seit zweieinhalb Jahren auf der HNO-Station Peter Salk und ich mache gerade meinen Bachelor auch. Ich bin im vierten Semester, habe ich noch zwei Semester vor mir und dann bin ich fertig. Ob ich noch nachher weiter was mache oder nicht. Genau, die Frau von der Firma Matching, die Silke, sie ist sehr nett auch. Ich bedanke mich bei ihr ganz herzlich. Sie war wirklich eine große Unterstützung für mich bis heute zu Tage. Wir treffen uns noch immer und sie fret mich noch immer gleich. Und haben Sie neue Pläne? Sie ist schon gewöhnt, dass ich immer einen Plan habe. Ja, schauen wir mal dann. Ja, ich habe meinen Weg auch in Kaprun gefunden. Am Estsel am See hat mir viel geholfen. Ich war in einem Workshop beim Frauenunterarbeit. Und dort soll ich am Ende ein Praktikum machen. Ich habe probiert beim Caritas, aber das geht leider nicht. Aber Frau Silvia dort hat mir auch viel geholfen. Sie hat gesagt, probiere mal bei der Diakonie, vielleicht kannst du das dort schaffen? Und ja, habe ich dort die Frau Christa getroffen und ich habe dort mein Praktikum gemacht und am Ende dieses Praktikums hat mich gefragt, ob ich mit sie als Dolmetscherin arbeiten will. Und das freut mich sehr. Und habe ich sofort gesagt, ja. Ich habe dort im Zell am See ungefähr sechs Monate mit Frau Christa gearbeitet und dann habe ich nach Oberösterreich umgezogen. Und ich habe ungefähr dort einen Monat ohne Arbeit geblieben, aber dann habe ich ein Telefon von Frau Christa bekommen und sie hat gesagt, Roma, magst du mit uns in Salzburg arbeiten? Sie ist jetzt die Chefin bei der Diakonie Flüchtlingsdienst. Und ja, habe ich sofort gesagt, das freut mich sehr, weil ich mag diese Arbeit. Ich habe schon zweimal vorher gearbeitet in Wien. Ich habe alle meine Deutschkurse in Wien gemacht und ich habe zweimal gearbeitet, aber ich habe in einem Kindergarten gearbeitet als Helferin und habe geglaubt, das ist nicht mein Platz, das gefällt mir nicht gut. Und habe ich auch in einem Restaurant gearbeitet, aber auch gefällt mir nicht. Dann habe ich diese Arbeit gefunden als Administratorin und Dolmetscherin. Und das freut mich sehr, dass ich die Leute helfen kann. Obwohl ich auch mit alten Menschen oft arbeite und ich brauche wirklich Geduld. Und ich habe wirklich Geduld in meiner Arbeit, sagen wir nicht im Privat, aber in der Arbeit habe ich schon Geduld. Aber trotzdem, ich sage ihr immer, ich bin wirklich stolz auf sie, wie sie das macht. Ich kann das ihr Arbeit nicht machen. Weil da braucht man wirklich Nerven, Geduld, die Mühe immer, dass man den Menschen hilft und alle Fragen beantwortet. Obwohl wir beide mit Menschen arbeiten, aber wirklich, ich bin stolz auf sie, was sie macht. Weil ich konnte das nicht schaffen. ich bin stolz auf sie, was sie macht, weil ich konnte das nicht schaffen. Ihr habt es bestimmt auch Rückschläge wegzustecken. Immer wieder mal Dinge, die nicht gut funktionieren. Vieles hat ja für euch richtig gut funktioniert und ihr habt auch hart daran gearbeitet. Aber gibt es auch Momente, wo ihr verzweifelt seid oder gab es in der Vergangenheit Momente, wo ihr keine Perspektive gesehen habt? Erst einmal, dass ich dieses Gedanken bekommen habe. Ich war noch im Heim in Dreiskirchen. Ich habe mir an einem Tag gedacht, nein, ich halte das nicht aus, ich gehe zurück. Egal, was wird passieren, weiterleben oder nicht, das Leben wird sicher anders für mich, aber ich gehe einfach. Und dann habe ich aufgehört, mit diesem Gedanken wirklich weiterzugehen, habe mir gedacht, nein, ich mache, ich fange von Null. Ich versuche wirklich, alle Möglichkeiten richtig zu nutzen, zum Lernen, zum Leben. Was schwierig für mich oder für uns, ich darf auch sagen, weil wir zwei, sag mal ausländische, ich bin nicht mehr Ausländerin, ich darf das nicht mehr sagen, aber zwei muslimische Frauen mit Kopftuch, die vielleicht noch vor ein paar Jahren die Sprache nicht so gut beherrschen. Man musste immer wirklich kämpfen, um dieses Hintergrund, was die Leute haben, zu verbessern, zu zeigen, dass nicht alle Menschen die gleiche sind, dass wir auch da gerne leben wollen und uns integrieren. Ja, ich habe immer gewusst, ich bin eine Mutter. Und ich habe immer dieses Gefühl, ich muss kämpfen. Ich habe keine andere Möglichkeit. Ich muss kämpfen wegen meinen Kindern. Egal, es gibt viele Schwierigkeiten. Das ist nicht einfach, aber du kannst das schaffen. Du brauchst ein bisschen Zeit, aber du kannst das am Ende schaffen. Genau, jeder hat sein Ziel. Sie hat ihr Ziel als Kinder auch und Leben für sich selber auch. Ich finde es auch toll, dass sie mit zwei Kindern an sich denkt und noch immer weitermacht. Für mich war auch ein Ziel, okay, ich habe alles hinter mir, ich war 17, ich habe so viel erlebt, alles weg, tschüss, fertig. Ich fange jetzt ein neues Leben an von null und ich mache das leben wie ich wirklich haben will und eben froh wirklich ich glaube schon dass ich zufrieden ich habe schon mein ziel erreicht mit diesen schwierigkeiten dass wir noch immer mehr erzählen und mehr klären ich arbeite auch im Spital und ich kriege oft ab und zu auch Fragen, aber ich kann mich noch ganz genau erinnern, wo ich mit der Arbeit angefangen habe, wo ich reingekommen bin zum Patientenzimmer, vier oder fünf Betten, dann komme ich zu diesem Blick, okay, was kommt jetzt? Eine Frau mit Kopftuch als Krankenschwester. Und ich warte bis heute zu Tage, wenn ich neue Patienten habe. Ich gehe rein, ich lache und ich warte noch. Bis sie das wirklich so, okay, jetzt eine Frau mit Kopftuch als Krankenschwester. Und dann fängt langsam, langsam, ich merke schon erste Stunde, zwei Stunden, dann wird einfach ein bisschen besser. Sie merken schon, dass ich wirklich offen bin. Ich kann wirklich viel reden mit den anderen. Ich habe nicht so wirklich dieses Abstand. Und dann kriege ich die Fragen eine nach dem anderen. Die erste, ob ich sicher mein Kopftuch, ob ich gezwungen bin oder ob ich das freiwillig mache, das ist die, die wirklich oft, ich habe das wirklich viel zu oft gehört und ich höre das noch immer. Oder im Sommer, ist der nicht heiß? Und ich muss, ich mache das gerne, weil ich muss wirklich die Leute klären, dass nicht alle Leute die gleiche sind. In jeder Gesellschaft, in jeder Religion gehören schlechte Leute, gehören gute Leute, gehören Sachen, die wirklich schlimm sind. Andererseits gehören auch viele Sachen, die man wirklich sehr gerne macht. Aber leider, wenn etwas schlecht ist, wir werden alle in einem Topf gemischt. Es ist nicht nur hier. Ich meine, das Problem liegt nicht, weil wir hier sind. Ich glaube, alle Länder haben das Problem auch. Ich weiß es nicht, ob es wirklich normal ist oder nicht, aber ich finde auch Unterschied, wie die Leute zum Beispiel auf der Straße mit mir umgehen, wie auf der Station. Es ist wirklich ein Unterschied. Ja, es ist ganz ehrlich, man muss wirklich ganz ehrlich sein. Und wie gesagt, ich meine mit dem nicht etwas schlecht oder gut. Nein, es ist überhaupt nicht was mit gut oder schlecht zu tun. Es ist einfach anders. Und deswegen, ich versuche immer zu klären, weil die Leute auf der Station, sie sehen mich als eine offene muslimische Frau, als Krankenschwester mit Kopftuch. Oh, schön, gut. Ich habe das viel zu oft gehört. Wir wollen so Leute haben wie du. Ich habe das viel zu oft gehört, aber auf der Straße nicht. Ich werde von anderem Blick gesehen. Obwohl ich die Gleiche bin. Und immer ich sage, es ist überhaupt nicht wichtig, was ich an meinem Kopf trage, ist es wichtig, was ich in meinem Kopf habe. Gedanken bleiben die gleichen, Persönlichkeit bleibt die gleiche, ob ich mit Kopftuch oder ohne. Und wie ich vorher gesagt habe, wir sind in einem Land und wir reden immer von Menschenrechten und wir haben das auch hier sehr gut gelernt, aber ich frage mich manchmal, wo sind die Menschenrechte, wenn ich meinen Kopf noch nicht wirklich so in frei tragen darf. Und wir haben ja immer dieses Gefühl, dass zum Beispiel ich bin verantwortlich, das Stereotype-Bild von der arabischen Frau oder der muslimischen Frau zu ändern. Ja. Ja. Ja, leider. Das war die größte Schwierigkeit für uns, glaube ich, als Sprache und Kopftuch. Bei der Sprache haben wir es geschafft, Kopftuch wäre... Es geht schon. Es geht auf jeden Fall schon besser als vorher. besser als vorher. Ich glaube, auch wenn man sich die Sprache selber kennt und beherrscht, dann kriegt man selber dieses Gefühl, dass man noch sicherer ist und dass man wirklich... Würdet ihr sagen, ihr seid angekommen in Österreich und wie schaut ihr vielleicht auf die alte vielleicht auf eure alte Heimat zurück, jetzt aus der Ferne? Schwierige Frage. Weil ich bin sehr dankbar. Wir sind eigentlich sehr dankbar. Egal wie wir das geschafft haben, wir haben die Möglichkeit bekommen hier zum Leben. Sicher mit vielen Schwierigkeiten. Und das ist normal, weil andere Sprache, andere Kultur, andere Gesellschaft. Das ist normal. Gesetze und Regeln. Es ist klar, aber ich kann wirklich diese Frage sehr schwer beantworten. Ich kann es nicht auch vergleichen oder es ist wirklich schwierig auch vergleichen oder... Es ist wirklich schwierig zu vergleichen, weil mein Heimat bleibt mein Heimat. Ja. Und hier, ich lebe auch seit länger als acht Jahren ungefähr. Und ich habe wirklich alles hier, ein Leben aufgebaut. Von Studieren, von Arbeit, von Gesellschaft, von Freunden. Alles. Ich kenne mich hier jetzt sehr gut aus. Wenn ich jetzt in diese Zeit genau zurückgehe, ich kenne mich null aus unten. Und deswegen ist es schwierig zum Vergleichen. Ich auch. Ich das ist so schwierig ich weiß nicht ich kann nichts sagen ich weiß nicht was wünscht ihr euch für für die nächsten jahre wenn alles ich sag mal sich gut weiterentwickelt, so wie es auch für euch gut losgegangen ist. Was wären nächste Meilensteine? Was würdet ihr euch für eure Kinder auch wünschen? Für meine Kinder wünsche ich, dass sie hier die gute leben, die Stabilität. Ich weiß alles, was möglich ist, was gut für meine Kinder ist. Für mich, ich habe noch viele Ziele, noch nicht erreicht. Zum Beispiel, ich will eine Ausbildung machen. Ich habe schon eine Ausbildung gefunden, als Sozialarbeiterin. Und ich hoffe, dass das läuft gut. Und ich habe noch viel, viel im Kopf. Ich habe viel viel, viel in meinem Kopf. Ich habe viel zu tun, viel zu schaffen. Ja, ich wünsche mir auch, dass ich, ich kann nicht sagen, dass ich besser lebe, weil ich habe gute Leben, Gott sei Dank. Vielleicht, dass ich mehr machen kann, dass ich mehr, wirklich noch weitere Ziele zu erreichen. Ich weiß momentan nicht wirklich viel, ich will nur jetzt meinen Bachelor fertig machen und dann weiterarbeiten. Ob was noch kommt nachher, weiß ich noch nicht, aber sicher kommt noch was. Ja, und dass die Leute ein bisschen mehr offen bleiben, dass sie nicht wirklich glauben, an was sie im Zeitung lesen oder anderen Fernseher sehen, im Zeitung lesen oder anderen Fernseher sehen. Dass sie wirklich allen ausländischen Leuten die Möglichkeit geben, sich selber zu zeigen, wer sind sie. Schön, dass Sie diese Sondersendung anlässlich des langen Tags der Flucht verfolgen. Das Freie Fernsehen Salzburg FS1 beteiligt sich heuer an dieser Initiative des UNO-Flüchtlingshilfswerk UNHCR. Rund um den 4. Oktober. Bei FS1 stellen wir aus diesem Anlass Geflüchtete und ihre Geschichten in den Mittelpunkt, sprechen aber auch mit Menschen, die sich in der Flüchtlingshilfe engagiert haben. die sich in der Flüchtlingshilfe engagiert haben. Die sogenannte Flüchtlingskrise im Jahr 2015 war ein besonders prägendes Ereignis in der jüngsten Geschichte Europas. In diesem Jahr erreichten über eine Million Geflüchtete die Grenze Europas, viele von ihnen aus Syrien, Afghanistan und dem Irak. Sie flohen vor Krieg, Terror und Perspektivenlosigkeit. und dem Irak. Sie flohen vor Krieg, Terror und Perspektivenlosigkeit. Es waren Bilder von überfluten Booten im Mittelmeer und erschöpften Familien auf den Fluchtrouten durch den Balkan, die die humanitäre Tragödie greifbar machten. Diese Krise stellte Europa vor enorme Herausforderungen, sowohl logistisch als auch politisch. Sie löste hitzige Debatten über Aufnahme, Integration und Verantwortung aus und führte gleichzeitig zu beispielloser Solidarität und Hilfsbereitschaft aus der Zivilgesellschaft. Zwei Menschen, die damals zu Hilfe eilten und unzählige Stunden ehrenamtlich in der Flüchtlingshilfe leisteten, sind die Theatermacherin Christa Hasforter und die pensionierte Lehrerin Brigitte Schaler. Beide aus dem Salzburger Tennengau. Wir haben die Frauen gebeten, ihre Erfahrungen und ihre Erinnerungen an die Flüchtlingskrise 2015 mit uns zu teilen. Ich kann mich erinnern, dass du oder die Caroline mich angerufen habt und du gesagt hast, dieses Flüchtlingslager in Kuchl wird jetzt aufgelöst, weil es ja ein eigentlich ein Studentenheim war, die Ferien über leer gestanden ist und dass da eine Theateraufführung stattfindet. Und so bin ich zu den Kuchler Flüchtlingen gekommen. Und davor hat der Bürgermeister beschlossen, dass Oberalm 15 von diesen Flüchtlingen aufnimmt. Eigentlich gegen den Widerstand der Bevölkerung, aber das hat sich dann ganz gut getroffen. Die sind Ende September oder Anfang September nach Oberheim gekommen, gemischt nicht gestimmt, denn diese Gruppe, die Theater gemacht hat, das waren in erster Linie Syrer, das waren Leute, die schon am Weg über die Balkanroute bekannt waren untereinander, aber das stimmt nicht, sondern ich habe gar nicht mehr genau gewusst, was das jetzt gesagt ist. Ja, sie haben es nach Buchstaben verteilt. Wir haben alle mit H bekommen. Und das war jetzt eben egal, wo sie herkommen. Was war eure Rolle? Unsere Rolle war, dass wir uns kümmern. Am Anfang war Kleider, Decken, Bettwäsche, Musikinstrumente, Fahrräder. haben wir ein paar mitgebracht, Fahrräder. Genau, wir haben das alles gesammelt. Das haben wir gesammelt und hingebracht dort. Und dann haben wir dort beschlossen, sie müssen Deutsch lernen. Und dann haben wir circa 20 Leute gehabt, 20 Frauen, die mit uns Deutsch unterrichtet haben. 20 Frauen und zwei Pfarrer. Genau. Was waren eure Eindrücke? Jetzt kamen Menschen aus unterschiedlichsten Ländern nach einer schwierigen Flucht zum Teil direkt in die Salzburger Provinz. Was waren eure Eindrücke? Na ja, sie waren einmal zuerst ziemlich verloren. Dann haben sie sich untereinander nicht besonders gut verstanden. Vor allem die verschiedenen Afghanen und Syrer waren ganz schlecht. Die Syrer haben ein bisschen so runtergeschaut auf die Afghanen. Und die Afghanen dann eher noch auf die Somalier. Das waren so die Underdogs. Waren aber alle sehr nett und freundlich. Da können wir uns nicht beklagen. Uns gegenüber waren sie nett und freundlich. Ganz ordentlich eigentlich. Ja. Dann haben wir Deutschkurse organisiert. Da ist nicht recht viel weiter gegangen, weil es unterschiedliche Niveaus waren. Und sie haben sich geweigert, dass sie aus der Gruppe rausgehen, obwohl sie sich nicht verstanden haben. Aber sie wollten zusammen die Zenzelmühle, das waren die Oberalmer in Einig und die Pucher, das waren die anderen. Das war drei Jahre Deutsch lernen. Manche haben es gut gemacht, die haben dann auch Prüfungen gemacht, manche haben es schlechter gemacht oder sind gar nicht mehr gekommen. Und das andere war, was wir gemacht haben, dass wir mit ihnen zu den Interviews gegangen sind. Sie haben beim BFA immer Interviews bekommen und die Frage war, bestehen sie dieses Interview oder bestehen sie es nicht. Wenn sie es nicht bestehen, werden sie abgeschoben. Wenn sie es bestehen, dann können sie irgendeine Aufenthaltsgenehmigung kriegen. Ja, da hat man viel gelernt bei diesen Interessen. Ja, also ich meine nach wie vor, es werden die Falschen abgeschoben. Und es ist meiner Ansicht nach genau diese Diskussion jetzt auch in Deutschland nach der Bluttat in Solingen. Also es geht nicht darum, dass man fragt, was tut der wirklich, wo ist der in seinem Umfeld oder die, wo engagiert er sich, wo wird er auch von seiner Umgebung entlastet. Denn das ist ja auch noch ein Punkt, dass so viele diese Fremdenfeindlichkeit erleben, die dann so frustrierend ist. Und da entsteht eine Gefahr von Gewalttaten. Wenn aber klar wäre, wir oder unsere Behörden bemühen sich darum, die Richtigen abzuschieben, nämlich die, die kein Interesse haben, da zu sein. Solche gibt es, die die Fantasie haben, sie kommen her und kriegen alles geschenkt und sind dann im goldenen Westen, die auch nicht arbeiten wollen. die auch nicht arbeiten wollen, die gibt es. Aber es gibt diese große Anzahl von, oder 2015, diese große Anzahl von jungen Menschen, und in diesem Fall vor allem auch Männern, die wirklich bereit waren zu helfen, die sofort arbeiten wollen. Du hast gesagt, das ist bis heute unverständlich. Warum dürfen die nicht wirklich arbeiten? Natürlich kommt man auf blöde Gedanken. Wir haben oft als Helferinnen gesagt, wir bewundern unsere Zenzelmüll-Leute, wie geduldig die sind. Also langmütig, geduldig. Da wird auch von der Seite des Geberlandeses einfach viele Fehler gemacht. Und was mir, ich habe ein Beispiel bei uns im Theater, da war ein Afghane, Bilal mit Namen, und der war wunderbar, der hat gesehen, wir haben also ein Gastspiel gemacht, der hat gesehen, wo muss noch angepackt werden. Dem habe ich überhaupt nicht sagen müssen, was er zu tun hat, hat aber davor nie irgendwo im Theater oder in so einem Bereich gearbeitet. Er hat es einfach gesehen, er war hilfsbereit. Er hat dann selber ein Video noch von dem Theaterstück gemacht. Der hat dreimal versucht, dass er nicht abgeschoben wird. Einmal haben wir versucht, dass er nicht abgeschoben wird. Er hat wieder einen negativen Bescheid gehabt. Und dann ist er während des zweiten Lockdowns nach Frankreich, also er hat sich durchgeschlagen bis Frankreich, hat furchtbare Sachen erlebt. Da war ich noch mit ihm in Kontakt. Zum Schluss ist er in Paris in einem schrecklichen Lager gelandet. Das waren die letzten Bilder, die ich von ihm gehabt habe. Seither höre ich nichts mehr. Und das war 2020. Solche Sachen finde ich einfach schlimm. Im Vorgespräch habt ihr mir die Geschichte mit dem Zaun erzählt. Ja, sie wollen was tun. Ja, sie wollen was tun. Und Christa hat Farbe gekauft für den Zaun beim Flüchtlingshaus. Den haben sie in der Begeisterung dann dreimal gestrichen, weil sonst nichts zu tun war. Und sie haben sich gestritten, wer streichen darf. Also ihr wart in Deutschkursen quasi aktiv, ihr wart als Vertrauenspersonen mit bei diesen Gesprächen, Verhöhen. Ihr habt aber noch andere Initiativen gesetzt, ein Gesprächscafé, glaube ich, viele Ausführungen. Begegnungscafés, ja. Vielleicht wollen Sie das noch ein bisschen ins Gespräch. Das hat auch geheißen, komm ins Gespräch. Und das hat sich ungefähr zwei Jahre lang gut gehalten und dann am Schluss hat es sich ein bisschen verlaufen. Da sind dann immer so, zuerst sind eigentlich nur mehr die Flüchtlinge gekommen, dann sind nur mehr die Betreuer gekommen. Aber es war trotzdem sehr nett, jedes Mal. Was war denn eure Motivation, überhaupt zu helfen 2015? Naja, es war wer da, der Hilfe gebraucht hat. Das war es. Ich war im September 2015 am Westbahnhof, wie die gerade angekommen sind, zufällig. am Westbahnhof, wie die gerade angekommen sind, zufällig. Und da stand ein Bub, der war vielleicht fünf, sechs Jahre, stand auf einem dieser Beton-Podeste, die es da am Westbahnhof gibt, stand oben und da stand dann drauf, Thank you, Austria. Und ich habe mir gedacht, mein Gott, du hast jetzt so einen weiten Weg hinter dir. Du weißt nicht einmal, was du sagst. Und dann haben sie die Geflüchteten auf den Bahnsteig, auf den letzten Bahnsteig, nicht auf dem 1er, sondern auf einem Bahnsteig, wo er ganz an der Wand ist. Und einer dieser Polizisten hat zu dieser Gruppe so gemacht. Und es haben sich vielleicht, ich weiß nicht, wie viele Menschen das waren, dass 300, 400, 500 Menschen wirklich wie auf einem Kommando niedergelassen. Also sie waren sowas von dankbar und gefügig. Und das hat mich so bewegt und so gerührt, dass ich mir gedacht habe, irgendwas muss man tun, man muss was tun. Ich habe damals noch nicht gewusst, das hat sich aber dann sehr schnell ergeben. Ja. Ich wollte noch einmal zurückkommen auf die Befragungen. Diese Befragungen, das Prozedere war schon ein zu schwieriges. Also zuerst einmal, wann haben Sie überhaupt Ihre Daten, dass Sie zur Befragung kommen dürfen? Das war schon einmal mit einem oft monatelangen Warten verbunden. Dann haben sie das Interview gehabt und dann haben sie wieder Monate gewartet. Jeden Tag auf die Post warten, warten, warten. Und dann kam der abschlägige Bescheid und dann wieder nicht. Also für mich ist es letztendlich menschenverachtend. Auf der anderen Seite, ich habe mit jemandem gesprochen, die in diesem Bereich auch arbeitet und sagt, die Beamten waren überfordert. Man hat das einfach auch gar nicht alles machen können. Aber das haben die nicht gesehen, das haben wir auch nicht gesehen. Wir haben nur gesehen, die Armen müssen warten. das haben wir auch nicht gesehen. Wir haben nur gesehen, die Armen müssen warten. Apropos warten, ihr habt ihnen dann die Zeit des Wartens auch versucht, mit Aktivitäten zu verkürzen. Ja, wir haben Ausflüge gemacht, wir sind in die Stadt gegangen, nach Salzburg gegangen. Robertekirchdorf. Wie ist das angenommen worden? Sehr gut. Da waren sie alle hellauf begeistert, wie kleine Kinder. Sie sind mit dem Kettenbrot gefahren. Es war ihnen schlecht, aber das war egal. Ausflüge sind immer super gut angekommen. Sie haben das schon geschätzt, dass man sich beschäftigt mit ihnen und dass man ihnen zuhört und dass man versucht, irgendwas zu machen, was halt so 20-jährige Burschen auch gern tun, Sommerrodel bauen oder in die Klamm gehen oder solche Sachen. Das war schon gut. Du hast dann dieses Fotobuch zusammengestellt. Hast du ihnen das dann gegeben? Wie bist du eigentlich weitergegangen? Nein, das war dann schon nachher. Da waren sie eigentlich schon nicht mehr da. Es haben sie vielleicht vier oder fünf angeschaut. Ich habe es damals gesehen, ich habe es irgendwie vergessen gehabt, aber heute, wie ich da durchgeblättert habe, ist mein kleines Herz so warm geworden. Ich muss mich einhalten. Dieses Fotobuch ist so schön. Geht das so? Das Engagement ging ja sehr lang, bis 2018. Das ging lang, ja. Wenn nicht sogar bis 2019. Ja, und dann ist das Flüchtlingshaus in Oberalm aufgelöst worden. Das war begrenzt vom Bürgermeister auf so viele Jahre. Und das war dann auch okay. Es war ja dann auch so, dass nicht nur dieses Flüchtlingshaus war, sondern es hat die Chefin vom Winkelhof dann Familien auch aufgenommen. Wir haben ja ein zweites gehabt in Oberalm, und zwar in der Landwirtschaftsschule Winkelhof. Da haben auch 15, glaube ich, haben da gewohnt. Familien. Ja. Und das ist dann die Chefin verstorben, die Frau Altenberger. Und dann ist ein neuer Chef gekommen in der Schule und der wollte das einfach nicht mehr haben. Und der hat dann alles ausgeräumt. Und das dritte war in Puch, im ÖBB-Heim, also ÖBB-Haus. Die haben gesagt, sie brauchen es. Seit vier Jahren steht das eigentlich leer. Fünf Jahre. Seit fünf Jahren steht es jetzt leer. Es braucht doch niemand. Aber die Flüchtlinge sind auch weg. Was würdet ihr sagen, was ist geblieben von dieser Zeit? Gibt es vielleicht auch so etwas wie Erfolgs-, Integrationsgeschichte? Ja, gibt es auch. Es sind einige, die noch in Oberalm oder in Hallein wohnen oder in Salzburg. haben Arbeit gefunden beim Bosch oder beim, wie heißt der in Adnet? Das heißt Rollofabrik. Ja. Schlotterer. Ja. Dem Schlotterer sind auch einige. Ja. Einer hat ein Handygeschäft aufgemacht in Salzburg. Aber die meisten sind damals nach Wien gegangen, weil in Wien hat man mehr Grundsicherung gekriegt. Genau, das war dann auch so ein ganz starker Zug nach Wien. Und in Wien kann man einfach auch unsichtbarer leben, das darf man auch nicht vergessen. Und Wien ist multikulturell und da ist einfach auch diese offene Aggression auf dunkelhaarige Menschen nicht so stark wie das. Das sind schon zu viele. Man kann nicht dauernd aggressiv sein. Die Leute, die rund um den syrischen Regisseur, den ich im Zuge dessen kennengelernt habe, gelebt haben, da haben immerhin drei dann die Aufnahmeprüfung ins Mozarteum geschafft, ins Thomas Bernhardt-Institut. Und die sind alle drei jetzt in Deutschland engagiert. Also das ist auch eine, die sind dann fest engagiert an Theatern. Also das muss man auch sagen. Der Regisseur, der Baschir selber, hat irgendwie während des Lockdowns nicht die Füße unter den Boden gekriegt. Und der hat sich ganz vom Theater distanziert. Aber immerhin, er ist heute Abteilungsleiter bei Billa Plus, muss man auch sagen. Auch eine Erfolgsgeschichte, ja. Was ist euer Resümee nach über vier Jahren der Begleitung von Geflüchteten? Ich denke, wir haben vielen schon geholfen. Einfach nur damit, weil wir da waren und zugehört haben und versucht haben, von Behördengängen oder von Arztbesuchen und solche Sachen, da waren sie eigentlich schon sehr froh. Ja, ich denke, das war eine Zeit, wo man uns gebraucht hat. Und jetzt ist es wieder ein bisschen leichter. Vor allem, weil wir in Oberalm halt keine Flüchtlingshäuser mehr haben. Jetzt ist es nicht so dringend. Jetzt kommen eher die Ukrainer zum Deutsch lernen, aber sonst... Ja, was man mit mir gemacht hat, das ist... Ich finde es nach wie vor, dass das, was wir gemacht haben, das war das Richtige zum richtigen Zeitpunkt. Ja, sicher. Ein bisschen Trauer über das, wo ich gedacht habe, da könnte sich noch das entwickeln oder jenes, wo ich noch anderes gesehen habe. gesehen habe und meiner Ansicht nach dann der eine oder andere das nicht ergriffen hat, diese Möglichkeit, aber jeder ist für sich selbst und es ist wichtig, das loszulassen. Und wie gesagt, ich freue mich nach wie vor, wenn ich die Fatima treffe. Ja. Fatima treffe, also die eine großartige Frau ist, klug und einfach schön. Also ich habe das Gefühl, da ist auch noch etwas an Freundschaft. Ich möchte auch den Kontakt mit dem Bashir nie verlieren. Also da ist so etwas wie Freundschaft und Nähe entstanden. Und das, was es für mich jetzt immer wieder in der Gegenwart macht, ist, ich bilde mir ein, die Dinge vielleicht anders einzuordnen, ich sie im Fernsehen sehe, wenn ich sehe, wie agieren, wie reagieren PolitikerInnen, wie lassen sich diese Probleme, die einfach da sind, sie sind da, wie lassen sie sich lösen, gibt es Wege? Ich denke da viel drüber nach und ich plane jetzt schon wieder ein Theaterstück, wo es wiederum um Flucht, Vertreibung, Emigration, Rückkehr, aber gespiegelt in der österreichischen Emigrationsliteratur sein wird. Also dieses Stück wird aller Voraussicht nach. Aber es wird sich nie was ändern. Ich glaube daran, dass sich was ändern wird. Ich glaube daran. Es hat sich noch nie was geändert. Also was soll sich ändern? Ich glaube trotzdem daran. Wir freuen uns, dass Sie diese Sondersendung anlässlich des langen Tags der Flucht bei FS1 anschauen und gemeinsam mit uns darüber nachdenken, was es bedeutet, seine Heimat zu verlieren und neu anzufangen. Mit dem 4. Oktober, dem langen Tag der Flucht, macht die UNO-Flüchtlingsorganisation UNHCR auf die Schicksale von Millionen Menschen aufmerksam, die weltweit gezwungen sind, ihre Heimat zu verlassen. Im Verlauf dieser Sendung haben wir bereits Fluchtgeschichten aus dem ehemaligen Jugoslawien und aus dem Nahen Osten gehört. Seit dem Ausbruch des Kriegs in der Ukraine im Februar 2022 hat Europa erneut eine massive Fluchtbewegung erlebt. Momentan sind laut UNHCR schätzungsweise rund 3,6 Millionen Menschen innerhalb der Ukraine auf der Flucht. Mehr als 6,5 Millionen Menschen aus der Ukraine haben zur Flucht im Ausland gefunden. Davon leben rund sechs Millionen Menschen mittlerweile in europäischen Staaten als Flüchtling. Zwei Menschen, die im Jahr 2022 aus der Ukraine nach Salzburg geflüchtet sind, sind Lena und Valentin. Auch sie haben mit uns ihre Geschichte geteilt. Lena ist mit ihrer Mutter und ihrem Hund geflüchtet, Valentin mit seiner Tochter. Wir haben mit den beiden im Dezember 23 ein Gespräch aufgezeichnet. Zum Zeitpunkt des Interviews befanden sich Valentins Ehefrau und ihr zweites Kind aus medizinischen Gründen in Russland. Mit Hilfe des Übersetzers Misha erzählen uns die beiden, wie sie den Kriegsausbruch und ihr Ankommen in Österreich erlebt haben. Всі думали, що це буде як у 2014 році, коли... Ніхто не вважав, що це буде так, як у 2014 році. Що бойових дій не буде, що будуть переговори, пару днів і все закінчиться. Так, що це буде коротко обговорено між двома сторонами, і все це буде вирішено. Так, але коли почався наступ зі сторони Криму, тоді вже ми задумалися про евакуацію. Але сім'я була проти. Усі думали, що все ж таки обійдеться. Він вважав, що все буде добре, що він вирішить і обійдеся. Як був день для тебе? Цей день почався дуже рано. Так, день почався вранці, так, так, так, так, так, так, так, так, так, так, так, так, так, так, так, так, так, так, так, так, так, так, так, так, так, так, так, так, так, так, так, так, так, так, так, так, так, так, так, так, так, так, так, так, так, так, так, так, так, так, так, так, так, так, так, так, так, так, так, так, так, так, так, так, так, так, так, так, так, так, так, так, так, так, так, так, так, так, так, так, так, так, так, так, так, так, так, так, так, так, так, так, так, так, так, так, так, так, так, так, так, так, так, так, так, так, так, так, так, так, так, так, так, так, так, так, так, так, так, так, так, так, так, так, так, так, так, так, так, так, так, так, так, так, так, так, так, так, так, так, так, так, так, так, так, так, так, так, так, так, так, так, так, так, так, так, так, так, так, так, так, так, так, так, так, так, так, так, так, так, так, так, так, так, так, так, так, так, так, так, так, так, так, так, так, так, так, так, так, так, так, так, так, так, так, так, так, так, так, так, так, так, так, так, так, так, так, так, так, так, так, так, так, так, але тихенько, заспокій маму. Почалась війна. І я не повірила. Так, але це не був вік. Вона відповіла на дзвін від її френдині. Вона мовила, що ти повинна збиратися з тими речами, щоб швидко збиратися на війну. Так. für einen Abflug, den ich vorbereiten muss. Ja, aber wir sind diesen Tag nicht nach wochen gegangen. Und wie wir schon gesagt haben, wir dachten, dass alles schnell zu Ende kommt. Und Kiew ist ein sehr modernes und entwickeltes Stadtgebiet. Niemand hat gewusst, dass die Krieg in die Stadt kommen wird. Aber an diesem Tag hat keine von ihrer Familie die Stadt verlassen. So wie der Walid in der Gemeinde hat, hat keiner geglaubt, dass das so weiterkommt. Und dass die Hauptstadt angegriffen wird, das hat auch keiner geglaubt. Wie war dann generell die Flucht für euch? Könnt ihr da vielleicht erzählen, wie eure Geschichte war? Wann habt ihr auf die Flucht gemacht und wie schwer war auch die Entscheidung? країну? Чи було це рішення важким для вас? Почну я, мабуть. Це було дуже важко, бо ми покинули країну лише тоді, коли згоріла наша квартира. Die Entscheidung war besonders schwierig und die haben bis zum Ende nicht vorgehabt, Ukraine zu verlassen und den Staat zu verlassen, bis die Wohnung vernichtet worden ist. Так, ми пару днів пережитали у підвалі сусіднього будинку. Місто було повністю окуповане вже на той момент. І нас вже виводила не українська армія, а армія ДНР. Okay. Erst ein paar Tage, die waren im Keller, aber nicht in das eigene Haus, sondern im Haus seines Nachbarn. Und das Komische ist, dass nicht die ukrainische Armee hat denen den Weg sozusagen gezeigt, sondern die Armee von DNR, so genanntente, ich weiß nicht einmal, wie man das erklären sollte. Eigentlich ist das eine russische Truppe, oder? Genau, das war eine von den russischen Truppen. Після цього нас евакуювали в Донецьк. Ми були в Донець, это город, в Интернбассе. И все, особенно мужчины, были проверены. После, может быть, 3-х недели в проверке. Я не могу сказать на английском. Примерно после 3 недель проверки. Мне позволили выйти. Им было позволено выйти из города. Я знакомый нам дал квартиру и мы всей семьей переехали на эту квартиру в Донецк. з дочкою, з дочкою, всі в цій будинку за кілька хвилин. Дуже важко все це згадувати. Але тоді, якщо я правильно пам'ятаю, Зеленський анонсував повернення Маріуполю та Донбасу, наступ, і ми вирішили, що ми більше не хочемо бу er vorhat, mit ukrainischer, also mittels ukrainischer zu bleiben, sondern weg aus der Stadt, soweit es geht. Das ist eine sehr lange Geschichte. Wir haben nach dem Thema nachgedacht, wo wir hinfahren können. Wir haben noch eine andere Problematik. Die Frau hat noch zwei Kinder, zwei Männer aus dem vorherigen Verheirat. Thornton hat eine gewisse Probleme, was seiner Familie angeht, weil seine Frau noch zwei Kinder von einem ehemaligen Mann hat. Und der jüngere Mann hat eine Puchlin gefunden. Wirklich? Сина знайшли пухлину. Пухлину чого? Кастістицтва забідрінного суставу. Це буде дуже важко перекласти, але я так розумію. І ще один проблем. Відбувся відповідь, що один зі сонців Валентиуди ми можемо поїхати, на той момент була Москва. Це було для дитини, бо інших варіантів на той момент не було. Ця вирішення була тільки з-під здоров'я дитини. Його не було іншого вирішення, іншого вирішення. Ми більше трьох місяців там були, вирішували проблеми обстеження, страховки та інші питання. Бо без цього ніхто нічого не хотів особливо робити. Ви згадували питання, що з розпорядженням дитині, бо без цього ніхто не може допомогти. у чому це стосується, бо без цього ніхто не допоможе. Одне позитивне з цього, що повністю лікування безкоштовне. Зараз теж. Та є тільки одна позитивна річ, що це все вже буво безкоштовно. dass das alles kostenlos war. Und jetzt wird er in Moskau weitergelebt. Ach so, und dieses Kind, also der jüngere Sohn, der befindet sich immer noch in Moskau und genau, befindet sich dann eben in dieser Heilungsphase. Das ist nicht schlecht, ein positiver Effekt. Все дуже непогано, позитивний ефект, але як є. І коли в нас були документи, як і тут, біженців на території Російської Федерації. І коли Путін анонсував, що буде призив у минулому році, у вересні, то я подумав і вирішив, що потрібно schwierige, sehr entspannte Geschichte. Und eben, wir kommen jetzt zum Thema, wie der Valentin Russland verlassen hat. Wieso eigentlich? Weil der Sohn ist immer noch da. Der Putin, der Präsident des Russlands, звернувся, щоб всі люди були звільнені до Букової військової армиї. І це був той момент, який Валентин вирішив. Це був найголовніший час, щоб залишитися з Росії. Можливо, я міг попасти під цей призив, я не знав і не хотів ризикувати. І так як жінка з сином була у лікарні, то з дочкою нікому було сидіти. І я забрав, і ми вирішили, що я заберу дочку з собою. І я знайшов волонтерів, які мені допомогли покринути. Він знайшов фрайвіліки, які йому згодом з кількостями допомогли. І так після цього я вказався в Австрії. І тому він зараз в Остережі. Шкодово. Шкодово. І це коротко. Und dadurch ist er jetzt in Österreich. So langsam. Spannende Geschichte. Ich zeige es kurz. Das ist eine spannende Geschichte. Und es ist noch kurz gesagt worden. Ich glaube, dass das noch viel mehr war. Danke auch fürs Teilen. Lena, wie war das bei dir? Genau, ihre Geschichte war nicht so spannend und nicht so schrecklich. І варто сподіватися. У мене ситуація не така страшна. Ми чекали достатньо довго, і я не хотіла нікуди переїжджати. lange gewartet und sie haben eigentlich nicht Bock gehabt, egal wo hinzufahren. Aber die gewissen Situationen sind zustande gekommen, wie zum Beispiel am Abend, es wurde verboten nach draußen zu gehen. Und wir haben eine Wohnung auf dem 16. Geschoss oder? Ja, im sechsten Stock. Ja. Und wenn sie zwei Tage auf die Straße verabschiedeten, konnte ich nicht sagen, dass ich nicht gehen werde. Es wurde verboten, zwei Tage lang nach draußen zu gehen. Die haben gesagt, ich kann nicht, ich konnte nicht meinen Hund sagen oder irgendwie zeigen, dass es nicht erlaubt ist, auch für die nach draußen zu gehen. Es wurde verboten, rauszukommen, aber wenn die Sirene klingelt, haben die Menschen das Recht, aus dem Haus zu gehen und ins Schlafzimmer zu gehen. Und ich habe all diese zwei Tage gewartet, люди мають право вийти з дому і піти до сховища. І я чекала всі ці два дні, я чекала, коли зазвучить сирена, і потрібно було дуже швидко зайти до ліфту, спуститися, оббіжати навколо дому і наверх. Ніяка психіка нормальна такого не бачила. normal nicht, also die hat immer mal die Gelegenheit ausgenutzt, wenn Alarm, also in der ganzen Stadt angeschaltet wurde, nach draußen zu gehen, weil nur in diesem Fall dürfte sie ihre Wohnungen verlassen und eben nach draußen zu gehen. Es war einmal kurzfristige Zeit draußen, aber es hat schon geholfen, aber es hat sie eben fertig gemacht. draußen, aber es hat schon geholfen, aber es hat sie eben fertig gemacht. Ja, das glaube ich. Das ist eine von den Situationen, die eine riesen Rolle gespielt haben, die Entscheidung zu treffen, den Staat zu verlassen. die Entscheidung zu treffen, die Stadt zu verlassen. Zu dem Zeitpunkt waren die russischen Truppen nicht weit weg von der Hauptstadt. Ich glaube, viele Leute haben von der Situation in Bucha gehört. Wie viele gehört haben, was in Bucha, das ist eine kleine Stadt, ein kleiner Ort in der Nähe von Kiew, was da passiert ist mit den ganzen Leuten und so weiter. Після ситуації на дорозі з Києва, коли було дуже багато людей розстріляно, були дуже багато машин розстріляно, я змінила своє рішення щодо того, чи залишатися, чи ні. Бо мені важливо було... Прикладіть, будь ласка. oder zu bleiben oder nicht. Weil es mir Zweifel mehr, ob sie weiter zu Hause bleiben soll oder endlich mal den Staat verlassen. Wenn eine Person selbst für sich selbst antwortet, kann sie sich auch für sich selbst verlassen. Aber meine Antwort war auch für meine Mutter und für die Tiere. Я не могу позволить себе остаться, но моя ответственность была еще за мою маму и за животное. І рішення я прийняла, мій молодий чоловік, я пам'ятаю, а зі своїм батьком, зі своїм друзем. Вони багато трималися, і вирішення було важким. Я пам'ятаю його фразу, він сказав, що мені буде краще, коли я тільки за себе буду хвилюватися, а не за себе. Вона згадує вірші її батька, де він сказав, що для неї, звісно, було б легше, якщо він був відповідним за себе. Якщо він був відповідним за себе, якщо він був відповідним за себе, якщо він був відповідним за себе, якщо він був відповідним за себе, якщо він був відповідним за себе, якщо він був відповідним за себе, якщо він був відповідним за себе, якщо він був відповідним за себе, якщо він був відповідним за себе, якщо він був відповідним за себе, якщо він був відповідним за себе, якщо він був відповідним за себе, якщо він був відповідним за себе, якщо він був відповідним за себе, якщо він був відповідним за себе, якщо він був відповідним за себе, якщо він був відповідним за себе, якщо він був відповідним за себе, якщо він був відповідним за себе, якщо він був відповідним за себе, якщо він був відповідним за себе, якщо він був відповідним за себе, якщо він був відповідним за себе, якщо він був відповідним за себе, якщо він був відповідним за себе, якщо він був відповідним за себе, якщо він був відповідним за себе, якщо він був відповідним за себе, якщо він був відповідним за себе, якщо він був відповідним за себе Sorge wegen dir mache. Ich mache mir keine Sorge wegen mir, sondern wegen dir, sondern wegen mir selbst. Dann habe ich meine Ruhe. Das war eine nicht kurze Diskussion, sondern sehr lange. Wir streiten uns. Ich wollte nicht gehen. Aber bis zum Schluss hat sie gekämpft. Genau, hat sie gekämpft. weil sie die Stadt ungern verlassen wollte. Aber die Logik hat gewonnen. Wir mussten etwas tun und warten, einfach warten und nichts tun. Das ist nicht der Weg. Aber warten, allein warten und nichts tun, das ist keine gute Entscheidung, das ist keine Lösung des Problems. Und die Logik hat gewonnen, sagen wir so. Liebe Zuschauerinnen und Zuschauer, wir nähern uns dem Ende unserer Sondersendung zum 13. langen Tag der Flucht. Bei FS1 ist es eine lange Woche der Flucht. Denn das Spezialprogramm wird vom 5. bis 12. Oktober mehrmals täglich auf FS1 ausgestrahlt und steht danach auch noch online zur Verfügung. Wir haben in den vergangenen Stunden bewegende Geschichten gehört. Flucht bedeutet für die Betroffenen oft Verlust, Unsicherheit und eine ungewisse Zukunft. Doch Flucht ist nicht nur eine persönliche Tragödie, sie ist eine globale Herausforderung, der sich die Weltgemeinschaft stellen muss. Flucht entsteht durch Konflikte, Ungerechtigkeit, Klimawandel und Armut. Und je mehr sich Gesellschaften isolieren und die Augen vor diesen Ursachen verschließen, desto weniger können nachhaltige Lösungen gefunden werden. Es geht nicht nur darum, Flüchtlinge aufzunehmen und zu versorgen. Es geht darum, die Ursachen von Flucht zu bekämpfen. Aber auch das hat unsere Sendung gezeigt, unser tägliches Handeln als Einzelne zählt. Mit Empathie, Offenheit und Solidarität kann jeder und jede einen Beitrag leisten. Ich bin Aljin, eine geflüchtete Kurdin aus Syrien. Ich habe aber nicht nur den Flüchtlingstitel, sondern bin auch Journalistin und Buchautorin. Und es war mir eine Freude, Sie heute durch das Programm begleiten zu dürfen. Jetzt sind wir am Ende unserer Sondersendung. Diese Sendung zeigt, dass Geflüchtete nicht nur Zahlen sind, sondern dass jeder und jede eine erzählenswerte Geschichte in sich trägt. Diese Geschichten sollen unbedingt gehört werden und ich bin dankbar, dass sie Raum bei FS1 gefunden haben. Danke nochmal fürs Zuschauen und dranbleiben. you