Hallo! Okay. Okay, das akustische Signal war da. Hallo liebe Menschen, ich freue mich voll, dass ihr da seid. An alle Menschen, die den Stream schauen, hallo an euch. Jetzt bin ich doch wieder aufgeregt, obwohl ich jetzt schon ein paar Mal gemacht habe. Ich habe schon gesagt, es ist schön, dass ihr da seid, aber das kann man nicht oft genug sagen. Ich möchte gleich mal anfangen mit einem Danke an alle, die es möglich machen, dass wir diese Veranstaltung immer noch führen können. Also das ist angefangen beim Kassapersonal über Bar, Kamera, danke an die Lisa, die immer unser Mikrofon mehr so macht, natürlich an den Thomas, der echt schon gefühlt Tage vorher alles vorbereitet, dass das Setting dann passt und der Ton passt und so. Genau, und ich möchte einfach mal ein großes Danke aussprechen. Ich habe nämlich gerade auch bei der Organisation dieser Veranstaltung gemerkt, wie sie das anfangen selber zu organisieren. Wie Menschen sich melden und sagen, hey, ich kann das wieder übernehmen, es passt, dass ich freimenschlich auf die Veranstaltung. Oder auch wie sie zum Beispiel den Infoladen, wie sie das alles so super organisiert und die Leute sagen, hey das ist eine coole Veranstaltung, wir wollen da mitmachen. Also wirklich großes Danke. Stichpunkt Infoladen auch. Es gibt einen super coolen Infoladen Büchertisch, also in der Pause gerne mal da durchstöbern und vielleicht das ein oder andere Buch kaufen. Genau, das war es einmal mit die Danke. Eigentlich ist es verwirrend, wenn man mit die Danke anfängt, aber danke. Gut, jetzt haben wir das erledigt. Genau, wie verläuft dieser Abend heute? Wir starten mit einer Lesung von der Daniela Brodesser aus ihrem Buch Armut. Danach gibt es eine kurze Pause, damit wir unseren Kopf auslüften können und ihr noch mal Getränke auffrischen könnt. Und dann starten wir in die Diskussion. Ihr habt sicher schon überall diese ganzen QR-Codes gesehen, die überall hängen und aufliegen und so. Wie ihr wisst oder wie ein Teil von euch schon weiß, der schon öfters da war, ist das ja ein interaktives Publikumsgespräch. Das heißt, wir sind natürlich total gespannt, was geht in euren Köpfen los, was habt ihr für Fragen oder Input. Das heißt, wenn ihr irgendwas sagen, Fragen äußern wollt, könnt ihr jederzeit diesen QR-Code einfach einscannen mit dem Handy. Ihr kommt dann auf ein Formular, da könnt ihr anonym euren Input reinschreiben und ich werde den dann empfangen und vorlesen. Das könnt ihr jetzt schon jederzeit machen, in der Pause, aber auch während dem Gespräch. Und es gibt eben auch ein Mikrofon, das heißt nicht schamig sein, einfach irgendwie bemerkbar machen. Die Lisa hat da immer super ein Auge drauf und kommt dann mit dem Mikrofon zu euch und wir freuen uns voll auf einen Austausch, auf jeden Fall. Wie gesagt, nicht schamig sein. Und es gibt auch keine falschen Fragen. Falls euch das in der Schule wer gelernt hat, nein, es gibt keine falschen Fragen. Ja, ich glaube, das war alles klar. Genau, draußen, falls ihr es gesehen habt, gibt es die Fidget Toys Ecke. Gerne zugreifen und gerne aber auch wieder zurückgeben und mit heimnehmen, also abgesehen von Getränke und traubenzucker die müssen nicht zurückgehen genau das ist mir nur wichtig damit das nicht weniger wird und dann nur info schreibt sich den 26 september in den kalender da sitzen wir nämlich wieder beisammen und reden über mental health teil 2 quasi genau ich freue mich wenn ihr euch alle wieder sehe ich habe ich jetzt im ack und weiß wer dabei natürlich geht er schon wieder los da. Genau, und jetzt zu dem Abend. Wir reden heute über Klassismus, über Klasse, soziale Herkunft. Und ich muss ehrlich sagen, ich habe mich sehr gefreut auf diesen Abend. Ich weiß nicht, ob man es so sagen kann, aber es ist so quasi ein bisschen mein Lieblingsthema, soweit man das sagen kann, wenn es um Diskriminierungsformen geht. Aber wie ich mit dem Thema in Berührung gekommen bin, also davor war es für mich immer so, Leben ist mir echt oft so mühsam vorgekommen und ich habe mir immer so gedacht, es liegt an mir und alle anderen kriegen es irgendwie hin und ich tue mir in allem so schwer und ich weiß nicht, ich kriege es einfach nicht auf drei und das kratzt schon ein bisschen am Selbstwert. Und wie ich dann gehört habe von Glacismus und mich da eingelesen habe und irgendwie draufgekommen bin, hey stopp einmal, da ist ein System dahinter, das war irgendwie schon so ein bisschen tröstend. Es hat mir, glaube ich, sehr viel Frust und Neid genommen. und Neid genommen und es ist einfach, finde ich, ein Thema, was noch viel zu wenig Beachtung kriegt. Genau, jetzt habe ich den Faden verloren. Und seit ich das Thema kenne, jetzt habe ich nachgeschaut, kann ich ja öfters mal selber auf die Schulter klopfen und sagen, hey, das habe ich gut gemacht, weil ich weiß, es ist mir halt nicht in die Arme gefallen und so. Genau. Und darum, weiß ich nicht, ob das jetzt so Sinn ergeben hat, wird es vielleicht dann im Laufe des Gesprächs, aber ich freue mich auf jeden Fall, dass wir heute über das Thema reden und uns das ein bisschen anschauen, wie Müssen man manchmal leben muss, einfach aufgrund der Voraussetzungen, die man hat. Ja, und mit wem reden wir? Ich muss ja ehrlich sagen, ich war ja schon ein bisschen aufgeregt, weil heute eingeladen sind so ungefähr alle meine persönlichen Heroes zu dem Thema, weil ich habe dann heute noch mal so nachgedacht und mir gedacht, mein erstes Buch zum Thema war solidarisch gegen Klassismus, wo ja die Brigitte Theisel auch eine Herausgeberin war und die Daniela Prodesser habe ich schon ewig auf Twitter verfolgt und war für mich einfach immer so eine Stimme, die es direkt angesprochen hat, dass man sich nicht so alleine fühlt und der Fatti beim Vorgespräch von unserer letzten Veranstaltung sind wir aufs Thema Klassismus gekommen und das hat gleich voll gematcht und das war so, ah ja die Person ist einfach, mit der kann man gut über das reden und die hat so viel Verständnis dafür und da habe ich einfach so gemerkt, ich würde gerne Stunden mit dir reden und deswegen sitzt er heute da, weil ich gehofft habe, er möchte mitmachen, genau, weil ich glaube, dass es ein viel netter Abend wird. Ich glaube, das war es. Jetzt habe ich recht viel geredet. Ihr wisst Bescheid, falls Fragen gibt, meldet euch. Und jetzt würde ich gerne einen tausenden Applaus für die Daniela Brodesser erbitten. Dankeschön. So, zuerst einmal Hallo. Ich stöme nämlich beinhart dann weg, weil sonst quäle ich euch viel zu lange mit der Lesung, weil es passiert mir wirklich immer, dass wenn ich anfange, fällt mir zwischendurch etwas ein, dann rede ich, dann lese ich weiter und ich will wirklich vermeiden, dass ich zu lang über das Thema mit euch jetzt rede oder vorlese, weil es ist schwermütig, es ist meistens traurig und ich möchte einfach, dass ihr in die Pause geht mit ein paar guten Gedanken und ohne, dass ihr zu lang zuhören müsst. An der Stelle möchte ich jetzt einfach einmal sagen, danke Katja für die Einführung in den Abend, du hast das so super gemacht und du hast was erwähnt, was mich gleich get den Abend. Du hast das so super gemacht. Und du hast etwas erwähnt, was mich gleich getroffen hat. Du hast gesagt, als du angefangen hast, dich mit dem Thema Klassismus zu beschäftigen, war das irgendwie tröstend. Und das ist genau das, was ich erlebt habe, als ich mich mehr mit dem Thema Armut auseinandergesetzt habe. Weil während ich in der Zeit drinnen war, war das immer das Gefühl, nur ich schaffe es nicht, alle anderen kommen ja klar. Nur ich versage, alle anderen Familien schaffen das ja. Und erst wie ich angefangen habe zum Lesen und über die Ursachen und wie viele Menschen es gibt in Österreich, die betroffen sind, war das irgendwie tröstend. Es klingt wirklich blöd, das Wort, aber es war tröstend zu wissen, nein, man ist nicht die Einzige, der so geht. Und darum wollte ich sagen, danke für diese Einführung, die war so passend. So, und jetzt rede ich eh schon nicht mehr, sondern lese. Was schwer zu erklären ist. Leben in Armut. Wenn ich gefragt werde, was das Leben in Armut mit der Familie macht, fällt mir als erster ein, die Kinder äußern keine Wünsche mehr. Sie haben gelernt, dass Wünsche, wie sie ihre KlassenkollegInnen haben, nicht erfüllbar sind. Kollegen haben, nicht erfüllbar sind. Sie haben gelernt, ihre Wünsche zu reduzieren, weil sie wissen, dass die Eltern alles versuchen würden, um sie zu erfüllen, nur um sich dann schlecht zu fühlen, weil es eben nicht möglich ist. Manche armutsbetroffene Kinder meiden Montage in der Schule, indem sie zum Beispiel Bauchschmerzen bekommen. Nicht, weil sie sie vortäuschen, die Schmerzen sind tatsächlich vorhanden, aus Angst, sich von den MitschülerInnen beschämen lassen zu müssen, weil es der Tag mit der berühmten Montagmorgenrunde und den Fragen danach, was man am Wochenende unternommen hat, ist. Und wenn man immer nur das Gleiche erzählen kann, vom Waldspaziergang und eventuell einem Spiel zu Hause mit der Familie, wird man irgendwann ausgelacht. Es kommt natürlich darauf an, in welchem Umfeld man lebt. Ist Armut dort verbreitet, stellt das weniger ein Problem dar. Lebt man aber in einem eher wohlhabenden Umfeld, kommen früher oder später die ersten Bemerkungen oder sogar Anrufe von den Pädagoginnen. Denn wie kannst du nur? Du musst auch mehr mit deinen Kindern unternehmen und nicht nur zu Hause rumsitzen. Ja, das passiert. Mit viel Glück stößt man auf verständnisvolle Lehrkräfte. Mit weniger Glück kann sogar mit dem Jugendamt gedroht werden. Es passiert leider immer noch viel zu oft, dass Armut mit mangelnder Erziehungsfähigkeit verwechselt wird. Wer arm ist, muss doch ein Manko haben, oder? Ausflüge und Werkbeträge sind ein Thema, das Betroffene das ganze Jahr hindurch begleitet. Hier sind wir bereits an dem Punkt, an dem Bildung nicht mehr für alle gleich ist. Nicht, weil Kinder aus finanziell benachteiligten Familien keinen Unterricht bekommen, sondern weil sie sehr früh lernen, dass gewisse Kosten in ihrer Familie ein Problem sind und Stress verursachen. Weil sie lernen, dass Schule eben nicht kostenlos ist. Weil sie sehen, wie ungleich es sich verhält. Während für Klassenkolleginnen Geld kein Thema ist, bedeutet für ihre Familie ein Schulausflug an anderer Stelle massiv einsparen zu müssen. Das belastet die Familie und damit sie selbst. Es nimmt Unbeschwertheit. Kinder sollten frei von solchen Dingen aufwachsen können. Und wir sprechen hier nicht von Luxus, sondern davon, dass Schule ein Ort sein soll, der Chancen aufzeigt. Doch leider zeigt er Kindern aus armutsbetroffenen Familien bis heute, wie eingeschränkt die Möglichkeiten sind. Schule zeigt Kindern, dass Teilhabe selbst im Bildungsbereich keineswegs selbstverständlich ist. Je sensibilisierter Schulen und Elternvereine sind, desto weniger belastet diese Ungleichheit Kinder und Jugendliche. Doch von einer flächendeckenden Sensibilisierung im Bildungsbereich sind wir noch sehr weit entfernt. Dabei würde vieles so einfach funktionieren, wäre Schule kostenlos, wirklich kostenlos. Bis wir das aber erleben werden, sollte zumindest kein Kind mehr die Hürden spüren müssen. Kein Kind sollte den Schulabschluss nicht schaffen, weil kein Geld für Nachhilfe da ist. Kein Kind sollte vor der ganzen Klasse sagen müssen, dass das Geld fehlt. Es geht auch anders. Das zeigen einige Pädagoginnen in einem Versuch, den wir gestartet haben. Alle Kinder in der Klasse erhalten das Formular mit dem Ansuchen um Förderung. Alle Kinder müssen das Formular mit nach Hause nehmen und danach in einem Kuvert wieder abgeben. Manche ausgefüllt, manche nicht. Es hat sich gezeigt, dass seit es so gehandhabt wird, wesentlich mehr Eltern um Förderungen ansuchen. Auf Nachfrage, weshalb erst jetzt, bekam ich zur Antwort, mein Kind wollte nicht vor der ganzen Klasse aufzeigen, es hat sich zu sehr geschämt. Niemand sollte sich schämen müssen, weil das Geld nicht reicht. Doch bis wir soweit sind, können wir versuchen in der Schule, im Elternverein, ja sogar in der heißgeliebten Eltern-WhatsApp-Gruppe zu sensibilisieren. Jeder von uns, die der eine Klasse davon überzeugen kann, trägt mehr zur Bekämpfung von Armut und Beschämung bei, als die meisten Regierungen es tun. Armut betrifft natürlich nicht nur die Schule, sondern auch die Freizeit. Während man diese bei kleineren Kindern auch ohne viel Geld ansprechend gestalten kann, ist es bei Jugendlichen nicht mehr möglich. Eine Twitter-Userin schrieb mir mal, ich solle doch einfach mit meinen Kindern auf den Spielplatz gehen. Das sei kostenlos und eine tolle Freizeitaktivität für alle. Tja, ich habe dann mal meine Teenager-Kinder gefragt, was sie davon halten. Dass ich ziemlich ausgelacht wurde, brauche ich sicher nicht extra zu erwähnen, oder? Wir haben unzählige Stunden auf Spielplätzen verbracht, in der Natur, bei Spaziergängen, in Gratis-Badeteichen. Niemand muss Armutsbetroffenen erklären, welche Möglichkeiten der kostenlosen Freizeitaktivität es gibt. Wir kennen sie so ziemlich alle. Der Punkt ist, Kinder werden größer, die Bedürfnisse ändern sich, auch die der Freundinnen. Jugendliche sollten teilhaben können. Und Schaukeln am Spielplatz ist nicht unbedingt das, was mir zur Teilhabe bei jungen Menschen einfällt. Auch ein immer wieder gern gebrachtes Argument von Nichtbetroffenen ist, wenn Freundinnen auf Aktivitäten bestehen, die etwas kosten, dann muss man sich eben einfach andere Kontakte suchen. Das mag bei Erwachsenen vielleicht noch funktionieren, nicht aber bei Heranwachsenden, deren Kontakte vorwiegend aus dem schulischen Umfeld kommen. Mithalten oder Einzelgänger in werden, so funktioniert das eben. Wie groß der Unterschied zum Leben vor der Armut war, konnte ich an meiner großen Tochter sehen, die noch Ausflüge, Kinobesuche oder Urlaube bewusst miterlebt hatte. Sie ließ sich durch die finanzielle Situation weniger erschüttern und hat ihre Freundinnen behalten. Ich sah aber auch, was Armut mit meinen jüngeren Kindern machte, die fast alle Aktivitäten absagen mussten, weil das Geld fehlte und sich deswegen mit Freundschaften schwer taten. Und während die Große eine gewisse Resilienz entwickelt hat, hat die Jüngste Armut im vollen Ausmaß erlebt, nie etwas anderes erlebt und kämpft damit, sich in der Gesellschaft zurechtzufinden. Auch die Partnerschaft leidet unter Armut. Niemand kann jahrelang nur funktionieren und gleichzeitig eine Beziehung am Laufen halten. Bei Armut ist Geld das vorherrschende Thema, das den Alltag bestimmt. Je länger die Armut andauert, desto weniger geht es um Bedürfnisse und schon gar nicht mehr um Wünsche. Man schraubt alles zurück, um zu funktionieren. Viele Betroffene leben nur noch in der Beziehung, weil eine Trennung eine weitere Verschlechterung der finanziellen Situation bedeuten würde. Was fehlende Teilhabe anrichtet Für mich persönlich, vor allem aufgrund der eigenen Erfahrung und aus der Beobachtung meiner Kinder heraus, aber auch weil es längst wissenschaftlich erwiesen ist, ist fehlende Teilhabe einer der Hauptgründe, weshalb wir Armut nur schwer bekämpfen können. Keine Teilhabe zu erleben, so gut wie immer ausgeschlossen zu sein, das hinterlässt Spuren. Man fühlt sich fehl am Platz. Man ist nicht gewollt, maximal geduldet. Es hat mich massiv beeinflusst, aber noch schlimmer sind die Auswirkungen für die Kinder, die in Armut aufwachsen und nichts anderes als Exklusion kennen. Armut verhindert Chancen für Kinder. Armut wird vererbt, ebenso wie Reichtum und Bildung. Der soziale Aufstieg verkommt zunehmend zum Mythos. In Österreich schaffen einen solchen nur etwa 15% der Kinder aus Haushalten mit niedrigem Einkommen. 15 Prozent der Kinder aus Haushalten mit niedrigem Einkommen. Für Deutschland hat die OECD errechnet, dass es beim derzeitigen Niveau von Ungleichheit und Mobilität etwa sechs Generationen dauern wird, bis die Nachkommen einer Familie vom unteren Ende der Einkommensverteilung das Durchschnittseinkommen erreichen. Der Armuts- und Reichtumsbericht, den die deutsche Bundesregierung in Auftrag gegeben hat, zeigt außerdem, dass der Anteil der Personen, die sich jeweils stabil in der untersten oder obersten sozialen Lage befinden, kontinuierlich zugenommen hat. Diese Schere, diese Entwicklung geht mit dem fortwährenden leichten Anstieg der Niedrigeinkommensquote einher. der Niedrigeinkommensquote einher. Während in den oberen sozialen Lagen große Stabilität herrscht und es Personen in mittleren sozialen Lagen vielfach weiterhin gelingt aufzusteigen, sind die Aufstiegschancen für Personen aus den unteren sozialen Lagern kontinuierlich gesunken. Auch Berufs- und Bildungschancen hängen stark von der Herkunftsfamilie ab. 42 Prozent der Kinder von geringverdienenden Vätern haben selbst einen niedrigen Verdienst. Nur neun Prozent von ihnen gelangen in die höchste Verdienstgruppe. Über die Hälfte der Kinder in Deutschland, deren Eltern einen Universitätsabschluss aber haben, erreichen selbst einen. Anders sieht es bei Kindern von Eltern mit niedriger Bildung aus. Nur 11% von ihnen erreichen einen Uniabschluss. In Österreich wird Bildung besonders stark vererbt. Rund 80% der Kinder aus AkademikerInnenhaushalten machen die Matura. Bei Nicht-AkademikerInnenhaushalten sind es nur 37%. Die schlechteren Chancen beginnen also schon bei der Geburt. Nicht nur bei der Bildung. Kinder aus armutsbetroffenen Familien haben im Durchschnitt ein geringeres Geburtsgewicht. Sie sind öfter von Herzrhythmusstörungen und psychischen Erkrankungen betroffen und haben ein schwächeres Immunsystem. Ihre Ernährung ist schlechter, da sie häufig vor allem billige Kohlenhydrate zu essen bekommen, was nicht nur ungesund, sondern auch schlecht für die Figur ist und sie oft auch noch Bodyshaming aussetzt. Armutsbetroffene Menschen gehen weniger oft und weniger schnell zum Arzt, aus Angst vor möglichen zusätzlichen Kosten sowie wegen bereits erlebten Beschämungserfahrungen. All das führt dazu, dass Armutsbetroffene eine um zehn Jahre geringere Lebenserwartung haben als der Durchschnitt. Ups, bin schon fast an der Grenze. Ich wollte zwar jetzt eigentlich nur ein bisschen mehr vorlesen, aber mir ist jetzt gerade aufgefallen, dass ich eigentlich zum Thema Ortsgehen ein bisschen was sagen möchte. Weil mir das in der Zeit der Armut und ich merke gerade, wie es mich wieder triggert. Ich habe jetzt zum Beispiel meinen Sohn, also wir sind jetzt nicht mehr armutsbetroffen, bei meinem 17-jährigen Sohn, der ist Tischlerlehrling, besteht jetzt gerade der Verdacht auf Epilepsie. Nach der Erstdiagnose hat es geheißen, wir müssen eine MRT machen. So, er ist Tischlerlehrling, er kann nicht arbeiten, solange er diese Anfälle hat. Über Krankenkasse ist das nächste MR-Termin gewesen im September. Wir sind jetzt privat gegangen. Wir haben es die Wochen gehabt. Also drei Tage, nachdem wir die Anfrage gestellt haben. Morgen hat er dann die Diagnose und dann schauen wir, wie es weitergeht. kriegt er die richtige Therapie, kann er sein Lehrstil weitermachen, müssen wir alles ändern. Und wenn ich jetzt zurückdenke, mein Jüngster ist schwer krank zur Welt gekommen. Das war einfach auch der Grund, warum wir in die Armut geraten sind, weil ich aus meinem Erwerbsleben ausgefallen bin. Mein Jüngster hätte dann ganz viele Therapien gebraucht, ein Großteil davon war auf Krankenkasse, viel aber nicht. Das heißt, ich habe ihr viel nicht bietenieten, was sie eigentlich gebraucht hätte. Und es hat acht Jahre gedauert, bis sie wieder eine ganze Schulwoche selber durchstehen konnte. Sprich, wenn es Geld fehlt, heißt das auch bei Kindern und Jugendlichen, dass man nicht die Therapien machen kann, die man braucht. Dass die Kinder wirklich oft aus dem Schulsystem auch ausfallen. Wir haben jetzt zum Beispiel kämpfen können, dass die Jüngste in ihrer Schule bleibt, obwohl sie regelmäßig viel ausfällt. Das ist aber nur deshalb gegangen, weil ich inzwischen so gestärkt bin und wirklich mit den Direktoren, mit den Pädagoginnen geredet habe, warum ich will, dass sie an der Schule bleibt und die mithalten. Ich weiß aber auch, dass ich vor fünf Jahren, wo ich noch in der Beschämung drinnen war und in diesem Gefühl, ich versage ja selber, es ist ja meine Schuld, dass ich mir das nicht leisten kann, hätte ich mir nie getraut, dass ich das anspreche in der Schule. Und das ist für mich zum Beispiel der Grund, warum ich immer und immer wieder darüber rede, weil ich will, dass das Leute, wenn sie das Gefühl haben, ich kann ja da nichts sagen, weil es ist ja eigentlich meine Schuld, ich kann das meinen Kindern ja nicht bieten, dass sie das Gefühl nicht mehr haben, sondern dass sie es ja auf die Füße stellen können und dass sie sich das trauen. So und jetzt kommt wirklich nur mehr zwei Sätze, ich verspreche es. Und dann möchte ich eine Frage an euch stellen und euch damit in die Pause entlassen. Was immer noch schmerzt. Eine Zeit lang war Fotografieren meine ganz persönliche Belohnung. Raus in die Natur, Sonnenuntergänge mit der Kamera einfangen und zu Hause bearbeiten. Vorwiegend für mich. Es war mein Hobby, meine Leidenschaft. Das, was mich am Laufen gehalten hat. Bis zu dem Tag, an dem die Androhung der Stromsperre kam. Ja, die hatte ich tatsächlich übersehen. Heute würde ich sagen, okay, kann passieren. Soll nicht, aber kann. Weil heute würde ich die Möglichkeit haben, die Rechnung einfach zu begleichen. Damals war es anders. Als ich den Brief geöffnet hatte, stand ich unter Schock. Woher jetzt die 250 Euro nehmen? Ich habe sie nicht. Wir haben sie nicht. Fällig in drei Tagen. So schnell bekomme ich nicht einmal einen Termin bei einer Sozialberatungsstelle. So schnell bekomme ich nicht einmal einen Termin bei einer Sozialberatungsstelle. An diesem Tag habe ich meine Kamera auf einer Online-Plattform gestellt. Sie war innerhalb einer Stunde verkauft. Am Abend kam der Käufer vorbei, bezahlte bar und weg war sie. Der Strom wurde nicht abgedreht, aber mein Lebenselixier war weg. Ich habe während der Zeit der Armut sehr viel Demütigung erlebt, noch mehr Scham gespürt, täglich an mir gezweifelt. All das war noch irgendwie zu stemmen. Doch der Verlust der einzigen Belohnung, die ich mir immer selbst machen konnte, der einzigen ganz persönlichen Freude, das hat mir zu dem Zeitpunkt den Boden unter den Füßen weggezogen. Und ich höre zum Beispiel oft in Diskussionen, ja, aber ich kenne wirklich Menschen, die wollen ja gar nichts da. Die sind wirklich faul. Die sitzen nur daheim. Und ich sage zum Beispiel dann immer dazu, was ist in der Biografie schon passiert, dass Menschen so resignieren. Und ich weiß, dass es oft nicht viel braucht, dass das passiert. Bei mir war es, wie gesagt, diese Kamera. Das war einfach, unser Gehirn beruht auf einem Belohnungssystem. Und wenn man sich nicht regelmäßig irgendeine Belohnung geben kann, hat man die Kraft nicht mehr. Man hat die Kraft nicht mehr, dass man diesen Dauerstress erträgt. Egal, ob es jetzt Armut ist oder der anstrengende Job oder die Care-Arbeit oder Pflege. Und ich möchte euch jetzt einfach bitten, dass ihr euch in der Pause die Frage stellt, was wird passieren, wenn bei euch alles das, was euch gut tut, sei es regelmäßig in die Sauna gehen, mit Freundinnen treffen, auf einen Kaffee gehen, Bücher kaufen, sei es auch fotografieren. Was würde das in euch auslösen, wenn das alles wegfallen würde und ihr nicht wisst, wann ihr euch das wieder leisten könnt? So, und damit jetzt wohlverdiente Pause. Ah ja, danke. Noch was, falls irgendwer Fragen hat zum Buch oder zu mir, entweder in der Pause stellen oder einfach mittels dem QR-Code. Bitte stellen. Danke. Thank you. © transcript Emily Beynon Thank you. Thank you. Thank you. Thank you. © transcriptF-WATCH TV 2021 Thank you. Thank you. guitar solo Thank you. guitar solo Thank you. now Thank you. so so so so so guitar solo foreign uh so so Thank you. © transcript Emily Beynon ത്ത്ത്ത്ത്ത്ത്ത്ത്ത്ത്ത്ത്ത്ത്ത്ത്ത്ത്ത്ത്ത്ത്ത്ത്ത്ത്ത്ത്ത്ത്ത്ത്ത്ത്ത്ത്ത്ത്ത്ത്ത്ത്ത്ത്ത്ത്ത്ത്ത്ത്ത്ത്ത്ത്ത്ത്ത്ത്ത്ത്ത്ത്ത്ത്ത്ത്ത്ത്ത്ത്ത്ത്ത്ത്ത്ത്ത്ത്ത്ത്ത്ത്ത്ത്ത്ത്ത്ത� Thank you. Hallo, zurück von der Pause. Ich hoffe, ihr habt alle euch ein frisches Getränk geholt. von der Pause. Ich hoffe, ihr habt alle euch ein frisches Getränk geholt. Jetzt geht es in die Diskussion. Ich möchte noch mal an den QR-Code erinnern. Ihr könnt euch jederzeit melden und wenn irgendwer einen Begriff sagt, wo es sagt, hey, was heißt das? Oder ihr eben einen Input habt oder eine Frage, einfach scannen und reinschreiben. Genau. Jetzt sitzen da vor allem mehr Menschen. Ich weiß nicht, ob es euch aufgefallen ist. Es ist wirklich verrückt, wie das passiert so nach Pausen. Hallo, dass ihr da seid. Ich würde euch bitten, dass euch einfach der Reihe noch jeder kurz einmal vorstützt, wer überhaupt es hat. Dankeschön. Dann fange ich doch gleich an. Brigitte Zeisel, hallo. Ich bin aus Wien angereist, ich arbeite Journalistin, bin schon lang feministisch aktiv und auch schon lang am Thema soziale Ungleichheit, Klassismus dran. Genau, da habe ich auch zwei Bücher mit Kolleginnen publiziert, Solidarisch gegen Klassismus mit Franzi Seeg, der Sammelband, der heute schon erwähnt worden ist und Klassenreise, wie die soziale Herkunft unser Leben prägt, mit Bettina Aumeier gemeinsam. herkunft unser leben prägt mit bediener au meyer gemeinsam guten abend fahrt die ösker solo ich bin aus wels 38 jahren 45 und bin seit 2006 in der sozialen ar tätig, aktuell seit ein paar Jahren im Kontext der Straffälligkeit. Ja, und grundsätzlich bin ich, glaube ich, seit meiner Jugend ein politisch interessierter Mensch, politisch aktiv, jetzt auch immer in verschiedenen Zusammenhängen und ja, wie komme ich zu dem Thema? Ich glaube, das zeigt sich nachher. Ja, Daniela Brodesser, wir haben uns eh schon kennengelernt ein bisschen. Wir haben uns eh schon kennengelernt, ein bisschen. Bin 48 Jahre alt, habe vier Kinder, seit 20 Jahren verheiratet. Bin eigentlich gelernte Bürokauffrau und bin eben eigentlich durch die Erkrankung von unserer Jüngsten und durch die Pflege komplett aus dem Berufsleben rausgefallen. Mein Mann hat dann eine Opernart entwickelt und das war halt bei uns so richtig der Weg in die Arme dann. Seit 2017 hat es bei mir dann irgendwann Klick gemacht und seitdem rede ich öffentlich darüber und das hat halt mein Leben dann auch sehr verändert zum Positiven. Danke für die Vorstellung, da lernt man immer wieder was Neues. Also ihr wisst jetzt Bescheid, wer da jetzt bei mir am Sofa sitzt. Die Daniela hat ja vor der Pause eine Frage in den Raum geworfen. Jetzt muss ich kurz nachschauen. Und ich würde jetzt gerne an euch in die Runde zurückwerfen, ob ihr vielleicht sagen würdet, was das mit euch machen würde. Also soll ich mir die Frage nochmal wiederholen? Für Personen, die es vergessen haben in der Pause, so passiert das manchmal. Ich wollte es dir nicht zugeben. Es ist darum gegangen, was es mit dir oder mit euch machen würde, wenn ja alles, was euch im Prinzip Kraft gibt, oder Kraft danken lässt, wenn ihr alles, was euch im Prinzip Kraft gibt oder Kraft danken lässt, Hobbys, Unternehmungen, wenn die auf unbestimmte Zeit wegfallen würden? Also wenn ihr nichts mehr habt, was euch mehr oder weniger vom Alltag herunterholt? Ich glaube, ich weiß, wieso ich die Frage vergesse, ob sie unangenehm für mich ist. Mein Zugang zur Antwort ist ein anderer. Ich bin ein Gastarbeiterkind, bin in Österreich, in Wels zur Welt gekommen und tatsächlich ist der unangenehme Teil der Frage für mich der, es erinnert mich an eine Biografie, an einen Teil meiner Biografie, wo ich erst im Nachhinein begriffen habe, wie sehr mich der beeinflusst. Das heißt, meine Eltern sind unabhängig voneinander nach Österreich geholt worden, um hier zu arbeiten. Das war ja einer Zweck. Das kann man, glaube ich, wirklich so sagen. Da war noch nicht geplant, dass diese Menschen Familien gründen, Familien nachziehen lassen und das heißt, tatsächlich ist es so, dass diese Frage mich auch von dem her unangenehm berührt, weil, wenn ich mal rückblickend denke, meine Kindheit war sehr, also ich habe wenig Spielzeug gehabt, fast gar kein Spielzeug. Ich glaube, wir haben noch zwei Sender gehabt, Schwarz-Weiß-Fernsehen und ich bin damit aufgewachsen, dass ich quasi ab meinem sechsten, sechsten, siebten Lebensjahr sehr viel Zeit alleine draußen war. Also das ist jetzt nicht so wie soll ich sagen, Vorwurf an meine Eltern, das würde ich gar nicht so sehen, sondern mein Vater hat Weißschicht gearbeitet, meine Mutter hat Reproduktionsarbeit geleistet und sie halt in der Lohnarbeit beschäftigt, hat natürlich weniger gekriegt. Also tatsächlich ist es so, der Vater hat zwei Kinder und es ist, um es jetzt, ich will es da nicht monologisieren, zum Ende zu bringen, es beschäftigt mich dahin, dass das zum Beispiel ein Erlebnis ist, das meine Kinder nicht kennen. Es beschäftigt mich dahin, dass es zum Beispiel für mich ganz schwierig war zu erlernen, Zeit mit den Kindern zu verbringen, weil das ist mir nicht gewohnt gewesen. Das ist etwas, was halt in der Herkunftsfamilie nicht so quasi, für das war keine Zeit da. Und das ist schon etwas, was sehr klassenbestimmt war. Und ich glaube, ich mache jetzt meinen Punkt und gebe weiter. Okay, also ich finde es eine ganz großartige Frage von Dani und mir ist dazu eingefallen, weil du auch erwähnt hast mit dem Kaffeehaus, was das für mich jetzt wirklich, dass ich es als Luxus empfinde, dass wenn ich möchte einfach so in ein Café oder ein Restaurant gehen kann. ich möchte, einfach so in ein Café oder ein Restaurant gehen kann. Und ich habe zurückgedacht vor so 15 Jahren oder so, wo ich in Wien so sehr prekär gearbeitet habe und das ein bisschen als gefühlte oder reale Hochstaplerinnenrunden dabei war, wo dann die Runde einfach so mal ins Café Landmann oder so gegangen ist. Das ist so ein Café im ersten Bezirk, wo ein Café sechs Euro kostet. Und ich da vorher schon Schweißausbrüche gekriegt habe und gedacht habe, also welche Ausrede ich da jetzt finden kann. Und das andere, also viele andere das so überhaupt nicht verstehen, dass das für einen oder überhaupt nicht daran denken, dass das für eine Person ein Problem sein könnte und warum man sich da jetzt nicht im Kaffeehaus treffen möchte. Und bis ich da mal den Mut gefunden habe, das zu thematisieren, dass das vielleicht ganz nett wäre, wenn man sich da nicht immer im Kaffeehaus trifft, hat das lange gedauert. Und deswegen sind das die Sachen, die ich jetzt mittlerweile, wo das kein Problem für mich ist, wirklich als Luxus empfinde. Und das ist, denke ich, auch was, wo viele Leute drüber nachdenken sollten, eben, dass das genau solche Sachen für manche Alltag sind, wo sie nicht drüber nachdenken und für andere ein riesengroßes Thema. und für andere ein riesengroßes Thema. Dankeschön. Ich habe jetzt auch gerade überlegt, weil du das mit dem Kaffeehaus gesagt hast, und ich habe auch eher so umgekehrt gedacht, dass wir als Kinder nie wirklich Süßigkeiten gehabt haben oder ganz selten und die hat man sich dann eintrennen müssen. Total blöd. Und das ist das Coole am Erwachsenen sein, aber natürlich auch das Coole an dem, wenn man sich das leisten kann, einfach Süßigkeiten kaufen. Und das ist sowas, was mir auch sehr oft auffällt und wo ich mir denke, boah, das ist cool, wenn man das kann. Aber es ist halt eben nicht immer selbstverständlich so. Es ist auch eine Antwort auf die Frage aus dem Publikum gekommen, hört euch fest. Ich muss wieder lesen, ich hoffe, ich verlese mich nicht. Ich bin zwar nicht arm aufgewachsen, habe aber bewusst mich meiner Familie abgewandt, gerade wegen des Geldes, weil es immer ein Druckmittel war. Ich hoffe, ich kann nicht mehr raus. Seit kurzem schaffe ich es wieder, kleine Hobbys zu machen, zum Beispiel schreiben. Doch traue ich mich nicht darüber zu reden, geschweige denn es zu sagen. Hab oft gesagt bekommen, deine Eltern sind ja eh reich, hol dir doch was. Selber schuld. Ich weiß nie, wie ich damit umgehen soll. Ah, da ist vielleicht eine Frage versteckt, die ich an euch zurückgeben kann. Jetzt schaut es mich an, was für eine Frage. Also danke mal für den Input auf jeden Fall. Kleine Hobbys wie Schreiben finde ich auf jeden Fall auch sehr toll. Aber ja, wie geht man mit dem um, wenn Leute mit diesem Thema Beschämung, also ich habe da nämlich auch noch, ich schmeiße das zusammen, ich hoffe, das ist in Ordnung für die Person, mit der zweiten Frage aus dem Publikum. Wie kann ich Klassismus einfach erklären, sodass es bei den Menschen ankommt, ohne dass sie sich beschämt fühlen? Darf ich mal zum ersten Teil. Die Frage mit dem Klassismus, die lasse ich dann der Brigitte über. Zuerst einmal möchte ich unbekannterweise sagen, Respekt. Also diesen Cut machen mit Eltern, wo das Geld da ist und wo man aber dann mehr oder weniger immer sich vorkommt, als würde man betten gehen müssen oder man muss dann so brav sein und funktionieren, damit das hinhaut. Das können zum Beispiel auch ganz viele, die armutsbetroffen sind, wenn es um Spendengeld oder so irgendwas geht. Ja, ich kann dir das Geld schon geben, aber kauf nicht das oder jenes drum. Die Diskussionen kennen wir, glaube ich, alle. Oder dieses Almosen ansuchen um Zuschüsse, die einem nicht wirklich, wo es keinen Rechtsanspruch darauf gibt. Aber zurück zu der Person. Ich finde es so unglaublich mutig, erstens das zu schreiben und zweitens auch das zu erkennen, was das ausgelöst hat. Also das, erstens das Zurückschrauben von allem. Also ich war knapp vor den Depressionen, darum kann ich das so gut nachempfinden. Das mit den Panikattacken habe ich selber gehabt. Also ich bin 2018, habe mich dann eine liebe Freundin auf die erste Veranstaltung mitgenommen. Für mich war im ganzen laufenden nächsten Jahr, war das immer mit Panikattacken verbunden. Und ich meine, ich habe keine Generallösung. Ich kann nur sagen, für mich hat es insofern funktioniert, nachdem ich es geschafft habe, dass ich wirklich offensiv damit umgehe. Dass ich wirklich nach außen auch gesagt habe, es ist halt finanziell nicht drinnen und es gibt Gründe, warum ich in dieser Situation bin. Ich muss mich auch nicht immer rechtfertigen. Der Großteil der Menschen in dem Land sind arm oder armutsbetroffen, weil es strukturell bedingt ist. Und da gehört für mich genauso dazu, wenn man eben einen Cut mit der Herkunftsfamilie macht. Das soll einem keinem vorgeworfen werden. Aber ich weiß auch, wie schwer es ist, dass man wirklich offensiv damit umgeht. Aber für sich selber als Person zu sagen, nein, es ist okay und ich will und habe es auch nicht notwendig, dass ich mich immer dafür rechtfert nicht, glaube ich, die eine Antwort drauf, aber was mir dazu einfällt, ist, dass in der Diskussion, finde ich, oft so ein bisschen untergeht vielleichtemaligen Kanzler Kurz ja stehen, immer weniger Leute auf in der Früh und gehen zur Arbeit. Sowas hören wir immer wieder oder es kommen, wenn es sich mit Rassismus vermischt, es kommen Leute nach Österreich, um das Sozialsystem auszunutzen. Sozialsystem auszunutzen oder die Leute liegen in der sozialen Hängematte. Das hören wir so oft, dass das einerseits dazu führt, dass Leute dann eben genau sich selbst die Schuld geben, Zuschreibungen, mit denen ich nichts zu tun haben will. Und diese Systematik wirklich da in den Vordergrund zu stellen und deutlich zu machen, dass das eine gesellschaftliche Struktur ist und dass es da wichtig ist, gemeinsam dagegen anzukämpfen, das uns alle betrifft, auch wenn wir jetzt persönlich nicht von Klassismus betroffen sind. Darf ich ergänzen? Bisschen polemisch, bisschen politisch. Ich tue mir grundsätzlich immer ein bisschen schwer mit dem Begriff Klassismus, weil die Phänomene, die da beschrieben werden, hat man, glaube ich, früher Klassenhass genannt. Und die gesamte linke Bewegung hat diese Phänomene schon beschrieben. Und da ist es darum gegangen, wie quasi die herrschende Klasse, die das Kapital hat, auch die arbeitende Klasse unterdrückt. Und Klassismus ist für mich eine Unterdrückungsform. Es ist für mich auch, ich will nicht in Konkurrenz zu Rassismus oder zu Sexismus oder zu den Anderen. Also es ist verschränkt. Je nachdem, was notwendig ist, das ploppt hervor. Und es ist schon so, dass zum Beispiel, ich denke Pierre Bourdieu hat das, ich glaube in den 90ern, 80ern beschrieben, sehr schön mit seiner Habitus-Theorie. Leider in sehr schwerer Sprache, ich kann es auch nicht wiedergeben. Ich kann es nur jedem empfehlen, lest es oder lest eine Sekundärliteratur darüber, zum Beispiel beim Klassismus, so wie er beschrieben wird, also ich würde polemisch sagen, der hat, der Begriff oder das Phänomen hat zuerst durch die liberale, also akademische Gesellschaft in den USA zu uns zurückkehren müssen, damit wir ihn dann irgendwie entpolitisiert benutzen können und dagegen verwehren wir heute ab ist sie weil immer den wir sind tagtäglich alle die da in diesem raum sitzen diesen phänomenen ausgesetzt und würde jetzt ist es kritik an dem titel es geht um unsichtbare klasse sondern es geht um unsichtbare unterdrückungsmechanismen von klassen und diese klassentheorie man muss kein marxistin sein man muss also kann man wurscht, kann man andere Sachen auch nicht machen. Also ich würde das noch gerne ergänzen, ein bisschen so dieses Politische da reinbringen. Darf ich auch noch was ganz kurz dagegen sagen? Gerne. Also Klassismus kommt gerade aus einem feministischen Umfeld und ich kenne die Kritik, dass das so entpolitisiert wäre, aber ich muss sagen, ich sehe es gar nicht so und es kommt darauf an, wie man das verwendet und auch befüllt. Natürlich gibt es heutzutage so die Diversity-Politik, das ist ja auch der Feminismusbegriff, der heutzutage auch entpolitisiert verwendet, aber deswegen würde ich jetzt, also trotzdem bezeichne ich mich als Feministin und es kommt halt darauf an, wie ich es verwende in politischen Debatten, wäre jetzt meine Antwort drauf. Dankeschön. Aber, ich meine, so sind andere Diskriminierungsformen auch gefallen. Warum? Also ich habe irgendwie so den Eindruck, dass Klassismus halt sehr unbekannt ist. Also oder viel weniger thematisiert wird oder gerade erst irgendwie so, also nicht ein bisschen, aber so gerade erst im Diskurs ankommt. Und es war so in Vorbereitung auf die Veranstaltung, dass ich immer wieder mit Leuten in Kontakt gekommen bin, die gesagt haben, was ist Klassismus oder so. Und warum ist das, glaubt ihr, so? Fragezeichen. Ich würde es nicht immer, fangen wir da rein an. Ja, ich glaube, das hat viele Gründe. Es hat sich gesellschaftlich viel verändert, die Arbeitswelt hat sich verändert, es hat damit auch durch politische Veränderungen so eine gewisse Entsolidarisierung gegeben in der Gesellschaft, es arbeiten viele Leute vereinzelt und prekär, das macht es mal schwerer, sich zusammenzuschließen und dadurch hat, glaube ich, auch und auch die erzählung ja es gibt jetzt eigentlich nur mehr mittelschicht hat zu dieser traditionelle klassenbegriff so ein bisschen an bedeutung verloren und der klassismus begriff der wirklich auch noch nicht so in österreich deutschland schweiz noch nicht so bekannt so in den vergangenen Jahren. Und da sehe ich natürlich schon auch, dass selbst so im feministischen und linken Umfeld viele Leute sich nicht damit auseinandersetzen, weil da halt auch das ganze Feld mittlerweile sehr akademisch ist, jetzt auch feministisch und dann über soziale Ungleichheit, das vielleicht so ein bisschen hinten ansteht. Und das jetzt erst wieder so in den letzten 10, 15 Jahren mit wirtschaftlichen Verhältnissen wieder stärker kommt. Und ich glaube, dass schon da ein bisschen ein neues Klassenbewusstsein auch kommt und der Begriff, ob man jetzt Klassismus verwenden will oder nicht. Aber allgemein das Klassenthema, denke ich da wieder hoffentlich, also bin ich zuversichtlich, stärker in den Fokus rückt. Ich habe gerade im Hinterkopf gehabt, ich glaube, die Diere Bober das, der das beschreibt anhand seiner Eltern, anhand seiner eigenen Geschichte. Und ich glaube, nach dem Zweiten Weltkrieg hat es nur so etwas wie eine Arbeiterklasse gegeben, die bestrebt war, gemeinsam, dass es allen gut geht. einem mit dieser angst dass man dagegen ankämpfen muss dass es quasi wieder einem schlechter geht und da kommt diese vereinzelung dazu das heißt da in den letzten 30 jahren ist genug gemacht worden um die eigene also die betroffenheit von einer gruppe weg hin zum einzelnen machen das heißt es fängt an wie oder mit beschönigungen das heißt früher war das das arbeitsamt jetzt ist das arbeitsmarkt service man hat einzel gespräche bei einer Beraterin. Ich meine, lauter beschönigende Begriffe. Und ich glaube, was ich nur einbringen möchte, ist auch der Teil, das merkt man glaube ich so, keine gesellschaftliche Veränderung findet ohne kulturelle Veränderung statt. Und auch bei der kulturellen Veränderung ist dann immer mehr zu sagen, das sind Teile des Neoliberalismus, nämlich zu sagen, nur wenn man sich selbst weiterbringt und entfaltet, ist man wirklich frei. man dann, da hat es in den letzten 20 Jahren viel getan. Und ich glaube medial merkt man zum Beispiel so, dass Filme, Kunst, Kunst kann ich schwer sagen, aber Serien zum Beispiel früher viel mehr die arbeitende Klasse abgebildet haben, waren auch überspitzt, aber halt Probleme abgebildet haben. Und dann, jetzt geht es ja darum, glaube ich, wenn man sich diese Sachen anschaut, irgendw anschaut und geschichten zu erzählen die vom alltag ablenken genau gewusst was ich sagen wollte sekunde genau ich glaube wir haben darüber geredet dass mein handy bis vor einem halben dreiviertiertel Jahr Klassismus nicht einmal in der Autokorrektur gehabt hat, sondern immer Klassizismus draus gemacht hat. Was halt leider auch ein Fakt ist, es ist den meisten gar nicht bekannt, dass Klassismus eine Diskriminierungsform ist. Und ich denke, das hat ganz viel aber auch einfach, erstens, genau wie ihr beide das schon erwähnt habt, mit dieser Individualisierung. Wir haben die letzten 20 Jahre gelernt, diese Öppungstechnik. Du musst besser und schneller und fähiger sein als die anderen und das beginnt schon in der Schule. Und wir haben aber auch irgendwo, also wir sind so Völkchen, sage ich jetzt einmal, von, naja, das ist halt Gott gegeben. Also du bist halt in diese Familie geboren und es ist halt so. Und uns ist es auch immer schlecht gegangen und wir haben nicht gejammert. Also das ist so, das hört man ganz oft. Und viel hat für mich das einfach auch damit zu tun, was die Brigitte vorher erwähnt hat, diese Begriffe wie soziale Hängematte zum Beispiel, wenn man jetzt auf die untere Einkommensschicht schaut, auf die soziale Hilfeempfängerinnen. Warum gibt es ganz wenige, die sich da zum Beispiel solidarisieren? Wer närmt, sagt, dass er in dieser Klasse ist. Ich habe es zum Beispiel selber in den ganzen Jahren, in denen wir weit unter der Armutsgrenze waren, habe ich immer noch gesagt, uns geht es schlecht, wir kommen nicht über die Runden, es ist finanziell eng. Ich habe nie gesagt, wir sind arm. Warum? Weil da gibt es diese Schublade, da steht Armut drauf, und das sind doch die, die sich nicht bemühen. Die quasi nicht den Arsch hochkriegen, auf Deutsch gesagt. Da will ich nicht drinnen sein. Und solange wir als Gesellschaft nicht schaffen, dass wir mit diesen Mythen aufräumen, werden sich nur ganz wenige Leute hinstellen und sagen, Moment, das sind ja wirklich strukturelle Ursachen. Ich kann nichts daran ändern, dass mein Kind nicht die Ausbildung machen kann, die eigentlich am besten für das Kind war. Sondern das liegt daran, dass ich mir nicht die Nachhilfe leisten kann. Und ich selber von mir aus meine Kinder nicht das geben kann. Und ich glaube, wir sind wirklich viel zu viel in dem drinnen, dass wir nur immer glauben, der soziale Aufstieg ist leichter möglich als der soziale Abstieg. Dabei ist es genau umgekehrt. Ich würde vielleicht gerne einhaken bei dem Thema, weil du gemeint hast, man will nicht in diese Schublade gesteckt werden und das ist eben auch, was wir vorher bei der Publikumsfrage schon ein bisschen drin gehabt haben, dieses Thema Scham, beziehungsweise auch Beschämung. Also woher das kommt, können wir alle vermuten. Du hast vorhin ein Beispiel genannt, wo ich mir dann so gedacht habe, weil du gemeint hast, du sprichst das dann einfach offen an und sagst, hey, das geht sich jetzt nicht aus, oder? Und dann habe ich mir gedacht, boah, ich glaube, da braucht man halt ein voll dickes Fö, weil immer eben, also ich höre in meinem Kopf schon die ganzen Gegenargumente, wann man es eben thematisiert und genau, ich würde einfach mal in den Raum werfen, Scham, Beschämung, wie entsteht das, beziehungsweise, also wie entsteht das, aber was macht das mit uns, beziehungsweise wie können wir das vielleicht eben auch überwinden, dass man es schafft zu sagen, hey, geht es dir nicht aus? Tipps und Tricks. Dann fangen wir mal wieder an. Okay. Ich möchte gleich anfangen mit, da möchte ich Martin Schenk zitieren, der einmal gesagt hat, Beschämung ist eine mächtige soziale Waffe. Und das ist sie. Weil sie halt wirklich Menschen klar, und ich habe es ja auch vorher bei der Lesung ein bisschen gesagt, erstens, Betroffene verlieren nach und nach die ganzen Sozialkontakte. Warum? Weil man sich nichts mehr leisten kann, man sucht Ausreden, warum man nirgends mehr hingeht. Irgendwann fragen dich die Leute nicht mehr, weil sie sich denken, du wirst nichts mit einer zu tun haben. Also ich kann es den Menschen gar nicht vorwerfen. Aber du verlierst die ganzen Kontakte und irgendwann denkst du, nur du schaffst das nicht. So, und dann lest du aber diese ganzen Schlagzeilen und wir wissen auch, dass in den Medien einfach das armen Bashing wesentlich mehr vorantrieben wird. Also wir haben Pressekonferenzen darüber, wie hoch der Sozialbetrug ist und der ist 20 Millionen glaube ich ungefähr pro Jahr. Wir haben keine Pressekonferenzen darüber, wie hoch der Lohnbetrug oder der Überstundenbetrug in Österreich ist und da sind wir bei einer Milliarde. Also man sieht in den Medien, wo will man hinsteigen, wo will man drauf treten. Jetzt stößt dich du natürlich, wenn du zum Beispiel deinen Job verloren hast, oder weniger Stunden arbeitest, nicht in die Öffentlichkeit. Weil bist du zum Beispiel eine Mutter, die Teilzeit arbeitet, und hast dich vielleicht gerade von deinem Partner getrennt, das erste, was du zum Herrn kriegst, ja, warum hast du den getrennt? Bleib halt bei ihm. Oder du bist daheim, weil halt Pflege bei den Kindern da ist. Weil eines von den Kindern halt betreuungsintensiver ist als andere. Das heißt aber nicht in Österreich, dass du automatisch zum Beispiel Pflegegeld kriegst. Dann heißt es, warum hast du überhaupt Kinder gekriegt? Ich meine, ich habe in den letzten Jahren auf Twitter wirklich ein paar Shitstorms mitgemacht und ich kenne so ziemlich bis unterste Schublade, was man entgegenkriegt. Das Schlimmste, das möchte ich jetzt nur wirklich mal als Beispiel erwähnen, was ich einmal gekriegt habe. Wir haben zum Beispiel in der 20. Schwangerschaftswochen erfahren, dass unser jüngstes Kind eine schwere Fehlbildung hat. Also sie hat kein Zwerchfell gehabt, dadurch sind die Lungen nicht gewachsen. Das haben wir in der 20. Schwangerschaftswochen erfahren. Und dann hat man auf Twitter wirklich einen User mit vollem Namen, also nicht anonym, der hat mir dann drunter geschrieben, naja, dann bin ich eh selber schon in unserer Situation, weil warum hab ich das Kind nicht einfach abgetrieben? Und das sind dann schon Momente, wo sogar ich dann noch schluck und wo ich mir dann überleg, setz ich mich da jetzt wirklich noch aus und tu mir das an? Und das kriegen andere Leute. Und jetzt habe ich aber das Privileg, dass ich in Österreich geboren worden bin. Ich bin weiß. Jetzt stellt sich mal vor, ein Großteil der Prekären, der Prekärlebenden, haben einen Migrationshintergrund. Also da muss man sich mal vorstellen, wann sie die in den Vordergrund stellen. Und darum funktioniert Beschämung einfach auch so gut. Und weil es ganz wenige Menschen gibt, die sich dann wirklich auch solidarisieren und hinstellen. Ich habe das Glück gehabt, bei mir haben sich auf Twitter einfach dann ganz viele Leute hinter mich gestellt und haben mir mehr oder weniger in den Rücken freigeheult, die zu mir gesagt haben, Dani, mach Twitter zu, wir kümmern uns um die depperten Antworten. Ja, aber das braucht man dann. Ich kriege zum Beispiel immer so einen Anfall, wenn in irgendwelchen Zeitungen ein Interview mit Armutsbetroffenen gemacht wird, und dann werden die vorhin nicht moderat. Und dann lesen wir da drinnen die dreckigsten Sachen. Und ich denke mir, hallo, wo ist eure Moderation? Stellt Fakten ein, sagt, das geht so nicht in Ordnung, klärt auf über die Ursachen dahinter. Aber lasst doch bitte nicht solche Kommentare stehen. Die nächsten Armutsbetroffenen lesen das und sagen, sorry, ich störe mich nicht hin.me nicht hin aber ich bin jetzt ziemlich weit abgewichen oder kann das ja ja es ist ein scham gegangen ich bringe jetzt versucht vielleicht vielleicht ist es jetzt der falsche gewisse metaebene einzubringen also in meiner betrachtung es geht nicht um angst sondern Scham ist sehr wirksam. Das hast du gesagt. Ich glaube, dass diese Scham dynamisch ist. Je nachdem, wie es gebraucht wird, wird es eingesetzt. Das heißt, bis zu einem gewissen Grad braucht es überhaupt ein Bewusstsein, die Worte dafür, Scham beschreiben zu können. Das heißt, das ist schon etwas, glaube ich, Scham kann ich eher beschreiben, wenn ich die Worte dafür beobachte. In meiner Arbeit immer wieder Menschen, wo ich mir denke, okay, das muss Scham sein, aber sie können es gar nicht benennen. Das andere ist dann das zum Beispiel, was schon ist, und ich benutze das jetzt einfach, weil es, glaube ich, simplifiziert es ein bisschen, aber ich glaube, das bringt es auf den Punkt. Im Kapitalismus ist es so, man muss eine gewisse Psychopathologie zutage legen, damit man richtig viel Geld macht. Und dazu gehört eine Schamlosigkeit. Also das ist das Spannende. Auf der einen Seite soll man sich schämen, wenn man arm ist, aber auf der anderen Seite muss man richtig schamlos sein, wie halt quasi, jetzt schauen wir uns die alle an, und quasi Leid betrügen zum Teil oder halt in Richtung Betrug gehen und halt irgendwelche Schachtelkonstrukte aufbauen, um wirklich Leid abzuziehen. Und da ist es okay, dass man schamlos ist. Da wird das sogar fetischisiert, wo man sagt, boah, der hat so was gebracht, der Hund, der Alte. Das ist total, da bin ich faszinierend. Und ich glaube, je nachdem, auf welcher Ebene man ist, wird das halt, das ist schon, Scham ist ja etwas, was gesellschaftlich auch noch gezogen wird, natürlich. Also zu sagen, eines der ersten Sachen, die ich gelernt habe vonam ist auch etwas, was gesellschaftlich anerzogen wird, natürlich, also zu sagen, eines der ersten Sachen, die ich gelernt habe von der Bourgeoisie war, über Geld redet man nicht. Man redet nicht über das, wie viel man verdient. Dann denkt man, what the fuck, ich meine, hey, hallo, ich will wissen, wie viel ich verdiene, aber über Geld redet man nicht. Also das wird quasi von oben nach unten weitergehen, solange du über Geld redest, bist du in unserer Klasse nicht willkommen, weil in der Bourgeoisie redet man nicht über Geld. Ich mache dir jetzt mal einen mal punkt das finde ich sehr gut ja ja diesbezüglich wollte ich vielleicht nur kurz sagen wie großartiges ist dass es menschen wie die daniela gibt die dann einfach bestärkend sind weil solange ich jetzt an dem thema dran bin merke ich es halt immer wie großartiges ist wenn man an persönlichen erfahrungen anknüpfen kann und das untereinander teilen kann weil wenn ich jetzt in der theorie es gibt ja schon wenn man sich anschaut unzählige bücher zu vermögens ungleichheit, Klassengesellschaft und so weiter. Aber was heißt das so im Alltagsleben, was macht das mit den Menschen? Und in ganz unterschiedlichen Kontexten kann das so bestärkend sein, wenn man überhaupt mal jemanden findet, mit dem man sich austauschen kann und man dann das Gefühl im Rücken so mitnimmt. Und je mehr Leute sich da dann dagegen wehren, umso mehr bewirkt das dann natürlich. Das klingt gut, ja. Aber das ist ja in ganz vielen Sachen so, dass man sich irgendwie, dass man so ein bisschen Allianzen bilden muss und einfach sich zusammenfinden muss und dann die Sachen ein bisschen leichter gehen. Ich habe jetzt gerade auch gedacht, Stichpunkt Beschämung. Mir ist das Beispiel jetzt eingefallen, weil heutzutage, wir sollten ja alle vegan leben und alle mit dem Rad fahren und ein Teil Klimabewusstsein und alles nur Fairtrade-Kleidung tragen und, und, und. und alles nur Fairtrade-Kleidung tragen und und und. Und mir ist das auch relativ viel aufgefallen auf Instagram zum Beispiel, wenn dann ein Black Friday ist, wie die Leute so quasi beschämt werden, die einen Black Friday einkaufen, weil wie kann man denn nur die großen Konzerne unterstützen und und und. Und dabei wird aber total außer Acht gelassen, dass es eben Leute gibt, die vielleicht angewiesen sind auf einen Black Friday, weil die Waschmaschine kaputt geworden ist und die eben nicht mal locker, ich weiß gar nicht, wie viel eine Waschmaschine kostet, ich hoffe, meine wird nicht bald kaputt, weil sie sich das halt eben nicht gerade leisten können. schamlos beschämt quasi und vielleicht kann man da ein bisschen die widersprüche auflösen beziehungsweise wo fällst du eigentlich an aufklärung dass die leute das nicht checken halbwegs verständlich zu dem thema vegan leben radl fahren, black friday einkaufen, habe Ist es. Wenn ich in der Woche nur ganz wenig Budget zur Verfügung habe, ganz ehrlich, dann schaue ich nicht drauf, ist das Produkt von Nestle oder von sonst irgendwem, dann schaue ich das, was am billigsten ist. Dann gehe ich um 18.30 Uhr einkaufen und schaue, was ist 25% gesetzt. Da habe ich nicht die Kraft und die Zeit und die Energie, dass ich schaue, ist das Produkt jetzt vielleicht so produziert worden oder so. Ich meine, ich habe mich dann die letzten Jahre auch für das Lieferkettengesetz eingesetzt, aber das war dann erst die Zeit, wo ich auch wieder die zeitlichen und die finanziellen Ressourcen, es hängt zusammen, und wenn ich die Ressourcen. Es hängt zusammen. Und wenn ich die Ressourcen dafür habe, dann kann ich mich damit auseinandersetzen. Was mir zu dem Thema auch noch einfällt, ich finde immer diesen Widerspruch so lustig, und da haben wir heute eher schon drüber geredet, über diesen wunderschönen Kommentar von der Chefredakteurin vom Kurier. Ich finde es immer so lustig, dass Armutsbetroffenen vorgeworfen wird, sie ernähren sich ungesund und dann wird aber gleichzeitig gesagt, naja, man kann sich eh so billig ernähren mit Nudeln. Ja, man kauft sich aber dann nicht die Vollkornnudeln, also das wird dann natürlich nicht dazu gesagt und dass die normalen Nudeln mehr Kohlenhydrate haben. Wie kocht man denn? Man kocht so, dass relativ wenig viel satt macht. Und das ist viel Weizen und solche Sachen. Also auf der einen Seite wird uns vorgeworfen, wir sollen uns billigst ernähren, auf der anderen Seite wird uns vorgeworfen, wir sollen uns gesund ernähren. Es steckt auch kein Sinn dahinter. Das ist einfach nur dieses wir wollen bestimmen, was ihr zu machen habt und wir wollen euch sagen, warum ihr etwas falsch macht und warum ihr gerechtfertigterweise in dieser Situation seid. Ich glaube, du hast vorher kurz die Ökologie erwähnt. Du hast glaube ich vorher in deiner Einleitung zu dieser Frage, ich denke mir ist jetzt zum Beispiel bewusst geworden, da war ich im Kontext, ich bin Betriebsrat bei einer Betriebsrätinnenversammlung und da ist halt über Klimaschutz gesprochen worden. Und da ist halt über Klimaschutz gesprochen worden. Und wie sehr zum Beispiel Klima, das war dann so ganz klar, ist ein Individualverkehr. Das ist das Problem. Tatsächlich ist das, und das ist nämlich recht spannend, finde ich auch, bitte ergänzt es mich oder korrigiert es mich, falls ich falsch bin, aber ich glaube, es gibt jetzt genug Studien, dass es die Wohlhaben dieser Welt sind, die die Klimaerwärmung mit ihren Jets massiv anheizen. Und dann sitzt du da drinnen und merkst halt quasi diesen Klassismus innerhalb der eigenen Gewerkschaft oder halt der Arbeitnehmerinnenvertretungen. Das Problem sind ja die ganzen Leute, die jetzt mit dem Auto wo hinfahren. Der Klassismus, ja, ich meine, ich bin aufgewachsen mit dem, dass meine Mutter um 35 in der Früh von einem Schichtbus geholt worden ist. Das gibt es nicht mehr, sondern die Firma ist ganz woanders und die Leute müssen alleine hinfahren. Und das ist quasi mittlerweile so ein Benefit einer super Firma, man sagt, es gibt einen Schichtbus. Also da merkt man, wie solche Sachen immer wieder nach unten weitergegeben werden. Und das heißt, die Leute, also die unteren Klassen haben Schuld, weil sie haben ihr Auto, dass sie das Auto brauchen, um arbeiten zu fahren. Und dass quasi das Geld, das sie in Steuern und diesen Start abdrücken nicht dazu genutzt werden um öffentliche Verkehrsmittel aufzubauen, ist ein Widerspruch. Nein, sie haben Schuld, weil sie mit dem Auto fahren, sie sollen bitte mehr Autopools gründen, aber die großen Firmen in der Nähe sagen, ich arbeite 5er Schicht, ich arbeite 3er Schicht, ich arbeite gar keine Schicht. Also es ist nicht gewollt und dann heißt es quasi immer wieder, ihr habt schon wieder an der Klimaerwärmung. Ich denke mir, nein, das ist nicht so. Und ich glaube, da merkt man zum Beispiel, wie immer wieder diese Mechanismen greifen. Also ich habe mir jetzt explizit ein anderes Thema genommen, weil ich mir gedacht habe, ey, ist halt die Frage, wie zielführend das ist. Ich bin auch für einen Shitstorm jetzt bereit, wenn man sich im Stoßverkehr an die Straße klebt. Man sollte sich vielleicht auch trauen, am Flughafen zu kleben oder halt auf Flugzeuge zu kleben, viel mehr. Also an einzelne Jets, aber da kommt man ja gar nicht hin. Also ja, natürlich ist das ein Widerspruch, passt eh alles, ist alles okay, aber ich denke mal, da sollte man immer wieder in die Reflexion gehen und sagen, wenn erwische ich damit, wenn erreiche ich damit, weil natürlich tragen diese Menschen dazu bei, aber sie sind angewiesen. Für mich war es immer so, ich habe zehn Jahre Schicht gearbeitet, drei Jahre Schicht und das erste, was ich mir abkaufen musste, war Auto, weil sie quasi die Schicht mit meinem Vater nicht ausgegangen sind. Irgendwann ist es dann ausgegangen, dass ich zumindest mit einem Kollegen Sch in die Schicht fahre, aber das ist zu 75% ausgegangen. Und ich habe damals so diesen Gedanken gehabt, weil ich mir gedacht habe, ich glaube, ich habe den sozialen Aufstieg geschafft, wenn ich auf Auto verzichten kann. Und wenn ich mit den öffentlichen Verkehrsmitteln in die Arbeit fahren kann. Das heißt, ich habe die passenden Arbeitszeiten, meine Dienstgeberin, Arbeitgeberin sagt, hey, du hast gleich Zeit, mach was du willst. Darf ich da kurz einhaken? Stichpunkt Klima, wir haben nämlich schon mal so eine Runde zum Thema Klima gehabt, Awareness für die Klimakatastrophe. Könnt ihr auf unserem YouTube-Kanal nachschauen, falls euch interessiert. Und da haben wir auch ganz viel über das Gret eben, wie das immer auf Individualebene abgelegt wird und wie die RetterInnen der Klimakrise anscheinend sein sollen. Ist voll spannend, nur so zwischendurch. Übrigens hat die unterste Einkommensschicht den allergeringsten CO2-Fußabdruck. Ja, danke für die Ergänzung. Wolltest du noch etwas zu der Frage sagen? Nein, ich habe auch das Klimathema im Kopf. Das ist schon super gebracht. Gut, mir ist nämlich zwischendurch eine super weitere Frage eingefallen, die mir jetzt wieder entfallen ist. Und ich habe mir gedacht, vielleicht tritt ich über die Kette noch, dann kann ich mir das wieder herholen. Genau, so war das. Und dann ist es mir nicht mehr eingefallen. Aber, nein, doch, doch, doch, es war nämlich so. Ich erzähle euch jetzt eine Geschichte. Nein, weil eben auch dieses, wie komme ich da jetzt wieder hin? Naja, jedenfalls ist es so gewesen, dass ich vor einiger Zeit auch in eine unangenehme Situation gekommen bin, unangenehme Situation gekommen bin, eine sehr große Tierarztrechnung gehabt habe und vor allem irgendwie auch nicht gewusst habe, wo ich das Geld auftreiben soll. Und ich habe da dann voll lange überlegt und einen Spendenaufruf gestartet und das so quasi irgendwie öffentlich gemacht, dass mich das gerade total überfordert und alles irgendwie sehr blöd ist und habe darauf voll viel positive Resonanz gekriegt. Danke an alle, die gespendet haben kurz. Aber ich habe mich dann erwischt, wie ich im Bilder gestanden bin und ich wollte mir so ein Müsli Zeug kaufen, so ein Müsli Klumpert von Nestle. Fällt mir da gerade ein. Ups. Genau. Und dann habe ich den Preis gesehen und dann habe ich mir gedacht, wenn jetzt einer kommt von den Personen, die gespendet haben und das siegt, wird er sofort sagen, was ist denn mit dir? Oder Personen sagen zu mir, naja, selber schuld, du hast dann zwei Hunde, so quasi. Und dann habe ich mir echt so gedacht, okay, also erstens mal war gleich dieser Charme da so, von wegen, ich darf das ja jetzt gerade gar nicht, weil jetzt bin ich ja schon angewiesen auf Unterstützung und dann denke ich mir, für die Nerven gönne ich mir jetzt was, aber das sollte ja auch dann nichts kosten. Aber ich habe mir dann wirklich auch so gedacht, wie reagiere ich denn in der Sekunde, um das geht es nämlich eigentlich gut, dass ich euch jetzt die Geschichte dazu habe davor, wie reagiere ich denn eigentlich dann mit dieser Beschämung, wenn eine Person eben auch irgendwie diese, da spricht man ja dann auch so von ökonomischer Gewalt, wenn eine Person, da spricht man ja auch von ökonomischer Gewalt, wenn eine Person dir direkt Geld zututut und sagt, was tust du mit dem Geld, das ich dir gegeben habe. Und ich muss sagen, ich war total überfordert. Ich glaube, ich konnte nicht cool damit reagieren und nicht recht schlagfertig. Und genau, jetzt frage ich euch einmal, ob ihr da coole Ideen habt. Hat die überlegt? Ich glaube, das Grundproblem ist die Spende an sich. Wenn ich spende, darf ich mir keine Gegenleistung erwarten, dann ist es keine Spende. Ganz einfach. Und das ist aber so, dass wir da halt schon in einer Gesellschaft sind, gewisse Wertekonservative Haltung hat, sehr christlich-patriarchal geprägt ist, wenn jemand spendet, muss sich die Person ändern. Also das sind so, weiß ich nicht, Fehlinterpretationen oder so Erwartungshaltungen, die einfach nicht erfüllbar sind. Und das heißt, wenn ich etwas spende und die Person gibt es für Alkohol aus, die einfach nicht erfüllbar sind. Und das heißt, wenn ich etwas spende, und die Person gibt es für Alkohol aus, dann gibt es es für Alkohol aus, dann hat sie nichts zum Essen. Wenn ich mich darüber ärgere, dann ärgere ich mich, dann denke ich mir, dann gebe ich es nächstes Mal nicht. Aber ich kann da nicht so einen Diskurs anfangen. Aber das ist ja etwas, was gewollt ist. Das ist ja zum Beispiel bei den ganzen Sozialhilfethemen, geht es eben um solche Sachen. Für was geben die Leute das Geld aus? Und brauchen sie Internet oder was der Teufel? Also gut, das ist keine Spende in dem Sinne, aber trotzdem geht es ja darum, zu sagen, finde ich, das sollte ein Menschenbewusstsein sein, wenn ich etwas spende, darf ich mir auch nicht entgegen? Was erwarte ich mir da? Wozu? Ja, finde ich auch. Es geht natürlich jetzt nicht nur um Spenden, sondern eben auch, dass Leute das Gefühl haben, einer Meinung ist total wichtig, sie müssen das jetzt außerlassen und nicht checken, dass das total übergriffig ist. Und dann eben zu der Person irgendwie was sagen. Ich grätsch da kurz ein mit einem Publikumsinput, der dazu passt. Armutsbetroffenen werden gefühlt nicht einmal die Basics zugestanden, wie zum Beispiel ein Pyjama, weil man kann ja auch in einem T-Shirt und einer Leggings schlafen. Dieses Argument und ähnliches wird immer wieder verwendet, um zu beschämen. Ob beim Thema Fast Fashion oder Obst und Gemüse sind zu billig etc. Arme und teilweise auch Arbeiter wird bewusst als abwertender Begriff verwendet, um die Leute dazu zu bewegen, nach unten zu treten, anstatt solidarisch zu sein. Danke für den Input. Danke für den Input. Ja, also Dani kann da sicher viel mehr dazu sagen, aber mir fällt ein, weil du sagst mit den Hunden, das ist mir in letzter Zeit so aufgefallen, weil ich in so einer Facebook-Gruppe bin, wo es auch so einen Aufruf gibt und wie Leute sich dann mega empört haben, weil ich jetzt die Tierarztrechnung für die Katze nicht bezahlen kann, warum sie dann eine Katze hat und im Sinne von, ich darf mir nur ein Haustier nehmen, wenn ich, weiß nicht, was für ein Erbe im Rücken habe oder so, wenn den Leuten auch nicht bewusst ist, dass ich sehr einfach in ökonomische Schwierigkeiten geraten kann, auch wenn ich gar nicht damit gerechnet habe. Und dass Haustiere für viele Leute was extrem Schönes, Bestärkendes, Soziales sind und man dann genau so etwas Klassisches, was man den Leuten abspricht, da muss ich sehr wohlhabend sein, dass ich eine Katze oder einen Hund haben darf. Aber ich glaube, das sind vielleicht noch so Themen, wo die Leute vielleicht ein bisschen empfänglich sind, dass man es ihnen näher bringen kann, wie sie da auf dem falschen Dampfer sind, da auch noch Leute zu beschämen. Hoffe ich zumindest. Ich möchte mich kurz an die Publikumsmeldung da anschließen. Das trifft so auf den Punkt, danke. Also das mit dem Pyjama ist wirklich so ein guter Vergleich, weil du darfst auch nicht sagen, was du daheim hast. Also ich bringe da zum Beispiel immer gern das Beispiel mit meinen Dogmatens. Also ich habe die ewig lang und aber in den ersten Jahren, wie ich über Armut zum Reden angefangen habe, habe ich dann wirklich weil man sitzt halt dann auf verschiedenen Veranstaltungen, es werden Fotos gemacht, und dann habe ich tatsächlich, haben sich Leute bemüßig gefühlt, dass man DMs schreiben oder Mails schreiben, von wegen, na du liegst, also du kannst nicht arm gewesen sein, weil du hast da Gmatens an. Wo ich mir denke, alter was? Erstens wissen die nicht, wie lange ich das schon hab, ob ich das Geschenk bekommen habe, und es war wirklich ein Geburtstagsgeschenk. Ich hab zum Beispiel daheim, und das hab ich lange gehabt, ich hab 2018 ungefähr von einem lieben Twitteranten, also da sind wir durch Zufall draufgekommen, der ist mir auf Twitter gefolgt, und wir sind dann draufgekommen, dass das der Narkosearzt von meiner Jüngsten bei ihrer Geburt war. Und der hat sich an die Geburt erinnert, weil von ihr gibt es drei Fälle in Österreich. Und der ist zu dem Zeitpunkt in Pension gegangen und irgendwann schreibt er mir auf Twitter, sagt er, gibt es irgendwas, was du wünschst? Sagt er, weil mit dem, was ihr da mitgemacht habt, also nicht nur gesundheitsmäßig, sondern auch so. Und ich hätte mir nie sagen traut, was ich mir wünsche. Und irgendwie ist der dann einmal draufgekommen, dass ich der volle Fan von Chesterfield-Sesseln bin. Der hat mich auch bestellt und heimliefern lassen. Ich meine, er hat mich vorher gefragt, ob das okay ist, und hat mir den heimliefern lassen. Und ich habe dann kurz darauf einmal ein Interview gehabt, und dann bin ich echt da gesessen und habe mir gedacht, Scheiße, wieso lieben das Team in meine Wohnung einen lassen und dann steht da so ein Teirad Chesterfield-Sessel. Also da meine ich, genau wie es dir mit dem Müsli, ich meine, das ist jetzt ein extremes Beispiel, aber ich habe dann echt überlegt, ob ich den vielleicht verkaufe. Aber, und ich habe keine coolen Antworten drauf. Ich habe nur inzwischen auch gelernt, wir haben zum Beispiel letztes Jahr so eine Spendenaktion, so eine Sammelaktion gemacht für einen Lieben, dessen Mutter die Tierarztrechnung vom Hund nicht zahlen hat können. Und der hat mir dann wirklich die ganze Lebensgeschichte von der Mutter erzählt, warum er ihr nicht helfen kann, hat einen Beleg nach einem anderen geschickt, und dann war die Rechnung, und dann hat er sich nur einmal voll entschuldigt, weil die Rechnung jetzt ein bisschen weniger ausgemacht hat, als wir gesammelt haben. Und er schickt mir das zurück, habe ich gesagt, nein, und wenn der Mutter jetzt, weiß ich nicht, dafür zum Friseur geht, ist mir das egal. Die Leute haben dafür gespendet. Und wenn etwas überbleibt, gibt sie es für Futter aus oder sonst irgendwas. Und du kannst dir nicht vorstellen, wie die Leute reagieren, wenn du einer sagst, bitte macht es mit dem Geld, wofür ihr es jetzt gerade braucht. Und wenn es du brauchst, weißt du, ein Müsli jetzt, weil du das brauchst in dem braucht. Und wenn es das du brauchst, weißt du halt, ein Müsli jetzt, weil du das brauchst in dem Moment. Und jeder weiß, dass man vorher halt eh die Rechnung zahlt, die notwendig ist. Und ich kriege da wirklich so ein Hals, weil ich wirklich weiß, was die Leute für Romane an mich schreiben, weil sie sie rechtfertigen. Und wir probieren halt dann immer, also Adelia, die eh da sitzt. Wir probieren dann immer, also auch die Lia, die da sitzt, wir probieren dann immer, dass wir den Leuten sagen, nein. Genau wie du es gesagt hast. Und wenn sie mir Alkohol drum kauft. Das ist das gleiche Irre, wenn ich höre, nein, ich gebe einem Obdachlosen kein Geld, weil der steckt sich in Alkohol. Ja, noch nicht. Wenn du zehn Jahre auf der Straße lebst, ist das das einzige, was dich wahrscheinlich nur ein bisschen am Leben hält. Ist meine Meinung. Sorry, ich komme mir so aufregend. Ich wollte noch, vielleicht gibt es da innen jemanden, der das beantworten kann oder vielleicht online wäre. Tragt man Haute Couture öfters? Ja, zum Thema Fast Fashion ist das eine Frage, die ich hier einwerfen möchte. Oh mein Gott, nein. Nein, eben. Aber da merkt man, man fast fashion der begriff konstruiert ist also so ja das wird dann eher sogar negativ ausgelegt in die zeitschriften waren irgend der person aquan doppelte aber das ist sich unter total fairen bedingungen hergestellt worden ihr wird gerade weil du das beispiel mit die wohnungslosen personen gesagt dass Aber das ist sicher unter total fairen Bedingungen hergestellt worden. Ich habe jetzt gerade auch, weil du das Beispiel mit den wohnungslosen Personen gesagt hast, ich habe ja das Kind schon gelernt, nein, man gibt den Obdachlosen kein Geld, sondern man kauft ihr am Essen. Man fragt ihn, was er will und dann kauft er am Essen. Und das ist halt eben eigentlich auch schon wieder so, das kriegen wir schon wieder so anerzogen. Und das ist vielleicht wirklich gut, wenn man das mal hinterfragt. Ich würde sagen, wenn ich mir erwarte, dass er mit dem Geld etwas macht, was mir glücklich stimmt, dann kaufe ich ihm bitte Essen. Weil bevor da dann irgendwelche Diskussionen anfangen, also ich denke mir, entschuldige, jetzt bin ich da voll eingedroppt, aber das ist natürlich, wenn ich mir denke, ich gebe mir jetzt ein Geld, aber ich will, dass ich etwas zum Essen kaufe, wenn ich kein Essen kaufe, ärgere ich mich und pumpe den an, dann kaufe ich dem ein Essen, Hauptsache ich bin zufrieden und ich lasse den auch geladen. Ja, weil es geht, da sind wir wieder bei dem, ganz viele SpenderInnen, geht es nur darum, dass sie selber zufrieden sind. Natürlich. Ich wollte jetzt auch gerade sagen, Entschuldige. Nein, gar nichts zum Entschuldigen. Aber können wir uns vielleicht darauf einigen, alle miteinander, und bitte ergänzt mich oder widerspricht mir, dass wir vielleicht die Geldthemen einfach von anderen Leuten, dass uns die einfach wurscht sind, dass uns die nichts angehen, dass die Leute einfach machen sollen mit ihrem Geld, was sie wollen, so quasi, solange sie nicht etwas total Illegales machen. Oh, ich glaube, da kommt schon ein Widerspruch. Aber ich meine eben so, vielleicht könnte man aufhören, dass wir übergriffig glauben, wir können Leuten sagen, wie sie ihr Geld auszugeben haben. Absolut kein Widerspruch, sondern eher, ich befürchte, dass es in Zukunft in die ganz andere Richtung geht, weil wir haben jetzt das Beispiel, dass in Niederösterreich die Bezahlkarten eingeführt werden oder worden sind. Also wo wir bzw. wo das Land Niederösterreich wirklich bestimmt, ihr dürft nur dort und dort und dort einkaufen gehen, ihr dürft euch davon keinen Alkohol, keine Zigaretten kaufen. Und wir kennen die Debatte aus Deutschland mit dem Bürgergeld und ich bin jetzt, ich will jetzt nicht den Teufel an die Wand holen, aber für mich ist das Ganze einfach so eine Probeaktion, so wie weit ist das in der Bevölkerung akzeptiert, wie weit könnte man es probieren, dass wir das zum Beispiel auch bei Sozialhilfeempfängerinnen machen. Weil die Kinder, die brauchen ja Sozialhilfe, weil sie nicht mit Geld umgehen können. Das heißt, und ich traue mir zu 90% Wetten, dass wir noch vor dem Wahlkampf die Debatte haben werden, Bezahlkarte für Sozialhilfeempfängerinnen. Ich würde da gerne das Thema ein bisschen aufmachen, aber das ist mir ein Anliegen. Aus dem Kontext meiner Arbeit ist es so zum Beispiel, was so ganz oft übersehen wird, ist zum Beispiel Rechtshilfe. Rechtshilfe kostet was. Ich brauche Geld für einen Anwalt. Und man kann die Sozialdemokratie gerechtfertigterweise an vielen Punkten kritisieren, aber was zum Beispiel ist, ist die Euterkammer. Die Euterkammer ist die einzige Institution in Österreich, die kostenlos für alle, die Mitglieder sind, und Mitglieder sind fast alle, die lohnabhängig sind oder von Lohnabhängigkeit betroffen sind, es ist die einzig kostenlose Rechtshilfe. Das ist auch das Bestreben mancher Parteien wie der FPÖ, die Weiterkammer quasi aufzulösen. Sie sagen, okay, wir beschneiden sie. Ich habe, wenn die FPÖ Alterpartei ist, wieso hat sie noch nie gefordert, dass die Wirtschaftskammer aufgelöst wird? Ich habe noch nie gehört, dass irgendwer gefordert hat, dass die Wirtschaftskammer aufgelöst wird. Also bitte fordert das einmal wer. Wenn man die Alterkammer auflösen soll, ja, auch die Wirtschaftskammer bitte auflösen. Und die Alterkammer bleibt. Ich kann auch so polemisch sein, aber da merkt man, was die Alterkammer für Funktion hat. Und dass das die meisten Menschen gar nicht wissen, was die Eiterkammer für Funktionen hat und dass das die meisten Menschen gar nicht wissen, wo die Eiterkammer im Hintergrund für ihre Rechte sich einsetzt. Nämlich sei es bei Anträgen für Pension, Reha, Götti und das ist nämlich etwas, was immer krasser wird, immer weniger ausgestellt werden. Das heißt, man muss immer einen Rechtsweg gehen und quasi, ich habe das letztens bei einer Klientin, die hat eine psychiatrische Erkrankung, bis letztes Jahr haben die alle Reha-Geld bekommen, jetzt heißt es auf einmal, du kannst arbeiten gehen. Und da wird das Reha-Geld eingestellt und da ist die Alterkammer natürlich da und sagt, wir vertreten die und wir unterstützen die dabei. Das ist eine ganz, ganz wichtige Institution und das sollte nie hinterfragt werden und es sollte eher die Leute, die die hinterfragt werden, also die Menschen, die die Alterkammer hinterfragen, sollten ganz krass hinterfragt werden. Und ich glaube, ich setze da jetzt auch, das mit der Wirtschaftskammer ist mein Spruch, ja. Aber lernt es zu schätzen und auch diese Beiträge sind wirklich etwas, was für diese Gesellschaft ein unsichtbarer Kit ist, nämlich die fördert echten Zusammenhalt. Es gibt, wenn ich ganz kurz einhänge, in der Fall, wenn wir bei der Arbeiterkammer sind, jetzt mache ich auch Werbung für die Arbeiterkammer, es gibt einen Film, der ist letztes Jahr rausgekommen, für die vielen, ich glaube für die vielen heißt er, wenn es interessiert, also da haben sie wirklich über einen langen Zeitraum mitgetreten bei der Arbeiterkammer und da sieht man einfach die ganze Arbeit, die sie machen. Also eben auch die Vertretungen, was du erwähnt hast. Der ist wirklich interessant. Wollt ihr jetzt nochmal kurz? Da hänge ich mich gleich dazu und mache auch noch Werbung. Hallo in Werbedaten. Nein, gar nicht. Auch alle Tipps und Infos, so wie dieser Filmvorschlag gerade, werden auf unserem Instagram-Kanal und unserem Facebook-Kanal gepostet. Ihr müsst euch nichts mitschreiben. Wollte ich gerade noch sagen. Und dann wollte ich sagen, ich glaube, es ist ein guter Zeitpunkt, um zu sagen, geht's wählen. Vergesst es nicht. Und dann würde ich aber vielleicht eh gerne gleich bei dem Thema ein bisschen bleiben, weil Daniela, du schreibst in deinem, dass es glaube ich über 70.000 Non-Takers in Österreich gibt, das heißt Leute, die einen Anspruch auf Sozialleistungen hätten und diese nicht in Anspruch nehmen, weil sie es nicht wissen oder oder. Ist da dann quasi die Arbeiterkammer die erste Anlaufstelle für alles oder wo wenden Sie Personen hin, die Unterstützung brauchen? Oder wieso ist das überhaupt nicht so niederschwellig? Weil immer wenn es um das geht, dass man Geld kriegt, ist das eher unsichtbar oder so. Vielleicht bleiben wir nur ein bisschen bei dem Thema, weil gerade diese Zahl mit den 70.000 hat mich echt so negativ beeindruckt. Glaubt man nicht, gell? Nein. Aber mag wer andere? Fang gerne du an. Bitte, bitte. Jetzt entscheidet ihr euch. Ich wollte kurz fragen, diese 70.000, haben die einen Bedarf danach? Also fallen da zum Beispiel Leute darunter, die jetzt sagen, ich mache ein Jahr Auszeit, weil ich auf Weltreise gehe. Ich kenne das ja zum Beispiel bei den NEEDs, NEEDs sind diese Jugendlichen, junge Erwachsene, die nicht in der Ausbildung sind oder halt irgendwas sind, haben Zahlen erhoben, irgendwann sind sie draufgekommen, da sind auch die ganzen Leute drin, die sagen, ich mache mal Auszeit und ich brauche, ich fange nächstes Jahr zum Studieren an und mache Auszeit und die so und dann hat man gemerkt, dass diese Zahl gar nicht stimmt und da hat man versucht ein Problem an dem zu konstruieren. Deswegen, die Non-Takers sind das Leute, die einen Anspruch hätten und einen Bedarf haben? Ja, also das sind zum Beispiel Leute, die aufstocken könnten, weil sie Teilzeit arbeiten oder nur geringfügig. Das sind Mindestpensionistinnen, die nicht aufstocken. Ich glaube, was ich aus der Arbeit erlebe, ist das, dass das eine Mischung aus Desinformation ist, aber auch Stolz. Weil ich es nämlich sage, wieso soll ich da jetzt quasi alles offenlegen, was ich habe, gegenüber einer Behörde und mich monatelang malzertieren lassen und erklären müssen und ich tue das nicht. Und das ist schon etwas, was ich den Menschen zugestehe, dass sie sagen, bevor ich da jetzt quasi zur Sozialhilfebehörde gehe und dann quasi drei Monate lang irgendwas verzichte auf diese 150 Euro und hab mir Ruhe. Also das ist schon etwas, Arbeit ist Tausch, Geld gegen Arbeit. Also Geld gegen Zeit. Entschuldige, Geld gegen Zeit. Und auch da ist es ein bisschen so, dass die Leute sagen, ist mir das die Zeit wert, dass ich für die 150 Euro mehr mir das antue. Darf ich da reinhaken? Immer. Oder wolltest du jetzt gerade? Nein, ich kalt's mir für später. Aber darum ärgert mich das zum Beispiel so, ich meine, es ist erstens viel Nichtwissen, Desinformation, viel glauben eben zum Beispiel, also die haben zum Beispiel das Häusl schon von den Eltern gehabt und haben dann Angst, sie müssen das Häusl hergeben, das alte Häusl, in dem sie wohnen. Nein, müssen sie nicht. Viel nicht wissen, dass man gar nicht weiß, wenn man arbeitet, dass man aufstocken darf. Von daher kommen aber auch dann die Debatten, naja, die arbeitet Vollzeit, aber die Sozialhilfeempfängerin kriegt genauso viel. Nein, stimmt eben nicht. Und was du jetzt gesagt hast, das bringt mich genau zu dem Punkt, der mich so massiv ärgert. Da sind wir bei dieser Willkür von den Behörden, bei diesem Schikanieren, bei diesem, du musst dich wirklich komplett ausziehen. Du musst dir sogar erklären, warum die Kinder 50 Euro von der Oma gekriegt haben. Und erstens sehe ich nicht ein, also jetzt fängt die Debatte über Sozialhilfe und Mindestsicherung an, wir haben aktuelle Sozialhilfe bei uns. Das heißt, das sind Höchstgrenzen. Jetzt kann aber jede Behörde willkürlich nach unten runter gehen. Sprich in Oberösterreich wird da zum Beispiel die Wohnbeihilfe als Einkommen angerechnet. In anderen Bundesländern nicht. Kinder im Haushalt. Es kann aber gehen. Du weißt vorher nie, wie viel du eigentlich kriegst. Verstehe ich natürlich, dass manche dann sagen, für 100 Euro tue ich mir das nicht auf. Aber du kannst das vorher gar nicht wissen. Dann hast du das Pech z.B., dass dich die Sachbearbeiterin nicht wissen. Dann hast du das Pech zum Beispiel, dass dich die Sachbearbeiterin nicht mag. Dann kannst du traktiert werden, Ende nie. Und darum bin ich zum Beispiel erstens auf eine Verfechterin, dass wir endlich von der Sozialhilfe weg wieder zur Mindestsicherung gehen, also Mindeststandards, weil dann wissen die Leute von vornherein, okay, das traut sich vielleicht doch mit, die Kinder, um 300 oder 400 Euro. Das war schon ganz was anderes. Und sie wussten, was ihnen zusteht. Und ich war sowieso die totale Verfechterin einer anderen Art von Antragstellung. Viele von den Non-Tag-Gängern zum Beispiel nicht, weil sie mussten in die Gemeinde, ins Rathaus gehen, wo jeder jeden kennt, du stößt nicht bei deiner Nachbarin, die dort die zuständige ist, in Antrag auf Sozialhilfe, wenn du daheim schon probierst, dass du die Armut versteckst. Und es gibt aber nirgends die Möglichkeit, dass du die Anträge zum Beispiel online abwickelst. Ich meine, manchmal kommt mir vor, wir leben noch immer 1979, zu Beginn des Internet-Zeitalters. Ich meine, es ist schon vor, wir leben noch immer 1979 zu Beginn des Internetzeitalters. Ich meine, es ist schon klar, dass nicht jeder und jede per Internet abwickeln kann, aber es sollte viel einfacheren Zugang geben. Der einfache Zugang, der noch ein schnelles Plädoyer, wo wir uns alle viel mehr aufregen sollten drüber, ist nochmal aufs Gesundheitssystem. alle viel mehr aufregen sollten drüber, ist nochmal aufs Gesundheitssystem. Weil sobald man irgendwas ein bisschen Komplexeres hat, ist es ein Wahnsinn, wie einerseits der Föderalismus in Österreich, was wirklich dann in jedem Bundesland mit jeder Kasse, Kassen zusammenlegen war ja auch nur so, anders ist. Und da habe ich auch letztens ein Interview gemacht mit einer so chronisch kranken Menschen, sie sind ja dann immer richtige Expertinnen für das Gesundheitssystem. Und da gibt es bis hin zu Leute, die ihren Wohnsitz wechseln, damit sie irgendwas noch weiter finanziert kriegen. Und da sehe ich überhaupt keine niederschwellige Kommunikation, wo man sich hinwenden kann und wirklich schnell Infos kriegt, was ich da machen kann. Und wenn man die finanzielle Möglichkeit hat, eben dann zu Privat- oder Wahlärztinnen zu gehen, das macht alles so einfach. Und wenn man wirklich nur von dem System abhängig ist, das betrifft ja auch immer mehr Menschen. Und da soll es eigentlich so viel Wut geben, denke ich mir oft. Ich wollte jetzt etwas sagen, jetzt habe ich es vergessen, aber ich glaube, jetzt weiß ich wieder, wohin ich wollte. Beim Gesundheitssystem finde ich das, was mich am meisten erschreckt, ist das, ich habe das letztens einmal gelesen, finde ich das, was mich am meisten erschreckt, ist das, ich habe das letztens einmal gelesen, die Ausbildung zur Medizinerin kostet der Steuerzahler 500.000 Euro und 30% der Absolventinnen ordinieren nicht, sondern gehen irgendwo anders hin, machen was anderes, sondern sind keine Medizinerinnen. Gleichzeitig merkt man jetzt schon in den letzten 10 Jahren, wie sehr die HausärztInnen immer weniger werden. Oder dass es quasi, also man braucht unglaubliches Vitamin B, dass man überhaupt zu einer Hausärztin kommt, die einen nimmt. Und ich würde gar nicht sagen, 2 ist es eine 3-Klassen-Medizin. ja, das Ich würde gar nicht sagen, zwei ist es eine Dreiklassenmedizin. Und das Schwierige an der Medizin ist das, dass sie gesellschaftlich an Ökonomisierungsdruck unterworfen worden ist. Das hat man bei Corona gesehen, während der ganzen Pandemie. Und wenn da von Betten geredet wird, die eingespart worden sind, dann denkt man, ja ein Bett sind sieben Arbeiterinnen dort. Also man spart keine Betten ein, man starrt Personal ein. Also das hat man auch da gemerkt. Und ja, also das ist zum Beispiel, es sollte ein Grundrecht auf medizinische Versorgung geben, unabhängig woher man kommt. Und wie viel Geld man hat und es sollte für jeden gleich sein und gleich zugänglich sein. Und das ist es einfach de facto nicht mehr. Es war sicher früher besser und das was du gesagt hast, das erlebe ich selber. Ich kann mir aus der Leiste sagen, okay ich geh jetzt kurz zu dem Arzt, zahl was, und das ist dann faszinierend wie sich die Unterschiede sind. Also ich kann mich erinnern, dieser Arzt ist großartig, er setzt sich hin, haut sich 30 Minuten an wie es mir geht, erklärt mir voll viel und ich kann mich erinnern wie ich als Kind meine Mutter zum Arzt beg großartig, er setzt sich hin, haucht sich 30 Minuten an, wie es mir geht, erklärt mir voll viel. Und ich kann mich erinnern, wie ich als Kind meine Mutter zum Arzt begleitet habe, der quasi auf jedes BWWchen irgendwelche fast abhängig machenden Beruhigungsmittel verschreiben wollte. Und quasi total paternalistisch war. Da merkt man dann schon gewisse Klassenunterschiede. Da will ich da ganz kurz einhaken mit einem Beispiel, weil man eben wieder zurück zum Thema Klassismus. Ich habe vor Jahren durchgehend Kreuzschmerzen gehabt, also teilweise so arg, dass ich nicht gewusst habe, wie ich gehen soll, war aber eben daheim. Also war auch nicht arbeitssuchend, weil es nicht gegangen ist mit der Kleinen. Dutzende Male zum Hausarzt gegangen, der hat mich vollpumpt mit Schmerzmitteln, Infusionen gegeben, aber nicht ein einziges Mal irgendwie weitergeschickt zu einer Untersuchung, wie ich dann gesagt habe, naja, kann das nicht vielleicht irgendwas Gräberes sein? Schaut er mich an, sagt er, ja, glaubst du vielleicht, du hast einen Brandschirmvorfall oder irgendwas, woher willst du denn das haben, du sitzt eh nur daheim. Also, das ist halt Klassismus, den man auch im Arztbereich erlebt. Auf das, das ist jetzt voll die gute Überleitung gewesen, weil ich mir gedacht habe, wenn wir jetzt schon beim Gesundheitsthema sind, dann könnte man ja mal über das reden, was für gesundheitliche Folgen eben Armut hat, weil da gibt es ja, glaube ich auch schon, oder hat sie jetzt eine Blätin, vielleicht sage ich es einfach nicht, jetzt habe ich schon angefangen, komischer Satz, Studien dazu, dass das irgendwie, okay, danke, dass Armut eben auch etwas mit der Gesundheit macht, und da würde ich irgendwie so sagen, okay, was für Folgen gibt es eigentlich, weil das ist ja, habe ich das Gefühl, nicht oft sichtbar, und eben auch das, was du sagst, oder auch in deinem Buch beschreibst, dieses, es wird dir ja dann abgesprochen, dass du was richtiges hast, weil du willst vielleicht nur einen Krankenstand haben, damit du nicht arbeiten gehen musst oder du arbeitest ja eh nichts von was ist gekommen und so, genau, dass wir vielleicht da noch mal ein bisschen drüber reden. Vati schaut so aus, was denkt er noch? Ich hab gerade überlegt, ob ich den Gedanken sagen kann, aber ich glaube die Schwierigkeit bei der Verknüpfung Armut und Krankheit ist ein bisschen schwierig. Auf der einen Seite wird suggeriert, wenn du arm bist, musst du krank sein, du musst unter Depressionen leiden, diese Armut kann nur krank machen. Gleichzeitig lässt man dann einmal in drei Jahren quasi die glücklichsten Menschen sind im Putan, die nichts haben. Also wie es darauf hinaus will. Natürlich macht Armut krank, das will ich nicht in Abrede stellen. Die Schwierigkeit finde ich darin, dass einem suggeriert wird, wenn du nicht mehr arm bist, bist du nicht mehr krank. Und genau da möchte ich dir hin, nämlich die Leute sollen dann quasi nicht mehr arm und krank sein, sondern halt 40 Stunden in einem Scheißjob arbeiten, gerade so viel verdienen, dass sie irgendwie über die Runden kommen und dann sind sie halt krank vom Arbeiten. Aber sie sind nicht mehr arm. Also das tut mir ein bisschen schwer. Wisst ihr, wo ich hin möchte? Ich möchte das nicht in den Abreder stellen. Wisst ihr, was ich meine? Das soll jetzt gar nicht zynisch sein. Und bitte hakt ein. Ja, ich würde wirklich einhaken. Was du jetzt gerade gesagt hast, würde ich sagen unter die soziale Ungleichheit macht arm. Ja. Weil, wie du gesagt hast, in Bhutan, da ist ein Großteil der Bevölkerung arm. Da hat aber Nermt mehr. Und es hält sich ja immer am Standard der Gesellschaft, in der ich lebe. Und man kennt es ja auch von ganz viel, je weiter in den Süden man in Italien kommt, umso länger leben die Leute, umso zufriedener sind sie eigentlich. Aber weil der Großteil weniger hat. Bei uns macht diese soziale Ungleichheit arm. Du musst da mithalten können. Also jetzt wolltest du wieder einhaken. Ja, ich glaube, ich wollte nur sagen, wirklich, das ist mir ein Anliegen, und alle Anarchoprimitivisten, oder wie heißen die, und halt an die ganzen Leute sagen, wir müssen jetzt eine Verelenung haben, dass es uns allen gut geht. Nein, das heißt es nicht. Also das finde ich auch ganz wichtig zu sagen. Wir müssen zurück zu der alten Gesellschaft zurück. Nein, das geht sich nicht mehr aus. Und nein, wir sind dann nicht alle glücklicher, wenn wir in einem Dorf leben, also barfuß sind und so. Brigitta? Ja, ich glaube, ich weiß, was du gemeint hast mit dem, es geht ja heutzutage, es gibt ja auch so Programme, Fit to Work oder Fit for Work, wo ich immer wieder höre, wo es wirklich auch tolle Sachen gibt, die Leistungen, die sicher wirklich auch gut zu nutzen sind, aber natürlich, dass es halt sehr viel darum geht, Leute dahin zu bringen, dass sie eben in dem Sinne wertvoll für die Gesellschaft sind, dass sie möglichst viel arbeiten können, aber gleichzeitig, es gibt ganz viele Studien, die belegen, welche Folgen Armut hat schon von Kind an und das ja auch immer das Interessante ist, dass eigentlich, also selbst wenn man sich das in dieser ökonomischen Nutzungslogik anschaut, also so wie das jetzt gemacht wird, spricht ja auch gegen jegliche ökonomische und wissenschaftliche Evidenz, weil da wird ja zum Beispiel dann manchmal auch ausgerechnet, welchen ökonomischen Wert zum Beispiel irgendeine kostenlose, niederschwellige Gesundheitsleistung für Kinder hat, was dann natürlich ein riesiger Wert ist. Und wie kann man dann eigentlich innerhalb dieser ökonomischen Optimierungslogik so etwas genau ablehnen? Also das sind gerade dann auch konservative Parteien, die ja so gern die Wirtschaftlichkeit in den Vordergrund stellen, eigentlich handeln total gegen ihre eigene Logik in diesem Sinne. Jetzt habe ich überlegt, was meine Frage war und ob wir jetzt alles beantwortet haben. Oh Gott. Weil wir jetzt ein bisschen in Richtung Arbeit und Ding gegangen sind, würde ich gerne noch das Thema aufgreifen. Vati, du hast bei der Anti-Rassismus-Veranstaltung letztes Mal, kann man auf YouTube nachschauen, über das auch Grete, es tut mir wirklich leid manchmal, dass unser Bildungssystem ja auch so aufgebaut ist, dass ein Prekariat bestehen bleiben soll und wir eben Niedriglohnarbeit brauchen. bestehen bleiben soll und wir eben Niedriglohn, Arbeit brauchen. Und da würde ich jetzt fragen, wer hat eigentlich Interesse an dem, dass diese Unterschiede aufrecht bleiben? Und wie können wir da dagegen halten? Ich habe mir diese Frage vorhin ein bisschen durch den Kopf gelassen. Mein Antwort darauf ist das, auf deine Frage habe ich keine Antwort, ich rede jetzt über ganz was anderes. Nein, ich glaube das ist nicht ablösbar, weil quasi die Schule ist Teil des Gesamtsystems. Und die Schule reproduziert und ich glaube, ich halte das mittlerweile, das ist mir so die letzten Tage durch den Kopf gegangen, es gibt so dieses Versprechen, wenn wir uns alle ganz toll und tüchtig anstrengen, schaffen wir es zu was. Und das gleiche Versprechen gibt es auch in der Schule. Wenn du ganz toll und tüchtig und brav bist, dann schaffst du die Matura, dann kannst du studieren. Und das ist quasi das neoliberale Versprechen in Kleinen. Und das ist das, was den kleinen Schülerinnen und den Eltern versprochen wird. Und im Endeffekt ist das eine reine, ich habe mir das dann so ein bisschen durch den Kopf gelassen, ja natürlich sind die Lehrerinnen bemüht und ich habe mir dann auch, ich habe letztens ganz polemisch gesagt, was hat sich denn geändert in der Schule und tatsächlich, was hat sich am System Schule in den letzten 30 Jahren geändert, außer dass die Lehrer die Schüler nicht mehr schlagen dürfen. Also die Lehrerinnen und Schüler nicht mehr schlagen. Was hat sich wesentlich verändert? Mir fällt nichts ein. Also es gibt immer noch Gymnasien, gut, neue Mittelschule ist ein anderer Begriff, aber wenn Interesse bestehen würde, das Ganze aufzulösen, würde es nur eine Schule geben. Man würde kleinere Klassen haben, man würde mehr Lehrerinnen haben. Man würde die ganzen Konzepte, die seit 100 Jahren in den Schubladen liegen, wie man Schule besser gestalten kann, würde man machen. Es geht da nicht um Wissensvermittlung, sondern es geht darum, auch schon auf eine Art und Weise mal auszuüben. Und das beobachte ich schon auch als sagen, ich würde es nicht nötigen. Nein, ich würde schon etwas sagen. Es geht natürlich ums Aussehen. Weil was passiert denn, wenn alle Kinder wirklich die gleiche Bildung haben? Also die Bildung, die die Kinder brauchen. Was passiert denn wirklich, wenn wir auf einmal nur mehr top ausgebildete Fachkräfte haben? Wer macht denn dann die niedrig bezahlten Jobs? Wer stellt sich Teilzeit in den Handel? Wer steht auf der Tankstelle? Wer macht, und das ist zum Beispiel etwas, was mich irrsinnig ärgert, es gibt da eben diese berühmte Studie aus England, wo verglichen wird, welcher Job ist für die Gesellschaft am wichtigsten und welcher Job ist eigentlich so ziemlich am schädlichsten für die Gesellschaft. Und welcher wird wie bezahlt. Der Job, der am wichtigsten für die Gesellschaft ist, ist der vom Krankenhaus Reinigungspersonal. Weil wenn das nicht funktioniert, liegen immer mehr Leute, länger flach und die Wirtschaft geht. Und einer der schädlichsten Jobs, ich meine das klingt immer ein bisschen BS, aber ist der von den Steuerberatern. Weil die helfen die Leute damit, dass sie weniger Steuern an den Start zahlen. So, und wenn man jetzt überlegt, wie werden beide Jobs bezahlt? Und wir brauchen immer, also was heißt wir? Unsere Gesellschaft braucht immer diese Niedriglohnjobs. Also sie brauchen das, oder die Firmen, die davon profitieren, nicht wir. Und deswegen wollen sie auch gar nicht, dass wir wirklich eine Bildungsgleichheit haben. Wenn ich kurz erzählen darf, ich bin zum Beispiel in ein ganz Tageshauptschuh gegangen, damals hat es noch Hauptschuh geheißen, das war ein Schulversuch. Wir waren dort wirklich von sieben in der Früh bis 17.45 Uhr am Abend und ich bin in einer Gegend aufgewachsen, die in Linz sehr verschritten war. Wir waren dort wirklich von sieben in der Früh bis 17.45 Uhr am Abend. Und ich bin in einer Gegend aufgewachsen, die in Linz sehr verschritten war. Also das war das Zördorf und das war wirklich so unterste soziale Schicht. Ich meine, ich bin aus einer Beamtenfamilie gekommen, mein Vater war Polizist und den haben sie in das Viertel da reingesetzt. Aber ich bin halt auch in die Schule gegangen. Und weiß ich, und das habe ich erst jetzt die letzten Jahre, wirklich ist mir das bewusst worden, wir haben in dieser Schule gelernt, wir haben gegessen, wir haben Freizeitaktivitäten gehabt, wir haben Hausübungen gemacht, wir haben gelernt. Nähamt ist da mit den Schulsachen heimgegangen. So, was war Endeffekt? Wir haben vor ein paar Jahren wieder Klassentreffen gehabt und da waren wirklich Kinder aus den komplett unterschiedlichsten sozialen Schichten. Da waren Kinder dabei mit Eltern, die eine irrsinnige Drogen- und kriminelle Geschichte haben. Da waren Kinder von Prekärarbeitenden dabei und Kinder von Beamtinnen halt. Und alle aus unserer Klasse haben Schulabschlüsse geschafft, haben Lehrer oder Matura geschafft, weil sie nie davon abhängig waren, welche Ressourcen haben die eigenen Eltern. Und es ging relativ einfach. Man wusste noch nicht. Ich habe so ein ambivalentes Gefühl immer bei dem Thema in einer Hinsicht und zwar auf der einen Seite, es gibt ja diese ganzen Zahlen eben wie Arbeiterinnen, Kinder viel seltener, haben wir heute eh schon gesprochen, Matura machen, auf die Uni kommen und dann ist ja interessant, dass gerade auch Konservative so etwas gern vertreten,. Man muss wirklich jedes Arbeiterkind studieren und macht es doch wieder leere, macht man es wieder attraktiver und dass natürlich das Gymnasium abgeschafft werden muss und dass natürlich allen Leuten, die das wollen, ermöglicht werden muss, dass sie studieren können. Auf der anderen Seite ist ja wirklich so, dass alle anderen Bildungsformen abgewertet werden und wir haben heute vorab mal gesprochen über dieses furchtbare Wort Bildungsfern und es ist ja wirklich so, dass diverse andere, also egal ob man jetzt im außerschulischen oder außerberuflichen Kontext sich irgendwie bildet oder auch Lehrberufe ja wirklich abgewertet werden. Aber genau, wir müssen eben eigentlich genau zu so einem Bildungssystem hin, das nicht wertet und das sieht man auch wieder bei der wissenschaftlichen Evidenz, dass Gesamtschulen, also Länder, die das haben, es gibt gibt auch in europa fast nur mehr österreich und deutschland diese früher trennung haben das gymnasium absolut schädlich gehört sofort abgeschafft machten also müssen wir gleich von grundproblem bei uns in den schulen ist dass der defizit orientiert ist man ist quasi hat in in den Schulen jetzt auch darum zu schauen, was können sie nicht. Und natürlich kann man das halt, wenn man anschaut, und das meine ich gar nicht aus Kritik, sondern es ist glaube ich schon, ich meine, es gibt wenig LehrerInnen, die aus der Altersschicht kommen oder aus dem Prekariat sind, drauf gearbeitet haben, sondern der große Anteil der LehrerInnen kommen aus der bürgerlichen Mitte und natürlich haben dann AlterskinderInnen kommen aus der bürgerlichen Mitte. Und natürlich haben dann Arbeiterkinder oder Kinder aus dem Prekariat Defizite. Und das ist sehr defizitorientiert. Das geht in Richtung, man muss quasi immer versuchen, Defizite, die von einem anderen Teil der Gesellschaft konstruiert worden sind, immer dagegen anzukämpfen und zu sagen, okay, ich habe diese Defizite nicht, ich muss diese Defizite auflösen. Und ich glaube, was mir noch ein bisschen durch den Kopf gegangen ist, ist ja der umgekehrte Gedanke, das ist letztens, weil diese Frage gekommen ist, man hat ja so diese Idee, dass man sagt, okay, die Wohlhabenden schicken ihre Kinder in Schulen, vielleicht habe ich das auch gesagt, wo sie ja quasi die beste Pädagogik kriegen mit Nichten. Also ich denke mir jetzt, dass wir dann so ein bisschen der Reflexion bewusst waren, wenn man das liest, wie sich diese Elite-Schulen aufgebaut sind, also das sind Drill-Akademien, also auch dort nur werden Leute, Schülerinnen, Menschen kaputt gemacht oder halt quasi dazu gedrillt, dass sie quasi fast psychopathische Züge haben, damit sie in dieser Leistungsgesellschaft ganz oben bleiben. Und was halt nicht auffällt, ist halt das, die haben gehört. Das heißt, man geht dann halt nach in Therapie und behandelt das, oder ich weiß es jetzt nicht, das ist mir jetzt gar nicht böse, aber die fahren halt natürlich gesellschaftlich nicht ins Gewicht, weil da ein Gläser in der Decke ist, wo man gar nicht hinsieht, wie geht es denen? Also die haben natürlich Suchtproblematiken, die haben Gewaltproblematiken, nur sieht man die nicht. Und die werden auch nicht thematisiert. Und wie gesagt, man sollte auch nicht diesen Glauben haben, die Wohlhabenden haben super schöne Schulen. Also nein. Deswegen glaube ich, dass du gesagt hast, dass sie eben anders aufgebaut sind. Dass sie viel offener aufgebaut sind. Das war glaube, am letzten. Okay, gut. Schreiben wir dann dazu quasi. Bitte ja. Nein, aber jetzt da nochmal aufgegriffen ist ja das, irgendwer entscheidet eigentlich, welches Wissen wertvoll ist und welches nicht. Und wie widersprüchlich das ist, das sieht man ja, das beste Beispiel ist ja Mehrsprachigkeit bei Kindern. Ich glaube, das wird ja relativ oft eh als Beispiel genommen. Wie das super cool ist, wenn Kinder Englisch oder Französisch sprechen und Deutsch. Und mit anderen Sprachen total abgewertet wird. Und es heißt, ich muss Deutsch reden, redet sie daheim nicht Deutsch und, und, und. Und wie kann man das vielleicht auch ein bisschen sichtbarer machen, wie widersprüchlich das ist? Oder wo müsste man da ansetzen, dass das eben nicht mehr so, also, weil du jetzt auch gesagt hast, das ist so definitiv, ich soll keine Wörter wiederholen, die ich nicht sagen kann. Ich habe es auch noch einmal geschafft. Aber wie kann man sich vielleicht nicht nur auf das alles konzentrieren, was fehlt und was nicht super ist und keine Ahnung, sondern mehr auch auf die ganzen, also die Bandbreite der Kompetenzen, die Menschen haben, einfach konzentrieren. War die Frage, hat die Sinn ergeben? Doch,zen, die Menschen haben, einfach konzentrieren. War die Frage? Hat die Sinn ergeben? Doch, doch, die war komplett sinnvoll. Ich bin mir nie so sicher, wenn ich das so denke. Aber ich gebe dann eh sofort weiter, weil es eben nicht wirklich mein Bereich ist. Aber du hast jetzt gerade erwähnt, mehr auf die Kompetenzen der Menschen sich zu orientieren und das ist etwas, was mich zum Beispiel auch immer stört. Bei uns werden nach wie vor, für alles brauchst du Zeugnisse, Diplome, bla bla bla. Es geht selten darum, welche Skills hast du dir in deinem Leben angeeignet. Und unter Skills fallen für mich eben auch Sprachen. Und nichts fasziniert mich mehr als, was Menschen mehr als Deutsch und Schulenglisch kennen, sondern auch andere Sprachen reden. Weil es einfach so unglaublich genial ist für mich. Aber, ja, jetzt gebe ich weiter. Ich mag noch, falls du kurz zurückkommen, was du zuerst gesagt hast. Ich glaube, die Schwierigkeit ist auch das, dass zum zum Beispiel durch den Bologna-Prozess Jobs gibt, die vor 10, 15 Jahren, wo wir keinen akademischen Abschluss gebraucht haben, und jetzt braucht man einen akademischen Abschluss. Das heißt auch da ist es ganz schwierig. Also ich glaube das ist schon massiv mehr geworden, oder? Ja, ich glaube das schon auch mit einer zunehmenden Akademisierung, die es ja möglichst gut fördern und so. Es hebt immer die Ansprüche für alle, aber es bringt einen eigentlich individuell gar nicht voran und es sind auch nicht die Löhne damit irgendwie groß gestiegen, sondern man kann einfach einfacher irgendwelche Sachen verlangen. Man kann einfach einfacher irgendwelche Sachen verlangen und jetzt, wo sich am Arbeitsmarkt ja ein bisschen was verändert, zeitweise, es gibt noch immer noch hohe Arbeitslosigkeit, aber manchmal betrachte ich das ja fast ein bisschen mit Genuss. uni karriereberatung gehört habe so sie werden jetzt 30 schwierig schwierig ja das dass sich bei der demografischen lage vielleicht dann nicht mehr ausgeht solche kriterien aber ja insgesamt ein großes problem der wird es kurz zusammenfassen bitte korrigieren falls jetzt falsch bin das heißt anstatt, dass man geschaut hat, dass mehr Menschen Ärztinnen werden, hat man gesagt, jetzt müssen alle Krankenschwestern akademisiert sein, damit wir die Quote heben. Ja, so ein bisschen. So habe ich es noch nie gesehen. Ich weiß nicht, wie es euch geht. Mein Kopf ist schon relativ voll. Obwohl ich noch gerne weiter plaudern würde. Aber ich würde vielleicht zur letzten... Oh, da ist noch etwas vom... Okay, der Plan. Ich sage euch jetzt den Plan des Abends. Da ist jetzt noch eine Publik-Schlussfrage gekommen und dann hätte ich gerne noch eine letzte Frage an euch und ich glaube dann lassen wir unseren Kopf wieder auslüften. Was könnt ihr empfehlen entgegen dem Individualismus, der zu Beginn angesprochen wurde, dass es einer gut geht? Kann ein Individuum tun, um kann ich tue mir so schwer beim Lesen. Ich muss mir das vorher eigentlich alleine durchlesen. Okay. Was könnt ihr empfehlen entgegen dem Individualismus, der zu Beginn angesprochen wurde? Kann ein Individuum tun, um einen positiven Beitrag gegen Klassismus zu leisten? Ich habe immer Antworten parat. Ich glaube, das ist ganz schwierig zu beantworten, weil wir sind in einer Zeit, wo der Individualismus auf allen Ebenen ganz stark vorhanden ist. Ich glaube, der wesentliche Punkt ist das, ich würde ganz klar sagen, organisieren. Das heißt, ich gehe zu einer Gewerkschaft, ich gehe wählen, ich versuche mich politisch aktiv zu machen, also ganz solche banalen Sachen und ich glaube, es geht darum, wo bin ich klassistisch, wo bin ich vom Klassismus betroffen und wie kann ich das quasi, es geht auch nicht so um einen ich tue mir auch zum Beispiel schwer, ich kenne das aus dem Anarchismus, dass die einen propagieren, Luxus für alle, aber ich darf keine Luxusartikel haben. Ich tue mir ein bisschen schwer damit. Ich denke mir, Luxus für alle ist auch etwas Subjektives und das ist auch mein Memento, mein Credo. Ich habe keine Tipps, ich wollte einfach nicht reden. also mit credo ich habe keine tipps ich wollte einfach nur ich habe da keine antwort also konkrete antwort drauf nur vielleicht informieren wirklich informieren wie man im feuer das thema gehabt haben co2 verbraucht zum, dass man wirklich kontern kann. Dass man sich ein paar Fakten zurechtlegt. Ich weiß, wie mir das gut getan hat, wenn man schnell ein paar Zeugen im Kopf hat, wo man sofort, weil es kommen dann immer die abstrusesten Zeugen entgegen, und wenn man nur ein paar Zeugen im Kopf hat und ein bisschen Wissen darüber, kann man sofort sagen, Moment, es ist aber so und so und so. Und ja, organisieren. Ich beobachte schon immer wieder, wenn man einfach auch ganz klein und zurückhaltend das Thema mal einbringt, ob in der Familie oder auch so am Arbeitsplatz, merke ich schon, jetzt irgendwie groß drehen zu können, aber es macht was mit den Leuten und ich habe schon das Gefühl, dass in Sachen Klassismus es wirklich so ist, dass viele Leute einfach sich noch zu wenig damit beschäftigt haben und dass man da schon durchaus auch noch was erreichen kann, dass es Leute gibt, die einfach das sagen, was sie schon tausendmal gehört haben und vielleicht noch nie gezwungen waren, einfach sich damit auseinanderzusetzen. Ich glaube, ich hätte vielleicht eine Bitte, die formulieren würde an Personen, die nicht armutsbetroffen sind oder gut geglaubt haben, keine Ahnung. Ich glaube, so ein bisschen dieses nicht so vieles selbstverständlich nehmen. Also ich habe ein Beispiel zum Beispiel an der Uni. Da sind wir mal beim Rauchen zusammen gestanden und da hat sich eine Person furchtbar aufgeregt, weil um halb acht die Reinigungskraft gekommen ist und das Studentenzimmer geputzt hat und das Bett gewechselt hat. Und was das nicht für eine mega Frechheit ist, dass die um die Uhrzeit kommt und ich bin so da gestanden und so, was? Der Zimmer wird geputzt? Was? Der Bettwisch wird gewechselt? Und also ich glaube schon irgendwie, es ist vielleicht gut, einfach nicht alles für selbstverständlich zu nehmen und ein bisschen zu überlegen, was für Privilegien man hat. Weil eben, das ist nur so. Ich sag euch was. Ich hab noch, Entschuldigung, manchmal vergiss ich, dass ich auf einer Bühne sitze und in der Mikrofon rede. Ich hätte gerne noch eine Frage zum Kulturbereich und muss aber dazu gleich noch einen Publikumsinput von ganz am Anfang, den haben wir jetzt bis zum Schluss aufgehoben, einwerfen. Und zwar war das, der Input war, möchte den QR-Code besonders loben, deshalb auch, weil es eine Möglichkeit für Meinungsäußerung und Teilhabe bietet. Etwas, was ich mich noch vor ein paar Jahren nicht getraut hätte, laut zu äußern. Da möchte ich mal sagen, danke. Wir finden den QR-Code auch cool. Aber es ist halt auch voll cool, wenn wir bestätigt kriegen, so quasi, dass er genauso funktioniert, wie er funktionieren soll. Nämlich, dass Leute sich einfach melden, die vielleicht eben nicht in einem Mikro reden wollen. Und sie da trauen, reinzuschreiben. Also danke für das. Aber, neben dem Positiven habe ich eine Frage. Und zwar, wir hätten ja zum Beispiel für die heutige Veranstaltung, zwar schlecht, aber ein bisschen kommuniziert, quasi, dass es so quasi gratis Einträge gibt für Personen, bei denen sie das einfach aktuell nicht leisten können oder also einfach um diese Teilhabe auch zu ermöglichen. Und ich habe irgendwie so überlegt, wie kann man, also das hat nicht gut geklappt. Unser Plan war so gewesen, die Leute können uns quasi eine Nachricht schreiben, da muss jetzt nicht eine große Erklärung drinnen sein, es können dann nur keine Karten haben und wir schreiben die Personen auf die Gästinnenliste, so quasi, dann können sie auch einfach Besuch von euch sein oder so, das war so die Überlegung, aber es hat halt nicht funktioniert und es hat sich keiner gemeldet und ich habe mir gedacht, wie kann man vielleicht einerseits da irgendwie niederschwelliger die Angebote im Kulturbereich ermöglichen, weil das eben die Personen nicht sagen müssen, ich muss mich dort melden und vielleicht muss ich dann erklären, warum ich jetzt ein Gratisticket gerne hätte. Also falls ihr da coole Tipps habt oder Best-Practice-Beispiele, wäre ich voll froh, dass wir das in Zukunft besser machen können. Und wie geht man dann mit den Gegenstimmen um, die sagen, ja, aber dann melden sie alle nur, weil sie einen gratis Eintritt haben wollen. Weil ich glaube nicht, dass das der Fall ist, so quasi. Aber man kommt immer mit dem Beispiel. Okay, viel geredet. Ihr wisst, was ich wissen wollte. Erstens einmal, Erreichbarkeit vonutsbetroffenen ist immer ein großes Thema. Wir suchen ganz oft, egal ob für Interviews zum Beispiel, also du weißt das glaube ich eher ganz gut, Medien, du findest keine. Bei Veranstaltungen genau das Gleiche. Zwei Gründe. Erstens, Armut ist Dauerstress und du weißt oft gar nicht, was rund um dich los ist. Weil du hast ja keine sozialen Kontakte, die dir das erzählen. Außer in den sozialen Medien kriegst du das vielleicht mit. Und das nächste ist, das hast du eben schon erwähnt, für mich war zum Beispiel das erste gewesen, was, da muss ich jetzt eine Mail hinschreiben, muss ich mich dann rechtfertigen, muss ich irgendeinen Nachweis bringen, wissen, wer war es dann oder dass ich die Idee bin, die sich die Karten nicht leisten können. Das waren für mich schon so, mag jetzt irre klingen, aber das waren für mich wirklich schon so, nein, Gottes Willen. Es gibt kein Best-Practice-Beispiel. Ich habe aber aus einer Gemeinde in Oberösterreich, die machen das wirklich cool, muss aber auch dazu sagen, der Bürgermeister ist dort wirklich armer, der beschäftigt sich sein Leben schon mit sozialer Ungleichheit. Die haben bei jeder Veranstaltung, egal ob im Ort die Plakate hängen, ob auf Facebook, die haben überall unten dazu geschrieben, hey und wenn ihr euch das nicht leisten könnt, kommt trotzdem her. Wir sind so viele im Ort, die einfach kein Geld haben. Ihr seid da nicht allein. Und die schreiben das wirklich im Dialekt dazu. Und immer mehr Leute gehen dort zu den Veranstaltungen. Vor allem, weil sie wissen, sie sind nicht die einzigen. sind nicht die einzigen. Und die schreiben aber dann auch vorher kurz einmal hin, ich komme vorbei. Weil sie einfach schon immer mehr wissen, es kommen immer mehr Leute, die es eben nicht leisten können. Und da gibt es oft diese Möglichkeit von, wie heißt das jetzt? Gut, der Abend ist wirklich schon lang. Wo man quasi einen Eintritt zahlt und im zweiten dann spendet. Und dann wissen die Leute immer, da liegen Eintrittskarten auf. Das heißt, die können sich einen nehmen und können einige. Ist nicht überall umsetzbar, aber ich finde es einfach eine Vollkohleidee. Danke, das waren schon gute Tipps. Ich habe mir gerade gedacht, was ist, wenn eine Person das in Anspruch nimmt, reingeht und dann drei Bier trinkt. Nein, das meine ich damit, das ist der Reflexionsansatz, nämlich, darf sie das dann? Oder… Das traust du dann nicht. Ja, oder nimmt sie dann ihr eigenes Bier mit und dann hat sie vier Bier mitgenommen und kauft nicht mehr da was. Also ich glaube, das ist nicht auflösbar, weil das ist eine Verwertungslogik. Also entweder sage ich, ich kann sagen, okay, ich mache es gratis und gehe davon aus, dass dann quasi die Leute mehr an der Bar ausgeben. Oder, ey, du hast ja Beispiele genannt, ich glaube in Linz gibt es einen Kulturpass. Man versucht, man doktet an solchen Institutionen an, dass man sagt, wenn jemand so etwas hat, einfach vorweisen, da kommst du rein. Darf ich zu dem kurz was sagen? Super tolle Sache. Da war ich aber schon drei Jahre extrem aktivistisch unterwegs in Sachen Armut und habe nach drei Jahren den Kulturpass kennengelernt. Der ist bei uns in der Umgebung, der ist mir nicht einmal auf einer Beratungsstelle erklärt worden. Arme Menschen müssen leiden, die dürfen keine Kultur genießen. Wozu? Ich glaube, ich finde zum Beispiel ein gutes Beispiel, und das ist jetzt ein bisschen aufzumachen, was der Spam gemacht hat, der die Konzerte da macht. Armut ist nichts Erwachsenes. Er hat einfach gesagt, alle unter 18, ich glaube nicht, ob das jetzt so ist, dürfen gratis auf die Konzerte rein. Und das heißt, die zeigen nur einen Ausweis. Und natürlich sind Schülerinnen nicht wohlhabend. Ich glaube, ich habe das als eine coole Idee gefunden, nämlich auch zu sagen, wenn man von Armen redet, redet man von Kindern oder halt quasi von Erwachsenen, wie kann man die rein und dann denkt man, ja Schülerinnen genauso, also man kann ja eine Altersgrenze setzen und sagen, komm rein. Darf ich da kurz einhaken und sagen, wir sind auch so cool, weil bei uns ist auch das ist ein Plakat oben gestanden, weil es kurz in einem Button passt, dass unter 18 Grad das Eintritt ist. Cool. Nice. Eine Frage, ich habe jetzt währenddessen eine Idee gehabt. Was hältst du von der Idee oder ist das zu kompliziert? So quasi, wenn ich das auf Social Media, wenn wir das bewerben, dann gibt es ja zum Beispiel immer schon diesen Link zum, man kann schon Fragen einwerfen und so. Und man kann ja ein Formular, also so quasi wie das Google-Formular machen, wo sich Personen quasi für die Gästinnenliste eintragen können. Und sie können ja dafür einen Fantasienumnehmer. Das wäre ja vielleicht auch leichter für die Personen. Weil da muss man nicht wo hinschreiben, sondern ich klicke den Link an und schreibe ein, ich weiß nicht, Einhorn Arabella oder ich schreibe ich bin in meinem Witz ausgestimmt an der Kasse weiß man es ja dann trotzdem ja genau, und da stehen dann einfach diese Namen und man sagt halt ja ich kann ja sagen, ich heiße Laura Müller so quasi eine relativ einfache Methode ist wirklich mit diesem, zahl zwar, aber da muss man halt willkommen sein, der das zahlt. Ja, das lässt sich meistens relativ gut finden. Also da haben wir schon einige Veranstaltungen gehabt, wo das super funktioniert hat. Wir werden es einfach testen, das nächste Mal. Menschen, habt ihr noch irgendwas Wichtiges, was euch am herz brennt was sehr gerne abschließend sagen wollen würde satz alle müde und leer und bereit fürs bett fertig hat also sehr druck und bereit hey stopp was haltet ihr in dem Zusammenhang von Eintritt mit Spendenempfehlung dazu fühlt, dass zum Beispiel Studierende mit gar nicht so wenig Kohle mit einem großen Selbstverständnis sagen, naja, ich habe das Monat schon so viel ausgeben, deswegen zahle ich wenig und gerade Leute, die wenig Kohle haben, sich total schlecht fühlen, wenn sie nicht viel mehr geben und von daher ist das, habe ich schon von vielen gehört, als empirisch bestätigt sozusagen, dass das kein sehr gutes Konzept ist aus Klassensicht. Jetzt sind wir wieder bei Schamlosigkeit. Okay, danke für den Input aus dem Publikum, danke für den Input von euch noch. Ihr Lieben, wenn ich das so sagen darf, es war total nett, es war total viel. Wenn die Energie reichen wird, war ich dafür, dass wir nur drei Stunden weiterreden. Themen gab es auf jeden Fall genug, aber vielleicht wiederholen wir diesen Abend einfach. Ich möchte ja Danke sagen an das Publikum, aber ich möchte natürlich auch ein extrem großes Danke sagen an euch, dass ihr da wart, dass ihr eure Gehirne da gearbeitet habt und ihr tolle Sachen gesagt habt. Und es hat mich voll gefreut. Es war mir ein inneres Blumenpflücken. Und jetzt bitte einen großen Applaus für jeden von euch. Dann darf ich aufstellen. Musik.