Thank you. CINEMATIC MUSIC © BF-WATCH TV 2021 ¦ CINEMATIC MUSIC 🎵 Thank you. Applaus Jetzt haben wir jetzt nicht diese Betroffenen in der Kamera umzupassen. Tut Scheiß. Das wäre ein guter Weg. Könnte man probieren. Klar. 🎵 🎵 La la la la la la la la la la la la la la la la la la la la la la la la la la la la la la la la la la la la la la la la la la la la la la la la la la la la la la la la la la la la la la la la la la la la la la la la la la la la la la la la la la la la la la la la la la la la la la la la la la la la la la la la la la la la la la la la la la la la la la la la la la la la la la la la la la la la la la la la la la la la la la la la la la la la la la la la la la la la la la la la la la la la la la la la la la la la la la la la la la la la la la la la la la la la la la la la la la la la la la la la la la la la la la la la la la la la la la la la la la la la la la la la la la la la la la la la la la la la la la la la la la la la la la la la la la la la la la la la la la la la la la la la la la la la la la la la la la la la la la la la la la la la la la la la la la la la la la la la la la la la la la la la la la la la la la la la la la la la la la la la la la la la la la la la la la la la la la la la la la la la la la la la la la la la la la la la la la la la la la la la la la la la la la la la la la la la la la la la la la la la la la la la la la la la la la la la la la la la la la la la la la la la la la la la la la la la la la la la la la la la la la la la la la la la la la la la la la la la la la la la la la la la...... Thank you.... ¦ ¦ © BF-WATCH TV 2021 ¦... M. ¦... A. Musik Applaus Danke. Damit ich euch unter Kontrolle habe. So, ich glaube, ich bin schon zu hören. Dann können wir auch gleich starten. Einen schönen guten Abend wünsche ich allen bei diesem außergewöhnlichen Kepler-Salon. Er hat wirklich sehr speziell begonnen. Jetzt sind Sie ehrlich, wer hätte jetzt gerne noch ein Konzert die nächsten eineinhalb Stunden gehabt? Ja, es gibt schon erste Fans für diese Kombination von Rektor Martin Rummel, Violoncello und Norbert Travöger an der Flöte. Eine schöne Kombination. Bruckner war da jetzt aber nicht dabei, oder irre ich? Also, der Mozart-Oper lässt sich ja ganz offensichtlich auf zwei Stimmen unterreduzieren. Bei der Bruckner-Sinfonie, glaube ich, täte man es da schwerer. Also, Bruckner auf zwei Stimmen geht nicht. Gibt es von Bruckner überhaupt nichts, was so für eine kleine Besetzung ist? Wir haben jetzt zuletzt es gibt für den Bruckner Sieben eine Fassung für zehn Musikerinnen vom Schönbergkreis. Allerdings mit Harmonium und mit vierhändigem Klavier, mit fünf Streichern, Klarinette und Horn. Also das ist dann schon irgendwie, da fehlt nichts an Harmonie. Aber sehr faszinierend, weil wir haben das letzten Mittwoch, also das Musikerinnen von Bruckner in der Akademie der Wissenschaften gespielt. Das geht schon, aber in zwei Stimmen glaube ich, würden wir uns ein bisschen schwer tun. So manche Themen könnten wir schaffen. Also hat der Bruckner überhaupt keine kleinen Formen komponiert? Es gibt, doch, doch. Es gibt ein paar Klavierstücke. Also hat der Bruckner überhaupt keine kleinen Formen komponiert? Doch, doch. Es gibt ein paar Klavierstücke. Eines sehr berühmt, 1868, die Erinnerung. Jeder, der in Bruckner Haus in den mittleren Saal geht, die ersten zwei Takte sind aus der Erinnerung. Ein Klavierstück, das er natürlich für eine Schülerin komponiert hat. Die er dann wahrscheinlich heiraten wollte, oder? Wahrscheinlich. Ist anzunehmen. Und es gibt, das finde ich sehr zauberhaft, das ist ein Drei-Minuten-Stück. Ist wirklich ein sehr zauberhaftes Stück. Alles andere sind so ein bisschen frühe Fantasien und Steiermerker. Und natürlich nicht zu vergessen als Studienwerk das Streichquartett. Aber allerdings, das war eine Aufgabe bei Simon Sechter und dann sehr zentral das Streichquintett, das der Helmesberger in Auftrag gegeben hat, das ist schon in der Wiener Zeit, das schon ausgewachsen ist, aber sonst braucht man natürlich schon so 80 bis 100 Leute, um seine Musik zu vermitteln. Also klein hat er es nicht gegeben. Herr Rummel, wie ist Bruckner für einen Cellisten? Ist das eine Herausforderung oder ist das easygoing? Naja, das Streichwindet ist eine Herausforderung. Das ist, glaube ich, für das ganze Ensemble eine Herausforderung. In den Orchesterstimmen, also da kann ich nur vom Zuhören sprechen, die Erfahrung habe ich nicht, das im Orchester gespielt zu haben. Aber man braucht Stamina, weil wenn man da stundenlang tremulieren muss... Also geht man vorher besser ins Fitnessstudio, Handel heben und so. Wie trainiert man das? Naja, einfach, man muss fit sein. Also üben hilft entgegen der Landläufigen. Das ist wahrscheinlich etwas, was Sie Ihren Studenten auch zu vermitteln versuchen. Ja. Und wie kommt die Botschaft an? Unterschiedlich. Ich habe es ja noch gar nicht vorgestellt, aber ich gehe jetzt einmal davon aus, sehr viele unserer Gäste werden Sie kennen, Martin Rommel, nicht nur Cellist und als Cellist auch mit zahlreichen Aufnahmen in der Zwischenzeit vertreten, sondern auch Rektor der Anton-Bruckner-Privatuniversität und heute auch deswegen hier, weil diese Universität ihr 20-jährena Hahn-Obertaler und Gerd Obermüller, die auch hier heute zu Gast sind. 20 Stimmen, Professorinnen, Professoren, Lehrende, Lehrende der Anton-Bruckner-Privatuniversität, die Studierende, Absolventinnen, die zu dem, was sie über Kunst, über Vermittlung, was sie über die Spezifika dieser Universität und die Auswirkungen auf ihr Leben, auf die Gesellschaft zu sagen haben, sprechen. Und Norbert Travöger, der, glaube ich, von sehr vielen Hüten heute den Bruckner-Hut auf hat, und zwar den Intendanten der Kulturexpo Anton Bruckner 2024, die ja schon voll im Gange ist, da werden wir ja darauf noch zu sprechen kommen, der ebenfalls ein Buch veröffentlicht hat, Norbert Travöger. Aber ist gar nicht so falsch, weil Sie sehen, da sieht man den Norbert Ravöger ein halbes, nicht einmal ein halbes Gesicht, der Bruckner ist ein Zweidrittelgesicht. Bruckner-Journal einer Leidenschaft, darüber werden wir auch noch ein bisschen reden. Aber fangen wir vielleicht, ja. Ich wollte nur persönlich sagen, es ist wunderschön, dass ich heute hier zu Gast sein darf. Der Kepler Salon ist mir ja wirklich ans Herz gewachsen. Und das ist halt ein bisschen so wie Heimkommen ins Elternhaus, wenn man gerne nach Hause kommt und man kennt sozusagen jedes Eck und man war doch eine Zeit lang weg. Erstens danke ich für die Einladung und zweitens möchte ich auch sagen, es macht mich sehr glücklich, wie der Salon lebendig ist. Cornelia, wie dieser unverwechselbare Raum, den wir hier in der Stadt haben, weiter vibriert. Das finde ich ganz großartig. Dank Rektor Koch, sozusagen der JKU, dass dieser Raum wirklich weiter schwingt, gerade in diesen Tagen. Und das habe ich auch immer gesagt, wo Menschen zusammenkommen, im Gespräch sind. Das muss ich einfach persönlich sagen. Danke dafür. Ich freue mich sehr. Beginnen wir vielleicht doch mit der Anton-Bruckner-Privatuniversität. 20 Jahre, das klingt jetzt ein bisschen wenig, ist aber eigentlich sozusagen nur die halbe Geschichte, weil es nur um den Titel einer Universität geht oder um die Institution Universität. In dem Buch gibt es ja auch ein Kapitel, wo die Geschichte aufgerollt wird und da sieht man ja, dass tatsächlich Bruckner von Anfang an involviert ist in das, was später Bruckner Universität wird. Ja, also er als Person jetzt vielleicht nicht, weil er hat ja bekanntermaßen abgelehnt, die Vor-Vor-Vorgänger-Institution zu leiten. Aber der Musikverein, der dann diese Musikschule gegründet hat, die ja dann zunächst auch eine Orchesterschule sein sollte, also in der Zwischenkriegszeit, der hat natürlich sich auch der Pflege der Werke Bruckners verschrieben gehabt. Und dadurch war das natürlich omnipräsent und besonders der Kehldorfer in der Zwischenkriegszeit und dann auch Nachkriegszeit hat da ja sehr viel dazu beigetragen. viel dazu beigetragen. Und als dann das Konservatorium wirklich gegründet wurde, also aus dieser Musikschule ein Konservatorium werden sollte, was das Land dann getragen hat, das war 1932, hat man eben gesagt, man nimmt den Namen Bruckner als Leitbild und auch um seiner Person damit ein Denkmal zu setzen für Oberösterreich. seiner Person damit ein Denkmal zu setzen für Oberösterreich. Und das hat sich dann, als das Öffentlichkeitsrecht gekommen ist, 1935, eben wirklich manifestiert. Und natürlich war es dann logisch, dass bei der Umwandlung des Konservatoriums zur Universität man jetzt den Bruckner nicht über Bord wirft. Im Gegenteil, man hat ihm dann noch den Vornamen dazugegeben. Ist die Bruckner Universität eigentlich, wenn man es international betrachtet, so die prominenteste Werbefaktor für Bruckner weltweit? Es kommt darauf an, wenn Sie fragen. Ich gehe jetzt ein bisschen darauf, dass doch sehr viele Studierende mittlerweile aus der ganzen Welt kommen und da ist ja die Frage, ist dieser Name Bruckner auch ein Zugpferd, also etwas, das auch eine Rolle spielt, worum man kommt? Naja, also ich glaube jetzt nicht, dass jemand zu uns kommt, weil wir Anton Bruckner Universität heißen. Aber was es natürlich tut, ist, und ich glaube, das ist das Wesentliche, man muss das ja auf eine Metaebene heben, den Namensgeber einer Universität. Also ob das jetzt Mahler Uni oder Mozarteum oder Bruckner-Uni oder Franz Liszt in Weimar oder, oder, oder. Also wie viele Hochschulen gibt es, wo ein Komponist sozusagen Namensgeber ist. Das halte ich schon insoweit für wichtig, als es doch zumindest eine bestimmte Geisteshaltung mitgeben kann, über die man immer wieder auch hausintern diskutieren soll und muss, finde ich fast. Was bedeutet eigentlich das für uns, den Namen zu tragen? Haben Sie darauf eine Antwort, die Sie uns auch erzählen können? Im Falle Bruckners glaube ich, dass einfach natürlich das nach vorne gerichtet sein ganz wesentlich ist. Also im Sinne von zu öffnen, das Wort Vision fällt leider immer wieder sehr oft, das muss man, glaube ich, ja auch erklären, im Sinne von, das ist jetzt nicht irgendwelche ehrgeistigen Spinnereien entwickeln, sondern wirklich zu sagen, wo kann ich den Horizont öffnen, wo geht es hin, wo noch keiner gewesen ist. Und das ist, glaube ich, etwas, was einer Universität sehr gut ansteht, zu sagen, wir gehen auf Unbekanntes der Reihe, weil das, was wir kennen, wissen wir eh schon. Ich habe deiner Vorgängerin einmal gesagt, ich finde es so schön, dass die Bruckner Uni Bruckner Uni heißt, natürlich, weil es sozusagen der große Klangsohn des Landes ist, aber als ewig Lernender der Bruckner war, als einer, der sozusagen den Zweifel geliebt hat und um weiter zu stud war, als einer, der sozusagen den Zweifel geliebt hat, um weiter zu studieren, und als einer, der eigentlich 35 Jahre, dreieinhalb Jahrzehnte seines Lebens wirklich studiert hat. Wenn ich annehme, dass er mit sechs Jahren den ersten Unterricht bei seinem Vater an der Ansfeldner Orgel bekam, dann hat er dreieinhalb Jahrzehnte immer beim nächstbesten Lehrer, den er so unterklängt hat, auf gut und gut österreichisch, studiert. Ob das jetzt sozusagen hier natürlich an der Präparatie, weil wir sehr nahe sind, bei Thürnberger war, vorher natürlich in St. Florian, bei Kattinger, der Beethoven, der Orgel war dort Organist, nur dass wir sozusagen ein bisschen die Koordinaten auch haben. Oder dann, wo er dann täglich bis zu zweimal von Gronsdorf nach Enz gegangen ist und da war ein Weg zweieinhalb Stunden. Und da ist er manchmal zweimal hin und her, weil er die Dienste in Gronsdorf gespielt hat, beim Zinetti. Und letztlich dann der Fernunterricht als Domorganist bei Sechter, wo er dann mit dem Donau abwärts sozusagen neun Stunden und zurück 55 Stunden gebraucht hat. Und dann sozusagen mit über 40 Jahren noch bei Kitzler, dann ist er sozusagen einer, der unglaublich studiert hat. Und ich meine, du wirst mir wahrscheinlich recht geben, vom Handwerk her, vom Kompositionswissen und Handwerk her, ist er wahrscheinlich einer der umfassendsten Gebilde des 19. Jahrhunderts. Kommt nur noch der Brahms dran wahrscheinlich. Bis zum Schluss, darum finde ich immer so wahnsinnig schön, dass eine Uni, einen besseren Namen kann man ja gar nicht haben. Ich glaube sowieso, wenn man da schon dabei ist, ich glaube, das Allerfatalste, ich sage das auch immer in so akademischen Konferenzen, der fatalste Irrtum einer Universität ist die Erfindung des Wortes Abschlussprüfung. Also das ist, wenn wir das vielleicht irgendwann über Bord werfen könnten, glaube ich, ging es uns allen viel besser. Zwischen Abschlussprüfung. Ja, Startloch. Die Studierenden müssen sich ja, denke ich, so wie Bruckner, auch einer ständigen Kritik unterziehen. Ja, nicht nur die Studierenden. Naja, bleiben wir mal kurz bei den Studierenden. Also weil wir jetzt gerade bei Bruckner sind. Bruckner Lernen bedingt ja immer auch, sich Zweifeln auszusetzen, etwas noch nicht zu wissen, zu reflektieren, Instrumente zu lernen, heißt, dass man ja ständig an den Schwächen auch weiter arbeitet. Ist das eine typische Musikerkultur, dass man so... Wenn das eine allgemeine Kultur wäre, also für uns ist es halt unabdingbar, weil diese Reflexion, sich selbst zu erkennen, was man da tut und wie man das weiterentwickeln kann und wie man einfach sicher sein kann, dass in dem Moment, wo man irgendwas ausdrücken will, das dann auch wirklich rauskommt und es nicht verunfallt, weil einem zum Beispiel das Handwerk fehlt oder wirklich das ausgefeilte Formulieren im künstlerischen Ausdruck. Das geht ja jetzt nicht nur in der Musik, das ist ja in unseren anderen Disziplinen, sei das jetzt Tanz oder Schauspiel, auch so. Also wenn ich eine Figur verkörpern muss, dann muss ich ja auch die Emotionswelt und die Gedankenwelt dieser Figur nachdenken. Aber es ist schon, finde ich, ein Spezifikum einer künstlerischen oder musischen Ausbildung. Also ich habe Just studiert, ich habe mich nie selbst reflektieren müssen. Ich habe nur schauen müssen, ob ich die Gesetze verstanden habe und das auch entsprechend. Aber zum Beispiel bei Sportlern ist es auch so, nicht? Also wenn ich eine bestimmte Weitsprung oder so irgendwas, da muss ich auch so lange an den Details fallen, bis ich dann wirklich genau auf den Punkt abspringe und genau weiß, wo ich da lande. Und jeder halbe Zentimeter, den ich im Laufe der Zeit dazukriege, zählt. Und so ist es bei uns in Wahrheit auch. Ist Bruckner für Studierende heutiger Tage von seinem Lebensbild und von dem, was Norbert jetzt gerade gesagt hat, hat das noch irgendeinen Animo, also dass man sich da noch etwas heraus... Ich glaube, ja. Jetzt nicht für alle. Das ist ja mit allen Künstlerpersönlichkeiten so. Manche fühlen sich zu dem einen hingezogen, die anderen zu wem anderen. Manche entdecken ihn früh. Wir lesen das in Norberts Buch sehr früh. Und manche anderen, so war es bei mir, dann erst viel später. Und dadurch entwickelt man natürlich auch andere Beziehungen zu bestimmten Komponisten, je nachdem wann und wie man sie entdeckt. Aber ich glaube schon, und deswegen ist es letztendlich schon auch wichtig, dass in Universitäten ein bestimmter Kanon auch durchexerziert wird, egal wie man diesen Kanon jetzt definiert. Das ist eine große Frage, die machen wir jetzt da vielleicht nicht auf. Aber dass es immer wieder zu so Schlüsselentdeckungsmomenten im Leben von Studierenden kommen muss, dass man bestimmte Werke, bestimmte Komponisten für sich wie einen Blitzschlag entdeckt. Also das glaube ich schon. Für mich war so ein Erlebnis einmal im Studentenorchester in Köln, Sackre mit 19, mit einem wahnsinnig guten Dirigenten in einer sehr guten Hochschule, wo wirklich viele unglaublich tolle Leute studiert haben und das hat, das werde ich nie vergessen. Das war dann eine Initiale, wofür? Da hat man einfach dann einen Bezug zu dem Komponisten, zu dem Werk, wie man anders nie erlebt, wenn man da mal als 19-Jähriger in so ein Orchesterapparat von 120 Leuten reingeschmissen wird und da kracht es einmal richtig mit diesem Stück. die du, glaube ich, jetzt anlässlich des Bruckner-Jahres schon öfter erzählen durftest, mit dem Schallplattenschrank deines Vaters und Bruckners Vierte, die du da irgendwie entdeckt hast. Ist das tatsächlich so lebensbestimmend für dich geworden, diese Leidenschaft? Ja, die Musik an sich schon, wobei ich immer sagen muss, ich bin in einem Musikhaushalt groß geworden, das darf man nicht vergessen. Also Musik hat von Beginn an, also wahrscheinlich schon in der Schwangerschaft, eine Rolle gespielt und mich umgeben. Aber natürlich dann mit sieben, acht Jahren den Schallplattenschrank meines Vaters durchforstend, ist diese Bruckner 4. Und das war ja auch noch ein haptischer Vorgang, nicht? Aus zwei Hüllen rausgeben, auf die Platte legen und so. Das bedurfte ja allein dieser Vorgang, können wir uns ja heute fast nicht mehr vorstellen, weil wir drücken ein paar Knöpfe und wechseln. Und für mich war das, und das ist natürlich, ich spreche natürlich jetzt als über 50-Jähriger retrospektiv, aber für mich war das wirklich wie das Entdecken einer Höhle. Und ich bin am Land aufgewachsen und wir haben auch Höhlen entdeckt. Also ich habe auch Höhlen entdeckt. Aber es ist irgendwie, und es ist halt so, wenn man etwas ergreift, dann ergreift es einen. Es gibt ja keine Überlegung dahinter. Und das hat mich schon ergriffen und hat sich sozusagen auf den Weg gemacht, eine Sonderleidenschaft zu sein und zu werden und immer wieder zu werden. Die Sonderleidenschaft ist jetzt Bruckner? In diesem Jahr entkomme ich ihn natürlich nicht, aber ich habe heute auch... Du hast dich selbst angezettelt mit dem Bruckner-Jahr. Ich will dem ja auch gar nicht entkommen, aber auch lustig sozusagen im Lebensweg retrospektiv zu bemerken, ach, ich hatte ja bei der Matura-Frage auch, Wolfgang Mayrhofer hat mich geprüft, Bruckner 7, und kam nicht mehr zum Zwischenfragen, weil ich sozusagen so entfahrt war, dass der Direktor bei der Matura-Rede meine Matura erwähnt hat, dass der Lehrer nicht mehr fragen konnte, weil ich so in Fahrt war. Das können wir uns heute gar nicht mehr vorstellen. Nein, er ist heute ganz anders. Das ist halt... Aber so ist halt ein Thema, weil man über etwas staunt. Und ich glaube, das ist ja sozusagen, da sind wir auch in der Kunst, sehr früh wird man von etwas gefangen und muss dann sozusagen eigentlich eine Entscheidung treffen, wenn man das beruflich einschlägt, auch sehr früh, weil eine gewisse Virtuosität, Akrobatik natürlich ist eine Kindheitsentscheidung. Wir haben alle stundenlang geübt, sehr früh, bis dann natürlich irgendwie mehr oder weniger früh klar war, man wird Berufsmusiker. Und dann musst du eigentlich ein ganzes Leben lang fit bleiben. Also ich staune ja immer über meine Musikerinnen und Musiker, auch in Bruckner heißt er, über vier Jahrzehnte auch ein Kollektiv, wo die jungen Nachkommen zum Teil viel virtuoser sind, wo die Qualität steigt, die mentale Ebene, die Stellen, die schwer sind, bleiben ein Leben lang schwer oder werden wieder schwer in späteren Jahren. Virtuose auf dem Instrument zu sein, auch auf der körperlichen Ebene, das ist ja sozusagen schon eine Entscheidung. Beim Sport ist dann irgendwann mit 30 oder 35 Schluss. Aber das ist ja eine ähnliche Situation. Darum werde ich immer so ein bisschen nervös wenn man sagt, das Hobby zum Beruf machen ich weiß nicht, ein Hobby so ausüben in diesem exzessiven dafür ist ein gewisser Exzess Hingabe, eine Verausgabung und das ist glaube ich der Punkt notwendig, wo sich in dieser Verausgabung, wo wir Handgriffe lernen, aber auch von Anfang an wahnsinnig viel Persönliches, weil es ist ja unsere Stimme, die wir da hineinlegen. Darum glaube ich, auch mit der Kritik, das ist ja wahnsinnig verletzlich. Wie wenn man sagt, deine Stimme klingt nicht schön. Ich weiß das selber, einen durchaus leidvollen Studienweg dazwischen gehabt. Aber sich da auszubilden und sozusagen auch im beruflichen Kontext ist ja... Darf ich dann noch eine Facette? Ich bin ja nicht Musikerin, damit ich mir das vorstellen kann. Jetzt reden wir gerade über dieses Thema, was man selbst als Musiker trainiert, wie man sich das aneignet, wie man umgeht. Und dann hat man ja, außer man ist Jazzmusiker oder improvisiert gerade, Und dann hat man ja, außer man ist Jazzmusiker oder improvisiert gerade, Notenmaterial eines Menschen, der das schon sozusagen vorgedacht hat, der auch einen solchen Prozess durchgemacht hat. Und jetzt müssen sich ja die Person und diese Idee irgendwie finden. Wie geht dieser Ernährungsprozess vor sich? Ich kann da nur aus meiner Erfahrung sprechen, sehr unterschiedlich. Und auch in verschiedenen Stadien im Leben wird es immer unterschiedlicher. Also heutzutage, was ich mir vor 30 Jahren überhaupt nicht hätte vorstellen können, heutzutage zu Hause übe ich mit dem Hoteldämpfer. Mit dem Hoteldämpfer? Also wo dann wirklich kaum noch was überbleibt von Ton. Weil ich muss ja nicht für die Musik üben, sondern üben durch die Töne. Also dass das einfach funktioniert. Weil die Werke, die ich seit 30 Jahren spiele, da habe ich eher Vorstellungen, wie es geht. Da muss ich nur schauen, dass ich das dann immer wieder abliefern kann. Bei anderen, da will ich es auch gar nicht so oft hören, weil es mir dann auf die Nerven geht. Also da will ich gar nicht jedes Mal mich ergießen. Zum Beispiel auch, ich spiele ja doch immer noch leicht wahnsinnig ab und zu alle sechs Bachsviten an einem Abend. Und dass man da keine gedanklichen oder konzentrations- oder physischen Hänger hat, mache ich zum Beispiel als Test auch immer, spiele ich einmal mit laufendem Fernseher, damit ich nicht zuhören muss. Einfach um sicher zu sein, dass wenn mein Hirn irgendwie wegdriftet, es geht noch. Natürlich soll das nicht sein, aber in einem zweieinhalb Stunden Konzert, wo man halt, da kann es schon einmal passieren, dass eine Sekunde irgendwo nicht ganz da ist. Und dann muss ich sicher sein, dass es trotzdem weitergeht, weil wenn man an der Bachswit aufhört, wird es sehr still. Es ist schwierig wieder zum Reinkommen. Naja, man kommt schon wieder rein. Aber das sollte halt tunlichst nicht passieren. Aber ich habe ein bisschen gemeint, diese Ebene sozusagen. Nein, aber das waren jetzt die zwei mechanischen Dinge. Aber wenn man was neu lernt, dann glaube ich, sind das ja eben genau diese zwei Ebenen. Und das ist ja auch anders als jetzt bei einem 17- oder 18- oder 20-Jährigen, der sich viele Stücke dann das erste Mal erkämpfen muss. gelernt, kann man ja lesen und hat sozusagen eine musikalische Vorstellung dann doch oft sehr schnell einfach schon bevor die Finger sie haben. Und letztendlich muss man dann schauen, dass die Mechanik also es mir geht so, dass die Mechanik dann dem Kopf und dem Gefühl nachkommt und dass das ausdrücken kann, was man eigentlich da jetzt vorhat. Und der Feinschliff, das ist dann das allerletücken kann, was man eigentlich da jetzt vorhat. Und der Feinschliff, das ist dann das allerletzte bisschen, was dann noch kommt, mit wirklich zuhören und sagen, oh, man könnte eigentlich hier. Aber ist nicht so, also ich denke, wenn ich es jetzt vergleiche mit Literatur und ich bin jetzt eine Lesende, es gibt Autorinnen und Autoren, da kann man rasch einklicken und hat das Gefühl, ich kann dem jetzt schnell auch gut folgen oder wir finden eine gemeinsame Ebene irgendwo. Und bei anderen, das ist wie ein experimentelles Puzzle-Bild anzuschauen oder zu lesen. Wie macht man das als Musiker, wenn ich möglicherweise keinen Zugang finde zu einem Komponisten oder einer Komponistin? Ich glaube, was sehr hilft, ist, wenn man sich in eine Situation bringt, wo man nicht mehr muss. Weil dann kann man einfach irgendwann sagen, das will ich jetzt nicht spielen. Also das gibt es schon immer wieder, dass man auch einmal Musik hört, wo man sagt, das ist wahnsinnig intensiv, aber da spricht jemand auf so eine Helle zu mir. dass man auch einmal Musik hört, wo man sagt, das ist wahnsinnig intensiv, aber da spricht jemand auf so eine Helle zu mir. Also wo ich schon begreife, das hat irgendwas, aber das kommt einfach da nicht an. Und das, also ich bin jetzt zumindest einmal in der glücklichen Situation, ich muss eigentlich, müsste ich gar nicht spielen. Wirklich als irisch Studierenden, oder? Ja, ja, eh. Aber ich glaube, das ist natürlich sehr privilegiert, dass man irgendwann sagen kann, das will ich spielen, das will ich nicht spielen, weil wenn es mal nichts gibt, muss ich nicht. entwickelt hat, Hürden zu überkommen und eine gewisse Ausdauer zu entwickeln und auch eine Resilienz gegen künstlerische Niederschläge und Einschläge, die man natürlich erleidet im Laufe eines solchen Studiums, dann hat man auch irgendwann die Tools dazu, dass man sagt, das verstehe ich jetzt alles nicht, aber dann werde ich da jetzt so lange dran herumkauen, bis ich es verstehe. Du hast das Entscheidende gesagt, das Lesen lernen. Man muss natürlich sozusagen diese Notenköpfe auch lesen lernen und wissen, dass bei Debussy ein Portato-Strich was anderes heißt, wie bei Mozart. Und das ist ja ein Code, den wir auch lesen lernen müssen, weil letztendlich geht die Notenschrift auf Guido von Arezzo zurück 800 nach Christus mit allen Modifikationen, die es dann gibt, aber in dieser, also wenn wir die herkömmliche Notenschrift, es gibt ja auch grafische Notationen anderer Art, ist ja das sozusagen eine jahrhundertelange Geschichte. Aber ich muss natürlich wissen, in welchem Kontext, was heißt dieser Keil, was heißt das, abgesehen vom harmonischen Verlauf, was heißt eine Aufführungspraxis, das ist ein langer Prozess, weil gerade Nicolas Anancourt auch an der Bruckner-Universität eine große Rolle mit dem fantastischen Forschungszentrum spielt, hat ja da gerade aus Barock, Klassik bis zu Schubert hinein vieles geleistet, um auch zu entstauben und sagt, lernt einmal lesen, sage ich jetzt salopp, in welchem Kontext, nicht nur im Pathos, das zu musizieren, wie das funktioniert, sondern was steht da drinnen, in welchem Kontext steht das, wie hat man auf historischen Instrumenten dieses in Gang, wo wir sozusagen auf modernen Instrumenten auch Erfahrungen, und wo die Musik dann vielleicht ein anderes Gesicht, Wahrheit ist in der Kunst sowieso immer ein schwieriges Thema, da gibt es viele Wahrheiten, aber das haben Kunstwerke an sich. Wenn es nur eine Wahrheit gäbe, dann ist es sicher kein Kunstwerk, das kann ich garantiert sagen. Und es geht aber auch dieses Freizulegen und dieses Lesen lernen und das sozusagen umzusetzen in Seele, Körper, Herz und im Dialog mit einem Publikum, was ja sehr wesentlich mitspielt in den Konzerten, das umfasst einfach viele Erfahrungen. Wir sollten schon noch ein bisschen bei Bruckner auch bleiben. Wir sind mittendrin, wir sind bei Bruckner. Nämlich beim Buch von Norbert Travöger würde ich noch ganz gerne bleiben. Du hast, ich habe mir witzigerweise versprochen da am Anfang, mich würde interessieren, welchen Anteil an deinem Lebensweg, so wie er geworden ist, hat Bruckner? Bruckner an sich, das könnte ich jetzt nicht festmachen, aber das Wunder der Musik, das ganz bestimmt. Mit Musik, auch meine Begeisterung darüber, sehr früh entfacht zu haben, auch natürlich in diesem, ich empfinde das als Privileg sozusagen, auch in einem Musikerhaushalt groß geworden. Und das in diesen Tagen auch leben zu können, auch als Profession und wir ausgaben uns ja wirklich täglich unglaublich viel Arbeit, das ist ja alles andere, aber sozusagen es klingt pathetisch, aber diese verbindende Kraft der Musik und dieser Zauber und die Magie und das Rätselhafte und das Irritierende an Kunst an sich, das ist sozusagen der Anteil, der sozusagen da auch einen Namen hat und der heißt Anton Bruckner sehr früh als Erfahrung. Was bringt Bruckner bei dir zum Schwingen? Ich habe ja das Privileg, wenn ich wahrscheinlich so die letzten Wochen anschaue, ich glaube niemand hat mehr Bruckner-Sinfonien live gehört wie ich, das traue ich mir jetzt wirklich zu behaupten. Allein in der Woche mit Marek Janowski, die wir vor kurzem hatten, hatte ich die fünfte viermal wirklich live gehört, weil ich in den Proben auch zum Teil drin sitze. live gehört, weil ich in den Proben auch zum Teil drin sitze. Und es versetzt mich sehr oft, das ist wahrscheinlich auch, weil es sozusagen jetzt eine extremistische Erfahrung, ich arbeite ja auch in einem Umfeld, wo relativ viel Bruckner gespielt wird, das muss man auch sagen, jetzt noch mehr, der bringt mich einfach immer wieder in Zustände, auch bei Stücken wie die vierte, die ich sicher dutzende Male live im Konzert gehört habe, das rührt was in mir an, das macht mich staunen, das lässt mich immer wieder Neues entdecken, das habe ich eigentlich noch nie gehört, dass das so geht, aber es ist was Ungreifbares, manchmal sitze ich drin und es rührt mich so, dass mir die Tränen runtergrinnen. Und das plant man ja nicht und das überrascht einen einfach. Und das ist schon was in diesem brucknerschen Raum, so pathetisch auch das was klingen mag, das mich zutiefst anrührt. Aber auch Bach und andere. Ich glaube, es geht um die Ehrlichkeit von einem Komponisten. Also ob das aufgesetzt ist, irgendein Idiom, oder ob es wirklich aus der genuinen Erfahrungswelt der Person kommt. Und das hat der Bach, das hat der Bruckner, das hat der Schubert. Woran merkt das ein Musiker? Naja, wenn man das nicht merkt, ist man wahrscheinlich wirklich im falschen Beruf. Ob etwas genuin ist oder ob sozusagen. Also ich glaube, man merkt es daran, da hast du jetzt was gesagt, dass man immer wieder was Neues entdeckt, selbst wenn man es lesen kann. Weil das Lesen allein dann eben nicht reicht, sondern dann kommt das Hören oder im glücklichen Fall auch das Spielen dazu. Also es gibt Werke, auch da kann ich aus 30 Jahren sagen, es gibt Werke, wo man dann irgendwann weiß, wie es geht. Und es gibt Werke, wo man wirklich, auch manchmal, du hast es auch gerade gesagt, also ich kann mich gut erinnern daran, dass man, das gab es früher noch, auf Tourneen gegangen ist, wo man 20 Mal dasselbe Programm gespielt hat. Ich kann mich gut erinnern, einmal so eine gemacht zu haben, da war die Brahms F-Dur-Sonate drin. Das ist für mich auch so ein Werk. Das kann ich, ich weiß nicht, wie viele Dutzende Male in einem Jahr spielen, auch auf der Bühne und proben und immer wieder. Und im zweiten Satz zum Beispiel, das ist so ein Satz, wo ich immer wieder, also selber fast weinen muss, weil er so schön ist. Weil da genau auch sowas vorkommt, da spricht jemand nicht nur zu mir, sondern zu uns allen, aus wirklich der Tiefe seines Herzens. Und das ist so authentisch und glaubwürdig, dass das, ja. Und ich glaube, das erkennen wir irgendwann, diese Ehrlichkeit. Und da gibt es halt Komponisten, die das in ganz großer Werkzahl können, das sind dann halt die paar Götter. Aber man darf nicht unterschätzen, dass es das auch immer wieder in einzelnen Sätzen bei auch vergessenen Kleinmeistern gibt. Da gibt es dann manchmal ganz viel Musik, wo der Poulenc gesagt hätte, wie war denn Vivaldi Musik en Kilometre? Und dann kommt ein Satz, wo man denkt, das gibt es ja nicht. Also der könnte auch jetzt von Mozart, Schubert, Beethoven, Bruckner, you name it sein. Ist ja auch passiert, dass so ein Stück von Hofmeister für Mozart gehalten wird. Kann man das bei Bruckner, bei den Symphonien sagen, dass es da nirgends sozusagen Versatzstücke gibt, sondern dass immer dieses Ringen um das Genuine spürbar ist? Naja, ich bemühe einen anderen Vergleich sozusagen. Eine Figur von Michelangelo, man kennt ja, warum ist die so genial? Weil irgendwie alles stimmt. Und bei Bruckner ist das eigentlich viel schwieriger, weil sozusagen dieses Kunstwerk oft auch in seiner Disparatheit, ich habe heute mit meinem ehemaligen Lehrer Dieter Flure gesprochen, der jahrzehntelang Solo-Fluettist der Wiener Philharmoniker ist, aus der Schweiz kommt und er hat zu mir gesagt, und die Philharmoniker spielen ja wirklich viel Bruckner, ich muss dir ehrlich sagen, ich hatte einen steinigen Weg zu Bruckner. Ich hatte keinen Zugang, für mich war das alles irgendwie so Fassadstücke und Stücklein und das verstehe ich sogar und das schreibt auch der Philosoph Ludwig Wittgenstein so gut, weil der überhaupt diese Schriften über Musik von Wittgenstein empfehle ich sehr, der dann drin schreibt auf einmal, aber jetzt höre ich es als Organismus. Erfahrung gehört, dass diese unterschiedlichen Rekordzustände, das Wirtshaus und die Kirche, der Choral und der einsam Singende, der Tanzende und eine Szene, die in einer Großstadt spielen könnte, sich auf einmal fügen auch und wenn wir, ich sage ja immer, wenn wir jetzt Bruckner 7 hören und es sitzen tausend Leute drin, hören wir ja nicht eine Bruckner 7, sondern tausend Bruckner 7, sondern tausend Bruckner 7. Jeder hört seine eigene Bruckner 7. Nämlich das, was sozusagen verfertigt im Hören und was ihn anrührt oder auch kalt lässt. Es ist ja auch so, dass man sich, jetzt rede ich als Zuhörende, so eine Symphonie überhaupt nicht merken im engeren Sinn kann, oder? Also man kann ja nur in der Gegenwart mitgehen mit diesem Stück und manches klingt dann nach, aber merken im engeren Sinn kann, oder? Also man kann ja nur in der Gegenwart mitgehen mit diesem Stück und manches klingt danach, aber merken im engeren Sinn, was da jetzt aufeinander gefolgt ist, also ich kann es zumindest nicht merken. Zum Mitsingen ist wahrscheinlich eine Zauberflöte einfacher, sozusagen der erwischt, man kann natürlich Themen singen. Hätten wir wahrscheinlich beim zweiten Stück heute gekonnt, oder? Ja, ja, ja. Ich würde da noch etwas ergänzen. Ich glaube, das ist ja wie mit jeder Form der Kommunikation. Und letztendlich ist auch Musik eine Form der Kommunikation. Wenn ich mich als zuhörender Mensch auf das Gegenüber einlasse und das Gegenüber als Mensch verstehe und vielleicht auch mir die Mühe mache, den Kosmos, aus dem das Gegenüber kommt, erkunden zu wollen, dann verstehe ich ihn auch leichter. Und natürlich versteht man besonders diese genuin-ehrlichen Komponisten leichter, wenn man ein bisschen was weiß über sie. Als Mensch, wenn man vielleicht die Landschaft kennt, aus der sie kommen. Also man braucht ja auch zum Beispiel nur den Elgar anschauen, der am Kontinent jetzt nicht so wahnsinnig berühmt ist. Da gibt es vielleicht noch das Cello-Konzert, wenn es gut geht noch Enigma-Variationen und dann hört es schon auf. Aber da gibt es unglaublich viele tolle Sachen, die man natürlich leichter versteht, wenn man mal durch England gereist ist. Das ist so. Und beim Schubert ist es natürlich auch so. Wenn ich einmal begriffen habe, in was für einer Spannungswelt der gelebt hat und wie sehr der natürlich von auch der österreichischen Volksmusik geprägt ist, aber eben auch von einer Lebensgeschichte, die ein Außenstehender denkt, dann immer beim Schubert ist das Schöne, also es sind die angenehmen Passagen, die in Dur. Und genau das Gegenteil ist der Fall. Dort, wo der Schubert ein Dur hinschreibt, dort tut es ihm am allermeisten weh. Und wenn ich das einmal begriffen habe, dann spricht er ja ganz anders zu mir. Und so ist es, glaube ich, beim Bruckner auch. Natürlich tun wir uns jetzt hier vielleicht leichter, nach diesem Jahr noch dazu, besonders wenn es uns so aller Orten, auch im ganzen Land, erklärt wird, wo er war und was er dort gemacht hat und so. Einfach, wenn man diese Landschaft anschaut und weiß, wie ein Vierkanthof ausschaut, dann tun wir uns leichter, Bruckners Gärze zu verstehen. Das ist so meine Laienhafte, entschuldige, wenn ich da in deinen Vorgarten trample. Und wenn man jetzt so bei der Person bleibt, jetzt also ja auch in deinem Buch Norbert und in etlichen anderen, die jetzt erscheinen, geht es ja immer wieder auch um das, wie kann man sich denn dieser Person irgendwie nähern. Man kann einen Lebenslauf skizzieren, die Landschaft ist irgendwie klar, die Lehre, was du schon geschildert hast, ist irgendwie klar. Und trotzdem gibt es, wenn man versucht, die Person zu erfassen, so eine ganze Reihe von Dingen, die sich aufs Erste vielleicht überhaupt nicht zusammenfügen oder für die man keine Erklärung hat. Also gar nicht so unähnlich seinen Symphonien, oder? Da trifft er sich sehr gut mit seiner Musik, obwohl ich immer davor warne, Werk und Schöpfer zu verwechseln. Aber da trifft er sich sicher, weil in meiner, und ich meine, ich sage immer, je länger, dass ich mich mit ihm beschäftige und gerade in den letzten zwei, drei Jahren nochmal wieder exzessiv, umso weniger glaube ich ihn zu kennen. Und ich glaube schon, dass ich mittlerweile ganz schön viel weiß und selten überrascht werde und man wird dann doch immer wieder überrascht mit Details, aber man kriegt ihn ja nicht wirklich zu fassen, auch in seiner Widersprüchlichkeit, auch in seiner Koketrie, die vielleicht das Land ein wenig auch an den Tag gelegt hat, die unterstelle ich ihm auch ein bisschen. die unterstelle ich ihm auch ein bisschen. Aber mich fasziniert an der Figur dieses sozusagen nicht aufgeben, dieses Resilienz. 1877, das war sozusagen der größte Niederlage, die dritte Symphonie, wo die Leute sozusagen während der Symphonie davonlaufen, aber nicht nur die Leute, sondern auch die Wiener Philharmoniker. Und das nicht Ende des Stücks, sondern schon während des letzten Satzes. Und Bruckner musste selber dirigieren, weil der Urführungsdirigent Herbeck zwei Wochen vorher gestorben ist, im Musikverein, der noch dazu relativ frisch gebaut war, 1877, das ist der Musikverein, das muss man sich mal vorstellen. Da kannst du mit diesen Verrissen, da ist heute alles, was in der Zeitung steht, harmlos. Das waren wirklich Verrisse. Musik, die nach Schwefel stinkt oder man hätte das Musikverein zusperren müssen. Also eigentlich wie bei uns Social Media. Wenn es bei Bruckner zu Hause so ausschaut, da würde jede Hausfrau durchdrehen und und, und, und, und. Aber diese Resilienz, nächsten Tag aufzustehen und die Vierte zu schreiben. Und eigentlich mit 60 erst mit der siebten großen Erfolg zu haben, natürlich nicht in Wien, sondern in Leipzig und München. Und dann, wir wollen die Philharmoniker gleich die siebte spielen und er wehrt sich mir Hände und Füßen. Bitte diesen jungen Erfolg, dass man nicht gleich wieder versaut, so gut oberösterreichisch in Wien. Es kommt zur Aufführung der Siebten und mit dem Wiener Philharmoniker, natürlich war der Verriess gebucht, aber er war nicht mehr aufzuhalten. Das rührt mich an, aber das eine ist sozusagen das Biografische und wir haben halt das Brucknerjahr, also ich habe da auch irgendwie eine gesunde Distanz. Und das ist natürlich unser Gegenstand im Moment. Ein guter Anlass, das zum Thema zu stellen, wo Formate entwickelt und auch Geld bereitgestellt wird, um etwas zu machen. Aber der Punkt, der mich eigentlich mehr interessiert, ist sozusagen dieser Brennspiegel und dieser Vergrößerungsspiegel in die Gegenwart. Weil von Gedenke an, die sozusagen nichts mit der Gegenwart zu tun hat, halte ich gar nichts. Aber es ist eine oberösterreichische Biografie, es ist eine Figur, die nicht leicht zu fassen ist, die widersprüchlich ist, uneindeutig ist. Und es ist große Musik, nicht nur Symphonien, er hat ja auch Kirchenmusik und so weiter, der man auch auf der Spur sein kann und wo man so ein bisschen den und so eine Musik für die Gegenwart machen? Also jetzt kann ich sagen, das ist für Musiker, und jetzt haben wir schon ein bisschen erörtert, was für Musiker interessant ist, ist Bruckner irgendwie immer interessant, weil es immer etwas zu entdecken gibt, wenn ich jetzt dem Folge etwas vereinfacht gesagt, was wir gerade gesprochen haben. Jetzt hat das in der Zeit der Uraufführung oder der ersten Aufführungen die Leute richtig empört. Da hat man ja, das war ein tatsächlich gesellschaftspolitisches, aktuelles Ereignis. Jetzt sind wir 130, 150 Jahre später. Das wird in den Konzertsälen abgehandelt. Kann das noch eine gesellschaftliche Relevanz haben? Also ist Bruckner zu musizieren, außer dass es Musikfreunde erfreut, nur irgendwie relevant gesellschaftlich? Naja, natürlich, da sind wir wieder bei dem, vorher jede Art von Ehrlichkeit ist relevant. Und ich glaube, das ist etwas, was wir auf keinen Fall als Gesellschaft verlieren dürfen. Dass jemand ehrlich zu uns spricht und wir uns dem stellen. Und dass in all dem weißen Lärm, der da draußen ist, oder nicht immer nur weiß, dass da doch alle Formen von künstlerischer Ehrlichkeit, die uns geboten werden, sei das jetzt in der Musik, sei es in der Literatur, im Schauspiel, in der darstellenden Kunst, in der bildenden Kunst, überall gibt es Menschen, die mit einer großen Kraft auf uns wirken. Und ich glaube, natürlich spricht jetzt nicht jedes Kunstobjekt und da zähle ich jetzt auch hörbare Kunstobjekte dazu, jeden Menschen an, aber wir müssen uns das erhalten, dass wir auch die nächste Generation auf diese Suche schicken, sich diese Quelle der Ehrlichkeit für sich zu entdecken. Also das macht die gesellschaftliche Relevanz aus. Also wir müssen jetzt nicht 500.000 Menschen zu Brucknerianern machen, aber wir müssen 500.000 Menschen auf die Reise schicken, zu sagen, schau, das ist dort draußen, das ist eine ganze Welt von Bruckners eigentlich. Und der ist halt einer davon. Und wir haben jetzt die Chance, diese Intensität zu zeigen, die dieser eine Mensch gelebt hat. Aber das kann man dann ja umlegen und sagen, such dir deinen Bruckner. Mensch gelebt hat, aber das kann man dann ja umlegen und sagen, such dir deinen Bruckner. Also wer könnte das heute für dich sein? Genau. Ja, oder auch aus der Vergangenheit oder, also das ist ja dann, das ist ja... Haben Sie für sich einen Bruckner gefunden? Ich habe viele Bruckner in meinem Leben. Gibt es einen Lieblingsbruckner gerade? Es kommt auch auf die... Das ist ganz schwer zu sagen. Es gibt natürlich Komponisten, mit denen ich eine intensivere Verbindung habe als mit anderen. Aber mich rührt der Bruckner natürlich auch an. Und ich habe auch bestimmte Lebenssituationen, wo ich mich daran erinnern kann, dass man mich auch... Also ich kenne das auch, dass man mitunter dann da sehr privat erwischt wird. Norbert Lieblingsbrückner gerade. Ich glaube, ich gehe nochmal in den Schritt, ich muss da sozusagen, es geht ja um Kultur, wo Kunst eine große Rolle spielt. Warum soll denn das überhaupt eine Rolle spielen? Da kann man ja sagen, gut, der Rummel kommt aus einem bestimmten Haus, der Travöger ist ein Musikerkind, die arbeiten noch dazu in der Babel. Ich überspitze das jetzt. Und die wollen halt das irgendwie auch für die Gesellschaft haben. Das stimmt wahrscheinlich auch so, weil wir so aufgewachsen sind und sozusagen auch so hineingewachsen in unsere Professionen. Aber mir war das selbst nicht genug, sozusagen nur mir selber Genüge zu tun und mir das sozusagen, was ist denn Kultur eigentlich und was spielt die Rolle der Kunst und was macht die Kunst und das klingt jetzt wieder ein bisschen pathetisch, also einfach zu uns auch an das Ungreifbare und wenn es einfach das Ungreifbare des Menschseins erinnern, in einem zweckfreien, in einem nicht kalkulierbaren Raum uns beruckner sein, das kann ja alles mögliche sein. Taylor Swift, wie die alle heißen, da kennt sich meine Tochter besser aus, wo ich wiederum überhaupt nichts verstehe, was daran faszinierend ist, macht ja nichts. Es rührt viele Menschen. Aber zusammenzukommen, gemeinsam zu hören, irgendeine Gemeinschaft zu erfahren, ist ja nicht zu unterschätzen. Und in diesem Moment zurück gemeinsam zu hören, irgendeine Gemeinschaft zu erfahren, ist ja nicht zu unterschätzen. Und zurück auf diese Bruckner-Figur, der kommt aus diesem oberösterreichischen Kulturraum. Und das habe ich von Anfang an gesagt, ich möchte keinen patriotischen oberösterreichischen Komponisten draus machen. Nämlich mir ist an mir, finde ich völlig schrecklich, wenn sozusagen diese hemeritische Haltung, weil Bruckner hat ja genau was anderes gemacht. Er kommt sozusagen vom Land und hat die Kirche, sozusagen die Domkirche des damals ein Zehntel so großen Links zum Weltraum gemacht, weil er auf einmal improvisiert hat, wie keiner hier im Land. Nicht nur lang, sondern einfach Dimensionen aufgeschlagen hat, die nicht ortsüblich waren. Und raus aus dem Ortsüblichen, aus dem sozusagen Kalkulierten immer wieder zu kommen, und das ist wahrscheinlich auch in der Forschung auch wichtig, um drauf zu kommen, immer wieder in diesem Nicht-Müssens-Raum, aber in diesem menschlichen Raum, um Verbindung zu spüren, das klingt jetzt wirklich pathetisch, aber in diesem menschlichen Raum um Verbindung zu spüren, das klingt jetzt wirklich pathetisch, aber daran glaube ich und das ist sozusagen auch jetzt, wenn ich im Brucknerjahr und das Kurz, ich habe ein Bild gehabt, dass viele Menschen in Bewegung sind und die müssen sich nicht unbedingt an den Symphonien abarbeiten, sondern triggern, wir haben ja alles mögliche und da taugt die Figur wieder her, dass wir sozusagen eine Lehrerfigur des 19. Jahrhunderts, was ist denn Schule heute? Wie schaut das aus? Bis hin zur Kulinarik, bis hin zu dem, dass wir alle sozusagen glauben, das ist so ein alter Mann, der irgendwie viel zu beleibt, in viel zu großem Kleid, ohne Haar, sozusagen weltabgewandt durch die Gegend blickt. Der war ein flotter Tänzer, der war ein hervorragender Schwimmer, der war ein Orgelimprovisator, wo tausende Leute in Paris, Nossier und London waren. Also eine Figur, die viele Seiten hat und der hatte auch unglaublich viele Krisen und hat sowas wie Burnout, Bad Kreuzen, eine unglaublich zeitgemäße Figur. Und diese Figur finde ich interessant, über die Musik hinaus, dass wir uns an dieser, jetzt ganz besonders sozusagen in Bewegung, gemeinsam in Bewegung kommen und Dinge entwickeln und zusammenkommen. Und das ist das Schöne für mich persönlich, dass so viele Menschen auch draußen am Land irgendwie sich etwas einfallen lassen, dass es viele Allianzen, Kooperationen, Kombinationen zwischen Vereinen und Menschen gibt, dass es nicht gab, dass der David Wagner jetzt sozusagen seit ein paar Tagen mit seinem Fahrrad in alle Brucknerstraßen unterwegs ist, dort Themen einsammelt und vom Musikverein bis zum Chor alle möglichen Menschen trifft, in Brucknerstraßen, die deswegen so heißen, weil das Dritte Reich in Oberösterreich so viele Brucknerstraßen installiert hat. Also auch diese Ebene. Und dann wird das sozusagen auf vielen Ebenen wird diese Figur sehr tauglich mit uns und unserem Umgang und was uns wichtig ist, wo wir kommen, alles Mögliche hineininterpretieren kann. Du schreibst ja in deinem Buch etliche Briefe an den Bruckner. Du versuchst ja irgendwie, an jemanden anzuschließen oder dem nahezukommen, der schon 130 Jahre tot ist. Die Gefahr ist ja immer, dass man dann in so einer Form der Beschäftigung einfach Versatzstücke nimmt, die einem halt gerade irgendwie passen und die Person muss sich das auch gefallen lassen, weil sie ist ohnehin schon tot. Aber so ist es ja. Das passiert uns auch lebend. Soll das sich irgendwie ein Versatzstück von jemandem... Ich frage einmal etwas salopp. Ist dieser redlicher Umgang mit einem Verstorbenen, dass man einfach alles hernimmt, was er irgendwie zu bieten hat und drumherum seine eigenen Geschichten baut? Redlich ist da jetzt ein großes Wort, es geht schon um einen ernsten oder sozusagen ehrlichen Umgang damit. Wir machen ja jetzt keinen Souvenirladen, zudem ist er auch viel zu wenig marketingtauglich. Und das ist sozusagen das Schwierige an der Figur, zwingt uns ja in gewisser Weise zur Auseinandersetzung. Und ich hoffe, dass ich da irgendwie auch in meinem Buch disparat zu ist, sehr ich ihm nahe kommen möchte. Ich bleibe in all meinen Briefen, das hat mich jetzt ein deutscher Musikjournalist gefragt, warum ich nicht bei du bin, der ist doch ein Landsmann. Ich bin immer per Sie mit ihm. Aber einmal kommt er du vor, habe ich gelesen. Am Schluss eines Briefes ist auf einmal du drinnen. Da habe ich gedacht, wo kommt das jetzt her? Wahrscheinlich. Das ist auch schon, ob ich das klarfahrend empfinde. Ich weiß schon von zwei Tippfehlern und dass wir das du auch noch unterläufen, sind dann schon drei Fehler. Aber sozusagen, um die Distanz zu wahren, aber ich schreibe ja im ersten Brief, es tut mir leid, ich möchte ihn nicht treffen. Und ich genieße die Gnade meiner späten Geburt, ihn nicht zu treffen, weil ich sozusagen, wenn ich ihn sehen würde, ein bestimmtes Bild hätte. Und ich möchte sozusagen dieses Disparate, das ich nie zu fassen kriege, auch aus Distanz sozusagen waren. Das finde ich sehr nicht erfahren, aber wenn ich es finde, sage ich das. Das kontrollieren, ja. Ich möchte gerne Sie jetzt auch in das Gespräch mit einbeziehen. Jetzt zeige ich Ihnen den Rücken sehr unhöflich schon die ganze Zeit, aber Sie können die Vorderseite auf dem Bildschirm ja mitsehen. Möchten Sie sich gerne an unserem Gespräch beteiligen, an dieser Frage, Bruckner in die Gegenwart zu bringen, uns mit Bruckner heute zu beschäftigen. Haben Sie? Ja, bitte. Zwei Fragen. Herr Rommel, wie geht es Ihren Schülerinnen und Schülern im weiteren Leben? Das heißt, bekommen die Anstellungen, gibt es sehr viele traurige Erlebnisse, dass sie nicht das erreichen, was sie sich vorgestellt haben. Merken Sie, der hat aber jetzt einen Bezug gehabt zu dem Komponisten und der hat keinen Bezug zu den Komponisten gehabt, unabhängig in viele junge Leute nicht reinschauen, was sie sich vorstellen, wie sie glauben, dass ihr Leben aussehen wird. Wir sind sicher, dass so viel können wir sagen unter den Universitäten im deutschsprachigen Raum, eine mit der höchsten Berufsquote. Einerseits natürlich, weil wir diese privilegierte Situation des Landesmusikschulwerks haben, für das wir ja auch einfach gezielt Ausbildung betreiben und wo wir auch unsere Inhalte, natürlich alles, was jetzt sozusagen die Vermittlung, die Pädagogik betrifft, auch benchmarken, wenn Sie das Wort verwenden wollen. Im künstlerischen, rein jetzt ausübenden Bereich, also nicht im unterrichtenden, ist wie seit hunderten Jahren natürlich auch in vielen Karrieren Zufälle und Glück dabei. und Glück dabei. Aber also, dass wir von sozusagen jetzt gescheiterten Existenzen hören, das ist sehr selten. Natürlich gibt es ab und zu einmal, dass man hört von jemandem, der dann irgendwann aussteigt, was anderes macht. Aber ich glaube doch, dass wir es schaffen, unseren jungen Leuten ein Bild mitzugeben, dass eben nicht eine, also, dass es nicht ein Arzt mit einer Pille ist. Und wenn dann eine Krankheit daherkommt, für diese Pille nicht passt, dann müssen sie den Beruf wechseln. Sondern dass wir es schaffen, eine Geisteshaltung und auch ein Handwerkszeug mitzugeben, die den Anforderungen dieser ja wirklich immer schwieriger zu fassenden Berufswelt, in der wir uns hier bewegen, gerecht werden können. Und dadurch, glaube ich, sieht man auch in unserem Buch, wo ja ein paar unserer Absolvierenden auch erzählen, wie die Lebenswege gehen. Und da sind dann sehr oft Kurven drin, wo man sagt, oh, das hätte ich jetzt aber nicht geglaubt. Und die kommen trotzdem damit zurecht und finden sich eine künstlerische Ausdrucksform. Und darum muss es uns letztendlich gehen. Die Frage ist sozusagen, ob man einen gewissen Tauber oder Charisma auch entdecken kann über das Mechanistische hinaus. Ist sicher, wobei der eine würde vielleicht sagen, mir gefällt das, mir spricht das an und der Nächste, ich meine, ich war ja auch oft genug in Jury und habe gesagt, das ist einfach überhaupt nichts. Das hat immer auch bis zu einem gewissen Grad viel mit dem Empfänger zu tun, wenn sozusagen ein gewisses Niveau erreicht ist. Aber ich denke gerade an gestern Nachmittag, drei junge Musikerinnen, die sich für den Bundeswehrbewerb in einer Masterclass vorbereiten, weil in Schlegl diese Hürden durfte, 17, 18 Jährige, die alle Instrument schon erstaunlich in einer erstaunlichen Virtuosität beherrschen. Aber ich hatte bei allen dreien das Gefühl, bei aller Unterschiedlichkeit und vielleicht auch bei der unterschiedlichen Ausprägung der Dringlichkeit, dass die was zu sagen haben. Dass das sozusagen so ein inneres Brennen ist und ein inneres Müssen, wie Schönberg sagt, sozusagen eine Leidenschaft zu hören, die dann irgendwie auch ansteckend ist. Natürlich wird man unterscheiden können, aber es kommt ja heute eigentlich fast nicht mehr vor, wenn wer nur mechanisch unglaublich virtuos ist. Auch das kann ja verzaubern, je nach Musik. Die Zugänge sind so unterschiedlich. Und jetzt denke ich sozusagen an die großen Wörter, weil ich den Janowski schon zuerst im Mund hatte, einen alten Dirigenten, der eigentlich relativ minenlos ein klares Taktbild schlägt, ohne wirklich groß ekstatisch zu werden während einer Bruckner-Sinfonie. Und vom Bild her ist es zwar eine hohe Konzentration und Klarheit da, aber eigentlich keine verschiedenen energetischen Zustände. Wenn ich das jetzt mit Poschner vergleiche, wird das ganz anders sein sozusagen. Aber es sind einfach zwei verschiedene Zugänge. Wenn man sozusagen die visuelle Bild einfach jetzt weg und nur zuhört, hört man zwei hochintensive, spannende, unterschiedlich gelesene Bruckner-Sinfonien. Der Janowski sozusagen als alter Kapellmeister, der spielt sich auch viel in der Vorbereitung ab, im Probenprozess, wo er einfach seine Dinge erklärt und der sozusagen auch irgendwie gelernt hat, da große Emotionen, er ist ein Werkdiener, das ist Broschner auch, aber ganz anders. Da übersetzt sich im Moment das Konzert wahrscheinlich viel. Beide sind leidenschaftliche Probierer und gehen aber unterschiedlich, also einfach nur vom ersten Blick sehr unterschiedlich mit dem um. Und wenn ich jetzt sozusagen selber Janowski nicht kennen würde und keinen Ton im Fernsehen, würde er mich wahrscheinlich nicht, mich persönlich nicht so faszinieren, als wenn ich jetzt Poschner oder einen anderen leidenschaftlicheren Dirigenten sehe. Aber unterm Strich haben mich beide, also auch die Bruckner Fünf mit Janowski, sehr, sehr eingenommen. Bitte. Ja, ich spreche da als frühere Klarinettistin in einem Jugendsymphonieorchester. Ist schon ein bisschen verjährt mittlerweile, aber dieses Gefühl, in einem Klangkörper zu sein, und darum meine Frage auch an Sie beide, an der Universität ist natürlich das ganze Jahr, über viele Jahre hinweg, dieser Fokus auf dem jungen Menschen, im Bruckner Jahr haben wir es jetzt nochmal fokussiert, vielleicht, dass Sie auch ein paar Worte noch sagen können zur Erfahrung und auch zur Bedeutung einer musischen Ausbildung für junge Menschen, weil ich finde, also wenn ich so zurückdenke, das ist wirklich eine physische, also wirklich in der Propriozeption auch eine Erfahrung, die vergisst man einfach nicht. Ja, also da ist ja. Ja, also da gibt es jetzt unzählige Studien, die das über Jahrzehnte beweisen, von jedem Kind ein Instrument bis was auch immer. Also ich glaube schon, und das sind ja auch Themen, die uns als Universität beschäftigen, da sind wir wieder bei der Relevanzdiskussion. Jetzt kann man natürlich sagen, ich musste jetzt gerade vor ein paar Tagen irgendwo eine Rede anhören, eine Festrede, wo jemand allen Ernstes vor einer Kulturversammlung, insbesondere die Musik sozusagen, auf den Unterhaltungswert runter reduziert hat. Und da sah ich, wie ein kollektiver Zwerchfellhochstand in dem Saal losging. Weil wir natürlich viele Dinge versuchen zu kultivieren, ich benutze das Wort bewusst, in jungen Menschen und letztendlich auch in uns selber als lernende Organisation, nämlich das, was wir vorher schon angesprochen haben. Ausdauervermögen, Kritikfähigkeit, Kollektivfähigkeit, Teamfähigkeit, kreative Problemlösung, mechanisches Lernen, Körpergefühl, alle diese Dinge, da könnte man jetzt wahrscheinlich eine Viertelstunde Begriffe aufzählen, die eine Kunstausbildung, Musikausbildung mit sich bringt. Tanz, Schauspiel ist genau das Gleiche letztendlich. Sprache ist eine andere, aber die Form des Miteinanderarbeitens ist ähnlich. Gleichzeitig die Demut vor einem Werk, also dass man auch nicht immer nur ich, ich, ich, sondern dass man auch einmal sagt, wer ist eigentlich der Mozart und wie kann ich ihm dienen? Und ich glaube, das sind alles Fähigkeiten, die einer Gesellschaft gut tun. Und wir sehen ja zunehmend, dass diese Fähigkeiten dann letztendlich auch zu Berufswegen führen, die außerhalb des Feldes gehen und wo die Leute dann erfolgreich werden darin. werden darin. Und es geht so weit, dass die ganz klugen Unternehmen inzwischen sich immer eine Kunstumgebung in ihre Beraterumgebung holen. Ganz berühmtes Beispiel, Audi, das Top-Management von Audi hat sich einmal irgendwann von den Münchner Philharmonikern erklären lassen, wie ein Orchester funktioniert. Warum spielen sie alle, wenn der ist, und auch wirklich alle zusammen? Und warum wollen sie das? Wie akzeptieren sie den Dirigenten? Also das ist ja auch ein gruppendynamischer Prozess. Und zu verstehen, wie Führung funktioniert und wie auch geführt werden funktioniert, was man auch von sich sozusagen einbringen muss, damit man bei irgendwem glaubt, ja, das ist gescheit, da gehen wir jetzt einmal hin. Und auch sich einlassen darauf. Also das sind alles Eigenschaften, die wir versuchen zu vermitteln, manche bewusst, manche unbewusst. Manche davon entdeckt man selber erst 20 Jahre nach der Ausbildung, dass man das eigentlich einmal gelernt hat, nämlich diese Soft Skills. Und manche anderen auch zunehmend in dieser Relevanzdiskussion thematisieren wir auch und sagen, schau, wir bringen jetzt ja nicht nur tausend Studierenden bei, dass sie jetzt ihr Instrument irgendwie beherrschen, sondern wir versuchen da ein Gesellschaftsbild zu erzeugen, wo wir sagen, selbst wenn du dann nicht auf der Carnegie Hall Bühne landest, was viele auch gar nicht wollen, aber du kannst das und das und das und das und damit musst du jetzt nicht nur automatisch Kunstausübender bleiben, sondern dann macht man irgendeinen anderen Lebensweg und landet plötzlich in einem ganz anderen Feld. Aber darf ich vielleicht auch noch eine Frage ergänzen, weil auch Rektor Koch von der JKU da ist, von der er eher von der Informatik, also eher aus diesem technischen Bereich kommt. Wenn man jetzt, jetzt sprechen wir als Journalistin, sich sozusagen eine gesellschaftspolitische Diskussion anschaut, dann ist zum Beispiel die Wichtigkeit von KI und von all diesen technischen Ausbildungen und Tools gesellschaftlich vollkommen außer Frage. Also das ist im Gegenteil, da wird momentan hineingepusht, was nur geht. Während ich bei den künstlerischen Ausbildungen das Gefühl habe, so ähnlich wie jetzt unsere Debatte auch gerade geht, immer wieder so einen leichten Rechtfertigungsdruck, warum man eigentlich wichtig ist. Also warum es das eigentlich auch braucht. Warum man eigentlich in so etwas Nutzloses sozusagen auch investieren soll als Gesellschaft. Kann ich Ihnen genau sagen? Da habe ich eine ganz polemische Antwort drauf. Weil im Krieg schert sich dann keiner mehr um die KI. Da liest niemand ein Mathematikbuch, sondern da hören es alle Mozart. Krieg schert sich dann keiner mehr um die K.E. Da liest niemand ein Mathematikbuch, sondern da hören es alle Mozart. Also das ist ein harter, weiß ich schon, aber das ist so. Also das eine ist für die Friedenszeiten und das meine ich jetzt auch für die persönlichen Friedenszeiten. Also es muss ja nicht immer gleich draußen der Weltkrieg herrschen. Also es muss ja nicht immer gleich draußen der Weltkrieg herrschen. Aber wir sind als Menschen so gestrickt, dass wir im persönlichen Frieden natürlich unser geistiges Fortkommen brauchen, aber letztendlich im persönlichen Unfrieden, Krieg, Krise, da brauchen wir die Künste. Also das ist so. Also eine Raumerweiterung für das eigene Schwingen der Existenz. Und da bin ich ganz weit weg von der Rechtfertigung. Weil wie gesagt, den Menschen, der sich von seiner Frau getrennt hat oder die Mutter verloren hat, dann die gesammelten Werke von keine Ahnung, Pythagoras liest, den möchte ich sehen. Okay. Entschuldige, Stefan. Herr Corneli, also sozusagen ich möchte, ich stelle mir jetzt sozusagen nur kurz ein Land vor, wir haben in Oberösterreich 438 Orte und 478 Blasmusikkapellen. Wenn ich das hochrechne und mal sage, ungefähr 40, 50 Leute sind pro Blasmusik, da sind 25.000 Menschen, die in der Woche zwei Stunden, drei Stunden was gemeinsam machen. Na bitte! Ich möchte mir kein Land vorstellen, wo das fehlt, diese Gemeinschaftserfahrung. Gemeinschaft auch dann ein Stück hinzubringen und sagen, das haben wir geschafft. Und bei der Wertung haben wir dann auch noch gut abgeschnitten. Da haben wir vielleicht sogar einen Preis gekriegt. Ich habe heute erst gehört, dass in Hilbern, einem Teilort von Sierning, das größte Musikheim Oberösterreichs gerade gebaut worden ist, weil dort auf, weiß ich nicht wie viele hundert Einwohner, 80, über 80 aktive Blasenmusiker plus Jugendförderung und ich weiß nicht wo es alles kommt. Da macht man was gemeinsam und macht eine kreative Erfahrung. Du musst dazu wissen, sozusagen alle diese Parameter der Ausdauer, die wir schon wieder ins Spiel bringen, ich bin da immer nervös, aber es gehört ja zu unserer Aber, ich komme gleich auf diese Frage, ein Thema ist mir da schon wichtig, weil wir gerade über dieses Bildungsmotiv, also Persönlichkeitsbildungsmotiv auch sprechen. Ich höre, dass zum Beispiel, also es bildenden Künstler, der absichtlich in Schulen geht, um mit Kindern zu zeichnen und kreativ zu gestalten, weil das einfach kaum mehr Platz hat in der Schule. Also da nehme ich schon wahr, dass sich eine Luft entwickelt zwischen der Gruppe, von der ihr jetzt sprecht, die auch ein Instrument lernen können, die irgendwo andocken können und denen, die nicht einmal basal mehr singen können miteinander. Das ist, wenn man sich jetzt weiterdenkt in unsere politische Landschaft und in die Spaltungen, die da aufgehen, wenn das auch noch dazu kommt, dass man sie nicht einmal mehr im Musikischen verstehen kann, keine gemeinsamen Lieder mehr hat, dann wird es wahrscheinlich schwierig, oder? Darum frage ich jetzt sozusagen, nutzt man die Chance, ich bin jetzt ein bisschen, nutzt man die Chance eines Bruckner-Jahres, eine möglichst große Bewegung, auch außerhalb der Bubble, also die sozusagen, die sich irgendwie überzieht, um Leute zusammenbringen, um in Wirthäuser sozusagen gemeinsam zu singen, alles zumindest versuchen. Man kann immer sagen, es ist alles zu wenig und es ist ein Bildungsthema und es ist ein gesellschaftliches Thema, aber machen wir halt das, was jetzt möglich ist. Und je mehr begeisternd es vielleicht ist, je mehr Begeisterung es ansteckt. Aber wo sind die gemeinsamen Räume des Singens? Ich denke mal, ich habe Singen in der Kirche gelernt, weil man einfach jeden Sonntag in dieses Singen integriert worden ist. Ich habe auch kein Instrument lernen können. Aber wo sind diese Räume, wo das funktioniert? Ich glaube, da sind wir wieder bei dem, man muss ja das tun, was man tun kann. Weil wenn ich sozusagen resigniere vor der großen Aufgabe, das ist wieder Klimawandel und sonst was. Nein, ich möchte vielleicht dahin, dass man sagen kann, haben so große Institutionen wie eine Uni, so ein großes Unternehmen wie die Expo, auch aus dieser Kulturproduktion, ich sage es einmal so, bewusst herauszugehen und auch diese ganz basalen künstlerischen Fertigkeiten in der Gesellschaft zu fördern. Wir können sicher nicht alles leisten. Das ist schon klar, aber es geht ja auch um Lobbying sozusagen für solche Dinge. Ja natürlich, weil es einfach ein Riesenthema ist, weil es im Moment einfach ein Riesenthema ist mit allen möglichen Formaten, Aggregatzuständen, auch medial, wenn da ein bisschen was bleibt, und natürlich gibt es ja einen politischen Willen, das stattfinden zu lassen, und es kann immer mehr sein. Aber letztendlich ist jeder Einzelne, den man erreicht, der vorher nicht dort war, sein Erfolg. Also ich sehe das wirklich ganz pragmatisch. Das ist ja wie in einem Konzert auch. Was ist jetzt besser? Spiele ich lieber vor 100 Leuten, die alle nur dorthin gehen, um gesehen zu werden, oder vor 10, wo 9 davon zu Tränen gerührt sind? Das kann man nicht messen. Ich glaube einfach wirklich, dass eins zu eins zählt. Und jeder Einzelne, der für sich etwas erlebt, weil der erzählt das ja dann auch weiter. Das ist ja so, das heißt im klassischen Konzert sind ja nur die alten Leute, aber das war schon vor 40 Jahren so. Kann man auch insoweit widersprechen. Gott sei Dank kommen ständig welche nach. Erstens kommen immer alte Leute nach. Und außerdem, naja, und außerdem die Jüngeren sieht man nicht, weil die können sich die teuren Plätze nicht leisten. Wir haben Situationen in Lenz gehabt, in einer Stadt von 220.000 Einwohnern, wo allein nur klassische Ereignisse, drei oder vier aufeinander geprallt werden. Und ich habe es dann einmal durchgerechnet und gesagt, wir waren heute nicht ausverkauft, da waren nur 800 Leute. Da gegenüber war was, im Theater war was, da habe ich gesagt, wenn du das zusammenzählst, waren heute nur viereinhalbtausend Menschen in dieser Stadt, in einem klassischen Ereignis. Natürlich ist die Dichte und das Angebot auch viel größer geworden und wenn man in Oberösterreich schaut, wie viele wunderbare Säle und Festivals, ich glaube 80 gibt, die sozusagen draußen am Land das Vibrieren in Schwingung halten. Ich kann trotzdem nicht abkommen, ich teile sozusagen, ich will mich aber sozusagen dem nicht hingeben, sondern weiter brennen dafür, auch persönlich. Wir sind ja eigentlich ein unglaublicher Kulturlandstrich, mit diesem dichten Musikschulnetz, 60.000 Musikschülerinnen, die da sind. Natürlich müssen wir kämpfen dafür, dass das nicht nur am Status quo ist, sondern irgendwie sich weiter ausbreitet. Ja, weil letztendlich gibt es eine Richtung nach vorn. Also das hat ja keinen Sinn da. Vorwärtskameraden, wir müssen zurück, oder? Hat schon der Günther Nenning gesagt, vor 40 Jahren. Bitte. Ja, ich habe noch etwas mitgebracht, was es leider nicht mehr gibt. Was ich sehr, sehr schade finde und einige andere auch. Man kriegt sozusagen nichts mehr aus der Bruckner Uni richtig mit. Außer dieses Leprello, was man so, dann geht man ans Internet. Ich bin nicht so versiert, aber ich habe das sehr, sehr, das ist das letzte, glaube ich, 2020, sehr, sehr geschätzt und immer meine kleinen Notizen reingemacht. Und ich würde mir wünschen, dass es wieder dieses Heftchen gibt, wo man wirklich auch die Schüler, also ich sage jetzt einfach Schüler, Studenten kennenlernt, liest und manchmal gucke ich dann sogar in alte Hefte noch und sage, wie heißt sie jetzt nochmal, mit der habe ich doch zusammen irgendwo der Computerraum gibt es ja nicht mehr oder unten Cafeteria früher mal zusammengesessen. Also das wäre für mich und das sind viele, die den Wunsch haben. Und dann muss ich jetzt sagen, das ist das. Und das andere ist das, was es ja früher auch gab bei dem Programm, was ich früher schon angekreidet habe, eigentlich wegen Umwelt. Ich habe sehr viele davon zu Hause und werde dann immer kreativ. Jetzt hatte ich eine 89-jährige Freundin und habe dann halt sozusagen Geburtstagskarten daraus gemacht, wo ich sage, also umweltmäßig. Und jetzt muss ich noch was kurz erzählen, weil hier gesagt wird, ein bisschen über den Tellerrand und weiter. Also ich schicke immer, ob das jetzt Theater ist oder auch jetzt vom Brucken, habe ich gerade nach Berlin wieder geschickt und telefoniere dann darüber, weil ich von meiner Kindheit eine Lehrerin habe, die ist jetzt 99, die Musiklehrerin war und die Schwester ist 90, über die Programme, um dann halt zu reflektieren und das finde ich total stark. Sie hatten es jetzt vor kurzem, ja und das und hier zum Beispiel die Jüdinnen im Theater, ja da haben wir lange diskutiert am Telefon. Und das wollte ich bloß sagen, dass ich also auch versuche, so ein Stück Linz über die Grenze zu schicken und eine Resonanz zu kriegen. Das in deine Richtung, Norbert. Dankeschön. Ja, bitte. Dankeschön. Ja, bitte. Naja, also zu dem Bühnefrei kann ich natürlich nur sagen, Sie haben das letzte Heft in der Hand, das war vor Corona. Wir haben dann drei Jahre, glaube ich ja wirklich, also gerade die Universitäten haben da eine sehr disruptive Zeit erlebt, wo wir wirklich alles, was wir tun, hinterfragt haben und hinterfragen mussten, aus den allerverschiedensten Gründen. Und wir haben dann in einem wirklich relativ aufwendigen Denkverfahren uns auch überlegen müssen, wie beleben wir unsere Veranstaltungen wieder, wie beleben wir rein physisch das Haus auch wieder, weil es war zwei Jahre mehr oder minder zu, weil wir konnten da nichts machen. Und da sind halt manche Formate verändert worden und also nicht fortgesetzt worden oder durch was anderes ersetzt worden. Das Bühnefreie ist eines jener Formate. Zum Teil natürlich auch, muss ich auch sagen, aus Kostengründen, das wird immer aufwendiger und immer teurer und allein die Papierpreise, wissen Sie, alle haben sich verdreifacht und vervierfacht. Und wir haben dann gesagt, dieses Format ist in der nächsten Phase jetzt dann dokumentieren wir Sachen, die unsere Studierenden tun. Es ist halt jetzt derzeit nicht in so einer Magazinform, aber es findet immer noch statt. Der Herr Rektor hat unsere Entsprechwürfel. Ich glaube, wir könnten wahrscheinlich einmal gut darüber diskutieren, wie sehr man sich auch in Krisenzeiten, in der Komplexität oder vielleicht Schönheit eines Algorithmuses auch verlieren kann. Aber meine Frage ist eine andere und es hat mich sehr fasziniert und ich frage mich, ob nicht die Zeit oder die Muße und die Tiefe der Erarbeitungen wesentlicher Unterschied ist und etwas, das die musische Ausbildung noch auszeichnet. Also man braucht Zeit, um Dinge zu erarbeiten, sich hineinzuversetzen, das zu erarbeiten, zu erüben und ob wir nicht sehr oft und in vielen Kontexten unserer Gesellschaft diese Zeit und Musi uns die zu nehmen und die auch zu bekommen verloren haben. Also in vielen Bereichen schnelllebiger geworden ist, schneller funktionieren muss, zum Teil auch schneller funktioniert, wenn auch vielleicht nicht in der Tiefe, die wir uns wünschen würden. Das ist im Übrigen eine der großen Herausforderungen in der Pädagogik in unserem Feld derzeit, weil die Lerngeschwindigkeiten und auch die Lernformen der theoretischen Seite und der praktischen Seite inzwischen asynchron sind. Zu der Zeit, wo ich studiert habe, war das analoge Lernen von Harmonielehre, Musikgeschichte, Kontrapunkt, was weiß ich, was man da alles lernt, Tonsatz, war gleich schnell, wie sich irgendwas instrumental erüben. Und es war auch der gleiche Vorgang, man musste suchen gehen, man musste in die Bibliothek, man musste Musik hören, alle diese Dinge. Jetzt hat sich, wie in der gesamten anderen Welt da draußen, die ganze Lernform auch durch das digitale Verfügbarsein von so wahnsinnig viel Information verändert. Die Studierenden schreiben ihre Arbeiten auf ganz andere Weisen, als wir das noch getan haben. Aber bis man eine saubere Sextentonleiter spielen kann, das dauert noch genauso lange wie vor 30 und wie vor 300 Jahren. Und diese Diskrepanz ist für uns durchaus eine Herausforderung, allein wenn wir mit den Studierenden umgehen, weil man natürlich, also irgendwelche Komponistenbiografien oder so, ja, einen Klick haben sie am Handy, aber wie gesagt, die sechsten Tonleiter, und da ist das, was du sagst, völlig richtig und ich glaube eben auch eine der wichtigen Erlebnisse, die wir vermitteln können, sagen, schau, es ist nicht alles am Knopfdruck, die sechsten Tonleiter, da kannst du das tollste Smartphone haben. Es ist immer noch falsch. Bitte, Verena. Da mag ich kurz anschließen. Also es geht auch ein bisschen so in diese Schnelligkeit, Kosten nur zu rechnen. Da sind wir wieder beim Thema, was kann, darf Vermarktkunst? Ist es eine Umwegrentabilität im Sinne der Wertschöpfung? Was darf sie kosten für ein Bundesland? Da mag ich übrigens dazu sagen, in diesem Buch sind sehr viele Stimmen auch, die da so sich äußern. Es war auch mit ein Auftrag, auch diese Meta-Ebene sozusagen mit abzufragen bei unseren Gesprächspartnerinnen. Aber meine Frage geht woanders hin. Ich habe mit Franz Arnon-Kurr gesprochen, der über seinen Vater Nikolaus Arnon-Kurr natürlich berichtet hat. Und da geht es wieder in Richtung Bruckner. Nikolaus Arnon-Kurr soll gesagt haben, es gibt keinen Vorläufer für Bruckner und auch keinen Nachfolger in Wahrheit. Wie sehen Sie das erstens einmal? Und vielleicht können wir dann noch ein Lied singen im Anschluss. Die beiden haben ihre Instrumente mit Begleitung, dann klingt es richtiger vielleicht. Anokua hat gesagt, dass es wie ein Mondgestein ist, auf die Erde geknallt, sozusagen wie ein Meteorit. Und das ist er wahrscheinlich in seiner Sprachlichkeit. Umgekehrt steckt er sozusagen, ist er in der Ausbildung, steckt er in der Tradition wie kein anderer und hat gleichzeitig auch den Blick in das neue. Musikgeschichtlich ist er natürlich vom Handwerk her sehr angebunden an dem, was vorher ist, vom Palästina auf, also über Jahrhunderte. Aber findet in seiner künstlerischen Perspektive und auch im Blick in die Zukunft eine ganz eigene Lösung, die sozusagen monolithisch ist. Die monolithisch ist, die wahrscheinlich 1863 das Erlebnis des Tannhäuser Wagner auch bestärkt hat, weil der sozusagen in einer künstlerischen Konzeption gearbeitet hat, wo der Bruckner sagt, okay, in diesem räumlichen, in diesem sphärischen, das macht wer, das befeuert mich jetzt, dass das sozusagen schon ein großer ist, der bestätigt mich jetzt. Aber es ist was Monolithisches, wo ich jetzt nicht sage, da geht es jetzt da oder da weiter, was man vielleicht bei Mozart anders einordnen kann, ganz bestimmt. Das ist auch nochmal eine andere Zeit. Aber ich glaube, das kann man auch dann aus der Zeit nicht rauslösen. Also diese Bedrohlichkeit des Ende des 19. Jahrhunderts hat er ja dann schon gespürt. Und letztendlich ist der Janacek zum Beispiel auch so jemand, der ist genauso ein Monolith, der ist jetzt in unserem hier jetzt nicht so, wir sind nicht so vertraut mit ihm, aber das ist ganz ähnlich, auch der hat keinen Vorgänger, keinen Nach, war auch, der war wirklich ein Autodidakt, also der hat nie irgendwo wirklich studiert, das ganze Gegenteil und findet auch in eine Klangwelt, die wenn man dann ein bisschen eidakt, also der hat nie irgendwo wirklich studiert, das ganze Gegenteil. Und findet auch in eine Klangwelt, die wenn man dann ein bisschen eintaucht, braucht man fünf Sekunden, das ist so unglaublich individuell monolithisch. Und da sind wir dann letztendlich, es kommt immer wieder auf diesen Begriff der Ehrlichkeit zurück, wenn jemand so sich sozusagen bis auf die nackte Seele auszieht, künstlerisch, dann kommt daraus auch diese Unverwechselbarkeit und dieses Monolithische, was eben auch nicht nachahmbar ist, weil dieses ganz ehrliche Empfinden ist dann bei wem anderen aufgesetzt worden, das ist Nachahmend. Und das macht im Kern dann ja auch die Interpretation aus, oder? Also wenn ich jetzt aus der Perspektive des Publikums spreche, da gibt es sozusagen diesen unverwechselbaren Komponisten oder Komponistin und dann gibt es einen Menschen, der in dem Moment, wo er das spielt, auch die Person zeigt und das ist das dann, was zum Schwingen bringt und der passt vielleicht an den Schluss, weil gerade angesprochen wurde, was von Künstlerinnen und Künstlern auch im Anton-Bruckner-Privatuniversität- Buch gesagt wird, von Carola Braukold, einer Komponistin, habe ich mir das Zitat herausgeschrieben, mit der Kunst erreichen wir ein Energiezentrum des Menschen, das wir nähren und fördern. Und das fand ich einen recht schönen Satz, der glaube ich das, was wir heute gesprochen haben, noch einmal ganz gut abschließt, dass es kein Selbstzweck ist, sondern dass das Energiezentrum genährt und gefördert wird und von Bernhard Günther, der Wien Modern verantwortet, er sagt, eine Welt ohne Kunst wäre wie eine Stadt ohne öffentliche Plätze. Und das fand ich auch einen ganz treffenden Begriff für das, worum es geht. Ich bedanke mich sehr herzlich bei den beiden Autoren, bei Norbert Bruckner für sein Buch Travöger oder bei Norbert Travöger für sein Buch Bruckner und bei Rektor Rummel 20 Jahre, 20 Stimmen, Gespräche über die Kunst und ihre Vermittlung, beide Bücher sind auch verfügbar. Buchhändler Alex ist heute bei uns und sie können die Bücher erwerben und nachlesen. Außerdem hat Rektor Rummel am 4. Mai am 2. Mai seinen 50. Geburtstag und schenkt sich und uns die Brahms Sonaten. Und die hat er auch mit, wenn Sie die gerne hören. Sie haben es ja schon angesprochen, dass das so berührungslos ist. Wie vielte ist, wo die Tränen kommen? Die zweite, die elfte Sonate. Bei der zweiten. Weil das können Sie dann, wenn Sie die CD haben, selbst aus Die zweite, die elfte Sonate. Bei der zweiten. Weil das können Sie dann, wenn Sie die CD haben, selbst ausprobieren, ob es bei Ihnen auch dieses Echo auslöst. Heute ist bei uns auch Erich Gattringer. Er hat einen Verein der Kepler und Bruckner Freunde in Linz ins Leben gerufen und dazu auch gleich eine Konfiserie. Und diese Konfiserie erzeugt Bruckner Pralinen und Kepler Planeten. Das alles in süß und wer es nicht süß macht, kann sich die beiden oberösterreichischen Größen auch in Form von Bier genehmigen. Das waren jetzt noch meine Ansagen. Morgen gibt es noch einen Kepler Salon extra extern. Da geht es um Echtheit und KI im Zirkus des Wissens an der Universität mit Wolf Lotter als Keynote-Speaker, Martina Mara, der Professorin für Robopsychologie am LID der JKU. Und in einer Woche hier am Montag gibt es zu Tisch bei Immanuel Kant mit dem Philosophen Thomas Moas für Sie. So, und jetzt hätte ich vorgeschlagen, nachdem die Herren ihre Instrumente mithaben, das war jetzt ja die Arbeit, oder? Das Reden für Musiker, nehme ich an, weil musizieren selber ist ja keine Arbeit, sondern pures Vergnügen, nehme ich an, oder? Was soll man jetzt sagen? Genau, also im brugnischen Sinn hätte ich gesagt, spürt uns nur aus. yes A-m-a-n-d-a-n-d-a-n-d-a-n-d-a-n-d-a-n-d-a-n-d-a-n-d-a-n-d-a-n-d-a-n-d-a-n-d-a-n-d-a-n-d-a-n-d-a-n-d-a-n-d-a-n-d-a-n-d-a-n-d-a-n-d-a-n-d-a-n-d-a-n-d-a-n-d-a-n-d-a-n-d-a-n-d-a-n-d-a-n-d-a-n-d-a-n-d-a-n-d-a-n-d-a-n-d-a-n-d-a-n-d-a-n-d-a-n-d-a-n-d-a-n-d-a-n-d-a-n-d-a-n-d-a-n-d-a-n-d-a-n-d-a-n-d-a-n-d-a-n-d-a-n-d-a-n-d-a-n-d-a-n-d-a-n-d-a-n-d-a-n-d-a-n-d-a-n-d-a-n-d-a-n-d-a-n-d-a-n-d-a-n-d-a-n-d-a-n-d-a-n-d-a-n-d-a-n-d-a-n-d-a-n-d-a-n-d-a-n-d-a-... Thank you. you