... Musik... Ja, nach dem Film ist es immer schwierig, ein Gespräch zu starten, weil natürlich die Sachen noch sehr nachwirken und man natürlich ein bisschen Zeit brauchen würde, das Ganze zu verarbeiten. Es ist auch immer schwierig, dann auf so eine beeindruckende Person zu replizieren und das nachzuempfinden, was in so einer Person eigentlich auch abläuft, diesen Mut aufzubringen. eigentlich auch abläuft, diesen Mut aufzubringen. Ich möchte es aber trotzdem auch eine andere mutige Journalistin neben mir begrüßen, die Marina Wetzelmeier. Marina ist freie Journalistin mit den Schwerpunkten auf Migration, Soziales und Integration. Sie beschäftigt sich auch viel mit Zivilgesellschaften, Menschenrechten und natürlich mit dem Schwerpunkt auch auf die Philippinen. Und sie ist zudem als Trainerin in der Erwachsenenbildung tätig. Schönen Erstdorf, herzlich willkommen, Verena. Danke, ja. Jetzt möchte ich nochmal kurz zum Film zurückgehen, wie wir gerade gesehen haben. Hat es der Rodrigo Duterte mit einem Law and Order Wahlkampf 2016 geschafft, die Präsidentschaft auf den Philippinen zu erringen. Die Investigativjournalisten von Rappler haben versucht, diese Morde zu untersuchen und dabei auch den von der Regierung genehmigten Drogenkrieg enthüllt. Wie wir auch im Film gesehen haben, ist die Diskussion auch gestartet, wer ist jetzt wirklich getötet worden oder wer ist jetzt von den Straßen entfernt worden. Waren es wirklich die großen Dealer, die großen Drogenbosse oder sind die Opfer die Junkies auf den Straßen, die Süchtigen. Er hat dann versucht, diese unabhängige Berichterstattung zu unterdrücken, hat einen von mächtigen Influencern unterstützten Desinformationskampagne gestartet. Wir haben auch gesehen, wie diese Mechanismen funktionieren, dass das Ganze dann wie ein Lauffeuer durch die sozialen Medien sich verbreitet. Wir wurden Zeugen von einem Kampf um einen moralischen Kompass und der Wahrheit selbst. Also die Wahrheit ist immer ziemlich schwierig dann rauszufiltern. Ein Konflikt, der, wie wir auch in Österreich mittlerweile schon mitkriegen, nicht nur auf den Philippinen stattfindet, sondern der auch außerhalb dieses Landes, auch bei uns, dafür sorgt, dass eine immer mehr gespaltene Gesellschaft sichtbar wird. Was vielleicht noch spannend war, auf das möchte ich dann gleich ein bisschen Bezug nehmen, noch spannend worden, auf das möchte ich dann gleich ein bisschen Bezug nehmen und würde gerne darum deine Sichtweisen dazu fragen, ist, was mir im Film irgendwo ein bisschen gefördert, oder nicht nur beim Film, sondern allgemein, wenn man diese Wahlkampfanschläge verfolgt hat, Inhalte sind eigentlich immerhin angestellt. Also ich habe nicht recht viele Inhalte mitgekriegt, sondern es ist immer das Gefühl, es gibt so einen Personenkult, die Personen werden in den Vorder nicht recht viel Inhalte mitkriegt, sondern es immer, man hat das Gefühl, es gibt so einen Personenkult. Die Personen werden in den Vordergrund gestellt. Inhalte sind eher auf einer unteren Ebene sichtbar geworden. Und daraus resultierend meine Frage, wie gefährdet ist jetzt Demokratie auf der 1946 unabhängig gewordenen ehemaligen spanischen und US-amerikanischen Kolonie, das machen wir es ja auch einmal, also seit 1946 sind die Philippinen ja erst unabhängig, einem mehr als 7500 Inseln zählenden Land von der Größe Italiens und mit mehr als 100 Millionen Einwohnern. Also wie gefährdet ist es dort und wie funktionieren dort Wahlkämpfe wirklich? Ja, da war viel drin. Passt das eh mit dem Mikro? Ja, da war sehr viel drin in deiner Frage. Aber bei den Wahlkämpfen, man hat es gesehen, es geht viel um Entertainment. Ich bin mir nicht ganz sicher, inwieweit man das nachvollziehen kann, wenn man die philippinische Gesellschaft nicht so gut kennt. Die Philippinos, sage ich einmal ganz pauschal, die wollen gerne unterhalten werden. Man hat es ja auch gesehen bei den Wahlkämpfen, wo die Kandidatinnen und Kandidaten dann auf der Straße waren, die Leute jubeln, man wirft ihnen was zu, das ist einfach unterhaltsam. Oder man möchte halt gern was wissen, was Persönliches über die Leute wissen oder wo kommen sie her und Duterte hat zum Beispiel damit Wahlwerbung gemacht, dass er aus dem einfachen Volk kommt, indem er sich eben von der Elite in Manila abgegrenzt hat. Wenn du fragst, das ist natürlich schwierig, weil wenn du sagst, wie gefährdet ist die Demokratie, es ist immer noch so, dass jene, die in die Politik gehen, die müssen sich das auch leisten können. Die haben ein großes Netzwerk, das sind einflussreiche Familien, die in die Politik gehen, die müssen sich das auch leisten können. Die haben ein großes Netzwerk, das sind einflussreiche Familien, die sind seit Generationen schon dort. Man spricht auch von einer Elitendemokratie. Also es ist eigentlich kaum möglich, als einfache Person in die Politik zu gehen, sage ich mal. Und Duterte hat natürlich sein Netzwerk, nur das war eben im Süden der Philippinen. Man hat eben Davao gesehen als große Stadt im Süden, wo da eben ein großer Teil der Wählerschaft herkommt. Und man sieht auch die starke Verankerung der Familie, weil man hat die Kinder gesehen von Duterte. Sarah Duterte, die ist eben jetzt Vizepräsidentin, die war vorher Bürgermeisterin, in drei Amtszeiten sogar. Ein Sohn von Duterte ist jetzt Bürgermeister in der WAU und davor war es noch ein anderer Sohn. Also das sind solche politischen Dynastien, wo es schwierig ist zu sagen, wo steht da die Demokratie? Ich möchte dann kurz einmal nachhaken, das ist zuerst schon ein bisschen vorweggenommen, aber haben Inhalte einen Stellenwert? Also gibt es da Themen, abseits von dem Kampf gegen den Drogen, die aktuell irgendwie nur präsent sind? Die Themen sind eigentlich immer gleich. Es geht immer um Korruption. Also jeder Kandidat oder jede Kandidatin sagt, sie tun was gegen Korruption, sie tun was gegen Armut. Also das sind einfach so diese gängigen Themen. Es gibt kaum Parteiprogramme. Also so wie man es in Österreich kennt, da gibt es eben die Sozialdemokraten, die ÖVP, also da gibt es eben diese politischen Lager, denen man die Inhalte zuordnen kann, das gibt es auf den Philippinen nicht. Also das ist eh so, wie du sagst, hat mehr mit persönlichen Beziehungen zu tun. einer der Kandidaten von Ocho de Recho, der ist auch Anwalt, den hatte ich mal im Interview sogar. Den habe ich nämlich auch gefragt, wie das ist mit den Inhalten. Und er hat dann gesagt, ja, als Politiker bin ich nicht an eine Partei gebunden. Da gibt es vielleicht Leute, die werden gewählt und dann, wenn sie gewählt sind, dann treten sie der Partei des Präsidenten bei. Wenn dann in der nächsten Amtsperiode der Präsident von einer anderen Partei ist, dann gehe ich halt zu der Partei. Also das ist sehr flexibel. Ich spare mir jetzt deinen Österreich-Bezug dazu. Was mich dann trotzdem interessiert, aus dem Hintergrund heraus, aus diesem Familiengeflecht von Duterte. Er ist seit 30. Juni 2022 nicht mehr Präsident. Also der Film, der Zunahme, der ist aus 2020 und hat einfach so einen Überblick einmal geboten, wie das Überblick, was Duterte in die Macht gekommen ist, ein bisschen Einblick kriegt, auch in diese Strategien, die es erfolgt hat, diese Desinformationskampagnen. Und seit 30.02.2022 ist seine Präsidentschaft Vergangenheit. Er hat einen spannenden Nachfolger, wie man mittlerweile auch vielleicht weiß. Ihm ist nämlich der Ferdinand Bongbong Marcos Junior gefolgt als Präsident der Philippinen. Und damit hat wieder die Marcos-Dynastie sozusagen das höchste Amt des Staates für sich innegewonnen, nachdem sie vor fast 40 Jahren vom Isl-Staat vertrieben worden sind. Was auch noch spannend ist, ist ja, dass die philippinischen Anwälte 2018 eine Klage gegen Duterte eingereicht haben vor dem Internationalen Strafgerichtshof. Auf das möchte ich dann auch gerne reinkommen, ob du da weißt, wo der aktuelle Stand ist. Was ich mitgekriegt habe, ist ja, dass daraufhin die Philippinen die Mitgliedschaft in diesem Strafgerichtshof gekündigt haben und der Gerichtshof trotzdem diese Ermittlungen fortgesetzt hat. Allerdings kann man stark annehmen, nachdem jetzt sozusagen die Familie Marcos an der Macht ist und die Familie Marcos hat auch den Wahlkampf von Duterte damals ein bisschen unterstützt, dass sich da kaum irgendwas in die Richtung bewegen wird, dass da sozusagen diese Strafgerichtshofsverfolgung weiter verfolgt wird und zudem haben wir auch, hast du auch gerade angesprochen, die Konstellation ist ja die Tochter von Duterte, jetzt Vizepräsidentin der Philippinen ist. Da taucht bei mir die Frage auf, wie ist sowas möglich? Ja, kannst du uns überraschen, aber ich verstehe es nicht ganz, wie man in so eine Situation kommen kann. Meinst du jetzt, dass das so ein Familienbusiness ist, die Politik, oder dass eben Markus wieder Präsident wird? Das ist ja auch ein Thema, das dann bei einem anderen Film, bei der Kingmaker, im Rahmen dieser Filmabende auch gezeigt wird. Da sieht man irgendwie den Werdegang auch von Markus Junior oder Bongbong, das ist ein Spitzname. Also so wie die Filipinos gern unterhalten, also Entertainment lieben, lieben sie auch Spitznamen. Also das ist einfach, ja, jeder hat einen Spitznamen. Deswegen ist es vielleicht für manche ein bisschen komisch, dass der so genannt wird. Also man sieht es ja in diesem Film und es gibt ja auch ein Buch von der Maria Reßer, How to Stand Up to a Dictator, gibt es auch auf Deutsch. Da kann man eigentlich einiges, was man in dem Film gesehen hat, auch nochmal detaillierter nachlesen, weil es sehr genau um Social Media geht und um Facebook und in diese Desinformationskampagnen. Also sie beginnt auch damit, dass das schon viel früher auch schon gegeben hat. Es wird ja auch erwähnt im Film, dass ja die Filipinos sehr viel im Internet unterwegs sind. Facebook ist immer noch sehr groß dort, also sehr beliebt dort. Es gibt auch die Möglichkeit, also Facebook hat auch teilweise auf den Philippinen verschiedene Tests einfach durchgeführt. Also man hat schnell erkannt, dieses Potenzial und vielen Menschen, die ständig online sind, im Land selber, aber auch im Ausland. Also viele Filipinos leben ja im Ausland und sind dann auch eben verbunden über Social Media mit den Familien. Und Facebook hat dieses Potenzial sehr schnell erkannt. Und in dem Buch wird nämlich auch sehr genau dann beschrieben, wie es dazu kommen kann, also es gibt schon diese Infrastruktur dazu. Schon 2012 waren die Philippinen so ein Hotspot auch für Internetbetrug zum Beispiel oder es sind dann auch eben so Scheinfirmen oder so dubiose Firmen gegründet worden, die schon Fake-Accounts erstellt haben und die schon Webseiten erstellt haben, die als Nachrichtenseiten daherkommen, aber im Grunde auch keine richtigen Nachrichtenseiten sind. Also da gibt es schon viele Jahre, wo dann auch Informationen gestreut worden sind. Duterte hat ja in seinem Wahlkampf 2016 200.000 US-Dollar in Social Media investiert. Also die Trolle sind nicht die paar Personen, die man da sieht, sondern das sind durchaus Personen, die angestellt sind dafür. Es sind Computerprogramme. Also ich bin jetzt keine IT-Fachfrau, aber es sind auch Programme, die eben diese Informationen streuen. Und bei Markus ist es so, dass, also erstens waren die Markus ja nicht lange weg. Also 1986 haben sie das Land verlassen müssen durch diese Revolution und Anfang der 90er waren sie ja wieder im Land und haben auch schon wieder politische Ämter inne gehabt. Und in seiner Kampagne zur Präsidentschaft, da war er sehr stark sich darauf fokussiert, diese Vergangenheit, die Diktatur zu verleugnen oder weiß zu waschen. Und das sind auch Informationen, die schon viele Jahre davor gestreut worden sind. Also Bonbon Markus hat 2016 schon versucht, Vizepräsident zu werden, hat aber dann knapp verloren gegen die Lene Oistinnen, die genau geschaut haben oder untersucht haben von den Fake News, dass der Großteil der Fake News, die gestreut worden sind in Bezug auf Markus, waren positiv, haben in einem guten Licht dargestellt. waren positiv, haben in einem guten Licht dargestellt. Großteil der Fake News, die über zum Beispiel die Oppositionskandidatin, wobei Leni Robredo war ja dann Vizepräsidentin, gestreut waren, ist hauptsächlich negativ. Also das ist, um es auf den Punkt zu bringen, auch ein Ergebnis dieser jahrelangen Desinformationskampagnen. Also das ist eine Erklärung, die eben in dem Buch gut dargestellt wird und was nicht unwesentlich ist, auch für Länder außerhalb der Philippinen, also in den USA zum Beispiel, ist ein gutes Beispiel, glaube ich. Und auch in diesem Superwahljahr ist vielleicht auch in Österreich ein nicht unwesentlicher Faktor. Vielleicht auch nicht in dieser Größen, in dieser Dimension, aber durchaus auch wichtig. Da möchte ich noch ein bisschen anknüpfen. Kann es auch damit zu tun haben, dass ja auf den Philippinen eher eine sehr junge Gesellschaft, sozusagen eine junge Gesellschaftsstruktur ist. sozusagen eine junge Gesellschaftsstruktur ist und dass natürlich da auch sich die Masse eher in sozialen Medien orientiert und auch vielleicht nicht diese wie nennen sie es damit, Geschichtsvermittlung erfahren hat und deswegen auch vielleicht diese Bezüge zu dieser Dynastie gar nicht hat? Ja, also beim Thema liegt es daran, dass die Menschen so jung sind, da tue ich mir manchmal ein bisschen schwer. Es ist schon so, dass die Hälfte knapp der wählenden Bevölkerung ist unter 40. Und 1986 war eben das Ende des Markus-Regimes. Und es gibt durchaus, das hat man jetzt auch gesehen in der Wahlkampagne von Leni Rubredo, die ja gegen Bongbong Markus angetreten ist, die hatte sehr viele junge Unterstützerinnen und Unterstützer. Aber die haben halt sehr spät begonnen mit ihrer Social Media Kampagne im Vergleich zu den Markkursessen und können da einfach auch in dieser Hinsicht nicht mithalten, aber da gab es ja viel Mobilisierung unter den jungen Menschen. Ich habe auch auf den Philippinen mit einer sehr aktiven Jugendorganisation mal gesprochen und auch dann gesagt, ja, ihr seid so aktiv, wie schaut es mit eurem Umfeld aus, mit anderen jungen Menschen? Und da haben sie dann durchaus schon gesagt, ja, sie sehen sich eher in der Minderheit, weil viele das einfach auch glauben, was sie auf Social Media sehen. Wenn man so geflutet wird mit ständig denselben falschen Informationen, ist es irgendwie auch kein Wunder. Und Social Media ist auch so die Nummer eins in Bezug auf die Informationsquellen, was Nachrichten anbelangt. Also es ist zuerst Internet mit Webseiten, Social Media, dann kommt erst das Fernsehen und traditionelle Medien. Und es ist auch mittlerweile so, da hat es eine Studie gegeben, kurz nach den Wahlen, Es ist auch mittlerweile so, da hat es eine Studie gegeben, kurz nach den Wahlen, inwieweit den Menschen es bewusst ist, dass Fake News einfach ein Problem sind und ein Umlauf sind. Da haben 60 Prozent der Befragten gesagt, ja, das ist ein Problem. Aber sie sehen das Problem auch bei den traditionellen Medien, also bei Zeitungen, bei Fernsehen. Das heißt, das ist Misstrauen, was durch Social Media schon gegeben ist, das übertragt sich dann auch auf Journalismus. Das habe ich ganz interessant gefunden, dass das generell ein Misstrauen ist. Jetzt hast du mir schon die nächste Frage ein bisschen vorweggenommen. Ich möchte auch jetzt gleich einmal den weiteren Verlauf ein bisschen skizzieren. Ich erlaube mir noch eine Frage zu stellen und dann würde ich ganz gerne Ihnen im Publikum die Möglichkeit geben, Fragen an unsere Referentin oder an unsere Gesprächspartnerin zu stellen. Oder zu kommentieren. Oder zu kommentieren, genau. Du hast es gerade ein bisschen angeschnitten. Also wir haben jetzt sozusagen einen Zweikampf zwischen der Informationskampagne des Präsidenten gesehen und wir haben auf der einen Seite dieses Investigativ-Journalistenblatt Online-Zeitung Rappler mitbekommen. Wie ist es allgemein um diese Medienlandschaft auf den Philippinen bestellt? Kannst du uns da vielleicht eine kurze Skizze drüber geben, so ein bisschen Überblick? Kannst du uns da vielleicht eine kurze Skizze drüber geben, so ein bisschen einen Überblick, welche Medien sind da ausschlaggebend? Ja, also so wie Politik oft ein Familienbusiness ist, ist es auch bei Konzernen und Unternehmen und so ist es auch bei Medienunternehmen. Also die meisten großen Medien sind ja auch in privaten, also in private Unternehmen, keine staatlichen Medien. Oft ist es, glaube ich, aus journalistischer Sicht dann schwierig, weil es dann die Geschäftsinteressen gibt des Managements, die dann vielleicht mit den Interessen der Journalistinnen und Journalisten nicht übereinstimmen. Also da gibt es durchaus auch Versuche, Einfluss zu nehmen. Es gibt ja auch Politiker und Politikerinnen, die Medien besitzen. Rappler ist da, glaube ich, eine Ausnahme oder in vielerlei Hinsicht ja auch, was jetzt Digitaljournalismus angeht, Multimedia ist Rappler sehr früh auch schon ja, ist irgendwie Vorreiter. Nicht nur auf den Philippinen, sondern irgendwie auch weltweit, finde ich. Und die finanzieren sich auch selbst. Das ist, glaube ich, eine Ausnahme. Ja, und wir haben im Film zwei Medien gesehen, die es nicht mehr gibt oder nicht mehr in dieser Form. Also das eine war ABS-CBN. Es war früher so, dass es zwei große Fernseh- oder Mediennetzwerke gegeben hat, die man eben als TV-Sender hauptsächlich empfangen hat. Das war ABS-CBN und GMA. Und 2020, also unter Duterte, hat ABS-CBN keine Verlängerung der Lizenz mehr bekommen. Also die lauft nach 25 Jahren ab, dann muss man eben beantragen um eine Lizenz, damit man weiter arbeiten kann und die haben diese Lizenz nicht bekommen. Schock, weil das war zuletzt unter dem Markus-Regime so. Also man hat nicht damit gerechnet und da waren dann durchaus tausende Jobs, die dann verloren gegangen sind. Das Interessante ist jetzt, dass jetzt EBS, CBN eben aus diesen Fernsehsender, wo ja auch Radiosender, lokale TV-Sender drangehängt sind, das gibt es nicht mehr. Aber sie haben aus dieser Not, sind sie kreativ geworden und haben jetzt andere Kanäle bespielt. Also die ganzen Serien, die da gelaufen sind, die kann man auf Netflix schauen. Sie haben oder Nachrichten geworden, weil sie es eigentlich mussten. Das habe ich ganz interessant gefunden. Ja, und CNN Philippins hat auch vor einigen Wochen zusperren müssen, offiziell aus finanziellen Gründen. Da habe ich aber noch nicht genauer nachgesehen, was da, also wenn man gerade CNN, durchaus ein großes internationales Nachrichtennetzwerk auf den Philippinen gibt es jetzt nicht mehr. Danke mal für die erste entführenden Sätze und Worte und Informationen. Jetzt möchte ich Ihnen die Möglichkeit geben, sich an unserem Gespräch zu beteiligen. sozusagen Ihnen die Möglichkeit geben, sich an unserem Gespräch zu beteiligen. Gibt es konkret schon jemanden, der diese Möglichkeit wahrnehmen möchte? Ich sehe es. Und ich darf Sie bitten, ein Mikrofon zu sprechen, damit man es bei der Aufzeichnung dann auch gut hört, die Frage. Ja, danke. Ja, ich wollte eigentlich fragen, ob ihr uns einen aktuellen Stand geben könnt. Es war ja in einem Film angesprochen worden, dass die Maria Ressa und auch Rappler und auch Kolleginnen von ihr sich vielfältigen Anklagen und juristischen Auseinandersetzungen gegenüber sahen. saßen, gegenüber sahen. Könnt ihr sagen, wie der aktuelle Stand da aussieht? Also mein letzter Stand ist, es gibt wohl einige Punkte, wo Maria Risser oder Rappler freigesprochen wurde, auch jetzt dieser angesprochene Fall mit der Steuerhinterziehung, aber es gibt auch noch weitere Verfahren, wo ihr durchaus auch längere Haftstrafen drohen, die meines Wissens, glaube ich, noch anhängig sind? Ja, es hat mehrere Verfahren wegen Steuerhinterziehung oder angeblicher unterstellter Steuerhinterziehung gegeben. Da sind letztes Jahr fünf Verfahren eingestellt worden. Also in fünf dieser Anklagen ist sie freigesprochen worden. Und was noch offen ist, ist eben dieser Fall, wo es um Online-Verleumdung geht. Das ist immer noch offen. Da ist das Interessante, das ist glaube ich im Film jetzt gar nicht vorgekommen, dass diese Anklage beruft sich auf ein Gesetz, das erst nach diesem, genau, ist das schon angesprochen worden? gesucht haben zwischen dem Geschäftsmann und Menschenhandel und so weiter. Und Drogenhandel, wenn wir schon beim Drogenkrieg sind. Und genau, dieser Artikel ist dann anscheinend zwei Jahre später kurz ein bisschen geändert worden. Also man hat dann einen Tippfehler geändert. Irgendeine Redakteurin hat das anscheinend gesehen und hat den Tippfehler geändert. Und das Gesetz, das eigentlich dazu dienen sollte, Cyberkriminalität zu bekämpfen, das ist eben Ende 2012, nachdem dieser Artikel veröffentlicht worden ist, in Kraft getreten. Und rückwirkend hat man dann sozusagen dieses Gesetz angewendet. Das ist 2012 eben eingeführt worden und damals haben aber schon Juristinnen und Juristen und Medien davor gewarnt, dass das eigentlich genützt werden könnte, um gegen Pressefreiheit vorzugehen. stellt, in amerikanischem Besitz zu sein. Das wird gerne daran liegen, dass einerseits Maria Reza hat ja Doppelstaatsbürgerschaft, also sie ist US-Amerikanerin und Philippiner. Umso erstaunlicher ist es ja, dass sie ja immer wieder auf die Philippinen zurückkommt und nicht in den USA bleibt. Und ich habe gesagt, Rappler finanziert sich selbst, aber hat natürlich auch Fördergeber aus den USA. Es gibt irgendeinen Fonds, aber das hat nichts mit den Besitzverhältnissen zu tun. Und genau, das ist auch noch ein Fall, der noch anhängig ist. Vielleicht auch noch einen Satz dazu. Also das ist eigentlich eh schon beantwortet. Ihr recherchiert das eine Berufungsverfahren wegen eines weiteren Steuerfalls und eben wegen dieser Verurteilung, dieser Online-Verleumdung. Das liegt momentan beim obersten Gerichtshof auf. Das wird gerade dort noch weiter verhandelt. Ich sehe, dort wo wir hinkommen, in diesem Film sehr gut dargestellt, nämlich es wird die Politik skandalisiert oder wie Sie sagen, es gibt keine Themen mehr. Damit wird von der Frage der Armut auf den Philippinen völlig abgelenkt. Die Leute leben ja in misslichsten Verhältnissen. Es gibt größte soziale Ungerechtigkeit. Und um das geht es überhaupt nicht mehr, sondern es geht nur um die Morde, die natürlich furchtbar sind. Und Politik wird zum Event gepaart, vermute ich, mit Wegfall von öffentlichen Informationsinstrumentarien, sprich also Fernsehen oder auch Zeitungen und schlechter Bildung. Und das ist ja auch eine Richtung, die auch wir in gewisser Weise nehmen. Ich sehe diese Entwicklung eigentlich überhaupt im globalen Süden, wenn ich mir Wahlkämpfe in Lateinamerika anschaue. Afrika kenne ich mich jetzt ehrlich gesagt nicht so aus. Aber ich habe den Film sehr gut gefunden, weil er sehr schön zeigt, in welche Richtung unsere Gesellschaft, weniger die Demokratie, aber unsere Gesellschaft gehen kann mit dieser Dominanz der sozialen Medien und dem Wegschauen von Fragen Solidarität und Gerechtigkeit und dies alles im Interesse von Leuten, die nach wie vor sehr gut verdienen und sich das auch nicht aus der Hand nehmen lassen wollen, wie zum Beispiel die Familien auf den Philippinen, die Sie erwähnt haben. Danke. Gibt es weitere Wortmeldungen oder Fragen vom Publikum? Ja, ich hätte eine Frage, weil ich habe irgendwann einmal einen Artikel darüber gelesen, warum die Sache so eskaliert ist auf den Philippinen, weil es zu wenig Moderatoren im Facebook-Team gegeben hat, die einfach die Hetze nicht kontrollieren konnten. Stimmt das, dass Facebook einfach Facebook zu nachlässig war und deshalb ist die ganze Sache ins Laufen gekommen? Das ist auch etwas, was in diesem Buch nämlich beschrieben wird von der Maria Reza. Also die Rappler und die Maria Reza waren ja zu Beginn total euphorisch in Bezug auf Facebook. Die haben ja auch zusammen gearbeitet und Rappler hat ja auch auf Facebook gestartet eigentlich mit einer Seite und hat dann erst sozusagen die Webseite dann die eigene etabliert. Also die haben auch sehr früh schon begonnen mit Community Building und damit, dass man auch Leute einbindet als Bürgerjournalistinnen und Journalisten und so. Und dann sind sie eben auf dieses Netzwerk gestoßen, was man auch im Film gesehen hat, mit diesen Grafiken und diesen Desinformationsnetzwerken. Und Maria Rehser hat sich auch mit Leuten von Facebook immer wieder getroffen und gewarnt davor. Da gibt es so ein Zitat, wo sie zu Mark Zuckerberg sagt, ja, tut doch was, das läuft aus dem Ruder. 97 Prozent der Filipinos, die sind auf Facebook und sind dem hilflos irgendwie ausgeliefert, weil eben da nicht eingegriffen wird. Und Zuckerberg hat dann darauf geantwortet, ja, und was ist mit den anderen drei%? Warum sind es nicht 100%? Und das heißt, man hat dieses Problem total ignoriert und erst dann Jahre später, glaube ich 2018, hat man mal begonnen, dann Konten zu sperren oder Seiten dann von Facebook runterzunehmen, zu sperren oder Seiten dann von Facebook runterzunehmen, die sie aber sehr schnell wieder gründen. Also es ist eh so wie in dem Artikel anscheinend beschrieben, dass Facebook sehr langsam reagiert hat eigentlich. Eine Frage hätte ich, dass diese Politik und dieser Wahlkampf so Zustimmung findet, um eben eine Wahl zu gewinnen, ist mit diesen Themen. um eben eine Wahl zu gewinnen, ist mit diesen Themen. Bedeutet das, dass andere Programme, die präventiv ansetzen, gegen Drogen zum Beispiel, oder eben die Armutsbekämpfung, dann gar nicht durchkommen oder schwer durchkommen? Oder was gibt es da zum Beispiel, um vielleicht dann andere Regierungen auch zu unterstützen, die eben diese präventiven Ansätze fahren und diese gleiche, also Gerechtigkeitsansätze vielleicht stärker machen. Gibt es jetzt irgendwie eine passende Frage? Ja, ich sehe diese Ansätze, also einerseits gibt es eben Parteien, die sehr stark mit NGOs zusammenarbeiten oder auch aus der Zivilgesellschaft kommen. Da gibt es diese Ideen oder Ansätze auch schon, wenn jetzt nicht auf nationaler Ebene, weil es sich da einfach aus Ressourcengründen auch nicht durchsetzt. Also zum Beispiel Leni Rubredo, die gegen Markus angetreten ist, die hatte schon ein Sozialprogramm eigentlich in ihrem Parteiprogramm. eigentlich in ihrem Parteiprogramm. Ansonsten sieht man es eher auf lokaler Ebene, wenn dort die politischen Verhältnisse stimmen. Ansonsten sehe ich das eher bei NGOs oder bei kirchlichen Einrichtungen, die Sozialprojekte durchführen. Wir hätten noch ein bisschen Zeit, also wenn es noch weitere Fragen oder Wortmeldungen gibt, gerne. Ich hätte vielleicht noch einen weiteren Buchtipp, weil wir haben im Film auch gesehen, die Patricia Evangelista, das ist eben die Dame, die direkt aus den Slums quasi berichtet hat, wo es diese Toten, die Morde gegeben hat und die hat auch ein Buch rausgegeben, das ist kürzlich erschienen, das heißt Some People Need Killing, wo sie eben auch den Opfern die Geschichten der Opfer und der Angehörigen nacherzählt, auch ihre eigenen Erfahrungen erzählt. Ja, es ist sehr frisch rausgekommen, ist jetzt auf Englisch zumindest erhältlich, genau. Ist kein einfaches Buch, aber ein gutes Buch. Ich habe es extra vor der Veranstaltung noch gelesen. Ich glaube, es gibt noch ein, zwei Wortmeldungen, habe ich gerade gesehen. Eine Frage? Gerne, ja. Frage, gerne, ja. Ich weiß nicht, wieso begehrt in den Philippinen niemand gegen die Armut auf? Ich meine, die Leute leben doch in der Scheiße. Viele kommen zu uns und müssen hier minderwertige, schlecht bezahlte Arbeit machen. Viele arbeiten auf den Schiffen, auf allen Meeren. Viele arbeiten in Saudi-Arabien unter misslichsten Verhältnissen und niemand begehrt auf. Ist das das, wenn man aktivistisch tätig ist, hat man dasselbe Problem, wie wenn man Investigativjournalistin ist dort. Also es gibt sehr viele, ich glaube in Asien haben die Philippinen die aktivste Zivilgesellschaft und auch die vielfältigste Medienlandschaft eigentlich. Also da passiert sehr viel. Also da passiert sehr viel. Das Problem ist eher im System. Also grundsätzlich ist es, wenn man arm geboren wird, bleibt man meistens arm. Also es gibt wenig Chancen auf sozialen Aufstieg. Umgekehrt, wenn man gehen, um zu arbeiten, damit man eben Geld nach Hause schicken kann, die Kinder in die Schule schicken kann. Das kostet ja was, wenn man die Kinder in die Schule schickt. Wenn die Eltern ins Krankenhaus müssen oder zum Arzt, das muss man alles selber bezahlen. Also das liegt am System. Es gibt natürlich Initiativen, aber die Leute helfen sich halt auch selbst. Es gibt natürlich Initiativen, aber die Leute helfen sich halt auch selbst. Also das ins Ausland zu gehen und zu arbeiten, ist eine Methode, sich selbst zu helfen oder den Angehörigen zu helfen. Vielleicht liegt es daran, ist das auch mit ein Grund. Man hat eben gelernt, sich selbst oder in der Nachbarschaft umeinander sich anzunehmen. Gerade auch wenn Naturkatastrophen sind, hilft man sehr viel zusammen. Anstatt jetzt zu warten oder zu erwarten, dass die Politik das für einen macht. Das ist vielleicht auch ein Unterschied zu Österreich. Da erwartet man sehr viel und bekommt sehr viel von der Politik. Auf den Philippinen ist das nicht so. Da packt man halt dann selber an. Ich möchte gleich mit einer Empfehlung jetzt anschließen. Und zwar am 18. April sind wir in Wels im Programmkino mit dem Film Delicato, wo genau dieses zivilgesellschaftliche Aufbegehren sehr stark sichtbar wird. Also auch eine Möglichkeit, die andere Seite mal wahrzunehmen. Vielleicht auch noch, was mir wichtig ist, wir haben jetzt viel über Rappler gesprochen oder gesehen auch und über Maria Reza. Das sind jetzt keine Einzelfälle. Es gibt so eine Statistik von Report ohne Grenzen, dass seit 1986, also seit Beginn der Demokratie, wenn man so möchte, 200 Journalistinnen und Journalisten ermordet wurden auf den Philippinen. Diese Situation, dass man Drohungen erhält über Social Media, dass man Klagen mit Verfahren zu tun hat, das ist für viele Journalistinnen und Journalisten eigentlich Alltag. Ein Interviewpartner, es wurde auch erwähnt, die National Union of Journalists of the Philippines, also die größte Journalistengewerkschaft auf den Philippinen. Da habe ich auch den Vorsitzenden mal interviewt, der hat dann gesagt, ja, das ist eigentlich Alltag und schon Hintergrundlärm. Ich mache meine Mailbox auf und habe dann gleich 20 Todesdrohungen und am liebsten würde er das ignorieren, aber er kann nicht, weil alle, die ermordet worden sind, haben vorher Drohungen erhalten. Also das auch, wenn man das vielleicht nicht ernst nehmen würde, ist es gefährlich. Und speziell, ich finde, Maria Reza ist natürlich auch eine Wahnsinnspersönlichkeit, aber sie hat das Glück, dass sie international so gute Verbindungen hat und dass sie vertreten wird von Amal Clooney und sehr viel Unterstützung hat. Viele Journalistinnen und Journalisten, die auf lokaler Ebene arbeiten, haben das nicht. Und das sind oft die, die aber auch sehr nahe dran sind an den mächtigen Politikern auf der lokalen Ebene, sich irgendwie kritisch zu Großkonzernen schreiben und die haben eben diesen Schutz nicht. Also das darf man nicht vergessen auch. Schutz nicht. Also das darf man nicht vergessen. Dankeschön. Ich hätte jetzt noch eine Frage. Ist da ganz gut aufgezeigt worden, wie das, was da journalistisch auch aufgezeigt wird und die werden geklagt, die Journalisten. Gibt es eigentlich bei dieser großen Anzahl an Exekutionen auch Klagen in die Gegenrichtung? Der Staat, gibt es da auch Klagen von Privatpersonen oder von Organisationen, die den Staat klagen aufgrund dieses Vorgehens. Ich weiß jetzt nicht, wie das Rechtswesen aussieht, aber ich meine, das ist ja auch relevant. Also grundsätzlich ein Grund, warum das in dieser Dimension möglich ist, ist, dass Straffreiheit herrscht. Zwar nicht laut Gesetz, ich habe mir immer sagen lassen, der Rechtsstaat in der Theorie und die Gesetzeslage ist eigentlich gut, aber in der Praxis wird sie halt umgangen. Und viele der Täter, nach denen wird gar nicht gesucht, sozusagen. Das heißt, es gibt keine Klagen eigentlich? Ist mir jetzt nicht bekannt. Es gibt natürlich, weil wir jetzt eben Zivilgesellschaft besprochen haben, es gibt auch verschiedenste Organisationen von Anwälten und Menschenrechtsanwältinnen, Anwälten, wo ich mir gut vorstellen kann, dass die bei diesen Fällen auch dran sind und Klagen einreichen. Aber die Ergebnisse sind halt überschaubar. Es sind halt so viele Fälle. Und die Frage ist dann, wer kann sich dann diese Anwälte leisten? Es gibt dann schon die Free Legal Assistance Group. Das sind Anwältinnen und Anwälte, die das ehrenamtlich machen, die auch NGOs ehrenamtlich unterstützen, die auch Rappler ehrenamtlich unterstützt haben. Aber das hat halt auch Grenzen. Danke. Wenn es keine weiteren Fragen gibt, dann gebe ich das Mikro wieder nach vorne. Das passt so, das können es auch machen. Ich werde jetzt einfach an dieser Stelle die Initiative ergreifen und das Gespräch für heute beenden. Ich möchte aber gleichzeitig natürlich meinen herzlichen Dank nochmal aussprechen für die rege Beteiligung am Gespräch und einen Ausblick auf die nächste Veranstaltung im Rahmen unserer Reihe geben. Und zwar geht es am Dienstag, den 9. April um 18.30 Uhr im Kino in Katzdorf weiter mit dem Film Sunday Beauty Queen. Im Anschluss an den Film wird es ein Filmgespräch geben mit der Clara Handler. Die Clara Handler ist Projektreferentin bei der Drei-Königs-Aktion und für den Raum Asien, speziell für Philippinen verantwortlich. Und die DKA betreut dort vor Ort so Hinterbliebenenprojekte. Und als zweite Gesprächspartnerin dürfen wir in Katzdorf die Künstlerin und Kulturforscherin Chelsea Amada begrüßen, die eine Fotoausstellung über Krankenschwestern, die in den 70er Jahren nach Österreich gekommen sind, gemacht hat und den anderen Aspekt, sozusagen den zweiten Aspekt einbringen wird. Moderiert wird der Abend von Heinz Mittermeier vom Mensch und Arbeit der katholischen Arbeitnehmerinnenbewegung in Oberösterreich. Wird sicher ein spannendes Gespräch und eine spannende Diskussion werden, nachdem das Thema ja gerade in Oberösterreich wieder sehr aktuell ist. Freuen wir uns schon sehr drauf auf diese unterschiedlichen Aspekte, die da eingebracht werden. Zum Film selbst möchte ich auch noch ein paar Zeilen vorlesen. Zum Film selbst möchte ich auch noch ein paar Zeilen vorlesen. Bei Sunday Beauty Queen geht esmern sich um die pflegebedürftigen Alten. Doch die Lebensbedingungen der Frauen sind prekär. Arbeit rund um die Uhr, schlechte Behandlung und die Willkür der Arbeitgeber sind Gang und Gebe. Das ist jetzt diese dramatische Seite. Allerdings, der Film hat etwas anderes zu bieten. Und zwar, Sandy Beauty Queen zeigt überraschende Strategien der Selbstermächtigung angesichts der Zumutungen moderner Sklaverei. Also wir dürfen auch mit Optimismus diesen Film anschauen. Genau, weitere Programmorte und das weitere Programm kann man auf der Webseite www.fern-sicht.at nachsehen. Wir haben draußen auch noch Karten aufliegen, die kann man mitnehmen und kann sie sozusagen auch zu den weiteren Abenden informieren. Bevor ich jetzt den Abend im offiziellen Rahmen beschließe, möchte ich noch eine kurze Bitte oder vielleicht Anregung mitgeben auf den Nachhauseweg. Wir haben draußen ein kleines Körbchen aufgebaut. Wer sozusagen unsere Arbeit und dieses Projekt weiter unterstützen möchte, kann das gerne machen. Ist natürlich keine Verpflichtung. Es ist ein freier Eintritt heute gewesen und das soll auch so sein. Allerdings, wer sich dazu sozusagen berufen fühlt, unsere Arbeit auch in diesem Sinne zu unterstützen, dem sprechen wir unseren Dank aus. In diesem Sinne darf ich mich bei dir noch einmal recht herzlich bedanken, Marina, für das heutige Gespräch, bei Ihnen für die Aufmerksamkeit und für die Beteiligung und wünsche uns einen schönen Abend. Es gibt natürlich die Möglichkeit, noch draußen am Gang im informellen Rahmen das auch weiter zu diskutieren. Dankeschön fürs Kommen.