Unser Club besteht seit 33 Jahren. Wir sind zurzeit knapp 60 Mitglieder. Wir haben jetzt einen Neuzugang von unserem Strolche, den haben wir so genannt, der ist 18 Jahre und ich hoffe, dass er vielleicht den ein oder anderen Kollegen auch initiieren kann, dass er zu uns in den Club kommen kann, weil wir sind alle schon, ich sage einmal, 60 plus. Ja, es macht einfach Spaß, in einem Club zu sein, gewisse Sachen auszutauschen, wenn man mal nicht weiß, wie, wo, was. Irgendeiner von unseren Kollegen weiß immer, wie es weitergeht. Mein Name ist Dietmar Biebel, ich bin schon seit vielen Jahren Mitglied beim Oldtimer-Club Spatendorf und ein begeisterter Schrauber. Neben meinen anderen Oldtimern ist dieses blaue Baby mein Lieblings-Oldtimer. Es ist ein Steirer Buch 650 T mit stolzen 19,5 PS und einer Höchstgeschwindigkeit von an die 100 Stundenkilometer. Mit diesem Auto ist man vor 60, 70 Jahren mit der ganzen Familie in den Urlaub gefahren. Zwei Personen vorne, die Kinder hinten mit Hund und Gebäck. Sicherheit war zum damaligen Zeitpunkt kein Thema. Dieses Auto hat zum Beispiel keine Kopfstützen, keine Sicherheitsgurte, der Tank ist hier vorne unter einem kleinen Kofferraumdeckel. Und ganz bekannt ist bei diesem Auto, dass die Türen nach vorne aufgehen. Man kann sich vorstellen, wenn diese während der Fahrt aufgehen, wie brandgefährlich dies ist. Man nennt sie auch Selbstmördertüren. Wie auch unsere Haustiere brauchen unsere Oldtimer auch einen Auslauf. Sie müssen bewegt werden. Das geschieht meistens bei Ausfahrten, die wir gemeinsam über das Jahr machen. Eine solche Ausfahrt kann relativ kurz sein, so wie zum Beispiel durchs Müllviertel oder auch länger, einige Tage in Österreich oder im benachbarten Ausland. Ein unbedingtes Muss unseres Clubs ist der jährliche Besuch des Planer Alm Bergpreises. Hier treffen sich mehr als 100 Starer-Buch- Es ist eines der größten Puchtreffen in Österreich. Und das ist mein neues Restaurationsobjekt, ein der sehr seltenen Fiat 124 Spyder, Baujahr 1979. Man sieht, er ist schon fast fertig. Unsere Uftheimerausfahrten, das ist für uns jedes Mal ein Erlebnis. Bei uns gilt ja das Motto, der Weg ist das Ziel. Und deswegen genießen wir das bereits vom ersten Augenblick an. In der Gruppe, wir fahren zwar alle einzeln, aber wenn wir stoppen, sind wir alle beieinander. Es macht einen Spaß, wir haben eine Garde, der Schmäh rennt. Wir schauen uns immer tolle Dinge an, das muss man wirklich sagen. Wir haben Oldtimer-Museen, Sehenswürdigkeiten und auch wenn es nur miteinander zum Essen oder zum Kaffee trinken ist, es ist einfach immer ein Erlebnis. Und dieses Gemeinschaftliche, das muss ich sagen, das verbindet eigentlich die ganze Gruppe sehr. Der Erste muss immer schauen und der Letzte schaut immer. Also es gibt kein Abbrechen von einer Kolonne. Und was immer so schön ist, wenn die Leute daneben steigen und jubeln und klatschen und kleine Kinder, die freuen sich irrsinnig, wenn sie uns zeigen. Ja, wir sind da jetzt in Spattendorf bei mir daheim in der oberen Garage und ich stelle euch jetzt das Motorrad vor, die Primär. Das ist Baujahr 1912. Ist relativ schwierig zum Fahren, weil die hat noch keine Kupplung nicht. Hat einen Zweigang-Planetengetriebe. Und wenn das Ding einmal läuft, dann sollte man am besten nichts an der Höblage mehr verstehen. Wenn es zum Bremsen ist, hebt man das Ventil aus und bremst das Fahrzeug nieder und nachher lässt man das Ventil wieder runter und die Pumpe hat wieder weg wie ein Traktor. Die hat 500 Kubik, 3,5 PS, also das ist ein richtiger Dampfhammer. Fahren tut es ungefähr 60 kmh, was ich gefahren bin damit. Hat eine Kapitbeleuchtung, das ist der Entwickler, da kommt unten das Kapitpulver rein, oben kommt das Wasser rein und mit der Stellschrauben reguliert man wie viel Wasser auf das Kapit drauf tropft. Und da entsteht ein Ethylengas, das brennbar ist und das brennt dann in der Lampe drinnen. Das ist ein relativ gutes Licht. Huppe haben wir eine Ballhuppe. Und da haben wir eine 250er Buch DF. Das ist ein Bauer 1950. Die sind eigentlich gebaut worden, in 1948 drei Stück gebaut worden und im Ganzen bis 1954 sind 60.000 Motorräder gebaut worden. Der Johann Buch hat die Firma gegründet und zwar ist er geboren 1862, ist nicht sehr alt geworden, er ist gestorben 1914 mit 52 Jahren. Liebe Leute aus Gönnerkirchen, Spartendorf und Umgebung, ich möchte euch einordnen, am 25. Mai zum nächsten großen Ultimatreffen der Spartendorfer zu kommen, im Zuge der 150-Jahr-Fair der Freiwilligen Feuerwehr in Garnelkirchen. Es wird ein tolles Streetfood-Festival sein und bei uns werden die ersten Fahrzeuge so ab 9 Uhr eintreffen. Um 11 Uhr beginnt das Ganze offiziell und wir werden um die Mittagszeit einen dezenten, aber netten Rundfahrt noch anstarten. Kommt zu euch zu uns, so wie wir es für euch gewesen sind. Wir freuen schon voll auf euch. Ja, unser Klublokal ist in Breslstorf, ist der Klubgewirt, ist einmal im Monat am ersten Freitag. Und mich würde es freuen, wenn der eine oder andere bei uns vorbeischaut, vielleicht unsere Fahrzeuge sich anschaut oder einfach einen Meinungsaustausch macht. Es war wirklich schön. Kommt vorbei, schaut euch das Bild an. Es war noch jeder begeistert, der bei uns war.