Mein Name ist Wolfgang Heindl und ich setze mich ein für eine gerechte Welt. Gerechtigkeit ist ein zentraler Baustein, eine zentrale Voraussetzung für Frieden. Ohne Gerechtigkeit ist Frieden faktisch unmöglich. Ich war kürzlich in Äthiopien und seit Jahren ist der Regen ausgeblieben. Es hat aufgehört zu regnen. Das betrifft den Süden von Äthiopien, das betrifft das angrenzende Somalia, den Norden von Kenia. Also ich kam dort an und das, was ich gesehen habe, war zutiefst erschütternd, weil tausende Rinder in der ganzen Region inzwischen verhungert sind. Wir haben in der Provinzstadt, Dubuluk heißt die, ein Flüchtlingslager gesehen, wo tausende Menschen in ganz ärmlichen Hütten zurzeit leben, mit Wasser versorgt werden, mit Aufbau Nahrung, mit Notnahrung. Für diese Völker, die Kuh, so etwas wie der Mittelpunkt ihres Lebens. Wenn ich heiraten möchte, muss meine Familie eine Mitgift bringen, eine Mitgift einbringen und die sind Rinder. Jetzt wenn die Rinder nicht mehr da sind, weil sie verhungern oder verdursten, heißt das in der Folge, dass ich nicht heiraten kann. dass ich nicht heiraten kann. Der junge Mann, es ist so, wenn sie ins heiratsfähige Alter kommen, gibt es eine Initiation. Nachdem der junge Mann ein paar Tage, zehn Tage lang außerhalb des Dorfes sehr zurückgezogen sich durchschlagen musste, wird ein großes Fest veranstaltet und springt über den Rücken von Rindern. Bulljump wird das in der Kultur der Hamer zum Beispiel bezeichnet. Bulljump. Ohne Rinder kann der junge Mann sich nicht initiieren, das heißt in dieser Kultur kommt er nicht ins heiratsfähige Alter. Das große Thema, dass die gesamte Kultur dieser seminomatischen Völker im Süden Äthiopiens und in den angrenzenden Ländern einfach auf die Rinder fokussiert sind. Der ausbleibende Regen in diesen Ländern ist eine Folge des Klimawandels. in diesen Ländern ist eine Folge des Klimawandels. Den Klimawandel haben aber die Menschen in Äthiopien oder in Kenia oder in Somalia am allerwenigsten mitverursacht. Sie sind aber eine der ersten weltweit, die in dieser extremen Form jetzt darunter leiden. Wenn ich mich für eine gerechte Welt einsetze, dann stellt sich für mich die Frage, wie kann ich Menschen zur Seite stehen, die Opfer des Klimawandels sind, den sie nicht verursacht haben.