🎵🎵🎵 🎵🎵🎵 ¡Gracias! Sehr geehrte Damen, sehr geehrte Herren, ich darf Sie ganz herzlich zu unserer heutigen Ausstellungseröffnung hier im Forum der Linzer AG begrüßen. Und zwar steht heute die Ausstellung im Kunstforum unter dem Titel Vertrauen an das Licht. Und ich kann nur sagen, diese Künstler, die mit mir an diesem Projekt gearbeitet haben, das war sowas von einer Hingabe. Jeder hat sich so massiv und intensiv mit dem Thema Vertrauen an das Licht auseinandergesetzt, aber jeder auf seine eigene Art und in Wirklichkeit hat das Thema eine sehr große Offenheit. Dieses Vertrauen an das Licht, da komme ich dann später nochmal drauf zurück. Mein größter Dank gilt eben diesen Teilnehmern an diesem Projekt, die wirklich mit mir das erarbeitet haben und uns wirklich da massiv eingreift haben in das Ganze. Und dafür vielen, vielen Dank. Man muss sich einen Raum vorstellen, der ganz dunkel ist. Die meisten von uns kennen das gar nicht mehr, weil irgendwo immer Lichtquellen da sind. Das heißt, wenn man ins Freie rausgeht, hat man einen Sternenhimmel, man hat ein bisschen einen Lichtsmog. Aber man muss sich wirklich einen Raum vorstellen, der wirklich komplett dunkel ist, ohne den kleinsten Lichtfunken. Und wenn das so ist, dann sieht man gar nichts, dann kann man gar nichts körperhaft erkennen, überhaupt nichts. Man kann keine Formen, keine Farben, es geht gar nichts. Und sobald nur die kleinste Lichtquelle da ist, bilden sie ganz leichte Konturen, setzen sie schemenhaft Formen ab. Und je mehr, je stärker das Licht da ist, desto mehr macht das für uns kennbar, was das eigentlich ist. Und ich denke, wir hätten ohne Licht nicht nur, dass wir nicht leben könnten, aber wir würden auch überhaupt nichts wahrnehmen können. Ja, auf jeden Fall. Es gibt ja einen Spruch, wenn man sich gegen das Licht stellt, wird man immer vom Schatten verfolgt. Und das sieht man auch an meinen Bildern. Ja, ich vertraue voll und ganz aufs Licht. Ich muss ehrlich sagen, das Projekt war wahnsinnig spannend für mich und ich habe mich lange auseinandergesetzt mit der Materie, was ist da jetzt das Vernünftigste und habe gewählt den Blick durch die Kamera. Gerade mit der Kamera suche ich ja den optimalen Blickwinkel für ein Bild und alle meine Bilder, die nach der Kamera entstanden sind, sind quasi der Durchblick durch die Linse. Speziell also die Hintergründe, den Lichteinfall im Winter zum Beispiel, wenn der Schnee ist und die Berge, also die Bäume und die Landschaft ein bisschen verschneit ist und der Blick ins Weite. Also bei mir hat der Ausstellungstitel ausgelöst dieses Licht, das Sie zum Beispiel bei einem Berggipfel sehen, wenn Sie in den Himmel reinschauen. Das ist ein ganz eigenes, das ist vor allem bei diesem Bild vom Gipfelkreuz, vom Dachstein. Das ist das andere Bild, wo die Herausforderung die ist, dieses Licht darzustellen und gleichzeitig den Felsen zu malen, aber nicht als Felsen, sondern als Striche. Und wenn Sie das Bild von weiter weg anschauen, dann macht das Gehirn aus diesen Strichen einen Felsen. Das ist aber auch nur Licht und Schatten, was das erzeugt. Ein weißer Pinselstrich, ein dunkler Pinselstrich, die Kontraste, es erzeugt dann eigentlich im Kopf ein fertiges Bild. Musik Licht, Schatten oder Vertrauen in das Licht, wie geht damit um, was ist für mich das? Dann bin ich auf die Idee gekommen, dass für mich Venedig so geheimnisvoll ist, dass es so viele Lichtspiele hat durch die Kanäle und durch die engen Gassen, dass das zu jeder Tages- und Abendzeit einfach so geheimnisvolle Ecken bringt und das für mich einfach toll ist. Und das wollte ich einfach mal. Ich habe dieses Motiv selber fotografiert. Das ist bei uns in der Gegend ein Haus, das zusammengefallen ist. Also wirklich. Und das hat mich einfach dazu bewegt. Und die Glühbirne, die ich da drinnen gesehen habe, das war eben, dass die Sonne hineingescheint hat. Und dadurch hat mich das bewegt, dieses Bild zu machen. Mich interessiert Geschwindigkeit, fasziniert mich schon immer. Und Geschwindigkeit ist so ein Thema. Uns begleitet jeden Tag die Geschwindigkeit, das Sehen dann, wo wir überrascht sind, was uns entgegenkommt. Und durch die Geschwindigkeit, was man oft gar nicht wahrnimmt, aber es bringt uns immer wieder das Licht dann vorwärts. Die Geschwindigkeit rauscht an uns vorbei im Prinzip. Auch wenn ich mit dem Auto fahre, mit dem Flugzeug oder auf einer Rennstrecke, sieht man nur Geschwindigkeit, wie alles vorbeizieht. Und im Endeffekt zieht uns das Licht wieder an. Normalerweise stelle ich mich hin und male Bilder aus mir heraus und da habe ich mich mit dem auseinandersetzen müssen. Und das ist das Interessante. Eher sogar abstrakt, aber man erkennt, dass es wie jenem ist, dass es Wasser ist, dass es Licht ist. Aber es ist doch sehr viel abstrakt und trotzdem erkennt man es. Man hat eine weiße Leinwand, man zeichnet sich diesen Motiv auf, man schwitzt dabei. Es ist einfach eine große Herausforderung, weil da zum Schluss dann hinkommen, das dauert natürlich ein wenig. Es ist nicht so, dass man sagt, das dauert Monate. Es ist nicht so, dass ich sage, ich habe das in einem Tag. Zack, dass man das hat. Ich beschäftige mich sehr intensiv mit Bildern und setze diese Fotos dann in Bildern um. Da geht es nicht darum, dass man das eins zu eins praktisch versucht zu malen. Der Künstler hat die Freiheit, das so zu malen, wie er es sieht. Und das passiert bei solchen Bildern. Es gibt kein Gipfelkreuz, das so dick ausschaut wie dieses. Es ist rein, wie man es gerade empfindet, wenn man es malt. Ich gebe zu, ich bin eine Perfektionistin und eine Workaholikerin. Und ich höre nicht auf, bevor es nicht annähernd fotorealistisch fertig wird, das Bild. Aber der Unterschied für mich ist zum Beispiel, dass ein Sinn je in meinen Bildern drinnen ist. Der Unterschied für mich ist zum Beispiel, dass ein Sinn je in meinen Bildern drinnen ist. Ich muss sagen, ich bereite mich relativ lange auf Bilder vor, überlege mir das gut. Und es ist mir egal, wie lange ich brauche für ein Bild. Wichtig ist es, dass es das darstellt, was ich spüre. Für meine Malerei war es eine Herausforderung, dieses Licht in ein Bild zu bringen, diesen Kontrast von Licht und Schatten. Am Anfang habe ich gar nicht gewusst, was ich machen soll, aber dann haben wir gedacht, ich brauche irgendwo einen Halt. Und der Halt war für mich der Fels. Und darum haben wir im ersten Moment gedacht, irgendwas mit Felsen. Der Felsen ist sowieso ein Naturprodukt und hat eine Struktur. Und das umzusetzen war meine Herausforderung. Und die Gegensätze Licht und Schatten, Dunkelheit und Helligkeit. Und das war für mich das Spannende, dass man das umsetzt. Amém. Thank you.