Klima und Du. Die Verantwortung für die globale Erwärmung wird seit Jahrzehnten zwischen Politik, Industrie und Konsumentinnen und Konsumenten hin und her geschoben. Was können wir Einzelne wirklich zur Bewältigung der Klimakrise beitragen. Gemeinsam mit Expertinnen und Experten suchen wir nach Auswegen und Lösungen. Die wöchentliche Informations- und Diskussionssendung der freien Medien in Oberösterreich. Herzlich willkommen bei Klima und Du, der wöchentlichen Informations- und Diskussionssendung der Freien Medien in Oberösterreich. Dieses Mal mit einem Beitrag des Freien Radios Salzkammergut. Ein Interview von Ida Wührer mit Diplom-Ingenieur Dr. Friedrich Idam über klimafreundliches Bauen. Dr. Friedrich Idam über klimafreundliches Bauen. Es geht um die Potenziale von historischen Baumaterialien, um alternative Kühlsysteme, Green Buildings, Bodenversiegelung, die Nutzung von Leerständen und vieles mehr. Bevor wir aber zum Thema klimafreundliches Bauen übergehen, habe ich Friedrich Idam um eine kurze Vorstellung gebeten. Fritz Idam, ich bin von meiner Ausbildung unter anderem Architekt, das heißt ich bin ursprünglich aus dem Handwerk gekommen, habe Holz- und Stahlbildhauer gelernt und habe dann am zweiten Bildungsweg Architektur studiert und bin vielleicht schon ins Architekturstudium mit dem Hintergrund schon anders eingegangen. Für mich als Handwerker, als Büdhauer, war eigentlich der Umgang mit Material von Anfang an ganz, ganz wichtig. Und gerade der Büdhauerberuf ist ein Beruf, wo man mit sehr archaischen Werkzeugen, also wirklich mit Handwerkzeug, mit Schnittseisen, mit Knüpfen, unmittelbar an Materialarbeit und das Material sehr spürt. Und da waren die Materialien, mit denen ich eigentlich schon sehr früh konfrontiert war, Holz und Stein, aber auch Beton. Und ich bin dann beim Architekturstudium, ich sage manchmal so halb ernst, ja, ich habe die Gehirnwäsche eines Architekturstudiums durchlaufen, wo dann in der ersten Stunde Wintersemester gesagt wird, dass die einzig sinnvolle Dachform das Flachdach ist und das alles andere schier ist und das Beton des TopmMaterials und ich war dann natürlich durch dieses Studium beeinflusst, man glaubt es. Mein Knackpunkt war die Bauphysik. Wir haben, wenn ich das vielleicht jetzt ein bisschen länger darstellen kann, wir haben in der Bauphysik so eine Hausübung gekriegt, wo zu berechnen war, der Wärmedurchgang der Wohnung, in der man gerade lebt und der Jahresenergiebedarf. Durchgang der Wohnung, in der man gerade lebt und der Jahresenergiebedarf. Und ich habe damals in Wien mit meiner Familie in einer WG, in einer Altbauwohnung gewohnt, also mit dicken Ziegelwänden im obersten Geschoss, mit einer hölzernen Dippelbaumdecke. Und ich habe das sehr, sehr sorgfältig berechnet und habe dann einen Jahresenergieverbrauch für die Wohnung rausgekriegt und habe aber den dann mit unserem tatsächlichen Gasverbrauch verglichen. Und obwohl wir mit Gas auch noch Warmwasser bereitet haben und gekocht haben, war der Energieverbrauch der tatsächliche um ungefähr 40 Prozent weniger als bei der Berechnung rausgekommen ist. Und das hat mich stutzig gemacht und ich habe dann zu hinterfragen begonnen, warum weichen die berechneten Ergebnisse so sehr von den tatsächlichen ab. Und das war dann der Punkt, wo ich das nicht mehr geglaubt habe, was mir im Studium erzählt worden ist. Und wo ich das nicht mehr geglaubt habe, was mir im Studium erzählt worden ist. Und da hat sich dann herausgestellt, dass diese U-Wert-Berechnung ganz grob vereinfacht ist und mit der strengen physikalischen Berechnung nicht zusammenstimmt. Das heißt, bei dieser sogenannten U-Wert-Berechnung ist der Faktor Speicherfähigkeit des Materials und andere Eigenschaften wie Temperatur und Feuchte des Materials nicht berücksichtigt. Kurz zusammengefasst, die U-Wertberechnung begünstigt, oh Wunder, leichte Dämmstoffe und benachteiligt historische Baustoffe. Im Klartext, ein historischer Ziegel kann wärmetechnisch wesentlich mehr als die U-Wertberechnung angibt und eine Mineralwolle kann wesentlich weniger. Und so bin ich dann, das war quasi dann mein Weg hin zu historischen Baustoffen. Und ich habe mich dann im zweiten Studienabschnitt auf Denkmalpflege spezialisiert. Und dadurch bin ich ohnehin fast nur noch mit diesen historischen Materialien konfrontiert gewesen und habe dann schon gemerkt, wie lang deren Lebenszyklen sind. Also einfach diese Faszination, wie lang historische Baustoffe, Baukonstruktionen halten im Vergleich zu modernen. jetzt gebaut wird, teilweise eine Lebensdauer hat von 30 Jahren oder so, ist das auf diese Materialien, die heutzutage verwendet werden, zurückzuführen? Ja, es ist tatsächlich so. Wir haben da ein Phänomen, was unsere ganze Wirtschaft durchzieht, das ist die geplante Obsoleszenz. was unsere ganze Wirtschaft durchzieht, das ist die geplante Obsoleszenz. Das heißt, dass die Produkte so designed werden, dass sie einen kurzen Lebenszyklus haben. Diese Idee stammt aus der Mitte des 20. Jahrhunderts. Sie ist erstmals schriftlich formuliert worden von einem amerikanischen Wirtschaftswissenschaftler namens Bernard London. Der hat ein Buch geschrieben mit dem Titel Ending Depression by Blind Obsolescence. Und der hat zum Beispiel damals schon für Gebäude einen Lebenszyklus von 30 Jahren vorgeschlagen. Und das ist genau das, was jetzt unsere Wirtschaft antreibt, dass es der Wirtschaft die Dynamik gibt, dass die Dinge einfach so schnell kaputt werden. Es sind einerseits die Unzahl an Baustoffen und deren Wechselwirkungen, die wir nicht gescheit kennen, und dann natürlich in unseren modernen Gebäuden steckt viel mehr Technik. Und wir wissen das alle, der Lebenszyklus von einem Handy, der ist vielleicht, naja, du bist jung, wie lange hat man ein Handy? Naja, so maximal, glaube ich, fünf Jahre. Viele wechseln ja schon öfter, aber es geht ja nicht darum, dass es kaputt wird. Es geht ja auch darum, dass die Apps ihn nicht mehr installieren lassen. Ganz genau. Und das ist jetzt genau bei unserer modernen Heiztechnik und Gebäudetechnik genauso. Da ist so viel Elektronik drin, die relativ schnell veraltet oder man kriegt keine Ersatzteile mehr. Es kann zum Beispiel eine Wärmepumpe theoretisch toll funktionieren, aber es hilft dann überhaupt nichts. Wenn nach zwölf Jahren ein Bauteil vom Kompressor kaputt ist und den Bauteil kriegt man nicht mehr, dann kann man die ganze Wärmepompe wegschmeißen. Und so ist es bei sehr vielen Dingen. Also das ist einerseits diese immer kompliziertere Haustechnik, die immer schneller kaputt wird, immer kompliziertere Haustechnik, die immer schneller kaputt wird, und dann ganz gezielt Produkte wie diese ganzen Folien, diese ganzen Verklebungen, die einfach so designt sind, dass ihr Lebenszyklus oft im 10-, 12-, 15-Jahr-Rhythmus ist. Aber ist das dann nicht bei den Materialien auch ein Problem, dass teilweise sehr viel Plastik drin ist, sehr viel umweltschädliche Dinge, die man dann nicht gut entsorgen kann, auch wenn sie kaputt werden. Grundsätzlich, also auch Plastik, man kann gutes Plastik produzieren. Also ich habe zum Beispiel, das ist unglaublich, ich bin jetzt schon ein alter Mann, meine Plastik- Kinderbadewanne, die ist aus einem so hochwertigen Plastik, dass in dieser Badewanne jetzt meine Enkelkinder baden. Und die ist immer noch weich, die ist immer noch elastisch. Also ich will jetzt Kunststoffe nicht a priori schlecht reden. Also man könnte theoretisch unglaublich hochwertige Kunststoffe produzieren, nur wird es eben nicht gemacht, weil unser Wirtschaftssystem nur funktioniert, wenn die Dinge schnell kaputt werden. Und natürlich ist es jetzt so, dieses Plastik, das jetzt schnell kaputt wird, ist natürlich ein Problem. Es ist natürlich ein Problem in der Entsorgung. Vielleicht noch ergänzend, das wirkliche Problem bei den modernen Bauten sind die sogenannten Verbundwerkstoffe. Das heißt, wenn man zum Beispiel an ein sogenanntes Wärmedämmverbundsystem denkt, Das heißt, wenn man zum Beispiel an ein sogenanntes Wärmedämmverbundsystem denkt, also wie jetzt die Fassaden eingepackt werden, da wird das Styropor mit einem mineralischen Kleber an die Fassade befestigt. Es wird mit Dübel, die wiederum Kunststoff-Metallkonstruktion sind, angedübelt. Dann kommt ein Glasfaserflies drauf, dann kommt irgendeine Haftbrücke drauf. Das heißt, es werden so viele verschiedene Materialien zu einem Verbundwerkstoff vereinigt und das ganz große Problem bei der Entsorgung ist, diese Werkstoffverbunde wieder zu trennen. Und welche Materialien sollten jetzt eigentlich zum Zug kommen, wenn man eben ein Haus neu baut, beziehungsweise wo sollte man sich dann am besten beschaffen? Also vielleicht einmal ganz grundsätzlich, ich glaube, das beste Haus ist das, das überhaupt nicht gebaut wird. Also ich denke, das ganzheitliche, also natürlich ist für mich, und da werden wir vielleicht heute noch drauf kommen, Bodenversiegelung, Bodenverbrauch, ein ganz großes Thema. Und ich denke, es sollte der Neubau eines Hauses wirklich die allerletzte Variante sein. Ich denke, es gibt bereits so viel Leerstand, dass das Sanieren von Leerstand das wichtigere Thema wird. Ich glaube auch in einer demografischen Dimension. Ich bin zum Beispiel Mitglied der sogenannten Babyboomer-Generation. Das ist eine Generation, wenn man sich die Demografie anschaut, die eine Riesenblasen bildet. Wir sind sehr, sehr viel und sehr viele dieser Babyboomer besitzen große Häuser und wir werden eher früher als später aus diesen Häusern heraus sterben. Also du gehörst der Generation und quasi der Erbinnen dieser Babyboomer-Häuser. Es wird in 20 Jahren ein gigantischer Leerstand da sein. Und ich glaube, da sollte man jetzt schon so weit vorausdenken und quasi jetzt nicht zusätzlich bauen, sondern jetzt schon schauen, den Bestand möglichst ökonomisch zu nutzen und auf Neubau zu verzichten. Wenn man neu baut oder wenn man jetzt überhaupt baut oder wenn man saniert, denke ich, ist der beste Blick in die Vergangenheit. Und das ist ja das Konzept, das ich gemeinsam mit meinem Kollegen Günther Kein entwickelt habe, dieses Simple Smart Buildings, dieses Lernen aus dem baukulturellen Erbe, schlicht und einfach zu schauen, was hat sich bewährt. Wenn ich mir anschaue, es gibt tatsächlich im Weltkulturerbe Donaulimes gibt es noch immer bewohnte Gebäude, die in der Römerzeit errichtet worden sind. Die sind in der Römerzeit aus gebrannten Ziegeln, aus Steinen und aus Kalkmörtel gebaut worden. Und wenn man sieht, ein Objekt funktioniert 2000 Jahre lang, dann ist das für mich ein ganz klarer Indikator, dass das eine sinnvolle Bautechnik ist. Da die Leerstände angesprochen wurden, kommt jetzt ein Lied, von dem zumindest der Titel zum Thema passt. House Where Nobody Lives von Tom Williams. The folks moved out of it a long time ago And they took all their things And they never came back It looks like it's haunted with a window's open Everyone calls it the house where nobody lives. Ones that have dreams Did they throw it away Did they know what it means Someone's heartbreak Did someone do somebody wrong? Well, the paint is all cracked It was peeled off of the wood The papers were stacked on the porch where I stood And the weeds had grown up just as high as the door There were birds in the chimney and an old chest of drawers Looks like no one will ever come back to the house where nobody lives. Oh, well, once it had laughter, once it had dreams, did they throw it away? They know what that means. Someone's heartbreak. Or did someone do somebody wrong? So if you find someone, someone to have, someone to hold, don't trade it for silver, for gold Cause I have all of life's treasures And they're fine and they're good They remind me that houses are just made of wood What makes a house grand Oh, it ain't a roof or the doors If there's love in a house It's a palace for sure Without love It ain't nothing but a house A house where nobody lives Without love It ain't nothing but a house A house where nobody lives Und weil du jetzt gerade vom Leerstand eben schon begonnen hast, die Babyboomerhäuser, von welchem Jahrzehnt, Jahrhundert sprechen wir da? Und wenn halt die relativ neu gebaut worden sind, muss man ja da eigentlich dann auch wieder was herrichten, oder? Weil das Material ist ja auch nicht das gute alte Material, von dem du redest, oder? Ja, genau. Also es gibt quasi so, es gibt die Bauwelle der Eltern der Babyboomer. Also die Generation, die Elterngeneration der Babyboomer, das ist die, das war auch eine sehr, sehr starke Generation. Also das kommt immer wieder in so Wellen. Eine sehr, sehr starke Generation. Also das kommt immer wieder in so Wellen. Und die Eltern der Babyboomer haben später, oder 1950er, 1960er gebaut, die Babyboomer 80er, 90er Jahre. Und diese Häuser, die stehen jetzt in der Landschaft Hummerdum, die haben den Boden versiegelt. Und da gilt es jetzt zu überlegen, wie kann ich die effizient weiter nutzen. Und das ist natürlich von der Fragestellung her, denke ich schon sehr komplex. Es gibt so ein Pendeln zwischen zwei Extremen. Es gibt einerseits das Extrem, das Gebäude wegzureißen und etwas Neues hinzustellen. Und es gibt das andere Extrem, gar nichts zu tun. gar nichts zu tun. Und zwischen diesen beiden Extremen ein Optimum zu finden, ist einerseits gebäudeabhängig, also man braucht sicher mal eine Analyse des Gebäudebestandes, es ist aber auch nutzerabhängig. Das heißt, wenn der Nutzer, die Nutzerin sagt, ich kann damit leben, dass ich das Gebäude auf 18 Grad temperiere, weil das vielleicht gesünder ist und aus persönlichen Überlegungen das so mache, dann würde ich relativ wenig in wärmedämmende Maßnahmen stecken. Wenn die Nutzer aber sagen, ich würde die Räume auf 25 Grad temperiert haben, dann muss ich bei der Wärmedämmung was machen. Also das ist einerseits Bestandsanalyse, was ist da und dann mit den Nutzern eine Zieldefinition, was soll das Gebäude können. Randbedingungen kann man dann ein Konzept entwickeln. Es gibt ein paar so aufgelegte Dinge. Also was immer effizient ist, ist, also mal so, grundsätzlich sollte man einen Dachboden nicht ausbauen. Der Dachbodenausbau ist baufysikalisch das Komplizierteste. Wenn der Dachboden nicht ausgebaut ist, ihn auch nicht ausbauen, sondern eine Dämmung der obersten Geschossdecke, dass man die oberste Geschossdecke diffusionsoffen wärmedämmt. Das ist ganz einfach das Bild, wenn man vergleicht einen Topf, in dem man Wasser kocht, auf den einen Deckel draufgeben. Also nach oben hat man die größten Wärmeverluste. Und natürlich in der vorher genannten Analyse des Gebäudes ist ganz sicher dabei eine Thermographie, dass man Infrarotaufnahmen vom Gebäude im Winter macht und dann einmal identifiziert, wo sind genau bei diesem Gebäude die größten Wärmeverluste und dann dort ganz spezifisch Maßnahmen ergreift. Und bei allen diesen Überlegungen wirklich eine Lebenszyklusbetrachtung zu schauen, eine Lebenszyklusbetrachtung, zu schauen, wie viel Energieinput ist in der Maßnahme, wie lang ist die Lebensdauer dieser Maßnahme und kommt überhaupt im Lebenszyklus dieser baulichen Maßnahme der Energieinput tatsächlich als Ersparnis retourt. tatsächlich als Ersparnis retourt. Es ist oft, also diese wirklich Betrachtung, Fachausdruck from cradle to grave, also wirklich von der Entstehung des Produkts über die Verarbeitung bis hin zur Entsorgung und auch finanziell, auch wirklich finanziell zu schauen, rechnet sie das? Also einer meiner Grundsätze, die ich Bauherrschaften immer empfehle, ist never change a winning team. Also wenn die Ölheizung noch funktioniert, ist es sinnvoll, die bis an ihr Ende weiter zu betreiben. Weil wenn ich eine funktionierende Ölheizung ausreiße und wegschmeiße, mache ich ja genauso Ressourcenverschwendung. Und grundsätzlich, was auch immer gut ist, antizyklisches Verhalten. Also immer das, was momentan Modeerscheinungen sind, nicht machen, sondern ein bisschen warten. Und wenn man sich jetzt ein bisschen aussuchen kann, welches Haus man dann zum Restaurieren anfängt, welches Jahrhundert oder welches Jahrzehnt würdest du da empfehlen, weil da noch die guten Materialien drin sind? Ja, die große Zäsur war der Erste Weltkrieg. Also alles vor dem Ersten Weltkrieg gebaute ist unglaublich solid, ist im Regelfall Massivmauerwerk, Vollziegelmauerwerk, gut dimensioniertes Holz, auch die Fensterkonstruktionen, Kastenfensterkonstruktionen aus dem 19. Jahrhundert. Also das späte 19., frühe 20. Jahrhundert war im Bauwesen eine absolute Hochblüte. Da hat sich bei uns die Baukultur wirklich auf einen Höhepunkt zu bewegt. bei uns die Baukultur wirklich auf einen Höhepunkt zu bewegt. Dann mit dem Ersten Weltkrieg und mit der Armut und Materialknappheit der Zwischenkriegszeit des Zweiten Weltkriegs, der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg, ist sehr, sehr oft bei Materialien gespart worden. gespart worden und die Häuser entsprechend mit Ersatzbaustoffen, da geht es hin von Schlackenziegeln, von Betonziegeln, aber ich glaube, es ist kein,len würde. Die Situation gibt es auch, aber im Regelfall kann man schon sanieren, wenn man auch an der Stellschraube Benutzerbedürfnisse dreht. Ich glaube, es ist bei einem alten Haus grundsätzlich einmal wichtig, ein Haus zu finden, wo man sagen kann, okay, dieses Haus kann ich im Wesentlichen so annehmen, wie es ist und mache keine ganz massiven Veränderungen. Kann man altes Material irgendwo noch beschaffen, wenn man da jetzt zum Restaurieren anfängt? Ja, zum Beispiel, also man kann altes Material, wir haben im Rahmen der Kulturhauptstadt 2024 auch dieses Programm Simple Smart Buildings. Und zum Beispiel dieses schon seit der Römerzeit verwendete Material Kalk, das werden wir Anfang September wiederherstellen. Also wir haben in Grundlsee, in Gessl, einen historischen Kalkofen jetzt in den ersten Schritt einmal saniert und der wird dann wieder mit Steinmaterial aus der Gegend und mit Brennstoff aus der Gegend, also mit einem Servituzholz, dort gibt es ein tatsächliches Servitut fürs Kalkbrennen, das sogenannte Kohleholz. Und man kann diese Baustoffe tatsächlich regional mit dem Grundsatz der kurzen Wege herstellen. Also das ist einmal Bindemittel Kalk. Steinmaterial kann man sowieso an Ort und Stelle gewinnen. Also ich habe zum Beispiel bei mein Haus in Heustadt sehr viel mit Steinmaterial gearbeitet, das ich am Baugrund gebrochen habe. Wenn man das Glück hat, in einer Gegend zu leben, wo ein lehmiger Grund ist, kann man für Stampflehmkonstruktionen definitiv den Lehm aus der Baugrube verwenden. Also da gibt es zum Beispiel ein sehr schönes Beispiel, der österreichische Lehmbaubionier Martin Rauch hat sein Haus in Rankweil in Vordelberg in einen Hang gebaut, wo er unmittelbar aus dem Hang das Lehmmaterial für die Mauern entnommen hat. Und Ziegel kann man einerseits kaufen, andererseits gibt es immer noch Abbruch. Also von Abbruchmaterial, also in Heustadt ist vor einigen Jahren ein historisches Arbeiterhaus der Saline abbrochen worden. Da waren tausende Ziegel, also hätte ich da noch, es ist alles auf den Müll gekommen, hätte ich damals noch Ziegel gebraucht, hätte ich natürlich mit Abbruchmaterial. Vor allen Dingen dieses uralte System Kalkmörtel, Ziegel, der Kalkmörtel klebt nicht so fest am Ziegel. Also man kann es wieder sehr, sehr leicht trennen. Und natürlich das Material Holz, letztlich ein Baustoff, der die Menschheit schon seit Urzeiten begleitet. Diesen Baustoff Holz kann man natürlich nach wie vor in der Region ernten und in der Region verwenden. Und das war eigentlich dann der nachhaltigste Weg, ein Haus zu restaurieren oder zu… Genau, und bei der Planung auf den sogenannten Gebäudeschutz achten. Also ein ganz wichtiger Grundsatz beim Gebäude ist, die Baustoffe so zu verwenden, so einzubauen, vor allen Dingen bei Holz, da geht es um den Witterungsschutz. Also genau das, was die moderne Architektur nicht will, ein Dachvorsprung, einen sogenannten Viehgang, das ist genau das, was natürlich die Lebensdauer eines Gebäudes verlängert und von den Eigentümern ganz simple Erhaltungsmaßnahmen wie etwa Dachrinnen ausräumen, dass man eben von Zeit zu Zeit, alle zwei, drei Monate schaut, sind die Dachrinnen noch gängig, einfach das Haus immer wieder im Auge behalten. Wo ist eventuell ein Bauschaden, wo ist was zu sanieren? Also diese laufende Pflege, so wie man ein Auto zum Service gibt, ganz selbstverständlich, braucht auch ein Gebäudeservice. Und wenn man das konsequent macht, dann kann man, wie wir es von unserem baukulturellen Erbe wissen, kann der Lebenszyklus von einem Gebäude mehrere Jahrhunderte bis Jahrtausende betragen. Und wenn wir jetzt schon beim Dach waren, also das Flachdach ist eigentlich überhaupt keine gute Methode. Ist wieder von der Region abhängig. Also im Mittelmeerraum mit wenig Regen ist ein Flachtoch absolut gut und in Ordnung. Es funktionieren auch moderne Flachtoch-Konstruktionen unter Laborbedingungen. Also wenn das in einer Halle gemacht wird mit Top-Arbeitern, aber die realen Rahmenbedingungen vom Flachtoch sind eben so, dass das oft unter schwierigen Rahmenbedingungen mit unmotivierten Arbeitern gemacht wird und einfach die Wahrscheinlichkeit, dass bei einem Flachtoch ein Bauschaden ist, ist wesentlich größer als bei einem Steildach, weil beim Steildach einfach das Wasser mit einer gewissen Geschwindigkeit nach unten rinnt und nicht stehen bleibt. Und beim Flachtoch, wenn da irgendwie ein Sunk ist, bleibt das Wasser über Wochen stehen und das Wasser hat bekanntlich einen sehr kleinen Kopf und irgendwann einmal geht es ein. Und vor allen Dingen ist auch wichtig, der sogenannte Dachüberstand, der eben über die Gebäude vor der Kante auskragt und dadurch in unserem regenreichen Klima die Fassade schützt. Ihr hört eine Klima-und-Du-Sendung vom Freien Radio Salzkammergut zum Thema klimafreundliches Bauen mit einem Interview mit Friedrich Idam. Das nächste Lied heißt Eigentumswohnung und ist von Christiane Rösinger. Von den Eltern zur Belohnung und zur eigenen Nervenschonung und zur ständigen Naherholung kriegen wir jetzt eine Eigentumswohnung. Wir wollen ja keinen vertreiben, aber wir müssen noch irgendwo bleiben. Wir müssen schließlich auch irgendwo wohnen und Erben muss sich wieder lohnen. In anderen Ländern wohnt man auch nicht zur Miete, da bist du ohne Eigentum die Miete. Der Mietenmarkt ist das allerletzte. Wir sind nicht geboren für diese Hetze. Von den Eltern zur Belohnung, unserer eigenen Erfenschonung und zur ständigen Naherholung kriegen wir jetzt diese Eigentumswohnung. Der Kapitalismus ist an allem schuld, wir sind am Ende unserer Geduld. Wir leben eigentlich selber prekär, wenn das mit der Wohnung nicht wär' Wir müssen auch an das Alter denken Die Eltern wollten's uns halt unbedingt schenken Wir haben leider keine andere Wahl Wir thematisieren das ja selber manchmal Von den Eltern zur Belohnung Und zur eigenen Nervenschonung Und zur ständigen Naherholung Lolo und zur eigenen Nerven Solo und zuständig in Erholung kriegen wir jetzt eine Eigentumsfoto. Untertitelung des ZDF, 2020 Durch die Klimakrise kommt es ja immer mehr und mehr, vor allem in den Städten, zu Erwärmungen. Und die alten Häuser, man merkt es, wenn man drinnen ist, es ist oft kühler. alten Häuser, man merkt es, wenn man drinnen ist, es ist oft kühler. Wie könnte man das jetzt schauen, dass auch in die neuen Häuser vielleicht die Energie nicht für Klimaanlagen drauf geht vom Strom, sondern dass da wieder eine natürliche Kühlung... Also wir werden die Klimakrise sicher nicht mit Kühlanlagen bewältigen. Wie du richtig beobachtet hast, haben alte Häuser, ich sehe es jetzt zum Beispiel, wir haben heute einen sehr, sehr heißen Augusttag, wir sind in den sogenannten Hundstagen und ich sehe es jetzt, du siehst mich mit einer Strickjacke in mein Haus in Heustadt mit 90 Zentimeter dicken Wänden aus Bruchstein, aus Kalkmörtel gebundenem Bruchsteinmauerwerk. Mauerwerk dürfte so 16. Jahrhundert sein, also das funktioniert auch schon sehr lang, mit Holzkastenfenstern aus dem 19. Jahrhundert und da hat es jetzt, ich habe vor dem Gespräch aufs Thermometer geschaut, 19 Grad. Und das funktioniert aufgrund dieser dicken Steinmahn, weil einfach die Sonne so lang braucht, um die aufzuwärmen und die speichern die Wärme ein. Das heißt, man spricht von der sogenannten Wärmediffusivität. Der Begriff meint, wie lang es dauert, dass ein Temperaturzustand von außen innen ankommt. Und wenn die Wände dick sind und das Material gut Wärme speichert, dauert es sehr, sehr lang, bis der äußere Temperaturzustand innen ankommt. Und bei so dicken Wänden ist es so, dass der im Prinzip nie ankommt, denn nach zwölf Stunden setzt bereits wieder die Nachtkühle ein und dann kehrt sich der Temperaturstrom wieder um und die Wärme wandert ja immer von warm zu kalt und wenn es draußen kühler ist als die Kerntemperatur des Mauerwerks, kehrt sich der Wärmestrom um. Und so ist die Kühlung möglich. Ein ganz weiterer wesentlicher Kühleffekt ist natürlich möglichst nicht versiegelter Boden. Also du hast ganz konkret diese innerstädtischen Wärmeinseln angesprochen. Ich habe mit dem Kollegen Keinhammer in Wien ein Kühlungsprojekt entwickelt für das Burgtheater. Das Burgtheater hat eine historische Luftbrunnenanlage. Das kann ich vielleicht dann noch kurz erklären. Das ist ein Erdmassespeicher. Und uns sind damals zur Verfügung gestellt worden die schriftlichen Klimaaufzeichnungen von den 1960er Jahren. Da ist jeden Tag gemessen worden an der Außentemperatur. Und da sieht man ganz, ganz deutlich, dass die Temperatur in dieser innerstädtischen Wärmeinsel natürlich wesentlich stärker ansteigt als die Temperatur woanders. Übrigens, ich glaube, das ist ganz, ganz auch eine wichtige Überlegung. Wenn wir Messstationen anschauen, wir haben ja zum Beispiel die berühmte Messstation Kremsmünster, die eine der ältesten Messstationen ist, wenn es jetzt richtig im Kopf auf Seiten 18. Jahrhundert Temperaturaufzeichnungen gemacht werden, denke ich, muss man immer mitbedenken, dass sie auch in Kremsmünster die Bodenversiegelung verändert hat. Also ich bin davon überzeugt, dass wir in Kremsmünster heute mehr Bodenversiegelung als im 18. Jahrhundert haben. Das heißt, diese Temperaturanstiege der Messstationen sind natürlich multifaktoriell. Die bilden jetzt nicht nur CO2 ab, die bilden natürlich natürliche Klimaschwankungen ab, aber die nach auch durch die Bodenversiegelung verursacht. Das heißt, Bodenversiegelung nach Möglichkeit reduzieren, also Verdunstungsmöglichkeiten, Verdunstungskälte, diese sogenannte Adiabate-Kühlung, also wenn Wasser verdunstet, wenn es vom flüssigen in den gasförmigen Zustand übergeht. Das braucht sehr viel Energie, da ist ein Sprung. Und da entsteht dann Kühle. Das kann man natürlich auch erzeugen, indem man Feuchtigkeit versprüht. Aber das können Bäume, das kann der Boden. Du weißt, wie das im Sommer angenehm ist, im Wald und dann Baum, wo da diese Verdunstungskälte. Und das Zweite, muss ich jetzt auch noch dazu sagen, ist der Blick über die Grenzen hinaus. Auch das ist ein Konzept der Simple Smart Buildings, zu schauen, wie ist man in Ländern, in denen es jetzt schon heiß ist, mit Kühlung umgegangen. tolle Beispiele aus dem Iran, die sogenannten Windtürme namens Badgir. Da wird der Wind eingefangen, also die schauen in die Windrichtung, lenken den Wind in diesen Lehm-Windturm. Im Lehm-Mauerwerk passieren ganz, ganz spannende baufysikalische Prozesse. Die sogenannte Kapillarphysik, also in diesen feinen Teilchen, in diesen Kapillaren, in diesen Poren, finden andereunstungsprozesse und Kühlprozesse. Also diese Materialien kühlen natürlich in Porosität. Dann wird der Wind nach unten geleitet in sogenannte Guanahas. Das sind Bewässerungskanäle. Da streicht dann die Luft über die Wasseroberfläche, wo wieder Verdunstung stattfindet und gekühlt wird. Und mit diesen historischen Kühlsystemater entfernt, im sogenannten Volksg 100 Meter durch einen Erdmassenspeicher und im Sommer wird die Luft gekühlt und im Winter wird es vorgewärmt und dann im ganzen Gebäude verteilt. Und ich habe das bei einem Bauherrn, dem habe ich auch diesen Luftbohnen empfohlen und der sagt, das funktioniert auch im Kleinen. Man kriegt dadurch im Sommer einfach kühle Luft ins Gebäude. Und meidet das, dass man die Klimaanlage beim Fenster aussehen kann? Genau, das ist ihr erster Tschirch. Ich glaube, auch um das geht es. Diese Windtürme, wenn du das googelst, diese Batgier, das ist ja was Wunderschönes. Das sind wunderschöne Objekte aus Lehm. Das ist ja was Wunderschönes. Das sind wunderschöne Objekte aus Lehm. Und natürlich, was das nächste Klimaschädliche ist, die Klimaanlage verbraucht ja nicht nur Stromme und gerade in innerstädtischen Wärmeinseln wird neben der Bodenversiegelung durch diese Rückkühlgeräte der Klimaanlagen zusätzliche Wärme in diese innerstädtische Wärmeinsel eintragen. Darum ist eine Klimaanlage für mich ein No-Go. Bringt dann das ganze Green Building und Fassadenbegrünung und Dächerbegrünung in die Städte ein bisschen was? Ja, definitiv. Also bei Dächerbegrünung hat man natürlich die riesen Flachtachproblematik. Also ein begrüntes Dach ist erstens irrsinnig schwer. Und das Dach ist erstens irrsinnig schwer. Also man braucht eine wahnsinnige Statik und Stolpedondecken, damit dieses grüne Dach überhaupt getragen wird. Das ist Schwierigkeit eins. Ein grünes Dach kann von der Konstruktion nicht diffusionshofen sein, weil das muss absolut wasserdicht sein. Das sind die baufysikalischen Schwierigkeiten. Aber natürlich ist am grünen Dach eine Verdunstung möglich und das kühlt. Und auch eine begrünte Fassade schafft natürlich durch die Verdunstung der Pflanzen Kühle. Ja, definitiv. Pflanzen, Külle, ja, definitiv. Und weil es in dieser Sendung auch viel ums Bauen geht, kommt jetzt Sigrid Horn mit dem Lied Bauen. Und sie bauen die Wiesen zu, sie brennen in Wäldern und sie bauen, ja sie bauen. Und sie bauen, bauen, bauen, bauen, bauen, bauen. Und sie bauen, bauen, bauen, bauen, bauen, bauen. Und sie bauen, bauen, bauen, bauen, bauen, bauen. Und sie bauen, bauen, bauen, bauen, bauen, bauen bau Und sie bauen immer heischer, sie widmen immer schneller Wo vorher eine Wiese war, steht auf einmal ein Keller Sie stauen in Fluss und sie schneiden die Baum um Damit nur Soft in den Fernseher kommt Und im Dorf, da stehen die Geschäfte leer, weil alle draußen im Zentrum sind. Rund um den großen Kreisverkehr pilgern alle zu, die im Sparfressnapf und Hofer. אי אמש פרסנף ואו פר, פלניר איז פלניר, וויר צ'ו פטוניר. אונס אי פאון, יא אוס פאון, אונס פא פא פא, פא פא פא פאון, אונס פא פא פא, פא פא פא פאון, Und sie bauen einen Lift zwischen zwei Bergen und der Schneekanon, damit der Mensch den Mangel nicht merkt. Und sie bauen Kernronar für die Brenner, so ist es nieder, damit die Viecher was fressen und wir fressen die Viecher. Und der Meeresspiegel, der steigt, weil bald vom Urwald nimmer viel bleibt. Sobald uns das Wasser zu einem Hals steht, merkt man endlich dann, dass es nicht weiter geht. Und sie bauen, ja sie bauen und ba ba ba ba ba bauen Ja, sie bauen uns baa baa baa baa baa baa baa baa baa baa baa baa baa baa baa baa baa baa baa baa baa baa baa baa baa baa baa baa baa baa baa baa baa baa baa baa baa baa baa baa baa baa baa baa baa baa baa baa baa baa baa baa baa baa baa baa baa baa baa baa baa baa baa baa baa baa baa baa baa baa baa baa baa baa baa baa baa baa baa baa baa baa baa baa baa baa baa baa baa baa baa baa baa baa baa baa baa baa baa baa baa baa baa baa baa baa baa baa baa baa baa baa baa baa baa baa baa baa baa baa baa baa baa baa baa baa baa baa baa baa baa baa baa baa baa baa baa baa baa baa baa baa baa baa baa baa baa baa baa baa baa baa baa baa baa baa baa baa baa baa baa baa baa baa baa baa baa baa baa baa baa baa baa baa baa baa baa baa baa baa baa baa baa baa baa baa baa baa baa baa baa baa baa baa baa baa baa baa baa baa baa baa baa baa baa baa baa baa baa baa baa baa baa baa baa baa baa baa baa b damit er noch fester wird, dann mal Warnschüter drauf und sie scheißen sich nix. Wenn Menschen kribieren, das bissl menschliche Leid, muss man heute inkludieren, wenn man Fortschritt will, ein ewiges Wachsen, darfst dabei nicht auf deine Umgebung achten. Und sie bauen, ja sie bauenutz und so am Gebäude geredet haben, ich habe auch gesehen, man kriegt es eh mit bei den Bildern in Griechenland, es ist alles weiß gestrichen und dass jetzt auch andere Städte anfangen, ihre Dächer weiß oder hell zu streichen, bringt das auch was? Ja, und zwar ist das das sogenannte Problem der Emissivität. Das heißt, es gibt in der Physik ein sehr, sehr spannendes Gesetz. Das ist die sogenannte Stefan-Boltzmann-Konstante oder die Stefan-Boltzmann-Beziehung. entwickelt, beginnt 20. Jahrhundert, und die haben erkannt, dass die Strahlungsleistung in Zusammenhang mit der Oberflächentemperatur steht, und zwar in der unglaublichen vierten Potenz. Das heißt, das ist hochexponentiell. Und da gibt es eben diesen idealen sogenannten schwarzen Strahler, der saugt quasi alles auf. Und das wird angestrebt bei Photovoltaikpanelen. Da will man, dass die möglichst viel Infrarotstrahlung schlucken. Und dann gibt es aber Materialien, die genau gegenteilig wirken. Also zum Beispiel ein schwarzer Strahler hat die allerhöchste Emissivität. Und die Materialien, die hell sind und vor allen Dingen die glänzend sind, die sind nicht in der Lage, so viel Wärme, Infrarotstrahlung aufzunehmen. Das ist zum Beispiel die Erklärung, warum bei einem Kaminofen der Griff aus Edelstahl ist, weil Edelstahl quasi eine wesentlich geringere Emissivität hat als ein schwarzer Stahl. quasi eine wesentlich geringere Emissivität hat als ein schwarzer Stolz. Und man kann natürlich dadurch die Infrarotstrahlung wegreflektieren. Wir haben im Simple Smart Bildungsbereich so etwas entwickelt, das nennen sie Infrarotbeschattung. Das ist zum Beispiel das Phänomen, warum so ein Sonnenschirm kühler ist als in der prallen Sonne. Das heißt, weil eine andere Strahlungsleistung ist. Und die Frage ist immer natürlich nur, wohin reflektiert man die Strahlung? Wenn ich jetzt quasi meine Gebäudeoberfläche so ausrichte, dass mein Gebäude quasi keine Strahlung aufnimmt und ich reflektiere das auch vor ein Nachbargebäude hin, dann schluckt es das Nachbargebäude. Also ich glaube auch, wohin schicke ich, wohin reflektiere ich? Die Strahlung ist natürlich auch ein Thema, aber man kennt es bei Autos auch, ein helles Auto wird nicht so schnell heiß im Vergleich zu einem schwarzen. Und wie bringt man jetzt die Menschen dazu, dass sie so Sachen auch umsetzen? Oder merkt man schon ein bisschen auch ein Umdenken? Einerseits ist es Umdenken. Ich merke gerade bei der jungen Generation bis zu einem gewissen Grad der Umdenken. Wobei das Umdenken natürlich letztlich die Reduktion der eigenen Konsumbedürfnisse beinhaltet. Also zum Beispiel, wie viele Quadratmeter brauche ich zum Wohnen? Mit wie viel komme ich aus? Wo, glaube ich, wirklich ein Umdenken passieren wird, wird einfach preislich sein. Es ist einfach so, dass Bauen in den letzten Jahren so teuer geworden ist und die Kredite so teuer, dass dieses klassische Modell, über Kredit ein Haus zu finanzieren, für die meisten nicht mehr leistbar ist und dass man sich aus dieser finanziellen Notlage ohnehin nach der Decken strecken muss. Und dieses Nach-der-Decken-Strecken wird ein Sanieren, das nicht so kostenintensiv ist. Und da geht es natürlich auch darum, um Einbringen eigener Arbeitskraft. Wenn man bereit ist, eigene Arbeitskraft einzubringen, kann man natürlich wesentlich kostengünstiger arbeiten, als wenn man sich alles machen lässt. Aber da bin ich eher skeptisch. Ich bin eher der Pessimist, der glaubt, dass das System an die Wand fährt, weil natürlich unsere Konsumgesellschaft uns alles so, so konditioniert hat, Phänomen schwierig wird und natürlich letztlich, wann er ein breiten Phänomen wäre, unsere Welt, die wir kennen, radikal verändern würden. Also das System, das wir gewohnt sind, hat natürlich auch unglaubliche Bequemlichkeiten. Und würden wir jetzt so arbeiten, dass man wirklich quasi die Bauideale, die jetzt ich formuliert habe, hätten wesentlich weniger Menschen an Bauarbeit, weil natürlich die Gebäude wesentlich länger halten. Es wäre eine wesentlich gebremste Dynamik. Und wie das unser Gesamtwirtschaftssystem, ob da überhaupt eine Umstellung möglich ist oder ob das nicht in einem fürchterlichen Crash und gesellschaftlichen Chaos endet, steht auf einem anderen Blatt. Ich bin immer Architekt und Techniker und viel zu wenig Volkswirt oder gar nicht, um diese Dinge wirklich seriös beurteilen zu können. Noch eine Frage zur Klimaneutralität. Wie können Städte oder Gemeinden schauen, dass die Klimaneutralität erreichen, wenn es jetzt um Gebäude geht? Ja, ich glaube im Prinzip möglichst wenig Boden versiegeln, möglichst wenig neu bauen, auch nicht in der Klimahysterie verfallen. Immer anschauen, die Systemgrenzen, also immer wie betrachte ich mein System? Es ist meiner Meinung nach zu kurz gedacht, um den Energieverbrauch eines Gebäudes für, sage ich jetzt, 15 Jahre zu senken, unglaublich viele Maßnahmen ergreifen, die ihren Gesamtlebenszyklus mehr belasten als nutzen. Also dieses Never-Change-A-Winning-Team, ja, habe ich jetzt eh schon gesagt, möglichst wenig versiegeln, möglichst sagen, wie kann man mit den geringsten Mitteln, Robert Musil nennt es so schön, das Weiterwurschteln, möglichst sagen, wie kann man mit den gelindest, mit den geringsten Mitteln, Robert Musil nennt es so schön, das Weiterwurschteln, oder irgendwie möglichst unaufgeregt, nicht in Hysterie verfallen. Es hat jede neue Technologie das Risiko der nicht daran gedachten Technikfolgen. Also es ist im Regelfall so, wenn eine neue Technologie eingeführt wird, werden deren Technikfolgen nicht in der ganzen Bandbreite abgeschätzt. Oft ist es ja nicht möglich, eine wirklich umfassende Technikfolgenanalyse. Das kann man eben bei bewährten Technologien. Und das hat eigentlich schon sehr früh ein englischer Wirtschaftstheoretiker namens Jevon erkannt. Der hat in den 1860er Jahren ein sehr spannendes Werk geschrieben, The Coal Question. Und er hat da die Frage gestellt, warum ist der Kohleverbrauch im 19. Jahrhundert, in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts gestiegen, obwohl die Watsche-Dampfmaschine im Gegensatz zur vorherigen Dampfmaschine von Newcomen einen dreifach höheren Wirkungsgrad gehabt hat. Und die Erkenntnis war, wenn der Wirkungsgrad, die Effizienz einer Technologie steigt, wird diese effizientere Technologie überproportional eingesetzt. Und durch das überproportionale einsetzen der effizienteren technologie haben wir in summe mehr energieverbrauch obwohl wir jetzt seit den 1970er jahre energie sparen wird durch energie sparen und die ganzen damit verbundenen technologien steigt ständig unser energieverbrauch und ich glaube solche Technikfolgenabschätzungen müsste man auch bei alternativen Energieformen sehr, sehr seriös anschauen, wirklich anschauen bei einer Photovoltaikanlage, bei einem Windkraftwerk. Ist es vom Cradle to Grave wirklich energieeffizient oder ist es nur eine augenblickliche Augenauswischerei, wo man halt glaubt, jetzt im Betrieb was und dann hat man nach 20 Jahren den Sondermüll da und wie es bei den Windrädern ist, diese gigantischen Betonglötze im Boden drin und dann stellt man diese Frage und weiß das dann. Also für mich ist zum Beispiel energieeffizient Wasserkraft. Wir haben da im Salzkammergurt in Steg ein Wasserkraftwerk. Da steht ein Bauenstromgenerator, der hat nächstes Jahr sein 100-Jahr-Jubiläum. Also dieser Bauenstromgenerator läuft mit Wasserantrieb seit 1924, versorgt ein elektrisches Verkehrssystem, die Salzkammergurtbahn mit sauberer Energie und das funktioniert, weil der eben so gebaut ist auf Haltbarkeit. Die damaligen Ingenieure haben sich nicht überlegt, wie kann ich was bauen, das schnell kaputt wird, sondern die haben sich überlegt, wie kann ich was bauen, das dauerhaft ist. Und ich glaube, solche Technologien, die nenne ich, oder da gibt es ja die, der Begriff ist eigentlich schon in den 70er geprägt worden, Intermediate Technology, mittlere Technologie, die zwar sehr geschickt sind, aber sehr lang haltbar sind. Und ich glaube, in diesen mittleren, lang haltbaren Technologien, wo wir die Technikfolgen schon kennen, steckt meiner Meinung nach ein echtes Zukunftspotenzial zur Energieeffizienz. Aber letztlich ist, und das ist das vorher angesprochene Thema, ich glaube, es ist nicht möglich, einerseits die Wirtschaft herunterzufahren, ohne dass dabeiller Wohlstand, wie man Wohlstand definiert. Aber materieller Wohlstand wird es weniger werden, wenn wir weniger Ressourcen verbrauchen. Das war eine Sendung im Rahmen von Klima und Du des freien Radios Salzkammergut von Ida Wöhrer mit einem Interview über klimafreundliches Bauen mit Diplom-Ingenieur Dr. Friedrich Idam. Abschließend jetzt noch Big Yellow Taxi von Joni Mitchell, ein Lied, in dem es um Umweltfragen geht. Danke fürs Zuhören. With a pink hotel, a boutique, and a swinging hot spot Don't it always seem to go That you don't know what you've got till it's gone They paved paradise, put up a parking lot They took all the trees, put them in a tree museum. And they charged the people a dollar and a half just to see them. Don't it always seem to go that you don't know what you've got till it's gone? They paved paradise, put up a parking lot. Ooh, ooh, ooh, ooh, ooh, ooh, ooh, ooh, ooh, ooh, ooh, ooh, ooh, ooh, ooh, ooh, ooh, ooh, ooh, ooh, ooh, ooh, ooh, ooh, ooh, ooh, ooh, ooh, ooh, ooh, ooh, ooh, ooh, ooh, ooh, ooh, ooh, ooh, ooh, ooh, ooh, ooh, ooh, ooh, ooh, ooh, ooh, ooh, ooh, ooh, ooh, ooh, ooh, ooh, ooh, ooh, ooh, ooh, ooh, ooh, ooh, ooh, ooh, ooh, ooh, ooh, ooh, ooh, ooh, ooh, ooh, ooh, ooh, ooh, ooh, ooh, ooh, ooh, ooh, ooh, ooh, ooh, ooh, ooh, ooh, ooh, ooh, ooh, ooh, ooh, ooh, ooh, ooh, ooh, ooh, ooh, ooh, ooh, ooh, ooh, ooh, ooh, ooh, ooh, ooh, ooh, ooh, ooh, ooh, ooh, ooh, ooh, ooh, ooh, ooh, ooh, ooh, ooh, ooh, ooh, ooh, ooh, ooh, ooh, ooh, ooh, ooh, ooh, ooh, ooh, ooh, ooh, ooh, ooh, ooh, ooh, ooh, ooh, ooh, ooh, ooh, ooh, ooh, ooh, ooh, ooh, ooh, ooh, ooh, ooh, ooh, ooh, ooh, ooh, ooh, ooh, ooh, ooh, ooh, ooh, ooh, ooh, ooh, ooh, ooh, ooh, ooh, ooh, ooh, ooh, ooh, ooh, ooh, ooh, ooh, ooh, ooh, ooh, ooh, ooh, ooh, ooh, ooh, ooh, ooh, ooh, ooh, ooh, ooh Thank you. Don't know what you've got till it's gone. The cave paradise. Put up a parking lot. Ooh, ooh, ooh, bah, bah, bah, bah. Ooh, ooh, ooh, bah, bah, bah, bah. Late last night, I heard the screen door slam. And a big yellow taxi took away my old man. Don't it always seem to go that you don't know what you've got till it's gone We paved paradise, put up a parking lot I said, don't it always seem to go That you don't know what you've got till it's gone We paved paradise, put up a parking lot We paved paradise, put up a parking lot. We paid paradise, put up a parking lot. We paid paradise, put up a parking lot.