Ihr seid die Master of the Ceremony. Und ihr fragt mich jetzt etwas? Master of Disaster. Master of Disaster. Disaster Ceremony. Ceremony of Disaster. Ja, perfekt. Wir haben schon wieder den nächsten Titel. Wir sind am Kunstunikampus. Es gibt den AS Campus und es gibt den Kunstunikampus. Wir sind am Kunstunikampus, was uns extrem freut. Wir sind hier am Hauptplatz, auf dem Hauptplatz 6 und Hauptplatz 8, also diese zwei wichtigen Gebäude der Kunstuni. Wir sind aber sozusagen irgendwie auch im Hof drinnen präsent, wir sind im Keller präsent, wir haben Ausstellungen, wir haben Performances mit dem Sound Campus im Innenhof, wir haben Lectures oben im fünften Stock im Glashörsaal, wir haben gerade gestern wieder einen Workshop gehabt irgendwie auch oben und eine Poster Session mit den PhD-Studierenden, das heißt wir haben Studierende, die ausstellen, die performen, die zeigen, was sie eigentlich gemacht haben. Und dieses Jahr, also das meiste sind eigentlich extrem aktuelle Arbeiten, die eben jetzt gerade erst quasi im Sommersemester entstanden sind und die die Studierenden jetzt quasi irgendwie gleich der Öffentlichkeit präsentieren. Eine Öffentlichkeit, wie man sieht draußen, als Elektroniker-Festival, eine extrem diverse Öffentlichkeit. Linz wird irgendwie bunt und wir hoffen, dass ganz viele LinzerInnen als auch Festivalgäste zu uns quasi in die Ausstellungen am Kunstunikampus kommen. Das bringt mich jetzt zurück zu der ersten Frage, dem Ars Campus. Also der Ars Campus hat heuer glaube ich zwischen 50 und 60 Universitäten, die in Linz vertreten sind. Wir haben hier auf der Kunstuni dieses Jahr neun Universitäten, die jetzt quasi irgendwie von Chile bis über Spanien, Austral bis über Korea und Singapur quasi hier ein Camp aufgeschlagen haben, ein temporäres und Studierende selber so gebracht haben und ganz was besonderes ist, dass wir auch Taipei, also die Taipei National University of Fine Arts bei uns haben im Splace, die sozusagen das ganze Splace seit Mitte August eigentlich eingenommen haben und eine wunderschöne Ausstellung dort eigentlich aufgebaut haben. Was ich sehr spannend finde ist, dass viele Arbeiten ganz stark mit Fragen zur Identität eigentlich sie beschäftigen. Und es gibt zum Beispiel gerade irgendwie bei der Tapet-Ausstellung eine Studierende, die eigentlich sozusagen eine indigene Person aus Taiwan ist, von dieser kleinen Insel und die sich sehr stark mit diesen Fragen, was heißt es hier sozusagen irgendwie als eine Taiwanesin irgendwie vertreten zu sein, die sozusagen ihre Wurzeln schon so weit zurückreichen und wie sie sozusagen irgendwie aber auch eine Kultur vertritt, die eigentlich vor allen Dingen oral sozusagen irgendwie und über die Sprache sozusagen irgendwie weitergetragen wird. Sie hat eine wunderschöne Installation und Performance. Sie lässt sich nämlich selbst stempeln und sie lässt sich stempeln über Schriftzeichen direkt auf den Bauch, auf den Nabel und sie sozusagen als weibliche indigene Person irgendwie aus Taiwan, die sozusagen irgendwie diese Codexes quasi irgendwie aufgestempelt bekommt, Schrift aufgestempelt bekommt quasi irgendwie aufgestempelt bekommt, Schrift aufgestempelt bekommt, Kultur aufgestempelt bekommt. Und das ist zum Beispiel eine Arbeit, die ist sehr beeindruckend. Wir haben die Ausstellung Resonating Selves von Interface Cultures in der Post City, wo es ganz viel um diese Fragestellungen geht, wie geht es uns als Individuum, wie definieren wir uns, was definiert uns, wie lassen wir uns teilweise definieren oder wie können wir unsere eigene Identität finden. Hängt natürlich auch ganz viel mit Fragestellungen zusammen, wie uns auch technologische, unsere technologische Umwelt eigentlich oft bestimmt und wie man sich daraus irgendwie auch so ein bisschen befreien kann. Ein wunderschönes Projekt daraus ist Unlearning Gender von Miguel Rangil und von Jelena Mönch, die eben versuchen, sozusagen diese Binarität, die irgendwie vorgeschrieben ist von Technologie, wie man das irgendwie sprengen kann, wie man das irgendwie aufweichen kann, wie man andere Kategorien dafür vielleicht sogar finden kann und wie man das als fluides, sich ständig wandelndes System eigentlich verstehen kann. Das sind jetzt einfach zwei Beispiele, die mir ganz konkret zu diesem Thema einfallen und die sehr beeindruckend sind und gerade zu dem Thema Unlearning Gender haben wir ja auch einen Gastvortrag. Wir fangen ja unsere Feminist AI Lecture Serie heute an und die Elena Knox wird heute im fünften Stock ihre Gedanken zum Leben, zu ihrer eigenen Identität und zu einer künstlichen Identität. Sie lebt nämlich zusammen mit einem Bot und dieser Bot ist eine weibliche Holographie, mit der sie quasi in Kontakt tritt, aber dieser Bot ist mit ihr in Kontakt, aber auch mit der Kaffeemaschine. Und sie fragt sozusagen, welche Liebe sie zu dieser Maschine, zu diesen Daten eigentlich entwickelt. Und dass der Bot aber auch anfängt, mit der Kaffeemaschine eine Beziehung anzufangen und eigentlich mit ihr in Konkurrenz tritt und sie sich fragt, mit wem hat sie dann eine intensivere Beziehung anzufangen und eigentlich mit ihr in Konkurrenz tritt und sie sich fragt, irgendwie mit wem sozusagen hat sie dann eine intensivere Beziehung sogar. Also auch hier die Frage von wie definieren wir uns, wie schauen die Beziehungen in der Zukunft aus. Beziehung heißt aber auch immer dieses Reflektieren mit sich selbst und das ist irgendwie so eine Tendenz, die ich in den Arbeiten irgendwie sehe und die ich die ich als Kuratorin generell total spannend finde. Natürlich spielt es von dem her extrem mit diesem Thema mit. eigentlich oder mit diesem Thema mit. Also wer bestimmt, welches Geschlecht ich habe, wer bestimmt, wie sozusagen, wie was sozusagen von meiner Kultur irgendwie überbleibt, wer bestimmt, mit welchen Programmen ich wie zu arbeiten habe, das einfach zu hinterfragen. Also ganz wichtig ist das Fragezeichen dabei und ganz wichtig ist auch unser Ansatz als Kunst-Uni-Campus, weil wir sagen, wir machen das wann dann nur als Zugang zu diesem Thema, wann dann nur Radical Collectives, nämlich als Multitüde, als Kollektiv, aber auch als verschiedene Kollektive. Also gerade dieser Plural ist für uns extrem wichtig und verstehen sozusagen so, wir gehen an die Wurzel der Pluralität und das ist irgendwie der Grund, warum wir sagen, okay das Einzige, was man vielleicht antworten kann oder als eine mögliche Antwort irgendwie sehen kann zu dieser Frage, die wir zumindest anbieten können, ist einfach Radical Collectives. Das Ganze zu organisieren ist eine extreme Herausforderung natürlich. Also man muss dazu sagen, wir haben heuer 426 Festivalpässe vergeben. Das heißt, es sind 426 Personen am Kunst-Uni-Campus beteiligt in irgendeiner Form und Weise. Wir haben 140 ausgestellte Arbeiten und ca. 150 ausstellende Studierende und haben natürlich dementsprechend viele Personen, die auch noch beteiligt sind. Und das Ganze muss organisiert werden. Ich habe ein wunderbares Team, die Marlis Hainal, der Simon Hochleitner, der Gero Wöss, die Anna Weberberger. Wir sind irgendwie so das Chorteam, gemeinsam mit der Silvia Leitner von der Kunst- und die Linz, die das sozusagen im Veranstaltungsmanagement, bei der das angesiedelt ist, haben wir versucht eigentlich schon seit Ende des letzten Festivals gefragt, wenn wir denn dieses Budget für das nächste Festival bekommen. Und ich muss auch dazu sagen, die Brigitte Hütter war da extrem befürwortend und auch unterstützend, dass wir relativ bald mit den Planungen beginnen haben können. Um die Weihnachtszeit, Ende des Semesters dann, ist die Gruppplanung gestanden. Mit dem Beginn der Ferienzeit, in den Semesterferien, haben wir dann angefangen sozusagen nachzudenken, wie wir die Studierenden kontaktieren. Im März haben wir die Studierenden kontaktiert, im April haben wir dann die Rückmeldungen bekommen, bis im Mai war die Sortierung oder die Auswahl kann ich nicht sagen, weil eigentlich überlassen wir die Auswahl der Arbeiten den LeiterInnen der Departments und wir haben eigentlich im Mai dann eine finale Liste an beteiligten Studierenden gehabt und dann ist es quasi schon an den Festivalkatalog gegangen und der ganze Prozess und diese Maschinerie hinter so einer Festivalproduktion, hinter so einer Kunst-Uni-Campus-Produktion ist dann so richtig. Interface Cultures ist, darf ich oder muss ich sogar sagen, Christa Sommer und Laurent haben ja diese Kooperation gerade mit der Ars Electronica eigentlich initiiert. Also seit 2004 stellt ja Interface Cultures jedes Jahr bei der Ars Electronica aus und holt auch die ganzen Partneruniversitäten rein. Also das ist ein System, das ist irgendwie da schon geboren und wurde einfach weitergeführt und kulminiert jetzt in dieser wunderbaren Situation, dass wir eigentlich 14 Abteilungen haben an der Kunstuniversität, die alle quasi zur Ars Electronica präsent sind. sind. Bei Interface Cultures ist es so, dass wir eine Ausstellung haben, die ungefähr 20, 22 Arbeiten ganz genau präsentiert, 25 Studierende in der Post City zum Thema Resonating Self und die Studierenden vor Ort die Arbeiten präsentieren, die Studierenden vor Ort die Hintergründe der Arbeiten präsentieren, manche machen sogar Feedback Sessions, manche machen sogar Teil- und Fragebögen aus und ich hoffe, dass die Studierenden ganz viel mitnehmen von dieser Festivalzeit, wie auch alle hier am Kunst-Uni Campus, damit sie auch an ihre Arbeiten weiterkommen. Man muss immer erwähnen, es sind Prototypen, es sind Arbeiten, die in den letzten Monaten, oft sogar Wochen, eigentlich erst entstanden sind und das sind keine Profiarbeiten. Das sind Arbeiten von Studierenden, die etwas ausprobieren, die mit etwas experimentieren und die eben oft dann auch erst weiterentwickelt werden. Und ich hoffe, dass die Studierenden sozusagen die Inputs aus diesen Gesprächen mit den Festivalgästen einfach irgendwie mitnehmen, analysieren, evaluieren und einfach schauen, wie sie es in ihrer Arbeit irgendwie vielleicht weiter mitschwingen lassen können oder überhaupt irgendwie weiterverfolgen, weiterentwickeln, um dann sozusagen wieder an den nächsten Schritt zu kommen. Das ist ein bisschen mein Ansinnen, also was mich als Studierende auch hier von der Kunstuni immer so ein bisschen schwierig gefunden habe, war damals, also bei uns hat es nur dieses Meisterklassensystem gegeben, so dieses Klassendenken und mit dem Kunstuni Campus und mit diesen Verschränken, dass sozusagen irgendwie die Arbeiten nebeneinander auftauchen, dass es teilweise Kollaborationen innerhalb der Arbeiten sogar irgendwie gibt, dass man aufeinander Rücksicht nimmt, wie man die Arbeiten vermittelt, wie man die Arbeiten präsentiert, wie man sozusagen auch die Arbeiten weiter kommuniziert, ohne dass man als Autorin an der Arbeit beteiligt ist. Das ist mir irgendwie so ein bisschen Anliegen, weil ich mir denke, alle, die in diesem Bereich der Medien arbeiten, das betrifft jetzt nicht nur das Institut Medien, sondern eigentlich auch noch die anderen Institute, weil eigentlich von allen vier Instituten sind Studierende vertreten. Und ich glaube, das ist wirklich etwas, was wir in den letzten vier Jahren geschafft haben. Das ist also spürbar? Ich hoffe, dass es nicht nur für mich, also es ist erkennbar, es ist erkennbar durch das, wer alle ausstellt und ich hoffe, dass es aber auch spürbar ist. Also das, was ich vielleicht nur spezifizieren möchte, ist auf der einen Seite ist Radical und auf der anderen Seite die Collectives. Die Collectives habe ich schon ganz kurz erwähnt, also eigentlich ist ja Radical Collective der Titel, für uns war aber diese Mehrzahl, der Plural total wichtig und vor allen Dingen aber auch, was sozusagen Radikalität in dem Kontext eigentlich bedeutet. Und das ist jetzt sozusagen nicht ein Ausschlussmechanismus, sondern eigentlich an die Wurzel zu gehen. Also radikal, auch in der direkten Übersetzung, heißt eigentlich an die Wurzel von etwas gehen. Und heißt das nicht unbedingt etwas auszuschließen oder irgendwie nur an etwas Besonderes zu denken, sondern an die Wurzel zu gehen und vor allen Dingen zu sehen, okay, was ist eigentlich das Besondere, wie diese Dinge entstehen. Und so verstehen wir Radical Collectives sozusagen an die Wurzel, so an einer Art von einer Multipluralität zu gehen. Wenn es das Wort überhaupt gibt, Multipluralität. Kann man gut erfinden. Wie wird der kollektive Gedanke in der universitären Arbeit verfolgt? Also grundsätzlich finde ich es immer sehr schade, dass man eigentlich, man muss auch schauen, okay was ist eigentlich ein Kollektiv? Und ein Kollektiv heißt nicht unbedingt, dass es immer nur die diversesten Personen mit diversen Herangehensweisen miteinander arbeiten. Ein Kollektiv kann oft sehr abgestimmt sein, kann sehr eine eigene Richtung verfolgen, eine eigene Meinung, also eine kollektive Meinung verfolgen oder sie ähnliche Einstellungen haben, ähnliche Werte irgendwie haben. Und dadurch habe ich vielleicht etwas anderes auszuschließen. Also ein Kollektiv findet sich oft zu einem gemeinsamen Thema, zu einem gemeinsamen Interesse, sagen wir mal, das sie sozusagen in ihrer Unterschiedlichkeit trotzdem gemeinsam haben. dass sie sozusagen in ihrer Unterschiedlichkeit trotzdem gemeinsam haben. Jetzt gibt es aber eben unterschiedliche Kollektive und unterschiedliche Interessen, unterschiedliche Verhalten und das finde ich irgendwie das Spannende. Das heißt also, das irgendwie zu multiplizieren, das zu sagen, okay, als Kollektiv, das ist irgendwie so der Kern einer Zelle, man muss miteinander irgendwie verhandeln, man muss miteinander reden, es sind Persönlichkeiten, es sind unterschiedliche Identitäten, die da zusammenkommen, die eben gemeinsam zu einem Interesse sich irgendwie formen. Gleichzeitig können aber auch mehrere von diesen Kollektiven nebeneinander bestehen und auch die müssen untereinander verhandeln, dass sie eben nebeneinander irgendwie auch bestehen können und das ist irgendwie so die Herangehensweise mit diesem Radikal und mit diesen an die Wurzel irgendwie von dieser Idee zu gehen, dass man das Ganze irgendwie eben sehr stark nebeneinander sieht und ihn doch in so einer Verhandlungs-, auf Verhandlungs-, also im Mikrokosmos als auch im Makrokosmos irgendwie auf dieser Ebene. Das heißt also, dieses ständige Gespräch zu suchen und dieses respektvolle, der respektvolle Zugang von dem, dass man einfach die anderen neben sich auch sein lassen kann. Das ist jetzt interessant, das ist total interessant, weil das Kooperative hat meistens eine Intention, also natürlich das Kollektiv auch. Aber möchte ich mit jemandem eine Kooperation eingehen, gibt es sozusagen einen Anfang. Es gibt irgendwie eine Art von Verhandlung und dann gibt es quasi eine Art von, es gibt eine Agenda, warum man sozusagen irgendwie eine Kooperation mit jemandem sucht. Im Kollektiv ist der Prozess anders. Im Kollektiv gibt es dieses meiner Meinung nach, also dieses Zeitmoment, dieser Anderes. Es gibt auch weniger einen Bereich, der eine Agenda hat und die anderen sozusagen sucht für seine Agenda oder für ihre Agenda eine Kooperation zu suchen, sondern da ist eigentlich viel mehr dieses versuchen wir gemeinsam eine Agenda zu finden, mit der wir dann vielleicht eine Kooperation mit jemandem eingehen. Also ich finde das wahnsinnig wichtig und wahnsinnig schön, ich habe ja mein PhD zum Thema Crowd and Art gemacht und überhaupt, also wie wir so Ansammlungen an Menschen, wie die unterschiedlich miteinander, welche Formen es da gibt und ich finde es ganz wichtig, dass man uns eben auch anschaut, was heißt Kooperation, was heißt Partizipation, was heißt Kollektiv, was heißt Community. Das sind lauter so Worte, mit denen schmeißen wir oft total romantisch um. Wir sind ja so eine Community, wir sind ja so Kollektiv, wir sind ja irgendwie so partizipativ, aber im Endeffekt finde ich es ganz wichtig, dass man sich überlegt, was möchte man eigentlich mit dem Wort ausdrücken. Kannst du zu dem Wort Partizipative sagen? Das finde ich eigentlich im Deutschen viel schöner, weil wir im Deutschen, können wir noch dazu unterscheiden zwischen Teilnehmen und Teilhaben. Und sozusagen die Participation, wie es ja auch sehr stark irgendwie aus dem Englischen kommt, heißt eigentlich beides. Heißt eigentlich diese Form von ich bin schon ein Teil davon oder ich möchte aktiv etwas teilnehmen und eigentlich das ist irgendwie von, das heißt, die sind natürlich auch immer sehr stark gefragt von einer Person, die eine Agenda hat sozusagen und andere einlädt sich zu beteiligen. Und die können dann Teil, können schon Teil davon sein, können schon Teil haben oder nehmen eben diesen Prozess des Teilnehmens. Also da gibt es ja dann auch diese zwei Zustände, das heißt ich bin schon ein Teil oder ich bin in diesem Pro mit der Kunstuniversität generell ein total diverses Programm anbieten können. Also ob das jetzt irgendwie, also ich glaube, wir treffen einfach den Geist der Zeit, weil wir halt einfach in Linz vielleicht weniger mit der Geschichte von allem, von Kunst und Medienkunst und so weiter, Medienkunst vielleicht schon, aber vielleicht generell zeitgenössische Kunst, weniger jetzt einfach irgendwie gefangen sein müssen, sondern eigentlich das Ganze immer sehr aktuell andenken. Und ich glaube, das ist irgendwie der Grund, warum auch das Institut Medien oder die Medienkunst einfach so wichtig für Linz ist, weil man halt eher dieses Versuchen, das, was jetzt gerade passiert, einfach zu verstehen. Und das finde ich irgendwie das Spannende in Linz, dass eigentlich alle Abteilungen an dem Jetzt viel mehr Interesse haben, als an dem, was irgendwie in der Vergangenheit vielleicht passiert ist, wissend. Dass es aber total wichtig ist, dass man das weiß, aber vielleicht nicht in der Vergangenheit verbleibt, sondern auch wenn es keine Literatur dazu gibt, auch wenn es schwierig ist, die Dinge zu beobachten, wenn es ganz viele verschiedene Meinungen gibt und keiner die Wahrheit dazu hat, aber ich glaube, das können wir in Linz ganz gut. Die lokale Bevölkerung ist deswegen so wichtig, weil die trägt das. Also das beste Beispiel ist immer meine Mama, die zum Beispiel dann sagt, Manu, man erkennt, dass die Asis, es laufen schon wieder so witzige Figuren herum, die sind alle so unterschiedlich, also was die teilweise anhaben und viele sind natürlich ganz schwarz irgendwie angezogen und man versteht sein eigenes Wort in der Stadt nicht mehr, aber das macht es aus. Und sie erzählt es aber mit so einer Freude, also sie hat das Gefühl, sie kann teilweise gar nicht mehr erkennen, woher die Menschen irgendwie sind, die uns quasi jetzt hier besuchen und ich glaube, dass die Linzerinnen und die OberösterreicherInnen sehr froh sind über diese Öffnung der Stadt. Es ist ja nicht ständig so. Sie wissen, es ist für eine Woche und dann ist es ja wieder vorbei und ich glaube, das ist schon etwas, also bekomme ich zumindest mit, jetzt irgendwie so aus meiner Familie her und ich bin ja quasi eine Lendingerin und habe auch meine Familie quasi in Linz und Umgebung und das ist irgendwie so das, wo ich mir dann denke, ja es fängt schön langsam zu wirken an.