Schönen Nachmittag, ein erneutes Mal aus der Kunstuniversität Linz, hier aus dem Infopoint vom Ars Electronica Festival Campus. Wir machen heute die dritte Sendung und haben wieder eine Menge Gäste und zeigen Ihnen wieder einiges vom Ars Electronica Festival bzw. vom Kunstunikampus hier an der Kunstuniversität Linz. Wir sind hier im Hauptplatz 6, quasi im Brückenkopfgebäude Ost. Und was wird Sie heute erwarten? Zum einen haben wir mit Manuela Nauvaux gesprochen. Sie ist die Kuratorin des Kunstunikampus. Sie ist auch Professorin für Critical Data hier an der Kunstuniversität Linz, Kuratorin, Initiatorin, Leiterin des Kunstunikampus und sie erzählt uns einiges zum Kunstunikampus. Wir hatten heute auch die Gelegenheit Rektorin Hütter zu interviewen. Sie wird uns auch ihre Sicht des Festivals, der Kunstuni und ihre Gedanken zum Kunstunikampus und auch zu dem 50-Jahr-Jubiläum, das ja gleichzeitig jetzt stattfindet oder das dieses Jahr an der Kunstuniversität stattfindet, mitteilen. Dann haben wir Gäste. Marie Jahn, Co-Host, Co-Moderatorin, hat wieder Gäste für heute Abend für eine halbe Stunde, circa um 18.30 Uhr, 18.45 Uhr, manches wird sich vielleicht ein bisschen verschieben. 1845, manches wird sich vielleicht ein bisschen verschieben. Zu Gast ist auch Professor Alexis Dworzki, er ist Leiter des Instituts für Mediengestaltung hier an der Kunstuniversität Linz. Zu Gast sind weiters die Freundinnen der Kunst, ein Künstlerinnenkollektiv, das es bereits seit 1999 gibt und ja noch ein Kunst-Unistudent Simon Hehl wird am Schluss noch vorbeischauen, wenn er seine anderen Performances im Ars Electronica Center und dort und da fertig hat, kommt er noch hier vorbei in unser Live-Studio hier an der Kunst-Universität. Und jetzt schaue ich mal in den Raum, ich habe nämlich noch weitere, jetzt stehe ich kurz mal auf, am Hauptplatz draußen, vielleicht können wir schauen. Am Hauptplatz draußen ist nämlich auch eine Performance und es sind Studierende, die ein Projekt machen. Und ich habe sie eingeladen, hier uns ihr Projekt vorzustellen. hier uns ihr Projekt vorzustellen, World Artist Agency Against War, also eine künstlerische Position gegen den Krieg. Aber Sie sind noch nicht hier, vielleicht kommen Sie später. Wir starten nun also mit einem Interview mit Manuela Nauvoo, das wir heute Nachmittag aufgezeichnet haben, zum Kunst-Uni Campus hier an der Kunst-Uni während dem Festival als Elektroniker. Ich darf die Regie bitten, das Video mit Manuela Nauvaux abzuspielen. Ihr seid die Master of the Ceremony. Und ihr fragt mich jetzt etwas. Master of Disaster. Master of Disaster. Disaster Ceremony. Ceremony of Disaster. Master of disaster. Master of disaster. Disaster ceremony. Ceremony of disaster. Ja, perfekt. Wir haben schon wieder den nächsten Titel. Ja, wir sind am Kunst-Uni Campus. Also es gibt den AS Campus und es gibt den Kunstunikampus. Wir sind am Kunstunikampus, was uns extrem freut. Wir sind hier am Hauptplatz, auf dem Hauptplatz 6 und Hauptplatz 8, also diese zwei wichtigen Gebäude der Kunstuni. Wir sind aber auch im Hof drinnen präsent. Wir sind im Keller präsent. Wir haben Ausstellungen, wir haben Performances mit dem Sound Campus im Innenhof. Wir haben Lectures oben im fünften Stock im Glashörsaal. Wir haben gerade gestern wieder einen Workshop gehabt, irgendwie auch oben und eine Poster Session mit den PhD-Studierenden. Das heißt, wir haben Studierende, die ausstellen, die performen, die zeigen, was sie eigentlich gemacht haben dieses Jahr. Also das meiste sind extrem aktuelle Arbeiten, die eben jetzt gerade erst im Sommersemester entstanden sind und die die Studierenden jetzt quasi irgendwie gleich der Öffentlichkeit präsentieren. An der Öffentlichkeit, wie man sieht, draußen, als Elektroniker Festival, eine extrem diverse Öffentlichkeit. Linz wird irgendwie bunt und wir hoffen, dass ganz viele LinzerInnen als auch Festivalgäste zu uns quasi in die Ausstellungen am Kunstunikampus kommen. Das bringt mich jetzt zurück zu der ersten Frage, dem ASKampus. Also der ASKampus hat heuer glaube ich zwischen 50 und 60 Universitäten, die in Linz vertreten sind. Wir haben hier auf der Kunstuni dieses Jahr neun Universitäten, die jetzt quasi irgendwie von Chile bis über Spanien, Austral bis über Korea und Singapur quasi hier ein Camp aufgeschlagen haben, ein temporäres und Studierende selber sogar gebracht haben. Und ganz was Besonderes ist, dass wir auch Taipei, also die Taipei National University of Fine Arts bei uns haben im SPLACE, die sozusagen das ganze SPLACE seit Mitte August eigentlich eingenommen haben und eine wunderschöne Ausstellung dort eigentlich aufgebaut haben. Was ich sehr spannend finde, ist, dass viele Arbeiten ganz stark mit Fragen zur Identität eigentlich sie beschäftigen. Und es gibt zum Beispiel gerade irgendwie bei der Tapé-Ausstellung eine Studierende, die eigentlich sozusagen eine indigene Person aus Taiwan ist, von dieser kleinen Insel, und die sich sehr stark mit diesen Fragen, irgendwie was heißt es hier sozusagen irgendwie als eine Taiwanesin irgendwie vertreten zu sein, die sozusagen ihre Wurzeln schon so weit zurückreichen und wie sie aber auch eine Kultur vertritt, die eigentlich vor allen Dingen oral sozusagen irgendwie und über die Sprache sozusagen irgendwie weitergetragen wird. Sie hat eine wunderschöne Installation und Performance. Sie lässt sich nämlich selbst stempeln und sie lässt sich stempeln über Schriftzeichen direkt auf den Bauch, auf den Nabel und sie ist sozusagen als weibliche indigene Person irgendwie aus Taiwan, die sozusagen irgendwie diese Codexes quasi irgendwie aufgestempelt bekommt, Schrift aufgestempelt bekommt, Kultur aufgestempelt bekommt und das ist zum Beispiel eine Arbeit, die sehr beeindruckend ist. Wir haben die Ausstellung Resonating Selves von Interface Cultures in der Post City, wo es ganz viel um diese Fragestellungen geht, wie geht es uns als Individuum, wie definieren wir uns, was definiert uns, wie lassen wir uns teilweise definieren oder wie können wir unsere eigene Identität finden. Hängt natürlich auch ganz viel mit Fragestellungen zusammen, wie uns auch technologische, unsere technologische Umwelt eigentlich oft bestimmt und wie man sich daraus irgendwie auch so ein bisschen befreien kann. Ein wunderschönes Projekt daraus ist Unlearning Gender von Miguel Rangil und von Jelena Mönch, die eben versuchen, sozusagen diese Binarität, die irgendwie vorgeschrieben ist von Technologie, wie man das irgendwie sprengen kann, wie man das irgendwie aufweichen kann, wie man andere Kategorien dafür vielleicht sogar finden kann und wie man das als fluides, sich ständig wandelndes System eigentlich verstehen kann. Das sind jetzt einfach zwei Beispiele, die mir ganz konkret zu diesem Thema einfallen und die sehr beeindruckend sind. Und gerade zu dem Thema Unlearning Gender haben wir ja auch einen Gastvortrag. Wir fangen ja unsere Feminist AI Lecture Serie heute an und die Elena Knox wird heute im fünften Stock ihre Gedanken zum Leben, zu ihrer eigenen Identität und zu einer künstlichen Identität. Sie lebt nämlich zusammen mit einem Bot und dieser Bot ist eine weibliche Holographie, mit der sie quasi in Kontakt tritt, aber dieser Bot ist mit ihr in Kontakt, aber auch mit der Kaffeemaschine und sie fragt sozusagen, welche Liebe sie zu dieser Maschine, zu diesen Daten eigentlich entwickelt und dass der Bot aber auch anfängt sozusagen mit der Kaffeemaschine eine Beziehung anzufangen und eigentlich mit ihr in Konkurrenz tritt und sie sich fragt irgendwie, mit wem hat sie dann eine intensivere Beziehung sogar. Also auch hier die Frage von wie definieren wir uns, wie schauen die Beziehungen in der Zukunft aus. Beziehung heißt aber auch immer dieses Reflektieren mit sich selbst und das ist irgendwie so eine Tendenz, die ich in den Arbeiten irgendwie sehe und die ich jetzt als Kuratorin natürlich generell total spannend finde. Natürlich spielt es von dem her extrem zu diesem Thema eigentlich oder mit diesem Thema mit. Also wer bestimmt, welches Geschlecht ich habe, wer bestimmt, wie sozusagen, wie was sozusagen von meiner Kultur irgendwie überbleibt, wer bestimmt mit welchen Programmen ich wie zu arbeiten habe, das einfach zu hinterfragen. Also ganz wichtig ist das Fragezeichen dabei und ganz wichtig ist auch unser Ansatz als Kunst-Uni Campus, weil wir sagen wir machen das wann dann nur als Zugang zu diesem Thema, wann dann nur Radical Collectives, nämlich als Multitüder, als Kollektiv, aber auch als verschiedene Kollektive. Also gerade dieser Plural ist für uns extrem wichtig und wir verstehen sozusagen so, wir gehen an die Wurzel der Pluralität. Und das ist irgendwie der Grund, warum wir sagen, okay, das Einzige, was man vielleicht antworten kann oder das eine mögliche Antwort irgendwie sehen kann zu dieser Frage, die wir zumindest anbieten können, ist einfach Radical Collectives. Das Ganze zu organisieren ist eine extreme Herausforderung, natürlich. Also man muss dazu sagen, wir haben heuer 426 Festivalpässe vergeben. Das heißt, es sind 426 Personen am Kunstunikampus beteiligt in irgendeiner Form und Weise. Wir haben 140 ausgestellte Arbeiten und circa 150 ausstellende Studierende und haben natürlich dementsprechend viele Personen, die auch noch beteiligt sind. Und das Ganze muss organisiert werden. Ich habe ein wunderbares Team, die Marlis Heinall, der Simon Hochleitner, der Gero Wöst, die Anna Weberberger. Wir sind irgendwie so das Chorteam gemeinsam mit der Silvia Leitner von der Kunst und die Linz, die das sozusagen im Veranstaltungsmanagement, bei der das angesiedelt ist, haben wir versucht eigentlich schon seit Ende des letzten Festivals gefragt, wenn wir denn irgendwie das Budget für das nächste Festival bekommen. Und ich muss auch dazu sagen, die Brigitte Hütter war da extrem befürwortend und auch unterstützend, dass wir relativ bald mit den Planungen beginnen haben können. Um die Weihnachtszeit, Ende des Semesters dann, ist die Gruppplanung gestanden. Mit dem Beginn der Ferienzeit, in den Semesterferien, haben wir dann angefangen sozusagen nachzudenken, wie wir die Studierenden kontaktieren. Im März haben wir die Studierenden kontaktiert, im April haben wir dann die Rückmeldungen bekommen, bis im Mai war die Auswahl, kann ich nicht sagen, weil eigentlich überlassen wir die Auswahl der Arbeiten den LeiterInnen der Departments. Und wir haben eigentlich im Mai dann eine finale Liste an beteiligten Studierenden gehabt. Und dann ist es quasi schon an den Festivalkatalog gegangen und der ganze Prozess und diese Maschinerie hinter so einer Festivalproduktion, hinter so einer Kunst-Uni-Campus-Produktion ist dann so richtig. Interface Cultures ist, darf ich oder muss ich sogar sagen, Christa Sommer und Laurent haben ja diese Kooperation gerade mit der Ars Electronica eigentlich initiiert. Also seit 2004 stellt ja Interface Cultures jedes Jahr bei der Ars Electronica aus und holt auch die ganzen Partneruniversitäten rein. Also das ist ein System, das ist irgendwie da schon geboren und wurde einfach weitergeführt und kulminiert jetzt in dieser wunderbaren Situation, dass wir eigentlich 14 Abteilungen haben an der Kunstuniversität, die alle quasi zur Ars Electronica präsent sind. Und bei Interface Cultures ist es so, dass wir eine Ausstellung haben, die eben ungefähr 20, 22 Arbeiten ganz genau präsentiert, 25 Studierende in der Post City zum Thema Resonating Selfs und die Studierenden vor Ort die Arbeiten präsentieren, die Studierenden vor Ort die Hintergründe der Arbeiten präsentieren, manche machen sogar Feedback Sessions, manche machen sogar Teil- und Fragebögen aus. Und ich hoffe, dass die Studierenden ganz viel mitnehmen von dieser Festivalzeit, wie auch alle hier natürlich am Kunst-Uni Campus, damit sie auch an ihre Arbeiten weiterkommen. Man muss immer erwähnen, es sind Prototypen, es sind Arbeiten, die in den letzten Monaten, oft sogar Wochen, eigentlich erst entstanden sind. Und das sind natürlich keine Profiarbeiten. Das sind Arbeiten von Studierenden, die etwas ausprobieren, die mit etwas experimentieren und die eben oft dann auch erst weiterentwickelt werden. Und ich hoffe, dass die Studierenden sozusagen die Inputs aus diesen Gesprächen mit den Festivalgästen einfach irgendwie mitnehmen, analysieren, evaluieren und einfach schauen, wie sie es in ihrer Arbeit irgendwie vielleicht weiter mitschwingen lassen können oder überhaupt irgendwie weiterverfolgen, weiterentwickeln, um dann sozusagen wieder an den nächsten Schritt zu kommen. Das ist ein bisschen mein Ansinnen, also was ich mich als Studierende auch hier von der Kunstuni immer so ein bisschen schwierig gefunden habe, war damals, also bei uns hat es nur dieses Meisterklassensystem gegeben, so dieses Klassendenken. Und mit dem Kunstuni Campus und mit diesen Verschränken, dass sozusagen irgendwie die Arbeiten nebeneinander auftauchen, dass es teilweise Kollaborationen innerhalb der Arbeiten sogar irgendwie gibt, dass man aufeinander Rücksicht nimmt, wie man die Arbeiten vermittelt, wie man die Arbeiten präsentiert, wie man sozusagen auch die Arbeiten weiter kommuniziert, ohne dass man als Autorin an der Arbeit beteiligt ist. Das ist mir irgendwie so ein bisschen Anliegen, weil ich mir denke, alle, die in diesem Bereich der Medien arbeiten, das betrifft jetzt nicht nur das Institut Medien, sondern eigentlich auch noch die anderen Institute, weil eigentlich alle von allen vier Instituten sind Studierende vertreten und ich glaube, das ist wirklich etwas, was wir in den letzten vier Jahren geschafft haben. Ich hoffe, dass es nicht nur für mich, also dass es, es ist erkennbar, es ist erkennbar durch das, wer alle ausstellt und ich hoffe, dass es aber auch spürbar ist. Also das, das was ich vielleicht nur spezifizieren möchte ist, also auf der einen Seite das Radical und auf der anderen Seite die Collectives. Die Collectives habe ich schon ganz kurz erwähnt. Also eigentlich ist ja Radical Collective der Titel. Für uns war aber diese Mehrzahl, der Plural, total wichtig. Und vor allen Dingen aber auch, was sozusagen Radikalität in dem Kontext eigentlich bedeutet. Und das ist jetzt sozusagen nicht ein Ausschlussmechanismus, sondern eigentlich an die Wurzel zu gehen. Also radikal jetzt auch in der direkten Übersetzung heißt eigentlich an die Wurzel von etwas gehen und heißt es nicht unbedingt etwas auszuschließen oder irgendwie nur an etwas Besonderes zu denken, sondern an die Wurzel zu gehen und vor allen Dingen auch zu sehen, okay, was ist da, was ist eigentlich das Besondere, wie diese Dinge entstehen? Und so verstehen wir Radical Collectives sozusagen an die Wurzel, so an einer Art von einer Multipluralität zu gehen. Wenn es das Wort überhaupt gibt, Multipluralität. Kann man nicht erfinden. Wie wird der kollektive Gedanke in der universitären Arbeit verfolgt? Also grundsätzlich finde ich es immer sehr schade, dass man eigentlich, man muss auch schauen, okay was ist eigentlich ein Kollektiv? Und ein Kollektiv heißt nicht unbedingt, dass es immer nur die diversesten Personen mit diversen Herangehensweisen miteinander arbeiten. Ein Kollektiv kann oft sehr abgestimmt sein, kann sehr eine eigene Richtung verfolgen, eine eigene Meinung, also eine kollektive Meinung verfolgen oder ähnliche Einstellungen haben, ähnliche Werte irgendwie haben und dadurch aber vielleicht anderes auszuschließen. Also kollektiv findet sich oft zu einem gemeinsamen Thema, zu einem gemeinsamen Interesse, sagen wir mal, das sie sozusagen in ihrer Unterschiedlichkeit trotzdem gemeinsam haben. Jetzt gibt es aber eben unterschiedliche Kollektive und unterschiedliche Interessen, unterschiedliche Verhalten und das finde ich irgendwie das Spannende. Das heißt also, das irgendwie zu multiplizieren, das zu sagen, okay, als Kollektiv, das ist irgendwie so der Kern einer Zelle, man muss miteinander irgendwie verhandeln, man muss miteinander reden. Es sind Persönlichkeiten, es sind unterschiedliche Identitäten, die da zusammenkommen, die eben gemeinsam zu einem Interesse sich irgendwie formen. Gleichzeitig können aber auch mehrere von diesen Kollektiven nebeneinander bestehen. Und auch die müssen untereinander verhandeln, dass sie eben nebeneinander irgendwie auch bestehen können. Das ist irgendwie so die Herangehensweise mit diesem Radikal und an die Wurzel von dieser Idee zu gehen, dass man das Ganze irgendwie eben sehr stark nebeneinander sieht und doch in so einer Verhandlungsaufverhandlung im Mikrokosmos als auch im Makrokosmos auf dieser Ebene. Das heißt, dieses ständige Gespräch zu suchen und dieses respektvolle Zugang von dem, dass man einfach die anderen neben sich auch sein lassen kann. Das ist jetzt interessant. Das ist total interessant, weil das Kooperative hat meistens eine Intention, also natürlich das Kollektiv auch. Aber möchte ich mit jemandem eine Kooperation eingehen, gibt es sozusagen einen Anfang. Es gibt irgendwie eine Art von Verhandlung und dann gibt es quasi eine Art von, es gibt eine Agenda, warum man sozusagen irgendwie eine Kooperation mit jemandem sucht. Im Kollektiv ist der Prozess anders. Im Kollektiv gibt es dieses, meiner Meinung nach, kollektiv gibt es dieses meiner Meinung nach, also dieses Zeitmoment, dieser Anderes. Es gibt auch weniger einen Bereich, der eine Agenda hat und die anderen sozusagen sucht für seine Agenda oder für ihre Agenda eine Kooperation zu suchen, sondern da ist eigentlich vielmehr dieses versuchen wir gemeinsam eine Agenda zu finden, mit der wir dann vielleicht eine Kooperation mit jemandem eingehen. Also ich finde das wahnsinnig wichtig und wahnsinnig schön. Ich habe mein PhD zum Thema Crowd & Art gemacht und überhaupt, also wie wir so Ansammlungen an Menschen, wie die unterschiedlich miteinander, welche Formen es da gibt und ich finde es ganz wichtig, dass man uns eben auch anschaut, was heißt Kooperation, was heißt Partizipation, was heißt Kollektiv, was heißt Community. Das sind lauter so Worte, mit denen schmeißen wir oft total romantisch um. Wir sind ja so eine Community, wir sind ja so kollektiv, wir sind ja irgendwie so partizipativ. Aber im Endeffekt finde ich es ganz wichtig, dass man sich überlegt, was möchte man eigentlich mit dem Wort ausdrücken. Kannst du zu dem Wort Partizipative sagen? Das finde ich eigentlich im Deutschen viel schöner, weil im Deutschen können wir noch dazu unterscheiden zwischen Teilnehmen und Teilhaben. Und sozusagen die Participation, wie es ja auch sehr stark irgendwie aus dem Englischen kommt, heißt eigentlich beides. Heißt eigentlich diese Form von ich bin schon ein Teil davon oder ich möchte aktiv etwas teilnehmen. Und eigentlich das ist irgendwie von, das heißt, die sind natürlich auch immer sehr stark gefragt von einer Person, die eine Agenda hat sozusagen und andere einlädt, sich zu beteiligen. Und die können dann Teil, können schon Teil davon sein, können schon Teil haben oder nehmen eben diesen Prozess des Teilnehmens. Also da gibt es ja dann auch diese zwei Zustände, das heißt ich bin schon ein Teil oder ich bin in diesem Prozess des Teilnehmens. Warum sollten Studierende herkommen? Studierende sollten herkommen, weil wir, glaube ich, da in Linz mit der Kunstuniversität generell ein total diverses Programm anbieten können. Also ob das jetzt irgendwie, also ich glaube, wir treffen einfach den Geist der Zeit, weil wir halt einfach in Linz vielleicht weniger mit der Geschichte von Kunst und Medienkunst und so weiter, Medienkunst vielleicht schon, aber vielleicht generell zeitgenössische Kunst, weniger jetzt einfach irgendwie gefangen sein müssen, sondern eigentlich das Ganze immer sehr aktuell andenken. Und ich glaube, das ist irgendwie der Grund, warum auch das Institut Medien oder die Medienkunst einfach so wichtig für Linz ist, weil man halt eher dieses Versuchen, das das was jetzt gerade passiert, einfach zu verstehen. Und das finde ich irgendwie das Spannende in Linz, dass eigentlich alle Abteilungen an dem jetzt viel mehr Interesse haben als an dem, was irgendwie in der Vergangenheit vielleicht passiert ist. Wissend, dass es aber total wichtig ist natürlich, dass man das weiß, aber vielleicht irgendwie vielleicht nicht in der Vergangenheit verbleibt, sondern auch wenn es keine Literatur dazu gibt, auch wenn es schwierig ist, die Dinge zu beobachten, wenn es ganz viele verschiedene Meinungen gibt und keiner die Wahrheit dazu hat, aber ich glaube, das können wir in Linz ganz gut. Die lokale Bevölkerung ist deswegen so wichtig, weil die trägt das. Die normale Bevölkerung ist deswegen so wichtig, weil die trägt das. Das beste Beispiel ist immer meine Mama, die zum Beispiel dann sagt, Manu, man erkennt, dass die Asis, es laufen schon wieder so witzige Figuren herum, die sind alle so unterschiedlich, was die teilweise anhaben und viele sind natürlich ganz schwarz anzogen und man versteht sein eigenes Wort in der Stadt nicht mehr, aber das macht es aus. Und sie erzählt es aber mit so einer Freude, also sie hat das Gefühl, sie kann teilweise gar nicht mehr erkennen, woher die Menschen irgendwie sind, die uns quasi jetzt hier besuchen und ich glaube, dass die Linzerinnen und die OberösterreicherInnen sehr froh sind über diese Öffnung der Stadt. Es ist ja nicht ständig so. Sie wissen, es ist für eine Woche und dann ist es ja wieder vorbei. Und ich glaube, das ist schon etwas, also bekomme ich zumindest mit, jetzt irgendwie so aus meiner Familie her und ich bin ja quasi eine Lendingerin und habe auch meine Familie quasi in Linz und Umgebung. Und das ist irgendwie so das, wo ich mir dann denke, ja, es fängt schön langsam zu wirken an. Das war jetzt Manuela Nauvoo, die Kuratorin und Leiterin des Ars Electronica Kunst-Uni Campus mit einem ausführlichen Statement, einer ausführlichen Erklärung zum Projekt und zum Programm. Mittlerweile sind auch die Gäste vom Hauptplatz eingetroffen mit Professor Lorenzo Romito. Er ist der Leiter von Raum- und Designstrategien und auch Studierende oder Assistentinnen. Die Professoren, oh, die ganze Crew ist gekommen, ich habe es nicht erwartet. The crew did come, I did not expect it. Great, great. Wonderful. I invited you, or I mean, I passed by, you have a project out there on the main square, on the Hauptplatz, also with performances. And so I invited you to tell us what it is all about. Please. Thank you very much. But this is the performing of one year of work that is has been our first year as new professors as based in design strategies one year of work wondering whether arts and artists could do something against the war so this has been our main concern we try to develop through seminars, through artworks. The question is, can art really do something? How artists can engage? I mean, can we go beyond the frustration of not being doing anything? And then we articulated through also collaboration with artists and researchers that came, like Alessandra here. Now we're having today three performances from Staudelage, from FUNDUC, from Rome, Staudelage from Russia, and from Gratz, which actually is inviting us to bring the archive next stop to Gratz Pratt Art Festival that will take place in September. Is there an agency of the artists against the war? An agency? Is this an art project or is it a real agency that is working worldwide? I think any art project should have an agency. any art project should have an agency. Because the wish we have by coming to here to Kounzouni here in Linz, it's that we would like to address artists, students in art, crucial questions about today's. I mean, next will be also the environmental question that we face this year. And we started with war because we hear a lot of silence. We don't hear voices. We don't hear positions. And it seems we don't hear and not even the conflicts. We just hear the sounds of the bombs through our television. So what can we do? And we articulated, as was saying, once it's to find an agency and then to start working with the artists who are engaged in world fields. And this working also in collecting an archive, an archive that could destabilize also the possibility of archiving what's happening, but also becomes a tool, a mobile archive that reaches, did reach the square, and it becomes an interactive tool from our community, temporary community, that's building this discourse against the war. And then Friday the 8th, in the afternoon, starting from 4, we are calling the people, the inhabitants of Graz, the artists, the researchers and the visitors to come and join an assembly and discuss whether there's something possible to do against the war. Okay. You do that here, that assembly? Or is it online? Oh, you do it on Hoplats. We do it. So, it's basically public idea finding or how to deal with these situations. Yes, it's just very, very low tech. But maybe I will leave the microphone to our guest Alessandra, who is very fundamental in the creation of this newspaper that we are distributing. Yeah, it looks like a newspaper, that's what I thought. That are best historical news, a positioning, some manifestos about art and about politics and war, and then the participation of the students under the archive. These are the students here. These are all the positions from the students. students here these are all the positions from the students assembly maybe i can say a few words about how we are assembling tomorrow it's in the main square there is also a reflection on how to use public space how to to bring our bodies to the street again and this reflecting about silence and inaction or we feel we are a bit numbed and we cannot really react there is so much information but at the same time our bodies our minds and hearts seems a bit paralyzed and we cannot react. So we are taking on this idea of assembling and bringing our body in the public space and trying to engage on a dialogue, on a conversation, even the passerby or the friends then join and make a circle and discuss together from our own personal stories from our own personal engagement like it's mostly artists that are socially and politically engaged so bringing witness of people that have been affected by the war and how they reorganize themselves with others to embody a protest or a reaction or forms of organization that could help us reflect and respond and find a response so tomorrow there is this attempt to to gather as a collective body to to to reflect there will be also friends from the Arts Electronica festival and from Artists at Risk, which is an organization that helps artists that are displaced because of war or repression in their countries. Some of them have been granted the award from Arts Electronica, so they will be there. There will be hopefully some representative of this place community that live in Linz. And we are bringing, I personally bring also my own experience as an activist, a curator, that tried to offer a safe haven to people that were escaping this war both from Russia and Ukraine and that recently I visited many communities in in South America for example I work a lot with a lot of indigenous community because what we are also trying to articulate is that we are living in a permanent war that is planet. It's global war against the planet, against women, against an enemy that is every time invented or reformulated in each context differently. But ultimately, this is a war against life and against all who protect and defend life. So as artists, artists have always taken position and they are partisans, they take responsibility. So of course it's from an artistic perspective, but we all trust that artists have an ability to pose urgent questions in a way that can also help our imaginary be rethinking reimagining outside of the paradigm that we are living in so that's our hope just Just a few words. So again, agency with students together, not no more, no more, or not only students and professors, but becoming something collective that produce an agency against the war. So the work of the student are displayed in the mobile archive that is fundamentally at the center of the piazza around the place and this agency also is questioning also this culture of war at different level that is crossing our society at the global scale so it's not just solving the problem of stopping the war the the conflict itself, but also the culture that produces the conflict. It's not just about the hot war now, the hot wars that are going on, but... Not only war in general, as a culture of war. As an infrastructure. As an infrastructure. And yeah, the other is assembly, assembly we said and then the archive that is also questioning the discourse relation between archive and power so the institution that has owned the truth through the archive maybe and tried to challenge the place of the archive as an institution going outside, open to the city, and mobile, rolling around and encounter the other that is outside the institutional place. And so, but Giulia has also a piece of work that we are now doing, because now we are... So you brought something that you are doing there. We brought something that we are experimenting with. She will explain what was part of it. Maybe if you show it and you explain it and Pasi can take it in the camera. Okay, so we just did a workshop together with Nicolai from Csot Delat and he was asking us to take a position in time and space in relation with the topic of war and our own story and our own experience with the topic because we very often we feel farther from this topic but it was also a topic that we crossed a lot with the students during the year, which experience we have. And this is my drawing I was doing. And should I share the story? Of course, it's distant from my grandmother and 112 hour walk distant from the place where she was kind of German refugees during the Second World War because she needed to hide herself with her family because she didn't want to take the position of being Nazi. And so Linz is now the past and the actual situation in which I'm 130 hour walk far from my grandmother still alive in Venice and this is the fish of Venice. I thought it must have to do something with the sea. Yeah, so we try with our students to be also playful not just dramatic even if the topic is dramatic, of course, but we try to find a way to go through this topic even in a more ephemeral way sometimes, not just being in a dark situation, but giving the hope. And a lot of them were working also on the topic of peace so how we can get the peace what's the meaning of peace and from the pedagogical point of view i think that what we did together was very important because we find we were trying to find a way to be together as a little community working together, but made of different individuals. And we respect this too. So we have at the same time a common work, but also individual researchers that come together with this common effort. And this I think was also very important for us, yeah. Well, thank you very much for presenting do you want one last word say to the audience maybe the question of education in art which is very central for us and also we're just arrived it's one year we've been experimenting we're trying to understand and we are realizing that including reality and its complexity its dramas and requires also a rearrangement rethinking of the practices of teaching so we next year we will open up also uh this kind of discourse how to re uh how to reshape what what does it mean what is what could be a possible pedagogy for an art that comes back in the responsibility of facing the crucial questions of today well thank you very much mille grazie Thank you very much. Thank you very much for coming. Thank you very much. And for the audience, an opportunity to participate in the assembly tomorrow. Thank you very much. You're welcome. See you sometime again here. Ja, genau. Und jetzt geht's weiter. Jetzt darf ich, setz mich wieder hin. Jetzt darf ich meine Co-Host, Co-Moderatorin oder Co-Host des Abends ankündigen. Marie-Therese Jahn hat auch wieder einen Gast für heute mitgebracht und der Floor is yours. Herzlich willkommen, liebe Zuseherinnen und Zuseher, auch von meiner Seite. Mein Name ist Marie-Therese Jahn und ich bin Jugendredakteurin bei DorfTV. Und so wie gestern möchte ich auch gerne ein bisschen den Fokus auf die Jugend legen, die auch beim Pri-Ars Electronica bzw. beim Ars Electronica Festival ihren Beitrag leisten. Und mittlerweile habe ich es auch in die Post City in Linz geschafft. Und gestern hatte ich eben die Ehre, mit Tobias Spinker zu sprechen, der eben auch ein Projekt eingereicht hat und eine Anerkennung als Young Professional bekommt. Und ja, mein Fazit jetzt von der Post City nach meinem Besuch. Ich bin einmal ge-Bodyshamed worden, mehr oder weniger, und bin auch ge-Catcalled worden, ge- gebodyshamed aufgrund des Sessels, das eben Tobias Spinker sozusagen ausstellt und gecatcalled. Ja, zu dem Thema möchte ich gerne meine zwei Gäste begrüßen. Neben mir sitzt die Mary Merhofer, eine Künstlerin, die eben auch zum Thema Catcalling zwei Projekte gemacht hat und die goldene Nika 2022 gewonnen hat mit Patrick Litzelfelner von Catcalls of Linz. Hallo euch zwei. Hallo. Mary, du beschäftigst dich primär mit gesellschaftskritischen Themen und auch deinem Inneren und machst Projekte und stellst sozusagen auch dann, du machst Projekte und stellst deine Kunst auch aus. Und du bist auch bei der Initiative Cat Calls of Lins tätig und dadurch ist eben auch das Projekt, oder die zwei Projekte entstanden mit dem Titel The Truth About Being a Woman und The Hissing Proof. Genau. Meine erste Frage wäre mal an dich, du als junge Künstlerin. Wie kommt man dazu, beim Ars Electronica Festival auszustellen? Ja, ich muss ehrlich sagen, also ich habe mich jetzt nicht extra beworben oder sowas. Wahrscheinlich hilft das schon irgendwie, wenn man das Vorjahr die Nika gewonnen hat, nehme ich mal an. Mir hat eigentlich vor ein paar Monaten, da hat mich eine E-Mail erreicht, wo jemand vom AAS mich gefragt hat, ob ich nicht dieses Jahr wieder irgendwas beitragen möchte. Ja, und stell dir vor, du bist jung und Künstlerin und meistens machst Sachen gratis. Ja, fuck ja, sag mir doch jetzt so irgendwas zu machen. Ich habe natürlich sofort zugesagt und die haben zu mir gesagt, okay, bringen wir uns einfach irgendein Konzept und wir schauen, wie wir es umsetzen. Und eben zur gleichen Zeit bin ich ungefähr zum Verein Cake Calls of Linz gekommen und generell ist eben Feminismus und Sexismus ist schon ein sehr präsentes Thema bei mir. Und das Thema ist ja, who owns the truth? Und ich habe es einfach mir selbst umgeändert und mein Projekt heißt jetzt The Truth About Being a Woman. Okay, verstehe. Bevor wir auf das Projekt noch genauer eingehen, möchte ich nur mal ganz kurz zurückkommen auf die goldene Nika von letzten Jahres. Wie hat dich die bis jetzt durch das künstlerische Schaffen begleitet bzw. hat sie überhaupt etwas beitragen? Ja, also teils, teils. Ich muss sagen, es ist relativ unterschiedlich. Ich versuche mir jetzt nicht ultra viel darauf einzubieten. Ich weiß von ungefähr einem Jahr eben damals, wo das war, an dem Tag, wo die mir verliehen worden ist, da haben die Leute gesagt, das ist die Eintrittskarte für alles. Dann hat mich die Kunst-Uni abgelehnt. Dann hab ich mir gedacht, aber ja, nassch mich. Mittlerweile steht sie bei mir am Klo, weil jeder, der mich daheim besucht, der muss irgendwann einmal aufs Klo und der muss sich die dann anschauen. Und sonst, was für mich eigentlich der allerwichtigste Punkt ist, ist, dass es mich selbst sehr bestätigt hat, in dem, dass ich habe das Gefühl, Kunst ist für mich total wichtig. Und das hat mich in dem so weit bestätigt, dass ich das Gefühl habe, das kommt auch rüber, dass das wichtig ist. Und so blöd es auch klingt, obwohl man natürlich auf die Meinung von anderen immer scheißen sollte, dass das halt auch einen Wert hat in irgendeiner Hinsicht. Also das ist mir bis heute total hängen geblieben. Okay, The Truth About Being A Woman. about being a woman. Wie hast du das sozusagen konzipiert, dass das mehr oder weniger eben zum aktuellen Thema vom diesjährigen Ars Electronica Festival passt sozusagen? Also was ist der Themenbezug genau? Kannst du das ein bisschen beschreiben? Ja klar. So ein bisschen die Idee ist mir auch gekommen, da war ich im Nordico bei der What the Femme Ausstellung. Also für alle, die das nicht kennen, das war eine feministische Ausstellung. Wie ich dort war, ist mir aufgefallen, es sind verdächtig wenige Männer dort. Eigentlich ist ja genau das ein bisschen der Knackpunkt, weil Frauen verstehen ja schon oft, was das Problem ist. Also wenn ich über Catcalling rede, die wissen genau, was ich meine. Und wenn ich mit Männern öfters über Feminismus diskutiere, dann kann ich ihnen manchmal fast nicht besser, weil ich das Gefühl habe, sie verstehen es wirklich nicht. Also wirklich nicht. Und ich habe mir dann eben gedacht, wo finde ich eventuell Überschneidungspunkte oder wie kann ich das in einem Kunstprojekt so darstellen, dass es eben geschlechtsunabhängig, universell verständlich ist, was uns Frauen eigentlich Angst macht und was uns stört. Zum Thema Catcall, ich glaube wir klären einfach gleich mit unseren Zuseherinnen und Zusehern auf, was das überhaupt bedeutet. Patrick, da würde ich dich gerne um eine Wortmeldung bitten, mehr oder weniger, was ist denn eigentlich Catcalling? Also Catcalls sind meistens so unnötige Wortmeldung bitten, mehr oder weniger. Was ist denn eigentlich Catcalling? Also Catcalls sind meistens so unnötige Wortmeldungen, die Frauen öfter auf der Straße erfahren, wie, ja, zeig mir deine Brüste oder ähnliches. Und dadurch fühlen sie die Menschen halt auch unwohl und wechseln häufig auf die Straßenseite, wenn sie zum Beispiel mir entgegenkommen. Und da ich als Mann auch schon selbst gecatcalled wurde, ist es mir wichtig, auch dass Männer oder allgemein Menschen in dieser Hinsicht sensibilisiert werden. Ok, verstehe. Darf ich da genau nachhaken? Wie oft kommt es dann vor, dass man auch als Mann gecatcalled wird? Also es sind dann meistens so diese klassischen Dinge, wie das wird dann nachgerufen oder meistens eigentlich einfach nur nachgepfiffen. Und wenn man sich dann umdreht, schauen die Leute dann einfach weg. Also das war interessant, weil in Linz bei der Passage, da sind wir mal essen gegangen am Abend. Interessant, weil in Linz bei der Passage, da sind wir mal essen gegangen am Abend und wie wir da auf dem Weg zur Straßenbahn waren, wurde uns nachgerufen, uns nachgepfiffen. Dann drehe ich mich um und die Frauen in dem Fall treten sich auch um. Ich glaube, Menschen wollen nicht auf ihr Verhalten angesprochen werden, aber glauben, wenn sie Catcallen, dass sie das Verhalten ohne jeweilige Repressionen oder dass die Menschen es einfach ansprechen und sagen, hey das war nicht cool, dass sie damit durchkommen. Ich würde dann gerne später noch ein bisschen mehr auf die Initiative Catcalls of Linz eingehen, davor will ich noch gerne mit dir über deine Projekte sprechen. Mit was magst du denn anfangen, mit was für einem Projekt? Such dir eins Saas. Ich war am Anfang mal für The True and Forbidden Being a Woman. Dann erzähl einfach mal. Bitte, ja klar. Okay, also wie schon gesagt, ich habe mir die Frage gestellt, was ist vielleicht so ein Verbindungspunkt, um das eben auch denjenigen, die sich explizit nicht mit Feminismus befassen wollen, ein bisschen verständlich zu machen, warum wir Frauen uns ständig so hysterisch darüber aufregen. Und die erste Situation, die mir dazu eingefallen ist, ist quasi nachts im Park. Also Patrick, fühlst du dich nachts alleine im Park, wenn die Straßenlaterne flickert, unwohl? Selten. Nein, du musst sagen ja. Es kommt immer darauf an. Ist man alleine im Park, ist man... Ja, du bist alleine im Park. Ja, dann natürlich. Danke. Also eben nachts alleine im Park. Und ich denke mir, das ist was, das ist irgendwie universell auf der ganzen Welt für Männer und Frauen. Und wenn auch immer eigentlich ein bisschen gruselig für männlich gelesene Personen, vielleicht mehr aus dem Grund, weil sie Angst haben, überfallen zu werden oder abgestochen zu werden oder ausgeraubt. Und für Frauen halt, naja, ich scheiß mich an im Schillerpark, dass mich irgendwer im Gebüsch vergewaltigt. Also jetzt, ich hoffe, ich darf das da sagen. Genau, und das ist eben einer von diesen Überschneidungspunkten, die ich mit dem Projekt eigentlich total triggern wollte. Wenn man sich die Installation anschaut, es ist eigentlich nicht viel. Es ist eine Parkbank und eine Straßenlaterne, beide so ein bisschen überwachsen von Efeu und Gräser und sowas. Aber das Schmäh ist, wenn man vorbeigeht, nachts durch den Park, die Straßenlaterne flackert, auf einmal hört man ein lautes Hey! Oder man hört Schritte, die lauter werden und schneller werden, als würden sie einen verfolgen. Das passiert aber nicht die ganze Zeit, sondern mindestens immer mit einem Abstand von 1,5 Minuten, aber es wird durch einen Bewegungssensor ausgelöst. Also es ist schon immer auf die Leute, die vorbeigehen, angepasst. Und mein Grundgedanke dahinter ist eben einfach, dass man ein bisschen diese Paranoia triggert, die uns alle eigentlich betrifft. Egal, ob es hier zum Feminismus geht oder eben nicht. Also ich glaube unabhängig von was für ein Geschlecht ich eben angehöre, es ist trotzdem allgemein sehr unangenehm, wenn man im Dunkeln durch den Park geht mit so einer flackernden Laterne und da würde mich eigentlich auch interessieren, wie kommt denn das bei den Besucher und Besucherinnen an, wenn die dich besuchen? Ja, ich darf ja mit meinem anderen Projekt, zu dem wir dann wahrscheinlich noch kommen, das ist parallel dagegen und darum darf ich da die ganze Zeit zuschauen. Manche armen Leute, die wissen nicht, dass das ein Kunstprojekt ist, sondern denken sich, gemütlich, da ist eine Bank und die setzen sich hin bis zum ersten Hey und dann stehen sie auf und dann gehen sie ganz schnell wieder weg. Also ein Freund von mir hat es mal die Anxiety Bench genannt und ich finde das auch, also ich liebe es, da zuzuschauen, wenn sich da die Leute einfach kurz reißen oder sie denken, der Typ da hinten, was hat der gesagt? Also es ist sehr spannend zum Zuschauen. Viele Leute reißen es nämlich wirklich gar nicht einmal. Bist du dann schon darauf angesprochen worden? Geht es rein nur auf dieses Projekt, ohne dass wir jetzt zum nächsten kommen? Das möchte ich mir nur ein bisschen aufbehalten. Nein, aber ich glaube, das liegt daran, dass die meisten Leute glauben, dass es getrennt ist. Also das einzige Mal, wo ich wirklich was gesagt habe, war, wie ich eine Mutter mit Baby gesehen habe, weil die hat so gerade geglaubt, oh, Chillerecke, weißt du, und da kann ich ein bisschen mein Baby zum Schlafen bringen und da habe ich ihr halt Bescheid gegeben, hey, wenn du versuchst, dein Baby an einen ruhigen Ort zu bringen, vielleicht lieber woanders. Aber ich glaube, die meisten Leute bringen das erst später vielleicht in Verbindung miteinander. Okay, dann gehen wir gleich zum zweiten Projekt, wo du ja dann auch immer wieder eben zusehen kannst davon aus, nämlich der Hissing-Boof heißt es. Da gibt es auch eine Triggerwarnung, oder? Wieso das? Oder beschreib es einfach mal allgemein, bevor wir zu der Triggerwarnung, oder? Wieso das? Oder beschreib es einfach mal allgemein, bevor wir zu der Triggerwarnung kommen. Also die Triggerwarnung ist eigentlich für beide Projekte. Da geht es hauptsächlich um Loud Noise und Sexual Harassment. Also wenn man sich durchlässt, dass man halt ein bisschen vorbereitet ist. Aber ich nehme es mir bei diesem Projekt ja doch sehr absichtlich heraus, dass es eigentlich nicht viel Informationen darüber gibt. Man kann sich die Kissing Booth vorstellen wie einen klitzekleinen, süßen rot-weißen Verkaufsstand und vielleicht kennt man ja, der eine oder andere kennt vielleicht das Prinzip von einer Kissing Booth, wo man sagt, hey, 10 Cent for a kiss und dann kriegst du einen Bussi und hihi, haha. Und bei mir heißt das eben The Hissing Booth, weil es geht um Catcalling. Und was machen Katzen, wenn sie sich angegriffen fühlen? Sie fauchen. Hissing auf Englisch. Ganz genau. Und es operiert unter dem Slogan 50 Cent to make you feel like a woman. Und sonst steht nur dabei, all proceeds go to charity. Also alle Erlöse werden an soziale Einrichtungen gespendet. Das ist in meinem Fall ein Frauenhaus. Und wie beim anderen ist es eigentlich ein bisschen darauf ausgelegt, dass man die Neugier von den Menschen triggert. Und du hast deshalb keine Beschreibung. Kannst du das dann noch ein bisschen genauer erläutern? Ich denke mir halt, viele Leute wollen sich spezifisch nicht mit Feminismus befassen. Also ich will es jetzt nicht so sagen, aber Black sagt, wenn ich jemand bin, der nicht so viel auf Frauen und Feminismus hält, dann gehe ich doch an sowas meistens gezielt vorbei. Und das möchte ich ein bisschen vermeiden, indem man eben nicht weiß, was man dafür kriegt. Also der Ablauf ist dann quasi so, 50 Cent make you feel like a woman. Ich sage immer dazu, es kann auch weniger sein, es kann auch mehr sein, was auch immer du geben möchtest. Es geht eben an einen wohltätigen Zweck. Die Leute zahlen mir. Ich ziehe in mein Buch, The Book of Catcalls und sage zum Beispiel, du gibst mir 50 Cent. Herzlichen Dank. Du hast aber ein geburtsfreudiges Becken, du geile Sau! Ganz genau. Du wurdest gekeckelt. Das habe ich heute eben schon mal gehört, wie ich gerade vorhin in meiner Anmoderation gesagt habe. Für mich persönlich ist das eigentlich ein sehr unangenehmes Gefühl. Wie reagieren da die Menschen darauf, die dich besuchen am Stand? Es ist unterschiedlich. Ich muss leider sagen, Großteil seines Frauen. Was lustig und traurig zugleich ist, ist, die meisten Frauen lachen dann und sagen, das ist ja wirklich realistisch. Eine traurige Erkenntnis ja klar oder den habe ich auch schon mal gehört also ja es ist ja das war mir schon klar dass es nur an der realität ist aber dass das wird jede zweite dritte frau dann wirklich sagt das ist irgendwie ja zart sagen wir uns ehrlich das ist uncool durch das jetzt eigentlich mehr frauen an deinembeikommen und eben mal stehen bleiben, für wen hast du das dann so richtig konzipiert? Ist das rein nur für eigentlich männlich gelesene Personen oder ist das dann zu vereinfacht? Nein, es ist für alle. Also der Hissing Booth ist wirklich für alle. Und mein Hauptziel ist auch, so gesehen, also die Cat Calls sind eben wirklich alle echt, die sind alle so schon mal jemandem an den Kopf geworfen worden und mein Hauptgedanke dahinter ist eben wirklich aus sowas Grasligem, Schlechtem irgendwie was Gutes rauszuholen. Nämlich mit jedem Grasligen Cat Call, den ich wehen bei der Hissing Booth an den Kopf wirf, mit dem gehen mehr und mehr Münzen ans Frauenhaus Linz und das ist ja eigentlich das Schöne. Das ist der positive Aspekt quasi. Total, ja. Okay, gibt es da, wenn du wirklich, also ich stelle mir das ja vor und ich habe es ja selber gesehen, du stehst am Stand und du wirfst Menschen, also du beleidigst ja eigentlich Menschen. Wie geht es denn dir dabei? Also ganz wichtig ist für mich natürlich der Aspekt, dass sie, ich mache das erst, nachdem sie bezahlen, weil für mich ist eben, also diese Handlung heißt für mich, mit dem geben sie mir die Erlaubnis und lassen sich darauf ein. Das machen an sich, es ist weird irgendwie. Also eben natürlich gerade wenn, es ist traurig, wenn Frauen sagen, den haben sie schon mal gehört oder so. Aber im Großen und Ganzen fühle ich mich schon gut, weil es fühlt sich einfach mächtig an, aus so etwas Schlechtem trotzdem irgendwie sich ein Schnippchen abzuschlagen. Weil oft kommt man als Frau in die Situation, dass man nicht amt anderer sein kann als das Opfer oder die hysterische Frau, die ein Drama macht. Und das Wochenende, wenn ich da dahinter stehe, bin ich das nicht. Da bin ich Künstlerin. Und das finde ich cool. Mich würde da noch eben des Weitere interessieren. Du beschäftigst dich eben auf der einen Seite mit gesellschaftskritischen Themen, aber eben auch machst du feministische Kunst. Und da finde ich, weil ich halt ein paar weitere Werke von dir kenne, einfach deinen Gedankenansatz ziemlich spannend, weil eben Feminismus heißt Gleichberechtigung aller Geschlechter in dem Fall. Magst du mir einfach nur kurz die Frage beantworten, wie du da wirklich explizit auch Männer mit einbeziehst in deine Kunstwerke? Also jetzt so allgemein in meine Kunstwerke, ich habe schon einmal ein Projekt gemacht, das heißt Man Up. Also ich habe auch schon mal ein Kunstprojekt gemacht, da ging es um Sexismus gegen Männer. Das ist mir total wichtig, dass man diese Grenze nicht übersieht zwischen Feminismus und Männerhass. Es gibt ja trotzdem auch teilweise, ich möchte nicht sagen, aber ich kenne zum Beispiel eine Kleidermarke, da steht überall nur drauf Männer lol. Okay. absolut nirgendwo hin, weil es geht ja um Gleichberechtigung und nicht um Matriarchat. Und das ist ein Aspekt, der mir in allem immer wichtig ist. Also egal, wer sich jetzt bei der Hissing Booth vor mich stört, ich sage die Catcall als wäre es ja quasi eine Frau. Aber es ist mir ganz egal, wer sich da hinstört. Ich habe jetzt gerade von der Regie mitgeteilt bekommen, wir haben leider nur mehr fünf Minuten Zeit. Patrick, du bist ja nicht so viel zum Sprechen gekommen. Ich würde dich gerne nur darum bitten, kannst du nur ein bisschen beschreiben, wer sind denn eigentlich Cat Coulson Flins und was machen die denn? Also wir sind Cat Coulson Flins, ein Team von sechs Menschen und wir haben Kreideaktionen, wie zum Beispiel schon mal in Verbindung mit dem Frauenhaus, haben wir am Hauptplatz so Kreide aufgelegt und jeder, der durfte, konnte quasi einen Catcall aufschreiben. Die Catcalls setzen sich zusammen, wie die Mary bereits erwähnt hat, aus Instagram-Nachrichten eigentlich. Und wir filtern dann, welche Sachen sind okay damit dass man auf die straße schreibt und welche nicht weil dadurch dass wenig ansprechstellen dafür gibt sind wir uns so eine art kummerkasten dafür geworden und die reaktionen denn wir kreiden sind sowohl sowohl am hauptplatz oder wenn wir uns mal zusammen treffen und dann also kalls ankreiden. Einerseits sind die Menschen verwirrt, andererseits kommt ein dummer Spruch und manche sagen, ja, kenn ich. Also es ist vor allem was dabei und genau das macht es so besonders, würde ich sagen. Ich weiß nicht, ob das zu meinem Vorheheben ist aber ich bin der einzige mann im team und allein so die reaktionen die von den frauen im meinfreundeskreis bekommen habe oder weiblich gelesenen personen ist so hey ich find's cool dass du das machst und sie denken halt man denkt halt nicht dass das von dass es mitten mn ist, weil das Standardbild des Feminismus ist einfach Männerhass, so wie es in der breiten Gesellschaft leider mal so ist. Aber im Großen und Ganzen geht es ja um die Gleichstellung unserer Alter, dass wir einfach als Männer auch das Recht dazu haben, Weinen und Gefühle zu zeigen. Gefühle zu zeigen. Also sowohl die Initiative als auch jetzt dein Projekt Mary in Kooperation, ihr bringt es sozusagen in einen Diskurs, ihr thematisiert es, ihr macht es öffentlich mehr oder weniger. Okay, ich hätte noch sehr viele Fragen grundsätzlich, aber Mary ganz wichtig wäre es mir jetzt nur, wo ist dein Projekt zu finden und wann bist du vertreten? Mein Projekt ist jetzt tatsächlich zum allerersten Mal zu finden beim Ars Electronica Festival und ich bin in der Post City. Ich bin der aller, allerletzte Raum bevor man in den Bunker zur Theme Exhibition runtergeht und ja, ich bin eigentlich immer da, außer ich bin gerade an die Rauchen. Genau. Okay und du stehst mit einem Schnurrbart mehr oder weniger da und wirfst die Sprüche von Besucher und Besucherinnen an den Kopf. Ganz genau. Es geht dem Frauenhaus gut und es ist eine feine Sache und wenn es nicht so ist, dann kommt es und wir diskutieren. Dankeschön. Vielen herzlichen Dank. kein Problem. Open House, wir sind hier mitten im Zentrum und haben eingeladen und sie sind gekommen. Ich darf jetzt als nächstes ankündigen, vielen Dank euch allen. Wir brauchen einen fliegenden Wechsel. Wenn es jetzt schon mal gecatcalled wurde, dann folgt uns auf at catcalls of Linint auf Instagram und schreibt uns die Catcalls und vielleicht seht ihr mal euren Catcall auf der Straße. Dankeschön. Wir verabschieden uns, Gaby, wir machen einen fliegenden Wechsel. Ich wünsche noch viel Erfolg. Herzlichen Dank an Marie. Ich darf jetzt den nächsten Beitrag ankündigen. Es ist ein Statement. Wir haben heute Brigitte Hütter im Büro besucht und sie gefragt, ob sie kurzfristig Zeit hat, ein kurzes Interview zu geben. Sie hat sofort zugestimmt. Und ich bitte die Regie nun, das Video von Brigitte Hütter, der Rektorin der Kunstuniversität Linz, zu zeigen. Man kann vieles dazu sagen. Erstens, dass die Kunsttournee schon sehr lange kooperiert mit der Ars Electronica. Zweitens, dass ganz viele Lehrende bei uns sind, die auch in der Ars Electronica immer wieder ausgestellt haben und mitorganisiert haben und es nach wie vor tun. Ein ganz wesentliches Bindeglied ist zum Beispiel die Manuela Navo, die bei uns Professorin für Interface Cultures Critical Data ist und gleichzeitig ja von der Ars Electronica kommt und bei uns auch das Festival koordiniert. Ja, und die Studierenden, die hier sind und vor allem auch die internationalen Partneruniversitäten sind für uns eine große Chance, eine große Chance des Austauschs. Auch unsere Studierenden lernen völlig andere Festivalbedingungen kennen und sind in Kontakt mit Taiwan, mit Luxemburg, mit Berlin, also mit der ganzen Welt. Ja, also die Kooperationen, die hier geknüpft wurden, die leben wir dann um das ganze Jahr. Es sind Universitätskooperationen, ob es jetzt mit Helsinki ist, ob es mit Berlin ist, mit Taiwan, Taipei haben wir jetzt hier im SPLACE. Also das sind dann Kooperationen, wo Studierendenaustausch stattfindet und wo auch Lehrendenaustausch stattfindet über das Jahr. Und diese Kooperationen, wie gesagt, die sind nicht einfach nur am Papier, sondern sind mit Projekten gefüllt. Und wir schätzen es, auf der anderen Seite offensichtlich schätzen es auch die Gäste, die zu uns kommen. Sie kommen sehr gerne zu uns und natürlich ist die Ars Electronica als Festival ein weltweit bekanntes Vehikel dafür. Also nicht allein, dass wir als Universität mit dem Kunstunicampus einladen, sondern dass eben die gesamte Ars Electroniker als Festival dahinter ist, ist natürlich auch ein großer Anreiz. Es läuft ziemlich gut, dynamisch, jung, vielfältig. Also es läuft eigentlich so, wie man es sich für eine Stadt und für eine Kunstuni nur wünschen kann. Alle schauen mehr in die Zukunft als in die Vergangenheit. Es ist ganz viel Aufbruch, ganz viel Experimentieren hier. Genau das wollen wir sein, Experimentierzone, auch kritische Experimentierzone. Und wir wollen Studierende haben und die haben wir, Gott sei Dank, die sich in dem Umfeld gut zurechtfinden. Also die es mögen, nicht mainstreamig zu sein und genau so soll es sein. Und das ist das, was wir auch unter Radical Collective verstehen. Also zwar schon basierend auf Wurzeln, radikal, radix ist die Wurzel, aber immer in die Zukunft schauen und die Zukunft ist kollektiv. Also wir sehen es wirklich auch mit der Frage verbunden, die jetzt die Ars Electronica stellt, nämlich who owns the truth? The radical collectives, also Kollektive, plural, aber auch Menschen, die bereit sind, in Austausch zu gehen, in Diskussion zu gehen und nicht die Antwort oder die Wahrheit oder was auch immer schon für sich pachten, sondern lernen wollen. Lernen und sich weiterentwickeln und dafür ist eine Kunstuniversität genau der richtige Ort. Die Perspektiven sind erstens einmal diese kritische Experimentierzone weiter auszubauen, das Ganze natürlich mit unseren Schwerpunktfächern und Feldern zu tun, zum Beispiel nachhaltiges kritisches Design, also alles was wir im Bereich der Gestaltung tun, nicht nur mit industrieller oder wirtschaftlicher Anwendung zu verbinden, das ist wichtig und dafür stehen wir auch, sondern vor allem auch mit kritischen nachhaltigen Ansätzen. Auch die Frage von digitalen Kulturen, wir haben es genannt postdigitale Kulturen, also mit analogen Tools, mit analogen Techniken, aber auch mit dem Menschen zu verbinden. Also Human-Machine-Interaction ist so ein Thema, das nicht nur uns, sondern die ganze Welt beschäftigen wird. Und das ist auch unsere Zukunft und wir werden nicht um Artificial Intelligence herum kommen. Und wir benutzen schon seit Jahren die Tools, die es dafür gibt in verschiedenen Feldern der Kunst. Wir müssen natürlich als Universität und als Bildungsstätte auch sehen, wie wir damit umgehen. Wir werden es in keinster Weise ablehnen und verneinen, aber ein kritischer Umgang damit ist geboten. Und ich glaube, das ist auch unser gesellschaftlicher Auftrag. Und wenn wir von gesellschaftlichem Auftrag sprechen, dann geht es auch sehr viel um transformative Bildung. Also wir haben ja nicht nur die Künste, sondern wir haben auch die Kulturwissenschaften und damit einen wissenschaftlichen Ansatz, der sehr viel auf Diskurs ausgeht, aber natürlich auch einen Rundumblick auf Kulturen in der ganzen Welt, nicht nur in Europa gibt. Und wir haben ein Lehramtsstudium oder mehrere Lehramtsstudien. Und das ist auch eine wichtige Sache. Die Generationen der Zukunft und die kommen, gehen alle einmal, jeder von uns ist einmal durch die Schule gegangen. Und da fängt es auch an mit Verteilungsgerechtigkeit, mit gesellschaftlicher Gerechtigkeit, dort auch Kunst, Kultur, auch Medienthemen zu platzieren und auch dafür zu kämpfen, dass diese Fächer eher stärker als schwächer werden. Zum Beispiel. Weil wir ziemlich großartige Projekte hier präsentieren, aber noch viel großartiger, schauen Sie sich um, sind die Studierenden, die Lehrenden und die ganze Atmosphäre hier. Also ich würde es jedem mal raten, vorbeizuschauen. Es macht Lust, wieder zu kommen. Und natürlich jetzt eine Werbeeinschaltung. Wir haben ein Medieninstitut, das seinesgleichen sucht und wir haben ein DorfTV, wo man in Echtbedingungen produzieren kann und wo man natürlich nicht kommerziell arbeitet und das ist eine sehr, sehr wichtige Sache. Ich danke. Ja, vielen Dank an Rektorin Brigitte Hütter, dass sie heute so spontan Zeit gefunden hat, zu uns zu kommen und ein paar Sätze zu sagen, zum 50-Jahr-Jubiläum zur Kunstuniversität, zum Kunst-Uni aus Elektronikercampus. Und neben mir hat jetzt Professor Alexis Dvorsky Platz genommen. Ein weiteres Gespräch mit einem Professor der Kunstuniversität Linz. Alexis Dvorsky ist Medienkünstler und Kulturwissenschaftler, deutscher Konzeptkünstler, habe ich auch gelesen im Internet. Ja, das bringt eigentlich ganz gut schon auf den Punkt. Was vielleicht ein bisschen gefehlt hat, ist so die Vermittlung. Das ist mir schon auch ganz wichtig, dass ich Kunst praktiziere, mich als Künstler und Forscher verstehe, aber dass das Vermitteln auch eine ganz wichtige Rolle spielt. Ja, ich hätte jetzt da eh ohnehin noch super, Dankeschön gleich für diese Ergänzung. Ich wollte mir jetzt vorlesen, was auf der Webseite von dir steht. Aus einem Hasenbraten rekonstruierte er einen Dinosaurier und schrieb hierzu eine Doktorarbeit. In Google Street View fährt er um die Welt und hält darüber Reisevorträge. Er baut Trimm nicht Pfade inmitten der Stadt und übersetzt Graffitis für Blinde. Ich glaube, das ist eine kurze, humorvolle Zusammenfassung von vielen Projekten, die du schon gemacht hast. Ich würde dich gerne auch ein bisschen als Künstler vorstellen. Wir haben ja schon gesprochen heute, du hast ja aktuell auch eine Ausstellung, Steinblüten heißt die. Vielleicht erklärst du auch ein bisschen in diesem Zusammenhang mit dem Projekt, wie dein Zugang zur Kunst ist, zur Kunstproduktion, zur Auseinandersetzung mit Kunst? Die Produktion von der Kunst, das Schaffen von Werken, von Artefakten, ist mir eigentlich gar nicht so wichtig. Für mich ist Kunst vielmehr so ein Mittel, so ein Weg, die Welt zu erschließen, was rauszufinden. Darum würde ich schon auch diesen Begriff der künstlerischen Forschung hochhalten. Und bei der aktuellen Ausstellung, die du gerade gesprochen hast, geht es um ein Phänomen, was eigentlich außerhalb der Kunstwelt ist. Es geht um Steinmauern, um so blütenartige Strukturen aus Steinwänden, die man in Kroatien findet, die ich aber mittels künstlerischer Strategien untersucht habe und jetzt auch in der Ausstellung zeige. Wir haben ja da ein Video, das hat keinen Ton, aber vielleicht können wir das einmal zuspielen. Dieses Video, das erste Video Nummer eins. Wie heißt die Ausstellung? Murgari oder Magari, wie man es ausspricht, lasse ich mal offen. Das ist ein Wort, was selbst viele Kroatinnen nicht wissen, dass es gibt, weil es das nur auf einer Insel auf Krück gibt, wo diese Wände, diese Mauern, die findet man überall. Aber dass die wirklich so Blüten geworden sind, die findet man nur in einem sehr, sehr begrenzten Bereich. Und auch da verfallen sie und auch da gehen sie kaputt und werden immer weniger. Und ich habe ein sehr technisches Verfahren, das heißt Fotogrammetrie genutzt, um die digital zu konservieren, aber als Künstler spinne ich sie natürlich auch weiter und transformiere das Ganze. Wie hast du diese gefunden, diese Steinmauern? Ich habe es auf Google Earth gefunden tatsächlich, aber da konnte man nicht viel erkennen und dann war für mich klar, hey, das muss ich mir genau in echt anschauen und bin dann umhergewandert, habe aber immer noch ziemlich wenig gesehen, weil man nämlich die erst von oben sieht und dann bin ich mit der Drohne rumgeflogen und dann ging es eigentlich erst so richtig los. Ja, wir haben mittlerweile eh schon das Bild, genau, vielleicht kannst du jetzt ein bisschen noch erläutern, was man da jetzt sieht oder wie das Verfahren ist und was deine Intentionen dabei sind. Okay, also ganz kurz hole ich aus, aber ich schaue, dass ich es kurz mache. Ich bin mit der Drohne herumgeflogen und habe ganz, ganz viele Fotos gemacht. Und aus diesem Foto habe ich dann in diesem Verfahren, was sich Fotogrammetrie nennt, ein 3D-Modell gebaut. Und das war eigentlich für mich die Arbeit. Was wir hier sehen, ist aber was völlig anderes. Und zwar ist das eine Animation, wirklich im wahrsten Sinne des Wortes verstanden, so ein Zum-Leben-Erwecken mittels künstlicher Intelligenz und diese ganzen Drohnenfotos konnte ich nämlich im Nachhinein dann hernehmen, um so ein KI-Modell zu trainieren und mit dem kann man diese Strukturen wirklich am Leben halten. Am Leben halten heißt, weil sich die immer gewandelt haben und verändert haben und mit KI ist möglich, die eben auch in die Zukunft zu spinnen und fiktiv weiter zu überlegen, wie kann sich so etwas weiter verändern, auch wenn es eigentlich kein Mensch mehr nutzt, wenn es niemand mehr macht und die in echt leider kaputt gehen und verfallen. Ja, weil du gerade KI erwähnt hast. Ist das das erste Projekt, wo du KI verwendest oder arbeitest du schon länger damit? Wie stehst du zu diesen Entwicklungen? KI ist so ein Thema, das beschäftigt uns, glaube ich, alle in letzter Zeit sehr, sehr stark, weil vor allem diese Bildgenerierung mit KI und auch Chat-GPT, wo man Texte generieren kann, super gehypt ist, was man sich kaum vorstellen konnte. Kaum vorstellen konnte man sich deshalb nicht. Also ich beschäftige mich schon lange mit KI, aber dass es so einen Boom jetzt auf einmal gegeben hat, hätte ich nie gedacht. Und jetzt also die letzten Monate oder das letzte Jahr habe ich mich ganz viel damit auseinandergesetzt, aber eher so rumgespielt und wusste nie so recht, was soll das Ganze. Das war so ein Rum-Experimentieren, glaube ich, wie es ganz viele gemacht haben, in der Kunst, aber auch außerhalb. Und jetzt durch das Projekt war es so die erste Arbeit, wo es für mich irgendwie auch so einen gewissen Sinn ergeben hat, wo ich gesagt habe, hey, das ist nicht nur irgendwie so um der Sache selbst willen ausprobieren, sondern damit kann man wirklich was anstellen, was vielleicht auch, naja, wie soll man es nennen, vielleicht auch was bringt, was auch einen Sinn ergibt einfach. Du bist ja hier Professor für Mediengestaltung. Das heißt, in diesem Sinne natürlich auch vermittelst du Strategien der Kunst an Studierende, die später vielleicht auch oder wahrscheinlich auch in die Lehre gehen. Und da sind wir dann ja auch beim Thema Medienkompetenz. Aber mir würde jetzt immer interessieren, also du erwähnst auch Medienkompetenz als wichtige Skills. Mir würde interessieren, wie du aus deiner künstlerischen Arbeit das ableitest oder was vermittelst du deinen Studierenden? kann man medienkompetenz lehren erfahren gewinnen also das erste mal ob ich möchte hier vor eben dass wir eine kunst universität sind hier in linz und darum ist natürlich so diese künstlerisch gestalterische auseinandersetzung glaube ich so dieses a und o und das authentisch zu vermitteln auch in der Schule, du hast es angesprochen, dieses Studium ist eben im Lehramtskontext, auch in der Schule das authentisch zu vermitteln kann man nur, wenn man selber mal künstlerisch, gestalterisch gearbeitet hat, glaube ich. Und dafür bietet die Kunst-Uni Linzer prima Möglichkeiten. Zur Medienkompetenz, auch da sehe ich so, dass man sich damit einfach beschäftigen muss, dass man es machen muss, dass man hier in der Kunst-Uni natürlich so ein breites Spektrum anbieten, den Studierenden, wo sie sich mal mit Film, mit Audio, mit Fotobearbeitung und allem auseinandersetzen. Aber dann geht es eigentlich darum, dass Sie selber wirklich so einen Schwerpunkt finden. Dass wir eben künstlerische Projekte haben, wo Sie selber schauen können, was juckt Ihnen unter den Fingernägel, was interessiert mich. Und da glaube ich, ist es ganz wichtig, dass ein Angebot da ist, wo die Studierenden sagen, hey, das ist das, was mich eigentlich auszeichnet. Und da fuchse ich mich richtig rein und da bin ich dann auch jemand, der sich damit auskennt. fuchse ich mich richtig rein und da bin ich dann auch jemand, der sich damit auskennt. Und dann hoffe ich natürlich, dass der Funke später in der Schule überspringt und die LehrerInnen dann den SchülerInnen auch zeigen können, hey, wir vermitteln nicht nur Inhalte, sondern auch Begeisterung. Begeisterung, aber wahrscheinlich auch kritische Auseinandersetzung. Du hast ja in deinem Gastvertrag zum Beispiel parallel, also hast du dich auch mit TikTok, du beschäftigst dich mit sogenannten sozialen Medien, mit TikTok hast du ein Beispiel gebracht, du siehst diese sozialen Medien auch aus einem öffentlichen Raum und bei TikTok hast du eben das Beispiel gebracht, dass man aufgrund der Algorithmen ganz unterschiedliche Welten um sich aufbauen kann, je nachdem, was man sich anschaut. Was gibst du da deinen Studierenden mit, wie man da dann vielleicht auch Schülern, Schülerinnen später vermitteln kann, dass es wichtig ist, herauszufinden, was ist echt, was ist gut oder was ist wahr? was ist gut oder was ist wahr? Also die Medienkompetenz beinhaltet zu einem ganz, ganz erheblichen Teil natürlich eine kritische Auseinandersetzung. Wie du gesagt hast, was stimmt in diesen Welten, die wir sehen, in den digitalen, was wird manipuliert, wie wird auch Meinung gemacht, wie vermittelt man den Studierenden in dem, dass man viel über die Arbeiten redet, über die eigenen Projekte, wo sie arbeiten, dass man auch miteinander in einer Gruppe das immer wieder thematisiert, zur Diskussion stellt, auch sich da kritisch damit beschäftigt und natürlich auch diesen Tellerrand ganz stark erweitert, dass wir eben zwar natürlich künstlerisch, gestalterisch rangehen, aber Gestaltung immer auch so ein Mitgestalten von Welt, von Umwelt bedeutet und dass man auch zeigt, dass man sich zwar kritisch auseinandersetzen muss mit den Sachen, aber dass wir schon auch eine gewisse Wirkmacht entfalten können, dass wir nach außen gehen können und sagen, hey, das passt nicht und das kann man vielleicht auch ein Stück weit besser machen. Wie ist denn da im Moment deine Wahrnehmung, wie Leute damit umgehen, wie junge Leute damit umgehen? Also wir kommen ja aus einer Szene, wo man auch wirklich von kritischer Auseinandersetzung sehr viel gesprochen hat. Mittlerweile hat man das Gefühl, das Internet ist allgegenwärtig und eigentlich ist Facebook schon das Internet oder Instagram. und eigentlich ist Facebook schon das Internet oder Instagram. Wie ist da deine Wahrnehmung von den jungen Leuten? Wie gehen die damit um? Also für die, was du gerade so angesprochen hast, Facebook ist das Internet. Das ist wahrscheinlich was für unsere Generation noch. Die jungen Generation, SchülerInnen, aber auch mein eigener Sohn, die können mit vielen von diesen Sachen überhaupt nichts mehr anfangen. Und das, glaube ich, ist ganz wesentlich an dieser Medienwelt, dass sich die unheimlich schnell wandelt und dass wir als Erwachsene natürlich scheinbar, und das scheinbar, glaube ich, ist ganz wichtig zu betonen, da immer einen Schritt hinterher hinken und die Jungen schon viel, viel weiter sind. Aber ich glaube schon, dass gerade dieses scheinbare Weitersein, dass man da herangehen muss und sagen, hey, ihr beschäftigt euch vielleicht mit etwas, wo ich mich gar nicht auskenne, aber schauen wir vielleicht mal miteinander ein bisschen kritisch drauf, zeigt ihr mal, was ihr da eigentlich anstellt und dann können wir vielleicht auch mal reden, was ist daran gut, was ist vielleicht daran irgendwie ein ziemlicher Mist und wie gehen wir damit um am besten? Und du hast ja in deiner Antrittsvorlesung auch etwas Interessantes gesagt zur Spielewelt, dass die viel zu wenig Beachtung findet in der realen Welt, dass sie aber sehr mächtig ist. Ich glaube, das ist schon etwas, wo wir in der Abteilung, aber auch an der Kunst-Uni Linz, in den ganzen Medienbereichen, die hier einen sehr wichtigen Part einnehmen, uns dort noch mehr beschäftigen können. Es ist sowas wie Computerspiele. Es gibt auch andere Sachen, Künstliche Intelligenz, was jetzt ganz neu kommt. Aber Computerspiele sind schon etwas, wo sich jugendliche Kinder, aber auch Erwachsene sehr, sehr stark beschäftigen und was nicht mehr irgendwie eine kleine Nische mittlerweile ist. Man sieht es auch schon einfach an den Umsätzen, die gemacht werden und in den Budgets von irgendwelchen Spielen. Die sind mittlerweile viel, viel größer wie von irgendwelchen Hollywood-Produktionen oder von Netflix- Serien. Aber natürlich können wir auch da wieder künstlerisch subversiv rangehen und können mit so Spielen ganz, ganz andere Sachen anstellen, wie das, für was sie eigentlich gemacht sind. Was sind denn so aktuelle Themen und Schwerpunkte in deiner Lehre? Habt ihr sowas wie ein Jahresthema oder ja? Die radikalen Kollektiven vorhanden sind natürlich. Im kommenden Semester werden wir uns tatsächlich sehr stark mit künstlicher Intelligenz auseinandersetzen, künstlerisch auseinandersetzen und es schaut danach aus, dass es Mitte Januar dann auch eine Ausstellung im SPLACE dazu gibt, was offen ist für sämtliche Studierende an der Kunstuni, wo man auch vielleicht ein bisschen schauen muss, wie können wir so diese Schubläden rausziehen, mal alles ausschütten und durchmischen und schauen, wo gibt es an derUni Ansätze, die vielleicht zusammenpassen und wo es normalerweise überhaupt keine Berührungspunkte gibt. Also Netzwerke aufspannen, Noten zu machen, Verbindungslinien zu suchen, das ist glaube ich schon auch ein ganz wichtiger Teil der Arbeit hier. Dann hast du auch die Pandemie thematisiert in deiner Antrittsvorlesung und von einer Ästhetik der Pandemie gesprochen. Was verstehst du darunter? Die Pandemie war natürlich ganz, ganz prägend für uns alle. Man hat es fast schon wieder vergessen. Mal schauen, ich hoffe, wie es weitergeht. Aber als ich nach Linz gekommen bin, das war vor zwei Jahren, da hat das erste Jahr, die ersten beiden Semester kaum in Präsenz funktioniert und ich bin so super froh, dass wir jetzt wieder in echt hier zusammensitzen können, was jetzt auch schon seit einer Zeit geht. Und diese Ästhetik der Pandemie hat uns natürlich ganz stark geprägt, diese Ästhetik der Panik, diese Ästhetik vielleicht auch der Angst, aber auch so Bildsprachen, die damit verbunden waren, wie Karten gezeigt wurden, wie stark wir auch von so einer Quantifizierung des Lebens geprägt wurden, dass alles in Nummern ausgedrückt wurde, da wissen es mittlerweile schon kaum mehr, wie alles in Zahlen, wie viele Infizierte pro 100.000 Einwohner, wie viele Tode und schwer Kranke, muss man natürlich auch leider sagen, da waren. Und im Moment ist diese Pandemie mehr oder weniger, was ebenso schlimm ist, ja verdrängt worden durch den Ukraine-Krieg. Und ich würde sehr, sehr befreien, wenn hoffentlich mal was Positives wieder auch in der Zukunft kommt, jenseits von Krieg, von Klimakatastrophe, von Pandemie. Und das wäre natürlich klasse, wenn wir es irgendwie schaffen würden, dem auch irgendwas Gutes entgegenzusetzen. Ja, weil du bist ja Mediengestalter. Welche Auswirkungen haben Bilder? Ganz starke. Wir sind überall von Bildern umgeben. Und die Bilder prägen unsere Welt natürlich, aber wir prägen mit Bildern auch die Welt. und die Bilder prägen unsere Welt natürlich, aber wir prägen mit Bildern auch die Welt. Wir überlegen immer wieder, wir sind ja ein nicht kommerzieller Sender, wie würdest du dir eine Ästhetik des Nicht-Kommerziellen vorstellen? Das ist super schwierig, weil die große Schwierigkeit daran ist, wenn wir eine Ästhetik des Nicht-Kommerziellen entwickeln, und die wird ja immer plakatiert mit so Postern, mit so Gesichtern, mit so Dingen zum Runterreißen, wie so Telefonnummern und das hat furchtbar trashig ausgeschaut und ich dachte, hey, das ist wirklich so eine Besitzergreifung des öffentlichen Raums und war total fasziniert und fotografiert das. Dann reichte ich so ein Ding runter und musste entdecken, dass es eine Werbung für Netflix war. Ich glaube, Netflix kann noch Amazon gewesen sein. Also auf jeden Fall zeigt es super gut, wie das Kommerzielle das sofort aufsaugt und ich glaube, das Einzige, was wir tun können, ist, dass wir immer in Bewegung bleiben. Ja genau, wollte ich gerade fragen, wie können wir dagegen halten? In Bewegung bleiben. Immer wieder neue Sachen ausloten, immer wieder versuchen, uns abzusetzen, was zu finden und was zu erfinden und nicht stillhalten. Und die Rolle der Kunst darin ist eine wesentliche. Eine essenzielle. Eine essenzielle. Ich habe mir auch deine Facebook-Seite angeschaut, das ist ja jetzt nicht nur dieses Projekt am die am Ende, du findest auch manchmal Dinge, die du dann nutzt, zum Beispiel der Trim, den ich fahre. Ich habe das Video gesehen, wo du so liegst auf einer Rolltreppe, die so gerade dahin rollt, im öffentlichen Raum. Oder auch, du hast Fotos gepostet von Gerüsten, jetzt in Laos, da kommen immer wieder alte Reifen vor. Was fasziniert dich da? Nehmen wir mal das Laos-Beispiel, das hat mich total fasziniert. Für mich, was ich eingangs schon gesagt habe, ist es typisch für meine Herangehensweise, dass es mir weniger darum geht, jetzt irgendwelches Zeug zu produzieren und kommt auch vor. Aber viel Wichtiges für mich, so das Beobachten, das Rumflanieren und irgendwas entdecken und das dann aufzugreifen und zu transformieren. Und was ich in Laos beobachtet habe, waren Autoreifner, ganz, ganz viele Autoreifner, die bei uns wahrscheinlich einfach irgendwo entsorgt werden, vielleicht weiter geschippert werden. Ich habe gesehen, dass in Kuwait so ein Riesenfeld von Autoreifen mal gebrannt hat kürzlich. Aber dort werden sie eben recycelt, abgeseigelt, nachgenutzt. Es wird aus Reifen, werden so Gerüste gebaut, also nicht die Autoreifen, sondern so Mofa- und Fahrradreifen werden kleingeschnitten. Und aus denen werden so Bambusteile zusammengehalten. Und was mich super fasziniert hat, waren die Mülltonnen dort. Die Mülltonnen sind nämlich alle als alten Autoreifen gebaut. Und so eine Mülltonne habe ich dann mitgenommen. Ich habe sie nicht geklaut, ich musste mich echt zusammenreißen, aber irgendwie wollte ich dann doch nicht als Tourist aus Fremder in einem vergleichsweise armen Land eine Mülltonne klauen und habe sie gekauft, was gar nicht so leicht war. Und die habe ich jetzt mitgenommen und mal schauen, was mit der wird und ob wir vielleicht hier auch irgendeinen Weg finden, solche Recycling-Strategien irgendwie künstlerisch zu nutzen und zu transformieren. Wie hast du da herausgefunden, wo du diese Mülltonne kaufen kannst? Unheimlich viele Leute gefragt, was ein Riesenproblem war wegen der Sprachbarriere zum einen und was sie sich beim besten Willen nicht vorstellen konnten, wie ein Tourist, wie jemand, der aus einer reichen westlichen Kultur kommt, ein Interesse an sowas hat und sowas irgendwie wirklich haben will, weil das bei ihnen ja so ein Unding ist und das das ist in meiner Arbeit ganz oft so, dass mich so die Sachen faszinieren, wo viele Leute wegschauen. Dass ich gerne Orte aufsuche, wo die meisten Leute nicht hingehen. Und dass ich so diese Nebenschauplätze, diese vermeintlichen Unorte, die vermeintlichen Undinge irgendwie super spannend finde. Sowas wie Mülltonnen, sowas wie Schmierereien auf Toiletten. Und da, finde ich, kann man dann auch unheimlich viel machen und auch viel davon lernen und entdecken. Da gibt es ja noch ein Projekt, weil das da auch vorkommt, das mit der Blindenschrift, das Graffiti in Blindenschrift übersetzt. Wie kam das zustande? Wie hast du das gemacht? Wie kann man ein Bild in Blindenschrift übersetzen? Also ich glaube, dass Inklusion ein ganz, ganz wichtiges Thema im Bereich der zeitgenössischen Kunst ist. Und Inklusion bedeutet ziemlich viel. Grob gesagt oder größer gesagt bedeutet es für mich, dass man Kunst oder Kultur generell zugänglich macht für Menschen, für die es normalerweise nicht zugänglich ist. Und das kann ganz verschiedene Gründe haben. Das kann als Grund haben, dass einfach die Lebensumstände das nicht zulassen, dass man einer Bildungsfanschicht angehört und, und, und. Und ein Grund kann eben sein, dass man sehbehindert ist, dass man vielleicht Kunstwerke, die ja häufig visuell funktionieren, schlichtweg nicht sehen kann. Und in der Kunst gibt es dafür Programme. Also es war von einer Regierung, von einer Ausstellung, so einem Regierungsgebäude in München, das Konzept der Inklusion, eben wo ich als Künstler mitgemacht habe und da gibt es durchaus was. Und da bin ich mit einem der Blinden, mit denen ich im Rahmen dieser Ausstellung zusammen gearbeitet habe, durch die Stadt gegangen und dann sind wir eben auf Graffiti gekommen. Nicht so ein schickes Graffiti, sondern eben, was ich davor gesagt habe, so Toilettenschmierereien. In dem Fall war es, glaube ich, irgend so was an so einer Bauabsperrung. Und davon habe ich erzählt und er hat gesagt, kennt er nicht, was ist das? Und so ist das Programm losgegangen, dass ich, damals hieß es noch Graffiti für Blinde, aber heute hätte es sich wahrscheinlich, würde es sich wandeln in Graffiti mit Blindner, dass wir eben gemeinsam schauen, wie kann man Graffiti zugänglich machen und der kennt wahrscheinlich alle diese Preisschriften, diese kleinen Noppen, diese Punkte auf so Packungen, auf so Medikamentenpackungen zum Beispiel und das mache ich in groß. Ich übersetze Graffiti in die Preisschrift, aber in Originalgröße und das liest man dann so mit dem ganzen Körper, mit ausgestreckten Armen auch mal, wenn es entsprechend groß ist. Aber wie kann man ein Bild in Braille-Schrift übersetzen? Man kann die Schrift übersetzen. Dann weiß man zumindest mal, was dort steht und dann kommt man auf die Grenzen. Und dann geht es experimentieren los, wie kann man das Bild vielleicht erfahrbar machen. Und da habe ich zum Beispiel mit Musikern zusammengearbeitet, mit dem Seppalott, dem Münchner Hip-Hop-DJ, der auch viel in Linz gemacht hat früher, Blumentopf hieß die Band damals und mit dem habe ich das miteinander gemacht und ich habe das in Breitschrift übersetzt und er hat das versucht in Töne zu transformieren und das haben wir noch mit Klinten gemeinsam produziert. Das sind mehrere Sinne sozusagen, die da angesprochen wurden. Dieses Kollaborative, dieses Miteinander was machen, das ist schon auch wichtig für mich. Also Kunst ist nichts, was man alleine macht und was irgendwie im Atelier bleibt, sondern es geht darum, dass man es zusammen irgendwie erlebt. Was jetzt natürlich wieder dem Motto 50 Jahre Kunstuniversität mit den Radical Collectives entspricht. Habt ihr da auch ein Projekt? Habt ihr irgendwas entwickelt dazu? Ja, wir haben letztes Jahr beim Ephemera Festival mitgemacht, was ja auch in diesem Rahmen dann irgendwie verortet wurde. Ich glaube, das Thema war so präsent, auch zum Open Day und zum Rundgang, dass wir eigentlich an ganz vielen Orten mitgemischt haben. Und jetzt zur AAS natürlich auch, jetzt nicht unbedingt im radikalen Kollektiven, aber die AAS ist natürlich auch etwas, was für uns als Abteilung Mediengestaltung immer schon so ein ganz wichtiger Termin im Jahr ist. Was gibt es da für Projekte? Wo sind die zum Anschauen? Es gab zumindest, das ist schon vorbei, eine Tagung von unserer Abteilung, von der Martina Socher, der Universitätsassistentin namentlich, organisiert worden ist, wo es um das Thema digitale Bildung ging. Und die war, ich bin so durcheinander, gestern. Gestern? Ja. Und aktuell läuft noch in diesem U19-Programm, was für Jugendliche gedacht ist, läuft jetzt auch noch eine Installation, eine partizipative Installation, wo man was machen kann, auch noch zum Sehen und zum Erleben noch während der ganzen AAS. Gestern, du hast mir ja gesagt, du bist erst vorgestern aus Asien zurückgekommen oder so. Ja, darum war ich besser am Überlegen, weil das alles so im Schlaf und dunkel verschwimmt. Aber deshalb bin ich natürlich gekommen zu der Tagung und zu dem Forum und zu Ars. Nein, es war fein. Ich habe dir eine Mail geschrieben und hast kurz geantwortet. Passt, ich komme vorbei. Jetzt bin ich da. Danke für die Einladung. Ja, lieber Alexis, herzlichen Dank für den Besuch. Und ich denke, wir werden noch öfter mit zusammen reden und vielleicht auch gemeinsam was aushacken hier im Sinne eines kollektiven Arbeitens, im Sinne einer Kooperation. Das hoffe ich und nächstes Mal hoffentlich auch gemeinsam mit den Studierenden dann. Ja, unbedingt, unbedingt. Dankeschön. Danke. Danke schön. Danke. Ich sehe auch in der Türe schon meine nächsten Gäste. Es kommt nämlich jetzt ein Kollektiv, ein weiteres Kollektiv. Oder ein Claudia Dworczak steht in der Türe. Die Freundinnen der Kunst habe ich noch eingeladen. Die werden jetzt auch noch über ihre Arbeit sprechen. Alexis, ich bedanke mich sehr herzlich bei dir. Du darfst das Mikrofon abnehmen und wir sehen uns wieder. Und darfst die nächsten Gäste zu mir bitten. Hallo Claudia, darf ich dir das Mikrofon gleich mal in die Hand geben? Wo möchtest du Platz nehmen oder uns platzieren? Ich überlasse euch jetzt einfach die Bühne, weil ihr macht das, was ihr oft macht, einen Auftritt sozusagen. Jetzt schaue ich nur schnell zur Kamera, passt das, wenn ich jetzt hier sitze? Ja, denke schon. Nein, im Moment nicht. Also wir brauchen dich schon dazu. Bitte? Du bist schon Teil des... Also soll ich mir auch meine Sonnenbrille aufsetzen? Ja, das mache ich aber. Ich hole mir schnell meine Sonnenbrille. Ja. Ich darf heuer ja auch bei der Stadtwerkstatt mitmachen, jetzt darf ich bei euch mitmachen. Vielen Dank, wir kennen uns ja schon lange und ich freue mich aber jetzt, dass ihr heute kommt in unser Open House. Da müssen wir die richtigen Zettel suchen. Freundinnen der Kunst. Claudia Dworczak, Helga Lohninger, Viktoria Schlögl. Ich habe es richtig gemacht. Danke für die Einladung. Wir haben ein Geschenk für dich mitgebracht, Gabi. Ich habe ein Geschenk mitgebracht für mich. Das ist ja fantastisch. Ah, das ist der Kalender. Soll ich das gleich aufmachen oder später? Ich glaube, man kann es gleich aufschreiben. Nein, machen wir es so. Ich sage jetzt nur kurz drei Worte. Ich habe euch jetzt eh schon vorgestellt, Freundinnen der Kunst ist ein Kollektiv, das 1999 schon zusammenfand. Ein Kollektiv von lauter Frauen. Ihr seid auch schon fünf gewesen. Im Moment seid es, glaube ich, vier. Drei haben heute Zeit gefunden herzukommen. Ihr habt zahlreiche Projekte und ich weiß nicht, wie viele Projekte habt ihr schon gemacht? Wisst ihr es hier auswendig? Die Zahl können wir jetzt leider nicht sagen. Aber es ist natürlich eine lange Zeit und es gab viele Themen und viele Projekte. Ja, und ich würde sagen, wir wollten da nicht über eines sprechen. It's important that from now on we don't make any mistake, ist zumindest ein Slogan. Und dazu gibt es einen Road Movie. Und da bitte ich jetzt die Regie, diesen Road Movie einzuspielen. Das ist jetzt Nummer eins von den Freundinnen der Kunst. Stadtwerkstatt 48 mal 6, more, less. KAMU MENGALA I'm out. They keep saying they've got something for us Something they call love but confess They've been a mess in where they shouldn't be a mess in And now someone else is getting all the best These boots are meant for walking And that's just what they do One of these days these boots are gonna walk all over you They keep lying when they ought to be chosen They keep losing when they ought to not have They keep saying when they ought to be. Now what's right is right, but they ain't been right yet. These boots are made for walking, and that's just what they do. One of these days, these boots are gonna walk all over you. brand new box of matches and what we know, there ain't a time to learn these boots are made for walking and that's just what they'll do one of these days these boots are gonna walk all over you are you ready boots? start walking Are you ready Boots? Start walking Are you ready Boots? Start walking Are you ready Boots? Are you ready Boots? Are you ready Boots? Start walking! Yeah! Ha! Субтитры создавал DimaTorzok Auf dem Auto steht ja, glaube ich, steht der ganze Satz, it's important that from now on we don't make any mistake. Wann ist dieses now und wie kommt das zustande? bei den verschiedenen Performances und Inszenierungen verwendet, also immer nur einen Auszug davon. Und in dieser Arbeit haben wir natürlich diesen Anspruch, eben keinen Fehler zu machen, immer so verstanden, dass das ganz schnell kippt und eigentlich das Gegenteilige meint. Also es ist quasi ein Appell an euch selber, etwas zu machen, was eh nicht realistisch ist. Genau. Etwas kippt relativ schnell. Ihr arbeitet ja wirklich jetzt schon konsequent seit 24 Jahren, wenn ich richtig rechne, von 1999 im Kollektiv. Also was perfekt zum Radical Collective von 50 Jahre Kunstuniversität Linz. Ich glaube, ihr habt alle hier studiert. Ja, aber auf jeden Fall Berührung, aber auch studiert, teilweise studiert. Wie hält man das aus, so lange in einem Kollektiv zu arbeiten? Oder was ist der Vorteil daran? Also, wenn ich da jetzt noch mal was dazu sagen kann. Der Vorteil ist natürlich der Schutz der Gruppe und dass man Arbeiten machen kann, die als Einzelperson nicht möglich sind. Und der andere herausfordernde Teil ist, dass wir immer so arbeiten, dass die Autorinnenschaft sich wirklich aufhebt. Und das ist sicherlich durchaus ein radikaler Ansatz. Wir haben noch ein zweites Mikrofon. Können wir das zweite Mikrofon verwenden? Dann könnt ihr beide einsammeln und dann kriegst du wieder eins. Ja, ganz kurz zu dem Satz, it's very important that from now on we don't make any mistake. Da setzen wir uns natürlich auch mit einer Perfektion, mit einer vermeintlichen Perfektion oder erwarteten Perfektion, die immer an uns im Frausein gestellt wird. Und wir führen das auch in unseren Performances auch der Absurdung, weil es natürlich ein Vorsatz ist, der sowieso per se unmöglich ist. Und zum Kollektiv ist auch noch zu sagen, es verwundert uns selber, wie lange es funktioniert. Und wir sind ja eigentlich sehr, ich kann jetzt da für mich sprechen, ich bin sehr froh um dieses Kollektiv und wir arbeiten alle in einzelnen Kunstsparten, aber es gibt da dieses Kollektiv, das für uns eigentlich sehr wichtig ist über den langen Zeitraum jetzt auch. Gefunden haben wir uns eigentlich damals auch, weil es interessant ist, so unterschiedliche Kompetenzen und Professionen zusammenzubringen. Wir haben alle was anderes studiert, also wir haben diese Grafik, Video, Bühnenbild, also die unterschiedlichen Ausbildungen, die wir gehabt haben, dann einfach versucht zusammenzufassen und uns mit Themen auseinanderzusetzen und eben diese Kompetenzen dann auch zu bündeln. Ja, also ich arbeite da total gerne in dem Kollektiv. Ich finde das auch wirklich inspirierend. Es ist sehr spannend, weil es so ganz einen eigenen Prozess in sich birgt eigentlich. Es ist sehr intensiv in der Zusammenarbeit und wie Helga schon angesprochen hat, dieses Aufheben der Autorinnenschaft ist natürlich immer ganz ein zentrales Thema. Das ist gar nicht so einfach, nachdem wir doch alle sehr, wie soll man sagen, jeder hat einen speziellen Zugang oder jede von uns und man möchte sich natürlich auch ausleben mit seinen Ideen und das ist dann schon super, wenn wir dann versuchen unseren ganzen Input, der da kommt und der sehr intensiv ist meistens, dann in diesem Prozess irgendwie auf eine gemeinsame Sprache zu bringen vielleicht. Und das finde ich echt spannend und mir taugt das total. Was bei euch ja auch noch sehr spannend ist, ihr seid ja praktisch nicht nur ein Kollektiv, wo jeder eine Part übernimmt, eine schreibt, eine ist vielleicht hinterm Computer, sondern ihr inszeniert euch ja dann auch wirklich mit gleicher Kleidung, zum Teil wirklich als gleich angezogene Gruppe, die auch performt dann quasi als Gruppe. Ja, es war immer unter anderem auch genau das so spannend, dass wir dann unsere Ideen oder das, was wir vermitteln wollen, über so eine Synchronität in der Gruppe sehr stark machen können. Das macht auch Spaß. Ja, was auch noch vielleicht ein spannender Aspekt ist, gerade so in diesem kollektiven Arbeiten, so wie wir das machen, eben so sehr performativ ausgerichtet, wir versuchen auch, also Körper ist ein ganz zentrales Thema, und wir versuchen gerade so in der performativen Arbeit, dass wir oft wirklich so uns einschwingen,en auf eine Körperlichkeit oder so. Also wir haben das auch in dem Glashausprojekt versucht, mit einem Objekt irgendwie eins zu werden. Also das ist schon das Schöne im Kollektiv einfach, dass man so dieses Verschmelzen eigentlich der Ideen, aber auch der Körperlichkeit einfach ausprobieren kann und damit wirklich eigentlich im Kollektiv super experimentieren kann. Genau, vielleicht gehen wir gleich weiter zum Glashaus. Das Projekt Glashaus Fantasien ist seit 2020 euer aktuelles Projekt. Also wieder so ein längeres Work in Progress mit verschiedenen Episoden. Dazu haben wir auch einen kurzen Film, den zeigen wir jetzt noch, bitte. Det er en av de fleste stående stående i Sverige. Musik I'm going to make a 아이콘은 너무 잘생겼어요 아이콘은 너무 잘생겼어요 아이콘은 너무 잘생겼어요 아이콘은 너무 잘생겼어요 아이콘은 너무 잘생겼어요 아이콘은 너무 잘생겼어요 아이콘은 너무 잘생겼어요 아이콘은 너무 잘생겼어요 아이콘은 너무 잘생겼어요 아이콘은 너무 잘생겼어요 아이콘은 너무 잘생겼어요 아이콘은 너무 잘생겼어요 아이콘은 너무 잘생겼어요 아이콘은 너무 잘생겼어요 Klaas aus Fantasien, dann darf ich euch bitten, das Projekt vorzustellen. Also das ist eigentlich das abgeschlossene, das letzte abgeschlossene Projekt. Es gab insgesamt zehn Projekte im Rahmen der Glashausfantasien mit unterschiedlichen Titeln. Dieses, das wir gerade gesehen haben, war Shirley Temple. Im Rahmen von 48 Stadtwerkstatt waren wir eingeladen zum Thema More or Less und da ging es um Ress von 48 Stunden das Glashaus mit Popcorn füllen und haben immer wieder im Stundentakt Essensausgaben gemacht. Andere Projekte von den Glashausfantasien? Also das Glashausfantasien wirkt eben zehn Projekte in sich. Also Glas aus Fantasie wirkt eben zehn Projekte in sich. Also wir haben begonnen, hat das Projekt eigentlich während der Lockdown-Phase, also während Corona oder Covid, genau diese Covid-Phase, wo eben alle irgendwie im Lockdown zu Hause waren oder wo auch immer. Kann man viel schwer beschreiben. In den Garten gestellt, um für euch selbst zu performen. Genau, wir waren als Kollektiv aufgefordert in dieser Phase und haben eben versucht, ohne Publikum, was gar nicht so einfach ist, aber wir haben es halt einfach, es war so, ohne Publikum uns einfach ganz inhaltlich auseinanderzusetzen mit den Fragen, die das Glashaus aufgeworfen hat. Wir haben das Glashaus auch als unseren Working Space gesehen, als Atelier, als mobile Behausung, die man jederzeit irgendwie wohin mitnehmen kann. Man sieht das da, ihr habt das eh ganz gut gesehen im Video, das kann man überall aufstellen und man kann sich reinsetzen oder auch nicht oder rundherum gehen oder was auch immer. Man kann drinnen diskutieren. Also so haben wir irgendwie versucht, am Anfang uns dieses Objekt irgendwie anzueignen und uns dem Objekt anzunähern. Welche Fragen wirft ein Glashaus auf? Glashaus ist transparent, total. Weiß man, wir haben ganz bewusst ein Glashaus genommen, das ganz standardisiert ist, also aus dem Baumarkt. Wir wollten auch diese Massenproduktion irgendwie aufnehmen, dieses standardisierte, das Readymade genau, das standardisierte Objekt in den Kunstkontext nehmen. Der Readymade-Gedanke hat uns sehr beschäftigt. Es wurde so ein bisschen unser alter Ego, also wir haben das auch verwendet, um uns in der Stadt zu positionieren. Also wie alles geschlossen war, haben wir versucht mit dem Haus dann unterwegs zu sein in der Stadt und haben uns positioniert vor den großen Kunst- und Kulturtempeln. Wir haben dann auch Freunde besucht, wir sind mit den Häusern auch in andere Häuser gegangen. Also wir haben und am Schluss waren wir dann eigentlich auch noch einmal im Botanischen Garten und da waren wir dann eingeladen mit einer Installation und dann mit einer Soundinstallation, wo die Glashäuser dann im Endeffekt verrückt gespielt haben. Ja genau, das ist jetzt eh das Letzte. Das ist jetzt vielleicht auch die letzte Frage oder der letzte Gedanke, weil ihr habt Glashaus auch einen sehr humorvollen Text auf der Webseite und der Ende, dass Glashaus spielt, verrückt. Und aufgewacht in einer neuen Realität, in der sich individuelle Wahrheiten gebildet und verschoben haben. Wahrheit? Da halten wir es lieber mit der Fantasie. Und da sind wir jetzt eigentlich ja schon auch bei dem Thema von Ars Electronica, wem gehört die Wahrheit? Da würde mich noch interessieren, wie seht ihr das? Wem gehört die Wahrheit? Also das ist eindeutig die schwierigste Frage, die ich da jetzt ergattert habe. Und eigentlich auch völlig absurd, weil die haben wir uns eigentlich nie gestellt. Wir haben da also gerade in dieser Zeit der Pandemie, wo sich so viel, was vorher völlig normal war, aufgehoben hat, haben wir dann versucht, da über diese Glashaus-Geschichte halt anders irgendwie zu leben oder selber die Fragen aufzuwerfen, die sie sowieso aufgeworfen haben. Und Antworten haben wir vielleicht in Fragmenten irgendwie gefunden, aber den Anspruch haben wir eigentlich gar nicht wirklich gehabt. Für uns war es im Moment immer total wahr, weil es sich heute sehr intensiv angespürt hat. Also gerade auch, wie wir da beim Lockdown mit den Häusern in der leeren Stadt unterwegs waren und sie vor die leeren großen Kulturinstitutionen positioniert haben. Also ich für mich glaube einfach, Wahrheit ist immer in der Gegenwart und in einem Moment. Und da kann es alles sein und im nächsten Moment vielleicht schon gar nichts mehr. Passt euch das so? alles sein und im nächsten Moment vielleicht schon gar nichts mehr. Passt euch das so? Ja, genau. Ich bedanke mich sehr herzlich. Leider muss ich schon wieder schließen. Danke für das Kommen und danke für das Gespräch und danke für das Geschenk. Der Kalender ist ja praktisch auch von diesem, it's very important that from now on we don't make any mistake. Danke, Claudia, jetzt noch einen Gast. Wir haben noch zwei bis zehn Minuten. Simon Hehl ist zu uns gekommen. Bitte schön, darf ich dir das Mikrofon überreichen. das Geschenk lasse ich hier liegen. Ja, Simon, wir haben praktisch versucht, alle möglichen Leute, die uns über den Weg gelaufen sind, so im Sinne, ciao, das Open House einzuladen. Ich weiß nämlich jetzt gar nicht, welches Projekt du hast und ich würde dich jetzt bitten, das einfach zu erklären oder zu erzählen. Genau. Ihr habt dieses Jahr bei dem Ars Electronica Festival tatsächlich drei verschiedene Projekte, die ich ausstelle, teilweise individuelle, teilweise auch kollektive Projekte. Entschuldigung, darf ich noch ergänzen, du bist Student der zeitbasierten Medien Master hier an der Kunsttournee. Genau, ich studiere derzeit zeitbasierte Medien im Master an der Kunstuniversität Linz. Entschuldigung, jetzt habe ich unterbrochen, aber jetzt bitte ich dich um die Erklärung zu den Projekten. Genau. Ich glaube, was alle drei Projekte auf jeden Fall verbindet, was ganz interessant ist, dass ich die Projekte, die ich quasi meistens mache, quasi nie komplett abschließe, sondern dass ich immer einen bestimmten Teil den Partizipierenden, also den Teilnehmenden von den Projekten überlasse oder dann letztendlich eben auch den Besuchenden. Ich habe hier einmal ein Projekt in der Kunstuniversität, wo man interagiert quasi mit Live-Kameras und dadurch quasi Bilder fertig gestaltet. Das Projekt heißt Geolary, ist sozusagen eine kleine Ausstellung in der Ausstellung, die eben so das Spannungsfeld aufmacht auf der einen Seite eben zwischen analogen Ausstellungsformaten und auf der anderen Seite auch zwischen so Social-Media-Formaten und Social-Media-Filtern auch, wo sich ein bisschen die Frage stellt, wie lässt sich digitale Kunst ausstellen auch, warum faszinieren wir uns selber quasi für unser eigenes Bild, für unser Selbstbild auch so sehr. Genau, das sind die Fragen, die sich dort stellen. Das ist ähnlich wie das, was du voriges Jahr gemacht hast. Da hattest du ja da draußen eine TV-Wohnzimmer-Installation mit verschiedenen Kameras, wo die Bilder dann aber irgendwie zusammengesetzt wurden oder zeitversetzt. Und setzt auch wieder auf Live-Kamera-Bilder, setzt auch wieder auf die Interaktion quasi mit dem Publikum, mit den Rezipienten, die wir ja letztes Jahr quasi gleichzeitig Produzentinnen und Rezipientinnen waren. Und dieses Jahr ist so ein ähnliches Konzept, nur quasi auf das Konzept der Kunstgalerie übertragen, nicht mehr auf die Wohnzimmersituation, ein bisschen abgewandelt, ein bisschen erweitert, diesmal auf drei Bildschirmen und ein Stück weit mehr abstrahiert als letztes Jahr. Okay, das ist in der Kunstuniversität. Dann gibt es noch ein weiteres Projekt, da hatten wir gestern eine Präsentation im Deep Space noch, wo es quasi um den menschlichen Blick geht, quasi um das Angeblickt, Angestarrtwerden, aber auch um das Ansehen und Anstarren anderer Personen, um verschiedene Erfahrungen damit, verschiedene Gefühle, die damit verbunden sind, hatte ich quasi neun Teilnehmende eingeladen, darüber zu berichten. Ich habe die ähnlich porträtiert, porträtiert eigentlich wie Andy Warhol bei seinen Screen-Tests, habe die dann aber noch quasi auch ein Gespräch mit ihnen geführt, das haben wir flüsternd quasi geführt und dadurch ist eigentlich eine ziemlich intime Atmosphäre entstanden. Das Projekt kann man sich auch noch ansehen bis Sonntag im Hauptplatz 8 drüben im Studio 1, im dritten Stock. Genau, es ist ein sehr intimes Projekt und setzt sich eben mit dem menschlichen Blick nochmal im Speziellen auseinander. Und das dritte Projekt? Und das dritte Projekt ist noch ein Projekt an der Post City, speziell unter anderem für Kinder eben auch. Du spielst alle Ausstellungsorte, das ist aber ein kollektives Projekt, wo wir eben so einen Erfahrungsraum bzw. Gestaltungsraum kreiert haben, wo es darum geht, was kann ich mitgestalten, wo sind mir vielleicht auch Grenzen dabei gesetzt, wie verändert sich unsere Wahrnehmung auch, indem ich Licht und Schatten ergänze oder auch bestimmte Musik in bestimmten Situationen dann auch und eben auch so ein Hinterfragen von bestimmten Begriffen wie vor allem dem Wahrheitsbegriff, das ja was zum Festival ja passt und auch dem Realitätsbegriff, wo wir uns zum Beispiel auch die Frage gestellt haben, anhand von Game Art Prozessen, ob wir digitale Medien oder digitale Ereignisse als weniger echt oder real begreifen als jetzt zum Beispiel analoge Formate. Und was habt ihr da für eine Antwort darauf gefunden? Ich glaube Antworten gefunden wir selber nicht und wollten auch selber gar keine Antwort finden, sondern haben vor allem eben auch die Besucherinnen eingeladen und die Kinder konnten unter anderem eben auch so Blumen gestalten, wo sie auch eben geschrieben haben, quasi was ist eigentlich Wahrheit für mich und da kam es manchmal doch immer wieder zu ganz interessanten Antworten. Zum Beispiel, das wäre ich jetzt noch neugierig. Dass etwas Kniffliges ist die Wahrheit oder dass zum Beispiel für ein Kind war das auch einfach die Tagesschau, was gesagt hat, das ist sozusagen mein Wahrheitsbegriff, die Nachrichten, wo ich sehe. Dann hatten wir auch sehr bunt zum Beispiel als Antwort und dass es auch keine einzige Antwort oder keine einzige Wahrheit gibt in dem Sinne. Genau, das war ganz spannend, das auf jeden Fall zu beobachten und ich glaube, das ist auch unser Ansatz, dass wir quasi nicht die Antworten liefern wollen, sondern eigentlich mehr die Fragen stellen und das Ganze öffnen und dass man eben auch herausfindet, das ist ein kollektiver Antwortprozess dann auch. Ja, das ist jetzt eigentlich für mich ein schöner Schlusswort. Möchtest du noch irgendwas ergänzen? Ich möchte auf jeden Fall alle nochmal einladen, auch vorbeizukommen, auch die Projekte der anderen KünstlerInnen anzuschauen. Es ist ganz toll, was da auch passiert und einfach auch wie Linz sich verändert durch das Festival und durch die BesucherInnen. Und das ist ganz spannend, einfach gemeinsam herauszufinden, was so ein Wahrheitsbegriff sein kann oder vielleicht auch nicht sein kann. Wie oft hast du jetzt schon teilgenommen? Weil du sagst, mitzubekommen, wie sich Linz verändert oder gehst du jetzt einfach auf die Seite? Letztes Jahr war mein erstes Ars Electronica Festival, wo ich aktiv teilgenommen habe, eben auch als Künstlerin, als Künstler und habe es im Jahr davor auch mitbekommen, aber eben erst mal als Besuchende. Und wie verändert sich Linz? Linz verändert sich dadurch, dass es noch ein Stück weit internationaler wird. Ich meine, an der Kunstuniversität sind wir inzwischen sehr international aufgestellt. Ich glaube, das bereichert die Stadt auf jeden Fall auch. Man merkt es einfach an allen Enden und Ecken in der Stadt, dass einfach Menschen aus ganz verschiedenen Kontexten da sind. Ich glaube einfach auch dadurch, dass alle diesen Festivalpass umhaben. Man lächelt sich an, man zieht sich kurz, es macht was mit den Menschen. Jetzt ist gerade natürlich auch noch toll Wetter. Jeden Abend ist was los, jetzt gerade auch der Sound Campus. Ja, es ist eine ziemlich schöne Atmosphäre. Ja, ich kann das schon die ganze Zeit mithören ein bisschen. Gut Simon, ich bedanke mich, dass du noch gekommen bist zur späten Stunde. Du hattest noch eine Performance vorher im Ars Electronica Center. Vielen Dank fürs Kommen und wir sehen uns wieder. Danke auch. Ja, dann darf ich jetzt diesen Abend für heute abschließen. Es ist 20 Uhr, ein bisschen nach 20 Uhr und wir hatten wieder viele Gäste. Das Wunderbare hier in diesem Raum ist einfach, dass die Leute vorbeigehen oder irgendwie rundherum sind, jetzt vor allem auch mit dem Kunstuni als Elektronikercampus, dass hier viele Projekte sind, dass viele Künstlerinnen hier sind, dass alle aktiv sind, dass alle gegenseitig schauen, was machen die anderen, was machen die, dass man Leute trifft. Das ist eigentlich eine wunderbare Situation und wir mit diesem Studio hier haben dann auch die Gelegenheit, so quasi on the fly jemanden hereinzuholen ins Studio. Schönen Dank fürs Zusehen und ich wünsche noch einen schönen Abend. Morgen geht es weiter. Morgen geht es weiter mit Kunstfernsehen. Elena Richtsfeld wird mit ihren Kolleginnen von den Zeitbasierten Medien morgen eine Fernsehsendung machen. Elena ist noch da, vielleicht magst du sie ankündigen. Nein, sie wird eine Kunstfernsehsendung machen. Sie werden ausloten, was Fernsehen kann oder wie weit Fernsehen gehen kann, wie weit man es twisten kann, sodass es dann nicht so ausschaut, wie man es täglich aus dem Fernseher bekommt. Ein Experiment. Schönen Abend.