Wir sind hier beim nächsten Programmpunkt zum Fest der Regionien, durchs Jahr 1923. 1993 das erste Festival, also wir haben 30 Jahre Festival der Regionien. Aus diesem Anlass dieses Projekt hier, diese Ausstellung, an der Gerhard Leverse-Höller und Gerhard Dirmos in den letzten Monaten sehr intensiv gearbeitet haben. Ich möchte nur eine Sache für mich sagen, ich kenne das Festival der Region ungefähr seit Ende der 1990er Jahre und habe fast alle Festivals in irgendeiner Weise miterlebt. Etwas, was mir in diesen 25 Jahren aufgefallen ist, auch wenn jedes Festival irgendwie ganz anders ist, gibt es doch etwas so wie einen gemeinsamen roten Faden dieses Festivals, etwas das sich durchzieht, ein Geruch, ein Geschmack, etwas Dauerhaftes und ich bin mir sicher, dass Gerhard Dirmosa und Gerhard Priwasser-Wälder uns an diesem roten Faden aufgespürt haben möglicherweise und in dem Sinne gebe ich an die Fienereit. An mich? Okay, da war's dann. Ich muss ein wenig lesen, ich glaube ich habe das nicht gut vorbereiten können. Es ist sehr persönlich geworden. Einen schönen Nachmittag hier in Freistaat, ich hoffe ihr habt jetzt schon eineinhalb spannende Tage gehabt. Ich fange an mit mir, 13 Jahre alt, das ist 1997. Und da fällt mir nur das fette Rotsogen ein, das ist 1997, meine Freundin ist weg und beut sich in der Südsee ganz allein. Mein Budget wird leid. Zu der Zeit habe ich sehr gern Deutsch, Hip Hop gehört. Mein Vater machte ein großes Projekt beim Festival der Regionen 1997, Kunst über Leben. Ich trainiere den ganzen Frühsommer mit der Familie Wandern. Es geht darum, uns auf eine tote Gebirge über Gewärmung vorzubereiten, die Mitte August stattfinden soll. Ich und meine Stiefgeschwister sind nicht gerade die begeisterten Wanderinnen. Aber gut, wir bekommen total neues Sportgewand, Schuhe und tolle Wanderhöhsäcke. Dann geht die Reise los und es ist mir unheimlich eindrücklich hängen geblieben. Wir dort lernen das Tote Gebirge mit einem afrikanischen Stamm namens Tonga. Bei uns Meros geht es bereits um Jungs und ich werde krank durch die Gipfelbesteigung auf dem großen Pri. Die Anstrengung wird aber durch die Community, die mitwandert, die eindrücklichen Konzerte mit dem abgefahrenen Tonga Sound und der fantastischen Landschaft belohnt. Mich hat dieses Festival der Regionen sehr geprägt. Es war für uns 13-Jährige die pure Aufregung, unglaubliche Momente, wie ein Feuerwerk auf der Traunin Ebensee. Zwei Jahre später bin ich 15 und die Stadtwerkstatt baut in der Stadt Kegelbahnen auf. Es wird auf Flaschen geschossen und es sind unterschiedliche Leute da und wir sind alle im Spielfieber. Glasfieber, das Projekt bei dem Festival der Regionen 1999. Ich Teenager, total links, super Sache. Es geht um bedingungsloses Grundeinkommen. Ich freue mich total, dass ein LKW-Fahrer den Preis abkassiert. Dann 17-jährige Fina. Bald ist die Schule vorbei. Ich ziehe mit meinen Freundinnen rum und wir haben Spaß mit den Stuntmans, die ein Wurfkatapult für die Stadtwerkstadt installieren. Damit mein Vater und seine Freunde Schulstühle fliegen lassen können. Für mich ein fantastisches Bild, da ich es nicht erwarten kann, endlich aus der Schule raus zu sein. Dass es dabei um die harte Realität in der Arbeitswelt geht und wie schwer das alles auch sein kann, vor allem auch als Frau, ist mir mit meinen naiven 17 Jahren noch nicht so ganz klar. So oder so Jahre später, ich habe bereits Kunstgeschichte studiert, bereits seit einigen Jahren auch Selbstgroßregierungsprojekte mit umgesetzt, meinen Vater noch immer an großen Projekten umsetzen fürs Festival der Regionen. Dazwischen waren noch ein paar, die ich nur am Rande mitbekommen habe. Adnan Buchheim, Eva Ding, eben Sie. Dann kommt ein Notanruf von Gabi Käpplinger. Ich soll doch bei Georg am Festival der Regionen unterstützen. 2017, Machtrenk, ungebetene Gäste, zwei Projekte, sagt beim Abschied leise Servus und Refugee Open TV. Das hat mich auf die Seite der Organisation des Festivals geworfen. Und seit 2018 packen wir uns zusammen, um mir vorstellen zu können, in den Vorstand zu kommen. Was ich dann auch gemacht habe. Seitdem hat sich sehr viel getan, das Festival hat sich neu ausgerichtet und ich kann nur sagen, dass ich wirklich sehr stolz bin, die Opfer dieses Festivals zu sein. Und umso mehr Ehre es mich, dass Susanne heute auf mich gebeten hat, hier bei 30 Jahren ein paar Worte zu sagen. Und jetzt hat der Rainer noch ein paar Worte. Und ich freue mich total, dass Gerhard Thiermoser und Gerhard Priwasser-Höller sich mit dieser 30-jährigen Geschichte auseinandergesetzt haben und ihnen wirklich eine wahnsinnig gewungene Ausstellung geglückt ist und man muss sich da wirklich auch reinfuchsen. Gerhard hat fast 4000 Seiten gelesen, alle Kataloge durchgescannt, also unglaublich, ich bin ganz beeindruckt von deinem Geist. Und damit mich. Das ist der heilige Geist. Ja, und euch allen noch viel Spaß. Genießt das Festival noch. Danke. Ja, und da reden wir von der Finna, da sieht man schon, wie umfassendes Festival. Sie erzählen von zehn Projekten, schätzungsweise. Es hat bei den 16 vergangenen Festivals etwa 600 Projekte gegeben, mit mehr als mit die Unterprojekte wahrscheinlich an die 1000, weil die 600 sind irgendwie, da hat es so Großprojekten wahrscheinlich an die 1000, weil die 600 sind, die da so Großprojekte geben, wo dann unter ein paar tausend Künstler beteiligt. Und das Problem ist es bei 30ern, und wenn Sie gesagt haben, Sie sind so stolz auf den Vorstand gebeten worden, wie sie schätzt, weil sie das Festival immer verändert hat. Nicht nur jetzt, sondern es hat wahrscheinlich ungefähr 30 Vorstandsmitglieder im Laufe der Zeit sind aufs Festival, ungefähr 50 Kuratoren, Verantwortliche für das Programm. Und auch diese stetige personelle Änderung trägt dazu bei, dass das Festival heute noch immer lebendig ist. Zugleicher Zeit sind die Leute in meinem Alter oder in Fünners Vaters Alter die kleine Minderheit, die überhaupt nur eine Fantasie haben, was für Projekte es gegeben hat, aber niemand kann sie mehr bewältigen, außer der Dermoser, der heute wirklich in vielen Monaten Arbeit und größter Perfektion als Datenanalytiker versucht hat, alle Projekte, das sind jetzt 3 von 8 Teilen, die anderen 5 sind da hinten, also das muss man sich zusammendecken. Der Gerald Brühwasser ist draufgekommen, dass man das ganze Klopapier natürlich nicht lesen kann, weil man es nicht zerreißt. In lauter kleine Teile, weil sonst kann man ja die Futsch die Futter-Schrift von Gerhard nicht mehr lesen. Gerhard hat nicht nur eine Landkarte zum Festival gemacht, sondern wenn man dort auf den A-Ständer schaut, sind acht weitere Maps, die versuchen die Projekte nach anderen Kategorien als nach da sah es geschlichtet nach den Ausgaben des Festivals. Da gibt es thematische Netze wie ästhetische Verbindungen, personelle Verbindungen und was immer so alles, was immer auftaucht im Festival, wenn Sie die Ausstellung erholt. Zusätzlich sieht man auf den ersten Blick, dass das relativ textlastig ist. Das ist auch gut so, weil es gibt sozusagen verschiedene Begleitmedien, wenn ich einerseits auf zwei Bildschirmen Interviews mit diversen Proponentinnen des Festivals, die DorfTV im Vorfeld hergestellt hat und bei den jeweiligen Festivals immer auch die entsprechende Kataloge, bis auf den Katalog von 2021, auf den ich immer noch warte, wenn er nicht da ist, aber das ist nicht Finners Schuld. Wenn ihr euch jetzt ernsthaft mit der Geschichte des Festivals beschäftigen wollt, dann cancelt alle weiteren Festivalsbesuche und schaut bis nächsten Sonntag versucht sich hineinzuarbeiten und der Stupa zu ertragen. Und der Gerald und der Gerhard werden euch noch Instruktionen geben, wie man sich an den MEPs oder an die Ausstellung annähern kann. Danke, das war's. Danke, Herr Herrmann. Ich glaube, ich mache jetzt die kürzeste Rede in diesem ganzen Auflauf. Die Idee zu dieser Ausstellung wurde schon beim letzten Festival entwickelt. Damals war schon die Überlegung des 15. und jetzt wird es 30 Jahre im Jubiläum? Nein, nein, nein. Der Gedanke war ganz schlicht, wie kann man ein Festival, das nur alle zwei Jahre stattfindet und an ändernden Orten vermitteln und die Zusammenhänge erstellen. Da war die Idee nahe, dass man Gärte einladen und ein Netzwerk darstellen, wie die Zusammenhänge sind und welche Themen das Festival eigentlich identifiziert. Bewusst haben wir gesagt, wir machen, oder war halt die Überlegung der Gestaltung bei mir, dass ich gesagt habe, ich möchte eine analoge Ausstellung. Wir leben in Zeiten, die sehr bildlastig sind, das ist vielleicht eher ungewöhnlich und auch nicht mehr für manche eine Zeit gemäß, aber die Formensprache ist ein Abweichen von dem wir in Plakate aufhängen können. Es soll auch ein bisschen Nachhaltigkeit drin sein, das heißt diese Strukturen sind wiederverwendbar. Wie schon gesagt, der Gerhard hat sich auch durch alle Kataloge getextet, gelesen und auch in manchen Sitzungen haben wir philosophiert. Und das Endergebnis habe ich dann quasi in dieser Struktur gewandelt und das Ergebnis kann man eh betrachten, wir sind die Fragen da. Ich gebe jetzt am besten gleich an Gerd, über den er dann nochmal tiefergehend weiterführen kann. Ja, ich weiß gar nicht, was ich jetzt noch sagen soll. Ich fahre vielleicht dem an, wie ich zu dieser Aufgabe kam. Also der Rainer hat gesagt, ja da gibt es eine Besprechung, da sollte ich dabei sein. Und wir sind dann entlang der Donau zu der Park. Und nach einer Viertelstunde habe ich dann einmal auf sein Tablet geschaut und habe sozusagen eine Art Ausstellungsendurff gesehen, also praktisch eine Bodenauflage von einem Performance-Diagramm. Und ab dem Zeitpunkt habe ich erahnt, was mich da erwischen wird. Und da ich etwas Ähnliches schon für die 25 Jahre als Elektroniker für Times abgemacht habe und ich auch ein, auf jeden Fall, Dreiviertel der Festivals zumindest teilweise gesehen habe und drei, vier praktisch vollständig, habe ich mich drüber getraut. Was noch nicht gesagt worden ist, also dieses Ordnungsmuster, das auch von Geraldo schon ausgewählt wurde, ist ein sogenanntes Gedächtnistheater. Das ist ein Ansatz, der kommt aus der Renaissance. Technistheater, das ist ein Ansatz, der kommt aus der Renaissance, das ist ein italienischer Philosoph, der hat versucht, so eine Weltordnung in der Form von einem antiken Theater zu repräsentieren und so auf kleinen Kästchen und Podestchen war das Weltwissen aufgelegt. Und was eben spannend ist bei so Institutionen, die halt schon einige Jahrzehnte hinter sich haben, ist sozusagen auch die Tendenz, auch inhaltlich eine Summe zu bilden. Und darum war das quasi sehr naheliegend. Es ist auch eine schwerwiegende Entscheidung, welche Grundordnung man wählt. Und es war schon klar, dass man auch die nächsten Jahre noch irgendwie integrieren sollte. Und damit war diese Jahrgangsorientierung einmal fix. Die zweite sehr wichtige Entscheidung war, jetzt mengenmäßig eine Fläche zu fixieren, mit der gearbeitet wird und die dann natürlich je Jahrgang auch gestimmt, wie viele Inhalte drauf kommen können. Und im Schnitt kann man sagen, dass da ungefähr fünf Sätze je Projekt vorkommen. Und die wesentlichste Entscheidung war, es sind alles Originalzitate. Also es gibt komplexe Sätze, wo man halt ein bisschen kürzt, aber das ist Originalsprachlichkeit und das ist auch sehr wichtig, dass Sie da keine Wertungen einschleichen. Also es ist wirklich das Originalsprachmaterial verwendet. Und Sie können sich vorstellen, was das für eine Anstrengung ist, wenn zum Beispiel über so Tagebücher und eben teilweise Essays ein Projekt über zehn Seiten beschrieben wird, fünf Sätze auszuwählen, die für ein Projekt stehen können. Und da war eben auch die Leitidee, jetzt nicht irgendwie so eine trockene Kurzfassung, wo halt in drei Sätzen zum Beispiel, es gibt eine Kataloge, wo das im Rahmen geleistet ist und vorneweg steht. Aber es war sozusagen eben auch die Lust an dieser Sprachlichkeit. Also es soll auch sehr unterhaltsam sein, aber es soll jeden, der das in irgendeiner Weise mitbekommen hat, auch wieder erinnern. Also es soll eben auch für die Erinnerung tragfähig sein. Und dann war eben zum Beispiel eine ganz schwierige Entscheidung, also welche Ordnung würde sich dann innerhalb so einer Fläche einstellen. Und es war aber dann relativ schnell klar, dass diese Fragestellung durch die Kataloge gelöst wurde, weil dort schon im Rahmen dieser Buchprojekte bestimmte inhaltliche Gruppierungen oder geografische Gruppierungen und es hat sich herausgestellt, dass bei allen Jahrgängen, also es wäre wirklich kontraproduktiv gewesen, eine neue Ordnung zu erstellen. Und den Beweis kann man auch erbringen, also sagen wir, über solche Vernetzungsversuche, also die Binnenstruktur, das nennen wir ein semantisches Netzwerk, also ich habe dann versucht, sozusagen auf der Basis von eben richtigen Formulierungen oder Einzelbegriffen auch Vernetzungen herzustellen, also in der Regel im Jahrgang, aber es ist durchaus spannend zu sehen, dass oft zwei, drei und manchmal sogar vier Jahre inhaltlich relativ stark zusammenhängen. Aber vernetzungstechnisch spielt sich das vor allem in einem Jahrgang ab und Sie stehen da jetzt genau vor den drei Ausgaben, die von Martin Fritz verantwortet wurden. Und dort war die Spezialität im Katalog, dass es einen kuratierten Index gibt. Also man konnte sich je Projekt fünf bis sieben Schlüsselbegriffe raussuchen. Und dort habe ich den Versuch unternommen, wirklich eine Detailvernetzung vorzunehmen. Darum sehen Sie auch, dass hier die Vernetzung deutlich üppiger ausgefallen ist und Sie werden ein Jahr entdecken, nämlich das 2023er Jahr, das noch unvernetzt ist, weil die Vernetzung berücksichtigt auch das ganze Bildmaterial. Also das ist extrem wichtig, dass man sich anhand vom Bildmaterial wieder in Erinnerung ruft und eben sieht, was ist im Text angedeutet oder was hat wirklich stattgefunden. Und ich habe mir da sozusagen noch nicht drüber getraut, aber das soll ja, ich werde es dann nachholen, also dass es eine zweite Ausgabe gibt. Was der Rainer auch schon gesagt hat, das ist auch wie ein Index, also Sie werden sehen, jedes Projekt hat erstmal so eine Projektnummer, dadurch gibt es eine erste Zählung. Also wir haben da die Überlegungen von den Kataloge quasi aufgenommen, also was der Rainerer gesagt hat mit dieser Unternummerierung. Beispiel, wenn Sie denken, in Buchenheim waren sehr viele Architekturprojekte und die waren nicht einzeln durgnummeriert, sondern die wurden als ein Projekt gehandelt. Sie finden auch Seitenreferenzen, also sie finden alle verantwortlichen Personen gelistet und das heißt, das Ding ist auch als Index geeignet. Darum ist es ja, Sie können es, wenn Sie sich für irgendein Projekt interessieren, da einfach die Seitennummer auslesen und dann im Katalog rein platzieren. Und es hat natürlich auch heute gegeben mit x Chören oder sehr viel Personal, da gibt es einen zusätzlichen Seitenverweis auf die Seite, wo zum Beispiel die ganzen Schulklassen und so weiter und Orchestermitglieder gelistet sind. Also das ist sozusagen auch eine Gläserhilfe und wie auch schon gesagt worden ist, ist quasi, sind dann auch, also das ist sozusagen die Materialbasis, das ist quasi die Ehrung der Beteiligten, der Projekte und es ist wirklich faszinierend, was da die letzten 30 Jahre alles stattgefunden hat. Und dann ist natürlich die Frage, ob man irgendetwas entdecken kann, wie eine DNA oder so von so einem Produkt. Und was ich da sozusagen jetzt nur kurz andeuten möchte, war für mich ganz eine wesentliche Aufschlüsselung, wo ein Spannungsfeld von Kunstkultur, Alltag und Festkultur vorgenommen wurde und wo man sagen kann, ziemlich 50-50 ist da einfach ein Grundrezept, ist eine fantastische Mischung aus Alltagsfragestellungen der Alltagskultur und quasi Kunstprojekten. Das kann man fast abzählen. Das ist für mich so eine Grundcharakteristik oder ein Erfolgsrezept. Ich habe bei einem Projekt bei LITZ 09 bzw. bei dem 2009er aus Gabey versucht, über Normalität zu arbeiten. Und das Faszinierende war, dass man über zwei Themen, nämlich über geordnete Verhältnisse und über Normalität und Normalzustand, das gesamte Festwwall aufrollen kann. Also ich habe sozusagen versucht, das ins Zentrum zu setzen und dann gibt es sozusagen eine Art Grenzlinie und dann gibt es zwei Pole und der eine Pole sind sozusagen die wünschenswerten Freiräume und Freiheitsgrade, die wir unter anderem mit Kunst verbinden und dann eben sozusagen brandgefährliche Freiheiten, die unter anderem im Krieg münden. Und da war es eben toll zu sehen, dass viele Projekte, Projekttitel vor allem auch unglaublich präzise auf das Zeitgeschehen Bezug nehmen. Also man muss sich da ein bisschen nachschlagen, wenn man zum Beispiel den Jugoslawienkrieg gefangen hat, wann dieses Bosnien-Flüchtlingsgesetz geschaffen wurde. Und da sieht man sozusagen, wie präzise eben auch Titel auf die damaligen Problemlagen Bezug nehmen. Und es ist gar nicht so einfach, das sozusagen jetzt zu rekonstruieren anhand von konkreten Einzelprojekten. Aber man hat ein gutes Gefühl, wie das im Zeitgeist verankert ist und eben echte Probleme da gewetzt werden. Und das ist, glaube ich, der zweite Ansatz, wie man sich so einem Erfolgsrezept nähern könnte. Und was mich auch sehr fasziniert hat, es hat ja so eine Studie gegeben, wie zum Beispiel Kunstuni und die Märzierjubiläum hatten in Zusammenhängen und ich habe versucht herauszufinden, also wie eben da die Vernetzung mit verschiedenen Personen aus dem Kunstuni-Umfeld und das ist, dasselbe könnte man jetzt auch sozusagen mit all den KunstkVereinen, die sich unter anderem da jetzt in der KUF organisiert haben, dass da wirklich alle Ressourcen des Landes immer mit einbezogen werden. In den Anfangsjahren war es ja so, dass das ja noch irgendwie ganz Oberösterreich und wo eben auch ganz präzise Theater, Musikerprojekte, Literaturprojekte, also praktisch alle Medien auch gleichgewichtig vertreten waren und auch der Anspruch war das ganze Bundesland zu bedienen. Immer mehr ist es dann sozusagen konzentrierter geworden auf einzelne Städte und Orte und jetzt haben wir wieder so einen geografisch ausgebreiteten Fokus. Sie finden diese anderen Plakate dort versteckt im Ständer und es wird dann noch ein paar so A4-Matten geben, wo man es dann selber sozusagen nachlesen kann. Ich glaube damit ist die Ausstellung geöffnet. wo man es dann selber aus der Sorgung nachlesen kann. Bevor ihr jetzt für die nächsten zehn Tage in diesem Netz verschwindet, es gibt noch heute und morgen zwei Veranstaltungen, die sich auch mit der Geschichte im weitesten Sinne auseinandersetzen. Eine gleich da drüben von der Dagmar Höss, die die 16 Projekttiteln, von ihr kann man sehen, die 16 Projekttiteln jeweils auf ein mitgebrachtes T-Shirt drucken lassen. Also dann schaut man so ungefähr so aus wie ich. Und morgen gibt es über den ganzen Tag verteilt Symposium. Da schaut es im Programm nach, wann das genau ist. Und dann habe ich noch so etwas Schönes gefunden. Antifaschistisches Asphalt Stockaktion das ist ein Motor danke ja danke ich wollte nur ganz kurz sagen warum das Projekt für uns so wichtig ist, weil wir haben zwar 30 Jahre Festival der Regionen aber wie bei allen Organisationen dieser Art fällt es einfach an der Dokumentation und an der Archivierung von all dem, was in diesen 30 Jahren passiert ist. Und deswegen sind wir wirklich absolut dankbar, dass du dir die Arbeit angenommen hast und zu uns gekommen bist und uns das vorgeschlagen hast, dieses Projekt zu machen und viel, viel Zeit investiert hast in die Aufarbeitung der 30 Jahre auf diese Art und Weise. Danke, Gerhard. Und danke, Gerhard, für die skulpturale Umsetzung.