Hallo und herzlich willkommen hier am Linzer Hauptplatz zu einer Spezialausgabe von Bitchin' Around, was normalerweise im Raumteiler gedreht wird und auf DorfTV gesendet. Und heute befinden wir uns ausnahmsweise hier vor dem Entertainer, dem Fenster zur Stadt. Und warum ist das so? Weil das Frauenbüro diesen Container jetzt bespielt. Und deshalb sitzen hier auch schon meine beiden Gäste, Abena und Eva, mit denen ich heute noch Näheres zu besprechen werde. Hallo und herzlich willkommen. Und danke für die Einladung, weil ich bin ja auch eingeladen, wir sind alle eingeladen. Ja, genau. Und wir werden eben jetzt einiges besprechen, mit dir zuerst, Abena, zum Programm und dann werden wir später weitermachen mit Eva Schobisberger zum Thema Frauen in der Politik, über den Stadtrat, wie ist das so, Gemeinderat. Und mit Mariella werden wir noch reden, so Catcalls, Linz, weil die haben heute auch schon einiges hier gemacht und werden auch darüber etwas berichten. Aber Abena, ich starte mit dir mal. Vielleicht magst du zum Einstieg dich ein bisschen vorstellen und auch das, was du im Frauenbüro so machst. du zum Einstieg dich ein bisschen vorstellen und auch das, was du im Frauenbüro so machst. Genau. Sehr gerne. Also ich freue mich voll, dass wir diese Möglichkeit haben, dass wir ihn heute auch von hier aussenden dürfen. Ich bin Diabena, ich bin die Frauenbeauftragte der Stadt Linz und wir sind die ganze Woche hier im Entertainer. Der Entertainer ist jetzt einfach auch ein super Instrument, wie das Magistrat der Stadt Linz einfach die moderne Verwaltung leicht zugänglich machen kann. Man kann nämlich mit dem Entertainer eben hinter die Kulissen schauen und schauen, was eigentlich sich im Magistrat alles tut. Und im ganzen Monat Mai hat der Geschäftsbereich PCDES, das steht für Personal und zentrale Services, die Möglichkeit, den Entertainer zu bespielen. Und das Frauenbüro der Stadt Linz ist ein Teil dieses Geschäftsbereichs und deswegen dürfen wir anfangen. Und wir haben jetzt schon die unterschiedlichsten Aktivitäten gehabt. Gestern haben wir einen ganz großen Schwerpunkt gehabt zum Gewaltschutz. Und da haben wir unterschiedliche Kooperationspartnerinnen dabei gehabt, die in diesem Themenbereich tätig sind, die da ganz stark engagiert arbeiten, die mit uns diese Fläche bespielt haben, im öffentlichen Raum auch auf dieses Thema sichtbar zu machen. Heute haben wir ein volles Programm gehabt mit Migrare, mit VfQ und jetzt haben wir eben Bitching Around. Catcalls of Linz haben wir auch vorher schon dabei gehabt. Darauf gehst du dann eh sicher noch ein. Und es geht eben halt einfach alles bis inklusive diesen Samstag und es freut uns einfach irrsinnig, dass über 18 Kooperationspartnerinnen da mit an Bord sind und da einfach mit uns gemeinsam zeigen, was Linz in dieser Stadt zu diesem Thema alles bietet. Welche Thematiken wollt ihr denn insbesondere Aufmerksamkeit lenken? Ganz besonders wollen wir natürlich auch Frauen im öffentlichen Raum aufmerksam lenken, weil wir sind jetzt Frauen im öffentlichen Raum. Und ich finde, wir dürfen uns ruhig öfters diese Fläche nehmen. Und natürlich das Frauenbüro der Stadt Linz ist ja die Anlaufstelle für Frauen in Linz, für alle Linzerinnen. Und da sind wir natürlich sehr stark bemüht mit den verschiedensten Maßnahmen und Aktionen, die wir setzen, dass wir schauen, dass wir auf die Bedarfe reagieren, sei es jetzt Gewaltschutz oder sei es jetzt auch, dass wir Awareness Raisen, jetzt wenn es darum geht, zum Beispiel Verdienst. Wir wissen alle, dass Frauen noch sehr stark die Sorgearbeit überhaben und dass wir da einfach auch unsere Aufgabe eben das sichtbar zu machen und das anzuprangern und da hier eine Veränderung zu bewirken. Ja, und die Kooperationspartnerinnen, diese 18, wie seid ihr mit ihnen in Kontakt getreten allgemein? Also wie hat da die Kontaktaufnahme ausgesehen oder auch vielleicht das Auswahlprozedere? Ja, das ist eigentlich ganz easy gegangen. Wir haben ja schon die Zusammenarbeit mit ganz vielen Kooperationspartnerinnen generell im Frauenbüro. Also dadurch lebt auch die Arbeit vom Frauenbüro, weil es halt einfach in Linz sehr viele Institutionen, Vereine und Initiativen gibt, die in diesem Bereich tätig sind. dem Ganzen. Deswegen war es eigentlich ganz easy, dass wir gemeinsam schauen, wer hat die Ressourcen auch, dass man sich das gemeinsam mit anschaut und vor allem auch die Zeit, dass man das bespielen kann. Das war jetzt, glaube ich, definitiv ein Anfang. Es kann sich daraus dann noch etwas mehr entwickeln und für heuer haben wir die 18 Kooperationspartnerinnen, die gleich mit dabei waren und echt mit voller Freude wirklich da ein gutes Programm aufzogen haben. Ja, und das Programm, wie schaut es die nächsten Tage dann noch explizit aus? Wer wird noch alles vorbeikommen und verschiedenste Thematiken auch sichtbar machen hier? Ja, also das ist, ich würde sagen, wirklich sehr vielfältig, was jetzt die letzten Tage passiert ist, habe ich eh schon erwähnt. Morgen haben wir einen Programmpunkt, wo eben halt auch Familien ganz gut mitgehen können. Morgen ist ein schulfreier Tag, I didn't know that, aber das haben wir dann draufgekommen in der Planung. Deswegen haben wir natürlich geschaut, dass wir zum Beispiel auch für Kinder Programme haben. Morgen fangen wir an mit Kuddelmuddel, da gibt es dann eine Lesung für Kinder. Dann haben wir morgen auch mit dabei die Kinder-Uni, die einen Workshop machen wird. Dann am Freitag haben wir Backkitchen mit dabei, das haben wir am Samstag mit dabei, sorry. Am Freitag haben wir eben B-Girl-Circle zum Beispiel mit dabei, wo es dann auch einen Workshop gibt, wo man Breakdancen lernen kann. Dann ist es auch so, dass wir am Samstag so den Peak haben von dem ganzen, also das Highlight von einer ganzen Aktionswoche, wo wir natürlich ganz herzlich alle Kooperationspartnerinnen und vor allem auch alle Linzerinnen dazu einladen, dass sie mit uns feiern. Da werden wir dann gemeinsam mit 52 hier diesen Raum fett abfeiern, uns abfeiern und vor allem die Arbeit, die Frauen leisten und diese Sichtbarkeit abfeiern. Also ein feierlicher Abschluss am Samstag, sehr fein. Ja, ich hoffe natürlich auf gutes Gelingen und bin schon gespannt, was die nächsten Tage noch alles so hier stattfinden wird. Wir werden jetzt allerdings, bevor wir dann auch mit Eva ins Gespräch kommen werden, einen kleinen Einspieler senden und zwar aus unserer ersten Sendung, der Pilotsendung von Bitchin' Around und da hatten wir einen Datenkanal zum Thema Frauen in der Musik. Und den sind wir jetzt. Hallo, grüß euch und grüß Gott. Hier ein kleiner Datencheck zu Frauen in der österreichischen Musikszene. Gleich vorweg, es mangelt an geschlechtsspezifischen Daten. Und wo es schon an Daten von Cis-Frauen mangelt an geschlechtsspezifischen daten und wo es schon an daten von cis frauen mangelt da fehlen es an daten von personen mit anderen gender identifikationen in der internationalen media research 2021 400 frauen wurden befragt 81 prozent geben an weniger anerkennung zu bekommen als ihre männlichen kollegen 90 prozent geben an dass die industrie frauen anders behandelt und 67 prozent geben, weniger in technischen Prozessen involviert zu werden. 77% geben an, dass sie nicht die gleichen Chancen genießen. Zu den größten Herausforderungen zählen sexuelle Diskriminierung und Objektifizierung des weiblichen Körpers. Konsequenzen einer ungleichen Machtverteilung zwischen den Geschlechtern. Bin ich sexy genug? So geben 64% an, Erfahrungen mit sexueller Diskriminierung gemacht zu haben. Und 38% fühlen sich einfach zu alt. Und der Gender-Bay-Gap lässt grüßen. 27% geben an, weniger bezahlt zu werden als ihre männlichen Kollegen. 83% geben an, dass es genauso wichtig ist, gut auszusehen, wie gut zu klingen. Frauen fühlen sich eher gezwungen, sich der Pop-Ästhetik zu unterwerfen und ihre Authentizität und Natürlichkeit zu verkleiden. 44% geben an, dass sie mehr mit Frauen konkurrieren müssen, als mit anderen und allgemein. Frauen verboten! Kommen wir nun zu Vorurteile und Geschlechterrollen-Denken. 90% geben an, dass sie mit unbewussten Vorurteilen konfrontiert werden. 84% geben an, dass von ihnen die Rolle der Mutter erwartet wird. Für Frauen gibt es nur einen kurzen Zeitraum in jungen Jahren, bevor ihnen die Entscheidung zwischen Karriere und Mutterschaft abverlangt wird. Also Mädels, entscheidet euch! Musikkarriere oder Mutterschaft? Musikkarriere oder Mutterschaft? Musikkarriere oder Mutterschaft abverlangt wird. Mhhhhh Also Mädels, entscheidet euch. Musikkarriere oder Mutterschaft? Musikkarriere oder Mutterschaft? Musikkarriere oder Mutterschaft? Aaaaaah! Aaaaaah! Das ist gruselig! Österreich, jetzt gibt's Keks. Laut dem Jahresbericht der AKM 2021 sind 8 von 10 Mitgliedern männlich. Bei den österreichischen Amadeus Awards dieses Jahr kommt es zu 65 Nominierungen. Davon sind nur 17 weiblich gelesene Personen und es gibt nur 4 Mixed Gender Bands. Na, wo sind sie denn? Also, liebe Zuseher und Zuseherinnen, was können wir gegen strukturelle Chancenungleichheit machen? Fintaler Länder vereinigt euch! Braucht es vielleicht Quoten bei Musikfestivals oder sogar Musiklabels? Mehr gesetzliche Bestimmungen? Was halten Sie davon? Ja, hallo und herzlich willkommen zurück hier am Linzer Hauptplatz bei Bitchin' Around der diese Woche eben vom Frauenbüro bespielt wird. Für mich ist diese Aktionswoche auch Anlass, Danke zu sagen und auf erfolgreiche und engagierte Frauenarbeit zurückzublicken. Habe ich von dir, liebe Eva, gelesen, diesen Satz über diese Woche, die jetzt hier stattfindet. Danke auch dir natürlich fürs Kommen. Ja, danke, dass ich da sein darf. Ja, wir haben jetzt so eben einen Rückblick gesehen zum Thema Frauen in der Musik, aber eher so datenmäßig. Das ist aber natürlich jetzt die andere Frage. Gibt es Musikerinnen, die dich persönlich vielleicht als Einstieg ganz besonders beeinflusst haben? Ich tue mir jetzt auch hart, das zu beantworten. Und ich würde es auch gerne nicht machen, weil ich glaube, dass das jetzt auch total arg ist, wenn ich da jetzt irgendwie eine Musikerin herausgreife. Es gibt sehr viele, die ich wirklich klasse finde. Und vor allem auch österreichische Musikerinnen, die da tolle Arbeit machen und sie durchkämpfen. Ich kann jetzt keine Lieblingsmusikerin herausgreifen, aber vielleicht ist ein guter Anlass den Boxhockersisters zu gratulieren, dass sie es tatsächlich geschafft haben, dass sie sich Songwriterinnen des Jahres durchgesetzt haben beim Amadeus Music Award und das habe ich schon richtig toll gefunden, weil das ist auch nicht gerade eine feministische Plattform. Also die machen schon gute Arbeit und ich greife die jetzt hervor, weil sie sich auch immer wieder bemühen, junge Künstlerinnen und andere Frauen auf die Bühne zu bringen und für sich in Anspruch nehmen, dass sie feministisch engagiert sind. Und das finde ich natürlich toll. Wir sitzen ja heute eben in diesem Container, weil die Stadt Linz so eine Bühne für moderne Verwaltung und Vernetzung schaffen möchte. Wien ist ja quasi, wenn man so will, UNESCO-Weltkulturerbe des Kranz. Was hat Linz zu bieten? Was hat Linz zu bieten? Was hat Linz zu bieten? Naheliegend, dass ich das jetzt hervorstreiche, ist das, was wir diese Woche zeigen, nämlich dieses breite feministische Engagement, das es bei uns in unserer Stadt gibt. Wir haben zahlreiche Fraueninitiativen, Vereine, engagierte Frauen, die Fernsehen machen und auf unterschiedliche Art und Weise feministisch sich engagieren und feministische Arbeit machen, nämlich auch mit unterschiedlichen Zugängen und auch das, finde ich, zeichnet diese Szene aus, dass da gemeinsam gearbeitet wird, so unterschiedlich die Zugänge auch sind und die feministischen Interpretationen. Und das ist für Linz schon einzigartig und toll. Und ich finde es auch super, dass die auch Bena gesagt hat, wir wollen uns als Frauenbüro da präsentieren und gleich alle unsere Kooperationspartnerinnen so breit wie möglich mit ins Boot holen. Und ich finde es natürlich auch toll, dass ihr da alle mitmacht. Eine Frage, die uns in der Redaktion auch noch eingefallen ist an dich, und zwar, weil es sicher oft so ist, dass man als Politikerin immer wieder auf sein Äußeres reduziert wird. Und jetzt wollten wir den Spieß mal umdrehen und dich fragen, wer ist der schlecht gekleidete und wer der bestgekleidete männliche Politiker im Gemeinderat? Boah. Das ist gar nicht so einfach, weil ich finde jetzt nicht, dass es wahnsinnig viel besonders gut gekleidete Politiker gibt, abgesehen von denen in meiner Fraktion natürlich. Da finde ich, sticht der Tomislav Pilipovic immer wieder hervor durch ein gutes Gefühl für Style. Und ja, also, ich bleibe beim Tomislav Pilipovic und den am schlechtesten gekleideten, den, das mache ich jetzt nicht, den hebe ich nicht hervor. Mir fallen mehrere ein, ab Ihnen hast sicher auch Bilder. Aber wir werden da jetzt ein Geheimnis draus machen. Okay. Na gut, dann gehen wir vielleicht weg vom schlecht gekleideten Politiker hinzu. Was war denn die dümmste Thematik, mit der du dich im Gemeinderat als Frauenstadträtin herumschlagen musstest bis jetzt? Naja, das, was immer wieder kommt an Thematik, die wirklich, also ich würde es gar nicht so dumm, aber es richtig deppert bezeichnen, das sind Gender- Diskussionen, die alle möglichen Facetten haben, wo dann darauf aufmerksam gemacht wird, dass man den Blödsinn eh nicht braucht, dass Frauen eh die totale Wahlfreiheit haben und die in Anspruch nehmen sollen für sich. Das ist immer so eine Diskussion, wo ich mir denke, das kennen wir ja nicht nur aus dem Gemeinderat, das kennt sicher jeder und wahrscheinlich auch fast jeder von euch. Wenn man aber dann darauf aufmerksam macht, dass dem nicht so ist, wir haben es ja gehört an dem Beispiel einer Musikerin, ich würde das für unsere gesamte Gesellschaft sagen, wir leben in einer Gesellschaft, die geprägt ist von einer massiven Ungerechtigkeit und Schieflage. Also wenn man es zusammenfasst, sind Männer überall dort, wo es um Macht und Geld geht und Frauen überall dort, wo es um Sorgearbeit geht. überall dort, wo es um Sorgearbeit geht und die oft unbezahlt ist, meistens auch noch ungedankt. Und in der Erwerbsarbeit verdienen Frauen deutlich weniger als Männer. Ich nehme da gerne immer Medianeinkommen im Vergleich, weil das das ist, was die Menschen tatsächlich im Geldtascherl haben. Und wenn man die Medianeinkommen heranzieht, dann haben wir eine Ungerechtigkeit in den Einkommen, wo Männer bis zu, je nachdem wie die Vergleichsgruppe ist, 60 oder 70 Prozent mehr verdienen als Frauen. Also da braucht man niemandem erzählen, wir haben eine Wahlfreiheit, wenn die Gesellschaft so geprägt ist. Also das sind Diskussionen, die immer wieder relativ ähnlich ablaufen und wenn dann nichts Gescheites mehr einfällt, dann meistens dann auch so abgleiten, dass man Frauen, die feministisch oder nicht nur Frauen, sondern GemeinderätInnen, die feministische Positionen vertreten, dann irgendwie persönlich angegriffen werden. Ja und wenn du dich jetzt mit solchen Thematiken immer wieder abergern musst, auch im Gemeinderat, was ist das Erste, was du machst, wenn du dich jetzt mit solchen Thematiken immer wieder abergern musst, auch im Gemeinderat, was ist das Erste, was du machst, wenn du nach Hause kommst, um zu entspannen oder irgendwie da abzuschalten? Oder ist das geheim? Nein, ich sitze mich gerne auf die Couch und schaue mir irgendeinen totalen Blödsinn im Fernsehen an. Harald Juncke hat mal gesagt, seine Definition von Glück wäre keine Termine und leicht einen Sitzen. Was ist deine Definition von Glück? Ja, ich kann der Definition hin und wieder auch etwas abgewinnen. Aber ich weiß nicht, meine Definition von Glück ist, wenn ich einfach irgendwo sitze und mir denke, ja, das ist jetzt wirklich ein guter Moment oder ja, das Leben ist schön. Und solche Momente habe ich eigentlich relativ viel. Also jetzt zum Beispiel finde ich es gerade ein ziemlich guter Moment oder das Leben ist schön und solche Momente habe ich eigentlich relativ viel. Also jetzt zum Beispiel finde ich es gerade ein ziemlich guter Moment. Und wenn man jetzt so schaut und dass die Sonne auch noch kommt, ist das doch wirklich toll, oder? Ja, ideal. Wir dachten schon, es würde regnen. Gleich das Tröpfchen hat sich schon angekündigt, aber extra für uns hat sich die Sonne hervorgetan. Bestens organisiert. Ja, wir haben alles geplant. Was mich auch noch interessiert hat, und zwar weil es die Wahlen in Salzburg waren und jetzt viel darüber spekuliert wird, ob es im Allgemeinen auf Nationalratsebene in Zukunft eine neue linke Kraft geben wird. Wie schätzt denn du das ein? Ja, ich würde das grundsätzlich positiv finden, natürlich, aber ich bin mir nicht sicher, ob das tatsächlich passieren wird. Vor allem, wenn die Nationalratswahlen plangemäß in anderthalb Jahren ungefähr stattfinden werden, ist das noch sehr viel Zeit bis dorthin und da kann noch sehr viel passieren. Das, was mir wirklich Sorge macht, ist das Umgekehrte, nämlich das Erstarken der Rechten, also der FPÖ in erster Linie. Das halte ich wirklich für eine besorgniserregende Entwicklung. Weil wenn man sich anschaut, mit welchen Parolen die FPÖ jetzt da in die Wahlen gegangen ist, dann ist das schon etwas, was mich sehr mit Sorge erfüllt, dass so viele Menschen das gut finden. was mich sehr mit Sorge erfüllt, dass so viele Menschen das gut finden. Also wo nämlich kein Lösungsansatz da ist und einfach nur irgendwie hinschimpfen, auf was auch immer und ganz bewusst und wieder besseren Wissens Themen in den Raum zu stellen, ja im vollen Wissen, das stimmt nicht. Bis hin, dass man die Klimakrise leugnet oder den Beitrag der Menschen, die daran haben. Also das sind schon sehr besorgniserregende Entwicklungen, finde ich. Und ich finde, dass es angebracht wäre, dass wir alle, vor allem natürlich wir in der Politik, dagegen steuern und versuchen, mit konkreter Politik dem etwas entgegensetzen. Was sind momentan deine Ansätze, wo du dem entgegensteuerst, deine Tools sozusagen? Naja, das ist in der Kommunalpolitik, dass man versucht, dass man in dem Fall die Welt, in der wir uns bewegen, also Linz ein Stück besser machen. Fall die Welt, in der wir uns bewegen, also Linz ein Stück besser machen. Also ich versuche das natürlich gemeinsam im Frauenbüro mit feministischer Arbeit, mit konkreten Dingen, die wir da im Raum sichtbar machen, wie zum Beispiel jetzt gemeinsam mit der Kunstuni, das große, die große Arbeit am Gebäude der Kunstuni. Genau, das ist eine Zusammenarbeit und die künstlerische Leitung ist Katharina Zschipulka. Ich hoffe, ich spreche das richtig aus. Und da wurden eben 450 Sätze gesammelt, die eben anfangen immer mit so lange und dann endet es mit, darum bin ich Feministin sozusagen, also die verschiedenen Gründe. Da wollte ich euch eh noch fragen, also gerne beide antworten, wie ihr diesen Satz beenden würdet. Naja, solange wir nicht in einer gerechten Gesellschaft leben, bin ich Feministin. Also das ist so ein Satz, wo ich glaube, dass es um das einfach auch geht. Also feministisches Engagement heißt, ich engagiere mich für eine gerechtere Gesellschaft. Und eigentlich finde ich, ist es unanständig, wenn irgendwer sagt, ich tue das nicht. Oder ich will das nicht, oder ich bin keine Feministin. Und solange es so ist, ist es unsereanständig, wenn irgendwer sagt, ich tue das nicht oder ich will das nicht oder ich bin keine Feministin. Und solange es so ist, ist es unsere Pflicht, das zu tun und da gegen diese Ungerechtigkeit zu arbeiten. Da bene, magst du auch noch was dazu sagen? Wie würdest du den Satz beenden? solange eine geschlechtergerechte Gesellschaft nicht Alltag ist, nicht Feministin. Was ich euch auch noch gerne fragen möchte, und zwar weil es ja eben später noch Thema ist, Catcalls Linz, ist das etwas, mit dem ihr euch schon beschäftigt habt, in Kontakt gekommen seid, und wie reagiert ihr darauf, wenn auf der Straße zum Beispiel sowas passiert, irgendwer euch blöd hinterherruft etc.? Genau. Ich weiß nicht, wer antworten möchte. Dann fange ich damit an. Ja, ich glaube, so wie ganz viele Frauen ist Catcall jetzt keine Neuigkeit für mich, einfach auch im Alltag. Ich glaube, das passiert auch ganz vielen Frauen leider. Und es ist halt dann schwierig. Also ich weiß, wie ich in der Situation, und vor allem das hängt auch von meiner Tagesverfassung ab, manchmal bin ich einfach nur perplex, weil ich mir denke so, ist das really happening? Es ist 2023, warum muss ich mich gerade mit dem abgeben? Und manchmal habe ich eben halt die Situation oder die Verfassung, dass ich sage, na fix jetzt nicht und jetzt sage ich da, warum nicht? Und manchmal gehe ich einfach weiter, weil ich mir denke und manchmal wenn ich schon weiß, dass ich eben heute gerade einen Tag habe, wo ich mir denke, so nein, das muss jetzt nicht sein, habe ich einfach die Kopfhörer drinnen und schalte ab. Ja, auch ähnlich sehr unterschiedliche Methoden. Also ich mich zu einer Situation erinnere, du wahrscheinlich auch, also uns ist ja das vor kurzem gemeinsam passiert, da sind wir gestanden im Durchgang bei der Kunstuni, Da sind wir gestanden im Durchgang bei der Kunstuni, da ist anlässlich des Tags die offene Tür, haben die so lange Sätze ausgedruckt und da aufgehängt, vielleicht habt ihr das eh gesehen. wie arg das ist und wir werden doch jetzt nicht sagen, wir sind Feministinnen, weil das ist ja so ein Blödsinn und so daneben. Und er hat uns halt zuerst erklärt, was er für ein toller Ernährer ist und was er nicht für eine große Wohnung geboten hat. Und dann ist er immer weiter weggegangen und immer lauter geworden und hat uns dann beschimpft. So von wegen, wir sind ja unbefriedigte Weiber und was weiß ich. Und das, was ich richtig cool gefunden habe, war deine Reaktion, Appena, weil Appena hat so herzhaft und schallend gelacht, dass der einfach wirklich klar geworden ist und dann irgendwie so verloren hat. Das war richtig super. Aber es ist natürlich eh Tagesverfassung und wie ist man gerade drauf. Also ich mache das auch manchmal, dass ich zurückbeschimpfe. Es gibt glaube ich da keine passende Reaktion. Und ich glaube, dass man sich das auch eingestehen muss und auch erlauben darf, dass man sich denkt, hey mich freut es jetzt einfach nicht. Und jetzt tue ich so, als hätte ich es nicht gehört. Kann auch nicht vorkommen. Absolut. Aber jedenfalls finde ich das Projekt großartig und freue mich sehr, dass die Jury der Litzer Gemeinderätinnen hier die Cat Calls auch, also dass wir den Frauenpreis an die Cat Calls vergeben haben dürfen, weil wir das einstimmig ausgewählt haben. Applaus dafür vielleicht gleich mal. Ja, fein. Genau, was ich auch noch sagen wollte, was ich noch nicht erwähnt habe, diese wunderbaren Throns, auf denen wir sitzen, sind von Rebecca Hochreiterin zur Verfügung gestellt worden, auch danke dafür. Und wir werden uns jetzt dann gleich zu einem kleinen Rückblick wieder begeben, und zwar eine Straßenumfrage, die Mika egal für uns gemacht hat, an dem Internationalen Frauentag und danach geht es weiter mit ein paar Entweder-Oder-Fragen. Bitte. Heute zum feministischen Kampftag sind wir in Linz unterwegs und fragen die Leute, was haben sie eigentlich für eine Meinung zu feministischer Kunst. Hallo, darf ich euch eine Frage stellen? Ich komme von DorfTV und Es geht um den Tag heute. Feministischer Kampftag. Hallo, darf ich euch eine Frage stellen? Ich komme von DorfTV. Was wünschst du dir denn an so einem Weltfrauentag? Dass endlich die Gleichberechtigung erreicht wird, das wünsche ich mir. Aber ich glaube, das wird nur zig Generationen dauern. Das befürchte ich. Vielleicht Schokolade, was Süßes. Ich wünsche mir, dass Frauen oder Flint, dass sie selben Chancen haben wie Männer. Und gerade im Berufsleben oder so, dass sie Ausstiegsmöglichkeiten haben, unabhängig vom Geschlecht. Ich wünsche mir keine Blumen. Ich wünsche mir zum Weltverhalten. Wenn ich jetzt sage, dass Frauen mehr verdienen, dann ist das schon hunderttausendmal gesagt worden. Wenn ich sage, dass Frauen mehr Wertschätzung brauchen, ist auch immer die Frage, von wem will man mehr Wertschätzung, wer gibt einem die. Ich habe mich als Frau nie benachteiligt gefühlt. Ich habe nie als Frau das Gefühl gehabt, dass ich weniger wert bin, weder privat noch in der Arbeit. Ich habe sogar immer mehr verdient als mein Mann und das war ihm auch eigentlich egal. Also weiß ich nicht. Ich wünsche mir, dass ich noch lange gesund bleibe, weil ich momentan nicht ganz gesund bin. Also in Österreich ist ja Gleichbehandlung schon ziemlich nahe. Also ich bin Informatikerin und ich finde, ich werde gleich behandelt wie meine Kollegen, obwohl in der Branche Frauen eher nicht unterstützt werden. Aber ich finde sogar, dass ich mehr Chancen habe jetzt, weil ich eben eine Frau bin, wird das durch verschiedene Programme, zum Beispiel Frauen in der Technik ist ein Programm davon, das wird schon sehr gepusht. Ich fühle mich dann schon sehr wohl. Ich bin auch sehr zufrieden. Aber ich hätte mir gewünscht, dass das nicht nur in Österreich ist, sondern auch in den Osten, dass es auch langsam aufkommt. Das wäre so mein Wunsch, dass ich nicht nur das Privileg habe, sondern alle Frauen. Halbe, halbe, wie Helga Konrad damals in den 90ern schon gesagt hat, dass Care-Arbeit, unbezahlte Arbeit endlich fairer aufgeteilt wird und dass auch die Männer sich am feministischen Kampf stärker und lauter beteiligen. Bei uns in der Sendung geht es auch um feministische Kunst oder Frauen in der Kunst. Glaubst du oder bist du der Meinung, dass Kunst politisch sein muss? Muss es nicht unbedingt, aber ich finde, dass jetzt heutzutage die Frau in der Kunst auch so dargestellt werden kann, wie man will. Also da gibt es keine Vorschriften mehr und ja, die ist auch ziemlich schön. Also ich war schon mal bei einer feministischen Ausstellung, war sehr interessant und auch schön. Auf jeden Fall, auf jeden Fall sollte Kunst auch die Politik mit einbeziehen, nicht nur die Kleinkunst, nicht nur das Kabarett, sondern alle Formen der Kunst sind politisch, waren immer politisch und werden der Kunst sind politisch, waren immer politisch und werden hoffentlich immer politisch bleiben. Es muss nicht, aber je nachdem, was für Aussage der Künstler, die Künstlerin machen möchte, kann es natürlich politisch sein. Ich meine, irgendwie ist ja jedes Handeln politisch. Ja, manchmal ethisch. Also, sicher. Nein, Kunst muss nicht politisch sein. Kunst ist jedem selbst überlassen, als das, für was er Kunst definiert. Kann Kunst politisch sein? Kunst, glaube ich, muss teilweise sogar politisch sein, weil man sieht jetzt im Nordico die Ausstellung What the Femme, total dass auch Frauenpolitik, Errungenschaften in der Gleichstellungspolitik in der Kunst auch abgebildet werden und da Kunst auch laut sein kann und mehr verlangen kann, als der aktuelle Status quo ist. Darf politisch sein, muss nicht sein. Im Nordico gab es ja die Ausstellung What the Femme, wo es einen Workshop gab, wo Vulva-Abdrücke gemacht wurden. Und darüber wurde sich wahnsinnig aufgeregt in der Politik. Haben Sie davon gehört und was sagen Sie dazu? Also das habe ich nicht gehört, aber es regt mich auch nicht auf, weil es ist ja niemand dazu gezwungen worden. Und Kunst muss an die Grenzen gehen, denke ich mal, sonst haben wir keine Aufmerksamkeit, sonst geht es ins Banale und da steht der Kunst zu, dass sie auch über die Grenze mal für manche drüber geht. Ich wusste nicht, dass das ein Workshop war, aber falls das die Werke sind, die dort ausgestellt sind, habe ich das sehr cool gefunden, weil, weiß ich nicht, wenn man nicht aktiv danach sucht, wird einem das Thema nie so präsentiert und das ist sehr cool, dass man einfach wohin gehen kann und so verschiedene Vulvas, Vulven anschauen kann. Also ich habe persönlich die Kritik daran jetzt nicht mitbekommen, aber ich konnte mir vorstellen, dass es halt trotzdem dadurch, dass man es ja irgendwie verbildlich, also eingeschränktes Bild gibt und so, das gibt es und das ist irgendwie im Bereich des Normalen oder so, so der Vulva ausschauen und so nähert, das war so der Grund, warum ich mir Kritik darunter vorstellen konnte. Also dadurch, dass man es so eingeschränkt zeigt irgendwie, dass das dann so das Einzige ist, was es gibt. Naja, ein Vulva ist das Ganze was Normales und deswegen sollte man sich da nicht aufregen, sondern einfach den Frauenkörper als solches erkennen, was er ist und das kann man sich da nicht aufregen, sondern einfach den Frauenkörper als solches erkennen, was er ist und das kann man auch künstlerisch darstellen. Also ich finde es ist gut, dass dort wirklich sehr viele dort abgedruckt worden sind, weil man damit auch zeigt, dass es bei jeder Frau anders aussieht und es nicht immer wie im Internet gezeigt wird so aussieht. Und ich glaube, viele sind sich nicht darüber bewusst, dass jeder anders aussieht, da die vom Internet halt einfach so ein gewisses Idealbild haben und es dann vielleicht auch unangenehm für die Frau ist, wenn sie es auch selber nicht woanders gesehen hat, wo es anders aussieht. Magst du auch mal sagen? Nein, ich stimme meiner Mama da einfach zu. Nobody loves no one. um Frauen in der Kunst gegangen ist, beziehungsweise Repräsentation in der Kunst. Deshalb sind wir aber jetzt heute nicht da. Das war quasi einfach ein kleiner Rückblick, damit man weiß, was so gesendet wird bei uns normalerweise. Wir sitzen nämlich nicht wie sonst im Raumteiler, sondern am Linzer Hauptplatz, weil Entertainer vom Linzer Frauenbüro bespielt diese Woche. Und ich habe es die ehrvolle Aufgabe, Eva Schrobesberger ein paar Entweder-Oder-Fragen stellen zu dürfen. Und die werden einfach ganz schnell, ohne viel Nachdenken beantwortet. Das waren die Fragen unserer Redaktion, nicht nur von mir. Ich sage es gleich dazu. Genau, ich starte mal, weil es ja gerade auch um Kunst gegangen ist, mit der ersten Frage. Frieder Kahlo oder Walli Export? Walli Export. Reis oder Nudeln? Reis. Hippie oder Punk? Punk. Raver oder Skaterin? Skaterin. Sauna oder Boxen? Sauna. Pussy Riot oder Hole? Pussy Riot. Jackie Brown oder Lola Rent? Lola Rent. Bier oder Schnaps? Bier. Axel Behaarung oder Axel Toupet? Behaarung. Fernsehen oder Radio? Fernsehen. Haus besetzen oder Reihenhaus? Haus besetzen. Putzen oder Fischen? Putzen. Daumenwrestling oder Backelkuchen? Bauerkennis. Gottesanbeterin oder Papst? Gottesanbeterin. Bauch rein oder Brust raus? Brust raus. Clash of Clans oder Candy Crush? Candy Crush. Und die letzte Frage war KI oder KA? Das ist die blödeste von allen, was ich stete, Arthur. Keine Ahnung. KA. Vielen Dank auch dafür, hier mitzumachen. Und wir haben jetzt dann noch Ratespiele. Die können von euch beiden beantwortet werden, aber auch von allen im Publikum. Wenn einfach ganz laut herumgewirbelt wird, dann darf man antworten. Aber nur von denen, die die letzten Sendungen nicht gesehen haben, sonst ist es unfair. Genau, und es ist ein Rätsel zum Thema Musik und eines zum Thema Film. Und wir starten mit einem Rätsel zur Musik, und zwar einem Songtext, den Bibi Finster für uns verlesen hat. Und ihr könnt jetzt alle raten, von wem dieser Song stammt. Bitte! Mausi, Hasi, Schatzi, Baby, Cutie, Honey, Sweetie. Mein Blick will deine Sprüche töten, doch es funktioniert nie. Du fragst mich, wieso ich so verunsichert bin. Mit einem lächelnden Gesicht wäre ich doch viel schöner. Du stinkst aus dem Mund wie ein fauliger Döner, sehnst dich peinlich nach Aufmerksamkeit, legst deinen Arm um mich, um etwas zu fragen. Ich werde rot. Wäre gern kampfbereit. Es ist Sommerzeit und ich trage kurze Hosen, weil es Sommerzeit ist. Doch du wirkst gepisst, wenn ich dir sage, dass du mir nicht auf den Arsch starren sollst. Denn auf meiner Hose steht für dich nur Einladung. Fick dich und deine Generation. Fick dich und deine toxische Reproduktion. Wir lernen heute gemeinsam nochmal buchstabieren. Das R zu dem Espekt und das H zu dem R. Sag mir noch einmal, dass ich lächeln soll und ich spuck dir in dein Bier. Wenn du einfach mal die Fresse halten könntest, hätten wir es doch ganz schön hier. Sag mir noch einmal, dass ich lächeln soll. Hihi, lach mal und ich spuck dir in dein Bier. Wenn du einfach mal die Fresse halten könntest, hätten wir es ganz schön hier. So, hat irgendwer eine Idee? Ja, bitte. Yes, sehr gut. Ich habe gehört, stimmt das auch nicht, dass wir dann noch T-Shirts an die Gewinnerinnen der Rätsel verteilen? Ja, also, die da. Ja, passt, super. Kommen wir mal zum zweiten Rätsel und zwar haben wir auch Kunstwerke in unserer letzten Sendung nachgestellt und ihr dürft jetzt raten, um welche Kunstwerke es sich handelt. Und da es nicht immer so einfach ist, gibt es ja immer drei Auswahlmöglichkeiten, was es sein könnte. Mit dem ersten starten wir jetzt. Von wem stammt dieses Kunstwerk? Von Renata Bertelmann, Birgit Jürgensen oder Ulrike Rosenbach? Also es ist, falls man das erkennen kann, ein Po, der auf so Stöckeln sitzt sozusagen. Genau. Genau. Irgendwelche Ideen. Großes Tuscheln im Publikum. Stimmt, man darf erraten, wenn man es nicht weiß. Renata Bertelmann, Birgit Jürgensen oder Ulrike Rosenbach? Gut, ich glaube, wir lösen es auf, oder? Okay, es wäre Birgit Jürgensen gewesen, der Ballonschuss 1977. Also man sieht ja daneben das Original. Dann kommen wir zum nächsten. Hallo? Ja, genau. Ist dieses Bild von Yoko Ono, Haruko Maeda oder Yayoi Kusama? Also man sieht im Vordergrund eine bunt gekleidete Person und im Hintergrund gepunktete Kürbisse und Hintergründe. Und gepunktet ist ja auch ein Stichwort fast, kann man sagen. Ich glaube, es ist wirklich, weil der Bildschirm so schlecht zu sehen ist hier draußen auch. Aber man darf raten, wenn man es nicht weiß. Und es gibt ein T-Shirt zu gewinnen. Nein, aber ich kann es auch aufklären. Soll ich es aufklären? Passt. Das wäre Yayoi Kusama mit Kürbis gewesen aus dem Jahr 2010. Yayoi Kusama, die Künstlerin, die eben durch ständiges Wiederholen von Punkten große Berühmtheit erlangt hat. Und dann haben wir noch ein drittes Bild aus weitaus älteren Zeiten nachgestellt. Ist dieses Bild von Artemisia Gentileschi, Rosalia Novelli oder Maria van Oosterwijk. Also es sind zwei Frauen, die einen Mann lünchen, sozusagen zu sehen. Und es ist ein ziemlich berühmtes Bild eigentlich. Das hat irgendwie in den letzten Sendungen besser funktioniert. Na gut. Gibt es noch Tipps, was sonst vor Ort ist? Nein? Okay, gut. Das ist Judith und Holofernes von Artemisia Gentileschi aus dem 17. Jahrhundert. Recht ist das gemalte Original quasi zu sehen. Gut, also die Einzige, die heute was gewonnen hat bei uns ist die Laura, auch vom Frauenbüro. Herzlichen Applaus. Sehr schön. Ja, genau. Vielleicht kommen wir noch zu einer Schlussfrage, bevor ich dann Mariella auch noch dazu zu uns bitten darf. Die hoffen, ah da, genau, Entschuldige. Genau, und zwar, oder vielleicht magst du auch gleich dazu kommen, weil dann kann ich dir das auch fragen. Aber vielleicht kannst du auch noch sitzen bleiben, weil es wird ja nicht mehr so lange sein. Das ist nur die eine Frage, die stellen sich eigentlich alle drei und dann könnt ihr Platz tauschen. Das bleiben wir ganz kurz noch stehen. Was hat sie eurer Meinung nach, weil da frage ich euch gerne alle drei, in Bezug auf Gleichberechtigung und Gleichstellung gebessert und welche positiven Fortschritte seht ihr da in den letzten Jahren? Dann könnt ihr das Mikro gleich so umgehen und dann könnt ihr quasi Platz tauschen. Genau. Vielleicht starten wir eh mit dir. Was hat sich verbessert in den letzten Jahren? Ich will jetzt da nicht depressive Stimmung verbreiten, aber ich habe das Gefühl, dass sich in den letzten Jahren vieles wieder verschlechtert hat. Wir haben durch diese Corona-Phase einen massiven Backlash erlebt, wo diese klassische Rollenzuschreibung Frauen zu Care-Arbeit und Männer zu Erwerbsarbeit wieder massiv normal geworden ist, wo sich, glaube ich, bei vielen Frauen jetzt das Stichwort Erschöpfung sehr breit macht, weil einfach der Lebensalltag da sehr vieles verschlechtert hat. Was sich aber gleichzeitig positiv bewegt, ist, dass ich eine sehr breite, vor allem junge feministische Szene wahrnehme. Also junge Frauen, die sich auf unterschiedliche Art und Weise feministisch engagieren. Also darum freue ich mich sehr über das Projekt Cat Calls, weil das eines von diesen Beispielen ist, wo einfach junge Frauen sagen, das ist so scheiß ungerecht, da muss man was dagegen unternehmen und ihre Wege finden, wie sie etwas dagegen unternehmen. Das ist das, was ich am Positiven bemerke und wirklich großartig finde. wirklich großartig finde ich es. Ja, ich glaube, ich denke da sehr stark in dieselbe Richtung, was sie definitiv verschlechtert hat. Also auch jetzt global gesehen, die ganzen Rechte, die jetzt eigentlich wieder, oder wo man versucht, sie zurückzunehmen, oder wo man auch schafft, sie zurückzunehmen, jetzt Abtreibungsrechte, wenn man jetzt in die USA schaut, oder wenn man sich eben halt auch unsere Nachbarstaaten anschaut, dass da halt einfach eine immense Verschlechterung vonstatten geht. Was sich definitiv verbessert hat, das ist jetzt meine subjektive Empfindung, ich habe das Gefühl, dass diese Vernetzung, also wir haben so viel Power in Linz und das ist einfach irrsinnig wahnsinnig geil. Darf ich das jetzt sagen? Natürlich. Ich habe es schon gesagt. Darf ich das jetzt sagen? Natürlich. Ich habe es schon gesagt. Was da einfach alles möglich ist und diese Motivation, dieser Tatendrang, dass man sich trotz dieser Verschlechterung, die auch durch Corona passiert ist, sich nicht unterkriegen lässt und dass man halt einfach gemeinsam an einem gleichen Strang zieht und eben uns für eine feministische Gesellschaft einsetzt. Und das feiert die echt. Das ist super. Danke. Danke Ihnen. einsetzen und das feiert die echt, das ist super. Danke. Also, ich finde, man merkt einfach sehr stark, dass sich... Man merkt sehr stark, dass sich das Bewusstsein verändert hat, dass man viel mehr über Feminismus redet, dass viel mehr Leute darüber reden, dass auch wenn jetzt so mal Thema Cack-Calling einfach, wenn einmal ge-Cack-Called wird, dass dann viel eher was dagegen gesagt wird, auch von PassantInnen, also Zivilcourage in die Richtung, das hat sich schon sehr verbessert, finde ich. Ja, vielleicht steigen wir, kleben wir damit ein, wir hatten das damit begonnen, dass du dich für diese Thematik interessiert hast oder beschlossen hast, dich aktiv einzusetzen, um das auch im öffentlichen Raum sichtbar zu machen? Also mir ist es genauso wie wahrscheinlich fast jeder Frau oder weiblich gelesenen Person schon mal passiert, dass man gekeckelt wird. Das gehört einfach schon fast zum Alltag. Und ich war dann irgendwann einfach sauer und ich habe gefühlt, man muss jetzt was dagegen tun. Und Kalkholzer Flins, das gehört zu einer weltweiten Initiative dazu und ich habe da eine super Möglichkeit gefunden, die Aufmerksamkeit ein bisschen auf das Thema zum Lenken. Voll super. Ja, und ihr kreidet das ja eben auf der Straße auch an, wie man das heute auch beobachten hat können. Was ist denn da heute alles so angekreidet worden? Und wie hat auch der Austausch mit den Vorbeispazierenden so ausgesehen? Hat das gut funktioniert? Ja, hat super funktioniert. Also es sind sehr, sehr viele Leute stehen geblieben und haben sich das angeschaut. Wir haben interessante Gespräche geführt. Genau, hat super funktioniert. Hat mich voll gefreut. Was uns auch noch interessiert hat in der Vorbereitung für die Sendung ist, ob ihr, du oder ihr generell bei Cat Calls of Flint, die Erfahrung auch schon gemacht habt, dass ihr während ihr das quasi angekreidet habt auf der Straße, diese Übergriffe sozusagen auch schon mal angefeindet oder belästigt worden seid? So was passiert leider andauernd. Also man muss sich schon eine sehr dicke Haut anschaffen. Wir haben das zufällig letztes, letztendlich gerade einmal aufgenommen. Da ist ein Mann zu uns gekommen und ist dann auch sehr aggressiv geworden. Uns haben wir schon mal Kreiden gestohlen, während dem Kreiden. Ich bin einmal umgeschubst worden. Also solche Sachen passieren andauernd, leider ja. Und hast du dann das Gefühl gehabt, dass da sofort auch Unterstützung für dich da war? Also wo ich umgeschubst worden bin? Nicht. Das war an einem Weg, wo ziemlich viele Leute vorbeigegangen sind. Ich glaube, das haben viele auch gar nicht mitbekommen. Wo gerade letztendlich der Mann dabei war, da waren dann irgendwann ganz, ganz viele Menschen um uns herum und haben dann auch uns geholfen und haben sich für uns eingesetzt. setzt. Was ich dich auch noch fragen würde, ist, wie du den Solangesatz beenden würdest, weil ich das ja heute schon alle gefragt habe. Ich glaube, ich würde sagen, solange Frauen und weiblich gelesene Personen Angst haben müssen, alleine nach draußen zu gehen, bin ich Feministin. Was wünschst du dir für die Zukunft bei Catcalls auf Linz? Also wünschst du dir, dass das irgendwann gar nicht mehr notwendig sein wird, sowas anzugreifen und wenn ja, was glaubst du, wie lang ist der Weg dorthin noch? Das wäre natürlich der größte Wunsch, dass es uns irgendwann nicht mehr braucht, dass wir nicht mehr auf die Straße gehen müssen und dass wir nicht mehr diskutieren müssen, warum Cack-Calling kein Kompliment ist und warum das nicht in Ordnung ist. Ich glaube aber, dass ich das leider nicht mehr miterleben werde und dass es noch ganz, ganz lang dauern wird. Gibt es irgendwas, wo du optimistisch in die Zukunft blickst? In Bezug auf Feminismus oder Gleichberechtigung? Ja, wirklich einfach, dass man mehr darüber redet. Dass es immer mehr zum Thema wird, dass man mehr darüber redet. Und ich glaube, das hilft am meisten, wenn man darüber redet und das zum Thema macht. Und nicht nur da sitzt und leise ist und alles mit sich geschehen lässt. Ja, ich sage danke auf jeden Fall, dass du das machst oder ihr das gemeinsam auch macht und dass du heute bereit erklärt hast mit uns noch das Ende der Sendung zu beschließen und herzlichen Applaus, bitte, auf jeden Fall, ich finde es super. Genau, ja und wir sind jetzt quasi eh schon am Ende. Eva, ich bedanke mich auch bei dir ganz, ganz herzlich, dass du zu Gast warst. Vielen Dank. Und auch bei Abena, herzlichen Applaus. Und bei Bitchin' Around wird es am 21.06. dann ab 22 Uhr weitergehen auf DorfTV zum Thema Frauen im Film. Und bis dahin wünsche ich allen natürlich noch eine wunderbare Zeit und schicke ganz viele feministische Grüße in den Äther. Vielen Dank. Let's get around. Let's get around.