Herzlich Willkommen zur Sendung Education – Bildung von der Wiege bis zur Bahre von 0 bis 99. Education beschäftigt sich mit dem österreichischen Bildungssystem, mit dem Fokus auf rassismuskritische und vorurteilsbewusste Bildung. Wir wollen einen Blick auf Lehrmaterialien, Methoden, aber auch die Repräsentanz von Black Indigenous and People of Color in unseren Bildungseinrichtungen anschauen. Denn die Schule ist das Fundament für die berufliche, wirtschaftliche und gesellschaftliche Zukunft der Kinder und Jugendliche. Und die Selektion der Bildungseinrichtungen privilegiert und diskriminiert Menschen nach bestimmten Merkmalen, vermeintlicher Herkunft, angenommenem Bildungsstatus, des Elternhauses und natürlich auch weiteren Zuschreibungen. auch weiteren Zuschreibungen. Und wir haben heute, freue ich mich wirklich ganz, ganz besonders über unseren heutigen Gast Simon Inou. Simon Inou ist Journalist und Medienmacher, Herausgeber von Fresh Magazine. Herr Inou beschäftigt sich schon seit vielen Jahren mit unseren Schulbüchern, mit den Materialien, die in Österreich eingesetzt werden in den unterschiedlichsten Bildungseinrichtungen, eben von der Primarstufe über die Sekundarstufe. Und wir wollen uns nämlich eben auch anschauen, was aus der Lerntheorie in unseren Institutionen umgesetzt wird. Mein Name ist Marie Edwisch-Hartig, ich bin vom Verein Chapeau und freue mich sehr über meinen Gast Herr Inno. Danke fürs Kommen. Danke schön Marie Edwisch für die Einladung. Lieber Simon, du weißt ja, Lernen ist ein konstruktiver Prozess, wo auf Vorerfahrungen Wissen aufgebaut wird. Und es macht ja sehr viel Sinn aus der Lerntheorie, dass man eben die Lebensrealitäten der Kinder mit einbezieht in den Konzepten, beziehungsweise dass man die Konzepte auch anpasst an die Lebensrealität der Kinder und Jugendlichen. dass man die Konzepte auch anpasst an die Lebensrealität der Kinder und Jugendlichen. In dem Projekt befassen wir uns eben mit den Materialien, Methoden und natürlich auch das Umfeld, das Lernumfeld der Kinder. Wie würdest du anhand der Lehrmaterialien die Bildungslandschaft in Österreich skizzieren? Das ist eine sehr, sehr große Frage. Erstens, ich bin kein Bildungstheoretiker, kein Bildungsspezialist, ich bin ein Bildungsaktivist. Es ist für mich wichtig, das, was viele Menschen in den letzten Jahren geschrieben haben, es ist für mich wichtig, das umzusetzen. Und bezogen auf deine Frage, die Frage ist sehr, sehr breit. Wenn wir jetzt, ich kann nicht zum Beispiel die Inhalte in mathematischen, schulischen, zum Beispiel mit Inhalten in Geschichte oder politischer Bildung. Das heißt, wir müssen uns einfach einschränken auf was für uns wichtig ist und was für uns genauso für die Schulkinder,, diskriminierenden Inhalt und Umfeld zu tun haben. Was viele von uns auch nennen diese strukturelle Diskriminierung. Die strukturelle Diskriminierung, natürlich, man redet von Rassismus, man redet von Sexismus, von Homophobie, aber man vergisst sehr oft, ganz konkret zu thematisieren, woher das kommt. Und woher das kommt, ist ganz klar, dass aufgrund der Tatsache, dass Österreich, obwohl Österreich auch keine Kolonien hatte, dass Österreich aufgrund der europäischen Geschichte auch sehr, sehr viele Vorurteteile aufgenommen hat, ohne sich zu hinterfragen. Zweitens haben wir im Bildungsbereich eine Resistenz, wenn es darum geht, dieses sogenannte Umfeld, in dem wir leben, zu adaptieren. Was bedeutet das konkret? Dass zum Beispiel, wenn wir Migrantinnen und Migranten in unserer Stadt sehen, sie werden eigentlich nicht repräsentiert, zum Beispiel in Schulbüchern, zum Beispiel auch in pädagogischen Hochschulen. Das heißt, diese Themen fehlen total und aufgrund dieser fehlenden Themen ist es ganz klar und deutlich, dass die, die nicht Teil dieses System sind, sofort einfach ausgeschlossen werden, ob sie es wollen oder nicht. Das heißt, Inklusion ist in unseren Bildungseinrichtungen weniger gegeben? Das hängt von Inklusion ab. Ich glaube, dass Inklusion für Menschen mit Behinderungen seit 2008, nachdem Österreich diese UN-Ratifizierung, Konventionsratifizierung für Menschen mit Behinderung ratifiziert hat, hat sich in Österreich für Menschen mit Behinderungen in dem Bereich viel verändert. Wenn es darum geht, hier zu sehen, haben wir zum Beispiel die Diversität in Bezug auf ethnische Zugehörigkeit, in Bezug auf Religion, in Bezug auf Alter, haben wir das konkret innerhalb unserer Schulbücher oder auch haben wir das innerhalb unserer Bildungskontexte? Das fehlt schon ein bisschen. Deswegen gibt es auch seit mindestens 30 Jahren so viele Initiativen, die sich einsetzen, damit sich das ändert. Und das ist interessant, weil das Engagement der Zivilgesellschaft verändert auch die Art und Weise, wie Bildung hier gestaltet wird. Und ich habe im Rahmen meiner Aktivitäten auch festgestellt, dass seit Black Lives Matter 2020 gibt es viel Bewegung in diesem Bereich, obwohl sehr viele Initiativen schon vor 20 Jahren begonnen haben sich dagegen zu äußern. Das heißt für mich ist, würde ich sagen, wenn ich vergleichen kann von vor 25 Jahren mit 2023, kann ich schon sagen, dass sehr viele positive Sachen passieren, aber es ist noch immer zu langsam. Was passiert da schon, um Veränderungen hervorzubringen? Ich erinnere mich, wie ich in dem Bereich begonnen habe, vor zwölf Jahren zu arbeiten, war noch immer die Frage der Inhalte, zum Beispiel in Bezug auf unsere türkischen Bürgerinnen und Bürger. Zum Beispiel in Österreich verwendet man sehr oft den Begriff türkische Belagerung. Aber jeder weiß in Österreich, dass dieser Begriff falsch ist, weil während dieser türkischen Belagerung gab es die Türkei aus heutigem Gesicht nicht. Das heißt, wir hatten die Osmanen, das war ein vielvölkerstadt und deswegen wachsen unsere kinder mit solchen bedinglichkeiten und natürlich das beeinflusst auch die art und weise wie wir mit menschen türkische migrationsgeschichte hier die in österreich leben zu tun also das heißt wir haben wir kämpfen immer mit diesen Begräblichkeiten und gleichzeitig sind die Begräblichkeiten, die oder die Wörter sind eigentlich Sachen, die sichtbar machen, wer wir sind. Und an dem Zeitpunkt, wo wir dann versuchen, diese Wörter oder diese diskriminierenden Wörter nicht abzuschaffen, da haben wir damit ein ganz großes Problem. um die Wörter nicht abzuschaffen, da haben wir damit ein ganz großes Problem. Zweitens, wir haben zum Beispiel in Bezug auf die afrikanische Herkunft in unzähligen österreichischen Schulbüchern, auch im Hochschulbereich, haben wir zu tun mit Verurteilen, die nicht wirklich akzeptabel sind. Zum Beispiel, der Kontinent kommt viel mehr positiv, wenn es um Tiere geht. Der Kontinent wird nie thematisiert um die sogenannten, was haben die Afrikanerinnen und Afrikaner selbst geschafft. Also Errungenschaften. Die Errungenschaften fehlen total. Und es geht immer darum, die Natur zu präsentieren. Wenn wir zum Beispiel sagen, was symbolisiert Österreich, was symbolisiert Paris, wir werden nicht sagen Jardin du Luxembourg, sondern wir werden sagen Eiffeltum. Das heißt, was Menschen einfach gebaut haben und kreiert haben. Aber wenn es um Afrika geht, ob jetzt in Algerien oder Südafrika oder in Senegal oder in Djibouti, es ist immer entweder die Natur oder diese manisch-depressive Haltung von Europa immer diesen Vergleich zu machen. Das heißt, die sind immer unterentwickelt, aber es ist eine Entwicklung. Also das sind solche Verhalten, die wir unbedingt innerhalb unseres Schulsystems abschaffen sollten. Das heißt, es werden nach wie vor ganz viele Klischees getragen in den Schulbüchern und es wird auch ein sehr einseitiges Bild kreiert. Genau, das ist das Schlimme daran. Also es gibt ein einseitiges Bild, es gibt Klischees, die verbreitet werden, obwohl fast jeder schon weiß, diese Klischees werden schon seit Jahren bekämpft. Es gibt auch die Art und Weise, wie die Kolleginnen und Kollegen in Bezug auf, ich habe vorher von der strukturellen Diskriminierung geredet, in Bezug auf Bildung vom Lehrpersonal, die ausgebildet werden. Also gibt es genug Diversität in Content in unserer pädagogischen Hochschule, wenn es darum geht, Lehrerinnen und Lehrer auszubilden? Nein, gibt es nicht. Es gibt einen Anfang. Sie beginnen jetzt, in den letzten fünf bis sieben Jahren haben Sie begonnen, langsam. Also in den Curriculas für das Lehrpersonal? In den Curriculas für das Lehrpersonal gibt es seit vier, fünf Jahren so Diversity. Es gibt so Diversity-Content, okay, das existiert. Aber wie das wirklich praktisch umgesetzt wird, sind wir noch so weit entfernt. umgesetzt wird, sind wir noch so weit entfernt. Zweitens haben wir klarerweise auch nicht diese gezielte Policy von Bildungsministerien, wo man sagt, okay, wir brauchen nicht nur Inhalte austauschen oder ergänzen, wir brauchen auch Menschen, die davon betroffen sind, damit sie auch Lehrerinnen und Lehrer werden. Das heißt, wir brauchen hier eine ganz klare aktive Politik, damit zumindest in den nächsten 10 bis 20 Jahren stattfindet. Meine nächste Frage wäre gewesen, gibt es eben in den Materialien, in den Curriculas, in den Methoden eben Hinweise auf Alltagserfahrungen der nicht-weißen Kinder. Wird das in einer Form integriert, wenn du hast dir gesagt, ja also seit Black Lives Matter gibt es da eine Bewegung, die Curriculas haben sich verändert, verändern sich langsam für die Pädagoginnen, aber in Bezug jetzt zum Beispiel auf die Schulbücher, weil speziell muss man nachher herausnehmen, die Sachbücher, die Deutschbücher auf die Schulbücher, weil speziell muss man nachher herausnehmen, die Sachbücher, die Deutschbücher, Geschichtsbücher, Wirtschafts- und Geografiebücher, die da eher anfälliger sind, sehr stereotypisierte Weltanschauungen zu reproduzieren. Wie siehst du das? In diesem Bereich haben wir noch Initiativen in Österreich, die genau daran arbeiten. Wir haben zum Beispiel seit eigentlich das war sogar vor 2020 Black Lives Matter, hatten wir schon Initiativen wie die Advancing Equality within the Austrian School System. Die Advancing Equality within the Austrian School System. Das ist ein Verein und das ist ein Projekt und beschäftigt sich intensiv mit Afrika in den Schulbüchern. Wie heißt der Verein nochmal? Das Projekt heißt Advancing Equality within the Austrian School System. heißt Advancing Equality within the Austrian School System. Okay, und dieses Projekt ist noch immer aktiv und arbeitet aktiv daran, die Schulbücher zu reformieren von allen Schulstufen jetzt oder nur bestimmte Schulstufen? Es fehlt, natürlich fehlt ihnen Geld, ja klar, aber sie machen jetzt seit drei oder vier Jahren jetzt, machen sie sehr, sehr viel aktiv in dem Bereich. Sie sind auf Instagram auch zu sehen und das ist E-A-E-W-D-A-S-S. So ist die Abkürzung. Aber Sie machen in dem Bereich sehr, sehr viel, indem Sie genau schauen, was für problematische Stellen es in den Schulbüchern gibt. Und dann machen sie verschiedene Empfehlungen und sie arbeiten dann mit Expertinnen und Experten. Wie ich damals auch in dem Bereich gearbeitet habe, hatten wir schon mit Bildern von Afrika, wo es war nicht nur Geschichte oder politische Bildung, sondern auch Geografie. Du hast falsche geografische Karten in Schulbüchern gehabt. Zum Beispiel, was für mich frappierend war, war eine geografische Karte von Ghana. Was für mich frappierend war, war eine geografische Karte von Ghana. Wir haben das Buch 2015 analysiert und diese geografische Karte von Ghana war eigentlich 15 Jahre alt. Das heißt, wir haben nicht einmal Straßen drauf, obwohl wir heute ein anderes Bild haben. Wir haben zum Beispiel Diskussionen, wo es in verschiedenen Schulklassen immer in Bezug auf Lehrerinnen und Lehrer, auch in Bezug auf Afrika, diese Unwissenheit von verschiedenen Lehrerinnen und Lehrern gibt. Und die sehr oft glauben, wenn ein schwarzes Kind in einer Klasse ist, ist das Kind Repräsentant für Afrika. Und das ist sehr, sehr schlimm für die verschiedensten Kinder und Familien, weil manchmal ist man auch überfordert. Aber das heißt gleichzeitig, die Pädagoginnen haben zu wenig Wissen über Geschehnisse im globalen zügen ja es gibt wenig es gibt sagen wir ich würde sagen wenig wissen ja stimmt gleichzeitig und das ist auch ein punkt was ich auch früher 2013 2014 bemerkt habe wie ich ich begonnen habe, in dem Bereich auch tätig zu sein, habe ich auch festgestellt, dass sehr viele Pädagoginnen, nachdem sie festgestellt haben, sie haben Lücken, haben sie dann begonnen mit verschiedenen Initiativen, mit verschiedenen Menschen zu arbeiten, damit diese Lücke einfach gefüllt wird. Das heißt, du machst schon die Erfahrung, also wenn Pädagoginnen bemerken, okay, da fehlt mir, da fehlen mir gewisse Grundlagen oder Fachwissen, also wenn es jetzt etwas Spezifisches ist, dass sie auch die Bereitschaft aufbringen, sich weiterzubilden, diese Lücken zu schließen, also du erlebst die Bereitschaft der Pädagoginnen. Genau, das habe ich in Wien zumindest erfahrungsgemäß gemacht. Das heißt, es ist nicht so, dass die Schulen zu sind, sondern wir wissen, es gibt eine ganz große Lücke und die Pädagoginnen, die eigentlich wenig bezahlt werden, so viel Zeit für unsere Kinder investieren, sich noch zeit nehmen für externe kollaborate in den kollaboratoren oder fakt personal damit die kinder zumindest eine ausgewogene können bildung bekommen da muss man schon sagen das ist ja gut ab es ist ja angestierte Pädagoginnen. Das sind engagierte Pädagoginnen. Das sind die, die ich kenn und Schüler, die schon in der Schule so Defizite haben in Bezug auf Afrika-Content zum Beispiel, den Eltern nicht immer so motiviert, sehr motiviert werden, sich mit den Themen auseinanderzusetzen. Auch, verstehe ich auch vollkommen, wenn die Kinder... Also wenn man selber keinen Background hat? Genau, wenn man selber keinen Background hat. Und ich verstehe auch vollkommen, wenn die Eltern so arbeiten. Natürlich, als Schüler macht man das Nötigste oder das Notwendigste sozusagen und freiwillig wird man sich nicht hinsetzen. Also wenn es jetzt nicht von der Schule aus verlangt wird oder Hausübung ist oder sowieso, sollte ich mich als Schülerin hinsetzen und mir jetzt da die Kolonialgeschichte durchlesen oder die Präkolonialgeschichte. Genau, das stimmt. Aber gleichzeitig habe ich in den letzten zwei Jahren bemerkt, dass die Schülerinnen und Schüler auch sehr aktiv sind, wenn es darum geht, sich selber auszubilden mit verschiedenen Social Media Kanälen und so weiter. Das heißt, es geht nicht nur um Schulbbücher sondern auch bildungsmedien es gibt auch in den verschiedenen communities junge leute die machen zum thema afrika machen sie bestimmte forschungsschwerpunkte und erzählen auf ihre art und weise zum beispiel auf tik tok über was in den Schulen nicht erzählt werden. Und ich glaube, dass wir sollten einfach nicht vergessen, dass natürlich spielen die Schulbücher eine mächtige Rolle, aber in Zeiten von Social Media müssen wir auch nicht vergessen, dass es hier auch eine Möglichkeit gibt, Inhalte, die nicht in den Schulen tradiert werden, einfach zu verwenden. Aber sollte man das nicht outsourcen? Ich finde es super wichtig und gut, dass es junge, erwachsene Menschen gibt oder junge, motivierte Menschen, die ergänzend sozusagen zu den Schulbüchern noch andere Informationen anbieten. Aber sollte der Staat nicht von sich aus sozusagen alle Kinder und alle Schülerinnen integrieren, sozusagen mit deren, eben sie haben, sie sind großteils hier geboren, hier aufgewachsen und so weiter, sehen aber in den Schulbüchern, dass gewisse stereotypisierte Sichtweisen wiedergegeben werden und so. Und da stellt sich die Frage, okay, wie geht es den Kindern damit? Meistens nicht so gut. Und was kann man tun, sozusagen, um diese, wie soll man sagen, Deprivilegierung zu eliminieren? Ja, da hast du recht. Der Staat muss viel tun. Und ich glaube auch, dass in Bezug auf Schulbücher, das ist ein Thema, das wird uns jahrelang begleiten mit so auf schulbücher muss der stadt hier eingreifen natürlich versagen sie an die verlage sind daran schuld und so weiter aber die fernsehen die verlage daran schuld weil die verlage für die content also die verlage sind für die inhaltete zuständig und nicht das Bildungsministerium? Es gibt natürlich eine Approbationkommission im Bildungsministerium und das approbiert bestimmte Inhalte oder auch nicht. Das heißt, letztendlich ist das Bildungsministerium im Zentrum der Diskussion. Ist ja trotzdem verantwortlich, weil man kann ja als Bildungsministerium sagen, die Verlage schreiben irgendwas und ich als Bildungsministerium habe überhaupt jetzt keine Handhabe darüber. Ja, aber sie können das auch nicht so sagen, weil wenn es um Bildung geht, also sind sie dafür zuständig, dass das stattfindet. Das heißt, die Verlage sind nun eigentlich Exekutoren. Eben, die führen das aus. Und ich glaube, was hier wichtig wäre, wäre erstens, und ich glaube, wir haben in Österreich eine große Angst in Bezug auf Diskriminierung und Rassismus zu thematisieren. Viele Institutionen wollen das nicht haben. Aber ich glaube, dass seit, wie ich am Anfang gesagt habe, seit 30 Jahren gibt es so viele Initiativen in diesem Bezirk. Und sie hätten zumindest alle Initiativen zusammen trommeln können und auf eine Konferenz holen und sagen, liebe Leute, okay, wir haben euch verstanden, wie können wir weitermachen. Und es gibt zum Beispiel die Initiative Diskriminierungsfreie Bildung in Österreich, die auch eine hervorragende Arbeit leistet, aber trotzdem sind sie so unterfinanziert, wo ich mir sage, also wenn die Stadt wirklich nicht in der Lage wäre, solche Initialien zusammenzubringen, dann sollte irgendjemand das machen. Weil aus meiner Perspektive betrachtet sehe ich, dass wir als Zivilgesellschaft, als Menschen sind eigentlich irgendwo verlassen. Dass der Staat... Nimmt seine Verantwortung diesbezüglich. Und wir müssen dann schaffen, die Arbeit zu machen. Sonst verlieren wir alle. Wir hatten ja vor circa einem Monat die Geschichtsprofessorin Olivette Otele zu uns nach Linz eingeladen. Und sie hat bei der Lesung zu ihrem Buch Afrikanische Europäerinnen, weil es ja auch eine Geschichte ist, die gerne unterm Tisch gekehrt wird. Und Europa eben auch sehr gerne als weißer Kontinent dargestellt wird. eben auch sehr gerne als weißer Kontinent dargestellt wird, hat sie berichtet, dass sogar Wales es geschafft hat, innerhalb von einem Jahr das Curriculum so zu verändern, sozusagen, dass eben die Kolonialgeschichte oder die Geschichte komplementärer wird. Weil sie sagt, es gibt nicht eine Geschichte, sondern es gibt verschiedene Layers, also verschiedene Blickwinkeln und Schichten einer Geschichte. verschiedene Layers, also verschiedene Blickwinkeln und Schichten einer Geschichte. Und ihre Aufgabe ist sozusagen, diese Schichten, die weggefallen sind, wieder einzufügen. Jetzt die Frage, was können wir in Österreich tun, damit sich eben auch in diesem Fall Bildungsministerium sich verantwortlich fühlt, eben auch so wie es in Wales geglückt ist, binnen eines Jahres ein gesamtes Curriculum, zumindest im Fach der Geschichte, und zu schreiben, was braucht es in Österreich dazu. Ich glaube, Wales hat eine andere Policy, eine andere Art und Weise, sich mit den Themen von Diskriminierung zu befassen. Dort haben wir auch starke Gruppierungen, Gruppen, die einfach auch einen ganz großen Druck ausüben können. Wir haben in Österreich diese Erfahrung noch nicht. Aber wenn Wales innerhalb von einem Jahr sowas machen kann, glaube ich auch, dass Österreich so etwas machen kann. Aber haben wir in Österreich eine Politik, die einfach nicht toleriert, dass solche Content auch so rasch verändert werden. Also so eine vorurteilsbewusste und rassismuskritische Bildung ist jetzt kein, wie soll man sagen kein Auftrag? Es ist ein Auftrag, aber ich glaube nicht, dass es statt sagen wird, Rassismuskritische Bildung. Wir zwei Ja sagen, aber nichts tun. dann für andere Zwecke verbraucht, sagen wir, in anderen Projekten, die mit Rassismus und kritischer Bildung nichts zu tun haben, investiert. Und ich finde, ich finde wirklich sehr, sehr schade, dass die Ministerien, die in dem Bereich tätig sind, einfach von sich aus die Initiative aufgreifen und sagen, wir wollen das verändern. Und das ist meiner Meinung nach auch für politische Parteien, die jetzt in Österreich sind, sehen wir auch, dass eine ganz große Angst da ist. Wir haben in Österreich ein Land, das eigentlich rechtskonservativ ist, müssen wir sagen. Und die rechtskonservative Politik will auch nicht so einfach die Sachen verändern, wie wir uns wünschen, weil sie sehen die Diskriminierung vielleicht anders. Obwohl wir tagtäglich Opfer davon sind, es ist für sie kein großes Thema. Und ich glaube, dass es vielleicht auf jeden Fall wichtig wäre, sichtbar zu machen, wer auf dieser Ebene arbeitet, seit 30 Jahren, welches rassistisches Content verbreitet wird und das Ministerium einladen auch zu sehen, was in dem Bereich passiert und dann mit dem Ministerium und allen Stakeholdern gemeinsam zu arbeiten, um das Vorkommen zu verändern. Ich glaube nicht, dass wir das in zehn Jahren schaffen werden, sondern vielleicht in 20 oder 30 Jahren. Dein Ausblick war jetzt nicht sehr ermutigend, wenn ich ehrlich bin. Es ist sehr ermutigend, weil für mich ermutigend in dem Sinne, dass ich sage, ich bin als Bildungsaktivist, ich bin immer ein hoffnungsvoller Mensch. Ich mache eine Arbeit und ich weiß, okay, wenn ich das heute nicht schaffe, werde ich vielleicht in zehn Jahren schaffen. Und das ist auch eine der Gründe, warum ich am 12. und 13. Oktober so ein Symposium zum Thema Diskriminierung und Freibildung in Österreich organisiere. Obwohl ich weiß, okay, das wird nicht so leicht sein, mache ich das trotzdem, weil für die, die im Bildungsministerium und anderen Ministerien sitzen, es ist denen eigentlich, ich würde nicht sagen wurscht, aber es ist für sie nicht so wichtig. Aber für uns, für unsere Kinder, die hier in dieser Gesellschaft aufwachsen, die hier so willkommen, die weitermachen wollen, ist es wichtig. Für die Pädagoginnen und Pädagogen, die sehr aktiv engagiert sind. Es ist auch wichtig, das heißt, die Arbeit rückt hier auf die Schulter der Zivilgesellschaft. So sehe ich das. Ab dem Zeitpunkt, wo der Staat aufgehört hat, uns zu verstehen, dann sollten wir es selber machen. Es ist genauso wie im Antirassismusbereich. Man redet selten darüber, aber wir sind tagtäglich betroffen. Was können wir? Wir können nicht sitzen und sagen, es ist schön und gut, sondern was können wir tun? Wo können wir die verschiedenen Allies finden, mit denen wir arbeiten. Und es gibt auch Allies in Ministerien. Vielleicht sind wir eine Minderheit, aber sollten wir irgendwann beginnen. Du hast vorhin eh schon die Gruppierung genannt, die sich Schulbücher ansieht und Empfehlungen ausarbeitet. Kannst du noch weitere Eyeliner auflisten, aufzählen, beziehungsweise hast du Best-of an Bücher anlaufstellen oder Protagonistinnen Black und Protagonistinnen of Color, um eben auch die praktische Umsetzung, sei es jetzt für Pädagoginnen, für Eltern und andere Stakeholder zu erleichtern. Also wenn es schon Direktorinnen gibt oder Pädagoginnen gibt, die sagen, ja, da ist ein Missstand, da wollen wir was machen, wir sehen, die Kinder sind schlecht repräsentiert in unseren Schulbüchern. Es werden ganz viele Stereotypen, ebenso wie das Beispiel mit dem Osmanischen Reich, weitergegeben und noch diverse andere Dinge wie falsche Karten und und und. Wo können sich Menschen hinwenden jetzt aktuell, die sagen, ich möchte was machen. Also ich bin Hausnummer, Deutschlehrerin, Geschichtslehrerin, Geografielehrerin und hätte gern adäquate Materialien zum Beispiel. und hätte gerne adäquate Materialien zum Beispiel. Das ist eine sehr interessante Frage. Es gibt verschiedene Initiativen. Und ich glaube, dass erstens alle, sagen wir, NGOs, die im Bereich Antirassismus aktiv sind, sind allies. Mit denen kann man gut arbeiten. sind es da zum beispiel ich kann zumal die ss mitmensch ich kann zumal bizarra ich kann zum beispiel das gibt es noch die dokustelle ja da sind sie einfach aktiv in österreich sind so auf antirassismus weil deren antikassim natürlich ist der antirassismus in Bezug auf das Altersleben, aber wenn es auch um Schulbücher geht, sind sie auch dabei. Das heißt, sie können schon unterstützen. Du hast auch auf der anderen Seite die verschiedenen Lehrerinnen und Lehrer, die in verschiedenen Schulen sind, die auch sehr, sehr engagiert sind. Mit denen kann man sehr, sehr gut arbeiten. sind mit denen kann man sehr gut arbeiten und es gibt verlage die ja in den letzten zehn jahren auch schon festgestellt haben irgendwas läuft falsch und haben dann ihre eigene programm in bezug auf der university in content und schulgeschäftsverlag wenn ich das jetzt herausnehmen darf er macht zum beispiel viele aber Fischer-Könnt-Verlage. Ich würde keine Verlage jetzt nennen. Aber die Erfahrungen, die ich gemacht habe, zumindest in Wien 2013, wie wir das gemacht haben, wir haben dann die Verlage kritisiert und wir haben gemeinsam eine Sitzung in Wien gehabt. Und nach dieser Sitzung ist dann das Bewusstsein hochgekommen.kommen okay wir sollen das machen ja weil es ist auch gut für deren geschäften weil wenn die negativ publicity da ist werden die leute diese schulbücher nicht mehr verwenden das ist auch nicht gut und ich glaube dass es hier darum geht in den verschiedenen mit den verschiedenen verlagshäusern einfach noch einmal zu reden und zu schauen, wollen sie mitmachen, wollen sie nicht mitmachen. Wie redet man mit den Verlagen bzw. wohin können sich die PädagogInnen hin? Die PädagogInnen können sich eigentlich bei dieser, zum Beispiel, diese Advancing Equality in the OCEAN School System, die sind eine Struktur, die in dem Bereich sehr aktiv arbeitet mit Fachleuten, mit Leuten, die sich da sehr gut auskennen. Mit denen kann man ganz konkret gehen. Dann werden wir schauen, dass wir das verlinken in der Sendung. dann haben wir zum beispiel black voices sie haben auch während dieser kampagne ihre kampagne zum thema was war die kampagne diese vorzüge generell antirassistische vorzüge gehen haben sie auch in bezug auf content inhalte der schulbücher sehr viel gemacht. Die sind noch immer da. Wir haben auch die verschiedenen Departments in den verschiedenen Ministerien oder Landes, ich weiß nicht, in Linz vielleicht gibt es auch so was also es gibt verschiedene Abteilungen in verschiedenen Bundesländern gibt die sich um Bildung kümmern auch wenn sie nicht so aktiv sind sie sind sich zumindest Diversität das heißt zumindest auf solche Ebenen kann man mit Menschen reden oder zumindest versuchen mit ihnen Kontakt aufzunehmen und zu sagen, okay, wir wollen etwas verändern. Auch wenn sie es nicht wollen. Es ist einfach eine Tatsache, dass sie jetzt existieren. Es gibt diese Abteilungen in verschiedenen Ministerien mit Diversität, die können auch kontaktiert werden. Natürlich bleibt ein ganz großer Teil bei den PädagogInnen. Ich glaube, dass die PädagogInnen sollten auf jeden Fall in Bezug auf die verschiedenen Content, wenn es darum geht, die verschiedenen Community zu ermächtigen, sollten sie in den Schulen was machen. Zum Beispiel, wenn wir in Bezug auf, nehmen wir ein Fest wie das Neujahrsfest, das persische Neujahrsfest, Morus, können wir im März, am 21. März, können sie auch was machen in der Schule, um genau in Bezug auf diese Bevölkerungsgruppe, auch wenn sie nicht in der Schule sind, einfach noch aufmerksam zu machen und so weiter. Da können sie, die PädagogInnen können das nicht allein machen. Sie müssen dann mit verschiedenen Organisationen, Vereinen, die schon bereit sind, zusammenkommen und arbeiten. Und wir haben, es gibt auch in Bezug auf ein ganz großes Beispiel, ist sehr oft diese sogenannte Weltmeisterschaften, Fußball-Weltmeisterschaften zum Beispiel. Ob Frauen oder Männer sollte man solche Gelegenheiten nutzen, um zu sagen, welche Länder, erstens, Länder kommen, das heißt, dass man wie Journalisten arbeitet, eher mit der Aktualität, mit der Aktualität arbeiten, um genau das regelmäßig zu thematisieren. Ich habe zum Beispiel zum Thema Afrika sehr, sehr oft Afrika-Tage in Schulen organisiert. Es geht immer von dir aus. Die werden das nicht so einfach machen. Das heißt, Pädagoginnen können sich dann an Bildungsinstitutionen wenden, um adäquates Material zu bekommen, um richtige Länderkunde machen zu können. Ja, weil ich weiß, okay, das sind ja Lehrbücher, Geografie, Geschichte und so weiter, ist fehlerhaft. Wo bekomme ich adäquate Materialien oder Materialien, die kindgerecht aufgearbeitet sind, sozusagen den jeweiligen Schulstufen entsprechend aufbereitet sind. schulstufen entsprechend aufbereitet sind ja und sei es jetzt historisch korrekt ja im punkto auf diskriminierungsfrei und natürlich aktuell ja also die es geht diesbezüglich würde ich eher mich von der fremddarstellung zur Selbstdarstellung bewegen. Das heißt, die Organisationen, die selbst betroffen sind, sind die, die hier das Wort haben. Ja schon, aber wenn ich jetzt zum Beispiel Lehrerin bin, also ich habe die Ressourcen nicht, dass ich mal drei Tage lang recherchiere, welche afrikanischen Vereine gibt es und so, wie kontaktiere ich die, weil die findet man sowieso nicht. Also das, was wirklich praktikabel ist für die Pädagoginnen und so. Das heißt, da gibt es die und die und die Stellen, da können sie sich hinwenden und so, wie kontaktiere ich die, weil die findet man sowieso nicht und so, ja. Also das, was wirklich praktikabel ist für die Pädagoginnen und so, das heißt, okay, da gibt es die und die und die Stellen, da können sie sich hinwenden und so, weil, also von denen zu verlangen, ja, dass sie selbst die Recherche machen müssen, welche MSOs, also Migrantinnen-Selbstorganisationen es gibt, also ich denke mal, das ist ja viel zu viel Aufwand. Das stimmt, aber gleichzeitig gibt es auch auf verschiedenen Länder, eben genauso wie auf Bundesebene, gibt es Stellen, wo man einfach eine Frage stellen kann. Oder? Gibt es hier zum Beispiel, man sagt, okay, ich will viel mehr aus den afrikanischen Communities wissen, dann gibt es DAG-Verbände und so weiter. Wenn es nicht möglich ist, dann weiß ich nicht, was ich tun soll. Weil es gibt diese Vereine schon. Und ich glaube, dass jede... Schon, aber die Recherche für die Lehrerin ist halt ein bisschen aufwendig. Das kann man ja nicht verlangen. Es ist Empfehlung für die Pädagoginnen, die zuschauen. Was können sie machen? Wo können sie sich hinwenden? Wenn sie schon motiviert sind, da wirklich vorurteilsbewusst und rassismuskritisch zu lernen? Welche Unterstützungsmöglichkeiten kann man da bereitstellen? Ich glaube, die Vereine, die schon bekannt sind, können zum Beispiel Zahra kontaktieren, das ist schon bekannt. Sie können erstmals mitmeldet, sie können Jabo in Berlin kontaktieren zum Beispiel. Und Jabo kann dann die verschiedenen anderen Organisationen, die in dem Bereich tätig sind, zum Beispiel so einen Konnex machen. Also für Linz wäre das für die Zuseherinnen das Integrationsbüro vielleicht von der Stadt Linz oder die Integrationsstelle beim Land Oberösterreich. Ja, bitte dort die Fragenwünsche für andere Erregungen hinwenden. Ja, oder auch auf verschiedene social media kanälen in wasser auf facebook gibt es im aktivistin aktivisten die helfen können und oder das wäre das beste wenn der stadt hier mehr geld zur verfügung stehen würde, damit solche Arbeiten einfach nicht nur gratis, nicht immer gratis stattfinden zum Beispiel. Abschließend noch ein Ausblick, was wären notwendige Implementierungen für eine vorurteilsbewusste und rassismuskritische Bildung in Österreich? Gibt es da mögliche Zukunftstrends, die du da skizzieren kannst? Wo kann die Reise hingehen? Worauf müssen wir aufpassen sozusagen? Ja, ich glaube, ich habe nur ein Kriterium eigentlich. Also erstens muss der Staat einfach ganz klar anerkennen, dass es Verurteile gibt innerhalb des Bildungssystems. Ab dem Zeitpunkt, wo der Staat das anerkannt hat, dann fangen sie mit dem Prozess an. Aber solange der Staat immer löscht oder Strategien verwendet, um das Thema zu vermeiden, werden wir als Zivilgesellschaft immer an diesem Thema arbeiten. Aber sobald der Staat sagt, okay, ja, wir erkennen, es gibt im Bildungssystem Diskriminierungen, dann fangen wir an. Es ist strukturell. Als Individuen können wir das nicht beseitigen. Es ist nicht möglich. Das heißt, dort, wo der Staat das anerkannt hat, fangen wir an zu diskutieren. Du hast vorhin schon gesagt, du rechnest nicht, dass sich in den nächsten zehn Jahren etwas bewegen wird. Wenn ich jetzt zum Beispiel denke, es gibt ja in Wien eine tschechische Schule und so. Also könntest du dir vorstellen, dass sich dann Menschen zusammenschließen und sagen, okay, gut, in den staatlichen Schulen werden unsere Kinder zu stark diskriminiert, sie kommen zu traumatisiert sozusagen aus diesem System heraus. System heraus, wir wollen jetzt unsere eigenen privaten Bildungseinrichtungen kreieren. Siehst du diesen Trend vielleicht dann auch, dass man sagt, zum Schutz der Kinder, zum Wohlergehen der Kinder, dass man einen Rahmen schafft, wo sie wirklich aufblühenien gibt. Also es gibt zum Beispiel, wenn ich an die chinesische Community denke, jedes Wochenende mieten sie bestimmte Gymnasien in Wien, wo die Community einfach zum Thema China verschiedene Sachen, Politik, Geografie und Kultur und so weiter unterrichtet, was im österreichischen Schulcurriculum nicht vorkommt. Es gibt auch innerhalb der verschiedenen starken Community, wie die japanische Community und so weiter, oder die südkoreanische Community, gibt es sowas. Es gibt auch die polnische Community, die das in Wien implementiert. Das heißt, es ist keine Parallelgesellschaft, sondern es ist eine Ergänzung. Komplementär. Okay, es gibt in Bezug auf die türkische Bürgerinnen und Bürger gibt es auch Gymnasien in Wien, türkische Privatgymnasien. Ich verstehe vollkommen, wenn sie sagen, okay, wir wollen das, wir haben die Genehmigung vom Staat, so etwas zu machen, aber parallel zu den Stoffen, die wir hier haben, haben wir auch andere Stoffe zum Beispiel. Zweitens glaube ich, dass es entscheidend wichtig ist, Kinder aufgrund ihrer Sprache nicht zu diskriminieren. Das heißt, die Inklusion innerhalb des Schulsystems fängt einfach in den Kindergärten an. Das heißt, diese Diskriminierung, die in Niederösterreich jetzt thematisiert wird in Bezug auf die dürfen ihre Muttersprache nicht mehr während der Pause sprechen, das ist schlimm. Das haben wir in Oberösterreich auch gehabt, seit sechs Jahren. Ja, das ist schlimm. Und ich glaube, solange die nicht in der Lage sind, sagen wir, offizielle Stellen nicht in der Lage sind, diesbezüglich sich klar zu positionieren, werden wir ein Problem haben. Und deswegen sage ich, dass es uns sehr viel Zeit in Anspruch nehmen wird, weil die sogenannten Stellen, die dafür zuständig sind, noch immer zögern. Die politischen Parteien wollen damit nichts zu tun haben, weil sie Angst haben, dass sie haben Angst, dass okay... Somit kann man keine Wahl gewinnen. Ja, keine Wahl gewinnen. Und ich glaube, dass die ganze Arbeit liegt noch immer bei der Zivilgesellschaft. Ja, leider. Leider. Ja. Und es wird auch in Bezug auf die afrikanische Community zum Beispiel. Es wird auch in diese Richtung gedacht, dass man sagt, okay wir machen die verschiedenen Sommer-Schools und so weiter. Es wird ein komplementäres Bildungsangebot angeboten werden müssen wahrscheinlich, damit die Kinder halbwegs safe aufwachsen können, beziehungsweise sie einen Ort haben, wo sie als solches willkommen sind, so wie sie sind. Genau. Und ich glaube, es gibt auch in der sogenannten Bildungsforschung schon sehr viele, die da getan wurden, grundlegende Arbeiten, die schon gemacht worden sind. Und ich glaube, wir werden uns noch in den nächsten Jahren damit befassen. Damit diese Themen ganz groß auch thematisiert werden, brauchen wir diese Bildungsforscherinnen und Forscher. Ich habe einiges hier, Vielleicht kann ich was sagen. Und es gibt zum Beispiel ein sehr interessantes Buch von Louis-Henri Secours von der Hochschule für Angewandte Wissenschaft in Hamburg, Habitus der Überlebenskunst. Also ein sehr interessantes Buch über Bildung und Migrationsbiografien. Würdest du das speziell pädagoginnen empfehlen oder alle die jetzt im bildungsbereich aktiv sind die die in bildung bereich sind ja und es gibt so eine von der konditor stiftung der so broschuren reihe es ist ungefähr 120 seiten und der titel ist afrika realistisch darstellen diskussionen und Alternativen zur gängigen Praxis, Schwerpunkt Schulbücher. Das ist in Deutschland. Und es gibt in Österreich zum Beispiel auch für die, die sich Bildungspraxis interessieren, Migration, Flucht, das Recht auf Bildung für alle. Politische Vorgaben und gelebte Praxis von Asimina Guma, ich glaube sie unterrichtet hier an der Pädagogischen Hochschule in Oberösterreich, Petra Neuhold, Daniela Rechling und Paul Scheibelhofer. Also es gibt auch in den letzten acht Jahren gab es dann in verschiedensten, in Bezug auf antidiskriminierende Praxis, gab es auch sehr, sehr viele Bücher, die erschienen sind. herausgegeben wie heißt das noch ich habe jetzt noch nicht was ist das ist genau und es gibt auch verschiedene kinderbücher sie vorwiegend aus dem anglo sächsischen raum kommen die zum beispiel das thema diskriminierung schuldwürfchen hautfarbe und so weiter und glaube dass wir in österreich davon viel davon profitieren können sage ich vielen vielen, vielen Dank, lieber Simoni. Möchtest du abschließend noch was sagen zum Thema Schulbücher in Österreich? Zum Thema Schulbücher in Österreich würde ich sagen, dass die Zivilgesellschaft eine enorme Rolle hat, aber die entscheidende Rolle liegt beim Staat. Also so ist das. Ab dem Zeitpunkt, wo der Staat sagt, wir erkennen, dass unsere Schulbücher diskriminierende Inhalte haben, können wir die Arbeit beginnen. Das waren mächtige Schlussworte. Vielen Dank, lieber Inu, dass du extra aus Wien gekommen bist. Ich freue mich auch schon auf die nächste Sendereihe und möchte eine kleine Ankündigung machen. Auch wir haben eine Bildungsmesse geplant, nämlich am 29. September 2023 von 15 bis 20 Uhr hier im Haus im Wissensturm. Und in den nächsten Sendungen werden wir peu à peu ein bisschen mehr erfahren. Vielen Dank fürs Dabeisein und einen wunderschönen Abend, Nachmittag. Baba.