Musik Ich freue mich, dass wir den heutigen Tag abrunden können mit einem Thema, mit einem Gast, der eigentlich eine sehr gute und schöne Verbindung herstellt zum Auftakt der heutigen Tagung. Marlies Prinzing hat heute als Erster gesprochen über sozusagen den Public Value auch von Medien. Und ja, bei mir sitzt jetzt eben Leonhard Dobusch. Er ist ja vielen bekannt hier in der Stadt, wahrscheinlich auch vielen, die uns jetzt über DorfTV zusehen. Leonhard Dobusch, um ein paar kurze Auszüge aus seiner doch sehr eindrucksvollen Vita zu nennen, ist Ökonom und Jurist und forscht aktuell für Organisationen, also ist Professor für Organisationen an der Universität Innsbruck zu organisationaler Offenheit und privater Regulierung. Warum er natürlich auch für uns bei der Diskussion zur Zukunft des nicht kommerziellen Fernsehens, auch von DorfTV natürlich in hohem Maße relevant ist, ist, dass er die Medienszene sehr gut kennt. ist, dass er die Medienszene sehr gut kennt. Er war ja auch sehr rege und aktiv und ist aktuell auch Mitglied des ZDF-Verwaltungsrates. Also wir lassen uns da jetzt durchaus beeindrucken und wissen dann auch, diese Expertise, die uns heute zur Verfügung steht, natürlich auch sehr zu schätzen. Leonhard Dobusch wird heute sprechen, nicht kommerziell, dezentral, offen, zu Realutopie demokratisch digitaler Medienökosysteme. Bei mir klingelt sofort, wenn ich Realutopie höre. Das macht mich gleich ganz, ganz neugierig. Und damit blasse ich es auch schon wieder mit meiner Einleitung. Denn jetzt, Leonhard, bist du am Wort. 30 Minuten und wir haben schon gesagt, im Anschluss daran sind wir eigentlich sehr, sehr stressbefreit. Es gibt keine weitere Lecture mehr im Nachhinein. Wir müssen also nicht zwingend gleich Punkt 17 Uhr Schluss machen. Du würdest ja auch noch zur Verfügung stehen. Also wir können uns frei fühlen. Ich freue mich. Spannende Eindrücke und Impulse. The stage is yours. Ja, vielen Dank für die Einladung. Auch ein super Thema. Also ich glaube, dass das nicht kommerzielle Fernsehen, aber ganz allgemein auch nicht kommerzielle Medien mit unterschiedlichsten Ansprüchen eigentlich wirklich ein Thema der Stunde sind. Und zwar, also manchmal kommt es mir so vor, ich bin schon lange in so netzpolitischen Kreisen unterwegs, habe in Deutschland sehr lange gelebt und dort viel für Netzpolitik.org geschrieben und hatte schon den Eindruck, dass in den letzten paar Jahren, gerade nachdem sehr viel Frust da war mit, wie die Medien sich im Online entwickelt haben, dass es in manchen Ecken des Internets wieder ein bisschen so eine Aufbruchstimmung gibt. Und deshalb, wenn ich auch diesen Begriff Realutopie, den ich glaube ich auch noch nie in einem Vortrag verwendet habe, hier in den Untertitel geschrieben habe, dann schon deshalb, weil ich glaube, dass es jetzt Chancen gibt, Dinge quasi zu erreichen, medial wieder auch für mehr Vielfalt und für ein besseres mediales Ökosystem zu sorgen, die vielleicht vor ein paar Jahren noch nicht so gut waren. Ich werde auch gleich sagen, warum ich das glaube. Und weil ich aber eben auch glaube, dass wir eben nicht nur über Utopien reden, sondern dass das wirklich reale Möglichkeiten sind. Und das ist, was mir besonders gefällt, dass diese Möglichkeiten, und das war für mich das Spannungsfeld auch in der Vorbereitung dieses Vortrags, dass da eben ganz unterschiedliche Akteurinnen und Akteure von ganz unterschiedlicher Größe zusammenwirken können und müssen und sollen. Also müssen müssen sie nicht, aber die Chancen dafür geben sich. Also damit meine ich ein regionaler, lokaler, nicht kommerzieller TV-Sender wie DorfTV und am anderen Ende sitzt, wie erwähnt, im ZDF-Verwaltungsrat ein Moloch, ein riesiger Koloss, ein öffentlich-rechtlicher mit einem Milliardenbudget. Also ich glaube, unterschiedlicher könnte man nicht sein. Beide machen Fernsehen. Beide machen es mehr oder weniger nicht kommerziell, aber natürlich nicht auf dieselbe Art und Weise. Was ich versuchen werde in der nächsten halben Stunde ist, zu zeigen, warum die vielleicht doch miteinander sogar diese Ebenen was zu tun haben, warum es vielleicht neue Chancen gibt, dass die in einen produktiveren Austausch miteinander treten könnten. Aber ich möchte gleich mit Kontext starten, an dem meine Überlegungen nicht angesiedelt haben. Also zunächst mal Medienlandschaft ganz allgemein. Welche Medientypen, Player gibt es eigentlich? Es gibt die großen privat-kommerziellen Anbieter, es gibt öffentlich-rechtliche Anbieter, es gibt nicht-kommerzielle Anbieter, zu denen würde ich DorfTV zählen, ich zeige nachher noch andere Beispiele. Und es gibt auch seit dem Internet sehr viele niedrigschwellige publizistische Aktivitäten. Was meine ich damit? Damit meine ich, dass Leute ihr Handy nehmen und sich filmen und das auch einer weltweiten Öffentlichkeit prinzipiell mal zugänglich machen, wo keine Redaktion dahinter steht, keine Organisation dahinter steht. Das hat begonnen mit Bloggen, aber heute ist das eigentlich auch sehr häufig schon auch Video, also quasi eine Art Fernsehen. Aber was diese Medienangebote alle gemeinsam haben, und das ist auch das, was viele Leute, glaube ich, in den letzten Jahren frustriert hat, ist, dass zunehmend die Vermittlung oder das Erreichen von Öffentlichkeit und dann auch das Entstehen von Öffentlichkeit vermittelt wird ausschließlich über digitale Plattformen. Egal, ob es die großen privaten Medien gibt, egal, ob es die aus der Printecke kommen oder ob es Fernsehsender sind. Also ich sage ein Beispiel auch, ProSiebenSat.1, einer der zwei großen Privatsäle in Deutschland, hat gerade die Präsentation seiner Bilanzkonferenz verschoben, weil sie so ein Problem haben mit ihrem Online-Streaming-Portal Join, wo sie zuerst viel Geld reingesteckt haben, dann wieder nicht und so weiter. Also in Wirklichkeit, diese Frage, wie man mit dieser Medienkonvergenz umgeht, die stellt sich im Kleinen genauso wie im Großen. Im Kleinen, damit meine ich Lokalzeitungen, Lokalmedien, aber auch freie Medien, auch die müssen eigentlich angesichts dieser Dominanz der großen digitalen Plattformen sich diese Frage stellen, wie geht man damit um? Wie verhält man sich dazu? Zieht man sich da zurück? Versucht man gar nicht erst, sich diesen algorithmischen Governance-Strukturen auszusetzen? Oder versucht man vielleicht sogar, etwas dem entgegenzusetzen? Oder versucht man mitzuschwimmen? Das sind Fragen, die müssen Medien für sich beantworten. Man kann sich nicht nicht zu den großen Plattformen verhalten. Das ist zumindest mein Eindruck. Und was sind jetzt sozusagen die, warum braucht es überhaupt eine Realutopie von demokratisch-digitalen Medien und Medienökosystemen? Warum ist das überhaupt relevant? Und ich will das jetzt nicht zu lang hier breittreten, aber nur kurz in Erinnerung rufen, weil das ohnehin in den Medien so viel Thema ist. Ich würde auch sagen, deshalb, weil auch die klassischen Medien eben diesen Druck spüren und das auch sehr stark auf diesen Medienwandel zurückführen. Was auf jeden Fall mit diesen, was diese Plattformen, die da klein drauf angezeigt sind, was die gemeinsam haben, ist, dass sie eigentlich so einen individuellen Aufmerksamkeitswettbewerb von Leuten auf diesen Plattformen herausfordern. Jeder kann da reinschreien und wer am lautesten schreit, bekommt am meisten Likes, wird am öftesten retweetet und das wird quasi belohnt. Ein bisschen so, jeder kann es schaffen, aber das heißt natürlich nicht, alle können es schaffen, sondern das heißt, jeder kann es schaffen, aber nicht alle. Und der Unterschied zwischen jeder und alle, der ist groß. Und gleichzeitig ist das auch ein, würde ich sagen, ein Begriff, den man sicher nur mehr vorsichtig verwenden sollte, aber es auch, es passt auch zu so einem eher individualistisch neoliberalen Menschenbild. Also, wir gehen da hin und wir gehen in einen Wettbewerb um Aufmerksamkeit. Und wer am besten quasi performt, der wird vom Algorithmus belohnt. Und was ist der Effekt von so einer Gestaltung dieser Plattformen? Der Effekt ist, dass wir eben genau diese ganzen Effekte haben, die auch dann auf unterschiedlichste Arten auch Schwierigkeiten erzeugen. Wir haben Polarisierung, politische Polarisierung. Wir haben Echokammern. Das Ganze befördert wieder die Verbreitung auch von Desinformation. Weil eben in diesen Echokammern das sehr stark zirkuliert. Das heißt nicht, dass die Widerlegungen dort nicht ankommen, die werden halt nicht verbreitet. Die regen auch nicht auf. Der Factcheck ist langweilig. Aber die Lüge, die klickt. Und in mancher Hinsicht wird dann auch quasi zumindest ein Beitrag zu bestimmten Radikalisierungstendenzen dort verortet. Und was diese ganzen Plattformen auch noch gemeinsam haben, und man hat hier diese vielen Logos da oben, das sieht ja aus, als hätten wir da eh eine große Vielfalt. Also YouTube, Facebook, Instagram, Twitter, Snapchat, TikTok, also eigentlich so viel. Aber wenn man sich die mal ein bisschen zurücktritt und anschaut, dann sind die eigentlich auf eine Art alle gleich. Sie sind alle zentralistisch, sie sind alle werbefinanziert, sie sind alle proprietär. Und manchmal ist die API, also die Programmierschnittstelle, die Schnittstelle zum Beispiel, am Anfang noch ein bisschen offener, aber spätestens, wenn dann genug Leute auf der Plattform sind, dass die Netzwerkeffekte kicken, dass es nicht mehr so leicht ist, wieder runterzukommen von der Plattform, spätestens dann werden auch diese offenen Schnittstellen wieder geschlossen und dann will man einen, der Begriff ist eh bekannt, einen World Garden haben, dann will man einen abgegrenzten quasi Öffentlichkeitsraum haben, wo dann die Plattform entscheidet, wer noch rein darf und vor allem auch, wer rauslinken darf. Es ist kein Zufall, dass diese ganzen Plattformen zum Beispiel auch schwer machen, überhaupt diese Plattformen dann auch, sei es nur virtuell, zu verlassen. Ich kann aber aufhören, diese Plattformkritik und es gibt noch weitere Probleme, aber das noch weiter auszuführen. Erstens ist das gut bekannt und zweitens ist letztes Jahr was passiert, was irgendwie allen, denen noch nicht bewusst warühren. Erstens ist das gut bekannt und zweitens ist letztes Jahr was passiert, was irgendwie allen, denen noch nicht bewusst war, wie schwierig das ist, wenn wir die zentralen Rahmenbedingungen, die für demokratische Öffentlichkeit komplett privatisiert haben und komplett, und das passt schon sehr zum Thema nicht kommerzielle Fernsehen, nicht kommerzielle Medien, dass das vielleicht nicht so klug ist, quasi die gesamte demokratische Öffentlichkeit einem privaten Profitstreben auszuliefern. Das hat dieser Herr letztes Jahr gezeigt, wenn quasi da einfach ein Dude herkommen kann, zufällig der reichste Mann der Welt, die eine doch gerade, wenn es zum Beispiel um journalistische Inhalte geht, hochgradig relevante, für Echtzeitinformation relevante Plattformen übernehmen kann, als er am zweiten Tag viele blockierte Nazis wieder zuzulassen und am dritten Tag quasi die Schnittstellen zuzumachen und am vierten Tag und so weiter. Man kann das sehr schön mitverfolgen und jetzt kann man sagen, es ist nur Twitter, da sind nur noch wenig Leute drauf. Aber eben, der Multiplikatoreneffekt ist enorm. Und spätestens seit der Maskenübernahme habe ich das Gefühl, hat sich auch der öffentliche Diskurs dazu gedreht. Auch denen, die vorher gesagt haben, es ist ja kein Problem, denen wird unwohl bei diesem Gefühl, dass die Medien komplett dem Höchstbietenden ausgeliefert sind, unsere mediale, unsere demokratische Öffentlichkeit. Gleichzeitig, nur weil man das doof findet, heißt das noch lange nicht, dass wir eine Lösung haben oder dass das deshalb einfach weggeht. Da sind ja auch diese Netzeffekte sind immer noch da. Die Leute sind immer noch, die Journalistinnen und Journalisten sind immer noch alle auf Twitter, kommt mir vor. Die Journalistinnen und Journalisten sind immer noch alle auf Twitter, kommt mir vor. Es gab dann gleich Vorschläge, naja, aber dann bräuchte man halt ein öffentlich-rechtliches, manche haben von Verstaatlichung gesprochen, aber zumindest ein öffentlich-rechtliches Gegengewicht. Warum machen wir nicht eine öffentlich-rechtliche Alternative dazu? So ganz nach dem klassischen Ansatz des dualen Systems. In der Vergangenheit hat man auch gesagt, es gibt neben den kommerziellen Medien auch öffentlich-rechtliche, einem demokratischen Auftrag verpflichtete Medien, die man auch ausstattet, mehr ausstattet als freie Medien zum Beispiel, aber die man ausstattet als Gegengewicht zu einer Dominanz des Kapitals, durchaus auch als Lektion aus dem Zweiten Weltkrieg. Aber da war die Reaktion gerade auch von digitalen Vordenkern, einen möchte ich hier kurz zitieren, eher ablehnend. Also Sascha Lobo hat unmittelbar nach der Maskenübernahme von Twitter gesagt, kommt mir jetzt bloß nicht mit diesem Airbus-Quatsch. Also hat gleich mal alle auch nur so halbotopischen Ideen. Von irgendwie, so könnte man nicht das, was im Gegensätzen eigentlich gleich zerschmettert, das kriegt man eigentlich nicht hin, das funktioniert ja nicht. Und ich finde das schade. Ich mag eigentlich Sascha Lobo. Also ich bin gar kein Sascha Lobo-Bescher normalerweise. Ich finde, er hat oft sehr, sehr kluge Gedanken, aber da, finde ich, hat er nicht recht. Im Sinne von, ja, er hat recht, wenn er sagt, es wäre keine gute Idee, quasi private, durchstaatliche soziale Netzwerke zu setzen. Das stimmt. Das sehe ich, wenn er sagt, es wäre keine gute Idee, quasi private, durch staatliche soziale Netzwerke zu ersetzen. Das stimmt. Das sehe ich genauso wie er. Aber es gibt eben Drittes. Es gibt auch nicht kommerzielle, gemeinwohlorientierte, gemeinnützige Medienangebote, die nicht staatlich sind und trotzdem auch nicht profitorientiert sind. Und ich glaube, und da ist das, was in den letzten Jahren passiert ist und gerade auch durch Twitter nochmal neue Nahrung bekommen hat, etwas, auf das ich, wo ich glaube, da ist das, was in den letzten Jahren passiert ist, und gerade auch durch Twitter nochmal neue Nahrung bekommen hat, etwas, wo ich glaube, dass das auch für nicht kommerzielles Fernsehen relevant ist, sich damit stark auseinanderzusetzen. Und ich möchte jetzt ausnahmsweise mich selbst zitieren, und zwar deshalb, weil es ein performatives Argument ist. Ich habe ein bisschen später auf Mastodon einen Toot, also das ist vielleicht, da muss man noch arbeiten, wie nennt man dort die Tweets, also einen Toot abgesetzt, der so geerlautet hat, Elon Musk buying Twitter has been the best thing happening to the idea of decentralized social networks since the invention of TCP IP. Ich habe das deshalb hier gezeigt, weil, wenn man sieht hier rechts unten in grau, 1300 Likes, 500 Mal gere-shared, wenn man so will, da gibt es offensichtlich schon eine Audience. Die interessiert sich vielleicht am Anfang noch sehr stark auch für sich selbst, wie das bei neuen Plattformen so ist. Aber wo ich sagen will, es gibt Alternativen und die sind sogar schon da und auf die kann man aufbauen, auf die kann man aufsetzen. Und ich möchte das jetzt anhand der drei Punkte, die ich in meinem Titel habe, nicht kommerziell, dezentral und offen, kurz skizzieren und versuchen auch ein bisschen zu diskutieren, was das für auch kleine lokale, aber auch große überregionale, nicht kommerzielle Medienangebote Fernsehen bedeuten könnte. Starten wir mit nicht kommerziell. Nicht kommerziell bedeutet für mich, und das möchte ich auch vorweg schicken, nicht kommerziell bedeutet nicht notwendigerweise besser als kommerziell. Also auch für öffentlich-rechtliche Angebote würde ich nie behaupten, dass die einfach, weil sie öffentlich-rechtlich sind, besser sind als privates Fernsehen. Also nicht mal im Nachrichtenbereich. Ich glaube schon, dass sie da viel mehr Geld reinstecken und so, aber je nachdem, wie das konkrete Format gestaltet ist, auch je nachdem, wie sich die konkreten Journalistinnen und Journalisten verhalten, kann auch mal in der Privater da sogar vielleicht manchmal kritischer wohin schauen und so weiter. Ich würde das gar nicht abstrakt behaupten, dass eine Governance-Form hier automatisch überlegen ist. Was ich aber sehr wohl sagen möchte, und wo ich überzeugt bin, dass das stimmt, ist, dass eine demokratische Öffentlichkeit vielfältiger und besser dran ist, wenn es eben nicht nur eine dominante Form der Medienlogik gibt. Also wenn es neben privaten auch relevante, nicht kommerzielle, gemeinnützige Medienalternativen gibt. Beides zusammen macht auf jeden Fall ein demokratisches Mediensystem robuster, macht es vielfältiger, macht es unterschiedlicher und erzeugt auch in dem Fall, würde ich sagen, auch einen produktiven Wettbewerb aneinander, wo man sich auch voneinander unterscheiden kann vielleicht. Und jetzt diese eine Slide nochmal zeige ich von vorher mit diesen Medienangeboten und den Plattformen in der Mitte. Da möchte ich jetzt fokussieren auf die nicht kommerziellen Aspekte oder die nicht kommerziellen Teile hier. Und da möchte ich nochmal eben gleich mal darauf hinweisen, die Konferenz hier dreht sich um nicht kommerzielles Fernsehen. Aber es gibt natürlich viele Spielarten, viele Facetten von Nicht-Kommerzialität. Also ich habe vorher nicht niedrigschwellige publizistische Aktivitäten genannt. Aber es gibt natürlich viele Spielarten, viele Facetten von Nicht-Kommerzialität. Also ich habe vorher nicht niedrigschwellige publizistische Aktivitäten genannt, also YouTuberInnen, PodcasterInnen, TikTokerInnen. Erstens gibt es natürlich auch welche, die das kommerziell machen. Das nennt man dann Influencer, glaube ich. Aber es gibt natürlich auch viele, die das einfach machen aus Spaß an der Freude, aus künstlerischen Überlegungen, weil sie eine Öffentlichkeit erreichen wollen, aus politischen Gründen. Also es gibt unzählige Gründe, warum Menschen diese Plattformen nutzen, auch diese kommerziellen Plattformen nutzen, ohne damit unmittelbar oder auch nur mittelbar ein Profitinteresse zu verknüpfen. Es gibt natürlich dann die öffentlich-rechtlichen Anbieter, die sind ja gut bekannt. Die sind derzeit unfassbar unter Druck, auch wenn sie nicht in der Existenz bedroht sind, aber in der Schweiz waren sie es bis vor kurzem sogar noch mit dem Nobillag-Abkommen. Es gibt in ganz Europa, und das ist ja nichts staatlich Spezifisches, inzwischen starke politische Kräfte, die eigentlich sagen, es reicht uns nicht mehr nur zu versuchen, die Kontrolle über diese öffentlich-rechtlichen Medien zu übernehmen. Wir wollen die eigentlich abschaffen. Das gibt es in Österreich, das heißt die FPÖ, in Deutschland die AfD, die Tories im UK sind nicht ganz so weit. Aber sozusagen das ist eine Bewegung, das kann man schon sehen. Gleichzeitig stehen sie vor der Herausforderung, ihr lineares Programm weiter betreiben zu müssen und parallel dazu auch sich digital neu aufstellen zu müssen. Meine These, mein Argument ist, da ist auch genug Geld dafür da, aber teilweise wird es ihnen ja gar nicht erlaubt. Gerade Österreich zum Beispiel ist ein Beispiel dafür, wo der ORF online fast nichts darf. Und das ist auch deshalb so erstaunlich im Vergleich mit Deutschland, wenn man sich anschaut in Deutschland, ist der Rundfunkgesetzgeber, sind dort die Länder. Das heißt, wenn die gesetzliche Grundlage für AD und ZDF geändert werden soll, dann müssen sich 16 Bundesländer einstimmig darauf einigen. Einstimmigkeitsprinzip, 16-Länder-Einigung. Und in den letzten fünf Jahren gab es in Deutschland drei Medienstaatsverträge und der vierte ist gerade in Verhandlung. In den letzten zehn Jahren gab es in Österreich kein ORF-Gesetz. Es ist jetzt gerade eins in die Begutachtung gegangen, aber auch das wird nicht mal das quasi machen, was in Deutschland seit 2016 zum Beispiel möglich ist, ein Jugendangebot, das hier auch als Logo eingeblendet ist, Funk, das sich primär und von vornherein nur an digitale Öffentlichkeiten richtet und nicht einen Sender im Hintergrund hat. Und dann gibt es die nicht kommerziellen Anbieter. Dazu sowas wie DorfTV, sowas wie Okto in Wien. Ich würde aber auch sagen, andere nicht kommerzielle Anbieter, die ich dazu reinzählen würde, ich möchte auch offenlegen. Also Netzpolitik macht auch Videos oder Podcasts. Ich selbst habe in Wien ja mitgegründet das Momentum-Institut vor dreieinhalb Jahren. Und wir machen tagesaktuell auch Journalismus und eigentlich tagesaktuell auch Videocontent, aber vor allem auf digitale Plattformen hin fokussiert. Also nicht nur zu einer tollen Infrastruktur wie hier, aber auch mit einem Studio. Es gibt aber auch dann noch andere nicht kommerzielle Anbieter, die so an der Grenze sind zwischen Zivilgesellschaft und staatlich, wie zum Beispiel Hochschulen, die auch kontinuierlich mehr Inhalte produzieren. Es gibt den ganzen Glam-Sektor, also Galleries, Libraries, Archives und staatlich, wie zum Beispiel Hochschulen, die auch kontinuierlich mehr Inhalte produzieren. Es gibt den ganzen Glam-Sektor, also Galleries, Libraries, Archives und Museums, die auch stärker immer in Inhalteproduktion reingehen. Warum ich das hier so betone, ist, auch dieser Bereich der nicht kommerziellen Anbieter, der ist breit. Diese regionalen Medien wie DorfTV oder so ist einmals, aber es gibt noch viele andere. Und es werden mehr. Es ist ein Sektor, der wächst. Und gerade für diesen Bereich, der nicht-kooperativen Anbieter und Anbieter, stellt sich auch die Frage, ob da nicht es längst an der Zeit wäre, auch die gesetzlich stärker zu supporten, zu unterstützen. Und auch da ist Österreich in der Debatte hinten nach. Also zum Beispiel in Deutschland gibt es im Koalitionsvertrag der Ampel, mal schauen, ob die das noch hinkriegen, das zu verabschieden, wie bei fast allen vernünftigen Ideen, die da drinstehen. Aber dort steht zum Beispiel drinnen, dass es in Deutschland gemeinnützig werden soll, für Journalismus Spenden zu sammeln. Es gibt eine Koalition, wo zum Beispiel Netzpolitik auch mit dabei ist, aber aus vielen Organisationen im Rahmen des Forum Gemeinnütziger Journalismus, die quasi dafür kämpfen, dass Journalismus als Grund für Gemeinnützigkeit anerkannt wird, gesetzlich. In Österreich sehe ich diese Initiative nirgends. Das Thema existiert nicht mal. Man kann sagen, was will man von einer ÖVP-Regierung erwarten, das verstehe ich, aber es ist trotzdem so, dass das überhaupt mal als Thema in die Öffentlichkeit gehört. Gleichzeitig sehe ich darin eine enorme Chance, etwas zu reparieren, was in anderen Bereichen medial meiner Meinung nach schon ziemlich kaputt ist. Und da kommen für mich genauso Anbieter wie DorfTV oder andere nicht kommerzielle, regionale Medien auch mit journalistischem Anspruch rein, wo ich sagen würde, eigentlich, wenn man diese Gemeinnützigkeit stärker auch strategisch hin nach vorne stellen würde und das auch gesetzlich erbortet würde, dann könnte das schon auch eine Antwort sein auf die, meiner Meinung nach, existenzielle Krise des Lokaljournalismus, die wir derzeit haben. Also ich habe mal in einem relativ provokanten Beitrag von Netzpolitik mit der Überschrift geschrieben, lasst Lokalzeitungen sterben, damit Lokaljournalismus leben kann. Ich weiß nicht, ob jetzt wer von den oberösterreichischen Nachrichten da ist, von der Rundschau habe ich schon wen gesehen. Mein Argument ist, also bei der Rundschau, für die trifft es natürlich nicht zu, aber bei vielen anderen Lokalzeitungen ist es so, dass mein Eindruck nach, ich spreche jetzt zum Beispiel von der Tiroler Tageszeitung, die ich sehr gut kenne, dass der Serviceanteil, dass der nicht journalistische Anteil der Zeitungen kontinuierlich wächst, dass es gleichzeitig zu einer immer stärkeren Verschränkung mit lokal mächtigen Akteurinnen und Akteuren kommt. Die Abhängigkeit von lokalen Anzeigenkunden ist enorm. Selbst die Nähe zur jeweils lokalen Politik ist groß. Also für das Beispiel in Tirol ist es wirklich so, es ist eindeutig, der wichtigste und beste und einflussreichste politische Journalist in Tirol arbeitet nicht für die Tiroler Tageszeitung, der arbeitet nicht für die Kronenzeitung, der arbeitet für niemanden. Das ist nämlich Markus Wilhelm mit dem Blog Die Tiwag. Und der alleine hat mehr politisch in diesem Land an politischer und journalistischer Kontrolle geleistet, als die Moser Group in ihrer Existenz. Und da, deshalb betone ich das so, weil ich glaube, dass wenn man, und warum sage ich, lass Lokalzeitungen sterben, damit Lokaljournalismus leben kann? Weil mein Eindruck ist auch, viele Leute haben immer noch ihr Legacy-Abo der oberösterreichischen Nachrichten, zahlen dafür 40 Euro im Monat und bekommen diese Zeitung, das Papier vor die Tür geschmissen, aber viel Journalismus ist da nicht drin. Und das sind aber 100.000 Leute, die dafür 40 Euro zahlen. Wenn von den 100.000 Leuten 10.000 Leute 10 Euro im Monat an eine gemeinnützige Redaktion zahlen würden, die nur zwei Blog-Einträge in der Woche macht, aber die investigativ und die zu Themen, die relevant sind und die auch vielleicht mal die mächtigen Unternehmen in einer Region in den Blick nehmen. Markus Wilhelm Laik oder ich sage, es gibt auch oberstehliche Beispiele, wie zum Beispiel der Thomas Diesenreiter, der ist sehr gut bekannt, der hat den KTM-Skandal aufgedeckt und nicht die oberösterreichischen Nachrichten. Warum bitte? Da muss man sagen, da wäre das eine Chance für regional lokale Medien, wenn man hier diese wirklich stärker gemeinnützigen Journalismus nach vorne kehrt. Da braucht man gar nicht 100.000 Abonnentinnen, um das zu finanzieren, wenn ich da nicht eine ganze Druckerei damit finanzieren muss. Ich setze gleich fort. Aber das ist mir ein Anliegen, gerade auch in so einem lokalen Setting. Wenn man sich das jetzt nochmal vor Augen hält, dass wir es mit diesen unterschiedlichen, sehr komplementären, nicht kommerziellen Medien zu tun haben, die quasi vor gemeinsamen digitalen Herausforderungen stehen, dann fehlt eigentlich noch was in diesem Bild. Da fehlt eigentlich nämlich noch, dass es nicht nur nicht kommerzielle Medien gibt, sondern inzwischen auch nicht kommerzielle Plattformen. Und das Interessante ist, und das wird, glaube ich, sobald sichtbar, so weil ich hier die jetzt nebeneinander stelle, dass diese nicht kommerziellen Medien und die nicht kommerziellen Plattformen eigentlich nicht viel miteinander zu tun haben. Und das ist ja eigentlich auf den ersten Blick unverständlich. Also was sind diese nicht kommerziellen Plattformen? Das ist zum Beispiel, mein Lieblingsbeispiel, die Wikipedia. Und jetzt sagen alle, Wikipedia, ja, die Wikipedia ist nicht nur die reichweitenstärkste nicht kommerzielle Webseite der Welt, eigentlich auch die einzige unter den 50 meistbesuchten der Welt, die nicht kommerziell ist. Aber sie ist sogar noch viel wichtiger, als wir auf den ersten Blick glauben. Sie ist unter den Top 10 der meistbesuchten Webseite der Welt, eigentlich auch die einzige unter den 50 meistbesuchten der Welt, die nicht kommerziell ist. Aber sie ist sogar noch viel wichtiger, als wir auf den ersten Blick glauben. Sie ist unter den Top 10 der meistbesuchten Webseiten. Aber was ist die Top, die überhaupt meistbesuchte Webseite der Welt? Google. Mit Abstand. Aber was wird auf der ersten Seite von fast allen Google-Suchergebnissen angezeigt? Noch bevor ich auf eine Seite klicke, steht rechts oben in dieser Knowledge-Box die Antwort auf meine Frage in neun von zehn Fällen. Und wo ist die Antwort her? Aus der Wikipedia. Auch die Suchmaschinen-Rankings von Google sind Wikipedia-basiert. Also die Bedeutung der Wikipedia für die Strukturierung des Weltwissens im digitalen Zeitalter ist nicht zu überschätzen. Es gibt keine größere Bedeutung. Ich würde sagen, sie ist wichtiger als Google selbst. Weil jeder Wettbewerber von Google wird auch wieder auf Wikipedia aufsetzen. Und wenn JetGBT the next big thing ist, na, was sind die Trainingsdaten? Wikidata und so weiter. Also wenn man sich das vor Augen führt, wie wichtig die Wikipedia eigentlich ist, und die ist nicht kommerziell, dort gibt es keine Werbung. Also das muss man sich schon vor Augen halten. Es gibt aber auch, das ist wieder im Kleinen, es gibt lokale Plattformen. Hier in Linz brauche ich das Cultural Broadcasting Archive nicht vorstellen. Das ist hier bekannt. Und es gibt inzwischen zunehmend das sogenannte Fediverse, das Federated Universe, ich komme darauf nochmal zurück, ein Zusammenschluss von untereinander kompatibler, diverser sozialer Netzwerkapplikationen, die Alternativen anbieten zu Twitter, zu YouTube und eben dezentral aufgestellt sind, nicht kommerziell funktionieren auf Basis offener Software, offener Standards, offener Protokolle. Aber das Interessante ist jetzt eben, dass die oben, diese nicht kommerziellen Medien über dem Strich, also weder die kleinen Regionalen noch die großen Öffentlich-Rechtlichen und nicht mal die kleinen quasi niederschwelligen Leute, die nur als Einzelpersonen quasi agieren, die sind kaum präsent auf diesen nicht kommerziellen Plattformen. Also wir kommen gleich nochmal dann zurück, dass das sich langsam beginnt zu ändern im Bereich der Öffentlich-Rechtlichen. Aber mein erster Gedankenanstoß zu diesem Thema nicht kommerziell ist, lasst uns doch stärker nicht kommerzielle Medien und nicht kommerzielle Plattformen zusammendenken, zusammenbringen und hier quasi Synergien, die ich wirklich sehe und die bisher nicht genutzt werden, heben. Zweiter Punkt. Also erster nicht kommerziell, zweiter dezentral. Und das lässt mich gleich an diesem Punkt des Federated Universe, dieses Fediverse, das bei mir, das gebe ich zu, aber so alt bin ich inzwischen auch, Early Internet Vibes erzeugt. Das erinnert mich ein bisschen an die Zeit der frühen 90er, wie man ins Internet losging und da war auch alles noch nicht kommerziell und dezentral und sah nicht so schick aus, aber es hatte emanzipatorischeres Potenzial, als dann teilweise passiert ist. Und wenn man sich anschaut, nochmal diese Plattformen, diese Gegenüberstellung herzuholen, dann ist es natürlich schon so, dass ganz viel auch an Kritik oder ganz viel, wo man sagt, naja, auch ein Sascha Lobo, der sagt, das wäre doch verrückt, wenn jetzt Deutschland selber eine Twitter-Alternative aufbaut. Wie sollte das funktionieren? Da haben wir einerseits diese großen, internationalen, globalen Plattformen und dann haben wir andererseits unsere regionalen Medien, ja, die ARD-Medien, zwölf Anstalten und dann haben wir noch ZDF, ORF, SRG, das Ganze ist, und das ist jetzt nur der deutschsprachige Raum. Und dann gibt es noch Frankreich und Belgien und überall gibt es regionale Öffentlich-Rechtliche. Und dann gibt es noch die nicht kommerziellen freien Medien, die gibt es noch in jeder Region. Also ist die Frage, die sind global die einen, die anderen werden die nicht irgendwann trotzdem sterben. Sind die nicht dann irgendwann in die Nische gebannt. Aber angesichts dieser dezentralen sozialen Netzwerke ist die Frage, ob wir es nicht hier eigentlich auch mit einem zentralistischen Ansatz auf der einen Seite und einem dezentralen auf der anderen zu tun haben. Und worum sich die Frage stellt, ob nicht dieser, im Kontext von dezentralen sozialen Netzwerken, diese regionale Einbindung, diese lokale Kompetenz, diese lokale Verankerung von einem Bug zum Feature wird. Weil auf einmal habe ich beides. Ich habe einerseits diese lokale Anbindung, aber gleichzeitig kann ich Teil von einem föderierten, internationalen globalen Netzwerk zu sein, das aber nicht unter einer zentralistischen Kontrolle steht. Und in die Richtung tut sich was. Also zum Beispiel hat das ZDF erst dieses Jahr beschlossen, gemeinsam mit anderen Öffentlich-Rechtlichen in Europa, mit der SRG aus der Schweiz, mit der Belgien-RBBF, mit der CBC aus Kanada, das Public Spaces Incubator-Projekt zu starten. Und zwar noch dazu in den USA mit dem New Public Incubator von Eli Perry. Das ist manchen ein Begriff, weil der den Begriff der Filterbubble geprägt hat. Aber was ich viel spannender finde, der hat die Mobilisierungsseite MoveOn.org mitgegründet und hochgezogen, eine der größten E-Mail-Kommunikationsplattformen im politischen Bereich in den USA. Und die, und das ist, warum ist das so neu? Erstens, es wird endlich mal von den öffentlich-rechtlichen Überländergrenzen hinweg kooperiert. Diese Kooperation ist aber überhaupt nur denkbar, sinnvoll und nachhaltig, wenn das Ganze auf Basis von offener Software, offenen Standards und offenen Protokollen basiert. Weil nur dann ist es nicht zu aufwendig, da immer alles abzustimmen. Nur dann begibt man sich nicht in wechselseitige Abhängigkeiten. Nur dann kann man quasi langfristig, nachhaltig da reingehen. Und das Zweite ist, man macht das mit New Public. Man geht nicht zu, bei den Öffentlich-Rechtlichen wäre ja Geld da. Und meine größte Angst wäre gewesen, die nehmen das Geld, werfen es McKinsey in den Rachen oder Accenture oder was auch immer und es ist alles weg und man bekommt proprietäre Software und es ist ein Millionengrab. Aber man geht hier zu einer NGO. Also man sucht sich nicht kommerzielle Partnerinnen und Partner. Und das macht mir Mut. Das ist jetzt wieder ganz groß. Das gibt es aber auch im ganz Kleinen. Ich weiß nicht, wer hier Luca Hammer kennt, ein Social-Media-Forscher, der hat einen privaten Blog. Und ich finde das als Beispiel so schön, weil das zeigt, wo das kleine niederschwellige Potenzial von Fediverse ist. Das ist ein Screenshot von seinem privaten Blog. Und man muss ja sagen, die Blogosphäre oder zumindest die Diskussion in der Blogosphäre, also in den wechselseitig verlinkten Blogs, wurde eigentlich durch Social Media gekillt. Warum? Weil die Leute über Blog-Einträge lieber mit Leuten, die sie kennen, in Social Media diskutiert haben, als unter den Blog-Einträgen selbst. Was ist aber das Problem? Wenn ich dann das suche später einmal, ist das verschwunden. Das ist nicht auffindbar mehr. Der Vorteil der Diskussion unter Blog-Einträgen war, dass die Diskussion quasi bei dem Thema war, um das sie sich gedreht hat. Was erlaubt das Fediverse? Was zeigt Luca Hammer hier ganz niederschwellig auf seinem WordPress.com Open Source Blog, dass es möglich ist quasi den WordPress-Blog und die Kommentarfunktion ins Fediverse zu hängen. Die Leute können also auf Mastodon über den Beitrag diskutieren, aber alle Kommentare tauchen automatisch auch unter dem Blog auf. Das heißt, ich habe die Diskussion weiterhin dauerhaft zugänglich gesichert, aber ich bin trotzdem, ist es möglich, in einem sozialen Netzwerkumfeld auch mit Leuten zu diskutieren, die den Blog nie gelesen hätten, aber die eben in meinem sozialen Netzwerk sind. Jetzt kommt natürlich die Frage, aber ist das nicht Fragmentierung? Und ich muss sagen, bei Moment haben wir zum Beispiel, auch nur eine kurze Anekdote, auch eine eigene Fediverse-Instanz gestartet, unter social.moment hat die auch eine eigene Mastodon-Instanz, weil viele Leute irgendwie vor der Frage standen, okay, wo steige ich ein in dieses Mastodon? Ich muss mir einen Server suchen. Ich frage mich immer, so schwer ist es auch nicht. Die Leute haben alle eine Gmail-Adresse, die Leute haben alle eine Gmix-Adresse, da mussten sie auch zu Gmix oder Gmail gehen und sich dort registrieren. Nichts anderes ist es bei Mastodon, aber gut. Aber warum ich das erzähle ist, weil wir natürlich dann sofort vor der Frage standen, mit wem föderieren wir? Und natürlich gibt es auch im Fediverse rechtsradikale Leute, mit denen man eigentlich nichts zu tun haben will. Und das war ja das große Problem der zentralistischen sozialen Netzwerke, dass die radikalsten, zersetzendsten Elemente unserer Gesellschaft das als Rekrutierungsfeld benutzen, bis heute. Und da muss man sagen, da bin ich auf dem Standpunkt, mehr Fragmentierung wagen. Und das Erste, was wir gemacht haben, bevor wir public gegangen sind, wir haben die Blockliste von Chaos Computer Club, also eigentlich von Chaos.social importiert. Und das Lustige, das ist besonders in Linz lustig, oder lustig, wie auch immer, wer steht ganz oben auf dieser Blockliste? Auf 1.eu. Natürlich, die Rechten, die so recht sind, dass sie sogar schon von YouTube geflogen sind, und da muss man wirklich recht sein, die sind auch im Fediverse. Aber deshalb muss man keine Angst vor denen haben, weil die stehen da drauf, die kommen nicht vor. Niemand will mit denen föderieren. Das heißt, das ist ein bisschen wieder so wie früher. Es gab immer, gerade in Österreich, Kellernazis. Aber die taten sich sehr schwer, Leute in ihre Keller zu kriegen. Weil wer will bitte in einem Nazikeller sein? Aber das Gute am Fediverse ist, es macht möglich, diese Kellernaziseiten wieder in diese Keller zurückzudrängen, weil die Mehrheit der Menschen will mit denen nichts zu tun haben. Letzter Punkt, offen. Mit offen, ich habe bisher viel gesprochen über offene Standards, offene Software, offene Protokolle, die ja genau das Fediverse ausmachen, diese dezentralen sozialen Netzwerke. Aber ein Punkt, der mir persönlich besonders am Herzen liegt, und der betrifft die Inhalte, ich habe jetzt vor allem über die Technik, über die Verbreitungswege gesprochen, aber was ist eigentlich mit den Inhalten? Und ich glaube, wirklich demokratisch-digitale Netzwerke, nicht-kommerzielle Netzwerke, entstehen nur dann, und Medien, Ökosysteme, wenn nicht nur die Infrastruktur offen ist, sondern wenn auch die Inhalte offen sind, wenn auch die Inhalte offen zirkulieren können. Deshalb würde ich sagen, Nicht-Kommerzialität liebt offene Lizenzen. Auch deshalb, weil Nicht-Kommerzialität eben nicht auf eine proprietäre Urheberrechtsverwertung angewiesen ist, wie das die kommerziellen Medien sind oder glauben zu sein, sagen wir mal so. Und das führt uns dann wieder zurück zu der größten Plattform, die ich vorher erwähnt habe, zu Wikipedia, wo wir heute größtenteils Textinhalte, kaum audiovisuelle Inhalte finden und wo ich finde, nicht-kommerzielle Medien im öffentlich-rechtlichen, aber auch im regionalen Bereich wären eigentlich ideale Partnerinnen, weil sie viel mit audiovisuellen Inhalten arbeiten. Und ich finde, es würde total gut zusammenpassen, dass man stärker Inhalte von öffentlich-rechtlichen, aber auch von regionalen, nicht kommerziellen Medien auf eine Art und Weise lizenziert, dass sie in der Wikipedia landen können. Ich habe ja auch ein konkretes Beispiel gebracht, um zu zeigen, dass das eben eine Realutopie ist. Dass das nicht etwas ist, was wir uns nur ausdenken, sondern das passiert bereits. Zum Beispiel eben Terra X bei ZDF. Es war keine leichte Geburt, aber inzwischen hat es eine Eigendynamik bekommen. Man hat eigentlich vor drei Jahren begonnen mal mit fünf Videos, fünf Videos zur Erderhitzung. Die wurden unter einer Wikipedia-kompatiblen Lizenz veröffentlicht, fanden dann den Eingang in prominente Wikipedia-Artikel zu Klima, zu Klimamodellen, zur Erderhitzung selber und so weiter und haben dort ihr Publikum gefunden. Wenn man sich das anschaut, das ist, wie viele Views diese Videos haben. Inzwischen, das ist auch eine alte Grafik schon, mit Ende 2021, wir sind jetzt Anfang 2023, ist es so, dass inzwischen diese Videos, die ZDF und TRX da reinstellen, inzwischen sind es drei Videos pro Monat. Also man hat nach der Testphase entschieden, das funktioniert. Wir erreichen damit Leute in einem Umfeld, das super ist, das viel besser ist wie YouTube. Ich bin da nicht ein Schwurbler-Video entfernt, sondern ich bin da quasi in einem Umfeld, wo ich eigentlich sein will als qualitätsorientierter öffentlich-rechtlicher Anbieter. Inzwischen ist es so, dass die Videos, es sind glaube ich so 200, 300 inzwischen, drei Millionen Views pro Monat erzeugen. Aber kontinuierlich, weil das ja eben gerade nicht nur dem News-Cycle folgt, sondern das sind natürlich Erklär-In-Videos, Informations- und Bildungsinhalte. Am Rande sei noch erwähnt, ich weiß, dass das auch hier in dieser Runde vielleicht nicht völlig unumstritten ist, weil es stimmt, wenn ich eine Wikipedia-kompatible Lizenz wähle, dann können auch Private das nutzen. Das stimmt. Und das war auch was zum Beispiel die Tagesschau bei ARD dazu gebracht hat, stattdessen eine restriktivere Lizenz zu wählen, damit man verhindert, dass zum Beispiel Bild TV das Material nutzt. Im Ergebnis war es so, Bild TV hat das Material trotzdem genutzt, weil es ihnen egal war, aber sonst keiner. Und das Problem ist, weil man es nicht gefunden hat. Die Leute suchen nicht gezielt danach, sondern sie finden es in der Wikipedia, weil sie sich für ein Thema interessieren. Die suchen nicht gezielt frei lizenzierte öffentlich-rechtliche Inhalte. Macht kein Mensch. Natürlich nicht. Und das Schöne ist aber, und die Geschichte hat ein Happy End, nachdem Tagesschau gesehen hat, dass es bei Tarek so gut funktioniert, haben sie dieses Jahr in Jänner begonnen, auch Tagesschau-Videos unter Wikipedia kompletter Lizenz zu veröffentlichen und inzwischen gibt es auch über 50 Videos und das Letzte, was ich berichten kann, sogar der Bayerische Rundfunk. Also wir reden wirklich in Sicht von einer Speerspitze des Progressivismus, die waren früher verantwortlich für Telekolleg, das war Schulfernsehen. Und das wird jetzt neu gerelauncht als Kolleg24 online und wird unter Wikipedia komplett über Lizenzen veröffentlicht. Im Herbst werden da über 100 Videos im Bereich Mathematik, 100 Videos im Bereich Deutsch veröffentlicht und landen in Wikipedia. über 100 Videos im Bereich Mathematik, 100 Videos im Bereich Deutsch veröffentlicht und landen in der Wikipedia. Ich komme zum Ende. Ich habe überzogen. Ich danke für die Geduld. Zum Fazit. Also ich habe jetzt noch einmal den Untertitel meines Vortrags da auf die Folie gepappt. Zur Realutopie demokratisch-digitaler Medienökosysteme. Was heißt das? Das heißt, dass man nicht Kommerzialität feiert, fördert, unterstützt, indem man diese komplementäre Logik als wesentlich, als entscheidenden Bestandteil für eine lebendige, vielfältige, demokratische Öffentlichkeit anerkennt und auch die Vielfalt nicht-kommerzieller Modelle als solche sieht und fördert. Das Zweite, es bedeutet, dass man verteilte Kontrolle hat mit lokalen Timelines, die lokalen Mehrwert bieten. Das Ganze aber im Kontext eines föderierten, internationalen, globalen Ökosystems. Und das Ganze auf Basis von offener Software, offener Standards, offener Protokolle und freien Lizenzen für die Inhalten. Und am Ende kommen wir damit, und das ist jetzt die Realutopie, kommen wir von einem individuellen Aufmerksam-Wettbewerb. Ich habe ganz am Anfang gesagt, das ist das, was diese Plattformen auszeichnet. Jeder kann es schaffen. Aber eigentlich schaffen es nur ganz wenige. In Wirklichkeit geht es um ein Potenzial solidarischer Aufmerksamkeit. Gemeinsam sind wir stark und so kann quasi ein offenes und gemeinnütziges Medienökosystem entstehen, in dem es alle schaffen können und nicht nur the lucky few. Und das würde aber bedeuten, dass wir das, wo hier diese Trennlinie noch ist, zwischen den nicht kommerziellen Medien und den nicht kommerziellen Plattformen, ich zitiere jetzt einen sehr neoliberalen Let's tear down this wall und lasst uns hier quasi zu einem wirklichen nicht kommerziellen Ökosystem aus Medien und Plattformen kommen. Danke für die Aufmerksamkeit. Ja, vielen Dank, Leonhard Dobusch. Das war jetzt sehr viel Information. Ich bin gerade noch sehr am Sortieren und Ordnen in meinem Gehirn, vermutlich manche andere auch. Dennoch, ich versuche es mal mit einem ersten Einstieg. Wir haben ja dann noch wirklich auch Zeit für Diskussion. Ich greife jetzt mal diesen Begriff heraus, den du gewählt hast, Medienökosystem, weil das erinnert mich auch schon an eine Bewegung, sehr stark nicht kommerziell geprägt aus den frühen 2000er Jahren, auch aus der Netzkultur hier in Österreich, die immer davon gesprochen hat, wir stehen vor einer Menge von Problemen in unseren Informationssphären und wir brauchen eigentlich sowas wie eine digitale Ökologiebewegung. Das schafft eigentlich schon wieder eine spannende Verbindung zum Thema auch unserer Konferenz, weil wir haben ja den Begriff der Infodemie gewählt, weil wir durchaus warnend, jetzt nicht verängstigt, aber warnend auch diese Verseuchung von Kommunikations- und Informationskanälen ins Bewusstsein rufen wollen durch Desinformation, durch Manipulation, durch diese eigentlich völlig unkontrollierte Macht der Algorithmen, das kann man natürlich auch kleinreden, aber dennoch, wir müssen uns das in Erinnerung rufen, wir auch demokratische Systeme mittlerweile aushebeln. Das ist ja etwas, was ja auch gerade diese südliche Hemisphäre da heute auch stark reingeholt haben. Wir haben ja alleine auf afrikanischem Territorium ja schon ganze demokratische Systeme völlig destabilisiert haben. Das ist ja schon Realität. Jetzt stellt sich mir die Frage, weil das ja immer so durchklingt, nicht kommerzieller Sektor, wir wollen Zukunft, aber wir bleiben immer klein. Und das ist ja so etwas, man kann ja durchaus liebäugeln und hat viel Sympathie für dieses alttestamentarische Bild des kleinen Davids, der den Riesen Goliath besiegt. Das ist ja etwas, was uns sehr beseelt in vielen anderen Bereichen auch. Noch einmal die Ökologiebewegung. Und jetzt frage ich mich und die Frage gebe ich jetzt an dich, sollen wir eigentlich, du hast ja eigentlich in deinem Vortrag durchgeklungen, so ein Appell in Richtung Koexistenz. Schauen wir, dass wir was Sinnvolles daraus machen, aber sollen wir nicht eigentlich viel stärker die Konfrontation suchen? Sollen wir nicht, wir die kleinen Nicht-Kommerziellen, die nicht nur eine Steinschleuder in die Hand nehmen, sondern viele Steinschleudern, um auf den Riesen Goliath, diese Big Tech-Macht, dieses Reich des Bösen zu attackieren? Also ich glaube, ich war durchaus in manchen Sequenzen meines Vortrags schon für Konfrontation. Ich finde zum Beispiel sehr wohl, dass lokale, nicht kommerzielle Medien viel stärker, das wäre mein Appell, auch lokalen Journalismus herausfordern sollen. Ich glaube, dass man hier stärker auch denen vielleicht versucht, das Wasser abzugraben, weil man auch lokal verankert ist, ja lokal auch Kompetenzen hat. Und wenn man da einmal einsteigt, also im kritisch-investigativen Journalismus, nach der zweiten Geschichte kommen die Sachen zu dir. Der Markus Wilhelm, der wird überflutet. Dem tragen die Leute die Geschichten nach. Also ich sage nur, jedes Land in Österreich hat einen Markus Willen verdient. Oder zwei. Also das ist immer das eine. Aber du hast natürlich auf die großen Plattformen angesprochen vor allem. Und da finde ich, glaube ich eben, dass das Ökosystem genau die Antwort darauf sein kann. Also es ist unrealistisch, dass diese Kleinen so groß werden. Und der eine David, der ist dem Goliath völlig egal. Ich glaube auch nicht, dass man sie, und da muss ich auch sagen, wenn das Ziel ist, sie zu zerschlagen oder zu zerstören, kann man schon haben. Ich glaube nicht, dass das passieren wird. Vielleicht bin ich dazu sehr realo. Was ich mir wünschen würde, wäre, dass wir zumindest eben wieder Ausweichrouten haben. Echte Reichweitenstärke, Alternativen. Das Problem ist ja derzeit die Alternativlosigkeit der großen kommerziellen Plattformen, wenn ich Reichweite haben will. Dort findet die Diskussion statt, dort ist die Öffentlichkeit. Die demokratische Öffentlichkeit, je jünger die Leute sind, ist dort. Und ich glaube, sie darf nicht nur dort sein ich will ich will alternativen haben ich will andere algorithmen auch haben nicht nur die rein auf profit verweildauer emotionalisierung und so weiter optimierten und ich glaube das geht aber nur dann wenn man eben es nicht die kommerziellen kopiert und halt die sind genauso zentralistisch aber anders genauso geschlossen aber anders das glaube aber anders, das wird genau nicht das bringen, was wir uns wünschen oder was hilft. Das duale System in der Vor-Internet-Zeit hat meiner Meinung nach seine Rechtfertigung ja eben auch aus der unterschiedlichen Logik bekommen. Es gibt eine private Logik und es gibt eine Logik, die einem demokratischen Auftrag folgt. Und die müssen unterschiedlich sein. Das kann manchmal sogar zu ähnlichen Ergebnissen führen. Aber die Logik muss unterschiedlich sein. Und ich glaube, das gilt auch für diese alternativen Plattformen. Die müssen einer dezentralen Logik folgen, einer nicht kommerziellen Logik. Ja, aber ich hole jetzt mal ganz kurz ein Statement rein der gestrigen Debatte, wo ja auch viele Vertreterinnen und Vertreter des nicht kommerziellen Rundfunks hier diskutiert haben, gemeinsam um über Strategien nachzudenken. Und Helmut Beißl, der Geschäftsführer dieser Ausbildungseinrichtung Comet für den nicht kommerziellen Sektor, hat meines Erachtens zu Recht darauf hingewiesen, wir bei DorfTV diskutieren das auch immer wieder, da gibt es gemeinnützige Bildungseinrichtungen, die machen spannende Veranstaltungen, produzieren Wissen, zeichnen das auf, filmen das und was tun sie? Sie laden das auf YouTube hoch, ja sozusagen dieser Datenkrake und denken nicht mal daran, das vielleicht bei DorfTV zu tun oder bei anderen, weil wir ja auch diese Mediathek-Funktion genauso überfüllen. Wir sind ja genau dafür da, sozusagen auch eine nicht kommerzielle Wissensdatenbank der Öffentlichkeit freizügig zur Verfügung zu stellen. Und worauf ich eigentlich hinaus will, ich will jetzt nicht jammern, aber wenn man das auch noch schärft, dass man sagt, okay, man will sich da auch deutlicher abgrenzen, dass man auch die eigene Attraktivität dafür erhöht und eigentlich sozusagen auch damit Reichweiten erhöhen kann. Also ich glaube, so realistisch müssen wir sein. Im Internet haben wir Netzeffekte. Die gibt es. Die kann man nicht wegdiskutieren. Und die Frage ist, schaffen wir auch, ich habe es mal in einem Aufsatz genannt, öffentlich-rechtliche oder man könnte auch gemeinnützige oder nicht kommerzielle Netzeffekte. Dafür braucht es aber auch ein Ökosystem, das an Größe und Relevanz so groß ist. Das heißt, es muss nicht genauso groß sein wie YouTube. Aber groß genug für Netzeffekte. Ich habe deshalb auch das Beispiel von meinem Mastodon-Tut gezeigt, weil zum Beispiel, ich spreche jetzt nur, ich bin natürlich jetzt nicht repräsentativ, weil ich bin ein Nerd, aber für mich hat Mastodon inzwischen bereits die kritische Masse erreicht, dass es für mich funktional ist. Ich bekomme dort mehr angenehmere, nettere Rückmeldungen, als ich auf Twitter bekomme, wo die Trolle völlig unleashed sind. Das ist jetzt nicht für alle Bereiche so und so weiter, obwohl quasi auf Mastodon viel weniger Leute sind als auf Twitter. Aber man muss gar nicht genau gleich groß sein dafür, dass es funktional ist. Insofern, das ist, glaube ich, das ist mal das eine. Das andere ist schwieriger. Nämlich, wenn du sagst, warum laden die das auf YouTube hoch? Ich habe vorher gesagt, was ist die meistbesuchte Webseite der Welt? Was ist die meistbesuchte Seite? Es ist Google. Was ist die zweitmeiste Suchmaschine der Welt? Die zweitgrößte Suchmaschine der Welt ist YouTube. Die drittgrößte ist TikTok. Das sind die drei größten Suchmaschinen. Und das heißt, wenn ich gefunden werden will, dann muss ich dorthin gehen, wo die Leute nach mir suchen. Weil ich werde quasi, bei YouTube werden sie nicht DorfTV finden, wenn DorfTV nicht auch bei YouTube ist. Die Diskussion haben wir dann öffentlich-rechtlich ja auch. Da gibt es auch, würde ich sagen, wieso stärken wir mit öffentlich-rechtlich finanzierten Inhalten die privaten Plattformen? Und das ist, I take that point, das ist eine relevante Frage. Aber meine Antwort ist darauf, also erstmal, solange wir kein alternatives Angebot haben, müssen wir dorthin. Ich meine, derzeit ist es so, die Sachen sind in der Mediathek und die Leute können dort nicht mal liken. Wenn ich über die Böhmermann-Sendung diskutieren will, dann muss ich die Sendung auf YouTube suchen. Dort kann ich dann kommentieren. Und die Kommentare unter Böhmermann-Sendungen sind teilweise sehr unterhaltsam. Kann ich euch empfehlen. Das ist was für Kommentarkonnoisseure. Aber was ich eigentlich sagen will ist, das heißt, solange keine Alternative da ist, sowieso braucht man gar nicht drüber reden. Aber selbst wenn nicht, muss man einfach trotzdem, finde ich das so realistisch einschätzen, YouTube kann supergut ohne öffentlich-rechtliche Inhalte auskommen. Das ist denen nicht entscheidend. Aber ob öffentlich-rechtliche Medien, die von allen finanziert werden, es sich leisten können, auf Orte zu verzichten, ihre Inhalte bereitzustellen, wo ein großer Teil der Beitragszahlenden ist, um sie zu konsumieren, da bin ich vorsichtig. Und ich bin ein großer Fan von Zipp auf TikTok. Ich finde, die machen einen tollen Job. Muss ich immer sagen. Und ich finde es super, dass eben nicht nur Jordan Peterson auf TikTok ist, sondern auch die Zipp. Ich würde mir ehrlich gesagt, ich weiß nicht, ob wir uns da einig werden, aber ich würde DorfTV auch, ich hätte gerne ein paar DorfTV-Auskopplungen auf TikTok. Ich glaube, wir sind sogar auf TikTok. Vielleicht kann man das bestätigen. Bitte nur mit Mikrofon sprechen. Nur mit Mikro. Ja, die Marie kommt schon. Danke. Ich habe eine ganz pragmatische Frage, und zwar, wie bringt man den Keim dieser Idee oder den Samen des nicht kommerziellen und Vernetzten, wie beschrieben, in den öffentlichen Rundfunk, konkret am Beispiel Österreich? Ja, am Beispiel Österreich, ich muss sagen, indem man es immer wieder und an jedem Ort, wo es geht, immer wieder von unterschiedlicher Art und Weise, glaube ich, probiert. Und ich sage mal, Ausdauer wird unterschätzt. Also das muss man schon sagen. Also ich glaube, in Österreich ist schon das Problem, dass wirklich die gesetzlichen Anwendungen sehr schrecklich sind. Aber zum Beispiel, wenn es darum geht, freie Lizenzen für öffentlich-rechtliche Inhalte, da brauche ich keine Gesetzesänderung. Da könnte der ORF in den Bereichen und ich bin nicht naiv, was Urheberrechte betrifft, also wirklich nicht, aber in den Bereichen, wo eben kein Fremdcontent, keine AKM-Musik, kein Agenturmaterial verwendet wird, könnte der ORF heute schon im Bildungs- und Informationsbereich Inhalte unter Wikipedia-kompatiblen Lizenzen zur Verfügung stellen. Ich habe das hier schon mal in Linz im Rahmen der Mediana erzählt, weil mir das Beispiel so geärgert hat, dass der ORF gemeinsam im Rahmen der APA jedes Jahr 30.000 Stunden Videomaterial den privaten Wettbewerbern zu quasi kostenfreien Nutzung zur Verfügung stellt, aber freie Medien dürfen die nicht nutzen, weil sie nicht Mitglied der APA sind. Die Öffentlichkeit, die das bezahlt hat, darf es nicht nutzen. Wir sind in einer Situation, wo die Inhalte den Privaten zur Verfügung gestellt werden, den kommerziellen sollen sie kriegen, aber die anderen dann bitte auch. Das sind ja genauso wie mit der Kommentierung von Inhalten nur auf YouTube. Ich finde, da ist die ORF in einer Position, das ist nicht dauerhaft haltbar. Und ich glaube, da muss man Druck ausüben. Das bedeutet, man muss Forderungen stellen. Die Wikimedia Österreich hat letztes Jahr eine Kampagne gefahren, ORF wie Wiki, wo sie auch das schon mal gefordert hat, ist versandet. Aber ich sage mal so, in Deutschland würde ich sagen, und das ist auch gut für Österreich, weil wenn in Deutschland was funktioniert, Österreich macht es dann nach. Fünf Jahre später, zehn Jahre später, aber irgendwann schon. Und da war es auch so, die freien Lizenzen waren im öffentlich-rechtlichen Kontext eigentlich fast tot 2016. Und man hat das wirklich wieder von Neuem anfangen müssen. Warum? Weil die ersten Experimente mit freien Lizenzen im öffentlich-rechtlichen Umfang in Deutschland, die gab es bereits 2007, 2008. Aber man hat auf sehr, sehr restriktive Lizenzen im öffentlichen Umfang in Deutschland, die gab es bereits 2007, 2008. Aber man hat auf sehr, sehr restriktive Lizenzen gesetzt. Die Sachen waren dann nicht kompatibel mit Wikipedia. Und damit hat es keine Reichweitegewinne gegeben. Es war also all pain and no gain. Und dann hat man gesagt, das ist nur für Nerds, das interessiert niemanden. Seitdem es quasi freier ist. Also da muss man sagen, manchmal ist es sinnvoll, all the way zu gehen. Und nicht auf halber Strecke stehen zu bleiben. Und was das Fediverse betrifft, da muss man sagen, manchmal ist es sinnvoll, all the way to gehen und nicht auf halber Strecke stehen zu bleiben. Und was das Fediverse betrifft, da muss man auch sagen, es ist verrückt, dass derzeit die Öffentlich-Rechtlichen in Deutschland, Österreich, der Schweiz, Frankreich parallel dieselben, sündteuren Mediathek-Software entwickeln, die genau das Gleiche kann, unfassbar viel Geld reinfließt, statt das einmal auf Open-Source-Base zu machen, dann können es von mir aus auch die Privaten mitnutzen. Sollen sie. Es ist immer noch günstiger als jetzt. Und gleichzeitig das dann anbinden eben an Fediverse, wenn es Luca Hammer auf seinem Blog hinkriegt, dann werden es doch wohl die Millionen der Öffentlich-Rechtlichen hinkriegen. Auch eine Fediverse-Integration der Kommentarfunktion in den Mediatheken. Klammer. Natürlich bedeutet das dann Moderationsaufwand. Aber wenn der demokratische Auftrag eines öffentlich-rechtlichen Umflugs ist, zu demokratischen Meinungsbildung beizutragen, na dann wird wohl ein bisschen Geld für Moderation übrig sein. Also denke ich mir. Ich habe noch, entschuldige, eine Nachfrage. Nämlich ganz konkret und super pragmatisch. Wie ist die Idee oder diese Entscheidung bei den deutschen Öffentlich-Rechtlichen zustande gekommen, dass man darauf setzt? Also meine Frage ist, wo kommt die Idee hinein in den ORF? Oder wird das im ORF diskutiert? Ich habe keine Ahnung. Also ich bin jetzt hier im Fernsehen, ich kann nur sagen, ich bin Ende April zum Beispiel wieder zu Besuch auf einem Vortrag bei ORF3 und werde dort einen Vortrag halten, warum Freilizenzen für ORF3 das Wichtigste und Beste ist, was sie tun müssen. Ich habe keine Ahnung, ob das irgendwas bringt. Aber ich werde es wieder probieren und ich werde nicht aufgeben, wenn es nichts bringt. Und ich sage mal, am ZDF ist es wirklich so gelaufen. Ich bin in den Fernsehrat gekommen 2016 und habe dann da mal wieder intern nachgefragt. Dann wurde mir erst mal erklärt, warum das alles nicht geht. Mein Vorteil ist, ich war Urheberrechtsdebatten gestählt und habe quasi erst einmal erklärt, warum es doch geht, aber das hätte nicht geholfen. Also wegen mir hätten sie das nie geändert. Aber ich wusste, was am besten hilft, ist Druck von außen. Nachfrage von außen. Es gab Mitstreiter bei Wikimedia Deutschland. Es gab Wikipedianerinnen, die haben dann gesagt, wir hätten aber gerne. Dann haben Leute bei Wikimedia beg, es gab Wikipedianerinnen, die haben dann gesagt, wir hätten aber gerne, dann haben Leute bei Wikimedia begonnen, einen runden Tisch zu organisieren, da haben sie alle möglichen Leute von den Öffentlich-Rechtlichen einzuladen, der runde Tisch selbst, da ist nie was weitergegangen. Aber da habe ich zum ersten Mal verstanden, wie runde Tische funktionieren können. Ganz pragmatisch, nämlich, wie du sagst, nämlich im Vorfeld und in der Nachbereitung haben die einfach abgeklopft und wussten am Ende, nach dem dritten Jahr unter Tisch, wer ist ein Verbündeter, wer versteht's, wer hilft mit, wer schiebt an. Und dann braucht man mal eine Redaktion, eine Redaktion rausbrechen. Und ich kann berichten, letztes Jahr auf der Republika waren sechs oder sieben Leute von der TRX-Redaktion da. Die sind mit einem Leuchten in den Augen dagestanden. Die waren so stolz, dass die das machen. Die haben nur gutes Feedback bekommen, weil einfach die Leute auf einmal ihre ZDF-Videos da im Wikipedia finden, die sie sonst nie gesehen hätten. Und weil sie finden, endlich macht die öffentlich-rechtliche einmal das, was man sich wünschen würde, nämlich das frei lizenzieren, frei zugänglich zu machen. Und sie konnten da Geschichten erzählen, eine Erfolgsgeschichte. Und ich glaube, da muss man hinkommen. Es braucht einen Eisbrecher. Und im ORF fehlt der noch. Aber das heißt, jeder, der ORF-Redaktionen kennt und Redakteureinnen und Redakteure, dort nochmal die Idee pitchen. Es gibt, und ich weiß selber von, ich will jetzt nicht outen, aber ich weiß von einigen auch nicht Unprominenten im ORF, die die Idee eigentlich gut finden. Aber das von gut finden und dann wirklich machen, man muss schon auch was zusammenstimmen. Du hast es sehr schön klar gemacht. Also es gibt jede Menge Ideen, also auch die Idee, dass man den Bildungsauftrag von Öffentlich-Rechtlichen, den Bildungsauftrag von Public Service insgesamt auch wirklich in die digitale Welt reinbringt und Thema Creative Commons sowieso. Also die Ideen sind nicht das Problem. Und gerade auch die Antwort auf deine Frage, Daniela, hat es ja auch wieder gezeigt. Eigentlich braucht es vor allen Dingen eine öffentliche Wahrnehmung und eine öffentliche Diskussion für genau all diese Ideen. Wir haben eigentlich, glaube ich, zwei Probleme, an denen es hart ist. Das eine Problem ist der sehr, sehr klein entwickelte Medienjournalismus und das andere Problem, das damit zusammenhängt, die sehr, sehr unpopuläre Medienpolitik, die ja eigentlich einen riesen Stellenwert hätte, aber bei dem Medienjournalismus nicht genügend Aufmerksamkeit generiert für die Medienpolitiker, nicht so sehr beliebt ist. Frage an dich, inwiefern wäre das vielleicht auch deine Einschätzung nach eine ganz große Aufgabe für nicht kommerzielle Medien, gerade den Medienjournalismus, wieder ganz anders ins Bewusstsein der Communities reinzubringen, dass genau aus dem Bereich heraus Druck kommt, Anstöße kommen, Wadenbeißereien kommen und so weiter und da manche dieser absolut notwendigen Themen dann einfach eine größere Resonanz erhalten. Ja, ich werde jetzt gegen Ende dann die Chance nutzen, um hier auch doch noch ein bisschen versuchen, vielleicht in dem Raum zu provozieren, weil schön über die anderen zu schimpfen kann man eh immer und dass da im ÖF nichts weiter geht, dass die Medienpolitik in Österreich seit zehn Jahren kein ORF-Gesetz hinbekommen hat und auch das, was in der Pipeline nicht gut genug ist, geschenkt. Aber ich glaube, die Frage ist eine sehr gute. Wie kann man, und ich glaube, ein bisschen, aber es kann sein, dass ich Unrecht tue, aber viele nicht kommerzielle und freie Medien in Österreich, und ich bin wirklich ein großer Fan davon, auch in Innsbruck, Freirad zum Beispiel, witzigerweise die Öffentlichkeitsarbeit, eine meiner Lieblingsöffentlichkeitsarbeiterin der Uni Innsbruck ist auch die Vorsitzende von Freirad im Freien Radio in Innsbruck und so weiter. Aber ich habe das Gefühl, dass diese freie Medienszene, die eigentlich prädestiniert wäre, Medienkritik zu üben, unabhängigen Medienjournalismus zu üben, die prädestiniert dafür wäre, auch wirklich das einzufordern, auch politisch mächtig zu sein. Ich habe das Gefühl, manchmal ist man da doch zu sehr in seiner Bubble und irgendwie müsste man stärker da die Konfrontation suchen, auch mit den etablierten Medien dort auch wirklich stärker. Ja, und ganz ohne Reichweite wird es nicht gehen. Und ich weiß, man will nicht zu sehr auf Reichweite schielen, oder das ist ein Hauptkritikpunkt an klassischen Medien, dass sie nur auf Reichweite schielen. Aber natürlich, ganz ohne Reichweite ist auch schwierig, weil das ist trotzdem etwas, was Druck ausübt, was dann als Relevanz angesehen wird und was politisch einen Impact hat. Ich habe jetzt nicht die Antwort, wie man das am besten hinbekommt, aber ich glaube schon, stärker mit den etablierten Medien auch in einen Diskurs, in einen Austausch zu kommen und stärker auch hier, ja, auch vielleicht konfrontativ, aber trotzdem das zu machen. Ein Weg könnte zum Beispiel sein, die auch journalistisch herauszufordern. Und vielleicht ist medienjournalistisch eine erste Einflugschneise. Weil eben der Medienjournalismus so eine Schwachstelle ist und gleichzeitig die Nachfrage gar nicht so wenig. Also ich sage ein anderes Beispiel. Was sind eigentlich so im überregionalen Bereich in Österreich die zwei stärksten nicht kommerziellen Marken? Das ist Dossier und die machen ganz viel Medienjournalismus. Und das ist Kobuk, die auch quasi jetzt Geld sammeln. Das ist eigentlich aus dem Blog hervorgegangen. Die machen auch Medienournalismus. Das sind auch so extreme, bootgestrappte und dosiert inzwischen, glaube ich, wie viel, 2.000, 3.000 Fördererinnen, die quasi sie finanzieren. Coburg macht das jetzt auch, aber da geht noch viel mehr, glaube ich. Und ich glaube, das wäre auch teilweise im regionalen Bereich möglich. Aber ich habe das Gefühl, das ist nicht genug auf der Agenda. Vielleicht darf ich kurz erwähnen, dass Dossier aktuell den Journalismuspreis des Presseclubs Concordia gewonnen hat. Können wir alle auf alle Fälle applaudieren für wirklich, wirklich gute Arbeit. Neben andererseits im Übrigen, die auch mit dieser Kritik an Licht ins Dunkel im Vorfeld von Weihnachten auch für große Aufmerksamkeit gesorgt hat. Die Zeit ist bereits sehr weit fortgeschritten. Ich blicke mal ins Publikum. Da verhalten sich viele oder fast alle sehr, sehr ruhig. Einen gibt es noch, nämlich unseren Art Director Georg Ritter. Die politische Frage nach der Selbstpolitisierung des freien Sektors, das sehen wir von Linz aus auch sehr dünn beseelt. Der Sektor ist, und wir sind unter anderem diese Veranstaltung, genau das Bemühen, diesen Sektor zu politisieren, nämlich offensiv in die Mediendebatte einzusteigen. Das ist unser eigentlich politischer Wille. Perfektes Schlusswort, oder? Ja, also das klingt wie ein Schlusswort, ist es vielleicht auch. Ich darf mich sehr, sehr herzlich bedanken, dass du heute zur Verfügung gestanden bist. Du bist sehr viel gefragt, kommst viel herum. Umso toller, dass wir heute auch dich hier hatten im Rahmen unserer Konferenz, die jetzt eigentlich, was den inhaltlichen Teil betrifft, zu einem Abschluss gekommen ist. Ich glaube, die Tagung heute, wie auch dann gestern, die Debatte waren eigentlich ein sehr spannendes Sammelsurium von Ideen und Diskursbeiträgen, die vermutlich DorfTV nicht nur alleine auf Schiene setzen kann für weitere Zukunftsdiskussionen, sondern vielleicht auch den ganzen Sektor. Wir versuchen da ja auch ein Kristallisationspunkt zu sein, an dem viele andere sich beteiligen können oder sollten. Ja, vielen herzlichen Dank auf alle Fälle für die Aufmerksamkeit und das Dabeisein. Wir machen jetzt mal hier Schluss. Was noch nicht zu Ende ist, ist sozusagen auch das künstlerische Rahmenprogramm unserer Konferenz. In dem Raum, in dem wir uns befinden, befindet sich nämlich auch eine Ausstellung, wie vielleicht Sie alle schon bemerken konnten. Diese Ausstellung ist noch bis Ende nächster Woche geöffnet. Da gibt es diese Folder, die auch die Arbeiten näher beschreiben, sowohl in deutscher als auch in englischer Sprache. Wir werden jetzt noch nicht gleich hier die Bude schließen, sondern wahrscheinlich wird noch ein bisschen reges Leben hier herrschen, weil wir noch ein paar Sessel wegräumen und so weiter. Da gibt es sicherlich auch noch die eine oder andere Möglichkeit, mit Leonhard Dobusch zu diskutieren in kleineren Kreisen. Christoph Nebel ist noch hier, Sonja Nanzig ist noch hier. Also eigentlich sind alle Speaker von heute noch hier, müssen da mal abreisen, aber vielleicht ergibt sich ja die eine oder andere Möglichkeit. Ich darf mich sehr herzlich bedanken, natürlich auch bei den Zuseherinnen und Zusehern von DorfTV. Eines möchte ich jetzt auf alle Fälle noch tun, weil es mir wirklich ein Anliegen ist und ich bin auch stolz darauf. Ein ganz, ganz großes Dankestell an das Team von DorfTV, an alle, die hier beteiligt waren. Super Job, das macht Spaß. Das ist auch für uns alle eine Zukunftsfrage, auch immer wieder der persönlichen Motivation, weil sozusagen so in diese Schlachten zu ziehen und diese Auseinandersetzungen zu suchen, sei es medienjournalistisch oder gegen die großen Bösen da draußen, da braucht es natürlich auch viel Motivation, weil natürlich jetzt bei uns, wir haben uns geschworen, nicht prekär zu agieren, aber doch auch unter sehr knappen Ressourcen sehr vieles erfolgt. Also ganz, ganz großes Dankeschön an alle, die hier sind und ja, wir werden uns sicherlich wiedersehen, spätestens dann auf dem TV-Empfangsgerät bei DorfTV. Dankeschön.