Meine sehr geehrten Damen und Herren, ich möchte Sie sehr herzlich zur heutigen Veranstaltung begrüßen. Sie steht in der Reihe Grundbücher der österreichischen Literatur seit 1945, unserem Gemeinschaftsprojekt mit der Alten Schmiede in Wien und dem Literaturhaus in Graz. Ich begrüße wie immer Sie herzlich den Gesamtmoderator der Reihe, Prof. Dr. Klaus Kasperger. Herzlich willkommen. Im Zentrum der heutigen Veranstaltung steht das Werk Die Verbesserung von Mitteleuropa, Roman von Oswald Wiener, erschienen zunächst in mehreren Folgen 1965 bis 1968 in der Zeitschrift Manuskripte, dann 1969 im Robold Verlag und 2014 im Verlag Jung & Jung. Oswald Wiener ist 2021 im 87. Lebensjahr verstorben. Wir danken seiner Witwe, der Künstlerin Ingrid Wehner, sehr herzlich dafür, dass sie heute bei uns ist und an der Veranstaltung, vor allem am Podiumsgespräch mitwirkt. Ich begrüße sie ebenfalls sehr herzlich. Herzlich willkommen. Besonders begrüßen möchte ich auch zum einen den Autor, Herausgeber und langjährigen Leiter des Instituts für Sprachkunst an der Angewandten in Wien, Dr. Ferdinand Schmatz, zum anderen den Literaturwissenschaftler, Herausgeber, Literaturvermittler und Lehrbeauftragten am Institut für Germanistik der Universität Wien, Dr. Thomas Eder, Ferdinand Schmatz wird Passagen aus der Verbesserung von Mitteleuropa Roman lesen und kommentieren. Thomas Eder, der 2014 die Neuauflage im Jung & Jung Verlag herausgegeben hat, wird ein Referat zum Buch halten. Ich begrüße auch Ferdinand Schmatz und Thomas Eder sehr herzlich. Herzlich. Oswald Wiener wurde 1935 in Wien geboren. Er studierte Jura, Musikwissenschaft, afrikanische Sprachen, Mathematik und Informatik und arbeitete als Jazz-Trombeter. Er gilt als das theoretische Haupt der Wiener Gruppe, deren Mitglied er von 1954 bis 1959 war. Ab 1959 arbeitete er sieben Jahre lang für die Firma Olivetti im Bereich Datenverarbeitung. 1968 nahm er an der Aktion Kunst und Revolution an der Universität Wien teil, wofür er zu sechs Monaten Gefängnis verurteilt, allerdings nur nach sechs Monaten Wochen wieder entlassen wurde. Oswald Wiener floh daraufhin mit seiner Lebensgefährtin und späteren Frau Ingrid Wiener aus Wien in Berlin, gründeten die beiden nach und nach mehrere Künstlerlokale. 1986 übersiedelten sie nach Kanada, bevor sie nach Aufenthalten in Deutschland. Von 1992 bis 2004 lehrte Oswald Wiener als Professor für Poetik und Künstlerische Ästhetik an der Kunstakademie Düsseldorf nach Österreich zurückkehrten. Thomas Eder schreibt in seinem Nachwort zur Neuausgabe über Oswald Wieners Hauptwerk, die Verbesserung vom Mitteleuropa-Roman, Zitat, die Verbesserung vom Mitteleuropa-Roman ist der Entwicklungsroman der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts in einem zumindest zweifachen Sinn. Einerseits als Dokument der geistigen Entwicklung ihres Autors, die zu tiefgreifenden Änderungen in Wieners Denken geführt hat und in dieser Hinsicht ein Umschlagpunkt markiert. Andererseits als diagnostische und prophetische Schrift sozialhistorischer, politischer und wissenschaftlicher Verläufe und Entwicklungen in der abendländischen Welt seit 1950. Zitat Ende. Zudem sei, so Thomas Wiener, die Verbesserung vom Mitteleuropa-Roman eines der bedeutsamsten Zeugnisse für Entwicklung von Kunst und Literatur der Nachkriegs-Avantgarden. dann Nachkriegs-Avogaden. Klaus Kasperger, von dem erst jüngst im Sonderzahlverlag ein Band mit Aufsätzen unter anderem zu Oswald Wiener erschienen ist, wird mit Ingrid Wiener, Ferdinand Schmatz und Thomas Eder im Anschluss an Lesung und Referat auch ein Gespräch führen. Wir dürfen uns also auf einen sehr anregenden Abend freuen. Ich bedanke mich noch einmal herzlich bei den Mitwirkenden und bei Ihnen allen für Ihr Kommen und übergebe das Wort an Ferdinand Schmatz. Vielen Dank, Frau Pinter, für die einleitenden Worte. Es ist ja jetzt schon einiges gesagt worden, was für dieses Buch sehr wohl zutrifft. Für mich selber war das ein sehr entscheidendes Buch. Ich bin Mitte der 70er Jahre darauf gestoßen und das Buch hat meine literarische Wegsetzung in einer wichtigen Weise mitbestimmt, vielleicht nicht begleitet, aber es waren nach der Lektüre und nach dem Hineinarbeiten in dieses Buch plötzlich Perspektiven und Ansätze da, da, die das Schreiben prinzipiell, prinzipiell meine ich wahrnehmen, empfinden, transformieren in Sprache und so weiter, also grundsätzlich auch verändert haben oder einiges in Frage gestellt haben und so gesehen ist der Begriff des Grundbuchs sehr treffend, also weniger vielleicht in der Einordnung zur österreichischen Literaturgeschichte, was jetzt meine Rezeption anbelangt, sondern für das eigene Schreiben. Es war irgendwie ein Handbuch und in einer tiefgreifenden Weise, wie gesagt, ein Leitfaden hin zur Reflexion. hin zur Reflexion. Und das war nicht einfach, weil dieses Buch, so es ein Roman ist, dass das naive Schreiben und die Abbildung und die Wiedergabe von Welt dadurch also schwer ins Trudeln gerät. Und ich werde Ihnen jetzt einige Stellen vorlesen und ich glaube, Sie werden dann selber bemerken, welche Trudelei hier in Gang gesetzt wird. Sie erlauben mir kurz, dass ich mir das ergasse. Es ist ein bisschen warm. Und ich möchte vielleicht mit dem Appendix C in diesem Buch beginnen, den Oswald Wiener wirklich an den Schluss des Buches gestellt hat. Sonst ist das Buch an sich schon eine Herausforderung für die einfache Lesart. Es hat einmal römische Bezifferungen, was die Seiten anbelangt. Sie können sich vorstellen, also ich habe das jetzt wieder kurz lernen müssen, welche Buchstaben welche Zahlen bedeuten. Und allein dieses Lernen ist schon auch ein Hinweis, was dieses Buch mit einem auch anstellt. Das ist sozusagen so eine kleine Irritation, aber sie ist nicht nur ironisch und unterlaufend, zum Beispiel was also die Hemmung oder den Zugang zum Werk anbelangt. Sie hat irgendwie eine Bedeutung, die das ganze Buch auch kennzeichnet. Dann ist das Literaturverzeichnis schon auch hinten, aber es beginnt vor dem Vorwort, da gibt es auch ein Vorwort, aber das hört nicht auf, das Personen- und Sachregister. Und vor allem dieser Literaturteil am Schluss des Buches hat mich dazu verleitet, also mit einer Kopie verschiedene Antiquariate aufzusuchen und meine Bibliothek hier aufzubauen, immer in Bezug auf das eigene Schreiben. Also nicht Bildungshuberei, sondern ich habe mir gedacht, was hat er da ausgegraben? Es sind natürlich Hinweise auf Autoren, vor allem aus der Philosophie und Theorie, aber auch aus verschiedenen anderen Bereichen, die eher nicht so gängig waren und immer noch sind. Die berühmte Abhandlung im Sinn der Rezeption von dem sogenannten Bioadapter, von dem wir noch einiges dann hören werden, ich werde dann noch einige Stellen daraus vorlesen, der so eine Art Glücksmaschine bedeutet, der in der gesellschaftlichen Formation die Formation übernimmt und an die wir gehängt werden und dann glücklich sind. Das hat natürlich Konsequenzen. Und dieses Glück ist natürlich nicht nur Glück. Und wenn das Zitat von Thomas Eder vorhin mit der Prophezeiung und so weiter, der Prophetin in einer gewissen Weise zu verbinden ist, was ich jetzt sage, dann, wenn ich sozusagen in diese Welt hineinschaue und meine eigenen Verhaltensweisen der Steuerung über Medien und so weiter, habe ich das Gefühl, wir sind ziemlich drin schon in diesem Bioadapter, nur leider nicht selber erzeugt. Das wäre noch eine Variation, die der Wiener vielleicht hier versucht hat. hat. Appendix C, das ist jetzt ein Nach- oder Aufruf in einer Art der Schreibweise, die nicht typisch ist für das ganze Buch, aber die innere Einstellung des Autors schön darstellt und die hat mich sehr ergriffen und auch in einer Weise verändert. Damals. Abendix C. Von den Passagen, die ich noch vor der Drucklegung fertigzustellen hoffte, wäre die mir wichtigste jene über die Krankheit gewesen. Rimbaud und vorher, wenn auch nicht so betont, mancher andere, hatte die allmähliche Erschöpfung der im 19. Jahrhundert auf den heutigen Stand eingeengten normalen Empfindung gefühlt. Weit davon entfernt, mich auf seine, mir unzugänglichen, Erfahrungen berufen zu wollen, halte ich diesen Gedanken für den Mittelpunkt meines eigenen Erlebens. Ich habe an mir selbst gelernt, dass der Sprachgebrauch entscheidend ist für die Empfindungsweise und über und durch diese für die materiellen Zustände des Körpers. Ich sehe, dass die Krankheit ihre Schrecken nur für den bereithält, der seine Zwecke unwiderruflich an der Kommunikation geeicht hat, aber jemand, der seine Gesundheit wie die gesunden Absichten der Gesellschaft nur für einen Moment, für eine nicht einmal genauer festlegbare Stelle im Spektrum des Erlebens zu halten gelernt hat, so einer erforscht seine Krankheiten wie Rauschzustände und definiert die Veränderungen nicht. Wenn der Leser einen Gewinn aus der Lektüre meines Buches ziehen kann, so wird das, hoffe ich, ein Gefühl davon sein, dass er sich mit aller Kraft gegen den Beweis, gegen die Kontinuität und die Kontingenz, gegen die Formulierung, gegen alles Richtige, Unabwendbare, Natürliche und evidente richten muss, wenn er eine Entfaltung seines Selbst, und sei es auch nur für kurze Zeit, erleben will. Möge er bedenken, also wir, die wir da sitzen und hören und ich, der das lese, welcher Kraft, welchen Format es bedarf, gegen eine im Großen und Ganzen abgerundete, gegen eine im Großen und Ganzen abgerundete, stimmige, einhellige Welt aufzustehen, wie sie uns in jedem Augenblick an den Kopf geworfen wird. Er wird mir verzeihen, wenn ich die richtigen Ansatzpunkte selten gefunden und in vielen über das Ziel hinausgeschossen habe. Über das Ziel hinausgeschossen. Das betrifft die ganze Form des Buches und das betrifft auch den Autor, der als Autor sich ständig in Frage stellt, sich selbst unterläuft, sich selbst erhebt und diese Erhebung gleichzeitig aber auch eine Unterlaufung des eigenen Standpunktes ständig darstellt. Also genau diese Gegenläufigkeit von der einen Kraft, die die andere hervorruft und dann zu einer Art Balance führt, die dann letztlich nicht mehr zu einer Entscheidung führt, ist auch eines der Kennzeichen dieses Buches. Ich darf vielleicht jetzt mit dem Vorwort beginnen. Da heißt es, Vorwort, einfach einwirken auf andere, auf sich selbst einwirken, Sätze einnehmen, wie sonst pillen, sich wohin führen lassen, sich in einen Zustand versetzen lassen, mitteilen wollen, auch wohl sich eine Hypothese zurechtlegen. sich eine Hypothese zurechtlegen. Die Sprache analysieren und anwenden. Die Worte aushorchen, die Hoffnung, dass Eigenschwingungen der Sprache die Amplitude der Information verstärken werden, mitteilen, was in der Sprache steckt, haben die Vorfahren hineingelegt. Überall die Sprache stärker als die Intelligenz. Man bildet sich geradezu an der Sprache. Vorbild, Systeme entstehen und widersprechen einander und sich. Sprache, der Stil, der Wirklichkeit. Dann schon hier, nach diesem kurzen Einleitungssatz, beginnt sozusagen das formale Verfahren dieses Buches, so es eines ist, dass ein Titel kommt, der kursiv gesetzt ist, der hat vorhin geheißen, die Sprache analysieren und anwenden und der geht jetzt weiter mit Zweifel. Also ich habe mir hier dieses Schema versucht herauszuarbeiten und man könnte sagen, der Text setzt ein, dann kommt ein Kommentar, dann kommt eine These, möglicherweise ein Beweis, dann kommen Stichwörter, dann kommt die Ausführung des Stichwörter, dann kommt die Ausführung des Stichwörters, dann kommen Motti und ein Motto, das wiederum zu einer Triade führt, die dann zu nächsten ausufernden, neuen Perspektiven führt. Also es geht immer so mit einer Art Logik, die scheinbar auftaucht, scheinbar weiterführt, sie führt auch weiter, aber sie vernetzt sich dann mit anderen Bereichen. Deswegen ist dieses Buch natürlich in dem Sinn kein Roman, wie es im Titel heißt, aber genau weil es im Titel so steht, ist schon die Irritation, dass es eben kein Roman ist, schon wieder eine Wahrheit. Und dann kommt jetzt plötzlich der für mich damals sehr wichtige Begriff des Zweifels. Man glaubt, die Sprache misszuverstehen, eine Kluft zwischen dem Satz und dem, was wir meinten. Beweise, eine Art zu argumentieren, ein Typ der Information, ein kleiner Dienst an der Gesellschaft. Wie kann ich dir das Knäuel in meinem Hirn ins Maul stopfen? Hier setzt der radikale Super-Ossi ein, wie er sich auch zum Teil selber nennt. Und er gibt dann auch einen Hinweis zur Verbesserung. Wir dürfen uns das natürlich jetzt auch nicht so vorstellen, dass es jetzt ein radikaler Bereich ist, der die kulturelle Verbesserung von Mitteleuropa im Korn hat. Die Bezeichnung ist halt einfach entstanden. Ich finde das jetzt nicht genau. Es gibt hier den ersten Hinweis, Verbesserung macht den Fortschritt aus. Die Kritik verliert sich im Anlass. Vor dem Hirnschiss. Trepanation. Ich scheue dieser Öffentlichkeit und kann mich nicht verbergen. Vor dieser Politik in diese Kunst. Wo ist mein Standpunkt? Der fällt. Ein Urteil. Jeden Begriff greife an, zerstöre. Er gehört zu dieser Welt. Jeden Satz vernichte er, verbessert die Folter. Destruam et azivitikabo, ein Hausherr. Ich werde an die Stelle, glaube ich, Sie sehen, ich habe da eine richtige Zettelwirtschaft, vielleicht noch genauer finden, wo er dann den Bereich der Verbesserung noch einmal beschreibt. Ja, hier. Ich habe das gestern nicht gelesen, aber vielleicht ist es doch irgendwie auch ein Hinweis, weil er es auch in der Diskussion gestern ein paar Fragen aufgeworfen hat, wie das Ganze entstanden ist und warum es nicht ganz so weitergegangen ist. Der Schmäh, er beschreibt jetzt die Situation der Entstehung. Der Schmäh ist gelaufen seinerzeit im Zweriner, weiß Gott. Und bis auf den Irrtum hat alles gesummt, gestimmt. Bis dann der Knacks passiert ist mit mir und sozusagen war es einmal ein Sätzchen, auf das ich gestoßen war und das nun wirklich nicht zum Stimmen zu bringen war. Augenscheinlich stimmte er aber ohnehin. Alle sagten, aber nein, Ossi, der stimmt doch ohnehin, schaut doch richtig hin. Und schließlich musste ich ihnen Recht geben, weil sie mich so komisch anguckten und weil mir recht unbehaglich war auf einmal. Es war ein ziemlich arger Schlag gewesen, weil ich mit einem Mal alles eingebüßt hatte im Sinne des Wortes. Aber ich fing wieder zu lernen an. Diesmal aber lernte ich reden, wie man schwimmen lernt. Zu einem bestimmten Zweck sozusagen. Und es war ja tatsächlich jeder Satz, wie wenn du ins Wasser springst beim Baden und Tempi machst. Ein Baum wurde langsam wieder ein Baum. Aber es war eine andere Sorte Baum als früher. Und nicht eigentlich ein Baum, sondern gewissermaßen ein, Anführungszeichen, Baum. Aber die Anführungszeichen konnten sie ja nicht sehen beim Reden. Und das half mir, denn für sie war es dasselbe. Und das half mir, denn für sie war es dasselbe. Das Reden war so geworden, als ob ich nur in Zitaten redete, auch ein kennzeichnendes Buch. Also die Zitate fließen hinein, sie sind zum Teil gekennzeichnet, zum Teil auch nicht. Das ist genauso ein Spiel mit dieser Oberfläche der Sprache und mit den Redewendungen, die da einfließen, die auch sehr stark dieses ganze Buch bestimmen. Als ob ich nur in Zitaten redete. Aber es klang gut und wenn ich Kaffee wollte, so hatte sich der Ober an die Bestellung gewöhnt. Ich denke, Sie werden uns tagtäglich an den Kopf geworfen werden. Aber an die Bestellung gewöhnt und es war ihm scheißegal, ob ich Günstler zitierte oder den Hofrat Kringl. Nur wenn ich den Tonfall nachahmte, lachte er und ich kam ihm sympathisch vor. Oder er glaubte, ich müsse ihm sympathisch vorkommen, weil es bezahlt wird. Eben einige hatten mittlerweile ein bisschen Erfolg gehabt, die Kollegen, und an die hielt ich mich, klarerweise ohne mir dabei was zu denken. Mir fällt auch jetzt nichts dazu ein. Und schaute ihnen zu beim Erfolg haben, um zu lernen, denn ganz erfolglos wollte ich ja auch nicht bleiben. Und wenn ich nicht dazu schaute, würde mir die Gesellschaft das Essen wegnehmen und später werde ich dann eingestampft. Das ist natürlich auf die Buchproduktion bezogen. Wir kennen das ja. Herr Autor, wollen Sie Ihre Bücher nicht ankaufen? Wir haben noch 30 Exemplare. Wenn man sie nicht kauft, sind Sie eingestampft. Na gut. Sie stellten sich in Ihren Äußerungen neben die Gesellschaft, die anderen, aber nur, um sie besser sehen zu können. Und sie arbeiteten an ihr, um sie zu verbessern. Und sie wussten schon, wie sie auszusehen hatte. Ganz ähnlich ist es damals mir gegangen. Und darum habe ich meinen Roman ja auch Die Verbesserung von Mitteleuropa genannt. Damals und als ich an Mitteleuropa ohne besonderen Grund das Interesse verloren hatte, war es noch immer ein schöner Titel. Und Mitteleuropa wurde immer schöner, je weiter ich davon wegkam. Und weiß Gott, ich bin ganz gut im Rennen. Also Sie sehen hier, wie der Titel entstanden sein kann, ob es stimmt, Ingrid, das lassen wir offen, aber es gibt hier sozusagen auch ein Spiel mit der eigenen geschichtlichen Kontinuität von Entstehungen, von Verhältnissen. Es ist nicht ganz sicher, ob er das wirklich so gemeint hat mit der Verbesserung von Mitteleuropa, aber es könnte sein. Jetzt vielleicht springen wir zu einem ganz anderen Themenfeld, nämlich was ich vorhin gesagt habe mit dem Schreiben. Da fällt mir jetzt gerade ein Satz ein, der auch interessant ist, also fällt mir jetzt in den Gesichtskreis. Alle Menschen sollten gute Freundinnen sein. Steht auf einer Seite. Ich komme jetzt zum Gedicht. Das ist wieder kursiv gesetzt und es kommt nach einer langen Passage, wo Oswald Wiener versucht, einen Radiergummi oder ist es ein Bleistift, zu beschreiben über vier, fünf Seiten und am Schluss ist die Sache völlig verschwunden. Also wir kommen nicht zum Gegenstand. Es ist nicht klar, was hier sozusagen auftaucht. Ich möchte das heute nicht lesen. Ich würde Sie bitten, das nachzuholen. Also es ist ein ständiges Hin und Her von Beschreibungen und Nachführungen und Erfindungen, Illusionen, Zurechtstützungen, das läuft so quer durch. Und dann schließt an diese Beschreibung, an das Scheitern im Detail sozusagen die Wirklichkeit zu finden, schließt ein Text dann mit dem Titel Gedicht. Gedicht. Ein konvulsivischer Moment. Gleich darauf geht die Sonne wieder an. Das Gegenteil eines Blitzes erschüttert die Klarheit. Sowieso flimmert der Tag. Dem Maturanten fällt die Miene aus dem Gesicht wie unbewältigter Quittenkäse. Der Unhold zerbricht sich den Kopf des Gelehrten. Quittencase. Der Unhold zerbricht sich den Kopf des Gelehrten. Inzwischen soll die ekelhafte Regierung wenigstens den Böbel ausrotten. Die Akademiker lässt man ja mir. Es ist ein schönes Eigentum und man will es ganz bestimmt mit Steuern beflecken. Ja, ja, gewiss doch, ich liebe euch alle. Und bei jedem Verbrechen gibt es ein garstiges Geräusch wie Musik. Ich bin jetzt gewiss ganz neu im Vergleich zur vorigen Woche. Unglaublich, wie das Böse in mir faucht. Die Lieder zucken, Pausen, Augenblicke und da vibriert das Gesetz. Augenblicke und da vibriert das Gesetz. Ich habe mir einen Ast gelacht, wie die Scheißer mit Schlagringen auf die Hoden droschen und gibt einen Prostatakrebs, falls sie es überleben. Das Herz geht mir über bei den Schmerzen der anderen und Brüder und Reden, wir nicht weiter davon. Zack, leider bin ich schlecht psychotisch. Das ist doch teuflisch, dass die Welt so eine gemeine Verschwörung ist, wo alles so genau zusammenpasst. Mit der Ethik bin ich mühlos fertig. Was mir Schwierigkeiten macht, sind die Sachen, deren Begriff mit dem Augenschein übereinstimmt und man sagt, vergleichsweise, das ist ein Stein und richtig ist er hart und kalt und rau und bröselt Dreck und grau und kantig und schwer. Das ist jetzt endlich völlig vorbei. Und nun reitet der Wiener ein in Österreich. Das ist wahrlich kein guter Wille. Spiritus erectus ist wie beim Soissant Neuf auf die Zunge und macht ein Kataklyma. Das ist eine Naturkatastrophe, meistens eine Überschwemmung. Also hier war für mich der Hinweis, Gedicht, da kommt ja ganz, so wie ich es mir damals auch vorgestellt habe. Also auch hier wird der Titel nicht ganz erfüllt. nicht ganz erfüllt. Man könnte sagen, es ist natürlich eine Abrechnung mit vorgegebenen ethischen Werten zum Teil, die vielleicht zu einer indirekten politischen Aufforderung zum Widerstand sind, wie sie dann im Appendix C ja auch aufgegriffen worden sind. Die Literatur spielt eine Rolle in dem Buch, es werden auch Exkurse gemacht, also Hinweise auf andere Autorinnen und Autoren, meistens auf Autoren. Und da gibt es zum Beispiel einen Exkurs über die linke Romantik. Blasphemin, ach, statt umgekehrt haben sie ihre Andacht als Notdurft verrichtet und umgekehrt. Die linken Romantiker. Das Entsetzen besteht aus Wahrnehmung, ihr Lieben. Kennt man die Schrecken des Verstehens? Man verwirklicht sich nicht, weil man was tut, aber weil man das Gefühl davon hat, was man zur Strecke bringt, mit Sorgfalt erwählte Traditionen des Sprachgebrauchs. Wird angreifbar, wird diese Seele in ihrer Syntax. Du, meine Gute, Glück aus den Gesetzen, der Gegnerschaft zu Ihnen. Diese Denker sind so gut wie der Staat, den sie ablehnen. Pirate is lost, das bekannte Sekret des Geheimsekretärs. Byron, ein politischer Hans Wurst, die Anarchie vertiebt zu Handen von Shelley und Godwin. Der doofe Swinburne wird Marzinis Dichter. Marx, Bauer, Bilinski, die Satiren über die Geheimnisse von Paris. Die poetische Algolanie ist der Mythos des politischen Radikalismus. Der experimentelle Roman, Solas, apropos, ist Herr Treifuss, macht ihn das besser als Balsak, das ist ein lächerlicher Unterschied. Ducasse aber, sicherlich eine Memme, träumt er, ein Ehrenmann wie E. Recus oder vielleicht dumm wie Courbet, ein verkrüppelter Chateaubriand, träumter Saatz, Kommune, der posierliche Lycantrop. träumter Saatz-Kommune, der posierliche Lykanthrop. Also unerbittlich wird hier abgerechnet, aber gleichzeitig wird auch, das ist schon ein starkes Kennzeichen, diese Abrechnung immer auch mit dem Autor verbunden. Also man hat nicht das Gefühl, er durchschaut das nicht. Und es ist sozusagen eine traurige Ironie, wenn man das fast so nennen kann, die immer wieder auch diese Unterebene der Texte bildet. Und gleichzeitig mit einem großen Pathos aufgeladen erscheint. Und interessanterweise gab es noch einen Satz, den habe ich da nicht gefunden. Mich haben einige Sätze, so wie alle Menschen sollten gute Freundinnen sein, die mich immer wieder irgendwie einfallen. Ich lache, wo ich nicht verstehen kann. Jetzt ist das natürlich, es ist irgendwo im Buch vorhanden, ich habe es nicht gefunden. Es steht so dort und ich lache, wo ich nicht verstehen kann. Wir glauben ja, den Witz zu verstehen, wenn wir lachen. Aber vielleicht ist es genau das Gegenteil, weil es so einfach ist. Oder weil die Lösung da ist. Und weil die Lösung da ist, verstehen wir sie. Glauben wir, aber vielleicht verstehen wir sie doch nicht. Da klingt schon alles an, was in der Sprachphilosophie dann bei ihm weitergezogen wird. Und wo er dann später, und das setzt dann der Bioadapter und die Hinwendung über die Kybernetik, die gleichzeitig auch kritisiert, aber in den 60er Jahren, müssen Sie sich vorstellen, mitentwickelt wird von einem Dichter, der keiner sein will, setzt das ein, dass dann die Sprache verschwindet für die Erkenntnisse und die Sprachkritik geht eigentlich über in Erkenntniskritik. Also es ist nicht mehr die Sprache sozusagen der Gegenstand, der ständig natürlich auftaucht, aber später verflüchtigt sich das auf eine ganz andere Ebene der formalen Ausrichtung unseres Bewusstseins und so weiter und so fort. Die Turing-Maschire kommt ins Spiel und so weiter. Zivilisationserscheinung des Lachens. Realisationserscheinung des Lachens. Sprache ist alles, was Bedeutung vermuten lässt. Eigens für die Theologie formuliert, die Welt eine Meinung Gottes. Sie beweist ihn, indem sie die Welt zu einer Sprache erklärt. Und Sinn, Mutmassen heißt die Sinnlichkeit degradieren. Das Lachen bedarf der Sprache und ihrer suggerierten Endgültigkeit. Fernöstliche Ökonomie, wie sie so oft mit Abstraktion verwechselt wird, gibt einem Witz sein Kolorit. Die Pointe aber ist eine Vernichtung der Situation durch eine Analogie, die ziellos bleibt und Induktion verbietet. Der eingestimmte Hörer, er ist der besten Willens, belacht die Beschränktheit seiner eigenen konzentrierten Auffassung. Verständnislos und doof, weilt der Asket. Das Paradoxon allein ist komisch und bringt als ungefährliches Wunder kindliche Gästeneinladung. Witzig ist die unbesehene Analogie, die unverbindlich angedeutete Ersatzsituation, letztlich die Erkenntnis. Das Witzwort außerhalb der zugedachten Situation ist unlustig wie letztere an sich. Soweit so gut. Wer schneller denkt, lacht aber neuerdings über die Beschreibung allein. aber neuerdings über die Beschreibung allein. Herzlich. Der Spießer nimmt den Witz nicht ernst, lehnt dessen Konkurrenzverfahren nicht ab, obwohl er sich ausdrücklich nur auf Momente beschränkt. Der Spießer gestattet sich den Witz, weil er ihn für ein Spiel hält. Ja nun, es ist aber jegliche Erkenntnis erheiternd. Was uns verstummen lässt, ist die Verbindlichkeit, die usurpatorische Verallgemeinerung. Ernst macht mich, das wertvoll ist, was sich häufig wiederholt. wiederholt. Also auch hier sehen Sie dieses ständige Hineinführen in Reflexionen, in Situationen des Alltäglichen, die diesen Roman So einer ist, kennzeichnet. Das wird ständig durchgezogen und führt aber dann letztlich zu der Entwicklung des Bioadapters, wo also dieses Ich dann in dieser Maschine seinen Platz findet oder seinen Platz zu finden hat. Ich darf Ihnen jetzt vielleicht einige Stellen vom Konzept des Bio-Adapters. Er nennt es dann im Untertitel Essay und stellt ein Zitat von Karl Kraus aus der chinesischen Mauer voran. Und das Chaos sei willkommen, denn die Ordnung hat versagt. Ich denke, dass die folgenden Zeilen, welche einen geschlossenen Abschnitt meines Romans bilden, ihn jedoch, wie ich glaube, leichter verständlich machen, wenn man sie zur Interpretation des Übrigen benutzt, jedoch nicht bloß vernünftigen Menschen ansprechen werden. benutzt, jedoch nicht bloß vernünftigen Menschen ansprechen werden. Allerdings meine ich auch, dass eine kommentarlose Vorstellung des Bioadapters zu viel Spielraum für so eine Deutung übrig ließe. Er ist ein Versuch der Desertion aller Weltbilder und der Geschichte, deren Frucht er ja letzten Endes ist. Und diesmal sollte zur Begründung, das fühle ich, eine lockere Betrachtung des Eskaton vorausgeschickt werden. Jenes Äußersten, auf das zusicht die Gesellschaft nach den Möglichkeiten der Opinion Leaders offenbar bewegt. Des Letzten, wie es einer habilitierten Denkungsart ansteht, die Auflösung der Geschichte in Wohlgefallen, das Ausroll und Ontologie, B, Kybernetik für alle. Thomas Edner wird dann in seiner Rede auf die kybernetische Seite eingehen. Und in diesem Abschnitt, Kybernetik für alle, kommt Folgendes auch zur Sprache, eben die Sprache. Dass die Sprache konstituierende, die durch sie hervorgerufene und sie hervorrufende Konfiguration des Bewusstseins, wenn es gestattet ist, die Beschreibung eines Zustands als Sichtbarmachung durch Beschriftung, ist für das Subjekt völlig belanglos. Das ist schon scharf, es ist für das Subjekt völlig belanglos. Andererseits darf den Forscher des Bewusstseins nur als transformierende Funktion interessieren, nicht aber seine Bauweise oder gar horribile Dikto sein Inhalt, jedenfalls nicht das, was bei mir selber meinen jeweiligen Zustand ausmacht. meinen nur den Staat, wie denn auch nur das autistische Bewusstsein eben zollfrei bleibt. Es geht dann weiter, wo sehr stark dann auch die Demokratie in ihrer nicht sozusagen uns wohlwollenden und anzuschreibenden Art dargestellt wird, sondern als Medienmaschine der Informationsmanipulation. Dass die Demokratie den Staat auf die Sprache stellt, unter der Informationsmanipulation. Dass die Demokratie den Staat auf die Sprache stellt, man könnte es ja schon an Bezeichnungen wie Parlament und Kanzler ablesen, macht sie ja eben zum Totalen und infolgedessen zum totalitären Staat. Die informierte Gesellschaft ist eben dadurch eine formierte Gesellschaft. Die Nachricht ist immer Gelegenheit der Obrigkeit, die Information an sich schon Instrument der Bewahrung, ein Steuerimpuls. In so sich festigender Herrschaft des Staates, in der sich ausbreitende Kommunikation, die einerseits, wie wir zu empfinden, allerdings die Fähigkeit verlieren, das Außerordentlichste nivelliert, weil nur mehr mediocre Sprache da ist. Andererseits, durch ihr Wachstum, die Regel wuchern lässt, weil sie identisch ist mit ihr. In diesem uniformen Pluralismus besteht wenig Hoffnung. Eine überschäumende Wirtschaft hat sich unserer endgültigen Durchschnittlichkeit bemächtigt. Prophetie. Und dient ihrer ferneren Durchsetzung. Die Eliten springen noch ins Auge, weil sie schon homogener, das heißt mittelmäßiger sind als der Durchschnitt. Schlagartig entstand der kybernetische Führertyp. Als Dolmetsch seiner Ära, der Kaufmann beschäftigt mit der Taxierung der Erscheinungen, zutiefst menschlich in seinem Ernste, dem Extremen durch Nutzung der Spitze zu nehmen, zuoberst modern, aber in seiner Frechheit eben diese Spitze im Prozess des Umschlags zum Souvenir des Zeitgeists geformt. Also zum Souvenir des Zeitgeists geformt. geformt. Eskapismus ist ein Wort, das auf das Schlagende zeigt, wie der Autorität einen natürlichen und leicht verständlichen Tatbestand brandmarkt, indem sie seine Bezeichnung zu einem däwischen Ausdruck werden lässt. Heute wird uns zum Vorwurf gemacht, dass wir unsere Köpfe schütteln, wenn wir sie für die Tradition von Faustregeln närrischer Kreise hinhalten sollen. In der Tat Vorbilder, deren Kraft es ihnen eben noch erlaubt, den Finger mahnend hochzuhalten. Wie sehr der Staat auf ein Monopol auf die Wirklichkeit aus ist, zeigt in unserer Zeit am besten die sinnlose Verfolgung der Rauschgifte. Für viele vom Staat verkrüppelte das einzige Mittel, ihm und ihr zu entkommen. Also da geht es dann noch einige Seiten in dieser Tonart weiter. Bis es dann zu Anmerkungen kommt, die wiederum ein Spiel sind mit der ganzen Form, die zum Teil länger sind als der Essay selber. Das ist dann in anderen philosophischen Abhandlungen zum Teil auch aufgegriffen worden. Hans-Peter Thür in seiner Abhandlung Traumzeit hat es dann irgendwie auch so durchgeführt, 20 Seiten Text und 100 Seiten Anführung. Und dann eben der Appendix A mit dem Bio-Adapter und einige Stellen daraus und dann möchte ich damit schließen. In seiner Wirkung kann der Bio-Adapter mit der eines äußerst hochgezüchteten, durchlaufende Anpassung auch den differenzierten Bedürfnissen höchst organisierter Lebewesen gewachsener Uterus verglichen werden. Ein Glücksanzug. Er kann als die sich in zunächst noch außer leiblich erstreckende Hypertrophie der Organmodulen sowie der nervösen Baukomplexe seines Inhabers interpretiert werden und ist in dieser Betrachtungsweise ein Konverter der vom Menschen in dieser Umgebung projizierten Lustimpulse. Nach Aufnahme seiner Tätigkeit stellt sich der Bioadapter optisch und akustisch nach den Erkenntnissen der Public Relations Technik als angenehmer Gesprächspartner vor und zwar durch aufeinanderfolgende oder simultane Darstellungen verschiedener Personen mit der ersten willkürlichen oder auch unwillkürlichen Reaktion des inserierten Menschen darf der Kontakt zwischen diesem und dem Adapter als hergestellt betrachtet werden. In diesem Stadium befindet sich die Einheit unmittelbar vor dem Abschluss der ersten Adaptionsstufe, welche für viele jeweilige Fälle vermutlich recht ähnlich verlaufend den Grund für den nun folgenden eigentlichen Adaptionsprozess bereitet hat. Der Bio-Adapter erreicht all dies in erster Linie durch seine Möglichkeiten, den Patienten über vorgeführte Gesprächspartnerbelehrungen zu erteilen und erst in zweiter Linie durch Markierung von Sinneseindrücken. und erst in zweiter Linie durch Markierung von Sinneseindrücken. Also, ich fühle mich adapt, wie es zurzeit läuft. Da gibt es die zweite Adaptationsstufe und letztlich den Punkt E, da heißt es dann, die Entwicklung des Bioadapters ist freilich völlig neu von der Geisteskraft, vom Mut und von der Selbstständigkeit des Subjekts abhängig. Wo das Ungenügen nicht stark genug, wo die das Bewusstsein ausmachenden sozialen Strukturen überstark sind, da kann auch der Adapter nur eine normale Welt erzeugen. Auch in der zweiten Phase. Möglicherweise sind wir alle. Ich darf Ihnen das noch einmal vorlesen. Die Entwicklung des Bioadapters ist freilich völlig von der Geisteskraft, vom Mut und von der Selbstständigkeit des Subjekts abhängig. Wo das Ungenügen nicht stark genug, wo die das Bewusstsein ausmachenden sozialen Strukturen überstark sind, da kann auch der Adapter nur eine normale Welt erzeugen. Auch in der zweiten Phase. Möglicherweise sind wir alle. Vielleicht ist das wahr. Vielen Dank. Ich glaube, Thomas Eder wird jetzt seinen Referat weitermachen. So, ja, ich darf nun noch ein wenig meinen unbewältigten Quitten-Case anschließen. Vieles ist gesagt, vieles ist offen, dennoch ist vielleicht die Verbesserung tatsächlich so etwas wie ein in verschiedenen Tiefen nach unten hin gestaffelter Versuch, die Aushebelung eines Sprachkunstwerks durch sich selbst vorzuführen. Und mit dieser Aushebelung ist immer auch natürlich der jeweilige Lesende, die jeweilige Lesende dazu angehalten, die eigenen Lektüre-Strategien und das eigene Lesen dieses Textes sich neu zu überlegen. Das beginnt schon bei ganz banalen Dingen, wenn man das so will. Die Wahl eines Papiers Ende der 1960er Jahre, das auf ein Papier aus den 50er Jahren, nämlich dieses braune, zerfallende, schwierige Nachkriegspapier, dem Verlag vorgeschrieben wurde und unglaublich teuer zu kaufen war, einerseits. Andererseits die Typierung der Lektorinnen und des Lektors im Verlag, wo Wiener dann in der Kurzfertigstellung darauf hingewiesen hat, dass die Verbesserung von Mitteleuropa nicht von ihm Oswald Wiener sei, sondern dass der Autor Rolf Schwenter sei, ein damaliger Mitstreiter in Wien. Gleichzeitig das Einheimsen verschiedener Vorschüsse, auch von anderen Verlagen. Also diese Dinge sind sozusagen die äußeren betriebstechnischen Dinge. Und so stuft sich das, wie ich meine, immer tiefer in die wesentlichen, wenn man das mit diesem furchtbaren Wort sagen kann, Aspekte des Verhältnisses von Literatur, Sprache, Gestaltung, Welt, Wahrnehmen, Empfinden und hat da so eine Art von Pendelbewegung. Also es schlägt in die eine Richtung aus, einmal ist Sprachgebrauch alles und steuert alle Empfindungen, ein andermal geht es in die andere Richtung und mit Sprache ist nichts mehr zu holen. Also dieses Pendeln, das möchte ich Ihnen ein wenig auch heute in meinem Beitrag vorstellen und an manchen Punkten auch zeigen. Einerseits diese Aushebung zum Beispiel der Wittgenstein'schen und der Sprachphilosophie als einer Notwendigkeit, um tiefere Einsichten in das Funktionieren des menschlichen Geistes zu erlangen. Das bildet sich in dieser Verbesserung immer wieder auch ab und so ist auch tatsächlich Ludwig Wittgenstein als Towering Figure dieser als Linguistic Turn bezeichneten Richtung immer wieder auch ein Adressat von Kritik in der Verbesserung von Mitteleuropa Roman. Im Klang dieses komplexen, vielleicht sich wandelnden, vielleicht auch dialektischen Verhältnisses zu Philosophie und vor allem dann zur Wissenschaft, nämlich zur Naturwissenschaft, hat Wiener und damit die Verbesserung als deren Symptom einen relevanten Weg der Nachkriegsavantgarden insgesamt definiert. wird einerseits diese romantische Vorstellung der Künstler bzw. der Schriftsteller, könne mit seiner Arbeit, mit seiner Arbeit als Dichter, den Naturwissenschaften einen Spiegel mit eigener Bildmacht entgegenhalten. Und so kann die Verbesserung auch als ein Argument, das ist ein Zitat von Thomas Raab jetzt, gegen die wissenschaftliche Weltsicht, die faktische Macht der Naturwissenschaften gelesen werden, wobei der Aufwand, dem immer schlüssigeren naturwissenschaftlichen Weltbild ein ebenso schlüssiges, nicht mechanistisches, mächtig gegenüberzustellen, im Zeitverlauf unüberwindbar groß wird. Und das bedingt, wie ich meine, auch so eine Art von ständigen Ironisieren dessen und Aushebeln dessen, was in der Verbesserung als sprachliche Literatur vorgeführt wird, mitunter sogar dieses Ironisieren, selbstironisierend und aushebelnd, in einem, wohin auch hin, wie weit auch Richtung, infinitem Regress führend das gesehen wird. und regressführend das gesehen wird. Vorgezeichnet auf jeden Fall erscheint mit Oswald Wieners Verbesserung sein Weg hin zu einem wissenschaftlichen Renegaten oder zu einem renegatischen Wissenschaftler, wie auch immer man das gewichten will. Dennoch ist die Romanform, wir haben es gehört, der Untertitel Roman, ist emphatisch gesetzt in diesem Haupttitel. Also es ist kein Untertitel, sondern es ist in den Haupttitel gerutscht. Das könnte möglicherweise dem konsequent Nein-sagenden Menschen in der Revolte auch noch das Wort sprechen, als ein Anklang an Albert Camus. Und während sich aber der camusche Mensch in der Revolte, Zitat, aber der kamische Mensch in der Revolte, Zitat, im Aufstand die einzige fundamentale Gewissheit als Ersatz für das kathesische Cogito sucht und findet und auf die Alternative setzt, entweder durch Formalismus eine völlige Ablehnung der Wirklichkeit auszudrücken oder deren Derbheit durch Realismus noch zu unterstreichen, geht Wieners Verbesserung noch weiter. Also es ist weder dieser formalistische Zugang, noch ist es der Zugang, der auf der Bedarstellung der Wirklichkeit setzt, sondern beides wird in Frage gehalten und in Frage gestellt. Ersterer, nämlich dieser Formalismus, weil sich im Verlauf des Vollzugs des literarischen Experimentierens die neuen Sprachmittel, so das Zitat von Wiener, im Laufe der Zeit auch verbraucht haben. Zitat, in den Versuchen, eine neue Sinnhaftigkeit zu mobilisieren, überlebt der alte Sinn. Dieselben Sätze, Ausdrücke und Stile, die wir provisorisch benutzt haben, um einen Aufbruch zu beschreiben, bezeichnen nun wieder das, dessen Überwindung sie einleiten, helfen haben sollen. Das Werkzeug ist abgeglitten. Letztere, also diese Derbheit des Realismus, wird auch unterlaufen, weil sie sich als nicht gangbare Wege erwiesen haben, den politischen Kern der Wirklichkeit in irgendeiner Weise zu definieren. Kraft und Bedeutsamkeit wiederzugeben, versucht wird einerseits eine argumentierbare Theorie dieser Individualität zu verschaffen, aber immer auch wieder verbunden ist mit der Auflösung des Einzelnen und der Aufhebung des Einzelnen durch den Aspekt, dass der Einzelne, das Individuum durch diese Sprachmacht, durch die Sprachverwendung, durch äußere Einflüsse gesteuert wird und Einflüsse auf seine mentalen Prozesse erlebt. In dieser Hinsicht ist die Verbesserung auch ein Stück Bewusstseinsphilosophie, ein Rückzug von der Umwelt ins Bewusstsein, aber eben nicht nur als Verstellung oder Scheinheiligkeit. Ihre Grundströmung ist die Überzeugung, dass etwas in diesem Roman richtig ist, ohne es sagen oder zeigen zu können, etwa die radikale Überzeugung, dass die Naturwissenschaft, welche immer mehr zu Theorien von Zeiger ausschlägen wird, bekämpft werden müsse. Zeigerausschlägen wird bekämpft werden müsse. Wiener hat dazu in einem Gespräch, in einem im Jahr 2017 geführten Gespräch, das eben in einem Band, der gerade in Druck ist, sich befinden wird, geäußert, Wissenschaft im zuvor beschriebenen Sinn kam für mich ja gerade nicht in Frage, also die ernsthafte Naturwissenschaft, die auf Erkenntnisgewinn und auf technischen Fortschritt setzt. Meine Einstellung zur Wissenschaft war gleich geblieben. Ich habe es ja als eine Art Humbug gesehen, der Oberflächen nachmacht, wo es in Wirklichkeit um Tiefen geht, von denen die Wissenschaft überhaupt nichts weiß. Aber man muss das Rüstzeug kennen, man muss wissen, worüber man spricht, wenn man das verurteilt. Das war mein Standpunkt. Es war dann schon auch die Faszination am Drive der Verbesserung. Also auch dieser Drive ist etwas, was sich aus anderen Texten herleitet. Zum Beispiel aus der Lektüre von literarischen Texten von Gertrude Stein, die aber, und das vielleicht das Besondere, Wiener und auch die anderen Mitglieder der Wiener Gruppe damals so gelesen haben, wie sie auch Ludwig Wittgenstein gelesen haben. Oder umgekehrt, sie haben Wittgenstein so gelesen, wie sie Stein gelesen haben, nämlich auf der Basis der sprachlichen Oberfläche und dieser Idee, dass sich hinter jedem Satz eine neue Einsicht verbinden, verbergen könnte und sich dann auch offenbaren würde, während es, so wie Wiener ihn hier bezeichnet, sich auch bei Wittgenstein um einen großen Meister des Prokrastinierens handele, der immer wieder etwas verspricht zu lösen und dort, wo die Lösung dann nicht eintritt, zum nächsten Problem übergeht. Das ist dann ein Punkt, den ich heute nur kurz antasten möchte und anreißen möchte, dass die Sprachmetapher, also diese Idee, im Sinne des Linguistic Turn, dass alle Wissenschaft und alle Befassung der Sprachwissenschaft und der Sprachphilosophie unterzuordnen sei, oder umgekehrt, dass Sprachwissenschaft und Sprachphilosophie die Königswege zu einem tieferen Verstehen des Verstehens sein könnten. Das wird hier in dieser Verbesserung einerseits angetippt, angetastet und immer wieder auch unterlaufen und in Abrede gestellt. Das hat auch die Folge, dass man das wahrscheinlich als einen Umschlagpunkt bezeichnen kann im Vergleich zu den Arbeiten aus der Zeit der Wiener Gruppe, in denen es noch geheißen hatte, Zitat, begreifen von Sprache schien ein neuer Königsweg zum Begreifen des Naturganzen. Ich selber, also Wiener selber, jedenfalls wollte Schriftsteller werden, weil Sprache die Narbe aller Einsicht und allen Umgangs schien. Aber bereits wenig später habe er Sprache als einen Teil der Außenwelt wahrgenommen, auf dessen Eigengesetzlichkeit man seine Inhalte, seine Individualität projizieren muss. Weitergehen möchte ich mit dem Kapitel Politisches. Aus der Verbesserung spricht vielleicht echter Hass, jedoch auch die Parodie des Hasses und eine Abrechnung mit jeder Form von damals noch gar nicht erfundener politischer Korrektheit. So betrachtet könnte Wieners politische Intention als der Versuch gesehen werden, Kunst, die in der Enklave der politisch Besiegten, so das Zitat von Norbert Elias, also Kunst, die in der Enklave der politisch Besiegten eine Artikulationsnische ist, ihrerseits zu transzendieren. Also es liegt nicht darauf zu verlassen, dass die Kunst als ein Feld eigenen Rechts sich abkapseln könnte von sozialen und gesellschaftspolitischen Bedingungen insgesamt und dann mit dieser Hoffnung, dass sich durch einen wundersamen Dreh dieser abgekapselte Bereich als der bedeutsamere erweisen könnte. Das wird hier unterlaufen. könne sich der Einzelne ins Naturrecht des Stärkeren setzen und das Gewaltmonopol des Staates soll wieder zurückkehren in die Hände der zur Gewalt wirklich begabten Individuen. Und wie schön ist erst die Welt, heißt ein Satz, wenn jeder seine Dreckschleuder dem Spucken aufhebt. Wenn der Feind dasteht und ich muss ihn nicht beschreiben und nicht hassen, sondern töten und anders getötet werden. Und deine Sprache kann mir nicht den Krebs erregen. Ich werde sterben, weil ich schlicht und ohne Zorn getötet werde, weil ich im Wege stehe und weil ich nahrhaft bin. Anders als in der historischen Avantgarde sind diese ästhetisch kalkulierten Schocks bei Wiener in einen an Erkenntnis orientierten Zusammenhang eingebunden. Denn wenn es nicht mehr um die Gegensätze zwischen klassischer und antiklassischer Kunstauffassung geht und auch nicht um die Eroberung des Obszönen als eines gebietserlaubten Ausdrucksverhaltens, sondern darum, dass sich die Kunst, indem sie sich gegen jede Einschränkung der Kognitivität wendet, gegen den Staat wendet, dann neutralisiert, das ist Zitat Franz Schuh, in radikal selbstaufklärerischer Absicht der sprachliche Nominalismus alle Moral. Das, denke ich, trifft bereits für den Wiener der Verbesserung zu, relativiert sich später aber noch dadurch, dass der Bezug eines Wortes oder Satzes zu irgendwelchen Inhalten, die außerhalb des diese Beziehung stiftenden Apparats im Individuum liegen, generell in Abrede gestellt werden. So etwas wie Inhalt könne aus den verwendeten Wörtern nicht erschlossen werden und die Forderung nach politischer Korrektheit des Sprachgebrauchs gehe von falschen Voraussetzungen aus. Denn auf die Suche nach den Bedingungen dafür, dass auf weite Strecken widerspruchsfreie Interpretationen einer beliebig großen Datenmenge gegeben werden können, obwohl unendlich viele Verständnisse dieser Datenache aus, diese Idee von Benjamin Lee Whorf, und die auf sie zurückgehenden, wie anzunehmen war, gesellschaftlichen Institutionen. Die Bahn kurvt zurück in die Politik. Der Sprachhoheit der Gesellschaft muss man die eigene Produktion entgegensetzen, aber auch ihr darf man nicht auf den Leim gehen. Von diesem Standpunkt aus, die letzte Bemerkung gestrichen, also das mit dem sich nicht auf den Leim gehen. Von diesem Standpunkt aus, die letzte Bemerkung gestrichen, also das mit dem sich nicht auf den Leim gehen zu sollen, von diesem Standpunkt aus und damit sich auf den Leim gehend, werden progressive Konservative das politisch Korrekte definieren. Das hat auch vielleicht einen Einfluss auf die Bewertung von Dandy, Dandytum und des Nihilismus, beides Denkfiguren, die in der Verbesserung eine besondere Rolle spielen, als anzitierte und zugleich weiterentwickelte Denkschemata, also Dandy nicht in dem Sinn des modischen Dandys, sondern des 19. Jahrhunderts, Mitte des 18. bis Beginn des 19. Jahrhunderts, sondern, Zitat, 19. Jahrhunderts, Mitte des 18. bis Beginn des 19. Jahrhunderts, sondern, Zitat, Dandytum ist eine ganz bestimmte Form von Abwehr des Gedankens, der Mensch sei bis in die letzten Aspekte seines Seelenlebens durch mechanische Prinzipien erklärbar. Im Dandy nimmt die Abwehr die Form des Einzelkämpfertums an, welches nur gelegentliche Allianzen in Betracht zieht. Argumentativer Konsens des Philosophierens kommt nicht in Frage. Formale Übereinstimmung muss ohnehin subjektiv mit Sinn erfüllt werden. Außerhalb des Sinns ist sie mechanisch, widerspricht der Absicht, der sie etwa hervorriefe. Der Dandy ist genauer, empfindlicher, in den Formen seiner Gesellschaft idiosynkratischer Beobachter seiner inneren und äußeren Umgebung, Theoretiker aber nur ad hoc, maximen Sentenzen, Aphorismen. Er hat verstanden, dass seine Ergriffenheiten internen Gesetzmäßigkeiten folgen und ihm demnach vorgezwungen sind. Entdeckt die Mechanik immer größerer Teiler dessen, dass sie für seine Freiheiten gehalten hat, bis hin zum Apparat der Verzweiflung, wo ist ich? Entscheidend ist nun, dass dieser Ansatz des Dandys, der als ein sich nicht ausrechnen lassen Wollender und immer einen Schritt voraus sein Wollender, um andere damit ausrechnen zu können, dass das nicht als ein Propanz aufgebaut wird, sondern sich bei Wiener mit dem Nihilismus deckt und mit einer Idee des Nihilismus konvergiert. Das ist die reine Form des Standys, der im Nihilismus mündet, ist Valérys Monsieur Test. Herr Test ist ein äußerst künstliches Geschöpf, das sich aber an dem Punkt befindet, in welchem eben das Dandytum mit dem Nihilismus konvergiert. Bei Herrn Test führen geistige Fähigkeit und die Kenntnis menschlicher Fragen zu einem meisterhaft unauffälligen Verhalten. Die Vielschichtigkeit des Charakters ist nicht offensichtlich, sondern spiegelt sich in einer klugen, als Normalität getarnten Unbestimmtheit wider. Test ist der Einzelne, dem es gelungen ist, sich umzugestalten und sich von Identifikationen fernzuhalten, der aber darauf verzichtet, sich auszudrücken. Ich komme noch zu meinem letzten Punkt, nämlich der Idee der Kybernetik, die auch im Bio-Adapter natürlich hier stark auf dem Spiel steht. Nach der Abkehr von der Hoffnung, dass in der Befassung mit Sprache, Sprachphilosophie und Linguistik brauchbare Einsichten für das Verstehen von Verstehen zu erwarten wären, wendet sich Wiener der im deutschsprachigen Raum damals, in den 60er Jahren noch wenig bekannten, Kybernetik zu, mit der Hoffnung, dass die neue Forschungsrichtung ergiebigere Einsichten bereitstelle. Bereits zur Zeit der Sprachbefassung war Wiener aber am Programmieren und an elektronischer Datenverarbeitung interessiert. Er wusste um die Bedeutung von Programmiersprachen und sah zu dieser Zeit im Computer ein Instrument, das Analysen von Sprachvorgängen erlauben würde. Diese Ausrichtung und vor allem die Kritik daran sollte zu einem zentralen Mobens für Wieners Werk nach der Verbesserung werden, deren Erkenntnismotor es war, Denken und Verstehen zu beschreiben. Aber das Ideal des Autors, die Verbesserung mit einer zwei bis drei Seiten umfassenden axiomatischen und widerspruchsfreien Formel zu beschließen, die diese Fragen ein für alle Male gelöst haben würde, dieses Ideal hat er nicht einlösen können und stattdessen vielleicht oder glücklicherweise stattdessen, wenngräbt, sei der Bioadapter unsere Realität. Auch ironisch gesprochen vielleicht, er sei die erste diskutable Skizze einer vollständigen Lösung aller Weltprobleme. Und in dieser ersten Adaptionsphase steuert der Bioadapter den Gast durch die Einrichtung zweckmäßiger Situationen und die Anwendung wirkungsvoller Sprachmittel. Da ist vielleicht auch noch die Parallele zu sehen zu diesen Versuchen oder Experimenten der Wiener Gruppe, konkrete Situationen durch den Sprachgebrauch zu steuern, wie das auch in den beiden literarischen Kabarets ganz stark der Fall war. Was der Bioadapter verabreicht, bezieht sich nicht auf objektives Wissen, sondern dient nur dazu, die intellektuellen Grenzen der Versuchsperson zu bestimmen und auszunutzen. Das ist die erste Stufe. Was die zweite Stufe betrifft, das ist die Verschmelzung von Mensch und Maschine, wobei sich das Medium Sprache damit ja erübrigt, so wird hier das Bewusstsein zum Selbst der Umwelt, die sich nunmehr etwa wie die eigene Hand verwenden lässt. Kybernetik kann dadurch auch der Staatsmacht eine Theorie des Staates im naturwissenschaftlichen Jargon offerieren und das ist auch die politische Dimension, die in der Verbesserung hier zur Sprache kommt und auf dem Spiel steht und eine große Rolle spielt, dass diese Zurichtung des Einzelnen in Staatsverbänden vor allem mit den Steuerungsmitteln der Kybernetik erreicht werden kann. Und so ist vielleicht diese Proto-Kybernetik schon im 19. Jahrhundert, wenn der Kaiser in seinem Büro nur das zur Vorlage erlangt hat und bekommen hat, was davor nicht durch die eingebahnten Regelkreise gelöst werden konnte. Das ist das Moderne an der, sagen wir mal, habsburgischen Verwaltung. das, was auch den Staat ausgezeichnet hat, der Einsatz von Regeltechnik zur Unterdrückung des Individuums oder zur Zurichtung des Individuums. Ich überspringe einige Punkte und komme zum Schluss. Ich meine nämlich, dass diesem Abschnitten zum Bioadapter zündend die Idee der funktionalen Äquivalenz zugrunde liegt. Und diese funktionale Äquivalenz möchte ich abschließend noch ein wenig zu umkreisen versuchen. Auch wenn, und das hat Wiener selbst und Dauter selbst so behauptet, er zur Zeit der Abfassung der Verbesserung dieses Konzept der funktionalen Äquivalenz noch nicht bewusst hatte, gehabt haben konnte für sich und vielleicht nur implizit modelliert hat. Angelehnt an die später für Wiener so bedeutsame automatentheoretische Metapher, versteht man unter funktionaler Äquivalenz zum einen die Ununterscheidbarkeit des Outputs oder des Verhaltens zweier verschiedener Entitäten auf denselben Input oder Reiz, beispielsweise eines Menschen oder einer Maschine. Also auf einen und denselben Reiz verhalten sich Mensch oder Maschine auf dieselbe Weise und ununterscheidbar. Damit sind sie funktional äquivalent. Aber auch ein auf verschiedene Weisen zustande gekommener Reiz kann von einem Organismus als ununterscheidbar erlebt werden. Das zum Beispiel, und das stammt wiederum auch aus einem dieser bereits zitierten Gespräche in dem Band, mit Gesprächen mit Oswald Wiener zu seiner intellektuellen Entwicklung, das zum Beispiel, um bei mir das Gefühl über ein geschliffenes Holzbrett zu tasten, hervorzurufen, nur wenige ganz bestimmte Bedingungen an den paar betroffenen Nervenzellenenden erfüllt sein müssen. Denn den Eindruck kann man auf sehr viele Arten mit einem Holzbrett gerade so gut wie mit davon verschiedenen Reizen hervorrufen. Also das ist möglicherweise der Bioadapter in der zweiten Adaptationsstufe. Man kann aber auch unter funktionaler Äquivalenz verstehen, dass das Ausführen eines Vorgangs, obwohl von zwei Entitäten, zum Beispiel Mensch oder Maschine, verschieden durchgeführt, für einen Beobachter ununterscheidbar ist. May not machines carry out something which ought to be described as thinking, but which is very different from what a man does. This objection is a very strong one, but at least we can say that if, nevertheless, a machine can be constructed to play the imitation game satisfactorily, we need not be troubled by this objection. Das ist der Beginn des späterhin so bekannt und bedeutsam gewordenen Aufsatzes von Alan M. Turing zu dieser Frage, ob Maschinen denken können. Und möglicherweise ist das eine der zentralen Fragen, die uns nicht heute vorliegen und gestellt werden, sondern in denen wir uns, ohne es allzu sehr uns daran zu stören, befinden. Und Wiener setzt in diese Richtung fort, indem er in einem nächsten Schritt strukturale Kennzeichnung statt funktionaler Äquivalenz einfordert. Also funktionale Äquivalenz allein wäre nicht genug. Was ist stattdessen einzufordern? Strukturales oder strukturale Kennzeichnung. Ich habe versucht, so das Zitat, eine Leistung zu charakterisieren, die eine Maschine bringen müsste, damit ich beginne, ihr Intelligenz zuzusprechen. Die Faltung von Zeichenketten unter Nebenbedingungen, hieß es damals 1990 noch, aber in Turing's Test wäre auch das kein verlässliches Kriterium. Erstens gelingt auch Menschen die Faltung nicht immer und zweitens ist der Schwierigkeitsgrad derartiger Aufgaben für Menschen und auch für Maschinen nicht effektiv festzustellen. Deswegen bin ich noch einen Schritt weitergegangen und habe doch so etwas wie eine strukturale Kennzeichnung meines eigenen Denkens versucht. Weiter weiß ich nicht. Wenn man mir eine Maschine zeigt, die erkennbar in Vorgängen operiert, wie ich sie in meiner Introspektion, also in meiner selbstbeobachtenden und beschreibenden Ansätzen und Versuchen, das zu beschreiben, was in mir vorgeht, wie ich sie dort finde, dann werde ich mich eben zu der Meinung bequemen, sie denke wie ich. Das Konzept der funktionalen Äquivalenz hat zur Folge, und das ist vielleicht dieser Schlag, den Wiener auch beschreibt, den er hier, der ihn ereilt hat, nämlich, dass es nichts Echtes gibt. nämlich dass es nichts echtes gibt. Es ist vergleichbar der folgenden Stelle aus Descartes' Erster Meditation, in der dieser die Vorstellung eines bösen Dämons entwirft, der uns all unsere Eindrücke, Wahrnehmungen und Erlebnisse nur vorgaukelt. zu einem Text, den Wiener 1988 als nachträgliche Einschätzung über das Konzept des Bioadapters verfasst hat. Und ich lese Ihnen diese Übersetzung, die Wiener hier aus Descartes selbst, aus dem lateinischen Original von Descartes selbst vornimmt und das so zitiert, ich werde also voraussetzen, dass es nicht ein echter Gott ist, selbst herrliche Quelle der Wahrheit, sondern ein gewisses böses Genie, so durchtrieben und falsch wie mächtig, dass seine ganze Industrie beschäftigt, mich zu täuschen. Ich werde denken, dass der Himmel, die Luft, die Erde, die Farben, die Gestalten, die Laute und all die von uns wahrgenommenen Dinge der Außenwelt nichts als Illusion und Betrug sind, von ihm benutzt, um meine Ansichten zu steuern. Ich stelle mir vor, dass ich keinerlei Hände, keinerlei Augen, kein Fleisch, kein Blut, keine Sinne habe, doch fälschlich meine, all diese Dinge zu besitzen. Das führt auch dazu, dass das Ich als Illusion darüber sinnieren muss, was es verstehen kann und verstanden hat von der Organisation seines Organismus. Es stellt sich die Frage, welche Instanz dieses Ich ist. Man kann sogar so weit gehen, überhaupt in Frage zu stellen, ob es eine Instanz gibt, die wahrnimmt, erlebt und spürt. die wahrnimmt, erlebt und spürt. Solange dies ungeklärt ist, kann man annehmen, dass es sehr viele Zwischenstationen gibt, auf denen man jederzeit dasselbe Gefühl hervorrufen kann, ohne den ganzen sensorischen Apparat zur Verfügung zu haben und zu durchlaufen. Letzteres zeigt sich zum Beispiel an dieser Stelle, wie ich meine, aus dem Bioadapter. Der Adapter muss jedenfalls imstande sein, alle möglichen Operationen am zunächst ja noch menschlichen Leib durchzuführen, Amputationen, Organverpflanzungen, Neurochirurgie, sowie die Regeneration eigener etwa gestörter Funktionen bzw. den Entwurf und den Einbau von Ersatzmodulen und überhaupt eigener Neuentwicklungen bewerkstelligen können. Er modifiziert also nicht nur seine Programme, die ja als Anordnungsabfolgen von Materiezuständen interpretiert werden müssen, sondern im Rahmen der Selbstadaptierung auch seine stofflichen Modulen, die als Programmträger sequenzielle Steuerung erst ermöglichen. Sohin sind diese in keiner Weise mehr passive Medien des Ablaufs, sondern eben bestimmende Zustände. Die Unterscheidung von Hardware und Software ist ja bloß eine didaktische und an sich ohne sachliche Berechtigung. Der Einbau eines Gelenks zwischen Schulter und Ellenbogen wird eine neue Ära des Rückenwaschens einleiten. Innerhalb des Werks von Oswald Wiener nimmt der Bioadapter, wie ich meine, die Rolle einer radikalen Utopie ein, die in den auf die Zeit seiner Abfassung folgenden Phasen seiner Arbeit immer wieder neu befragt wird. von den und durch die Versprechungen des Behaviorismus, des Materialismus und der sogenannten künstlichen Intelligenz, die in ihrer Leistung und im Ergebnis Ähnliches wie menschliches Intelligenz hervorbringt, im Erkenntnisgang und in seinen phänomenalen Aspekten aber von ihr sehr verschieden ist. Mit den heute scheinbar erfolgreichen Verfahren wird etwas dem Bioadapter Ähnliches geschaffen. Diese Formen der KI sind, Zitat, auf den Erwerb von Struktur nicht mehr angewiesen. Sie erreichen das ihnen gesetzte Ziel auf ganz anderen Wegen als die menschliche Intelligenz. Stärker in Richtung eines Glaubens an die Möglichkeiten der KI hatte es im Jahr 1996 noch geheißen. Meines Glaubens an die Möglichkeiten der KI hatte es im Jahr 1996 noch geheißen. Überlegungen der letzten 25 Jahre haben mich zu der Überzeugung gebracht, dass der Bioadapter, um mich richtiger zu machen, selber Bewusstsein und Willen, möglicherweise Lüste und Schmerzen, sicherlich Neigungen und Vorurteile haben muss. Angenommen, das ist einer radikalen neuen Wissenschaft möglich. Wie wird er mit seiner Persönlichkeit fertig werden? Wird er sich einen Bioadapter bauen? Was springt dabei für mich, seinen Thalamus, heraus? Versagen dritter Ordnung? Im Jahr 2017 war der Autor jedoch überzeugt, dass Bemühungen aus dem Bereich des Behaviorismus und der Statistik scheitern werden. Sie werden den Menschen ersetzen, aber nur im Sinne von funktionalen Äquivalenzen, nicht als echte Menschen. Maschinen auf dieser Basis werden keine Vorstellungen haben. Sie werden das, was ich erlebe, wenn ich arbeite, um zum Beispiel ein geometrisches Problem zu lösen, nicht erleben. Sie werden überhaupt nichts erleben, sondern sie werden funktionieren. Mein letzter Stützpunkt, wenn ich in die Enge getrieben werde, ist es, dass ich behaupte, dass ich wissen möchte, wie ich denke, was Denken überhaupt ist. Und ich bin jetzt davon überzeugt, dass das mit den bisherigen Mitteln der künstlichen Intelligenz nicht erklärt werden können wird. Wir leben schon längst im Bioadapter. So endet ja, und Sie haben es schon gehört, der Abschnitt über den Bioadapter mit dem interpunktionslosen Satz, möglicherweise sind wir alle. Und damit bin auch ich alle für heute. Vielen Dank. Ingrid, wo magst du sitzen? In der Mitte? Ah, das istze mich hier. Komm da! Nein, bitte komm zu Ingrid! Ich setze mich hier. Warte mal. Ach so. Ich setze mich hier. Nein, du setzt dich hier. Ich setze mich hier. In der Hauptsache ist dieses Buch zwischen 1962 und 67 geschrieben, steht drinnen. Und wenn es den Alfred Kolleritsch von den Manuskripten nicht gegeben hätte, dann wäre das Buch vielleicht in der Form nicht möglich gewesen. Es ist in Fortsetzungen dort publiziert worden. Ich möchte so ein bisschen zurückgehen in diese Zeit. Ich meine, das ist eigentlich 60 Jahre her jetzt. Also wenn man sich das Buch anschaut und auch wenn man heutige Debatten um künstliche Intelligenz und so etwas verfolgt, hat man das Gefühl, das ist top aktuell und das hat irgendwie so eine Lebendigkeit. Also es hat 60 Jahre auf dem Buckel, dieses Buch. Und ich wollte heute noch einmal fragen, wie damals die Situation, ihr habt in Wien gelebt damals, 1964 ist Konrad Bayer gestorben, das war eine wichtige Referenzfigur für ihn, die Wiener Gruppe hat es eigentlich in der Form nicht mehr gegeben. Der Ossi hat bei Olivetti gearbeitet. Erste Aktionen des Wiener Aktionismus haben stattgefunden in der zweiten Hälfte der 60er Jahre. Aber wie hast du die Lebenssituation so in Erinnerung von damals? Mit wem hattet ihr Kontakt? Was hat euch beschäftigt? Naja, in Wien war eigentlich der Kontakt zu dem Rühm. aber im Grunde genommen war schon Graz wichtig für uns. Wart ihr in Graz ab und zu? Was heißt, wir waren gerne in Graz. Und zwar, weil doch auch der Kolleritsch die Verbesserung in den Manuskripten drucken wollte. Und der Oswald, glaube ich, gar nicht so sehr darauf aus war, zu drucken, sondern eher zu schreiben. Aber trotzdem dann diese Aufforderung von Kolleritsch, ja, das müssen wir doch jetzt drucken, für ihn irgendwie so etwas war, was ja in Wien nicht passiert ist. In Wien hat ja niemand gesagt, jetzt drucken wir dich. Da war ja niemand. Und so sind wir halt nach Graz immer gefahren, weil auch Graz so schön war. Es ist ungefähr eh, bin ich jetzt drauf gekommen, so wie Linz. Wir fahren auch nach Graz übrigens. Ja, aber Linz ist ja auch so schön. Ich weiß es selten in Lin schön. Ich weiß es selbst nicht. Ich bin ganz überrascht. Ja, ich auch. Das hat mir so gut gefallen jetzt. Na gut, und in Graz waren ja dann auch diese netten Künstler. Wir haben die alle krass, da wird es vergessen. Warte, ich habe es aber aufgeschrieben irgendwo. Na gut, jedenfalls, die waren dann auch, die haben ja noch gelebt zu dieser Zeit und haben uns die ganzen Wirtshäuser gezeigt, die auch sehr schön. Und wir hatten halt so wirklich eine schöne Zeit. Und ich denke auch, so wie du sagst, wenn der Fredi Kolleritsch das nicht gedruckt hätte, hätte der Oswald aufgehört. Also das war ein permanenter Appell über die Jahre hinweg, also von Nummer zu Nummer der Manuskripte war da immer dieser Kolleritsch im Nacken und der hat gesagt, mach wieder und mach wieder. und er hat gesagt, mach wieder und mach wieder. Es ist ihm fast schon auf die Nerven gegangen, aber es war dann doch irgendwie so, dass es positiv war, dass da jemand ist und das machen will und die anderen, auch die Künstler, die vielleicht gar nicht einmal so verstanden haben, was er wollte. Hast du verstanden, was er wollte? Nein, auch nicht. Hast du gewusst, was er macht? Naja, schon. Ich meine, das war Literaturzeitschrift, das hat man angenommen, das ist irgendwie so mit Literatur. Oder hast du irgendwie ein Gefühl dafür gehabt, was der da eigentlich tut? Ich meine, das war ja fünf Jahre lang. Ja, das war ziemlich, aber du darfst eines nicht vergessen, ich habe die Verbesserung selber geschrieben. Gediebt? Gediebt. Naja, ich konnte ja Maschinen schreiben. Und das konnte er nicht? Nein. Er konnte nicht Maschinen schreiben? Das war schon Olivetti. Olivetti hat für ihn geschrieben. Aber wie hat er handschriftlich gemacht? Er hat handschriftlich gemacht. Und hat er dann diktiert? Nein, ich habe das gelesen. Und du hast das alles abgetippt? Ich habe das dann abgetippt. Er hat es dann diktiert? Nein, ich habe das gelesen. Und du hast das alles abgedeckt? Ich habe das dann abgedeckt. Er hat es dann kontrolliert. Und ich habe es abgedeckt. Weil er hat... Schau, eine Schreibmaschine ist eine Schreibmaschine. Und eine Schreibmaschine kannst du zum Beispiel nicht ins Bett nehmen und da jetzt schreiben und so. Und deswegen hat er ja viel beim Liegen geschrieben und ist auch in der Nacht aufgewacht, weil ihm irgendwas eingefallen ist und hat es notiert. Und dann hat er das Ganze dann irgendwie halt wieder zusammengesetzt und mich hat das sehr gefreut, dass ich was tun darf. Du hast es getippt und du hast dann auch geredet mit ihm? Ja, und dann weiß ich, wenn ich irgendwas überhaupt nicht verstanden habe, habe ich schon gefragt. Aber ich war natürlich, ich bin mir auch nicht so toll vorgekommen, dass ich jetzt mit der ganzen künstlichen Intelligenz, aber ich hatte eine Ahnung bekommen, was das sein kann. Ich kann mir vorstellen, in diesem Produktionsprozess, du beschreibst das ja so in diesen vorderen Teilen, weil das ist ja so Aphorismus, in der Lesung von dem Ferdinand ist ja zum Ausdruck gekommen, das ist so aphoristisch und das sind so kurze Texte, aber dann hinten, wo es in Richtung eines längeren Essays gibt, kann ich mir nicht vorstellen, da muss er ja doch konzentriert über weite Strecken und über lange Zeit da gesessen sein. Wie hat sich das dann abgespielt? War das dann auch so, dass er das alles handschriftlich, weil das, was das österreichische Literaturarchiv bekommen hat, Handschriften sind da ja überhaupt keine dabei. Sind die dann weggeworfen worden? Nehme ich an. Also ich kann da mal nachschauen. Das wäre natürlich eine Sensation, das würden wir dir sofort der österreichischen Nationalbüro vor der Nase weg abkaufen. Das wäre eine kleine Sensation. Bernhard Fetz würde sich ärgern. Aber ich glaube, ja, wahrscheinlich. Aber mal nachschauen kann man auf jeden Fall, weil er hat alles aufgehoben. Auch jetzt, ich meine, jede Rechnung und alles, was so passiert ist Und da bin ich draufgekommen, dass es handschriftlich vom Ausland geschriebene Sachen drinnen waren. Notizen. Also er hat das auch nicht wegwerfen können. Und das habt ihr nach Kanada mitgenommen und wieder zurück? Oder habt ihr da eigentlich ein Lager gehabt? Ich habe immer ein Lager gehabt. Also genau kann ich mich nicht mehr erinnern. Oder habt ihr da eigentlich ein Lager gehabt? Ich habe immer ein Lager gehabt, schon. Also genau kann ich mich nicht mehr erinnern. Oder, na, es muss ein Lager gegeben haben. In Berlin. Ich meine, das Fulminante an dem Buch ist ja einerseits, dass es so viele unterschiedliche Teile hat und eigentlich auch die hinteren Teile völlig anders sind als die vorderen und sozusagen auch eine Entwicklung gegen sich selbst hat, was ja der Thomas Eder auch angesprochen hat, aber trotzdem das wäre eine Frage an den Ferdinand und den Thomas, aber trotzdem hat man das Gefühl, dass da einer also eine ziemlich identifizierbare Person von vorn bis hinten spricht, dass da ein Drive ist, dass da etwas ist, was sozusagen ein, das ist eigentlich ein völliger Widerspruch, weil es ja so ein dekonstruktiver Ansatz ist, allem, was human ist. Und trotzdem hat man das Gefühl, als eine sich entäußernde Person ist es halt der Ossi, den wir alle irgendwie 10, 20, 40 Jahre später kennengelernt haben. Ist das so? Also sehen Sie das auch so, dass da eigentlich schon ein Subjekt ist, das da irgendwie, wo überall diese völlig heterogenen Teile hinweg, sich entäußert und das irgendwie zusammenhält auch? Oder ist das eine zu romantische Vorstellung von mir? Ja, da musst du sagen. Naja, also ich... Naja, das musst du sagen. Naja, also ich... Naja, das ist spannend. Es ist vorhanden und es ist gleichzeitig aber ständig am sich auflösen. Und kommt wieder zurück. Und changiert sozusagen. Aber jetzt gar nicht so geheimnisvoll oder so, sondern auch mit dieser Selbstansprache, also du trocknest, das geht ja dann an ihn und an mich oder an uns, aber das dreht es auch immer wieder ins Ich, also dass ein Autorein Ich da ist, aber gleichzeitig wird es ja, ich habe bei dem Register nachgeschaut, was am meisten vorkommt. Unter anderem ist das Ich, es hat so eine Packung von Seitenverweisen, fast die meiste Stelle. Und dann habe ich Oswald dazu gezählt und 16 Mal kommt Oswald vor. Also in Bezug auch mit Ich und so weiter. Also er spielt dann auch mit der Namensgebung, aber diese Namensgebung ist ja sofort wieder identitätsstiftend und gleichzeitig auch ein Spiel mit der Identität über den Namen, der wieder Begriff ist. Die Begriffe haut er aber dann über Bord. Also da geht das Ich mit, mit dem Namen, kommt auch wieder als Namen zurück. Also dieses Spiel ist immer ständig vorhanden und nicht greifbar. Aber es ist eigentlich, weil ich gestern vom Faden der Erzählung, der gebrochen ist, ist ja ganz klar, aber das ist der Faden, der durchgeht. Der ist am Ende auch wieder da. Wie kommt dir das vor, Thomas? Nein, es ist auf keinen Fall eine positive Inszenesetzung eines quasi autorlosen Textkonjumerats oder des Textkonvoluts, wie es dann später sehr modisch wurde. Das ist ein sich selbst schreibender Text, auch das, wie ich heute nicht zitiert habe, dass das Text ich dann da wundert, wie sich der Text entwickelt hat und ihm auch entgleitet in seiner Gestaltung. Aber auch das wird wieder ironisiert. Also der Text ist nicht eine Textfläche und es ist der autorlose Text und der Autor ist, weiß ich, nicht mehr vorhanden. Es ist aber zugleich nicht auch ein autofiktionaler Text, dass man irgendwie so über eigene biografische Momente nachdenkt oder über eigene Momente der Lebenszusammenhänge, sondern es changiert zwischen diesen Polen. Und es stellt diese Frage immer wieder auch, diese Größe immer wieder auch aufs Spiel und hinterfragt sie und setzt sie wieder neu um und setzt wieder neu an. Und dann natürlich auch in allen Wandlungen, das war der Meta-Oswald, das Über-Oswald sitzt im Café Zweriner dann. Das Zweriner kam heute vor und das Zweriner ist dann immer wieder da. Und da sind auch immer wieder viele intertextuelle Anspielungen an vielleicht auch doch Konrad-Beyer-Texte, die im sechsten Sinn, die ja relativ zeitgleich ein bisschen früher entstanden sind. Einiges erinnert an. Also solche Passagen. Also die eher literarischen, wenn man sie so nennen kann. Erinnern sehr stark an das. Zugleich ist aber, wie soll man sagen, dass das Ich... Es gibt natürlich auch diese Vorstellung, dass man einem Autor, der im Text auftaucht, dadurch als Lesender den Kredit zugesteht, hier eine Instanz zu sein, in dem er immer alles schon vorweg nimmt, was man als Lesender ihm unterstellen könnte. Also jeden Druckfehler, den er macht, nicht als einen Druckfehler zu sehen, sondern als einen kalkuliert gesetzten Druckfehler, der aufgegeben ist, so zu verstehen und so zu sehen. Der eine Funktion hat. sehen. Der eine Funktion hat. Aber wie erzeugt man so eine Größe, dass man eben nicht die Idee vor sich hat, das ist halt passiert. Also ich habe einmal den irrigen Versuch gemacht, mit einem Vortrag über Oswald Wiener mich für eine Professur in Wien zu bewerben und dann war da im Publikum eine deutsche Professorin, die eigentlich das Germanistik-Institut in Geiselhaft genommen hat. Und die hat dann nach dem Vortrag gesagt, ich verstehe das nicht mit diesem Oswald Wiener. Erklären Sie mir das endlich. Ist das jetzt ironisch gemeint oder ist das alles ernst irgendwie? Also irgendwie sozusagen dieses permanente Umschlagen von Ironie in Ernst irgendwie. Und meine Antwort war dann, Knefrau, in Österreich ist alles Ironie und bitterster Ernst gleichzeitig irgendwie. Und war dann, Knefrau, in Österreich ist alles Ironie und bitterster Ernst gleichzeitig irgendwie. Und das muss man sozusagen einfach verstehen, dass es kein Widerspruch ist, sondern das ist eigentlich bedingt und ich glaube dieses Schieren ist auch für dieses Autoren-Ich wichtig irgendwie, weil diese Prozesse, wo er sich selber angreift oder wo er sich selber dann irgendwie noch dekonstruiert und ironisch sich selber gegenüber ist, die gehören einfach dazu. Und das stört bei uns überhaupt niemanden. Das versteht man einfach, dass das auch dazu gehört und trotzdem nicht das ganze Buch auseinanderfliegt, sondern dass das irgendwie eigentlich das Ironie und das Ernst, weil teilweise wird es ja bitterster Ernst wieder irgendwie. Also da meint er ja was. Und dann gibt es aber wieder diese Ironisierung. Und das ist aber irgendwie gebündelt in einem Ich, das wir uns, Österreicher zumindest, die Deutschen nicht, aber wir Österreicher uns, als eine Äußerungsinstanz vorstellen können, die zusammengehört und die nicht irgendwie auseinanderfällt in den ironischen Super-Ossi und in den ernsthaften weniger super Ossi. Und das gehört ja zur Schattierung der Person wahrscheinlich auch dazu, so wie ich, ich habe ihn viel später kennengelernt, aber das hat man ja bei ihm auch, wenn man ihn lebendig erlebt hat, haben können, dieses permanente Hin und Her. Der Begriff Meta-Ossi ist ja auch spannend, jetzt wo du es so herausstellst, fällt mir das wieder ein, dass man nicht Meta-Sprache oder irgendwie Meta-Theorie, sondern es kommt der Meta-Ossi plötzlich ins Spiel, der dann irgendwie da herumwirkt und eigentlich philosophisch wieder das Ich ist ja dann wieder mit philosophischen Referenzen versehen, kommt Ernst Mach ins Spiel, das Ich ist unrettbar. Also das geht ja ständig, das Autornich ist ja dann wieder mit philosophischen Referenzen versehen. Komm, ernst mach ins Spiel, das Ich ist unrettbar. Also das geht ja ständig. Das Autornich ist ja aber auch dann der Mach und der Stirner. Also das ist eine ganz spannende Sache, die fast in einer Art Gleichzeitigkeit passiert und dann plötzlich kippt in der Schreibweise. Das ist wirklich eine unglaubliche Leistung, die man eigentlich auch nicht nacherzählen kann, aber auch kaum vorlesen. Das muss man anschauen und sehen und nachdenken. Das ist wirklich eine unglaubliche Leistung, die man eigentlich auch nicht nacherzählen kann, aber auch kaum vorlesen. Das muss man anschauen und sehen und nachdenken. Hat er Spaß gehabt an der Sache? Er hat wahnsinnigen Spaß gehabt und er hat ja dann auch dieses eine kleine Büchlein, was ich da mitgebracht habe. Das liegt am Büchertisch. Das zu erwerben. Die Ingrid Wiener hat einige Bücher mitgebracht, die es sonst nirgends mehr gibt, sondern nur mehr in ihren Garagen. Wo er unter dem Pseudonym Evo Prekogler, also bei Mathis und Seins, die waren gar nicht froh darüber, dass er das drucken will. Weil die hätten lieber gehabt, dass er aus Waldwien ein Buch truppen. Die haben es dann auch verraten. Ja, und sie haben es dann auch nicht wirklich. Und da hat er ja auch, weil er so gern geschrieben hat, also mir kommt das halt so vor, wie ich das so durchgelesen habe, also am Anfang halt jedenfalls, dass er einfach gerne geschrieben hat. Und alles Mögliche. also auch ganz primitive Sachen. Irgendwie, es hat ihm Spaß gemacht. Das ist sehr zu empfehlen, das ist es nicht schon wieder. Also wenn Sie das nicht haben, dann erfahren Sie auch die letzten Geheimnisse über Udo Brocksch und den Untergang der Lokoner. ist ja Udo Brock schon den Untergang der Lokona. Oswald Wiener hatte da Geheimwissen, dass er da irgendwie auch eine künstliche Intelligenz ins Hirn gelegt hat. Vielleicht hat es auch die künstliche Intelligenz erzeugt, dieses Geheimwissen. Das ist ja wiederum nicht ganz klar. Also es ist irgendwie ein hochinteressantes Buch, das auch so tief in die österreichischen Verwaltungsinstanzen führt. Wenn ihr das, es hat ja beide Unterrichtende, also wenn ihr diese Verbesserung euren Studenten erklärt, was sagt ihr da? Wenn ihr nur eine Minute Zeit habt, was ist das für ein Buch? Warum sollen die das lesen? Zwei Minuten. Eingangs schon erwähnt, grundlegende Fragestellungen, die das Schreiben zutiefst berühren. Und dass nicht alles so locker geht, wie es ausschaut. Aber andersherzog sehr locker sein kann, wenn man es kann. Und da halt trainieren und üben und schauen und sich aber auch nicht abschrecken lassen. Diese Angst nehmen ist wichtig. Was mir gerade einfällt, ich meine, die Wiener Gruppe, die hat teilweise so formalistische Texte gehabt und es gibt sozusagen viele, die das nachgemacht haben, aber die Verbesserung hat eigentlich keiner nachgemacht. Nein, das ist heute in der Nacht auch einfach. Also eigentlich hat keiner den Versuch unternommen, die Verbesserung von Mittlerdorf danach zu machen. Es geht Gott sei Dank. Ja, also das ist eigentlich auch spannend. Was sagst du, wenn die Studenten kommen und sagen, was ist dieser Wiener Tag gewesen mit Verbesserung? Die einfache Antwort ist, dass gestern nach der Veranstaltung einige Studenten lange ausgeharrt haben, um mir sagen zu können, dass es dieses Buch verdient und ein wirklich gutes Buch ist, dass es auf diese Weise präsentiert wird als Grundbuch. Das ist gestern gut. Andererseits ist es natürlich, was mich dann auch wieder von der Inverse-Seite, das ist so die Einschätzung, die einerseits Oswald Wiener geäußert hat, dass es wohl eines der bedeutsamsten Bücher sei, aber er mit dem Autor, der dieses Buch verfasst hat, nicht sehr viel zu tun hat. Nicht jetzt im Sinn, dass es Rolf Schweter war, sondern dass es von einem anderen geworden sei. Und das ist andererseits und das ist vielleicht auch ein Punkt, das ist vielleicht nicht ganz einfach, diese Einschätzung, dass es ein Sprachkunstwerk sei, das Selbstmord begeht. Das klingt recht drastisch. Wie es aber gemeint ist, dass mit Kunst, in Kunst, gegen Kunst angegangen wird und auf diese sich dadurch entstehenden Paradoxien sich berufen wird. Also dass dabei ja etwas entsteht, was unglaubliche Ergriffenheiten erzeugt und eine unglaubliche, auch poetische Qualität erzeugen kann, aber gerade eben nicht als ein hehres, reines Produkt. Gestern war eine Debatte von Herrn Frantisek, Frantisek-Lessak, der Oswald Wiener als einen Infinito bezeichnet hat, dass etwas nicht zu einem Ende getragen wird und nicht zu einem vollständigen Punkt, zu einem vollständigen Bogen, Bahn, sondern dass er an einem Punkt auch abgebrochen wird. Das kann man so und so einschätzen und vielleicht auch ist das dann eine Typfrage. Na gut, die Turing-Maschine bleibt stehen. Das ist jetzt ein Geheimnis, das wirft zweifelnd, du weißt, was ich gemeint habe. Wenn das Halteproblem stehen ist. Es geht ja gar nicht ums Anfangen und Aufhören. Ihr habt es in Ihrem Vortrag, istortrag auch ganz klar deutlich zum Ausdruck gekommen, wenn er sich später mit etwas auseinandergesetzt hat, war es natürlich der Bio-Adapter. Das hat er schon für ein Konzept gehalten, das auch später noch tragfähig war, auch in den 90er Jahren noch, also 30, 40 Jahre später, sich noch einmal damit auseinanderzusetzen, weil einfach das Gedankenexperiment sozusagen noch Virulenz gehabt hat und jetzt noch hat irgendwie und das wirkt ja auch so in die Kybernetik hinein. Und ich meine, in der Germanistik ist natürlich das Buch jetzt auch ziemlich verankert und verortet in der österreichischen Literaturgeschichte. Es geht eigentlich total einfach, also gewisse frühe Formen von Publikumsbeschimpfung von Peter Handke hat einen unmittelbaren Bezug zu Purim, obwohl es das Radikalere war und es gibt sozusagen ja viele Transformationsprozesse, wo Teile der Verbesserung dann in anderen Zusammenhängen, gerade auch in Grazer Zusammenhängen, wieder aufgetaucht sind und eigentlich für den literarischen Markt verwertbarer präsentiert worden sind. Also innerhalb der Literatur wird das natürlich schon sehr gelesen. Gestern hat irgendwie, war auch ein Ex-Professor auf der Wiener Germanistik, Michael Lobo-Horber, sein Publikum, der hat getwittert, ich bin mir sicher, keine 50 Leute haben dieses Buch von vorn bis hinten gelesen. Ich glaube, das stimmt einfach nicht. Also dieses Buch ist, das muss man ja nicht von vorn bis hinten lesen. Also man muss sozusagen, man kann ja hineinlesen, aber ich glaube, es gibt eine lange Tradition der Auseinandersetzung mit diesem Buch. Das sieht man ja auch, dass es immer wieder anzitiert wird, dass Zitate da und dort auftauchen. Das hat eigentlich eine immense Wirkungsgeschichte, dieses Buch, auch wenn man es gar nicht so wirklich merkt. Und ich glaube, das war ja so ein Ansatz, glaube ich, auch, der so von Karl Einstell vielleicht gekommen ist. Ich glaube, das hat ihn auch sehr interessiert, welche Wirkungen, welche Effekte erzielt man mit Literatur eigentlich, im Leser und in der Rezeption. Also ich glaube, das war schon während der Wiener Gruppezeit etwas, wo er, welchen Impact hat das? Also wohin treibe ich auch mich selber als Schreibenden und den Leser? Oder das ist doch so ein performativer Ansatz. Also irgendwie das Buch, kann man sagen, teilt auch Watschen aus. Also es streichelt den Leser, es teilt auch Watschen aus. Es ist interessant, es ist ein Buch und trotzdem ist es mehr als ein Buch. Es hat fast multimediale Dimensionen. Es ist fast selber ein Bio-Adapter. Ein bisschen. Und dann hat er das mit der Turbomaschine, das zweite Buch. Das ist ja dann irgendwie gar nicht verkauft worden. Komischerweise. Und dann hat er es aufgekauft. Weil er es ja gerne hat, mit dem Verlag. Naja, ich glaube, die weitere Entwicklung der Rezeption von Oswald Wiener und seine Stellung, das wäre ja noch ein weiteres Gespräch. Vielleicht kommen wir dazu in Graz morgen irgendwie. Das ist eine andere Fokussierung, nicht schon wieder. Oder wie heißt es? Nein. Nicht schon wieder. Nicht schon wieder, ja. Nicht schon wieder. Nicht schon wieder, ja. Nicht schon wieder. Das heißt nicht schon wieder. Das heißt nicht schon wieder, ja. Das kann man mit der Verbesserung nicht vergleichen. Naja, die Verbesserung wird ewig das Hauptwerk, also irgendwie wird das zentrale Werk sein. Ja, ja, klar. Wollen wir noch Fragen aus dem Publikum zulassen oder reicht es uns? Natürlich. Ja, bitte. Ist die Verbesserung im englischen Spanien-Gerau erschienen? Thomas, glaube ich, ist gerade eine Verbesserung. Noch nicht. Also Teile sind übersetzt, vor allem der Bio-Adapter. Aber wir hatten jetzt vor zwei Tagen ein Gespräch mit dem Übersetzer, der auch einen Verlagsvertrag hat, das im Londoner Prototype Verlag wird es erscheinen. Es ist allerdings eher prominent und eher so weiterverbreitet, ist im Jahr 2019, sind Auszüge daraus auch sehr seriös übersetzt, in der Zeitschrift Oktober, also in dieser Hauptorgane oder einem der wesentlichen Organe der Avantgarde-Literatur publiziert worden. wesentlichen Organe der Avantgarde-Literatur publiziert worden und erstmals davor und da vielleicht jetzt in sehr schneller Frist übersetzt, im Jahr 1997 in diesem Biennale-Katalog, den Peter Weibel gemacht hat. Jetzt ist es auf Italienisch übersetzt. Es gibt eine vollständige Übersetzung ins Italienische mit einem Stellenkommentar und mit einem sehr langen Aufsatz. Dieser Stellenkommentar und der lange Aufsatz sind eben auch auf Deutsch erschienen. Und Alex war so findig, diesen Band, den wir in Wien selbst mitgebracht haben, auch hier am Büchertisch zu haben. Gibt es sonst noch Anmerkungen? Eine normale Sache. Es wurde wiederholt bei der Veranstaltung am gestrigen Abend gewesen, also am, gestern und im nächsten Zusammenhang. Genauso wie heute. In der alten Schmiede in Wien, diese Veranstaltungen zu Grundbüchern der österreichischen Literatur finden manchmal zweimal und manchmal sogar dreimal statt. Also in Wien, in Linz und manchmal auch in Graz. Also wenn Sie heute noch nicht genug haben, dann haben Sie morgen die Möglichkeit noch in Graz unser Gespräch weiter zu verfolgen. Da fallen uns vielleicht auch noch die Leute ein, mit denen wir in Graz zu tun haben. Vielleicht sind ein paar ins Publikum. Ja. Also das Schema ist gleich. Es war schon ein bisschen anders als gestern in Wien. Das Gespräch ist anders, aber sonst ist alles völlig gleich. Also auf den Punkt genau irgendwie der Vortrag, der kommentierte Lesung. Nur um Sie zu beruhigen, ich habe tatsächlich heute ganz anders vorgetragen. Es hat auf mich die exakt gleiche Wirkung erzielt irgendwie. Auch die Lesung war anders. Auch die Ingrid Wiener hat gestern exakt das Gegenteil gesagt. Also als sie hat gesagt, hat sie dort gesagt, das ist gar nicht umgekehrt. Sie war nie in Graz, hat sie gesagt. Graz kennt sie gar nicht irgendwie. Und sie war immer nur in Linz. Oder? Ja, so ähnlich. Hast du die Garage auch gestern schon? Nein, die Garage ist ganz neu. Und überhaupt, dass der Oswald Wiener nicht Schreibmaschinen schreiben kann, das ist für mich eigentlich ein Schock. Ich nehme es gefasst hin irgendwie, aber dass das alles von dir ist, alle Typoskripte, das ist ja ein Wahnsinn eigentlich. Vielleicht hat er Schreibmaschinen schreiben können, aber wollte nicht. Oder vielleicht wollte ich was machen. Vielleicht hast du es doch du gesehen. Dieser Job bei Olle Wette ist süß, aber mythenumrangt. Er hat ja selber einmal erzählt, er ist dann einfach nicht mehr hingegangen. Und trotzdem haben sie ihm nur ein Dreiviertel ihres Gehalts bezahlt. Ja, das war irre. Und der Chef von ihm war ja der Schulenburg. Achso, den hast du gut gekannt. Ja, der Schulenburg lebt ja noch. Achso, der lebt noch. Der Leiter Schumburg lebt ja noch. Das hat er erlebt. Ja, ja. Der Leiter des Sessler Verlags. Und der ist einfach nicht mehr hingegangen. Aber er ist irgendein Chef von ihm, der ist manchmal zu uns gekommen und hat gefragt, wie es uns geht. Weil er ihn ja nicht gesehen hat. Ja, das waren nur Arbeitsverhältnisse irgendwie. Das hat mich auch gewundert. Aber es war damals offensichtlich möglich. Ich glaube an Hochschulen ist es heute noch üblich, dass man auch jahrzehntelang gar nicht mehr dort ist. Meinst du? Ja, ich weiß nicht. Aber es gibt tatsächlich dann dieses Telegramm, wo dann steht, sehr geehrter Herr Wiener, wir bitten Sie sofortiger Vorsprache in der Personalabteilung. Es gibt einen wichtigen Punkt zu klären. Wir wissen nicht den Inhalt des Gesprächs, aber die Vermutung ist recht stark, dass das das Ende der Karriere war. Können wir sonst noch irgendwie beitragen zur Belustigung oder zur Erkenntnis? Wenn nicht, dann schließen wir das. Vielen herzlichen Dank euch drei. Ich danke. Vielen Dank für die Aufmerksamkeit. Vielen Dank.