Ich möchte Sie alle sehr herzlich zu unseren Künstlerinnengesprächen begrüßen. Ich freue mich sehr, dass Sie alle da sind. Ich glaube, diese Künstlerinnengespräche sind diesmal ganz besonders interessant, weil diese Beziehungsweisen zwischen Ihnen schon dermaßen viel Stoff hergeben für Gespräche, dass wir schon sehr gespannt sind. Vielen Dank für Ihr Kommen, Frau Rupprecht, Frau Riederer. Und Elisa Andessner wird moderieren. Jetzt sind wir schon sehr gespannt und einen schönen Abend. Dankeschön. Ja, auch von mir herzlich willkommen. Danke, dass ihr alle so zahlreich erschienen seid heute an diesem kalten Winterabend. Herzlich willkommen natürlich an Antonia Riederer und Marie Rupprecht, die beiden Künstlerinnen der Ausstellung. Schön, dass ihr beide da seid und euch Zeit genommen habt für das Künstlerinnengespräch. Last but not least, vielen Dank an DorfTV, dass ihr heute da seid und dieses Künstlerinnengespräch aufzeichnet. Ja, wir sitzen hier in der Ausstellung Beziehungsweisen von Marie Rupprecht und Antonia Riederer. Beziehungsweisen ist eine Ausstellungsreihe, die kuratiert ist von Anneliese Geier, die Leiterin der Kunstsammlung des Landes Oberösterreich. Diese Reihe präsentiert oberösterreichische Künstler und Künstlerinnen, die durch Lebens- oder Arbeitsgemeinschaften verbunden sind. Antonia Riederer und Marie Ruprecht, ihr seid durch eine Arbeitsgemeinschaft verbunden. Sie betreiben gemeinsam eine Ausstellungsreihe mit dem Namen Kunstsalon und begleiten und stärken sich auch gegenseitig künstlerisch. Wir werden heute hinter die Kulissen dieser Arbeitsbeziehung schauen und vielleicht noch ein bisschen mehr erfahren, als wir hier auf den ersten Blick sehen, wenn wir uns die Ausstellung anschauen. Der erste Teil dieses Gesprächs wird zu dritt sein, also wir werden gemeinsam ein Gespräch führen und im Anschluss gibt es dann noch die Möglichkeit und den Wunsch von euch, von Ihnen, Fragen und Statements zu hören und die Künstlerinnen werden dann natürlich darauf antworten. Keine Angst, es wird nicht ins Publikum gefilmt. Also wenn jemand Fragen stellen will, braucht keine Angst haben, dass dann ein Close-up ist, wo man dann sieht, dass die Schminke verschmiert ist oder so. Nein, es wird nicht ins Publikum gefilmt, also das sollte nicht das Hindernisgrund sein, etwas zu fragen. Noch einen Hinweis, wenn Sie was sagen oder fragen wollen am Schluss, bitte geben Sie mir ein Zeichen und ich gebe Ihnen das Mikrofon dran. Man sollte ins Mikrofon rein sprechen, damit das auch aufgezeichnet wird. Okay, Marie Rupprecht studierte experimentelle visuelle Gestaltung an der Kunstuniversität Linz. Sie hat eine experimentelle Arbeitsweise, arbeitet mit verschiedenen künstlerischen Techniken und vor allem sie experimentiert mit verschiedenen Techniken. Sie sucht sich bewusst Materialien aus, die sie noch nicht kennt. Und sie bindet sehr gern auch den Zufall ein in ihrer Arbeitsweise. Antonia Riederer studierte Malerei und Grafik auch an der Kunstuniversität Linz. Ihre Werke sind gegenständlich und gleichzeitig auch stark abstrahiert. Sie verwendet klare Farben und kräftige Konturen. Meistens malt sie Menschen, Landschaften und Gegenstände. Ihre Arbeitsgeräte sind Pinsel, Leinwand und Farbe. Beide sind schon in öffentlichen und privaten Sammlungen vertreten und wurden bereits mehrere Male mit Stipendien gewürdigt. Darunter Arbeitsstipendien des Bundeskanzleramtes Österreich und des Landes Oberösterreichs. Ihre Ausstellungstätigkeit ist träge und kontinuierlich. Man sieht und hört viel von Ihnen und Sie haben ein gemeinsames Projekt. Ihr Projekt heißt Kunstsalon. Das ist eine Ausstellungsreihe, die von den beiden kuratiert und organisiert wird seit 2017 und es gibt jetzt seit letztem Jahr auch eine Publikation dazu. Diese Publikation kostet eigentlich 15 Euro, aber heute für die Gäste, die heute da sind, ist es ausnahmsweise kostenlos, habt ihr gesagt, gell? Also nutzt die Gelegenheit, der liegt dann da auf und den kann man sich heute mitnehmen. Und damit möchte ich jetzt gleich mit der ersten Frage an euch starten. Könnt ihr ein bisschen was erzählen über den Kunstsalon? Wie ist es dazu gekommen? Was ist dabei euer Ziel, euer Anliegen? Wie seid ihr überhaupt auf die Idee gekommen, so etwas zu machen? Ja, also wir haben 2016, glaube ich, war das, eine Ausstellung gemeinsam kuratiert und gemerkt, dass wir sehr gut zusammenarbeiten können. Also das hat einfach wie am Schnürchen funktioniert und dann haben wir überlegt, wie kann man das fortsetzen. Dann hat sich ein Leerstand ergeben, den wir bespielen konnten und so sind wir auf den Gedanken gekommen, gemeinsam eine Ausstellung zu kuratieren. Das war einmal nur geplant, eine Ausstellung zu machen und dann ist es eigentlich eine Ausstellungsreihe geworden und jetzt eigentlich ein kontinuierliches Projekt, das wir eigentlich seit fünfeinhalb Jahren jetzt betreiben und auch schon in Deutschland waren damit und jetzt der nächste Kunstsalon wird in Dornbirn sein, das heißt wir gehen auch über die Landesgrenzen hinaus und der Gedanke ist immer eine Gastkünstlerin einzuladen und dadurch Netzwerke zu etablieren, die uns im besten Fall auch wieder gegeneinladen für Ausstellungsbeteiligungen. Das muss nicht eine ganze Einladung für den ganzen Kunstsalon sein, sondern das kann auch eine Einladung für eine von uns beiden sein. Oder die Zurverfügungstellung einer Ausstellungsräumlichkeit, also das ist sehr, da sind wir eigentlich offen und flexibel. Und genau so hat sich das immer weiterentwickelt, dieses Ausstellungsprojekt. So ein Geben und Nehmen irgendwie, oder? Zwischen euch und anderen Künstlerinnen. Genau, und was uns wichtig ist, wir suchen immer Themen aus, die wir spannend finden. Und es kann sein, dass wir Künstlerinnen auswählen, die schon sehr lange mit dem Thema zum Beispiel arbeiten. Als Beispiel zum Beispiel die Gabriele Kutscherer, die ja seit vielen, vielen Jahren zum Thema Zeit und Zeitphänomen arbeitet, Zeit und Zeitphänomen arbeitet, haben wir damals eingeladen zu dem Kunstsalon, also das war so eine dreireihe Kunstsalonserie zum Thema Alle Zeit der Welt und wir haben ihre Arbeiten gekannt und uns damit befasst und sie dann eingeladen, dass sie teilnimmt mit ihren Arbeiten, die schon lange existiert haben. Es kann aber auch sein, dass es neue Arbeiten sind, die extra für das Thema auch gemacht werden. Dann darf ich dich vielleicht fragen, habe ich das jetzt richtig verstanden? Ihr sucht spezielle Künstlerinnen aus und spezielle Themen. Wie kommt ihr eigentlich dann auf die Themen? Wie wählt ihr die aus? Nach welchen Kriterien? Ja, das sind eigentlich Themen, die uns in unserer Zeit, in unserer Lebensphase jetzt einfach begleiten. Was uns, also der Maria und mir immer sehr gut gefällt, ist einfach, dass wir länger an dem Thema arbeiten. Ich finde, es ist einfach sehr wichtig, weil man sich einen längeren Zeitraum nehmen kann für ein Thema. Meistens sind es bei uns jetzt Reihen, die sich über drei Ausstellungen spannen. Also das ist ein Zeitraum über ein Jahr, eineinhalb Jahre oder länger sogar. Wir reizen das im Grunde so lange aus bis für uns das jetzt mehr oder weniger abgearbeitet ist und wir sagen okay jetzt ist die Zeit reif für ein weiteres Thema. Was beim Kunstsalon auch noch dazu sehr spannend ist, wir sind örtlich flexibel. Also wir suchen uns Plätze, die wir spannend und interessant finden, sei es ein Leerstand, eine Ausstellungshalle wie zum Beispiel die Hipphalle, die architektonisch auch sehr interessant ist. Letztes Jahr konnten wir im Rahmen der kommunale Oberösterreich die Spitalskirche in Everding bespielen. Also die Räume sind sehr speziell, die Themen sind sehr speziell und das ist für uns einfach ein schöner Arbeitsauftrag. Und wir können uns die Künstlerin dazu nehmen, wo uns die Arbeiten interessant sind, gut gefallen und auch uns gegenseitig dadurch bereichern. Und natürlich dieser Netzwerkgedanke ist sehr interessant und ist auch immer so ein Weiterdenken in der eigenen Arbeit, wo man diese Verbindungen hat und unsere Künstlerinnen-Gespräche. Und Marie und ich treffen uns immer wieder in den Ateliers und haben einen regen Austausch. Und das ist einfach sehr wichtig und für die eigene Arbeit sehr inspirierend und bereichernd. Sind das dann Künstlerinnen, die ihr schon kennt oder welche, die ihr gar nicht kennt? Sind das dann Künstlerinnen, die ihr schon kennt oder welche, die ihr gar nicht kennt? Das ist ganz unterschiedlich. Wir haben auch schon wirklich Künstlerinnen nur wegen den Arbeiten ausgewählt und kannten die überhaupt nicht. Das ist dann auch spannend, wenn man jemanden dann über so eine Ausstellung kennenlernt. Aber es sind auch Künstlerinnen, die wir länger kennen. Das ist ganz unterschiedlich. Aber es sind auch Künstlerinnen, die wir länger kennen. Also das ist ganz unterschiedlich. Es hängt sehr vom Thema ab. Manchmal geht man in eine Ausstellung und sieht bestimmte Arbeiten und denkt sich so, das würde jetzt einfach sehr gut zu unserem Thema passen und die fragen wir an. Und es sind immer Künstlerinnen, oder? Habe ich das richtig verstanden? Es sind immer Künstlerinnen bisher, genau. Gibt es einen feministischen Hintergrundgedanken von dem Ganzen, der ganzen Reihe? Den gibt es natürlich immer. Aber das ist jetzt nicht, ja, freilich. Also die Sichtbarkeit von Künstlerinnen ist generell ein Anliegen und ist eh noch zu wenig. ist eh noch zu wenig. Du hast mal erwähnt in den Vorgesprächen, dass es schon auch um so ein gegenseitiges Stärken, ein gegenseitiges, du hast es genannt, Empowerment. Genau, auf jeden Fall, ein Geben und Nehmen. Es ist mehr als wir stellen aus, es ist eigentlich mehr noch dahinter, oder? Genau, ja und der Netzwerk, also das, wie gesagt, es ist auch immer spannend, da geht es jetzt nicht nur um die Gegeneinladungen, die natürlich auch wichtig sind für uns, sondern auch der Austausch zum Beispiel beim Ausstellungsaufbau, das ist immer ganz spannend, wie jemand an so einen Aufbau herangeht und da kann man auch noch was lernen. Also von alten Hasen, die wir einladen oder so, das ist auch spannend, wie sich das dann ergibt und was die für einen Input haben. Genau, das weiß man aber vorher nicht. Das hat man auch nicht ganz in der Hand. Wir haben jetzt Künstlerinnen einlädt, die man vorher nicht kennt, aber es ist spannend. Dann habe ich noch eine Frage an dich. Was war bis jetzt die spannendste Gegeneinladung? Die spannendste Gegeneinladung, die kommt bei mir jetzt. Ich habe jetzt eine sehr spannende Gegeneinladung. Es werden fünf Ausstellungen in Niederösterreich gezeigt über das Jahr hinweg. Und ich habe letztes Jahr eine Serie für eine Ausstellung gemacht, wo ich mich speziell mit Musik auseinandergesetzt habe. Und was für mich jetzt das Spannende war, ich kann selbst kein Instrument spielen und ich habe von einem jungen österreichischen Komponisten ein Musikstück bekommen ins Atelier, habe es mir angehört, oft eigentlich, und habe zu diesem Musikstück versucht zu malen. Also das war jetzt für mich ein ganz neuer Ansatz und aus dieser Serie werden jetzt in Niederösterreich über fünf Ausstellungen übers Jahr solche Bilder dieser Serie gezeigt. Also es ergeben sich immer wieder neue Sachen und speziell auch zu Musik einmal zu arbeiten. Und ich habe mich da einfach inspirieren lassen, habe mehr oder weniger geschaut, wie kann ich das mit der Farbe eigentlich schon gegenstandslos erarbeiten. Also das war jetzt für mich als doch gegenständliche Künstlerin, Malerin einfach ein neuer Ansatz und führt auch wieder weiter in der Arbeit. Darf ich fragen, welche Räume sind das in Niedersachsen? Also sind das verschiedene Räume oder ein Raum? Das sind von einem Langenzersdorfer Museum, also einfach ganz von Museumsräumen bis Galerieräume in Kunstvereinen, also quer durch. Und wiederum mit anderen Bildern oder Exponaten unter dem Titel Musik gezeigt. unter dem Titel Musik gezeigt. Also wird es sehr interessant. Also das ist und das läuft jetzt für uns eigentlich, hat sich das jetzt so etabliert, schon auch in Österreich möchte ich sagen, dass jetzt diese Einladungen zurückkommen und das Konzept gut aufgeht. Also wir werden jetzt schon gut wahrgenommen, auch über die Landesgrenzen hinweg. Und das ist natürlich sehr positiv. Marie, was war deine spannendste Gegeneinladung? Habe ich jetzt richtig verstanden, das was jetzt kommt, ist deine Einladung? Und was war oder wird sein deine spannendste? und was war oder wird sein deine spannendste? Genau, also die Gegeneinladung, die mich persönlich am meisten weitergebracht hat, war auch über die Judith P. Fischer, weil die einfach als professionelle Kuratorin arbeitet und mich auch in eine niederösterreichweite Ausstellungsreihe von fünf oder sechs Ausstellungen eingebunden hat. Das war vor einem und zwei Jahren. Und was ich auch spannend gefunden habe, war, dass wir durch eine Gastkünstlerin die Räumlichkeiten im Zwinger in Schloss Hagenberg bekommen haben, was eine wunderschöne Ausstellungsräumlichkeit ist, die wir sonst, wo wir sonst keinen Zugang gehabt hätten. Wir kannten das auch vorher nicht, diese Räumlichkeit und hat sehr gut für unseren Kunstsalon gepasst, für die letzte Ausstellung im Sommer. Genau, das sind einfach dann so spannende Dinge, die dann kommen, die man sonst einfach nicht kennen würde. Letzte Frage noch zum Kunstsalon. Ein Ausblick, was wird der nächste sein? Und wo und mit wem? Die nächste Kunstsalon-Ausstellung wird in Dornbirn sein im Juni, ist schon alles fixiert. Die Gastkünstlerin heißt Ines Agnostelli. Ich hoffe, ich habe das jetzt richtig ausgesprochen. Der Kontakt ist entstanden über die Campus Fähre in Dornbirn, das so eine alte Textilfabrik, glaube ich, ist. Spinnerei, glaube ich. Die haben ja viel Textilproduktion dort gehabt. Und das wird jetzt umgebaut oder umgewidmet in Ausstellungsräume und neu bespielt, diese Fabriksräume. Und da haben wir jetzt einen großen, die Schethalle, also eine große Halle für Juni bekommen und haben dann eben eine Vorarlberger Gastkünstlerin, die uns von diesem Campus-Fähre-Team zugetragen wurde. Mit der arbeiten wir dort zusammen im Juni. Genau. Das ist der nächste. Ja, also ihr habt hier einen gemeinsamen Auftritt durch den Kunstsalon. Man nimmt euch wahr, dass ihr gemeinsam das organisiert. Ihr seid präsent zu zweit durch dieses Projekt, durch diese organisatorische und kuratorische Arbeit. Und jetzt würde mich aber noch interessieren, wie sieht eure künstlerische Beziehung aus? Ihr habt ja sehr, sehr unterschiedliche Arbeitsweisen und Arbeiten, aber trotzdem glaube ich, dass ihr euch trotzdem auch irgendwie gegenseitig vielleicht beeinflusst oder zumindest begleitet. Und mich würde noch interessieren, wie schaut das konkret aus zwischen euch? Wie schaut das aus? Ich muss sagen, ich bin sehr glücklich über die Situation, dass ich einen Kreis an Künstlerinnen oder Freundinnen habe, mit denen man sich austauschen kann. Ich persönlich finde das einfach sehr wichtig, weil ich habe mein Diplom im Jahr 2001 an der Kunstuni gemacht und abgeschlossen und dann bewegt man sich frei im Raum als Künstlerin und muss einmal schauen, wie organisiere ich mich, wie stelle ich mich auf, wie läuft dann wirklich das Arbeiten ab ohne den Background der Kunst, ohne den Hintergrund. Und ja, man arbeitet sich voran und das war dann sehr glücklich eigentlich, wie wir uns dann durch diese kuratorische Tätigkeit getroffen haben, weil man einfach schon diesen Austausch braucht. Und ich finde das einfach sehr notwendig, befruchtend. Und ich muss sagen, die Marie arbeitet ganz anders, sehr experimentell in jeder Form. Ich bin total in der Malerei verhaftet, aber im Grunde suchen wir dasselbe. Und das ist auch immer schön und für uns auch interessant, das zu beschreiben. Es ist ja was. Und was sucht ihr? Was sucht ihr genau? Ja. Es klingt so schön poetisch, wir suchen das selber, aber es ist sicher noch ganz spannend zu hören, was ist das? Also was ist das? Das fragt sich eh jeder Künstler, gell, nach was sucht man eigentlich? Ich glaube, es ist einfach ein ständiges Ringen nach dem Zauber. Also und oft gelingt er und oft gelingt er eh nicht. Aber dieses Ringen danach, diese Suche nach dem Gelingen, nach dem Gelungenen, das treibt uns an. Und ich glaube, das verbindet uns auch, weil wir arbeiten zwar ganz unterschiedlich, aber der Anspruch ist ähnlich. Und das schätzt man dann aneinander in einer in einer zusammenarbeit weil man ähnliche ansprüche stellt und und nach den selben dingen ringt und und weil ich mir wirklich mich voll interessieren würde wie es konkret ausschaut wie schaut das aus trifft ihr euch faktor ich gegenseitig bewusst um Feedback oder auch ungefragt? Oder hat man dann auch mal Konflikte? Ja, natürlich. Also wir sind nicht immer einer Meinung, aber genau das ist das, was so eine Freundschaft auch aushalten sollte, finde ich. Weil es ist auch, wenn man eine Ausstellung hängt, man schaut einmal, wie macht man gewisse Sachen. Wir haben natürlich viel organisatorische Dinge auch im Hintergrund zu erledigen, die was man jetzt nicht sieht und da haben wir schon einen regen Austausch und da sagt jeder die Meinung, die man so hat und dann schauen wir, wie machen wir das. Aber das ist natürlich schon wichtig, weil genau das ist ja auch das Interessante, dass man nicht immer einer Meinung ist, sondern dass man sagt und wir glaube ich sind das eh gewöhnt im Kunstbereich, dass man da wirklich auch gut agieren kann und das zulassen kann, weil wir sind ja immer mit und ich versuche auch was was anzusehen, ohne mir gleich da eine strikte Meinung zu bilden, sondern einfach einmal frei das auf mich wirken zu lassen und das ist sehr schön, dass wir das dürfen und können und in unserer Zusammenarbeit gelingt es eigentlich ganz gut, dass wir uns dann immer wo treffen, wo es dann eigentlich passt. Genau, und auch, dass man ganz ehrlich sein kann. Das ist auch eine wichtige Grundvoraussetzung, dass es eine wertschätzende Ehrlichkeit einfach ist, die uns da auch gut voranbringt, glaube ich. Ich glaube, wir kritisieren uns jetzt nicht ungefragt, aber gefragtes Feedback geben wir auch ganz hart wieder zurück. Also da kann man auch ganz ehrlich sein einfach. Und auch die Besuche, die gegenseitigen Besuche im Atelier sind sehr wichtig. Und dass man sich einfach wieder einmal trifft zu einer Besprechung. Wir machen ja sehr gern gemeinsam auch Ausstellungsbesuche, also ob das jetzt Wien ist oder irgendwo, was uns halt gefällt und das gehört auch dazu. Wir genießen das, dass wir sagen, wir fahren jetzt wieder mal ein paar Tage nach Wien und schauen uns ein paar Ausstellungen gemeinsam an, können wieder stundenlang, das tut sehr gut und das ist auch dieser Luxus, den wir gewinnen, auch aus unserer Zusammenarbeit, dass man sowas machen kann und das ist sehr, sehr wertvoll. Genau so etwas wollt ihr wissen. Also so wie gemeinsam Ausstellungen besuchen, stundenlang darüber reden, sich im Atelier besuchen, bis zu von dieser Ausstellung, was da für Presseartikel überall erschienen sind die ganze Zeit und was ihr für Social Media Arbeit macht, dann auch noch, dass fast alle von diesen Arbeiten komplett neu sind. Also ich sage es für mich Knochenarbeiterinnen und das bringt mich zu der Frage, das Thema der Mythos des Künstlerinnen- Lebens. Über das möchte ich kurz mit euch sprechen. Es gibt ja so ein gewisses Klischee, wie Künstler und Künstlerinnen leben. Das Klischee gibt es aber eher von männlichen Künstlern, aber auch von weiblichen. Ja, die leben halt so in den Tag hinein und sind irgendwie vielleicht ein bisschen unorganisiert, aber sie haben keine Verpflichtungen und leben nur für die Kunst und sind so ein bisschen wie abseits von der Realität und beschäftigen sich nur mit ihrer Leinwand und mit ihrer Farbe und so. Und ich sollte mal fragen, Verpflichtungen und leben nur für die Kunst und sind so ein bisschen wie abseits von der Realität und beschäftigen sie nur mit ihrer Leinwand und mit ihrer Farbe und so. Und ich sollte mal fragen, oder auch so dieses, wo man sagt, ich mache Kunst, weil ich sonst nichts anderes kann. Ich kann nur malen und nichts anderes und so. Und das ist so ein veraltetes Künstler, Künstlerinnenbild. Und ich wollte jetzt mal fragen, stimmt das mit der Realität überhaupt ein? Hat euch euer Künstlerinnenleben aus? Also mein Alltag ist sehr straff getaktet, muss ich sagen. Ich bin Mutter zweier Kinder und die geben sowieso einmal in den ersten Jahren, wenn sie kleiner sind, den Takt vor und ich habe aber immer versucht, nebenher zu arbeiten, was bei mir Gott dank recht gut funktioniert hat. Ich habe zwei sehr brave Mädels gehabt, haben sich viel selbst beschäftigt und ich konnte sehr gut neben den Kindern zumindest einige Stunden am Tag arbeiten. Dann kommt der Kindergarten, dann kommt die Schule. Mittlerweile sind sie eigentlich eine schon erwachsen und eine jugendliche Tochter mit 15 habe ich noch. Aber der Tagesablauf ist bei mir trotz allem immer sehr straff gewesen. Also ich habe die Stunden, wo sie in Betreuung waren, immer gearbeitet. Derzeit sieht der Tag so aus, dass ich zwischen sieben oder halb acht in der Früh im Atelier beginne zu arbeiten und täglich im Grunde bis halb eins, würde ich sagen. Sachen zum Erleben, aber das ist wirklich tagtäglich und ich für mich brauche das sehr. Es gibt ja alle möglichen Arten der künstlerischen Arbeit, aber ich persönlich habe das sehr gern, wenn ich täglich meinen geordneten Ablauf beim Arbeiten habe und da geht auch etwas weiter. Also da komme ich sehr gut in einen Arbeitsprozess hinein und kann gut arbeiten. Marie, wie schaut das bei dir aus? Kannst du das KünstlerInnenbild irgendwie leben, dieses ich beschäftige mich nur mit meinen Objekten im Atelier und so und dass du dich nur auf die Produktion der Kunst irgendwie konzentrieren kannst. Ist das realistisch oder wie schaut es in echt aus? Ich glaube nicht. Vielleicht vor den Kindern noch eher, aber auch nicht wirklich. Also ich habe auch einen sehr straffen Tag eigentlich bei uns. Wir müssen um 5.30 Uhr aufstehen, der Bus von den Kindern fährt um fünf nach sechs und ich bin sehr organisiert, dass ich überhaupt etwas machen kann, ehrlich gesagt, seit ich Kinder habe und anders ging es gar nicht. Ich habe das Gefühl, da muss man wirklich sehr dahinter sein. Ja, ich würde jetzt nicht sagen, dass man den Anschluss nicht verliert, aber es ist schon so, dass man große Mühen investieren muss, um überhaupt in der künstlerischen Arbeit voranzukommen. Und das geht ganz sicher nicht mit laissez-faire, glaube ich nicht. In meinem Fall sicher nicht. Also diese Strafe und Wohlorganisierte tut auch meiner Arbeit gut. und Wohlorganisierte tut auch meiner Arbeit gut. Also ich kann mich auch gut an die Zeiten erinnern, wo man vor den Kindern ewig Zeit hatte für Ausstellungsvorbereitungen und man ewig warten kann, bis einem die Muse küsst und irgendwann ändert sich das und dann muss man mit diesen kurzen Zeitspannen, die man dann zur Verfügung hat, auch umgehen lernen, was auch nicht gleich gelingt, glaube ich. Also das ist auch schwierig und, ja, wie gesagt, ich würde nicht mehr tauschen wollen. Ehrlich gesagt tut meiner Arbeitsweise das gut, diese Strafe, das Wohlorganisierte, und es würde anders eh nicht gehen. Mir würde noch interessieren, also was sind die Schattenseiten des Künstlerinnenseins? Ich merke, ihr seid beide sehr gerne Künstlerinnen, also ihr genießt es und ihr lebt dafür, aber trotzdem, es ist nicht immer nur Klass wahrscheinlich. Was sind für dich jetzt die Schattenseiten, wo du sagst, da habe ich manchmal zum Knappern? Naja, es ist ganz sicher die finanzielle Unsicherheit einmal das, wo man wirklich ständig rudert und kämpft und vor allem die ersten Jahre sehr schwierig sind. Irgendwann geht dann eh der Knopf auf und es geht besser mit dem Verkäufen, aber das ist eigentlich eine relativ lange Durststrecke und jemand, der das für, würde ich mal sagen, für Geld machen würde, wo das Income irgendwie der Antrieb ist, würde diese lange Durststrecke wahrscheinlich nicht durchhalten. Also es ist sicher so der Hemmschuh in den ersten Jahren. Und man darf ja auch nicht vergessen, diese Arbeit an der Leinwand, das ist ja ganz, das sind ja wahrscheinlich nicht einmal 50 Prozent von meiner Arbeitszeit, die ich an der künstlerischen Produktion verbringe. Ganz viel Arbeitszeit ist administrative, organisatorische Tätigkeit, Vernetzungstätigkeit, ganz was anderes als die eigentliche künstlerische Atelierarbeit. Und ohne das geht es aber auch nicht. Das ist vielleicht auch etwas, was ich gerne abgeben würde, wenn es mich abnehmen würde. Das ist nicht das, was ich jetzt am liebsten mache an meinem Arbeitstag. Dass ihr einen Newsletter ausschickt, dass ihr den Text zusammenschreibt, was der wieder braucht, vielleicht einen Flyer. Genau, das ist eine sehr trockene Arbeit. Text zusammenschreiben, was der wieder braucht für irgendeinen Flyer. Genau, das ist eine sehr trockene Arbeit. Also wenn du jetzt sagst, was ist der Nachteil an der künstlerischen Arbeit, das würde ich gerne geben. Was würdest du gerne abgeben? Vielleicht gibt es ja wen, der publikumbereit ist. Ja, also man wird schon eine Assistentin brauchen für gewisse Tätigkeiten, weil das Schönste wäre natürlich, ich stehe vor der Leinwand und male, aber so spielt es sich halt nicht und es gehört viel anderes auch dazu und auch wenn man wieder mal Literatur, wenn man wieder mal was liest dazu, was einen gerade beschäftigt in der eigenen Arbeit, das ist ja im Grunde genauso wichtig und gehört auch dazu, aber das, was einem am meisten Spaß macht, also wenn ich jetzt von mir spreche, ist natürlich das Arbeiten mit der Farbe und was zu gestalten, also auf jeden Fall. Aber es ist ein Gesamtpaket, was man bringen muss. Eine Frage noch, also was irgendwie mit den Schattenseiten zu tun hat vom Künstlerinnen-Sein ist, ihr seid sehr präsent. Ich habe das mit Freude beobachtet, was da alles los war und alles in der Zeitung, in den Medien war, jetzt auch über diese Ausstellung. Gibt es manchmal Anfeindungen oder Neid, weil ihr so präsent seid? manchmal Anfeindungen oder Neid, weil ihr so präsent seid? Ich denke nämlich an, in dieser Richtung, dass es etwas ist, öffentlich präsent zu sein, ist schon etwas, was nicht mit dem traditionellen Frauenbild zusammen geht. Du kannst schöne Bilder malen, aber bitte zu Hause oder so und wenn Frauen öffentlich sehr präsent sind, dann gibt es schon oft, dass sie irgendwie angefeindet werden, dass ihnen das nicht zugestanden wird. Wie ist da eure Erfahrung damit? Also vielleicht ist es so, wie ich merke es Gott sei Dank nicht. Also… Es kommt nicht. Also es ist nicht so, dass du merkst, der ist schon wieder so gemein zu mir. Nein, also muss ich jetzt ehrlich sagen, eigentlich nicht. Umso besser. Wie geht es dir da damit, mit der Sichtbarkeit? Ich hatte einmal ein lustiges Erlebnis, da habe ich großformatige Arbeiten ausgestellt, sehr farbkräftig mit kräftigen Strich und habe die Ausstellung gerade gehängt und dann kam jemand zu mir her und hat mich gefragt, können Sie mir bitte den Künstler vorstellen, der diese kräftigen Bilder gemalt hat. den Künstler vorstellen, der diese kräftigen Bilder gemalt hat. Ich hatte auch noch ein Kleid an und das war irgendwie interessant zu beobachten. Also es wurde mir nicht wirklich zugetraut anscheinend, dass ich die Künstlerin war. Groß, groß, auch noch kräftiger. Aber im Grunde haben wir glaube ich da. Ich glaube, man braucht auf jeden Fall eine dicke Haut und vieles prallt auch ab. Vieles hört man vielleicht einfach niemand. Man kann es nicht jedem recht machen. Also ich mache mir da jetzt nicht so viele Gedanken darüber, ob das jetzt recht ist, wenn ich laut bin oder nicht. Ich glaube da kannst du das eh nicht richtig oder falsch machen. Man muss es eh so machen, wie es einem richtig erscheint und auch voranbringt in gewisser Weise. Weil wenn man jetzt zu leise ist, dann kommt auch nichts raus. Es ist natürlich eine Grabwanderung, aber wie gesagt, die dicke Haut braucht man sowieso. Also Künstlerinnen und Künstler werden sicher deswegen Künstlerinnen, weil wir, ich sage wir, weil ich bin auch Künstlerin, weil wir gesehen werden wollen. Also das ist sicher so ein Grund auch, denke ich mir. Aber umso besser, wenn das gar nicht so ein Thema für euch ist. Ich würde jetzt gerne übergehen, oder magst du dazu noch etwas sagen? Ich würde jetzt gerne in die Abschlussrunde kommen von unserem Dre Arbeitsansätze? Darf ich da mit dir mal, magst du einfach ein bisschen für diese Ausstellung, wir wollten einen Werkzyklus schaffen, einen neuen. Also das war uns grundsätzlich wichtig und haben dann überlegt, welches Thema würde uns interessieren. Ich habe zufällig gerade ein Buch gelesen über Dadaismus und sind dann irgendwo in Gesprächen zum Kreis gekommen und haben uns gedacht, es ist wirklich ein universelles Thema, ein sehr spezielles Thema, was einerseits wie bei meinen Arbeiten, wo der Mensch ja in erster Linie dargestellt ist, wo das Kreisthema mitschwingt, andererseits die Marie sehr experimentell an das Thema herangegangen ist und wir haben uns gedacht, also für uns ist das ein spannender Ansatz, ein spannendes Thema, da ungefähr drei Monate fest daran zu arbeiten. Also wir haben uns diese quasi diese drei Monate Zeit gegeben, ist eine sehr kurze. Also wir haben uns diese drei Monate Zeit gegeben. Ist eine sehr kurze Zeit, wir haben sehr, sehr viel gearbeitet. Das war mehr oder weniger ganztagstäglich im Atelier und war für uns auch ein spannender Prozess, zu sehen, was entsteht. Wir haben uns gegenseitig besucht im Atelier und einmal wieder geschaut, was macht die Marie, was mache ich, wie gehen die Arbeiten zusammen und so weiter. Also das war jetzt einmal der Beginn. Genau, also wir haben eigentlich auch nichts vorskizziert. Wir sind mit dem Thema Kreis ins kalte Wasser gesprungen und hatten auch keine bestimmte Vorstellung, wie die Ausstellung dann ausschauen wird. Also das war spannend, sich auf so eigentlich recht einfaches formales Thema einzulassen und zu schauen, was kann man mit dem Kreis machen, was geht da jetzt innerhalb von drei Monaten, weil die Räumlichkeit ist ja relativ überschaubar, das ist ja nicht groß. Das heißt, wir sind da ganz spielerisch eigentlich auch daran gegangen, an das Thema. Und ja, das war eine tolle Zusammenarbeit wieder, weil wir uns dann auch eben Fotos geschickt haben und uns dann gegenseitig im Atelier besucht haben. Und ich habe meine Sachen mitgenommen, die sind ja leichter transportabel. Und wir haben die mal so zusammengelegt mit den Bildern und dann geschaut, in welche Richtung geht es noch weiter und genau, so nähert man sich dann an und das ist vielleicht aber ganz unbewusste Annäherung, weil es kommen dann so Sachen raus, die man gar nicht vorhat oder wir haben, wir reden da gar nicht so viel drüber. Man nähert sich so einer gemeinsamen Ästhetik vielleicht an und schwingt sich so gemeinsam auf ein Thema ein und meandert so herum. Und zum Beispiel diese Holzscheiben unten, das war dann beim Aufhängen spannend, weil diese Kerben, die da in den Holzscheiben vorkommen, kommen auch in dem Bild oben in der Scheibe vor. Und das sind dann so, ich würde gar nicht sagen nur Zufälle, sondern was, was dann durch diesen ganzen Sichtungsprozess irgendwie unbewusst wahrscheinlich entsteht und aufeinander Bezug nimmt. Ohne, dass man das jetzt absichtlich macht oder so. Das funktioniert dann irgendwie ganz von selber, dass das irgendwie miteinander harmoniert einfach. miteinander harmoniert einfach die und und was man hier sieht in der ausstellung ist ja nicht alles was entstanden ist es ist wirklich sehr sehr viel entstanden also und wir haben dann auswählen können das war für uns dann auch eigentlich sehr glücklich dass man so okay ich habe mehr mit und kann dann wirklich auswählen, dass auch die Ausstellung sehr stimmig ist und wirklich das bietet und zeigt, was wir beim Thema Kreis empfunden haben. Schließt sich der Kreis mit dieser Ausstellung oder seid ihr mit dem Thema Kreis noch nicht fertig? Ich habe gestern wieder im Atelier am Kreisthema weitergearbeitet für die nächste Ausstellung im NÖDOK in St. Pölten, wo ich mit dem Thema einen ganzen Raum bespielen werde weiter. Also es gibt mehr Kreise. Es war jetzt einfach auch nicht lang. Für meine Verhältnisse sind drei Monate mit einem Thema eigentlich kurz. Also ich bin es eher so gewohnt, ein bis eineinhalb Jahre an ein Thema oder immer wieder darauf zurückzukommen. Ich mache dann schon wieder dazwischen andere Sachen, aber dieses Zurückkommen auf das Thema dauert länger. Also das war jetzt so der Startschuss irgendwie. Und was natürlich dazu kommt, je tiefer man eintaucht in ein Thema, desto mehr fesselt es einen und desto mehr kommt auch. Also das ist wirklich beim Arbeiten, also bei mir ist es jetzt so, je länger ich dranbleibe, desto mehr kommt und es dauert schon länger und das ist interessant. Ja, interessant. Und das wird dann so eine subjektive Sichtweise. Man geht dann durchs Leben, man liest Literatur zum Kreis, man beschäftigt sich mit dem Kreis, man hat im Atelier lauter Kreise und man geht dann plötzlich durch die Tiefgarage und sieht auf dem Boden Kreise, die man noch nie vorher gesehen hat, weil es da kreisfibt es von eurer Seite Fragen, gibt es Statements? Sie haben jetzt die Chance, die Künstlerinnen zu fragen oder es kann auch Feedback sein. Was würden Sie noch gerne etwas wissen zu der Ausstellung oder zu den Künstlerinnen selber? Gibt es eine Wortmeldung? Ich hätte gerne gewusst von der Marie, wie diese Baumscheiben entstanden sind. Also diese Holzarbeiten, das ist nach einer alten japanischen Technik gearbeitet, das heißt Yakisugi-Technik. Das haben die Japaner verwendet, um Holz haltbar zu machen. Und ich habe das mir angeeignet und das ist im Grunde ein gezieltes Verbrennen, ein gezieltes Löschen mit Wasser und ein kontrolliertes Bürsten des Holzes, damit es so diese samtige, glatte Oberfläche kriegt. Und dieser Kohlestaub, der ausgebürstet wurde, der war dann zu schön, um ihn wegzuschmeißen. und ich habe dann daraus Farbe gemacht und diese Kreise hinter mir und neben mir mit einer selbstgemachten Kohlefarbe gemalt. Also die sind mit dem Pinsel gemalt, aber aus dem Kohlestaub von diesen ausgebürsteten Resten aus den Holzscheiben. Genau. von diesen ausgebürsteten Resten aus den Holzscheiben. Genau. Danke. Eine Ad-hoc-Meldung zu Frau Riederer, und zwar, man mutete ihr nicht zu, dass sie die kräftigen Pinselstriche dann auf die Leinwand setzt. Ähnliches wieder vor mir. Auch meine Striche können sehr kräftig ausfallen, anlässlich einer Vernissage im AKH. Und warum haben Sie den Mann nicht angeführt? Der arme Mann. Also es kommt öfter vor. Gibt es noch jemanden, der etwas wissen oder sagen möchte? Also ich finde ja spannend, eure kuratorische Tätigkeit und würde gerne wissen, ob ihr dann manchmal auch in diesen neuen Räumen, wo ihr eingeladen seid, miteinander auch in den Räumen arbeitet, so wie ihr die Ateliersituation miteinander habt oder so? Haben wir das schon mal gehabt? Ich muss jetzt kurz Revue passieren lassen. Ich glaube, es ist oft schwierig, die Räumlichkeiten kriegt man oft sehr knapp und da sind vorher irgendwelche Ausstellungen oder Veranstaltungen drinnen und ehrlich gesagt, mir ist jetzt nichts in Erinnerung, wo wir dort gearbeitet hätten, gemeinsam mit den Gaskünstlerinnen. Aber es wäre ein spannendes Projekt, wenn es die Möglichkeit gäbe, das zu machen. Was ich mich schon erinnern kann, ist, dass wir in der Hipphalle in Gmunden dort lang vorher schon drinnen waren. Und ich zum Beispiel wirklich speziell für diesen Raum was gemacht habe mit den Ziegeln und das war dasselbe Ziegelmaß, wie dort diese Gewölbe aus den Ziegeln gemacht sind und so. Also sehr wohl die Bezugnahme auf den Raum, aber das drinnen Arbeiten, zum Beispiel im Bräuhaus in Passau bin ich doch dort gewesen und habe drinnen gearbeitet, In Passau bin ich doch dort gewesen und habe drinnen gearbeitet, aber alleine, ich glaube zwei Tage lang oder so. Und habe dort diese Prägedrucke abgenommen von den Böden und Säulen und von den Spuren der Zeit, die es damals das Thema war. Aber mit den Gastkünstlerinnen noch nicht. Aber es wäre eine gute Idee und wünschenswert, wenn man die Räumlichkeiten so lange haben könnte. Ich denke mir jetzt zum Beispiel beim Kulturhauptstadt, ja, da gibt es sicher genügend Locations, wo man zum Beispiel vielleicht länger verbringen könnte wie eine Residency, wo man so etwas vielleicht irgendwie machen könnte. Du meinst jetzt in Bad Ischlung, Gmunden, oder? jetzt in badischl und gemonten oder? Ja. Weil die haben sehr viele Locations, die sie extra bespielen, soweit ich es verstanden habe oder so, oder wollen, bespielen wollen. Super Idee, vielleicht bringt das noch mal was anderes rein, wenn man wirklich, okay, wer mag noch? Nächste Frage. Wer mag was wissen? Oder sagen? Feedback geben. Ich finde es auch super, dass heute Equal Pay Day ist und Sie nur Frauen zum Beispiel immer irgendwie einladen. Das steht schon lange an, die letzten 100 Jahre. Ich sage einmal, dass immer mehr getan wird, dass man sich selbst organisiert und selbst vernetzt, das ist super. Dass Frauen sich gegenseitig fördern und nicht darauf warten, bis man von innen gefördert wird. oder diese Selbstermächtigung, dass wir Ausstellungen so gestalten können, wie wir das möchten, in den Räumen, die wir uns aussuchen, zu den Konditionen, die wir stellen und dadurch eigentlich eine sehr selbstwirksame Ausstellungstätigkeit machen können, was ein großes Geschenk ist, weil das ist ja nicht selbstverständlich, das ist ja in den meisten Fällen überhaupt nicht so und insofern ermöglicht uns der Kunstsalon diese Freiheit, einfach die Themen selber auszuwählen, die Räumlichkeiten selber auszuwählen, mit wem wir gerne zusammenarbeiten möchten und das ist ja viel wert. Also vom Passiven, ich warte, bis ich vielleicht irgendwo mal eingeladen werde, einfach das selbst in die Hand zu nehmen. Man hat natürlich auch die viele, viele Arbeit dann, aber man ist der Chef, die Chefin. Genau, das funktioniert super und es ist viel Arbeit, aber das ist der springende Punkt, dass wir uns die Arbeit auf vier Schultern verteilen können und das ist gerade in dieser Phase, wo wir kleine Kinder noch hatten, also meine sind ja noch kleiner und das ist jetzt doch schon eine Zeit, wo wir zusammenarbeiten, war das ein großer gegenseitiger Support, weil wir in derselben Situation waren und wenn Kinder krank werden und insgesamt bei vier Kindern ist ständig irgendwas und dann kann man darauf reagieren und sich gegenseitig unterstützen und wenn man jetzt so ein Projekt alleine machen würde, würde man das wahrscheinlich spüren und würde man viel Last auf den Schultern tragen, die man so einfach gut verteilen kann und das ist eigentlich auch das Wertvolle an der Zusammenarbeit. Das ist eigentlich auch das Wertvolle an der Zusammenarbeit. Ja, absolut. Also man kann sich wirklich die Arbeit im Grunde aufteilen und das ist sehr positiv. Und wenn einer mal nicht Zeit hat, dann macht es der andere und umgekehrt. Also das tut einem gut, das zu wissen und dann geht viel voran. Hat auch etwas mit Solidarität zu tun, finde ich. Ja, auf jeden Fall. Vernetzung und Solidarität. Ich schaue noch einmal ins Publikum, vielleicht ist noch was offen. Okay, dann möchte ich euch um Abschlussstatements bitten. Was mögt ihr noch sagen zum Abschluss dieses Abends, zu dieser Ausstellung? Gibt es noch etwas, was euch am Herzen liegt, was wir so vielleicht unserem Publikum noch mitgeben, mit nach Hause, womit wir diesen Abend beschließen? Ja, also für mich war diese Ausstellung hier im Zentrum von Linz, auch in der Kunstsammlung, sehr schön und sehr positiv. Auch die Zusammenarbeit mit der Frau Anneliese Geierer, mit dir und mit dem ganzen Team der Kunstsammlung war sehr toll. Aura in diesem Rahmen eine Ausstellung zu gestalten mit einem speziellen Thema in so kurzer Zeit, also das war, ist schon was Besonderes jetzt für mich gewesen und ich denke und hoffe, dass die Besucher der Ausstellung das auch spüren. Also das wäre sehr wünschenswert und dass sich jeder darauf einlässt und doch beflügelt ist auch von unseren Arbeiten und dass man diese Energie, das was uns beschäftigt hat, dass man da was mitnimmt. Dankeschön. Marie? Also ich möchte mich auch bedanken für die gute Zusammenarbeit. Ich habe mich auch sehr gefreut über diese Einladung und über diese Möglichkeit hier auszustellen. Ganz im Zentrum der Kunst, in der Kunstsammlung. Ist schon sehr speziell, finde ich. Was geben wir dem Publikum noch mit für den heutigen Abend? Ja, vielen Dank fürs Kommen und fürs Zuhören, fürs Interesse an unserer Arbeit. Und natürlich ist es schön, wenn sich jeder ein gutes Gefühl aus der Ausstellung mitnimmt oder es genießen kann. Vielen, vielen Dank, dass ihr da wart. Danke für das Gespräch. Danke für eure, für ihre Aufmerksamkeit. Wir beschließen hiermit dieses Künstlerinnen-Gespräch und wir werden können den Abend jetzt noch ein bisschen ausklingen lassen. Ich glaube, es sind noch ein bisschen Säfte da und Sekt, einen Abschlusssekt können wir noch anstoßen. Und danke nochmal DorfTV für die Aufzeichnung. Ich wünsche euch allen einen schönen Abend und danke, bis zum nächsten Mal. Tschüss. Dankeschön.