Wie ist die Zukunft der Kunst und Kultur? Mein Name ist Clara Galistl. Ich komme eigentlich aus dem Kunst- und Kulturbereich. Ich war zuletzt im Staatssekretariat für Kunst und Kultur und habe dort ein Projekt, das mir sehr am Herzen liegt, vorangetrieben. Und zwar ist das WERA, die Vertrauensstelle für Betroffene von Machtmissbrauch und sexualisierten Übergriffen in Kunst, Kultur und Sport, weil das ist eigentlich recht verwandte Bereiche, Kunst, Kultur und Sport, weil man da oft in einem ganz engen persönlichen Verhältnis arbeitet, in einem ganz engen Vertrauensverhältnis, wo es da schon oft zu Übergriffen kommt. Privat bin ich leidenschaftlicher Fußballfan, ich habe ein Abo bei Rapid. Ich bin im Block West zuhause. Während Corona habe ich gemerkt, dass mir das ins Stadion gehen total abgeht. Also ich habe das Gefühl gehabt, also ich weiß nicht, wie wenn der chemische Prozess im Körper nicht ganz funktionieren würde, wenn man nicht ins Stadion gehen kann. So ist es uns auch gegangen. Und ich habe eben als Mitglied von Rapid einen Antrag Antrag gestellt, dass Rapide ein Frauenteam kriegt. Und der ist durchgegangen mit ganz viel Überzeugungsarbeit. Also darum habe ich das Gefühl, kann ich ein bisschen verstehen, wie schwer es sein kann, als Person, die als Frau wahrgenommen wird, in dieser Männerdomäne Sport oder Fußball drinnen zu sein. Frau wahrgenommen wird, in dieser Männerdomäne Sport oder Fußball drinnen zu sein. Warum ich das Thema Resilienz sehr beschäftige und Motivation ist, ich habe letztes Jahr ein Burnout gehabt mit einer hohen Konzentrationsstörung und einer Depression, habe das überwunden und finde es deswegen jetzt sehr wichtig, über Resilienz zu reden und darüber, wie man motiviert bleibt und gesund bleibt. Genau, das Thema heute ist Resilienz. Ich habe ehrlich gesagt einlesen müssen, weil man redet immer darüber, aber eigentlich weiß man nicht wirklich, was es ist. Es geht darum, dass man als Mensch, je nachdem, was man sagen will, psychisch oder seelisch, ein Immunsystem aufbaut, das einem hilft, Belastungen, Krisen und Stress besser zu verarbeiten. Da gibt es die individuelle Resilienz, also was kann ich als Einzelperson tun, damit ich fitter aus der Krise rauskomme. Und ich finde aber ganz wichtig, dass man über systemische Resilienz redet, weil auch das Lernumfeld auf der Uni, auch das Gesellschaftssystem, auch das Arbeitsumfeld kann einen dabei unterstützen, dass man resilienter ist. Und ja, halt aus Krisen lernen kann, toleranter ist den eigenen Fehlern gegenüber. Und wir werden uns jetzt über Fußball unterhalten, aber auch ganz viel darüber, wie man motiviert bleibt und wie man sich psychisch auf so Stresssituationen vorbereitet. Diese Hauptmetapher ist es so, auf dem Elfmeter quasi zulaufen, wobei ich schon gehört habe, da gibt es was im Fußball, das stressiger ist wie ein Elfmeter. Und wir werden jetzt ein bisschen ein Gespräch führen und am Schluss euch bitten, eure Erfahrungen zu teilen, was ihr macht in eurem Leben, damit ihr quasi den Stress gut aushaltet und auch gerne Fragen stellen, weil wir haben natürlich mit einem Fußballprofi eine Person da, die psychologisch sehr gut gecoacht ist. Und ich habe schon in der Vorbesprechung gemerkt, dass du dich da sehr gut auskennst und dass man da sehr viel lernen kann. Vorweg, ich werde von Fußball reden und damit Frauenfußball meinen. Wenn ich Männerfußball meine, sage ich Männerfußball. Das ist mir immer ganz wichtig, weil es oft umgekehrt ist, dass zum Beispiel auf der Website vom ÖFB steht überall Fußballtermine, Fußballtermine, Fußball und man meint immer die Männermannschaft damit und bei den Frauen wird es so explizit ausgewiesen. Und mir ist aber ganz wichtig, dass Fußball kein Geschlecht hat, sondern dass alle Leute Fußball spielen können und dass man auch nicht heterosexuell sein muss, damit man Fußballprofi sein kann. Darum rede ich jetzt einfach von Fußball. Wenn ich uns meine. Zum Start vielleicht einfach die große Frage, wie bleibt man motiviert? Also erstmal von meiner Seite. Du überruppelst mich gleich mit der Frage. Wir haben jetzt sehr viel gehört. Erstmal freue ich mich wirklich sehr, dass ich da sein darf. Es ist jetzt für mich auch das allererste Mal in dem Rahmen, so ein Gespräch zu führen, muss ich auch ganz ehrlich sagen. Sonst habe ich entweder eine Kamera einen Meter vor mir oder keine Ahnung. habe ich entweder eine Kamera einen Meter vor mir oder keine Ahnung. Es ist für mich eine sehr große Freude. Ich werde meine Erfahrungswerte so gut es geht teilen. Zu deiner Frage, zu der Motivation. Ich glaube, dadurch durch Corona hat sich generell die Situation in unserem Lebensfeld sehr eingeschränkt in manchen Bereichen. Und es ist dann vielleicht für einige immer sehr schwierig gewesen, den Alltag zu strukturieren oder für den Alltag auch zu motivieren und ja, ich kann es jetzt nur sagen, wie es halt ist jetzt im Fußball. Eins könnt ihr mal glauben, es gibt auch Phasen bei mir, also auf meinem Weg hat es Phasen gegeben, wo man gesagt hat, okay, heute ein Training, okay, in zwei Tagen ist das nächste Spiel. Also die Phasen sind normal. Ich glaube einfach, man muss einer gewissen Akzeptanz dem entgegenwirken können. Es gibt die innerliche Motivation und die äußerliche Motivation. Da hängt natürlich auch diese Zielsetzung, spielt da auch eine sehr große Rolle. Jetzt angenommen, ich muss auf eine Prüfung hinarbeiten, wichtig ist einfach, dass ich ein realistisches Ziel setze, dass ich plane und dass ich dann auch handeln kann nach diesem Plan. Und bei mir ist es jetzt so, mein Ziel war die Europameisterschaft diesen Sommer. Das war für mich ein riesengroßes Ziel. 2017 war das erste Mal, dass wir bei der Euro dabei sind und da war ich noch so ein bisschen ein Küken, jung, habe keine große Rolle gespielt und dann habe ich mir gedacht, ich würde mich schon echt gerne auf so einer Bühne präsentieren und möchte einen Teil dazu beitragen und vor allem meine Leistung zeigen. Dann habe ich fünf Jahre intensivst dahin gearbeitet, habe wirklich versucht, das Optimum von meiner Leistung rauszutrainieren. rauszutrainieren, kann man so sagen. Und habe dadurch, also natürlich, ich habe den Ziel gehabt, ich habe den Plan gehabt, ich habe darauf hintrainiert und in der Phase hat es aber auch Tage gegeben, wo ich mir gedacht habe, irgendwie ist die Luft auch raus. Und ich glaube einfach, dass man alles schaffen kann, also definitiv, aber mit einer guten Zielsetzung vorangehen muss. Sei es jetzt da, wenn man eine Prüfung hat, eh schon wie gesagt, dass man früh genug die Prüfung oder das Lernen angeht und dann geht sich das auch ganz gut aus. Hätte ich jetzt einmal so gesagt, wenn ich das jetzt auf meine eigene Situation überspiele. Das heißt, ich kenne in mir das, wenn ich nicht trainieren gehen will, ich mache auch in der Woche Sport, also nicht so wie du, aber da kommt dieser innere Schweinehund und der ist so stark und das ist wie das innere Kind in mir, das dann so zu ein bisschen anfängt und sagt, ich will aber nicht. Stehst du dann einfach auf und gehst oder wie, oder freust du dich auf die Leute, die dort sind? Genauso ist es. wie gesagt, also ich habe auch diese Tage und dann denke ich mir so, ja, okay, ich habe dort Freunde, ich fühle mich in meinem Umfeld wohl, jetzt da, wenn ich weiß, okay, ich fahre am Trainingsahre, sehe ich meine Freunde beim Training. Dann nimmt das automatisch wieder einen richtigen Schwung an. Dann denke ich mir, eigentlich habe ich das Privileg, das auszuüben, was ich liebe. Und das ist eben dieser Fußball. Für diesen Fußball opfere ich schon über Jahre wirklich sehr viel und es hat mir aber auch sehr viel zurückgegeben. Also ich habe mich menschlich sowie persönlich sehr weiterentwickeln können. Natürlich habe ich Familie und Freunde sehr früh zu Hause gelassen, aber gleichzeitig habe ich wieder sehr viele neue Freunde knüpfen können. habe ich wieder sehr viele neue Freunde knüpfen können. Und ich glaube einfach, wenn man das erkennt und bei sich bleibt und vor allem das macht, was einen wirklich dann erfüllt, oder wenn man das so spürt, dann steht man auch jeden Tag auf und geht auf den Fußballplatz und hat einfach Spaß. Und das ist echt das Wichtigste, dass man jetzt nur, ich weiß nicht, ob man das als Beispiel so nennen kann, aber wenn ich mich für einen Studiengang entscheide und ich entscheide mich aber für den Studiengang, weil meine Eltern, Familie, Freunde sagen, boah, du musst diesen Studiengang wählen, weil da wirst du super viel Geld verdienen, vielleicht früher oder später. Und dann ich nach dem zweiten Jahr sage, eigentlich interessiert mich der Studiengang nicht, eigentlich sehe ich da nur Jobperspektive in der Zukunft. Puh, warum habe ich eigentlich diesen Studiengang gewählt? Also ich glaube einfach, dass man wirklich versuchen sollte, auf seine innerliche Stimme zu hören und zu sagen, das interessiert mich, das macht mir Spaß und dafür kann ich mich auch motivieren. Aber man kann nicht wissen, man kann einen Studiumgang wählen und dann nach drei, vier Jahren verändern sich die Interessen und man sagt vielleicht auch, okay, nein, das ist vielleicht doch nicht mein Studiumgang. Also man muss einfach schon auf sich sehr hören und vor allem, finde ich, vom Innerlichen heraus entscheiden und dann kann man sich auch, finde ich, besser motivieren. Ja, ich habe jetzt anschließend eine Frage, die wieder auf Fußball bezogen ist, aber dann schon ein bisschen kritisch ist. Du hast jetzt gesagt, du hast weggehen müssen von Österreich. Du hast gesagt, für die Resilienz ist wichtig, dass man so ein inspirierendes Umfeld hat, Leute, wo man gerne hingeht, eine Vision, dass man weiß, wofür mache ich das alles? Hat es das in Österreich nicht gegeben oder hast du das Gefühl, dass man in, also die Liga, weil die Ligen im Frauenfußball, im Fußball, sind sehr unterschiedlich in Europa. Also es gibt bestimmte Ligen, die Ligen im Frauenfußball sind sehr unterschiedlich in Europa. Es gibt bestimmte Ligen, die sind schon weiter, andere sind noch unterentwickelter, aber was die Bezahlung von den Spielerinnen betrifft, das ist ein recht großer Unterschied. Was könnte denn die österreichische Liga machen, dass es attraktiver bleibt oder inspirierenderes Umfeld? Oder wie würdest du das beschreiben? Ja, das ist eine sehr, sehr gute Frage. Ja, ich hätte es mir natürlich schon auch sehr gewünscht oder würde es mir sehr wünschen, wenn in Österreich, was jetzt die Liga betrifft, noch einiges weiter geht. Es ist noch Luft nach oben, tatsächlich viel Luft nach oben. Jetzt im Vergleich zu Deutschland oder selbst England, die was wirklich in den letzten Jahren einen enormen Sprung gemacht haben im Frauenfußball, sei es jetzt da von den Equal Facilities, vom Investment, vom Sponsoring, vom Marketing. Die haben da einfach einen ganz anderen Baustein, die investieren da einfach anders. Ja, bei mir war es dann eben so, es war klar, nachdem ich in St. Pölten die Akademie dann abgeschlossen habe, ja, wenn du, sage ich mal, vor allem international mitspielen möchtest, musst du vielleicht auch den Weg nach Deutschland oder nach England in dem Fall suchen, weil einfach die Breite und die Qualität mehr ist und somit auch die Qualität in der Liga sehr hoch ist. Und das muss man auch echt sehr sagen. Also in Deutschland ist es wirklich so, es ist egal, ob du gegen den Letzten oder gegen den Vorletzten spielst, es ist einfach kein Selbstläufer, dass du das Spiel gewinnst. Und ich glaube einfach, selbst wenn ich jetzt von der Eintracht Frankfurt spreche, muss ich schauen, dass ich jetzt nicht abweiche, wir waren zuerst der FFC und haben eine Kooperation geschlossen, oder eine Kooperation ist jetzt, wie sagt man, eine Fusion, oder eine Kooperation ist jetzt, wie sagt man, eine Fusion, Fusion, Entschuldigung. Fusioniert. Fusioniert, danke. Fusioniert eben mit der Eintracht Frankfurt, also mit den Männern, die uns da wirklich komplett als Familie eingeschlossen haben und die gesagt haben, wir wollen, oder jetzt vor zwei Monaten habe ich ein Gespräch gehabt mit Herrn Grösche, Markus Grösche, das ist unser Sportvorstand, der was wirklich gesagterkt habe, okay, dieser Verein, der schlägt wirklich absolut eine richtige Richtung ein. Und genau so, oder diese Aussage, genauso muss es auch in Österreich passieren, dass Vereine sagen, okay, wir versuchen die Möglichkeiten, die schonendsteleichheit von den Männern auch den Frauen zu geben. Vergleichen kann man es nicht, sollte man auch nicht und ich will bei Gott nicht diese Ablösesummen und finanziellen Sachen haben wie bei den Männern, bei Gott nicht, weil du hast mir lieber Berufe, Pflegeberufe. Aber es wäre schon nicht schlecht. Es wäre nicht schlecht. Du würdest nicht Nein sagen. Es wäre nicht schlecht, aber da muss ich echt sagen, mir wäre lieber... Es gibt eine gescheite Liga. Es gibt eine Liga, wo wirklich der Fußballplatz oder der Rasen gleich ist, die Trainingsbedingungen gleich sind, jetzt wie bei den Männern zum Beispiel. Es wird besser und wir sind gerade im Wandel, aber es ist halt unglaublich viel Luft nach oben, das muss man einfach so sagen. Ich fände es nämlich so spannend, was du sagst, weil ich kenne die Perspektive nur als Fan und ich bin eben klassischer Vereinsfan, also Rapid ist die Liebe meines Lebens, es ist oft schwer, aber ist immer da quasi. Und so ein Nationalteam habe ich nie so eine Verbindung gehabt, weil ich ein bisschen schwer tue mit diesen Österreich-Fahnen. Es ist auch etwas anderes, wenn man irgendwie, also beim Verein geht man halt alle zwei Wochen hin. Und die Nationalspiele sind, dann ist wieder Pause, dann ändern sich die Leute. Da kann man, finde ich, weniger so eine Identifikation als Fan irgendwie aufbauen. Und mich hat aber gerade jetzt eure Leistung in England total motiviert. Und ich habe meinen Hintern ein bisschen, dass ich mir keine Tickets gekauft habe oder zu spät. Ich habe mir gedacht, da fährt man dann halt nach London und kauft sich halt irgendwie ein Ticket. Und ich war völlig fertig, dass das halt schon lange irgendwie ausverkauft ist alles. Und ich habe mir das aufgeschrieben. Am 6.7. letztes Jahr beim EM-Auftakt Österreich-England in Old Trafford waren 68.871 Leute im Stadion, es war ausverkauft. Da waren 68.871 Leute im Stadion, es war ausverkauft. Im ORF haben über 600.000 Leute durchschnittlich zugeschaut. Das ist ja auch noch quasi was Neues, das erst seit ein paar Jahren ist, dass die Nationalspiele auf ORF1 übertragen werden. Dann am 31.07. in Wembley haben 87.000 Leute zugeschaut und quasi einen Monat später, am 3. September, war WM-Qualifikation wieder Österreich-England und zwar in Wiener Neustadt vor 2.600 ZuschauerInnen. Das war ausverkauft und der ÖFB hat gesagt, sie haben damit gerechnet, dass maximal 3.500 Tickets verkauft werden. Deshalb lassen sie es in Wiener Neustadt stattfinden und nicht in einem größeren Stadion, weil das wäre ja quasi für die SpielerInnen auch unangenehm, wenn dann so quasi prozentuell wenig Leute im Stadion sind. Und ich muss sagen, dass ich gemerkt habe, mich als Fan demotiviert es schon extrem. Weil ich bin da drin gestanden und ich weiß jetzt quasi, Rapid ist natürlich die beste Fangemeinschaft in Österreich. Und es ist unglaublich laut und da sind viele Leute im Stadion. Und dann sitze ich irgendwie in einer Neustadt und habe mir kurz, also ich bin einmal aufgestanden bei einem Tor und eine Person hinter mir hat gesagt, kannst du dich bitte wieder hinsetzen? Moment, aber wir sind ja schon beim Fußball. Also ich habe gemerkt, dass mich das demotiviert und die englische Trainerin hat ja auch gesagt, dass sie das irgendwie komisch findet, in den Medien ist es als großer Jammer, glaube ich, bezeichnet worden, auch vom Guardian. Wie ist es als großer Jammer, glaube ich, bezeichnet worden, auch vom Guardian. Wie ist es euch da gegangen? Also ist es dann demotivierend oder ist einem das egal oder findet man es angenehm, weil so wenig Fans sind, weil man sich auf sich konzentrieren kann? Ja, obwohl es war leiser. Also ich habe meine Mitspielerin auch gehört, also die Kommunikation am Feld war besser oder einfacher, das stimmt. Nein, natürlich ist sowas jetzt nicht gerade cool. Vor allem, wie du schon gesagt hast, vor allem mit der Nationalmannschaft haben wir in den letzten Jahren gezeigt, dass wir wirklich tolle Leistungen abrufen können, dass wir das auch verdient haben, in großen Stadien zu spielen. Vor allem durch die Europameisterschaft hat man wieder gesehen, dass wir an den Leistungsniveau anknüpfen können vor 2017. Wir investieren ja als Spielerinnen alle extrem viel für das und wir kämpfen ja eigentlich nicht nur um jeden einzelnen Fan oder Zuschauer, sondern wir geben ja eigentlich sehr viel mehr als das. Wir versuchen ja Werte weiterzugeben, zu übermitteln und vor allem da war es halt einfach sehr traurig. Jetzt spielst du in Old Trafford vor so einer Kulisse und dann kommst du ins eigene Land zurück, spielst der WM-Quali gegen den Europameister, was man ja wirklich sagen muss, also wann hast du die Chance, dass du wieder gegen einen Europameister spielst, der was frisch gebackener Europameister war. Natürlich hätten wir uns gewünscht, dass wir da noch mehr Fans im Stadion haben und wir wollten da ja ein Zeichen setzen. Es war halt einfach zu dem Zeitpunkt, warum auch immer, nicht möglich. Da haben wir natürlich auch versucht, dass wir das noch irgendwie kurzfristig ändern können. Ist einfach in dem Fall nicht gegangen. Aber nichtsdestotrotz, ich glaube einfach, dass das ein Vermerk war beim ÖFB. Ich glaube, dass sie das jetzt auch für die Zukunft am Schirm haben. Und ich glaube auch, dass die Wertschätzung uns gegenüber einfach noch größer geworden ist, jetzt durch die Euro und auch nachdem, dass wir gesagt haben, okay, eigentlich hätten wir es schon verdient gehabt nach einer Europameisterschaft, nach der Performance, dass wir einfach in einem größeren Stadion spielen. Und ich glaube, das wurde vermerkt und ich denke auch, dass der ÖVP das auch am Schirm hat in Zukunft. Super, dann wäre ich froh, wenn es so ist. Das Stadion. Ja, oder ich glaube, das Donaustadion in Linz von Blau-Weiß ist auch im Gespräch, glaube ich, für so Spiele, weil es von der Größe her, glaube ich, ganz gut reinpasst. Ich stelle mir das einfach wahnsinnig demotivierend vor, weil man es für mich übersetzt, so wie wenn quasi der eigene Chef, die eigene Chefin nicht an einen glaubt, weil sie dann gesagt haben, sie glauben, sie verkaufen nur 3.000 Tickets. Und ich habe mir gedacht, ich glaube, sie verkaufen 20.000 Tickets. Aber ich habe überhaupt keine Werbung gesehen dafür. Das ist so eine Geschichte, da müssen wir in Österreich Gas geben. Gas geben, wenn wir dranbleiben möchten. Wie gesagt, ich kann nur sagen, wie es in Deutschland läuft. Die haben die Euphorie extrem mitgenommen. Die Vermarktung, die Sponsoring ist extrem gestiegen. Auch Aufholbedarf gegenüber von England, wo wirklich bei jedem Spiel unglaublich viele sind. Ich kann auch noch sagen, dass wir jetzt da mit der Eintracht das Eröffnungsspiel gehabt haben gegen FC Bayern vor einer unglaublichen Kulisse. Ich glaube, wir haben 32.000 Leute gehabt, wo der Verein uns wieder entgegengekommen ist und gesagt hat, wir wollen unsere Frauen in dem Stadion spielen sehen. Also wir wollen ihnen die größte Bühne bieten. Das haben sie gemacht. Das war eine unglaublich coole Kulisse. Die Fans sind da voll mitgezogen. Und ja, genauso müssen wir es da machen. Ich komme aus der Steiermark, Esker Sturm Graz, wenn es die Möglichkeit gibt, wieso nicht im Stadion? Ich habe es total cool gefunden von den LASK-Fans, die ja, ich glaube ich, also korrigiert es mich, aber ich glaube eigentlich nicht um das Frauenteam zu supporten, sondern um irgendwas zu boykottieren, das dann jeder vergessen hat. Aber sie sind im Stadion gewesen, korrigiert es mich, wenn ich es jetzt falsch erzähle, aber es gibt dieses Foto, wo die Frauenmannschaft vom LASK vor einer Bengalen-Kulisse steht. Und diese Bilder gehen dann schon bei den österreichischen Fußballfans irgendwie durch die WhatsApp- und Signalgruppen. Und das schaut einfach total cool aus und motiviert total. Ja, das stimmt. Das soll auch so sein. Das soll auch bitte so sein. Also wir haben das jetzt, weil du das jetzt noch gerade erwähnt hast, weil ich gerade nachgedacht habe, bei uns im Stadion sind jetzt mittlerweile auch immer so um die 3.000, 4.000 Zuschauer pro Spiel, pro jedem Spiel halt einfach. Wir spielen jetzt nicht immer im Stadion sind jetzt mittlerweile auch immer so um die 3.000, 4.000 Zuschauer pro Spiel. Pro jedem Spiel halt einfach. Wir spielen jetzt nicht immer im Stadion, aber in einer etwas kleineren, aber das passt. Und da lieben wir es nach dem Spiel, egal wie es ausgeht, dass wir einfach mit unseren Fans einen guten Abschluss haben und einfach feiern. War das bei euch, wo eine Spielerin aufs Vorsängerpult draufgestiegen ist und angesagt hat? Oder war das bei Wolfsburg? Das war, glaube ich, Wolfsburg-Bayern. Auch cool. Finde ich super. Das gehört dazu. Ein langer Weg, bis das in Wien möglich ist. Mal schauen. Du hast vorher kurz Equal Pay gesagt, als Schlagwort. Das ist, glaube ich, bekannt, was das bedeutet. Also dass es einfach eine Gap gibt zwischen dem, was ein Profifußballer verdient und das, was eine Profifußballerin im Schnitt verdient. Aber du hast da Equal Facilities gesagt. Kannst du kurz erklären, was damit gemeint ist? Genau, also da ist jetzt noch ein ganz simples Beispiel. Einfach, wir sind jetzt da auch bei den Profis Deutsche Bank Park quartiert und da gibt es einen Kraftraum für die Männer und für uns gab es davor noch keinen. Jetzt ist es aber so, soweit es die Möglichkeit zulässt, dürfen wir auch diesen Kraftraum mit benutzen. Also das heißt dann jetzt, Männer und Frauen dürfen diesen Kraftraum mit benutzen. Also das heißt dann jetzt, Männer und Frauen dürfen diesen Kraftraum verwenden. Und das ist ja eigentlich auch bei sehr vielen Mannschaften das Problem, dass einfach die Trainingsbedingungen, die finanzielle Geschichte, der Kraftraum, was auch immer einfach, sei es jetzt zum Beispiel der Mannschaftsfuß, einfach anders ist und da einfach die gleichen Möglichkeiten geschaffen werden müssen. Wie ist es bei Trainingsplätzen? Trainingsplätzen haben wir jetzt einen Trainingsplatz bekommen bei der Eintracht Frankfurt am Trainingsgelände. Super. Ja, wirklich ein ganz tolles Zeichen. Ja, wirklich ganz tolles Zeichen und es wurde natürlich, wird gesagt, also so wurde es zu mir gesagt, Barbara, wir können uns da nicht versprechen, dass wir in ein, zwei Monaten das jetzt alles komplett ändern, aber was mir einfach noch wichtig war in der Geschichte ist, dass diese Chancengleichheit kreiert wird und das muss ich spüren als Spielerin. Und das muss der Verein auch so ganz klar signalisieren. Und so ist es auch bei uns. Es dauert, wir sind jetzt auch schon im zweiten Jahr in der Fusion. Es braucht, wie im Sommer, ist dann glaube ich auch unsere Kabine fertig. Also da wird dann eine Kabine hingebaut für wirklich nicht so wenig Geld. Und da war mir einfach nur wichtig, es ist kein Stillstand, weil sobald ich einen Stillstand merke, sage ich schwierig, wieder Kampf, wieder hingehen, wieder muss ich reden, wie schaut es aus, können wir uns weiterentwickeln, das, das, das und das war wirklich nicht der Fall oder ist nach wie vor nicht der Fall bei der Eintracht, da merkt man wirklich, der Verein steht zu 100% zu uns und packt uns wirklich komplett unter den Tag. Ich finde, man merkt das schon ganz zu resilient. Es ist ja wirklich quasi wie soll ich sagen, es ist irgendwie doppelt. Das eine ist, dass ihr tatsächlich besser trainieren könnt, wenn ihr ein gescheites Trainingssystem habt, der Trainingsplatz nahe ist, man nicht irgendwie in der kurzen Hosen im Winter irgendwie ewig lang vom Platz quasi zu den Umziehmöglichkeiten laufen muss oder so. Und das andere ist, dass es wahnsinnig motiviert, wenn man das Gefühl hat, da ist wirklich wer dahinter und es interessiert die Leute quasi, der Verein steht dahinter und er bemüht sich, dann arbeitet man da auch lieber mit, stelle ich mir vor. Absolut, absolut. Natürlich, man muss sagen, man ist im Leistungssport, das ist einfach so und das weiß auch jede Spielerin von uns, wir spielen fast alle Nationalmannschaften, wir müssen uns alle zeigen international und präsentieren. Natürlich müssen wir auch auf Vereinsebene Erfolge bringen. Das ist natürlich ganz klar. Aber wir wollen das ja gemeinsam schaffen. Jetzt ist das Ziel natürlich, die Champions League Gruppenphase zu erreichen im Sommer. natürlich die Champions-League-Gruppenphase zu erreichen im Sommer. Und man muss ganz klar sagen, also grüne Zahlen bringen wir jetzt der Eintracht aktuell nicht. Und sie vertrauen uns trotzdem, sie investieren trotzdem in uns. Und ich bin mir aber ganz sicher, wenn sie das so weiterführen, wie sie es jetzt da geführt haben, wie sie es jetzt geführt haben bis jetzt, wird das definitiv einmal eine grüne Zahl werden. Und an das glaubt die Eintracht und vertraut die Eintracht. Und das ist natürlich schon ein sehr, sehr schönes Gefühl als Spielerin, wenn man das übermittelt bekommt. Was ja nicht überall da voll ist, das muss man ja ganz ehrlich so sagen. Also selbst in Deutschland gibt es Spielerinnen, arbeiten nebenbei noch, arbeiten, studieren und dann aufs Training gehen und dann komplett K.O. ins Bett fallen und am nächsten Tag wieder das Gleiche, also das ist auch in Deutschland nach wie vor der Fall, leider. Das ist das, was mich oft ein bisschen krantig macht, wenn Leute sich mit Frauenfußball nicht auskennen und dann irgendwie über die Leistungen reden oder so, weil es da unglaubliche Mehrfachbelastung gibt. Also du kannst Vollzeit kicken, oder? Ja, ich bin Vollzeit als Profi angestellt. Aber trotzdem, was du quasi dir jetzt zusätzlich noch alles beschäftigst mit den Strukturen und was alles noch geändert gehört und so, das ist ja natürlich eigentlich auch eine doppelte Belastung. Ja, aber weil es mir einfach sehr wichtig ist. Also, was heißt jetzt da, ich würde sagen, jetzt eher mein Studium ist auch eine Riesenbelastung. Aber für mich ist es einfach sehr wichtig, dass ich also es ist einfach so, dass man jetzt hier ein zweites Standbein aufbauen muss, also oder sollte, weil eben, wie gesagt, das Finanzielle bei Weitem noch nicht so gut ist, dass man sagen kann, man hat ausgesorgt für die Zukunft. Gleichzeitig muss ich aber auch sagen, ich bin auch sagen, ich bin froh, dass ich, ich habe das lange nicht so gesehen, das hat sich jetzt ein bisschen mit dem Alter geändert, dass ich sage, die Freizeit nutze ich natürlich mit Freunden, aber gleichzeitig schadet es auch nicht, wenn man sich ein bisschen weiterbilden möchte. Es tut einfach echt gut, man ist nicht immer voll in diesem Fußballdunnel drinnen, das muss ich auch sagen, weil wenn man sich 24 Stunden nur mit Fußball beschäftigt, dann irgendwann geht es dann einfach nicht mehr. Also man braucht schon ein bisschen einen Ausgleich, Kaffee trinken, vielleicht für die Uni was machen und lernen. Also das ist schon so, dass ich sage, das tut auch gut. Und das tut auch gut. Aber leider ist es halt schon so, dass ich sage, wenn man arbeitethes Tempo fährt, ist es nicht möglich, dass du nebenbei zwölf Stunden oder noch mehr arbeitest. Das geht fast gar nicht. Und da muss auch selbst die Liga in Deutschland sagen, wir müssen schauen, dass wir jede Spielerin draußen zu Profis machen. Ich würde gerne ein bisschen zur psychologischer Betreuung kommen. Im Männerfußball, habe ich den Eindruck, gibt es da noch immer ein ganz großes Tabu. Es gibt Männerfußballprofis, die Depressionen haben. Es gibt Leute, die dann ausgrund der Depression irgendwie alkoholkrank werden oder irgendwie drogenabhängig und es gibt das Suizid. Es wird aber immer noch nicht offen darüber geredet. Und ich habe das Gefühl, im Männerfußball ist so psychologische Belastung, psychische Belastung ein ganz großes Tabu immer noch. Gleichzeitig habe ich das Gefühl, dass ich schon öfter weibliche Fußballerinnen darüber gereden gehört habe, ganz normal, wie man da tut und wie man sich psychologisch vorbereitet und so. Kannst du uns ein bisschen einen Einblick geben, wie habt ihr da jede Woche ein Coaching oder wie schaut diese psychologische Begleitung aus? Ja, also mir ist das überhaupt nicht unangenehm. Wir arbeiten wirklich schon, oder sehr viele Spielerinnen, egal ob es jetzt im Nationalteam ist oder beim Verein, wir arbeiten schon sehr lange mit dem Thema Sportpsychologie. Wir haben eine super Mentaltrainerin bei der Nationalmannschaft, die mich zum Beispiel schon über Jahre betreut, die wirklich versucht, meine Schwächen zu schwächen und meine Stärken zu stärken. Wo ich wirklich sage, eben, ich habe die Phasen vorher angesprochen, ich habe genauso meinen ersten Liebeskummer durchlebt, ich habe genauso meine Familie früh verlassen. Das waren alles so Dinge, die natürlich nicht so einfach sind. Oder wenn es in der Schule mal nicht läuft oder wenn ich richtig Druck habe beim Fußball und den hast du permanent. natürlich nicht so einfach sein oder wenn es in der Schule mal nicht läuft oder wenn ich richtig Druck habe beim Fußball und den hast du permanent. Also natürlich ist es super, wenn du dann jetzt in dem Fall eine Sportpsychologin hast, die einfach einen tollen Zugriff auf dich hat, die dir zuhört, die dir einfach helfen kann mit gewissen Mustern, dass du wieder positiver gestimmt bist. Warum das so ein Tabuthema ist, über die Jahre schon generell oder einfach im Männerfußball, es ist einfach schwierig zu sagen. einfach im Männerfußball, es ist einfach schwierig zu sagen, ich glaube einfach, dass man, wenn man Schwäche zeigt, gleich in eine Schublade gesteckt wird. Und ich glaube, beim Männerfußball, wenn ich das jetzt so aussprechen darf, ist einfach der Druck nochmal enorm. Es gibt so viele Jungs und da kommen vielleicht die drei Besten von dem Ort weiter und es wird immer enger und ich glaube einfach dann zu sagen, boah, ich bin nicht gut oder ich kann das irgendwie nicht so oder ich triff das Tor nicht oder ich schieße nicht so genügend Tore. Wenn man sobald mal ein bisschen Schwäche zeigt, ist der nächste Stürmer da. Wenn man dann jetzt komplett an sein Leistungslimit ankommt, gut, dann gibt es fünf Stürmer. Wenn der eine nicht funktioniert, dann hole ich mir den nächsten Stürmer. So läuft das einfach. Deswegen glaube ich, ist das vielleicht so ein Problem, weil einfach der Druck viel größer ist, noch wie bei uns. Aber ich kann wirklich nur von positiver Erfahrung sprechen, dass mir das wirklich in der Vergangenheit in einigen Phasen sehr, sehr, sehr viel geholfen hat und dass ich das wirklich auch jedem nur so weiterempfehlen kann, dass das überhaupt kein Schande sein soll. Ganz im Gegenteil, ich finde es eher sehr stark, wenn man sagt, ich arbeite jetzt mit einer Psychologin oder Sportpsychologin zusammen. Also das ist ja eine Stütze oder eine Säule, die man einfach dann im Leben hat oder in dieser Lebensphase braucht oder hat. Und ja, also wir machen jetzt ja zum Beispiel auch nicht nur individuell, wir arbeiten ja mannschaftsbezogen auch sehr viel. Das setzt dann alle in einem Raum mit der Psychologin. Welche Szenarien können halt einfach passieren? Was ist, wenn wir in den Rückstand geraten? Solche Dinge werden dann halt ausgearbeitet. Wie können wir als Team noch weiter zusammen wachsen? Was wollen wir verkörpern? Zu was stehen wir? Und so weiter und so fort. Ich muss schon sagen, ich habe dadurch als Person, durch diese Sitzungen, sage ich jetzt einmal, wirklich schon sehr wachsen können. Darf ich jetzt einmal ganz konkret reinfangen? Ihr habt letztes Jahr 5-0 gegen Wolfsburg verloren. Kein Problem. Entsteht da dann ein Konflikt am Spielfeld? Also merkt man dann so 2-0, 3-0, 4-0? Bricht dann die Kommunikation auseinander? Sehr, sehr gute Frage, muss ich wirklich sagen, weil das Spiel liegt mir nach wie vor noch ein bisschen im Magen. Das liegt mir tatsächlich noch sehr im Magen, weil das Spiel liegt mir nach wie vor noch ein bisschen im Magen. Das liegt mir tatsächlich noch sehr im Magen, weil vor allem zu der Zeit war ein bisschen viel, weil wir haben da die WM-Qualifikation nicht geschafft. Dann sind wir im Pokal hinausgeschieden, dann haben wir in der Liga eben gegen Wolfsburg 5-0 verloren. Und Winter wird's auch. Und Winter wird's auch, richtig. Die Kräfte zum Jahresende werden auch immer weniger. Das Spiel habe ich tatsächlich persönlich sehr reflektieren müssen. Das sage ich jetzt also ganz offen und ehrlich. Weil ich mir gewünscht hätte, dass ich vielleicht, vor allem wenn es dann 2-3-0 steht, vielleicht es schaffe oder die Stärke noch aufbringe, trotzdem mein Spiel durchzuziehen, trotzdem die Mannschaft versuche mitzunehmen. Ich bin dann doch jetzt eine Spielerin, die schon länger beim Verein ist, die auch schon eigentlich viel Erfahrung mitbringt, aber Du spielst zentrales Mittelfeld, eher noch vorn. Ja, genau, genau, so in der Raute. Also du bereitest deinen Job, Tore vorzubereiten? Vorzubereiten, schießen. Eigentlich offensichtlich auch schießen. Das hapert natürlich auch ein bisschen, aber ja, neues Jahr, neue Vorsätze. Genau, dann habe ich mir auch reflektiert. Ja, tun sie die? Habe ich zu mir selbst dann so gesagt. Das Spiel musst du mitnehmen, du musst es einfach schaffen, falls das nochmal so passiert, dass du wirklich trotzdem bei dir bleibst und dass wir als Mannschaft bei uns bleiben und nicht auseinanderfallen. Ich meine, in dem Fall muss man wirklich sagen, Wolfsburg ist über die Jahre hinweg, was den europäischen Fußball betrifft, einer der besten Mannschaften, ganz klar, aber ich glaube schon auch, wenn wir einen guten Tag haben, können wir, könnten wir mitspielen, sagen wir es so, könnten wir mitspielen, ist uns an dem Tag überhaupt nicht gelungen und dann musst du wirklich versuchen, nach so einem Spiel, okay, das ist jetzt passiert, das muss man akzeptieren, dann muss man das Ganze analysieren, warum und wieso ist das passiert, aber das Wichtigste an der ganzen Geschichte ist, dass man nicht als Mannschaft auseinanderbricht, sondern dass man einfach versucht, als Mannschaft wie das nächste Spiel sich wieder neue Ziele zu setzen, neue Lösungen zu finden und einfach zusammenhaltet. Das war dann eher so meine Reflexion von dem Spiel und von mir persönlich erwarte ich mir dann schon, sollte das noch einmal so passieren, dass ich bei mir bleibe und dass ich wirklich versuche, trotzdem, egal, die letzten 30 oder 70 Minuten trotzdem positiv zu nützen. Also es kann ja immer wieder passieren, die Spiele gibt es einfach, die Tage gibt es auch, dass es halt einfach mal nicht so rund läuft und dass du halt so ein Klatsche, wortwörtlich, kriegst eben. Ich finde das beim Thema Resilienz ja so spannend, weil das nicht etwas ist, das man einmal lernt und dann hat man es, sondern das ist ein lebenslanges Lernen, wo es auch immer wieder Phasen gibt. Es kann sein, dass du jetzt total resilient bist und in zehn Jahren ist irgendwie die Konstellation in deinem Leben so, dass du total schwer tust irgendwie mit allem. Darum ist es halt wichtig, dass man so Fehler halt macht, toleranter dem Gegenüber ist und halt daraus lernt und dann schaut, wenn es das nächste Mal wieder passiert, kennst du das schon, kannst du vielleicht ein bisschen lockerer damit umgehen. Welche Rolle hat dir die Kapitänin in so einer Situation, wenn man so in Rückstand gerät? Also motiviert die dann am Feld oder hat die keine psychologische Bedeutung? Doch, doch. Also ich glaube, es ist schon immer sehr wichtig, die Rolle als Kapitänin zu verstehen und zu verkörpern. Natürlich ist sie oder ist die Kapitänin bei uns als Spielerin, die die Mannschaft dann in dem Fall zusammenhalten muss, führen muss, vorangehen muss und vor allem Sicherheit ausstrahlen muss. Was aber ganz klar bei uns auch ist, was auch sehr wichtig ist, und das wurde mir in der Nationalmannschaft über die Jahre mitgegeben von Spielerinnen, wo ich sage, jeder darf sich entfalten und jeder darf Verantwortung übernehmen in der Mannschaft. Und das ist wirklich sehr, sehr, sehr wichtig und es ist jetzt egal, welche Kapitänin ich bis jetzt gehabt habe, sei es jetzt die Vicky oder die Carina oder die Tanja in Frankfurt, bei denen dreien habe ich jedes Mal das Gefühl übermittelt bekommen, hey, du darfst genauso was am Spielfeld sagen, du musst Verantwortung übernehmen, du gehörst zum Team und es gibt nicht nur A-Kapitänin, sondern es gibt dann in dem Fall, je nachdem wie viele Kaderplätze das sind, in dem Fall bei uns 24, es gibt dann in dem Fall, je nachdem wie viele Kaderplätze es da sind, in dem Fall bei uns 24, es gibt 24 Kapitäne. Und egal ob ich jetzt eine jüngere Spielerin bin, eine mittlere Spielerin oder eine ältere, ich darf etwas sagen und ich kann immer etwas Positives sagen. Und natürlich, die Tanja ist bei uns Kapitänin, sie geht voran, aber sie zieht uns auch alle so mit, dass wir alle was sagen dürfen und können. Cool, ich finde, da merkt man schon recht gut, ich glaube, du hast es am Anfang gesagt, dass es innere und äußere Faktoren gibt bei der Resilienz. Und das eine ist das, wie du dich selber quasi wieder rausholst und das andere ist schon, wie das Umfeld da ist. wie du dich selber wieder rausholst und das andere ist schon, wie das Umfeld da ist. Ich möchte jetzt trotzdem ganz kurz über den Sexismus sprechen, den es gibt, gerade im österreichischen Fußball, weil mich das selber sehr betrifft und sehr ärgert. Vorweg kurz, ich bin ja bei Fußballfans gegen Homophobie im Vorstand und darum da auch sehr engagiert. 2020 hat ja das Champions-League-Finale der Frauen im Haarstadion stattgefunden und Fans haben da große Proteste dagegen gemacht unter dem Titel Herd statt Haar, also mit der Meinung, dass Frauen an den Herd gehören und nicht ins Haarstadion. Und das ist eine sexistische Stimme von vielen, so muss man sagen, im österreichischen Fußball. vom LASK über ein Foul, das ein LASK-Spieler begangen hat, gesagt, ja, das sind Männer, da muss man nicht wie eine Lady gleich umfallen. Vicky Schnaderbeck, die Ex-Kollegin, habe ich dazu gefragt und sie hat gesagt, das ist schon sehr schwer, gerade wenn man halt im eigenen Verein der Trainer von der Männermannschaft dann sowas sagt, das fühlt sich nicht gut an, hat aber dann eher darauf hingewiesen, dass, wenn der Trainer so redet, dann gibt es den Fans quasi das Signal, dass es okay ist, auch so zu reden und dass dann eher quasi der Nachwuchs nicht so nachkommt, weil Töchter von LASK-Fans, die so reden, dann wahrscheinlich eher nicht zum Fußball finden, dass es quasi so eher schade ist. Vom Roman Melich gibt es auch irgendein Zitat und vom Otto Baric kennt, glaube ich, jeder, dass er gesagt hat und eine Strafe dafür bekommen hat, dass er keine Schwulen in seinem Team haben möchte, wofür er eine relativ lächerliche Strafe von 2.000 Euro zahlen hat müssen. Diese Art von Diskriminierung, Sexismus, Homophobie, weiß man ja, dass sie das psychologisch ganz direkt auf die Leistungsfähigkeit auswirkt und auch im Stadion. Wie die Fragen, hast du das Gefühl, also kann man dann am Viertel das alles außen vor lassen und irgendwie sagen, wir sind jetzt da ein Team, das einfach für uns arbeitet oder wirkt sich das schon aus? Also wenn jetzt der Trainer von der Männermannschaft in Frankfurt despektierlich sich über Frauen äußern würde, wie würdet ihr damit umgehen oder was für Auswirkungen hätten es? Also die Dinge, die du da jetzt aufgezählt hast oder erzählt hast, das ist natürlich sehr, sehr traurig. Weil ich finde, das ist einfach wirklich ein sehr großes Problem. Das hätte fatale Folgen, wenn unser Trainer von der Männermannschaft so wirklich fast schon eine unmenschliche Einstellung hätte, weil natürlich, man muss sagen, der Fan-Anhang ist ja sehr groß jetzt bei den Männern und das überträgt sich natürlich dann ja auch auf uns. Und ich finde einfach, das ist nach wie vor leider Gottes ein sehr großes Thema, vor allem auch gegen Homophobie. Also ich glaube einfach, es ist wirklich, wenn ich das jetzt so ausspreche, scheißegal. Wir spielen alle mit dem gleichen Ball. spreche, scheißegal, wir spielen alle mit dem gleichen Ball, also, ich meine, es ist wirklich, da ist, manchmal nervt es einfach extrem, also ich habe jetzt noch nie face-to-face etwas mitbekommen, ich habe es jetzt auch noch nie von unseren Fans irgendwie mitbekommen, oder generell hat die jetzt noch nie persönlich das wahrgenommen, dass jetzt Ausdrücke oder schlimme Ausdrücke oder zum Beispiel die Frau gehört jetzt hinterm Herz gehört, das habe ich jetzt nie so mitbekommen, also persönlich, aber natürlich kenne ich Fälle oder wird das anzugetragen Also ich finde halt, das ist einfach nicht, also ich kann das überhaupt nicht verstehen. Ich verstehe nicht, warum das nach wie vor, jetzt befinden wir uns mittlerweile schon im 21. Jahrhundert, warum wir nach wie vor diesen Kampf, wirklich diesen Kampf haben, dass solche Dinge einfach nicht mehr passieren. Und ich denke einfach, dass es wichtig ist, dass wir Persönlichkeiten haben, jetzt in Österreich, also wenn jetzt die Wikihandeln, Vicky Schnaderbeck ist für mich schon ein Vorbild, was diese Themen betrifft, weil sie wirklich den Mut hat, Dinge einfach anzusprechen und voranzugehen und ich glaube, jeder darf das sein, was er ist und jeder soll so akzeptiert werden, wie er ist und die Gesellschaft muss sich einfach dorthin entwickeln, dass man sie entfalten darf und egal, ob jetzt eine Frau Fußball spielt oder nicht, sie spielt Fußball und es ist der gleiche Ball wie bei den Männern. Also er ist rund und er fliegt auch ins Tor. Also es gibt kein Unterschied, wir spielen mit keinen Quadratwürfeln jetzt. Also wenn ich das jetzt so sagen darf. Ja, es passiert nach wie vor, es sind immer wieder so Vorfälle dabei. passiert nach wie vor, es sind immer wieder so Vorfälle dabei, wichtig ist einfach, dass wir offener darüber reden, dass Personen den Mut haben, solche Dinge auszusprechen, dass sie vorangehen, dass es Vorbilder desbezüglich gibt und es darf sich keiner verstecken, weil Verstecken kostet unglaublich viel Kraft. Also wirklich, und wie du auch sagst, es leidet leider Gottes auch die Leistung dahinter. Und das finde ich wirklich sehr, sehr schade. Und da müssen wir wirklich schauen, dass vor allem Verbände, die Vereine, die Spielerinnen, die Spieler, es ist jetzt ganz egal, in welche Richtung das geht, es ist jetzt ganz egal, in welche Richtung das geht, es ist auch ganz egal, welche Sportart, auch die Randsportarten betrifft es da manchmal sehr stark und da muss wirklich schauen, dass das permanent unterstützt wird und gefördert wird, dass solche Dinge einfach nicht mehr passieren, also solche Aussagen auch nicht mehr fallen und da muss einfach wirklich, das muss sich verändern. Es ist ein Wandel, es wird offener, die Gesellschaft wird offener, aber es braucht. Und solche Aussagen oder solche Meinungen oder was auch immer, wie man das bezeichnen kann, ist halt jedes Mal ein Schlag ins Gesicht. Sag ich jetzt mal. Ich habe das Gefühl, weil ihr im Kulturbereich arbeitet, dass ich oft vergiss, wie rück, also bei dir im Kulturbereich arbeite ich oft, vergiss einfach wie rückständig dann doch oft das Denken im gesamten Sportbereich einfach nur ist. Also wenn ich mal dann für Fußballfans gegen Homophobie, wir hätten am liebsten, dass alle Bundesliga-Vereine irgendwie in der Pride Week Regenbogenfahnen irgendwie wohin hängen, dass die Kapitäne von den Männermannschaften Regenbogenbinden auch tragen und dass man irgendwie da quasi sichtbare Zeichen setzt für Inklusion. Im Frauenfußball ist das relativ normal, dass man Regenbogenbinden tragt. Also das ist da kein großes, es ist ein Statement, aber es kommt viel öfter vor. Und ich bin da auch immer wieder überrascht, wie schwierig es ist und solche Aussagen, wie die du jetzt gesagt hast, werden ja immer noch so legitimiert im Sinn von, ja, das ist halt blöd dahergeredet und ich habe das Gefühl, dass noch ganz wenig Bewusstsein zum Teil im Männerfußball da ist, wie schädlich solche Aussagen sind, dass das wirklich so, also das sind eben diese Mikroaggressionen, dass man sich, du ärgerst dich mal drüber, dann ist es dir wieder egal, aber quasi jedes Mal, wenn das wer sagt, demotiviert dich einfach. Naja, unabhängig von dem, glaube ich, sagt das auch ab und zu sehr viel über einen Menschen aus, wenn man solche Vorurteile einfach gegenüber einer Person oder oder einer Sportart hat. Also das ist, finde ich, das, was mich dann immer sehr erschreckt. Nur jetzt nur ein Beispiel, wenn jetzt ein Artikel oder irgendein Zitat von einer Spielerin getätigt wird und jetzt angenommen, es wird von der Sportschau oder von der Bild-Zeitung geteilt und mittlerweile muss man sagen, Social Media ist sehr präsent in unserem Leben. Es ist eine Riesenplattform, wo man einfach sehr viele Menschen erreicht, aber wo gleichzeitig auch sehr viele Menschen ihren Senf argumentieren und kommentieren können. Und das ist manchmal wirklich sehr erschreckend. Keine Ahnung, wenn da ein Videoausschnitt gezeigt wird von einem Spiel und da ist ein Fehlpass halt irgendwie oben und dann hast du ja typisch Frauenfußball wieder, also typisch Frauenfußball eh immer noch Fehlpass, ich spüle immer irgendwo hin. Sollte sich nicht rapide anschauen. Weil man so denkt, woher kommst du oder wer bist du eigentlich, dass du dir das Recht nehmen kannst, über das zu urteilen, was da jetzt passiert oder was auch immer. Und dann denke ich mir halt so, ja okay, Wahnsinn, Wahnsinn, wirklich. So würde ich eher sagen, dass ich das schon mehr mitbekomme und einfach da auf einmal jeder sein Urteil über den Frauenfußball machen darf und kann. Leider Gottes, eben wegen Social Media ist das natürlich leichter heutzutage. Hat seine Vor- und Nachteile, in dem Fall ist es halt ein Nachteil. Aber ja, wie gesagt, das ist halt echt so ein Thema, das muss man glaube ich wirklich, ich finde halt auch, was man halt wirklich jetzt mal so überlegt hat, auch vielleicht früh genug bei der Erziehung einfach schon einbinden muss, dass man sein Kind da einfach den Blickwinkel halt erweitert oder generell einfach das näher bringt, das Thema einfach. Wenn jetzt, keine Ahnung, mein Mädel in Zukunft vielleicht einfach mal bei einer Jungsmannschaft mitspielt, dann will ich auch nicht, dass ihr schlecht geht, weil sie nur mit Jungs spielt oder weil die Eltern dann irgendwo so reinschreien oder so und so, wo spielt das Mädchen in der Jungsmannschaft? Und da muss ich schon sagen, ich glaube, dass das sehr wichtig ist für unsere Generation, dass wir einfach versuchen, im jungen Alter den Mädchen und den Jungs schon mitgeben, dass sie eben wirklich einen breiten Blickwinkel haben gegenüber diesem Thema. Ich finde, da macht sie wirklich Pionierarbeit. Also diese Büder aus England, die verbreiten sie, die waren jetzt auch in den Medien, das war im ORF, die Leute teilen das irgendwie in sozialen Medien. Mir ist es einmal ganz wichtig, dass ich dann alle Leute erzähle, dass ich zum Spiel gehe, damit jeder das im Kopf hat quasi, dass das gibt so. Und ich habe schon das Gefühl, dass sie da relativ viel tut. Ich würde es nur eine letzte Frage und würde es dann an euch öffnen. Wir haben jetzt über Fußball geredet. Das Grundthema ist aber eigentlich Resilienz. Wir haben gesagt, das ist quasi das psychische Immunsystem, wie man nach Krisen wieder in eine gute Ausgangslage kommt. Wir haben gesagt, das Wichtige ist die inneren Stärkungsfaktoren, dass ich mich selber motiviere, dass ich eine Vision habe und so weiter. Aber auch die äußeren, dass ich ein Bezugssystem habe, Leute, die ich gerne treffe, wegen denen ich dann wohin gehe, Vorbilder, die ich habe. Du hast ein bisschen erzählt, wie du dich so vorbereitest. Und ich habe mir ja gedacht in der Vorbereitung, jetzt kommt die Frage, dass der Elfmeter quasi das ist, vor dem man am meisten Angst hat, wenn man profimäßig Fußball spielt. Aber du hast gesagt, das ist nicht Elfmeter, es ist das Eigentor. Was passiert, was hast du gelernt, wie du dich quasi psychisch, wie du psychisch mit dir umgehst, wenn dir passiert, dass du Eigentor schießt? Also es gibt schon auch noch was Schlimmeres, wenn du elf bist, dass ich mich trifft, das ist das Nachfolgen. Das ist das Nachfolgen. Zu dem Punkt, es gibt Dinge, man kann sich auf einen Elfmeter passend vorbereiten. Da haben wir jetzt eben in unserem Metalltraining mit dem uns ein bisschen auseinandergesetzt. Es gibt ja verschiedene Anlaufvarianten. Es gibt dann die Sicht der Torhüter, die Sicht des Anlaufenden, also den Stürmer oder der, der was abschließt. Für mich ist es definitiv das Eigentor. Also ich glaube, wenn ich Eigentor schießen würde, würde ich mir denken, das ist nicht das richtige Tor. Sofort auswechseln. Das ist nicht das richtige Tor, das wäre natürlich nicht so gut. Ja, aber wie gesagt, solche Dinge können passieren. Also Eigentor ist mir schon mal passiert. Natürlich habe ich mich geärgert, also aufgeregt, auf Deutsch, weil ich ein bisschen im Dialekt bin. Aber das Spiel geht weiter und wenn es so ist, dann ist es so. Es gibt heutzutage wesentlich schlimmere Dinge, wie ein Eigentor auf dieser Welt. Das muss man sich auch mal vor Augen halten, so wie es jetzt auch mit den Prüfungen ist. Es gibt schlimmere Dinge wie ein Eigentor auf dieser Welt. Das muss man sich auch mal vor Augen halten, so wie es jetzt auch mit den Prüfungen ist. Es gibt schlimmere Dinge, als wenn man jetzt einmal in einer Prüfung durchrasselt. Das ist auch, was ich sagen möchte. Es ist nach wie vor ein Spiel und es ist nicht der Weltuntergang. Aber es ist schon schlimm. Gut. Ich habe eine Frage bezüglich Übermotivation. Ich bin Trainerin, ich habe 13, 14, 15-jährige Mädels, die sehr viel für Sport opfern, sehr viel dafür geben und teilweise schon so übermotiviert sind, dass sie sich selber im Weg stehen. Sie erlauben sich selber keine Fehler mehr. Sie erlauben ihren Mitspielerinnen keine Fehler mehr. Ich versuche ihnen dann zu erklären, es ist in Ordnung, wenn man Fehler macht, man lernt aus Fehlern, aber natürlich die 14, 15-jährigen Mädels, die hören das nicht unbedingt so gern. Vielleicht irgendwelche Erfahrungswerte, vor allem sie haben gesagt, seit 6 Jahren, 7 Jahren sind sie spielensfußball, wie geht man damit um, was kann gesagt, seit sechs Jahren, sieben Jahren sind Sie Spielensfußball. Wie geht man damit um? Was kann ich Ihnen vermitteln, dass man hin und wieder einmal einen Schritt zurück machen muss, dass man eben nicht so übermotiviert ist? Ja, sehr gute Frage. Sehr gute Frage und ich finde in dem Alter auch nicht immer so einfach, weil es eben halt ein Entwicklungsalter ist und sehr jung noch ist. Ich bin tatsächlich auch immer sehr übermotiviert. Das muss ich tatsächlich auch so sagen. Es haben viele zu mir gesagt, bitte Barbara, komm, entspann dich. Du bist total, du stresst fast ein bisschen mit deiner Übermotivation. Das stimmt. Ein Schritt zurück ist meistens auch drei Schritte nach vorne, da bin ich voll bei dir, das ist auch das Richtige, was du ihnen weitergibst. dass man Fehler machen darf und sollte, die müssen sie wirklich lernen. Und das ist auch wirklich sehr wichtig, weil aus Fehlern lernt man ja. Und aus diesem Rückschritt, der aus Gründen basiert, nimmt man wieder neue Erfahrungen mit. Und das ist sehr, sehr wichtig, weil durch Erfahrungen wächst du ja und wirst du ja stärker. wächst du ja und wirst du ja stärker. Und ich glaube, vor allem für das Mannschaftsgefüge ist es sehr wichtig, dass sie sich dorthin entwickeln, dass sie Fehler tolerieren, dass das normal ist, dass es vor allem menschlich ist. Jeder Mensch und jede Spielerin darf Fehler machen und soll sie auch machen. Bei uns ist es dann auch immer richtig schlimm. Wir haben dann Videoanalyse nach dem Spiel. Natürlich wird dann jeder Fehlpasser mal gesagt, warum spielst du den Ball da oder da, warum spielst du ihn nicht so oder so, aber es ist so, dass die Message dahinter ist, schau, es gibt auch andere Lösungen, wenn ein Fehlpass passiert, dann sollen sie dir vielleicht die Lösung für einen besseren Pass geben, dass sie einfach lösungsorientierter dann denken und das einfach ein bisschen unmünzen. So hätte ich es jetzt gesagt. Also ich spreche es eigentlich nicht so gerne an, dass es ein Fehler ist, sondern es war in dem Fall und in dem Moment eine Entscheidung, die habe ich so getroffen. Aber am Video sehe ich, okay, der andere Pass wäre eventuell besser gewesen und beim nächsten Spiel war sie. Okay, vielleicht spiele ich den Pass früher oder schneller auf die andere Seite rüber. Aber wichtig ist wirklich, dass sie früh genug lernen, dass das sehr wichtig ist, dass man Fehler machen darf und das stärkt ja das Selbstwertgefühl von jeder anderen Spielerin. Ich glaube, es ist nicht so cool, wenn man sagt, das war wieder ein schlechter Ball und das war ein schlechter Ball und das, das, das. So wird die Mitspielerin nicht besser und das Ziel ist es ja, die Spielerin oder die Mannschaft besser zu machen. Ich weiß nicht, ob dir das was hilft, aber ich komme vom Theater und da ist auch das mit Fehlermachen ganz was Wichtiges, weil wenn man so im Probenprozess miteinander Sachen ausprobiert und die Leute haben alle Angst, dass Fehler machen, dann ist es ein wahnsinnig langweiliges Theater, das da rauskommt. Und darum schaut man am Theater ein bisschen, dass man Fehler nicht negativ konnotiert und nicht sagt, es ist okay, Fehler zu machen, sondern im Gegenteil, wir machen jetzt ein Spiel draus und jeder muss einen Fehler machen. Also so, dass die mal quasi üben, wie fühlt sich das an, wenn man einen Fehler macht und dass das so ein bisschen spielerisch dazugehört. Ich weiß nicht, ob dir das im Fußballtraining hilft, aber in der Kunst ist das ganz gut. Wenn das so das Ganze ein bisschen erfüllt. Die Gemüter sind sehr heiß. Da ist oft nicht der passende Augenblick, dass man darüber redet. Aber ja, es ist einfach, vielleicht ist es auch das Alter. Es ist einfach, sie versteifen halt dann wirklich. Wir versuchen ja durch Videoanalysen so eher einem einen Blick drauf zu geben und das eben auch aktiv im Training wirklich das Fehler machen müssen, um die Anschlussaktion zu sagen, und ihr fordert immer, jetzt ist die beste Möglichkeit, jetzt könnt ihr euch einen Ball wieder erobern, jetzt egal, passiert, es macht euch viel eine bessere Spielerin, was ihr nachher sagt, was ihr also mich als Trainerin begeistert das immer voll, wenn sie dann da stehen und nachher sagen, und jetzt sagen sie es, jetzt kann ich es so richtig, jetzt geben sie Gas, ich versuche immer zu vermitteln, jetzt gebt es Gas, jetzt könnt ihr nochmal sagen, was ihr drauf habt, aber es ist halt einfach es irgendwann sie geben so viel, weil sie trainieren sehr viel, sie sind nicht schlecht, aber es ist halt einfach, ich glaube, ich weiß nicht, wie dann als Trainerin überhaupt noch die richtige Person bin, dann vielleicht nicht einmal von außen, weil eh oft das da im Psychologen oder irgendwen gibt, der was spricht oder darüber hilft, oder wer bin ich da überhaupt die richtige Person, das dann auch zu vermitteln, weil irgendwie hat man das Gefühl, manchmal steht man dann schon auch ein bisschen bei einem, oder ist das einfach das Alter, man muss einfach immer weiter daran arbeiten und immer wieder erklären und immer wieder das Gespräch suchen. Ja, definitiv. Also zu sagen, ich bin nicht die Richtige, ist glaube ich nicht, weil so wie du das jetzt mir erzählst, ist es wirklich eine super Einstellung, was du mitbringst, vor allem, dass du ihnen aufzeigst, dass Fehler machen, dass man das darf, also so wie du das jetzt zu mir gesagt hast, finde ich das perfekt, finde ich das auch gut so. Ich glaube, dass es eben auch schwierig ist wegen dem Alter, eben dann auch die Gruppe, es nimmt dann immer so ein bisschen eine Gruppendynamik an oder eine Mannschaftsdynamik an. Natürlich kann dann vielleicht eine andere Person wieder neue Inputs einbringen oder neue Lösungen bringen, eben jetzt mit einer Sportpsychologin, jetzt in unserem Fall. Ganz klar, weil natürlich, du hast Sportpsychologin, jetzt in unserem Fall, ganz klar, weil natürlich du hast die Position als Trainerin, du bist jetzt auch kein Elternteil, du siehst sie ja jetzt auch nur am Training, du siehst, welchen Fleiß sie bringen und du kannst nicht alles auffangen, aber du kannst vieles auffangen und ich glaube, mit der Einstellung oder mit der Sicht, die du uns jetzt geteilt hast, ist es absolut richtig und bist auf einem richtigen Weg. Und deswegen glaube ich einfach auch, dass es einfach Zeit braucht, dass du das immer wieder wiederholen musst. Das ist wie beim Schreiben, desto öfter du schreibst, desto besser wird die Schrift in der Volksschule. In der Hauptschule sollte sie dann eh schon fertig sein. Deswegen glaube ich, dass das absolut die richtige Vorangehensweise ist, meiner Meinung nach. Aber es strapaziert natürlich die Nerven, das ist klar. Aber es stimmt schon, Resilienz hat ja sehr viel mit Lebenserfahrung zu tun. Und je mehr Krisen ich erlebt habe, desto resilienter kann ich dann auch sein. Im Endeffekt, weil ich was daraus gelernt habe. Und da legst du wahrscheinlich sehr gute Grundlagen für das, was dann später kommt. Da vorne ist noch eine Frage. eine Frage vielleicht? Ja, ich habe auch noch eine Frage. Es schließt vielleicht eher ein bisschen an, auch mit Leistungsdruck oder keine Fehler erlauben und so, beziehungsweise geht es mir darum, ihr seid ja natürlich ein Team, aber gleichzeitig ist man immer ein bisschen konkurrent, vor allem wenn es dann auch am Nationalteam geht und es wird in den Kader berufen oder auch im Team, wer darf spielen, wer darf nicht spielen. Ist das öfter ein Thema? Bespricht man das in der Mannschaft? Wie geht es ihr damit um? Was macht man damit? Wie kann man das schaffen, dass man trotzdem als Mannschaft gemeinsam vorangeht und das nicht so in einem Konkurrenzkampf ausartet? Sehr gute Frage. Muss ich sagen, habe ich jetzt persönlich noch nie so richtig krass verspürt, dass ich jetzt gesagt habe, die Gegenspielerin oder die, die mit mir in der Mannschaft spielt, die hockt mich um im Training, weil sie auf meiner Position spielt, habe ich so wirklich noch nie so richtig krass wahrgenommen und vor allem in der Nationalmannschaft, ich kann wirklich jetzt von der Nationalmannschaft jetzt mal sprechen, da wird jede neue Spielerin, die was dazu kommt, werden da unsere Werte so vermittelt und da ist einfach das Team vor dem Ich. Und das ist einfach das, was wirklich jede Spielerin dann erkennen muss, dass man als Team mehr erreicht wie das Ich. Und natürlich ist es wichtig, dass sich jeder entfalten darf, dass jeder natürlich einen Anspruch hat zu spielen. Das ist so, du sagst das auch, wie es ist. Es ist nach wie vor dann auch der Leistungssport. Aber ich glaube einfach, da braucht man einfach einen gewissen Charakter und eine gewisse Persönlichkeit dazu, dass man versucht, dann an sich zu arbeiten. Und man muss ganz ehrlich sagen, wenn die Trainerin das so entscheidet, dass die Spielerin an dem Tag spielt, dann ist es einfach so und da kann nicht meine Mitspielerin was dagegen, sondern die Trainerin hat das entschieden, sie wird ihre Gründe haben und dann ist das auch so zum Akzeptieren und da kann dann nicht meine Konkurrentin was dafür, dass ich jetzt da spiele oder sie spielt und das muss man so akzeptieren, das ist einfach so. Und ich finde es dann immer sehr wichtig, dass man es dann sagt zu sich, okay, ich werde die beste Version von mir kreieren, dass sie mich aufstellt, also dass sie mich aufstellen muss. Und eine sehr gute Freundin, die Carina Wenninger hat mir einmal gesagt du musst es einem Trainer oder einer Trainerin so schwer machen, dass sie von dir nicht mehr vorbeischauen kann, natürlich es gibt immer wieder Situationen wo du einfach vielleicht der Spielertyp nicht bist von einer Trainerin oder von einem Trainer das gibt es, das ist einfach so aber du musst dir selbst treu bleiben und sagen, ich werde alles geben für mich persönlich, dass ich nicht mehr vorbeischauen kann und dann könnte es ja durchaus klappen, dass du mal von Start beginnst. Wie erlebst du das als Spielerin? Aus meiner Sicht, ich habe jetzt in Klammünchen ein paar Jahre mitgearbeitet und war eigentlich schon immer ein bisschen stolz darauf, dass das ein reiner Frauenverein ist, wo es keine Mannermannschaft gibt. Jetzt zu einem krassen Beispiel, FFC Frankfurt zu Eintracht Frankfurt, ein ehemaliger mehrfacher Champions-League-Sieger. Findest du das dann eher ein bisschen schade, dass es da einen Mannerverein geben muss, der das da quasi ein bisschen in die Hand nimmt und weiterführt? Oder ist die finanzielle und strukturelle positive Seite da so überwiegend, dass du das eigentlich befürwortest? Das Fussierungsthema. Anschlussfrage, wie wir Rapides regeln? Du zuerst. Ja, habe ich so in dem Rahmen die Frage noch nie gehabt, sehr interessant, muss ich mir kurz sagen lassen. Was heißt befürworten? Also es ist schwer zu sagen. Ich kann einfach nur davon sprechen, dass es einfach wenig Leute gibt, die was jetzt sagen, wir unterstützen Kleinmünchen so sehr, dass sie von den Strukturen und von den Facilities oben mitspielen können. Und wenn du das nicht bieten kannst, wirst du auch nicht immer wieder Spielerinnen dort hinkriegen oder Spielerinnen bleiben dann auch nicht, weil vielleicht in St. Pölten bessere Voraussetzungen einfach sind. Deswegen ist es einfach wichtig, oder sage ich, ist es schon wichtig, wenn es wie zum Beispiel bei uns, eben die Eintracht Frankfurt, international an Supernamen, und die aber bereit sind zu sagen, wir geben was von uns ab für die Frauenabteilung, dann finde ich schon, dass es völlig okay ist. Wenn jetzt der Gleim München einen super Sponsorvertrag mit einer Top-Top-Marke abschließt oder je nachdem und sagt, wir investieren Vollgas, warum nicht? Ich kann nur sagen, da bin ich in Potsdam, über die Jahre hinweg eine unglaublich gute Mannschaft, haben immer Top-Talente hervorgerufen, haben bin ich in Potsdam, über die Jahre hinweg eine unglaublich gute Mannschaft. Haben immer Top-Talente hervorgerufen, haben international immer super mitgespielt. Jetzt aktuell gerade Tabellenletzter. Wo ich auch sage, es wird einfach schwierig. Es ist einfach schwer, dass du wirklich Personen und Menschen findest, die da voll rein investieren. Der Grundbaustein liegt dann halt eben, jetzt da in dem Fall Rapid, dadurch, dass die Männerabteilung vielleicht sagt, wir möchten die Frauen unbedingt pushen. Bei Rapid, ich weiß jetzt nicht, was da wie offiziell ist so, aber die quasi grundlegende, aus meiner Sicht das grundlegende gemeinsame Verständnis ist, dass man nicht einen bestehenden Frauenverein schlucken will, sondern das selber aufbauen will, weil das Rapid so quasi in der Vereinsphilosophie drinnen hat, als Arbeiterverein, dass man die Sachen selber macht und gescheit macht. Und da bin ich auch skeptisch, weil man wird dann sehen, wie viele Ressourcen werden reingehen, wie groß wird das Budget für die Frauen sein, wie viel werden die Frauen verdienen in der Mannschaft. Ich hoffe natürlich, dass man da gleich mal mit Equal Pay startet. Das wird es wahrscheinlich nicht geben. Aber die Frage wird dann eben auch sein, welche Ressourcen kann die Kraftkammer benutzt werden? Gott sei Dank hat der ehemalige Geschäftsführer bei der Hauptversammlung schon gesagt, dass die Frauen in Hütteldorf spielen werden im Stadion. hat er bei der Hauptversammlung schon gesagt, dass die Frauen in Hütteldorf spielen werden im Stadion. Und er hat auch gesagt, dass diese Trainings-Facilities, die jetzt neu sind, quasi von allen Rapid-Teams benutzt werden. Also das gibt einmal Hoffnung. Und jetzt muss man schauen, was... Also ich glaube, es ist immer erst, wenn es auf dem Papier steht. Aber ja, man braucht halt ein unglaubliches Team halt hinterm Team, muss ich sagen. Also man braucht unglaublich viele Mitarbeiter dann auch, es sind die Medienabteilung, dann braucht man das Trainerteam, was sehr professionell aufgestellt werden muss, dann auch mit drei bis vier Physios, wenn man dann wirklich gut sein möchte und du brauchst dann für das Team hinter dem Team auch die dementsprechende Bezahlung auch und dann auch mit drei bis vier Physios, wenn man dann wirklich gut sein möchte. Und du brauchst dann für das Team, hinter dem Team auch die dementsprechende Bezahlung. Wir waren ja davor, vor der Eintracht der FFC Frankfurt. Und da war ja wirklich der Sigi Dietrich ja über Jahre hinweg Vorzeige. Ich sage jetzt mal Beispiel, der hat alles dafür gegeben, dass diese Ressourcen gegeben werden, aber schlussendlich wurde es auch dann schon schwierig und das ist halt einfach, glaube ich, ein Problem einfach. Ich habe eigentlich eine zweigeteilte Frage. Die erste Sache ist, ich sehe es immer wieder, da habe ich es immer wieder gesehen, wenn man wirklich weit aufhören will, dann opfert man ziemlich viel. Ich kenne es vor allem aus Freistaat, aus dem Fußball. Und dann hat FSB immer mehr Zeit eingenommen und dann hast du drei Monate in der Woche Training, am Wochenende sind die Spiele, wo sie immer wieder einfach andere Sachen liegen lassen haben oder aufgehalten haben, zurückgestellt haben. Wie geht man vielleicht damit um, dass man trotzdem sehr viel opfern muss? Was ich jetzt zu mir erlebt habe, war, die Leute haben selber gesagt, es ist Schauschott, dass ich es aufgeben muss, aber mir ist das auch wichtig. Das Zweite ist, was ich auch selber erlebt habe, ist das, man hat dann irgendwann einen großen Erfolg und danach kommt dann ein Loch. Wie geht man damit um? Also von Entlastungsdepressionen in die Richtung, wie geht man damit um? Man war jetzt oder man ist gerade ganz oben, was kommt jetzt? Zu deiner ersten Frage bezüglich, dass man vieles hinten anstellt. Ja, wenn ich das jetzt auf meinen Weg überspiele, würde ich sagen, ja, das habe ich tatsächlich, aber gleichzeitig muss ich sagen, ja, das habe ich tatsächlich, aber gleichzeitig muss ich sagen, jetzt dann, wenn ich meine Freundin und Familie habe ja schon früh verlassen, das war ja auch nicht so einfach, war trotzdem so, dass zum Beispiel meine Eltern mich wirklich auf meinem Weg permanent unterstützt haben und mir das Gefühl gegeben haben, du verpasst nichts, wenn du nicht zu Hause bist, sondern wir sind so nah es geht. Und die Unterstützung, dass ich zum Beispiel ständig mit ihnen im Austausch bin, viel telefoniere, sie zu den Spielen kommen, wenn es nicht immer möglich ist bei manchen, dass sie vielleicht zu den Spielen kommen, aber das war halt schon bei mir, dass ich sage, ich bin nicht alleine und meine Familie steht zum Beispiel voll dahinter, dass ich diesen Weg gehe, weil sie würden sich das für mich sehr wünschen und das hat mir das Ganze ein bisschen vereinfacht. Natürlich jetzt rückblickend, wenn ich dann zu Weihnachten zu Hause bin und es ist vielleicht nur eine Woche und ich merke, eigentlich habe ich die Verbindung zum Beispiel zu meinem jüngeren Bruder wieder ein bisschen verloren, weil er jetzt selbst auch seinen Weg einschlägt. Sicher sind es dann immer so Sachen, wo man denkt, was wäre wenn, aber ich denke, es ist wichtig, dass man sich das auch immer klar vor die Augen hält, wenn man einen Traum hat, dann soll man den auch leben. Und es bringt immer wieder diese Opfer leider Gottes. Aber man kann ja trotzdem sie öfter bei der Familie zu Hause melden. Dann ruft man halt an oder man versucht, dass vielleicht die Familie jetzt in dem Fall zu mir kommt, also zu spielen und dass man das einfach irgendwie so, wie soll ich sagen, so ein bisschen Anker vielleicht ersetzt, dass man das nicht so sieht, dass man Opfer bringt, sondern dass das einfach ein normaler Prozess vom Leben ist, einfach, dass man seinen Weg geht und wenn man den Traum halt lebt, den, was einen glücklich macht, dann... Ich glaube, dass gerade in dem Alter man halt auch diese Entscheidung treffen muss, ist es mein Traum oder nicht, weil, wie wir jetzt vorher gesagt haben, für die Resilienz ist diese Vision wichtig und wenn ich mir denke, ich möchte gern Faustballerin werden, dann erlebe ich es vielleicht nicht so als was das jetzt Opfer, sondern eher im Sinn von ich kann meinen Weg gehen. Und natürlich ist es eine Belastung und wie du sagst, kann man dann schauen, dass man in dem Netzwerk bleibt und sich irgendwie stabilisiert. Das braucht man ja auch, damit man durch die Krisen gut durchkommt. Aber wenn man, wie es ja bei vielen Kindern ist, die zum Fußballspielen anfangen, und dann wird es immer mehr, und dann kommt man irgendwie in ein Alter, wo vielleicht Pubertät einsetzt, wo man andere Interessen hat. Das ist, glaube ich, ganz häufig, dass dann Kinder mit den Eltern gemeinsam die Entscheidung treffen müssen, geht man in die Sportschule oder nicht? Also in welche Richtung geht das jetzt? Und das ist, glaube ich, diese Vision, die da diesen Unterschied macht. Ja, voll. Es ist ja auch, zum Beispiel im Internat, jetzt in St. Pölten, da hat es auch Spielerinnen gegeben, die haben unfassbar Heimweh gehabt, was ja völlig normal ist. Du kannst zu keinem sagen, du musst jetzt im Internat bleiben, du darfst nicht nach Hause, weil sonst schaffst du deinen Weg nicht. Es hat Spielerinnen gegeben, die sind nicht ins Internat gegangen und haben es genauso so weit geschafft. Also man darf das wirklich nicht so eng sehen und wenn man nicht glücklich ist mit der Entscheidung, dass man den Weg einschlägt, dann muss man auch vielleicht das lassen. Aber wichtig ist einfach, man darf sich entscheiden und gleichzeitig kann man auch wissen, ich könnte es nicht schaffen oder ich schaffe es. Aber es ist überhaupt nicht schlimm, wenn man sagt, okay, ich habe so Heimweh oder ich vermisse meine Freunde so extrem, dass ich das einfach nicht schaffe. Vielleicht auch im Zusammenhang mit der Fehlertoleranz, dass es okay ist, für junge Spielerinnen zu sagen, okay, es ist jetzt doch nicht mehr mein Traum und ich habe jetzt nicht versagt als Mensch, sondern ändert sich halt die Planung. Die zweite Frage war? Da war es hauptsächlich darum, man war jetzt ganz oben, man ist ganz oben. Ah genau, die Entlastungspflicht. Und dann danach, sei es jetzt, man hat irgendeinen Titel gewonnen, man hat irgendwie das erreicht, was man sich schon seit Ewigkeiten vorgenommen hat. Was macht man danach? Ich kann kurz rein, weil das am Theater ganz oft ist, weil man auf die Premiere so hinarbeitet und dann ist die Premiere und dann fällt man in ein Loch und kennt sich nicht mehr aus, quasi worum es im Leben eigentlich geht. Und hat diese Trauer beim Theater nur dazu, dass du sechs Wochen lang in einem Team ganz eng zusammengearbeitet hast, dann ist die Premiere und dann bricht das Team auseinander, weil nur mehr die SchauspielerInnen auf der Bühne quasi überbleiben und die treffen sich auch nicht regelmäßig, weil dann sind halt fünf Vorstellungen und dann, das fühlt sich oft wie ein persönlicher Verlust an, wie wenn man enge Freundschaften auf einmal verliert und so. Und da kann man dagegen machen, dass man es plant, weil man weiß es ja. Und auch bei einem Wettkampf weiß man, man kann gewinnen oder verlieren und dass man auf jeden Fall nachher so ein Aftercare irgendwie macht, dass man sich denkt oder nach einer Prüfung zum Beispiel habe ich immer gedacht, nach der Prüfung schenke ich mir jetzt, dass ich am Tag nichts mache und ich gehe ins Kino oder gehe spazieren oder ich tue wirklich die Gedanken aufschreiben, Tagebuch schreiben, irgendwas, das mir gut tut, egal ob es gut oder schlecht ausgangen ist. Und damit habe ich irgendwie so ein bisschen einen Puffer, wo ich mich einfach um mich selber kümmern kann und so ein bisschen runterkomme. Voll, voll. Also ich habe ja vorhin gesagt, dass zum Beispiel die Europameisterschaft für mich ein riesen, riesen Ziel war über die Jahre hinweg. Und ich muss ganz ehrlich sagen, ich habe mir währenddessen gedacht, okay, es sind nur mehr vier Monate bis zur Europameisterschaft. Ich muss mich auftrainieren,ieren muss an den limit kommen hoffentlich verletzt sie mir aber nicht weil dann wäre die europameisterschaft und mein größtes ziel was über die jahre so heran gearbeitet habe auf einmal so weg und für mich war klar okay ich habe den plan ich habe diesen plan zur europameisterschaft, aber gleichzeitig muss ich auch wissen oder muss ich mir das auch vor Augen halten oder aufweisen und mir selbst sagen können, es kann auch sein, dass das passieren könnte. Und dann muss man wirklich einfach wissen, okay, wenn das eintreten sollte, dann geht es so und so weiter. Dann muss ich schauen, dass ich die Reha mache, dann muss ich schauen, dass ich wieder gesund zurückkomme und dass ich meine Verletzung auskuriert habe. Also ich glaube einfach, dass es vor allem eben, wie du sagst, zum Beispiel bei mir war es jetzt auch so, bis zu Euro hin ist alles super gelaufen. Wirklich, auch in der Liga, ich habe wirklich super Leistungen erbracht, die Euro war für mich persönlich auch gut, ich bin gesund geblieben, hat alles gepasst und alles. Ich habe die Zielsetzung bis zu Euro gemacht und auch mit Frankfurt die Champions-League- League Qualifikation ist gleich direkt nach der Euro kommen. So, wir haben sie nicht geschafft. Wir haben die Qualifikation für die Champions League nicht geschafft. War mal der erste Rückschlag. Okay, okay, Tunsti, fokussier dich, bleib dran, bleib dran, es kommt die WM Quali. So, wir haben die WM Quali gehabt, wir haben diese auch nicht geschafft. Der nächste Rückschlag für meinen sportlichen Weg. Gut, dann macht uns die, es passiert, es verarbeitet, du musst in der Liga funktionieren, du musst Leistung bringen, du musst Leistung bringen. Gut, Immi wieder reguliert, so, zwei Wochen später drauf, wir haben einen Pokal ausgeschieden mit Eintracht Frankfurt gegen einen Zweitligisten. Das war in dem Fall Red Bull Leipzig, aber es ist passiert. Wieder ein Rückschlag. Dann merkst du, okay, die Kräfte von der Euro wirken dir nach, du bist schon ein bisschen müder, das war für mich, und das sage ich dir ganz ehrlich, oder sage ich euch ganz ehrlich, das waren so persönliche Rückschläge, die mich wirklich mitgenommen haben, weil ich mir gedacht habe, das sind Ziele, die ich mir eigentlich gesetzt habe, für die, wo ich hingearbeitet habe, für die, wo ich meine Familie verlassen habe und so weiter und so fort. Dann habe ich mir das alles am Kopf geworfen und gleichzeitig habe ich mir gedacht, du machst es dir aber einfach. Jetzt suchst du bei deiner Familie, dass du dich eh schon seit sieben Jahren verlassen hast und jetzt gibst du dem Ganzen die Schuld, dass du jetzt diese ganzen Sachen verpasst hast. Habe ich mir natürlich ganz einfach gemacht. Ist natürlich ein kompletter falscher Ansatz, weil ich muss ganz ehrlich sagen, ich habe mich zu wenig damit beschäftigt, mit diesen Wenn-Dann-Szenarien. Was ist, wenn wir in der Champions League ausscheiden? Dann gibt es die Liga. Dann musst du dich auf die Liga voll konzentrieren und auf den Pokal und so weiter. In meinem Fall war es so, dass ich mich dann schlussendlich nur auf die Euro konzentriert habe. Auf die Champions League, die ist irgendwie so dahinten geschwommen, weil ich wusste, okay, nach der Euro kommt gleich die Champions League, ich muss funktionieren, aber Pokal und die WM-Qualität, die sind dann noch hinein immer kommen, kommen, kommen, kommen. Aber ich war mental vielleicht nicht so vorbereitet, wie ich immer gedacht habe, dass ich schon so weit bin. Und das war für mich persönlich eine mega Erfahrung dieses Jahr, mit dem größten Highlight, mit dem Eröffnungsspiel, mit dem Eröffnungsspiel in Frankfurt. Aber gleichzeitig jetzt zum Jahresende hin, habe ich wirklich sehr große persönliche Rückschläge gehabt, was meine persönlichen Ziele betrifft. Und da habe ich jetzt auch mir vorgenommen, ich muss mich mehr mit solchen Dingen beschäftigen, was ist, wenn das eintritt und auch ein bisschen darüber hinaus planen. Bei jeder Projektplanung hat man die Projektvorbereitung, dann die Durchführung, dann die Nachbereitung. Und wenn du sagst, du rechnest hin aufs Zielspiel und dann ist, also da fällt dann noch etwas und man merkt aber energiemäßig, da ist nur irgendwas, das man abbauen muss. Man tut ja nach dem Spiel gehst du ja nicht heim, sondern du laufst nochmal im Kreis, oder? Da tut man doch auch nochmal so abtrainieren oder irgendwie so. Ja, ja, regenerieren. Regenerieren. Regenerieren. Na voll, also das war einfach mein Learning, dass man ganz oben sein kann, aber gleichzeitig muss man wissen, im Sport, so schnell wie man oben ist, so schnell kann man wieder unten sein. Und das muss man einfach sich wirklich bewusst machen. Und an der ganzen Geschichte ist einfach das Wichtigste, dass man bei sich einfach bleibt, dass du bei dir bleibst, dass du an deine Stärken vertraust und dann ist es halt einfach einmal so. Dann fühlst du dich einfach nicht gut im Spiel oder bringst einfach gerade nicht der Leistung. Es ist aber was ganz normales, vor allem nach einer Euro-Belastung, dass du vielleicht einfach mitten in der Saison einmal müde bist. Es ist einfach was normales. Natürlich, du hast nicht viel Zeit, aber dann musst du es einfach irgendwas für dich entwickeln, dass du sagst, ich muss mich jetzt regenerieren. Und wenn es ist, dass ich zum Trainer hingehe und sage, Trainer, ich glaube, ich brauche einen Tag mehr Pause, weil irgendwas, ich funktioniere gerade einfach nicht mehr. Es ist einfach etwas ganz Normales. Und das kann ich einfach von mir nur sagen. Bei mir war es dann in dem Fall ein Hexenschuss. Der hat mir dann gezeigt, okay, du brauchst jetzt einmal eine Pause und so war es dann halt einfach bei mir und es war einfach echt mein Learning, dass ich einfach bei mir bleibe und dass es normal ist, Dinge nicht zu erreichen und das waren bei mir jetzt eben diese Qualifikationen für gewisse Runden und ja, wenn es das nächste Mal wieder eintreten sollte, dann weiß ich, es ist passiert, es geht weiter, das nächste Ziel kommt und ich bereite vor. Möchten wir noch etwas fragen? Oder wollt ihr miteinander oder mit uns teilen, wie ihr mit Stress umgeht? Klara, eine Frage aus der Sicht von einem Fan. Du hast nämlich vorher das mit Didi Kübauer erwähnt und hast gesagt, das ist ein Lastkreden drinnen. Wir sitzen da und denken, Didi Kübauer verbinde ich immer mit Rapid, immer. Also er ist schon länger nicht mehr dabei, aber ja. Also er ist schon länger nicht mehr dabei, aber ja. Und dann hat mich die Fangemeinschaft sagen, so nicht, das lassen wir uns jetzt nicht gefallen oder wir stehen da nicht mehr hinter dem Verein. Weil umgekehrt ist es ja auch so, wenn sich die Fans recht aufführen, dann kriegt der Verein auch nicht am Deckel und sagt, mit euch in den Fans müsst ihr ein bisschen anders umgehen. Ja, also das ist ein bisschen komplexer, weil das ist wahrscheinlich bei anderen Vereinen anders, aber bei Rapid kann man nicht wirklich von der Fangemeinschaft reden. Weil ich glaube, wir haben über 16.000 Mitglieder österreichweit, im Block West stehen 10.000 Leute und die sind zum Teil wahnsinnig unterschiedlich. Das heißt, das sind Gemeinschaften. Bei Rapid gibt es ein Leitbild, das ist erarbeitet worden im Verein mit Fans gemeinsam. Es gibt im Verein schon eine sehr große Tradition, dass FunktionärInnen, Fans und alle möglichen Leute, die dazugehören zu dieser Rapid-Familie, gemeinsam arbeiten. Und in dem Leitbild sind Werte definiert, die ganz klar sagen, dass Rapid ein offener Verein ist, der offen ist für alle, unabhängig von Geschlecht, sexuelle Orientierung, Herkunft, Religion, Ausbildung, whatever. Das heißt, wenn jemand so etwas sagen würde, würde man damit ganz klar oder öffentlich den Werten von Rapid widersprechen und da geht sich das nicht aus. Ich glaube, die Rapid-Fans haben schon eins gemeinsam, dass sie nicht wirklich gern den Mund verbieten lassen, was in die eine und in die andere Richtung gehen kann, aber das ist dann auch sehr öffentlich geäußert, die Meinung dann auch dazu und wir haben aber intern, intern weiß der Verein wie wichtig die Fans für den Verein sind. Es soll ja immer wieder diese Kritik geben, dass die Fans zu wichtig sind bei Rapid, das sehe ich nicht so, aber es gibt intern total figurende Kommunikationsstrukturen. Und das heißt, wenn ich irgendwie von jemandem höre, also diese Hauptversammlung für das Rapid-Frauen-Team, oder wo das vorgebracht worden ist, ist ja verschoben worden wegen Corona. Das heißt, ich habe da ungefähr ein halbes Jahr gehabt, wo ich so diese Person war, die fürs Frauen-Team ist und bei jedem Spiel sind Leute zu mir gekommen und haben gesagt, warum haben wir das nicht, wie geht es weiter und ich war dann auch in der Öffentlichkeit und bin da angeredet worden und ich habe eigentlich nur positive Erfahrungen gemacht. Also die Leute haben mir gesagt, das ist ja voll peinlich, das haben so ein psoffener 24-Jähriger nach dem Spiel zu mir gesagt, das ist ja voll peinlich, dass wir kein Frauenteam haben. Warum haben wir kein Frauenteam? Ich habe gesagt, ja, siehe dir auch so, dann bringen wir den Antrag ein. Gleichzeitig hat dann irgendeiner mal in einer Männerrunde das für wichtig gefunden, dass er mir sagt, dass Frauen nicht Autofahren können und dass es nie eine Frau geben wird von Rapid und dass ich mich quasi schleichen soll mit dem. Und dem bin ich heute relativ direkt über den Mund gefahren, sodass es ihm kurz beeindruckt war vor dieser Gruppe. Und dann ist es aber auch erledigt. Ich glaube, wie wir vorher schon gesagt haben, wichtig sind diese Vorbilder und dass man was sagt einfach. Also dass man dann sagt, das passt nicht und das finde ich nicht in Ordnung. Und der Didi Kühbauer hat ja im ganzen Zitat auch gesagt, das darf ich jetzt eigentlich nicht sagen, weil dann denkt man, ich bin gegen Frauen, aber... Also das heißt, er hat ja schon ein Bewusstsein darüber, dass das nicht in Ordnung ist, was er da gesagt hat. Und meine große Hoffnung ist, dass... Also nicht, dass jetzt wieder solche Männer früher sterben, aber es wird irgendwann einmal aussterben, dieses Problem, glaube ich. Also ich glaube schon, dass es da mehr Sensibilität geben wird dafür. Auch weil der Frauenfußball immer stärker wird und weil ihr euch da gegen ganz viele Widerstände auch durchsetzt und einfach gut spielt. Ich hoffe, das kann die Frage ein bisschen beantworten. Gutscheit bleiben und draufbleiben. Und wenn es nicht anders geht, sagen aber die Austria heute schon. Gefährlich. Bei der Hauptversammlung, also bevor es zur Abstimmung gekommen ist, habe ich gesagt, wenn ihr eine Tochter habt, und die spielt gut Fußball und die spielt gern, und ihr könnt euch das vorstellen, dass die auf Bundesliganiveau spielt, dann hat die in Wien die Möglichkeit, Vienna oder Austria. Und dann war ein großes Buuuh. Ich glaube, das hat es dann schon. Also ich habe das Gefühl, oft ist es ganz gut, wenn man sich ein bisschen an die Sprache oder an die Kultur anpasst, in der man redet. Weil wenn ich da jetzt irgendwie im Fußballbereich anfange mit eben, das ist Sexismus und das ist der richtige Feminismus und da gibt es vier verschiedene Wellen vom Feminismus und der strukturelle Sexismus in der globalen Dimension und intersektional und so, da verliere ich die Leute, weil da hebe ich es irgendwie auf so ein intellektuelles Niveau oder auf ein politisches Niveau, auf das es gar nicht sein muss, weil in Wahrheit geht es nur darum, dass man nicht geschissen ist. Also man muss ja nicht aktiv jetzt Frauen unterstützen. Was soll ich nur aufhören, dass man es aktiv ausgrenzt aus irgendwelchen Sachen. Korrekt, ja. Ich gebe das mit der Medienkompetenz schon. Die die Mütze. Sehr super, super. Danke. Wie kann ich denn, jetzt sei es ein 5-0 gegen Wolfsburg oder eine verpatzte Theaterpremiere oder sonst was, wie kann ich das kontinuierlich hinkriegen, dass ich meine Misserfolge oder wenn mal was schief geht einfach, dass ich das als Motivation nutzen kann für den nächsten Schritt? Also beim Theater finde ich ganz produktiv wirklich lachen. Also wirklich sagen, wow, das ist ja schiefgegangen. Du bist so deppert. Das habe ich vergessen. Das geht sich nicht aus. Da habe ich einen Fehler gemacht. Und das ein bisschen lockerer quasi einfach sehen, was passiert. Und dann, wie du gesagt hast, das Nachspiel ist Formsp dem Spiel, schauen, was man gelernt hat und beim nächsten Mal anders macht. Und halt diese große Vision interessiert mich, weil wenn mich irgendwie jeder Theaterprimärer, der nicht funktioniert, irgendwie so frustriert, dann bin ich vielleicht da nicht richtig aufgehoben. Also gerade im Theater gibt es nicht so klar, dass ich habe jetzt ein Tor geschossen oder nicht, sondern man spürt es auch oft nicht, wenn man auf der Bühne steht, ob das gut ankommt. Man muss der Regie wahnsinnig vertrauen, dass die Regie irgendwie das richtig inszeniert. Die Regie muss die Leute auf der Bühne vertrauen, dass die das dann auch machen, wenn die Regie nicht dabei ist, weil kann ja niemanden zwingen, auf der Bühne etwas zu machen, das müssen die schon freiwillig machen. Also man muss da auch Lust Lust drauf haben auf diese Fehler, die man macht. So eine gewisse Akzeptanz mitbringen. Akzeptanz, okay, der Fehler ist jetzt passiert, oder der Misserfolg in dem Fall, wie es du jetzt beschrieben hast, und dass du vielleicht sagst, okay, ich challenge mich selbst jetzt da, dass ich den irgendwie ausbügle, dass ich da irgendwie eine Lösung finde, wie ich den aus ausbügle, dass ich da irgendwie eine Lösung finde, wie ich den ausbügeln könnte und dass ich dann vielleicht auch dementsprechend handeln kann, dass ich eben mit der Lösung, die ich kreiert habe, eine gewisse Handlung dann noch habe. Das bleibt mir jetzt hängen. Der Lask. Ich hätte eine Frage, und zwar gibt es noch irgendeinen Wunsch, den du an den ÖFB hättest, damit ihr gleichberechtigtere, also einfach auf einer Ebene mit den Männern stehen würdest, oder dass ihr einfach gleichberechtigter einfach eine Wortnummer werden, sondern präsentiert werden? Mein Wunsch ist es, glaube ich, jetzt allgemein einfach, dass jedes Mädchen oder jede Spielerin oder Spieler, ist jetzt ganz egal, wirklich das leben darf oder erleben darf, so wie es ich jetzt mittlerweile schon darf. Ich muss mich nicht mit den Männern auf einer Bühne stellen, ich muss nicht das Gleiche verdienen, das will ich auch gar nicht. Also wirklich, das sage ich auch so ganz offen und ehrlich, weil das sind Dimensionen, wo wir da finanziell schon bewegen, wo ich sage, es ist teilweise maßlos übertrieben. Mir ist wichtig, mein Mama ist im Pflegeberuf tätig, wenn man da die Relation betrachtet, unfassbar, unfassbar traurig meiner Meinung nach, weil ich wirklich sage, sie macht was für die Menschheit. Ein Fußballer oder eine Fußballerin ist jetzt natürlich für den Sportakt tätig, ja, aber die Relation von Finanziellen her ist ein Wahnsinn. Deswegen muss ich mich nicht auf einer Ebene stellen. Ich würde mir einfach wünschen, natürlich, dass es weiterhin so positiv ist mit der Medienvertretung, dass einfach viel Marketing betrieben wird, dass die Frauen oder die Mädchen in den Ligen sehr gepusht werden, dass man die Sichtbarkeit einfach schafft für den Frauenfußball in Österreich, dass wir vielleicht in Zukunft auch mal in größeren Stadien spielen dürfen gegen große Gegner. Das ist natürlich auch ein Wunsch. Und ja, das ist wirklich, was ich sage, ich halte meine Punkte immer etwas kleiner oder zähle nicht so viel auf, weil mir ist es einfach wichtig, dass es den Wandel, der jetzt gerade eingetreten ist, dass wir den weiter so führen. Und ich weiß aber auch, dass der ÖFB uns wirklich versucht, so gut es geht zu unterstützen. Das muss ich einmal so erwähnen. Und das hat sich in den letzten paar Jahren was getan. Das ist so und es wird auch so weitergehen. Sie sind dahinter, sie versuchen alles und da muss ich schon auch sagen, das spüren wir, aber es ist natürlich Luft nach oben. Ich bin da nicht deiner Meinung. Ich glaube, es geht nicht mehr. Aber ich arbeite da nicht in dem System. Ich glaube es wird viel mehr gehen. Ich glaube man kann nur mehr Sichtbarkeit haben, ich glaube man kann nur mehr Werbung machen und ich glaube auch das wichtig wäre, dass in den Verbandstrukturen mehr Diversität gibt und nicht nur da weiße, autochthon-österreichische Cis-Männer drin sitzen. Einer von Neuland als Fürsten. Ja, genau. Also ich glaube, erst wenn Frauen auf allen Ebenen in den Strukturen angekommen sind, dann geht es wirklich weiter, weil sonst verliert man es auch immer schnell wieder. Kirche. Du hast sehr betont, dass ihr so ein starkes Team seid und dass das Teamspiel so wichtig ist. Und wie du dann von den Rückschlägen geredet hast, hast du natürlich aus deiner persönlichen Perspektive erzählt, aber inwiefern macht das auch mit euch was als Team? Wie geht es ihr da als Team miteinander um? Wie könnt ihr euch stärken durch so Rückschläge? Meinst du jetzt, wenn wir uns mit der Nationalmannschaft für die WM nicht qualifiziert haben, was das mit uns als Team macht? Ja, das macht natürlich schon einiges mit uns allen. Natürlich muss dann jeder wohl heim zu seinen Vereinen. Das kann sich mal sacken lassen. Natürlich spürst du dann bei mir, was dann so, ich bin zurückgekommen, die Schweiz hat sich qualifiziert, wir nicht. Das ist natürlich dann auch nicht so einfach. Oder die deutschen Spielerinnen haben sich qualifiziert. Natürlich ist das nicht so cool, aber gleichzeitig muss ich sagen, die Mädels, die kommen her, die sprechen mit dir oder die haben mit mir gesprochen, die haben gesagt, ja, wie geht es dir damit, können wir dir irgendwie helfen, ja, mach da nichts draus, du bist auf einem guten Weg, mach weiter so, es passiert halt einfach. Sie haben auch gesagt, dass es natürlich doof ist oder nicht gut gelaufen ist. Aber jetzt, was wir als Mannschaft gesagt haben, ist, okay, wir haben es reflektiert, natürlich, wir haben es aufarbeiten müssen, mental vor allem auch, aber gleichzeitig haben wir gesagt, ja, das bringt uns nicht vom Weg ab. Wir haben trotzdem mit der Euro gezeigt, dass wir wirklich über die Jahre hinweg super Leistungen gebracht haben. Nur weil wir jetzt diesen Rückschlag haben oder leider Gottes uns nicht qualifiziert haben, heißt das nicht, dass wir jetzt aufgeben und sagen, okay, jetzt haben wir das nicht geschafft, es geht weiter. Es kommen neue Spielerinnen dazu, wir müssen in die Zukunft schauen, es kommen neue talentierte Spielerinnen nach, wir müssen denen die Werte weitergeben Und wir müssen jeden Lehrgang und jedes Spiel nützen, dass wir wieder komplett an unser Leistungslimit rankommen. Gut, dann danke Bajir fürs Filmen. Es wird auf DorfTV nämlich kommen, weil es gibt Leute, die Interesse haben und heute nicht da sein können. Danke dir fürs Herkommen und für das schöne Gespräch. Danke euch für die Einladung und danke euch fürs Kommen und für die Fragen. Und dann darf ich zurückgeben an dich. Genau, ich darf mich auch nochmal herzlich bedanken für deine Kleinigkeit. Ich weiß nicht, wie es als Sportlerin ist, aber es war ein Erfolg. Sehr gut, sehr gut. Sehr, sehr gut. Danke schön. Danke. Vielen Dank euch allen fürs Kommen. Ich glaube, wir sehen uns alle beim nächsten Nationalspiel zum Babsjahn-Fall. Ich wünsche euch noch einen schönen Abend. Vielen Dank.