. ARD Text im Auftrag von Funk Falls ihr uns gerade nicht gehört habt, dann ist das aufgrund eines technischen Defekts gewesen, der auch bei so einem Live-Tag dazugehört. Ihr habt was Spannendes verpasst wahrscheinlich, aber ich versuche nur mal kurz zusammenzufassen. Elisabeth, du hast gerade nochmal gesagt, dass praktisch die Voraussetzungen eigentlich, um so ein Projekt umzusetzen, wie ihr es 2001 konntet im Rahmen von diesem Festival, vielleicht heute gar nicht mehr so gegeben wären, weil von Seiten der Fördergeber, beziehungsweise derjenigen, die entscheiden, ob so ein Projekt zugelassen wird, sozusagen, oder aufgenommen wird ins Festival, viel ergebnisorientierter ist, wenn man es vielleicht so zusammenfassen kann. Also, ich eigentlich sozusagen schon vorher absehen muss und begreifbar machen muss, worum geht es, was wird dabei entstehen und so weiter. Was ja allgemeine Kritik ist, also auch im wissenschaftlichen, weil Drittmittelbeschaffung und so weiter ist das ja eigentlich gleiche Problematik. Und da hast du sozusagen jetzt den Zweifel mehr oder weniger geäußert, ob das überhaupt heute noch so ginge. Und ich finde es eh, also wir haben schon im Vorhinein mit dem Rainer Zentron mal ein Interview gehabt, der hat euer Projekt, eure Einreichung auch noch genau im Kopf und hat die auch als praktisch, ich glaube, kürzeste Einreichung in seiner Zeit dort im Festival praktisch irgendwie genannt. Ja, also ich würde sagen, ihr habt ja wirklich auch eine Art, also so nehme ich es wahr, von diesem Ein Dorf tut nichts, also wirklich von diesem Nichtstun, von diesem vielleicht auch Begriff aus oder dieser Vorstellung aus irgendwie eigentlich ein Experiment gestartet. Was dann auch erst Gestalt angenommen hat im Prozess selber. Also das finde ich sowieso total spannend, diese Frage heute, damals, was wäre anders? Vielleicht dazu nochmal später, aber was, oder, aber vielleicht kurz, also würdet ihr sagen, wenn ihr es jetzt heute sozusagen nochmal machen würdet, sowas Vergleichbares, oder was würde heute, wo würdet ihr heute hinfahren sozusagen, wenn es darum ginge, einen Gegenentwurf zum Leistungs Prinzip oder so zu erproben? Vielleicht noch kurz zur Einreichung, es war sicher auch sehr riskant, denke ich, das so zu tun, jetzt aus unserer Warte, aber umgekehrt, ich finde es auch sehr außergewöhnlich, dass das auch angenommen wurde, weil es letztlich hat man uns auch vertraut, anscheinend, also wenn man quasi weder dich noch mich gekannt hätte, vielleicht hätte man gedacht, was wollen die? Und letztlich quasi die Umsetzungsqualität hat man uns zugetraut quasi. Und jetzt, ich muss sagen, ich bin auch immer noch auf der Suche nach Förderungen. Aber arbeite schon sehr lange nicht mehr als Künstler, sondern bin an der Hochschule und bin auch immer auf Drittmittelsuche und bin durchaus erfolgreich. Aber es ist ein ganz anderer Bereich. Also da gibt es sehr oft Einreichungen, wo man gar nicht wissen will, was rauskommt oder nicht wissen kann, weil es sehr offen ist. Aber da sind einfach auch andere Mittel vorhanden. Da kann man eine gewisse Erfolgswahrscheinlichkeit überlegen, dass man da vier Anträge schreibt, dann kriege ich ein bis zwei davon durch. Das sind einfach andere Volumina. Und im Kunst- und Kulturbereich habe ich einfach keine Ahnung, wie es jetzt wäre. Aber ich glaube schon noch daran, dass draußen auch die mutigen Menschen irgendwo müssen sie noch sein, die auch Lust am Experiment haben. Mir fehlt wirklich die Erfahrung, die Elisa jetzt hat. Also ich nehme das oft wahr. Der Georg hinter der Kamera verknäuft sich das. Das grinsen hätte sicher auch etwas zu sagen. Genau, das müssen wir nochmal bei anderen in der Gegend dazu genauer befragen. Ja, also ich glaube, was ich zumindest auf jeden Fall sagen kann und dann vielleicht können wir dann nochmal ein bisschen zurück zum Projekt an sich, ist, dass irgendwie diese, das Problem ist irgendwie da. Also es wird oft thematisiert, habe ich den Eindruck. Irgendwas wird dran sein wahrscheinlich. Aber ja, die Frage ist natürlich auch, was gehört noch dazu? Ihr sagt jetzt, ihr hattet diesen Mut, aber ich habe oft auch so ein bisschen das Problem, wenn das nur als Mut dargestellt wird, kommt vielleicht auch zu kurz, was zum Beispiel, ihr hattet ja schon mal vorher Projekte auch gemacht beim Festival der Region, also die kannten euch sozusagen auch ein bisschen schon und konnten vielleicht dadurch auch darauf vertrauen, da kommt was raus oder so, da ist mehr dahinter. Ich durfte ja vorher ein paar Jahre in der Stadtwerkstatt arbeiten und das hat mich sowieso initiiert als Projektmensch und quasi diese Arbeitsweise, dass man sozusagen auf einen Punkt hinarbeitet. Das hat vielleicht auch vorher schon ein-, zweimal geklappt gehabt. Und ich denke, da war schon noch ein Vertrauen da. Ja, das ist natürlich dann was, was sozusagen vielleicht einfacher oder sozusagen die Chancen steigert irgendwie, wenn die Leute einen schon kennen etc. Also, wie würdet ihr sagen, das Projekt ist ja in internationalen Medien aufgenommen worden. Es gab, glaube ich, einen ZDF-Bericht, wenn ich mich richtig erinnere. Im Weißbauer. Das hat mir besonders gefällt. Es hat irgendwie die oberösterreichischen Grenzen überstrahlt, kann man sagen. Wie habt ihr das jetzt selber so wahrgenommen, diese Strahlkraft? Also das ging ja bis nach Russland und in die USA und so weiter. Und auch in den asiatischen Raum und so weiter. Und es gab auch dann irgendwie mal so Anfragen, ob wir das dort machen könnten und so. Aber ich denke mir, dass so ein Projekt nicht eins zu eins einfach übertragbar ist. Das kann man einmal machen und dann hat man einfach natürlich, und noch einmal zurück zur Einreichung, trotzdem standen in den fünf Zeilen, glaube ich, war es so, es war zwar so komprimiert, aber ich glaube, es war klar, dass sich jemand da was überlegt hat. Und das ist schon extrem wichtig, das muss durchschimmern, sozusagen, dass da wirklich viel Überlegung dahinter steckt. dahinter steckt. Und solche überhaupt prinzipiell, das würde ja dann fallen, so ein Projekt würde ja dann fallen unter Kunst im sozialen Raum. Weil es geht ja jetzt im Moment überhaupt ganz super modern, es müssen nicht mehr alle eingebunden sein und bla bla. Und ich bin da keine große Freundin davon, muss ich ehrlich sagen. modern, es müssen nicht mehr alle eingebunden sein und bla bla. Und ich bin da keine große Freundin davon, muss ich ehrlich sagen. Sondern man kann erstens solche Projekte nicht einfach transferieren. Deswegen gibt es den Film. Und wenn man jetzt sozusagen, wenn ich jetzt, weil es ging ja um die Frage, was kann man jetzt machen oder was wird man jetzt machen, dann würde ich sicher ganz was anderes machen. Was zum Beispiel? Keine Ahnung. Ich weiß es jetzt nicht, weil ich kann nicht einfach so... Das geht nicht. Da muss ich länger drüber nachdenken. Aber ich denke mir, die Situation, in der wir jetzt stecken, die ist noch mal so verschärft, dass man vermutlich dann einfach etwas mit einer ganz anderen Schärfe machen muss. Wo siehst du diese Verschärfung? Ich sehe die Verschärfung, dass jetzt zum Beispiel über so etwas wie ein bedingungsloses Grundeinkommen, das kam zum Beispiel wieder kurz in Covid-Zeiten, und dann vor allen Dingen von den Künstlerinnen so quasi bedingungsloses Grundeinkommen für Künstlerinnen. Und da habe ich sofort gesagt, entweder das gibt es für alle oder für niemand. Warum jetzt bitte für die Künstlerinnen? Ich glaube in Dänemark ist es sogar so, dass es jetzt als Künstler praktisch Grundeinkommen ist. Aber das halte ich für völlig, also für mich würde das gar nicht gehen. Ich bin schon interessiert, also ich habe mir damals durchgekämpft durch die Kommission für die Sozialversicherung als Künstler, wieso kann ich das jetzt verwerten für Grundeinkommen? Wo muss ich mich dann melden? Das ist ja klasse. Wir blenden dann unten den Link ein. Alle, die Grundeinkommen wollen. Ich würde das sofort wieder reaktivieren, wenn das so ist. Das heißt, es wird nicht mal mehr diskutiert? Sozusagen das Gesamtgesellschaft. Das Gesamtgesellschaftlich ist es überhaupt kein Thema mehr. Und es geht immer nur um Almosen. Und das ist etwas, was ich... Und Arbeitsanreize. Nein, also überhaupt diese ja, schon und es ist eh auch gut und so weiter. Aber ein bedingungsloses Grundeinkommen bedeutet, dass alle Menschen mit aufrechtem Haupt sozusagen nämlich die Idee war das ja für alle. Entweder die, die arbeiten, kriegen es in Form einer sogenannten Negativsteuer und die anderen kriegen es halt ausbezahlt. Aber ich muss noch mal kurz wissen, weil der Grundeinkommensdiskurs ist sowieso super wichtig und groß, aber damit wir jetzt hier die Zeit noch mal ein bisschen haben, um noch mal genau auf euer Ding zu schauen, würde ich es ein bisschen davon wieder wegholen wollen und sagen, nochmal genau auf euer Ding zu schauen, würde ich es ein bisschen davon wieder wegholen wollen und sagen, also, was ich jetzt irgendwie spannend fand, war vor allem auf die heutige Realität bezogen, deswegen habe ich auch nochmal so gefragt, siehst du diese Verschärfung, weil eigentlich diese Spaltung sozusagen zwischen Arbeit und Freizeit, irgendwie ist ja, nehme ich aktuell schon als sehr scharf war, beziehweise auch immer immer verschwommen verschwinden ist genau und wenn man also 2003 das ende der gemütlichkeit ist jetzt im rückblick eigentlich lieb weil es stimmt wohl da gab es dann wirklich neoliberalen schub aber der abbau hat er tempo gehabt bis jetzt ist schon deutlich gesteigert ist, aus meiner Sicht, zu dem, was man sich 2001 halt gedacht hat. Das war schon fast ein prophetischer Titel, muss man sagen, weil jetzt ist schon in vielen Bereichen kein Stein mehr auf dem anderen. Und ja, also ich hätte da keinen Plan, aktuell was jetzt anzugreifen, weil eben Wiederholbarkeit geht sowieso gar nicht, weil es in den Kontext passen muss. Also das war auch zwei Jahre vorher bei Bug Race gemeinsam mit dem Thomas Lehner, da war dann jemand von der Reeperbahn da und hat gesagt, kommt, das machen wir in Hamburg wieder. Also es gibt Projekte, die funktionieren genau im Brennglas und dann war es das wieder. Einmal ist die Situation da und dann geht es nicht mehr. Und das Grundeinkommen, das war damals ein Thema, das im Diskurs war und darum haben wir das aufgegriffen. Aber die Frage ist schon eine größere. Wie wird mein Wert definiert? Definiert es sich nur über das, was ich tue? Oder ist es mehr als das? Und die Frage ist ja jetzt auch unabhängig von politischen Entwicklungen immer hier. Wofür gibt es Wertschätzung? Von Einzelnen oder von der Gesellschaft gibt es Wertschätzung für das, was man darstellt oder tut oder gibt es Wertschätzung für ein größeres Paket? Ja, vor allem dann auch eben tut. Also im Sinne von, es gibt ja auch eine Unterscheidung zwischen was du tust für sozusagen Geld und was du tust für Freizeithobby oder so und das ist ja auch die Frage, wie da die Wertschätzung sozusagen verteilt ist. Am besten ist, wenn man das eben nicht so trennen muss, aber andere sagen wieder, sie wollen es völlig trennen. Ich weiß es nicht, keine Ahnung. Bei mir verschwimmt es immer schon ineinander und das ist aber, ich empfinde es als positiv. Also andere vielleicht nicht so. verschwimmt das immer schon ineinander. Das ist aber, ich finde, etwas positiv. Also ja, vielleicht nicht so. Du hast jetzt schon so angeschnitten, diese soziale Beteiligung und so weiter, diese praktisch Anspruch im Kunst schaffen heutzutage oder so. Jetzt hast du dich ein bisschen positioniert, dass du da gar nicht so riesig Fan bist, sozusagen von. Eigentlich würde ich aber ja sagen, das Festival der Region steht ja eigentlich fast dafür. Oder? Wie seht ihr das? Das kann ich nicht beurteilen, ob das dafür steht. Weil früher mal stand das Festival beurteilen, ob das dafür steht. Weil früher mal stand das Festival der Regionen dafür, dass es einfach ein super tolles Festival ist, das außerhalb von einem großen Zentrum, Ballungsraum irgendwie stattfindet und tolle Projekte macht. Dafür stand. Und das war eigentlich, zumindest meines Wissens, das erste Festival, das überhaupt so in dieser Art und Weise ein Festival gedacht hat. Es gibt ja jetzt Kopien überall. Die Niederösterreicher haben die Viertelsfestivals und die haben das und die haben jenes und so weiter. Aber das Festival der Regionen war für einige Zeit oder für lange Zeit einfach so ganz ein Festival einmal anders denken. Das war das, was, so wie sich das Festival der Regionen mir vermittelt hat. Und anders denken vor allem im Hinblick auf raus aus dieser Stadt, aus dieser Stadtblase sozusagen. Ja, oder auch raus aus dem eine Vorstellung, zwei Vorstellungen, drei Vorstellungen. Ich weiß nicht genau, was du damit meinst. Heute ist die Performance XY um 20 Uhr. Morgen ist die Performance Z um 21 Uhr. Das heißt, ja, ist auch gut, ist alles gut. Aber es ging auch strukturell darüber hinaus. Das heißt, prozessorientierte Projekte. Und da weiß ich nicht, und da weiß ich nicht also erstens einmal muss ich ehrlich sagen habe ich jetzt die letzten Jahre des Festival Regionen jetzt nicht mehr so verfolgt aber vielleicht ist das eh noch immer so da gibt es jetzt viele Festivals, die solche Formate haben, aber jedenfalls das Festival der Regionen war ein großer oder ist ein großer Vorreiter für Festival einmal anders sage, anders denken, anders konzipieren, Dinge zulassen. Und es gab auch sehr starke Unterstützung für die einzelnen Projekte. Also wir haben eben viel, alles was medial passiert ist, größtenteils wurde das vom Festival eingefädelt. Also der Ö3, täglich in der Früh, kurzer Bericht im Wecker. Dann waren die, wir haben es geheißen, Ostermeyer und Edlinger waren da, weil die haben gerade zeitgleich, es war wirklich auch so das Thema da, die Serie gehabt. Im Summen von der Serie hieß es, es ist was faul im Staat der Österreicher. Da waren wir natürlich auch richtig dafür, weil wir gerade faul waren und eben noch zahlreiche mehr. Also das war auch von einer sehr professionellen Medienarbeit begleitet. Also es war jetzt nicht nur sozusagen das Aufzulösen und der Landesausstellung, die jährlich gewesen war, die jedes zweite Jahr rauszuschmeißen und mit den Mitteln etwas zu machen, gewesen war, die jedes zweite Jahr rauszuschmeißen und mit den Mitteln etwas zu machen, das eben quasi auch nahe an der Bevölkerung ist, weil das ist auch der Gedanke, in die Regionen zu gehen und aber eben einen ganz anderen Kultur- und Kunstbegriff zu verbreiten. Das war sicher toll und ich habe völlig vergessen, aber war das das vierte Festival der Region 2001? Das fünfte. Das fünfte, fast. Das war ja noch relativ jung, auch schon ein Jahrzehnt, aber schon eine gute Hochblüte. Aber jetzt, ich verfolge immer noch mit, wo es ist und ein bisschen so die Projekte. Es gibt ja nach wie vor tolle Projekte. Und natürlich kennt man das eigene, merkt man sich einfach besser. Das ist auch das Beste. Nein, nein, nein, das ist keinesfalls, aber da ist einfach viel mehr zu erzählen. Ja, klar, klar. Ja, also deswegen seid ihr hier, das finde ich auch toll, dass ihr so schön uns Einblicke gebt irgendwie da rein. Was mich vielleicht noch konkret zum Video beziehungsweise zu eurer Arbeit 2001 interessiert, ist die Frage, es sind ja sozusagen zwei ganz Extreme, die da zusammenkommen. Also einerseits dieses super, eigentlich praktisch abstrakte, diese abstrakte Idee von Grundeinkommen, von irgendwie sozusagen dem Leistungsprinzip, was entgegenhalten und so weiter, was ja praktisch erstmal sehr theoretische Konzepte sind, wenn man es so will, die irgendwie auch sehr ganz unterschiedlich sozusagen sich ausprägen irgendwie im sozialen Leben. Und dann aber diese sehr, also diese Dorfgemeinschaft, dieses Persönliche, dieser Karl und die Gitti Mülleder, die irgendwie sozusagen sich halt jetzt mit euch hinsetzen und sagen, wir machen das irgendwie oder wir können uns das vorstellen. Und der, der sozusagen zum Nachbarn geht und fragt, kannst du dir das auch vorstellen? Und dann kommt ja sozusagen dieses Soziale total rein, was ja eigentlich auch in dem Film sehr deutlich wird, also diese Gemeinschaft vor Ort. Und wie habt ihr das wahrgenommen, beziehungsweise wie schafft ihr, oder habt ihr diesen Spagat vielleicht auf eine Art geschafft, zwischen diesem abstrakten, sag ich mal, sozusagen Ziel oder diesem Thema, was jetzt ja schon vielfach irgendwie jetzt ausgelegt wurde und eben diesem persönlichen vor Ort, also sozusagen vielleicht auch wie wird es nicht am Ende nur ein Fotoalbum, sag ich mal, sondern bleibt auch eine politische Arbeit? Und andersrum, wie bleibt es auch ein Fotoalbum? Also wie geht ihr damit um? Natürlich, wir haben ja vorher schon besprochen, die Erinnerung speist sich stark aus dem, was im Ideal noch da ist, ob es jetzt die Fotos sind oder der Film, aber es war halt letztlich, haben wir mit verschiedenen Schritten versucht, einen Rahmen zu schaffen, wo eben die soziale Komponente gestärkt wird. Beispiel Frühstück gab es zentral, so wie alle Mahlzeiten, also um schon quasi in der Früh alle, einerseits damit das Ersatzpersonal natürlich Platz hat, um aufzuräumen und die Betten zu machen und andererseits natürlich, um alle rauszubringen aus den Häusern. Und letztlich war das Ideengebend, aber natürlich ist es ja in keinster Weise ein Versuch, aus dem man etwas lernen kann, wenn man eine Woche das macht. Also wenn man es methodisch angehen würde, würde man sie Jahre vornehmen und wenige Personen finanzieren damit. Das wäre einfach eine nette und schöne Geste. Schauen wir da mal rein. Wenn wir bei den Fotos sind oder so. Genau. Vielleicht kurz zum Einordnen. Ich wollte dich jetzt gar nicht unterbrechen. Ich blätter da mal parallel rein. Das Dorf, also Vorderweißenbach heißt es, Eberhardschlag, genau, hat dieses Projekt fortgesetzt, ein Dorf tut nichts und hat sich entschieden, jedes Jahr dann zwei Tage eben nichts zu tun. Und hier haben wir den von Ihnen selbst zusammengestellten, von mir gerade so ein bisschen angeschnittenen Doku dazu, das Fotoalbum praktisch, mit auch noch den Texten zur Einleitung. Aber letztlich hat alles zusammengepasst. Ein Dorf, das offensichtlich schon eine gute Gemeinschaft hatte und das für sich nutzen konnte, pittoreske Umgebung, gutes Wetter. Es hat ja auch durchgehend die Sonne gescheitert. Das sind bestimmt auch die Bilder, die übrig bleiben und das, was man machen kann. Wenn es nämlich drei Tage von den fünf Tagen geschifft hätte und alle wären da so klammfrierend in dem offenen Stadel, wo die Mahlzeiten serviert worden sind, gesessen, würde es vielleicht auch anders aussehen, wären auch die Ergebnisse anders gewesen. Also es ist letztlich gut gegangen, aber wir waren im Projektverlauf auch wirklich darauf vorbereitet, nur eine Dokumentation des Scheiterns abzuliefern. Wir waren ja eben, wie du sagst, auf der Website kann man das schön unserer Reise nachverfolgen. Wir haben uns sehr oft eine blaue Nase geholt. Und fairerweise muss man auch sagen, wie wir bei den Muledas waren, war auch ein ORF-Team für die Lokal- oder Nachrichten dabei. Und das hat vielleicht auch etwas dazu beigetragen, dass die Frage vor laufender Kamera gestellt wurde. Das haben wir niemals natürlich hinterfragt, aber die Antwort wird sicher auch davon noch definiert, in welchem Rahmen man glaubt, dass man das ist. Weil wenn wir zwei so sympathisch wie wir sind, da in der Stube sitzen und sagen, wie wär's, wird's eigentlich ein Wochen fürs Nichtstun, ist schön. Aber wenn eben da sozusagen Licht und damals vor 20 Jahren riesige Kamera und Kameramann, der die seltene Redakteurin begleitet, das macht sicher auch Eindruck. Oder hat Eindruck gemacht. Es verschafft dem Ganzen Realität. Das ist das Interessante, weil die Medien schaffen Realität. Und damit war für die anderen Familien klar, das ist Realität. Das ist nicht einfach nur ein Hirngespräch. Nein, das ist im Fernsehen. Das ist Realität. Da passiert was. Nein, aber noch einmal ganz kurz. Wir haben ja nur noch ganz kurz, oder? Offiziell haben wir noch eine Szene-Fiction. Offiziell müssen wir eigentlich Schluss machen. Genau. Ich denke mir, dass bei so einem Projekt wichtig ist, eine Idee zu haben und die zu verfolgen und, so wie du sagst, eine Grundsetting zu schaffen und das haben wir ja auch gemeinsam mit den Familien entwickelt. In Runden vor dem Projekt, in großen Runden, wo wir mit allen Beteiligten darüber diskutiert haben, wie wir es gestalten und dann die Dinge einfach passieren lassen. wir wollten sie nicht missionieren oder wir wollten nicht dass sie andere oder bessere oder sonst irgendwas für Menschen wären und deswegen glaube ich, dass es wichtig ist, dass man wenn man von der Kunst kommt, bei einem künstlerischen Gedanken bleibt und nicht beim sozialen Ich würde sagen, lassen wir das mal als Abschlussstatement so stehen ich könnte noch ewig mit euch weiterreden und ich bin froh, dass wir jetzt noch einen kleinen Moment haben. Aber für euch ist es jetzt sozusagen damit erstmal vorbei. Herzlichen Dank, Markus Seidl, Elisabeth Schirrmann, fürs Kommen und mit mir und uns zusammen nochmal sich zurückversetzen. Es ist ein meiner Meinung nach super spannendes Projekt und kann man viel von lernen, glaube ich. Und ja, bleibt dran.