So, ich habe jetzt den Franz Prihler bei mir im Studio zu Gast. So, was ich jetzt noch ganz geschwind über dich recherchiert habe, du warst ja beruflich ein ziemlicher Allrounder. Also Geschäftsführer der Energie AG, Customer Service, du hast die Kulturplattform Oberösterreich, also die KUPF gegründet, Gründer eines Kulturvereins, die Gruppe O2 in Lambach und dann auch Mitbegründer vom Festival der Regionen. Du hast das jetzt schon vorab eben noch kurz beim Kennenlernen erwähnt. Du und Günter Stockinger habt es gemeinsam im Großen und Ganzen gegründet. Ja, das kann man schon so sagen. Eigentlich die Ausgangssituation war ziemlich früh schon. Ja, das kann man schon so sagen. Die Ausgangssituation war ziemlich früh schon. Für 1989 so der Gedanke gekommen, hey, was tun Sie in den Zwischenjahren mit dem Geld? Und ich habe mich mit Günter Stockinger zusammengesetzt und gesagt, hey, da bleiben jetzt Millionen über. Damals zwar nur in Schilling, aber trotzdem war es ein Haufen Geld. Das waren 30, 40, 50 Millionen Schilling damals. Und ich habe gesagt, das soll nicht irgendwie versandeln, da müssen wir uns irgendwas einfallen lassen. Und darauf haben wir uns zusammengesetzt und so ist mehr oder weniger die Idee vom Festival von uns beiden entstanden, dann über den Landeskulturbeirat und jetzt gibt es das 30-Jahre. Du warst auch im Landeskulturbeirat im Oberösterreichischen. Was war zuerst da? Du im Beirat oder du beim Festival der Regionen? Das Festival der Regionen ist ja später erst gekommen. Ich war im Beirat und habe es im Beirat eingebracht. Und dann war ich der Obmann vom Festival der Regionen. Der Günther Stockinger war auch im Beirat. Ich glaube, der war Ersatzmitglied irgendwo. Und das ist der erste Leiter geworden, künstlerische Leiter geworden, kann man sagen, vom Festival der Regionen. Wie sind dann die weiteren Mitwirkenden im ersten Jahr dazugekommen? Ja, im Prinzip war es so, dass wir natürlich über die Kupf wollten. Es war ein Festival ursprünglich gedacht nur für die Kupf-Areine, weil wir gesagt haben, das ist dezentral und die sollen irgendwas machen. Das hat sich dann nicht ganz so ausgestellt, dass das so funktioniert. Und jetzt haben wir das offener gemacht und über den Kulturverein haben wir viel Connection gehabt. Der Rainer Zehntron, der Wolfgang Preisinger, dann ein totaler Fan von uns und richtig abgefahren ist der Intendant Leopoldseder. Und das war dann so von der Kulturabteilung der Ecker. Und das war dann so der Kern des Vorstandes im Prinzip. Und du warst eben 1993 bei der Gründung dabei oder halt Initiator mehr oder weniger. Wieso danach nicht mehr? Wir haben es drei Jahre, also dreimal haben wir es gemacht. Der Stockinger und ich waren dreimal an der Spitze, kann man sagen. Das war 1993, 1995 und 1997. Wir haben gemerkt, es gibt eh andere auch. In der Zwischenzeit hat sich das ja so eingependelt, dass jeder Festivalleiter, also der Vorstand nicht, aber zumindest die künstlerische Leitung, alle drei Jahre gewechselt haben. Und das hat sich dann irgendwie in 30 Jahren auch beibehalten. Okay, du hast dann die Jahre danach das Festival als außenstehende Person beobachten können. Gibt es da was zum Sagen? Was haben die weiteren Festivals gut gemacht? Oder vielleicht, was hättest du gerne geändert? Gibt es was? Das ist jetzt fast so ein bisschen wie der alte Kreisky von Mallorca, weil er über die österreichische Politik nur eine gemischt hat in der Renten. Naja, es hat natürlich ab und auf gegeben, aber ich glaube, die Grundintention ist, bis auf einmal, glaube ich, bei einem Festival, da war es also ein reines Kunstfestival fast, das war einmal. Aber sonst die Grundintention, dass man hergeht und sagt, die regionale Kunst, die oberösterreichischen Künstler, das kulturelle Schaffen verbindet man mit überregionalen und mit internationalen. und mit internationalen und dieser Anspruch der Einbeziehung der Bevölkerung, ich glaube, das ist bis jetzt immer wieder gekommen und das ist auch jetzt ganz stark beim letzten Festival im Salzgammer gut gewesen. Also ich glaube, dass sich das unheimlich gut weiterentwickelt hat. Du warst auch Kabarettist, wirst das wahrscheinlich jetzt auch nicht verlernt haben. Kabarettist, wirst du das wahrscheinlich jetzt auch nicht verlernt haben, war der Schmäh bei der Gründung beziehungsweise bei der Auswahl der Projekte fürs Festival dann auch hilfreich? Nein, eigentlich überhaupt nicht. Wir haben zwar am Anfang schon beim ersten oder zweiten Festival hat es ein bisschen einen satirischen Touch gegeben. Da waren ein paar Kabarettisten auch unterwegs. Aber der Grund war eigentlich nicht der, es satirisch zu machen und hilfreich. Da waren ein paar Kabarettisten auch unterwegs. Aber der Grund war eigentlich nicht, der es satirisch zu machen und hilfreich. Ich kann nicht sagen, wir haben eine Jury immer gehabt. Also es war kein Intendantenfestival, wie es jetzt eigentlich die letzten waren, sondern wir haben eine Jury gehabt, eine internationale Jury mit unterschiedlichen Leuten. Der Wale Export zum Beispiel, da mit dem Film Machala Khare oder mit der Schwäger, die war auch dabei, die jetzt zum Beispiel die Intendanz hat von Kulturhauptstadt Bad Ischl oder Salzkammergut und das war eigentlich der Schwerpunkt der Auswahl. Wir haben schon mitgeredet und mitempfohlen, aber im Prinzip hat es die Jury ausgewählt. Wie war die Zusammenarbeit mit den anderen Gründern, beziehungsweise dann mit den weiteren Mitgliedern bei der Ergründung? Das war total super. Also ich glaube, der Zentrum Rainer ist bis vor kurzem immer noch im Vorstand vom Festival gewesen, wenn auch nur als Beirat. Der Leopold Säde ist leider schon verstorben. Also, das hat immer super funktioniert. Wir waren dann, also die Gründer sind praktisch sowas wie Ehrenmitglieder geworden und wir sind bis jetzt bei jedem Festival immer noch als Ehrenmitglied eingeladen und ich habe auch noch kein Festival ausgelassen in der Zwischenzeit. Schau mir zwar nicht alle aus Zeitgründen, nicht alle Veranstaltungen an, aber ich sage mehr als 50% erwische ich schon bei jedem Festival. Du hast da eben vorher schon erwähnt einen Kulturverein gegründet in Lambach, die Gruppe 02. O2, so wie der Sauerstoff. Und der hat jetzt da, wie hast du das vorher schon erwähnt, ist der älteste alternative Kulturverein. Den es noch gibt. Der hat voriges Jahr sein 50er gefeiert. War der am Festival auch beteiligt? Die waren, glaube ich, auch beteiligt. Schon nach meiner Zeit bei O2 waren die, glaube ich, 97, 95 oder 97 haben sie ein Projekt gemacht, auch beim Festival. Stichwort Lambach, ich traue mich jetzt ansprechen. Kannst du mir was zur Volkstheater-Karawane sagen? Zur Volkstheater-Karawane kann ich da schon was sagen, allerdings nicht im Zusammenhang mit Lambach, ehrlich gesagt quasi nichts. nicht in Zusammenhang mit Landbach, ehrlich gesagt quasi nichts. Aber ich kenne die Gruppe vom Festival der Regionen von Kolk-Ruab. Ja, genau. Okay, alles klar. Dann gibt es da nicht so viel dazu zu sagen. Vielleicht gibt es da eine Verbindung zwischen... Ja, das war einiges nach meiner Zeit. Ich weiß schon, das waren, glaube ich, mal aktiv in Zusammenhang mit Kraftwerk oder so irgendwas, glaube ich. Genau, ja. Ja, aber da weißiges nach meiner Zeit. Ich weiß schon, das waren, glaube ich, mal aktiv in Zusammenarbeit, oder so irgendwas, glaube ich. Genau, ja. Ja, aber da weiß ich nichts Genaues. Das war im Prinzip, da war ich von der Gruppe O2 schon ein bisschen weg. Das war, glaube ich, in den späten 80er-Jahren oder so, also gar 90er-Jahre. Okay. Zwei Fragen habe ich noch. Gibt es ein Festival, was dir besonders in Erinnerung geblieben ist, beziehungsweise ein Projekt? Ja, Projekte, natürlich zum Großteil aus meiner Zeit muss ich sagen In Androsch ist ein Projekt von der Hasenjagd in Schwertberg und in dieser Gegend das ist mir sehr in Erinnerung dann vom Theater Phoenix und Stefan Kurowski, das in der Vöss, das große Projekt, das ist mir in Erinnerung und natürlich das allererste, das war wirklich was sehr pompöses, auch das allererste im Stadion, vom Mitterer die Komposition mit den Kirchenchören, wo glaube ich 3000 Kirchenchorsänger und Sängerinnen gesungen haben auf den Rängen im Linzer Stadion und das Spielfeld war mit ein paar tausend Leuten voll mit Publikum. Das waren schon sehr beeindruckende Geschichten. Leute voll mit Publikum, das waren schon sehr beeindruckende Geschichten. Und in letzter Zeit gefällt mir halt sehr dieses Festival, das ein bisschen kleinteiliger ist, aber man muss dazu auch sagen, was sehr grotesk ist, aber für mich trotzdem wichtig ist zu sagen, die haben ungefähr um 30 Prozent weniger Geld zur Verfügung, und zwar real weniger Geld, als wir damals gehabt haben. Das heißt, innerhalb von 30 Jahren hat es da einen materiellen Verlust gegeben oder Einschränkungen gegeben, die einfach gigantisch sind. Wir haben eine irrsinnige Inflationsrate. Wir haben damals so umgerechnet um die 20 Millionen Schilling gehabt. Also das sind mehr als anderthalb Millionen Euro jetzt und die haben jetzt nicht einmal eine Million Euro. Das heißt, es ist ein realer Verlust und darum ist es ein bisschen kleinteiliger, was mir trotzdem sehr, sehr gut gefällt bei all den Festivals, das jetzt war, ist dieses Integrieren der Bevölkerung in den Regionen, in den Spüt. Gibt es Orte oder Gebiete, an denen Sie durch das Festival der Regionen so gewisse Hotspots gebildet haben? So Gebiete oder Orte, die heute noch wirklich wichtig geworden sind? Durch das Festival bin ich mir nicht ganz so sicher aus dem einen Grund, weil die haben alle schon eine kulturelle Tradition gehabt. Freistaat war eine lange Zeit, aber da war es vorher schon die Lokalbühne gegeben mit allen Drum und Dran und ist auch jetzt kulturell noch ganz interessant. Dann ein Bereich im Salzkammergurt war das Festival. Das war vorher schon kulturell interessant. Die Gegend von Everding war so, also eigentlich war es immer so, dass wir nicht in eine totale, wie soll ich sagen, weiße Fläche hineingegangen sind, eine unbekannte kulturelle, sondern wir waren schon dort, wo schon was war. Ich glaube aber schon, dass das Festival das dort dann gestärkt hat und dadurch, dass es also sehr präsent war, auch medial und dass das es an jeden irgendwie weitergebracht hat und geholfen hat. Kannst du dich noch an das Argument erinnern, was beim ehemaligen Landeshauptmann Josef Püringer ausschlaggebend war, dass das erste Festival der Regionen überhaupt gefördert worden ist? Damals war außerdem der Ratzenböckner Landeshauptmann. Oh, hoppla. Ja, ist ja egal. Der Püringer, ich weiß, der ist dann beim ersten. Also die Förderung haben wir ja schon vor zwei oder drei Jahren, bevor das erste Festival, waren wir ja dort und haben angesagt mit dem Landeskulturberat. Also es gab schon zwei Argumente. Das eine Argument war also ein ganz pragmatisches. Wir haben gesagt, in der Zeit, wo keine Landesausstellung ist, muss in Oberösterreich auch etwas Kulturelles, Künstlerisches sein. Das nächste Wichtige war, dass wir gesagt haben, wir möchten also ganz was Regionales machen, wo man die regionalen Künstler und Künstlerinnen und das regionale Kulturschaffen mit der internationalen Künstler und Künstlerinnen verbindet. Und so über den Tellerrand hinausschaut und was Neues einhält, damit wir auch ein bisschen weiterkommen. Das waren so im Prinzip die Hauptargumente. Ich glaube, die Motivation, das zu machen, war sicher dann schon maßgeblich auch der Bühringer. Der hat da ja wahrscheinlich schon gewusst, dass er da nachher rückt und er war dann schon Kulturlandesrat, der einfach irgendwas besonders neu geschaffen wollte. Der Ratzenböck hat die Landesausstellungen damals gemacht, glaube ich, und der Björn hat gesagt, ich brauche auch ein Fändchen irgendwo. Ja, es ist ganz gut aufgegangen, kann man sagen. Okay, super. Vielen herzlichen Dank für deine Zeit. Ich sage Dankeschön.