Frau macht Film Kathrin Resetaritz, Autorin, Schauspielerin, Regisseurin und Dramaturgin. Meine Kollegin Magdalena Miedl, Journalistin, Kritikerin und freie Autorin. Und das ist die Marie-Louise Lehner, Schriftstellerin, Drehbuchautorin und Regisseurin. Und weil ich es da gerade liegen habe, das ist ihr aktuelles, also nicht mehr ganz aktuelles, aber ihr jüngstes Buch im Blick. Ich kann es sehr empfehlen, ich habe es verschlungen. Mein Name ist Julia Püringer, ich bin Journalistin. Unser Thema heute ist Kinomacht Frauenbild und das ist natürlich ein sehr weites Feld. Was mir besondere Freude macht ist, dass wir drei Frauen da am Podium sitzen haben, die diese Dinge aus unterschiedlichen Perspektiven sehen, weil wir zwar oft als Zuschauer und Zuschauerinnen uns Gedanken machen über die Frauen, die wir da im Kino so sehen, aber was mich noch brennender interessiert ist, was die Leute, die die Filme machen, sich für Gedanken machen. Und ich wollte mit einer ganz, wie soll man sagen, basic Frage beginnen. Was war das erste Mal in eurem Leben, wo euch gedämmert ist, dass da was nicht stimmt? Mir ist es relativ spät gedämmert, weil ich mich automatisch immer mit männlichen Hauptfiguren in Filmen identifiziert habe. Ich habe mich mit Steve McQueen identifiziert, ich wollte ihn nicht heiraten, ich wollte er sein. Und ich bin überhaupt nicht auf den Gedanken gekommen, dass ich die komische Eude bin, die da in der Hafen liegt und auf ihn wartet oder im falschen Moment kreischt. Und dann bin ich irgendwann draufgekommen, ich glaube mit 16 oder so, war ich in London und da ist ein irrsinnig cooler Typ in Busse eingestiegen und ich habe mir gedacht, so will ich auch einmal sein und nachher habe ich mir gedacht, ich glaube, das wird nicht klappen. war, dass ich dann irgendwann einen Film von Eric Zonka gesehen habe, einen Film von einem Mann, aber wo eine Frau oder wo zwei Frauen Hauptfiguren waren oder Mittelpunktfiguren waren und die waren nicht Mittelpunktfiguren, weil sie Frauen waren, sondern weil sie ein allgemein menschliches Problem hatten. Und das war wahnsinnig befreiend. Das war wirklich so ein Moment, wo ich mir gedacht habe, Eura, ja genau, da werden Frauen wie Menschen behandelt und es ist kein Frauenfilm. Also das waren irgendwie so, das ist eh immer das Narrativ, dass man sich was zusammenbastelt, aber das waren zwei so Momente für mich. Lena? Ich habe kein spezielles Erweckungserlebnis, aber ein Film, über den wir ganz viel gesprochen haben in den letzten Jahren immer wieder, ist halt Dirty Dancing. Please elaborate. die darf halt was tun, die darf heldenhaft sein, die darf aktiv sein und jemanden retten und die darf auch eine andere Frau retten, damit, dass sie sich jetzt überwindet und tanzen geht, obwohl sie das, also sie findet diesen Typen halt auch super, aber hauptsächlich geht es halt darum, dass da eine Abtreibung braucht und irgendwie muss halt dieses Geld jetzt, na blödsinn, es geht nicht ums Geld, sondern es geht darum, dass dieser Abtreibungstermin stattfinden muss. Also alle, die den Film vor längerem gesehen haben, mittlerweile ist er ein bisschen, also hat er ein zweites Leben als feministischer Film. Aber alle, die den Film in den 90er Jahren gesehen haben, haben ihn als, das ist halt ein Mädchenfilm, das ist ein doofer Tanzfilm und das ist er halt überhaupt nicht. Er ist etwas ganz anderes, das ist die Geschichte einer Ermächtigung. Ich habe sehr alt werden müssen, um drauf zu kommen, so 25, dass natürlich eine Frau das Drehbuch geschrieben hat, was überraschend kein Zufall ist. Ich muss sagen, ich bin noch eine andere Generation noch einmal. Danke. Entschuldigung. Ich bin 27. Ich sage es offen. Wir nicht. Nein, und ich muss sagen, es fällt mir jetzt auch gerade schwer, an einem Film festzumachen, wann ich mitbekommen habe, dass Frauenfiguren seltsam sind in Filmen. Aber was mir auf jeden Fall stark aufgefallen ist, war, ich habe vorher Sprachkunst studiert und habe irgendwie mit Literatur zu tun gehabt und mehr Literatur geschrieben und habe dann irgendwie überlegt, dann war irgendwann der Bachelor kurz vor am Ende und habe überlegt, was mache ich jetzt und dann habe ich gedacht, vielleicht studiere ich Drehbuch an der Filmakademie und habe mich dort beworben und habe dort angefangen zu studieren und habe irgendwie an der Filmakademie auf jeden Fall stark gemerkt, was das für ein Männerbetrieb ist, der Filmbetrieb. Und das war etwas, das, glaube ich, habe ich sehr lange nicht so krass verstanden, wie die Branche absurd von Männern irgendwie dominiert ist oder dass ein Großteil der Förderkohle an Männer geht und die Regisseure sind Männer und die Kameramänner sind Männer und die Produzenten sind Männer ganz oft, nicht immer, aber ganz oft und das war auf jeden Fall so ein Erweckungsmoment. Ich bin an die Filmakademie gekommen, es waren lauter männliche Professoren und ich habe auf einmal verstanden, Wahnsinn, das ist ein Betrieb, der ist schon nochmal, das ist nicht vergleichbar mit dem Literaturbetrieb, den ich davor kennengelernt habe und da ist es ja jetzt auch nicht wahnsinnig progressiv, aber irgendwie doch progressiver noch als der Filmbetrieb. Und gerade heute war ich mit einer Freundin unten im Kino und wir haben uns Sirens angeschaut, wo du auch das Q&A gemacht hast nachher. Und sie hat gesagt, sie ist Tänzerin und Choreografin und sie hat gesagt, voll lustig frau macht film sowas wird halt über tanz nie geben frauen tanzen er total interessant ist es natürlich auch dass man es immer noch man wird gern darauf verzichten dass man es immer noch betonen muss aber es ist halt noch nicht so weit aber ich finde auch ist immer sehr befreiend ich hab da magdalenia geht es auch, wenn man das Gegenteil auch benennen anfängt. Also wenn man sagt, das ist eher ein Männerfilm oder das sind halt nur Männer. Also wenn man auch darauf hinweist, wenn das Gegenteil der Fall ist. Und da ist es auch so, dass es immer geredet wird von Frauenband. Das ist eine Frauenband. Und dann haben wir mal in Ungarn gespielt und Leute haben uns gefragt, seid ihr die einzige Band, die nur aus Frauen besteht? Und auch in Wien ist es auch schon vorgekommen, dass Leute gesagt haben, ah, und wie viele andere Frauenbands gibt es eigentlich noch in Österreich? So als könnte man das so abzählen an einer Hand. Das Damenorchester. Ja, oder auf der anderen Seite eben das Bubenkino. Das mag ich ganz gern. Ja, ja, es verursacht auch öfter Aggressionen, dieses Benennen von Männerbündnissen und von Männern, wie sagen wir, so Überhang von Männern. Ich kann mich auch erinnern, wie der erste Gender Report erschienen ist, haben sich viele Regisseure sehr aufgeregt, obwohl dieser Gender Report vom Österreichischen Filminstitut überhaupt nichts anderes gemacht hat, als zu schauen, wie die Parität ist, wie viel Frauen und wie viel Geld die Frauen und wie viel die Männer kriegen und wie viel sie verdienen und so Dinge gezählt hat, wie das, wenn eine Frau Regie führt, erstaunlicherweise mehr andere Frauen im Team sind und das hat manche Leute sehr verbittert, obwohl das einfach nur Fakten darstellen wird. Wobei es, also es gibt jetzt einen zweiten Gender Report, der glaube ich vor einem Jahr ungefähr präsentiert worden ist und da war der Andreas Schmidt am Podium, der unter anderem Love Machine gemacht hat und dann auch Love Machine 2 und der hat dann gemeint, ja, er sieht das jetzt schon auch ein, dass das alles ein bisschen ungerecht ist. Und er findet es auch gut, wenn Frauen Drehbuch schreiben. Es gibt halt so wenig Frauen, die lustige Drehbücher schreiben. Und im Saal ist Eva Spreizhofer gesessen und neben ihm ist die Sabine Dörflinger gesessen. Und es war halt irgendwie so auf, das geht sich jetzt irgendwie nett aus, aber er war ganz bemüht und er hat ganz ernst gemeint und aufrichtig. Ich finde es aber auch spannend, weil ich mache jetzt gerade wieder die Komödienvorlesung und da geht es auch immer darum, warum so lange Frauen nicht lustig waren oder nicht lustig sein durften. Wenn du dir sehr gute 70er, 80er, 90er Jahre Komödien anschaust, endet der lustige Teil immer dann, wenn die Frau auftaucht. objekt oder die sexy oder die ist also dieses ausgespart sein aus der komödie und woran das liegt und das ist natürlich auch im kontext dass das frauen als objekte funktionieren müssen du verziehst nicht blödes gesicht du redest nicht über entscheidern du last can chance während der tanz vorführung als frau weil das ist nicht fackable und das ist nicht attraktiv, sondern du bleibst quasi das perfekte oder auch idealisierte Objekt. Das Absurde ist ja auch, Idealisierung ist ja eine Dehumanisierung. Deswegen habe ich auch ein Problem mit den starken Frauen. Warum dürfen Frauen nicht schwach sein? Warum dürfen Frauen nicht Komödiantinnen sein, die sich ankachsen während der Opernaufführung? Warum dürfen sie nicht Subjekte sein, die ihr eigenes scheitern, ihre menschliche Schwäche quasi sich ermächtigen und das mit reinnehmen in ihre Performance? Und das stimmt tragischerweise, was er gesagt hat, dass Frauen sehr lange, es gibt natürlich tolle Komikerinnen in der Geschichte, aber Frauen sehr lange nicht lustig waren oder nicht lustig sein durften oder auch nicht lustig sein wollten. Weil das damit einhergeht mit einer inneren Unabhängigkeit, die sagt, ich scheiß doch drauf, wie ich jetzt ausschaue. Oder wie attraktiv ich jetzt bin. Und ich rede über mein Scheitern und ich rede über meine Fehlerhaftigkeit. Und das nicht gepasst hat zu der Rolle, die viele Frauen eingenommen haben oder einnehmen mussten. Insofern stimmt es lustigerweise irgendwo, obwohl es wahrscheinlich nicht so problematisiert, nicht so gemeint hat. Zu den Rollen, die du jetzt genannt hast, zu diesen ein bisschen dehumanisierenden, würde ich jetzt ganz gerne auch die moralische Instanz dazu nehmen. Absolut. Also das ist mein Lieblingsbeispiel, ist keine Ahnung, hör mal Werder Hemmert oder sowas, wo die Mutter halt immer die Strenge sein muss, die dann quasi, also diesem boaten, lustigen Kind, Ehemann ständig erklärt, wie es halt richtig geht. Und das ist eines meiner größten Hass-Klischees, was Frauenfiguren in Komödien betrifft. Weil Frauen natürlich immer Funktionen sind für eine Heldenreise eines Mannes sehr oft. Funktionen sind für eine Heldenreise eines Mannes sehr oft. Du bist dann eine Funktion, du bist entweder das Ziel, die Prinzessin, das halbe Königreich und die Prinzessin kriegt man am Schluss. Oder du bist das Hindernis, weil du irgendwie zu hohe Schuhe anhast und stolperst bei der Flucht oder schreist oder irgendwie überhaupt ungeschickt bist. schreist oder irgendwie überhaupt ungeschickt bist. Oder du bist der Katalysator. Du hilfst dem Helden auf seiner Reise. Du bist die moralische Instanz. Mit deiner Schönheit und mit deinem guten Herzen führst du ihn auf den richtigen Weg. Du bist der Zivilisationsanzeiger. Ganz oft in alten Filmen gibt es so Frauen als Zivilisationsanzeiger. Jetzt waren wir im Abenteuer und jetzt waren wir in der wilden Welt und jetzt kommen wir wieder und da ist eine Frau, die stillt ein Baby. Oder Opfer. Die Verfolgungsjagd ist total gefährlich und das ist total arg, weil da geht eine Frau mit dem Kinderwaggel und die könnte ja niedergefahren werden. Also es sind alles Funktionen für eine Handlung, für die Heldenreise, für den Plot des Protagonisten. Was ich jetzt so fatal dran, also ich habe mir dann darüber überlegt, wie ich werden wollte als junge Frau, und das hat sich schon sehr daran orientiert, welche Filme und Serien, also Serien habe ich nicht viel gesehen, aber die Filme, die ich gesehen habe, und die habe ich dann halbwegs Glück gehabt, weil ich mich dann orientiert habe an der Farm Vatal, da ist man zumindest irgendwie ein bisschen, also nicht völlig allem ausgeliefert, wenn man irgendwie zumindest sowas sein will und nicht die Prinzessin. Du hast zumindest ein Geheimnis dazu gestanden. Ja, genau. Ein Geheimnis und Männer überfallen Banken für mich und sterben dann. Das ist mir als Ziel jetzt einmal nicht so schlecht erschienen. Aber es ist natürlich fatal, wenn man Junges nicht überreißt, dass man so Fantasiefrauen nacheifert, die man unmöglich jemals sein kann. Weil man kann keine Prinzessin sein, man kann tatsächlich auch kein Fan fatal sein. Oder es kommt zu einem sehr hohen Preis. Und dass diese Fantasiefiguren nie von Frauen, oder selten die, die man kennt, zumindest selten von Frauen geschrieben worden sind, ist natürlich dann verstörend und das pflanzt sich dann quasi weiter fort in dem echten Leben. Und das ist halt irgendwie sehr ungesund, was dann passiert mit vielen Leuten. Und auch mit den Vorstellungen von eben, was eine Frau alles sein kann, und die dann halt nur eine Funktion ist. Und diesem völligen Irrglauben, dass halt Leute auch fragen nach Menschen. Was ich spannend finde, ist, dass sich über Netflix zum Beispiel, also bestimmte Sachen ein bisschen aufbrechen, die wir vielleicht jetzt in so österreichischem Kino nicht so sehen würden, oder wenn wir jetzt weiterhin alle Teenager-ORF schauen würden. Was sie, glaube ich, eh nicht tun. Was sie eben eh nicht tun, sondern sie schauen halt Netflix. Und da habe ich die Erfahrung gemacht, weil ich manchmal Workshops mache mit Jugendlichen, dass sich gerade in Bezug auf so Queerness und sexuelle Orientierungen und Geschlechtsidentitäten Jugendliche wahnsinnig aufgeklärt sind teilweise. Und ich habe mit ihnen halt einen Text besprochen, den ich irgendwie mitgebracht habe und wollte ihnen irgendwas erklären und alle waren so, ja, M to F, wissen eh was das ist und das waren 15-Jährige und ich habe gefragt… Entschuldige, was heißt M to F? Male to Female in, in, bei einer Transition, im Rahmen von einer Geschlechtsaktion. In einer anderen Generation, wahrscheinlich. Ja, genau, aber die 15-Jährigen in dieser ganz normalen Schulklasse waren alle so, ja, ja, wissen wir eh. Und dann habe ich gefragt, woher wisst ihr das? Und dann haben sie gesagt, ja, weil wir schauen alle Sex-Education. Und insofern glaube ich, es gibt sozusagen am Horizont manche Sachen, die aufploppen, die doch auch interessant und progressiv sind und glücklicherweise auch irgendwie von der österreichischen Förderlandschaft nicht abhängen. Und auch ein irrsinniges Veränderungspotenzial haben. Also ich bin ja immer aufgewachsen mit diesem komischen Stehsatz, man kann ja eh nichts ändern, wenn man Filme macht und so. Ich glaube das überhaupt nicht. Ich glaube, gerade wenn man Filme macht und gerade wenn man Mainstream-Sachen macht, kann man massiv viel ändern. Weil du quasi unterschwellig, du hast eben eine Hauptfigur und die ist trans oder du hast eine Hauptfigur, die ist schwarz oder du hast, also das geht wahnsinnig schnell dadurch, weil da auch Normalität quasi abgebildet wird und gespiegelt wird und in die Gesellschaft einfließt und dann wieder zurückkommt auf die Leinwand. Gleichzeitig ist genau darin natürlich auch eine Problematik, weil du, es kann irrsinnig viel zum Positiven verändern und gleichzeitig kannst du mit gewissen Erzählungen Sachen zementieren, auch im Unterbewusstsein der Leute, wo das gar nicht so offensichtlich die Message des Filmes ist, sondern wo das strukturell quasi wieder gewisse Strukturen bestätigt oder Denkmuster bestätigt. Aber ich glaube auch, dass es viel Veränderungspotenzial da ist und das aber kaum jetzt bei Netflix zum Beispiel. Diese ganzen Serien sind ja aufgekommen deswegen, weil die gesagt haben, das kostet wenig, da holen wir uns jetzt Mad Men und so, die ganzen guten Sachen, da holen wir uns die aus der dritten Reihe, die Schreiberinnen und die Schreiber und die sollen uns was Billiges machen und die waren halt erstaunlich gut. Jetzt merken sie, da ist Kohle drin und machen diese Fließbandproduktionen und es wird wahnsinnig schlecht und es wird wieder wahnsinnig beregelt und es wird wieder wahnsinnig Stereotyp, habe ich das Gefühl. Abgesehen davon, dass es immer wieder so tolle Geschichten gibt. Ja, dazu kann ich nicht so genau jetzt was sagen, aber auf jeden Fall haben sie auch verstanden, dass ihr Zielpublikum ein anderes Zielpublikum ist, als vielleicht jetzt Kinopublikum, sondern alle Leute schauen irgendwie Netflix aus allen möglichen Gesellschaftsschichten und mit allen möglichen Herkünften und es macht auch Sinn, unterschiedliche Leute zu repräsentieren, was ja auf eine Art kapitalistisch ist, aber auf eine andere Art auch gar nicht so schlecht. Genau, es hat einen guten Nebeneffekt,, nur kurz, einen guten Nebeneffekt. Aber was ich, wo mir wieder die Kotze hochkommt, ist, wenn Sie dann versuchen, so diese Wognes-Glasur drüber zu streichen, jetzt dieses unsägliche Ringe der Macht, so ein Scheißdreck, wie man mit so viel Geld so einen Scheißdreck produzieren kann, der ist ideologisch absolut im Arsch, der ist nicht unterhaltsam. Ich schaue mir diese Sachen tatsächlich an. Ich bin da nicht kein Snob. Ich schaue mir auch das an mit diesem Typen, der so lange weiße Haare hat und so. Also manchmal, wenn ich mich entspannen will, schaue ich mir das an. Das ist, auf keiner Ebene funktioniert das und es ist eine Katastrophe ideologisch, aber sie machen dann die Glasur drüber. Da ist die eine Prinzessin, dann ist sie halt doch irgendwie so ein bisschen braun. Und auch diese, ich weiß nicht, ich sage das eh schon tausendmal, beim James Bond, wenn der James Bond jetzt eine schwarze Frau ist, ist das löblich für eine gewisse Zeit. Und bringt wahrscheinlich was, weil man da mehr Akzeptanz aufbaut dafür, aber das kann nicht ewig so bleiben, weil im Grunde ist diese ganze Struktur und diese ganze Geschichte eine, die wiederum gewisse patriarchale und hierarchische Strukturen zementiert. Also ich habe nicht das Gefühl, dass es nur mit dieser, wir wissen jetzt, was am Markt funktioniert und dann ist die halt die Kommissarin, irgendwie hat eine lesbische Beziehung und es muss überall irgendwie sowas vorkommen. Ich weiß nicht, wie du dazu stehst, aber ich finde diese Serie, wie heißt diese Serie, wo es nur um wer heiratet, wen geht im 18. Jahrhundert? Bridgerton. Habe ich nicht gesehen entschuldigung ich finde das hoch problematisch dass da irgendwie jetzt eine geschichte her gezeigt wird wo die lords die unterdrücker die kolonial herren die halt jetzt dann auch schwarze sind und es geht im endeffekt aber in der ganzen serie soweit ich weiß auch nur drum, wer wen budert und wer wen heiratet. Also ich habe ein bisschen ein Problem dafür und ich bin total bei dir, es gibt die Serien, die wirklich toll sind und die echt was verändern. Mein Eindruck ist gerade beim ORF, dass es keine Leute gibt, die die guten Stoffe erkennen. Das wäre aber noch nie so. Nein, nein. Und dann wollen alle so etwas haben, wie, oder auch beim deutschen Fernsehen, dann wollen alle so etwas haben wie Fleabag. Es gibt aber kein Umfeld, in dem Fleabag passieren kann. Und ich bin mir sicher, dass Fleabag extrem billig war, weil das war eine One-Woman-Show, die die Frau, die die Hauptrolle gespielt hat, auch noch geschrieben hat. Und die halt bei so einem... Es gibt auch Leute, die da Fleabag schreiben, nur der ORF fragt nicht die Leute, die das schreiben können. Ja, genau, der fragt dann Uli Bre, ob er Fleabag schreiben kann und das wird halt dann schwierig. Er tut es dann nämlich auch und es wird auch verfilmt und es müssen dann auch zwei Regisseurinnen Regie führen und alle wundern sich, warum das nicht aufgeht. Genau. Worüber ich noch reden wollte, ist, wir sind eh schon bei diesem Thema, dass die Strukturen halt auch so sind, dass diese Wunder, die wir dann so lieben im Kino und im Fernsehen und auf Netflix, irgendwie nicht wirklich passieren können. Du bist die eine, die quasi dann, du baust dir dann einfach neue Strukturen und reißt dir die selber aus dem Herzen und aus deinem Freundeskreis? Oder wie kann man sich das vorstellen bei dir? Du meinst in den kurzen Filmen, die ich bis jetzt gemacht habe? Ja, ich meine, Kurzfilme sind sicher auch nochmal anders als Langfilme von der Struktur her. Aber ich muss auch sagen, ich habe bei der Kathi Resetaritz studiert. Und die hat mir immer viele Sachen beigebracht über dramatische Strukturen und wie die Heldenreise super problematisch ist und warum das bestehende gesellschaftliche Strukturen zementiert oder so. tatsächlich in Bezug auf die Kurzfilme, das ist ja auch viel Arbeit mit den Leuten, die ich aus dem Freundinnenkreis eben nicht caste, sondern kenne und wir entscheiden zusammen zu arbeiten, weil das irgendwie tolle Leute sind und dann überlegen wir auch teilweise miteinander, was interessant wäre zu erzählen und ich finde es lustig, wenn wir noch nicht wissen, bevor wir schneiden, wie genau der Ablauf wirklich ausschauen wird. Also wenn auf jeden Fall viele unerwartete Wendungen irgendwo passieren können und die Geschichte weitergehen kann, so wie ich das am Anfang nicht als Publikum voraussehe. ich das am Anfang nicht als Publikum voraussehe. Aber es ist halt schon, in Wahrheit ist es, ich habe immer den Eindruck, es ist so die Mehrfachbelastung der Frauen, du brauchst da halt ein neues System, aber das ist ja auch eine Arbeit. Ich muss sagen, ich kann ja jetzt noch nicht sagen, dass ich ein neues System irgendwie gebaut hätte, aber es ist natürlich in weiterer Zukunft fände ich das extrem schön, auch zu überlegen, wie Filme noch gehen kann, abseits von dieser sehr hierarchischen Struktur, wie wir sie haben. Und ich bin immer noch an der Filmakademie im Master mittlerweile und muss ja auch, weil mir die Uni, damit ich das Equipment haben kann, gewisse Strukturen vorgibt, nach gewissen Strukturen vorgibt, nach gewissen Strukturen arbeiten und kann gar nicht so frei vielleicht arbeiten, wie ich gerne würde. Und jetzt, was bei mir das Neueste ist, ist, dass ich mit einer Produktionsfirma in einem Langfilm arbeite, wo ich ja auch total natürlich mit einem sehr hierarchischen Team arbeiten werde müssen, weil ich als junge Filmemacherin ja auch gar nicht in der Lage bin, das irgendwie komplett umzustrukturieren. Lass dich trotzdem nicht einschüchtern, weil natürlich die Bedingungen beim Dreh sind total wichtig, auch für die Struktur. Das bestimmt auch die Struktur und die Erzählung dann. Und was sie immer machen, die Produktionsfirmen, ist, dass sie dann zum Beispiel so Sachen machen wie machen wie ja du darfst das schon machen aber dann nimmt er einen erfahrenen kameramenschen ja weil der hat das nicht beheerend und der macht seine chose und der ist total überzeugt davon und es stimmt was du sagst die und die produktionsbedingungen bestimmen das produkt nämlich auch inhaltlich auf jeden fall ich glaube, was du sagst, macht natürlich Sinn und ich mag gern zusammenarbeiten mit Leuten, mit denen ich auch auf einer politischen Ebene übereinstimme und auch mit denen ich mich auch gut verstehe. Ich finde Sets, an denen sich Leute nicht freundlich und respektvoll behandeln. Eher, ja, kommt mir nicht so produktiv vor. Diese Gewinnen haben viele, viele Preise gewonnen, die Menschen, die an solchen Sets arbeiten. Genau. Es ist vielleicht jetzt nicht so mein Zukunftswunsch, ja. Für mich einfach. Aber das ist ja auch irgendwie die große Lüge der österreichischen Filmbranche, dass es quasi bei Drehs so zugehen muss und alle brauchen 80 Stunden, also 100 Stunden Wochen und schlafen vier Stunden und stehen um drei wieder auf und das braucht es, die Kunst braucht dieses Ding. Die Kombination aus dem olympischen Gedanken und dem Militär. Also weiter sind wir noch nicht gekommen, wirklich. Ja, aber so komplett neue Strukturen erfinden, wie Filmemachen auch gehen könnte, glaube ich, ist vielleicht was für die weitere Zukunft. Zum Beispiel, was ich extrem spannend fände, wäre, sowas zu machen, wie es das auf Bühnen oder im Performance-Bereich schon längst gibt, so Stückentwicklungen mit den Darstellenden und vielleicht auch mit dem technischen Team. Sowas ist ja komplett nicht vorgesehen im Rahmen von einer geförderten Arbeit. Das könnte ich höchstens vielleicht in einem kleinen Team machen. Ich habe mir mittlerweile eine Kamera gekauft. Ja, aber du brauchst die Produktionsleute. Ich meine, die Valeska Griesebach macht das schon. Und die Marin Ade hat auch sich mit der Produktionsfirma gew Ich meine, die Valeska Grisebach macht das schon. Und die Maren A. hat auch sich mit der Produktionsfirma gewisse Strukturen ausgebeten. Wie du so schön sagst, das ist dann quasi das System, in dem die Kunst entsteht, beeinflusst dann letztlich die Kunst, was dich total beschäftigt. Und da würde ich dich gerne bitten, dass du das noch ein bisschen genauer erzählst. Wir wissen es schon, aber das Publikum weiß es noch nicht. Dass du quasi mit dieser ewigen Heldenreise Schluss machen willst. Und das finde ich total wichtig, weil wir ja nie darüber nachdenken, wie die Filme gestrickt sind, die wir einfach so konsumieren, die von der romantischen Komödie bis zum Western, es ist auch ganz egal, was es ist, wo du sagst, dass quasi die Struktur schon politisch ist, bevor überhaupt irgendwas drinnen ist. Und das ist ein total interessanter Gedanke, und seitdem ich da deine Brandrede gelesen habe, sehe ich das auch ständig und überall. Und ich würde gerne, dass es den anderen Leuten auch so geht. Im Grunde hatten wir nie eine Moderne im Film. Also wir hatten eine kurze Moderne, die hat es bis ins New Hollywood geschafft, ausgehend vom Neorealismus, Nachkriegszeit. Aber die wurde dann in den 80er Jahren, 90er Jahren, aufkommend wieder mit Neolalismus, Nachkriegszeit, aber die wurde dann in den 80er Jahren, 90er Jahren aufkommend wieder mit Neoliberalismus wieder total verdrängt, weil der Produktcharakter von Filmen im Vordergrund gestanden ist. Überall, wo viel Kohle drin ist, ist immer ein Mörderdruck und die wollen das verkaufen, die wollen Kohle machen. Und da haben wir eigentlich eine Erzählstruktur, die ganz viel strukturimmanente Inhalte mitliefert. Das ist immer dieselbe Geschichte, es ist immer ein einzelner Held, der ein Ziel hat und der durch einen Kampf gegen böse Antagonisten versucht, dieses Ziel zu erreichen. Und meistens schafft das. Das ist dann das Happy End. Und das ist jetzt ganz kurz natürlich runtergebrochen, aber grundsätzlich sind da gewisse Dinge verankert. Der Kampf, gut, böse, diese Dualität, dieser Einzelne hält, das individuelle Siegen und Scheitern, also ganz viele Dinge, Tellerwäscher zum Millionär quasi, der eine, der es schafft, das System ist nicht schuld, sondern du bist schuld, wenn du dich nicht ordentlich anstrengst, wenn du nur willst, kannst du alles schaffen, dann bist du ein indischer Straßenjunge und am Ende bist du ein Millionär, verdammt. Das ist alles möglich, das soll dir Mut machen, sagen sie mir, es macht kurz Mut, wenn es im Kino sitzt und du denkst, ich bin der indische Puppe, ich bin voll identifiziert, ich hab's geschafft, nachher gehst du raus und denkst, ich bin nur ein Loser, ich habe es nicht geschafft. Also es ist eine Schamproduktion und in ganz vielen Implikationen kommt da immer dieselbe Message mit. Und das ist natürlich auch bis zu einem gewissen Grad, ich habe da immer ein Problem, weil Frau, Mann, auch ausschließend, das ist ein gewisses Weltbild, das ganz viel unserer Lebensrealität ausschließt und unerzählbar macht. Und was Frauen betrifft zum Beispiel, also abgesehen davon, dass es natürlich einen soziopathischen Blick fördert, weil das wisst ihr auch alle, der Held oder die Heldin der Geschichte, da interessiert mich alles. der Held oder die Heldin der Geschichte, da interessiert mich alles. Wenn die einen eingewachsenen Zehennagel hat, da drücken mich schon die Tränen. Aber der Typ, der erschossen wird, wenn der Agent, mein Protagonist, irgendwie ins Hauptquartier des Bösen eindringt, ist mir beim Arsch wurscht. Da habe ich nicht einmal einen Gedanken dran, dass es auch ein Mensch ist. Oder die Frau, die dem den Kaffee serviert. Oder der. Also es gibt eine extrem hierarchische Struktur und so einen soziopathischen Blick, der durch gefördert wird. Und das eine sage ich jetzt noch, Entschuldigung, das ist ein kurzer Abriss, aber was natürlich auch ganz stark drin ist, ist dieses die Welt, das was wichtig ist in der Welt, ist immer das, was eine gewisse Art von Erfolg und Fortschritt bedeutet. Natürlich auch immer Kampf und so, aber dass Frauen sehr lange in unserer Gesellschaft zum Beispiel eigentlich sehr aktiv waren, sehr viel gearbeitet haben, aber daran einen gewissen Status Quo zu erhalten und nicht die großen, alles verändernden Heldinnen waren mit dem Schlagbohrer, die irgendwie alles umändern und die jetzt diese große Veränderung und diesen großen Fortschritt und diesen Weg zum Ziel, zu einem großen Ziel herbeiführen, spielt natürlich da auch eine Rolle, weil wessen Geschichten werden da erzählt? Es werden die Geschichten von denen erzählt, die in der Lage sind, Ziele zu erreichen, die in der Lage sind, Großes zu bewegen. ein unter Anführungszeichen normales Leben leben, in dem sie genauso große Kämpfe oder große Kämpfe, ich sage, sie sind mir ja auch drin, der Scheißdreck, große Kämpfe, wie oft kämpfe ich, was ist mein Leben, ein Kampf? Ja, leider Gottes oft, aber manchmal auch nicht. Aber die auch ganz entscheidende Dinge erleben oder wo es ganz spannend wäre, diese Leben zu erzählen oder Geschehnisse aus diesem Leben zu erzählen, die werden nicht erzählt, weil sie nicht reinpassen in diese Struktur des aktiven Helden, sagt man da in der Dramaturgie. Und das hat ganz viele Implikationen, da kann ich jetzt noch drei Stunden drüber reden, das mache ich nicht. Ich weiß nicht, ob ich die entscheidenden Sachen gesagt habe, aber das ist eben ein großes Problem, dass wir im Filmgeschäft eine absolut verblödete, ignorante Kultur, also keine Kultur, eine vorherrschende Ignoranz haben, die tatsächlich ausgehend von Amerika sagt, es gibt nur diese Art, eine Geschichte zu erzählen. Marie-Louise, du erzählst anders und erarbeitet das und beschäftigst dich. Und das ist, glaube ich, wichtig, weil du es auch vorhin gesagt hast mit deinen Freunden, ihr arbeitet zusammen, du beschäftigst dich damit, wie das Leben auf dich trifft und wie das Leben auf euch trifft. Und so entwickelt es ja neue Strukturen. Und du schreibst kein Kino ab. Also glaube ich schon. Natürlich schreibt man immer irgendwo ab. Du erfindest jetzt nicht die Welt neu. Das sind jetzt neue Strukturen. Insofern, die gibt es natürlich schon lang. Die großen eben sind auch so hat er auch anders erzählt sondern was dazu sagen wie du das macht jetzt bin ich ganz schüchtern geworden es ist eine tolle brandrede oder okay ganz andere frage lena du es filmkritikerin, wie versuchst du, die Haltung von Filmen zu benennen in deiner Filmkritik? Wie versuchst du das, was du siehst, so zu vermitteln, dass deine LeserInnen ein Gespür dafür kriegen, was sie erwartet und inwieweit fließen jetzt, vielleicht nicht ganz so Überlegungen wie die von der Katrin, aber was für ein System hast du zur Vermittlung von Filmen und um eben auch nicht nur über den Inhalt zu sprechen, sondern auch das, wie diese Filme gestrickt sind. Ich bin jetzt auch ein bisschen schüchtern. Weil ich muss halt... Wir müssen jetzt trotzdem alle weiterreden. Ich muss halt mit dem arbeiten, was ins Kino kommt und das sind halt Heldenreisen und ich hab halt also das ich schreibe halt hauptsächlich also wirklich und das sind halt Heldenreisen. Und ich habe halt, also ich schreibe halt hauptsächlich, also wirklich fast ausschließlich über kommerzielles Kino, weil das halt dann auch gelesen wird, weil das halt auch ins Kino kommt, weil das halt dann auch genug Leute interessiert. Stimmt aber nicht. Es gibt auch sehr viele offene formen die sehr viele leute interessieren nur tschuldige es würde ich nur sagen weil es ist immer das argument es schaut ja niemand also die ganzen serien die ganzen sehr erfolgreichen neuen serien sind nicht so gestrickt es gibt oder es quasi ist die meisten scorsese filme sind nicht so gestrickt haben auch reichite, oder Roma, mich hat das ja total begeistert, dass Netflix einmal was, das war auch was Gutes bei Netflix, dass so viele Leute Roma gesehen haben, dass auch ganz anders gestrickt ist. Entschuldige, aber ich wollte dich jetzt nicht, ich wollte das nur, weil das ist immer so ein Vorurteil. Ich werde immer schüchtern. Ich mache mir jetzt keine Sorgen. Nein, ich bin auch, jetzt bin ich schüchtern. Was habe ich für eine Frage? Wie du in Wahrheit deine Filmseite kuratierst und wie du es schaffst, deinen LeserInnen auch solche Überlegungen zu verkriechen, was sie weltanschaulich erwartet beim Film, weil ich weiß, dass du das sehr gut kannst und du kannst das mit vielerlei perfiden, schönen Methoden. Schüchternheit wird nicht weniger. Also einerseits, ich schreibe für die Salzburger Nachrichten und habe ja wöchentliche Filmseite, die ich seit 15 Jahren, glaube ich, wöchentlich befülle und zusätzlich noch von Festivals und so weiter berichte. Das macht man halt so gut als möglich und irgendwann einmal fällt einem dann auf bei den Filmen, die halt pro Woche rauskommen, dass man dann gar nicht, also man hat eh nicht Platz für alle und man kann sich dann recht gut aussuchen, welche man bespricht, also insofern kuratiere ich, dass ich halt mittlerweile, also außer es ist jetzt der James Bond, um den ich nicht herumkomme, dass ich halt tatsächlich die Filme bespreche, die ich gut finde und die mich angesprochen haben. Mir fällt es nur ein, wenn man dich liest, dann weiß man, also ich überlege jetzt gerade, ob mir ein Beispiel einfällt. Wir haben letztens so schön von Negativbeispielen geredet. Ich glaube, du hast deine Kritik wieder rausgesucht zu Mother, diesem Film, den wir beide so impunstig gehasst haben, weil er so unfassbar blöd war. Und ich glaube, du hast dann auch einfach reingeschrieben, dass er blöd ist und sich für klug hält. Ich habe das extrem gescheit gefunden. Naja, es ist... Das ist ein bisschen eleganter formuliert. Also ich schreibe halt tatsächlich das, was ich mir denke. Und das ist halt nicht immer freundlich. Beziehungsweise ich schreibe wenig Verrisse, aber wenn ich lieber den Platz nutze, um Dinge zu empfehlen, die ich gut finde, aber eben bei Mother war es tatsächlich so, dass ich mich während des Films gut unterhalten habe und nachher rausgekommen bin. Also das ist Darren Aronofsky, Jennifer Lawrence, wer spielt ihn? H. W. Badem. H. W. Badem, genau. Die Jennifer Lawrence spielt die viel jüngere Ehefrau eines Schriftstellerschinnis. Und es stellt sich heraus... Komischerweise ein bisschen angelehnt ist an Darren Aronofsky, der damals mit Jennifer Lawrence zusammen war. Und es stellt sich dann heraus, dass es nicht angenehm ist, die viel jüngere Ehefrau eines Schriftstellerschenis zu sein. Es endet dann irgendwie in Bloodshed und Apokalypse, also wirklich völlig wüst. Und man kommt dann raus und denkt sich, okay, das hat jetzt Darren Aronofsky festgestellt, dass jüngere Frauen von Schriftstellerschenis, die den Haushalt schupfen müssen, gar nicht so ein lässiges Dasein haben. Da habe ich jetzt ihn nicht dazu gebraucht. Solche Dinge kann man bei mir lesen. Zurück zu den Frauenfiguren. Jetzt ist es natürlich ein bisschen eine langweilige Frage, wie schreibst du die? Aber was für Figuren grundsätzlich interessieren dich? Man merkt ja bei deinen Filmen schon, dass das etwas ganz andere Ware ist, als man es quasi gewohnt ist, als im Mainstream-Kino. Das hat auch ein bisschen mit der Ekaterina Haider zu tun, der Freundin von mir, die auch in sehr vielen Filmen mitspielt, wo ich ihr viel an den Leib schreibe oder wir irgendwie gemeinsam sprechen. Ich finde sie eine extrem coole frau die ich irgendwie dich als charakter gern so irgendwo vorkommen sie mag ich mag frauen die scheitern und sich schämen, aber dann auch wieder drüberstehen. Aber ich glaube, tatsächlich interessiert es mich, irgendwie einer Frau zuzuschauen, die vielleicht mich mehr an mich selber erinnert als andere Frauen, die ich vielleicht jetzt sonst in anderen Filmen sehe. Und das hat schon damit zu tun, dass die irgendwie ein bisschen laut zu laut, ein bisschen zu unangepasst und ein bisschen vielleicht im falschen Moment was Falsches gesagt und sich dann geschämt und dann aber doch wieder vielleicht auch in Momenten cool ist, so ein bisschen ambivalentere vielleicht Figuren. Öfters geht es auch um Begehren, Frauen, die begehren. Frauen, die einen begehrenden Blick auf eine Person werfen, auf die sie sexuell Lust haben. Es geht ja meistens irgendwie um Sex. Ich würde voll gerne, weil das jetzt sowohl bei dir als auch bei dir vorkommen ist und weil das auch bei etlichen Filmen sehr unterschiedlich der Fall ist, die Sarah Köppel für Frauenmachtfilme ausgesucht hat, über die Körperlichkeit von Frauenfiguren reden. Das ist ja in deinen Filmen auch sehr unmittelbar. Und wir haben gestern, vielleicht war gestern jemand da bei Kelty, einem serbischen Film, einem Regiedebüt einer serbischen Regisseurin, wo weibliche Lust und weibliches Begehren ein Riesenthema ist, aber auch irgendwie wie Körper funktionieren, da wird menstruiert und masturbiert und also alles, was wir halt alle so machen gelegentlich. Und das ist aber gar nicht irgendwie so das Thema des Films, sondern das ist halt auch und das darf sein und das ist teilweise lustig, aber es ist jetzt nicht irgendwie auf Point oder so. Oder auch bei dem Film, den wir heute gesehen haben, Sirens, das ist eine Doku, das ist ganz anders, das ist eine Doku über eine libanesische Metalband, die ausländisch aus jungen Frauen besteht und die zwei Protagonistinnen sind die dünnsten, schönsten. Und das zumindest habe ich das so empfunden, also das ist wieder ein ganz anderer Umgang mit Körperlichkeit, relativ konventioneller. Oder was heute noch zu sehen ist, ist Emily, das ist ein Film über, eigentlich Fanfiction über Emily Ponte, irgendwie so ein Mix aus ihrer Biografie und Wuthering Heights oder so. Da ist es wieder, das ist alles sehr ätherisch, natürlich. Aber ja, eigentlich war meine Frage, wie ihr, also was ihr denkt über Körperlichkeit, also du hast vorhin schon gesprochen über die Körperkomik, die fehlt in vielen Filmen. Ich habe das mit der Opernsängerin, mit der 14. Tänzerin sehr schön gefunden. Vielleicht kannst du da noch etwas dazu sagen. Ich glaube, es geht um das Recht. Also natürlich ist es spannend, je nach Thema, dass du hast, dann auch Frauen zu haben, die quasi nicht dem Schönheitsideal entsprechen. Aber warum entsprechen sie so oft dem Schönheitsideal? Weil sie eben Funktionen sind und weil sie Objekte sind des Begehrens. Aber selber ein dickes, kleines, pickeliges, begehrendes Subjekt zu sein. Oder ich kann mich noch erinnern, ich habe das so toll gefunden, in Sarajevo habe ich einen Film gesehen, wo sind die Frauen oben in der Moschee versteckt. Und da singt einer sehr schön unten, ein Mann, und oben macht sich seine Frau selber und schaut ihn an und wichst sich einen ab, weil der so toll ist, dieser Typ da unten, und sie sieht ihn, sie ist die, die nicht gesehen wird, aber sie sieht durch diese Löcher in dem Zaun und schaut ihn an. die nicht gesehen wird, aber sie sieht durch diese Löcher in dem Zaun und schaut ihn an. Also all das, wo man quasi Subjekt ist und wo man quasi in seiner ganzen Schwäche da sein darf, in seiner stinkenden, fehlerhaften, total menschlichen Existenz, in der Conditio Humana, wo ich nichts erfüllen muss für jemanden, wo ich nicht eben Ziel bin oder Hindernis, sondern wo ich das Subjekt bin, das ist, glaube ich, das eigentlich Emanzipatorische. Wenn wir dort sind, dass nicht nur die Männer immer die Menschheit repräsentieren mit dem allgemein menschlichen Problem, sondern dass das Frauen genauso dürfen und sich Männer den Film anschauen und es gar nicht so wichtig ist, dass es eine Frau ist, so wie es bei mir nicht wichtig war, dass es der Steve McQueen ist, mit dem ich mich identifiziere. Und Männer wollen Frauen bei nichts zuschauen, außer... Das war wirklich ein Standardsatz der Produzenten. Sie haben nie daran gezweifelt, dass irgendwelche kleinen Buben sich mit Eichhörnchen oder Spielzeug-Cowboys identifizieren. A-Hörnchen und B-Hörnchen. Aber mit Frauen soll es nicht gehen. Natürlich geht es, und wenn das mal wieder in der Normalität ist, Natürlich geht es, und wenn das mal wieder in der Normalität ist, wenn ich mir als Mann einen Film anschaue, wo einesofern glaube ich, ist es gar nicht, ich will mehr alte, dicke, pickelige Frauen sehen, auf jeden Fall. Aber ich glaube, es hängt immer davon ab, in welcher Position sie sind, ob sie Subjekte sind oder ob sie angeschaut werden oder ob sie schauen. Ob sie die Point sind oder die sie ob sie angeschaut werden oder ob sie schauen ob sie die pointe oder die die lachen dürfen also ein entschuldigung ein film der morgen um 18 uhr ist ninja baby und ja da funktioniert das sehr gut ja große empfehlung magst du noch was erzählen über begehren in den filmen weil wir den eindruck der firma besteht zu 90 prozent ausbegeben der letzte film auf jeden fall mann hosen Hosenschutz ist offen wie mein Herz. Da geht es ganz stark um eine, das ist einfach eine sexuelle Fantasie von einer Frau, die masturbiert. Und das ist der Film. Insofern, da geht es sehr viel um Begehren. Du hast angesprochen Körperflüssigkeiten, das finde ich auch spannend, das ist auch was, was total ausgespart wird aus Filmen, das haben wir da versucht, das war irgendwie in der Zusammenarbeit mit einer Darstellerin gibt es einen Menstruationscup, das ausgetrunken wird und es ist wahnsinnig spannend, weil das ist echt, also jetzt, wo der Film auf Festivals läuft und ich immer wieder irgendwie den Film in einem anderen Publikum anschauen darf. Ich war mit meiner Mama hier beim Crossing Europe und wir haben ihn gesehen und vor uns saß eine Frau und sie hat laut geschrien. Sie war so, yes, das mache ich an Naht, du bist nett. Und das ist super interessant, was das für extrem, also starke Reaktionen im Publikum auslöst und was das für eine extreme Provokation ist, dass das da irgendwie gezeigt wird, obwohl es wird eh super geschönt gezeigt, es ist eindeutig irgendein Rübensaft und es ist ganz sauber, dieses Menstruationskap und es ist jetzt nicht besonders schmierig oder so, aber das finde ich auf jeden Fall auch Körperflüssigkeiten von Frauen, das finde ich auf jeden Fall auch was, das stimmt, da ist meine Sehgewohnheit auch ganz anders. Mir fällt gerade nicht ein, wie die Serie hieß, aber es gab diese Serie von Martina Coel, glaube ich, heißt sie, eine... Nein, die andere, auch UK. I Will Destroy You. Genau, und da gab es eine Sexszene, wo sie Sex hat mit einem Typen und dann hat sie ihre Tage und irgendwie ist da eine Binde mit Menstruationsblut und das ist nur kurz zu sehen, aber ich habe einfach das noch nie irgendwo in einem Film gesehen. Es ist auch überhaupt kein Problem, es wird einfach nur auch erzählt und da bin ich auf, also sie hat halt einfach ihre Regel und sie hat Sex. Und das habe ich einfach noch nie gesehen. Und dann habe ich gemerkt, selber auch, wie ich total, wie ich auch stark reagiere darauf, dass ich, ja. Ich glaube, er nimmt dann auch noch relativ lang dieses und erstaunt und interessiert dieses Stückchen Gewärmutter schleimhaut das erfindet weil sie nicht mit diesem roten bröcke aber auf so interessierte aha so schaut das aus es ist komplett unklauselig er ist so neugierig einfach genau es ist kein also es ist jetzt nicht problematisiert oder so aber ich habe das vorher und auch nachher nie gesehen dass irgendwie körperflüssigkeiten im menstruationsblut irgendwie so normal beiläufig erzählt wird es bei mir fällt jetzt gerade ein wie hat der chancen jupiter sending das sending ich weiß nicht mehr also das war eine lana wachowski total wieder science fiction film aber es gibt diese eine szene in der was nicht jenning tatum oder irgend so ein typ eine eine wunde irgendwie da hat oder da hat also irgendwo am brustkörper verwundet ist und jemand gibt ihm dann eine damen binde um das blut zu stillen. Und das ist irrsinnig sinnvoll und gescheit. Und ich war irgendwie so, wow, what is happening? Ja, es ist halt auch interessant, dass diese Fantasiefrauen, die bluten halt nicht und wenn sie Kinder kriegen, verändert sich ihr Körper so gut wie nicht. Sie sind nachher wieder völlig intakt. Sie schreien nicht und sie brüllen nicht, sie sind nicht zornig und wenn dann, also sie sind einfach, deswegen ist es glaube ich auch so wichtig, dass wir uns halt in unserem eigenen Leben auch wiedererkennen. Sie haben auch keine Menopause zum Beispiel, sie schreien und brüllen schon, aber immer nur dann, wenn sie müssen, damit der Plot weiterlaufen kann. Also das finde ich gerade dieses, die Wut, die weibliche Wut darf ja schon sein, aber immer nur in dem Rahmen, also in der Raumkomm, das kennen wir ja eh alle, wenn die Frau sich wahnsinnig aufregt, weil der Eide das Versprechen nicht gehalten hat, wo du denkst, ja dann frag ihn halt, warum er nicht kommen hat können. Ich rede halt mit ihm. Ja eh, nein, das muss dann so sein, sie muss irgendwie die Hysterikerin und die Zicke sein, die dann irgendwie sagt, nein, ich will nie wieder was von dir hören und dann rennt es davon und dann geht der Film halt weiter. Also diese Art von Wut, die quasi eine Funktion erfüllt, das darf sein, das ist dann irgendwie, aber die andere darf nicht sein. Und dieses, wo du sagst, eben Menopause darf nicht sein, Menstruationsblut darf nicht sein, ich meine, das ist ja das wirkliche, das große Tabu, das AGE ist in meinem Leben, die sich am längsten gehalten haben, waren Schamhaare und Menstruationsblut. Ich finde das manchmal, habe ich den Eindruck, manche Regisseure haben wirklich das Gefühl, sie wissen es nicht. Was natürlich nicht stimmen kann, aber... Naja. Nein, natürlich stimmt es. Also ich habe eine Zeit lang war auf der Filmakademie, wo ich unterrichte, so irrsinnig modern, dass 19 bis 23-jährige Männer gern was über Frauen in den Wechseljahren schreiben. Und die Frauen in den Wechseljahren waren immer so 40. Und ich habe dann gesagt, Mausi, nee, Mausi habe ich nicht. Ich halte mich zurück. Ich versuche nicht, Mausi zu sagen, manchmal rutscht es mir raus. Es ist aber liebevoll gemeint. Ich habe nur gesagt, du, ich glaube, du müsstest da ein bisschen recherchieren. Also ich bin zum Beispiel über 40, ich bin noch nicht in den Wechseljahren. Also, und da muss man sich halt erkundigen. Und dann haben sie mich so angeschaut und dann habe ich gesagt, naja, aber hast du eine Mama? Wie alt ist die jetzt? Dann haben sie mich noch mit größeren Augen angeschaut naja, meine Mama ist auch eine Frau und die ist vielleicht auch in den Wechseljahren rede doch einmal mit ihr, wenn du es schon darüber schreiben willst musst du ja in der Lage sein. Also es stimmt schon, dass natürlich, wie wir gesagt haben, der Mann repräsentiert die gesamte Menschheit. Am Mann werden die medizinischen Versuche gemacht, weil es einfacher ist, über die weibliche Sexualität, über den weiblichen Körper, das ist alles nicht Thema, das ist nicht menschlich, sondern das ist eine seltsame Ab, genau. Die Lena hat mir mal eine total tolle Geschichte von einem Berlinale-Interview erzählt, wo sie den Regisseur gelobt hat, weil es ja eine Frauenfigur, also es war ein Film über einen Mann, aber die Frauenfigur hat so Hand und Fuß gehabt und war so eine echte Frau. Und so Beruf und so Interessen. Und wo bist du dann drauf gekommen? Er hat sich dann sehr gefreut und hat gesagt, er gibt das Kompliment an seine Freundin weiter, weil die hat das geschrieben. Also die hat tatsächlich, das Drehbuch war von ihm, aber die hat ihm halt gesagt, warte mal, die Frauenfigur, die geht nicht. Die muss jetzt, also ja. Aber sie sind auch, manchmal sind sie auch arm, weil, nein, sie sind ja auch in der Scheiße groß geworden, wo man irgendwie sagt, man identifiziert sich mit Männern, Frauen sind was anderes. So wie wenn wir, oder wenn wir schreiben, fragen wir uns, okay, egal ob das jetzt ein Mann ist oder ob das eine Frau ist oder 80 oder 4, ich probiere mich zuerst einmal einzufühlen, um drauf zu kommen, wie diese Figur tickt. Figur tickt. Und die Männer sind teilweise in so einer Welt, wo sie sagen, naja, Frauen, das gibt tausend Altherrenwitze, wo es darum geht, dass Frauen ein Geheimnis sind. Immer gefährlich, weil es auch immer dehumanisierend ist. Jemand, der ein Geheimnis ist, der ganz anders ist als ich. Aber wo sie dann eben nicht auf die Idee kommen, dass sie einfach über diese Empathiebarriere drübersteigen können, weil so viel anders ist es auch nicht. Er kann sich schon selber von sich ausgehend denken, naja, die Frau wird wohl auch einen Job haben müssen, wenn sie ein Geld verdienen will, weißt? Also, was du jetzt gemeint hast, die sind auch arm. Also ich denke mir jetzt gerade an all die Mütter von den Jugendlichen, Regieanwärtern, die dann irgendwie gefragt werden von ihren Söhnen, Mama, menstruierst du noch? Und dann irgendwie erst feststellen, dass das für ihre Söhne was völlig Neues ist, dass die Mutter einen Körper hat. Aus dem sie herausgekommen sind. Aber das ist ja ein Teil des Erwachsenwerdens, oder? Ich glaube, ich habe da niemanden damit beschädigt, wenn ich mit diesem Ratschlag bin. Dann würde ich mal öffnen für Fragen aus dem Publikum. Alle Fragen bereits beantwortet? Alle Fragen bereits beantwortet. Wir wollen Blut unter Frauen im Kino sehen. Schleimige. Blut oder Blut? Da gibt es eine Frage, bitte. Auch. Bitte schön. Die neue Arielle ist schwarz. Die neue Ariel ist schwarz und der Film kommt aber glaube ich im Frühling erst raus. Aber ein anderes Beispiel, ein anderes Beispiel, das da glaube ich ganz gut passt, war die Reaktionen auf Black Panther 2019. Da gab es ja dann auch den Hashtag, ziemlich populär, What Black Panther Means to Me, wo vor allem schwarze Eltern Fotos von ihren völlig hysterisch begeisterten Kindern geteilt haben, die halt an Superhelden und extrem coole frauen im kino sich anschauen können auch wenn ich das jetzt nicht mit kleinen kindern anschaut den film aber wurscht die halt so aus schauen wie man selber ausschauen kann wenn man halt erwachsen ist und das macht natürlich in sachen repräsentation wahnsinnig viel aus und in Sachen sich wiedererkannt fühlen, also das ist vielleicht in dem Fall vergleichbar, also was jetzt die Ariel, ich weiß nicht, ich glaube im Frühling kommt es glaube ich raus Im Frühling kommt der Film, ich weiß noch wie es auf jeden Fall, das ist ein völlig anderes Beispiel, aber ich weiß noch wie es uns beiden gegangen ist, wie wir in Wonder Woman gesessen sind und ich habe festgestellt, dass ich irgendwie über 30 war. Und das war der erste Film, wo ich 20 Minuten lang Frauen beim Kämpfen zugeschaut habe. Und der Film hat ihnen nicht auf die Titten geschaut. Und nicht am Hintern. Obwohl kurzer Rock. Also es geht wirklich. Und ich war, das hat mich direkt gekränkt, weil das so arg ist. Und ich mir gedacht, ach so fühlt sich das an, wenn man als Mann Actionfilme anschaut, wow geil, ich will das auch Also ihr habt geheult? Ich glaube ich hab auch geheult also wir sind da irgendwie zwei 40-jährige Tanten sind dann in der heulenden Presseverführung von Wonder Woman gesessen so war das Okay, dritte Filmkritikerin hat auch geheult Ja, ich wollte Wonder Woman gesessen, so war das. Okay, dritte Filmkritikerin hat auch geholt. Ja, ich wollte nur jetzt vielleicht noch, weil ich vorhin so auf Bridgerton hingekaut habe, das war vielleicht auch ein missverständliches Zeichen. Ich meine natürlich nicht, ich glaube, dass das total wichtig ist. Und wenn man sich anschaut, also rat mal, wer zum Essen kommt. Der erste, der war ein sehr, sehr weißer, schwarzer, der Sidney Poitier, der da einen Schwiegersohn spielt, über 24, wo es dann schwarzen Präsidenten hast und dann war es der Obama wirklich, der schwarze Präsident. Also ich glaube, dass das extrem wichtig ist. Und dass es auch wichtig ist für Leute, dass sie lernen, sich mit Menschen zu identifizieren, obwohl ich gegen die Heldenreise bin und gegen die Drei-Akt-Struktur und gegen die extreme Identifikation, wobei ich bin nicht ganz dagegen, ich bin nur gegen diese Vormachtstellung, diese Format, aber dass es wichtig ist, dass Leute und auch gut, glaube ich, auch für Kinder gut ist, wenn sie sich in A-Hörnchen und B-Hörnchen einfühlen können, dass sie sich eben auch in ein anderes Geschlecht einfühlen können oder in einen Menschen mit anderer Hautfarbe, ohne dass das überhaupt Thema mehr ist. Das ist, glaube ich, das Ziel. wenn ich an Ghostbusters von 2016 glaube ich denke, das war diese unglaublich gehasste, also irgendwie so, also da gab es so richtige Hasskampagne gegen diese rein weibliche Ghostbusters Crew und ich finde den Film, ich habe den nachher noch einmal gesehen und ich finde den jetzt nicht so wahnsinnig gut, aber er war wahnsinnig wichtig zu dem Zeitpunkt. Also ich hab ihn letztens einmal angeschaut, ich finde ihn sehr lustig. Ich finde ihn lustiger als beim ersten Mal sehen. Weil ich hab ihn zuerst so streng angeschaut, ob er eh auch lustig ist. Und ich hab ihn jetzt einfach in der ganzen Reihe von Ghostbusters angeschaut, wo man erstens aufmerkt, wie unpackbar sexistisch die original Ghostbusters sind. Man möchte wirklich dem Kind die Augen zuhalten und die Ohren zuhalten oder ihm sofort ausführlich erklären, dass man das so nicht machen darf. Und da ist er super. Aber es gibt, es gab dann, glaube ich, voriges Jahr oder vor zwei Jahren dann noch einmal einen. Der noch viel toller ist, das Film. Und der ist halt, der muss sich es nicht mehr so beweisen. Und der ist dann, also der ist für mein Empfinden ein gelungener Film, weil er vielleicht auch ein bisschen entspannter ist. Also das heißt, für mich war der von 2016 ein Übergangsfilm. Vielleicht sehen wir auch dann Black Panther, so wichtig der war als Übergangsfilm. Ich finde den neuen jetzt viel wichtiger und politisch viel mutiger. Und das sind natürlich wahnsinnig konventionelle filme keine frage aber sie sind wichtig weil sie innerhalb dieser Innerhalb dieser konventionen halt trotzdem was was wagen und was verändern ich glaube dass genau genau in massenkino sieht man die veränderungen die möglich sind und die halt dann auch wirklich viele leute, also ich glaube, dass die teilweise einen größeren... Ja, ich hoffe noch immer drauf, dass das Massenkino, weil eben, wie gesagt, wir hatten ja das Zeitfenster, ja, und New Hollywood haben ganz viele Leute gesehen, das sind Filme, die sich Menschen, meine Schwester schaut sich noch immer irgendwie all the presidents, man, jedes Weihnachten an, und McCabe und Mrs. Miller und solche Sachen, oder Apocalypse Now, das schauen sich jetzt, also das ist ja jetzt nicht irgendwie langweiliger Quatschi, aber das Side-Fence hat sich ganz schnell geschlossen aus ideologischen und produktionstechnischen Gründen. Und ich glaube, dass die Serien, obwohl die jetzt schon wieder, ich bin ja so enttäuscht, weil das war meine große Hoffnung, die Serien, weil die nämlich markttechnisch funktionieren und andere Erzählstrukturen haben. Jetzt geht das auch wieder ein bisschen zu, aber andere Erzählstrukturen heißen nicht notgedrungen, dass das dann keine Reichweite hat. Das wäre meine große Hoffnung, weil sonst wird immer nur mit anderen Vorzeichen dasselbe wiederholt. Also dass das da diverser wird in diesen Strukturen. dasselbe wiederholt. Also dass das da diverser wird in diesen Strukturen. Aber es gibt natürlich auch andere, also Filme mit anderen Erzählstrukturen, die dann trotzdem wieder nur den geschissenen Vater-Sohn- Konflikt erzählen und du denkst, also wenn ich jetzt noch einen leidenden Franzosen sehe, der mit seinem Vater hadert, dann... Aber wenn er ein weißes Hemd anhat? Ja, wenn er ein gutes Slimfit-Hemd meistens und drei Frauen... Ich habe mehr Probleme mit den Französinnen, mit den Blumengleitern, die nie den Mund zumachen, auch am Häusl, wenn sie sitzen. Aber du siehst sie doch gar nicht am Häusl. Ich würde jetzt sagen, wir kommen zu einem Ende. Wir stehen eh alle noch eine Weile in der Gegend herum. Ich glaube, Leute wollen auch wieder einfach noch herein und Drinks bestellen und das können wir ihnen nicht abschlagen. Ich danke sehr herzlich für ihr reges Interesse und dass Sie alle da waren. Ich wünsche Ihnen noch sehr viel Vergnügen bei den Filmen von Frau macht Film. Die Magdalena Middel wird noch mehrere Gespräche führen nach den Filmen und vielen Dank, dass Sie da waren und vielen Dank, dass ihr da wart. Thank you.