Bei den Drucken bleiben oft Menschen stehen, denken, was macht die da, ob Abdrucke gemacht werden, sehen die wenigsten. Sondern jeder denkt, dass jetzt ein neuer Parkplatz kommt, neuer Fahrradabstellplatz, irgendetwas. Neuer Fahrradabstellplatz, irgendetwas. Aber nach längerem Zuschauen erkennt viele, dass es ein Abdruck sein wird. Es sind auch Menschen schon stehen geblieben, haben Lieder getrellert und wollten einfach mit dabei sein. Und haben auch noch mal ihre Route geändert über den Tag, um noch mal zurückzuk geändert über den Tag, um noch mal zurückzukommen, um das fertige Werk zu sehen. Das sind immer wieder auch Steine. Die ganze Umgebung ist auch immer auf meiner Plexiglasscheibe. Die ganze Umgebung ist auch immer auf meiner Plexiglasscheibe. Auch wenn man einmal angefangen hat, sich auf den Boden zu gucken, dann merkt man, dass es vorher einfach zur Straße dazugehört. Das war einfach Teil davon. Eigentlich hat man nur immer im Winter runtergeguckt, weil man weiß, die Stellen sind etwas rutschiger und dann eigentlich wieder vergessen. Aber seitdem ich damit angefangen habe, kann ich einfach gar nicht mehr weggucken. Und jedes Mal beim Spazierengehen ist mein Blick auf den Boden gerichtet. Und ich entdecke immer wieder neue Gullideckel. Und es ist eigentlich jetzt wie ein Ratespiel oder wie einfach eine Erkundungstour. Und dann merkt man auch, wie viele Öffnungen es eigentlich gibt nach unten. Und dass eigentlich unsere Stadt komplett verlöchert sein muss, wie ein Schweizer Käse. Oder auch wie ein Mäusebau eigentlich. Überall sind kleine Öffnungen. Und es muss ganz wild aussehen unter uns. Überall sind Keller, dann sind alle möglichen Leitungen, alle Öffnungen. Und alles schlängelt sich unter uns entlang, was man gar nicht so täglich wahrnimmt. Es gibt auch oft die kleinen Feinstellen, die ich mit der großen Walze gar nicht erreichen kann. Das sind wieder vorbeifahrende Leute, die dann bremsen und zugucken. Im Architekturforum, dort hängen 20 verschiedene Exponate, die ich in Linz an verschiedenen Ecken gefunden habe und abgedruckt habe, was dann auch wie eine Schnitzeljagd wirkt, weil jedes Exponat einen unterschiedlichen Boden hat. Dadurch ist jeder Dec weniger zweiteilig. Das ist einerseits Abläufe, die in der Rabe passieren, die Anlieferung, die Zerkleinerung, die Trennung und so weiter. die Zerkleinerung, die Trennung und so weiter. Und dann ein Zeitraffer-Video vom sogenannten Bunker, wo der fertige Restmüll vor der Verbrennung dann nochmal aufbewahrt wird. Das ist ein Zwischenbuffer, der da zum sehen ist. Anfang 2021 kam Reiner Zach und die angefangen uns für den eigenen Müll mal zu interessieren. Und wir haben deswegen ein Mistkübel umgebaut, Loch reingemacht und angefangen über Monate hinweg aufzunehmen, wie es denn eigentlich ausschaut in so einem Mistkübel drin. Uns hat das Thema nicht so richtig loslassen und wir haben deswegen dann später die Linz AG kontaktiert und sind von dort weitergeleitet worden zur Rabe, dem Restmüll der Verwertungsanlage. Dort verbringen wir zurzeit immer wieder Drehtage. Das eine ist mal so, wirklich mit eigenen Augen und vor Ort die Menge an Müll zu sehen, die wir insgesamt produzieren. Vor allem in Linz diese Konstruktion mit der Müllverbrennung und der Fernwärme- und Stromerzeugung, die dann passiert, dass wir uns auch in eine gewisse Abhängigkeit vom Müll schon längst begeben haben, die man vielleicht mitdenken muss. Wir brauchen auch diesen Müll zu einem gewissen Grad, um ganz normal den städtischen Alltag bestreiten zu können. Das ist das eine Ding. Die zweite Sache, die durchaus beeindruckt und immer wieder mich zum Nachdenken bringt, ist, dass da der Müll von ca. einer Million Leit verwertet wird. Und angststattend sind da in etwa 35, 40 Leit, die einerseits Änderungen, kleine, vornehmen. Das heißt, da gibt es haufenweise Ingenieurstätigkeiten und dann natürlich der Alltag kleine Instandhaltungen, Geräte, die sich verspießen, die Putztkern. Und man würde meiner Meinung nach zumindest vermuten, dass da viel mehr Leute nötig sind. Im Erdgeschoss der Ausstellung befindet sich ein Plan von Linz und Umgebung, das heißt der Teil von Oberösterreich, als Karte zu sehen am Boden, wo wir die Frischwasserzufuhr, die Abwasserzufuhr, wo man einfach sieht auch die Elektrizität und die einzelnen Punkte, wo das hinläuft. Das haben wir mit farbigen Fäden dargestellt und die wiederum leiten einen dann zu dem jeweiligen Ausstellungskasten. Ich sage jetzt Kasten, weil es sich tatsächlich um die Stromkästen handelt, in denen dann die einzelnen Versorgungsstellen oder Entsorgungsstellen beschrieben werden. Warum sich das Architekturforum Oberösterreich mit den Innereien der Stadt beschäftigt, ist vielleicht nicht auf den ersten Blick sichtbar. Architektur wird oft assoziiert mit dem Gebauten, mit dem, was herumsteht an Gebäuden und was man so als Fassade erkennt. Für uns ist aber Architektur mehr. Für uns gehört auch dazu, wie sich eine Stadt versorgt, ernährt, wie sie insgesamt funktioniert, was dafür notwendig ist. Und wenn man genau in die öffentlichen Räume reinschaut, dann erkennt man immer wieder so Versatzstücke, die man nicht genau zuordnen kann, Kanaldeckel, irgendwelche Öffnungen. Natürlich gibt es einen Haufen Leitungen, die unter dem Asphalt verlaufen, vom Strom, Gas, Fernwärme, Kanal etc. Aber es gibt da viele Gebäude, die der Infrastruktur der Stadt dienen und die notwendig sind, vom Fernheizkraftwerk über die Müllverbrennung, die Kläranlage, einzelne Servicegebäude, die sie oft als Einstiege in gigantische oder zumindest ziemlich große Infrastruktureinrichtungen entpuppen. Es ist durchaus eine Gestaltungsaufgabe, die manchmal auch vernachlässigt wird. Manchmal sind sie rein funktional oder utilitaristische Gebäude, die herumstehen, die rein nur nach der Funktion geformt sind. Man könnte diese Gebäude aber durchaus auch als stadtgestalterische Aufgaben verstehen. Jetzt lege ich das Papier in meine Schablone hinein und fange ich gerade mit meiner Farbe überwalzt habe. Es sieht aus wie eine Tür, wenn die Bucke fertig sind. Und im Endeffekt sind es ja auch Türen in die Unterwelt von Linz. Türen in die Unterwelt von Linz. Je mehr man über die Frottage drüber reibt, desto mehr freut man sich schon, wenn man den Druck hochhebt und sieht, wie es aussieht. Man kann über die Fingerspitzen schon spüren, wie jedes kleine Detail sich auf dem Papier abdrücken wird. Alle Drucke stellen Öffnungen dar, die den Metabolismus der Stadt dann auch wiederum darstellen. Auch die Vielfalt, die die Stadt abbildet im Untergrund, die wir nicht tagtäglich sehen. Als ich die steilen Treppen zum Donautücker herabstieg, wurde mir die Dimension der Anlage bewusst. Überall musste ich aufpassen, nicht mit der Kamera anzustoßen. Das kleinere Equipment hätte sicher bessere Dienste geleistet. Mit Kontaktmikrofonen nahm ich das Durchströmen des Wassers bzw. Abwassers durch die Rohre wahr und auf. In der Ausstellung kann man nun in Echtzeit das Durchschreiten des Donautückers erleben. Die Geräusche lenken die Aufmerksamkeit von den tiefen Frequenzen des Subwoofers zum Kontaktlautsprecher im Elektrokasten, der manchmal mit seinen eigenen Resonanzen zum Singen gebracht wird. Die Engstelle ist in der Ausstellung ein Bereich im Keller, der neben Informationen über den Tücker die sinnliche Komponente erleben lässt. Zeikernische Städte haben sich zu einem komplexen technischen Umfeld entwickelt. Die meisten Menschen leben nicht mehr in einem direkten Austausch mit der Natur. Sie sind von großtechnischen Systemen abhängig, die zwischen Natur und Gesellschaft vermitteln. Zudem ist der Einfluss von menschlichem Verhalten auf die Natur noch nie so global gewesen wie heute. Dieser Austausch zwischen der Gesellschaft und der Natur kann als Metabolismus ähnlich dem eines Lebewesens beschrieben werden. In der Ausstellung verfolgen wir die infrastrukturellen Linien des städtischen Metabolismus von Linz. Wir bewegen uns dabei von der Umwelt auf die Oberfläche und in den Untergrund hinab. Bei der Ausstellungsgestaltung war es mir wichtig, den unterschiedlichen Maßstabsebenen der Infrastruktur, also vom Kanaldeckel bis zum überregionalen Leitungsnetz, Raum in der Ausstellung zu geben. Deshalb verwenden wir für unsere Ausstellungsdisplaysplays auch verwitterte Kabel-Verzehrkästen. Gleichzeitig zeigen wir einen in der Diskussion um Infrastrukturräume und typischen Blickwinkel, indem wir uns fragen, welche räumliche Qualität diese technischen Räume haben. Welche Atmosphäre haben diese Räume, durch die 30 Meter unter der Erde und mit bis zu 1200 Litern pro Sekunde Abwasser gepumpt wird. Dieser Raum ist eigentlich ein leerer unterirdischer Raum, in dem man aber ganz besonders gut sieht, wie die Infrastruktur, die wir benötigen in einer Stadt, mit der Natur eigentlich um den Raum ringt. in einer Stadt mit der Natur eigentlich um den Raum ringt. Ich würde auch durchaus sagen, wir haben es ein bisschen dystopisch angelegt. Das ist auch mit den Lichteffekten, die wir gesetzt haben und mit der Bewegung der Infrastruktur, die man hier wahrnimmt, eine lebendige Form von dem Untergrund, der sich in jeder Stadt einfach sonst unsichtbar befindet. Die Inszenierung beginnt eigentlich schon im Gang, wo sich auch schon Leitungen befinden, die wir hier dann innen fortgeführt haben und endet im Prinzip erst auf dem Vorplatz des Architekturforums. Auch da ist Ton und Bewegung dann eigentlich ausschlaggebend und leitet die Besucherinnen durch das Narrativ. I'm sorry.