guitar solo Ich richte noch ein bisschen mein Mikro ein. Zehn Sekunden auf der Bühne und schon ist alles kaputt. Oh je. Ich berühre es vielleicht einfach nicht mehr. Vielleicht springt es dann jemand anderes ins Gesicht. Aber es sollte schon passen. Ich sehe, die Technik kommt, um mich zu unterstützen. Genau. Hey, voll cool. Erstens, danke für die 20 Menschen in diesem Raum, die für mich geklatscht haben, wie ich hier wirklich versucht habe, elegant auf die Bühne zu gehen. Okay, cool. Ja, das stimmt. Danke Flo, danke Wunderwuzi Flo. Genau, er hat mir jetzt ein neues Mikrofon gebracht. Jetzt hört sie meine Stimme noch viel besser. Ich muss nichts mehr richten. Alles ist wunderbar. Wir können sozusagen jetzt in den Abend starten. 20 Menschen von euch haben das schon völlig richtig gemacht und haben applaudiert, wie ich hier auf die Bühne kam. Die restlichen 80.000, die in diesen Hallen vom MKH sind, haben noch Zeit zu lernen. Am besten, wir üben das gleich, weil dann sitzt es dann auch so fürs Publikum. Deswegen gehe ich da jetzt noch einmal runter und dann was auch immer ihr dann wollt, das macht ihr. Wow! So fühlt sich Liebe in Wels an. Das ist schön. Bleiben wir dabei, es ist schön. Vielen, vielen Dank für diesen unfassbar warmen Auftritt. Wie schön, dass ihr alle da seid. Herzlich willkommen zum 56. Poetry Slam hier im MKH in Wels. Ihr habt auf jeden Fall die richtige Entscheidung getroffen, an diesem 28.10.2022 hier ins MKH zu kommen und mit uns diesem Slam beizuwohnen. Ich stelle mir die erste Frage ans Publikum, denn wir waren schon 56 Mal da. Manche vielleicht von euch waren noch nie da. Deswegen mal die Frage ans Publikum. Wer von euch war noch nie beim Poetry Slam? Okay, wir machen die Gegenprobe, weil offensichtlich, ihr merkt, es gibt viel zu lernen hier heute. Meine Gegenfrage, die Personen, die schon mal da waren, wie melden wir uns so? Wer war schon mal da? Sehr gut. Wir machen Geräusche, wir machen Lärm, mit Aufzeigen und so weiter. Funktionierte ja nicht so, sondern es liegt auch daran, dass das Licht so grell ist. Das heißt, ich sehe auch nur eine so wabernde Wasser vor mir und keine wirklichen Gesichter, deswegen brauche ich Geräusche sozusagen, um zu hören, wie es euch geht. Deswegen nochmal meine Frage, wer war noch nie bei einem Poetry Slam? Sehr gut. Fühlt ihr euch wohler mit Tiergeräuschen? Nein, okay. Die Antwort war eindeutig, dann bleiben wir dabei. Für die, die noch nie da waren, erklären wir einmal ganz kurz die Regeln. Ja, was passiert hier? Da kommen Poetinnen auf die Bühne, heute aus drei Ländern dieser Welt. Sie sind angrenzende Länder, kann ich behaupten. Nicht nur behaupten, es ist tatsächlich so. Genau, sie kommen hier auf diese Bühne, stellen sich hier vor das Mikrofon und haben dann sechs Minuten Zeit, einen selbstgeschriebenen Text zu performen. Und den performen Sie am besten so, wie es Ihnen passt, aber ohne Requisiten. Das heißt, Sie dürfen nur das texttransportierende Medium dabei haben und sonst sind sämtliche Requisiten verboten. Die Poetinnen tragen das, was sie am besten schon den ganzen Tag getragen haben. extransportierende Medium dabei haben und sonst sind sämtliche Requisiten verboten. Die Poetinnen tragen das, was sie am besten Fall schon den ganzen Tag getragen haben, das heißt keine Verkleidungen und so weiter. Ich habe die Poetinnen heute gesehen, sie schauen ganz elegant aus, wir werden also keine bösen Überraschungen erleben. Das war's. Wie das dann mit den Wertungen und so weiter läuft, dazu komme ich dann in der Pause. Wir haben nämlich ein neues Wertungssystem, woho, auch für die alteingesessenen Hasen unter euch. Es gibt was Neues, sozusagen. Heute haben wir eine besondere Veranstaltung. Wie ihr gemerkt habt, war kein Eintritt zu zahlen. Yeah, Kunst für lau, woho. Genau, und das liegt darin, dass wir heute einen Themen-Slam haben, nämlich den EU-Slam. Das heißt, ihr werdet heute in der ersten Runde Texte zur Europäischen Union, zur Werte der Europäischen Union, alles, was irgendwie mit der EU zu tun hat, hören. Und dann in der zweiten Runde hört ihr irgendein Sammelsurium von Texten, das, was die Poetinnen gerade vortragen wollen. hört ihr irgendein Sammelsurium von Texten, das, was die Poetinnen gerade vortragen wollen. Und möglich ist diese Kooperation dank einer gemeinsamen Partnerschaftlichung mit der For You Card Oberösterreich. Und erstmal ein riesen Dankeschön, dass ihr das ermöglicht sozusagen und wir die Künstlerinnen ausreichend gut bezahlen können. und wir die Künstlerinnen ausreichend gut bezahlen können. Ich möchte in diesem Sinne mit eurem Danke-Applaus einmal Susanne Rosmann auf die Bühne bitten, die euch noch ein bisschen was zu den Erasmus- und EU-Projekten von der VU-Card erzählen wird. Danke. Ja, willkommen im Europäischen Jahr der Jugend. Das macht es möglich, dass wir da heute sind. Was ist so wichtig an diesem Jahr? Dass einfach Jugendliche ihre Anliegen und die Themen in den Vordergrund gerückt werden. Und das kann man ziemlich gut, glaube ich, durch diesen Slam erreichen. Was macht die EU schon für Jugendliche, Leute, für Multiplikatoren im Jugendbereich? Es gibt sehr viele Sachen, zum Beispiel, dass man sie lokale Projekte durch die EU finanzieren lässt. Man kann genauso gut einen Freiwilligendienst im Ausland machen, auf Kosten der EU, egal ob man Amatura hat, ob man Sprachkenntnisse hat oder nicht. Es gibt noch viel, viel mehr, aber das Wort ist heute an die Slammer und Slammerinnen zu übergeben und ihr findet mehr Informationen dort beim Infotisch gleich neben der Kasse, die heute keine Kasse ist und sonst stehe ich in der Pause auch gerne zur Verfügung. Und viel Spaß jetzt. Genau, und damit starten wir mit diesen Eröffnungsworten sozusagen, starten wir auch direkt in den Literaturbewerb. Habt ihr denn überhaupt Bock, wollt ihr geile Literatur hören? Ah, okay, okay, geil. Ich auch, Also nicht geil, sondern auch wuhu. Das nimmt manchmal so komische Läufe. Oh Gott, okay. Ja, also geil und wuhu. Die erste Person hat es immer etwas schwierig, weil sie muss euch quasi so ein bisschen hineinführen in diese Literaturveranstaltung und auf einmal hören wir zu und dann finden wir Dinge geil und wir reagieren drauf und so weiter, weil wir lachen und schnipsen und irgendwie zeigen, wie klasse wir das finden. Aber am Anfang ist man so ein bisschen verhalten, deswegen ist es besonders wichtig, dass ihr euch jetzt warmklatscht, wenn die wieder erste Poetin kommt. Die war schon lange nicht mehr da. Ich habe sie erst vor zwei Monaten glaube ich auf der Tanzfläche in Dornbirn getroffen. Es war ein wunderschöner Abend. Bitte klatscht sie mit allem, was ihr habt auf dieser Bühne für Isabella Scholder. Dankeschön. Mir ist vorhin eingefallen, dass ich tatsächlich mal so ein europäisches Freiwilligenjahr sogar gemacht habe, ein halbes Jahr in London. Was irgendwie jetzt ironisch ist, weil London ist halt nicht mehr EU, aber naja, es war trotzdem schön. Aber in meinem Text geht es ein bisschen um etwas anderes. Sind irgendwelche PfadfinderInnen da? Ich habe den Text vor einiger Zeit geschrieben, so ein bisschen, also ich habe dann aufgehört mit dem Pfadfinder-Dasein, aus zeitlichen Gründen, war aber sehr, sehr lang dabei. Man ist immer Pfadfinder, wenn man einmal Pfadfinder war. Vor allem die schönste Zeit war das eigentlich, wenn man da oft auf so internationale Pfadfinderlager gefahren ist und mit Menschen aus aller Welt am Lagerfeuer gesessen ist und irgendwie so über Dinge geplaudert hat. Und ich finde, so eine Lagerfeuerstimmung hat einfach was extrem Verbindendes und extrem Motivierendes und man hat irgendwie das Gefühl, dass man die ganze Welt erobern kann, wenn man am Lagerfeuer irgendwelche Pläne schmiedet mit Menschen aus anderen Ländern. Und da habe ich mir gedacht, das ist eigentlich ganz cool und vielleicht sollte man so EU-Gipfel auch einfach mal an ein Lagerfeuer verlegen. Vielleicht ist das irgendwie inspirierender. Und inspirierend davon ist dieser Text entstanden. inspirierender und inspirierend davon ist dieser Text entstanden. Umrahmt von Zunder, Spänen und Feuerholz kämpft sich noch winzig, doch voller Stolz, eine zarte Flamme, noch eher ein Flämmchen, einem Bretterbau empor. Sie züngelt, sie flackert, sie lodert, sie brennt, sie wird zu dem, was man ein Feuer nennt. Wir haben uns darum verkreist, sind aus allen Eckencken angereist um mal kurz auf stopp zu drücken uns wieder mal zurecht zu rücken das leben kurz mal anzuhalten ein abschütteln der sorgen falten für einen moment weil mir verharren den blick entlassen und ins feuer starren kann er will reden die flammen sprechen für sich erzählen uns geschichten über dich über mich legenden die uns an orte rufen und in mir selbst noch feuer in uns trugen. Ich schaue im Kreis die anderen an, mit ihrem Packel in der Hand, alle geprägt, alle gezeichnet, wodurch wir anders und doch gleich sind, denn im Schein einer Flamme sind alle Menschen schön und mit Feuer in den Augen sind alle Menschen stark. Wir züngeln, wir flackern, wir lodern, wir brennen, wir werden zu dem, das wir Gemeinschaft nennen. Unser Feuer gibt mir Hoffnung, gibt mir richtung im dunklen eine kleine lichtung und mir wird klar dass so lange alles still steht bis in uns endlich mal der wind dreht ich schon im kreis die anderen an weil jeder schon fühlen kann wie wir alle feuer fangen die flammen unser herz und klammern denn wir alle sitzen hier weil wir an dasselbe glauben weil wir auf menschlichkeit und nächste liebe umweltschutz und gleichheit bauen und ich spreche nicht ihre sprache doch mein herz schlägt ihren takt das ist der rhythmus unserer flammen die uns an den füßen packt ein großbrand einfach durch eine glute hitze strömt in unser blut züngelt sich um unsere venen wir legen nach mit bunten spänen unsere inspiration selbst die köpfe rauchen schon vielleicht sollten wir viel mehr zeit am lagerfeuer als in sitzhaushalt verbringen wir sollen stückigen gemäuern je veränderung gelingen ich weiß nicht nicht, ob die, die unsere Länder führen, jemals ihre Taten spüren. Sie sind es, die für uns entscheiden, doch nicht die, die darunter leiden. Ich weiß, ich sollte so viel, so viel anders machen und nicht immer alles die anderen machen lassen. Ich sollte, wenn ich etwas nicht verstehe, nicht alle Fragen runterschlucken. Sollte, wenn ich wütend bin, nicht einfach mit den Schultern zucken, wenn ich höre, dass das alles nicht so einfach ist mit den Tieren, dem Feld, dem Fisch. Aber wollen wir wirklich darauf warten, bis sich in uns ein Feuer regt, während die Welt in Flammen steht? Und so sitzen wir da, rund um unsere brennenden Herzen, mit schlagenden Flammen in der Brust und wünschen uns die Sterne vom Himmel oder uns dort nach oben. Wir funkeln nach innen, die Köpfe gehoben. Wir wünschen uns, dass wir am nächsten Morgen erwachen und genauso wie jetzt unser Feuer entfachen, dass die Flammen in unseren Herzen und die Funken in den Augen nicht gleich ausgehen, wenn wir nach Hause gehen. Ich wünsche mich oft dorthin zurück, an diesen einen Augenblick, als ich lichterloh in Flammen stand und so viel Euphorie empfand, als ich glaubte, dass ich etwas verändern kann und einen Moment des Tatendrangs doch noch länger halten kann, als nur einen Augenblick. Nimm mich mit, ich will zurück. Ich weiß, wir sollten und wir wollten, wir wollten so viel schaffen und wir sollten so viel tun wir wollten so viel schaffen wir sollten so viel tun noch alles was wir machen ist sich am feuer auszuruhen sie sagen sie wollen etwas verändern aber ändern tut sich nichts es kommt niemand in die gänge und so zieht sich in die länge wir hören nicht auf uns zu belügen sind abend einfach viel zu müde um ein feuer zu entzünden und so suchen wir nach gründen wieso wir uns nicht erheben unbeteiligt weiterleben irgendwie haben verpennt haben wir verpennt, dass die Erde bereits brennt. Ich starre in die Flammen und ich fühle ihren Blick, ich öffne Kopf und Herzen, wünsche mein Feuer mir zurück, doch die Flammen, die verschwinden, bist das Einzige, das wir entzünden, am Balkon, im Abendwind, unsere Zigaretten sind. Und jedes Mal, wenn du dir eine anrauchst und der Rauch gen Himmel steigt, spürst du das kleine bisschen Glut, das stets in deinem Herz verweilt. Du atmest ein, du atmest aus, um die Hitze kurz zu spüren, hast Angst, das Feuer zu verlieren, Angst, dass die letzte Flamme stirbt und die Glut zu Asche wird. Dankeschön. Applaus Isabella Scholder, so liebes Publikum, wir brauchen jetzt ein Stichwort für das eben Gehörte. Pfadfinder. Okay, das ist ein schwieriges Wort, aber ich gebe mein Bestes. Ich gender. Sehr gut. Dann haben wir bitte den Text mit diesem Stichwort merken. Wir kommen zum ersten internationalen Gast, möchte ich sagen. Er ist eigentlich aus Italien, genauer gesagt aus Südtirol, ist aber inzwischen nach Wien verzogen, gezogen, bezogen, wie auch immer. Auf jeden Fall ist er glücklich in Wien und er ist heute zum allerersten Mal in Wels. Bitte heißt ihn herzlich willkommen. Hier ist für euch Felix Mayer. Applaus so genau Junge, bin ich immer noch. Ich habe ebenfalls von der EU profitiert, indem ich ein Auslandsschuljahr gemacht habe in Südfrankreich. Und ich habe mal für einen Literaturwettbewerb Gedanken gefasst über die Europäische Union und über das, was sie ist und was sie eigentlich alles sein könnte. Der Text heißt Vision Europa. Es geht ein Gespenst um in Europa, dem Kontinent, der uns so vieles verspricht. Es geht ein Gespenst um in Europa. Europa kümmert's nicht. 1. Vom Stier abgesprungen in Wirren gelandet, so kommt es uns immer wieder vor, denn die heile Welt ist nur Schein und ein Stier ist im Grunde ein Mistvieh. Papierschichten an einer alten Litfaßsäule, dann tritt Blut zutage und man erkennt, wie dünn dieser Kleister ist, der uns zusammenhält. Die erste Demokratie stand auf den Schultern von Sklaven. Wir leben in einer Demokratie, sagt man. Es geht ein Gespenst um in Europa. Dem Kontinent, der uns so vieles verspricht, das geht ein Gespenst um in Europa. Europa kümmert's nicht. 2. Europa wird immer wieder beschworen, aber Europa wird nie erklärt. Noch immer verdienen Männer mehr. Sie führen Politik und Wirtschaft, denn Mann hat das Sagen und Mann das Gehalt. Dabei ist Europa eine Frau, aber die Gehaltserhöhung ist anscheinend männlich. Es kreuzen Menschen auf Schiffen im Mittelmeer dazu, verdammt zu treiben. Häfen sind wie Stacheldraht, Zäune, Populismus. Kein Anker greift in unserem Schlick. Dabei kam Europa, da sage nach, über die See, mit leeren Händen in eine neue Welt. Unsere Welt hat keinen Platz für Europa. Ihr Asylantrag wird abgelehnt, sie sei doch reich gewesen, da wo sie herkomme, hieße es, und es gebe keinen Krieg, da wo sie herkomme, hieße es. Die Gastarbeiter sind in ihren Briefen zu Hause. Ich darf mir in Wels natürlich einen afghanischen Windhund halten. Den afghanischen Briefträger kann ich natürlich nicht leiden. In Wien hängt eine Völkertafel aus den Anfängen des 18. Jahrhunderts dargestellt, der Charakter der Europäer. Der Deutsche ist ganz gut, der Schwede grausam, der Ungar am grausamsten und der Russe wirklich ungarisch. Türken oder Griechen sind Lügentäufel, Italiener eifersüchtig. Er ist der einzige Kitt von uns Europäern, unser gegenseitiges Vorurteil. Europäer sind wir außerhalb vom Kontinent. Innen fehlt die Identität. vom Kontinent. Innen fehlt die Identität. Als die Covid-Krise Bergamo am härtesten traf, waren wir alle froh, keine Lombarden zu sein. Wenn der Brandherd weiter in die Ferne rückt, reibt man sich hier die Hände und dann fehlten vielleicht in Rumänien Masken oder die Zahlen stiegen in Portugal. Wie lange hat es gedauert, bis der Wind umschlug und wir von Slava Ukraina und Stop War dazu kamen, dass von Sozialtourismus plötzlich die Rede war. Doch man darf die gute Union nicht vergessen. Ein geeignetes Europa, das hat es geheißen und damit sind wir auch schon weit gekommen. Zum Glück liegt mein Geld in der Schweiz. gekommen. Zum Glück liegt mein Geld in der Schweiz. Es geht ein Gespenst um in Europa. Dem Kontinent, der uns so vieles verspricht, es geht ein Gespenst um in Europa. Europa kümmert es nicht. Drei. Es gab die Gründer, wir sind die Erben. Ein geeintes Europa, das ist ein hoffnungsvoller Ausblick. Da war schon der Moment, als der letzte Felsrest unter dem Ärmelkanal durchbrochen, als die Meerenge untertunnelt wurde. Der Moment, als die Grenzbalken fielen und die Zöllnerhäuschen verwaisten. Der Moment, als die ersten Euromünzen über Tresen rollten. Der Gedanke im Ursprung, er heilt nachhaltig nach. Doch wir tun zu wenig dafür, denn unser Blick geht kaum vor die eigene Tür. Vier. Es geht ein Gespenst um in Europa. Und letztlich wieder Fackelzüge, harte Minen Hass im Gesicht. Sie reden von Schande und Vaterlandspflicht. Es geht ein Gespenst um in Europa. Der Geist trägt Gesichter von Millionen. Grau gegliedert gestreifte Hemden. Ein Chor aus Stimmen. Er darf niemals verheilen. Das ist geschrieben, geschuldet allen. Wer seine Geschichte nicht kennt, der ist dazu verdammt, sie zu wiederholen. Ihr schaut auf meine gerunzelte Stirn. Ich sehe eure Glatte mit Sorge. Wir denken noch zu eng. Wir denken als Nation. Wir brauchen den Weitblick, denn das ist Europa. Eine Vision. Dankeschön. Felix Meyer war das, meine Damen und Herren, bitte ein Spichwort. Bitte, das ist der Vision. Sehr gut. Bitte Text und Performance von Felix Meyer mit Vision merken. könnte man so sagen. Sie ist vor Jahren einmal durch die offene Bühne zu uns gekommen und es freut mich sehr, dass sie zu unfassbar vielen Themen und eben auch heute zur Europäischen Union einen Text vortragen wird. Bitte dass jeder oder generell auf einen Slam, dass jeder von uns schon mal Europa kritisiert hat. Danke für die Zustimmung darauf bequemt jetzt kann er mit dem text beginnen bei mir ist europa ein spieler europa wir müssen über deine noten reden wenn in letzter zeit eine leistung stets zu sinken war es nicht mal streit schlicht eine klasse bist du nicht die klasse gekommen um frieden zu stiften stre um Streit zu vermeiden in Europa? Wir müssen reden. Kannst du dich noch an das Fach Achtung der Menschenwürde erinnern? Das Fach, in dem du lerntest, die Würde eines Menschen vor der ersten Begegnung anzuachten und zu schätzen, wolltest du nicht lernen. Dass der Mensch, ohne es zu beweisen zu müssen, Würde besitzt? So sag mir. Ist es würdevoll, fliehenden Menschen keine Sicherheit zu bieten? Ist es würdevoll, ein vollbesetztes Boden in Wellen zu ertränken? Und ist es würdevoll, sich vom Rest der Welt abzugrenzen und nur die Würde deiner selbst zu schützen? Europa Du gleist in einer mittelalterlichen Burg mit hohen Mauern die von Egoisten gebaut wurde um sich sicher in ihrem Blasenparadies in ihrer Blase zu fühlen. Durch die keinen Blick nach außen werfen, um bloß in Gefahr gebracht zu werden, ihr Blasenparadies mit anderen teilen zu müssen. Und als du sagtest, alle Menschen sollen die Menschenrechte besitzen, meintest du damit, deinem Menschen das Recht zu geben, die grundlegenden Rechte aller Fremden mit Füßen zu treten? Europa. Was ist deine Definition von Menschenrecht? Und warum ignorierst du dieses Recht, sobald es nicht unter den Privilegierten deiner selbst zu diesem Thema betrifft? Europa. Ist dies das, was du stets Menschenrecht und Würde nennst? Europa. Kannst du mir erklären, was der Gleichheit bedeutet? Wolltest du nicht jedem Menschen die gleichen Chancen und Rechte geben? Nun, diese Chancen und Rechte bleiben nun schon da, bevor er dann Teil von dir sein zu dürfen. So muss man sich das doch erst verdienen. Und oft da reicht oft die Geburt in deinem Gebiet nicht aus. So sag mir, Europa, es erscheint mir, als behandelst du die Menschen nicht mehr gleich, sondern gleichgültig. Europa, du hast deinen Standort an Lebensqualität versprochen. Doch so langsam scheinst du das zu vergessen. Denn ich denke nicht, dass die Qualität so viel Leben im Moment deinen Standort verspricht und ich denke nicht, dass es das ist, was diese Leben verdienen. Ganz egal, wie viele versuchen mir das zu erzählen. Du hast seit langer Zeit keinen Menschen mehr gleich behandelt. Oder hast du das denn je getan? Warst du je ein Ort in der Gleichheit für jeden Bestand, oder war auch das nur ein Paragraf? Denn das, was wir heute sehen in Europa, das ist nicht Gleichheit, das ist Gleichgültigkeit. Und wenn wir schon dabei sind, was wurde aus der Demokratie? Hast du nicht versprochen, dem Faschismus entgegenzutreten und der Demokratie Sicherheit zu verschaffen? Wolltest du nicht nie wieder Menschen sehen, die mit mehr Patriotismus als Verstand durch die Straßen rennen? Denn wenn man sich so umsieht, dann sieht man, dass nicht alle so demokratisch sind, was man tut. So willst du dich in einigen Ländern weigern, die Identität von Trans-Personen anzuerkennen. Und ebenso müssen in Polen die Menschen vor Hass fürchten, wenn sie es wagen sollten, ihre Sexualität auszuleben, sobald sie nicht der heteronormativität entspricht. Europa. Ich dachte ja, dass du bisher einen Menschen hast, den du nicht von Anfang an zu deinen erklärt und deine für dich genommen hast. Doch so langsam wird mir klar, dass deine Gleichgültigkeit auch einen deiner eigenen Leute gelten kann und tut. Europa. Du siehst Tag für Tag zu. Wie deine Demokratie und der scheinbare Schutz für Minderheiten, was in deinen Gesetzen steht, immer weiter den Bach runter geht. Europa. Mir wird schlecht, wenn ich das sehe. Und sag mir, ist es Demokratie, andere Kulturen zu fürchten und seinen Kindern zu erzählen, dass sie also diese Menschen wären, verbrechen und gefährlich? Europa, ist es Angst, die du schüren willst? Kleine Rampenmerkungen, gewisse alte weiße Männer, aka mein Opa, aus meinem Dorf, wenn ich homophobe Kommentare bekomme und meine zufällig syrischen Freunde mich verteidigen, während du mir erzählst, dass die Mehrheit derer undankbar und gefährlich sind und du ja niemanden davon sehen willst, es sind es nicht sie, die gefährlich sind, sondern du. Europa, ich bin froh, sondern du. Europa. Ich bin froh, bei dir zu leben. Doch habe ich das nicht eher verdient als der Rest der Welt, nur weil es das Zufall ist, so wild, dass ich und meine Eltern hier geboren worden sind. Europa. Wenn mir schon immer hier lebende Menschen erzählen, dass sie den Mann, den sie eben aus dem Lager kamen, sehen, am liebsten im Meer ertrinken sehen würden, ist es nicht Frieden, für das du stehst. Nicht zu vergessen, dass du mit Waffenhandel diesen Frieden außerhalb deiner Selbst eh keine Beachtung mehr schenkst. Europa. Du trägst die Schuld deiner entstandenen Gesundheitsschäden, der die Hygiene in deinem Lager jeden Tag ausrichtet und du besonders in einer Pandemie deine Augen dafür scheinst zu verschließen. Europa. Du trägst die Schuld deiner steigenden psychischen Probleme, an den Tränen, an den schwindenden Hoffnungsschimmern, dass sich ihre Geschichte zum besseren wenden wird, an den verlorenen, kaputt gedrehten Träumen, die einzelnen in den Köpfen zu stecken schienen. Europa, du trägst Schuld an der Angst. Angst vor den Stürmen, dem Regen, den entfachenden Feuer, den Rufen, die man ertragen muss, wenn man schließlich auch dem Lager schafft, den blauen Flecken an den Oberarmen, die man von den Händen außerhalb des Lagers verpasst, bekommt Europa. Es sind deine Menschen, die diese Schläge verpassen. Dieselben Menschen, von denen du behauptest, für Menschenwürde zu stehen. Europa. Du trägst Schuld an dieser Gewalt. Weil anstatt Menschen zu schützen, die vor Gewalten fliehen, immer mehr und mehr Soldaten an die Grenzen stellt, bei denen so viel Gewaltpotenzial ihr Auszuleben gilt. Europa, du trägst Halt in ihrem Verhalten. So was du es ihnen gelernt hast, mit Gewalt zu handeln, dann hast du immer weiter zu entfachen. Europa, du bist durch Krieg entstanden. Hast du nun vergessen, wie sich Krieg anfühlen kann und deine Empathie dafür im Mittelmeer Stränden vergraben? Europa, du musst das Schuljahr leider wiederholen. Danke. Lira. Ein Stichwort, liebes Publikum. Ihr werdet euch fragen, für was schreiben die Poetinnen Texte? Nicht nur natürlich für die wundervolle Gage, die Sie heute Abend erhalten, sondern auch, nein, für mein Geschenk. Ich habe den besten Reiseführer von Europa, glaube ich, gekauft, den es jemals gibt. Das Drum ist so schwer, das kann kein Mensch mitnehmen, auf seinen Reisen. Aber es stehen wundervolle Städte und Landschaften drinnen von ganz Europa, zu denen man dann hinreisen kann. Wir haben in der zweiten Runde dann Gelegenheit, ein paar Fundstücke durchzugehen. Die nächste Starterin ist, ich überlege gerade, wann sie das letzte Mal da war, aber das ist auch schon eine dicke Zeit her. Es freut mich sehr, dass es so kurzfristig doch noch ausgegangen ist. Bitte applaudiert auch Sie mit all Eurem Herz auf die Bühne. Für Euch, Christine Teichmann. Wenn Sie dann bitte weiterkommen würden, nicht im Vorzimmer stehen bleiben, da herrscht schon so ein Gedränge. Serben, Albaner, Montenegriner, Mazedonier, die Türken sind wieder gegangen, voll beleidigt. Ich meine, die tun jetzt so, als hätten sie gar nie rein wollen, aber die Wahrheit ist, es hat es keiner reinlassen wollen. Ja, dafür haben sie jetzt diesen gut bezahlten Job in der Portierloge bekommen. Aber Sie, bitte kommen Sie gleich durch in den Salon. Alles deutsche Eiche, Wertarbeit. Liegt noch das Parfum von Mutti in der Luft. Ja, immer Nachfolger gibt's schon, aber ehrlich gesagt ist dem hier alles eine Nummer zu groß. Schaut kaum über den Tisch, geschweige denn den Tellerrand. Aber gut, mit Kochen hat's Mutti auch nicht so gehabt. Hat sie immer den Franzosen überlassen. Stand sie hier in der Speis. Käse, Leibe, bis zur Decke. Die krummen Gurken im Biomüll, die Hühnerflügel haben wir nach Afrika geschickt. Ja, das Porto kommt aus der Haushaltskasse. Ist jetzt nicht so fair den afrikanischen Bauern gegenüber? Aber, man haben sich da auch in so einen Mikrokredit investiert, damit eine Afrikanerin sich mit ein paar Hühnern selbstständig machen kann. Schlecht angelegtes Geld. Hätten sie sich lieber damals am Euro-Rettungsschirm beteiligt. Da kann man auch so tun, als würde man helfen und in Wahrheit an den Zinsen verdienen. Schauen Sie zum Beispiel dieses schöne Zimmer mit direktem Zugang zum Swimmingpool. Das hat einmal Griechenland gehört. Ist jetzt aber alles von China aufgekauft. Naja, vielleicht schaffen die es besser, die Terrassentür dicht zu halten. Wollen Sie das Schlafzimmer sehen? Hier wohnen die Eltern. Holland, Luxemburg, Belgien, eigenes Klo für männlichen Piss. Und da geht's gleich durch ins Büro. Aktenordner, so weit das Auge reicht. Angeblich kann man hier einiges entsorgen, aber es kann sich niemand darauf einigen, was. Jetzt wird's halt immer mehr. Ihr Haus ist mehrfach erweitert worden, zuerst diese Handballhalle für Dänemark, dann die schönen Zimmer mit Gartenzugang für Griechenland, Portugal, Spanien. Da waren alle zuerst ganz neidig, dass die da direkt am Pool wohnen dürfen. Aber mittlerweile sind die meisten ganz froh, wenn sie nicht direkt am Wasser sind. Man weiß nicht, was da in der Nacht durch den Garten reinkommt. Hier sind die Jugendzimmer, Rumänien, Bulgarien, ja die warten immer noch darauf, dass sie für voll genommen werden. Ungarn hat sich in der Pubertät das Zimmer mit Stacheldraht umwickelt und eine eigene Hausordnung geschrieben. Ja, Tschechien, Polen, die glauben alle, für sie gilt die Hausordnung und das Recht auf Abtreibung nicht. Aber die werden auch noch erwachsen werden. Stellen Sie sich da hinten, da wird noch eine Osterreiterung gebaut. Da ganz hinten soll einmal Albanien wohnen. Das jüngste Kroatien ist vor einiger Zeit eingezogen, aber es stehen immer noch die Umzugskartons herum. Was steht da drauf? Wirtschaftswachstum. naja, wird auch noch ausgepackt werden. Die Gartenhütte, ja da ist Großbritannien hingezogen. Die haben gesagt, sie halten es nicht mehr aus im Haus, immer diese lauten Übernachtungspartys. Die Wischigrad-WG will auch überhaupt keine Gäste mehr haben, außer sie sind blond und blauäugig. Und jetzt sitzen die anderen immer noch am Poolrand herum und ständig die Diskussion, durch welches der Zimmer sie vielleicht doch ins Haus dürfen. Dabei würde ja das Nähzimmer und die Kellerwerkstatt leer stehen. Ich meine, da ist alles nach Fernost gegangen. Der Keller interessiert sich. Sie sind aber nicht aus Amstetten, oder? Kleiner Scherz. Nein, schauen Sie hier, die Kellerbar, die wird von Irland betrieben. Sie ist eigentlich immer ganz gut gegangen, bis halt Großbritannien in die Gartenhütte gezogen ist. Jetzt weiß man nicht mehr, wo die Party stattfindet. Hier der Heizkeller. Ja also Öl verheizen wir nicht mehr. Wir kaufen nicht mehr bei menschenrechtsverachtenden Regimen, also nur mehr bei arabischen. Den Gashahn, den lassen wir noch offen. Sonst müsste man es ja ernst meinen mit dem Umstieg auf Erneuerbare. Das Herz des Hauses, naja, Herz in dem Sinn hat es keins, einen Tresorraum hält man, der ist aber an die Schweiz gelist. Und die Schlüssel haben die geizigen, also die sparsamen vier. Es ist schwer heranzukommen, außer man will aufrüsten. Da werden sie eh dran interessiert. So, sie suchen Zuflucht im Haus und das sind ihnen diese ganzen schwierigen Mitbewohner lieber als ihr aggressiver Nachbar. Naja, es ist halt das schönste Haus weit und breit, auch wenn es mittlerweile umzäunt und videoüberwacht ist. Jetzt muss ich schon fragen, wie sind Sie an der Security vorbeigekommen? Durch die Hintertür. Dann haben Sie ja noch gar nicht den Fragenkatalog ausgefüllt. Nachhaltige Wirtschaft, Frauenrechte, Pressefreiheit, Korruptionsbekämpfung. Nein, wenn man mal da wohnt, ist es nicht mehr so genau. Ressourcefreiheit, Korruptionsbekämpfung. Nein, wenn man mal da wohnt, ist es nicht mehr so genau. Sie machen dringenden Wohnbedarf geltend. Das hat eigentlich noch nie gezählt, wie viel Miete man zahlen kann. Wissen Sie was, vielleicht nehmen Sie doch noch kurz im Vorzimmer Platz. Rufen Sie uns nicht an. Wir melden uns. Slava, Ukraine! Vielen Dank. Christine Teichmann war das. Wiederum ein Stichwort bitte. Maklerin. Okay, was war das erste Wort? Das zweite Wort? Maklerin. Maklerin, okay, das gefällt mir schon ganz gut. Und drei? WG. WG. Okay, was nehmen wir? Eins, zwei oder drei? Zwei. Das war es zuerst. Maklerin, oder? Ich bin mir nie ganz sicher, schreibt man Maklerin mit R vor dem K oder nur ohne? Ohne, oje. Das nächste Mal nehme ich wieder Haus. hat sich recht spontan über die offene Liste gemeldet. Und ich bin sehr gespannt. Ich hoffe, sie hat erst vor wenigen Jahren zum Slammen angefangen und dann ist Corona gekommen. Wir alle kennen die Geschichte. Genau, jetzt hat sie wenig Zeit zum Auftreten gehabt oder wenig Gelegenheit auch. Deswegen freut es mich umso mehr, dass sie weiterhin zum Schreiben betreu geblieben ist und jetzt seit wenigen Monaten wieder in oberösterreichischen Bühnen, auf oberösterreichischen Bühnen unterwegs ist. Bitte klatscht sie auf die Bühne. Hier ist für euch Emily. Dankeschön. Ich habe nie groß darüber nachgedacht, in welche Welt man mich hat gebracht. Und doch war heute meine Motivation das Thema Europäische Union. Was das bedeutet, war mir nicht gewiss, weshalb ich mich ans Grübeln schmiss. Geht es dabei nicht, dass man es schafft, aufzutreten als ganze Gemeinschaft? Warum schicken die einen dann Waffen, während andere es nicht schaffen, endlich zu einer Einigung zu kommen, während vielen alles wird genommen? Nicht die EU konnte den Krieg verhindern, nicht wir konnten die Folgen mildern, die nicht aufhörten zu existieren, während wir still die nicht aufhörten zu existieren, während wir still prokrastinieren. Wieso verlangen wir von anderen Perfektion, wenn das nicht einmal ist unsere eigene Motivation? Und warum üben wir Kritik an einer unschlüssigen Politik? Aber vielleicht geht es ja nicht um Einheit, sondern um eine innere Freiheit, darum seine Meinung offen zu sagen, auch einmal Kritik zu wagen. Denn was Corona mich gelehrt hat, dass keiner die Lösung hat. Gesetze entstehen können über Nacht, während jemand über Menschen wacht. Wie schon die mythische Gestalt Antigone als Vorbild galt, den Verstand zu benutzen, anstatt nur anderen zu nutzen. Wenn dir etwas wirklich wichtig ist, will ich, dass du eines nicht vergisst. Du darfst auch Entscheidungen treffen, die nicht nur dich selbst betreffen. Dein Bauch hat auch ein Wörtchen mitzureden, muss nicht alles mit deinem Kopf bereden. Man darf auch einmal blind vor Wut sein, denn deine Gefühle, sie sind dein. Auch die Mitglieder der EU sind sich nicht immer einig, auch deren Geschichte war öfter steinig. Und das ist die Realität, die uns hier bewegt. Auch was LGBTQ betrifft, weiß ich, dass keine Einigkeit zutrifft, weil man nicht überall gleiche Rechte hat, was ich habe sowas von satt. Warum unterscheiden zwischen Frau und Mann, wen von beiden ich heiraten kann? Warum darf nicht jeder adoptieren, der straffrei ist auf den Papieren? Sind diese Unterscheidungen nicht ebenso erfunden, wie die Art, zu welcher Religion wir uns bekunden? Vom Menschen eine Ungleichheit geschaffen, die durchgesetzt wird mit Waffen. Vielleicht geht es den Menschen viel zu gut, sodass sie sich befassen müssen mit solch einer Wut, ohne selbst jemals zu hinterfragen, ob nicht Menschen diese Opferrolle tragen. Wichtig ist, was wir selbst denken, worüber wir selbst nachts nachdenken, welche Werte wir teilen können und welche nicht mit uns vereinbaren können. Corona hat doch Ungewissheit gezeigt, dass mit Entscheidungen die Auflehnung steigt. Anfangs meinten sie, die Kriminalität sinke, vielleicht weil ich weniger blinke. Doch stieg damit die Cyberkriminalität, was uns irgendwann zu Kopf steht, wenn wir nicht mehr mit Waffen, sondern mit Worten kämpfen, um die Unruhe unter den Menschen zu dämpfen? Wie geht es unserer Wirtschaft unter der europäischen Gemeinschaft? Keinesfalls immer nur optimal, was uns nicht wundern sollte, jedes Mal. Während man vor drei Jahren zu entrumpeln versuchte und gerne das Weite suchte, galt es nach Corona die Wirtschaft zu unterstützen, mit Einkäufen vor dem Schließen zu schützen. Dann galt man plötzlich nicht mehr als fauler Stammgast, sondern als jemand, der kein Engagement verpasst. Von Hamsterkäufen einmal abgesehen, hat die Wirtschaft so einiges gesehen. Und dazu kommt noch das Reisen, womit die EU sich kann beweisen, auch offen zu sein für Arbeiter, so ginge es hier noch viel weiter. Aber was letztlich zählt, ist die Gemeinschaft, damit verbunden eine Art Hilfsbereitschaft, um Krisen nicht alleine bewältigen zu müssen, handeln zu dürfen über den Flüssen. Doch hat uns auch das wenig gebracht, worüber ich vor kurzem habe gelacht, als der Klimabonus zur Tür hereinschneite und nach investieren laut schreite. Der Klimawandel in den Schatten gerückt, weil man nicht ist von den Preisen entzückt, denn auch der Krieg hat Konsequenzen, dass weniger wird gehandelt über die Grenzen. Vielleicht hilft uns ein Zurück zur Natur, wenn wir sind der Umwelt auf der Spur. Weniger industrielles Essen könnte uns manche Sorgen lassen vergessen. Wir essen schließlich nicht mehr zum Sattwerden, sondern auch um zu lindern berufliche Beschwerden, obwohl Lebensmittel, das Wort Leben enthalten, sie doch als sündhaft teuer galten. Woanders einsparen, kennt der moderne Mensch nicht, hat nur den ungezügelten Konsum in Sicht. Bald ist nicht mehr nur reich, wer viel Geld hat, sondern wer sich selbst das Fermentieren hat beigebracht. Vielleicht nimmt die Lebensmittelverschwendung damit ab, wenn es geht mit der Verfügbarkeit bergab. Und vielleicht kann die EU dabei etwas bewirken, wenn sie beginnt, auch dabei authentisch zu wirken. Danke. Danke. Applaus Applaus Applaus Applaus Applaus Ihr wisst, ich werde wieder ein Stichwort abfragen. Bitte macht das jetzt nicht zu einer Challenge für die schwierigsten Wörter. Ich wäre sehr dankbar. Stichwort. Jetzt traut sich keiner mehr. Ich schreibe auch schwierige Wörter. Okay, Stichwort. Wie wäre es mit Authentizität? Nein, das nehmen wir nicht. Ein anderes Stichwort. Bitte? Das ist ein gutes Wort, das nehme ich. Schreibt man das H in wahrhaftig? Ja? Sehr gut. Sie müssen wissen, Sie werden jetzt überrascht sein, aber ich habe einen Doktortitel. Und ich habe ihn nicht gekauft. Und nicht angeheiratet. Aber ich lerne heute auch offensichtlich. Der letzte Auftretende in der Vorrunde hat den unfassbar weiten Weg mit der ÖBB oder der Westbahn von Wien hier nach Linz genommen. Das stimmt. Aber er ist zuerst nach Linz gefahren, umgestiegen und dann nach Wels gefahren. Okay. Ich glaube, für einen Zugumstieg hat noch nie jemand applaudiert, aber Wels ist anders. Bitte, klasse, doch ihn auf die Bühne. Hier ist für euch Simon Thomas. Hallo, ich bin Simon und ich wurde unter falschen Vorwänden hierher bestellt. Man hat mir gesagt, es wäre in Linz. Ja, und ich habe mir überlegt, so Themen-Slam immer schwierig, weil man möchte dann ja doch nicht, dass sich alles nur wiederholt. Was könnte ich machen, woran vielleicht die anderen Leute dann nicht gedacht haben, habe ich mir überlegt und dann, wofür steht die Europäische Union, was fällt mir zur Europäischen Union ein? Sie wird immer gerne kritisiert von populistischer Seite mit sehr banalen und sehr lächerlichen Argumenten und da steht dann die EU für Verschwörungstheorien und deshalb habe ich eine Verschwörungstheorie geschrieben. Und das sage ich deshalb dazu, weil das Ganze gefilmt wird und nicht, dass irgendwann in zehn Jahren Leute dann dieses Video sehen und sich denken, das stimmt, das habe ich auch schon immer so gesehen und dann irgendeine Demo in Wels anführen und behaupten, dass das wahr wäre. Deshalb möchte ich noch einmal ausdrücklich erwähnen, dass ich mir das ausgedacht habe. Haben Sie sich schon einmal gefragt, warum das Gras auf der anderen Seite des Zaunes grüner ist? Natürlich haben Sie das! Menschen fragen sich das schon so oft und so lange, dass es sogar sprichwörtlich geworden ist. Und wahrscheinlich kommen jetzt wieder irgendwelche Diffamierer mit ihren sogenannten Fakten aus ihren Löchern, meine lieben Freunde, und behaupten, dass das gar nicht so wäre. Das dürft ihr euch nicht einreden lassen. Euer subjektives Unrechtsempfinden ist tausendmal faktischer als jede dubiose Realität. Vielleicht fragt ihr euch jetzt, warum ihr noch nie in den großen Medien davon gehört habt. Ich danke für diese Frage, denn damit belegen sie nur die Dringlichkeit, dass wir hier darüber reden. Vielleicht erklärt man ihnen sogar, dass euch das Problem gar nicht betrifft, weil ihr sowieso keine Gärten besitzt. Was nur bedeutet, dass euch diese Person das Recht absprechen möchte, einen Garten zu besitzen. Und wenn sie ihren Garten besäßen, dann würden sie doch wollen, dass das Gras in Ihrem Garten genauso grün wäre, wie das Ihres Nachbarn, wenn nicht gar grüner. Aber cui bono, liebe Freunde. Wer profitiert denn davon? Ich sage es euch, Anwälte, die sich auf Nachbarschaftsstreits spezialisiert haben. Wollen Sie Beweise? Dann ersetzen Sie alle Buchstaben im Wort Nachbarschaftsstreit durch Ihre Ordnungszahl im Alphabet und addieren Sie die Zahlen. Sie erhalten einen Wert von 222. Ja, dafür muss man Nachbarschaftsstreit mit einem überflüssigen, stummen H schreiben, aber niemand schreibt uns vor, wie wir zu schreiben haben, liebe Freunde. über flüssigen, stummen Haar schreiben, aber niemand schreibt uns vor, wie wir zu schreiben haben, liebe Freunde. Wenn wir also nur drei Nachbarschaftsstreits hätten und ich habe alleine zwölf, dann haben wir 666, die Zahl des Antichristen. Zwölf Nachbarschaftsstreits, wie ich sie habe ergeben, also schon vier Antichristen. Ergo, mehr Nachbarschaftsstreits, mehr Antichristen. Und wir alle wissen, dass Antichristen unser Untergang sind und wir sollten sie bekämpfen und nicht beschwören. Warum heißt es denn, Liebe deinen Nächsten? Damit es keinen Nachbarschaftsstreits gibt und folglich keinen Weltuntergang. Wenn also Nachbarschaftsstreits numerologisch betrachtet Antichristen beschwören und Anwälte auftauchen, sobald es Nachbarschaftsstreits gibt, dann liegt auf der Hand, dass es sich bei Anwälten um Antichristen handelt, liebe Freunde. Jetzt fragt ihr euch vielleicht, wie schaffen es diese Anwälte bloß, dass das Gras überall anders grüner ist als bei mir? Das ist ganz einfach. Das haben für viel Geld in Laboren von der Europäischen Union und George Soros Gräser gezüchtet, deren Grüntöne eine spezielle Frequenz haben, wodurch sie aus der Ferne grüner wirken. Natürlich werden jetzt Kritiker sagen, dass es das nicht gibt, aber nur weil es uns an der Schule nicht gelehrt wird, heißt das ja nicht, dass es das nicht gibt. Und diese Kritiker, die mich anzweifeln, die existieren ja auch gar nicht, liebe Freunde. Welche Beweise für deren Existenz haben wir denn? Geburt zu erkunden etwa? Jawohl, Herr, haben Sie die wohl vom Standesamt einer öffentlichen Behörde, einer staatlichen Behörde, eines repräsentativen Systems? Jetzt frage ich euch, warum erstellt das Standesamt diese Urkunden? Weil es vom Staat dafür beauftragt wird. Das lässt sich alles auf der Website des Standesamts nachlesen. Das Standesamt ist nichts weiter als eine Erfüllungsgehilfe der Regierung, die versucht, mich mit der Pseudo-Autorisierung von Fake People zu sabotieren, liebe Freunde. Jetzt höre ich natürlich schon diese Relativierer sprechen, dass wir doch die Regierung bestimmen können. Ich frage, wirklich? Haben Sie diese Regierung gewählt? Hatte Ihre Stimme Einfluss auf die Bildung dieser Regierung? Meine nicht, ich habe etwas ganz anderes gewählt. Und wenn meine Stimme keinen Einfluss hat, dann ist das doch keine Demokratie, in der wir hier leben, liebe Freunde. Dann ist der gesellschaftliche Vertrag, dass ich über meine Wahl Mitsprache genieße und dafür erst in der Regelung nach der obsolet. Eine weitere Auffälligkeit ist doch, dass keine Berufsgruppe in Parlamenten so stark überrepräsentiert ist wie Juristen. Sollen wir das wirklich für einen Zufall halten? Und deshalb müssen wir die demokratische Wahl kapern, liebe Freunde. Wir müssen die Waffe unserer Feinde gegen sie verwenden, indem wir mich zum Präsidenten der Europäischen Union wählen. Ich verspreche nein, nein, ich schwöre, dass ich alles Gras in unserem schönen Land gleich grün mache und grüner als im Ausland. Dankeschön. Applaus Applaus Applaus Applaus Applaus Applaus Applaus Applaus Applaus Applaus Applaus Das Stichwort für... Simon habe ich jetzt selber schon herausgesucht. Es ist Verschwörungstheorie. Ich glaube, es ist ganz passend. Was wir jetzt tun, ist, wir kommen zur Wertung. Und das heißt, Sie alle zücken bitte Ihr Smartphone. Ah, es gibt ein Smartphone. Genau, und dann gehen wir gemeinsam auf menti.com. Ich schreibe es nochmal nach, man kann es wirklich nicht lesen. Ich habe heute eine ganz schlechte Auswahl an Stiften nur bekommen. Okay, menti.com. Und dann werden Sie sofort nach einem Code gefragt. Und dieser zweimal vierstellige Code hier, der steht da. Das ist ein achtstelliger Code. Zweimal vier ist acht. Sie sehen, meine rechten Künste sind besser als meine Rechtschreibkünste. Wenn Sie auf menti.com sind, geben Sie diesen Punkt, geben Sie die 67862613. So wie es hier steht. 67862613. Und dann können Sie schon voten. Und ich sehe, die Ersten voten schon. Und dann können Sie schon voten und ich sehe die ersten voten schon und das können Sie jetzt die ganze Pause lang hindurch machen und dann sehen wir uns nach der Pause wieder um 20.45 Uhr hierher. Genau. Achso, jetzt voten Sie jetzt noch, jetzt sind Sie beschäftigt. Bitte? Bis 20.45 Uhr. Also ihr habt jetzt eine Viertelstunde Zeit, an die Bar zu gehen, Getränke zu holen, eine Zigarette zu rauchen, auf die Toilette zu gehen, zu quatschen, zu schmusen, egal was, sie halt in einer Viertelstunde unterbringen können. Das können sie machen. Alle können voten. Okay, das funktioniert einwandfrei. Sehr gut. Befestigt das Mikrofon und wir sehen uns nach der Pause. Vielen Dank. Danke Flo. Ich hätte auch nie gedacht, dass ich einmal zur Hymne der Europäischen Union, zur Öde, an die Freude auf die Bühne gehe. Zumindest hätte ich mir gedacht, dass das nicht vor dem Erreichen meiner Weltherrschaft passieren wird. Das war ja tatsächlich, als ich zwölf war, mein größter Wunsch. Ja, ich sage das niemandem anderen, aber ein bisschen ist es das immer noch. Ja, ich glaube auch an mich. Aber wählt doch, also ihr könnt mich nicht wählen, weil, ja, ihr werdet euch schon gefragt haben, wer ist der dritte internationale Gast? Also wir haben Österreich, wir haben Italien und wir haben Deutschland. Das bin ich. Ihr werdet es nicht hören, weil ich super gut integriert bin. Und ja, ja, ja. Einige werden die Details rausgehört haben. Ja, ich habe davor in Tirol gewohnt, okay. Aber Tirol ist natürlich kein Ausland. Nein, ich bin Deutsche tatsächlich. Und es wird noch viel mehr von euch jetzt überraschen. Ich bin aus Sachsen. So gut bin ich integriert, bitte. Okay, ich kann nicht mehr mehr. Aber ich kann natürlich auch die traurige Geschichte dahinter erzählen. Also Sie wissen, ich bin geboren vor der Wende. Uh, ja, so alt bin ich. Und nach dem Mauerfall zogen wir nach Bayern und dann irgendwann nach Tirol. Und leider kriegt man halt keine Freunde in Tirol, wenn man Deutsch spricht und vor allem nicht, wenn man sechselt. Genau, das war eine sehr harte, sehr schwierige Zeit für mich. Und dann habe ich, ich habe wirklich ein Jahr versucht, Tiroler Dialekt zu lernen. Und dann war ich endlich integriert und habe es geschafft und hatte Freunde. Und jetzt wäre ich nicht mehr ganz los. Jetzt bin ich schon fünf Jahre in Oberösterreich. Sieben Jahre. Ich habe mich verrechnet. Sieben Jahre in Oberösterreich und immer noch habe ich einen Tiroler Akzent. Soviel zu meiner dramatischen Geschichte, die ihr dann hoffentlich in meiner Weltführerinnen Biografien lesen könnt, die dann irgendwann 2050 oder so erscheint. Bitte vorbestellen vielleicht. Ich werde irgendwas auf Amazon einrichten, weil Amazon wird es sicher noch geben. Genau. Das ist irgendwie trauriger Ende vor der Werbepause, die ich jetzt eigentlich starten wollte. Genau, wir kommen zur Werbepause und bei der Werbepause machen wir immer diese Dinge. Wir sagen die nächsten Veranstaltungen an. Jetzt ist es so, dass die nächste Veranstaltung schon super bald ist. Und ja, es ist wieder eine supermäßige Special-Veranstaltung. Aber sie ist genauso grandios, wenn nicht noch grandioser. Sie ist nämlich am 17. November auch hier im Medienkulturhaus. Und es ist der Mensch vs. Machine Slam. Was ist das klassische, fantastische, unfassbar geile an diesem Slam? Es ist so, dass die Poetinnen, die dort auftreten werden, ihren Text vorher einem Mensch zur Verfügung stellen werden, der eine KI, eine künstliche Intelligenz programmiert hat, der für diese auftretenden Personen Texte schreiben wird. Also diese KI wird Texte schreiben und zwar in diesem Format, so wie es die Poetinnen tun. Das heißt, die KI wird mit den Texten lernen, die die Poetinnen bis dahin geschrieben haben, einen eigenen Text konzipieren und die Poetinnen werden einmal auf der Bühne stehen mit den eigenen Text und einmal mit dem von der KI geschriebenen Text und ihr liebes Publikum müsst dann raten, welcher Text von wem ist. Es ist nicht klar und das hat mich am meisten überrascht. Ich war neulich schon mal bei einer ähnlichen Veranstaltung und ich dachte, okay, das KI, was kann die schon? Oh ja, die kann viel. Aber vielleicht auch für euch, also wenn ihr auch mal auf einer Bühne stehen wollt, aber ihr habt das mit dem Textschreiben nicht so, schreibt eine KI, geht. Also genau, das werde ich auch so in Zukunft machen, also als Poetin und als Moderatorin. Auch heute meine Moderation ist von einer KI geschrieben. Funktioniert, oder? von Prosa bis Lyrik, von traurigen Texten bis super lustigen Texten, von alles mögliche an Emotionen und an Bewegungen und was weiß ich nicht alles. Wir werden das gemeinsam hier erleben, was dann passiert. Wiederum, die erste Starterin wird die gleiche Starterin sein wie in der Vorrunde, um es ihr wiederum sehr leicht zu machen, dass ihr hier auf diese Bühne kommt, machen wir etwas, was ich sonst verabscheue, aber heute, weil wir so viel sind, richtig geil finde. Es ist Applausrakete oder Applausraketchen für die Süßen unter euch. Und wir klatschen uns sozusagen zur Ekstase nach oben. Und wir fangen an mit einer Person, einem Text, der hier auf die Bühne kommt, die von einer beschissenen KI geschrieben ist. Keine Verben verwendet, nur Pronomen und nichts ist klar. Wie klingt denn für euch, wenn man es sieht, von einer Range von 1 bis 10, ein 3-Punkte-Text? Jetzt kommt eine Person auf eine Bühne, da hat der Text schon ein bisschen was Fensiges, ein bisschen was Kekkes. Man möchte ein bisschen flirten mit dem Text, auch der Text flirtet mit dir. Du fühlst dich ein bisschen berührt, bist aber noch nicht ganz überzeugt. Wie klingt seine 6,5 im Applaus? Okay, okay. Jetzt kommt eine Person auf die Bühne, die präsentiert einen Text, der wummert dir in den Ohren. Der schmilzt so richtig hinein, er belegt deine Singe, er gibt dir alles, was du irgendwie schon wolltest und auch das, was du nicht gewusst hast, dass du das wolltest. Aber du findest es echt super klasse, dass das jetzt dann passiert. Er ist ein Text, der dich fasziniert, der dich mitreißt, ob es ein Lachen oder ein Weinen ist. Wirklich ein 8-Punkte-Text. Eine 8,5. Eine 9,2. Achtung, eine 9,5. Und mit eurem 10-Punkt-Applaus, Isabella Scholder. Dankeschön, schönster Applaus-Rakete ever. Dieser Text ist ganz neu und ich habe ihn weniger geschrieben als Slamtext, sondern mehr als persönliche Hilfestellung, weil es gibt zwei Dinge, die ich gar nicht mag, das sind Bewerbungsgespräche und erste Dates, was ziemlich das Selbe ist. Deswegen habe ich mir hier einen kleinen, also quasi vorgeschrieben, was ich sagen werde, wenn ich in einer dieser beiden Situationen bin. Hallo. Hallo, beginn bitte mal mit einem Elevator-Pitch von dir. Einem was? Na, pitch dich selbst, wie ein Produkt, aber halt schnell und fetzig. Okay. Hallo, ich bin Isabella für Freunde Isa oder nennen mich einfach People Pleaser, denn ich liebe es, gemocht zu werden. Ich bin so richtig gern beliebt. Alles, wovon ich zehre, ist das Lob, das man mir gibt. Mein Lebenssinn ist es, zu funktionieren und natürlich zu gefallen. Und was sind so deine Stärken? Ich bin aufopfernd, selbstlos und vor allem komplett pflegeleicht. Du musst dich gar nicht um mich kümmern, nie fragen, wie es mir geht. Glaub mir, es ist immer alles okay. Ich habe keine Bedürfnisse oder kann sie nicht formulieren. Und so habe ich über die Jahre aufgehört, meine Bedürfnisse zu spüren. Darum lebe ich jetzt für das Glück aller anderen. Ich stärke oder streichle dir den Rücken. Ich höre gerne deinen Monologen zu, bin stets deiner Meinung und zeige dir immer, was du hören willst. Schreibst du mir ein Skript, ich würde es auswendig zitieren. Schreibst du mir eine Job-Description, würde ich in jedem Punkt brillieren. Ich bin immer da, wenn man mich fragt, mache immer das, was man mir sagt. Bin immer die, die gerade gefragt ist, dich unterhält. Wenn du gerade fadest, wäre ich ein Wort, ich wäre die Harmonie, wäre ich ein Ding, wäre ich eine Schwarz-Weiß-Kopie. Okay. Und was würdest du sagen, ist dein USP? Mein was? Dein unique selling point. Warum bist du besser als alle anderen? Ach, das ist leicht. Ich kann nicht Nein sagen. Heißt, ich mache wirklich, wirklich alles für dich. Jeder letzte Dreck, für den du dir zu schade bist, ist wirklich kein Problem für mich. Ganz im Gegenteil, ich mache das gern. Macht gar nichts. Und mir macht sowas Spaß. Nein, nein, das ist mir nicht so viel. Alles gut. Ich habe Zeit. Ich habe heute eh noch nichts vorgehabt. Also ja, das sage ich einfach ab. Es ist wirklich nicht so wichtig. Es ist wirklich egal. Ich sage das nicht nur so. Es ist mir wirklich einfach wurscht. Ich habe absolut keine Persönlichkeit. Ich habe mir das jahrelang abtrainiert, um es allen recht zu machen, um nicht kompliziert zu sein, damit niemand über mich sagt, ja, Isabella, das ist ein bisschen schwierig. Ich will nicht schwierig sein, geschweige denn schwer. Ich will leicht sein wie eine Feder, zierlich süß und klein, ein Hauch von nichts will ich für dich sein. Unscheinbar und filigran, deine kleine Puppe aus zartem Porzellan. Okay, und was sind deine Schwächen? Naja, ich sage mal so, für dich bin ich die, die wirklich alles für dich tut. Für mich bin ich nur eins und zwar nie gut genug. Wenn ich etwas falsch mache, du nicht zufrieden mit mir bist oder worst case scenario, du mich nicht mal magst, dann schwöre ich dir, dass ich mindestens zwei Schlaf- oder Nächte damit verbringe, mich zu fragen, wieso? Denn man muss mich doch mögen. Ich tue doch eh alles für dich. Ich stärke und streichle dir den Rücken, höre gerne deinen Monologen zu, bin stets deiner Meinung und bleibe auch immer freundlich, wenn du dich mir gegenüber vollkommen unangebracht, scheiße und daneben benimmst. Entschuldigung, das war jetzt ein bisschen laut. Ein bisschen zu schrill, zu hysterisch, das ist mir jetzt ein bisschen unangenehm, weil ich will euch ja auch gefallen. Ich will niemanden von euch nerven, will nicht lästig sein mit meinen Texten. Ich will, dass ihr mich mögt, dass ihr mich toll findet, dass ihr Spaß habt, dass ich euch berühre und dass ihr nach Hause weg noch immer von mir sprecht und dass ihr am Nachhauseweg noch immer von mir sprecht. Und dass ihr mir noch am selben Abend auf Instagram folgt. Nur um festzustellen, dass ich in Wirklichkeit überhaupt nichts zu sagen habe. Ich liebe es, gemocht zu werden, doch wie soll alle Welt mich lieben, wenn ich mich selber nicht mal mag? Wie soll ich für alle von Bedeutung sein, wenn ich völlig farblos bin, makellos, doch eintönig, hilfsbereit, doch unnötig? Manchmal hasse ich es, gemocht zu werden, hasse meinen Drang nach Perfektion, meinen Wunsch, mich einzufügen, dazuzupassen, zu sein wie alle anderen und allen anderen zu gefallen. Hasse es beim Versuch, nicht umständlich zu sein, ständig selbst zurückzustecken. Manchmal wäre ich gern so richtig kompliziert. Ich würde gern mal ein Gericht bestellen, das nicht auf der Speisekarte steht. Oder nein sagen, wenn der Kellner fragt, ob es mir geschmeckt hat. Ich würde gern sagen, dass ich auf Salzallergisch bin, nur damit man immer extra für mich kochen muss. Ich würde gern die Chefin kommen lassen und herumschreien, weil die Suppe schlecht gewürzt ist. Oder nein, weil sie gesalzt wurde und Salz vertrage ich nicht. Ich würde gern mal einen Text schreiben, den niemand versteht. Ein Outfit tragen, das niemandem gefällt. In eine Stadt ziehen, in der niemand leben will. Ein Foto posten, das keine Likes bekommt. Einen Schwiegersohn heimbringen, den niemand versteht, ein Outfit tragen, das niemandem gefällt, in eine Stadt ziehen, in der niemand leben will, ein Foto posten, das keine Likes bekommt, einen Schwiegersohn heimbringen, den niemand ausstehen kann, meine Wohnung so einrichten, dass sich niemand wohlfühlt und eine Speise auftischen, die niemandem schmeckt. Ich würde gerne Grenzen setzen, nicht abheben und nicht zurückschreiben können. Ich würde gerne Nein sagen, wenn mich wer um einen Gefallen bittet und gerne Mehr sagen, wenn man mir zu wenig Geld bietet. Ich würde gerne aufhören, mich für alles zu entschuldigen, zu glauben, dass alles meine Schuld ist, um mich für alles und jeden verantwortlich zu fühlen. Manchmal wäre ich lieber Elefant statt Porzellanfigur, laut und groß, auffällig und lästig. Ich wäre gern umständlich, ich würde gern weniger zurückstreiten, ich würde gern mehr streiten. Ich würde gern böse dreinschauen können, ich wäre gern öfter wütend oder würde es gern öfter zeigen können. Ich wünschte, ich würde mich trauen zu schreien, zu brüllen und um mich zu schlagen, würde gern weniger oft lächeln. Ich würde dir gern öfter wütend oder würde es gern öfter zeigen können. Ich wünschte, ich würde mich trauen zu schreien, zu brüllen und um mich zu schlagen. Ich würde gern weniger oft lächeln. Ich würde dir gern öfter ins Gesicht sagen, dass dein Witz gerade echt nicht lustig war. Ich würde gern öfter Nein sagen und außerdem Ja, das macht was. Nein, ich habe keine Zeit dafür. Ja, es ist ein Problem. Nein, es macht mir keinen Spaß. Ja, es ist deine Schuld. Und nein, es ist nicht alles gut. Okay. Danke fürs Gespräch. Ich werde mich in den nächsten drei Tagen bei dir melden. Ich glaube, mit der wird das nichts. Die ist ein bisschen schwierig. Okay, danke, dass du dir die Zeit genommen hast, mich kennenzulernen. Wenn du noch Fragen hast, dann schreib mir einfach jederzeit, egal wann, auch um Mitternacht, per E-Mail unter scholder.isa oder auf Insta unter people.plisa. Dankeschön. Isabella Scholder. So, ihr wisst, was kommt. Wir wollen ein Stichwort oder zwei oder drei. People, please. Okay. Das weiß ich. Das darf ich nicht so sagen. Okay. Ich schreibe jetzt kleiner, damit Sie die hinteren Reihen nicht mehr lesen können. Und natürlich, weil der Platz auf dem Papier so wenig wird. Der nächste Starter, unser internationaler Gast aus Südtirol, Italien, jetzt in Wien verzogen und verzerrt. Das wird immer noch schräger, wie ich die Leute hier ankündige. Bitte nochmal Applaus für Felix Mayer. Vielen Dank, es freut mich, dass ich nochmal auf die Bühne verzerrt werde. Gezerrt. Ich habe einen Text mit, der zur Jahreszeit passt. Es ist ein Herbstgedicht. Es gibt so viele Klischees über Herbstgedichte. Aber ich hoffe, man kann zu der Jahreszeit, wo es draußen kühl wird und die Blätter zu fallen beginnen, sich zumindest jetzt für fünf Minuten in meine Stimme legen wie in eine warme Badewanne. Zeitaltern. Herbst. Der Hertern. Herbst. Der Herbst. Des Herbstes. Die Herbsttrennung. Herbst. Jahreszeit zwischen Sommer und Winter. Die erste herbe Jahreszeit. Etymologisch von herbe, erste Verschmelzung der Wörter zu Herbst. Berühmte Persönlichkeiten, die im Herbst geboren wurden, siehe Herbert. Herbst. Das Flattern deiner tattrigen greisen Blätter ist tausendmal schöner als der Klang von Wörterbuchseiten. Die rascheln nur, sind staubig und trocken. Du, du wirbelst wüst wie ein Pubertierender, rauschst und rauchst aus Schloten, den Menschen wird kälter dein erster Lungenzug. Ich höre dich friemeln, krümeln mit gedörrten Blättern, die über Kieswege kratzen, höre dich bockend mit knorriger Borke knarren. Herbst. Du bist verspielt und ungestüm. Du leuchtest gülden und rot. Aber auch du wirst alt und farbenblind werden. Dein Anzug ist erdbraun. Alles reift, bis dann alles bleicht. Zahnlos, blattlos, ohne Saft, Kraft, nur der Schaft. Du bist der Wandel. Bist du Schönheit und Verfall oder gerade Schönheit im Verfall? Bist der Lebensherbst, Lebensabend am Herbstabend. Du bist die sterbende Großmutter, die immer Freundlichkeit, Grazie und Süßigkeiten hatte und deren aus dem Bett geröchelten freundlichen Worte mich jetzt zum Weinen bringen. Herbst, du gibst uns die letzten Früchte, dein Erbe für den Winter. Und wir, wir lagern, warten, horten, bereiten uns vor. Nun haben wir Genossen genommen, du verrostende, rankend, dornig und dürr, deine Mode ist moder und mager dein Mal. Rost, rostende Ranken, dornig und dürr deine Mode ist, moder und mager dein Mal. Herr Herbst, du kriegst Blasenschwäche, wirst feucht, nass und kalt, nun sieht man im Blätterregen auch Tropfen im Wald. Dein Leben wird Nebel, wo wir uns bewegen, deine Sehendampfen aus, werden glatt, still und schlicht, dein Körper veraltet, erkaltet nun schneller. Herbst, Herbst, kannst du mich noch hören oder bist du schon taub? Bald schluckt der Schnee dein gefallenes Laub. Oder willst du nichts hören, schottest du dich ab, denn du bist auch die Zeit des Verkriechens. Man will sich verstecken, ob in Erdhöhlen decken oder einsamen Köpfen, Oder willst du nichts hören, schottest du dich ab, denn du bist auch die Zeit des Verkriechens. Man will sich verstecken, ob in Erdhöhlen decken oder einsamen Köpfen. Man sucht das Traute, will willkommen warmes Wohl befinden und zieht sich immer mehr zurück. Herbst. Wer jetzt kein Haus hat, baut sich keines mehr. Wer jetzt allein ist, wird es lange bleiben. Du tust mir leid in deiner Melancholie. Und dennoch wirst du in Würde gehen, hast zum Schluss dein Ende herbeigesehnt und alle Lasten fallen erleichternd ab. Ausklingen. Aufschnaufen. Ausschnaufen. Dankeschön. Felix Meyer, ein Stichwort. Okay, ja. Das lag schon ziemlich auf der Hand. Ohne Umschweife weiter zur dritten Starterin in dieser zweiten Runde. Bitte klatscht sie nochmal mit all eurer Liebe auf die Bühne. Hier ist Liro! Hallo, ich kann euch, also ich muss euch eigentlich fast zu meinem Text drei Dinge sagen. Erstens, ich habe denn vor ungefähr, also es war im Oktober letzten Jahres, wenn es erstmal auf dieser Bühnene gebracht und das ist ein Outing-Text. Und deswegen ist es so ein kleines Jubiläum. Den zweiten Punkt habe ich vergessen. Der dritte Punkt ist erst auf Englisch und man merkt, ich habe einen sehr deutsch-österreichischen Akzent. Ihr dürft es doch überlochen. Go for a gender walk. Take a cup of coffee with me and walk. Walk as long as your brain keeps questioning your existence and away half the environment in which you live and doesn't know that this existence exists. And they would never guess that you are a part of it. You want to go on a gender walk with me? There's a little lady over there. A little lady in a purple dress. This lady feels confident and beautiful when her grandma says that There's a little lady over there. A little lady in a purple dress. This lady feels confident and beautiful when her grandma says that she's a little lady. She smiles while climbing on trees, playing with dolls, and goes to the girls in PE when the teacher says the game is girls against boys. But there comes a time where she wants to forget what she felt, because it makes things harder to change, change herself. Step one. The girl grows up. She still likes dresses and pink nail polishes, not women that she wishes to be someone else, have someone else's identity for herself. She is happy being the girl in the dress. But some years later, she sits in a chair, in which she always sits when you start questioning anything again. The girl turns 16 in between. She just cut it to her with short hair to explore a bit of different hairstyles at first, but now she sits here in the chair. And looking back, she never felt this beautiful and confident with long hair before. Is it because she thinks women of short hair look gorgeous? Or is it because of something else? She will not find an answer today, but today is a day where thoughts begin to run, begin to run, begin to run, real fast step two. It's 5 a.m. in the morning. We're scrolling through shops on the internet, asking ourselves if we should buy the binder if we regret the purchase. Asking ourselves if we would be happy wearing this thing. In which breathing is harder to know from the YouTubers we watched all night long, they already had some surgeries. The second puberty, and if not the binder on the chest. And now we ask ourselves if we want that too. Because maybe yes, we want a binder on our chest, but not surgery on the bottom surgery on the bottom tabby or any less what we're trying to explain to ourselves. We click on bind now. Go on a gender walk with me. Let's question our existence and identity. We walk ten miles in three days because our head is full of thoughts. We better want to forget but can't. Go on a gender walk with me. We put fire on a cigarette, hoping the cigarette could give us the answer and key to who and what we are, go on a gender walk with me. Step three, we're wearing the binder now, which we bought. It flattens our chest. One look in the mirror, a smile covers our face. We're looking back on a little girl in the garden in a dress. Once again, we ask ourselves how we can both be happy with our dress and now loving so much a flat chest the binder creates. We came to no conclusion. But we still look in the mirror with a smile on the face, getting excited if someone mentions our flat chests up far. We're sitting in the same chair again, in which we sat at the beginning. This time, with earphones on, listening to our favourite question songs, which we put in a playlist. We remember last night, in which we were at a birthday party of a friend that the other friend saw that was fun to joke around with a stranger on the internet that the girl of them is transgender. One blessed the world, one boy blessed the wise. We sat next to them and felt uncomfortable. Uncomfortable because we don't know how they will react if we tell them that we are questioning our identity again. Questioning our gender identity and our name. We feel unsafe in this place. And because we are drunk, we are nearby sitting in the corner and crying. A glass of wine in one hand and a cigarette in the other. Are we one of the favorite jokes yet? Go on a gender walk with me. The thoughts, the final miles you walk, go on a gender walk with me, feel insecure with me because we don't fit in anything we're trying to be all day long. Something like this. We're trying and trying and trying but in reality we want to break free of this system. Where did we walk? Did we take the road? Or did we gaslight ourselves to a point we were trying to regret all the things we put in this text? Go on a gender walk with me. And let me ask you, if this walking feels necessary to you, and we both know that all of these people around us trying to tell us what we are probably don't exist, and we just made it up. Made it up. It's our own fantasy. If you both are on a gender walk, let me take some time to tell you. First, this walk is necessary. Because our identity is something only you can explain and create and no one else should be riding your way with their own pen because that just doesn't make any sense. As long as it's not the same paper they're writing on. Second, clothes have no gender. We can be anything we want to be, feel confident in anything we want to wear. When we are a girl, not liking some dresses, that's fine. Or when we are a boy, loving these dresses, that's fine. When we are non-binary in a feminine body, loving these heels, that's fine. When we are non-binary in a masculine body, hating these heels, that's fine. When we are non-binary in a feminine body, loving the heels, that's fine. When we are non-binary in a masculine body, hating the heels, that's fine. Glows don't define, don't define what we are. And the only way to probably be. So, in case you didn't know, I'm talking about me. And in case I've never talked to you about this before, this is the way to telling you what I wanna be. I wanna be, I wanna be, I to be, I wish I could tell, I want to be both and everything. I honestly don't still feel truly free to be all of this, but it gets gender identity. It's just the same as my sexuality, and it's fluid. I'm fluid. This is my story. And after a pen and a hand, let me tell you that this is all me. And I'm finally frei. Danke. Texte können in allen Sprachen dieser Welt vorgetragen werden. So wie jede Person das gerne möchte. Ein Stichwort. Gender, okay. Ich wäre mir sicher, es kommt sicher Identität hier und ich habe es extra noch gegoogelt, wie man schreibt. Aber Gender weiß ich auch. Die nächste Aufentretende hat euch in der Vorrunde schon begeistert. Bitte applaudiert sie nochmal auf die Bühne. Hier ist für euch Christine Teichmann. Dankeschön. Diesmal darf ich Sie zum Check-in-Schalter entführen. Ihr Flugticket, bitte. Wo soll es denn hingehen? Ein Kurzstreckenflug soll es ja nicht mehr sein, also gleich weiter weg, damit es sich auszahlt. Muss ich bitte Ihren Reisepass auch schauen? Aha, Österreicher. Von was wollten Sie Urlaub machen? Jetzt muss ich leider sagen, Ihr Flug wurde gecancelt. Ja, der Personalmangel. Also außer mir will überhaupt niemand mehr am Flughafen arbeiten oder überhaupt arbeiten. Also ich weiß nicht, warum unplanbare Arbeitszeiten, schlechte Bezahlung und die Chance, persönlich auf Menschen zu treffen, die einen nicht nur anstecken, sondern auch persönlich attackieren können, niemanden mehr reizt. Wir haben ja zeitlang noch auf die Ukraine-Flüchtlinge gehofft, aber die kehren lieber ins Kriegsgebiet zurück, als im unfreundlichsten Land der Welt in Sicherheit zu sein und für unsere Sicherheit zu sorgen. Jetzt könnte ich Ihnen alternativ anbieten, einen Flug über Budapest und Istanbul. Da hätten Sie gleich den direkten Vergleich, wo man mit dem Demokratieabbau schon weitergekommen ist. Achso, aber Entschuldigung, Ihr Endziel ist ja ein ganz anderes Doha. Da verblasst alles andere natürlich. Ja, wo beim Stadienbau für die Fußball-WM diese tausenden Bauarbeiter. Haben Sie gewusst, dass die Deutschen aus Protest ihre Fanbase in Dubai aufschlagen? Ja, die fliegen einfach dann jeden Tag hin und her. Das beweist Ihnen in Katar so richtig, dass einem nicht nur die Menschenrechte, sondern auch die eigene CO2-Bilanz so richtig wurscht sind. Also, aber das kommt für Sie nicht in Frage. Obwohl als ÖVP-Wähler müssten Sie sich dort gar nicht zwischen Psychopharmaka und Alkohol entscheiden. Ist beides verboten. Ich meine, als Frau würde ich aufpassen. Also wenn Sie jetzt vergewaltigt werden, entgehen Sie einer Haftstrafe wegen außerehelichen Beischlafs, nur wenn Ihr Vergewaltiger Sie heiratet. Mögen interessanterweise nicht alle. Also, aber das betrifft sie nicht. Ja, dann könnten sie sich doch so ein Kanister Öl oder ein Flascherl Gas als Souvenir mitnehmen. So für den Winter. Entschuldigung, sie leben schon CO2-neutral. Den Flug haben sie auch kompensiert. Was haben sie denn gezahlt? 12,40 Euro. Da sind sie ja gerade mal mit dem Auto bis zum Flughafen gekommen, oder? Auf der Homepage der Fluggesellschaft ist das anders berechnet worden. Wissen Sie, es gibt eine ganz einfache Berechnungsformel für Kompensationen und Sanktionen jedweder Ort. Es zählt erst, wenn es weh tut. Und zwar allen. Also die haben einfach nicht berücksichtigt, dass der Schadstoffausstoß auf Flughöhe die fünffache Wirkung auf den Treibhauseffekt hat. Wie sollen sie denn das auch wissen? Wenn man auch nicht weiß, dass die ganzen Kriege über fossile Energie angetrieben und finanziert werden, dann fragt man sich auch nicht weiß, dass die ganzen Kriege über fossile Energie angetrieben und finanziert werden, dann fragt man sich auch nicht, wo das immer noch steuerfreie Kerosin herkommt. Oder dass so ein Mittelstreckenflug der Erde ja ökologische Watschen abhaut, wie es einem Menschen eigentlich nur einmal im Jahr für alles zusteht. Also Wohnen, Essen, Heizen, Transport, Atmen ist natürlich unter der irrigen Annahme, dass uns nur ein Planet zur Verfügung steht. Aber wir tun ja was dagegen, oder? Haben Sie auch schon den Affen im Amazonas ein Fußballfeld-Urwald gekauft? genug bloß physiker gibt von denen man den fußabdruck quasi ähnelt können wir in den g20 der mutter erde juridik nagel ins gesicht steigen also entschuldigung jetzt haben wir uns verplaudert er flog es gerade durch gesagt waren sie sind sogar namentlich aufgerufen worden schon peinlich gewann das verspätet einsteigt und alle Augen sind auf einen gerichtet und jeder weiß, wie man heißt und wo das Auto steht. Werden wir uns daran gewöhnen müssen, dass man mit dem Finger auf uns zeigt und jeder weiß, wer an der Misere schuld ist. Schöne WM dann. Olé, olé, olé, olé. Christine Teichmann, so, liebes Publikum, liebes Welt, vielleicht mal ein Stichwort aus den hinteren Reihen. So die letzte Reihe zum Beispiel. Schreite mal nach vorne. Ihr seid offensichtlich sehr heiß. Probieren wir es nochmal. Flughafen, Sehr gut. Sehr schön. Und dann kommen wir schon zur vorletzten Starterin in dieser zweiten Runde. Sie hat euch mit Wahrhaftigkeit in der Vorrunde begeistert. Bitte klasst sie nochmal auf die Bühne. Hier ist für euch Emily. Gedanken mehr. Es gibt ja diese Songs, die, die ich immer gehört habe, in Endlosschleife. Nicht, weil sie so schön waren, sondern weil sie mir helfen sollten, das für mich zu behalten, was in diesen Wänden vorging. Wenn mein Gedankenmeer mit mir durchging. Für mich waren diese Momente zu normal, als dass ich mir deswegen hätte Sorgen gemacht. Ich habe es alles runtergemacht, dass es ja nicht so oft vorkomme, dass es mir gut ging. Wie oft habe ich mir eingeredet, dass es mir gut ging? Bei einer psychosomatischen Erkrankung wäre das die richtige Behandlung. Dem Körper beizubringen, dass es ihm gut geht, damit es ihm irgendwann wieder gut geht. Aber nicht, wenn du depressiv bist, außer dir vor Verzweiflung bist. Und meine Musik, sie hat meine Tränen gedämpft. Und doch wollte ich genau das nicht, allein sein mit mir selbst. Denn davor hatte ich am meisten Angst, davor mich selbst zu verurteilen. Ich lade dich ein in meine Welt, was passiert, wenn du dir zu viele Gedanken machst, wenn dein Atem nur noch stoßweise geht, weil alle Emotionen dich auf einmal einholen. Empathie, Traurigkeit, Wut und Verzweiflung, wenn sie dich zu Boden reißen, dir Kratzer und Schläge verpassen, du nicht weißt, wie du gegen sie ankämpfen kannst, weil du damit selbst wehtun müsstest. Weil deine Emotionen ein Teil von dir sind, sie dich irgendwie ausmachen und doch nicht immer glücklich machen, weil du nicht mit ihnen umgehen kannst und weil sie dich immer einholen. Es fühlt sich an wie Epilepsie, wie kompletter Kontrollverlust, wie ein Ausnahmezustand. In dem Moment würdest du alles machen, könntest dir alles antun. Und dann, wenn dieser Zustand wieder vorbei ist, dann stehst du mit wackeligen Beinen auf und machst weiter. Du drehst die Musik leiser, trägst etwas Wimperntusche auf und machst weiter. Bis zum nächsten Mal. Und nächstes Mal kommt nicht heute, nicht morgen, nicht übermorgen, weil du es nicht weißt. Weil es meistens passiert, wenn du es am wenigsten erwartest. Deine Vergangenheit ist Mitschuld. Sie ist Schuld, warum du in der Gegenwart zu schwer klärt kommst. Warum du so oft Tränen weinst, die eigentlich längst versiegt hätten sein müssen. Aber sag das meinem Gedanken mehr. Dem mehr an Emotionen, die sich nicht kontrollieren lassen. Sag das der Traurigkeit um meinem gebrochenen Herzen. Geredet habe ich viel darüber oder viel mehr geschrieben darüber. Meine Freunde wussten davon, aber was konnten sie schon machen, wenn sie doch nicht verstehen konnten, was damals in mir vorging. Und als ich älter wurde irgendwann, wurden auch die Gefühle älter. Dann haben mich andere Themen beschäftigt. Zum Beispiel das Gefühl, mich in eine Frau zu verlieben. Davor hatte ich keine Angst. Vielmehr hatte ich Angst, leben zu müssen, ohne jemals wieder Liebe für einen Menschen zu verspüren. Es war nur einen Abend schlimm, aber da war ich alleine. Traurig, wie verboten sich das alles damals anfühlte, während wir uns zum ersten Mal küssten. Meine Mama war hysterisch damals, heute weiß ich, dass sie bloß Angst hatte. Angst davor, was die Gesellschaft mit mir erwachen würde. Aber was kümmern mich die anderen, wenn es doch um mein Leben ging? Was konnten mir andere antun, was ich mir selbst nicht bereits angetan hatte? Die Angst lähmte mich nicht. Sie trieb mich an, für die Liebe zu kämpfen, stur zu bleiben, lebendig zu bleiben. Und das machte mich glücklicher als je zuvor. Denn wenn ich etwas wirklich wollte, würde ich alles dafür tun, um es zu bekommen. Was ich damals geschrieben habe, ähnelte einer Philosophie, während ich heute schreibe über Psychologie. Immer noch meine Worte, aber eben anders. Mein jüngeres Ich war so entschlossen und gleichzeitig unentschlossen. Es war in dem einen Moment geduldig und plötzlich wieder ungeduldig. Es hat gelacht, nur selten jemanden ausgelacht. Es sich erlaubt zu sinken, in einem Buch zu versinken. Und dieses Ich war bescheiden, wo sich die Geister scheiden. Es war verliebt, hatte sich schnell entliebt. Es war manchmal sensibel und manchmal unsensibel, versuchte zu sein perfekt. War doch wunderschön unperfekt. Mein älteres Ich versucht etwas zu sagen, nicht zu denken an Versagen. Ist erfahren und doch unerfahren, wünscht sich zu siegen, will niemanden besiegen. Ist immer noch emotional, wenn es wichtig ist, mal unemotional. Und dieses Ich ist treu, wollte nicht sein, sich selbst untreu, ist kreativ, nicht unkreativ, ist dabei zu blühen, innerlich aufzublühen, ist um so vieles stärker, dank ihrem Bestärker. Und dann schrieb ich eine Notiz an mich selbst. Sei selbstbewusst, ohne eingebildet zu werden. Sei mutig, ohne dich in Gefahr zu begeben. Sei treu, ohne dich selbst zu betrügen. Sei glücklich, ohne falsch zu lachen. Sei hilfsbereit, ohne dich ausnutzen zu lassen. Sei authentisch, ohne perfekt sein zu wollen. Sei du selbst, ohne anderen gefallen zu wollen. Sei ehrgeizig, ohne zu viel von dir zu verlangen. Sei zurückhaltend, ohne dich zu verstecken. Sei objektiv, ohne deine Meinung zu untergraben. Danke. Emily, bitte ein Stichwort. Bitte? Ich? Okay. Bitte? Ich? Okay. Das schaffe ich. Genau, das möchte ich gerade noch erwähnen, denn das hier ist eigentlich üblicher schon mal auf eine Bühne gehen wolltet und irgendwas erzählen wolltet, gerne, kommt vorbei. Unsere Termine stehen auf postkriptum.at, aber wir haben einen zweiten Verein in Oberösterreich, der tätig ist, das sind die Wortwerke, die Internetseite findet ihr nicht, aus irgendeinem schwierigen Grund, den wir nicht genau feststellen können, aber sie haben einen Instagram-Account, da findet ihr auch die Termine. Das heißt, kommt auf die Bühnen, tragt euren Shit vor und alle müssen zuhören. Schön. Und ich finde, das waren die besten Worte von den letzten Auftretenden. Nein, das klingt wie ein Diss, aber es ist nur Liebe. Bitte begrüßt, Simon Thomas. Vielen Dank. wild und verstörend gewesen sein könnte, habe ich mir gedacht, ich möchte dem mit dem zweiten Text gegensteuern und einfach versuchen, euch mit diesem Text zu berühren. Jetzt habe ich gelernt, man berührt nicht einfach so Menschen. Deshalb möchte ich gerne fragen, für wen ist es okay, wenn ich versuche, euch mit dem Text zu berühren? Okay, cool. Ich weiß nicht, ob ich alle schaffe. Rest bitte sonst nach dem Slam kommen. Kommen wir zum Text. Den habe ich geschrieben, weil ich die Aufgabe hatte, einen Text zu schreiben zu dem Song, der bei meiner Geburt Nummer 1 in den Charts war. Und das ist rausgekommen. Ich finde, er hat die besten Worte, um einen Slam zu beenden. Lass uns über Sex reden, Baby. Lass uns über dich und mich reden. Lass uns über all die guten Dinge reden und die schlechten, die vielleicht sind. Lass uns über Sex reden. Wir beide sind wie Salz und Pfeffer, etwas gewöhnlich, vielleicht nicht spektakulär, das was man erwartet, wenn man ein romantisches Restaurant betritt und einen Blick auf die Tische wirft. Verschieden vielleicht, doch zusammen so viel größer, Gegensätze ziehen sich aus. Eine unschlagbare Kombination, etwas klassisch vielleicht, aber das hat ja seinen Grund, nicht wahr? Salz fällt nur in Fehldosierungen auf. Niemand sagt, hmm, dies Gedicht mundet gar vorzüglich, ist dies etwa gesalzen? Ja, Udo raffiniert genialer Gewürz-Uru, also Salz, das merke ich mir. mit genialer Gewürz-Uru, also Salz. Das merke ich mir. Wir sind nichts, womit geworben wird, doch niemand will uns missen müssen, das Fundament der Mahlzeit, nicht was die Würze gibt, aber deswegen muss man das doch nicht totschweigen. Ist einfach nur völlig normal. Drum lass uns über Sex reden, Baby. Lass uns über dich und mich und die anderen reden. Lass uns über all die guten Dinge reden. Lass uns über dich und mich und die anderen reden. Lass uns über all die guten Dinge reden. Lass uns über Sex reden. Wir beide sind nun mal wie Salz und Pfeffer. Selten ohne einander, doch auch ungern nur zu zweit. Dafür ist unsere Neugier und unser Appetit zu groß. Wir kombinieren uns gern zu bislang ungeahnten Aromaten. Man hat nur dann richtig gelebt, wenn man Gewürze aus allen Teilen der Erde auf dem Teller gehabt hat, sagen wir immer. Darum freuen wir uns über die Gesellschaft von Kümmel, Zitronengras, Basilikum, Muskat, Zimt, vielleicht auch mal alle zusammen. Darum lass uns über Sex reden, Baby. Lass uns über die Menschen reden, lass uns über all die guten Dinge reden und die schlechten, die vielleicht auch da sind. Lass uns über Sex reden. Er ist wie Koriander, echt nicht jeder Mensch, das Geschmack spaltet die Meinungen, aber wenn er dir nicht schmeckt, iss ihn einfach nicht. Aber versuch nicht ihn zu verbieten, denn andere können ihn genießen, ohne dir weh zu tun. Aber versuch nicht ihn zu verbieten, denn andere können ihn genießen, ohne dir weh zu tun. Sie sind einfach sie, wollen weder Salz noch Pfeffer sein, ordnen sich nur einander zu und nicht in Gewürzregale ein. Es ist wie Estragon. Ich kann es nicht beschreiben. Es ist halt Estragon. Und ich weiß, an der Stelle sollte jetzt ein Witz darüber kommen, dass irgendjemand wie Vanille ist, wegen Bienen Vanille und so, aber ich wollte nicht fälschlicherweise andeuten, dass ich Vanille für ein existenzwürdiges Gewürz halte. Sie mag Rosmarin, er mag Majoran, sie mag Kardamom, er mag Thymian, sie mag Pfefferminze, er mag Dill und Anis, sie mag Kerbel, es mag Kakao-Nips, die Message dahinter. Unversteckt, jeder isst gerne, mag es, wenn es schmeckt und fände nur eines schad, ein gewürzloses Leben, denn das wäre Fahrt. Wir alle sind Salz, Pfeffer, Kümmel, was auch immer auf der Suche nach dem Geschmack, der uns immer wieder glücklich machen wird können und nicht unser Geschmack bringt uns in Teufelskü auf der Suche nach dem Geschmack, der uns immer wieder glücklich machen wird können. Und nicht unser Geschmack bringt uns in Teufelsküche, sondern wir mit dem Geschmack anderer umgehen. Darum lasst es zu, dass über Sex geredet wird, immerhin wäre niemand von uns ohne ihn hier. Er ist etwas so banal Essentielles für das Dasein, dass man darüber reden dürfen muss. Wer nicht über Sex reden kann, ist nicht reif genug, um welchen zu haben. Aber wer vor wildfremden Leuten ausschließlich über Sex redet, ist definitiv auch nicht normal. Steht da. Ich würde gerne mit der Paraphrase eines Bibelzitats enden, denn als Gott zu Adam und Eva sagte, ziehet los und vermehret euch, war das auch nur eine sehr gestellte Art, um zu sagen, fickt euch. In diesem Sinne wünsche ich euch noch einen schönen Abend. Servus und fickt euch. Mit gegenseitigem Einverständnis, aber fickt euch. Applaus So, das letzte Stichwort. Lass uns über Sex reden, Baby. Okay, wir gehen wieder auf, ich vote da schon, das will ich überhaupt nicht. Oh Gott, wie komme ich da wieder weg? Genau. Genau. Wir gehen erneut auf menti.com und geben dann diesen Code ein, der da wäre. 6 7 8 6 2 6 1 3 Ich sehe, alle voten schon. Es wird schon gehen. Die ersten Wertungen sind schon da. Sehr gut. Aha. Es ist eindeutig, welche Themen euch interessieren. Genau, ich werde jetzt euch fragen, woher ich das weiß, aber dahinter steht mein Computer, der zeigt mir live die Auswertungen an. Ich nehme jetzt an, dass niemand mehr diesen Code braucht, weil alle eh super brav voten. Okay. Ich lasse euch einfach mal und schaue mir derweil alles hier ein bisschen so an, hole mein Bier, das leider schon fast wieder leer ist und mache ein bisschen Platz auf der Bühne. Ich komme ein bisschen so meinen hausfraulichen Tätigkeiten hier auch nach. ein bisschen so meinen hausfraulichen Tätigkeiten hier auch nach. So, wie geht es euch mit den Voten? Voten haben die meisten schon. Ja, wer noch nicht fertig ist, gibt mir mal ein Oh. Oh Gott, das klingt wirklich verzweifelt. Dieser Person geben wir jetzt wirklich noch diese Minute oder diese wenigen Sekunden. Aha, super, muss ich wieder super viel rechnen. Aha, okay, okay, okay, warte, es wird schwierig. Okay. Aha, okay. Aha, tatsächlich. Wow, okay, wow. Entschuldigung. Ich habe es selber auch gerade gehört. Oh Gott, wie dumm klinge ich. Ja, ich glaube, ich schließe jetzt das Voting, weil es hat sich jetzt nichts mehr geändert. dann schalte ich gleich weiter jetzt, wenn ihr auf euer Handy schaut seht ihr die Möglichkeit achso, nein, es ist noch geschlossen, oder? na, es geht schon genau, ihr könnt den Poetinnen und Poeten Nachrichten hinterlassen also wenn ihr gerne noch irgendwas jemandem sagen wollt, eine Dating-Anfrage eine Auftrittsanfrage was auch immer Gesprächsanfrage, habt ihr jetzt die Möglichkeit, da was hineinzuschreiben, aber ihr habt auch noch die nächsten Stunden Gelegenheit, da was hineinzuschreiben. In der Zwischenzeit darf ich alle auftretenden Personen hier nochmal auf die Bühne bitten. Die da wären, unter eurem tösenden Applaus, außer ihr schreibt noch Liebeskommentare. Isabella Scholder, Felix Mayer, Liro, Christine Zeichmann, Emily und Simon Thomas. Kommt näher, kommt näher. Und, seid ihr gespannt, wer gewinnt? Ich meine, das Publikum weiß es ja schon, weil sie haben ja gevotet, ihr müsst es ja wissen. Also es geht nur um euch, sozusagen. Es ist ein super knappes Rennen, 0,3 Punkte haben das entschieden. Tatsächlich, wow. Es ist wirklich knapp, ja, wow. Wow. Wow. Okay, genau, aber diesen Reiseführer, diesen unfassbar schweren Reiseführer, aber mit unfassbar tollen Beschreibungen zu diesen europäischen Orten, die wirklich die Reiserlust wecken, in der ganzen EU unterwegs zu sein, den darf natürlich nur eine Person mit nach Hause schleppen. Und diese Person unter eurem Applaus ist Simon Thomas! Ich finde die Bilder da ringen ganz schön und auch die Beschreibungen, aber es werden wirklich super viele Adjektive verwendet. Deswegen habe ich das Buch aus meiner eigenen Sammlung herausgegeben. Ich will jetzt nicht sagen, dass ich es in der WG gefunden habe, aber es lag halt schon da. Liebes Publikum, liebes Welt, wir dürfen jetzt noch einmal ganz zum Schluss auch der For You Card Oberösterreich danken. Vielen, vielen Dank für quasi den Sponsoring des Abends. Nicht nur für die Künstlerinnen, sondern nämlich auch für euch. Wart ihr gratis da? Habt ihr mehr trinken können? Super Abend. Spitzenlyrik gehört, Spitzenbrosa gehört. Mann, was will man mehr an einem Freitagabend in der Ferienwoche, super. Oder? Super. Danke. Genau. Und ich glaube, bitte kommt nach vorne, weil Sie haben, glaube ich, noch ein paar Goodie-Packs, nämlich für die Auftretenden, wo tolle Geschenke drinnen sind. Ich will nicht zu viel verraten, aber Freude kommt da in mein Herz und auch in euer Herz. Ich weiß eigentlich noch gar nicht, was ich so daherlabere. Bitte kommt einfach auf die Bühne und verteilt diese Goodie-Packs. Genau. Also, bitte Simon. Vielen Dank. Ich freue mich sehr über... Uh! Ich freue mich sehr über dieses Buch. Ich habe es zufällig jetzt durchgeblättert und wo lande ich? Bei Mayrhofen in Österreich. Und der erste Satz dieser Beschreibung ist immer, warum jetzt zu lauter Musik die Hänge hinunterjubeln. Und es geht um Apres-Ski, warum man dort unbedingt Apres-Ski machen soll. Und ich glaube, die letzten zweieinhalb Jahre haben uns gezeigt, so Apres-Ski in Tirol ist ganz eine tolle Idee. Insofern vertraue ich diesem Buch. Deswegen vertraue ich diesem Buch und danke für dieses Buch und den letzten Applaus des Abends mit einem riesengroßen Dank für die Moderation und diechen. Ich tue nur so. Nein, nein, nein. Alles gut. Ich hatte heute schon genug Applaus. Liebes Publikum, liebes Welt, es war wunderschön. Pizza kommt am 17. November, kommt zum Human vs. Machine Slam und zeigt der KI, dass ihr wirklich die richtigen Poetinnen herauserkennt. Wir können gegen Maschinen kämpfen, das ist immer sehr spannend und hat auch ein bisschen was von Terminator. Finde ich klasse. Habe ich so behauptet? Weiß ich tatsächlich nicht. So oder so, kommt gut nach Hause. Wenn ihr nach unten geht, dann sagt ihr alle mal Flo lieben Dank, weil Flo ist ein großartiger Mensch. Und wenn ihr ihn seht, schüttelt ihm die Hand und sagt Dankeschön, lieber Flo, für diesen tollen Abend. Nehmt eure Gläser mit nach unten, stellt sie an der Bar, dass die Bar hier oben nicht zusammenräumen muss. Und dann klatschen wir ein letztes Mal für das MKH. Vielen Dank, dass ihr da wart. Schönen Abend. Let's talk about sex. Let's talk about sex. Let's talk about sex. And now, to the people at home and in the crowd, it keeps coming up anyhow. Don't be coy, avoid, or make boy the topic, because that ain't going to stop me. Now, we talk about sex on the radio and video shows. Many will know anything goes. Let's tell it like it is and how it could be, how it was and, of course, how it should be. Those who think it's dirty have a choice. Pick up the needle, press pause, or turn the radio off. Will that stop us, Pat? I doubt it. All right then, come on, spin. Let's talk about sex, baby. Let's talk about you.