Tanya Cushman Reviewer. Denise RQ Thank you. ¶¶ ¶¶ Thank you. ¶¶ Thank you. Thank you. Applaus Damen und Herren, Briefe aus dem Exil. Es werden jetzt im Weiteren über diese Briefe Personen sprechen, über die ich biografisch gearbeitet habe. Es sind Personen aus der vertriebenen österreich-jüdischen Kunst- und Kulturwelt. Ich möchte Ihnen gern auch diese Personen näher bringen über Geschichten, die ich auch aus ihrem Leben erzähle. Und dann wird das, was die Stimme der Briefe aussagt, noch deutlicher spürbar und sichtbar. Eine der sprechenden Personen wird sein Erich Zeisel. Eine der sprechenden Personen wird sein Erich Zeisel. Erich Zeisel ist 1905 in Wien geboren, in der Leopoldstadt im Wiener Judenbezirk. Ich habe 2005 die erste deutschsprachige Biografie zu Erich Zeisel im Janin-Verlag publizieren können. Und ich hatte die fantastische Gelegenheit eines Nachlasses, einer Nachlasssituation, die einmalig ist. Erich Zeisels Tochter Barbara, 1940 in New York geboren, heiratete Ronald Schönberg, den Sohn von Arnold Schönberg. Beide leben heute in dem Haus, das Arnold Schönberg in den 30er Jahren für sich und seine Familie gekauft hat. Im ehemaligen Arbeitszimmer Arnold Schönbergs steht ein Biedermeier-Schrank aus der ehemaligen Zeisel-Wohnung in Wien, aus der Mölker-pastei. Und in diesem Biedermeier-Schrank gibt es eine Fülle an Briefmaterial, Briefe, die Erich Zeisel im Exil mit seinen Freunden ausgetauscht hat. Und ich hatte die wunderbare Gelegenheit, mit diesen Briefen zu arbeiten. Nach der Biografie 2005 erschien 2008 die Briefedition. Es grüßt dich, Erich Israel, 2008 die Briefedition Es grüßt dich Erich Israel und ich arbeitete mit diesem Material. Erich Zeisel, 1905 geboren als Dritter von vier Söhnen einer Wiener Kaffeehausfamilie. Das Café hatte den klingenden Namen Café Teggethoff, ich sage ganz bewusst hatte. Dieses Café wurde während des Krieges zerstört. Die Familie ist eine typisch jüdische assimilierte Mittelstandsfamilie in der Wiener Leopoldstadt. Der Vater ist Mitglied des sogenannten Wiener Männergesangsvereins. Zwei der Söhne üben sich als angehende Sänger. Und der junge Erich improvisiert am Klavier, nimmt sich damit seine Inspiration und begibt sich selbst in eine eigene Welt. Er komponiert auch ab dem Alter von neun, zehn Jahren ungefähr Lieder, auch kleine Charakterstücke für Klavier oder auch für Violine. Und er hat den vehementen Wunsch, Komposition zu studieren. Er machte dies letztlich gegen den Willen seiner Eltern, die das Kompositionsstudium als zukünftig brotlosen Beruf erachteten. Was machte Erich Zeisel? Als 15-Jähriger verkaufte er seine Briefmarkensammlung, um sich Privatstunden leisten zu können, die ihn auf die Aufnahmeprüfung vorbereiteten. Und er war als 15-Jähriger, als ausgesprochen junger Studierender in der Klasse von Richard Stöhr, ein damals gesuchter Kompositionslehrer, der ebenso im amerikanischen Exil letztlich dann landete. Zeisel konnte sich sehr, sehr gut im Rahmen der sogenannten moderaten Wiener Moderne etablieren. Er komponierte Kammermusiken, frühe Werke schon als als 16-, 19-jähriger, die auch aufgeführt wurden, im Wiener Konzerthaus etwa. Er komponierte Chöre, er komponierte Messen, er komponierte eine frühe Oper, ein Singspiel und er komponierte auch große Orchesterwerke. Das heißt, das war eine absolut vielversprechende Karriere. Sie sehen hier, was ich mitgebracht habe, ein Quartettspiel aus dem Zeisel-Nachlass und hier ist das Café Zeisel als eines der vier lustigsten Vergnügungslokale in Wien beschrieben. Man sieht eine Bühne, man sieht einen Pianisten, vielleicht dachte da gar jemand an den Zeisel, der hier karikiert wurde. Die Situation in Wien nimmt natürlich in Richtung 1938 für eine jüdische Person horrende Ausmaße. Erich Zeisel komponierte in Wien an die 100 Kunstlieder und im Jänner 1938 komponierte er das letzte Lied in deutscher Sprache auf den musikhistorisch intensiv konnotierten Text »Komm, süßer Tod«. »Komm, süßer Tod, führe mich in Frieden, drücke mir die Augen zu, weil ich der Welt bin müde.« Führe mich in Frieden, drücke mir die Augen zu, weil ich der Welt bin müde. Zeisel beobachtete natürlich die Situation in Deutschland seit 1933 und er lag damals in tiefer, tiefer Depression und er sah sein Werk wirklich auch mit den drohenden Machtergreifungen der Nationalsozialisten auch in Wien bzw. in Österreich gefährdet und sein Leben auch gefährdet. Das heißt, dieses Lied ist absolut auch biografisch zu werten. Es wurde im Februar 1938 in Wien noch uraufgeführt. Es gab auch Rezensionen noch aus März 1938 und ein Programmheft bzw. eine Programmvorlage, die Sie hier sehen, zeigt auch mit Handschrift versehen Hitlers Einmarsch in Wien bzw. um es genauer zu formulieren, Hitlers umjubelter Empfang in Wien. Der Briefwechsel Erich Zeisels ist bestimmt von der intensiven Briefader zur Literatin Hilde Spiel, eine für Österreich sehr wichtige Literatin. Hilde Spiel war eine Freundin von Erich Zeisels Frau Gertrud und über diese Schiene lernte Erich Zeisel auch die Literatin Hilde Spiel kennen. Ein sehr schönes Dokument gibt es auch jetzt aus der Feder Hildespiels mit ihrem Romanerstling unter dem Titel »Kathie auf der Brücke«, porträtiert sie einen Musiker, einen Komponistenfigur, einen unglaublich von Musik durchströmten und beseelten Menschen. Und das ist ein literarisches Porträt auf ihren Freund Erich Zeisler. Hilde Spiel flüchtete bereits 1936 mit ihrem späteren Mann Peter de Mendelssohn, der war Autor und Journalist in Berlin. Die beiden flüchteten schon 1936 ins Londoner Exil. Hier war ausschlaggebend der Mord von Moritz Schlick, das Begründer des Wiener Kreises am Wiener Universitätsgelände. Das war für Hildespiel schon das Zeichen einer aufgehitzten und aufgehitzten Atmosphäre. Hildespiel war also bereits im Londoner Exil und die Zeisels harten noch in Wien und wir schreiben das Datum April 1938, also kurz nach dem sogenannten Anschluss. Wien, 18. April 1938, Erich Zeisel an Hilde Spiel. Liebe Hilde, vielen Dank für deinen lieben Brief. Leider ist mit dem Komponieren nicht viel los. Ich warte auf einen Text von euch, von Hugo, von Peter oder von Hilde. Ich habe eine derartige musikalische Kraft in mir, wie du es dir nicht vorstellen kannst. Kraft in mir, wie du es dir nicht vorstellen kannst. Leider habe ich kein Textbuch, um mir all diese furchtbaren Gewalten loszukomponieren. Ich freue mich, dass es euch so gut geht, dass ihr so viel Arbeit und auch Erfolg habt. Was man von mir gerade nicht behaupten kann. Ich möchte sehr gerne mein Glück in London versuchen. Glaubst du, dass ich irgendwelche Möglichkeiten dazu habe? Bitte schreibe mir deine Meinung. Ich bekomme so gerne Post von euch. Und da hat man nicht mehr so das Gefühl der grenzenlosen Verlassenheit. Grüße in alter treuer Freundschaft von eurem Zeisel. Wien, 3. Mai 1938. Liebe Hilde, habe viel Freude mit deinem lieben Brief. Dein Roman ist angenommen, das ist ja doch großartig. Ich habe mich darüber schrecklich gefreut. Wenigstens ein Mensch, der etwas wird. Ich schreibe momentan gar nichts, bin nicht in Stimmung. Nur manchmal habe ich das Gefühl, dass noch Großes in mir steckt. Es kommt aber leider nichts heraus. Vielleicht werde ich nicht mehr komponieren können. Es wäre entsetzlich und mein Leben verwirkt. Wie geht es dem lieben Peter? Bitte sei nicht böse, wenn die liebe Trude dir nicht schreibt. Sie hat aber sehr viel zu tun und wird dir sicher extra schreiben, wenn sie nicht zu müde dazu ist. Heute kommen deine lieben Eltern zu uns, ich freue mich schon sehr auf sie, sind doch zwei liebe Menschen. Anbei schicke ich dir einige Bändelieder. Vielleicht kannst du etwas damit machen. Mit Partituren musst du dich noch gedulden, ich lasse alle abschreiben. Werde dir dann einige schicken. Bin im Londoner Radio schon aufgeführt worden. Bitte lasse den lieben Hugo nicht auf das Requiem vergessen. Hat 300 Schilling gekostet und ist eine wochenlang von mir korrigierte Partitur. Also unersetzlich. Heute regnet es in Strömen und mir ist so trostlos zumute. Ich vertraue auf Gott, er wird mich nicht verlassen. Bitte schreibe bald, ich bekomme für mein Leben gerne Post. mein Leben gerne Post. Mit vielen Grüßen auch an den lieben Peter, bleibe ich dein alter Zeisel. Mai 1938, die Zeisels lebten schon unter Lebensbedrohung, war Erich Zeisel in Wien unterwegs, um Privatunterricht zu erteilen, was er damals noch machte. Dann zog er sich ganz bewusst an, um wie ein Nazi auszusehen oder ein deutscher junger Mann. Er trug Wollstutzen, er trug eine kurze Hose oder Knickerbocker. Er trug eine kurze Hose oder Knickerbocker. Manchmal trug er eine Art Gummimantel, um auch sich dahingehend auszuweisen als nicht jüdische Person. Die Zeisels waren intensiv auf der Suche nach Möglichkeiten, aus Wien zu flüchten. Es war damals notwendig, ein sogenanntes Affidavit zu haben, eine Bürgschaftserklärung, die aus dem Zielland jemand stellen musste, um zu garantieren, dass die Leute, die, wenn ich jetzt an Amerika denke, nach Amerika reisen, auch finanziell abgesichert wären. Die sogenannten Bürgschaftserklärungen. Die sogenannten Bürgschaftserklärungen. Die Zeisels hatten nicht unmittelbare Verwandte in den Vereinigten Staaten. Was machte Gertrud Zeisel? Sie suchte im New Yorker Telefonbuch nach einem Namensgleichen. Sie fand einen Maurice Zeisel und der hatte hinter seinem Namen das Kürzelstehen PBR. Und Gertrud Zeisel dachte, das ist vielleicht ein akademischer Titel, das ist vielleicht eine angesehene Person, die könnte helfen, die hätte vielleicht die Empathie und das Mitgefühl, hier auch unterstützend zu sein. Es stellte sich heraus, dass dieser Maurice Zeisel nicht ein Bürgermeister von New York war und auch kein Akademiker von New York. PBR war das Kürzel für Plumber, er war ein Klempner. Aber diese Person, völlig unbekannt für die Zeisels und auch vice versa, stellte das Afidavid aus, und dieses war das lebensrettende Dokument für die Familie, das es letztlich dann ermöglichte, aus Österreich zu flüchten. Das Bild, das Sie hier sehen, ist am Vorabend der Flucht. Die Zeisels flüchteten am 10. November 1938 aus Wien. In der Nacht von 9. auf 10. November 1938 wüteten die Pogrome, herrschte aggressiver Terror gegen die jüdische Bevölkerung. Das war im November. Ich lese jetzt einen Brief von 19. Oktober 1938. Liebe, gute, brave Hilde, vielen Dank für deinen lieben Brief. Ich freue mich ja so von euch etwas zu hören. Ich kann es dir gar nicht sagen. Ein fühlendes Herz in dieser Zeit. Also höre, wir haben vorgestern von einem gänzlich fremden Telefonbuchzeisel ein Affi David nach New York bekommen. Was sagst du dazu? Es wird natürlich sehr lange dauern, bis da etwas herausschaut, aber es ist doch ein Hoffnungsstrahl. Vor allem aber ist es viel zu schwach, da muss man Millionen Wege machen. Wir hoffen, in zwei Wochen in France zu sein und werden dir sofort von dort, und werden dir sofort von dort, falls ich noch lebe, schreiben. Mit den Noten, von denen du sprichst, ist es nichts. Alles schon verpackt, beide Wohnungen bereits im Lift. Eine gigantische Leistung meiner braven Trude. Sei nicht böse, wenn sie dir nicht schreibt. Du kannst dir gar nicht vorstellen, was sie zu leisten hat. Sage dem lieben Hugo, dass er mir doch schreiben soll, der Schurke. Servus und baldiges Wiedersehen, euer Erich. Es gelang tatsächlich die Flucht nach Paris. Am letzten Abdruck konnte die Familie Zeisel, das war Erich Zeisel mit seiner Frau Gertrud, Erich Zeisels Schwiegermutter und auch einer der Brüder Wilhelm, sie konnten gemeinsam aus Wien flüchten. Und der erste Brief, November 1938 aus Paris, der liest sich so. Meine liebe, gute Hilde. Also, wir sind gerettet, alle vier Buben, Trude und Schwiegermutter. Was wir mitgemacht haben in diesen Tagen, darüber könnte man Bücher schreiben. Leider habe ich meine lieben Eltern zurücklassen müssen. Was hätte ich tun sollen? Also denke dir, der alte, dumme Erich in Paris, in der Stadt aller Städte. Dies ist ein Leben hier, von dem man sich gar keine Vorstellung machen kann. Absolutes Schlaraffenland. Wie geht es euch, deinen lieben Eltern? Bitte schreibt recht bald, wie es euch geht, etc. Wir haben noch keine Wohnung und leben vorderhand wie die Zigeuner, aber wir leben. Und das ist das Wichtigste. Servus und bald schreiben. Trude grüßt dich tausendmal. Sie ist beim Friseur. Dauer vier Stunden. Sie sehen jetzt hier auch ein Bild von Hilde Spiel während ihrer Londoner Exilzeit. An Hilde Spiel schreibt ihre gute Freundin Gertrud Zeisel. Paris, 13. Februar 1939. Liebstes Hildekind, mein Leben besteht augenblicklich aus Präfektur, Konsulat, Konsulat, Präfektur. Es ist zum Wahnsinnigwerden. Manchmal staune ich, dass man das alles so durchhält für das bisschen Luftschnappen. Aber es muss ja sein, wir werden nicht viel gefragt. Noch weniger darf man sich etwas aussuchen. Nun habe ich schon fast ein Jahr lang keinen fixen Beruf, was ich mir früher heiß gewünscht habe. Ich bin mein eigener Herr, schön schaut das aus. Anstrengender, als ich es mir vorgestellt habe, jedenfalls. Ich hätte schon früher geschrieben. Du und Peter, ihr seid großartig. Ich freue mich sehr über deinen Roman, möchte ihn sehr gerne lesen. Auch von Peter habe ich immer nur versprochen bekommen, dass ich ein Buch geborgt bekomme. Kommt ihr also her? Das wäre wirklich sehr schön. Schuyl-Ehrlich war hier einen Abend mit uns und war ganz weg von Paris. Das ist doch die süßeste Stadt. Wäre nicht alles so, wie es ist, so könnte man hier restlos glücklich sein und das mit wenig Geld. so könnte man hier restlos glücklich sein. Und das mit wenig Geld. Jedenfalls braucht man hier kein Heimweh haben und hat auch keins. Heil Hitler! Ohne ihn wären wir nie ein halbes Jahr Pariser geworden. Warum muss es eine Präfektur geben, die einem das Leben so verleidet? Meine Tante Mela ist glücklich unter Dach und Gott sei Dank geht es ihr gut. Bitte, liebes Hildchen, vielleicht hörst du etwas davon. Meine Schwiegereltern schreiben aus Wien, dass angeblich ein Asyl für alte Leute, Emigranten in England errichtet worden ist oder werden soll. Und dass man sich schon anmelden kann oder muss, um dafür aufgenommen zu werden. Ich wäre sehr glücklich, wenn eine Möglichkeit bestünde, die armen alten Leute herauszuretten aus dieser Hölle. Bitte erkundige dich. Vielleicht ist etwas Wahres dran und sag mir, was man machen muss. Alle Präfektürleiden der letzten Woche soll man nun dazu führen, dass wir eine Genehmigung bekommen. Hoffentlich gelingt es. In diesem Fall können wir reisen und dann würde ich ganz gerne auch eine Woche nach London fahren, um es mir anzuschauen. Es entscheidet sich bis zum 28. Februar. Kriegen wir keine Genehmigung, werden wir dafür hinausgeschmissen. Ah, nicht teuer. Nun überlasse ich dem Erich das Feld. Fritz Rothschild haben wir geschrieben und von ihm eine sehr liebe, aber ablehnende Antwort erhalten. Morgen bin ich zur Abwechslung wieder im amerikanischen Konsulat, wo sich wieder manches entscheidet. Fortkommen wir aber, glaube ich, nie. Kommt bald, was schreiben die Eltern? Viele Küsse und Grüße von deiner zu Tode emigrierten Tode. Ab dem 1. Jänner 1939 war es verpflichtend für jüdische Menschen, dass sie, wenn sie Frauen waren, den Zusatznamen Sarah in allen Dokumenten und Schriftstücken anzuführen hatten, wenn sie Männer waren, den Zusatznamen Israel. Paris, 7. April 1939. Erich Zeisel an Hilde Spiel. Liebe Hilde, wir haben dir bereits zweimal geschrieben, jedoch ohne Antwort. Uns geht es Gott sei Dank sehr gut. Habe viel zu tun, leider komme ich zum Komponieren gar nicht. Muss lauter Gschuhe machen. Der Lebenskampf ist eben kein Spaß. Dein Buch hat uns großartig gefallen und hoffentlich klappt die amerikanische Sache und wir können bald fahren und Europa kann mich. Ich habe genug von Onkel Adolf. Wie geht es dem lieben Peter? Er könnte auch einmal ein paar Zeilen schreiben. Servus Hilde, Sarah, es grüßt dich, Erich Israel. Die Zeit in Paris ist die Phase eines sogenannten Zwischenexils für die Familie Zeisel. Und es gibt hier in der Zeisel-Biografie ein paar interessante Momente. Zum einen lernt er den Komponisten Darius Millau kennen, der fortan ein sehr naher Freund ist. Er lernte auch Alma Mahler persönlich kennen. Zeisel war in einem Kaffeehaus, arbeitete an Musikmaterial, an Partituren und Alma Mahler erkannte, da sitzt ein Mensch, der an Musik arbeitet und sprach ihn an. Beide waren einander dann auch im Exil in den Vereinigten Staaten verbunden. Und eine andere bedeutende Sache, der berühmte österreichische Autor Josef Roth verstarb am 27. Mai 1939. Anlässlich seines Todes führte ein Emigrantenensemble im Pariser Theater Begal die Bühnenfassung von Josef Roths Roman Hiob auf. Hiob ist die Geschichte eines galizischen Torallehrers, der aus der Armut heraus, aus der Unterdrückung heraus mit seiner Familie in die Vereinigten Staaten exilieren, würde ich jetzt damals gar nicht sagen exilieren, auswandern wollte in den 30er Jahren, das ist die Geschichte Hiob. Und die Familie zerbrach aber, auch jetzt aufgrund der Wirren, die sich durch das Leben in den Vereinigten Staaten ergab. Und das Markante daran ist, die Familie Mendelsinger, jetzt in der Geschichte Hiob von Josef Roth, musste den Sohn Menuchim, der ein verkrüppeltes Kind war, zurücklassen. Der alte Mendelsinger in New York hat seine Frau verloren, die Tochter ist in den Wahnsinn hineingerutscht, die Familie ist zerbrochen, geht in ein Grammophongeschäft und hört eine Melodie, die einen berühmten jungen Geiger ausweisen soll. Und es stellt sich heraus, das ist ein Sohn Menuhim, der geheilt werden konnte und der eine Laufbahn als Viennilist einschlagen konnte. Das heißt, dieser alte gebrochene Mann hat das Glück seines Lebens am Ende, indem er den verloren geglaubten und zurückgelassenen Sohn wiederfindet. den verloren geglaubten und zurückgelassenen Sohn wiederfindet. Erich Zeisel wurde eingeladen, die Bühnenmusik für Josef Roth's Hiob zu schreiben und es gibt darin ein sehr berühmtes Stück unter dem Titel Menuchim Song und es gibt auch ein Stück, das sich titelt Kosakentanz und ich freue mich, wenn wir nun ein aufreibendes, tanzendes Stück hören und vielleicht auch in Erinnerung an Menuh im Song ein ruhiges, trauriges, getragenes. Thank you. ¶¶ ¦ Thank you. ¶¶ ¶¶ ah um ¦ ¦ Rufen, Forell, liegt der Kälbchen, liegt gebunden mit einem Strick. Huch im Himmel, fliegt er folgend. Fliegt und dreht sich hin und zurück. Locht, herr wie in dem Korn, locht, locht, locht, och der Ruhm an Togagazi. O, d'arroba'n toga, gazi, night, oh night, oh night Oh night, oh night, oh night Oh night, oh night, oh night All I don't like Schreit das Kälbe, sagt der Bauer Bär, sie heiß ich sein Ein Köln, wollst doch sein Gekannt, ein Fegel Kein Wurst doch sein gekonnt, ein Fegel Wurst gekonnt doch sein, ein Späul. ¶¶ ¦ Thank you. Eine weitere Person, die über Briefe sprechen wird, ist Hugo Kauder. Hugo Kauder war einer der Lehrer Erich Zeisels in Wien und die Biografie zu Hugo Kauder erschien 2018. Die Nachlassituation bei Kauder ist eine völlig andere als bei Zeisel, weil hier die Stücke und die Materialien und Archivalien verstreut sind. Für mich war hier sehr wichtig das Literaturarchiv Marbach etwa, wo der Briefwechsel Hugo Kauder mit Rudolf Panwitz liegt. Rudolf Panwitz ist ein Philosoph aus Deutschland, den Hugo Kauder kontaktierte, weil er so fasziniert war von seinen Schriften und Publikationen. Dann gibt es Material zu Hugo Kauder in New Haven, dort von der Hugo Kauder Society verwaltet. Es gibt Teilnachlass in der Wiener Stadt- und Landesbibliothek. Es gibt Materialien in der Wiener Nationalbibliothek. Es gibt Material in Berlin. Es gibt Material an der National Library in Jerusalem, es gibt etwas in Amsterdam, das mit dem Dichter Albert Verwey zu tun hat, der mit Kauder in Briefkontakt stand. Also hier fand ich eine ganz andere Situation vor, um mir die Biografie auch anzueignen und Archivstücken nachzugehen. Hugo Kauder stammt aus Tobitschau, das ist ungefähr 70 Kilometer nordöstlich von Brünn. Er kam Anfang des 20. Jahrhunderts nach Wien, er sollte ein Technikstudium an der damaligen Technischen Akademie belegen. Was machte Hugo Kauder anstelle dieses Studium zu betreiben? Er überquerte den Ring, das alte Gebäude der TU, ist ja auf der Seite des Karlsplatzes in Wien und auf der anderen Seite vom Ring ist das Musikvereinsgebäude mit der berühmten Bibliothek der Gesellschaft der Musikfreunde. Hugo Kauder war viele, viele Stunden in dieser Bibliothek. Er transkribierte alte Musik, die in den sogenannten Denkmälern der Tonkunst in Österreich, die von Guido Adler herausgegeben wurde, festgehalten war. Er transkribierte Musik von Giscard de Pré, alte musik und lernte dadurch kontrapunkt und alte satztechniken kennen hugo kauder hatte keinen kompositionslehrer er war autodidakt er hat in jungen jahren violine gelernt in tobitschau in dem kleinen städtchen wo er herkommt und der geigenlehrer hat auch sehr früh gesagt ich kann diesem jungen begabten menschen nichts mehr lernen der muss schauen dass er selber gut weiterkommt. Und in Tobitschau gab es aber sonst niemanden, der da hätte helfen können. Das heißt, Hugo Kauder ist Autodidakt. Er war als Komponist in Wien tätig. Er hat für die sogenannten Musikblätter des Anbruch publiziert. Er war Violinist und Bratschist in verschiedenen Kammermusikformationen und auch Orchestern. Das heißt, eine sehr vielseitig tätige Person. Das hat mich interessiert und auf ihn gestoßen bin ich, weil er eben einer der Lehrer von Erich Zeisel war. Hugo Kauder flüchtete aus Wien auch nach den Novemberpogromen im Jahr 1938, Anfang Dezember. Seine Frau und sein Sohn flüchteten schon im Sommer 1938 aus Wien. Das heißt, die Familie war zerrissen. Der Sohn und die Frau waren in der Nähe von London, beziehungsweise in London. Es ist ein großer Glücksfall, dass Hugo Kauder Gedichte von Albert Verwey vertont hat noch während seiner Wiener Zeit. Albert Verwey war ein Dichter des Symbolismus in Frankreich und war relativ bekannt damals. Und die Witwe von Albert Verwey, Verwey verstarb 1937, sie lud Hugo Kauder in die Niederlande ein, um Gedichte ihres verstorbenen Mannes zu publizieren, sodass er einen Arbeitsvertrag und einen Arbeitsauftrag hat und eine Berechtigung hat, in Frankreich einzureisen und überhaupt auch aus Österreich ausreisen zu können. Ich lese jetzt noch die Zeit um 7., 8., 9. November in Wien. Wir wissen, 9. auf 10. November die Pogrome. Hugo Kauder an den Philosophen Rudolf Panwitz, 7. November 1938, Wien. Lieber hochverehrter Freund, dein herzlichsten Dank für deinen Brief und alle guten und tröstlichen Worte darin. Mir ist immer gegenwärtig, dass es jetzt mehr als je darum geht, in der geistigen Welt festzustehen und irgendwie wird zuletzt dieser geistigen Welt die entscheidende Hilfe zukommen. Ich ließ dir durch die Druckerei noch ein paar Exemplare des Chorheftes schicken und schicke es auch auf deinen Wunsch gerne an alle, in deren Besitzest du gerne es wüsstest. Übrigens ist ein kleiner Rest des Chors noch beisammen. Aus Palästina habe ich noch keine Nachricht. noch keine Nachricht. Sollte die Sache sich am Ende nicht zustande kommen, wird meine Hoffnung auf eine andere, bessere Möglichkeit immer noch größer sein als mein Bedauern. Meine Frau hat während eines zweiwöchigen Aufenthalts in London, sonst ist sie ja in der Provinz, wieder alles Mögliche versucht und, wenn auch noch nichts Entscheidendes erreicht, so doch ein paar Beziehungen im dortigen Musikleben angebahnt, die sich vielleicht irgendwie auswirken werden. Aber das alles braucht seine Zeit. Ich lege dir eine interlinear Version des Swinburne-Gedichts bei, damit du nicht zu viel Zeit und Mühe auf das Nachschlagen von Vokabeln wenden musst. Für alle die großen Arbeiten der nächsten Zeit die innigsten Wünsche. Und nun freue ich mich, dass das Schweizer Buch endlich draußen ist und ich es in absehbarer Zeit bekomme. Deiner Frau die besten Wünsche für den Winter und sonst alles erdenklich Gute und Liebe, dein Hugo Kauder. Und dieser Brief beinhaltet im Kuvert noch eine Nachricht vom 8. November 1938, später hinzugefügt, also am nächsten Tag. 8.11. Heute Nacht totale Mondfinsternis und wenige Stunden darauf ein kurzes, heftiges Erdbeben. Das bringt einen auf manche apokalyptische Gedanken. Aber der Mensch ist heute im Guten wie im Schlimmen vom Kosmos losgelöst. Auch darauf gibt es einen Vers bei Swinburne in den Villon-Übertragungen Poems and Ballads zu. Was macht Hugo Kauder? Er tauscht sich mit seinem Freund Rudolf Panwitz über die Welt der Literatur, über die Welt der Philosophie aus und er hat eine unglaubliche Ruhe auch in dieser so extrem schwierigen, hitzigen, lebensbedrohlichen Phase immer beibehalten. Das reflektieren auch seine Briefe. Hugo Kauder hatte in Wien einen Chor, den sogenannten Hugo-Kauder-Chor. Der war natürlich mit dem sogenannten Anschluss verboten. Der Chor wirkte im Untergrund, daher die Zeilen, ein Rest dieses Chores besteht noch. Die haben sich heimlich getroffen. 8. Dezember 1938, Hugo Kauder an Rudolf Panwitz. Dieser Brief war vorerst mit Wien überschrieben. Wien ist durchgestrichen und wurde zu Sandport umgeändert. Das ist jener Ort in den Niederlanden, an dem Hugo Kauder dann wohnen konnte mit der Familie Verwey. Also das ist der erste Brief aus dem niederländischen Exil von Hugo Kauder. Lieber hochverehrter Freund, ich bin nun drei Tage seit Montagabend hier. Ein wirkliches Refugium, Ort, Haus, Menschen, alles so friedlich und wohltuend. Die letzten Tage in Wien waren durch beschwerliche und zeitraubende Erledigungen ausgefüllt. Ich fuhr mit dem Flugzeug. Den dreiviertelstündigen Aufenthalt in Prag verbrachte ich sehr schön mit Supank, der mich auf dem Flugplatz erwartete. Die Fahrt war schön und ruhig. Unter uns eine klammweiß geballte Wolkendecke, über uns strahlend blauer Himmel. Später durch einen Riss in den Wolken, tief unten das verschneite Erzgebirge. Beim Flug über den Thüringer Wald schmerzliches Gedenken an das Deutschland, das untergegangen ist ins tief Verborgene. Für heute nur diese kurze Nachricht, nächstens mehr. Bis dahin die allerbesten Grüße und Wünsche, dein Hugo Kauder. 22. Dezember 1938, Sandbrot. Hugo Kauder an Rudolf Panwitz. Lieber hochverehrter Freund, die allerherzlichsten Wünsche und Grüße zu Weihnachten. Diesmal hofft und wünscht man besonders innig, dass das neu aufsteigende Licht für uns und für alle Welt nur aufsteigendes Leben bedeutet. Ich hatte dir zu Weihnachten das dritte Heft des Chorbüchleins zugedacht, das außer einem George-Text nur Texte von Verwey und von dir enthält. Jedoch bekam ich einen Teil meiner Manuskripte sehr verspätet und aus Wien nachgeschickt und kann erst morgen die Abschrift anfangen. So wird es erst einige Tage nach dem Fest kommen können. Tage nach dem Fest kommen können. Hier alles schön und gut. Jetzt ist noch ganz ungewiss, wie lange ich hier bleiben kann, wann und wohin ich weitergehen kann. England zwar näher gerückt, doch kann es noch Wochen dauern. Aus Tel Aviv nur hinhaltende Briefe. Doch ist die Pause zwischen Vergangenheit und Zukunft wohltuend. Auch hoffe ich hier doch irgendwas für meine Musik zu erreichen. Am 9. Jänner soll in Delft ein kleines Quintett für Blasinstrumente aufgeführt werden, auf Veranlassung des ausgezeichneten ersten Oboisten des Hager-Orchesters, mit dem ich schon vorher in brieflicher Verbindung war und auch in sehr erfreulicher, persönlicher. Hoffentlich kommt es zustande, dass deine Frau über Weihnachten hinkommt, euch beiden die innigsten Wünsche und Grüße. Dein Hugo Kauder die Asylpolitik äußerst restriktiv wurde und letztlich auch gefährlich war, dort zu bleiben. Und er war mit Frau und Sohn in London dann wieder vereint. Und im Februar 1940 konnte die Familie Kauder, Otto Kauder, Helen Kauder, Helene Kauder und Hugo Kauder über Kanada die Vereinigten Staaten erreichen. Und eine schöne Sache, die ich jetzt hier nicht auslassen möchte zu berichten. Ich bin heute Morgen in Wien aus New York gelandet. Es ist der Hugo Kauder Society gelungen, das sind die Enkeltöchter von Hugo Kauder und einige amerikanische Wissenschaftler, dass die erste Symphonie von Hugo Kauder, die 1924 in Wien aufgeführt wurde und die sehr erfolgreich damals war, Hugo Kauder hat 1928 auch den Musikpreis der Stadt Wien bekommen. Er war eine angesehene Persönlichkeit, dass diese Symphonie, die seither nie wieder gehört war, in der Carnegie Hall gespielt wird. Dieses Konzert war am vergangenen Donnerstag, am 3. November, und ich hatte die große Freude, als österreichische Biografin dorthin geholt zu werden. Ich bin heute Morgen aus New York zurückgekommen. Danke. Danke sehr. Ich gehe zurück zu Erich Zeisel. Erich Zeisels Exilweg ging nach New York und von New York weiter nach Los Angeles. Die Zeisels hatten das Glück, vor Ausbruch des Zweiten Weltkriegs Europa verlassen zu können. Was ganz markant ist jetzt auch in der Briefkorrespondenz Erich Zeisels sind die Briefe an den Vater. Zeisels Mutter verstarb an einer Krebserkrankung und der Vater Sigmund, der Kaffeehausbetreiber, heiratete die Schwester von Zeisels Mutter, also Erich Zeisels Tante. Sie wurde dann die Stiefmutter. Und es gibt einen intensiven Briefwechsel zwischen Sigmund Zeisel und Erich Zeisel, der davon berichtet, wie mühsam es ist, die Dokumente zu beschaffen, um außer Landes zu kommen, wie mühsam es ist, die Unbedenklichkeitserklärungen, all die Amtszeugnisse, wie mühsam es ist, ein Schiffsticket zu erhalten. zu erhalten. Zeisel ist zu jener Zeit schon in Los Angeles, die Zeisels konnten von New York nach Los Angeles gelangen und der Briefwechsel mit dem Vater erzählt von den Schikanen in Wien, erzählt von der infamen Politik der Nationalsozialisten auch hier über eine Fülle an Bürokratie die Ausreise unmöglich zu machen. Sigmund Zeisel an Eric und Gertrud Zeisel. Wien, 15. Juli 1941. Meine liebe Trude und Erich, schon lange keine Nachricht erhalten, kann ich nicht umhin, euch, meine Lieben, einige Zeilen zu schreiben. Alle gesund? Ich hoffe. Bei uns sind auch alle gesund. Das ist das, was ich von uns mitteilen kann. Wir sind schon sehr neugierig, wie deine Aufführung, lieber Erich, ausgefallen ist. Gott gebe, dass du weitere Fortschritte machst und eine große, große Karriere bekommst. Denn wie ich weiß, hilft dir ja die liebe Trude zu all deinen Erfolgen sehr. Ich habe ja schon so viel von eurer Barbele gehört und kann mir denken, was ihr treibt, wenn sie einmal plauschen wird. Ich und die liebe Malvine, wir können die Stunde kaum erwarten, alle meine Lieben umarmen zu können. Leider ist vorläufig das Konsulat gesperrt, daher nichts beginnen kann. läufig das Konsulat gesperrt, daher nichts beginnen kann. Liebe Trude, man sagte mir, dass man von Washington aus etwas erreichen kann und vielleicht das Visum in Berlin zu erhalten und dann über Barcelona nach USA zu kommen. Auch schreiben Leute, dass auch die Möglichkeit besteht, in die Schweiz um die Aufenthaltsbewilligung zu kriegen, auf einige Monate zu erhalten zumindest. Jedenfalls muss man alles versuchen. Und ich glaube, wenn man vier Kinder hat, die in guter Position stehen, dann muss man doch mit Gottes Hilfe etwas erreichen. Jedenfalls müssen wir uns in das Schicksal fügen. Die Zeit ist doch nicht mehr so lange, zum 5. Dezember fahren zu können. Jedenfalls handelt es sich um das Visum, wie und wann man es bekommt. Ich kann ja betreff meiner Verlängerung des Passes und der Unbedenklichkeit gar nichts anfangen. Die liebe Malwine müsste den Pass und die Unbedenklichkeit jetzt schon nehmen, um die Abfahrt bezahlen zu können. Hier ist jetzt auch eine ganz große Hitze. Hoffentlich geht auch das bald vorüber. Die Zeit rückt ferner und gebe Gott, euch alle umarmen zu können. Was macht die liebe Mama? Ist sie gesund? Da wir doch schon monatelang kein Lebenszeichen mehr von ihr hören. Nachdem du, liebe Trude, die einzige Person bist, mit Ausnahme von Dorl, etwas auszurichten. Danke dir im Vorhinein für deine Mühe und küsse doch die kleine Barbele und den Erich, dein aufrichtiger Vater. Am 14. Juli 1942 werden Sigmund Zeisel und seine zweite Frau Malwine von Wien nach Theresienstadt deportiert, am 21. September 1942 von dort weiter in das Vernichtungslager Treblinka, 1942 von dort weiter in das Vernichtungslager Treblinka, wo beide ermordet werden. Am 14. Juli 1942 wird das auf den Namen Zeisel, Sigmund Israel und Malwine Sarah ausgewiesene und von beiden unterzeichnete Vermögensverzeichnis nachstehender in die Ostgebiete evakuierter Juden abgestempelt. An den Inspekteur der Sicherheitspolizei und des Sicherheitsdienstes in Wien, Abwechslungsstelle der Zentralstelle für jüdische Auswanderung Wien, Kasteletzgasse Nummer 35, ergeht am 14. September 1942 einen Brief der Länderbank Wien Aktiengesellschaft im Betreff. Konto Sigmund Israel und Malvine Sarah Zeisel. Malvine Sarah Zeisel. Zitat, in Befolgung ihrer Einziehungsverfügung vom 31. August 1942 wegen Sigmund Israel und Malvine Sarah Zeisel haben wir das Depot von Reichsmark 300, Anleihe des Deutschen Reiches, sowie auf das beschränkt verfügbare Sicherungskonto Ordinario der genannten bestehenden Guthaben von Reichsmark 7451 auf ihr Sonderkonto Judenumsiedlung laut separaten Buchungsaufgaben übertragen. Für Sigmund Israel oder Malwine Sarah Zeisel befindet sich dort bei uns noch ein beschränkt verfügbares Sicherungskonto separato mit einem Guthaben von brutto 6.442 Reichsmark, welches zugunsten des Finanzamtes Innere Stadt Ost Wien Steuernummer 34, wegen Reichsflugssteuer gesperrt ist. Wir bitten, beim genannten Finanzamt die Freigabe zu veranlassen, damit wir auch das Guthaben des wegen Reichsflugssteuer gesperrten Kontos an Sie übertragen können. Heil Hitler, Länderbank Wien, Aktiengesellschaft. So funktionierte die Vermögensentziehung bevor diese jüdischen Menschen, bevor der Vater Erich Zeisels und die Stiefmutter in Treblinka ermordet wurden. Thank you. I don't know. ¦ um ¶¶ Musik Zeisel versuchte, in Hollywood seine Karriere aufzubauen, was letztlich an der Filmaschinerie scheiterte. Das war ein Arbeiten auf Fließband von unglaublichem Intrigenspiel begleitet, fern jener künstlerischen Äußerung, die sonst Erich Zeisel anheim war. Zeisel wusste nicht, was mit dem Vater und der Stiefmutter geschehen ist. Die Korrespondenz ist einfach abgerissen. Und er erfährt mit Kriegsende von der Ermordung seiner Eltern und er ist zu jener Zeit gerade dabei, den 92. Psalm zu vertonen. Das war ein Kompositionsauftrag eines Reformrabbiners, der sehr bekannt ist, Jakob Sonderling, er hat einige wichtige Kompositionsaufträge in der Musikgeschichte erteilt und er hat Zeisel gefragt um die Vertonung des 92. Psalmes. Während Zeisel daran arbeitet, erfährt er von der Ermordung seines Vaters und seiner Stiefmutter und er widmet dieses Stück seinem Vater und den unzähligen Opfern des Holocaust. Und dieses Stück ist letztlich das berühmteste von Zeisel, das sogenannte Requiem Ebraico, ein unglaublich schönes, berührendes, meisterhaft gearbeitetes, großes Werk für Chor und Orchester, das auch letztlich dokumentiert Zeisels persönliches Schicksal, beziehungsweise das Schicksal seines Vaters und seiner Stiefmutter. Als ich an der Biografie gearbeitet habe, war ich im österreichischen Staatsarchiv und habe die Transportlisten ausheben lassen, wo ich genau diese Nummerneinträge, die ich vorhin gelesen habe, gesehen und gefunden habe, natürlich auch die Daten und die Namen. Und ich musste das natürlich, um es für mich mitzunehmen, kopieren. Und das war ein äußerst beschämendes Gefühl, diese Todesurteile durch das Kopiergerät hindurch zu jagen. Ich fragte mich damals, ob ich überhaupt das Recht hätte, das zu tun. Gleichzeitig weiß ich, dass es richtig ist, das zu tun, um es auch aufzuheben und zu bewahren. Hilde Spiel nach wie vor im Londoner Exil, aber sie war relativ kurz nach Kriegsende als britische Kriegskorrespondentin nach Österreich geschickt und berichtete den Zeisels von Österreich, von der ehemaligen Heimat. Wieder zurückgekehrt in London, schreibt sie. London, 18. April 1946. Meine lieben Zeisern, euer Brief kam an, während ich in Wien war, und seither war zu viel los. Ich kann euch nicht schildern, wie mir zumute war. den Doppelfenstern, den Lambrequins, den grauen Steinbauten, den Heiligen am Himmel, den komisch grau-gelben Wintersträuchern, dem armseligen Besalpack von einem Stadtpack hat den Abscheu vor den groben und lebensüberdrüssigen Wienern überwogen. Außerdem gibt es dort so viel Kulturleben, dass einem schwindlig wird. Hoffmannsthal und Thorntonwalder in der Josefstadt. Die schönste Otello-Aufführung in der Oper seit Jahren. Ich lernte den Bariton Paul Schöffler kennen und bekam daher ununterbrochen Sitze. Auch vom Hauptregisseur, einem Mann namens Schuh. Konzerte, Ausstellungen, gerade eine große vom Dobrowski, der euch ihn nicht grüßen lässt. Sonst natürlich Hunger, Elend, Schleichhandel, Zerstörung, ewige Streitereien auf der Elektrischen, eine Denunziererei und Weißwäscherei sondergleichen. Aber wenn man dann nach Töbling fährt oder zum Heurigen geht, verstohlen, weil keine offen sind, nur wenn man Beziehungen hat und wenn man so auf die Mölkerpastei schaut oder vom halb zerbombten Belvedere herunter, greift's einem schrecklich ans Herz. Ich habe dort die wirklich wahnsinnigste Zeit meines Lebens verbracht. In englischer Uniform, furchtbar verhätschelt von den speichelleckerischen Wienern. Zu Empfängen im Richard-Strauss-Palais eingeladen, in dem ein englischer General wohnt, im Palais Kinski täglich gegessen. Und dahinter das unsägliche Elend der Wiener, die einem aber bis zu einem gewissen Teil nicht sympathisch sind. Vor allem, weil es zum großen Teil Dorfbewohner sind, die irgendwie in die Stadt verschlagen wurden. Die feinen und meistens diffamierten Wiener sind in Salzburg und Linz. Ich traf die Hedda Salzer mehrmals, leider nicht oft genug, weil ich so abgehetzt von einer Sensation in die andere rannte. Ich musste ja schließlich mein Material zusammenkriegen. Außerdem war ich in Kärnten, am Wörther- und Ossiachersee, sogar auf der Kanzel beim Skifahren. Dort hat es mich gepackt. Und nach drei Tagen fuhr ich heulend nach Wien zurück. Diese Schönheit war zu viel für mich. Es ist unerträglich herrlich dort. Und der einzige Ort der Welt, wo man weiß, dass man lebt. Ich kann heute nicht mehr schreiben. Ich bin immer noch ganz wurlert. Schreibt mir bald. Wenn der Erich was zum Aufführen in Wien hat, schickt es sofort. Ich leite es sofort an höchste Kreise weiter. Das ist absolut tief ernst. Immer eure Hilde. Die Zeisels waren natürlich höchst bewegt, diesen Brief zu lesen. Sie antworten, beziehungsweise Eric, mittlerweile Eric, antwortet aus Los Angeles. Los Angeles, 17. Mai 1946. Liebste Hilde, Trudel und ich waren so aufgeregt über deinen Brief, ich kann es dir gar nicht sagen, in Wien zu sein, in englischer Uniform. Ich kann mir überhaupt nicht vorstellen, wie man dies aushalten kann. Ich glaube, ich würde vor seelischer Erschütterung tot umfallen. Es wird noch lange dauern, bis wir dies überstanden haben. Wenn du so schreibst, der einzige Platz, wo man wirklich lebt, du, die du doch in Europa bist. Was sollen denn wir sagen? Wir leben nicht, wir vegetieren, allerdings mit vollem Magen. Das Einzige, was du hier wirklich hast, das ist Job, Work etc. Die Tage laufen ab, ganz inhaltslos. Das Einzige, was einem freut, sind die paar Großen, mit denen man verkehrt. Stravinsky, welcher mir sein neues Palais widmete. Apropos Palais, ich habe ein unerhörtes Palais geschrieben, hoffe, es in New York herauszubringen. Korngold, Toch, Tanzmann, Millau, allen, allen ist gleich langweilig. Ich arbeite und mir ist Fahrt, ist der hiesige Slogan. Ich gebe den Gedanken nicht auf an Europa und sei es auch nur am Ende meines Lebens. London oder Paris. Nach Wien würde ich lange Zeit nicht gehen. Beide Eltern verloren. Diese Wiener Schleimhäute. Pfui Teufel. Ihr solltet versuchen, nach Hollywood zu kommen. Kinder, da ist Geld. Wenn du halbwegs Glück hast und eine Story verkaufst, kannst du den Rest deines Lebens in Töbling verbringen, mit vier Dienstboten und zwei Aut, Los Angeles, undatiert. Danke dir, liebe Hilde, vielmals für deine zwei lieben Briefe. Wir waren beide so aufgeregt, wie wir das Bild vom Grinzingerbad bekamen, das Bild, das Sie sehen. Nur, dass man lauter verhungerte Bodies sieht, erklärt die Nachkriegszeit. Ich möchte euch sehr gerne nach Wien. Ich möchte auch sehr gerne nach Wien. Es müsste aber vielmehr entnarzt sein, ehe ich mir hintraute. Ich glaube, in ein, zwei Jahren wird man anstandslos in Wien leben können. Dein Artikel über Salzburg hat uns zu Tränen gerührt. Leider wird es noch eine Weile dauern, bis sich alles verbessern kann. Trudel und ich sind so fett, dass es schrecklich ist. Da man geistig nichts bekommt, muss man fressen. Habe Hugo Königsgarten geschrieben. Wie du wieder nach Wien kommst, lasse mir das Krapfenwaldl grüßen. Die liebe Trudel wird dir extra schreiben, da sie selten die Zeit dazu hat. Anbei sende ich dir ein paar Kataloge. Du bist wirklich sehr brav. Vielleicht kann ich einmal was für dich tun. Who knows? Grüße Peter und deine Lieben. Bleib gesund, dein Erik. Eine weitere berührende Karte, beziehungsweise eine Postkarte, schrieb Hilde Spiel aus Malnitz an ihre Zeisern, wie sie sie liebevoll nannte, am 17. Juni 1950. Das Bild, das Sie sehen, zeigt Eric und Gertrud Zeisel in ihrer geliebten Heimat Österreich. Hilde Spiel schreibt an Gertrud und Erich Zeisel. Liebste Susal, so nannte sie immer Gertrud und Erich. In diesem herrlichen Tal in Malnitz ist mir gestern plötzlich das Lied eingefallen, Vergiss mein Nicht, hab ich im Tannenwald gepflückt, das Erich in seiner Jugend komponierte. Und darum muss ich euch rasch viele Busserl schicken und sagen, dass ich an euch denke und mir so wünsche, wieder einmal mit euch in einem österreichischen Wald spazieren zu gehen. Extra Austriam non es vita. Aber wozu euch das Herz schwer machen und mir? Denn ich bin auch im September wieder in London. Morgen kommen die Ehrlichs her. Schreibt einmal eurer alten Hilde. Hier noch ein spätes Foto, 1955, spät auf das Leben Erich Zeisels betrachtet. Zeisel erlitt 1959, er ist 1905 geboren. 1959 völlig unerwartet nach einer Vorlesung am Los Angeles City College, wo er unterrichtete, einen Herzinfarkt. Er hat seine geliebte Heimat Österreich nie wieder gesehen. Ich gehe jetzt zurück zu Hugo Kauder. Die Dokumente, die Sie hier sehen, beschreiben ein bisschen auch Kauders Flucht. Sie sehen das J, das ihn in seinem Pass zum Juden abstempelt. Der Fluchtweg Kauders ging, wie gesagt, von den Niederlanden über London nach New York. Es ist ganz erstaunlich, dass Kauder es geschafft hat, in New York, trotz seines Alters, er ist 1888 geboren, sich noch ein Leben aufzubauen. Er hat an einer Musikinstitution unterrichtet und er war nach Kriegsende immer wieder in Europa, aber nie in Wien, nie in Österreich. Er war regelmäßig in den Niederlanden bei seinen Freunden, die er durch seinen damaligen Zwischenexilaufenthalt kennengelernt hat. Und ein wichtiger Freund von ihm, Viktor Beermeiser, das war ein Vertreter der sogenannten Arbeiterchorszene in Wien, er half in den 50er, 60er Jahren, Hugo Kauder wieder an Österreich andocken zu können, wieder an das Kulturleben andocken zu können, im Radio gespielt zu werden, über Konzerte auch wieder jetzt in das Bewusstsein zu kommen. Das gelang nicht. Die offiziellen Behörden und Institutionen hatten größtenteils denkbar wenig Interesse, Behörden und Institutionen hatten größtenteils denkbar wenig Interesse, die vertriebenen Kunstschaffenden, Musikschaffenden in das Land Österreich zurückzuholen. Es gab ein paar rühmliche Ausnahmen. Viktor Matej, versuchte vor Ort in Wien für seinen Freund, der liebend gern nach Österreich zurückgekehrt wäre, physisch und auch über sein Werk, er versuchte, ihn zu unterstützen. Ich nannte das letzte Kapitel in der Kauder-Biografie, den Weg hinüberzufinden. Kapitel in der Kauder-Biografie, den Weg hinüber zu finden. Und dieses letzte Kapitel beschäftigt dich mit der Frage, warum konnte Kauders Wiederandocken in Österreich nicht funktionieren. Hugo Kauder schrieb am 25. April 1958 an seinen Freund Viktor Bärmeiser. Als ich 1938 Wien verließ, war ich dort unbekannt als der, der ich wirklich bin. Und seither bin ich auch als der, den man damals zu kennen meinte, vergessen worden. Schließen wir nicht die Augen vor diesem Tatbestand, stellen wir uns vielmehr ganz darauf ein, im Interesse der guten Sache. Dieser Briefwechsel ist sehr, sehr oft eine Wiederholung jetzt auch von immer den gleichgenannten Mechanismen und gleichgenannten Bemühungen. Ich steige jetzt ein in das Jahr 1957. Hugo Kauder schreibt an seinen Freund Viktor Beermeiser, der in Wien versucht, Kauder wieder an das Musikprogramm anzubinden. Zunächst immer wieder meinen Dank für Ihre Bemühungen um meiner Musik willen. Aber Sie wissen so gut wie ich, was von der österreichischen Schäbigkeit zu erwarten ist, die irgendeine jubeltreue Amtsminen inne mit schleimiger Freundlichkeit versichert, dass man mich bei geeigneter Gelegenheit berücksichtigen wird. Es tut mir in der Seele weh, zu denken, dass sie an Auseinandersetzungen mit diesem Pack Zeit und Kräfte verschwenden sollen. Ja, wenn sich eine Aufführung von solchem Format durchsetzen ließe, dass ich daraufhin endlich nach Wien kommen könnte. 29. Juni 1963, Hugo Kauder an Viktor Beermeiser. Dazu kommen meine alten grundsätzlichen Bedenken. Soll man von diesem Pack neidischer Dorftrautel etwas erbitten, wovon hundertmal ihre verdammte Pflicht und Schuldigkeit wäre? Jedenfalls erscheint es mir ehrenvoller, für das Gesindel gar nicht zu existieren, als mir von ihnen einen schmalen Brocken Anerkennung bewilligen zu lassen. Die einzige mögliche Form, an die Leute heranzugehen, wäre die Reklamation einer groben Versäumnis und ich überlasse es Ihnen und Ihrer Kenntnis der Verhältnisse die Entscheidung, ob Sie das riskieren können, ohne sich unnötigem Ärger und mich irgendeiner Ungebühr auszusetzen. Doch genug davon. Doch genug davon. Diese Diktion ist für Hugo Kauder äußerst scharf. Das zeigt einfach auch jetzt von seiner, ich würde nicht sagen Verbitterung, aber seinem auch aufkommenden, brennenden Ärger darüber, dass es nicht möglich war, sein Werk wieder nach Österreich zu bringen. Aber das kalmiert sich dann auch mit der Zeit und er distanziert sich von diesem Ansinnen. 26. August 1963, Hugo Kauder an Viktor Bermeiser. Dass Sie sich beim Radio so weit wie möglich für meine Sachen einsetzen, danke ich Ihnen herzlich. Aber tun Sie es bei diesem Gesindel nur so weit, als etwa eine bloße Anerkennung hinreicht, damit rein geschäftsmäßig ein Werk aufs Programm gesetzt werde. Den Leuten ein sachliches Interesse zuzutrauen oder zuzumuten, wäre eine allzu unverdiente Ehre. Das Äußerste wäre sie eben nur an eine Anstandspflicht zu erinnern. an eine Anstandspflicht zu erinnern. 20. Juli 1964, Hugo Kauder an Viktor Beermeiser. Dass ich in Wien vergessen bin, erscheint mir unter den heutigen Verhältnissen nicht als Verlust. Das öffentliche Musikleben ist längst kein Weg mehr, Kunstwerke lebendig zu erhalten. Und es wird andere Wege geben. Ein wenig davon erfahre ich jetzt schon. und sein Ansinnen ganz in sich zurückgenommen, hat sich auf seine Arbeit konzentriert und hat sich auf seine geistige Auseinandersetzung mit den ihm wichtigen Themen konzentriert. Hugo Kauder verstarb 1972 nicht in den Vereinigten Staaten. Er war wie jeden Sommer in Bussum in den Niederlanden bei seinen Freunden. Er klagte eines Tages im Juli 1972 über eine Magenverstimmung. Man dachte an nichts Gefährliches. Er ging zu Bett und ist am nächsten Morgen nicht aufgewacht. Er ist in seiner Heimateuropa friedlich eingeschlafen, ohne Österreich je wieder gesehen zu haben. Es wird schon wieder werden, du wirst es schon seh'n. Es wird schon wieder wär'n, auch wenn dich das Schicksal schlägt. Es wird schon wieder wär'n, es wird gut wär'n. Oh, es wird gut werden. Es wird schon wieder werden. Oh, es wird gut werden. Ja, meine Oma, das war eine bemerkenswerte Frau. Sie war oma, lief, ze lief. Ze were vreundelijk, vroeg en arbeidszaal. Ja oma, je verdankt veel in mijn leven. in mein Leben. Jo, Oma, dir verdank ich viel in mein Leben. Es wird schon wieder wär, hallo, bei, bei, Oma, es wird schon wieder wär, du wirst es schon sehen. Es wird schon wieder wärm, auch wenn dich das Schick zeugt. Es wird schon wieder wärm, oh es wird gut werden. Es wird schon wieder werden. Es wird gut werden. Bua hat's g'sagt, was wird denn aus mir einmal werden? Wann vorbei, vorbei ist mein langes Leben. Gibt's ein Hergut, ein Höhe oder gar nix mehr? Ja, Oma, du wirst es schon sehen. Du wirst es schon sehen. Oh, Oma, für mich wirst du immer leben. Es wird schon wieder wär'n. Oh, neulich, wein' bei Oma zu. Es wird schon wieder wär'n. Du wirst es schon seh'n. Es wird schon wieder wär, auch wenn dich das Schicksal schleu'n. Es wird schon wieder wär, euch wird gut werden. Es wird schon wieder werden. Es wird gut werden. Es wird gut werden. Applaus Vielen Dank. Thank you. buy me a pistol shame please let me explain buy me a pistol shame means that you're grand. By me, Mr. Shane, again I'll explain. By me, Mr. Shane means that you're the fairest of the land. I could say Bella, Bella, even say Bonne Barre. Bella even say bonnaba Each language only helps me tell you How brave you are I try to explain My leader is too shame So kiss me and say you understand Thank you. Thank you. I'm a patina. Thank you. Please let me explain Mea, mea, mea, mea, mea, mea, mea, mea, mea, mea, mea, mea, mea, mea, mea, mea, mea, mea, mea, mea, mea, mea, mea, mea, mea, mea, mea, mea, mea, mea, mea, mea, mea, mea, mea, mea, mea, mea, mea, mea, mea, mea, mea, mea, mea, mea, mea, mea, mea, mea, mea, mea, mea, mea, mea, mea, mea, mea, mea, mea, mea, mea, mea, mea, mea, mea, mea, mea, mea, mea, mea, mea, mea, mea, mea, mea, mea, mea, mea, mea, mea, mea, mea, mea, mea, mea, mea, mea, mea, mea, mea, mea, mea, mea, mea, mea, mea, mea, mea, mea, mea, mea, mea, mea, mea, mea, mea, mea, mea, mea, mea, mea, mea, mea, mea, mea, mea, mea, mea, mea, mea, mea, mea, mea, mea, mea, mea, mea, mea, mea, mea, mea, mea, mea, mea, mea, mea, mea, mea, mea, mea, mea, mea, mea, mea, mea, mea, mea, You the fairest of the land They could say Bella, Bella Even say Wunderbar Each language of the apps we tell you Oh, when you are I tried to explain But me, I missed the shape So kiss me and say you understand So kiss me and say you understand So kiss me and say you understand Thank you. Vielen Dank. Applaus Thank you. Applaus Danke. Thank you. Der Rippe hat geheißen, fröhlich sein, jabba-dabba-dabba-de-be-dei. Trinken, braunfen, nicht kein Wein Der Rewe hat geheißen, will noch sein Trinket Bronfen, nicht kein Wein Thank you.... Vielen Dank. Thank you.