Terra FM, Teacher Education Radio Austria, das Studierendenradio der Pädagogischen Hochschule Oberösterreich. Ja, willkommen hier bei Terra FM am 20. Oktober. Heute bei uns oder bei mir zu Gast Frau Eva Brammer-Semmler und Herr Willi Brammer. Willkommen. Und Herr Willi Prammer, willkommen. Ihr seid ja da, weil ihr eigentlich Experten seid in einer bestimmten Richtung. Was ist das überhaupt, was ihr macht und warum macht ihr das so? Naja, du spielst jetzt wahrscheinlich auf das Expertentum in inklusiver Pädagogik an. Warum das ist, ist, dass das eine Pädagogik ist, eine Schulpädagogik, das ist unser Bereich, Lehrerbildung, die also versucht, Lernbarrieren und Exklusionsrisiken so gering als möglich zu halten. Womit er sagt, dass es nie ganz wegzudiskutieren ist, weil das ist einfach das Spannungsfeld, in dem sich eine Institution wie die Schule befindet, also das wird nie ganz gut ausgehen, aber es kommt deutlich besser ausgehen, als es zur Zeit davor ist. Okay, also das ist der Status quo, es gibt noch Optimierungsbedarf. Welche Fortschritte hat man denn schon gemacht bis jetzt? Ich kann mich noch zurückerinnern, es war immer Integration die Geschichte. Und jetzt ist man auf Inklusion, irgendwie was Neues draufgekommen. Wo ist nun der Unterschied für unsere Zuseher oder Zuhörer und Ihnen? Was dürfen Sie sich darunter vorstellen? Das wäre jetzt ein langer Vortrag über diesen Bereich, aber ich versuche es möglichst kurz zu machen und auch ein bisschen in die Geschichte einzugehen. in die Geschichte einzugehen. Ausgangspunkt waren die ersten Versuche, gemeinsamen Unterricht zu machen. Da hat man versucht und das ist auch was, was mich selber bewegt, wenn man so sieht, wie Kinder gemeinsam im sozialen Umfeld aufwachsen und dann, wenn der Kindergarten losgeht oder noch mehr die Schule losgeht, die Kinder plötzlich noch nicht mehr dabei sein dürfen. Das war so in den 80er Jahren des vergangenen Jahrtausends, könnte man sagen. Und daraus hat sich so etwas entwickelt wie so eine Elternbewegung für einen gemeinsamen Unterricht. entwickelt wie so eine Elternbewegung für einen gemeinsamen Unterricht. In den 80er Jahren waren die ersten Versuche, in den 90er Jahren wurden gesetzliche Rahmenbedingungen festgelegt und die Primarschule, die Volksschule hat dort einen Auftrag bekommen, das war 1995, die soziale Integration zu bewerkstelligen. Soziale Integration hat immer noch geheißen, dass man Kinder und Jugendliche mit einer Behinderung zu den Kindern, die nicht behindert sind, dazugibt, additiv einfach dazufügt. Und aus den 2000er Jahren heraus ist zu sagen, dass sich dann später so eine Begrifflichkeit entwickelt hat, die letztendlich eine neue Qualität sozusagen mit sich gebracht hat, das war die Inklusion. Da war der Punkt dann einfach der, dass man niemanden mehr dazugeben wollte, sondern von vornherein gesagt hat, wir akzeptieren, dass die Gesellschaft heterogen ist, unterschiedlich ist, dass es viele Gründe gibt oder viele Faktoren gibt, wo man Unterschiedlichkeit feststellen kann. Es geht nicht nur um diesen Bereich der Behinderung, sondern es geht um diese Diversität, die da immer wieder im Spiel ist, Diese Diversität, die da immer wieder im Spiel ist, was nichts anderes heißt, als dass man diese Unterschiede nach Rasse, Geschlecht, Herkunft usw. usw., dass man die alle zu berücksichtigen hat. Und der Kernpunkt wäre eigentlich der, dass man sagt, wir machen da keine großen Unterschiede. Wir wertschätzen das, wie jeder Mensch ist und machen so einen gemeinsamen Unterricht für alle Schülerinnen und Schüler. Das klingt einmal ganz, ganz schön und fein. Wie ist denn jetzt so der Status quo in Österreich? Haben wir Inklusion auch gesetzlich verankert? In Österreich haben wir Inklusion auch gesetzlich verankert. Wo gibt es deiner Meinung nach noch Optimierungsbedarf? Oder gibt es überhaupt? Vielleicht hat Österreich seine Hausaufgaben gut gemacht? Das glaube ich nicht wirklich, aber ich möchte es an einem Beispiel festmachen, was das eindrücklich dokumentiert. Nachdem Österreich die Behindertenrechtskonvention, die UN-Behindertenrechtskonvention ratifiziert hat, am 26. Oktober 2008, das ist ja schon wieder lange her, hat es eine Zeit lang gedauert, bis man sich einen Nationalaktionsplan zurechtgelegt hat. In diesem nationalen Aktionsplan hätte man Ziele formulieren sollen, die Österreich auf ein inklusives Schulsystem hinbringen. Da war zum Beispiel der Vorschlag, dass man die explodierenden Einrichtungen, wie zum Beispiel eine Sonderschule, beauftragt, keine neuen Kinder mehr aufzunehmen. Und dann würde das von 2012 bis 2020 soweit sein, dass die Sonderschule sozusagen umgewandelt wird in eine normale Regelschule. Jetzt sind wir 22 und ein neuer Aktionsplan wurde erstellt. Und nicht einmal in diesem neuen Aktionsplan, der jetzt den Zeitraum 2022 bis 2030 hat, wird davon gesprochen, dass die Sonderschulden aufzulösen sind. Und das ist schon ein Punkt, der sozusagen dokumentiert, dass man zwar schöne Bekenntnisse immer wieder hören kann und lesen kann, aber wenn es um die konkrete und die reale Umsetzung geht, dann sagen viele, dass wir jetzt eigentlich wieder zurückgeworfen sind auf einen Status, wo wir glaubten, der wäre schon lange überwunden. Also ist es so ein bisschen auch wie mit den Menschenrechten. Man ist gern dabei, aber was ums Umsetzen geht, da lässt man sich ein bisschen mehr Zeit. Ich saß ja, so wie ich mitgekriegt habe, nicht nur in Österreich unterwegs, sondern auch über die Landesgrenzen hinaus. Wo warst du schon überall, jetzt dienstlich gesehen? Und welche Erfahrungen hast du dort gemacht? Gibt es vielleicht auch Best-Practice-Beispiele, die man sich abschauen kann? Best-Practice-Neuerfahrungen, wo ich überall war. Also warum wir uns heute treffen ist, dass wir in der Ukraine gearbeitet haben von 2019, jetzt nicht so eigeninitiert, sondern eben über den, jetzt muss man glaube ich helfen will, ÖAD, Österreichischer Dienstnahe Einrichtung, die schon über Ewigkeiten einen Kooperationsvertrag unter anderem mit der Pädagogischen Hochschule Oberösterreich hat. Und in den 2018er, 2019er Jahren, noch vor dem Selenskyj, also beim vorigen Präsidenten, der hat eine ziemlich große ukrainische Schulreform angestoßen, also auch sehr in der Richtung aus einem noch sehr frontalen, sehr geordneten, sehr normativen Step-by-Step-Schulsystem in offenere Strukturen zu kommen. Das war die Grundidee. Und die zweite Idee war, große Einrichtungen, wo Kinder und Jugendliche mit Behinderung leben und nicht beschult werden, aufzulösen. Das heißt, die Kinder sind dann daheim gewesen. Also eine ähnliche Entwicklung, wie wir es in den 1980er-Jahren auch gehabt haben. Also, dass die Kinder im familiären Verbau aufwachsen und die haben dann einfach eine Beschulungsmöglichkeit gebraucht. Also da sind sozusagen zwei Sachen zusammengekommen. Diese ukrainische Schulreform, die also deutlich eine Schulentwicklungs- und Unterrichtsreform war und wo die Regierung, auch dann die Nachfolgeregierung Selensky schon ziemlich eine politische Power dahinter gesetzt hat, auch jetzt noch dahinter gesetzt, obwohl Krieg ist. Und das war so, dass die der ÖAD eben die dort Bildungsoffensiven begleiten, eben jemanden gesucht hat, der entsprechende Expertise hat und dort die LehrerInnen und die IAZ-MitarbeiterInnen inklusive Ressourcenzentrum, sagst du vielleicht kurz was, ja einfach fortbildet und da haben wir so 2019 gestartet davon. Und zu best practice möchte ich später nochmal was sagen. Darf ich noch was ergänzend dazu sagen? Wir sind ja schon so in diesem Feld drinnen und man muss wahrscheinlich dann nochmal genauer erklären, diese Bildungsreform hat die Überschrift gehabt, die neue ukrainische Schule. Und dass die neue ukrainische Schule eine inklusive Schule ist und auch sein soll, das war allen klar. Und deswegen haben sie das auch auf den Weg gemacht und haben eigentlich in relativ kurzer Zeit ganz viele positive Schritte in die richtige Richtung gesetzt. Wie war denn jetzt so der Status, als ihr hingekommen seid? Also du hast es schon ein bisschen angeschnitten. Kinder mit Beeinträchtigung sind zu Hause geblieben, wurden zu Hause im familiären Verband beschult, wenn überhaupt. Das ist ja bisher auch außer Kontrolle geraten. Oder hat es da irgendwelche Institutionen gegeben, die das überprüft haben, ob zu Hause mit dem Kind was gemacht wird? Oder ist das alles so? Also die gesetzliche Grundlage, die wir wissen, ist, dass Eltern von Kindern mit einer Behinderung entscheiden können, ob das Kind zu Hause bleibt oder in die Schule geht. Wobei mir nicht ganz klar ist, ob das so gehandhabt wird wie bei uns, dass es also keine Unterrichtspflicht besteht, aber eine Schulpflicht. Die Eltern bekommen die Ressourcen zur Verfügung gestellt und sie können das Bildungsangebot auch selber finanzieren und bezahlen. Und es ist damals oft passiert, dass Lehrer nach dem Unterricht in die Familien gefahren sind und dort mit den Kindern in Einzelsituationen gearbeitet haben. Und gesellschaftlich gesehen, du hast ja gesagt, es hat sich irgendwann einmal in den 90er Jahren die Inklusion aufgrund einer Elterninitiative entwickelt. Da gehe ich mir davon aus, dass die Gesellschaft war ein bisschen bereit dafür oder hat das mit offenen Armen erwartet. Wie war das im Vergleich zu der Ukraine? Waren die da, sag ich jetzt mal, progressiv oder eher schon wieder neue Reformen, bringt sowieso nichts? Welchen Eindruck habt ihr? Also das ist natürlich alles subjektiv. Nein, da müsste man sich jetzt wirklich auch in die Geschichte der Ukraine ein wenig hineindenken und sehen, was sich da alles entwickelt hat. Aber einen Punkt kann man herausstreichen. Es war die Frau vom damaligen Präsidenten, der hat Boroschenko geheißen, die Frau Boroschenko, die sozusagen aus ihrem Aufgabenfeld als First Lady sozusagen gesehen hat, da muss in der Schule was passieren, da muss sich was weiterentwickeln. Und das war so der Anstoß und dann folgen natürlich dann parlamentarische Diskussionen, es folgen dann auch Gesetze und dann geht das relativ rasch, dass man sozusagen dann auch schon mehr auf einem richtigen Weg ist wie bei uns, weil bei uns war das in den 80er, 90er Jahren dann zuerst die Versuche, dann langer Kampf, dass das in die gesetzlichen Bestimmungen kommt und dann sozusagen auch immer wieder, wie geht es denn weiter, wie geht es nach der Volksschule weiter. Das war immer nicht ausgemacht und das ist auch immer nicht reibungslos abgelaufen. Wir haben zum Beispiel mehr als zwölf Jahre warten müssen, bis wir eine Regelung gekriegt haben, wie geht es denn mit der Integration, sage ich jetzt absichtlich, nach der achten Schulstufe weiter. Und dann war irgendwie die Idee, ja dann geht das in alle Schulen, die nach der achten Schulstufe zur Verfügung stehen. War aber nicht so. Der Kompromiss, der nachher da passiert ist, ist das, dass die Polytechnische Schule und die Haushaltungsschule die einzigen zwei Schulen sind, die sozusagen auch die Verpflichtung als Aufgabe ihres Schultypes haben, die soziale Integration weiterzuführen. Keine Hack, keine Arsch, die haben diesen Auftrag einfach nicht mehr bekommen, und da geben sie alle Oberstufe, selbstverständlich. Also es ist natürlich jetzt eine Klärungsfrage, das heißt angenommen, ich hätte jetzt eine Beeinträchtigung und könnte eigentlich dann nicht mehr in die Oberstufe gehen in Österreich. Man kann nur in die Oberstufe gehen, wenn man die Voraussetzungen erfüllt. Die Lehrplanziele erreicht haben. Die Lehrplanziele erreicht haben, heißt das. Du kannst natürlich als Mensch mit einer körperlichen Beeinträchtigung oder wenn du seh- oder hörbeeinträchtigt bist, kognitiv in der Lage bist, die Lehrplanziele zu erfüllen, dann kannst du natürlich in die Oberstufe gehen. Selbstverständlich, das geht ja auch bis dahin zu studieren mit einer Behinderung. Aber gibt es ja diesen sonderpädagogischen Förderbedarf. Angenommen, ich habe jetzt den Förderbedarf bzw. muss ich in Mathematik gefördert werden und dann mache ich einen Hack, der eigentlich mit Mathe wenig zu tun hat. Das ist aber schon ein Ausschlusskriterium, also das werde ich gar nicht aufgenommen. In der jetzigen Situation ist es so, du wirst nicht aufgenommen, weil du die Anforderungen nicht erfüllst. Unsere Vorstellung ist, ein inklusives Schulsystem bietet die Möglichkeiten, jedem Schüler und jeder Schülerin mit einer Beeinträchtigung die Pflichtschuljahre und darüber hinaus jene Jahre zu absolvieren, die für Schüler und Schülerinnen sinnvoll und gut sind. Und welche gesetzlichen Maßnahmen hat man dann in der Ukraine jetzt irgendwie gefangen? Welche Maßnahmen hat man dann in der Ukraine jetzt irgendwie gefangert? Ich mach das ein bisschen umrundend und gehe nochmal auf die Best Practice Beispiel, weil es eigentlich schon immer spannend ist, wenn man in Ländern arbeitet, wo man sozusagen den Auftrag schon bekommt, nicht nur zu erzählen, sondern auch fachlich fundiert Möglichkeiten von Umsetzungen anzubieten. Das war jetzt die Ukraine, vorher war man in Moldawien, ich arbeite jetzt auch in Nigeria. Und man kommt dann hin und es sind Bedingungen, die natürlich überhaupt nicht vergleichbar sind mit unseren. Also dieses koloniale Copy and Paste Ding funktioniert nicht. Und das was wir jetzt mitgekriegt haben von der Ukraine, wobei wir jetzt dazu sagen müssen, das ist ein Riesenland, wir haben in einem Bundesland gearbeitet, nämlich Odessa und jetzt eben aufgrund der Kriegssituation noch in einem westlichen, dem westlichsten Bundesland, nordwestlichen Transkarpatien in Uschkarad, also wir kennen die zwei Bereiche von der Ukraine und sonst kein und das ist einfach ein zu großes Land, um das einmal quer um mich zu sagen. Also in Odessa sind wir eingeladen gewesen, die haben sozusagen etwas kreiert, was wir uns für Österreich eigentlich gewünscht hätten. Das heißt, dort inklusives Ressourcenzentrum, man hat einmal grundsätzlich die Aufgabe, inkludierende Maßnahmen an Schulen zu unterstützen, gleichzeitig waren aber auch bei den Teilnehmerinnen, das nennen die dort die Akademie, so ein bisschen ein Pendant zur Lehrerbildung, aber sie sind also jetzt eher nur im fortbildenden Bereich. Also es waren schon ziemlich viele Stakeholder sozusagen, da versammelt Lehrpersonen auch immer wieder, also die auch gemeinsam da diese Fortbildungsveranstaltungen besucht hat und da sind wir fast, also da waren die schlicht weiter, als wir es in Österreich, also dahin wollte man aus meinem Gefühl auch noch einmal in Österreich hinkommen, also viel bessere Supportsysteme für die Schulen aufzubauen, jetzt im Bereich Behinderung, aber auch in anderen Diversitätsbereichen, die diskriminationsgefährdet sind, wo ich das Gefühl gehabt habe, die haben wir schon zu einem viel späteren Zeitpunkt angesetzt und es war die Idee, das so auszubauen. Interdisziplinär, also wir haben mit Logopädinnen, Psychologinnen, Lehrerinnen, Lehrer, Fortbildnerinnen gearbeitet, also das war aus meiner Sicht nichts mehr, wo man sagen kann, wir erzählen euch jetzt, wie es bei uns funktioniert, sondern wir haben natürlich auch Theorie basiert, Ideen und steigen dort ein, wo ihr seid und wir gehen davon aus, ihr adaptiert das natürlich auf eure Verhältnisse, was die aus unserer Sicht, glaube ich, ziemlich gut da haben. Das würde man sich, glaube ich, auch für Österreich wünschen, dass so ein interdisziplinäres Team ja auch in der Schule steht, also dass jetzt nicht nur Teamteaching von drei Lehrern gemacht wird, zumindest würde man sich das gerne wünschen, sondern da auch ein Soziologe, Psychologe oder Psychologin und Soziologin und Pädagogin da gemeinsam stehen, weil ja die Probleme oder die Schwierigkeiten ja ein bisschen multidimensional sind. Wir haben schon 20 Minuten Zeit und Christian hat schon gesagt, er hat heute eine tolle Musik vorbereitet. Ich würde mal sagen, wir spielen mal ein bisschen Musik und hören uns Christians Musikgeschmack an. Da ist ein Schwirren in der Luft, ist ein Flirren auf den großen dunklen Flächen. Seh ich's flimmern, blitzen Funken auf und schimmern für Bruchteilsekunden. Für Stunden kann das helle Licht dich bannen. Lass es Elektrosmog sein oder die Wellen, die die ganze Welt umspannen. Ich muss auf, ich muss von dannen. Da ist ein Raum und ist ein Rauschen, du musst nur etwas fester lauschen. Ist ein Dispern und ein Zischen in den Tönen und dazwischen hör ich Summen. Wie von Abertausend Rechnern,n die berechnen welche wege wir hassen auf den türmen auf den dächern stehen die masten die längst alles erfassen bringt mich von hier fort alles alles ist vergiftet von hier fort. Bringt mich von hier fort. Alles, alles ist vergiftet von hier fort. Da ist Sorbit mit Nitrat, ein Präparat aus Glutamat War das ein Huhn? Das Brot hier hat auch nichts mit Mehl, nichts mehr zu tun Verklappt, verkippt, verklappt dein Kahn, den Dreck auf Vorsee Ich aß gern Schnee, willst du auch weg? Was ist dein Plan? Nimmst du Besteck, den Strick, ist dein Plan? Obst du besteckt in Strick? Wenn dann schluckst du die Pillen gegen warm? Bring mich von hier fort Alles, alles ist vergiftet Von hier fort Bring mich von hier fort Alles, alles ist vergiftet Von hier fort Da ist ein Piepsen und ein Ticken und ein Deut in ihren Blicken, die mich rügen. Falsche Farben, schau sie lügen, alles schmeckt so nach Betrug. Oh, lass das sein, es ist genug. Ja, willkommen zurück nach der wundervollen Musikunterbrechung. Wir waren jetzt alle sehr, sehr positiv überrascht über richtig fetzige Musik quasi im Vergleich zum Alltag. Genau, wir sind bei du, Herr Brammer, oder? Wir haben auch die Soundprobleme ein bisschen besser in den Griff bekommen. Jetzt hast du gesagt, Eva, die haben eigentlich später angefangen, aber Österreich quasi überholt. Hast du die selbe Meinung Meinung oder wie sieht das aus deiner Sicht aus? Ich habe ja schon vorhin angesprochen, der nationale Aktionsplan 2022 bis 2030 sieht wieder solche Schritte vor, wo es dann heißt, die Länder werden aufgefordert, ein Inklusionskonzept zu machen und und und. Und das muss man sich einmal vorstellen, 14 Jahre nachdem Österreich die Behindertenrechtskonvention unterschrieben oder ratifiziert hat, stürmt man Zielsetzungen auf, die alles und nichts bedeuten können. Wir haben uns sukzessive nach rückwärts entwickelt, das finde ich bedauerlich und wirklich auch nicht in Ordnung. Und wenn man sich jetzt zum Beispiel ganz aktuelle Problembereiche anschaut, dass Schüler im 11. und 12. Schuljahr einfach nicht mehr in die Schule gehen dürfen, dann ist das eigentlich eine Sache, die in einem der reichsten Länder der Erde nicht mehr vorkommen sollte. Das Problem ist, dass die Eltern Öffentlichkeit suchen, bis sie eine Öffentlichkeit kriegen. Dann wird es einmal im Fernsehen gespielt, einmal in der Zeit im Bild berichtet oder was weiß ich was. Und dann war es es. Und das Schicksal der Kinder bleibt noch unberührt. Und das Schicksal der Kinder bleibt nachher auch unberührt. Wie schaut denn das Bildungssystem generell in der Ukraine aus? Haben die auch so ein zweigleisiges Bildungssystem oder ist das bei ihnen einheitlich oder haben die vielleicht sogar mehrere Gleise? Also das was wir jetzt sagen können, wenn wir nicht alles gesehen haben. Es gibt schon diesen gymnasialen Zweig, was wir gesehen haben. Es gibt auch private Initiativen. Aber das was sozusagen der Hauptkernpunkt dabei ist, das sind diese Schulen, wo alle gehen. Und das Langewöhnliche ist, ich glaube, dass es auf jeden Fall bis zum zwölften Lebensjahr ist, dass die Kinder in einer gemeinsamen Schule bleiben. Also spätere Selektion. Das ist, glaube ich, ganz wichtig. Jetzt hast du gesagt, Eva, ihr wart in Odessa und den anderen Namen habe ich mir nicht mehr... Franz Kapazian. Puschkorot. Das ist an der Grenze zur Slowakei, ganz nahe. Okay. Das ist ja ein großes Land, wie verschieden ist das, bzw. weil du auch das angesprochen hast, in Österreich ist ja der Bund sagt was, die Länder tun es nicht. Ist da das in der Ukraine vergleichbar oder hat da der Bund quasi mehr Durchgriffsrecht in den einzelnen Bundesländern? Also so tief haben wir da in die Bildungspolitik nicht einiges gesehen. Also ich kann jetzt einfach von dem her, also das was man relativ sicher weiß, ist, dass es an einer Governance-Forschungsperspektive ist, um eine Reform umzusetzen, braucht es einerseits die Intentionen, die hat es ganz eindeutig gegeben, also es hat diese First Ladies gegeben, die gesagt haben, da stehen wir dahinter, es gibt uns die Strukturen, es gibt jetzt die Gesetze, die jetzt sogar noch ausgebaut worden sind, also in der letzten Zeit, wo wir dort gearbeitet haben, dass diese inklusiven Ressourcenzentren, die wir uns zuerst ein bisschen vorgestellt haben, tatsächlich sowas auch wie eine Lebensbegleitung, also bis ins Erwachsenenleben von einem Menschen mit Behinderung ist, das heißt, die steigen eigentlich schon in der Frühförderung ein und begleiten das kontinuierlich. Ich weiß jetzt nicht, wie sie es umsetzen, aber es ist irgendwie ein interessanter Ansatz, dass die sagen, du musst sozusagen einen roten Faden geben, um auch die Übergänge zwischen Familie und Bildungsinstitutionen und dann ins Erwachsenenleben, um die also möglichst sanft zu gestalten, also das übernehmen die inklusiven Ressourcenzentren. Zumindest von der Idee her, glaube ich, sollten die auch eine koordinierende Stelle sein, um unterschiedliche Sachen unter den Hurt zu bringen und eben diesen Bildungsverlauf von einem Kind und Jugendlichen besser begleiten zu können. Also wir kennen die Strukturen, die eindeutig schon so ausgelegt sind, dass es gesetzliche Grundlagen gibt, dass es also Aufträge gibt innerhalb dieser gesetzlichen Strukturen. Bei den Ressourcen schaut es also völlig anders aus. Ich würde einmal meinen, dass wir da personell, materiell, räumlich deutlich besser ausgestattet sind als die sind, also jetzt in den Schulen. Aber die Leute, mit denen wir gearbeitet haben, das war so die erste Generation und wie bei jeder Reform, die erste Generation ist da schon noch total überzeugt und das sind auch die, die das tatsächlich umsetzen wollen. Also wie sich das dann fortsetzt, ist schwer zu sagen. Das was wir auch wissen, nachdem jetzt die Teilnehmerinnen von Odessa jetzt gerade auf Studienreise Montag Dienstag in Linz waren, dass auch die Kriegssituation, diese Akademie, die für die Lehrerweiterbildung zuständig sind und auch die inklusiven Ressourcenzentren nicht darauf hindert ihre Arbeit weiterzumachen. Also die sind noch wie vor vor Ort und versuchen unter den jeweiligen Kriegsbedingungen in Schutzräumen oder in Büros ihre Arbeit fortzusetzen. Wow, das ist spannend. Und natürlich wird der ganze Krieg und die Wirtschaftseinbrüche sich auch ein, wo die Ressourcen noch weiter wegnehmen. Aber es ist spannend. Habt ihr noch Kontakt oder hast du noch Kontakt zu Leuten, die sagen, ich schreibe dir gerade eine E-Mail aus dem Luftschutzbunker und wir arbeiten daran. Oder ist da dieses soziale Umfeld oder dieser Chaos? Da hast du eine Online-Erfahrung. Für uns eine neue Erfahrung, was jetzt irgendwie ein bisschen schräg klingt, in Uschkarod, was wirklich ein sicherer Ort ist, haben wir eine Lehrveranstaltung gemacht. Dann plötzlich ist Fliegeralarm. Das schaut in der Ukraine so aus, dass alle ein Handy haben und die Handys dann zum Vibrieren, Leuchten, Klingeln und sonst irgendwas anfangen. Und es war halt einfach dieser Montag vor einer Woche, glaube ich, oder vor zwei Wochen, wo die Russen die ganzen Bomben abgeworfen haben und das ist eigentlich dann dramatisch. Ich weiß nicht genau, wie man reagieren soll und Dann sagen alle, das ist jetzt der Alarm. Dann muss man schauen, wie ernst das Ganze ist. Nachdem dann nach einer halben Stunde Entwarnung gegeben worden ist, haben wir weitergearbeitet. Natürlich haben wir jetzt Kontakt. Wir waren jetzt die ganze Zeit mit ihnen online. Was da zu sagen ist, ist ein großes Kompliment an die ganzen Lehrerinnen und Lehrer in der Ukraine, die sich wirklich aufopferungswürdig dieser Situation stellen. Und das einzige Ziel ist, dass die Ukraine diesen Krieg gewinnt, was immer das jetzt heißen mag oder wie immer die Vorstellungen sind. die Vorstellungen sind, aber noch einmal kurz erklärt. Eine Kollegin hat gesagt, ich habe meine Kinder und die Großmutter zu Bekannten nach Ungarn geschickt. Da sind sie sicher. Mein Mann hat gesagt, ich werde die Ukraine verteidigen. Und ich bin jetzt da als Lehrerin und kümmere mich um die Kinder, die bei anderen Familien sind und die nicht weg können. Und wir arbeiten da weiter, wir lernen mit den Kindern, wir betreuen die Kinder und, und, und. Und dann haben sie ihnen gesagt, es ist gefährlich, wenn sie da im Gebäude im ersten Stock sind und im Erdgeschoss. Dann haben sie gesagt, na gut, dann richten wir uns in den Keller her. Dann haben sie es in den Keller hergerichtet und einfach weitergearbeitet. Und nicht nur das. Sie wissen, dass Kinder im Hausland sind, sie machen Unterricht, sie machen am Nachmittag Online-Angebote für die, die irgendwo einen Schutz gefunden haben. Und die Akademie in Odessa zum Beispiel hat sich sehr bemüht, dass sie diese dramatischen oder diese Kriegssituationen auch aufarbeiten und sie machen so gute Nachtgeschichten. Um 20 Uhr können sie die Kinder aus der ganzen Welt sozusagen wieder über Zoom anmelden und mit den Lehrerinnen und Lehrern sprechen. Ein Engagement, das wirklich hervorzuheben ist. Das ist wirklich schön, was man hört. Aber eben Eva, du hast auch von dieser Aufbruchsstimmung geredet. Die erste Generation, die wollen das machen, beeinflusst auch sich natürlich auch so diesen ganzen Spirit von der Landesverteidigung. Würdest du dir auch gewisse Teile davon für Österreich wünschen, jetzt sage ich mal abgesehen vom Krieg? Nein, also ich glaube man kann die Länder so nicht vergleichen. Also bei uns, in unserer jetzigen Situation, also in inklusiven Fragen kriegst du jetzt keine Aufbruchsstimmung mehr zusammen. Also das ist einmal grundsätzlich durchgehauen. Das hat also eine bestimmte Dynamik, eine bestimmte Routine entwickelt und in der bleibt es jetzt. Also Impulse, glaube ich, müssen da auch nur einmal von anderer Seite kommen. Das ist die große Frage. Das ist die große Frage. Was in der Ukraine auch das Thema ist, im Übrigen auch in Enugu, da war ich in Nigerien bei einem Forschungskongress, das ist Digitalisierung. Die Frage ist, wie kriegst du da das Thema, das beschäftigt alle, da werden die Ressourcen zur Verfügung gestellt, also offensichtlich weltweit, habe ich eine Schlussfolgerung heute. Das heißt, wie kriegst du da das Thema wieder gut verankert drinnen? Weil Digitalisierung, jetzt einmal so pauschal, digitale Bildung ist die Frage, ist die inklusiv konzipiert oder ist die von vornherein exkludierend konzipiert, dass bestimmte Menschen da überhaupt gar keine Chance haben. Also das schwingt auch immer wieder mit, mit anderen Reformen. Also eine Aufbruchsstimmung kriegst du aus meiner Sicht in Österreich so nicht mehr mehr zu haben. Du sagst digitale Inklusion, das ist jetzt glaube ich so das neue Ziel, oder? Dass man sich auch in Österreich so ein bisschen setzt. Welche Vor- und Nachteile? Oder dass man sich auch in Österreich so ein bisschen setzt? Welche Vor- und Nachteile, das kann auch exkludierend sein. Welche Gefahren würde jetzt Österreich laufen, wenn man da erst einfach nicht hinschaut und einfach zwanghaft digitalisiert? Worauf sollte zum Beispiel die First Lady von Österreich, die jetzt hoffentlich zusieht, weil wir haben gesehen, das kommt immer auf die First Lady drauf an, worauf oder welche Gefahren läuft man da, dass man dann eng, in einer guten Absicht noch etwas Schlimmeres macht? Naja, ich glaube, das ist, also ich sehe da jetzt einmal zwischen analoger Bildung und digitaler Bildung nicht so einen großen Unterschied. Erstens einmal ist die Frage, wie schaffe ich Zugänge? Und zweitens glaube ich, ist nun die Grundfrage, sich dafür einmal zu interessieren, was tun denn jetzt Kinder und junge Menschen eigentlich digital? Da wissen wir noch viel zu wenig drüber. Wie gehen sie damit um? Wie kommunizieren sie? Was sagen sie sich wie? Was nutzen sie? Da braucht es glaube ich auch noch aus meiner Sicht ziemlich eine breite Forschung. Generell, was tun Kinder und Jugendliche damit? Und da natürlich nicht sagen, ja aber Menschen mit Behinderung, die fragen wir zur Sicherheit gar nicht, sondern das wirklich auch so aufzumachen und sagen, wie agieren die mit Sprache, wie agieren die mit Hardware, damit Zugänge möglich ist, was interessiert, wie tauschen sie sich aus. Also aus meiner Sicht sind wir da noch ganz am Anfang und wir plätschern gerade auf der Ebene lustige Tools zu implementieren, aber das sind Tools und nicht die Bildungsfrage. Über digitale Bildung, glaube ich, haben wir noch ziemlich einen Informationsbedarf. Und außerdem muss auch klar sein, und das ist mir ein großes Anliegen, wenn man von Digitalisierung spricht, dann muss man auch klar zum Ausdruck bringen, was man darunter versteht. Ist das ein Werkzeug zum Lernen? Ist das etwas, wo man die Schulen an ein schnelles Internet anschließt? Ist das dann schon Digitalisierung? Oder ist das das, dass man den Schülern ein Tablet oder ein Notebook in die Hand druckückt. Da gibt es ja viele Ausprägungsformen und Lernen aus unserer Sicht heraus funktioniert in Kooperation miteinander, in Kooperation an einem gemeinsamen Gegenstand, der auf die Interessen der Schüler und Schülerinnen Rücksicht nimmt. Und dazu brauche ich Präsenz. Da kann ich nicht auf hybride oder digitale Formen setzen. Es braucht die konkrete Auseinandersetzung mit einer Sache. Und das wird uns nicht ein Sport bleiben. Dass wir das auch noch einmal stärker in den Fokus rücken. Und das Zweite ist, weil man das jetzt auch zum Beispiel in den Schulbesuchen am Montag und am Dienstag gesehen hat, ganz toll, wie Schulen sozusagen im Mittelschulbereich diese Möglichkeiten auch umsetzen. Schüler mit Notebook oder Tablets im konkreten Fall. Das ist schon in Ordnung. Aber im Hintergrund steckt eine Befürchtung meinerseits, dass wenn man jetzt diese Tablets bis in die achte Schulstufe in den Schulen hat, dass man dann plötzlich darauf verzichtet, Bücher zu machen. Und plötzlich kriegt das Thema Schulbuch ganz andere Sachen. Wenn es keine Schulbücher mehr gibt, wenn man es eh digital am Notebook lesen kann oder am Laptop oder am Tablet lesen kann, dann sitzen die Kinder dann nur mehr vor den Tablets und lesen dort. Und ein Buch ist schon was anderes, aber das ist nur so ein Nebenschauplatz bei uns, nicht so eine Digitalisierung. Um da noch einmal auf die Ukraine zurückzukommen, also ich denke mir, die setzen sich mit denselben Fragen auseinander, minus dem, dass die natürlich jetzt quer über die Ukraine nicht so mit Endgeräten ausgestattet sind, also da ist bei uns auch noch immer ein Bedarf, dass das besser gemacht wird. Der Bedarf ist vermute jetzt einmal deutlich höher. Aber alleine auch diese Kriegssituation bringt es ja auch in die Situation hinein zu überlegen und wie erreichen wir die Schüler und Schülerinnen, die jetzt nicht in Präsenz da sein können. Also das ist ja noch ganz ein kontextbezogenes, dringliches Bedürfnis, weil wir letztendlich eben auch erfahren haben, nur die Schulen, die über einen Schutzraum verfügen können, tatsächlich auch in Präsenz Unterricht machen und das andere muss über online sein. Also die sind auch sehr tief in dieser Frage drinnen natürlich. Ja klar, und die haben auch natürlich nicht mehr so die Möglichkeit. Also man denkt, zwei Jahre zurück in Österreich, eben mit Corona, mit Lockdown, war das auch okay. Auf einmal greift man auf das Internet zu, wovor man sich jahrelang gefiecht hat. Und eigentlich habe ich so das Gefühl, eher aus den Schulen halt eigentlich weg haben wollte. Handys, alles was irgendwie mit Internet, das ist halt so ein unentfasstes Gebiet, da das wollen wir lieber nicht so gern drin haben, weil da konnte man ja plötzlich rauskommen. Ja. Also noch, weil es ja die inklusive Frage da immer war, ich glaube, es wird sich jetzt weisen, ob man jetzt auch Digitalisierung, digitale Bildung sozusagen in die Grammatik, in die Logik der Schule hineinpresst, dann wird es natürlich die Exklusionsrisiken haben wie immer, oder ob man damit auch sagt, wow, also man kann jetzt sozusagen den schulischen Raum auch erweitern dadurch. Aber das weiß ich noch nicht, weiß keiner, wie sich das entwickelt. Ich glaube, es ist beides möglich zurzeit. Okay. Wenn man jetzt ganz utopisch wäre, wärst du jetzt die First Lady, welche Schritte würdest du ersetzen, oder? Herr Präsident? Probieren wir es jetzt gendersensibel. Der Willi sagt, was macht die First Lady? Nein, der Punkt ist wirklich einfach auch der, dass man definieren muss, was ein gutes Bildungsangebot ist. Und ich bin auch nicht glücklich über diese ganzen neuen Bewegungen und Strömungen. Wenn ich es überspitzt sagen darf, ich bin auch nicht glücklich darüber, dass man sich stundenlang darüber unterhält, was der Unterschied zwischen Integration und Inklusion ist. Im Grunde genommen ist die Aufgabe der Schule ganz banal und ganz einfach. Für jedes Kind, egal wo es herkommt, egal wo es steht, egal was sie für Vorbildungen hat, wie ihr soziales Umfeld ist, ein geeignetes, gutes Bildungsangebot zu machen. Und weil jeder Mensch gleich an Recht und Würde ist, den Menschenrechten schon verankert, 1948, der kann aufgrund seiner Behinderung ausgeschlossen werden. Das steht in der österreichischen Verfassung. Was brauchen wir denn noch mehr? Ich schließe niemanden aus, damit hat die Schule einen klaren Auftrag und dieser Auftrag heißt, ein geeignetes Bildungsangebot zu machen. Da kann ich mich nicht als Lehrer oder Lehrerin hinstellen und sagen, Entschuldigung, mit Ihrem Kind, Kind weiß ich nicht, was ich tun soll. Das ist absurd, dass man so etwas überhaupt noch einmal erwähnen muss. Eva, du sagst ja, du warst nicht nur in der Ukraine, du warst auch in Nigeria. Wo steht man da, von welchen Problemen aussetzt die Digitalisierung? Oder auch Probleme, welche Herausforderung, würde ich jetzt eher sagen, als Probleme siehst du dort im Vergleich zu Österreich? Oder vielleicht gibt es auch natürlich Unterschiede, die besser funktionieren als bei uns? Naja, du fragst immer Sachen, da müsste ich vielmehr die innere Struktur von Staaten kennen, die ich nicht kenne. Aber was mich schon beschäftigt, jetzt bezogen auf Odessa, ist einfach, ich meine, einerseits dieses Eingeladenwerden, also für Digitalisierung will mich kein Mensch einladen, nebenbei, aber für Inklusion halt schon. Aber dass man eben auch, das finde ich in dem Zusammenhang immer interessant, dass man da nicht in so einen kolonialen Habitus verfolgt. Und da auch zu schauen, was die einzelnen Länder da an Umsetzungen, Ideen, an Power, an wie lesen sie ihre eigene Situation, das finde ich ist einfach das Spannende am Arbeiten in anderen Ländern. Also nicht, dass ich mich jetzt drehen höre, wie machen wir es und so weiter und so fort, sondern auch dieses Mitschwingen und das war glaube ich noch das, was da war mir relativ oft, wo man auch immer wieder gesehen hat, wie Impulse aufgerufen, aber adaptiert worden sind auf die jeweiligen Möglichkeiten, die die Menschen dort haben. Und jetzt waren eben diese Gruppen, war Montag, Dienstag, das Projekt endet, ist damit geendet, in Österreich, noch zwei Tage und da haben wir auch noch, wie bei Projekt Beginn, Schulen besucht, aber auch unter dem Aspekt einmal zu bewerten aus der Odessa-Situation, wie schätzt man das ein, wo sieht man da Aspekte, die man wertschätzen kann, wo man aber sagt, lass dich so nicht übertragen, wo sieht man was, wo man sagt, Hammer, wo sieht man was, wo man sagt, gefällt uns nicht oder das ist etwas, wo man Entwicklungschancen sieht, Also das finde ich immer, wenn man in anderen Ländern arbeitet, eigentlich das Spannendste an dem Ganzen. Wir sind am Montag ganz freundlich in Gallner Kirchen aufgenommen worden, waren in der Martin-Bosch-Schule, in der Mittelschule und der Volksschule und hatten dort auch die Gelegenheit, in einer Deutschförderklasse, da waren zufälligerweise genau jetzt vier Kinder aus der Ukraine und die Gruppe, die geht es euch denn da? Und sie haben gesagt, wir sind eh freundlich aufgenommen, wir werden eh gut betreut, aber wir wollen nach Hause. Und das Mädchen hat gesagt, ich bin aus Kiew, ich möchte zurück. Das sind meine Freundinnen und Freunde. Der andere hat gesagt, aus Sao París. Ich möchte zurück. So schnell können wir nicht Deutsch lernen, dass wir irgendwas auch mit den Schülerinnen und Schülern, die aus Österreich sind, da was machen können. Wir sind freundlich aufgenommen, werden gut betreut. Und das war es. Und wir möchten wieder zurück. Was dann dazu geführt hat, dass die Lehrerinnen fast zu weinen angefangen haben. Weil es ist ja sehr irgendwo, was dieser Krieg auch für die Kinder bedeutet und was das für eine Belastung auch für die Jugendlichen ist zum Beispiel. Natürlich, sie werden da aus dem Leben gerissen. Und ich glaube auch, weil das vergleichsweise, es dauert, aber das Narrativ trotzdem ist, dass es ja auch in vielen Familien ist, wir kehren wieder zurück. Mal schauen, wenn der Krieg jetzt vier, fünf Jahre dauert, was keiner hofft, ob man sich dann mit einer gewissen Situation nicht abfindet. Und es ist jetzt, ich meine, es ist jetzt, ich habe den Tag angefangen im März, jetzt ist November, also das ist, ich sage jetzt mal, für einen Krieg eigentlich nicht lang, obwohl jeder Tag natürlich einer zu viel ist. Aber ich kann mir das schon vorstellen, ich würde jetzt aus Österreich fliehen müssen. Und sieben Monate später hätte ich noch immer nicht meinen Lebensmittelpunkt woanders. Vor allem die ganze Familie. Für die Kids ist es natürlich immer noch schwerer. Und ich glaube, dass diese Deutschlehrerklassen, die dann exkludiert sind, das... Eben quasi, weil die sagen, ja, ich möchte natürlich zu meinen Freunden oder so, aber das hat natürlich das Beeinträchtigt, neue Freude zu finden. Lass dich drüber reden. Wir werden noch ein bisschen Musik spielen und dann hörenken bluten. Unser Wagen bleibt stehen, wir gehen weiter zu Fuß. Durch eine fremde Stadt aus Stein, wo die Straßen sich neigen. Staub steigt auf, wir suchen in den Kellern und Schächten. Nach Proviant und einer Unterkunft. Menschen gehen geschäftig umher und schlagen um sich mit den Säbeln der blanken Vernunft. Und du öffnest den Mund und sprichst mit anderen Stimmen in anderen Sprachen. Und was du sagst ist geheim. Dich kann keiner verstehen. Und dann lachst du und lachst. Du hast ihnen Angst gemacht. Und sie gucken verstört. Komm ich versteck dich im Mantel. Und geb Acht, dass dich bloß keiner hört. Dass dich bloß keiner hört. Dass dich bloß keiner hört Dass dich bloß keiner hört Der Himmel tobt und die Wolken grollen Wir ziehen weiter die Hügelkuppen hinan Erreichen die Lichtung durch schwankende Bäume. Es strengt uns nicht an. Mit nackten Brüsten tanzen da die Hexen um das Feuer und trinken dabei große Mengen Sternburger Pilz. In der Ferne heulen Sirenen und die Stadt erwacht. Aber wir können noch bleiben, wenn du willst. Aber wir können noch bleiben, wenn du willst. Und du öffnest den Mund und sprichst mit anderen Stimmen in anderen Sprachen. Und was du sagst ist geheim, dich kann keiner verstehen. Und dann lachst du und lachst. Du hast ihnen Angst gemacht und sie gucken verstört. Komm, ich versteck dich im Mantel und geb ab, dass dich bloß keiner hört. Dass dich bloß keiner hört. Dass dich bloß keiner hört. Der Himmel fällt und die Wolken fliehen Wir reiten auf Schweinen durch die Nacht davon. Dann werden wir angehalten, verhaftet und mitgenommen. Blanke Kacheln kommen mit durch den langen Gang. Dann hinten die Treppe hinunter hinaus. Die Wachen sind langsam und sehr leicht bestechlich. Ich weiß es, ich kenn mich hier aus. Und du öffnest den Mund und sprichst mit anderen Stimmen in anderen Sprachen. Und was du sagst ist geheim, du kannst es selbst nicht verstehen. Und dann weinst du und weinst. Und ich hab den Mantel nicht mehr. Und du guckst ganz verwirrt. Deine Augen drehen mich an, wenn du willst, dass dich bloß keiner hört. Dass dich bloß keiner hört. Dass dich bloß keiner hört. I heard. So, willkommen zurück. Radio Austria, das Studierendenradio der Pädagogischen Hochschule Oberösterreich. So, willkommen zurück. Wir haben jetzt natürlich das Beste für den Schluss aufgehoben. Und zwar wollt ihr noch einiges erzählen über das Projekt und vielleicht können wir euch ein paar Fotos anschauen. Ich übergebe jetzt einfach das Mikrofon und ihr erzählt mir alles, was ich bis jetzt noch nicht gefragt habe oder was vielleicht noch interessant wäre. Ich habe fünf Minuten Zeit. Okay. Also ich finde, dass wir schon einiges erzählt haben vom Projekt, abgesehen davon. Das, glaube ich, warum das jetzt da so zeitmäßig jetzt die Wochen ist, jetzt die Sendung ist, dass eben der Abschluss des Projektes in Linz stattgefunden hat, in einer Studienreise, das habe ich auch schon ein bisschen erzählt, um was da gegangen ist und eben auch, was wir mit den Teilnehmerinnen gemacht haben, an der Stürze, da will ich auch schon bedanken, bei den Schulen in Gallener Kirchen, schließlich auch bei den Schulen in Ottensheim, das war eine geniale Möglichkeit, gemeinsam mit den ukrainischen Teilnehmerinnen zumindest zwei, drei Stunden einen Schulalltag anzuschauen. Ich war sehr froh, dass der Studienbesuch tatsächlich stattgefunden hat, weil der war jetzt schon von längerer Hand geplant. An der Stelle auch der ÖAD zu erwähnen, der arbeitet ja, also die Struktur des ÖAD ist, dass es jemanden zentral gibt, das ist in dem Fall die Frau Maginter und jemanden als Bildungsbeauftragter war es in unserem Fall der Dominik Eisenmann, die haben das alles im Hintergrund organisiert. Und es war in der Woche vor der Studienreise, das war genau die Woche, wo die verstärkten Drohnen- und Raketenangriffe auf die Ukraine waren, war es also lange unklar, ob das überhaupt möglich ist. Und für die Damen aus der Ukraine, für die Kolleginnen war das überhaupt keine Frage, dass sie sich das trauen. Sie haben immerhin ein Stückchen mit dem Bus durch die Ukraine fahren müssen, sind dann von Tchisenau in Moldawien geflogen. Auch da war es unklar, bleibt der Luftraum offen. Und sowohl die Frau Magin als auch im Speziellen der Dominik Eisenmann haben da so genial gute organisatorische Arbeit geleistet. Und letztendlich haben sie es geschafft und ich glaube, es war eine total herzliche Stimmung. Also ich glaube, wir haben uns alle wahnsinnig gefreut, dass wir uns sehen und dass das geklappt hat und dass die heil angekommen sind. Und ich hoffe, sie kommen auch heute, weil heute fliegen sie wieder heil zurück nach Odessa. Man muss da noch einen Punkt dazu erwähnen. Oder ich möchte noch einen erwähnen. Eine Teilnehmerin hat jetzt vor kurzem erst ihren Mann verloren, der im Krieg gefallen ist. Das muss man sich einmal vergegenwärtigen, dass du mit jemandem sprichst, arbeitest, die sozusagen auch die Gräuel dieses Krieges dann am eigenen Leib erleben durften. Aber sie hat mir auch was gesagt, was bedeutsam ist und das auch erklärt, warum das Engagement jetzt nicht abgebrochen ist. Sie sagt, wenn ich in der Früh aufwache und es geht weiter, dann fühle ich mich ein Sieger. Ich lasse mich nicht durch den Krieg jetzt einschüchtern, dass ich meine Arbeit nicht mehr mache und, und, und. Das ist auch die Haltung der Lehrerinnen und Lehrer in der Ukraine. Sie sagen, wir machen unsere Arbeit weiter, wir halten das Land am Laufen und wir lassen uns durch einen Krieg nicht sozusagen verunsichern und so. Das ist wirklich bewundernswert und dafür muss man denen wirklich auch großen Respekt und Anerkennung zollen. und dafür muss man denen wirklich auch großen Respekt und Anerkennung zollen. Dienstag war nachher der Abschluss des Projektes an der Hochschule. Wir haben den Studienbesuch reflektiert. Ich sage nochmal kurz, die Stationen in Gallener Kirchen, zuerst die Mittelschule, die Martin-Bosch-Schule, die Volksschule, dann waren wir in der Diakonie eingeladen. Sie konnten sehen, wie das Café Kowalski, das ja aus einer Werkstatt heraus betrieben wird, funktioniert. Sie konnten sehen, dass Menschen mit Beeinträchtigungen im Arbeitsleben gut integriert sind. Wir waren am Montagabend dann noch beim Bürgermeister der Stadt Linz eingeladen. Es gab einen tollen Empfang und die Besucher aus der Ukraine haben alle die Tracht getragen und haben Geschenke mitgebracht, weil sie natürlich sehr, sehr dankbar sind, dass sich Menschen in Österreich oder die Österreicher wirklich auch aufopferungswürdig um die Menschen kümmern, die Schutz suchen und die aus der Ukraine flüchten müssen, weil es eben Bereiche gibt, wo es nicht mehr sicher ist. Es gibt aber auch Bereiche, wo es noch sicher ist und das war auch unsere Motivation nach Uschkaroth zu fahren, weil dort auch Kolleginnen und Kollegen sind, die Normalität brauchen und das war unser größtes Ziel. Ich glaube der Christian wartet immer darauf, dass er Fotos herziehen kann. Wir sind natürlich auf der Pädagogischen Hochschule begrüßt worden und wenn du das jetzt findest, dann kannst du jetzt ein Foto herziehen. Ansonsten ph-ooe.at und wir sind eigentlich schon über der Zeit drüber. Vielen Dank, dass ihr da wart. Danke für die Einladung. Freut mich. Und ja, die nächste Sendung ist am 3.11., 3. November. Ich lebe völlig lautlos am Morgen, esse ich Weißbrot und kauere mit Bedacht. Und ganz egal wie vorsichtig ich schlucke, immer scheint mir das zu laut, wenn man Schluckgeräusche macht. Ich wasche mich mit dem Lappen, ziehe mich leise an, Homeoffice von 8 bis 2. So im Telemarketing und ich tue einfach so, als ob nicht Zeit. Untertitelung des ZDF für funk, 2017