Es geht mit dem Interview mit Geflüchteten weiter. Elisa Roth und vier Menschen. Ja, danke. Ich habe heute um 8 Uhr in der Früh einen Anruf bekommen und bin mit dieser ehrenvollen Aufgabe überrascht worden, dass ich jetzt eine, glaube ich, sehr interessante Podiumsdiskussion hier führen darf. Und dazu möchte ich jetzt gerne, einer fehlt uns, sehe ich gerade, aber nichtsdestotrotz würde ich gerne die anderen drei jetzt einmal zu mir her bitten. Das ist einmal die Hanifa, bitte, wenn du zu mir kommst. Die Maria. Das ist einmal die Hanifa, bitte, wenn du zu mir kommst, die Maria, der Ascham und dann sollte hoffentlich gleich auch noch der Liean kommen. Wir haben uns alle vier, wir kennen uns irgendwie ein bisschen, darum haben wir uns auch auf das Berdu geeinigt, sonst ist es natürlich nicht selbstverständlich, dass man mit geflüchteten Menschen Berdu ist, aber wir haben uns jetzt auf das geeinigt und wir haben uns jetzt kurz vorher wirklich erst getroffen, zusammengesprochen. Also es könnte sein, dass wir ein bisschen improvisieren müssen, aber ich denke, dass diese Geschichten, die ihr uns heute mitgebracht habt, braucht man nicht viel improvisieren. Ihr habt es bis jetzt hier in Österreich geschafft und ihr seid stellvertretend für viele, viele Hunderte Österreicherinnen und Österreicher, die es nach langen, glaube ich schon, nicht so angenehmer Zeiten im Asylverfahren geschafft haben und jetzt endlich in Österreich Fuß gefasst haben. Ich habe mir dazu irgendwie so zwei Blöcke überlegt. Ihr habt eh die Fragen, ihr erzählt es einfach jetzt einmal so im ersten Teil. Da geht es einmal darum, wie ist es den Personen gegangen, wie sie in Österreich angekommen sind, wie war das so während dem Asylverfahren? Da macht man einfach eine Person nach der anderen durch. Und dann gibt es noch einen zweiten Teil. Maria, darf ich dich gleich bitten, dass du beginnst. Ich bin die Maria. Ich bin aus Syrien. Ich bin nach Österreich gekommen, also nach Österreich geflüchtet, weil ich meine Religion gewechselt habe, also konvertiert bin von Islam zu Christentum. Und es war für uns sehr schwierig am Anfang, weil wir wussten eigentlich nicht, dass wir eigentlich nach Österreich kommen, weil die Kirche hat uns geholfen, dass wir nach Österreich kommen. Und als wir nach Österreich kamen, waren wir sehr froh, weil es für uns schwierig war, weil wir mit verfälschten Reisebässe nach Österreich gekommen sind. Und wenn sie uns in Ägypt hätten in Ägypten, dann hätten sie uns im Gefängnis geschickt, weil ich war minderjährig und eigentlich ohne Erlaubnis meines Vaters dürfte ich nicht reisen und wir waren im Flugzeug sehr nervös und wir haben uns gleichzeitig unseren Herzschlag gehört, weil wir nur endlich in Sicherheit in Österreich wollten. Nach einer Woche haben wir dann Asylantrag gestellt in Österreich, in Wien. Und sind wir dann in Dreiskirchen einen Monat geblieben. Maria, kannst du uns sagen, wie lange du schon in Österreich bist jetzt? Ja, ich bin seit 2010 in Österreich. in Österreich bist jetzt? Ja, ich bin seit 2010 in Österreich und unser Asylverfahren hat sechs Monate gedauert, hat nicht so lange gedauert, weil es mir damals nicht so gut gegangen ist und ich war 14 und ich hatte immer Schwierigkeiten, dass ich da einkomme und so. Und ich bin nach einem Monat gleich in die Schule gegangen und ich hatte immer die Suizidgedanken und nachher haben wir dann, nachdem wir Asyl Berechtigung bekommen haben, war mir dann leichter. Maria, kannst du uns noch sagen, was hast du in dieser Zeit machen dürfen oder gekonnt während dem Asylverfahren? Ja, also während dem Asylverfahren waren wir transferiert nach einem kleinen Dorf in Niederösterreich. Und ich bin in die Schule gegangen, also ich durfte schon in die Schule gehen. Und das war für meine Mutter sehr wichtig, dass ich in die Schule gehe. Für meine Mutter war es schwieriger, weil sie konnte, also ihre Ausbildung wurde nicht anerkannt und sie durfte nichts machen, außer warten und ich bin dann in die Schule gegangen und das war sehr schwierig wegen der Sprache und wegen meiner Geschichte. Es ist sehr schwierig. Die Sprache hast du sehr gut gelernt in dieser Zeit. Danke mal, Maria. Dann würde ich gerne das Mikrofon an dich weitergeben. Perfekt, okay. Also die erste Frage war nochmal, also ich bin der Asham Edalatka und ich komme ursprünglich aus dem Iran. Ich bin seit 2012 hier in Österreich und ich musste ja damals von null auf Deutsch lernen. Das erste, was ich noch gelernt habe, kann ich mir noch erinnern, wie man sich vorstellt und die Leute begrüßt, so Hallo und ich heiße und so weiter. Bei mir war das so, es war ein bisschen schwierig für mich. Am Anfang habe ich mich isoliert gefühlt in der Klassenraum, aber meine Mitschüler waren sehr nett. Also die haben mir sehr gut dabei geholfen, die Sprache zu lernen und die haben sozusagen einfachere Sätze verwendet, damit die mit mir kommunizieren können. Auch wenn ich mich isoliert gefühlt habe am Anfang, es hat meine Mitschüler gewusst. Das waren sehr nette Leute, die mir dabei geholfen haben, die Sprache zu lernen. Ich habe in der Schule regelmäßig Deutschkurse und Deutsch-Trainingskurse bekommen, wo ich dann sozusagen drei Stunden, drei Einheiten pro Tag nur in Deutschkursen war und ich habe am Anfang absolut keine Noten bekommen, weil ich eben im Unterricht abwesend war und ich musste eben Deutsch lernen. Also auf meinem Zeugnis ist da nur gestanden teilgenommen, anstatt die Note, die man sozusagen normalerweise bekommt. Also das war damals in der vierten Klasse Volksschule. Nachher haben wir den Asylbescheid bekommen und wir wussten... Genau, ja. Bitte. Darf ich dich bitten? Ich bedanke mich für die Einladung. Mein Name ist Hanifa Wahid. Ich komme aus Afghanistan. In Afghanistan war ich Moderatorin für Berufe und Journalisten und seit acht Jahren als Pädagogin habe ich gearbeitet. Seit 2013 bin ich nach Österreich. Ich habe so eine Frage auch aufgeschrieben, ob Sie sich noch erinnern können, wie das erste Gefühl oder das erste Bild war. Und da hast du erst eine sehr schöne Antwort gegeben, was so dein erstes Gefühl war, wie du angekommen bist in Österreich. Wenn ich nach Österreich gekommen bin, habe ich das Gefühl, dass ich jetzt meine Freiheit habe. Und ich kann meine Arbeit wie ein echter Journalin vorbereiten und schreiben, weil in Afghanistan darf man nicht alles schreiben, was richtig ist. von meinen Leuten und von Frauen hier etwas sagen und etwas schreiben, was haben wir in Afghanistan Probleme oder was haben die Frauen in Afghanistan. Und ich habe das Gefühl, jetzt kann ich alles richtig sagen, weil ein Journalist oder ein Moderator muss das richtig sagen, weil eine Journalistin oder eine Moderatorin muss das richtig sagen, richtig schreiben und nicht lügen. So, Liban, bitte, wenn du auch noch zu dir etwas sagen würdest. Ich heiße Liban, ich komme aus Somalia. Im Jahr 2019, im Jahr 2050, im September, flog ich in Somalia in denburg, in Finkermachen, in der Polizei und dann Transport in SOS. Ich wohne vier Jahre und sieben Monate in SOS Schrecht. Ich ging in die Schule, Deutschkurs, habe A1 und A2 und zwei Monate habe ich Arbeit gewonnen in der Baustelle und Fertigarbeit. Und er hat gesagt, ich habe keine Zeit, muss warten, deine Bescheid. Und ich habe nochmal gegangen durch Kurs und dann so haben meine Zeit es gegeben. Lieber Herr, ganz fleißig Deutschkurse besucht, sofern es welche gegeben hat. Ja, die Zeit während des Asylverfahrens, also ich kann es auch gut mitfühlen, ich bin doch schon seit fast 20 Jahren Flüchtlingsbegleiterin in einem Flüchtlingswohnheim. Es ist eine sehr herausfordernde Zeit für die Menschen, vor allem dieses Warten. Und dann habt ihr vier gemeinsam wirklich jetzt schon das wichtige Papier bekommen, in unterschiedlichsten Formen. Und da würde ich jetzt einfach auch noch gerne dazu fragen, was hat sich dann da verändert? Da würde ich gerne jetzt mit dir beginnen. Mit dem Papier in der Hand, was du bekommen hast. Damals war ich ja elf Jahre alt. Meine Eltern haben sich um das gekümmert. Das Erste, was die machen wollten, ist, dass wir uns einen Ort aussuchen, wo wir hinsehen können. Innerhalb Österreich. Wir haben uns für Linz entschieden, weil eben die Schulen und die Möglichkeiten da sehr gut sind. Und damals bin ich dann in die erste Klasse NMS gegangen und da gab es auch weiterhin wieder die Deutschkurse, die ich besucht habe. Also die Ziele waren eben für meine Eltern damals, dass die Kinder die Schulausbildung bekommen, die sie bekommen sollen. Und dass die auch gleichzeitig nebenbei eine Arbeit finden und sich dann in der Gesellschaft ein Banko und für mich war das so, mein Ziel war es, endlich mal in der Schule wieder Noten zu bekommen. Bisher habe ich entweder nicht beurteilt oder teilgenommen auf die Zeugnisse bekommen, weil eben die Sprachkompetenz hat gefehlt. Darauf habe ich mich intensiv konzentriert und ich habe es dann geschafft, dass ich dann in der zweiten Klasse NMS Klassenbeste werde und auch in der dritten und vierten, also in der dritten auch Zweitbeste und in der vierten auch wieder Klassenbeste und so ist es dann weitergegangen. So wie auch in meiner Schulzeit habe ich mich schon dafür entschieden, dass ich in einer weiterführenden Schule weiter studieren möchte. Ich habe mich für die HTL Learning entschieden. Ich gehe also seit fünf Jahren schon in die HTL Learning. Und ich habe mich für den Zweig Informatik entschieden, weil Software und die digitale Welt interessiert mich am meisten. Und ich weiß nicht, ob das jetzt die Frage schon beantwortet hat. Wo stehst du gerade? Ja, zur Zeit bin ich in der fünften Klasse, also ich werde im April maturieren. Und im Rahmen meiner Diplomarbeit habe ich letztes Jahr bei einem Wettbewerb mitgemacht. Und da habe ich es geschafft, den ersten Platz zu erreichen. Dankeschön. Also wir haben ein Budget von 5000 Euro bekommen. Das verwenden wir, damit wir unser Projekt umsetzen können. Und ich habe den Pokal persönlich von Herrn Bürgermeister Klaus Lugar bekommen. Und letzte Woche habe ich bei einem europaweiten Wettbewerb mitgemacht. Da habe ich es geschafft, dass ich auch in Europa Platz 1 erreiche. Ja. Und das waren so meine Ziele, seitdem ich schon jung war, wollte ich diese Ziele erreichen. Und dass ich es geschafft habe, bedeutet mir viel. Und die Unterstützung, die ich dabei hatte, ist einfach unglaublich. Das sagt sich auch eine sehr tolle Erfolgsgeschichte an. Du bist noch sehr jung, du hast glaube ich noch einen sehr guten Weg. 20 ist noch ein sehr guter Weg vor dir. Dankeschön. Was war bei euch dann so das Ziel und nach dem Asylpositiv, was war das in eurem Plan? Also ich war 14 Jahre und meine Ziele waren eigentlich die Schule fertig zu machen und weiter zu studieren. Ich bin, ich war in der vierten Klasse und AHS-Gymnasium und genau, und das waren meine Ziele, dass ich studiere und meine Mutters Ziele waren, dass sie weiterarbeitet und sich integriert. Und ich habe dann maturiert und weiter studiert in Wien. Und seit zwei Jahren bin ich in Linz und arbeite als Verkehrsplanerin. Genau. Und ja. Bauingenieurwesen. Ja, genau. Und das waren eigentlich meine Ziele und ich bin sehr froh, dass ich in Österreich bin und dass ich auch in Linz bin, weil in Wien ist ganz anders. Also in Wien habe ich mich gefühlt nicht ganz in Österreich. Also es ist eine Multikulti-Stadt, aber seit ich hier in Linz bin, fühle ich mich, dass ich wirklich in Österreich bin und dass ich wirklich integriert bin und mehr Kontakte zu Österreichern habe. Ich finde das toll und ich möchte weiter hier sein. Ja, ganz toll. Frauen in der Technik, gutes Vorbild für viele junge Frauen hoffentlich. Nach einem Jahr habe ich einen positiven Bescheid bekommen. ist meine positive Bescheid bekommen. Und was habe ich in Österreich und nach dem Bescheid gemacht? Ich habe einen Deutschkurs gemacht, B1 und B2 auch. Und dann habe ich eine Ausbildung als Kindergartenhelferin abgeschlossen. Danke. Ich habe einen Kontakt bei DorfTV und dort mache ich ein Programm. Und meine Sendung heißt Afghanistan Afghanistan Schätze und ich habe mit afghanischen Leuten, was sie in Österreich oder eher schon gemacht und ich immer Interview machen und können sie auch das auf DORF-TV-Channel sehen. Ich glaube, was du mir auch erzählt hast, was natürlich dann positiv war, du konntest deine Kinder, die noch in Afghanistan waren, mit der Familienzusammenführung nachholen. Ja, nach den zwei Jahren habe ich meine Kinder aus Afghanistan eingeladen. Es waren zwei Mädchen und ich hatte so viel Angst, weil in Afghanistan Krieg war und die Taliban waren dort. Aber ich freue mich, dass ich es schon geschafft habe. Und wenn ich nach Österreich gekommen bin, meine Tochter war acht Monate alt und jetzt ist sie bei mir hier und sie ist zehn Jahre alt und wir haben so Schwierigkeiten zusammen geschafft und ja und sie ist wirklich mein bester Freund auch. Ich muss dir sagen, wie du erst reingekommen bist, ich kenne diese Frau, ich kenne diese Frau und dann ist mir quasi ein Fernsehstar, weil ich hin und wieder auch auf TV schaue und ich verstehe zwar nicht sehr viel, wenn du diese Sendung machst, weil es ja, glaube ich, schon Muttersprache ist, aber ich kenne dich aus dem Fernsehen. Ja, manchmal, ja, auf Deutsch auch, aber wirklich, Deutsch ist schwierig, ich kann nicht so gut Deutsch lernen, sprechen, aber ich versuche immer, ich fühle mich nicht so, warum kann ich nicht, ich stehe immer auf und ich denke, ich kann, ich gehe weiter, ich mache das. Und manchmal höre ich, dass die Frauen oder Jungen sagen, ja, Deutsch ist so schwierig, wirklich schwierig. Aber wenn man will, kann man Deutsch lernen und so weiter. Das muss ja nicht perfekt sein. Das ist nicht die Muttersprache. Ich bin nicht perfekt, aber ich versuche ein bisschen Deutsch zu lernen und zu sprechen. Lieber, kannst du uns auch noch sagen, was bei dir dann war nach dem Asyl positiv? Nach dem Asyl positiv gekommen, suche ich Arbeit, suche Arbeit und dann gehe ich arbeiten. Ich habe Arbeit gefunden, ich bin Postalarm, zwei Jahre in Post Al-Ami gearbeitet. Ich bin jetzt zwei Jahre hier arbeiten. Meine Frau lebt in Somalia. Das erste Mal ging sie in Herikros. Er hat gesagt, er muss eine Frau nehmen. Ich habe zwei Jahre in Post Al-Ami gearbeitet. gesagt, ich muss eine Frau nehmen. Und dann habe ich keine Zeit. Ich habe zwei Jahre Arbeit in Postalarm. Und in den nächsten Jahren kommt meine Frau. Da machen wir dann eine große Party. Ja, und so als letzte Frage hätte ich noch, was würdet ihr euch von den zuständigen Politikerinnen und Politikern wünschen? Jetzt eher so aus eurer Perspektive, wo ihr schon gerade seid, oder vielleicht schon auch, wie ihr noch geflüchtete Menschen wart, was hättet ihr da gebraucht? Was könnten wir, wenn da ein wichtiger Politiker, oder vielleicht, die sind nicht mehr da, was würdet ihr euch wünschen? Was könnte man den Menschen sagen? Lieber, hast du einen Wunsch an die Politikerinnen? Ich hoffe, beste Politiker. Also, das sind die besten Politiker. Also, über diese Frage habe ich schon ein bisschen länger nachgedacht zwei Sachen das erste wäre einmal in den Schulen bezüglich die Lehrern dort dass sie informiert werden, wie schwierig es ist als Schüler mit Migrationshintergrund sich da in diese Gesellschaft einzuwenden und die Sprache zu lernen. Also das ist eine riesige Challenge gewesen für mich und ich habe damals in NMS schon mitbekommen, dass ich die Meinung also ich habe die Meinung meiner Lehrern damals umgehendet. Die hatten immer den Eindruck, dass Schüler mit Migrationshintergrund nicht in der Lage sind, die guten Noten zu bekommen. Ich habe mitbekommen, dass ich die Meinung meiner Lehrer umgekehrt habe. Entschuldigung, das ist... Das passt schon. Du sprichst einfach nur weiter, wenn du möchtest. Aber ein Wunsch von dir wäre, dass die Lehrerinnen und Lehrer mehr aufgeklärt werden und sensibilisiert werden, wie die Rahmenbedingungen sind von geflüchteten jungen Menschen. Weil natürlich wohnen sie meistens in Flüchtlingswohnhäusern, wo es beengt ist, haben vielleicht nicht die guten Voraussetzungen, um Nachhilfe zu bekommen. Das ist ein wichtiger Wunsch, um einfach diese Chancengleichheit wirklich zu schaffen, was quasi in Richtung Bildung und Ausbildung geht. Habe ich dich da richtig verstanden? Ja, genau. Und bei der zweiten Punkt, da geht es um die Staatsbürgerschaft und den Integrationsprozess sozusagen. Also ich gehe ja in die Zweiginformatik und aus der technischen Perspektive betrachtet, ist der Bewerbungsprozess bezüglich Staatsbürgerschaft wirklich katastrophal. Das ist wirklich das Schlechteste, was ich je gesehen habe. Also die Webseite, die da zur Verfügung gestellt wurde, wo man sozusagen Termine buchen kann, in der Informatik heißt es, dass wenn wir eine Webapplikation bauen, wo Benutzer Termine buchen können, wo es Benutzerinteraktionen gibt, das muss sozusagen benutzerfreundlich gestaltet sein. In dem Fall ist es sogar benutzerfeindlich, also es ist eine absolute Katastrophe. Und so einlich, also eine absolute Katastrophe auch. Und so ein Projekt, so eine Webseite kann man ja innerhalb zwei Wochen bauen und niemand hat sich bisher darum gekümmert, dass es so eine, dass diese Fehler im System aufgehoben werden. Das finde ich wirklich lustig. Also das wollte ich mal erwähnen. Oder hast du da schon darauf hingewiesen, dass das eine Katastrophe ist, rein technisch? Ich meine, inhaltlich brauchen wir uns jetzt nicht diskutieren. Aber rein technisch hast du schon darauf hingewiesen? Ja. Und du hast sicher schon eine Antwort und ich hoffe, du bist bald in der Situation, dass du das ändern kannst. Habt ihr beiden noch einen Wunsch oder eine Empfehlung an die Politikerinnen oder Politiker? ihr beiden noch einen Wunsch oder eine Empfehlung an die Politikerinnen oder Politiker? Ja, also ich habe schon einen Wunsch und zwar die Staatsbürgerschaft, weil ich bin, also für mich und meine Mutter, wir sind also ich glaube sehr gut integriert in Österreich. Meine Mutter arbeitet und ich arbeite auch. Es ist sehr schwierig, die Staatsbürgerschaft, wir haben alle die Voraussetzungen, aber das Verfahren dauert sehr lang und es ist sehr anstrengend weil wir und jeder sagt was anders also zum beispiel weil wir nach links umgezogen sind dauert das der verfahren noch länger auch genau hier in Linz sehr schwierig und man muss zum Beispiel einen Termin für Antrag stellen, also nur, dass man den Antrag bekommt und dann den anderen Termin muss man sechs Monate mindestens warten, bis man den Antrag stellen kann. Und man kriegt keine leichten Termine. Und zum Beispiel bei meiner Mutter war, also wir haben das gemeinsam beantragt, am Anfang 2022. Und mein Antrag wurde angenommen, aber von meiner Mutter nicht, weil etwas gefehlt hat. Und obwohl wir einen Rechtsanwalt gefragt haben und er hat gesagt, auch wenn etwas gefehlt hätte, hätte sie den Antrag genommen sollen. Aber sie hat uns so fast weggeschickt, dass wir rausgehen. Und dann haben wir den Antrag von meiner Mutter per E-Mail geschickt, weil der Rechtsanwalt uns so gesagt hat. Und bis jetzt haben wir keine Antwort, ob es angenommen wurde oder nicht. Und ja, also wurde oder nicht. Also ich auch nicht. Und es ist sehr anstrengend. Also du würdest dir wünschen, dass dieser Prozess der Staatsbürgerschaft einfacher geht, also auch inhaltlich wie auch technisch und dass es auch schneller geht. Also ich habe mal gelesen, dass wir in Österreich eines der strengsten Staatsbürgerschaftsgesetze überhaupt haben von den Anforderungen. Aber anscheinend ist es wirklich auch eine riesen zeitliche Hürde. Ja, genau, weil wir sind auch seit Jahren in Österreich. Ich fühle mich wirklich angehörig zu Österreich. Also, weil ich habe auch keinen syrischen Reisebas ich habe ich habe jetzt also ich bin jetzt staatenlos weil ich war auch ich habe ich bin nur in syrien geboren und wir sind dann nach ägypten geflüchtet und kurve so, also wir waren überall und ich habe mich die ganze Zeit nirgendwo angehörig gefühlt. Du wünschst dir Identifikation. Genau, jetzt wünsche ich, dass ich wirklich, weil seit Jahren jetzt fühle ich mich nirgendwo angehörig und jetzt will ich endlich wirklich irgendwo angehörig sein und wählen dürfen. Zum Beispiel mein Wunsch war, in den Zivildienst zu gehen, obwohl ich Frau bin. Aber trotzdem habe ich immer diese Gedanken gehabt. Und ja. Danke, Maria. Hast du noch einen Wunsch an die Politikerinnen? Ich wünsche mir schnell Stadtbürgerschaft haben. Weil jetzt, ich habe schon gehört, muss man einen Termin haben. Und das ist, ich glaube, ich habe schon gehört, aber ich weiß es nicht. Bis jetzt habe ich keinen Antrag gegeben. Aber ich habe gehört, das ist in der Nacht. Ich glaube, man kann das suchen. Und wie, Entschuldigung, dass ich sage, wie Fußball spielen. Wenn jemand schnell schießt den Ball und das gewonnen. Es ist wirklich schwierig. Ich habe das gehört und bis jetzt habe ich nicht probiert. Schauen wir, was können wir tun. Aber ich wünsche mir und alles, dass nichts so lange dauert. Und wir brauchen auch, wie sie hat gesagt, ich kann auch nicht nach Afghanistan geflogen und ja manchmal brauche ich habe seit sechs jahren als kindergarten helferin gearbeitet und arbeite ich jetzt auch ich habe alles ich habe b1, B2, aber bis jetzt habe ich es nicht geschafft. Das habe ich stattdessen geschafft. Danke. Ja, also ich glaube, das könnten wir uns als NGOs alle mitnehmen, dass wir da mehr dranbleiben an diesem Thema Staatsbürgerschaft. Ich möchte mich ganz, ganz herzlich bei euch vier bedanken, dass ihr uns wirklich so einen persönlichen Einblick in euer Leben gegeben habt. Das ist nichts Selbstverständliches und Magdalena, tust du noch abmoderieren? Das Mikro übergeben. Ich möchte mich auch herzlich bei euch bedanken für die Offenheit, für die Einblicke in eure Erlebnisse, in eure Erfahrungen, die ihr gemacht habt, von der Flucht bis heute und vor allem auch so emotional. Das ist schön und das ist gut so. Und ich wünsche euch weiterhin so viel Erfolg. Ihr habt so viel erreicht und ihr seid großartige Menschen. Dankeschön. Gut, bevor ich das Buffet eröffnen möchte, möchte ich mich noch gerne bedanken, besonders beim Christoph von der Arbeiterkammer Oberösterreich, der uns jedes Jahr, da oben sitzt er, der uns jedes Jahr eine Hilfe ist und technisch unterstützt und es läuft ihm alles sehr gut und auch die Judith Kuhlenberger hat gesagt, es ist so ein schöner Festsaal hier, also da hat man gerne eine Veranstaltung. Danke dir, Christoph. Applaus Also da hat man gerne eine Veranstaltung. Danke dir, Christoph. Natürlich allen Personen und Organisationen, die mitgewirkt haben, ein großes Danke, dass diese Abendveranstaltung was geworden ist und so zahlreich besucht wurde. Und danke euch, liebe Gäste, dass ihr heute gekommen seid, euch die Inhalte angehört habt, euch so zahlreich auch eingebracht habt in die Themen. Schön, dass ihr da wart. Und ein Danke, last but not least, möchte ich der Anja Kromer noch aussprechen für die Gesamtorganisation dieser Veranstaltung. Ich glaube, das ist einen Applaus wert. Bei dir sind alle Fäden zusammengelaufen. Danke. Und nun spanne ich Sie nicht weiter auf die Folter. Wir laden recht herzlich zum internationalen Buffet ein. Speisen von über den Tellerrand und Getränke gibt es von der Caritas Oberösterreich und von Crosstalk. Also genießen Sie es und lassen wir gemütlich den Abend gemeinsam noch am Buffet und beim Plaudern enden. Alles Gute, schön, dass Sie da waren und weiterhin, wir helfen zusammen. Danke.