Hallo Birgit, freut mich, dass du gekommen bist in den Kiosk in der Stieglbauernstraße. Wir sitzen jetzt gerade auf der Bühne von Bingo Bingo bzw. Bingo Go Go, wie es heuer heißt. Es ist das ehemalige Geschäft von Evelyn, die Kurzwaren verkauft hat. Und wir starten jetzt heute mit dir eine Serie über Nachbarschaft, Frankviertel, Kiosk, wie sind die Leute hier vernetzt und so. Es geht um Bewohnerinnen und Bewohner, Künstlerinnen, Künstler, verschiedenste Menschen. Wir werden Menschen präsentieren in dieser Sendung und ihre Ideen einerseits eben zu diesen Themen, aber auch zusätzlich noch über sie privat oder beruflich einfach. Jedenfalls, es gibt für dich eine Feige aus dem Gemeinschaftsgarten hier. Und die Frage ist, ob es gut ist. Das weiß man nicht, aber jede Feige, die irgendwie reif wird, in... hast was. Okay. Ja, genau. Du warst letztes Jahr mit den Leuten vom Schlot, du bist vom Schlot, bist Obfrau, glaube ich, vom Schlot? Nein, nicht mehr, weil ich jetzt die Geschäftsführung übernommen habe und jetzt ist der Obmann der David, der Riedl. Okay, ich war jetzt letztes Jahr da schon mit einem legendären Projekt, wo die Leute immer noch reden drüber. Ja, wirklich. Kannst du mir ein bisschen was erzählen? Ja, ich habe es uns eingeladen, ob wir was machen möchten im Kiosk. Und das war natürlich sehr spannend für uns, weil es wieder eine super Location ist. Und natürlich Frankfurt und Nachbarschaft und so, das war schon recht klasse. Und haben dann, wir haben Bingo gespielt. Genau, also wir haben eh gemeinsam mit den Nachbarn ein Bingo Spiel eben aufbereitet, haben Preise gestaltet und die ist am Schlotet und haben dann so in alter Schlotmanier irgendwas zwischen Schauspiel, Installation, also alles sehr leihenhaft, wie wir es nicht immer machen, haben wir das dann durchgespielt. Und es war halt viel witziger, weil wir waren uns ja nicht sicher, ob er wirklich wieder mitmacht und haben eigentlich schon damit gerechnet, dass wir sie selber ins Publikum setzen müssen. Aber es war einfach nicht notwendig, weil die Plätze sofort voll waren. Das war total cool, dass alle so mit nicht notwendig, weil die Plätze sofort voll waren. Das war total cool, dass alle so mitgemacht haben, die Nachbarn. Ja, manche haben sogar dann irgendwie, glaube ich, dreimal gewungen oder so. Also, nein, es war extrem spannend, irgendwie das auch zu sehen, irgendwie, wie die Leute eben mitmachen dann. Es gibt ja jeden Dienstag hier am Nachmittag so ein Nachbarschaftscafé und es ist so eine Community entstanden. Und ich glaube, es waren fast alle Leute aus dieser Community da, es waren auch sehr viele Leute. Und es war total lustig einfach. Und heuer gibt es ja wieder etwas. Also wann? Am 12. August machen wir wieder was da. Da werden wir dann ein Freibad beim Kiosk installieren. Wenn man sich dacht, wo ein Kiosk ist, muss auch ein Freibad sein. Da muss es dann ein paar Mal was geben. Und jetzt werden wir dann unser Bälle-Freibad aufbauen. Und genau, den dürfen wir uns überraschen lassen. Also man sollte dann die Badsachen einpacken natürlich und die Kinder mitnehmen und alle Nachbarn irgendwie und dann mit uns hoffentlich wieder Spaß haben. Wird es dann auch irgendwie sowas geben, wie Sand oder so, dass man irgendwie Sandburgen baut? Sand? Uh, Sand habe ich noch nicht gehört, aber Sand gibt es in Freibädern. Ah, das stimmt, ok, ok, passt. Das ist nicht mehr, okay. Sound nicht, aber Sound. Sound habt ihr schon vor. Genau. Also es wird schon sehr authentisch. Wie geht es dir eigentlich mit dem Schlot jetzt so im Frankfurter? Bist du vernetzt irgendwie mit, es war mir sehr gut vernetzt in der Nachbarschaft. Es ist natürlich so, die letzten zwei Jahre, erstens mit Corona, zweitens bin ich Mama geworden, ist es weniger geworden. Jetzt haben mehr von meinen Kolleginnen die selbe Nummer, sonst bin ich halt überall auftaucht, weil es mir halt auch daugt und weil ich auch viel da war. Und genau, das habe ich jetzt ein bisschen abgeben müssen. Es tut mir manchmal ein wenig weh. Aber ja, also grundsätzlich habe ich es heute wieder gemerkt, wie ich zu euch gekommen bin, kenne ich einfach jeden. Auch von den Nachbarn, die auch beim Bingo dabei waren, das kennen mich die Leute, das Christen, alle Freunde. Also es ist wirklich viel nett. Also ja, ich hab schon den Eindruck, dass wir mittlerweile sehr gut vernetzt sind. Es gibt uns acht Jahre in Frankfurt. Da hat sich schon einiges aufgetan. Ja, ich hab ja auch einige Auszeichnungen gekriegt. Also ihr seid glaube ich einerseits irgendwie künstlerisch sehr vertreten irgendwie da, aber eben auch, dass die Leute zu euch kommen zum Schlummerfest und so. Genau, eben die Veranstaltungen. Wir beteiligen uns in unserem Garten mit Promethe und da kommen dann auch oft interessierte Leute im Garten und schauen dann immer wieder mal rein, weil sie vielleicht auch neugierig sind. Nein, das ist auch das, was mir auffällt im Frankviertel, dass trotzdem im Sozial- und Kulturbereich, dass einerseits die Vernetzung sehr gut ist, wo ich glaube, dass das stark vom Stadtteilzentrum forciert wird. Es gibt jetzt eine neue Kulturplattform, die das ja toll übernehmen eigentlich, dass man sich einfach auch trifft und so. Und eben, wirklich so soziokulturell eigentlich, also dass die beiden Felder quasi auch irgendwie ein bisschen ineinander verschwimmen und sich gegenseitig irgendwie helfen. Auf jeden Fall. Genau, also das ist auch diese neue Kulturplattform da im Frauenviertel. Es ist super, weil es jetzt so eine Plattform gibt, wo sich dann alle soziokulturellen Geschichten und Kreativen irgendwie treffen vor und nach der Ausdeutschschule. Ja, also ich bin auch sehr zufrieden irgendwie. Wir sind noch nicht so lange da wie der Schlot, also Atelier Transpart ist jetzt seit drei Jahren da. Und was mir aufgefallen ist, ist einfach eben dieses große Netzwerk oder diese Bereitschaft, sich auf neue Dinge einzulassen. Mir kommt vor, wie wenn immer mehr Leute oder Künstlerinnen und Künstler einfach mehr ins Frankviertel ziehen. Was glaubst du, sind da Gründe dafür, dass das jetzt scheinbar mehr wird? Aber ja, natürlich, es ist schon voll klasse. Je mehr Kreative, desto besser. Wir merken das auch bei uns am Fabriksgelände. Wir freuen uns auch über jeden Künstler oder Künstlerin, weil es einfach trotzdem sehr befruchtend wirkt und weil es nett ist, wenn wir sich irgendwie gegenseitig austauschen, helfen, was man immer kann und vielleicht auch durch die anderen zu Aufträge kommen oder so. Mir kommt vor, es ist ein bisschen, wir wohnen ja beide am Land, du in Oschach, ich in Krenkelbach, und es ist ein bisschen wie am Land, da kommt mir vor, oder? Ja, auf jeden Fall, ist ein Dorfcharakter, auf jeden Fall. Ja, man grüßt irgendwie jeden, man ist schneller partout, auch wenn man in den Spar geht oder in den Pillar. Ist ja bodenständig da. Genau, so wie bei uns, da sagt halt jeder gleich auch unter Denkmalschutz gestellt worden ist und so. Echt? War das so? Ja. Es ist zwar, glaube ich, noch, also die Stadt Linz versucht, glaube ich, jetzt immer noch, dass Einspruch erhebt gegen diesen Bescheid. Muss man schauen, wie das ausgeht und so. Über kurz oder lang wird sich die Frage stellen, stellen, was soll passieren mit dem Kiosk? Hättest du irgendein Interesse oder eine Idee dazu, was man mit so einem Bau machen könnte? Ich finde, so wie es jetzt war, ist es ja schon genau das, was die Leute wollen und brauchen. Es ist einerseits ein Nachbarschaftstreff, also man trifft da immer irgendwen, es gibt regelmäßige Treffen, es ist eine Ausstellungsfläche, es hat einfach so viel Potenzial für so viel und deswegen fand ich es total arg, wenn das dass irgendwie wieder ein O-Draht werden wird. Es gibt ja irgendwie das Konzept, dass es ein Gemeinschaftshaus werden soll mit allen möglichen Informationen. Also wir haben jetzt eben ein Schaufenster von den zwei Bingo Bingo Schaufenstern. Ist so was wie ein Infopoint irgendwie für alle sozio-kulturellen Initiativen, Vereine im Frankviertel, wo die Möglichkeit besteht, dort Informationen einfach weiterzugeben. Ob das Ankündigungen sind, ob das einfach Selbstdarstellungen sind und so weiter. Und das Gemeinschaftshaus sollte eben auch zusätzlich als Service fungieren, Service-Stelle irgendwie, wo von allen möglichen Dingen, also Repair-Café, Möglichkeit irgendwie auch vielleicht ganz normal Sachen auszudrucken oder so, dass die einfach bestehen. Also so schaut das Konzept aus, aber man muss natürlich warten irgendwie, wie es weitergeht. Und solche Dinge entwickeln sich dann auch mit der Zeit, oder? Da gibt es dann die Idee und dann sieht man ja, was die Leute irgendwie brauchen und was Spaß macht, was die Leute zusammenbringt. Man muss natürlich auch aufpassen, wenn man so Ideen hat für so ein Haus, dass man natürlich schaut, dass man auf die Leute wartet, was kommt von den Leuten. Also sagen wir mal Partizipation dazu und so, also mal schauen. Also nicht gleich irgendwie sagen, so jetzt. Aber ich finde das macht den Kiosk auch aus, weil es nicht nur diese abgehobene Kunstszene repräsentiert, sondern auch wirklich alle sich da wohl fühlen. Das habe ich gerade mit dem Bodenständigen gemeint, dass das passiert, dass darüber gestülpt wird, sondern ich mache das die ganze Zeit mit den Büros. Super. Weiter so. Weiter so, danke. Das war ein schönes Schlusswort, finde ich. Oder macht man nur weiter? Wie du magst. Herzlichen Dank fürs Kommen. Danke für die Einladung.