So, Damen und Herren, schönen guten Abend. Freut mich, so viele von Ihnen hier begrüßen zu dürfen im Kepler Salon. Der ist heute nicht auf den Hund, sondern auf den Wolf gekommen und hat einen Fachmann zu diesen Fragen zum Thema Wolf, Hund und Verhaltensbiologie insgesamt zu Gast. Begrüßen Sie mit mir Prof. Dr. Kurt Kotroschall. Professor Dr. Kurt Kotroschall. Der Wolf und Wiesl, unser Thema, und Kurt Kotroschall gehört zu den renommiertesten Verhaltensforschern. Auch zu diesem Thema, er ist emeritierter Professor an der Uni Wien, war Nachfolger von Konrad Lorenz und dessen Forschungsinstitut in Grünhaus. Ich kenne das, er war Mitbegründer des Wolf Science Centers Ernst Brunn und ist neben der Wissenschaft heute verstärkt im Artenschutz engagiert und als Bestsellerautor Ihnen natürlich auch bekannt. Wir haben große Freude bei mir als Journalist, weil ich mit Dr. Kotroschal auch schon viele Interviews gemacht habe. Wir haben schon einige Sachen zusammen in die Zeitung gebracht, auch Kontroverses und vor allen Dingen Erhellendes. Und darum geht es heute, nämlich die Beziehung, die Erhellung der Beziehung zwischen Mensch und Wolf und untereinander. Und das ist eine jahrtausendealte Beziehung, wie uns Herr Kotoschal sicherlich berichten wird. Und wir als Mensch wären nicht Menschen, die wir heute sind, hätte es nicht den Wolf und in der Folge den Hund gegeben. Richtig? Wenn das so ist, dann bitte ich um Ihre einführenden Worte, Herr Kotoschal. Ja, danke Herr Puter, für die nette Einführung. Man ist immer selber ganz beeindruckt. Und irgendwie klingen Sie jetzt viel glaubwürdiger in Richtung Mensch und Hund. Ich habe gesehen, Sie laufen jetzt selber mit sowas rum. Jetzt sind Sie endlich vollständig. Jetzt bin ich vollständig und glücklich natürlich. Können wir die Präsentation haben? Okay. Danke fürs Kommen. Danke für die Einführung nochmal. Wolf ist eigentlich ein seltsames Thema. Man hört doch einiges in letzter Zeit wieder. Das Amen im Gebet. Das ist ungefähr so wie der erste Schneefall in Wien. Da ist man immer wahnsinnig überrascht als Wiener, dass es in Wien auch schneien kann. Genauso ist es, kaum kommen die Schafe im Frühjahr aus dem Stall und gehen Richtung Alm. Da ist man wahnsinnig überrascht, dass da gelegentlich Wölfe durchkommen. Andererseits ist es doch eine Mehrheit, nicht nur der Österreicher, sondern auch der Europäer pro Wolf. Das heißt, das Wort Chancen ist keine Provokation, sondern ich denke, das haben wir wirklich. Wie komme ich zum Wolf? Relativ einfach. Wir haben 2008 das Wolfsforschungszentrum in Ernstbrunn gegründet. Und dort machen wir eigentlich Grundlagenforschung. Also da geht es um kognitive Leistungen von Wölfen im Vergleich mit gleichwertig aufgezogenen Hunden. Also das ist wirklich nicht nur akademische Grundlagenforschung, sondern wir sind, das ist der einzige Platz weltweit, wo wir es schaffen, wirklich faire Vergleiche zwischen Wölfen und Hunden zu machen. Und natürlich werden wir auch gelegentlich gefragt über Wolf im Freiland. Und die Lage in Österreich ist etwas seltsam, wir haben keine einzige Wolfs-NGO. Und wir haben auch sonst, also die zuständigen leute das ist das koordinationszentrum in kunden ein kumpelstein das sind zwei wild biologien auf den unis diese leute kriegen den mund nicht auf auch deswegen weil sie nicht unwesentlich von der von der jagd finanziert sind sind Das sind ja Institute für Jagd. Jagd ist nichts Böses, aber sozusagen zu glauben, das sei ein unabhängiger... Es ist egal. Auf jeden Fall, so kommt man dann ein bisschen wie die Jungfrau zum Wolf. Wenn man gelegentlich den Mund aufmacht und versucht, ich bin ja kein Wolfspropagandist, sondern ich versuche einfach Fakten zu bringen. So, das war aber jetzt genügend Einführung, schauen wir, dass wir weiterkommen. Wolf ist jedenfalls seit Menschen mit Wölfen in Kontakt stehen und das ist schon ziemlich lange sozusagen das politischeste aller Tiere. Das sieht man daran, dass es immer schon starke Wolfsprojektionen gibt über diese historische Entwicklung der Beziehung zwischen Wolf und Mensch haben wir alles Mögliche an Informationsquellen. Also die Ergebnisse der modernen Paläogenetik. Gerade in den letzten Jahren kamen Ergebnisse, die wirklich die Besiedlungsgeschichte der Erde durch Menschen und Hunde und andere Tiere, die Evolutionsgeschichte der Pest und andere Dinge völlig neu geschrieben haben. Das muss natürlich zur Archäologie passen. Und eine ziemlich unterschätzte Quelle ist auch Mythologie. Also das sind die alten Mythen, Erzählungen. Sie sehen etwa links das bekannte Thema Romulus und Remus. Die Wölfin war Patin bei der Gründung Roms. Ganz gut ist die Geschichte nicht ausgegangen. Das war diese typische Kein- und Abel-Geschichte. Ob da die Wölfin beteiligt war, wage ich nicht zu sagen. Auf jeden Fall war Mensch und Wolf immer schon eine ziemlich irrationale Beziehung. begonnen hat vor etwa 40.000 Jahren bei Jägern und Sammlern. Und vielleicht, das ist nicht ganz astrein, ich weiß, aber das, was wir heute über die nordamerikanischen Great Plains-Indianer, über deren Kultur, die ja durch Reisende im 18. und 19. Jahrhundert eigentlich ganz gut beschrieben ist, wissen, dann waren die eine Wolf- und Hundekultur. Und zwar seit der Einwanderung ihrer Vorfahren von Beringia her, von diesem Kontinent her. Und es war eigentlich Mammutjägerkultur. Sie kamen nach Nordamerika auf zwei Wegen mit ihren Hunden und haben es geschafft, Amerika auf zwei Wegen mit ihren Hunden und haben es geschafft, in wenigen hundert Jahren oder sollen es tausend Jahre sein, die Mastodontenfauna in Nordamerika auszurotten. Könnte man viel drüber reden, habe ich keine Zeit. Auf jeden Fall für diese Leute, und das scheint ziemlich repräsentativ für nördliche Jäger und Sammler zu sein, waren Hunde Sozial- und Arbeitsgefährten, wurden eigentlich nicht im Krieg verwendet, im Gegensatz zu den Sesshaften in Eurasien dann und wurden auch nicht zur Jagd mitgenommen, wurden sehr selten verspeist. hätten die versucht, keinen ins Auge zu leuchten mit dem Pointer, weil sonst freiwillig haben die Wölfe wahrscheinlich ihr Fell bei den Schamanen nicht abgegeben. Aber das ist ungefähr, so kann man sich die frühe Beziehung vorstellen. Bei den Sesshaften, wir haben Sesshaftigkeit seit circa 12.000, 10.000 Jahren. Es gab vor allem kriegerische Wolfsprojektionen. Die Hirtenkulturen, vor allem des Ostens, waren eine sekundäre Entwicklung aus der Sesshaftigkeit heraus. Und wir haben bei den Mongolen, bei den Turkvöltern, Völkern, eine Art Wolfskult bis heute. Wir haben Abstammung... Da ist jetzt irgendwas passiert. Sie sehen, warum ich rasch rede. Ich habe ein bisschen viel Dias, aber das geht schon. Die Turkvölker haben Gründungsmythen, die vom Wolf her stammen. Dieses blecherne Standbild ist ein modernes Standbild von Genghis. Genghis Khan und seine Sippe haben die Herkunft von Wölfen abgeleitet oder auch vom Wolf abgeleitet. Die haben sowieso darauf hingewiesen, dass die Qualität ihrer Kriegspferde den Wölfen zu verdanken ist, dass auch die Kriegstaktik vom Wolf abgeschaut sei. Das ist natürlich eine totale Projektion. Wölfe führen zwar Scharmützel an den Grenzen, aber Kriegstaktik, das würde ich ihnen kaum zugestehen. Kriegstaktik, das würde ich Ihnen kaum zugestehen. Im Bereich der germanischen Stämme hatten wir besondere Ausprägung wieder dieser Wehrwolfkulte und der Wehrwolfkultur. Es ist eine uralte Geschichte, die wahrscheinlich mit den Jamneiern ins Land kam vor circa viereinhalb, fünftausend Jahren. Das waren diese Leute aus der pontischen Steppe, die sozusagen jene Leute, die vor achttausend Jahren hierher kamen aus dem Hochland von Anatolien, mit ihrem Ackerbau, mit ihrer griechischen Kultur, sozusagen relativ stark überlagerten, um das einmal vorsichtig zu sagen. Die am Neujahr kamen vor 4.500 Jahren mit Pferd, mit Streitachst, mit der Pest und mit den Wurzeln der indoeuropäischen Sprache und mit der Werwolf-Saga, sozusagen der Verwandlung von Mann in Wolf und der Hintanstellung von gesellschaftlichen Konventionen. Es ist ja super, wenn man sich in einen Wehrwolf verwandeln kann, was man da alles darf, was man gewöhnlich nicht darf, wenn man unter weiblicher Kontrolle ist als Mann. Okay, ich mache keine Witze, weil da sind wir bald beim Geschehen in der Ukraine und das ist alles andere als witzig. Ich möchte da jetzt nicht speziell darauf eingehen, nur darauf hinweisen, dieser schreckliche Wolf mit der blutigen Hand, das wäre eine Darstellung des Fenris-Wolfs, das war jener Wolf, der den germanischen Götter Olymp bedroht hat, getrickst wurde, die rechte Hand des Kriegsgottes abgebissen hat und schließlich zu Ragnarök, zur Götterdämmerung, freikam und natürlich sofort den Obergott Odin getötet hat. Hätte er nicht tun sollen, die germanischen Stämme waren eine blutrache Gesellschaft. Was passiert ist, oder was, irgendwelche Isländer haben das aufgeschrieben, was angeblich passiert ist. Der Fenriswolf, der Freigekommene, hat nicht nur den Odin getötet, Odins Söhne haben den Fenriswolf getötet. War aber leider zu spät, weil die beiden Nachkommen von Fenriswolf sind seitdem hinter Sonne und Mond her und eines Tages werden sie es erwischen, das ist das Ende der Welt. Ich erzähle das deswegen immer, weil es einen tiefen Einblick gibt ins Misstrauen der alten Germanen in ihren eigenen Götter-Olympen. Das alte animistische Symbol des Wolfes ist immer im Hintergrund gestanden. Ich könnte nur stundenlang darüber reden, tue ich aber nicht. Mittelalter und Neuzeit, es verschlechterte sich die Beziehung zum Wolf zunehmend. Natürlich, wenn man sozusagen ein, zwei Kühe oder ein, zwei Geissen im Stall hat und dann kommt der Wolf, das ist nicht erfreulich. Wölfe, Raben und andere Tiere haben sich auch nicht gerade beliebt gemacht, als sie etwa zu Zeiten des Dreißigjährigen Krieges und davor und danach sich an den Resten auf den Schlachtfeldern Europas gütlich taten. Daher hatten sozusagen zu Hochzeiten des Absolutismus nach dem Dreißigjährigen Krieg die Landesherren sich immer wieder als treusorgende Landesväter profiliert, indem sie höchstpersönlich auf Wolfsjagd gingen. Und irgendwann um 1850 waren in Mitteleuropa die Wölfe weitgehend ausgerottet. Warum? Das kann man relativ leicht erklären aus dem heutigen Wissen heraus. Was gibt's? Okay. Das fällt immer wieder. Ja, ich weiß. Es war natürlich, sozusagen es war eher der Absolutismus, absolutistische, also der Adel hatte ja das Jagdrecht oder das Jagdprivileg in den Wäldern bis 1849. Und es war eindeutig der Wolf als Jagdkonkurrenz, der denen natürlich wichtiger war. Die haben ja geschossen wie die Hölle. Die Wälder waren ja von 1850 bis 1900 nahezu wildfrei. Und das war der Hauptgrund, warum Wölfe auch auszurotten waren, neben den präziseren Jagdgewehren. Die Menschendichten bis 1850 sind die Siedlungsdichten am Land natürlich gestiegen und gestiegen. Das hat entsprechende Konflikte gebracht, vor allem war es der Verlust der Nahrungsbasis. Heute haben wir, wir hatten noch nie so viel Schalenwild, also so viel Rehe, Hirsche und Wildschweine wie heute. Nicht nur in Österreich, das ist ziemlich etwas der Tief für Mitteleuropa. Und das ist der eigentliche Grund für die rasche Rückkehr der Wölfe. Also wenn man ihnen den Tisch derart gut deckt, dann kommen sie rasch zurück. Sie werden übrigens daran nicht viel ändern, weil Wölfe sind nicht besonders gut, Schalenwilddichten nach unten zu bringen. Sehr wohl aber wild gesund zu erhalten. Das nur als Nebenbemerkung. Die Wolfsverbreitung schaut ziemlich geschrumpft aus. Also der rote Bereich, rot und grün zusammen, wäre der Bereich von früher, wo Wölfe verbreitet waren. Sie wurden natürlich zurückgedrängt, sind aber heute immer noch in den grünen Bereichen verbreitet. Also Wölfe sind keinesfalls von Aussterben gefährdet sozusagen. Der Wolf, den es ja in der Form nicht gibt, es gibt nur viele verschiedene Wölfe. Unterarten sind durchaus gefährdet. Wir haben ca. 200.000 Wölfe noch in freier Natur in Nordamerika, in Eurasien. in freier Natur, in Nordamerika, in Eurasien. Im Vergleich dazu sozusagen die Strategie des Wolfes, den Vektor Mensch als Hund zu nutzen, war ziemlich erfolgreich. Wir haben im Gegensatz dazu ca. eine Milliarde Hunde auf der Welt heute, die meist nicht sehr nahe am Menschen, sondern in der Peripherie der Städte leben von uns. Aber das nur als Nebenbemerkung, das ist heute nicht unser Thema. Wölfe werden europaweit rasch mehr. Warum? Weil sie sich rasch vermehren und rasch in die Fläche ausbreiten. Also wenn man sagt, Wölfe vermehren sich wie Kanickel, das ist ein bisschen übertrieben, aber das hat doch einen wahren Kern. Also die Vermehrungsraten bei Wolfspopulationen sind 20 bis 30 Prozent pro Jahr. Das heißt, das ist viel. Und wenn wir uns anschauen, das heißt, Wölfe haben gut überlebt in, Moment, wo haben wir den? Ich brauche da nicht hinterhalten, aber doch. Es gibt eine Karpatenpopulation, es gibt eine italienische Population, die auf wenige Dutzend Wölfe geschrumpft war in den 60er Jahren. Es gibt eine Balkanpopulation und es gibt diese nördlichen Wölfe aus Polen, Estland, Litauen und alle kommen rein nach Europa und das ist ein ziemlich dynamisches Geschehen. Auch darüber könnte ich jetzt länger reden, aber ich glaube, wenn Sie sich dafür interessieren, es gibt entsprechende Homepages und Informationen im Netz. Also da kann man sich recht gut informieren. Heute sind es etwa 20.000 Wölfe im EU-Europa inklusive Teile von Weißrussland, Ukraine und Russland. Aber Vorsicht vor Zahlenfetischismus. Wölfe sind schwierig zu zählen und zu schätzen. Warum? Sie vermehren sich. Also jetzt im Mai haben die gerade ihre Jungen bekommen. Die bleiben ein bis zwei Jahre und dann wandern sie ab, relativ weit, bis zu 1000, 2000 Kilometer, um in der Ferne ein neues Rudel zu gründen. Das heißt, es ist eine immense Dynamik drin. Man kann auch nicht sagen, wie groß ein Wolfsrudel ist. Es schwankt immer zwischen zwei, 3, 4 und 8, wie jetzt in in Nordsachsen zum Beispiel, was darauf schließen lässt, dass die Konflikte zwischen benachbarten Rudels steigen. Dann werden die Rudel größer, weil die Jungwölfe länger zu Hause bleiben. Und weil Jungwölfe, die auf Wanderschaft sind, wir kennen das aus Österreich, letztes Jahr sind circa 50 Jungwölfe durchgewandert, relativ schwer nachzuweisen sind, ist es mit diesen Zahlen immer so eine Sache. Das heißt, wenn da steht 20.000 Wölfe, dann können Sie denken zwischen 15.000 und 30.000, so ungefähr, haben wir in Europa. 15.000 und 30.000, so ungefähr, haben wir in Europa. Wie gesagt, der Grund für die rasche Rückkehr ist die exzellente Nahrungsbasis, das extrem überhekte Schalenwild, das nicht nur die Wölfe zurückbringt, sondern das ist in Österreich und auch in Deutschland relativ relevant, dass vor allem die Waldbesitzer, das den vielen Waldbesitzern verunmöglicht, naturnahe Waldwirtschaft zu betreiben. Das ist nicht nur aus ökonomischen Gründen wichtig, sondern natürlich aus Klimaschutzgründen. Und wegen der Schutzbestimmungen. Wir haben EU-weite, ganz klare rechtliche Regelungen zum Schutz nicht nur der Wölfe, sondern anderer Wildtiere und in diesem Rahmen bewegen wir uns. Die Wölfe in Deutschland haben sich relativ rasch ausgebreitet. Irgendwo haben wir da die Lausitz, also von Sachsen in Richtung Nordwesten. Und heute sind es in Deutschland, ja ums Jahr 2000 war es der erste Wolf auf dem Truppenübungsplatz in der Oberlausitz. Und laut offiziellen Daten des Dokumentations- und Beratungsstelle des Bundes in Sachen Wolf, so etwas gibt es in Deutschland, waren es 2021 circa 160 Rudel und 2000 Wölfe. Das sind natürlich konservative Daten. Sie können sich ruhig denken, 200 Rudel und 2.000 bis 3.000 Wölfe. Das sind natürlich konservative Daten. Sie können sich ruhig denken, 200 Rudel und 2.000 bis 3.000 Wölfe. Das ist die am schnellsten wachsende, nicht bejagte Wolfspopulation der Welt. Es ist ein Experiment mit hohem Erkenntniswert. Was ist in den 20 Jahren passiert? Zu Zeiten der Ausbreitung, ja, die Leute müssen besser auf ihr Vieh aufpassen, aber Menschen sind nicht zu Schaden gekommen. Hunde auch kaum übrigens. Also wenn Wölfe wirklich so gefährlich werden wie Wildschweine, dann wäre in der Zwischenzeit schon einiges passiert. Gut, Wölfe in Österreich, wir haben seit 15 Jahren regelmäßig Einwanderer. Wir haben seit 2016 ein Rudel in allen Steig, das gibt es immer noch. Das befindet sich sozusagen unter dem Schutz des Bundesheers. Da sind wir froh, dass das Bundesheer wenigstens die Wölfe schützen kann. Entschuldigung, aber die sind relativ stabil, werden auch gut beforscht. Da habe ich heute auch keine Zeit, darüber zu reden. 2018 sind die gelben Punkte, entstand ein zweites und ein drittes Rudel im nördlichen Waldviertel, und zwar aus Zuwanderern aus der Lausitz und die beiden Rudel waren 2020 wieder verschwunden. nicht von selber. Sie können sich selber einen Reihen drauf machen, warum die verschwunden sind, neuerdings kursieren in einschlägigen Kreisen. Die Empfehlung der sogenannten Südtiroler-Methode, das heißt, man hat, wenn man zufällig einem Wolf begegnet, jagt man ihm einen Vollmantelgeschoss durch die Eingeweide. Der verkriecht sich dann und verreckt elendiglich in irgendeinem Unterstand. Mein Sport ist dann das Graben nicht. Also das funktioniert so. Tja, wir haben Einwanderer aus verschiedenen Richtungen. Wie gesagt, die beiden Rudel sind verschwunden. Österreich hat im Prinzip eine wichtige Rolle als Schmelztiegel für Populationen. Das heißt, hier vermischen sich Populationen. Viele kommen aus Italien rein, manche kommen aus der Balkanpopulation, viele kommen aus dem Osten rein. Okay, seit 2021 haben wir zwei neue Rudel in Niederösterreich, wieder die gelben Punkte und die scheint es immer noch zu geben. Schauen wir, ob heuer Nachwuchs ruchbar wird. Und wir hatten 2021 circa 50 Wölfe, die durchgewandert sind. Das weiß man deswegen, weil das weiß man aus DNA-Proben von Rissen. Also das sind nachgewiesene Wölfe. Also sie können auch ein paar Wölfe dazuzählen. Es waren wahrscheinlich mehr, weil nicht jeder durchwandernde Wolf sich an Schafen vergreift. Das ist übrigens einer der Gründe, warum Abschuss natürlich keine Lösung ist, weil für jeden abgeschossenen Wolf kommen zwei neue. Die können zwar auch wieder abschießen, aber bis die abgeschossen sind, liegen dann wieder eine ganze Serie von Schafen. Das heißt, es gibt keine Alternative zu einem vernünftigen Herdenschutz. Warum es keine Rudelbildung in den österreichischen Alpen gibt, da habe ich Ihnen bereits einen Hinweis gegeben. Brauchen wir die Wölfe? Das hört man relativ oft. Ich habe ein bisschen ein Problem mit der Frage. Es ist im Prinzip eine falsche Frage. schlimmsten Zusammenbruchs von Abundanzen und Artenzahlen seit 66 Millionen Jahren. Also wir haben es wirklich geschafft in den letzten 40, 50 Jahren. Von 2070 bis heute ist der weltweite Niedergang ca. 70 Prozent, was Abundanz betrifft von Wildtieren und 10, 20 Abschuss zu reagieren und mit sonst nichts, finde ich ein bisschen kühn. Aber wir brauchen jetzt gar nicht ethisch werden, denn Wölfe sind durch die EU-FFH-Richtlinie streng geschützt. Das ist in Österreich geltendes Recht und das wird auch so bleiben. Die Europäische Kommission denkt nicht im Traum daran, die FFH-Richtlinie aufzuschnüren. Aus Gründen, die weniger mit Wolf als mit anderen Dingen zu tun haben. Daher ist es wirklich müßig, darüber zu diskutieren, ob wir Wölfe brauchen oder wollen. Das ist gelaufen. Das heißt, wir diskutieren jetzt nur mehr sinnvoll. Das heißt, wir können über alles diskutieren. Wir sollten uns kein Vorbild am Herrn Nehammer machen, der neuerdings nicht einmal mehr über das Staatsbürgerschaftsrecht diskutieren will. Aber über alles kann man diskutieren, aber Sinn macht es keinen. Es geht heute vielmehr darum, einen möglichst konfliktarmen Modus wie Wendy im Kulturland zu finden. Ja, ich möchte nur darauf hinweisen, Wölfe sind nicht nur ein Problem, das sind sie für manche Leute, nicht Weidetierhalter, die natürlich 150 Jahre jetzt oder 100 Jahre ihre Schafe und andere Weidetiere einfach relativ unbeaufsichtigt in die freie Natur gestellt haben, das geht in Zukunft wahrscheinlich so nicht mehr. Sie haben gewisse ökologische Vorteile. Ich habe schon gesagt, Wölfe sind viel besser als menschliche Jäger, Wildbestände gesund zu erhalten. Das liegt einfach in ihrer Natur, in ihrem Verhalten. Und als Apex-Prädatoren haben sie einen guten Einfluss auf die Diversität, auf die Faunendiversität in der Gegend, wo sie leben. Wie das, sie kontrollieren wesentlich effizienter als menschliche Jäger. Rotfüchse einwandern, die Goldscharkale, also diese Mesoprädatoren, was dazu führt, dass in Wolfsgebieten eine neue Blüte, zum Beispiel in Deutschland eine neue Blüte der Wiesenbrüter gibt, also der Bodenbrüter. Also ökologisch sind sie nicht ganz uninteressant. wenn wir den Asiaten und den Afrikanern zumuten, ihre Elefanten sozusagen für uns zu schützen. Und das mit pro Jahr hunderten Toten. Also Elefanten sind keine sehr gemütlichen Tiere. Und wir wären nicht fähig, mit ein paar Wölfen und Bären zu leben. Dann grenzt das wirklich an die Grenze der Lächerlichkeit. Wobei, wie gesagt, meine Empathie gehört durchaus jenen Leuten, die jetzt schon Probleme haben mit der Weidetierhaltung. Und es gibt demokratiepolitische Perspektiven. Wenn eine Mehrheit der Europäer bis 90 Prozent in Österreich, etwa 70 Prozent der Leute mild oder stärker pro Wolf sind, kann eine Minderheit nicht einfach sagen, kommt nicht in Frage, jetzt schießen wir ab. Das geht einfach nicht. Im Gegenteil, ich habe den Eindruck, dass in den letzten Jahren Wolf Diskussionen getriggert hat, die man schon längst führen hätten sollen. Sind wir Menschen die Einzigen, die das Recht haben, die Landschaft zu nützen? sollen. Sind wir Menschen die einzigen, die das Recht haben, die Landschaft zu nützen? Wie schaffen wir es, wie schaffen wir wirklich eine ökologische Wende in Land- und Forstwirtschaft? Das werden wir brauchen. Nicht nur in Österreich, sondern weltweit. Und wie gesagt, Wolf ist immer wieder ein guter Anstoß für diese Diskussionen. Okay. Ja, über die globalen Perspektiven habe ich schon gesprochen. Wie gesagt, Wolfnahme ist per se keine gefährdete Art, aber es ist ein ganz wichtiges Symbolort und ökologisch auch nicht ganz unwichtig. Es gibt starke Widerstände gegen Wölfe, vor allem von Seiten der Landwirtschaft und der Jagd, wobei die von Seiten der Landwirtschaft wesentlich hin, wesentlich stärker sind. Jagd und Jäger zerfallen in unterschiedliche Fraktionen und nicht alle Jäger sind wirklich gegen Wölfe. Die vorgebrachten Argumente sind immer wieder dieselben. Wolf sei als Art nicht gefährdet, richtig, wollen wir erst beginnen zu schützen, wenn es die Orten eh nicht mehr gibt? Wölfe haben keinen Platz in der Kulturlandschaft. Naja, ganz Europa ist Kulturlandschaft. Österreich ist in einem hohen Ausmaß Kulturlandschaft. Wir haben überhaupt nur 2,5 Prozent der Fläche von Österreich sind Nationalparks. der Fläche von Österreich sind Nationalparks und plus andere geschützte Bereiche, die gibt es natürlich auch. Aber wenn wir Wölfe und andere Tiere beschränken würden, dann hätten wir sie nicht. Also entweder wir haben sie vor der Haustür, inklusive Wolf und andere Wildtiere oder wir haben sie nicht mehr. Ich habe zuerst vergessen, die Lage ist wirklich dramatisch. Wir haben weltweit, weltweit machen 95 Prozent der Biomasse landlebender Wirbeltiere, Menschen und ihre domestizierten Tiere, ihre Nutztiere aus. Fünf Prozent bleiben für Wildtiere, inklusive Elefanten, Zebras, Gnus, Rothirsche bei uns und Wölfe und so weiter und so fort. Also das ist wirklich eine dramatische Zahl, die zeigt, wie weit wir es getrieben haben und dass wir uns damit selber den Ast absägen, auf dem wir sitzen, brauche ich wohl jetzt nicht besonders zu betonen. brauche ich wohl jetzt nicht besonders zu betonen. Wolf sei keine einheimische Art mehr, das ist einfach ein Blödsinn. Hybridisierung mit Hunden, die gibt es, seit es Hunde gibt, also seit 35.000, 40.000 Jahren gibt es immer wieder, also Wolf-Hund ist sozusagen ein dynamisches, genetisches System. Ich weise nur darauf hin, dass das deswegen nicht so schlimm ist, weil erstens passiert es ganz selten. Zweitens, und zweitens ist so ein durchschnittlicher Dackel, hat 95 Prozent bis 97 Prozent Wolfsgene. Der Rest sind typische Hundegene. Also so viel bei einer Hybridisierung, so viel Hundegene kommen dann gar nicht rein. Herdenschutz sei nicht möglich, das ist Hanebüchern. Wolf als Totengräber der Almwirtschaft, das ist ein völliger Unsinn, wenn Sie sich die Entwicklung der Betriebszahlen anschauen, bevor Wölfe gekommen sind, es geht stetig bergab. Es ist natürlich so, dass für Leute, die 50 Schafe auf der Alm haben, dass die dann sagen, eigentlich verdiene ich schon lange kein Geld mehr, das ist Lebensstil. Ich mache das halt, weil es Tradition ist und jetzt reicht es mir. Jetzt müsste ich einen Aufwand treiben mit Herdenschutz. Aber das ist klar. Wolf und andere große Beutegreifer werden diesen sozioökonomischen Wandel, den wir sowieso haben, entsprechend beschleunigen. Ein witziges Argument ist, Wölfe fressen Wildbret und schädigen die Jagdwirtschaft. Erstens gehört das Wild nicht den Jägern. Die haben genauso ein Eignungsrecht wie die Wölfe etc. Da gab es viele Bemerkungen, die ich jetzt machen könnte. Aber eine vielleicht, letztes Jahr wurden auf österreichischen Straßen 60.000 Rehe überfahren. Also das ist eine Menge an Wildbret, die ausreichen würde, um 1usend Wölfe durchzufüttern, in etwa. Also nur um die Dimension zu zeigen. Und eine ähnliche Geschichte haben wir auch mit Weidetieren. Da können wir vielleicht in der Diskussion nur darauf eingehen. Angst der Bevölkerung ist natürlich ernst zu nehmen. Wir erleben aber immer wieder, wie gerade in Tirol mit den Warnschildern, dass von örtlichen Lobbyisten und Bürgermeistern, zum Teil auch von Jägern, diese Angst natürlich benutzt wird, um Stimmung gegen Wolf zu machen. Also es wird einfach instrumentalisiert. Man hat allgemein das Gefühl, Wolf ist sowas wie der Schwarze Peter in der Landwirtschaft und irgendwie scheinen manche Landwirtschaftsfunktionäre nicht ganz unfroh zu sein, dass sie das Thema jetzt haben. Es lenkt davon ab, dass wir in den letzten 40 Jahren eine Landwirtschaftspolitik gehabt haben in Europa, die vor allem die kleinen qualitätsbewussten Bauern an den Rand der Existenz bringt. Wir haben die Entwicklung zur großen industriellen Landwirtschaft und die geht ziemlich unverändert weiter. Der Green Deal hat ja noch nicht einmal begonnen. Wie kann man mit großen Beutegreifern Konflikt erleben? Darüber sollte man nachdenken. Wie gesagt, ohne dass ich jetzt in Details gehen kann, aber Herdenschutz ist möglich und nötig. Was anderes geht nicht. Das ist der Schlüssel, um Konflikte mitzutun, um den Wolf zu minimieren. Dazu gibt es übrigens jede Menge EU-Förderungen und auch sehr viel Know-how. Man muss es nur tun, man muss es nur abholen. In Österreich weigert man sich von Seiten der Politik, vor allem Landespolitik und auch der Landwirtschaftsfunktionäre immer noch. Es wird sogar der Aufwand für Herdenschutz abgegolten. Also momentan sind die Töpfe sehr, sehr gut gefüllt. Es ist unverständlich, dass man das nicht nützt, besonders im deutschsprachigen Alpenraum. Das ist immer nur ein bisschen ein Problem. Monitoring und Forschung braucht man sowieso mehr. Das läuft in Deutschland etwa oder in der Schweiz viel, viel besser als bei uns. Über Herdenschutz möchte ich mich jetzt nicht auslassen. Da gibt es so viel Know-how und Sie können das googeln. Und wir haben in der Zwischenzeit drei Hirtenschulen, die aufgemacht haben, um die alte Kulturtechnik der Herdenführung wieder zu lehren. Eine davon in Südtirol, eine in Gumpenstein und die dritte, ich glaube, in Bayern. Ja, so ungefähr. Also da tut sich echt viel und es gibt wirklich sozusagen Grund zur Hoffnung. Darum gehe ich jetzt in diese Details nicht rein. Die wenigsten von Ihnen werden wahrscheinlich Schafe halten. Okay, dass die Maßnahmen natürlich stark geländeabhängig sind, ist völlig klar. In manchen Geländeformen geht es einfacher, in anderen ist es schwieriger, aber tun muss man es. Große Almen etwa bieten die Chance der Umstellung auf Behirtung mit Schutzhunden. Wir sehen eine ganz rasante Umstellung, etwa im Trentino. Im Trentino hat man 2020 16 Wolfsrudel gehabt. Im kleinen Trentino 2021 waren es 22 und 2021 ist ein Drittel Schafe mehr aufgetrieben worden als 22. Und die Verluste halten sich in sehr engen Grenzen. Warum? Weil man sofort große Herden gebildet hat. Das Gelände muss sich auch eignen, klarerweise. Man hat Hirten aus Rumänien importiert, solange bis die eigenen Leute ausgebildet sind, nützt die entsprechende EU-Förderung und führt Herden von 1000, 1500 Tieren, was auch ökologischer ist, als die Viecher einfach auf die Almen zu stellen. Wir haben noch relativ wenig Bewegung in den deutschsprachigen Alpenländern. Da glaubt man immer noch, dass Abschuss das Problem lösen wird. Es wird es nicht. Wir sind umgeben von, es gibt ungefähr 3.000 bis 4.000 Wölfe in Italien, es gibt 2.000 bis 3.000 Wölfe in Deutschland. Es gibt 600 Wölfe in Frankreich etc. Und von dort kommen überall die Jungwölfe rein. Das heißt, wir können schießen wie die Hölle, es wird nichts nutzen. Sind Wölfe für Menschen gefährlich? Wir haben zwei ernsthafte Quellen, um darauf Antwort zu geben, nämlich die sogenannten Nina Reports aus 2003 und 2021. Ich brauche nur ungefähr 10 Minuten, ist das okay? Ja, ja. Ja, das sind, das waren Expertenkommissionen, die die historischen Vorfälle gesammelt haben und bewertet haben. Und es ist klar, es gab im 17. bis 19. Jahrhundert gab es tausende Wolfstote in Europa. Vor allem auch circa, also wesentlich über 50 Prozent der Wolfstoten waren wahrscheinlich Tollwut-Tote. Gott sei Dank gibt es heute in Mitteleuropa die Tollwut so gut wie nicht mehr. Es gab geringe Wildtichten. Heute, wie gesagt, man kann wirklich beruhigen mit diesen Zahlen. Wir haben 20.000 Wölfe in Europa und 750 Millionen Menschen. Und in den letzten 20 Jahren gab es so gut wie keine oder fast keine Vorfälle. Und es gab keinen einzigen Toten. Ups, Entschuldigung. Seit dem Jahr 2000, das ist der neue NINA-Rapport von 2021, kamen weltweit mindestens 489 Menschen zu Schaden. Das sind belegte Fälle, also Sie können wahrscheinlich entsprechende Dunkelziffer dazu rechnen. Sie sehen es, wo es überall Wölfe gibt. 77 Prozent der Angriffe kamen übrigens von tollwütigen Wölfen, davon waren 14 tödlich. 9% der verletzten Menschen attackierten selber Wölfe aus unterschiedlichsten Gründen. Drei dieser Menschen wurden getötet. 14% der Angriffe waren beutemotiviert, ganz offensichtlich. So eine Nebenebenbemerkung, es gibt eine Dunkelziffer bei Hunden. Für Wölfe haben wir relativ gute Statistiken weltweit. Für Hunde, für diese eine Milliarde Hunde haben wir nur Schätzungen. Es schert sich offenbar kein Mensch drin. Es hat kaum jemand drum. Das hat eine ganz andere Wertigkeit wie Wolf. Also Hunde töten pro Jahr im Moment ca. 20.000, 25.000 Menschen weltweit, entweder direkt oder indem sie in den Tollwut anhängen. Also wenn Sie nach Indien, nach Afrika fahren, vergessen Sie bitte nicht die Tollwutimpfung und halten Sie sich zurück, streichen Sie dort keine Straßenhunde. In Europa und Nordamerika waren 12 Beute motivierte motiviert, die Angriffe zu verzeichnen. Seit dem Jahr 2000, es gab 14 Verletzte, zwei Tote, beide in Nordamerika. In Europa gibt es das nicht. Bei diesen vielen Wölfen, ich möchte nichts verharmlosen, Wölfe sind potenziell gefährlich natürlich, aber so wie die Verhältnisse jetzt sind, sind sie es nicht. Die rasche Wiederkehr gefährdet Menschen bislang nicht. Okay, was tun, wenn man einen Wolf sieht? Erstens einmal, woher weiß man, dass es ein Wolf ist? Es gibt viele Hunde, die ähnlich ausschauen. Also zuerst einmal freuen. Zweitens, Hunde, also Wölfe ziehen sich gewöhnlich zurück. Wenn ein neugieriger Jungwolf das nicht tut, kann man den auch verscheuchen. Man kann sich groß machen, man kann laut sein, man kann was werfen. Tun Sie das bitte, versuchen Sie das nie im Gegenwart eines interessierten Bären. Also mit Bären geht man ganz, ganz höflich um. Bei Wölfen kann man das machen, das wirkt immer. Und wenn ich einen Hund dabei habe oder Kinder, kein Problem, solange die in der Nähe bleiben, vor allem Hunde natürlich. Also nicht streunen lassen, aber in 50 Meter Radius um den Menschen sind Hunde sogar in Wolfsterritorien geschützt. Es ist daher generell unproblematisch, in Wolfsgebieten zu wandern, allein mit Kindern Schwammerl suchen etc. Überhaupt kein Problem. Ja, soll ich jetzt aufhören oder soll ich noch ein paar Bemerkungen über Hund machen? Machen wir demokratisch. Sie sind überstimmt, Herr Putin. Ja, absolut. machen wir demokratisch. Sie sind überstimmt, Herr Putin. Ja, absolut. Tatsächlich leben wir schon lange, also mit ein paar versöhnlichen Bemerkungen möchte ich schließen. Wolf ist ja durchaus ein Konfliktthema. Tatsächlich leben wir schon lange, sehr lange mit Wölfen zusammen. Wir nennen sie Hunde. Sie haben hier links Etu, ein kanadischer Timberwolf, den wir vor circa, jetzt auch schon wieder sechs Jahren Hand aufgezogen haben. Und die Freya, eine Hündin, eine Trainerin von uns, war da dabei. Die beiden sind seitdem dick befreundet, aber man sieht auf den ersten Blick, Wolf, Hund. Und die kleinen Wölfe der arabischen Häubinsel schauen genauso aus wie die großen Wölfe, die großen sibirischen Wölfe. Die kleinen Wölfe der arabischen Häubinsel schauen genauso aus wie die großen Sibirischen Wölfe. Die kleinen Wölfe in Arabien haben 15 Kilo vielleicht und manche Rüden aus Sibirien haben 70 Kilo. Also das ist schon ein gewaltiger Größenunterschied, aber im Prinzip ist Wolf Wolf. Das heißt, aus einem einzigen Wolfstyp wurde eine Fülle von Hundetypen. Und das ist ja nicht ganz uninteressant, wie das gegangen ist. Dass heute Hunde unsere wichtigsten Kumpandtiere sind, nicht nur in den klassischen Bereichen der Jagd, des Beschützens und des Führens von Herden. Beim Militär und bei der Exekutive seit ungefähr 10.000 Jahren übrigens sind Hunde uns ganz enge Gefährten im Krieg. Der letzte große Hundeeinsatz war durch die Amerikaner in Afghanistan. Nicht beim Sprengstoff schnüffeln, da ging es um Kampfeinsätze. Vier Leute mit besonderen Bedürfnissen. Die Hundeberufe nehmen nahezu täglich zu. Aber 95 Prozent der im Umlauf befindlichen Hunde können fast nichts. Da müssen wir froh sein, wenn sie kommen, wenn man ihnen ruft, aber sie sind dennoch sehr, sehr wichtig in unseren urbanisierten Gesellschaften, wo wir jeden Tag von neuen Krisen hören. Also Hunde sind unglaublich wichtige soziale Unterstützer ihrer Leute und da haben wir genügend Daten, die das belegen. Hunde haben auch ein gutes Zusammenleben mit einem Hund, hat entsprechende Gesundheitswirkungen, positive Gesundheitswirkungen. Sollte man nicht vergessen. Also ja, auch hier muss ich mal die Details sparen, aber Sie können ja in mein Buch reinschauen. Auch hier muss ich mal die Details sparen, aber Sie können ja in mein Buch reinschauen. Die Beziehung begann vor circa 40.000 Jahren, als unsere Vorfahren, die groß, dunkelhäutig und blauäugig aus Afrika kamen, vor 40.000 Jahren dann in Eurasien ankamen. Die Szenerie kann ungefähr so ausgesehen haben. Das ist eine Begleitung von wolfsortigen Kaniden. Denn was wir heute einigermaßen wissen, also die beiden hässlichen Herren sind Rekonstruktionen der damals in Europa lebenden Menschenarten, links Neandertaler, rechts Homo sapiens. Wir waren übrigens nur nicht einmal ta.000 Jahre sympathisch, wenn wir jetzt wissen, nicht 20.000 Jahre, wie in den Büchern noch steht. Die C14-Bestimmungen sind neu kalibriert worden und das hat diese neuen Ergebnisse gegeben. Was wir wissen, Neandertaler hatten keine Allianz mit Wolf. Homo sapiens wahrscheinlich sehr, sehr früh, als sie reinkamen, sie hatten bereits, das waren Animisten, die hatten bereits Vorstellungen von Verwandlungen in andere Tiere, die hatten totemistische Vorstellungen. Löwen waren für sie sehr wichtig. Wir finden Statuetten, die 35.000, 30.000 Jahre alt sind, Löwenmenschen, auch in Europa. Und die Funktion haben dann wahrscheinlich die Wölfe übernommen. Ja, warum Wölfe? Das ist eine gute Frage. Diese Steppen waren früher voll mit Grasfressern, also alles, was Sie sich vorstellen können. Mammuts, Wollnashörner, diverse Hirscharten, Rentiere natürlich, Wildpferde, Wildrinder etc. Also die Steppe war voller Fleisch und diese Beutetiere haben natürlich eine große Gilde an Kalivoren ernährt. Da waren darunter die letzten Reste der Säbelzahnkatzen. Da gab es Höhlenlöwen, da gab es Löwen, da gab es Hyänen, Höhlenhyänen. Also auch jede Menge ziemlich soziale Tiere und Wolf. Und warum war es ausgerechnet der Wolf, bei dem es gepasst hat? Es war wahrscheinlich die perfekte Passung zwischen Ökologie dieser Leute und sozialer Organisation mit denen der Wölfe. Es gibt kein Tier da draußen, das uns ähnlicher ist im sozialen Mindset wie Wolf. Wie gesagt, die Art zu jagen war sehr ähnlich. Man hat, ja, ich gehe da noch kurz drauf ein, und es war sicher die animistische Spiritualität dieser Leute. Das ist etwas, was man heute gern vergisst, was wir aber wissen, für alle basalen Domestikationen, auch Getreide übrigens, waren spirituelle Gründe viel wichtiger als die Nutzaspekte zunächst. Die Nutzaspekte sind bald dazugekommen. Was meine ich mit sozialer Organisation? Nun, Wölfe und Menschen sind wirklich Kooperationstiere. Wir kooperieren, unser Mindset ist komplett auf Kooperation eingestellt. Kooperation ist selbstbelohnend. Clans, beim Jagen, beim gemeinsamen Aufziehen von Nachwuchs, bei der Gruppenverteidigung gegen Konkurrenten und Fressfeinde und, nicht immer ganz angenehm, auch im Kampf gegen die Nachbarn. Dieser, sozusagen den Nachbarn den Schädel einzuschlagen, war unter Jägen und Sammlern wahrscheinlich noch nicht so verbreitet. Das kam erst mit den territorialen Ackerbauern, also nach dem Sesshaftwerden, so wirklich zur Ausprägung. Wölfe haben das immer schon gemacht und machen das auch heute noch. Das ist der Grund, warum Wölfe eine äußerst effiziente, dichteabhängige Regulation haben. Und das ist auch ein Grund, warum es ziemlich doof ist, wenn man Rudelbildung nicht zulässt, weil mit Rudelbildung beruhigt sich die Lage. Also das Rudel gewöhnt sich ab, Weidetiere zu nehmen. Das Rudel kontrolliert das Durchwandern von fremden Wölfen, die ja eigentlich die Schäden bei den Schafen machen. Also dieser Kampf gegen die Nachbarn, auch das eint uns. Das heißt, wir haben ein ganz ähnliches soziales Mindset und eine ganz ähnliche Bereitschaft, ein ganz hochkomplexes Sozialverhalten zu zeigen, das aber streng kontextabhängig ist. Also Menschen sind wahnsinnig komplex, aber nicht zufällig. Wenn es das interessiert, dann liegen ein paar Menschbücher von mir dort rum. Okay, wie geht es weiter? Wie kamen wir zusammen? Ja, ich glaube, das sparen wir jetzt. Es war auf jeden Fall kein Dominieren. Es war sicher die Handaufzucht dabei, sprich damals die Brustaufzucht. Anders kann man mit Wölfen nicht zusammenkommen. Man muss Wölfe ganz anders sozialisieren als Hunde. Die Wahrscheinlichkeit, dass gemeinsame Mammutjagd im Spiel war, steigt durchaus. Wir haben entsprechende Hinweise. Aus diesen ersten Hauswölfen oder Campwölfen oder Camphundewölfen wurden durch Selektion auf Zahnheit besonders absesshaft werden. Dann die Vielfalt unserer Hunde. Das ist das klassische Experiment von Dimitri Belyaev, das läuft bis heute, Dimitri ist leider gestorben, aber das läuft heute in der 70. Generation, das heißt die lesen pro Jahrgang, selektieren die immer die nettesten und wenigsten scheuen Füchslein und rauskommen tut dann nach wenigen Generationen sowas. Füchslein mit schäckelndem Fell, mit stumpferen Schnauzen, zum Teil mit Hängeohren, Ringelschwänzchen, Füchslein, die große Freude daran haben, mit Menschen zu spielen, die viel vokaler werden. Also Vokalverhalten steigert sich. Also alles das, was wir bei unseren Hunden im Vergleich zu Wölfen sehen. Daher ist das heute sozusagen die Mainstream-Erklärung. In der Diskussion könnte ich auch noch darauf eingehen, über welche Mechanismen es geht. Wo ist es passiert? Ganz eindeutig entlang der menschlichen Migrationsrouten. Wir haben zwei Hauptdomestikationszentren. Wolf und Mensch kamen ja öfters zusammen. Manche dieser Linien der Brotohunde verliefen sich dann im Nix. Wir haben einen Schädel aus dem Altai-Gebirge, 37.000 Jahre alt, ein Hundeschädel, dessen Gene in keinem heute lebenden Hund mehr vertreten sind. Also das war so eine tote Linie. Wir haben noch ein bisschen Gene aus der ersten Domestikation vor circa 40.000 Jahren in Westeuropa. Und wir haben sozusagen, die meisten unserer Hunde haben fast ausschließlich ostasiatische Gene. Das war die Domestikation vor circa 30.000, 20.000 Jahren in Südostasien. Und dann ging es sozusagen gemeinsam mit den Hunden über die Welt. Zunächst vor 13.000, 14.000 Jahren parallel zum Abschmelzen des Eises ging es nach Nordamerika, wo Menschen und Hunde sozusagen die Fauna ziemlich profund verändert haben, bereits in den ersten 1.end Jahren nach ihrer Ankunft. Heute unterscheiden wir, das ist die Heidi Parker, die ist Spezialistin darin, gehe ich jetzt nicht wirklich darauf ein, heute unterscheiden wir genetisch 23 Gruppen von Hunden und zwar sozusagen gemäß ihrem genetischen Abstand vom Wolf. Da gibt es recht wolfsähnliche Hunde. Sie sehen die Typen A, B und C, die wären genetisch relativ wolfsähnlich. Das sind die üblichen Vertechtigen, die Huskies und die Malamute und die Japanspitze und überhaupt die europäischen Spitze, das sind relativ wolfsähnlich. Genetisch, nicht im Verhalten unbedingt. Und dann gibt es die weit weg vom Wolfssicht befindlichen. Aber wie gesagt, wenn Sie wissen wollen, wo Ihr Flocke hingehört, heben Sie die Arbeit aus Heidi Parker, man kann es mit wenigen Mausklicks, kann man heute die Originalliteratur googeln. Ja, was kann ich Ihnen an Literatur und Büchern empfehlen? Natürlich unsere eigenen Bücher. Das ist, wenn Sie sich ein bisschen näher interessieren, warum Menschen so seltsam gebaut sind, dass sie sich selbst nicht genug sind und dass wir Bindung zu Tieren entwickeln können und wollen. Wir haben 2014 mal ein Buch darüber geschrieben, ein eher wissenschaftliches. Das andere 2014er Buch ist das Begleitbuch zur Vorlesung, ebenfalls zu den biopsychologischen, psychophysiologischen Grundlagen der Mensch-Tier-Beziehung. Hund-Mensch aus 2016, sozusagen über Beziehungsfähigkeit, Hund und Mensch ist immer noch aktuell. 2019 habe ich einmal unternommen, sozusagen die wichtigste Evidenz zur Natur des Menschen, die mir so in den letzten 30 Jahren in die Finger gekommen ist, ein bisschen sinnvoll zusammenzufassen, hoffentlich sinnvoll. Das ist ein eher politisches Manifest, das darauf beruht. Und das letzte Buch, das ist der Wolf und wir. Das ist sozusagen der Status der Wölfe im Freiland im Moment in Europa. Wölfe in Europa wird sich in den nächsten ein, zwei Jahren wieder ändern. Und auch unser heutiges Wissen dazu, wie aus Wölfen Hunde wurden und warum wir uns mit Hunden so gut verstehen. Und jetzt entschuldige ich mich, dass ich doch erheblich überzogen habe, aber das liegt in meiner Natur. Vielen herzlichen Dank, Dr. Kotuschal. Ich will jetzt gar nicht lange fragen, sondern möchte gleich in die Diskussion mit Ihnen gehen. Sie sind wahrscheinlich gespannt, wie die Pfeile der US-Eingeborenen. Aber zuerst haben wir noch eine Frage aus dem Internet. Nachdem wir modern sind, wollen wir mal die Herrschaften aus den sozialen Medien bevorzugen. Wir haben eine Frage per Mail bekommen. Und zwar, danke für den spannenden Vortrag in hoher Geschwindigkeit. Meine Frage, was ist ein Apex-Predator und was ist ein Meso-Predator? Entschuldigung, Apex-Predator wäre einfach ein Spitzen-Predator. Das heißt, das ist einer, über dem in der Nahrungskette nichts mehr steht. Also Menschen und Wölfe haben auch gemeinsam, dass wir... Nein, falsch. Nahrungskette nichts mehr steht. Also Menschen und Wölfe haben auch gemeinsam, dass wir, na, falsch, Menschen werden durchaus von anderen Tieren noch gelegentlich erbeutet. Das heißt, wir sind eigentlich streng genommen kein Apex-Predator, Wölfe sind es. Überall, wo Wölfe vorkommen, sind sie anderen Tieren überlegen. Aufgrund ihrer sozialen Organisation. Und Apex-Predator, also Spitzen-Predator, bezieht sich auf die Kaskadenwirkung, die sie entfalten, nach unten. Sie verändern etwa das Verhalten ihrer Weidetiere. Man hat gute ökologische Ergebnisse aus dem Yellowstone aus den letzten 20 Jahren, wo seit der Einführung der Wölfe nicht nur die exorbitant hohen Vapiti-Hirsch- und Bison-Dichten etwas gesunken sind, sondern wo die aufgrund des veränderten Weideverhaltens eine wesentlich bessere Vegetation sich wiederentwickelt hat, sich die Flussufer entsprechend befestigt haben. Ob das eins zu eins auf Europa übertragbar ist, ist eine andere Geschichte. Aber das wäre eine typische Apex-Predatoren-Wirkung. Und Menschen haben ja ähnliche Wirkungen. Wir haben unsere Umwelt in einem Ausmaß verändert, dass es auch für uns nicht mehr besonders gesund ist. Wölfe können da auch einiges. Und Mesopredatoren, das wären schlicht und einfach die Halbgroßen. Das wären bei uns Rotfuchs, der Einwanderer, die Goldschakal, Fischotter. Und die halten Wölfe in ihren Revieren kurz. Gut, bitte. Gibt es Ihrerseits Fragen? Unsere bezaubernde Assistentin hat das Wurfmikrofon. Hinten bitte, hinter Ihnen also nur um das Eis zu brechen damit Sie noch etwas Klügeres fragen nur eine Ergänzung weil Sie eben gesagt haben, die Jäger jammern und da muss man die Almwirtschaft aufgeben, weil dann der Wolf kommt die Jäger dürfen da nichts sagen weil im Totengebirge gibt es so riesige Gebiete die früher Almen waren, die Jäger dürfen da nichts sagen, weil im Totengebirge gibt es so riesige Gebiete, die früher Almen waren, die dann von diesen Adelsgeschlechtern aufgekauft wurden und wieder in den Wald verwandelt wurden, wo jetzt schon langsam die ersten Wölfe wieder reinkommen. Also, ja, so viel zu unserer lieben Jägerschaft. Na gut, ich will nicht so sehr mit dem Finger auf die Jäger zeigen. Wir haben in Österreich 130.000 davon. Das ist eine Menge. Tendenz sehr stark steigend, weil jeder junge Rechtsanwalt offenbar glaubt, er muss Jäger werden, weil sonst gehört er nicht dazu. Kritisch muss man anmerken, dass der Filz aus Jagd, Wirtschaft und Politik Österreich stockkonservativ hält und so gut wie alle Reformen in Österreich verhindert, alle notwendigen Reformen. Positiv muss man anmerken, dass die Jäger keine homogene Gruppe sind. Es gibt sehr Vernünftige, die die Probleme sehen und es gibt andere, die die Probleme natürlich nicht sehen. Also es ist eine sehr inhomogene Gruppe. Landwirte und ihre Vertretungen sind eher sozusagen relativ geschlossen. Die haben natürlich gar keinen Freitag mit dem Wolf und das verstehe ich bis zu einem gewissen Grad. Also nicht nur ich, sondern das muss man bis zu einem gewissen Grad verstehen, weil die müssen ja wirklich Wirtschaften umstellen. Dazu eine Frage von mir kurz. Sie haben vom Trentino gesprochen, wo man sich relativ schnell eingestellt hat, auch auf dem Erdenschutz, durch Hunde und so weiter. Frage, zahlt das Land Trentino Risse durch den Wolf? Ja, ist eine europäische Richtlinie. ist eine europäische Richtlinie. Die Richtlinie ist so, dass EU-Staaten die Verluste durch große Beutegreifer zu 100% ersetzen müssten. Das tun nicht alle. Die Richtlinie ist auch, dass der Aufwand für Herdenschutz abgegolten werden muss. Man kann sich natürlich überlegen, ist das wirklich sinnvoll? Man kann sich dann, wenn man die ganzen Förderungen einrechnet, wenn man das auf den Preis der Produkte, der Schafprodukte umlegt, dann kommt man auf eine ziemliche Summe. Das ist natürlich gegen Neuseeland scharf nicht konkurrenzfähig, aber die haben ja auch keinen Wolf. Da sollte man exportieren. Bei Gamsen haben wir es ja auch gemacht. Ich habe schon wieder die Zahlen vergessen, die sind in meinem Buch. Das netteste Beispiel von Übersubventionen sind die Schweizer. Die haben bereits vor der Einwanderung der Wölfe jedes Schaf, ich glaube mit umgerechnet, ich weiß nicht, ob die Zahl jetzt stimmt, aber umgerechnet 150 Euro pro Jahr subventioniert, das ist annähernd so viel, wie das Schaf sozusagen am Marktwert ist, pro Jahr, und mit der Ankunft der Wölfe noch mehr, also die puttern da einfach viel Geld rein, das muss man schon sehen. Wäre es doch nicht billiger, wenn man den Wolf Hoffpflicht versichert? Es wäre, es gibt tatsächlich Al Almbewirtschafter, die sagen, pfeifen wir doch auf den ganzen Herdenschutz, kommt der Wolf durch, verliere ich halt ein paar Schafe. Mein Gott, wenn einer 500 Schafe auf der Alm hat, dann kann er das sagen. Aber das ist keine gute Idee. Das wäre ökonomisch vielleicht günstiger, aber das erzieht Wölfe dazu, dass Schafe leichte Beute sind. Also wenn Wölfe... Herdenschutz ist so wie Einbruchschutz bei Natur. Herdenschutz verhindert nie 100% dass Schafe, Rinder etc. gerissen werden, aber es setzt die Wahrscheinlichkeit stark herab, weil es die Kosten für den Wolf stark hinaufsetzt. Wölfe sind nicht blöd. Das heißt, bevor er sich da mit einem Herdenschutzhund anlegt, tut er es lieber nicht. Das ist genau der Effekt. Und wenn man keinen Herdenschutz betreibt, dann werden wir uns, werden Wölfe einwandern, die lernen, dass in Österreich besonders leicht ist, Schafe zu erlegen. Und das ist nicht gut. Daran hat keiner Interesse. Sprechen Sie bitte ins Mikro. So? Genau. Okay. Ich finde irgendwie das Verhältnis zwischen Mensch und Wolf spannend, dass die Wölfe eigentlich die waren, die den Menschen geholfen haben bei der Jagd und dann aber so dämonisiert waren. wie es in Österreich auch ist. Nur ich frage mich dann, warum es nicht auch andere Tiere praktisch dämonisiert waren, wenn es so viele andere Tiere ergeben hat in unserer Breite gerade. Genau ausgerechnet der Wolf, der Menschen eigentlich geholfen hat. Wenn es bei uns auch schnelle Säbelzahntige und alles gegeben hat. Aber wir sollten vergessen, dass die Einstellung zum Wolf, die Beziehung zum Wolf über die letzten 30.000 Jahre sehr stark verändert hat. Wölfe, Jäger und Sammler haben eine ganz andere Einstellung zu Wölfen. Für die sind sie, vor etwa 40.000 Jahren, als unsere Jäger und Sammlervorfahren mit den Wölfen in Kontakt kamen, also diese Wölfe gibt es nicht mehr, die sind ausgetrieben. Man kann mit Sicherheit davon ausgehen, dass diese Wölfe noch neugieriger waren und so gut wie keine Scheu vor Menschen hatten. Warum sollten sie? Sie hatten keinen Jagddruck. Okay, aber man hatte prinzipiell respektvolle, positive Beziehungen. Ich würde das jetzt nicht romantisieren. Diese Leute waren nicht die romantischen Naturliebhaber in freier Natur. die sozusagen romantischen Naturliebhaber in freier Natur, das waren Gesellschaften, die in einem starken Korsett von Tabus steckten zum Beispiel und die aber sozusagen zu ziemlich allen Jägern und Sammlern ist und war gemeinsam, dass sie an die Beseeltheit von Natur glauben, auch an die Beseeltheit von Tieren, was natürlich ein gewisses Problem macht, wenn man Tiere tötet, weil da könnte man ein Problem kriegen mit dem entweichenden Geist. Dazu braucht man Schamanen. Also das hat alles einen ganz pragmatischen Hintergrund gehabt. Das war nicht romantisch. Als man dann sesshaft wurde und Nutztiere hatte, dann ist es relativ verständlich, dass man Zorn kriegt, wenn die Wölfe zu viel davon nehmen. Wobei in der traditionellen mongolischen Kultur es durchaus akzeptiert war, dass die Wölfe einen Teil zum Beispiel der Fohlen jedes Jahrgangs nehmen. Wenn es zu viel war, dann haben die Menschen sozusagen einen Krieg gegen die Wölfe begonnen. Das war immer so ein bisschen eine Balancegeschichte. Darum auch die Geschichten der Mongolen über ihre Kriegspferde. Und dann, wie gesagt, im Verlauf der Zeit, man darf auch nicht vergessen, dass Wolf schon auch Symbol des alten Heidentums war. Wolf war ein ganz mächtiges, animistisches Symbol. Und die Kirche hat sich über Mittelalter und Neuzeit darüber nicht immer gefreut. War auch ein Grund, warum. Das ist eine sehr komplexe Geschichte wahrscheinlich. Ist die Beziehung auch deswegen gekippt. Es ist halt so eine Beziehung zwischen zwei Orten, Wolf und Mensch, die sehr ähnliche Bedürfnisse haben und die einander sehr ähnlich sind. Fast so ähnlich, wie wenn wir gegen Deutschland Fußball spielen. spielen. Normalerweise sind wir im Freundeskreis mit Leuten aus deutscher Herkunft gut befreundet, etc. Außer wir spielen Fußball, dann führen wir Krieg. Wir verlieren eh immer, es ist eh wurscht. Aber kurz, um noch beim Ich zu bleiben. Die Dämonisierung des Bären ist ja nicht in diesem Ausmaß erfolgt. Nein, überhaupt nicht. Und das ist völlig irrational, weil, ehrlich gesagt, man sollte im Wald, wenn wir Bären haben, eines Tages, dann sollte man im Wald eher auf Och geben, dass wir keinen Bären über den Weg laufen, weil die sind ein bisschen ungemütlicher in der Beziehung. Aber Bären sind weit nicht so dämonisiert. Auch die Wildschweine. Wir haben eine unglaubliche Dichte von Wildschweinen tendenzsteigend und wir haben gar nicht wenig Vorfälle mit denen. Wildschweine beginnen in manchen Gegenden Europas, stellt sich die Kultur der Wildschweine schon langsam um. Die buddeln niemand auf Würmern, sondern die jagen aktiv. Und vor eineinhalb Jahren wurde ein Video verbreitet, eine Nachtaufnahme aus Deutschland, wo ein deutscher Wolfsrudel eine rote Wildschweine zunächst angegriffen hat. Also die wollten offenbar da ein Tier raus separieren. Dann sind die Wildschweine stehen geblieben und haben gesagt, Moment. Und plötzlich sind die Wölfe gelaufen, aber weit. Also Wildschweine sind nicht ohne. Aber witzigerweise, vor denen fürchten wir uns nicht. Oder wer fürchtet sich schon vor Elefanten im Zoo? Obwohl das sind die gefährlichsten Tiere, die wir halten. Bitte sehr, Ihre Frage? Ich hatte vor einiger Zeit ein Gespräch mit einem Rentierhalter in Nordfinland, auf der Höhe Polarkreis, also da an der russischen Grenze. Die Gemeindegemarkung heißt dort Sala. Und der hat Folgendes erzählt, was er beobachtet hat, was die Verluste seiner Herde betrifft. Er hat gesagt, meistens reißen die Wölfe nur, währenddessen die Bären auch, also die Rentiere töten, aber nur für die Futtergewinnung und für die Ernährung. Und das ist ihm aufgefallen, dass die Wölfe hauptsächlich reißen und dann das gerissene Tier liegen lassen und zu den nächsten ziehen. Ja, da sind mindestens zwei Themen drin. Erstens die Beziehung der Samen zu Wölfen. Man muss wissen, dass die südschwedische Population von Wölfen deswegen so isoliert ist, weil die Samen alles abschießen, was durch ihr Gebiet kommt. Und das dürfen sie, weil sie angeblich indigene sind. Nur, dass sie halt mit Schnellfeuergewehren arbeiten, das sagt man da weniger dazu. Also die Wolfsverluste der Rentierhalter, also die Verluste durch Wolf der Rentierhalter halten sich in engen Grenzen. Das zweite Thema ist, warum liegt nicht nur ein Schaf, sondern zehn oder mehr? Sehr oft. Es ist ein bisschen so eine ähnliche Geschichte wie mit einem Fuchs im Hühnerstall. Schafe sind besonders prädestiniert dafür, die rennen nicht weit weg, das heißt, der Reiz ist nicht weg. Wölfe sind sehr triebstärke Jäger natürlich und bei Rentieren kann das ähnlich sein. Die gehen nicht weit weg, also reißt der eins nach dem anderen und gestört werden sie dann auch. Also kommt er überhaupt nicht zum Fressen. Das hat man oft bei Schafen. Da liegen jetzt erst wieder in Kärnten ich weiß nicht wie viele es waren, aber es sind immer so 10, 15 Schafe, die auf einmal liegen. Und das ist grauenhaft, weil Wölfe legen keinen großen Wert darauf zu töten und sie legen überhaupt keinen Wert darauf, tiers Wert darauf, zu töten. Und sie legen überhaupt keinen Wert darauf, tierschutzkonform zu töten. Also wenn du als Schafhalter da raufkommst und du hast ja für einen Schafhalter, gerade der, der wenig Tiere hat, ist ja das einzelne Schaf nicht nur ein Geld wert, sondern man hat ja eine gewisse Beziehung. Das ist ähnlich schlimm, wie wenn man heimkommt und die Wohnung ist von Einbrechern verwüstet. Oder noch schlimmer. Aber gibt es so etwas wie ein Blutrausch, so wie manches Fischotter oder Wolf? Man kann das Blutrausch nennen. Fischotter, die Karpfensteine, ein Blöde im Teich und dann Fischotter ist die Karpfen stehen einem blöd im Teich und beim Fischotter ist es ganz ähnlich. Das heißt, sozusagen beute Tiere wie Schafe kamen früher bei Wölfen, also in der Evolution der Wölfe nicht wirklich vor. Wenn die Rudelhirsche angreifen, dann erwischen sie meistens einen alten, kranken, jungen, schwachen und der Rest ist weg. Also die Gelegenheit, einen zweiten Hirsch zu reißen, leicht zu erbeuten, die gibt es nicht bei Schafen durchaus. Darum liegen ja immer mehr. Und dass das keinen schlanken Fuß macht, ist schon klar. Alles klar, bitte sehr. Sie haben heute mal angesprochen, die vergleichende Forschung in Ernstbrunn mit Wolfsrudeln und Hunderudeln, die ähnlich gehalten werden. Wenn Sie für sich das so mit ein paar Punkten zusammenfassen würden, was da die Unterschiede sind zwischen den Wolfs- und Hunderudeln, das würde mich total interessieren. Entschuldigung, die Frage war noch... Die vergleichende Vorstellung in Ernstbrunn. Die Hunde auf der einen Seite und die Wölfe auf der anderen. Das sind doch zwölf Jahre Arbeit und das ist eine Menge Ergebnisse. Übrigens, die publizierten Ergebnisse können Sie als PDFs von der Homepage von Ernst Brunn runterladen. Und natürlich die wissenschaftlichen Publikationen. Also ganz kurz in drei Sätzen zusammengefasst, den großen Unterschied zwischen Wolf und Hund gibt es nicht. Die Kooperationsbereitschaft der Hunde ist nicht während der Domestikation entstanden, sondern ist ein altes Wolfserbe. Mit gut sozialisierten Wölfen kann man exzellent kooperieren, aber Wölfe machen das gern sozusagen auf Augenhöhe, während Hunde daran angepasst sind, sich uns unterzuordnen. Also es gibt wenige wirklich entscheidende kleine Unterschiede, die aber bewirken, kleine Unterschiede, die aber bewirken, dass wir sozusagen mit unseren Stubenwölfen, mit den Hunden gut zusammenleben können, während ich niemandem empfehlen würde, sozusagen auf die Idee zu kommen, mit einem sozialisierten Wolf leben zu wollen. Das ist eine romantische Idee, daran scheitern immer wieder Leute, viele Leute scheitern auch im Zusammenleben mit einem tschechoslowakischen Wolfshund etwa, wo auch relativ viel Wolf drin ist. Schwierig, nervenschwach, Wölfe sind wesentlich besser im Erkennen von Kausalzusammenhängen, wenn sie einmal zugeschaut haben. Das heißt, wenn sie in Anwesenheit eines naiven Wolfes eine Tür per Klinke öffnen, weißt der, wenn man die Klinke drückt, geht die Tür auf. Ein Hund weiß nichts. Ein Hund hat vielleicht die Möglichkeit, durch Versuch und Irrtum draufzukommen. Und ein weiterer wichtiger Unterschied, der das Leben mit Wölfen nicht gerade einfacher macht, also mit Wölfen, nicht mit Hunden, ist, dass sie wesentlich persistenter sind und klarer im Verfolgen ihrer Ziele wie Hunde. Hunde brauchen immer irgendwie unsere Unterstützung, funktionieren wunderbar, die kooperieren herrlich mit uns. Hunde sind nicht blöder als Wölfe, aber sie haben ein bisschen eine steilere Dominanz-Hierarchie im Kopf. Das heißt, sie achten uns mehr als Wölfe. Ein Wolf fragt immer, warum soll ich das jetzt machen, was kriege ich dafür? Ein Hund macht einfach. Der Wolf fragt immer, warum soll ich das jetzt machen, was kriege ich dafür? Ein Hund macht einfach. Und der Wolf versucht, ein Problem zu lösen, solange bis er es gelöst hat. Ein Hund gibt bald einmal auf. Das macht zum Beispiel Herdenschutz schwierig. Wenn es eine Zeit lang funktioniert hat, seine Schafe zu schützen mit einer bestimmten Methode, heißt das nicht, dass das ewig so funktionieren wird, weil irgendwann kommt ein Wolf, der versucht es. Oder dass in der Regel Wölfe nicht über Zäune drüber springen, die nicht höher wie 1 Meter bis 1,20 Meter sind, das stimmt. Aber vielleicht einer von 500 Wölfen kommt drauf, dass man da drüber springen kann und dann gibt er das vielleicht auch an die Nachkommen weiter. Also diese Art einer von 500 Wölfen kommt drauf, dass man da drüber springen kann. Und dann gibt er das vielleicht auch an die Nachkommen weiter. Also diese Art von sozusagen Analyse und Kausalzusammenhänge bilden und dann dranbleiben, das hat uns immer wieder beeindruckt in den Versuchen mit unseren Wölfen. Das war immer wieder, wie gesagt, das sind keine Riesenunterschiede, aber doch, das reicht, dass man mit Hunden sehr gut, mit sozialisierten Wölfen privat eher nicht sehr gut zusammen leben kann. Gut, danke sehr. Bitte aus den Weiten des Internets. Wir haben eine E-Mail von Arno bekommen, der schreibt, warum wird so häufig über der Wolf, respektive der Bär, der Fuchs, der Käfer gesprochen und so wenig über die Wölfin, die Bärin, die Füchsin, Stahl, die Hühner. Wölfinnen reißen doch auch Schafe, bekommen was von der Beute ab, können sich dadurch fortpflanzen? Entschuldige für diese Gender-Unsensibilität. Ja, also das möchte ich nicht weiter kommentieren, das ist vollkommen richtig. Es gibt im Gegensatz zu Menschengruppen, wo das Geschlecht für die Verteilung von, wo das biologische Geschlecht bei der Bildung von Geschlechterrollen doch eine relativ große Rolle spielt, möchte ich einmal sagen. Soziologen behaupten das Gegenteil, ich stimme dem nicht zu, ist das bei Wölfen weniger so. Obwohl, was wir wissen ist, dass die Risikobereitschaft besonders bei den alten Rüden steigt. Also von denen in Gebieten, wo die Wolfsrudel gesättigt sind, stirbt von denen keiner im Bett, sondern im Alter von 10 bis 12 Jahren prinzipiell an der Grenze im Kampf mit anderen Wölfen. Da halten sich die Weibchen ein bisschen stärker zurück. Aber beim Jagen und sonst gibt es bei Wölfen keinen Unterschied. Aber ich finde es insofern einen wichtigen Hinweis, als es natürlich ein Blödsinn ist, von dem Menschen, dem Wolf zu sprechen, weil es gibt unglaublich viele unterschiedliche Menschen. Und genauso gibt es unglaublich unterschiedliche Wölfe. Ich persönlich war beteiligt am Handaufziehen von circa 30 Wölfen. Und obwohl wir das sehr konzentriert machen über eine Dauer von 24 Stunden pro Tag, sieben Tage die Woche, fünf bis sechs Monate, Also 24 Stunden pro Tag, sieben Tage in der Woche, fünf bis sechs Monate sind die immer unter Menschenbehütung und sehr standardisiert und sehr beteiligt. Da kommen unglaublich unterschiedliche Persönlichkeiten raus. Sozusagen von einem Ersatzhund, den du am liebsten nach Hause mitnehmen würdest, bis zu so richtigen, das, was man halt unter Wolfstypen versteht. Obwohl man sehr gut sozialisiert ist mit dem, fragt er immer, muss ich das jetzt machen, ist das jetzt gefährlich? Nein, das will ich jetzt aber nicht. Also misstrauisch, zurückhaltend, wir haben ein unglaubliches Spektrum von Persönlichkeiten. Ähnliches gilt natürlich in noch viel größerem Ausmaß für Menschen. Also dieser typologische Singular der Mensch und der Wolf ist natürlich vollkommen daneben. Und die Beuteverteilung unter den Wölfen ist schon gendergerechter als unter den Menschen, oder? Das spielt Geschlecht eigentlich keine Rolle. Vermögensverteilung. Vermögen bei Wölfen weiß ich nicht. Das ist wahrscheinlich ihr Standing Corp, also die potenzielle Beute, die sie zur Verfügung haben. Aber wenn sie große Beute jagen, dann geht das eh in der Gruppe. Und da gibt es eigentlich keinen großen Unterschied zwischen Männchen und Weibchen, Beteiligung an der Jagd und dann nachher beim Teilen der Nahrung. Das ist ein großer Unterschied zwischen Wölfen und Hunden. Wenn du ein großes Stück Futter ins Hundegehege legst, dann frisst genau der Chef und die anderen stehen im Respekt-Aufstand. Wenn du das bei den Wölfen machst, dann fressen alle gemeinsam. Nicht wahnsinnig friedlich, man verhandelt, man hat die Bürste aufgestellt und die Schwanz, man schnappt ein bisschen, aber der Niederrangigste wird sich nicht im Traum einfallen lassen, sich dann nicht seinen Anteil zu holen. Und Geschlecht spielt da überhaupt keine Rolle. Interessant, danke sehr. Bitte. Ich hätte zwei Fragen. Die erste Frage, die ist schon eigentlich sehr alt. Sie haben gesagt, dass die EU eine Gesetzgebung hat oder eine Verordnung hat, die sicherstellt, dass Landwirte, die Verluste erlitten haben durch Wolfsrisse, dass hier Entschädigungen bezahlt werden. Und dann haben sie also so nebenbei gesagt, das machen aber nicht alle. Jetzt meine Frage, macht das Österreich? Das ist die erste Frage. Die zweite Frage ist also, Sie haben gesagt, in Trentino gibt es also hier so Kleintierzüchter, die sich also richtig darauf spezialisiert haben, Schutzhunde anzustellen. Die Schutzhunde, die hier so einen größeren Schutz bieten für eventuelle Wolfsrisse. Und dann habe ich noch die dritte Frage, ist eher eine Beantwortung, warum man so viel über den Wolf spricht, über den bösen Wolf. Und der böse Bär ist nicht dabei. Ich glaube, hier habe ich eine Meinung. Der böse Bär kommt sicherlich aus unseren allen Verhalten. Denken wir doch an den lieblichen Teddybär. Dieser liebliche Teddybär ist hier schon sicherlich 100 Jahre alt und wurde den Kindern immer wieder als Geschenk gebracht. Während es gibt keinen lieblichen Wolf. Und so könnte ich mir durchaus vorstellen, dass der liebliche Tedebär den Bären nicht so sehr das Negative bietet wie der Wolf. Ich möchte Ihnen selbst widersprechen, aber da soll man Ursache und Wirkung nicht verwechseln, weil unsere irrationale Beziehung zum, unsere enge, aber irrationale Beziehung zum Wolf währt schon einige 10.000 Jahre. Während Bär hat nie so eine Rolle gespielt. Ist auch nicht wirklich, wie soll ich sagen, ist kein soziales Rollenmodell gewesen für Menschen. Bären hat man gejagt, die hat man gefircht. Es gibt eine einzige Gruppe von Menschen im nördlichen Beringia, dann auf einer Insel isoliert, die sie spezialisiert haben auf die Eisbärenjagd. Aber sonst spielen Bären, so wie Wölfe überhaupt keine Rolle. So habe ich das nicht gemeint. Ja, ich weiß schon, was ich meine. Dass der Bär seine Lieblichkeit hat, so liebe Ohren hat und so weiter. Natürlich, es fällt viel mehr ins Kindchenschema. Ja, richtig, das habe ich auch gemeint. Und wegen der Entschädigung, das ist im Prinzip Landessache. ist im Prinzip Landessache. Unsere liebe Landwirtschaftsministerin Köstinger hat, über die sollte man nicht alles verschimpfen, die hat auch durchaus ihre positiven Seiten gehabt. Sie hat zum Beispiel vor drei oder vier Jahren jetzt das Koordinationszentrum Bärwolf-Lux in Gumpenstein eingerichtet und das dient dazu, diese Geschichten, weil wie gesagt, Entschädigung ist Landessache, aber das dient dazu, diese Dinge in Österreich zu vereinheitlichen. Wobei man dazu sagen muss, dass in Österreich über Ortenschutz rede ich jetzt gar nicht, da rennt wahnsinnig viel schief. Österreich ist so ein grünes, schönes Land, aber wir sind ein Population Sink für Wildtiere. Es ist unglaublich.ünes, schönes Land, aber wir sind ein Population-Sink für Wildtiere. Es ist unglaublich, mit Ausnahme des Schallenwilds. Aber, was wollte ich jetzt sagen? Österreich bezahlt oder bezahlt nicht, war die Frage. Mein Gedächtnis lässt mich gerade dann im Stich, wenn ich wieder einmal über Österreich schimpfen will. Naja, die Stich, wenn ich wieder einmal über Österreich schimpfen würde. Die andere Frage war Herdenschutzhunde in Trentino. Warum ist in Österreich dieser Herdenschutzhund nicht so populär? Das beginnt erst. Schon langsam. Erstens das Gelände für die geführte Herdenführung mit Hirten und Hunden muss sich schon eignen. Das wäre etwa Geländetyp hohe Tauern und so mit großen, weiten Almen. Bei uns in den nördlichen Kolkalpen zum Beispiel ist die Geschichte schon sehr kleinräumig. Also da wird es schon schwierig. Herdenschutzhunde, man hat ein Verhältnis von circa, man braucht circa sieben Hunde für tausend Schafe. Und man muss mit den Hunden arbeiten. Die sind nicht harmlos. Das muss man kennen. Sonst beißen diese Herdenschutzhunde mehr Wanderer als Wölfe. Das muss man kennen, sonst beißen diese Herdenschutzhunde mehr Wanderer als Wölfe. Das kann man aber verhindern, indem man die Hunde nicht nur mit Schafen sozialisiert, sondern indem man wirklich mit den jungen Hunden arbeitet. Die können lernen, dass Menschen keine bösen Feinde sind. Das wird in der Schweiz gemacht und woanders auch. Wenn man natürlich nicht mit ihnen arbeitet, sind Herdenschutzhunde unter Umständen nicht ungefährlich. Man muss also ab und zu einen Postler vorbeischicken. Ich hätte da schon noch einen Einwand. Ein Herdenschutzhund in Trentino hat da sicherlich auch die Situation, dass dort noch sehr viele Berge sind und noch sehr viele Wälder sind. Jetzt meine Frage, wo gibt es in Österreich zurzeit noch sehr viele Wälder sind. Jetzt meine Frage, wo gibt es in Österreich zur Zeit wirklich sehr viele Risse an kleinen Tieren? Wir haben zwei Rudeln im Wallviertel und an der oberösterreichischen Grenze. Die Rudeln machen nicht so viel. Sind das dann einzelne? Das sind Durchwanderer. Wir haben gerade in den letzten Tagen wieder Risse gehabt in Tirol und in Kärnten. Wobei deren Tirol, das war eher BR, glaube ich. Aber die Meldungen kommen jetzt fast täglich rein. Und das sind hauptsächlich dann schon Wölfe, das kann man ja verifizieren. Und dass es dort keine Rudel gibt, sind es immer Durchwanderer. Darum sage ich, es ist nicht besonders gescheit, Rudelbindung zu unterbinden. Gut. Da drüben haben wir noch eine Frage. Hans, ist mir nur aufgefallen bei Ihrem Vortrag, Herr Kottoschall, die Wölfe, die den Menschen begleiteten, beziehungsweise dann die ersten Hunde, wurden nur selten verspeist, haben Sie gesagt, von den Menschen. Zu welchen Gelegenheiten? Was vor 40.000 Jahren war, wissen wir nicht. Was man aufgrund unserer Erfahrungen sagen kann, wir machen ja in Ernst Brunner ein bisschen so experimentelle Archäologien. Wir wissen, wie es ungefähr gewesen sein kann vor 40.000 Jahren und wie es sicher nicht gewesen ist. Also die Menschen konnten die Wölfe nicht zwingen zu bleiben. Die hatten keine Gitter, keine Kette und wenn du das nicht hast, bist du auf die Kooperation von Wolf angewiesen, dass er halt bleibt. Diese Wölfe haben damals mit ziemlicher Sicherheit die Kinder dieser Leute nicht verspeist, sonst hätte man halt keinen Hund. Wie war die Frage? Das ist umgekehrt. Das Verspeisen der Hunde. Ich denke, die waren schon sowas wie eiserne Reserve. Das hat sich auf die Great Plains in die Ahnung bezogen, die ja interessante, das ist eine ziemlich einheitliche Kultur mit Hunderten von verschiedenen Ethnien eigentlich, die zum Teil Sprachen haben, die so unterschiedlich sind wie Deutsch und Chinesisch. Was wieder einmal zeigt, dass Sprache, dass eine der Hauptfunktionen von Sprache die Abgrenzung gegen andere ist das demonstrieren ja auch die Schweizer die bezüglich zum Hund so ein typisches Quodorf war laut Reisenden aus dem 18. Jahrhundert waren so so 100 Tipis, 500 Menschen und 2000 Hunde in dieser Größe. Jede Familie hat fünf, sechs Hunde gehabt und die Reisenden beschreiben, wenn sie sich so an Tipi-Siedlung nähern, dann werden die Zeltränder lebendig und man muss plötzlich von dieser Masse von Hunden umgeben. Die jetzt keine Wachhund waren. Die haben gebissen. Aber das muss schon eindrucksvoll gewesen sein. Und das waren ja Büffeljäger. Nachdem die großen Mastodonten weg waren, haben sich diese Leute auf das nächstgrößere Tier spezialisiert, hatten das Glück, dass es genug Büffeln gab. Die konnte man damals nicht ausrotten. Das war erst später passiert. Wenn die aber ausblieben, es gab Ethnien, die sozusagen dann die Hunde als eiserne Reserve verwendeten und es gab, ich weiß nicht, ob es ein Drittel oder ein Viertel war, die Frau Braun hat ein Diss drüber gemacht, das ist eine deutsche Historikerin, 1980, ein wunderbarer Diss. Ein gewisser Anteil an diesen Leuten wäre, also die haben unter keinen Umständen Hund gegessen. Also das war kulturell etwas unterschiedlicher. Alles klar, danke, bitte sehr. Ich habe eine Frage, wieso weiß man denn, dass die Allensteigwölfe aus der Lausitz kamen? Genetik. Also ganz klare genetische Nachweise. Aufgrund der Genetik dieser Wölfe wissen wir auch, Und aufgrund der Genetik dieser Wölfe wissen wir auch, dass die beiden Rudel, die 2018 entstanden im nördlichen Niederösterreich, nicht aus Jungtieren von allen Steinen kamen, sondern ebenfalls frisch aus der Lausitz. Und aufgrund der Genetik kann man auch sagen, dass die beiden neuen Rudel jetzt, die seit 2021 existieren, wenn es es noch gibt, ebenfalls aus der Lausitz kommen. Das sind Zuwanderer, die sehr weit wandern. Also aufgrund der Genetik kann man genau sagen, wo die Wölfe herkommen. Werden auch Wölfe mit Sendern ausgestattet? Ich lache deswegen, weil das war die Idee, die Königsidee jetzt von der Tiroler Landesregierung. Die hat gesagt, wir besendern alle Wölfe, die reinkommen. Super! Also Wissenschaftler sind hochbegeistert, aber wie erwischen wir die? Mein Rat ist, zwei Wölfe fangen und einen auslassen. Aber Scherz beiseite, Walter Arnold und seine Gruppe von der Vetmed, vom FIWI, arbeiten ja mit den Wölfen und dem Rotwild in Allensteig und die haben eineinhalb Jahre lang zunächst erfolglos versucht, einen Wolf zu fangen da oben, um ihn zu besendern. Und du musst wirklich unglaublich trickreich sein, damit du es dann kriegst. Also da gibt es wirklich super Geschichten. Das heißt, es ist wahnsinnig schwierig, einen Wolf zu fangen. Wenn du ihn dann hast, besendern ist kein Problem. Aber das Fangen ist eher das Problem. Melden sie sich nicht an, wenn sie nach Österreich kommen. Dass sie dich nicht anmelden, wenn sie nach Österreich kommen, bei einer offiziellen Grenzübertrittsstation. Die haben auch keinen Kerz in die Wölfe, aber bitte. Nenn ich die Frau. Ich gehöre zu den wenigen Glücklichen, die aus St. Georg am Walde sind, wo wir ja heuer im Winter einen Besuch gehabt haben, einen Wolf-Besuch. Zuerst sind die Bilder von einer Wirtkamera über WhatsApp gegangen, Wochen später wurden sie in die Medien, das war sehr interessant. Was ich als Laie total lustig gefunden habe, sie haben gewusst, das ist ein Zuwanderer, ein Ausländer, also kein Einheimischer. Aufgrund der Hinterlassenschaft wurde das festgestellt. Daraufhin bildet sich bei mir die Frage, wer kontrolliert denn den Code von den Wölfen? Wer kontrolliert was? Den Code von den Wölfen, dass man weiß, das war ein Zirkaster. dass man weiß, das war ein Zirkaster? Also wir haben viel zu wenig Monitoring, aber es gibt traditionell gibt es den Herrn Dr. Rauer von FIWI, das war immer der Wolfsbeauftragte. Jetzt ist er das gemeinsam mit den Leuten aus Gunkenstein und wenn eine Sichtung ist oder eine Spur ist, Fell, Kot mit Wolfsverdacht, dann ruft man den an, beziehungsweise diese Leute an und wenn das frisch ist, dann kann man sich das holen und wenn es wirklich Wolfskot ist, kann man aus der Schleimhülle natürlich, die Genetik ganz gut analysieren. Also das geht. Oder die andere Geschichte, wenn man einen Wolfsriss hat, Reh oder Schaf, und man kommt relativ unmittelbar dazu, ohne dass es zunächst zwei Tage geregnet hat, dann kann man von dem Riss einen Abstrich machen und kriegt Zellen aus der Mundschleimhaut von dem Wolf und kann genau bestimmen, wer das war. Das heißt, man kann individuelle Wölfe über die Risse zum Beispiel oder auch über Kotfunde genau verfolgen, wie sie wandern, ohne dass sie besendet sind. Also das weiß man schon. Aber die Geschichte mit Fremden ist lustig, weil ich habe, das war aber schon vor einigen Jahren, als besonders die niederösterreichischen Jäger in der Umgebung von Ernst Brunn natürlich geglaubt haben, wir züchten Wölfe zum Auslassen. Weil damals hat ja nur keiner geglaubt, dass ein Wolf in der Nacht 800 Kilometer zurücklegen kann und das auch tut. Also manche Leute sind auch heute noch überzeugt, da kommen irgendwelche Organisationen mit den berühmten weißen Lieferwägen und setzen Wölfe aus. Und der hat sich, das war ein örtlicher Jagdleiter, der hat sich zu der Aussage verstiegen, also waren das unsere Wölfe oder waren, die darf man ja schützen, aber diese Ausländer... Gut, ich darf Ihnen nur eine Ausländerfrage stellen, was auch den kulturellen Unterschied zwischen Deutschen und Österreichern betrifft, wobei ich hier die Damenwelt mit meine. Wir wissen, Cordoba führt bei uns zum gegenseitigen Schädel einschlagen, aber die Wölfe in Deutschland wurden sozusagen aufgenommen. Man hat die Ansiedlungen alle mehr oder minder erlaubt. Bei uns nicht. Gibt es einen kulturellen Unterschied zwischen Deutschen und Österreichern in der Wolfsliebe oder hat man es in Deutschland nach der Wende schlichtweg übersehen? Übersehen haben sie sicher nicht, aber da müssen sie an Soziologen fragen. Allerdings, was auffällt, ist das Muster. Deutschland stimmt ja nicht. Es werden in Bayern Wölfe genauso intensiv illegal abgeschossen wie in Österreich. Das heißt, da gibt es keinen Unterschied. Das heißt, diese alten katholischen Kernlande, ich weiß nicht, ob das was mit Katholizismus zu tun hat, da hat man ein Problem. Und nördlich des Weißwurst-Äquators haben die Leute auch keine Freude. Also willkommen geheißen wurde der Wolf nirgends wirklich, außer von manchen Leuten. Aber nördlich des Weißwurst-Äquators, also in Gebieten mit einem protestantischen Kulturhintergrund, hat man eher die Tendenz, gesetzliche Bestimmungen als Sollbestimmungen zu sehen und nicht wie in Österreich und Bayern als Kannbestimmung. Also man hält sich eher dran, habe ich den Eindruck. Das heißt, es gibt in Norddeutschland, also von Sachsen bis nach Hamburg, Sie haben ja die Verbreitung gesehen, da sind in der Zwischenzeit bis oben in Dänemark und es gibt zwar Wolfsrudel jetzt in der Veluve in Holland, also alles deutsche Wölfe. Also es gibt illegale Abschüsse, aber nicht in einem bedeutenden Ausmaß. Okay, alles klar, danke, bitte. Ich möchte dann zur fortgeschrittenen Stunde dann auch das als letzte Frage sozusagen. Ich möchte die letzte Frage stellen und die ist ehrlich gesagt ein bisschen speziell. Ich denke jetzt, so wahnsinnig viel Aufwand wird betrieben zu forschen, zu machen. Man weiß, wo die herkommen, wo das hingeht. Man kann einen Code erkennen. Denke ich mir, wie kann das sein, dass heute, wo so viele Wissenschaftler an solchen Dingen arbeiten, es immer noch Kriege gibt und es kein Team gibt, das jetzt zum Beispiel hinfährt zu solchen Herden, wo man weiß, da ist jetzt ein Konflikt, ein aufschwellender Konflikt und so weiter und da was dagegen unternimmt. Also ich weiß, das klingt jetzt ein bisschen ekelhaft, aber ich finde es toll, dass es diese Forschung gibt. Aber ich verstehe die Verhältnismäßigkeit nicht. Also erstens, es gibt sowieso viel zu wenig Forschung. Es ist viel zu wenig. In Österreich fast nichts. Das heißt, in Österreich ist es traditionell bei Wildtieren, die ist die Jägerschaft, die Datenlieferanten. Man kann sich vorstellen, was dabei rauskommt. Beim Wolf haben wir zwei Wildtierinstitute, die marginal damit beschäftigt sind. Und das bisschen, was an DNA-Proben läuft, das ist vom Aufwand her nicht wahnsinnig großartig. Also wir betreiben keine ordentliche Forschung, wir betreiben kein ordentliches Monitoring, daher wissen wir eigentlich gar nicht, was im Lande so vorgeht. Was ich heute erzählt habe über Österreich, das ist so, das sind wahrscheinlich jetzt nicht zahlmäßig, aber das sind eigentlich die Spitzen des Eisbergs, weil im Detail wissen wir es nicht. Und das ist immer schlecht, weil wie will man entsprechende Maßnahmen ergreifen, wenn wir viel zu wenig wissen. In Deutschland funktioniert das Monitoring besser, auch, weil wie will man entsprechende Maßnahmen ergreifen, wenn wir viel zu wenig wissen. In Deutschland funktioniert das Monitoring besser, auch, weil es da Wolfs-NGOs gibt, wo es Freiwillige gibt, die wirklich sich im Wolfs-Monitoring beteiligen. In Österreich haben wir das nicht und wir haben zum Teil den Widerstand der großen Grundbesitzer, die wollen auf ihren Grund keine Wissenschaftler herumrennen haben. Die Jagd will nicht allzu kommunikativ sein über gewisse Dinge. Also wir leben nur ein bisschen im Mittelalter. Also der Eindruck, wir machen viel zu viel Forschung und viel zu wenig Praxis, stimmt nicht. Wir machen viel zu wenig Forschung und wir könnten mehr brauchen als Basis für vernünftige Praxis. Es geht, wie gesagt, ja nicht darum, also loswerden, da haben wir die Wölfe sowieso nicht mehr. Es geht jetzt wirklich darum, dass man einigermaßen vernünftig mit einer lebt, auch im Interesse der Leute, die wirklich betroffen sind. Das sind die Weidetierhalter, denen ständig vorzugaukeln, wir werden das Problem mit Abschuss lösen, ist völlig unverantwortlich. Vielen herzlichen Dank und damit kommen wir langsam zum Ende. Vielen herzlichen Dank, Kurt Kottusch. Lassen Sie mich den Abend beschließen mit dem Satz, was immer er heißt, der Wolf ist des Wolfes Mensch. Ich danke Ihnen. you