Es braucht ein paar, mit denen ich echt in Kontakt gehe. Ich habe ein paar Männer, mit denen ich ab und zu auf den Berg gehe. Wenn wir das machen, reden wir wirklich über das, was uns beschäftigt. Wir reden auch über Arbeit. Wir sind relativ schnell, das wissen wir schon. Da reden wir über das, wie es uns in der Beziehung geht. Wir reden über das Thema Sex, wir reden über das Thema in der Arbeit, wie es uns mit den Kindern geht, was halt gerade aktuell ist. Also das ist eine tolle Chance und Qualität auf dem Fluss. Ein herzliches Willkommen zu einer neuen Episode von Leuchtgedanken. Mein Name ist Franz Wilhelm und in dieser Folge geht es um eines meiner ganz großen Lieblingsthemen. Ich spreche mit Männercoach und Paarberater Markus Waldl darüber, wie wir als Männer mit unseren Emotionen in Fluss kommen können. In diesem Gespräch geht es darum, welche Chancen darin verborgen liegen, eine neu gedachte Beziehung mit sich selbst, seinem Umfeld und dem eigenen Körper einzugehen. Ich glaube, dass das essentiell ist für uns als Menschheit, dass wir schaffen, diese Gräben zu überwinden und da Verbindung zu schaffen. Es hat für mich die Corona-Krise gezeigt, es zeigt jetzt die unterschiedlichsten Krisen. Ich glaube, das ist der Kern oder das ist so essentiell für die Bewältigung dieser Krisen, damit wir verbunden sind zueinander. Das ist mein großes Anliegen und mein großer Wunsch für die Welt, Verbundenheit. Ich möchte hier auch die Gelegenheit nutzen, um dich einzuladen, live in Verbindung zu gehen. In Interaktion, in den Austausch mit anderen Männern, um darüber zu sprechen, wie es uns denn wirklich geht. Ich veranstalte am 31.07. in Wien meinen ersten ManCircle und möchte dich da von ganzem Herzen einladen, mit dabei zu sein und einigen Fragen auf den Grund zu gehen. Wie geht es uns in unseren Beziehungen? Wie geht es uns mit unserer Traurigkeit, mit unserer Wut, mit unserer Freude? Wie geht es uns in Sachen Liebe oder mit dem Bild, wie ein Mann eben zu sein hat, das uns eben ganz oft von außen auferlegt wurde? Ich würde mich riesig freuen, wenn du damit dabei bist oder jemanden kennst, der neugierig auf einen offenen Austausch ist. Du findest alle Infos zum ManCircle unter franzwilhelm.at oder in der Bio auf Instagram. Alle Infos zu dieser Folge und zur Arbeit von Markus findest du in den Shownotes oder auf Instagram. Ich wünsche dir jetzt viel Freude mit dieser Folge und möchte Danke sagen, dass du heute mit dabei bist. Lieber Markus, ich sage herzlich willkommen im Podcast. Ich freue mich total, dass wir uns heute da treffen im Podcast und über ein Thema sprechen, das uns ja beide beruflich beschäftigt. Wir sind ja beide im Männercoaching unterwegs. beschäftigt. Wir sind ja beide im Männercoaching auch unterwegs. Und ja, ich freue mich einfach riesig und bin schon gespannt, wo uns das Gespräch heute hinführen wird. Ja, danke Franz für die Einladung zu diesem Gespräch heute. Ich freue mich auch riesig und habe mir auch einen besonderen Platz ausgesucht heute für das Interview. Ich sitze da am Fluss und freue mich auf das Gespräch mit dir. Markus, es war so, dass ich mich auf die Suche gemacht habe. Ich habe mich vor ein paar Wochen entschieden, auch ins Männercoaching zu gehen, in die Männerberatung. Dann habe ich mich auf die Suche gemacht im großen Internet und habe einmal geschaut, wer denn sonst noch alle in dem Bereich arbeitet. Und da bin ich auf deine Homepage gestoßen. Und wir haben ja im Vorfeld schon telefoniert, circa eine halbe Stunde. Das war für mich ein unfassbar schönes Gespräch, war ein total verbindendes Gespräch auch. unfassbar schönes Gespräch, war total ein verbindendes Gespräch auch und ich finde es so spannend, dass du eben heute auch dich zum Fluss gesetzt hast, weil das letzte Mal, was mir hängenbleiben ist von unserem Vorgespräch, ist eben das Thema, wie man mit sich oder mit seinem Mann seinen Influss kommt, also das finde ich total schön, dass du dir jetzt zu einem Fluss gesetzt ist. Ja, das ist also auch das Thema Mannsein, in den Fluss kommen. Und deshalb habe ich mir als Inspiration für das heutige Gespräch da hergesetzt. Ich sitze da an der Vöckler, bei mir fließt der Fluss entlang, die Sonne scheint. Es ist eine gute Grundlage, um über das Thema zu sprechen. Markus, bevor wir wirklich ins Thema einsteigen, magst du uns vielleicht ganz kurz abholen, wie du eigentlich zum Thema Männercoaching, Männerberatung, du machst ja auch Paarberatung. Wie bist denn du zu diesen Thematiken gekommen? Magst du uns da kurz abholen, bitte? Ja, kann ich gerne erzählen. Da hole ich etwas aus und gehe so fünf, sechs Jahre zurück. Vor fünf, sechs Jahren war es so, dass es bei mir eine Persönlichkeitskrise gegeben hat und auch eine Ehekrise. Die Persönlichkeitskrise hat dazu geführt, dass für mich eine ganz zentrale Frage aufgeworfen wurde. Ich weiß noch ganz genau, wie ich da unterwegs war. Ich war gerade laufen und ich mir die Frage gestellt habe, was heißt es, ein Mann zu sein? Und ich habe die Frage nicht beantworten können. Die Frage hat mich nicht losgelassen. Und jetzt, wo ich gerade so dran denke, gerade ein ganz neuer Aspekt, ich weiß die Stelle sogar noch und das war auch bei einem Fluss, wo diese Frage aufkommen ist. Für mich war das die zentrale Frage, die das Leben auch mitgestellt hat. Ich habe mich dann aufgemacht, um für mich Antworten zu finden zu dieser Frage. Und das hat mich zu unterschiedlichen Stationen geführt. Zuerst zu Büchern, Literatur, dann zu Gesprächen mit Männern, zu Männer-Wochenenden, zu Männer-Segeltörns. Also zuerst die Literatur und dann die Beziehung und der Austausch mit anderen Männern. Und ich habe auch Beratung in Anspruch genommen, für mich persönlich, und Männercoaching in Anspruch genommen. Und das hat mich immer mehr in die Richtung geführt, dass ich für mich erstens Fragen beantworten habe können und die Begeisterung dafür zu dem Thema war so da. zu dem Thema war so da. Das war das eine. Und der andere Aspekt zu dieser Ehekrise hat sich dann trotz Beratung, die wirklich sehr gut waren, hat sich dann schlussendlich so gezeigt, dass es in eine Scheidung geht. Und beide Aspekte waren zu gegenwärtig. Und ich habe mich dann entschlossen, Lebens- und Sozialberaterausbildung zu starten. Ich habe mir dann gedacht, ich möchte da in dem Bereich tätig sein. Ich habe damit begonnen, habe die Ausbildung absolviert und innerhalb der Ausbildung haben sich dann diese zwei Schwerpunkte, das Männercoaching und die Paarberatung herauskristallisiert. Ja, und da bin ich jetzt tätig. Ja. Ich bin in Vöcklerbruck tätig, habe eine Praxis, begleite Paare bei ihren Herausforderungen und darf Männer coachen, darf Männer begleiten bei ihren Lebensproben. Ich möchte da kurz reingehen, weil du hast ja gesagt, dass ja damals die Scheidung, also die Ehekrise ja dazu geführt hat, den ersten Schritt zu machen, oder? Oder dass dich das dahin gebracht hat und mit dem resoniere ich ganz stark, weil das auch bei mir im Leben der erste Schritt in die Männerberatung, wenn man so will, war bei mir auch Beziehungskrise damals, wo ich dann eben auch das erste Mal eine Beratung in Anspruch genommen habe. Und da wollte ich dich fragen, wie ist es dir damals gegangen, wo du das erste Mal den Mut zusammengefasst hast, eben Beratungen in Anspruch zu nehmen. Wie ist das für dich gewesen damals? Ja, um ehrlich zu sein, ich habe ganz große Angst gehabt. Wie du sagst, das Beziehungsthema ist etwas, was ganz oft die Männer zur Männercoaching oder den Männerberatern bringt, die Not aus der Beziehung, dann sollten machen sie Männer so auf den Weg, wenn es andere Themen sind. Oft ist es die Beziehung. Bei mir war es auch so, kann mich noch gut erinnern, ich habe dazu mal so einen Zettel für mich entworfen und alles niedergeschrieben, wie es mir geht und was denn so gegenwärtig ist. Und dieser Zettel, der ist voller Angst gewesen. Ich hatte ganz große Angst, dass diese Beziehung zerbricht. Auch so nach dem Motto, was bin ich denn dann, wenn die Beziehung weg ist. war schwierig, war angeknackst. Und es war auch so in einer Lebensphase, die oft aus Midlife-Crisis bezeichnet wird. Ich sage bewusst das, weil die Midlife-Crisis, ich meine, die gibt es wirklich. Es gibt so Phasen in einem Leben, da klopft das Leben an. Und da werden diese Fragen immer präsenter. Und diese Krisen, das ist eine Riesenchance. Und dort hinzusch auch, wo es ist. Und das kann halt sehr ungemütlich sein, dorthin zu schauen. Das ist so spannend, dass du das sagst, weil die Krise als Chance eben, ich glaube, das kennen sehr viele Menschen auch, und das dann auch als Antriebskraft zu verwenden. Was bei mir gerade so hochkommt, ich kann mich erinnern, damals, wie es bei mir war, ich bin dann die ersten paar Mal in Beratung gegangen und habe mir dann das Feld geschenkt, wo ich auch verstanden werde, wo ich mit meinen eigenen Themen als Mann hingehen kann. wo ich mit meinen eigenen Themen als Mann hingehen kann. Und du hast vorher angesprochen, dass du auch in Männerkreisen teilgenommen hast. Das ist auch bei mir so gewesen. Und das war ein total spannender Punkt, weil da bin ich dann eingeladen worden zu so einer Männergruppe. Und so die Bilder, die ich in meinem Kopf gehabt habe, habe ich mir gedacht, das ist schon komisch, so eine Männergruppe, so so Selbsthilfegruppe, wie man es aus dem Fernsehen kennt, es wird ja doch ab und an ein bisschen negativ bewertet und dann habe ich mich da einfach darauf einlassen und das war so ein spannender Punkt, weil nichts von dem, wovor ich Angst gehabt habe, dass das dort passieren könnte, ist eingetroffen, im Gegenteil, es war dann für mich eine ganz große Befreiung. Wir waren damals, glaube ich, so 10 bis 15 Männer, also wirklich von 18, ich war glaube ich so 23, 18 bis 60-jährige Männer. Und dieser Austausch mit anderen Männern in einem geschützten Rahmen, das war wirklich schön, hat sich für mich schön angefühlt, dass es nicht nur mir so geht, dass ich nicht allein bin auf dieser Welt mit meinen Problemen und dass es auch von den Altersklassen her, dass es diesem 50-jährigen Mann da drüben mit seiner Emotion ähnlich geht wie mir und das war schon eine riesige Befreiung. Wie ist es dir da gegangen, wo du da teilgenommen hast? Ich hatte am Anfang Angst, unsicher. Ich wusste auch nicht, was da passiert, was macht man da so? Und schlussendlich war es verbunden immer mit irgendwelchen Erlebnissen. War es jetzt ein Bogenschießen, war es jetzt ums Lagerfeuer sitzen, es war meist mit was verbunden mit Erlebnissen, auch in der Natur und das hat mich dann angesprochen. Das hat das Ganze für mich aufgelockert, es hat den Zugang für mich aufgelockert, es hat die Zukunft für mich leichter gemacht. Bis hin dazu, dass diese Woche Segeltörn ganz viel bewirkt hat in meinem Leben. Es war ein großartiges Erlebnis, eine Woche Segeltteuren mit unterschiedlichen Männern, die ich vorher nicht gekannt habe, da in Kontakt zu kommen, zu reden, zu segeln, Spaß zu haben und über wichtige Themen im Leben zu reden. Wenn du da jetzt so reinspierst oder zurückerinnerst, zum Beispiel am Segelteuren mit fremden Männern und man geht da wirklich in Kontakt, in Verbindung. Was hat das mit dir als Mann gemacht oder als Mensch? Es gibt so einen Spruch, der gefällt mir immer wieder. So wie Eisen Eisen schärft, so braucht es Männer, um andere Männer zu schärfen. Eisen schärft, so braucht es Männer, um andere Männer zu schärfen. Und bei mir hat das Folgendes gemacht, ich habe dadurch Profil gekriegt. Durch diesen Austausch habe ich Profil gekriegt. Oft in der Vergangenheit Schwierigkeiten gehabt, mit Grenzen zu setzen. Durchaus auch so das Thema, das dem anderen recht zu machen. Und so hat jeder in dem Austausch was mitgenommen. Und man ist ja da ehrlich zueinander in so einer Runde. Und ihr Profil kriegt. Oft habe ich mich so verglichen davor, so aus rundem Stein, der so gewisse Weichgeschliffen ist und so rund und passend ist. Und durch diese Gespräche und bis jetzt, und ich glaube, dass das ein lebenslanger Prozess ist, ist es das, dass man ein lebenslanger Prozess ist, ist es das, dass man ein Profil kriegt. Dieser Stein kriegt Ecken und Kanten. Ecken und Kanten werden sichtbar. Voll spannend. Vor allem das, was du ansprichst, das Profilkriegen, habe ich noch nie darüber nachgedacht. Das finde ich einen spannenden Punkt. Bis hin dazu, dass man dann bei sich selbst dann solche Ecken und Kanten erkennt. Also hinschauen auch. Es ist ja, schlussendlich geht es um Beziehung. Es geht um Beziehung zu einem selbst, Beziehung zum Nächsten, damit man beziehungsfähig ist, auch in einer Beziehung von Es geht um Beziehung zu einem selbst, Beziehung zum Nächsten, damit man beziehungsfähig ist, auch in einer Beziehung von Mann und Frau oder einfach im Allgemeinen, im Freundschaftlichen und ich finde auch immer diese spirituelle Komponente ist auch wichtig, also auch diese Sinnfrage, diese Beziehung zur Sinnfrage für sich beantworten zu können. Deshalb meine ich, diese Beziehung ist ganz entscheidend bei dieser Reise am Fluss. Ich sage, die Beziehung zu sich selbst ist ja wahrscheinlich der Anfang, dass man hinschauen darf zu seinen eigenen Themen. Beziehung aufbauen darf zu sich selbst und Verbindung zu seinen eigenen Emotionen. Ich glaube, das ist ja ein großer Punkt im Männercoaching. Männer und Emotionen. Ja, das stimmt. Bevor das man, jetzt sind wir ja wirklich schon ein paar Schritte weitergegangen. Was ich dich vorher noch fragen möchte, ist, welche Hindernisse gibt es denn zu überwinden? Vielleicht kommen wir dann später noch mal darauf hin, wie man eine gute Beziehung aufbauen kann zu sich selbst und zu den Emotionen. Aber ich glaube, es wäre vielleicht ganz gut, wenn wir vielleicht doch noch zwei Schritte zurückgehen. Und zwar, welche Hindernisse gilt es zu überwinden? Und wie können wir es schaffen, dass wir zu einer Männergruppe gehen, dass wir in Coaching-Prozessen einsteigen. Was für Hindernisse gibt es denn da zu überwinden oder wie kann man das schaffen? Ja, ich glaube, dass es ganz viele Ablenkungen gibt. Ablenkungen gibt. Ablenkungen unterschiedlichster Art, die diese Steine im Fluss sind oder diese Steine am Weg, dass man sie überhaupt am Fluss macht, beziehungsweise vielleicht auch am Fluss dann aussteigt. Was meine ich da? Zum Beispiel die Ablenkung, dass ich Zum Beispiel die Ablenkung, dass ich diesen Fragen es auch im Alkoholkonsum. In Österreich, leider auch weit verbreitet, sehen wir, Alkohol hat schlussendlich in einem ungesunden Bereich den Faktor, dass eine Art Betäubung stattfindet und man da die Notwendigkeit der Auseinandersetzung nicht hat. Man schwimmt dann auf dem Alkohol dahin und unterdrückt, vermeidet das Hinschauen. Dann ein anderes Thema sind etwaige Süchte. Da gibt es die unterschiedlichsten, die auch dazu führen, dass wir Männer auf den Menschen nicht hinschauen. Sei es Internet, Pornos. Ich glaube, da gibt es ganz viele, mit denen Dinge kompensiert werden und Ablenkung passiert. Auch mit Arbeit. Zu viel Arbeit. Ganz großer Punkt. Riesiges Thema. Scheiß eine Hacke und dann brauchen wir nicht nachdenken. Wir in Europa sind ja die Leistungsgesellschaft. Da wird ganz viel mit Leistung definiert. Auch mit Geld, das man dadurch natürlich bekommt. Ja. Kenne ich voll gut. Also vor allem im Führungsbereich, im Managementbereich, nehme ich eine ganz hohe Bedürftigkeit vor. Und die wird halt manchmal einfach kompensiert, indem das Macht ausgeübt wird, indem das gewisse Positionen einhabe und dadurch meine Identität definiere. Wenn Sie die Frage, was ist dann, wenn ich noch eine Version kenne, wer bin ich dann? Ich glaube, es gibt ganz viele solche Ablenkungen. Und beim genauen Hinschauen, glaube ich, kennt diese Ablenkungen jeder für sich. Die sind sehr individuell. Die sind sehr individuell. Und wir leben schon in einer Zeit, wo es so viel Angebot gibt, so viel Freizeitbeschäftigung, die in einem übertriebenen Ausmaß zu dieser Ablenkung führen kann. Ja. Es ist wirklich teilweise sehr herausfordernd. Ich kenne es auch von mir. Also da leisten, leisten, quasi seinen Mann stehen, was erreichen, ganz viel arbeiten. Auch um gesehen zu werden vielleicht auch. Dann arbeitet man viel zu viel und dann nach der Arbeit, bevor man dann heimgeht, wo dann die Beziehung vielleicht wartet oder wo man in Beziehung geht mit seiner Partnerin, dann nach der Arbeit zum Runterkommen schnell zwei, drei Bier, dass man dann möglichst gechillt ist und dann kommt man heim, total durchwaschen vom Garg oder vorausgehabt und dann bleibt da dann sehr wenig Energie auch. Und dann kommt halt auch die Beziehungsarbeit vielleicht, aber wo bleibt man da wirklich selbst als Mann? Und dann in sehr engen Terminkalendern, ich kenne es halt irgendwie so, wie finde ich da jetzt Platz für mich, für Sport oder Natur oder eben vielleicht für Coaching oder Beratung? Das ist schon sehr herausfordernd, finde ich. Ja, also fremdgesteuert auch. Ja, und das sind so Ablenkungen, die uns von diesem Hinschauen ablenken, die manchmal auch wirklich angenehm sind, solche Ablenkungen. Weil das Hinschauen ja durchaus mit Unangenehmen verbunden ist. Und ich kenne es von mir selber, aus meiner Lebensgeschichte, ich kenne es von anderen Männern. Manchmal braucht es so diesen Anstoß von außen oder irgendeine Not, damit, dass ich mich aufmache und auf den Fluss gehe und diese Hindernisse auch überwinde. Oft eben, wie schon gesagt, ist es die Beziehung. Ja. Und die kriselt. Ja, das stimmt. Beziehungen in ganz verschiedenen Formen. Also Liebesbeziehungen oder auch Arbeitsbeziehungen. Wenn es da kriselt, kann es ja auch ein Anstoß sein. Oder Beziehungen mit den Kindern. Also da ist es sehr divers auch, das von außen. Aber darf ich fragen, was glaubst du ist da, ich habe so das Gefühl, dass es oft in der Männerarbeit einen Anstoß von außen braucht und dass die intrinsische Motivation doch gefühlt, ich weiß nicht, wie es wirklich ist, aber gefühlt ein bisschen geringer ist, dass es oft von außen einen Anstoß braucht. Woran liegt das, glaubst du? Ja, ich glaube, dass man sich gut richten kann und dass wir, das sage ich mal allgemein, dass wir als Männer oft eine hohe Schmerzresistenz haben in Bezug auf das Nicht-Hinschauen durchaus lang aushalten. Bis hin dazu, dass dann schon körperliche Symptome da sind. Von Verspannungen, von Rückenproblemen, was auch immer. Bis hin zu Herz-Kreislauf-Schwierigkeiten. Und man dann halt noch immer nicht da hinschauen will. Diese Toleranzgrenze ist durchaus hoch und wir haben es, und da bin ich jetzt so, dass ich sage, ich hoffe, das wird besser und ich glaube, es wird besser. Ich merke es schon, wir haben es halt auch nicht anders gelernt. Und da gibt es einfach ein ganz großes Verständnis, auch für die Generationen davor. Da gibt es eine Geschichte, die Nachkriegsgeschichte, die ganze Geschichte der Sozialisierung, die wir so erlebt haben. Und die ist so. Und in dieser Geschichte gibt es wenig Männer, Männer zu sich kommen. Da gibt es eher solche Sprüche wie, ein Indianer kennt keinen Schmerz. Und durchhalten, aushalten, Leistung. In dieser Art von Gesellschaft sind wir aufgewachsen, ohne die zu beurteilen, das ist halt so. Und wir sind jetzt in der Lage, das zu verändern und für unsere eigenen Kinder, ich bin auch Vater von drei Kindern, das besser zu machen. Und ein Stück weit anders zu machen und auch eigene Fehler zu begehen. Ich finde es total schön, weil wir vorher waren wir ja schon bei einem Punkt, wie man Verbindung zu den eigenen Emotionen aufnehmen kann. Jetzt sind wir kurz abgebogen, wie man die Hindernisse überwinden kann. Und dann hast du jetzt gerade gesagt, dass die Schmerzgrenze bei Männern ja oft höher ist, dass man sich selber nicht so gespürt und dass man viel aushalten, durchhalten. Das schließt jetzt eigentlich den Kreis, weil ich mir denke, da braucht es vielleicht eben den Zugang zu den Emotionen, zum eigenen Körper auch und hinzuhören, was will mir eigentlich mein Körper sagen, wenn ich jetzt Verspannungen habe. Und da schließt sich der Kreis zum Zugang zu den Emotionen, zur Innenwelt zu eigenen. Stimmt, ja. Da schließt sich dieser Kreis, ja. Was glaubst du, was es braucht, um mit seinem eigenen Mann in Fluss zu kommen, in Verbindung zu gehen mit sich selbst, Kontakt aufzunehmen mit seiner Innenwelt? Ich glaube, Schaulamit, mit solchen Sätzen tun sich viele schwer. Ich habe vor kurzem ein Gespräch gehabt mit einem Mann, der sich da auf den Weg gemacht hat. Und wir haben so darüber gescherzt, wie zum Beispiel solche Sätze, dass wir sie uns vor zwei, drei Jahren nicht zugesagt hätten, wie mit dem inneren Leben in Verbindung zu kommen oder so eine Spur von Achtsamkeit oder Gefühle auszudrücken. Nein, weil es oft so ist, dass man von dem so weit entfernt ist, dass es eben dieses Schrittweise ist. schrittweise ist. Ja. Also mit sich selber da auch ja, ruhig, nachsichtig zu sein und das als Reise zu sehen. Weil ich einfach mal ganz locker auf den Weg machen und durchaus auch gar nicht wissen, was da kommt. Einfach schauen, was passiert, oder wie? Ja, also ich sitze jetzt da vor dem Fluss und der Punkt ist, diesen Schritt zu wagen, sich da in das Boot zu setzen in dem Fluss. Das ist es. Das ist es. Und damit zu rechnen, dass der Fluss mich wohin bringt, wo es auch gut für mich ist und dass es unterschiedliche Stationen gibt. Das Gespräch, das heutige Interview, sollte auch eine Einladung an alle sein, die es hören, sich diesen Schritt zu wagen. Diesen Schritt vom festen Ufer auf das Boot, das ein Risiko beinhaltet. Ja, ist so. Wachstum gibt es nur in einer Zone, wo auch Risiko drinnen ist. Sonst ist man in einer Komfortzone am Land und da werde ich nicht das Wachstum erleben. Das Wachstum gibt es, wenn ich ein Stück Risiko in Kauf nehme und diesen Schritt zu wagen auf das Boot und dann schön langsam in den Fluss zu kommen. und dann schön langsam in den Fluss zu kommen. Und im Nachhinein wahrscheinlich würde man das dann betrachten oder solche Sätze sagen, ja, das war so eine Reise zu mir selbst. Da habe ich ganz viel entdeckt und ich bin weiter auf der Reise. Ich glaube, in der Situation, wo Männer da noch am Ufer sitzen, da sieht man nur den Fluss und das Boden möglicherweise. Diese Option, dass man da einsteigt, dass man mal ein erstes Gespräch führt über ja, mir geht es wieder, zum Beispiel erstes Gespräch mit einem Freund führt, weißt eh, in meiner Beziehung so mit Sex und so, das haut nicht mehr hin zwischen uns. Das ist so dieser erste Schritt aufs Boot. Ja. Das erste Mal auch annehmen und zu sagen, ja, da gibt es was, was nicht so gelingt, wie man es eigentlich wünscht. Ja. Ich finde das total interessant, gerade weil du ja das Bild vom Boot gerade zeichnest und daneben das Risiko auch hinstellst. Und grundsätzlich ist es ja so, dass ja im Schnitt Männer ja eine hohe Risikobereitschaft in sich tragen, oder? Also jetzt beim monetären Bereich oder beruflich gesehen, aber wenn es um Emotionen geht, dann ist die Risikobereitschaft eben nicht so da und es spürt sich gerade für mich so an, dass da eine große Unsicherheit eben da ist. Was passiert denn, wenn ich da jetzt ins Boot mich reinsetze? Also ich habe so jetzt gerade das Gefühl, dass wir vielleicht noch nicht ganz gelernt haben, wie wir mit diesem Boot fahren können. Weil wir es eben, wie du vorher angesprochen hast, weil wir es anders gelernt haben. Ja, das stimmt. Und es gibt auch recht, es gibt bei den Männern ein großes Risiko beibereitschaft, die meistens damit verbunden ist, mit dem Botenstoff Dopamin, dabei bei diesem Risiko ein Glücksgefühl zu haben. Extremsportarten, sei es jetzt Spekulationen, Kryptohandel, damit ist dieses positives Gefühl verbunden, das was da ausgeschüttet wird. Sei es jetzt sogar auch im Alkoholkonsum. Das heißt, da ist zwar eine Risikobereitschaft da, die jedoch in Folge hat, dass ich diese Glücksausschüttung bekomme. Und die Frage wiederum, im übertriebenen Maß, von was lenkt uns das schlussendlich wieder ab? Für was brauche ich diese Glücksausschüttung? Dieses Dopamin, das dabei erzeugt wird, für was brauche ich diese Gedanken, okay, das macht mich reich, oder da mache ich mir was auch immer, also das durchaus zu hinterfragen. Ja, das durchaus zu hinterfragen. Ja. Da kommen so Sätze hoch, da wäre ich reich, oder vielleicht kann ich dann einen Elternteil stolz machen. Also unter dem Beispiel kann ja ein großer Antriebsfehler sein, oder? Richtig, richtig. Wenn man dem wieder nachgeht, auch wieder interessant. Wie du sagst, da kann ein Elternteil stolz machen. Bin ich da wirklich frei? Schlussendlich ist ja auch diese Reise auf dem Fluss neben dieser Beziehung zu sich selbst, zum Nächsten und zum Spirituellen finde ich eine ganz große Reise zur Freiheit. Das ist etwas, was immer wieder passiert, diese Freiheit zu erleben. In unterschiedlichsten Lebensbereichen. Voll. Markus, ich möchte ganz kurz, weil ich finde, du sitzt ja gerade beim Fluss und du hast das Bild von dem Boot gezeichnet. Irgendwie würde ich voll gerne noch bei dem Bild bleiben und eben auch bei dem Punkt, da einzusteigen, sie einzulassen, eben auf den Lauf des Lebens vielleicht oder den Fluss des Lebens. Und meine Frage dahingehend an dich ist die, welche Chancen liegen denn verborgen, wenn man eben den Mut in die Hand nimmt und sagt, ich steige jetzt einfach mal ein und fahre mal los. Auch wenn ich es vielleicht noch nicht so richtig gelernt habe oder ein bisschen unsicher bin, mit dem Boot zu fahren vielleicht, dass ich es richtig lenken kann. Aber was ist deiner Meinung nach, was sind die großen Chancen dahinter, wenn ich da einsteige in dieses Boot? Also große Chancen und große Entdeckungsreisen auf diesem Fluss, die haben es schon anklingen lassen, das Innenleben, diese Identität für sich zu finden. Was heißt es, ein Mann zu sein, da Antworten zu bekommen, für sich selber zu wissen, wer bin ich denn? Was macht mir aus? Bis hin dazu, dass es meinen Selbstwert auch steigert. Also dieses Innenleben zu entdecken, das ist das eine. Und ganz im praktischen Sinne, was für Chancen gibt es da auf diesem Fluss? Ich fange an bei der Beziehung zu den Eltern. der Beziehung zu den Eltern. Diese Reise am Fluss setzt mich unmittelbar auseinander mit der Beziehung zu meiner Herkunftsfamilie, zu meinem Vater und zu meiner Mutter. Und das kann oft schmerzlich sein und genauso steckt in dem ganz viel Chance, Heilung, Perspektive drinnen. Wie habe ich das bis hin zur Vergebung, bis hin zu echter Bestätigung fürs Leben? Sprich, habe ich diese zentralen Fragen von meinem Vater zum Beispiel beantwortet kriegt, wie du bist mein geliebter Sohn, du hast was drauf, mein Sohn, du kannst das, ich befähige dich und gehe außer in die Welt. Ist das da gewesen? Und wenn nicht, so kommt es, glaube ich, auf dieser Reise irgendwann außer. Diese Frage. Und genauso auch zur Mutter. Die Beziehung zur Mutter ist ja unsere erste Beziehung zu einer Frau. Und von dieser Beziehung leitet sich ganz viel ab, wie wir als Männer mit Frauen umgehen. Bis hin zum Thema Sexualität. Frauen umgehen. Bis hin zum Thema Sexualität. Sprich, hat man da eine gute Freiheit auch geschaffen, bis hin zu einer Abnabelung. Hat man eine gute Beziehung zur Mutter, die dessen Freiheitsgrad auch mitbringt. Eine liebevolle, gute Beziehung. Also das ist etwas, das eine große Chance ist, in Versöhnung zu kommen mit den Eltern und da in eine gute Beziehung zu kommen. Das wiederum ist dann die nächste Chance für die Beziehung in der Partnerschaft. Ich glaube, eine große Chance, dass man eine Partnerschaft ganz neu erleben kann. Ich kann das jetzt aus eigener Erfahrung sagen, ich habe jetzt eine wunderbare Lebensgefährtin in Wien und das ist ein großartiges Miteinander. Ja, sie ist bei mir dabei, bei dieser Reise am Fluss und wir erleben da gemeinsam auch ganz viele schöne Momente. Voll schön. macht einen beziehungsfähig und befeuert richtig die Beziehung zu einer Frau, befeuert auch Intimität, Sexualität. Ich sage das jetzt auch so, ich wusste nicht, was möglich ist. Es ist ganz viel möglich. Also das zu dem Aspekt. Wir haben auch anklingen lassen, den Faktor Beziehung zu Männern, Männerfreundschaften. Und ich glaube, es braucht nicht viele Männerfreundschaften in einem Leben. Es braucht ein paar, mit denen ich echt in Kontakt bin. Ich habe ein paar Männer, wo ich das mache, mit denen ich ab und zu gehe auf den Berg. Und wenn wir das machen, da reden wir wirklich über das, was uns beschäftigt. Wir reden auch über Arbeit und so. Wir sind relativ schnell, das wissen wir schon. Da reden wir über das, wie es uns in der Beziehung geht. Wir reden über das Thema Sex, wir reden über das Thema in der Arbeit, wie es uns mit den Kindern geht, was halt gerade aktuell ist. Also das ist eine tolle Chance und Qualität auf dem Fluss. Bis hin auch das Thema Vaterschaft, dass man ein Vater ist, wo man den Kindern auch was mitgibt fürs Leben und sie befähigt, mutig ins Leben zu gehen und ihr es zu leben. Ihrs zu leben und was gibt es denn Schöneres als Vater, wenn man sieht, dass die Kinder so mit einer großen Portion auch Selbstbewusstsein rausgehen und das ihre Leben. Berufung ist eine große Chance, seine eigene Berufung zu finden, neu zu leben, vielleicht auch einfach nur ein bisschen anzupassen. Den Sinn im Job zu finden, ist etwas, was auch eine Chance ist auf dem Fluss. Ja und zu guter Letzt das Thema Spiritualität. Ich glaube schon, dass es dass wir Menschen sind, die einen Sinn im Leben suchen und auch spirituelle Menschen sind und da das der Faktor ganz wichtig ist. Und das geht bis dahin eben, dass ich einmal nur die Möglichkeit habe, dass ich jetzt ankomme, dass ich präsent sein kann als Mann. Und auch Spiritualität leben kann. Ich zum Beispiel lebe das gern auch in einem christlichen Kontext. Und so gibt es ganz unterschiedliche Zugänge zu dem Thema. Ich glaube jedoch, generell ist es wichtig und wird es was sein, was auf der Reise am Fluss irgendwann auch tauchen wird. Es klingt für mich so, ins Boot einsteigen, sie aufzumachen auf eine kleine Reise und sich in gewisser Weise auch selbst die Antworten zu geben, die man vielleicht schon jahrelang sucht. Und auf der anderen Seite auch Unterstützung, Support von anderen Menschen, Männern zu holen oder das in Anspruch zu nehmen. Wenn du so sprichst über gemeinsamen Berggehen und über Sexualität sprechen, über wie geht es mir denn eigentlich wirklich. Und das ist ja dann schon eine sehr große Stütze auch, wenn man bei der Paarbeziehung mit einer Frau bleibt, dass es nicht nur die Partnerin gibt, sondern da gibt es noch andere Menschen und Männer, wo ich wirklich mit meinen Themen hingehen kann. Voll schön. Ich sehe das so, um mit Bildsprache zu bleiben, das sind diese Begegnungen am Fluss. Vielleicht auch andere Boote, die man dann trifft. Ja, voll. Oder auch einmal einen Zwischenstopp macht mit einem Land und dann trifft man jemanden, der sich ausruht und sagt, jetzt ist einfach mal so eine Zeit und dann steige ich wieder ein und fahre weiter. Ich möchte es jetzt kurz teilen. Ich mache ja die gleiche Ausbildung, wie du gemacht hast, zum Lebens- und Sozialberater. Und da habe ich einige, also so ein Großteil mit, also das ist ja großteils mit, also da ist man ja als Mann in der Unterzahl, in dieser Ausbildung in der Regel. Und da habe ich dann so berührende Momente gehabt mit den wenigen Männern, die ich dann getroffen habe. Eben im Aufstellungskontext oder halt wenn man dann in Interaktion geht mit anderen Männern in so einem Setting und das waren für mich so berührende Momente, wo ich dann beobachtet habe, dass da zwei Männer sind, die sich einfach nahe kommen und sie einfach wie soll ich das sagen, ja, erzärtlich sind, also nicht in einer sexuellen Art und Weise, aber einfach sanft sind, weich sind und das sind so Momente gewesen, wo ich mir gedacht habe, wow, da ist mir bewusst geworden, dass mir diese sanfte, weiche Männlichkeit und auch starke Männlichkeit, dass mir die in meinem Leben total gefehlt hat. Also ich habe so großteils, ich glaube, mein Freundeskreis ist so zu 80 Prozent, 90 Prozent besteht aus Frauen. Ich habe selber auch so die Geschichte zurechtgelegt oder erzählt, dass ich kann halt einfach besser mit Frauen. Und ich verstehe mich da einfach besser, da komme ich auf eine tiefere Ebene usw. Und das habe ich jetzt immer reflektiert, weil man dachte, stimmt es denn eigentlich wirklich, dass ich mich besser verstehe mit Frauen? Oder ist es so, dass ich den anderen Teil der Medaille einfach ausgegrenzt habe im Laufe der letzten Jahre, so das Thema andere Männer auch. Und ich glaube, dass ich es ein bisschen ausgeklammert habe und dass ich mich, ja, ich komme jetzt gerade immer mehr drauf, dass mir das total fehlt, die männliche Nähe auch. Das, genau, das wollte ich jetzt nur kurz teilen, weil ich da so berührende Momente erlebt habe. Ja, und da spreche ich jetzt noch eine Sache an, weil vielleicht ist das bei den Zuschauern auch etwas, oder Zuhörern, etwas, was manchmal da ist. Ich lese zumindest immer wieder auch in der Literatur, was manchmal da ist, ich lese zumindest immer wieder auch in der Literatur, wenn man von sowas spricht, dass Männer dann in Kontakt gehen und auch körperlich und sich umarmen und sprich diesen Körperkontakt haben, dann gibt es ein Phänomen, dass die Männer da Angst haben vor Homosexualität. Und ja, diese Angst, die ist anscheinend da und man kann jetzt sagen, ja, hallo Angst, okay, du bist da und das würde ich auch so sagen, nur ich kann es nur sagen, das ist komplett unbegründet. Es ist jedoch etwas, was da ist. Gesellschaftlich sind wir da geprägt. Da ist etwas da. Und das hat überhaupt nichts mit dem zu tun. Es hat etwas damit zu tun, dass das in dieser Berührung,be, wo ich mich mit Männern auseinandersetze. Da gibt es asiatische Kampfsportarten, da gibt es Ringen, da gibt es Fechten. Also auch wo diese Auseinandersetzung da ist, diese positive Aggression, wo ich das leben kann. Und auch wo ich den Körperkontakt habe. Vor einem Jahr habe ich mit einem Freund einen Ringkampf gemacht. Das war großartig, wir haben einen riesen Spaß gehabt und es war ein super Gefühl, da in den Kontakt zu gehen und sich da mit der Kraft zu messen. Ich möchte ganz kurz darauf eingehen, was du gesagt hast, wegen der Angst vor Homophobie, die Angst vor Homosexualität. Das war so ein Augenöffner für mich vor drei Monaten. Ich habe meinen besten Freund, mit dem haben ich schon fünf Jahre zusammen gelebt, also zusammen gewohnt und wir sind beide, würde ich sagen, sehr reflektierte Männer, wir kennen unsere femininen Seiten auch sehr gut und können die auch gut leben und den kenne ich seit 15 Jahren und vor drei Monaten waren wir das erste Mal in der Sauna und haben uns das erste Mal nackt gesehen, obwohl wir fünf oder sechs Jahre zusammen gelebt haben schon. Und da habe ich mir gedacht, oh mein Gott, was ist denn, also das ist wirklich arg, das war so erschreckend auch. Und dann haben wir darüber gesprochen und das ist halt schon auch, wie wir erzogen worden sind oder in einem patriarchalen System aufgewachsen sind, wo eben gesagt wird, dass das nicht normal ist, wenn man homosexuell ist und so weiter. Also das sind schon ganz alte Dinge, wo ich sehr froh bin, dass die jetzt auch aufgebrochen werden, immer mehr habe ich das Gefühl, hoffe zumindest, und das patriarchale System oder Glaubenssätze auch. Und ja, also das war wirklich total interessant. Seitdem mache ich mich immer mehr auf für männliche Nähe, emotional, aber auch körperlich. Weil ich es einfach total schön finde, einfach einmal einen Mann, nicht nur High Five oder sonst was. Ich umarme immer Männer, aber vielleicht ein bisschen länger halten. Vielleicht einmal 10 Sekunden, 15 Minuten einfach mal reinspinnen, wie spürt sich das denn für mich an, diese totale Befreiung auch. Danke, dass du es angesprochen hast. Ja, das ist ein wichtiger Punkt, der Platz haben sollte, ja, und der Hemd, das wären wir wieder bei einem Hindernis. Das ist oft mit dem Thema Angst verbunden. Und diese Angst kann uns dann sagen, mach das ja nicht, weil... Und das sind diese Steine, die im Weg sein können. Und vielleicht auch mit diesen Systemen sich auseinanderzusetzen. Was hat mich denn zu dem gemacht, wer ich denn heute bin? Also wenn ich jetzt vom Patriarchat spreche. Für mich war zum Beispiel das Thema Feminismus, seitdem ich mich damit beschäftigt habe, eine der größten Befreiungen für mich, dass ich mich einfach mal da rein ließ und mit ganz vielen Menschen unterhalte, also das war schon, oder ist noch nach wie vor, da bin ich bei weitem noch nicht am Ende meiner Reise, aber das ist eine große Befreiung und ich glaube, das ist schon sehr, sehr, da glaube ich, ist eine große Chance darin verborgen, was macht mich denn so der Mann, der ich jetzt bin? Du Markus, welche Projekte stehen denn bei dir in Zukunft zum Programm? Wo geht denn deine Reise, wo fließt denn dein Boot hin in nächster Zeit? Was ist denn geplant bei dir? fließt denn dein Boot hin in nächster Zeit? Was ist denn geplant bei dir? Ja, manche Windung, also ich sehe gerade mal bis zur nächsten Windung des Flusses, wo der dann weiter fließt, das weiß ich nicht. Dahinter, ich weiß nur, dass ich am Fluss bin und bin sicher, dass es da interessante Entdeckungen gibt. Konkret, was sehe ich gibt, ist zur nächsten Biegung. Im Herbst, Anfang September, gibt es ein Männerwochenende. Das kann man auch auf meiner Homepage finden. Also recht eine herzliche Einladung dazu. Da kann man mich persönlich kennenlernen. Das ist so in der Ecke Niederösterreich-Burgenland-Steiermark in Krametschlok. Das ist ein Projekt. Daneben bin ich in meiner Praxis tätig und baue die Paarberatung des Männercoaching aus. Ich arbeite daran, dass ich meine Homepage auf modernere Beine stelle. Und ich habe ja einen IT-Hintergrund und arbeite da immer gern mit solchen Elementen. Ich versuche Dinge zu integrieren. Und das neueste, was jetzt startet, ist ein Discord-Server. Discord kommt eher bekannt aus der Spielebranche. Im Endeffekt geht es darum, ich möchte Männer vernetzen. Es wird ein Männer-Server geben und es wird ein Paar-Server geben, weil da so viel Kompetenz drinnen ist bei diesen Personen. Und mir geht es darum, um Personen dann einfach zu vernetzen, Beziehungen aufzubauen, um Kompetenzen zu tauschen und das ist etwas, ein Projekt, das ist stark. Also verlinkt man natürlich alles in die Show Notes, also Homepage, genau, verlinkt man alles in die Show Notes. Also Vorträge, das mache ich auch. Ich komme von einem Vortrag von gestern zum Thema Resilienz, Stressmanagement. Das war so ein Überbegriff. Das Thema. Und da fließen die Arbeiten auch rein. Sei es vom Männercoaching, sei es von der Sinnfrage. Ich bin auch in Firmen tätig und versuche da, das Thema Resilienz, Stressmanagement unterzubringen, anzubringen. Ich beschäftige mich auch mit dem Thema digitalen Stress. Das führt nämlich schlussendlich, dieses Thema Stressmanagement und so führt, wenn man weitergeht, immer zu der persönlichen Auseinandersetzung. Und oft im Unternehmen, auch bei Männern, komme ich schlussendlich zum Männercoaching. Spannend. Das ist etwas, was ich ausbauen möchte. Und darüber hinaus, ich habe es schon gesagt, ich bin auch regelmäßig in Wien, so bin ich auch am überlegen, meine Arbeit auch in Wien aufzubauen. So mittelfristig, ich bin jetzt in Vöcklerbruck, Oberösterreich, da bin ich bei Praxis und ich habe auch Überlegungen bezüglich Wien. Und da schaue ich jetzt gerade wieder auf den Fluss und das ist wahrscheinlich noch der Gabelung irgendwo dahinter. Da bin ich schon gespannt, was sich da in Wien ergeben wird. Darf ich kurz fragen, wenn erreicht man dich ist, machst du Online-Coaching auch? Online-Coaching mache ich gerne unterstützend. Alternativ oder ergänzend zumindest mit einem Treffen verbunden und dann online erweitern. Es braucht zumindest einmal einen Erstkontakt für die Beratung, für Coaching. Das ist mein Zugang. Ich suche mir persönlich viel leichter. Ich mache auch gerne was in der Natur, sei es am Berg, sei es beim Walk & Talk, sei es am Fluss sitzend. Ja, das ist mein Zugang. Sei es am Berg, sei es beim Walk & Talk, sei es am Fluss sitzend. Ja. Ja, das ist mein Zugang und meine Praxis liegt an der Westbahnstrecke, also auch nicht so schlecht erreichbar. Ja, okay. Also wie gesagt, verlinkt man alles in die Show Notes. Das heißt, am besten kommt man mit dir in Kontakt über deine Homepage. Ja, genau. Da ist auch eine Chat-Funktion drauf, da bin ich gut erreichbar. Dann per Mail oder halt anrufen. Ja, Markus, ich glaube, wir sind jetzt schon von der Zeit her schon am Ende des Gesprächs. Und deswegen würde ich dir jetzt unfassbar gern meine Lieblingsfrage stellen. Was wünschst du dir für diese Welt? Was wünsche ich mir für diese Welt? Verbundenheit. Das ist mein ganz großer Wunsch. Verbundenheit, Verbindung schaffen. Ich sehe mich da auch in dem, dass ich Menschen begleite, Beziehungen zu schaffen, zu sich selbst, zum Nächsten, zur Spiritualität, diese Verbindung zu unterstützen. Ich glaube, dass das essentiell ist für uns als Menschheit, dass wir schaffen, diese Gräben zu überwinden und da Verbindung zu schaffen. Es hat für mich die Corona-Krise gezeigt, es zeigt jetzt die unterschiedlichsten Krisen. Es hat für mich die Corona-Krise gezeigt, es zeigt jetzt die unterschiedlichsten Krisen. Ich glaube, das ist der Kern oder das ist so essentiell für die Bewältigung dieser Krisen, damit wir verbunden sind zueinander. Das ist mein großes Anliegen und mein großer Wunsch für die Welt Verbundenheit. Und damit verbunden auch das Gestalterische. Also eine gestalterische Haltung einnehmen, in dieser Verbundenheit rauskommen aus einer Opferhaltung, aus einem Sudern rein in die Gestaltung und in die Verbundenheit. Voll schön, Markus. Dankeschön fürs Teilen. Danke. Gerne. Danke für die Frage. Ja, Markus, ich bedanke mich bei dir für das wirklich sehr berührende Gespräch. Es hat mir auch wieder neue Seiten aufzeigt. Ja, voll Dankeschön. Danke, Franz. Es war ein tolles Gespräch. Ich werde diesen Ort da abfotografieren. Ich weiß nicht, ob es möglich ist, das Bild dann reinzusetzen. Ja. Vom Fluss meinst du? Genau, ich werde diesen Fluss da abfotografieren. Sehr gerne. Danke für die Möglichkeit. Hat mir riesig Spaß gemacht. Ja, danke für die Zeit und für deine Expertise auch. Was machst du? Heute ist schön Wetter, es hat über 30 Grad. Hupfst du den Fluss rein? Also ich werde am Nachmittag was mit meinem Sohn vor. Das werde ich am Wochenende, Geburtstagsfeier feiern und schlussendlich dann noch einen guten Abend, eine gute Zeit verbringen. Okay, ganz schön. Gut. Ja, ganz schön. Gut. Markus, ich sage euch recht herzlichen Dank, vielen lieben Dank für das wunderbare Gespräch und einen schönen Tag wünsche ich euch noch. Danke Franz. you you you you you you you