Herr Pfarrer, eine relativ lange und erfolgreiche Ära neigt sich leider in Kürze dem Ende zu. Wie lange warst denn du eigentlich im Goldenen Kirchen, Pfarrer? Ja, ich kann es selber nicht glauben. Es sind mittlerweile 20 Jahre. Im September 2002 habe ich im Goldenkirchen begonnen. Und was war neben der selbstsorglichen Tätigkeit deine größte Herausforderung in den 20 Jahren? Die Frage war ja damals ziemlich zerstritten, wie es um die Kirchenrenovierung gegangen ist. Und wie ich das erste Mal nach Goldenkirchen gekommen bin, habe ich gewusst, die Kirche muss dringend renoviert werden. Als ich dann auf die Kirchen gekommen bin, habe ich gewusst, die Kirche muss dringend renoviert werden. Und die Herausforderung war, die Menschen wieder ins Boot zu bringen und die Kirche doch in einer geglückten Form so zu renovieren, dass die Leute das Ganze mittragen können. Das war eine der größten Herausforderungen in den ersten fünf Jahren. Wenn man die Bilder ein wenig revuebasierend lest, von der Kirche im Urzustand bis zur jetzigen Neuerscheinung, ist es ja eine kolossale Verbesserung. Ich erinnere mich noch, wie ich die Kirche das erste Mal betreten habe. Es war finster, es hat von oben gedrückt, die Sitzreihen sind ja bis zum Galustor zurückgegangen. Es hat von links und rechts beengend gewirkt und von daher gesehen ist dieses Motto dann entstanden, aufhellendes Ganze freundlicher zu machen, hinten einen Eingangsbereich zu schaffen, wo man Luft holen kann, heller freundlicher, einladender. Und ich glaube, das ist uns gut gelungen und ich freue mich jetzt noch, es kommen immer wieder Leute, sei es bei Taufen oder Hochzeiten oder so, die dann sagen, meine Kirche ist so schön, die ist einfach schön zum Feiern. Es ist ja freundlicherweise gelungen, innerhalb von drei Jahren die Kirche zu finanzieren, dank vieler Spenden, also da haben wirklich viele mitgeholfen. Dank vieler Spenden, also da haben wirklich viele mitgeholfen. Es ist eine wunderbar gelungene Renovierung und dann war noch nicht eine Ruhe für dich. Aber mir war auch klar, das Gesamtaussammel, es ist der Pfarrhof dringend notwendig zu renovieren gewesen, dann die ganze Platzgestaltung und wir haben damals mit den Architekten bei der Kirchenrenovierung schon manches mit Bedacht gehabt, aber natürlich haben wir dann eine gewisse Vorlaufzeit gebraucht und dann sind wir eingestiegen in das Nächste. In der Zwischenzeit hat uns auch der Gedanke der Schöpfungsverantwortung sehr begleitet, wie können wir auch nachhaltig dieses Gebäude renovieren und wir waren dann so im Nachhinein betrachtet eigentlich schon sehr mutig, dass wir uns damals auch darüber getraut haben, in diese umfassende Sanierung. Es war ja wie in der Kirche, dass vom Gebäude eigentlich nur noch die Mauern gestanden sind. Aber wir haben dann auch weitergedacht und haben mit Tiefenbohrungen, 13 an der Zahl, also ca. 80 Meter tief, uns entschieden für Erdwärme, mit der wir die Kirche und das Pfarrzentrum beheizen. Und von daher gesehen war es schon ein sehr herausforderndes Projekt mit 3,8 Millionen. Es ist natürlich auch bestens gelungen und wie schaut es da mit der Finanzierung aus? Gibt es da noch Sorgen? Ich traue mir zu sagen, wir können ein gut bestelltes Haus übergeben. Und wie schaut es da mit der Finanzierung aus? Gibt es da nun Sorgen? Ich traue mir zu sagen, wir können ein gut bestelltes Haus übergeben. Im Wesentlichen ist die Finanzierung gesichert. Das ist überschaubar und wird die künftige Generation jetzt nicht mehr belasten. Warum eigentlich wird uns der Herr Pfarrer verlassen? Es kommen verschiedene Faktoren zusammen. Es sind 20 Jahre und ursprünglich habe ich ja gesagt, vielleicht erinnert ihr euch noch vorläufig einmal auf fünf Jahre. Ich merke es schon, es ist in den 20 Jahren sehr viel geschehen, aber es hat mich auch sehr viel Energie gekostet. Es sind natürlich neben der fahrlichen Verantwortung noch zusätzliche Aufgaben dazukommen. Auf Diözesanebene einiges und dazu gekommen ist jetzt zuletzt dann auch noch Treffling. Dann Corona war eine höchst herausfordernde Zeit für uns alle. Wie können wir Seelsorge unter diesen Rahmenbedingungen trotzdem weiterführen? Ich habe selber gespürt, es braucht jetzt einmal eine Initialzündung wieder. Es braucht wieder einmal etwas Neues, sonst ist die Gefahr, dass man vom Kreativen, Innovativen sehr schnell ins Verwalten hinein driftet. Und ein zweiter Grund war für mich, die Diözese stellt auf Pfarre neu um, wo die Diözese insgesamt völlig neu strukturiert wird, dass man vorübergreifend denkt in größeren Einheiten und dass niemand davor dann sozusagen für alles zuständig ist. Dafür natürlich bestes Verständnis, aber macht dir nicht auch die Tatsache Sorge, der Kirchenbesuch und vor allen Dingen der Priestestermangel ist ja bedrohlich eigentlich. Ich kriege es jetzt auf verschiedenen Ebenen mit. Einerseits an mir selber, was heißt es in dieser Situation Priester zu sein, wo wir immer weniger werden und was heißt zusätzlich, zusätzlich, zusätzlich. Es war enorm schwierig für Goldenkirchen da jetzt eine Lösung zu finden. Mit einem Priester, wie gesagt, ist es nicht geglückt. Ich glaube, dass es eine gute Lösung sein wird mit Benjamin Heinbuchner als Pfarrassistenten und Münzner Michael als Pfarrmoderator. Aber in meiner Rolle als Vorsitzender vom Priesterrat kriege ich es natürlich auch für die gesamte Diözese mit. Und da ist es bedrückend. Und es wird einen Abschied von der Pfarre geben in Form des Pfarrfestes. Das wird heuer am 3. Juli dann sein. Wir hoffen wieder auf passendes Wetter mit Festgottesdienst im Pfarrgarten, anschließend Frühschoppen. Und dann habe ich mitbekommen, dass es dann noch gewisse Überraschungen und wo einzelne Gruppierungen sich verabschieden werden. Ja, dann wollen wir hoffen, dass sehr viele Leute neugierig sind und am 3. Juli zum Pfarrfest kommen, um in Erfahrung zu bringen, was denn da alles auf sie zukommt. Ich möchte abschließend herzlichen Dank zu dir sagen für das Geleistete in der Pfarrerkanonkirchen und wünsche dir für die Zukunft in den neuen Wirkungskreis das allerbeste. Danke für alles, auch euch alles alles Gute und danke für die gute Zusammenarbeit.