Unterwegs in Linz ist heute wieder im Capuzino-Viertel, diesmal bei der Michael-Reiter-Schule. Mein heutiger Gast ist der Erich Gusenbauer. Nicht unbedingt, weil er hier Lehrer ist, sondern weil er eine Bürgerinitiative gegründet hat zur Rettung oder für den Klostergarten. Wir haben ja ein bisschen einen Schwerpunkt zum Kapuzinerviertel, schon mit verschiedenen Leuten gesprochen über die Gegend hier, wie sich die entwickelt. Du hast natürlich auch einen Bezug. Seit wann bist du eigentlich hier in der Schule oder hast du vorher schon mit der Gegend zu tun gehabt? Ja, das ist eigentlich lustig, weil meine ersten Schritte in Linz, ich bin ja eigentlich kein Linzer, sondern ein Mühlviertler, sind 100, 200 Meter von hier passiert im Guten Hirten. Also war ich im Studentenheim untergebracht mit 14 und da hat meine Zeit in Linz gestartet. Nach der PH bin ich dann an diese Schule gekommen. Wann war das? Weißt du das noch? 1994. Seit 1994 bist du da? Ja, es waren 30 Jahre, dass ich da unterrichtete. Damals war kurz nachdem ich gekommen bin, wurde es umgetauft. Also vorher war es eine Taubstummenanstalt oder Lehranstalt, dann Landeslehranstalt für Hör- und Sehgeschädigte. Und jetzt sind wir ja Michael-Reiter-Schule, nach dem Gründer. Und das ist natürlich schon ein Zeichen nach außen, dass man nicht mehr die Behinderung in den Mittelpunkt stellt, sondern einfach den Gründer und die Kinder. Gut, das heißt, du hattest schon 30 Jahre Erfahrung mit der Schule, aber auch mit der Umgebung. Habt ihr mit der Umgebung als Schule einen Austausch gehabt oder war die Schule immer Schule und drum herum war was anderes? Man muss sagen, solange die Schule der Altbau bestanden hat, war die Klosauer, eine relativ klare Grenze nach außen. Da war das Tor. Da war noch eine Klostermauer da unten. Da war die Mauer. Die da anfährt jetzt. Genau, die da jetzt mit der Tiefgarage sozusagen endet, ist ja, war relativ weit herüber noch. Und früher war es ja wirklich so, dass die Kinder am Montag gekommen sind und die ganze Woche in der Schule waren. Da war ja ein Internat dabei. Da war ein Internat auch dabei, die waren oft noch länger. Die sind das erste Mal, wenn sie im September zu Schulbeginn gekommen sind, zu aller Heiligen das erste Mal heimgefahren. Aber so ein Schulbetrieb wie jetzt war ja nie. Das heißt, die Kinder sind nie zur Schule gekommen in der Früh oder weggegangen, sondern das war relativ zu. Das hat sich gebessert, wie wir, die damals Jungen, an den Standort gekommen sind. Und das war eigentlich eine super Sache. Ein gutes Zeichen. Aufmachen und die Kinder von der Umgebung reinholen. Das war ja nie der Fall. Das waren nur Beeinträchtigte. Und dann die Öffnung, die Inklusion, das war schon wichtig. Wann ist das passiert? Wir haben vor 25 Jahren, 26 Jahren damit begonnen, die ersten Klassen. Und seither läuft das wunderbar. Viele Anmeldungen und wir bringen viele gar nicht unter, müssen etlichen Absagen. Aber seither habt ihr viel Austausch mit der Umgebung, durch die Kinder. Das war ja früher, die sind ja von ganz Oberösterreich quasi da hergekommen in diese Schule. Zum Teil bis Salzburg und Waldviertel, also Niederösterreich. Das war unser Einzugsgebiet für die Beenträchtigten. Und das hat sich schon stark geändert. Und das war sozusagen ein geschlossener Raum, mehr oder weniger. Richtig, richtig. Und da hat man nichts gehabt. Und gut, und ihr haben so einen Austausch gehabt, einerseits über die Eltern und die Kinder, die aus der Gegend waren, aber auch direkt mit die direkten Nachbarn. Ich meine, vielleicht muss man nur dazu sagen, das ist ja eine Schule, wer ist da der Träger gewesen oder immer noch? Ich weiß gar nicht. Das Land Oberösterreich. Das Land Oberösterreich. Ah, ist das keine kirchliche Einrichtung oder so? Grundsätzlich nicht. Also es war ursprünglich schon von kirchlichen Würdenträgern geleitet, aber das ist schon sehr lange her. Das war nach dem Krieg. Aha, okay. Das ist vorbei. Ich habe immer so einen kirchlichen Einschlag vermutet. Ja, es waren Kloster-Schwestern, die da gearbeitet haben. Das war schon noch bis in die 70er, 80er Jahre, aber das ist inzwischen stark verändert. Das heißt mit Kloster, mit denuzinern habt ihr eigentlich nichts zu tun gehabt. Das hat auch mit der Schule, ich hatte jetzt keinen Konnex mit den Kapuzinern gehabt. Kann man so nicht direkt sagen. Also es war ja, der Schulgründer war Kapuziner. Der Michael Reiter hat 1812 durch ein Kind, das er zu betreuen gehabt hat, ein Mädchen zur Firmenbetreuung ist er draufgekommen, die ist gehörlos, aber sehr gescheit, offenbar. Und daraufhin hat er begonnen aus rundherum Kinder zu sich zu holen und hat die begonnen zu beschulen hier. Und begonnen hat er im Kloster, hat aber dann das Bestlazarett, das da drüben gestanden ist, von der Stadt Linz verwendet, um dort die Kinder unterzubringen. Das ist das Sichenhäusl. Und aus dem hat sich dann im Laufe der Jahrhunderte sozusagen die älteste Behinderteneinrichtung Oberösterreichs entwickelt. Also es kommt direkt von den Kapuzinen und wir waren auch sehr lange im Kloster, über 30 Jahre als Expositur. Also die Verbindung war schon da. Das heißt ihr habt den Raum drüben genutzt? Wir haben den oberen Geschoss auch benutzt und zum Schluss auch das untere, das Erdgeschoss. Das heißt da hat es schon Austausch gegeben, man hat auch gewusst wer da drüben ist und so. Ja, das schon. Wobei als Lehrer wahrscheinlich würde man es nicht direkt mit den umgebenden Leuten tun können. Nicht so, nicht so, das stimmt. Gut, aber die Geschichte, warum wir heute da sind, ist ja nicht unbedingt die Geschichte der Michael-Reiter-Schule, aber nicht ganz unwichtig, glaube ich, sondern es geht ja um das Kapuzinerviertel, wie wir das in der Zwischenzeit nennen. Das ist halt einmal so ein Hilfsbegriff, vielleicht bleibt er ja auch so entlang der Kapuzinerstraße, soll sich ja einiges tun. Und deine Rolle ist ja erst entstanden, wie man gehört hat, da drüben beim Kloster, soll sich etwas einiges tun und deine Rolle ist ja erst entstanden, wie man gehört hat, da drüben beim Kloster soll sich etwas ändern. Aber vielleicht mal, wie hast du überhaupt erfahren oder erfährt man das als Schule, wird man da informiert, hier wird gebaut, Anrainer oder wie ist das eigentlich passiert? Lustig ist ja, dass es praktisch wirklich keinen oder ganz wenige Anrainer bis auf die zwei Parteien gegenüber auf auf der anderen Straßenseite gibt und uns. Und wir wurden im Februar eingeladen, Februar 2017. Da war schon die Mitteilung, das Projekt ist mehr oder weniger da und das wird passieren. Im Juli gab es dann die Informationen an die Kolleginnen und Kollegen im Haus. Und da war dann auch schon klar, wie das aussehen wird. Also es hat diese Renderings gegeben, die Pläne und da haben wir irgendwie im Kollegium festgestellt, das ist eine Katastrophe. Also es ist von der Beschattung her, die da passieren wird, es ist vom Leeren... Aber vielleicht gehen wir jetzt wirklich dorthin, dass wir uns das anschauen. Genau, dann sehen wir vor uns, wie die Gegebenheiten sind. Ein paar Schritte gehen. Es ist nicht sehr weit, aber ein bisschen hinauf. Ja. Dann haben wir das einmal, dass wir das auch von dem reden, dass man das auch sieht, wenn du von Beschattung sprichst. Dimensionen waren natürlich auch so, dass man wirklich einen Schock kriegt. Also die zwölf Geschosse, die gedacht waren und eine zweigeschossige Tiefgarage drunter. Das wäre über oder fast 40 Meter hoch geworden. Das ist natürlich fast undenkbar in dem relativ kleinen Areal auf dem Grundstück. Aber vielleicht muss man ja sagen, das Kloster ist ja mehr oder weniger leer gestanden schon, oder noch nicht ganz damals. Das war mehr oder weniger leer, ja. Und die Kapuziner haben versucht, das zu Geld zu machen? Richtig. Soweit wir wissen waren ja schon länger verschiedene Investoren auch dran unter anderem auch die Reica soweit uns bekannt ist. Wesentlich länger als dann Michael Ehrenfried und das hat sich irgendwie zerschlagen und dazwischen auch einige Veränderungen. Es waren sehr spannende Ideen auch von den Kapuzinern her, dass man hier eine Behinderteneinrichtung reingibt in Kombination mit SOS Kinderdorf, was natürlich für den Campus, für den Schulcampus eine geniale Ergänzung gewesen wäre. Wo sehen wir jetzt am besten hin? Wir gehen da nur rauf auf die Brücke. Okay, wir gehen auf die Brücke, dann sehen wir richtig rein, wahrscheinlich in den Klostergarten. In den Urwald. In den Urwald, in der Zwischenzeit Urwald. Und bis 2016 war er wirklich gepflegt. Das war ja wirklich... Pfarrer Fink hat das sehr ausgiebig gemacht und genossen. Und es war wirklich ein schönes Klostergärtchen. Inzwischen ist es so, dass man fast das Kloster nicht mehr sieht. Wir sehen es eh gleich. Da sehen wir nicht runter, aber wenn wir da rüber gehen, da wird das jetzt so. Bleiben wir eh da irgendwo wahrscheinlich. Das passt schon, da sieht man schon gut rein. Da sieht man jetzt ganz gut schon um mich, genau. Okay, also da haben wir jetzt das alte Kloster. Vor uns, dahinter die Kirche. Und dahinter sieht man jetzt den neuen Dom. Ganz prominent. Und dieses ganze Areal, was jetzt leicht verwildert ausschaut von der Seite, Kirche plus Kloster steht jetzt ganz leer. Und da gibt es jetzt einen Baurechtsvertrag mit dem Investor Ehrenfried, den du schon angesprochen hast, seit 2016, 17. In etwa, ja, auf 99 Jahre, soweit wir wissen. Auf 99 Jahre. Und die haben eben genau da, wo wir jetzt hinschauen, in diesem Garten, diesen hohen Turm geplant? Ja, der sollte da in dem Bereich direkt neben unserer Aula sozusagen da passieren. Und das perfide war ja auch, dass die Tiefgaragenzufahrt unter dieser Brücke da gedacht war, rund um die Schule. Aha, die werden da so reingefahren? Die werden da reingefahren und da wäre dann die Tiefgarageneinfahrt gewesen. Wobei man dazu sagen muss, wir sind ja nicht nur Hörgeschädigten Schule, sondern auch Sehbeeinträchtigten Schule, wo wir gesagt haben, das ist völlig undenkbar und unzumutbar. Die Kinder gehen in den Hort, gehen da raus und ständig der Verkehr im Campus, im Schulgelände. Wenn er untidisch dann vielleicht wäre. Aber da war dieser Turm geplant. Richtig, ja. Und da habt ihr dann, um das jetzt nochmal zusammenzufassen, im Präsidium, im Lehrerkollegium, oder wie heißt das, Gremium? Genau. Lehrerkollegium beschlossen, da sind wir dagegen, das geht nicht. Ja, also meine Idee war, das funktioniert nicht. Wir haben da lauter Kleinklassen im östlichen Bereich und die brauchen zusätzlich Gebärdenunterstützung. Da braucht es Sonnenlicht, natürliches Licht, dass man die auch sieht. Mundbild, dass das erkennbar bleibt. Und das ist unvorstellbar. Ich habe es ja schon gesagt, fast 40 Meter in die Höhe, das wäre einfach nichts. Das ist ungefähr so, nicht so hoch wie die Kirchen, aber wie der Fierst vom Schiff. Und der Garten wäre natürlich auch weg gewesen. Der Garten wäre partout gewesen, weil eben darunter die Tiefgarage passiert wäre. Gut, und was habt ihr dann gemacht oder wie ist das dann weitergegangen? Wir haben informiert, wir haben die Nachbarn informiert, die zum größten Teil auch nicht Bescheid gewusst haben. Und wir haben die Eltern informiert von den Schülern, wir haben die Kollegen informiert, die zum größten Teil auch nicht Bescheid gewusst haben. Und wir haben die Eltern informiert von den Schülern, wir haben die Kollegen informiert und eine riesen Aktion gestartet, Unterschriftenaktion, medial stark aufgeschlagen über Standard, Krone, Nachrichten, die Linzerblätter, Tipps, Rundschau. Innerhalb von sechs Wochen haben wir über 3000 Unterschriften gesammelt, waren beim Bürgermeister. Wir haben, muss man gleich dazu sagen, damals beim zuständigen Stadtrat, Infrastrukturstadtrat Hein, ein offenes Ohr erwischt. Also er hat sich das auch vor Ort gleich angeschaut und hat uns mit unterstützt, muss man sagen. Das war sehr fein und das Projekt war mit Dezember, Jänner, also Dezember 17, Jänner 18 eigentlich so, wie es gedacht war, vom Tisch. Hat er die Stadt nicht mitgespürt? Die Stadt, also Bürgermeister Luger hat dann im Jänner festgestellt, dieses Projekt wird so nicht kommen, wird so nicht realisiert. Das war schon mal gut. Ich habe es ja immer mitbekommen, dass du oft im Gestaltungsbeirat warst und immer abgelehnt wurdest. Genau, das war dann später. Ich habe es immer mitbekommen, dass du oft im Bestaltungsbeirat warst und immer abgelehnt wurdest. Das war dann später. Das war für uns wichtig, wobei als Lehrer ist man immer eher der Kompromisstyp und will nicht unbedingt der Querulant sein. Jetzt war unsere Idee, wir wollen da nicht nur verhindern und sozusagen als Querulant dastehen, sondern beim Betrachten des ganzen Areals, das wirklich spannend ist, eigentlich historisch spannend ist, aber so wie es jetzt da liegt, haben wir festgestellt, dass da vorne einfach irrsinnig viele Backflächen sind. Und bei den Recherchen sind wir draufgekommen, dass das alles der Stadt Linz gehört. Jetzt haben wir gesagt, bevor man da was reinpflanzt, schaut man sich da mal das ganze Gelände an und überlegt, was können wir drüber der Straße und bis hinauf in den Steinbruch rein, wo der Bauhof der Stadt Linz ist. Wieso macht man nicht ein Gesamtkonzept und denkt sich für das ganze Quartier einfach was aus, überlegt sich da was in Zusammenarbeit mit allen, die mit dem Viertel zu tun haben. Das wäre eigentlich die vernünftigere Lösung, ist da was reinzupotzen und dann schauen, was passiert. Und wie hat sich das dann entwickelt? Ist das dann aufgenommen worden? Es war eine interessante Zeit. Oder waren es vielleicht so entscheidende Momente? Ja, also wir haben viele, viele Treffen gehabt mit ganz vielen Leuten. Es waren wirklich ganz viele Leute engagiert, auch politische Vertreter und Architekten und so weiter. Das war sehr interessant, weil jeder natürlich seine Interessen irgendwo gesehen hat. Geeinigt haben wir uns schlussendlich darauf, dass wir in einem kooperativen Verfahren, das es in dieser Art in Linz noch nicht so gegeben hat, gemeinsam versuchen das ganze Areal bis runter zur Sandgasse, rüber zur Kapu und bis zum Steinbruch, also fast bis zum Bauernberg rauf, Ideen zu sammeln und so was zu kreieren, wie man das Viertel verändern könnte. So ist das passiert, Aber das war wirklich über eineinhalb Jahre. Dann hat die Stadt gesagt, okay das machen wir in dem Fall. Ja, in Wahrheit ist es auch ganz klar oder logisch, weil eben die Grundstücke wirklich der Stadt gehören und nur als Parkplatz verwendet werden. Und wer war dann bei diesem kooperativen Verfahren dabei oder wer hat das geleitet oder wie muss man sich das vorstellen? Also Andreas Klebut hat die Leitung übernommen, Architekt Klebut. Der hat es moderiert. Der hat es moderiert, die ganze Sache. Das waren fünf oder sechs Workshops, wo wir immer wieder beisammen waren. Verschiedene Architekten, Rieppel, Patzelt, Helmut Koch als Verkehrsplaner. Also Fachleute eigentlich. Fachleute, Experten. Dann von der Stadt, von der Verkehrsplanung, immer wieder verschiedene Leute, Erdenfried als Investor natürlich, wir haben Vertreter von den Kapuzinen dabei gehabt, nicht mehr Provinzialgeier, der ursprünglich mit uns Kontakt gehabt hat, sondern eine juristische Vertretung, Kollegen natürlich und zum Teil auch Leute aus der Umgebung, also von der Anwohnerschaft. Also es war nicht ein fixer Kreis, der sich da drunter... Grundsätzlich schon, aber es war halt dann verschieden, wie es zeitlich gegangen ist. Also wir waren immer dabei, also als Sprecher und Stellvertreter und so weiter. Und du hast ja diese Bürgerns... ist das eine Bürgernsortife gewesen? Genau, genau. Klostergarten, Zukunftsklostergarten. Zukunftsklostergarten. Zukunftsklostergarten. Die gibt es noch? Die gibt es. Die gibt es noch. Weil es ist ja, man kann es ja vorwegnehmen, es wird jetzt da nicht verbaut, soweit ich das... Also mein Stand. Vielleicht sagst du mal, was aktuell der Stand ist. Oder vielleicht noch ganz kurz zum kooperativen Verfahren. Wie hast du das erlebt? War das für dich interessant? Oder hat man da viel gelernt? Oder ist da... Keine Ahnung. Wie würdest du das im Nachhinein... Es ist ja vorbei. Das war ja vier, fünf Mal. Die Workshops sind vorbei, grundsätzlich sind wir ja nach wie vor informiert, also wir sind auch in der Planungsphase sozusagen involviert und informiert worden. Inzwischen tut sich ja auch nicht viel, ja es tut sich eigentlich nichts, ja also bis auf die Verbauung dann beim Kloster. Grundsätzlich ist es natürlich, war es ein sehr guter Kompromiss, finde ich. Wobei man immer wieder kritisch sein kann und anmerken kann, der Informationsfluss war jetzt nicht immer hundertprozentig oder dass man bei manchen Dingen bei der Diskussion nicht dabei war, sondern wirklich nur die Fachleute, wobei wir als Vertreter von Zukunft Klostergarten und als Lehrer dort vielleicht jetzt auch nicht das große Know-how eingebracht hätten. Das muss man schon dazu sagen. Grundsätzlich sind wir mit dem Prozess zufrieden, muss man schon sagen. Vom Ergebnis auf jeden Fall, weil es ist der Turm weg. Ja, also der Turm ist fix weg. Außerdem wird dieser Teil, der da in den 50er Jahren dazugebaut worden ist, ebenfalls geschleift, der kommt auch weg. Das heißt heißt der Klostergarten gewinnt an Fläche sogar und wird wesentlich größer und für uns ist es natürlich super, also für die Schule grundsätzlich ist es super. Spannend war es auch insofern zu sehen, was sich Fachleute aus dem, aus diesem Areal da rausholen, also das ist sozusagen dieses Tal, das da runter geht vom Berg, die Kapuzinerstraße und da in die Stadtusholen, also das ist sozusagen dieses Tal, das da runter geht vom Berg, die Kapuzinerstraße und da in die Stadt reingeht, das ist schon interessant da zuzuhören. Natürlich kann man immer sagen, das wäre noch gescheiter gewesen oder das wäre für uns idealer gewesen. Es ist halt ein Kompromiss, das ist es. Aber momentan ruht das Ganze oder werden Sie noch eingeladen oder informiert, was sie gerade tut? Grundsätzlich bin ich mit Andreas Klebock schon in Kontakt, wenn es etwas Neues gibt. Andreas Klebock baut ja auch, glaube ich, für den Erdenfried, muss man jetzt sagen, ist nicht nur ein Moderator des Prozesses gewesen, sondern auch ein Architekt. Ja, das ist sicher auch ein Punkt, wo man diskutieren könnte. Ja, Doppelrolle, sozusagen. Ja, die Doppelrolle in diesem Spiel, die ursprünglich nicht so gedacht war, weil den Andreas Klebut haben sozusagen wir auch ein bisschen ins Spiel gebracht, um überhaupt eine Lösung zu finden. Und das hat sich halt so ergeben. Ja, weil die ersten Pläne waren ja vom Stöck Müller. Richtig. Bevor der Investor gekommen ist, weiß ich, hat es ja noch Pläne gegeben von Matzinger. Die haben auch die Capolei gezeigt, wie der Architekt Matzinger, weil das war eigentlich der Architekt von den Kapuziner, immer wenn sie was umgebaut haben. Aber da gibt es ja schon, nach dem Stülpmüller war dann Kleiderkleber. Das Stülpmüller ist ja, glaube ich, öfter angelehnt worden. Das war zweimal. Und dann haben die gewechselt, so dass dann die Architekten von Stülpmüller aufgeklebt haben. So ist das gelaufen. gewechselt, so dass dann die Architekten von Stöckmüller aufgehebelt haben. Also die zwei Vorschläge waren beide verheerend sozusagen für die Umgebung und auch für uns und darum ist das nichts geworden. Es war auch nachher auf der Kippe, also so einfach war es dann auch. Ja, inwiefern war es auf der Kippe? Es war die Entscheidungen sozusagen beim Umbau nachher, ich glaube das war die dritte Sitzung oder sogar die vierte, wo das dann tatsächlich erst durchgegangen ist. Beim Gestaltungsbeirat? Ja, das Ausmaß beim Zubau auch wieder sehr exzessiv. Und jetzt kommt ein Miniturm sozusagen oder ein kleiner? Es wird nur verbaut, wo jetzt schon gebaut worden ist. Also es wird hinten ein bisschen höherer Riegel, davor schon gebaut worden ist. Es wird hinten ein bisschen höherer Riegel, davor niedrigerer. Der höhere ist in etwas so wie wie Firsthöhe vom Kirchenschiff. Dort hinten ist in Wahrheit kein Problem, also für uns keine Beeinträchtigung. Das Kloster wird saniert, was ich sehr gut finde. Das muss ja bleiben wahrscheinlich. Genau, das ist unter Denkmalschutz. Auch die Mauer vorne. Und habt ihr jetzt als Schule da drüben ein Nutzungsrecht? Das ist eine super Frage. Weil das möchte man gerne. Wir haben jetzt ermöglicht, dass Investor Ehrenfried sich verwirklichen kann. Und ich sehe da schon ein Riesenpotenzial in dem Kloster an der Stelle, praktisch mitten in der Stadt. Wir gehen da fünf Minuten bis runter zum Hauptplatz und gleichzeitig haben wir da oben den Urwald. Also das Grün und das ist genialer geht es fast nicht und zusätzlich ist drüben die Rede davon, dass man auch dieses Areal bebaut, eventuell auch Ehrenfried und da haben wir als Initiative gesagt, wir haben da so viel dazu beitragen, dann würde man gerne da drüben auf jeden Fall einen Spielbereich haben. Und das ist nicht so abwegig, hoffe ich, oder auch ein Acker für die Kinder, weil wir sind eh sehr beengt bei uns, also das müsste schon passieren. Aber das ist Zukunftsmusik. Aber die Idee ist schon, dass wir uns dort ein bisschen öffnen, nachdem der Klostergarten sowieso auch der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden soll. Da steht nichts dagegen, dass auch die Beeinträchtigten darüber kommen. Ja, ja, nur wenn er öffentlich ist. Gut, Schule ist nochmal was anderes natürlich. Das ist kein öffentlicher Raum in dem Sinn, wo jeder hinein kann. Aber auf einem Spielplatz kann man ja als Lehrer mit seiner Klasse jederzeit wohin eigentlich muss ja nicht schulgelände sein okay das wären sozusagen eure vorstellungen die ihr noch habt oder oder seid ihr noch an irgendwas dran irgendein thema was euch noch als initiative momentan am herzen liegt also grundsätzlich verfolgen wir den prozess natürlich sehr interessiert weil es vorne raus zur kapuzinerstraße auch eine riesen Veränderung geben wird. Das war auch unsere Idee. Schon lange in der Stadt geplant, über Jahrzehnte sozusagen, dass man die Straßen weg verlegt. Gut, dann müssen wir jetzt wieder da runter gehen. Schauen wir uns das an. Das ist sicher interessant. Gehen wir da auch noch hin. Wir schauen jetzt da hinaus auf die Kapuzinerstraße, hinüber auf das Grüne. Ich habe es ja gesagt, es soll sich ein bisschen erweitern. Es geht ja nicht nur um einen Klostergarten, das kooperative Verfahren war eben dann auch drüber der Kapuzinerstraße. Was gibt es da für Pläne oder was ist da die Idee, wie sich das entwickeln könnte? Also die Grundidee ist, dass man die Parkplätze wegbringt, dass man die Autos wegbringt von der Oberfläche, dass möglichst viel Grüne halten bleibt. Die Idee war auch, dass man sozusagen den Bauernberg verbindet durch so ein grünes Band mit dem da unten, durch den Klostergarten rauf Richtung Hirschgossen. Über den Bauern drüber, dass das wirklich verbunden wird und dass man die Chance hat, dass man da sozusagen fußläufig das erreichen kann. Direkt vor der Schule soll ja der Ortsplatz oder der Dorfplatz entstehen vom neuen Kapuzinerquartier. Wie das dann ausschauen wird, da wo jetzt die Haltestühle sind vom Bus, die Straßen sollen ja verlegt werden. Die Straßen sollen ja dort bei dem gelben Haus da vorbeigehen und runter in die Stifterstraße. Also eigentlich durch den Park ein bisschen durch. Da ist einiges grün gefährdet, das ist richtig. Für uns als Schule und für die Kinder ist es fein, weil der Verkehr, der direkt vorbeigeht, wegkommt. Für den Park ist es natürlich eine Minderung. Aber der Anschluss in der Sandgasse ist natürlich für die Autos besser als da vorne dieses Dreieck, das gefährliche, also an der Kapuzinemauer. Für die Fußgänger wird es generell leichter, wenn der stehende Verkehr da weg ist. Gedacht ist ja auch eine Quartiersgarage da vorne, wo wir alle Autos reinbringen. Auch vereinbart mit Hein Thomas noch, dass man zudem die Autos aus dem Tonviertel rausbringt, Parkplätze vermindert, die müssen auch dort rein. Die Ideen sind sozusagen sehr ambitioniert. Aber das Auto ist immer noch da. Ja, und die Gefahr, dass man die Quartiersgarage sozusagen als Park and Ride mitten in der Stadt verwendet, ist natürlich auch groß. Ja gut. Besser geht es fast nicht. Aber grundsätzlich wäre natürlich da unten ein Zentrum für das neue Quartier, das es so nicht gibt. Man muss vielleicht dazu sagen, das Viertel war ja ursprünglich tatsächlich viel einheitlicher, so eine Vorstadt. Hast du da noch Bilder davon? Da gibt es Fotos, schöne Aufnahmen, wo man sieht wie dicht es besiedelt war mit mit Geschäftlern, mit Handwerkern und so weiter und die Kirche war ja sozusagen für das gesamte Areal bevor der Dom gebaut worden ist, war ja unsere Stiftskirche sozusagen die Kapuzinerkirche war auch dafür zuständig und von daher war da viel mehr Zusammenhalt und das könnte wieder passieren, wenn man sagt okay das wird verbaut und gleichzeitig wieder ein Zentrum schaffen. Jetzt schauen wir nochmal in den Klostergarten ganz kurz, weil jetzt haben wir einen anderen Blick in den Klostergarten. Man sieht das alte Gebäude da, was weg kommt, das ist ein Anbau, da sieht man sofort was das ist und sonst sieht man eigentlich momentan hauptsächlich Bäume. Der ist enorm zugewuchert und soll wieder freigelegt werden, Altbaumbestand soll zum größten Teil erhalten werden. Es sind nicht so viel drinnen ursprünglich gewesen, das ist eher alles angeflogen durch den Wald oben. Unten ist ja gedacht, also das Ganze wieder saniert, das Ganze ist sozusagen in Planung, dass das Büros werden. Aber unten ein Betriebskindergarten im Werkgeschoss. Und da ist auch schon fix vorgesehen, Bereich raus in den Klostergarten, wo Spielbereich für die Kinder sein wird. Betriebs, für welchen Betrieb? Für die Büros. Für die Büros? Ja, also das wird eine Firma sozusagen. Ah, das ist eine Firma. Und da weiß man schon, wer einzieht. Das ist vorgesehen. Wer das das ist eine Firma. Da weiß man schon, wer einzieht. Das ist vorgesehen. Wer das genau sein wird, wissen wir nicht. Aber grundsätzlich ist bestreben dahinter. Es gibt schon eine Firma, die da Interesse hat. Das ist, finde ich, auch sehr okay. Damit wird wirklich das schöne Gebäude saniert und das ähnlich umgesetzt. Weil inzwischen sind die Schäden schon massiv. Es wird ständig aufgebrochen und innen Sachen gestohlen und so weiter. Aha, und die restliche Nutzung vom Kloster weiß man auch schon? Also in dem Neubau kommen die Büros rein, unten haben wir gesagt Betriebskindergarten und was ist drüber? Drüber auch Büros. Auch Büros? Auch Büros. Es gibt dann zwei Innenhöfe, die Bibliothek bleibt erhalten, die sieht man da links, die so rausgeht Richtung Nordwesten. Und Kirchturm und so weiter wird natürlich auch saniert. Die Kirche selber soll als Versammlungsbereich oder Location so halb öffentlich generell zur Verfügung stehen. Das würde ich spannend, was aus der Kirche wird. Ich würde das super finden. Aber für welche Versammlungen? Kameramitten. Kameramitten? Für Feste, egal. Ja, ja, ja, verstehe. Legenda por Sônia Ruberti