Wie die Divergenz zwischen diesem Reihentitel und dem Titel des heutigen Vortrags zeigt, geht es bei den Linzer Vorträgen nicht nur um die deutsche Sprache und ihre Varietäten, sondern auch um Nachbarsprachen, Kontaktsprachen und auch um Minderheitensprachen in Österreich. Und eine solche wichtige Minderheitensprache ist das Romani bzw. Romanes, das meines Wissens seit 1993, Sie korrigieren mich, zu den geschützten Minderheitensprachen in Österreich zählt. Über diese Sprache oder Sprachen werden wir heute viel Interessantes erfahren und zwar aus berufenem Munde. Ich begrüße herzlich Herrn Prof. Dr. Dieter Hallwax aus Graz, der am Institut für Sprachwissenschaften an der Uni Graz forscht und lehrt und auch Leiter des Treffpunkts Sprachen in der Grazer Johann-Fuchs-Gasse ist, dem Zentrum für Sprache, Plurilingualismus und Fachdidaktik. dem Zentrum für Sprache, Plurilingualismus und Fachdidaktik. Wichtige Forschungsschwerpunkte von Dieter Hallwack sind natürlich Soziolinguistik und Minderheitenforschung. Zur Sprache Romani hat er etliche Standardwerke publiziert bzw. herausgegeben. Seit Jahren betreut er auch das Grazer Romani-Projekt, eine Forschungsplattform, wo auch im Internet viele Informationen und Forschungsergebnisse zu Romani zu finden sind. Noch etwas Gesundheitstechnisches. Wir vom Haus empfehlen das Tragen der Maske, aber Sie haben die freie Entscheidung, dies zu tun oder nicht. Ich freue mich auf den Vortrag. Ja, danke für die Einladung. Die war schon vor der Pest und Cholera und vor Krieg, Pest und Cholera, habe ich die schon gekriegt gehabt. Also, ich glaube, drei Jahre ist das jetzt schon her. Nur eins muss ich richtigstellen, ich bin nicht mehr am Institut für Sprachwissenschaft. Also, die sind irgendwie alle so Mainstream-Sprachwissenschaftler geworden, dass sie so Wahnsinnige, die sich mit gesellschaftspolitischer Relevanz von Wissenschaft beschäftigen, ausgesiedelt haben. Und eine, also die erste Frau, die in Österreich einen Rektoratsposten gehabt hat, die war die Vizerektorin für internationale Beziehungen, die Roberta Mayrhofer, hat dann irgendwie, nachdem ich die Uni verlassen wurde, zu mir gesagt, was brauchst du? Ich habe gesagt, der Kram an Bedingungen. Und deswegen hat sich dann auch dieser Forschungsbereich Plurilingualismus geschaffen, wo wir eigentlich nicht nur am Romani arbeiten, sondern seit vielen Jahren schon an Sprachenvielfalt im Allgemeinen, wo es aber darum geht, um Mehrsprachigkeit, eine Politik der Vielfalt und Menschenrechte. Das ist aber alles aus diesem Romani-Projekt heraus erwachsen und jetzt muss ich ein bisschen üben, weil ich normal keinen Windows-Computer verwende. Wie der Herr Geisbauer schon gesagt hat, hat das jetzt gestimmt? Namenmäßig bin ich ein Sieb. Er sagt mir eins wieder, Romanes, Romani, und es gibt auch das Wort Roman. Und ich habe mir gedacht, ich zeige Ihnen einmal, was das eigentlich ist. Romanes ist, wie soll ich sagen, ein substantiviertes Adverb. Das ist Janes Romanes, heißt, kannst du Roma? Ich verwende das Z-Wort heute nicht, obwohl ich die Lizenz habe dafür von die Roma. Okay, kannst du, das heißt, das ist eine Bezeichnung, die eher im deutschsprachigen Raum verwendet wird. Oder fast ausschließlich nur im deutschsprachigen Raum verwendet wird. International verwendet man Romani und das ist eigentlich ein substantiviertes Adjektiv. Das heißt Romani-Chip, es gibt viele Sprachen, wo Sprache gleichzeitig Zunge heißt. Also das ist Romani-Chip, die Roma-Zunge, Roma-Sprache. Und Roman ist die Eigenbezeichnung der Burgenland-Roma für ihr Romani. Und das entsteht dadurch, dass die eigentlich in der Aussprache das Deutsch-D Deutschen auch, dann verschwinden die Schwachtansüben mit der Zeit oder werden immer weniger. Deswegen sagen wir immer Gehen, sondern Gehen. Und das ist ein ähnlicher Prozess, dass aus Romanes dann Romanee wird und das S wird so, wie man so schön sagt, das wird verhaucht. Das wird verhaucht. Es gibt dann noch viel mehr Terminologie, die in der Fachliteratur, aber nicht nur in der Fachliteratur, sondern auch in den Nachrichten immer wieder vorkommt. Es gibt so, man redet von Ram, von Lam und von Dam. Und das ist ein Wort, was eigentlich ausleistungsnomaden in Indien, Chorpflechter, Musiker, Schmiede, Gaukler, Jahrmarktsfahrer, manchmal auch Saisonarbeiter, die außerhalb der vier Kasten stehen. Das sind weder Brachmanen, noch Kshatriya, noch Vaishya, noch Shudra, das sind Priester, Krieger, Händler und Bedienstete, sondern das sind Dalit, das sind Unberührbare. Und dass die Roma den Namen haben und den Namen nach Europa mitgebracht haben, zeigt, dass sie vermutlich sogar eine vorindoarische Bevölkerung sind, weil diese vorindoarische Bevölkerung Indiens ist bei der Expansion der Indo-Iraner. Und das sind im Übrigen die einzigen Arier, weil bei denen heißt das Wort Arier Mann und Angehöriger des Volkes. Verdrängt worden, beziehungsweise assimiliert worden. Und eine meiner Lehrerinnen, die leider schon gestorben ist, die Milena Höpschmann aber, die Romani an der Karlsruher Universität in Prag unterrichtet hat, was bis heute auch das einzige Institut ist, wo man in Europa Romanes oder Romani studieren kann. Milena hat eigentlich immer gemeint, es könnte durchaus sein, dass die Roma Nachkommen sind dieser großen Indus-Kultur, die vorher war, also um Harappa und Mohenjo-Daro, die im Gegensatz zu uns, die wir noch im Mittelalter den Nachtopf beim Fenster rausgeschüttet haben, schon vor 5000 Jahren Kläranlagen gehabt haben, Abwasserkanäle und so weiter und so fort. Diese Dom, diese Leute, diese Dienstleistungsnomaden sind eigentlich in einer, wie soll ich sagen, im ökonomischen Bereich diejenigen, die von Dorf zu Dorf ziehen und Arbeiten machen, von denen man, wenn man am Ort bleibt, nicht leben kann. Also Musiker, Schmied, Korbflechter, Schlangenbeschwörer und so weiter und so fort. Und wenn irgendwo Infrastruktur, soziale Infrastruktur oder sozioökonomische Infrastruktur zusammenbricht, sind das die Ersten, die ihren Job verlieren. Weil da schränkt man sich ein und dann kauft man das nicht mehr zu, sondern konzentriert sich auf das, was man eh selber hat. Und es kann durchaus sein, dass solche Gruppen in Nordwestindien oder in Indien immer wieder durch gewisse politische oder kriegerische Ereignisse ihre Lebensgrundlage verloren haben und deswegen Richtung Westen gegangen sind, nämlich ins Sassanidenreich, das relativ stabil war. Eine dieser Dinge, die kennen wir recht genau, das ist im 4. Jahrhundert nach Christus das Gupta-Königreich von weißen Hunden. Hunden ist immer nur eine Sammelbezeichnung für Mongolen, Turkvölker und Tungusen, die irgendwie aus der Steppe kommen, sie auf ein Pakl zusammengekaut haben und sagen, wir gehen jetzt einkaufen, so ungefähr. Da das Gupta-Königreich zerfallen ist und die noch in den Westen gegangen sind, wo es wieder stabil ist, wo sie eine Lebensgrundlage haben. Das ist sogar historisch verbürgt, der Firdausi hat ungefähr den 100 nach Christus das Schaname rausgegeben, das Buch der Könige, wo er schreibt von einem sassanidischen oder persischen König namens Bachramgur, wo er, da ist es den Leuten so gut gegangen, wie der unter denen seiner Herrschaft, dass er gemeint hat, wir arbeiten nur mehr vormittags und nachmittags wird gefeiert und Musik gemacht und getanzt. Und sein Volk hat und er ist dann einmal durch er ist aus seinem Palast raus und hat nachgeschaut, ob das auch befolgt wird und hat gesehen, sie feiern, sie essen und trinken, aber sie tanzen nicht, weil keine Musik da ist. Daraufhin hat er gefragt, was los ist, hat gesagt, wir haben keine Musiker und die Legende geht weiter, dass er dann seinen Kollegen, den Shankal, in Nordwestindien, ein E-Mail geschickt hat, schick mir einen Musiker. Und der hat ihm 10.000 geschickt. Und die hat er dann willkommen geheißen und hat ihnen ein Saatgut gegeben, hat ihnen Pferde und Wagen gegeben und hat ihnen alles gegeben, was man braucht, um zu leben und hat gesagt, nach einem Jahr schaue ich nach, wie es euch geht und wie er nach einem Jahr nachgeschaut hat, haben sie nur mehr Pferde und Wagen gehabt, als andere haben sie verkauft. Daraufhin hat er gesagt, ihr solltet euer Leben lang, eure Nachkommen sollen nie mehr eine Heimstatt finden, ihr sollt immer nur auf der Straße leben. kommen soll, nie mehr eine Heimstatt finden, er sollte immer nur auf der Straße leben. Das ist eine Legende, eine orientalische Legende, aber im Scharname ist immer auch, wie in all diesen Dingen, ein realistischer Kern drinnen. Und der realistische Kern dürfte sein, dass wirklich diese Art von Dienstleistungsnomaden in den Westen kommen, also in den Westen gegangen sind. Und das nicht alle auf einmal, weil die A380 hat es damals noch nicht gegeben, wo man so 500 Leute ins Flugzeug gesetzt hat und verpflanzt hat, sondern in verschiedenen Wellen. Und dieses Phänomen einer indischen Diaspora im Westen, und mit Westen meine ich jetzt Europa, Kleinasien und auch den Nahen Osten, das gibt es nicht einmal, das gibt es öfter. Also das sind in erster Linie einmal die Rom, das sind die Indo-Arier Europas und die sprechen Romani. Dann gibt es noch die Lom, das sind die Indo-Arier Kleinasien und die sprechen Lomavren, was heute, wie soll ich sagen, eine Varietät des Armenischen ist mit indoarischen Elementen. Und dann gibt es noch die Tom, und das sind die Induaria des Nahen Ostens, die sprechen Tomari, und das ist eine der konservativsten indoarischen Varietäten oder Sprachen überhaupt, natürlich mit sehr, sehr viel Arabischen drinnen und auch Kurdischen und so weiter. Aber wie wir sehen, das ist bei den Roma auf einer ähnlichen Ebene nicht anders. Man hört dann, wenn man in Österreich redet über Roma, also Dinge wie Roma, Sinti, manche kennen auch den Begriff Kale, Manusch, Romanijel und so weiter und so fort. Roma ist aus Ansicht der generische Plural von Rom. Rom ist der Mann und der Ehemann. Und das ist eine patriarchalische Gemeinschaft, also ist das Ethonym der Plural von Mann. Manche versuchen es zu ändern mit Romnia und Punkte und so weiter. Es entspricht nicht der Soziostruktur der Roma. Sinti, das ist vermutlich erst im deutschsprachigen Raum entstanden, weil Mittelhochdeutsch Sint ist der Weg und die Reise. Und das kann jetzt über alte Dialekte, Sind ist der Weg und die Reise. Und das kann jetzt über alte Dialekte, über Dialekte, die das archaisch behalten haben, dann als Gruppenbezeichnung derer, die unterwegs sind, verwendet kommen. Kale, die Sinti haben sich bis ins 17. Jahrhundert selber noch Kale genannt. Und das ist ein Substantivplural von dem Romani-Wort Kalo. Und das ist schwarz. Also die Schwarzen. Und das haben wir heute noch, die finnischen, also die finnischen, die Ersteinwanderer nach Finnland nennen sie Kale. Wie es sich gehört für die Finnern, schön lang. Und die Iberischen heißen sie, das sind die Kale. Also das sind die Flamenco-Macher. Das wäre ein eigener Vortrag, zu schauen, was Flamenco wirklich ist. Das ist nämlich arabische Musik von den Arabern, die nicht rückgewandert sind, die nicht zum Christentum konvertiert sind nach der Reconquista und auch nicht nach Marokko gegangen sind. Die haben sich den Randgruppen angeschlossen und haben die Art von Musik dann zu den Calais gebracht und die haben dann zusammen diese Musik entwickelt. Also das ist, es ist ein Hybrid wie eigentlich alles, was Kultur ist, auf dieser Welt Hybrid ist und das zeigt sich bei den Roma besonders schön und auch in der Sprache. Dann gibt es die Manouche, das sind eigentlich die französischen Sinti, die nennen sie Manouche, der Django Reinhardt war zum Beispiel ein Manouche, das sind eigentlich die französischen Sinti. Die nennen sie Manouche. Der Django Reinhardt war zum Beispiel ein Manouche. Stefan Grappelli, Django Reinhardt mit dem Sinti, so ähnlich wie man den auch nennt bei uns, das waren Manouche. Und Manouche ist eigentlich das Romani-Wort für Mensch und nicht Rom, wie viele Leute sagen. Dann haben wir noch Romanicelle, das heißt eigentlich Romakerl, das ist romane Chave, würde das heißen, wenn man es voll hat. Das sind die britischen Gypsies, die sie so nennen. Und die nennen sich auch selber Gypsies. Also deswegen darf ich das da schreiben, das G-Wort. Es geht aber dann noch weiter in dieser Terminologie. Es gibt dann so viele Bezeichnungen und die meisten, die da jetzt kommen, von denen leben auch Teile in Österreich mittlerweile, die eigentlich durch die Arbeitsmigration ab den 60er Jahren gekommen sind. Ali, die Hiesigen. Das sind eigentlich Südbalkangruppen, die leben vom Kosovo, also von Süderbien bis weit rein nach Griechenland, ehemaliger osmanischer Kulturkreis. Und im osmanischen Reich hat Ethnizität wenig Rolle gespielt. Entweder du warst Moslem, dann hast du zur Umar gehört. Wenn du nicht Moslem warst, hast du nicht zur Umar gehört, hast du genauso wie andere Gruppen mit der eigenen Mahalla gehabt. Und einer hat müssen der osmanischen Verwaltung gegenüber verantwortlich sein. Und weil sie nicht Moslem waren, haben sie ein bisschen mehr Steuern gezahlt. Deswegen findet man heute, ich habe lang für EU und Europarat am Südbalkan und in der Türkei gearbeitet, Ali habe ich überall gefunden in den großen Städten und die waren ansässig, aber schon lang ansässig. Das heißt auch die Hiesigen. Demgegenüber gibt es die Gurbet, die Fremden. Das sind die, die eigentlich aus dem Wallachischen Raum relativ früh schon über Serbien Richtung Süden gekommen sind. Die waren für die Ali die Fremden, die Gurbet. Kommt übrigens, wenn es etymologisch interessiert, da steckt eine arabische Wurzel dahinter, das ist Harib, fremd auf Hocharabisch, das dann über das Iranische und Türkische bis ins Romani gekommen ist. Und Gurbet als ethnische Bezeichnung findet man von Afghanistan bis Wien mittlerweile. Das sind immer auch die, die später gekommen sind. Wie bei uns, ich kann mich noch erinnern, ich bin im Südburgenland aufgewachsen, die Nachbarin von meinem Onkel hat immer die Tirolerin geheißen. Also die Fremde. Also da ist immer nur die Herkunft bezeichnet worden und sonst nichts. Und das ist ein ähnlicher Prozess da. Dann gibt es die Calderaschen und die sind relativ bekannt, weil das sind heutzutage die Roma-Nobilität, weil sie ein sehr hohes Selbstbewusstsein haben, einen hohen Grad an Selbstorganisation, hohen Grad an Selbstorganisation, weil sie als Kupferschmiede und Kesselflicker durchaus gesuchte Leute waren und heute auch die internationale Romani-Politik dominieren. Das sind, also Calderar, die kommen aus dem Rumänischen. Also diese rumänischen Roma oder diese Flachromer, wie man sie nennt, sind ab 1850, weil bis 1850 hat es in Rumänien so etwas gegeben, also in der Wallachei, in Moldau und Wallachei und zum Teil auch in Transsilvanien, bis dahin waren die Roma dort in Leibeigenschaft und Sklaverei. Und 1850 haben die angefangen, erst Leibeigenschaft und Sklaverei aufzuheben und plötzlich sind diese Leute vor dem Nichts gestanden. Weil sie haben keine Lebensgrundlage mehr gehabt. Also sind sie abgewandert und viele schon vorher am Südbalkan, innerhalb der osmanischen 1 plus 4, aber dann sind sie weitergewandert und Calderas namens Demeter, Dimitri, findet man heute in Moskau, in Stockholm, in Paris, in New York und zum Teil sogar in Südafrika und so weiter. Also die haben sich dann weltweit verbreitet. Und auch unsere österreichischen Lovara gehören da dazu, die als nächstes kommen. Die Geschichte ist da so, dass wir in diesem Mitte des 19. Jahrhunderts gerade in dieser Nationalitätenromantik geworden, also deutsche Romantik, Herr der Nationalität, die Sprache ist der Reflex der Seele der Nation und so weiter und so fort. Und man hat auch angefangen, sich um Randgruppen zu interessieren, also mehr als vorher, und hat auch überlegt, was ist das? Ein Zigeuner. Und dann kommen Leute daher mit Pferde, mit Wagen, bunt gekleidet, die Frauen mit Gold und so weiter und so fort. Und anscheinend haben wir dann, also hat unsere Gesellschaft dann geglaubt, das sind die Echten, nicht die, die bei uns da herumwuseln und nur so soziale Randgruppen sind. Und aus dem heraus haben wir unser Roma-Bild entwickelt, vom echten Rom und von der echten Romni, von den echten Roma. Und das reflektieren sie uns bis heute zurück und hat auch dazu beigetragen, dass sie innerhalb der Roma immer ein höher, also dass alle die Gruppen, die so eine nomadische Erinnerung haben, am Pferd und Wagen und so weiter, sie besser fühlen als die anderen. Also das heißt, es ist ein jüdischer Freund von mir, der hat gesagt, das schaut ungefähr so aus, ich habe zu uns Juden so lange gesagt, wir sind nur Händler und Geldwechsler, bis wir nach Israel gegangen sind und Kibbutz gegründet haben und euch gesagt haben, dass wir Bauern sind. Es ist eine ähnliche Geschichte. Vorstellungen, die man auf Minderheiten projiziert, werden von denen rückreflektiert und haben dann Auswirkungen auf das wechselseitige Zusammenleben und auf die interne Soziostruktur und auf das interne Soziokulturelle. Das gleiche gilt für die Kovace-Schmiede, die haben auch immer einen höheren Status gehabt, ähnlich wie die Kaldarache. Die Lovara oder Lovari, das ist Lo und dann kommt so ein Nomina Agentis suffix dazu, das sind eigentlich die Pferderer, wenn man es richtig übersetzt. Und dann gibt es auch Gruppen, die nennt man Estricharia. Gehen Sie nach Südtirol und gehen Sie nach Südtirol und die Sinti werden einer sagen, die Sinti Biomentese werden einer sagen, die in Südtirol und die Sinti, wenn einer sagt, die Sinti-Biomenteise, wenn einer sagt, die in Südtirol sein kann, die Sinti, das sind Estricharia. Weil das sind Sinti, die aus dem ehemaligen Österreich, also Großösterreich, nennen wir es so, woanders hingekommen sind. Es gibt in Moskau, die Kalderaschen in Moskau haben mir erzählt, ah ja, früher waren Estricharia bei uns auch da. Die Kalderaschen in Moskau haben mir erzählt, ah ja, früher waren Estricharia bei uns auch da. Das sind diese Sinti. Und das geht dann so weit, dass man Roma wirklich so bezeichnet, nach dem, wo sie leben oder woher sie kommen. Die Polska-Roma sind die, Polska-Roma gibt es heute viel in Hamburg, die Sinti nennen sie auch Polska-Roma. Und das schönste Beispiel ist das, dass die Roma Kaliforniens, die heißen Matschweier, weil sie alle aus der serbischen Matschwa kommen. Also das heißt, das sind die Bezeichnungen für Roma. Jetzt geht es darum, wer sind wir? Wir sind die Gatsche. Wir sind die Gatsche. Und es ist so, dass bei den Roma, manche Leute sagen, das ist ein indisches Erbe, dieser Prinzip. Und wir und die anderen ist so etwas ganz Klares. Nur es bildet sich da halt so schön in der Sprache ab. Wer zu den Roma gehört, ist ein Ram oder ein Romni. Und die Kinder oder die Söhne heißen, der Sohn heißt Schawo. Und die Tochter heißt Schai. Man muss aufpassen. O-Schai ist der D und I-Schai ist die Tochter heißt Chai. Chai, ja. Man muss aufpassen. O Chai ist der D und I Chai ist die Tochter. Okay. Das ist ein Genus. Wir sind, also Sie sind ein Gajo, da sitzt der Gaji vor mir und der Rest, und Eure Kinder heißen Raklo und Rakli. Also das heißt, ein Bub, der nicht zu die Roma gehört, ist ein Raklo. Buben und Roma würden sagen Racklo, aber Racklo würde keiner rasch wieder sagen. Und ein Rackli. Wenn man bedenkt, woher das kommt. Das sind die indischen Wurzeln von diesem Rackli. Das heißt Bastard. Es geht auf die andere Richtung. Also normalerweise sagen die Roma zu ihren Kindern Chave oder Chave. Die Burgenland-Roma sagen zu ihren Kindern Fatschufcha. Und ein Wort für Kind haben die Roma an sich nicht. Entweder ist es ein Bu oder ein Madl. Chava oder Chai. Die Burgenland-Roma haben dann ein Wort für Kinder, das ist Fatschu. Und wenn man sich das anschaut, das stammt aus dem Ungarischen und das ungarische Fatschu heißt auch Bastard. Das heißt, die Ungarn haben zu den Roma-Kindern so lange Bastard gesagt, bis es auf Ungarisch, bis das Wort bei den Roma selber zu einer Neutralbezeichnung für die eigenen Kinder geworden ist. Das ist aber nichts, das ist nichts Außergewöhnliches. Das geht auf der Welt mit den Sprachen immer so zu. Also weil es ja immer das gibt, wir sind mir und besser und ihr seid die Underdogs und geht's weg. Und das reflektiert sich natürlich im Romani am schönsten, weil die ziemlich ausgeschlossen sind und einen extremen Druck ausgesetzt sind. Also das ist auch so ein Beispiel, wo man sieht, wir, die anderen, und dann gibt es auch Neutralbezeichnungen dafür, für diese Bezeichnungen. Das ist die Frage, woher kommen sie? Das ist lang umstritten gewesen. Das ist die Frage, woher kommen sie? Das ist lang umstritten gewesen. Da gibt es so, das ist Johann Christoph Wagenseil, ich glaube das ist Dezivitatis Norimbergiensis, mein Latein ist schon sehr eingerostet, von 1697, der schreibt, die ersten Zigeiner sind aus Deutschland gebürtige Juden gewesen. Die neuesten Manifaltigkeiten, die inmesch war, 1781 erschienen, haben gesagt, aus der Vermischung von Äthiopiern, Drogloditen, das sind das, was eure Kinder zeichnen, diese körperlosen Dinge, und Ägyptern entstand ein eigenes, irrendes Volk, welches von allen drei Nationen etwas hat und von dem man annehmen kann, dass die heutigen Zigarren seine Abkömmlinge sind. Es kann aber zur gleichen Zeit auch schon etwas anderes geben. Der Jakob Christoph Christian Rüdiger hat 1782 das Ganze schon so angegangen, der ist draufgekommen, aufgrund von Sprachlichen und Vergleichen, dass das Indisch ist und hat auch etwas gesagt, was man bis heute eigentlich Gültigkeit hat, die Lebensbedingungen seiner politischen Ungereimtheit, welche unser erleuchtetes Jahrhundert weiter zu dulden, sich schämen sollte. Man muss bedenken, 18. Jahrhundert, wir sind im 21. und es hat sich nicht viel geändert. Es kommt dann dazu, dass irgend so ein britischer Gouverneur in Calcutta fährt war und er hat Sprachforschungen angefangen, Sir William Jones heißt der Typ, war oberster Richter und ist draufgekommen, dass Sanskrit und Griechisch und Deutsch und Englisch und so weiter, man gemeinsame Wurzeln hat. Das ist dann produktiv geworden, ist wieder so ein bisschen in die deutsche Vorromantik reingekommen, in die deutsche Wissenschaft mit den Krims, mit den Bots und was sie alle hassen und hat die Teilvergleiche an der Sprachwissenschaft im deutschsprachigen Raum begründet und Bot hat dann bereits man ist dann draufgekommen, Romani ist zu den indischen Sprachen zu rechnen. Und der Bott hat dann auch gesagt, und steht somit mit dem stolzen Sanskrit im blutsverwandten Verhältnis. Also das heißt, das war Mitte des 19. Jahrhunderts für die Wissenschaft bereits klar. Weil Bott hat das damalige Wissen in seine zwei Bände, die Zigeuner in Europa und Asien, das damalige Wissen zusammengefasst. Und das Zitat stammt da draus. Und schauen wir nach, wie das ausschaut mit dem stolzen Sanskrit und mit dem Romani. Sie wissen, genetisch-linguistische Zusammengehörigkeit begründet man über regelhafte Lautbeziehungen zwischen Wörtern ähnlicher Form und Bedeutung. Das sind die wir dann die Wirlingwissen dann Kognaten nennen. Also wir haben für alles griechisch-römische Schimpfwörter, so gehen wir. Das heißt, wenn man es jetzt anschaut, es gibt, das Romani hat Innovationen, das man in Hindi zusammen hat. Im Sanskrit heißt Baum Rksha. Und es geht jetzt um diesen Konsonantenklaster Ksr. Immer wenn ein Punkt drunter ist, ist das so ein Retroflexer-Laut, wo die Zunge Richtung Zerebrum zeigt, die Zungenspitze. So wie die Inder halt reden, Romani-Language und Punjabi-Language. Let's have a tally and then we go home. But we drink a beer before. So ungefähr. Es sind genau diese Laute. Und es geht um den Konsonantenklasser, der sich vom Sanskrit im Romani und Hindi gleich entwickelt. Genauso wie der, wenn wir vorher vom Blutserver uns geredet haben. Blut ist Rat auf Romani und Rata auf Indisch. Und es geht um den Konsonantenklaster KT, wie sich der entwickelt hat. Romani hat aber andererseits auch regelhafte, ist konservativ gegenüber dem Hindi. Hat Innovationen, die das Hindi hat, hat das Romani nicht mitgemacht. Zum Beispiel da, der Anlaut Dr wird im Hindi zu D, also das ist die Traube, bleibt im Romani aber tr. Genauso, das ist ein wichtiges Wort, mischt da, genauso dieser str wird im Romani, bleibt im Romani, bikonsonantisch wird im Hindi, kommt da Aspiration dazu. Das heißt, bevor sie diese Innovationen im Hindi durchgesetzt haben, dürften die Roma aus Zentralindien verschwunden sein, weil sonst würden sie diese Innovationen teilen. Im Gegensatz dazu haben sie aber Innovationen mit peripheren Varietäten der induarischen Sprache und dem Sindhi. Das ist da also Süd- Ostpakistan, Nordwestindien. Das ist richtig trief. Und wieder so, ich meine, das sieht man relativ schön. Sanskrit hat Vanku, Romani hat Bangu, Sindhi hat Windu und Hindi hat Baka. Und Bangu ist ein wichtiges Wort, damit ich die Grammatik ein bisschen auflockere. Bei den Burgenland-Romanen heißen die Erdäpfel Bangore, kleine Krumme. Und einer meiner Lehrer, Lev Cherenkov, russischer Linguist, der eigentlich mindestens ein Lied in jeder Sprache der ehemaligen Sowjetunion gekannt hat. War ein großartiger Typ. Zum Schluss hat er immer gesagt, die Internationale auf Russisch, weil er dann genug Wodka gehabt hat. Lef hat immer gesagt, das ist Bramburi, weil es gibt ja die Brandenburger und so, es gibt ja viele Wörter für Erdäpfel. Ich habe ihm dann erklärt, wie es wirklich ist. Der Burgenländer hat keinen Erdapfel und keinen Kartoffel, sondern er hat eine Grundbirne. Und die Grundbirne im Burgenland heißt Grumpan. Und die Roma, wie sie ins Burgenland gekommen sind und mit den Deutschsprachigen dort Kontakt gehabt haben, haben dieses Grumm von den Grumpan als gebogen interpretiert und deswegen heißen die Erdäpfel dort Bangore. Okay, aber das sieht man relativ schön. Irgendwo, sie haben zentrale induarische Innovationen mitgemacht, sie haben nordwestinduarische Innovationen mitgemacht, sie dürften irgendwo, aber die sprachlichen Veränderungen gehen nicht von heute auf morgen. Das sind keine Daten wie 333 bei Isos Keilerei oder 666 Kadisha war Hex. Das kennen Sie nicht, oder? Nicht? Schlacht bei Gadishia, wo Hamid ibn al-Walid die Sassaniden vernichtet geschlagen hat. Und Kadisha war in Mohammeds erste Frau. Also was ich jetzt gemacht habe, ist wieder erfattbar wert. Aber so habe ich mir das gemerkt. Also das heißt, man kann, das sind große Zeiträume, bis Sie solche sprachlichen Veränderungen durchsetzen. Dann gibt es immer Innovationszentren, dann gibt es konkurrierende Formen, dass dieses Wanku und Wingu nebeneinander ist oder das langsam geht. Und bis Sie so etwas durchsetzen, kann es Jahrhunderte dauern. Französische, der N-Ausfall im Französischen von Bien zu Bien und so weiter, dass das mit alle passiert ist, hat 500 Jahre gedauert. Und das sind bis heute nicht alle. Das ist nachher heute nicht alle passiert. Also kann man sagen, bevor das passiert ist, ist das passiert. Es heißt, das dürfte alles im ersten Jahrtausend passiert sein. Ob die manche sagen, es hat schon 400 vor Christus, das sind schon die ersten nach Westen gezogen. Und dann gibt es manche, die sagen, erst wieder, wie hat er schon wieder geheißen, der Machmut von Rasna, eigentlich die Rasnaviden, die ja irgendwo Kriegssklaven, da Passiden waren, die dann selbstständig gemacht haben und manche sind Richtung Westen gegangen, das waren die Seljuken und manche sind Richtung Osten gegangen, um die Rasnaviden dazugehört und Mahmud hat dann Nordindien erobert und durch diese Eroberung sind so viele Roma-Soldaten plötzlich ohne Job gewesen und sind nach Westen gegangen. Es gibt solche Legenden. Das heißt, im Endeffekt wissen wir nichts. Außer solche Dinge, wie ich erzählt habe von Bachram Gour und solche Lautbeziehungen, wo wir sagen, okay, da haben sie Innovationen mitgemacht, da haben sie Konservativismus, da müssen sie früher abgehauen sein, bevor das passiert ist. Aber das geht über Zeiträume und nicht über Zeitpunkte. Es ist aber so, da ist jetzt das, wo dann der Apple das Apple-Programm im Windows-Programm irgendwelche Socken einbaut, die nicht hingehen, das LSEP da. Man kann aber das Lexikon wirklich als Migrationsrouten hernehmen bei der Roma. Und über das Lexikon hat man die Migration erst nachzeichnen können. Wir haben sowas wie ein voreuropäisches Vokabular und europäisches Vokabular. Dieses Voreuropäische sind, wenn man aus allen Romen Dialekten, also als Ansprache, sagen wir mal so, aus allen Dialekten alle außerholt, kommt man auf ein bisschen mehr als 1000 bis 1100. Davon sind ca. 700 in Indoorisch, also INC da. Es sind vielleicht 50, 60 Iranisch. Es sind vielleicht genauso viel armenisch und es sind 250 oder vielleicht um die 250 oder mehr aus dem byzantinisch-griechischen. Das heißt, wenn man weiß, dass solche Leute, die eigentlich mit den anderen Dienstleistungen bieten und deswegen von ihnen leben und deswegen auch die Sprache ihrer Kunden sprechen müssen. Und diese Zweisprachigkeit dann dazu führt, dass die Sprachen durchlässig werden, weil der Mensch ist nicht zweisprachig. Der Mensch hat ein Sprachvermögen und innerhalb dieses Sprachvermögens hat er Vokabular, das er situativ verwendet. Wenn ich daheim bin, dann nehme ich das Vokabular, wenn ich handel auf der Straße, dann muss ich das verwenden. Wenn ich meinen Freund aus Amerika treffe, dann muss ich das Vokabular verwenden. Das heißt, es ist eigentlich immer ein System mit situationsspezifischen Lexika, wenn man das so schön nennt. Und da geht es manchmal durcheinander. Es fällt ein Wort in dem und nimmt es aus dem anderen. Und dann bleibt es drinnen. Oder es kommt eine neue Technologie dazu, man braucht ein neues Wort dafür und schon hat man einen Computer. Und dann kommt die Akademie, Frau Seyser, und sagt, nein, das heißt Ordinateur. Bei uns heißt es ja auch Rechner. Wir haben ja auch ein deutsches Wort dafür, aber das interessiert niemanden. Und mit dem kann man das nachvollziehen. Also Kamm, wir haben das Erste, das Voreuropäische, das sind die sogenannten, der Erbwortschatz, aus dem Indoorischen, wie Gama, dann Wörter aus dem Iranischen, da gehört auch die Kirchen dazu und der Turm, Kangari, Kangari, wie die Burgenländer wieder sagen. Dann haben wir aus dem Armenischen sowas wie Koni, aus dem Armenischen kommt auch das Wort für Pferd, Grast oder Gras. Dann haben wir viele griechische Wörter, Pferd, Grast oder Gras, dann haben wir viele griechische Wörter, Tromos, der Weg wird zu Trom und Sumi, die Suppe und Foro, der Markt, die Stadt, Foros und so weiter und so fort. Und dann hat man auch sowas wie, und das dürfte sein, dass sie, wie sie am Balkan gekommen sind, dass sie einen gemeinsamen südslawischen Wortschatz haben. Das ist so die erste europäische Geschichte, wie das Bracho. Und dann ist es spezifisch. Die Calderaschen haben viel aus Rumänien, weil sie lang in wallachischer Leibeigenschaft waren. Die Burgenländer und auch die Lovara haben viel aus dem Ungarischen, weil sie ja im ungarischen Großraum gelebt haben. Und die Sinti haben viel aus dem Deutschen. Bei der Sinti ist es so, ich kann es dann nachher machen, wenn ich euch das Wort für denkend sage. Also das heißt, das Lexikon kann ich dann nachher machen, wenn ich euch das Wort für Denken zeige. Also das heißt, das Lexikon kann man durchaus als Migrationsroute sehen. Das heißt aber jetzt nicht, wir wissen, warum die da durch sind. Wir wissen bei gewissen Dingen, wie sie haben für Land und für Gebiet, sagen die Roma, Tem, das ist auch die Welt. Und wir wissen, das ist das griechische Thema. Und wir wissen ganz genau, dass zu der Zeit, wie die Roma alle anderen Wörter aufgenommen haben, es im byzantinischen Griechischen schon einen Lautwechsel gegeben hat von diesem The-Thema zu Sema. Also wenn sie es aus dem Griechischen hätten, müsste es Sema sein. Es ist aber trotzdem Tem, Thema. Aber da wissen wir, dass die Armenier aus dem Griechischen das Wort Tem entlehnt haben. Und das heißt nämlich Bischofssitz, so wie die ÖZE. Das heißt, sie haben ein griechisches Wort schon aus dem Armenischen übernommen. Und das geht Kraut und Ruhm. Ich meine, ich habe bei den Burgenländern, die Burgenländer haben ein Wort für König, das heißt Kirali. Die Geschichte ist vielleicht bekannt. Das ist nichts anderes als Kordel der Großearn sind dahergekommen und gesagt, wir wollen auch so was haben, so ein Krall. Aber die Ungarn bringen kein Krr am Anfang aus. Es ist ein Kiralli geworden. Und dann haben die Burgenland-Rommer das übernommen und haben es heute als Kiralli, weil sie die Lautveränderung, und da wissen wir auch, wann das ungefähr passiert sein kann, heute heißt König auf Ungarisch nämlich Kiraj, der Fußball-Tormund, hat Katschkiraj geheißen. Das heißt, was ist das jetzt? Ist das jetzt eine Entlehnung aus dem Deutschen, im Burgenland-Romani? Nein, das ist eine Entlehnung aus dem Ungarischen. Also so rotieren Wörter durch Kulturen und Sprachen und im Endeffekt haben wir dann unterschiedliche Formen, die alle eine gleiche Wurzel haben, nämlich ein Kordel aus Aachen. Okay, tun wir weiter. Dieser voreuropäische Basiswortschatz, den sieht man eh so nicht schön in der Domäne Zeit, nur Indisch und Griechisch wieder. Das sieht man an den Kardinalzollen. Kardinalzollen sind etwas sehr Stabiles in der Sprache. Da kommen wenige Entlehnungen rein. Aber wie man das sieht, da sind fünf griechische Entlehnungen drin. Sagen wir vier. Efter, Ochter, Enya und Triander. Es gibt Romani-Varianten, die haben sogar Penta für 50. Es gibt aber auch Romani-Varianten, da gehört das Burgenland-Romani dazu, die sagen zu 50 Eppaschell, halb 100. Und die sagen zu 40 nicht Saranda, sondern die sagen Tuivarbisch, zweimal 20. Aber man sieht, wenn jetzt eine andere Sprache so tief in die lexikalische Struktur reingeht, dass man den Basiswortschatz Entlehnungen drinnen hat, dann muss das ein irrsinnig intensiver Kontakt gewesen sein. Und der Kontakt wird uns weiterhin beschäftigen. Es ist auch relativ schön, da steht schon wieder LSEP dabei, na gut. Der Voreuropäische Basiswirtschaft und die Domäne Verwandtschaft. Verwandtschaft ist auch was sehr, sehr Basis fürs menschliche Leben. Shavuot, Pral, Tat, Chai, Pen und Tai, also die engste Verwandtschaft, das ist Indoorisch. Die indirekte Verwandtschaft, die wichtig ist, wenn man Alter in einer Gesellschaft respektiert und in einer Großfamilie lebt, wo die Kinder, man nimmt zwischen Enkel, Enkelin, Sohn, Tochter, Neffe, nicht die unterschieden werden, sondern wo es Kinder und männlich und weiblich, Tochter, Neffe, nicht die unterschieden werden, sondern es sind alles Kinder und männlich und weiblich. Aber das Alter, das durchaus differenziert ist, ist dann Onkel und Tante. Das ist iranisch, Kako und Bibi. Und Papus und Mami ist griechisch. Da sieht man eigentlich wieder relativ schön, was Basiswortschatz heißt und dass das, ich meine, da vor europäisch bleibt. Jetzt muss ich ein bisschen quallen mit anderen Dingen. Was ist jetzt indoarisch in der Phonologie? Das Romani hat sogenannte aspirierte, stimmlose Verschlusslaute. Das andere Peraf hat aufgekehrt. Also es gibt einen Unterschied zwischen Peraf und Peraf. Und immer wenn so ein P und ein T und ein K da ist, dann ist das ein altes Wort, das ein indisches Gegenstück hat, wo es aber nicht die Stimmlosen sind, sondern die Stimmhaften. Also Barati wird zu Peraf. Also das ist das Einzige, was man wirklich sagen kann, das ist echt indoarisch. Sonst gibt es sowas immer, so Silbenkürzungen, der Dova, der Löffel wird zum Roi und Duva 2 wird zu Dui und das Gegenstück zu Shavo wäre Shavi, aber da hat der V-Ausfall zuschlagen, dafür ist Schei. Es gibt also, Romani-Varietäten haben unendlich viele Tüftungen, wobei es aber immer den Kernbereich gibt, Ei, Ui, Ei, und der Rest, also nur das haben alte Wörter, die restlichen Tüftungen sind alles in neuen Entleinungen drinnen. Dass man sieht, dass eigentlich auch wenn es ein behauchtes Tschö gibt, dann muss man nur richtig Matschhaufen sagen, dann hat man es. Also ich habe irgendwie einmal versucht, meinen Studenten zu zeigen, eigentlich nichts dahinter, schaut es einmal. Und der Unterschied zwischen Rose und Rien, das ist eigentlich nichts anderes als dieses L vom Lom, was dann zum Rom wird und deswegen schreiben viele Roma mit zwei R. Das wäre so ein R mit Hatschek. Sonst gibt es eigentlich keine Besonderheiten. Betonung gibt es wieder etwas Besonderes. Es gibt eine konservative Art der Betonung, die haben wir im Calderasch-Romani. Alles, was voreuropäisch ist, wird auf der Endsylbe betont. Und alles, was europäisch ist, wird auf der Penultima, wie wir es nennen, die vorletzte, ist bei den zwei Syblen immer die erste betont. Also es heißt Mascaral, Schukar, Caló, Vurdon, Keras, aber Praho und Lungo. Also da ist wieder dieses Alt-Neu drinnen. Voreuropäisch, europäisch. Und wenn man da weitergeht zum Namen, dann hat man wieder sowas. Also das Romani hat an sich acht Kasus, oder wie so meine Studenten immer so Kasusen, weil ein Plural muss mehr haben. Oder? Und es ist eines passiert, wie diese Travida, wo ich vorher gesagt habe, das dürften die heutigen Talit sein, mit den Aryan zusammengelebt haben, haben die Dravida-Völker angefangen, Induarisch zu lernen, die Sprache der Dominanten. Und die haben das Induarische auf ihrer Dravida-Basis gelernt. Deswegen haben die Induarischen Sprachen heute diese, der Airport of Hyderabad, das ist einer die effektivsten Airports in der Welt. Und dafür waren auch die Cyberabads, die Second City of Hyderabad und so weiter. Deswegen haben alle Indu, das ist ein reales Phänomen. Aber gleichzeitig ist eines passiert, dass die Travila-Sprachen ein anderes Kasussystem haben. Nicht dieses Achter-System, wie das Indoeuropäische, was man im Litauischen findet zum Beispiel, die Hasniole, Paranauskasse und was weiß ich, so viele Endungen, weil sie acht Kasussen haben. Es ist dann zusammengebrochen und dieses alte indo-arische Kasussystem ist in der Upper Branche, das heißt im Niedergang, verschwunden, weil so viele andere das geredet haben und auf ihre Art und Weise geredet haben. Und die haben sowas wie einen Graden und einen Bogen an. Rektus und Oblikus. Und weil man den Bogen an, dann muss man auch differenzieren, weil wer gibt wem was und warum, wieso und womit. gibt wem was und warum, wieso und womit. Es gibt es heute im Hindenau, also ein Rektus, ein Obliquus, und dieser Obliquus wird differenziert, nicht durch Endungen, sondern durch Postpositionen. Da wird hinten, so wie eine Präposition, da hinten was noch dazu gestellt, damit das, was das Wort davor differenziert wird. Die sind beim Romanischer wieder zu Endungen geworden, aber das heißt, sie haben zwei Endungen. Sie haben drei primäre Kasus und sie haben eins, zwei, drei, vier, fünf sekundäre Kasus und die kriegen noch eine zusätzliche Änderung. Und das ist typisch indoarisch. Also das ist eigentlich im System, und wir sind jetzt in der Morphologie, im System, das ist der konservativste und der stabilste Teil. Viele dieser Dinge verschwinden. Ein Burgenlandraum wird nicht mehr sagen, ein Petsch ist für in Wien. Ja, Petsch ist Wien und der Endung ist und dann das T, da haben wir es schon wieder. Der wird nicht Petschiste sagen, der wird sagen, Andi Petschi in Wien. Der wird das so machen wie im Deutschen. Also alles, was durch die primäre Kontaktsprache nicht hundertprozentig gestützt ist, tendiert auch dazu abzubauen. Wie gesagt, weil wir eine gemeinsame Grammatik haben mit situationsspezifischen Wörtern. Der Vokativ verschwindet relativ schnell, weil ein Vokativ, ob ich jetzt K. oder K. oder so, ist ja egal. Der K. weiß, dass er gemeint ist. Und wenn man das nicht hat, synthetisch, dann hat man es halt nicht. Aber um euch zu zeigen, wie homogen das noch ist, das findet man in den verschiedensten Romani-Varianten. Es ist genau die Struktur noch drinnen. Das soll man sich jetzt gar nicht genauer anschauen, weil da ist schon wieder der LSEP drinnen. Und das Gleiche haben wir wieder. Wir haben sowas wie voreuropäische Substantive, also Hauptwortklassen und europäische. Die sind unterschiedlich. Während der Obligus, also dieser gebogene in den voreuropäischen geht bei den männlichen immer auf S aus. In den europäischen wird der Auslaut vom Nominativ gehalten. Also die haben dann Os, Us, Is. Wenn die als Femininum im Singular I und A hat, im Voreuropäischen hat es im Europäischen A und I. Das heißt, es ist wirklich wieder diese Differenzierung drinnen. Was würde ich denn da sagen? Wie die Nominalfrase ausschaut und Direktionen, also so weiter. Olajoraclo oder Olajoraclo, damit ich das Burgenländisch sage ab und zu. Da sieht man Direktion drinnen. Ich habe das alles bunt gemacht, aber das Besondere ist die Genitiv-Nominal-Phrase, wobei man aufpassen muss, das Genitiv ist wie ein Adjektiv. Der Genitiv funktioniert wie ein Adjektiv. Das ist kein Possessiv hier bei uns. Also keine Besitzanzeige. Wenn ich jetzt sage, das Wagenrad, dann ist das Rad roter. Und wenn ich jetzt... Und das Rad, was zum Wagen kehrt, das ist das, mit was den Genitiv kriegt. Das ist aber Adjektiv, Wurdon ist der Wagen, weil es ein Maskulinum ist, kriegt es ES, weil es ein Genitiv ist, kriegt es Ker, und weil Roter ein Femininum ist, kriegt es ein I. Aber der Artikel richtet sich nach einem Genitiv mit einem Obligus. Also das ist durchaus nicht unkompliziert, solche Sachen. Wer ein bisschen Arabisch kann, das ist ungefähr so etwas wie die arabische Genitiv-Verbindung, wo Arabisch-Studenten auch regelmäßig aussteigen. Ich kann es bis heute nicht Alhamdulillah. Weiter ist, es gibt so etwas bei den Nominern, kann es bis heute nicht Alhamdulillah. Kann ich dann nur sagen. Okay. Weiters ist, es gibt so etwas bei den Nominativen, viele haben früher gesagt, Belebte haben einen Obligwus im Akkusativ und Unbelebte haben einen Nominativ im Akkusativ. Das stimmt nicht ganz, weil das hat etwas mit Diskursprominenz zu tun. Was wichtig ist, der Mann tritt den Hund, also der Mann tritt den Stein. Da brauche ich den Stein nicht mit irgendwie unterscheiden. Der Mann tritt den Stein. Da brauche ich den Star nicht mit irgendwie unterscheiden. Der Mann tritt den Stein. Es ist wurscht. Man weiß, wer wen tritt. Also brauche ich den, der ist nicht diskursprominent, weil der wird immer treten, wenn man vorbeigeht. Aber der Mann tritt die Frau. Es kann ja auch umgekehrt sein mittlerweile, die Frau tritt den Mann. Da muss ich genau differenzieren, wer jetzt treten wird und wer tritt. Das heißt, ich sehe Menschen, die kauf Manuschen, ich sehe ein Feuer, die kauf Jagd. Das Manuschen ist ein Akkusativ und das Jagd ist ein Nominativ. Obwohl es beides ein Objekt ist. Da haben sie dann gesagt früher, belebtes kriegt den Obligus im Akkusativ und unbelebtes den Nominativ. Wenn man sich jetzt aber anschaut, wie alle indo-arische Sprachen und viele Sprachen Indiens, alle Travida-Sprachen und die Munda-Sprachen oder das Romani kein Wort für haben. Haben wird so ausgedrückt, das ist eine Possessivkonstruktion, la raklia si shukarbal. Das heißt jetzt, den Mädchen ist schönes Haar. Das Mädchen hat schöne Haare. Und la raclia, so ein Strichel heißt immer so ein bisschen palatalisiert, so ein bisschen eine, weil das ist das I von vorher. Weil das ist das I von vorher. Das heißt, das ist jetzt markiert mit einem Akkusativ. Passt alles hin. Bloß belebt, Mädchen sind immer belebt. Aber Krüge sind nicht belebt. Und die kriegen aber das A. Koren si jeg testo. Krügen ist ein Griff. Und da sieht man, das ist Diskursprominenz. Weil der, der besitzt, ist Diskursprominent. Das sind so Dinge, wo man sieht, wenn man die Sprache nicht lernt, ich habe mit solchen Sachen immer Schwierigkeiten, bis heute. Wenn man die Sprache analysieren kann, ist es recht gut und erklären auch, aber tun ist etwas anderes. Okay, wenn man ganz böse Sachen in indoeuropäischen Sprachen, sind immer die Pronomen. Wenn wir uns das anschauen, dann weiß man wohl warum. Also, und das Pronomen, das am meisten verwendet wird, das die höchste Frequenz in unserem Wortschatz hat, wenn es findet, nehmen, okennen, dann wissen Sie das, was die Möbel machen, meins, meins, meins, meins, meins, das ist das positive Pronomen, schauen Sie sich die Varianz an. Das mit der höchsten Frequenz haben wir die höchste Varianz. mit der höchsten Frequenz haben wir immer die höchste Varianz. Und da wird alles, also es gibt Subletivformen, wie man das nennt, dass das Personalpronomen im Nominativ eine andere Form hat als im Obligus und so weiter. Das ist typisch für indoeuropäische Sprachen. Aber andere Sprachen haben halt dafür andere Hunde, wie man so schön sagen kann. Nur ein kurzer Einblick, es gibt da sowas wie Demonstrativpronomen, die ganz anders sind als unsere. Die haben zwar dieses Nein und nicht Nein, dass dieser, dieser da und jener dort. Aber die können auch sagen dieser bestimmte und jener bestimmte. Das heißt, es funktioniert da. Und da sieht man relativ schön, was da passiert ist. Bis in die griechische Zeit hat das Romanik ein Artikel gehabt, den braucht man nicht. Also weil man sagen kann, was ist bestimmt, kann man auch mit anderen Dingen sagen. Mit Demonstrativpronomen, durch die Stellung und so weiter und so fort. Ein bestimmter Artikel kommt ins Romani erst durch das Griechische. Und da ist dann plötzlich der Artikel und die dritte Person, und ob ich jetzt sage, er, der oder jener, dieser, da sieht man, es gehört alles zusammen. Und das zeigt sich da relativ schön, wie sich das voneinander ableitet. Schauen wir uns noch das ganz Böse an, weil noch schlimmer als Pronomen in der indoeuropäischen Sprache sind die Verber. Und da haben wir schon wieder das Voreuropäische und Europäische. Voreuropäische Verber haben einen Stamm und dann kommt drauf El, Kerel, er, sie, macht. Der Kaldarash sagt, wenn er denkt, dann nimmt er das Wort Gindisarell. Das heißt, Gind ist der Stamm, dann kommt der sogenannte Marker dazu, das Isar, und dann kommt der El dazu. Wenn der Kalderasch schnell redet, sagt er Gindil. Das heißt, da gibt es durchaus andere Sachen. Und bei den Pukutschi, das sind sowas wie Kovatschki, das sind Boramacher, Arschmiede, die sagen, die haben das Is. Die Burgenland-Romen haben das In, genauso wie die Seppetschides. Und das Schräge daran ist, das sind im Endeffekt, diese Isar, Is und In, sind im Endeffekt griechische Aurist-Zufixe. Das heißt, in der Zeit, und wenn man sich anschaut, wie kleinasiatische griechische Varietäten, so in Kappadokien und das dann und das Pontische, das ist oben am Schwarzen Meer da zwischen Hupa und Samson und so weiter, wie die Wörter aus dem Türkischen integrieren, nämlich genau so. Das heißt, dadurch in der Zeit, wo sie Griechisch und Romanik gesprochen haben und das Griechische so einen starken Einfluss gehabt haben, haben sie die griechische Integrationsmache, wie die Griechen jetzt türkische Wörter integrieren, haben sie übernommen, dass sie andere europäische Wörter integrieren. Aber griechische Wörter haben sie nicht so integriert, die gehören zum Voreuropäischen. Weil das war ja noch klein Asien. Also da sieht man wieder, was so eine kulturelle Symbiose eigentlich ausmacht und wie sie die sprachlich abbildet. Das geht bis in eine Struktur rein, die an sich sehr, sehr stabil ist in einer Sprache. So ist es mit dem TMA-System gefallen. Das heißt Tempus Modus Aspekt. Wir glauben eigentlich immer, eine Sprache hat in der Konjugation nur Gegenwart, Vergangenheit, Zukunft. Da gibt es nur eine Mitvergangenheit. Im Endeffekt gibt es immer drei Sichtweisen von einem Zustand oder von einer Werbung. Also von einem Zustand oder von einer Tätigkeit. Es gibt drei Sichtweisen. Das eine ist der Aspekt, das heißt, wie sehe ich das? das ist nämlich dieses plus minus perfektiv ist fangt dekrat an das nennt man dann inkurativ und so weiter und so fort oder ist es jetzt ist es jetzt der aussage über wahrscheinliche welt oder über echte welt willi haben dass du stirbst oder war sie dass du stirbst ja das ist reale Welt und Wölle ist eine mögliche Welt. Das nennt man dann Modus. Und Tempus ist dann das Nächste. Ist das zeitlich nah, bei Minusferien, oder ist das zeitlich fern? Und beim Futur ist das sowieso etwas Eigenartiges. Weil beim Futur ist ein Tempus oder ein Modus. Entweder ich weiß, dass morgen die Sonnene auf, morgen wird die Sonne aufgehen, da ist es ein Tempus. Aber ich will morgen 10.000 Euro, das ist kein Tempus, das ist Chaos, kein Aussagen über reale Welt. Das ist ein Wunsch. Und das kodiert das Romani relativ schön. Das gibt den Stamm und den Präsentstamm und da gibt es eigene Suffixe für diesen Präsentstamm. Und wenn das eine Handlung ist, die ist dann das in der Vergangenheit, aber noch nicht abgeschlossen, dann ist es auch noch präsentisch in der Vergangenheit, dann kriegt es auch dieses As, das ist bei den Burgenländern dann Ahi. Und der Perfektivstamm, da gibt es ganz andere Suffixe und dann gibt es auch so etwas wie einen Perfektivmarker, einen eigenen Stamm, das ist das Hallorange. Das habe ich nur dazu gemacht, weil es mir so gefallen hat. Ich habe eine bunte Folie gebraucht, um euch ein bisschen damit zu ärgern. Es ist aber, es zeigt eigentlich, dass, wir drucken das ja genauso aus. Ich meine zum Beispiel, wie ich gestern auf der Straße gegangen bin, habe ich deine Frau gesehen. Das eine, das Gehen wäre dann in dem Fall, ich gegangen bin, wäre Jarwas. Weil das ist das, wo ich den Hintergrund aufmache und die Handlung des Gehens ist für meine Aussage irrelevant. Aber der Zeitpunkt des Sehens ist abgeschlossen und deswegen sage ich da die klammer also die klang ja ok also das heißt dinge die wir genauso machen sind nur anders kodiert man kann zum beispiel wie andere werber machen barro heißt groß und Parar heißt dann groß machen, also aufziehen. Und Atsch heißt bleiben und Atschav, also Atschav heißt ich bleibe und Atschavav heißt ich halte auf. Ich mache die bleiben. Das Ganze, also das ist die Transitive. Das ist alles Faktitiv und Kausativ, also das ist reale Welt. Es gibt es aber dann auf der Intransitiv auch. Also das heißt, da brauche ich kein Objekt dazu. Wenn ich sage, Parowell, auf Parowell, er ist groß geworden. Und wenn ich sage, Ratjov, dann heißt es, es wird Nacht, es dämmert. Und wenn ich was mache, also wie sagen Sie, wenn Sie was kochen, ich mache jetzt eine Suppe. Eine Suppe, die wird gemacht, dadurch wird es gekocht. Deswegen heißt es Kerdiov, Kär ist eigentlich machen, kochen. Es ist logisch, wenn man es so sieht. Und das sind so eine Art von Derivationen. Modus haben sie keine Synthetischen mehr. Am Balkan ist eines passiert, die Balkansprachen haben alle kein Futur, wo man hinten was anhängt, sondern nehmen das Präsens und stellen was vorn hin. Das haben auch die Romani-Sprachen, alle Romani-Varietäten am Balkan haben ein analytisches Futur. Kakerav, das ist eigentlich ein Kurzvorn vom Kamav, und Kamav heißt lieben wollen, da haben wir das wieder drinnen. Wollen ist dann Kamav Tijal, oder manche sagen Mangav, das heißt dann aber eher fordern. Vermögen ist Schei, Dorfe tanzen, wir dürfen tanzen, man darf nicht, heißt Nashti Gladys, du darfst nicht fahren. Wir können tanzen, heißt Janasti Kelel,, heißt, du darfst nicht fahren. Wir können tanzen, heißt, das heißt, ich weiß zu tanzen. So heißt es. Also Romani hat kein Infinitiv. Deswegen, die einzigen Roma, die ein Infinitiv haben, sind die in der Tolenska in Slowenien. Die heißen bei uns auch die Infinitivler. Die haben einen Kontakt, die Infinitivler, die Slawischen. Und genauso Zwang ist der Dschaf, ich muss gehen und ich soll reden, heißt dann und solche Sachen. Also das heißt, das wird analytisch gebildet, passiv, ähnlich geht es synthetisch, analytisch und reflexiv. Reflexiv wie passiv heißt, er sich beobachtet. Das heißt, er wird beobachtet. Das haben wir in anderen. Ein ziemlicher Hund in allen europäischen Sprachen ist das Existenzverb sein, also was als Copula verwendet wird. Die Partikel, ein Adverb macht man, indem man ein S anhängt, da wieder das S wegfällt. Das ist auch etwas ganz Lustiges. Das, was wir bei den Demonstrativpronomen haben, das sind die Personaldiaktiker, die haben wir auch bei den Lokaldiaktikern, diese Vierergeschicht. Wir haben so etwas wie Lokaladverbien, also Vorn und Vonvorn, das sind Lokative und Applative, die eigentlich alte indische Endungen haben. Also das ist was ganz archaisch-indoarisches, Temporaladverben, Sanato, Partikel. Wir können nicht bei den Partikeln, wir haben unterschiedliche Orten von Negationen. Ist es real oder ist es irreal? Ist es eine reale Welt oder eine irreale Welt? Nein oder nein? Ein Befehl ist ja auch etwas Irreales. Wenn ich sage, mach es nicht, dann heißt das nicht, dass du es nicht machst. Das sind irreale Wörter. In dem Moment, wo ein anderes reinkommt, bricht das System wieder. Damit wir die Farbadjektive auch haben, die koordinierenden Konjunktionen Carlo Taiparno und Carlo Vailolo. Kalo-Tai-Parno und Kalo-Vai-Lolo. Das heißt, das Romani hat eigentlich nur drei Farbadjektive, die aus dem Indischen sind. Parno-Kalo, Schwarz-Weiß und Lolo-Rot. Das heißt, Tag, Nacht und das Blut. Das sind die drei Systeme. Alles andere ist entlehnt. Für Grün sagen sie meistens Seleno, das ist Slavisch, für Blau sagen sie Blavati oder Modro, für Gelb sagen sie Tschuto oder Galbeno und ähnliches Zeug. Was bei den Subordinierenden ist, das ist genau das wieder, diese Unterscheidung wieder, was ist wahre Welt und was ist mögliche Welt. Ich weiß, dass du glücklich wirst, du hast das Canaf, ich weiß, dass kein Westpachterl und ich will, dass du glücklich wirst, was ja die mögliche Welt ist, da besteht eine andere Konjunktion. Halt, jetzt habe ich falsch gedrückt, muss ich da nochmal, geh weg. Was auch ist, was typisch europäisch ist, ist die Wortstellung. Es gibt sowas wie die, wenn der Inder sagt, also der von den 8 Millionen Hindi-Sprecher, ich sah ein Mädchen, dann sagt der Maini Larkideki. Der sagt, ich Mädchen sah. Das Romani hat das früher auch gehabt, aber durch den Kontakt mit den griechischen oder mit europäischen Sprachen ist eigentlich die syntaktische Typologie hat sich komplett verändert. Da ist das Romani komplett europäisiert. Das ist das Spiel immer, induarische Sprache, die europäisiert wird. Ich komme zum Titel zurück, induarische Sprache Europas europäisiert wird. Ich komme zum Titel zurück. Eine induarische Sprache Europas. Me diklam rakli. Ich bin dann draufgekommen, dass die Burgenländer sagen, me rakli diklam. Und dann waren alle fertig und haben gesagt, meine Kollegen, die haben noch das alte Indische. Dann habe ich mal nachgeschaut und dann bin ich draufgekommen, halt das. Das Ungarische hat eine freie Wortstellung mit der Tendenz, das Zeitwort hinten hinzustellen. Also ist das ein ungarischer Einfluss, der dann das wieder, den griechischen wieder umgedreht hat. Und dadurch sieht man wieder, wie eigentlich Sprach ein Vermögen ist aus verschiedenen Qualen, das dann immer zu dem führt, was man gerade braucht. Schauen wir uns die Dialekte an. Das war der Franz Miklositsch, das war ein Slawist, der lang in Graz und in Wien war, Maribor geboren. Sein Haus ist jetzt endlich ein Plakettentrauf. der Miklositsch, der sich sehr viel mit Slawistik beschäftigt hat, aber der auch in, glaube ich, über 20 Aufsätzen in den Sitzungsberichten der Akademie der Wissenschaften zu Wien über das Romanik geschrieben hat und festgestellt hat, naja, wir können sie eigentlich alle so gruppieren, dass man sagt, das Griechische, das Rumänische, das Ungarische, das Deutsche, das Spanische, das Englische und so weiter und so fort. Und das gibt einen Hinweis darauf, dass vermutlich ab Anfang des 17. Jahrhunderts die Roma über Europa gleichmäßig verteilt wurden. In jedem europäischen Land hat es Roma gegeben und die haben dann durch die, also einerseits durch die Wanderroute nach Europa und dann über den Balkan in alle europäischen Länder, die Dieten daheim, wo sie sich zwar bewegt haben immer oder bewegt worden sind, weil man hat ihnen ja nicht zugestanden, dass sie Grundbesitz haben. Also die sind ja nicht Nomaden, Roma sind keine Nomaden, Roma sind nomadisiert worden. Man hat ihnen nie ganz die Möglichkeit geboten, dass sie einen Lebensunterhalt auf einem Ort verdienen können. Deswegen haben sie müssen herumgehen, Dienstleistungsnomaden. Und das sagt, man sieht man relativ schön an den verschiedenen Dialektgruppen, also man hat die Balkangruppe, wo es sogar so etwas gibt wie iranische Gruppen. Da kann ich mich erinnern, bin irgendwie zu einem Kongress gekommen und habe aus dem Iran so ein Glossar gekriegt von Shirali Teranisade, kam mit weinendem Auge und ich zeichnete seine Wörter auf und so weiter. Das hat ein persischer Freund von mir übersetzt und ich habe damals die Größen der Romane-Linguistik damit konfrontiert. Daraufhin ist einer, der Professor Boretzki, gleich für eine Nacht in seinem Wohnwagen verschwunden, hat das alles studiert, was ich da mitgebracht habe, ist am nächsten Tag rausgekommen und hat gesagt, das ist eine Fälschung. Daraufhin hat mein russischer Lehrer Lev Tscherenkov gesagt, weißt du Norbert, er ist zwar gut, aber so gut ist er nicht, dass er so eine konsistente Fälschung hinkriegt. Das heißt, die haben im Romani griechische Elemente drin, die leben im Iran, so Masanaran oben, im Romani griechische Elemente drin, die leben im Iran, so Masanaran oben, so im Kurdengebiet eigentlich. Die haben byzantinisch-griechische Elemente drin, aber keine islamischen. Und warum sollen nicht auch zurückgegangen sein statt Firi? Das dürften die sein. Und genauso dürften es süditalienische Gruppen sein, die früher hingekommen sind. Und diese SIS-Gruppen, die Pugucci, Trindari und Calacci, die Calacci sind die Verzinner, die Trindari, die sind so Löffelverkaufer, aber die nennt man so, weil die sind immer gekommen, Trin, Trin, Trin, Trin. Die haben einen ganz eigenen Lautwandel drin, ein Tag heißt nämlich Dives. Und wird dann gekürzt auf dies oder auf die aber die song siehst statt dem d deswegen ist es die zis gruppen die flach nördlich südlich und das sieht man wieder für die charis an die den zeug leben das ist ähnlich wie die kurve war die anderen habe ich schon alle erwähnt die die eineklammert sind, das sind ganz eigenartige Varietäten, das geht dann so weit, dass sie sich so angleichen, dass sie eigentlich irgendwann das Romani, wie sie es intern reden, aufgeben und nur mehr die Mehrheitssprache reden, aber die Mehrheitssprache in einer Art und Weise, wie dass sie in der Mehrheitssprache Romani-Wörter drinnen haben so dass solche sätze kann einen englischen satz sagen wann zu prea kairos romani child jord aranici lico das ist englisch ja wanns oprah kairos hast wann sie von italia und pre ist ein indisches Wort, kairos ist griechisch. Aromanyjal, den haben wir gehabt am Anfang, ein Rom, ein Romakerl. Chorat, Choral ist der Stamm für Stellen, aber ed ist die englische Endung. Chorat und Arani Chiliko, a ist der englische unbestimmte Artikel und Rani Chiliko heißt übersetzt Lady Bird. Rani ist die Lady, reist er her und Rani ist die Lady, das ist Raja und Rani und Chiliko ist der Vogel, also Chiriclo. Und Lady Bird ist eine englische Bezeichnung für einen Truthorn. Das ist eine Nennübersetzung. Also das heißt, so weit geht es dann. Oder wie ich mit einem Sinto-Freund am Flogenmarkt gesessen bin und er gesagt hat zu seiner Tochter, geh, Yvonne, hol ihm Professor einen Chai, weil Lovina trinkt der Chuckeliokane. Und nimm Lové mit, weil Chort wird du nichts. Verstanden? Das ist ein deutscher Satz. Ich bringe dem Professor ein Tee, weil Lovina trinkt ja Tschuckelkanne. Lovina ist Bier und Tschuckel ist Hund. Und nimm ein Lové mit, ein Geld mit, weil es dir nichts wird. Es wird dir nichts. Und genau solche Varietäten gibt es heute in Spanien, in das Angloromani, das KandRomani, sowas des Kando-Romani, sowas des Antigen Klammer. Und das ist ja nichts anderes, als wenn wir eigentlich hochdeutsch reden mit dialektalen Einsprängseln, die kein anderer versteht. Das heißt, es ist wieder diese Idee vom Repertoire, dass das die Variete, die deutsche Varietät ist von diesen Leuten, oder die englische Variate, mit der sie sich selber definieren, wir gehören zusammen, ich bin einer von euch, vom Calorati, wie sie das nennen, die Romanicelle, das heißt das schwarze Blut, und damit auch andere ausgrenzen können in gewissen Situationen. Weil am Flohmarkt wird dann wieder ein anderer etwas aufgehalten, was ich ihm zum Kaufen anboten wollte, und er hat an mich geschrien, nein, das um mich her. Kein Geld. Okay, das heißt, ich kaufe es nicht. Aber so, dass der Kunde nicht gehört hat. Das heißt, das sind dann diese Funktionalitäten, auf die das zurückgeht. Muss ich aufhören? Ich kann noch weiterreden. Kommen wir mal zum Soziolinguistischen. Was ist das Romani? Die Sprache reflektiert den Status der Sprecher. Die Roma sind, wie soll ich sagen, soziopolitisch sind sie irrelevant und soziokulturell sind sie total marginalisiert. Und das reflektiert die Sprache. Das heißt, die Sprache ist eigentlich, wie ich schon vorhin die ganze Zeit gesagt habe, ein soziokultureller Reflex. Die kommen aus Indien, nehmen viel mit, sind immer auf die anderen angewiesen, deswegen sprechen sie auch die anderen Sprachen, deswegen wird ihr Kommunikationssystem vielfältig und war im deutschsprachigen Raum die Polizei und die Nazis. Weil die haben durchaus ihre Schwierigkeiten gehabt. Ich meine, ein gewisser Herr Himmler, der ja auch Chef vom anderen Erbe war, von der SS-Forschungsabteilung, hat durchaus seine Probleme gehabt, dass die Arier sind. Und es gibt ein Dokument, wo er gesagt hat, wenn wir dann den Lebensraum im Osten erobert haben und wir haben dort irgendwelche Gebiete, die nicht so fruchtbar sind, werden wir dort reinrassige Zigeuner mit ihren Wegen herumfahren lassen, damit der Deutsche sehen kann, wie der Ari früher gelebt hat. Also, einen arischen Themenpark. Wie ich das das erste Mal gehört habe, ich habe ja auch nur gelacht, aber da sieht man eigentlich, wie wir die Typen im Kopf waren. Es ist ihnen ja darum gegangen, deswegen sind die Sinti bis heute schwer traumatisiert. Die Sinti wollen ja gar nicht haben, dass wir ihre Sprache kennen. Ich kenne in Linz Sinti. Die kommen da nicht her, weil dann wisst ihr, dass sie Sinti sind. Ihr Sprach ist bis... Sie wollen gar nicht haben, dass wir wissen, dass sie eine eigene Sprache haben. Es ist deswegen passiert, weil in den 30er Jahren das Ananerbe hat versucht, die Genealogien der Sinti aufzuzeichnen. Und da gibt es eine Forscherin, die heißt Eva Justin. Die hat für den Chef vom Ananerbe gearbeitet, hat Romanes gesprochen, wie die sind, die ihr Romani nennen. Und hat durch den Kontakt einen eigenen Zigarrennamen gehabt, die hat Lolli Tschei. Also das rote Mädchen, weil es rote Haare gehabt hat. Lolli und Tschei haben wir ja schon ein paar Mal gehört heute. Und aufgrund dieses Wissens hat sich die ganzen Genealogien aufgestellt und diese Genealogien waren die Basis für die Deportation in die KZs. Und das ist bis heute im kollektiven Bewusstsein drinnen und deswegen wollen die Alten sind, die überhaupt nicht haben, dass man weiß, dass sie ihre eigene Sprache haben, dass irgendwer die Sprache kann, die kann es auch nicht. Und war es, dass sie eigene Sprache haben, dass irgendwer die Sprache kann, ich kann es auch nicht. Und obwohl das die Romani-Varietät, das sind die, die bestbeschriebene ist. Es gibt von 1903 von Nikolaus Fink das Lehrbuch der Sprache der deutschen Zigeuner. Aber das geht so tief, diese Marginalisierung. Also auch bei dem Burgenland-Roma ist es so, wenn Sie denken, dass von circa 6.000, die in der 1934er Volkszollung erfasst worden sind, weniger als 500 aus den KZs zurückgekommen sind. weniger als 500 aus den KZs zurückgekommen sind. Die waren auch bereit über die ganzen Zigeuner-Registrierungen der 20er und 30er Jahre. Und deswegen ist ihr Romani ja auch fast verschwunden. Weil da ist es den Nazis gelungen, die kulturtragende Großaltergeneration fast auszurotten. Und darunter leiden sie bis heute. Und der Status, den reflektiert auch die Sprache. Diese Marginalisierung. Wir können, wenn Sie wollen, nachher darüber reden, über die Burgenland-Roma und so weiter. Aber diese Marginalisierung und dieser nicht vorhandene soziopolitische Status, dieser soziokulturelle Ausschluss, die Diskriminierung und so weiter und so fort, führt dazu, dass das Romani bis heute ein primär gesprochene, funktional restringierte, dominierte, staatenlose Diaspora-Sprache ohne monolinguale erwachsene Sprecher ist. Es gibt keinen erwachsenen Rom und keine erwachsene Romni, die nur Romanesk haben. Die können immer auch die Mehrheitssprache dazu. Und das führt auch dazu, wenn man sich anschaut, wie Romani verwendet wird, also Sprachgebrauch. Ich rede jetzt von vitalen Flachvarietäten wie die Calderas, die ein weltweites Netzwerk haben, die ein hohes Selbstbewusstsein haben. Und wenn ich mir anschaue, im privaten Bereich verwenden die primär bis heute Romani. Aber je mehr sie in unsere großen Städte kommen, desto weniger verwenden sie ihre Jungen. Die verstehen es heute in Wien, aber sprechen es nicht. Also wenn die Alten sich auf Romane anreden, dann antworten die auf Deutsch und die mittlere Generation auf Serbisch. Das heißt, im privaten Bereich Mehrheitssprachen und Romane, im alltäglichen Bereich, auf der Straße, im im Supermarkt und so weiter, auch wenn sie untereinander sind, sprechen sie hauptsächlich in Österreich Deutsch, in Serbien Serbisch und Romani. Und im öffentlichen Bereich ist Romani gar nicht da. Weil alles das, was so die Roma-Vertreter, wie mein Freund Emmerich Gärtner-Horwart, wenn er sich hinstellt und sagt Del Tuha, Gott mit dir, ich sage immer, das heißt Del Tumengeinstellt und sagt, Del Duha, Gott mit dir. Ich sage immer, Charlie, das heißt Del Domingue, da sind mehr Leute da, das heißt Gott mit euch. Das sind nur Symbolik, das ist eine reine Symbolik. Oder wenn der burgenländische Bischof eine Messe hält, kann ich mich erinnern, wie ich angefangen habe, das Burgenland-Romani zu kodifizieren, haben sie zu mir gesagt, Rolvox, kannst du nicht die Fürbitten übersetzen? Und ich sage, ich bin ein Gnostiker. Dann haben sie gesagt, mach es aber. Jetzt machen sie das eh schon selber. Aber das heißt, das ist eine reine Symbolik, das hat keine kommunikative Funktion. Und wenn, und das ist das Optimale, was ich euch da jetzt sage, dass das Romani im privaten Bereich das Vorherrschende ist. Und das ist nur bei funktionierenden Großfamilien, die immer stärker aufbrechen und die unter Schmerzen aufbrechen, weil das sind alles patriarchalische Strukturen, das sind eigene Geschichten, um die sich die Soziologen kümmern sollen, aber mich nicht dazu interviewen sollen. Normalerweise hat das, also die internationalen aktiven Roma-Vertreter, die verwenden es in allen Bereichen. Aber das sind wenige. Und da ist diese Romani-Verwendung hauptsächlich eine symbolische. Allgemein schaut das so aus. Wenn überhaupt, dann hat es eine untergeordnete Rolle im privaten Bereich. Ich meine, ich habe Situationen erlebt, dass Romani eigentlich nur mehr eine Sprache ist für besondere Situationen und ganz besondere Funktionen. Zum Beispiel auf einem Begräbnis von, meine Großfamilie trifft, wir treffen immer alle zum Begräbnis. Irgendwann habe ich sie einmal eingeladen, nach St. Corona am Wechsel, wie Corona da vorbei war, sind sie alle gekommen, weil es gut damit soll. Okay, aber sonst nur bei Begräbnissen. Das ist bei den Romanen nicht anders. Und bei so einem Begräbnis habe ich beobachtet, wie sie zwei ältere Frauen, so meines Alters, getroffen haben. Und dann hat die eine zur anderen auf Romani gesagt, bist du nicht der und der? Bist du nicht in den und den sei Tochter oder sowas? Und dann hat sie gesagt, ja, das bin ich. Dann ist die Antwort, auf Romani alles, dann ist die Antwort gekommen, bleibt's noch in Wien. Ein Gen-Begister sogar mit einem schönen Lokativ, habe ich so in den Ohr gekriegt. Und dann war diese Einleitungsphase vorbei und das ganze restliche Gespräch war auf Deutsch. Das heißt, die alte Intimvarietät, die sie als Kinder gesprochen haben, ist verwendet worden, um die Vertrauensbasis wieder aufzubauen. In dem Moment, wo sie da war, hat das Roman in keine Funktion mehr gehabt und es ist alles deutsch weitergegangen. Es erinnert mich an eine Geschichte, die mir eine Kollegin aus British Columbia erzählt hat, die so mit Seelischsprachen forscht, die gesagt hat, sie hat auf Vancouver Island eine alte Frau gehabt, die hat Hokka Minen gesprochen, das ist eine Sälesprache, von der gibt es vielleicht noch drei Sprecher und fünf Linkisten, die es kennen. Und die Frau hat sich irrsinnig gewünscht, dass sie endlich einmal in ihrer Sprache wieder einmal reden kann. Und die Pat hat dann eine andere alte Frau gefunden in Vancouver und die sprach nach Hinenhardt und hat die zwei voneinander erzählt und sie wollten sie unbedingt treffen. Und sie hat dann die eine abgeholt, irgendwie aus der Umgebung von Vancouver, ist mit ihr mit dem Four-Wheel-Drive durch die Pampa gefahren, bis zum Hafen auf ein Boot aufgefahren. Vancouver Island ist riesig, wenn man sich das anschaut. Ist dort stundenlang durch die Pampa gefahren, mit der Motor über Vancouver Island, ist riesig, wenn man die Sachen schaut, ist dort stundenlang durch die Bamba gefahren, mit Motor über Vancouver Island, ist bei der anderen angekommen, hat die beiden einander vorgestellt, sie spricht diese Seelischsprache sehr gut, dann haben die zwei sie kurz gegenseitig ab auch vorgestellt und so die ersten Kontakte und kaum waren sie vertraut, haben sie beide nur Englisch geredet. Und das zeigt eigentlich, was so eine Marginalisierung und so, also was man Sprache als soziokulturelles Reflex, es hat keine kommunikativen Funktionen mehr. Es hat noch ein paar Nischenfunktionen, wie ich zum Beispiel sehe, dass wenn, für die Lovara ist es eine Sprache der Vergangenheit, wo das Romantum noch groß war, aber wenn jetzt ein junger Mann oder eine junge Frau die Großeltern schätzt und ehren will, dann sagen sie ein paar Begrüßungsfloskeln. Dann antwortet der Opa und die Oma und dann geht es weiter auf Deutsch. Also das ist das, was davon übrig geblieben ist. Wenn man sich den soziopolitischen Status vom Romani heute anschaut, es ist in den Medien komplett marginalisiert. Auch wenn es im Burgenland Romani-Sendungen, Romaness-Sendungen gibt, wenn es im ORF die Kathi Januschka, das ist die Tochter vom Ferry, von den berühmt bekannten Komponisten, die ganzen Sendungen macht, die Kathi spricht kein Romanis, sie muss das Romanis lernen, wenn sie es dann für ein ORF redet, das sagt ja das schon. Es wird das ganze Skript auf Deutsch gemacht und dann wird es übersetzt und dann wird es gebraucht. Es gibt Zeitungen, Romano Centro kommt jetzt dann bald zur Nummer 100. Die haben jetzt ihren 30-jährigen Geburtstag im Mainau. Es gibt keine Leute, die das Romani lesen, außer die Nicht-Roma. Weil die Roma lesen das auf Deutsch. Und das schönste Beispiel, was Schrift für Roma heißt, ist die Lovarisängerin, die Roja Nicolet Schlager-Tosch, die mir viel Märchen erzählt hat, die ich aufgenommen habe. Und wir haben dann so eine Buchreihe gemacht, wo man zweisprachig die Roma-Märchen und Erzählungen von, das ist eine sechsbändige Geschichte, aus dem Traber-Verlag, alles von Eurisch-Steiergälder, weil die Roma kaufen sich ja keine Bücher, weil es ist ja ihr Sprach, muss man verschenken. Ich habe die Ruscha bei der Präsentation gebeten, bitte kannst du dein Märchen vorlesen? Sie hat mit ihr seine Musik gemacht und gesungen, kannst du dein Märchen vorlesen? Und sie hat gesagt, ja, mache ich gern. Und dann habe ich zu ihr gesagt, Ruscha, lese dein Märchen, bevor sie das vorlesen. Schau das an. Sagt sie zu mir drauf, warum soll ich mir das anschauen, das ist mein Märchen. Und dann sitzt sie auf der Bühne und lest ihr Märchen vor und fängt plötzlich zum Lachen an und sagt, so schreibt sie das, das habe ich nicht gewusst, mitten in der Lesung. Und das zeigt ganz genau, dass Schriftlichkeit für die Sprache keinerlei Bedeutung hat. Und auch so, die Burmian-Roman, also volle Roma, wenn sie diese zweisprachigen Zeitungen kriegen, lesen sie auf Deutsch und dann schauen sie, auch so sagt man das, schreibt man das auf Romanes, und so sagt man das, wenn man es schreibt. Also in der Bildung komplett marginalisiert. Das, was in Österreich Romani-Unterricht genannt wird an den Schulen, dieser muttersprachliche Unterricht, heißt, dass da eine Assistentin dabei ist, die Romani kann und mit den Kindern, wenn es sein muss, im Unterricht Romani redet und mit den Eltern den Kontakt hält, damit die Kinder besser Deutsch lernen. Der Romani-Unterricht im Burgenland geht in die Richtung, dass die Kinder, die dort hinkommen, überhaupt keine Ahnung von der Sprache haben, die lernen irgendwas wie eine Fremdsprache und das sehr, sehr ungenügend. Auf den Universitäten, wir bieten immer wieder in Graz am Sprachzentrum Romani-Kurse an, fünf, sechs Leute. Die BH Burgenland sollte eigentlich Romani-Lehrer ausbilden und es gibt ein ganzes Curriculum, aber sie bringen nie die Zahl von fünf Leuten zusammen, die das Studium machen wollen. Ich bin nicht wirklich froh, weil wir haben weniger Arbeit. Aber trotzdem, es zeigt, es ist auch irrelevant im öffentlichen Leben, außer diese symbolische Verwendung. Und in der Verwaltung ist es komplett ignoriert. Braucht ja kein Mensch. Und das zeigt auch, für mich ist das kein Problem. Sprachen haben Funktionen, kommunikative Funktionen und genauso wie unser Dialekt eigentlich früher den Konnex innerhalb des Dorfs und mit den Leuten gegeben hat und in dem Moment, wo wir uns sozial verändert haben und diese Verbindungen aufbrochen sind, waren auch unsere Dialekte nicht notwendig mehr. Und sie sind etwas zu Symbolen geworden. Ich kann meinen Herkunftsdialekt faken. Ich bin ein Hirn. Mein Großvater hat zu mir gesagt, jetzt schau dir an, das Schwein. Jetzt geht das Schwein selber auf den Wein und nicht in die Kirche. Haben Sie das verstanden? Das ist dieser südburgenländische Dialekt, mein Großtante war in Ungarn, also das Schwein war ich und ich bin später nicht in die Kirchen gegangen, sondern ins Gasthaus, das eine ungarische Entlehnung ist, ätteren und so weiter. Das heißt, und das ist beim Romani auch so, das heißt, wenn die Verwendungskontexte wegfallen, dann geht auch die Sprachverwendung zurück und die kommunikativen Funktionen verschwinden und sie bleiben als Symbole über. passiert auch da. Deswegen bin ich kein Sprachbewahrer und kein Sprachbeschützer. Für mich sind das ganz normale Prozesse. Andererseits aber, wenn man in Österreich hergeht und sagt, wir haben sechs Volksgruppensprachen, also wir haben acht anerkannte Sprachen, Deutsch, österreichische Gebärdensprache und die sechs Volksgruppensprachen, und wenn man auf europäischer Ebene Verträge abschließt, dass man diese Sprachen schützt, dann muss man auch bereit sein, den Leuten die Möglichkeit zu geben, diese Sprachen zu verwenden. Ich sage nicht, dass der Staat dafür verantwortlich ist, dass er den Raum an die Sprache erhält. Das habe ich bei den Burgenland-Romanen nicht gemacht, nachdem ich ihren Dialekt qualifiziert habe und ein Wörterbuch und ein Schriftsystem und Bücher und Zeitung und Fernsehen und Radio und alles geholfen habe zu machen. Man muss nur Rahmenbedingungen schaffen, dass die Leute über ihre Sprachverwendung frei entscheiden können. Und man muss den Leuten die Möglichkeit geben, in Kontexten, wo ihnen ihr Sprach wichtig ist, die auch zu verwenden. Und man muss ihnen die Möglichkeit geben, wenn sie die Sprache nicht mehr lernen und das ein Teil unserer österreichischen Vielfalt ist, dass sie diejenigen, die es interessiert, ob sie jetzt ethnisch dazukommen oder nicht damit beschäftigen können. Und das macht in Europa keinen Start, obwohl wir alle irgendwelche Gesetze haben, wie die European Charter for Regional Minority Languages, ich habe zwölf Jahre dort im Expertenkomitee gearbeitet. Es wird eigentlich nur der ganze Symbolismus gepflegt, aber die aktive, freie Entscheidung des Individuums über seine Sprachverwendung wird nirgends garantiert. Und für die Romerscher gar nicht. Weil, wie gesagt, marginalisiert, marginalisiert, irrelevant und ignoriert. Danke. Vielen Dank. einen tiefen Einblick in das gekriegt haben, was Pluri- und Multilingualität bedeutet, was Sprachkontakt heißt, was Migration bedeutet, was solche Systeme betrifft und natürlich auch der soziolinguistische Aspekt, der ist eigentlich der wichtigste bei mir. Ich weiß nicht, wenn es Fragen gibt von Ihrer Seite, dann sind wir sicher noch bereit für ein paar Minuten. Ich habe angeborene Logarell, ich kann durchreden. Wenn es sonst keine Fragen gibt, dann würde ich gerne zu den diminutiven Fragen kommen. Ich glaube, das ist nicht vorkommen. Ach so, dann würde ich sagen, ganz einfach, Oro und Ori. Ich glaube, das ist nicht vollkommen. Ach so, dann würde ich sagen, ganz einfach, Oro und Ori. Ja, gibt es da groß und klein oder gibt es was mittleres auch noch? Nein, gibt es nicht. Ich bringe eine Beleistung, um einfach abzulesen. Ich kann einen Sack haben, eine Kiste oder eine Kurve, einen großen Sack, dann so eine Sackl, wie die Schlosssackl da, und einen ganz kleinen Sack, den man bei der Bank das Geld einhebt. Es gibt sowas, also im Kleinen gibt es sowas. Dickner ist klar und sehr klein ist Hurda. Aber das ist ein Wort, das wird eigentlich nur mehr für Klargeld verwendet. Oder für ganz kleine Dinge, also wenn ich sage, dicke Klinze, das sind kleine Nägel. Und wenn ich jetzt sage, ganz kleine Nägel, dann sage ich, kurve Klinze. Und manchmal sage ich auch, wenn jetzt irgendwas ganz klar ist, dann sage ich, kurve, aber das sind zwei verschiedene Wörter, das sind keine Diminutive. Also das heißt, das geht mit Wörtern. Die man daavor stellt. Aber es ist nichts in der Struktur. In der Struktur ist es Diminutive. Also wenn ich sage, Mursch ist der Mann, dann ist Murschori der kleine Mann. Ach, Murschori, Entschuldige, das ist eine Frau, das ist eine Frau. Das geht eh dazu. Und wenn ich sage, wenn ich sage, Manusch, es gibt alte Diminutive, zum Beispiel Manuschni, das ist eine alte Frau, das ist eine alte, ehrwürdige Frau, die kleiner ist. Also das gibt, ich meine, das mischt sich. Das heißt, die Burgenländer kennen das Wort Manuschin nicht für alte, ehrliche Frauen. Das ist schon verloren gegangen. Manche andere haben es noch. Und das sind dann alte Reflexe der alten Soziostruktur, der alten großen Sittenstruktur, wo die alten, weißen Frauen drinnen dann ihre eigenen Namen gehabt haben. Das sind nämlich Menschen, kleine Menschen. Also übersetzt. Da muss man aufpassen, weil Deutsch Mensch heißt was anderes. Als Mädchen. Ich weiß nicht, ob Sie das Wort kennen. Das Mensch. Aber sonst gibt es nur dieses Suffix "-or". Das kann ich anhängen. Wenn es Maskulin ist ein O. Wenn es Feminin ist ein I. Und wenn es Plural ist ein E. Oder wenn ich die Frau direkt ausstreiten will, ein A. Aber ich bin wirklich an der Oberfläche. Und was mich oft beschäftigt, wenn ich über das Mittelalter oder die frühe Neuzeit denke, es gibt so gut wie keine Landkarten, besonders arme Leute verfügen über keine Landkarten und Wegweiser. Ich weiß nicht, ob es solche gegeben hat. Und ich stelle mir das oft vor. Wie findet wer von einem Punkt zum anderen oder durch Europa? Ich komme zu keinem rechten Schluss. Haben Sie da irgendeine Vorstellung? Haben Sie über das schon einmal nachgedacht? Ja, ich war in meiner Jugend, ich habe eine sehr intensive Jugend gehabt, so von 17, bis mich meine Ex-Frau eingefangen hat. Und habe mich auf der ganzen Welt herumgedreht. Ich habe keine Landkarten gebraucht. Nein, man geht ganz einfach. Man bewegt sich ganz einfach. Man hört von jemandem, dort und dort gehst du hin und da und so und so kommst du dorthin. Und die Rammer haben es so. Haben Sie schon mal was gehört von den Zigeunerzinken? Ja, genau so. Ist mir ein Begriff, ja. Die haben halt auf ein Haus einen gewissen Zinken drauf gemalt und gesagt, der gibt was. Und da geht besser nicht hin, weil da hälst du die Hunde am Hals. Das heißt, wir brauchen, es gibt diesen informellen Informationsfluss, der bei uns heute das da ist. Das heißt TikTok und was weiß ich was alles und Twitter und wo man eigentlich die ganzen Informationen kriegt. Ich hatte mir früher halt, man hat sich getroffen, wir wären da auf einem Platz, so wie die, so ist es ja immer, ich habe es ja bis heute noch. Ich meine, wenn wir da nach Europa gefahren sind, dann haben wir ja erfahren,, in Arl ist er gerade, die Pink Floyds treten in Arl auf. Wie komme ich nach Arl? Ah ja, da auf die Autobahn aufhören und hin und her. Da fährst du dort hin oder kennst du, wenn du dort hinfährst. Und wo kann ich dort billig übernachten? Und kann ich dort irgendwo im Straßenkram und was weiß ich was alles? Die anderen fragen, wo gibt es die Genussmittel, die man so braucht, das ist schon das erste, das ich mir herhäuse. Und genau so geht das. Also das heißt, es gibt die formale Ebene, aber es gibt auch diese informelle Ebene und diese informelle Ebene geht über direkte Kommunikation. Und deswegen gibt es dann innerhalb dieser direkten Kommunikationen ganz gewisse Konventionen, wie man nach was fragt, damit man die und die Antwort kriegt. Weil wenn man falsch fragt, kriegt man nichts. Das ist bis heute so. Wenn ich meine Studenten an oder meine Mitarbeiterinnen zuhöre, verstehe ich kein Wort. Die haben ganz einfach ihre eigene Art und Weise, über gewisse Dinge zu kommunizieren. Das war bei den Hamas nicht anders. Und die haben natürlich dann, es waren ja nicht nur die Hamas, es waren ja die Jänischen, die jetzt knapp vor der Volksgruppenanerkennung stehen, deswegen muss ich als Hoffner immer noch hinfahren, die haben ja genauso gelebt. Oder die armen Juden, die als Fassierer unterwegs waren. Die jüdischen Viehhändler. Die dann auch alle untereinander eigene Kommunikationsmittel entwickelt haben. Die Außenstehende nicht verstanden haben. Kennen Sie ein paar jenische Leute? Nein. Nein. Ich meine, die Chinöen kennen Sie, oder? Ja sicher. Kennen Sie ein paar jenische Leute? Nein. Nein. Na ja, ich meine, die Jinalen kennen Sie, oder? Ja sicher. Ja das ist jenisch. Warum? Weil die in der Musikkapitel die Jinalen schlafen, die arbeiten am härtesten. Deswegen heißt Jinalen Wortarbeit. Oder Sie kennen ein Wort, das ist aus dem Humanes und wie das Jenische ins Deutsche kommt, das haben Sie schon einmal gesagt, dass es keinen Bock hat? Ja sicher, ja. Das heißt nämlich, ich habe keinen Hunger, ich brauche es nicht, ich will es nicht, weil ich keinen Hunger drauf habe, keinen Bock. Bock heißt Hunger, aufhören. Ich sage aber, ich weiß jenischer ins Deutsche kommen. Oder wissen Sie was ein Dachling ist? Nein, das kenne ich nicht. Das ist auch jenisch, so ein Dachling ist? Nein, das kenne ich nicht. Das ist auch jenisch, so ein Regenschirm. Das heißt, man nimmt die Elemente der Sprache her, der eigenen Sprache und kreiert etwas Neues daraus und gibt diesen Meilen, das ist eine ganz normale, in der deutschen Morphologie oder in der Relationsmorphologie, oder in der Reaktionsmorphologie funktioniert das Kind ganz normal. Ja, ja, ja. Aber Substantiv ist ein Kind. In der Kombination gibt es es nicht. Aber wenn ich meinen Rennschirm aufspanne, dann habe ich ein Dach. So etwas ähnliches wie ein Dach. Das steckt in dem nicht drin. Das heißt, es ist ganz normal. Also solche Dinge passieren dann. Und über diese Dinge gibt es Informationsaustausch und so weiter und so fort. Und das läuft an der Verwaltungsabhängigkeit vorbei. Deswegen sage ich immer, ein Standard ist nichts anderes als ein Verwaltungsaktor. Das ist ein Kommunikationsmittel, das ist ein Verwaltungungsinstrument, das uns ermöglicht über genormte und geregelte soziale Zusammenhänge eindeutig zu reden. In dem Moment, wo wir aus dieser großen Gruppe, also aus diesem Tag weggehen, haben wir andere Varietäten darunter, mit denen wir auch anders kommunizieren. Und die sind eigentlich unser, deswegen haben wir das getrennt in öffentlich, Alltag und Privat. Und ich sage halt, für jede dieser Domänenbündel, sagen wir das, haben wir eigene sprachliche Varietäten, die mehr oder weniger ähnlich sind und dann... Und auch Grammatik ist verschiedene lexikalische Sets. Weil für mich gibt es keine Sprache. Für mich gibt es Sprache. Und wenn Sie mich fragen, was die Sprache ist, dann sage ich manisch. Vielen Dank. Eine Frage? Es gibt ja in unseren Nachbarländern zum Teil viel höhere Anteile an der Gesamtbevölkerung. Gibt es da auch Länder, wo diese Sprache dann als Amtssprache verwendet wird? Oder ist die Situation in allen eigentlich gleich wie bei uns? Es ist in allen gleich. Es ist immer so, dass das habe ich versucht auch zu zeigen, wie gesagt, die Hohschau, die sich den neugierenden Text gelesen hat, hat zum Lachen angefangen, das sie geschrieben gesehen hat. Das heißt, es gibt keine ansprachlichen Erwachsenen-Roma. Jeder Erwachsene-Rom, jede Erwachsene-Romni und jeder Erwachsene-Rom spricht die dominante Sprache in dem Gebiet, wo sie sind. Und das heißt, das führt ja dazu, auch wenn sie Romanes reden und sie reden im Romanes zum Beispiel über die Schule, dann wird es Deutsch. So wie jetzt ein syrischer Flüchtling in Graz auf Arabisch reden gehört habe, untereinander sind sie gesessen an der Mauer, haben Arabisch gelesen und plötzlich haben sie alle verstanden. Straßenbahn, Gasthaus, Deutschkurs. Okay, genauso also das heißt, dass gewisse Domänen und gewisse Kontexte mit gewissen Sprachen besetzt sind. Und wie ich die Burmland-Roman gefragt habe, wie die Burmland, die Geschichte war, dass so wie in Kärnten die Ortsdoppel eigentlich gemacht haben, im jahrzehntelangen Vertrag, der eigentlich den Verfassungsrang gerade erfüllt hat, habe ich gefragt, warum? Es ist ja die Möglichkeit dass man halt bei Oberwart nicht nur draufschreibt Felschör und Oberwart, wo es ja das Gleiche heißt, kann man es auch draufschreiben Erber. Nein, das braucht man nicht. Das haben wir nie gebraucht. Obwohl sie für jeden buddhistischen Ort einen eigenen Namen haben. Meistens das Ungarische, also das Erba, das ist etwas ganz Lustiges, ich habe sie einmal gefragt, wie heißt Oberwart, haben sie gesagt Erbate. Ich habe gesagt, Tate, das ist ja ein Lokativsuffix, das heißt so in Oberwart. Und es ist auch klar, warum sie das gemacht haben, weil man fährt nicht nach Oberwart, sondern man fährt in die Wart, in die die Wand. Und dann habe ich mir das genau angeschaut. Ich kann ja mein Ungarisch, also meine Mutter kann gut Ungarisch, ich habe eine ungarisch-kroatische Großmutter und eine tschechisch-ungarische Großmutter, aber nachdem diese Frauen alle in die Herrenrasse geheiratet haben, haben die Kinder nichts davon erklärt. Das heißt, ich habe mir das dann angeschaut und bin draufgekommen, Ör, Felschör ist die obere Wart. Ör heißt Wart. Ba ist ein ungarisches Lokativsuffix und heißt Inderwart. Und wenn die dann Erbate sagen, dann sagen sie Inderwart. Das heißt, und sie haben sich nicht vorstellen können, dass das irgendwo draufsteht. Sie können es ja, sie machen jetzt so Sachen, dass sie die Bundeshymne ins Roman übersetzen. Ins Roman übersetzen. Aber es ist ein reiner Symbolismus. Es ist nicht sinkbar. Es ist nicht sinkbar. Es gehört da dort nicht hin. Es gibt Staaten, wie Moldawien und zum Teil Montenegro die haben die ganze Verfassung ins Romane übersetzt da haben sie ja leider ein paar goldene Nasen verdient aber das verstehen die Romane nicht ich denke speziell an die Slowakei und Ostungan da besteht also auch von der Romani- Bevölkerung gar nicht der Druck, also das Verlangen, dass das im Amt... Das ist marginal. Da geht es in erster Linie ums Überleben. Da geht es halt, ich war viel aus der ganzen Welt unterwegs, für die UNESCO und so weiter, für die Schlimmsten Slums, die ich gesehen habe, waren nicht die Townships in Südafrika, das waren nicht die armen Viertel in Indien, das waren nicht die Favelas in Südafrika, sondern das waren die Zigeunermahalas am Balkan und die Zygaener Dörfer in der Slowakei. Das habe ich auch gesehen in der Slowakei. Das ist unglaublich. Nein, ich meine, das heißt, wir betreiben, also vor unseren Augen passiert da sehr subtil eine Genozid. Gerade in der Slowakei, wo es so ist, dass die, also nach der, wie hat der geheißen, Samftanenrevolution, sind die Roma alle arbeitslos geworden. Also die hat es als erstes erwischt. Wie auch in Indien, wie die Hundern gekommen sind und das Gupta-Königreich eingegangen ist, das war das Gleiche. Sie sind die, die als erstes arbeitslos geworden sind. Nein, die Arbeitslosigkeit in diesen Arbeitssiedlungen ist bis jetzt 90%. Ein Lehrer, der dort unterrichten muss, verdient eine Strafförsetzung. Das sind alles keine ethnischen Schulen nur für Roma, aber die anderen schicken ihre Kinder immer hin. Also das sind ganz einfach ethnische Schulen. Dann kommt eines dazu, und das habe ich auch immer wieder am Balkan erlebt. Die Männer sind extrem frustriert. Es ist klar, was passiert in so einer Marginalisierung. Klangkriminalität, Drogen, Alkoholismus, also man nennt das auch soziologisch die soziale Malaise. Also wenn ich irgendeiner Familie was Gutes tun habe wollen, dann habe ich und einkaufen gegangen bin für sie, dann habe ich nicht irgendwie Hex kaufen können oder irgendwas, was wert ist, weil das haben die Männer sofort verkauft, damit sie wieder was zum Saufen haben. Sondern Grundnahrungsmittel. Und da habe ich müssen aufpassen, dass die nicht so gut sind, dass ich verkaufen kann. Und das heißt, die kriegen alle Sozialhilfe, aber die Sozialhilfe wird natürlich in erster Linie dazu verwendet, um dieses Dilemma, in dem man ist, irgendwie abzumildern. Wie mildert man das ab? Mit Alkohol, Drogen und auch mit Fressen. Deswegen sind sie alle ein bisschen dick, wenn sie im Moment etwas haben. Weil sie das billige Fleisch aus den Supermärkten, das ist die einzige Freude, die sie haben. Und dann kommt noch eines dazu, dass man für ein Kind Sozialhilfe bekommt. Wenn das Kind aber verheiratet ist, bekommt man mehr Sozialhilfe. Wenn das Kind dann noch ein Kind hat, bekommt man noch mehr Sozialhilfe. Kinder noch ein Kind hat, kriegt man noch mehr Sozialhilfe. Und wenn man jetzt in diesem sozialen Zustand Kinder zeugt und wieder in diese Welt einbringt, dann können Sie sich ungefähr vorstellen, was da rauskommt. Und ich nenne das einen sehr subtilen Genozid, der da abläuft. Und jetzt die Sprache bei Behörden zu verwenden, das ist total weit weg von dem. Man müsste ja einmal die sozialen Umstände überhaupt hinbauen. Es gibt ein paar Siedlungen am Balkan, es gibt große Roma-Siedlungen. Das eine heißt Stari Fakulteta, dort wollte immer mein Dekan hinschicken, aber das ist nicht gegangen. Da wollte immer mein Dekan hinschicken, aber er ist nicht gegangen. Und das andere ist Chuto Arizari. Und Chuto Arizari ist nach dem Erdbeben 1968, glaube ich, in Mazedonien. Das sind Jahre, die haben sich noch ziemlich gebrochen. Und dann haben sie ja Gebiet erinnert und haben dort neue Häuser gebaut. Und alle haben dort angesiedelt. Der Theg meistens, gibt es gerade Roma. Und dort geht auch der Mensch aus Üsküp, aus Kopje oder aus Karpusch einkaufen, weil dort ist alles billiger. Und dort gibt es auch so etwas wie Industrie ein bisschen, dort gibt es Arbeitsmöglichkeiten, den Bazar gibt es und so weiter. Und dort lebt die Roma relativ gut miteinander. Und das Leben ist nicht so schlecht. Und dort haben sie auch Schulen, wo Romane unterrichtet werden, wo die Kinder auch Romane unterrichten können und auch Romane reden können. Die haben einen eigenen Fernsehsender, ein Schultel heißt das. Und die haben auch eine Verwaltung, die von Rom an betrieben wird und die im Mündlichen mit den Klienten an der Nässe reden. Aber sehen Sie, da haben sie die sozialen Umstände so verbessert und so geregelt, dass sie es sich leisten können, die eigene Sprache kulturell und verwaltungsmäßig zu verwenden. Das ist weder in Ost-Ungarn noch in der Slowakei gegeben. Weil dort läuft der versteckte Genozid und geht mit ihm ums Überleben. Und die Überlebenskünstler dort sind nicht die Männer, das sind die Frauen. Bei dieser Macho-Gesellschaft ist es so, dass meistens der Mann, ich meine, im Vergleich ist es so wie ein Löwen, der liegt herum und lässt sich ruhigen und die Weiber machen die Arbeit. Das kommt auch noch dazu, dass da so ein strenges patriarchalisches System drin ist, dass Moses Heinzschild, das ist mein Lehrer, vielleicht sagt er Moses früher etwas, der Moses sagt immer, ich glaube, die haben die auch geahnt, was sagen. Und da ist was dran. Wir haben sie so lange an unserer Entwicklung nicht teilhaben lassen, sie so lange ausgeschlossen und jetzt glauben wir, weil wir jetzt endlich einmal was für sie tun wollen, müssen sie gleich so werden, wie wir es brauchen. Sie brauchen ganz was anderes. Nämlich einmal soziale Bedingungen und die EU braucht keine Roma-Initiative. Die EU braucht eine soziale Initiative. Weil es sind nicht nur die Roma, die sozial so marginalisiert leben. Das sind Leute von uns, Einheimische, das sind Migranten, das sind andere Gruppen, die das brauchen. Und dann, man muss sie leisten können, Kultur überhaupt, also Sprache und Kultur, die man nicht nur im Alltag zum Überleben verwendet, leben zu können. Und die Möglichkeit hat es bis heute nicht. Ich werde da relativ ausführlich. Ich war mir nicht sicher, ob ich diese Frage noch stellen soll, aber Sie haben sich im Laufe Ihres beruflichen und privaten und sozialen Engagements sicher die Frage gestellt, ob man jetzt Sprachen, die man traditionell vielleicht als Abstandssprachen bezeichnen kann, die alle in sich gut funktionieren, mehr oder minder, ob man da eine Ausbausprache erzeugen will. Es ist sinnlos. Ich meine, im Endeffekt ist es mit Sprachen so, wir haben jetzt gerade, die UNESCO versucht gerade den Weltatlas der Sprachen zu machen und eine meiner Aufgaben war einmal herauszufinden, wie schaut das aus mit Dominanz bei Sprachen auf dem Planeten. Davon sind ca. 7000 noch in Verwendung. Von diesen 7000 sind 70 dominant. Zu 1%. Dominant heißt in dem Fall, dass die Sprachen in einem Staat als primäre Verwaltungssprache verwendet werden. Die seien in unserer Fassung zu anderen Sprachen 70. Andere, 250 oder so, was haben das Potenzial dazu? Sind aber trotzdem dominiert. Zum Beispiel Swahili in Tansania, das ist eine Staatssprache, ist offizielle Nationalsprache von Tansania, ist Swahili. Aber Tansania hat eine zweite offizielle Spracheprache von Tansania ist Swahili. Aber Tansania hat eine zweite offizielle Sprache, die ist Englisch. Damit ist Swahili, die versuchen seit Jahrzehnten Swahili so zu entwickeln, dass sie es auf den Unis verwenden können. Geht nicht. Auch wenn sie das Lexikon, also die Wörter und alles entwickeln, geht nicht, weil Englisch so dominant ist. Ich meine, in Indien ist es ein bisschen anders. Hindi wird sich in Indien nie durchsetzen, weil es gibt die Travida-Staaten, die sagen, nein, bei uns nicht. Und es gibt die peripheren induarischen Staaten, Maharaj, Tragusarat und Odisha und so weiter, die sagen, bei uns kein Hindi. Aber die Sprachen sind trotzdem dominiert, weil sie müssen ja in Indien immer zwei Sprachen haben, pro Bundesstaat. Und die, die jetzt nicht Hindi nehmen, nehmen Englisch. Aber es sind, glaube ich, immer noch mehr Leute Hindi als Zweitsprache. In Indien gibt es 800 Millionen Sprecher, aber wenn man sich anschaut, eine Gruppierung wie Tamil, 120 Millionen,recher, aber wenn man sich anschaut, eine Gruppierung wie Tamil 120 Millionen, Bengali 250 Millionen, sind aber alles im Endeffekt in ihrer Verwaltungsfunktionen dominierte Sprachen. Also zollen sie diesen 250 das Potenzial haben, also wenn sie, also nicht einmal in Bangladesch funktioniert es, wo Bangla, also das ist eine bengalische Stadtsprache, weil ohne Englisch keine Wirtschaft. Und ich sage dann ganz einfach, Sprachen, das ist das, was ich gesagt habe, man muss den Menschen, also es ist unsere Aufgabe, als Sprachwissenschaftler und Hofnoren wie mich, die da ein bisschen in Beratungstätigkeit arbeiten, zu sagen, okay, man muss jedem Menschen die Möglichkeit geben, über seine ethno-linguistischen Zugehörigkeiten, und da bestehe ich auf Plural, selbst zu entscheiden. Wenn aber die Entscheidung so ist, wir verwenden unsere Sprachen immer, das ist jetzt die Antwort auf das, dann ist es gescheiter, sie in Würde stehen zu lassen, bevor man sie folklorisiert, wie wir es zum Teil mit unserer Dialekte bereits machen. wie wir es zum Teil mit unserer Dialekte bereits machen. Also da bin ich, ich weiß dafür, wo ich mich manchmal auf dem Scheiterhaufen sehe, aber das ist eben so. Weil es geht ja nichts verloren, es kreolisiert ja alles, was da ist, in etwas Neues. Weil was Kultur und Sprache anbelangt, ist eins und eins nicht zwei, sondern immer etwas anderes, das aber das, was vorher war, reflektiert und beinhaltet. Das ist eigentlich für mich Menschsein. Vielfaltig sein ist eine der Grundmodalitäten der Menschheit. Und diese Vielfalt ist einem permanenten Wandel unterworfen. Und in dem Wandel kommt uns vor, dass manchmal etwas verschwindet und anderes neu dazukommt. Aber das Grundprinzip ist das, was er versucht hat, in den Romanen zu zeigen heute. Es kreolisiert alles. Es entstehen neue Strukturen, Funktionalitäten, es entsteht neue Vielfalt aus der alten Vielfalt. Und die neue Vielfalt reflektiert indirekt auch die alte Vielfalt. Daran glaube ich. Mundarten zum Beispiel. Mundarten? Das ist ein sehr bl Mondarten? Ja. Die vergehen unter den Kiefern? Nein, ich glaube nicht. Ich meine, schauen Sie so, ich bin ein Hirns, eigentlich von der Mondart her. Das sind wir Heinz-Männer. Wir sind unter irgendeinem Heinrichs, der da letzte Ostwanderung so ist. Da sind die Oststeier mal gekommen und dann in Südburg und weiter. Das Hirnsische, ich glaube, das ist mein Großvater, einer der letzten Sprecher an Eisenberg und den guten Rotwein und so weiter, der hat das wunderbar beherrscht. Und manchmal wäre kein Wort verstanden, aber es hat eher was mit die Promölz tun gehabt. Aber anyway, die Sprache hat sich gewandelt. Sie wird noch immer, diese Art zu sprechen ist noch immer in der Sprechweise der neuen, der jungen Bevölkerung reflektiert drinnen. Da muss man wirklich guter Direktologe sein, dass man draufkommt, was ist bei mir südburgländisch. Es gibt ein paar syntaktische Fälle, die ich mache, die mir als Hintergrund den Südburgländischen Direktoren. Mehr nicht und nicht mehr, das kriege ich nie richtig. Und außerdem werden die Dinge aufzeichnet. Die Dinge sind jetzt alle aufzeichnet. Es gibt einen eigenen Verein, der sich damit beschäftigt. Der Verein, man dokumentiert das. Und ein Beispiel, jetzt von ganz woanders, der aus Australien, wo den Apurigen, es sind ja ihre Sprachen, es war nicht 250, bevor Cook und Flinders und wie sie alle geheißen haben und dorthin gekommen sind. Heute gibt es noch 125. Von diesen 125 sind drei noch vital. Ob ich schon Katschera, Ernte und Wolke rede. Andererseits war es aber so, dass sich irgendwann einmal die Regierung Rath bei den Apparollonien schuldig war für den Genozid und ihnen die Möglichkeit geboten hat, auch in den Gebieten, wo ihre eigene Kultur zu reflektieren, ihre eigene Kultur als Heritage, wie sie das nennen, also als Background, auch zu leben. Und was ist da passiert? Sie haben eigentlich alles das, was die Missionare und die Wissenschaftler aufzeichnet haben, haben dann die einzelnen Gruppierungen gekriegt, man hat dann ein Kulturzentrum gebaut, man zahlt dann die Wissenschaftler auch geteilt haben, haben dann die einzelnen Gruppierungen gekriegt. Dann hat man ein Kulturzentrum gebaut und jetzt halten die Wissenschaftler, die dort drinnen sitzen, und sie bestimmen, was passiert, die Aphorigenes. Das habe ich in Melbourne dann erlebt, dass mir eine Sprachwissenschaftlerin, die dort gearbeitet hat, ich war da eine Zeit lang bei der Afro-Uni, gesagt hat, es ist so, dass jetzt junge Aphorigenes, die sozial nicht in der Malaise sind, weil junge Aphorigenes in der sozialen Malaise sind, die haben eine Slaubertkeit. Und das ist eigentlich das Muster in den Städten. Aber junge, die eigentlich eine gute Ausbildung haben und jetzt drauf kommen, ich habe Aphorigenes Hintergrund und ich will jetzt wissen, wie das war und hin und her. In diese Zentren kommen, sie anschauen, was ist denn was, was gibt es über mich, gibt es irgendwas über meine direkten Vorfahren, was war das, wie meine Vorfahren gelebt haben, ich will das wissen, ich will auch wissen, was die Sprache ist. Und dann haben sie angefangen Musik zu machen und dann haben sie halt ein bisschen mit dem Digital-Do herumgespielt und dann ist natürlich wieder die Stranggitarre dazugekommen und so weiter. Und sie haben Beins gegründet, sie haben Texte geschrieben und dann haben sie beschlossen, das sind wir aber jetzt in unserer Sprache, in unserer Vorform. Dann sind sie hingegangen und haben den Text auf Englisch geschrieben und wie würde ich das jetzt hassen und wie würde ich das aussprechen und hin und her. Und dann habe ich die Linguistin gesagt, naja, alles habe ich aus eurer Sprache interessiert, obwohl es aus der Nachbarsprache so aussieht. Vielleicht kann man, man nimmt halt das da und schaut, dass das irgendwie, und hat einem geholfen, das wirklich sinnvoll zusammenzubauen. Dann sind diese jungen Leute draufgekommen, dass ich so etwas wie das Macquarie Dictionary, das ist eine Universität in Sydney, das Macquarie Dictionary, das ist eine Universität in Sydney, das Macquarie Dictionary of Aboriginal Glossaries. Das sind ungefähr 50 Glossare von aboriginem Sprachen. Sie gehen mittlerweile her und schlagen das Wörterbuch auf und finden ein Wort, das ihnen gefällt, sprechen es so aus, wie es ihnen gefällt und bauen das zum Teil in die Englisch ein und entwickeln dadurch, weil es ja Gruppensprache ist, einen eigenen Ethnoleg. Genauso wie wir, wenn zu Präakei raus sind, auf australisches Englisch mit Aborigines-Elemente dringen, das dann eine Sprache wird, diese Gruppe, dieser intellektuellen Aborigines mit einem Bewusstsein für die eigene Herkunft. Und das kann ich damit, dass alles irgendwo wieder rein kreolisiert und kreolisieren kann, solange es nur zugänglich ist. Und es werden auch Dialektwörter, ich meine, ich merke das jetzt in der Steiermark. Also meine Partnerin ist vermutlich die letzte steirische Slowenin. Die Slowenische hat in allen vier Fertigkeiten beherrscht. Weil ihr Name ist aus Ljubljana und der Papa ist aus Südtirol. Und sie ist Slowistin und sie ist Vorsitzende der Städte-Sin-Kultur der steirischen Slowenien. Aber da passiert plötzlich eins, dass die Steirer, reiche Winzer aus der Südsteier, die immer umgeschaut nach Slowenien und sich wundern, warum sie nie das gelernt haben, junge Leute, wenn sie einfach einsetzen und den Landeshauptmann überzeugen, dass die Volksschule nicht gesperrt wird, sondern es ist eine zweisprachige Schule, wo unsere österreichischen Kinder Slowenisch lernen und auch Kinder aus Slowenien kommen können, damit sie Deutsch lernen. Das heißt, die alten slowenischen Dialekte der Steiermark sind weg. Aber das Interesse auf Slowenisch steigt wieder. Und es ist irgendwie so eine Spitzenwinzerin, die im Fall der Polymorphischen Kreisekrieg das jetzt durchsetzt hat, die sagt mir, du hast nichts aus unserer Gegend heute aufgenommen. Also gehen Sie von der Klammer, ich trage dir wieder Wissenschaften und findest was. Also das heißt, diese Prozesse laufen dauernd irgendwo und das meine ich, es geht nichts verloren, solange man es irgendwie dokumentiert hat und so aufbereitet, dass man es den Leuten in die Hand geben kann. so aufbereitet, dass man es den leiblichen Leuten in die Hand geben kann. Und das ist eigentlich für mich so meine Kulturtheorie, die heißt Vielfalt. Vielfalt ist der natürliche Modus der Menschheit und philosophisch gehe ich dann irgendwie zu Charles Taylor, Multikulturismus oder die politische Anerkennung, der festgestellt hat, wenn ich den anderen nicht anerkenne, dann kann ich dann, dann darf ich auch nicht erwarten, dass er mich anerkennt. Und das ist das, was ich gemeint habe, wenn wir so einen Zustand schaffen, dann kann jeder über seine ethno-linguistischen und ethno-kulturellen Zugehörigkeiten frei entscheiden. Und dann sind wir eine pluralistische Gesellschaft. Und deswegen heißt mein Beratenschrift-Tool in Graz, oder schussbereit, blöde, lieber ein bisschen. Jetzt höre ich auf zum Präsenz. Vielen Dank, das sind sehr interessante Perspektiven auch. Ich sage jetzt ganz herrschaftsfrei, wir beenden das, glaube ich, den interessanten Abend. Wir können auch noch fortsetzen, ein bisschen dann draußen. Ich werbe noch für die nächste Veranstaltung, die wird auch linguistisch interessant sein. Rudi Habringer im Gespräch mit meinem Kollegen Stefan Kögelberger über Fußball, daher haben wir auch den Soziallekt der Kicker. Und die letzte Veranstaltung im Mai, und dazwischen gibt es eine ganze Lotten, da werden vier Autorinnen aus Tschetschenien lesen bei uns. Vielen Dank, kommen Sie gut nach Hause. Auf Wiederschauen. Danke für den Vortrag.