Hallo liebe Zuseherinnen vor dem Bildschirm und willkommen zum heurigen Crossing Europe DorfTV Talk. Bildschirm und willkommen zum heurigen Crossing Europe DorfTV Talk. Ich freue mich sehr, dass Sie heute eingeschaltet haben und ich freue mich auch, dass meine beiden Gästinnen heute da sind, die Sabine Gebetsreuther und die Katharina Riedler, die Leiterinnen vom Crossing Europe Festival. Das Crossing Europe Festival gibt es dieses Jahr zum 19. Mal und eigentlich ist schon ziemlich etabliert in Linz und in Oberösterreich. Ich glaube, jeder kennt es schon und freut sich auch schon auf das Festival. Und wir werden heute einen kleinen Einblick bekommen, was uns erwartet. Losgehen wird es am 27. April bis 2. Mai. bis 2. Mai. Und ja, dann beginne ich gleich einmal mit der ersten Frage, weil ihr habt ja die Leitung im Oktober übernommen vom Festival und meine erste Frage wäre, wie geht es euch damit? Wie stressig ist gerade Zeitschirmdurchdrehen? Das ist eine total nette Frage, danke. Da hoffen wir gleich einmal vorneweg. Ich glaube, es geht uns gut. Was sehr super ist, dass auch wenn natürlich intensive Wochen hinter uns liegen und jetzt natürlich auch noch intensive eineinhalb Wochen auf uns zukommen. Wir haben ein ziemlich super Festival-Team. Die Stimmung im Team ist total toll und es macht wahnsinnig Spaß. Und ich glaube, wir arbeiten total gern seit Oktober miteinander für diese Festival-Ausgabe. Ich glaube auch und es ist generell alle, die derzeit im Kulturbereich tätig sind, wissen, die letzten zwei Jahre waren für alle hart und ich glaube, man merkt einfach, das Arbeiten wie vor der Pandemie ist halt auch gerade nicht möglich. Und es hat sich auch viel verändert. Und darum muss man einfach auch sagen, es ist einfach schon vieles eine Challenge. Also das ist keine Frage. Und auch bei uns im Team war es so, dass natürlich dann auch das Virus zuschlägt und dass es halt auch neue Gegebenheiten gibt rundherum, weil die Welt verändert sich ja trotzdem. Aber trotzdem muss man sagen, wir freuen uns zumindest, dass jetzt wieder Kontinuität da ist, dass das Festival so wie viele Jahre lang Ende April stattfindet, was mir schon schön ist. Das gibt auch wieder dem ganzen Kulturkalender in Linz Sinn, würde ich sagen, dass wenn dann jetzt schon langsam wieder alle Events dann stattfinden, wenn sie stattfinden sollen. Und gibt es jetzt, wo ihr die Leitung übernommen habt, irgendwelche Veränderungen im Gegensatz zu den letzten anderen Jahren? Also einerseits muss man eben sagen, es ist eben immer noch, trotzdem immer noch ein bisschen Pandemie. Das heißt, es ist für uns schon auch noch ein bisschen ein Konsolidierungsjahr für das Festival. Das heißt, es war einfach trotzdem viel Planungsaufwand, musste nur investiert werden sozusagen. Lange Zeit haben wir schon noch einen Plan B, einen Pandemieplan B mitgedacht sozusagen. Also diese Dinge und natürlich auch die Festivalübernahme, also Frage, dass die natürlich auch organisatorisch ist, einfach braucht. Aber wir haben auf jeden Fall kleine Akzente gesetzt, die man auch heuer schon spüren wird beim Festival und natürlich gibt es Ideen für die weitere Zukunft, aber ganz klar ist die Ausrichtung des Festivals, also die inhaltliche, die europäische Ausrichtung des Festivals, das war für uns ganz klar von Anfang an, also das bleibt so, das ist das, was Sinn macht für uns. Und man muss auch sagen, das Thema Veränderungen oder Neuaufstellung oder Umwälzungen innerhalb des Festivals oder des Festivalgefüges, das ist auch immer ein bisschen zweischneidig, weil Innovation oder Veränderung ist sehr wichtig, aber andererseits muss man auch immer überlegen, was macht die Stärken von so einer kulturellen Veranstaltung aus? Und das, was die Christine Dollhofer über 18 Jahre aufgebaut hat, hat einfach auch so eine Kraft und so eine Berechtigung, dass man dann auch sagt, das hat auch gut funktioniert und gewisse Dinge wäre ungeschickt, wenn man da jetzt sofort sagt, das macht man anders, weil man einfach weiß, das Festival Crossing Europe passt zu Linz und Linz passt zum Festival und das ist einfach für uns das Wichtige, dass wir einfach versuchen wollen, dass wir auch wieder das Linzer Kinopublikum fürs Festival und für das europäische Kino begeistern können. Ja, und wieso braucht es eigentlich so ein Festival wie das Crossing Europe? Ich meine, es gibt ja überall Kinos, da könnte man ja sagen, man schaut sich die Filme einfach immer im Kino an. Es gibt ja überall Kinos, da könnte man ja sagen, man schaut sich die Filme einfach immer im Kino an. Was ist da jetzt der Grund, warum es nach mittlerweile 19 Jahren dieses Festival nötig ist? Ich glaube, da gibt es verschiedene Antworten, aber fangen wir mal beim Grundsätzlichen an. Allein in Europa werden pro Jahr rund 1500 Langfilme neu produziert. Also das ist wirklich eine große Anzahl an Filmen. Und die haben alle nicht im Kinoplatz. Also man merkt es eh pro Woche, wie viele Kinostarts in Linz allein in den Kinos da sind. Und da reden wir ja dann auch von internationalen Produktionen außerhalb von Europa, amerikanisches Kino, Kino aus Asien und die Europäer. Also Festivals haben einfach die Aufgabe, dass sie die Möglichkeit bieten, Filme zu zeigen, die sie nicht mehr ins Kino schaffen, aber oft aus wirtschaftlichen Gründen und nicht aus Qualitäts- oder inhaltlichen Gründen. Es ist halt einfach eine sehr große Produktion an Filmen da. Deswegen ist auch die Anzahl der Filmfestivals europaweit die letzten Jahre gestiegen. Das hat einfach auch damit zu tun, dass sie da auch was tut. Und das Zweite ist, warum es Crossing Europe auch braucht, innerhalb von Österreich ist das. Es gibt ein sehr großes, etabliertes, wunderbares Festival in Wien, die Viennale, die sich aber quasi die ganze Welt abdeckt. Und es gibt das Festival des österreichischen Films in Graz, die Diagonale, auch ein tolles, etabliertes Festival. Und Crossing Europe will halt diese Lücke für Europa schließen. Und deswegen glauben wir, braucht es Crossing Europe. Und ich glaube, was man halt auch nicht unterschätzen darf, ist, dass ein Festival halt besonders vom sozialen Raum Kino einfach lebt. Und diese Austausch oder diese geballte Ladung an europäischen Filmen und an Filmgästen und Gespräche nach den Filmen und so, da haben wir als festival tatsächlich möglichkeiten das zu bieten die glaube ich so im regulären kinobetrieb einfach in der form gar nicht möglich wären organisatorisch es hat sich ja auch in die letzten jahre das kino und das kino gehen jetzt auch mit corona nur mehr zusätzlich total verändert wenn man schaut die generation davor hat nur ein ganz ein anderer bezug Kino gehabt. Heute gibt es Netflix und so und viele Leute schauen das nur mehr zu Hause. Und was ist da, wie probiert ihr oder wie probiert das Festival, dass ihr da auch an die junge Generation ein bisschen rankommt? Also grundsätzlich ist für uns wichtig, was Festival auch ausmacht, ist der Austausch zwischen dem Publikum und den anwesenden Filmgästen. Sei das jetzt Regisseurinnen, Regisseure, Schauspielerinnen, Leute, die am Film beteiligt sind, dass die vor Ort sind, dass man einfach Live-Gespräche macht, dass man quasi im Kino sitzt, gemeinsam mit anderen den Film erlebt und nachher sich dann austauschen kann. Also das ist natürlich unabhängig vom Alter. Und jetzt auf deine Frage zurückzukommen, was uns halt auch wichtig ist, ist, dass wir schon die letzten Jahre immer überlegt haben, wie gehen wir um mit einer jungen Generation von Filmbegeisterten und so. Und da ist natürlich schon unser Versuch mit unserer JAS-Jugendschiene da einfach was Neues auszuprobieren und da halt auch wirklich junge Menschen, Jugendliche zu begeistern, dass sie halt auch Interesse am Mediumfilm haben und zum Festival kommen, aber auch ins Kino gehen und halt auch dann merken, dass es sehr wohl verschiedene Formen gibt und Streaming ist da, das wird ja nicht mehr weggehen, also das wäre naiv zu glauben, aber man muss einfach glaube ich sagen, es ist cool, wenn man alles anbieten kann. Ja, und wir haben auch, also was es in den letzten beiden Jahren schon gab, ist, dass es eine kleine Auswahl an Filmen auch wieder auf VOD im Anschluss ans Festival geben wird, also das ist schon für uns auch eine Möglichkeit, aber wir sehen das als Ergänzung zum Festival, also das ist sozusagen, eben verschließen kann man sich dem nicht ganz. Ja, sehr cool. Dann gehen wir vielleicht ein bisschen ein auf die einzelnen Themen, die es dieses Jahr geben wird. Wolltet ihr vielleicht einmal erzählen, was sind eure Themen-Highlights oder wie sind die entstanden? Oder habt ihr euch bewusst da überlegt, was wollt ihr machen? Oder eher geschaut, was kommt auf euch zu? Oder habt ihr schon eine Idee im Kopf gehabt, wie das gestaltet werden soll dieses Jahr? Also generell ist es so, Crossing Europe hat nie ein globales Überthema. Also das haben wir jetzt auch nicht verändert, weil das wäre sehr schwierig. Also da würde man sich quasi eine thematische Zwangsjacke überziehen, die es nicht braucht, weil die Qualität des europäischen Kinos ist ja seine Vielgestaltigkeit und seine Vielsprachigkeit und da versuchen wir halt dann auch dem gerecht zu werden. Und ich glaube für uns ist auch Diversität ein wichtiger Faktor, oder? Diversität ist, glaube ich, ein wichtiger Faktor, oder? Auf jeden Fall. Und ich finde, es ist ja auch wichtig, dass innerhalb dieses Festivalprogramms auch unterschiedliche Geschmäcker sozusagen etwas finden. Es gibt sozusagen einerseits den fantastischen Film, der in der Nachtsicht vertreten ist. Es gibt den gesellschaftspolitischen Dokumentarfilm, der in der Competition Documentary vertreten ist. Also es ist uns ja auch wichtig, dass das breit gestreut ist und dass die Themen breit gestreut sind. Was, glaube ich, aber schon immer ist, finden Sie immer so Querverbindungen im Programm oder Themen, die einfach aufgrund der Filmproduktionen, die wir jetzt sozusagen sehen im Auswahlprozess, die sich dann einfach schön ergeben und wo sich dann doch manchmal so Fäden durchs Programm ziehen, sage ich mal. Ja, und einer dieser Fäden ist einfach schon, einfach auch, weil die europäische Realität einfach sowas von betrifft, ist natürlich schon das Thema Flucht und Migration. Also da haben wir schon wieder gemerkt, dass diese Themen einfach da sind. Und was natürlich auch toll ist, dass sie da einfach schon Regisseurinnen und Regisseuren sehr intensiv damit auseinandersetzen und natürlich akut oder aktuell wurde es natürlich jetzt da dann die letzten Wochen durch den Krieg in der Ukraine, wo man einfach auch sagt, da ist auch gerade eine Fluchtbewegung losgetreten worden, quer durch Europa, dass dieses Thema einfach sehr, sehr brisant und aktuell, tagesaktuell. Und da war einfach auch schon, wir haben das Filmprogramm schon vor dem Beginn des Krieges in der Ukraine fertiggestellt, aber es waren trotzdem schon einige Arbeiten im Programm vertreten, die genau sich mit dem Thema Flucht und Migration auseinandersetzen. Und vielleicht wollen wir mal ein Filmbeispiel herzeigen. Ja, voll gerne. Also wir haben da jetzt, was war der erste Trailer, den Sie uns mitgebracht haben? Das war der Film Nazim aus der Programmsektion Competition Documentary. Dann bitte. um man you stand on تو؟ من یکیستن برم باده بالا کنم افغانستان آره افغانستان استواجمم چند تالگیر استواج کردی؟ سیستن جنگ با کی می کردی؟ ها؟ جنگ؟ آره جنگ با چیزا با این هایی که با روس ها کمک میکردن مثلا با ملشیا آره با ملشا، با این هایی که با روسی ها کمک میکردن مثلا با ملشیا با ملشیا میخونید بیست ساله بیست دو ساله باید هم میتونیم کشید کشید زندگی کنیم این همه اون تازونده حالا شاید کار خودتو بخوای به تازونی تو به نیت تازوندن هم جلو نروح تو مالان اینجا آماده میکنی اینجا اروپایه اون لقط میزنه تو راه نمیده تو برو اون لقط بزن بگو دیگه نمیتونی بیاد اونجا از لحاظ قانونیت که اونش تکن بده بیاد واردار خودم روشه بله تو خانواده نداری آره ببینی هسند از اینکه خانواده نداری الان مجبوری خودتو دوست بچه ها خانواده نداری چرا؟ چرا مال خانوادت نیست؟ چرا وقت داره خانوادت نمیدونه؟ همون وقتی که می کنی اونجا بگیرانی برای مادر مریضت بگفت oh So, danke für den Trailer. Da geht es jetzt um das Flüchtlingslager eigentlich in Moria. Wollt ihr dazu noch was erzählen? Ja, den Film haben wir entdeckt beim Dokumentarfilmfestival in Leipzig. Das ist eines der renommiertesten Dokumentarfilmfestivals eigentlich in Europa. Und der Film ist eine Langzeitbeobachtung. Also das Regie-Duo war ungefähr, glaube ich, acht, neun Monate gemeinsam im geflüchteten Lager auf Moria und hat eben Nazim, die Protagonistin, die man jetzt auch im Trailer gesehen hat, begleitet. Und was uns irrsinnig fasziniert hat an dem Film ist einfach das, dass der Film einfach mal sehr einen pragmatischen Ansatz pflegt und zwar einfach sie im Alltag begleitet. Weil das ist natürlich, also die Menschen dort müssen sich dann ja organisieren und unter schwierigsten Bedingungen und man sucht sich dann auch nicht die Nachbarn aus, mit denen man da zusammenlebt. Es herrscht halt Mangel an vielem. Aber trotzdem ist halt dann auch die pragmatische Überlegung, man muss Kinder unterrichten, man muss schauen, dass die medizinische Versorgung. dort zusammengepfercht sind in so einem Lager und man merkt halt dann, wie viel Konfliktherde, um jetzt auf was wir vorher schon ein bisschen besprochen und angedeutet haben, das Thema Krieg und Flucht hängen halt so eng miteinander zusammen, dass man merkt einfach, wie viel Konfliktherde es gibt und dass Europa da einfach die Augen nicht verschließen kann, sondern dass da einfach auch viel im Argen liegt und das Schöne an dem Film ist ja das, dass die Protagonistin Nassim einfach in ihrem Alltag sehr auf Augenhöhe begleitet wird. Also das ist jetzt kein irgendwie Ausstellen ihres Leidens oder so, sondern dass die doch sehr selbstbewusst und auch sehr angemessen begleitet wird. Und der Film nimmt dann auch eine sehr dramatische Wendung, weil die Regisseure waren dann auch vor Ort, wie dann das Lager zu brennen begonnen hat in Moria. Und auch das ist einfach wirklich von der Art und Weise, wie dieser Dokumentarfilm gemacht wurde, einfach bemerkenswert, wie sie das dann auch in Szene gesetzt haben. Ja, also das Thema Krieg, ich glaube, man merkt das auch, wenn man das Programm durchschaut. Es ist ja nicht nur die aktuellen Sachen, sondern es geht ja in vielen Filmen, glaube ich, auch um Migrantinnen und um Leute, die schon vor Jahren hergekommen sind, wie das Leben ist, wie sie sich inkludieren in der Gesellschaft. Und ich habe zu nur einen spannenden zweiten Film, glaube ich, noch mitgebracht, der sich auch mit diesem Thema beschäftigt. Vielleicht magst du kurz erzählen. Genau, also der Film heißt Love, Deutsch, Max and Death und ist ein berlinaler Titel, den wir noch für unser Programm gewinnen konnten, was uns sehr freut. Und in dem Film geht es um die Gastarbeiter in Deutschland, die ja quasi eingeladen wurden, nach Deutschland zu kommen, weil es Arbeitskräfte gebraucht hat, die aber dann sozusagen eigentlich relativ schlechte Wohn- und Arbeitsbedingungen vorgefunden haben. So haben sie, die sich das natürlich auch nicht vorgestellt. Und aber was diese Leute auch mitgebracht haben, ist Musik. Und das macht dieser Dokumentarfilm, das macht ihn wirklich sehr besonders, finde ich, weil er anhand dieser Musik oder anhand der Geschichte bis zum türkischen Rap in Deutschland und mache da wirklich alle Themen auf, die man da andenken kann. Und der Regisseur wird auch beim Festival zu Gast sein, für ein Gespräch natürlich im Anschluss an die Vorstellung zur Verfügung stehen. Dann schauen wir uns vielleicht gleich den Trailer an. Über zwei Millionen türkische Gastarbeiter leben in der Bundesrepublik Deutschland. Weitgehend unbeachtet von den Medien hat sich diese türkische Bevölkerung eine eigene Kultur- und Musikszene aufgebaut, die inzwischen auch kommerziell nicht unbedeutend ist. Wenn der Takt des Ibrahims kommt, dann ist mein Shop in der ganzen Stadt auf dem Boden. İbrahim Tatlıses çıktığı zaman bütün mahallede, dükkanımda ogun ayakta düşündüm. 315 tane plak okudum. 48 tane kaset okudum daha sonra. Ben burada gurbetçinin sesi oldum. Köl bülbülü yüksel öz kasap. Bu dizinin betimlemesi TRT tarafından Sesli Betimleme Derneğine yaptırılmıştır. Para, paralar havada uçuyor. Uçardı, dökülürdü yani o zaman. Millette para var. Görebiliyordun yani. Berlin'de öyle bir tane şampanya, tek bir şişe açılmaz. Kartonlarla geliyor. Beş karton, on karton, on beş karton. Her tarafından para çıkardı yani. Donundan bile para çıkardı. Millete oynadıkça para geliyor. Er hat von allen Seiten Geld verdient. Von Donau auch. Die Leute spielen und es kommt Geld. Und zwei Arbeiter öffnen den Schrank. Das kann nicht enden. Ich weiß nicht, ob es mir in Ruhe geht. Ich habe mit dem Spritzer Geld verdient. Und dann kommt Solingen. Eine ganze Familie. Fünf Tote, drei schwer Verletzte. Nach dem Anschlag. Diese Wut, die gehört einfach zu der Musik dazu. Das ist Hip-Hop, das ist Rap und es muss eigentlich bald kommen. Wer hat den Hip-Hop Mitte, Ende der 80er gemacht? Die ganzen Breakdance-Pros waren voller Gastarbeiterkinder. Wenn ich hier lebe, dann möchte ich hier leben als Mensch und nicht als Arschloch. Wenn die uns diese Achtung nicht geben, dann müssen wir sie uns verschaffen. Manchmal wie... kann halt jeder und jede von uns was anfangen. Wollt ihr vielleicht zu dem Thema Flucht und Krieg noch ein paar Filmtipps uns erzählen? Oder was erwartet uns noch alles beim Crossing zu dem Thema? Gerne. Wir haben in dem Filmausschnitt, den wir jetzt gerade gesehen haben, in dem Film geht es ja hauptsächlich um Arbeitsmigration, was ja auch Europa prägt und was tagtäglich passiert und da gibt es ja noch einen zweiten Film in der Competition Documentary, den wir auch noch sehr exemplarisch dafür finden. Das ist der Film News Related Metka. Das ist ein slowenischer Film und da geht es um das Porträt einer rüstigen 80-jährigen Pensionistin in Deutschland, die aus Ex-Jugoslawien mit ihrem Mann nach Deutschland emigriert ist. Eigentlich war der Plan, dass sie dann schon wieder nach Hause gehen, also so auch klassische Gastarbeiter und bei ihr ist es halt so gewesen, die sind dann dort geblieben. Und das ist halt auch so spannend, weil das Phänomen kennt man halt auch wirklich, diese Zerrissenheit dann zwischen der alten Heimat und der neuen Heimat. Und in dem Film geht es auch sehr viel um Kulinarik und Essen und auch um dieses Verbindende, weil der Film ist in so kleinen Kapiteln aufgebaut. Die Regisseurin beobachtet die Protagonistin immer auch beim Kochen. Und das ist halt dann auch so eine schöne Brücke, weil natürlich das auch, so wie beim letzten Film die Musik, ist natürlich Essen und Lebensmittel weil natürlich das auch, so wie beim letzten Film die Musik, ist natürlich Essen und Lebensmittel und ein gemeinsames Feiern auch ein wichtiges soziales Kit einfach. Und das ist halt auch wichtig, wenn man dann woanders lebt und so weiter, weil das dann auch wieder die Brücke zur Heimat schlägt. Das ist auch ein Filmtipp, den wir da heute loswerden wollen. Die beiden Filme sind jetzt tatsächlich so ein super Beispiel für so Querverbindungen innerhalb des Programms, weil ich würde jetzt noch einen dritten Film anführen und zwar Kö von Serpil Turhan, der in der Competition Documentary auch zu sehen ist, wo es auch um drei Kurdinnen geht, die in Berlin leben und die von deren Leben also da gibt es ja quasi eine Großmutter, eine Mutter und eine Enkelin sozusagen, die ihr Leben begleitet wird für eine kurze Zeit. Ja und weil das Thema gerade so aktuell ist, natürlich muss ich das jetzt auch fragen, durch den Angriff auf die Ukraine, habt ihr ja auch ukrainische Filme dabei in eurem heurigen Programm. Ich meine, ihr habt ja gerade gesagt, das Programm war abgeschlossen, bevor der Angriff stattgefunden hat, aber vielleicht war ja da vorher schon was. Ja, da war vorher schon was und dann haben wir eben auch beschlossen, gemeinsam mit einem Partnerfestival, dem Festival in Innsbruck, gemeinsam einen Film zu präsentieren, einer ukrainischen Regisseurin. Der Film heißt Stop Semlya und der Film ist aber jetzt kein Film über Krieg, sondern da geht es darum, dass der Film ein wunderschöner Spielfilm über eine Gruppe von Jugendlichen, die kurz vorm Schulabschluss stehen, teilweise mit Laien gedreht, der einfach eher ein Lebensgefühl einer jungen Generation in der Ukraine porträtiert. Und uns ist an dem Film halt auch das so wichtig, zu zeigen, was da gerade bedroht ist oder was da gerade Verlust gibt durch den Krieg. Oder einfach auch zu zeigen, wie war denn das Lebensgefühl jetzt bisher in der Ukraine, bevor dann jetzt alles auseinanderbrach und der Krieg begann. Und da freuen wir uns sehr, dass wir eben diesen Film gemeinsam mit Innsbruck präsentieren können. Innsbruck präsentieren können. Das Crossing Europe ist ja seither eigentlich bekannt, das Augenmerk auf Gender und Diversität legt und auch speziell auf Frauenthemen und auch die Frauen in der Filmbranche, die eh total unterpräsentiert sind, da ein bisschen hochhebt und auch dieses Jahr gibt es wieder einen starken Themenstrang auf diese Frauen- und Selbstermächtigungsthematik. Vielleicht, ihr habt da auch wieder einen Trailer mitgenommen, aber vielleicht wollt ihr generell noch ein bisschen was zur Frauen- und Genderthematik, die Sie auch beim Festival sagen, bevor wir uns den anschauen? Ja, also wir haben quasi, wenn wir in Zahlen reden, also wir haben wieder rund 53 Prozent der Filme sind von Frauen mit inszeniert. Das ist für uns ein wichtiger Punkt. Das ist etwas, auf das wir auch achten, also Gender Programming und aber auch natürlich die Diversity. die Diversity. Und ich glaube, es gibt einerseits sozusagen Regisseurinnen, die schon mehrere Filme bei Crossing Europe im Programm hatten, auch in vergangenen Jahren, wo wir uns freuen, dass wir heuer auch ihre aktuellen Filme zeigen können. Da meine ich zum Beispiel Helena Dreschikova, die René, einem Protagonisten, den sie schon einmal eine Langzeitdokumentation gewidmet hat, erneut, also es gibt quasi René, einem Protagonisten, den sie schon einmal eine Langzeit- Dokumentation gewidmet hat, erneut, also es gibt quasi René Part 2, eine weitere Langzeitbeobachtung gewidmet hat. Das wird es auch als Double Feature zu sehen geben, aber auch Regisseurinnen wie Ursula Maillard oder, wer fällt dir noch ein? Katharina Pettke aus Deutschland, auch eine Dokumentarfilmemacherin, die schon mit mehreren Arbeiten bei uns in Linz war, wird einen aktuellen Film beim Festival präsentieren. Und zwar ist das Jedermann und ich. Und da ist der Hauptprotagonist, der Philipp Hochmeier, wieder da sein für ein Screening. Und was uns halt bei der Thematik Gender Programming auch sehr wichtig ist, dass wir halt einfach versuchen, das quer durch die Proxam-Sektionen durchzuziehen. Also dass man jetzt nicht sagt, okay, man macht ein Programm und dann gibt es eine Sektion, da widmet man die Filme den Frauen oder den Regisseurinnen, sondern so wie es in der Gesellschaft ist, es soll einfach Querschnittsmaterie werden. Also wir sind gekommen, um zu bleiben quasi. Und was uns halt auch wichtig ist, dass wir genauso bei der Auswahl, also bei der Gästepolitik, bei der Einladungspolitik oder bei Schirinen oder Leuten, mit denen wir zusammenarbeiten, also Kuratorinnen, Kuratoren, da versuchen wir halt auch möglichst viele einzubinden und auch immer, dass da auch Frauen dabei sind und so weiter. Das ist uns halt auch wichtig in der täglichen Arbeit. Ja, super. Also ich glaube, das ist genau das, was eben das Crossing Europe eh schon immer ausgemacht hat. Also dass das da diese Diversität sucht. Und ich finde es schön, dass du das gesagt hast, es soll selbstverständlich sein und wir widmen dem nicht eine extra Schiene, sondern das ist halt überall im Programm vertreten. Und da habt ihr den Film Swing Ride. Vielleicht schauen wir uns da gleich den nächsten Trailer an. Stimmt das jetzt? Swing Ride war der nächste. Sehr gut, bitte. Es ist möglich, dass ich nicht fähig bin. Ich bin sehr glücklich. è possibile che non c'hai fame? non sei contenta? com'è che ti chiami te? Benedetta da chi? Amanda io le piaccio io c'ho paura. Tarda. Per falle capare una settimana, vivono solo per farse belle. Me lo dici che devo fare con te? Lasciami Che hai visto bene? Andai? Ando vado, tocca schioda Buono Stronto 🎵🎵🎵 🎵🎵🎵 Bor. 🎵🎵🎵 Strunc. 🎵🎵🎵 🎵🎵🎵 🎵🎵🎵 Dwaj. Jadrze. 🎵🎵🎵 🎵🎵🎵 🎵🎵🎵 🎵🎵🎵 🎵🎵🎵 Der Film beschäftigt sich ja auch viel damit, was sind die klassischen Geschlechtsrollen und wie kann man die durchbrechen und aber auch, was ist das Schönheitsideal? Also der vereint ja auch einige Themen. Ja, das ist ein italienischer Spielfilm, weil bis jetzt haben wir heute ja nur von dokumentarischen Arbeiten geredet Also der vereint ja auch einige Themen. genau das, was du schon erwähnt hast, sehr viel verbindet, aber auch irrsinnig. Ein schöner Film ist atmosphärisch. Also der Film spielt im Sommer in Italien und in jeder Sekunde des Filmes kriegt man mit, wie die Wärme und Sommer und auch ein bisschen so die Trägheit, die dann schon ein bisschen herrscht und so. Und die Hauptfigur, das ist ein junges Mädchen namens Benedetta, die ist 15, lebt bei der Familie in so einer Kleinstadt und ihre Mutter war Tänzerin und eigentlich hat eine gutelich, dynamisch, Benedetta ist ein bisschen übergewichtig, ist ein bisschen eher ruhiger, nicht so quirlig und so weiter und schließt dann eine Freundschaft mit Amanda. Es kommt eben so ein Jormark-Zirkus in die Stadt und Amanda hat eben auch so eine Schaustellerin dort und die zwar verbindet dann wirklich eine Freundschaft und das Spannende an dem Film ist einfach auch, dass der Film einfach manche Dinge nicht groß thematisiert, weil Amanda ist eine Transfrau und das ist aber dann auch nicht, das ist jetzt nicht daran, wo sich der Film aufhängt, sondern es geht um die Freundschaft und auch das ums Erwachsenwerden, weil die 15-Jährige halt auch verschiedene Role Models sieht und eigentlich auchernen muss, wo sie selbst als Frau steht und wo sie eigentlich hin will und wem vertraut sie und mit wem will sie Zeit verbringen und so weiter. Und das schafft der Film einfach auf eine ganz wunderbare Art und Weise. Ihr habt es schon mehrmals erzählt, den Film habt ihr von dem Filmfestival, den habt ihr dort kennengelernt. Wie läuft denn das? Verbringt ihr das restliche Jahr, wenn nicht Festival ist, nur mit Filmschauen? Oder wie wählt ihr da die Filme aus? Das wäre schön, wenn es das ganze restliche Jahr nur Filmschauen wäre. Ganz so ist es nicht. Aber natürlich haben wir sehr viele Filme jetzt geschaut, um das Programm zusammenzustellen. Und an sich sind natürlich einige Festivalreisen im Jahr geplant, weil das einfach eine super effiziente und sehr tolle Art und Weise ist, Filme anzuschauen, weil man sie dann dort wirklich in Kinos anschauen kann, auch mit einem Publikum. Das hat heuer natürlich noch nicht ganz so in dem Ausmaß funktioniert, wie man sich das vielleicht wünschen würde, weil da einfach die Pandemie noch einige Reisen einfach quasi gecancelt hat. Und dann ist es so, dass man mittlerweile halt schon sehr viele Filme tatsächlich als Link zu sehen bekommt im Vorhinein und dann vor dem Computer sozusagen sitzt und die Filme anschaut. Und weil wir halt schon die Berlinale erwähnt haben, da waren wir auch ein Linz vor Ort. Also wir haben sehr viele Filme einfach über einen Online-Stream der Berlinale als Fachbesucherinnen gesichtet. Das ist sehr unsexy und manchmal sehr anstrengend, weil das einfach, es macht einen Unterschied, wenn man bei einem Festival ist und fünf Filme in einem Kino schaut mit Pause oder man schaut diese fünf Filme einfach online. Also das ist auch eine Sache, die dann manchmal auch schneller ermüdet als sonst, aber trotz alledem wissen wir schon, wie privilegiert wir sind, dass wir diese Möglichkeiten haben, so viele Perspektiven auf Europa durch die Filme zu erleben und zu sehen. Also das ist uns schon klar, dass wir da in einer sehr privilegierten Position sind in unserer Arbeit. Ja, aber darum freuen wir uns glaube ich alle, dass das Crossing Europe in Präsenz stattfindet, weil ich glaube, diese Gespräche zwischen und nach die Filme und das zwischen, das was halt zwischen die Zeilen und zwischen die Filme passiert, ist halt dieses Wertvolle an dieser Festivals und darum ist das glaube ich ganz wichtig, dass das eben nicht nur ein Stream-Festival ist. Gehen wir inhaltlich einmal weiter, wir haben dann noch einen Film, der heißt, wo bin ich jetzt? Ah ja, How the Room Felt. Das war dann der nächste Film, den wir da haben. Um was geht es da? Warum habt ihr den ausgewählt? Da kommen wir jetzt quasi nochmal ein bisschen zurück zur Thematik der LGBTIQ Plus Community. Das ist ein Film, der ist wirklich eine kleine Produktion. Da geht es um eine Fußballmannschaft, eine Frauenfußballmannschaft in Georgien oder um genauer zu sein um ein paar Spielerinnen, die lesbische Beziehungen haben. Und es ist quasi eine Gruppe von Freunden und Freundinnen. Und die Kamera ist mittendrin. Wir bewegen uns meistens bei ihnen zu Hause. Die feiern, die reden miteinander, die besprechen Probleme miteinander. Und es ist wirklich ein toller Film, der auch so viel im Nachhinein zum Nachdenken anbietet. Aber wir haben ja einen Trailer mit, also wir könnten kurz reinschauen, wie das ungefähr ausschaut. რომ ვიცხლება ხომე რანხლა გირებულება გავეჩნეა ერთვანისპის. და ხანდა ხამკვე ვიცხლება ხომე ისიც, რომ ერთვანისს კარდა არამ ნავკვით. მოვიცხლება ხომე ისიც, რომ ერთვანისს კარდა არამ ნავკვით. Danke an die Regie. Danke an die Regie. Auch ungewöhnlich, eine Frauenfuß Fußballmannschaft sozusagen wie ein Safe Haven ist, wo sie sozusagen auch ihr Leben leben können, weil in Georgien ja auch die LGBTIQ-Community es nicht leicht hat und die auch mit viel Ablehnung konfrontiert sind. Und das ist eben etwas, was der Film einfach sehr schön spüren lässt. Und da merkt man halt auch, dass in Europa abseits vom Krieg in der Ukraine, es gibt mehrere Problemfelder und Dinge, die bearbeitet werden sollten. Und das ist uns auch immer wichtig bei der Filmauswahl, dass wir versuchen, geografisch breit zu denken, weil einfach uns wichtig ist, dem Publikum die Möglichkeit zu geben, Filme aus Regionen, Ländern oder Randzonen Europas zu zeigen, die vielleicht sonst nicht so repräsentiert sind im Kino oder im normalen Fernsehprogramm. Und das ist unser wichtig. Und deswegen ist dann eben ein Land wie Georgien oder, wenn man sagt, man hat Filme aus dem Baltikum genauso wie aus Albanien, dass das halt auch wichtig ist für uns, dass wir versuchen, da auch möglichst eine Vielfalt reinzubringen, weil einfach das Spannende dann ist, anhand von den Filmen und diesen regionalen Erzählungen gibt es dann auch wieder das große Gemeinsame, eben wie Katharina jetzt gerade erwähnt hat, die Situation der LGBTIQ-Plus-Community in Georgien. Aber dass das natürlich ein Thema ist, wenn wir an Polen denken oder so weiter, in Georgien, aber dass das natürlich ein Thema ist, wenn wir an Polen denken oder so weiter, da kann man dann schon wieder die größeren Bruchlinien sehen, die quer durch Europa verlaufen und das ist uns halt auch bei der Programmgestaltung wichtig, dass wir da halt auch versuchen ein bisschen Räume aufzumachen, dass man sagt, okay, so tickt Europa derzeit. Nein, aber stimmt, weil ich glaube, wenn ich überlege, einen Film aus Georgien habe ich auch noch nicht gesehen, also da hat man wirklich nur für solche speziellen Filme, wirklich nur beim Crossing dann die Chance, in Oberösterreich sowas zu sehen. Und weil ihr jetzt gesagt habt, ihr habt es ausgewählt, wie viele Filme stehen zur Auswahl und wie viele sind es dieses Jahr geworden? und wie viele sind es dieses Jahr geworden? Also geworden sind es 148 insgesamt, mit allem drum und dran. Und zur Auswahl, also das lasst sich insofern jetzt nicht schwer in einer Zahl, glaube ich, so sagen, weil es gibt natürlich einerseits Einreichungen zum Festival. Hunderte? Genau, Hunderte. Also ich glaube, da bewegen wir uns so jenseits der 600 insgesamt. Aber es gibt natürlich auch viele Filme, wie zuerst schon erwähnt, die auf Festivals zu sehen sind. Also lässt sich jetzt da jetzt keine eindeutige Zahl definieren. Und was wir dann auch haben, wir haben so ein Netzwerk an Freunden und Bekannten aus der Branche, die halt auch netterweise dann, ich war auf dem Festival, da gibt es den und den Film und da haben wir auch Glück, dass wir da auch einfach eine Gruppe an Menschen haben, die dann auch netterweise Tipps geben oder so, weil die halt auch schon wissen, nach was wir konkret suchen und natürlich, es ist schon ein bisschen auch so davon abhängig, was man halt auch, man liest natürlich auch in Filmzeitschriften, also es ist der Rechercheprozess ist vielfältiger. Was uns auch wichtig ist, dass wir versuchen, im Breit zu denken und neue Leute zu finden, neue Stimmen. Auch was wichtig ist, dass im Programm sehr kleine Arbeiten vertreten sind. Genauso wie dieses Jahr haben wir in der Nachtsicht einen kleinen Blockbuster, der mit 11 Millionen produziert wurde. Also dass man da an die Breite denkt, rund um die Produktionsbedingungen von Filmen an sich. Freaks Out, ein wirklich toller Film. Genau. Ein italienisches Inglourious Basterds. Kann man nur empfehlen. Und weil du gerade neu gesagt hast, wie viele Premieren gibt es dieses Jahr? Also Crossing Europe, ihr habt ja immer ein paar Filme, die Premiere feiern. Also wir haben glaube ich 91 Premieren. Ich hoffe, ich habe mir die Zahl jetzt richtig gemerkt. Insgesamt im Programm setzt sich zusammen quasi aus Weltpremieren, internationalen Premieren und die Mehrzahl sind quasi Österreich-Premieren. Also Filme, die erstmals in Österreich zu sehen sein werden. Und ihr legt ja immer Augenmerk, jetzt haben wir gerade über Europa geredet und über generell Filme, internationale Filme, aber es gibt ja immer die spezielle Local-Schiene, wo nicht nur mit Österreich-Bezug, sondern auch mit Linz-Bezug viel gearbeitet wird und auch Künstlerinnen und Künstler, die entweder aus Linz stammen oder irgendeinen Bezug dazu haben, wieder vertreten sind. Wie viele Filme gibt es da dieses Jahr? Was sind da eure Highlights? Also generell zur Local Artist-Programmschiene ist zu sagen, dass das eine von unseren vier Wettbewerbssektionen ist, weil wir versuchen ja nicht nur Filme zu präsentieren, sondern das soll ja dann auch für die Filmemacherinnen und Filmemacher sich ein bisschen lohnen und deswegen gibt es Geld und Sachpreise und eine der vier Wettbewerbssektionen ist die Local Artist Schiene, die seit Anbeginn Teil der Programmarchitektur von Crossing Europe ist. Das muss man einfach sagen, weil das ist sehr, sehr wichtig. Es gibt hier mit der Kunstuniversität wirklich eine sehr tolle, hochkarätige Uni, wo immer wieder viele Talente rauskommen und gefördert werden. Es gibt einfach zahlreiche Film mittellangen Kurz- und Spielfilm bis zum richtigen Langdokumentarfilm ist da dieses Jahr alles dabei. Und da ist es uns halt auch wichtig, dass wir versuchen, dem Raum zu geben. Und die lokale Verwurzelung ist uns da auch sehr wichtig. Und da gibt es zum Beispiel dieses Jahr ein Special, das uns ganz besonders freut. Ein Linz-lebender Künstler, Dietmar Brehm, der Maler und Text macht und vor allem auch Film macht. Und Videoinstallation wurde heuer im März 1975. Er war ehemaliger Professor an der Kunstuni, der halt wirklich international sehr anerkannt ist für sein Experimentalfilm-Schaffen. Und anlässlich seines Geburtstages haben wir ihn eingeladen, ob er nicht zwei Kurzfilmprogramme kuratieren möchte, was er auch gemacht hat und was zwar wirklich großartige Kurzfilmprogramme wurden, die er fast komponiert hat, muss man sagen. Also wirklich ist experimentell, aber ist einfach total, macht Lust auf einfach Film, der einfach ein bisschen herausfordert und wehtut und schön ist. Und das ist uns halt auch wichtig, dass wir innerhalb der Sektionen auch solchen Dingen einen Raum geben. Aber sonst, also Musikvideos, vielleicht möchtest du da kurz einhaken? Genau, also es gibt da wieder einen Preis für Musikvideos, der von der Creative Region Linz in Upper Austria gestiftet wird. Und wir haben heuer wieder elf Musikvideos im Programm. Und das ist immer super, weil es so eine breite Streuung ist und es schon immer noch so ist, dass Musikvideo ist so eine Form, wo sie Filmemacherinnen einmal ausprobieren können oder austoben können. Und da gibt es Leute, die haben jetzt über die Jahre, begleiten wir die schon immer wieder mit Musikvideos. Ich sage Felix Sturm, Dauer, Sperger, Florian Schwarz und so, die immer wieder kommen. Und dann gibt es aber auch immer wieder neue Entdeckungen, sozusagen erstmalige Einreichungen, die dann eben da in diesem Programm zu finden sind. Aber das trifft generell auf die Local Artists zu, dass es eben auch so ein Mix aus etablierten Filmschaffenden ist und Newcomern sozusagen. Und in dem Bereich, also wir haben heuer auch einige Langfilme dabei und da gibt es mehrere Weltpremieren tatsächlich zu entdecken. Da wäre zum Beispiel der Dokumentarfilm Der Weihnachtsmann von Joachim Iseni, der an der Kunstuniversität studiert hat. Luteo von Aschkan Nematian, ein Spielfilm, ein langer Spielfilm, das ist nicht so häufig, also da überwiegen meistens die Dokumentarfilme im langen Filmbereich. Und dann haben wir noch Leute wie zum Beispiel Bernhard Salman, der stammt aus Oberösterreich, lebt inzwischen in Berlin, der inzwischen schon ein ganz tolles Oeuvre aufgebaut hat. Da haben wir eine Weltpremiere. Das ist ein künstlerischer Dokumentarfilm, der Berlin JWD heißt. Da freuen wir uns auch, dass wir den präsentieren dürfen. Das machen wir gemeinsam im Film Archiv Austria. Oder erwähnen möchte ja nur die Ella Reidel, die wirklich aus, die stammt aus Gmunden, ist inzwischen Professorin an der Uni in Singapur, die auch wieder einen ganz tollen künstlerischen Dokumentarfilm gestaltet hat. Der läuft sowohl in der Local Artist Sektion als auch in der Sektion Architektur und Gesellschaft. Der Film heißt A Pile of Ghosts und setzt sich sehr mit dem Thema Immobilienspekulation in China auseinander, auf eine sehr spielerische Weise. Und da freuen wir uns halt auch, weil gerade so wie der Bernhard Salman und die Ella Reidel oder Rainer Kohlberger, wie erwähnend, das sind Leute, wo es auch Kontinuität gibt. Also wo wir immer wieder Arbeiten präsentieren dürfen, was für uns toll ist, aber was auch dem Publikum Spaß macht. Weil man dann sagt, ah, den kennt man schon. Oh ja, den Film habe ich vor drei Jahren. Und das ist halt dann auch schön, dass man da gemeinsam so eben die Möglichkeit dem Publikum gibt, auch Leute zu begleiten. Und das ist uns halt auch sehr wichtig. Und dann freuen wir uns noch über eine Weltpremiere. Und da haben wir, glaube ich, einen kleinen Ausschnitt vorbereitet. Das ist der neue Film von Dieter Strauch, einem Linzer Regisseur und einem sehr, sehr guten Cutter, der eine Arbeit, eine hybride Arbeit geschaffen hat, gemeinsam mit den Protagonistinnen und Protagonisten des Linzer Plattenlabels Shash Records. Die feiern auch ein kleines Jubiläum und da gibt es eine sehr schöne mittellange Arbeit und vielleicht wollen wir uns da jetzt den Aufschnitt kurz anschauen dazu. Gerne. 29. Februar E18 Le 20 février 2018 Thank you. Musik Wir haben circa 10 Uhr gerade eine Spur gefunden. Ja, das war jetzt der letzte Trailer, den wir uns angeschaut haben. Aber das Crossing Europe besteht ja nicht nur aus Filmen und ins Kino gehen, sondern es gibt ja ein riesiges Rahmenprogramm. Und ich schätze mal, das gibt es dieses Jahr auch wieder. Was erwartet uns da? Also Shash Inside war da jetzt, finde ich, eine tolle Überleitung, um zu sagen, dass wir heuer wieder nach zwei Jahren pandemiebedingter Pause wieder eine kleine Nightline im Programm haben. Das heißt, es wird auch musikalische Events am Abend geben. Und es gibt eben, Shash Records bestreitet einen Abend bei der Nightline, einen Teil Donnerstag. Und es wird aber jeden Abend zumindest von 20 bis 23 Uhr Musik geben. Und was wir hoffen, dass es nicht wahnsinnig viel regnen wird, denn wir wollen das am OK-Platz machen. Weil dieser Platz ist für uns irgendwie sehr zentral. Und das ist der Platz, wo sich die Leute treffen. Und das wollen wir sozusagen damit noch fördern, dass man da eben kurz einen Drink nehmen kann, über die Filme plaudern und eben aber auch guter Musik lauschen kann. Und dann gibt es Freitag und Samstag tatsächlich zwei Konzerte am OK-TEC. Und zusätzlich am Donnerstag wird es auch noch ein Musikprogramm in der Kapo geben, weil die Kapo ist auch Partner in Crime seit Anbeginn. Und durch die Pandemie haben wir leider die Kapo als Spielstätte letztes Jahr nicht nutzen können, weil das Kino in der Kapo sehr, sehr, sehr netter Raum ist, aber einfach ein bisschen zu klein für Pandemie-Screenings. Und jetzt sind wir total happy, dass wir dieses Jahr zumindest so wieder mit der Kapo zusammenarbeiten können, auf musikalischer Ebene. Und das ist einfach eine schöne runde Sache, dass es am Donnerstag auch zusätzlich Musikprogramme in der Capo gibt. Und was dann nur drumherum passiert rund ums Festival, ist auch so das klassische Rahmenprogramm. Es gibt wieder Talks. Da möchten wir unter anderem den Talk mit unserem diesjährigen Tribute-Gast erwähnen. Das ist ein belgischer Regisseur Fabrice Duvelz, der eher im Bereich Thriller angesiedelt ist. Da gibt es am Samstag den 30. Tribute-Talk, wo er dann im Rahmen dessen einfach von seiner Arbeitsweise erzählt und so weiter. Und am Sonntag, den 1. Mai am Nachmittag um 16 Uhr, haben wir eine zweite Talk-Veranstaltung, die im Rahmen unserer JAS-Jugendschiene stattfindet. Das heißt Yuki goes JAS. Das findet eben zusammen Arbeit mit der Yuki, mit dem Jugendmedienfestival in Wels statt. Da erwarten wir auch zwei Gäste, die auch aus ihren jungen Regisseurinnen, Regisseure, die dann einfach ein bisschen erzählen, wie sie zum Film kamen, ihre ersten Arbeiten herzeigen. Da geht es einfach auch darum, einfach Jugendlichen ein bisschen so einen Einblick zu geben. Wie ist denn das, wenn ich Filme machen will? Wie geht denn das? Und dass vielleicht auch nicht der erste Film immer schon das perfekte Meisterwerk sein muss, um einen Einstieg zu finden in diese Arbeit. Genau, genau. Und dann beim Rahmenprogramm, natürlich gibt es ja wieder eine Preisverleihung. Das ist ja am 1. Mai am Abend, wo dann einfach wirklich alle zusammenkommen und dann einfach eben aus unseren vier Wettbewerbssektionen die Preise vergeben werden. Und dann ist, was einmal eine schön langsam gute Tradition ist, am letzten Tag des Festivals, das ist dieses Mal der 2. Mai, haben wir wieder einen Abschlussfilm. Das ist ein deutscher Spielfilm. Alle reden über das Wetter, der dann quasi so den Sack zumacht. Das ist dann einer der letzten Filme des Festivals und das ist dann auch einfach nochmal ein schöner Ausklang. Und vielleicht zu den Talks noch. Die Talks werden auch live übertragen von DorfTV. In diesem Fall ein Danke an diese Stelle, weil das ist super und sind dann auch im Nachhinein auf unserer Webseite immer noch abrufbar. Aber eben dieses Jahr kann man sie auch wieder live im OKTEC besuchen oder eben anschauen. Oder dann auch nachher auf DorfTV nachschauen. Die Zeit ist jetzt schon extrem vorangeschritten. Jetzt habe ich noch eine persönliche Frage an euch beide. Wolltet ihr mir zum Schluss vielleicht in einer kleinen Abschlussrunde noch sagen, auf was euch ihr ganz persönlich am meisten freut und auf welcher Filmscreening bei euch dieses Jahr ganz, ganz oben auf der Liste ist? Vielleicht fängst du an, Katharina. Also ich glaube, ich freue mich einfach schon wahnsinnig auf diesen Moment, wenn das Festival sozusagen eröffnet ist und wir dann hoffentlich am OK-Platz stehen können und irgendwie so dieses Gefühl von Festival und Festival hat begonnen. Es sind Gäste da, es sind Besucherinnen da, Screenings starten. da, es sind Besucherinnen da, Screenings starten und ich kann jetzt gar nicht so spezifisch eine einzelne Vorstellung rausnehmen, aber ich glaube einfach das, dass dann Menschen wieder die Kinos und den Platz beleben, auf das freuen wir uns schon sehr oder ich freue mich zumindest, Entschuldigung. Ja und dann auch, wenn man das Gefühl hat, es sind Filmgäste da aus ganz Europa, die dann irgendwie merken, das Publikum springt darauf an, auf den Film, auf die Themen, dass man dann merkt, okay, da entstehen dann Gespräche und vielleicht dann auch noch ein Screening, auch gemütlich am OK-Platz. das Niederschwellige. Hey, man geht ins Kino, man lässt sich auf ein Thema ein oder auf ein Land oder auf eine Sprache, von der man keine Ahnung hat und nimmt dann was mit nach Hause. Ich glaube, das ist das, worauf wir uns freuen und wir hoffen, dass das auch wieder in der Form so passieren wird, dass die Leute einfach nach dem Crossing sagen, hey, das hat schon jetzt ein bisschen wieder meinen Horizont erweitert oder ich habe mir gedacht, da habe ich jetzt auch wieder eine neue Perspektive gekriegt. Ich glaube, das würde uns sehr freuen, wenn uns das gelingt. Und wenn ich jetzt noch nie am Crossing Europe war und sage, der und der Film hat mir jetzt so den Anreiz gegeben, ich möchte da hinkommen, wie komme ich zu Tickets? Gehe ich da einfach ins Kino oder gehe ich am OK-Platz oder was muss ich machen? Also Tickets gibt es bereits online zu kaufen über unsere Website, also www.crossingeurope.at Das ist die eine Variante, aber ab heute gibt es auch den Kartenvorverkauf im Movimento Kino, jeden Tag von 17 bis 21 Uhr und wer sich direkt ins Festival reinstürzen will und schon sicher ist, dass er mehrere Filme anschauen will, könnte sich vielleicht auch einen Festivalpass kaufen, Den gibt es nämlich heuer auch wieder. Das große Ticketing-Comeback. Damit kann man quasi alle Vorstellungen des Festivals besuchen, sofern man Karte kriegt dafür. Ja, dann vielen lieben Dank an euch und danke, dass ihr da wart. Es war ein sehr nettes Gespräch und für die Zuschauerinnen, ah, meine Zettelwirtschaft, in allen bekannten, gut sortierten Lokalen und Kinos gibt es jetzt auch das Programm, wo man nochmal alle Filme durchsehen kann und anschauen und sich überlegen, was man sich alles anschauen möchte. Und danke fürs Einschalten. Ich verabschiede mich und wir sehen uns am 27. Crossing Europe Festival hoffentlich. you