Wir sind heute beim Mural Harbour, wo wir den Saisonstart feiern und mehrere Künstlerinnen und Künstler neue Murals gestalten. Viele Projekte sind hier unter einem Dach und wir werden heute mit ein paar sprechen, die uns ihre Projekte vorstellen und schauen, was so passiert und was man am Mural Harbor so entdecken kann. Jetzt sind wir hier drinnen in der Gallery vom Mural Harbor. Ihr seht, ich habe da so eine super coole Brille auf, weil dieses Werk und dieser Raum einen 3D-Effekt haben. Also unbedingt kommen und anschauen. Und neben mir steht jetzt der Geschäftsführer von Mural Harbor, der Leonard Gruber. Hallo Leonard. Wir sind heute beim Saisonstart. Was bedeutet das? Was wird jetzt in Zukunft für die Linzerinnen und Linzer oder Oberösterreicherinnen auf sie zukommen? Was kann man bei euch alles sehen und machen? Ja, bei uns startet heute wieder die Hauptsaison, sozusagen. Da sind von April bis Oktober ist bei uns so die intensive Zeit, wo es auch warm ist und wo man gut eine Zeit im Haufen verbringen kann. Und es starten wieder alle Angebote. Also dieser Walk, wo man auch warm ist und wo man gut eine Zeit im Haufen verbringen kann. Und es starten wieder alle Angebote. Also dieser Walk, wo man das zu Fuß erkunden kann, die Bootstouren, Workshops, wo es ein bisschen dann ins Eingemachte geht, wo man wirklich lernt, wie man Graffiti malt. Und das hat heute zum Beispiel, war schon so ein Workshop, so eine Führung, morgen ist die Bootstour, jetzt geht es einfach wieder los. Und ihr habt ja gerade eine Kooperation mit den Kupfermucken, wie ist das zustande gekommen, was macht ihr da genau? Ja, zustande gekommen, es hat sich über die Jahre entwickelt, dass wir immer wieder einmal im Jahr Besuch bekommen haben von den Kupfermucken, von den Redakteuren, Verkäuferinnen. Und dann hat eigentlich die AG, die Kupupfermucken ein Projekt eingereicht, gemeinsam mit uns. Da geht es darum, ein bisschen der Verdrängung von Obdachlosigkeit aus dem öffentlichen Raum entgegenzuwirken. Das Sichtbarmachen eigentlich von der Problematik ist, haben wir uns ein bisschen zum Züge genommen. Super, ja dann schauen wir mal eine Runde. Bei mir steht jetzt der Michi, der wird sich auch vorstellen und der hat da hinten schon mit seinem Kunstwerk angefangen. Hallo Michi! Michael Ull ist mein Name, ich arbeite bei Murrel Harbor, bin zuständig für die Kulturvermittlung. Wir machen da gerade einen Schriftzug, Murrel Harbor für die Saisoneröffnung im Schnee. Deswegen ist da gerade wenig los. Da drüben haben wir noch ein Zord-Eis und wir haben noch einen Caso da. Und DJ ist der Platten-Joe vom State of Yo DJ Team. Und was ist das Besondere am Mural Harbor für dich ganz persönlich? Naja, im ersten ist mein Arbeitsplatz, das ist schon mal besonders und ich kann ganz viele Sachen einfach verbinden, die gut zu mir passen. Also ich arbeite irrsinnig gerne mit Leuten, bin gerne draußen, ich bin gerne kreativ und das passt gut zusammen. Super, danke. Ich weiß nicht. Du weißt. Ich weiß nicht. Um was genau geht es denn bei dem Projekt mit den Kupfermucken, das in Kooperation mit Murl Haber passiert? Es gibt eine Kulturausschreibung Linz Impuls 2021 und da kann man auch die Freikulturseine einreichen können, Freiprojekte und das Thema war die Wiede et Impera, das heißt Teil und Herrschaft man hat einen Partner gebraucht und nachdem wir schon mal Führungen gemacht haben in Murerlhaber und das recht gut passt haben wir gesagt, ja wir möchten quasi unsere Obdachlosen wieder ins Bild setzen wir haben anlässlich 25 Kupfermucken, Straßenzeitung eine Befragung bei der Bevölkerung gemacht zu sozialen Randgruppen und es gibt viele Randgruppen wo es große Vorteile gibt, es gibt viele Verbote und so und uns war das wichtig, dass man eben unsere Leute wieder ins Bild setzt. Das heißt ja mit Streetart soziale Randgruppen wieder ins Bild setzen. Und das passt recht gut, weil ja die Spreier teils illegal unterwegs waren, aus unterprivilegierten Gegenden. Und da haben wir gesagt, das Wichtigste bei uns ist natürlich immer, die Leute mitnehmen, unsere Betroffenen, unsere Obdachlosen. Und da haben wir diverse Workshops. Und einer davon war auch, dass die Leute fotografiert werden und das von einem Profikünstler,ler auf die Autos umgesetzt wird. Das sind fahrende Kunstwerke. In unserem Trödlerladen haben wir drei Busse. Einer steht hinter mir noch unbesprät und zwei davon sind schon besprät worden vom Wupper. Das ist ein serbischer Künstler, das ist sicher der Leonhardt noch mehr. Und da sind ein paar Drehs von Kupfermucken-Probanden drauf. Und im Hintergrund steht einmal Agi, einmal Miss Fitz, einmal Drödler. Und die Busse fahren laufend durch Linz, weil wir machen Wohnungsräumungen, über 100 Wohnungsräumungen im Jahr. Und das soll nicht sichtbar werden. Wir wollen die Menschen wieder sichtbar machen. Wir wollen sie wieder ins Stadtbild bekommen, weil gerade Obdachlose und Randgruppen immer mehr an den Rand gedrängt werden. Es gibt keine Nischen, es gibt nichts mehr, wo die Leute sein dürfen und wir wollen eben die wieder zurückholen ins Bild. Musik Bei mir steht jetzt der Manuel, der wird den letzten der drei LKWs bemalen. Manuel, was kommt da jetzt genau drauf und wie bist du zu diesem Projekt gekommen? Also ich werde da jetzt auf der einen Seite abstrakte Arbeit drauf malen und auf der anderen Seite ein Porträt von einem der Kupfermückenverkäufer, so wie ich das verstanden habe. Und mich hat der Herr Leonhard Gruber vom Moodle Harbor in das Projekt inkludiert. Das heißt, du kennst aber die Person, zu der das Porträt gehört, nicht persönlich? Nein, ich kenne die Person nicht persönlich, weil ich aus Wien bin. Also vielleicht habe ich schon mal eine Kupfermücke irgendwo dem oder der Person abgekauft, aber ich weiß nicht, um wen es sich handelt, ehrlich gesagt. Und wie lange sprayst du schon oder wie lange bist du schon in dieser Szene aktiv? Naja, also das ist ein flüssiger Übergang gewesen. Ein ganz kleines Kind hat man mit dem Edding vielleicht seinen Namen auf irgendwelche Stromkästen geschmiert oder ganz hinten im Bus rein und dann ist mit dem Alter und mit den Möglichkeiten die Qualität halt einfach gestiegen. Und letzte Frage ist, was ist für dich das Besondere hier am Mural Harbor? Naja, das Besondere am Mural Harbor ist, glaube ich, relativ offensichtlich die vielen Bilder, die hier sind und die viele Bemalungen, die hier stattfindet, was, soweit ich weiß, in Österreich einzigartig ist. Und es ist sehr schön hier, dass diese industrielle Grundlage oder dieses industrielle Gebiet hier so bespielt werden kann, was eigentlich sonst nirgendwo die Möglichkeit für sowas gibt. I don't know.